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Quelle:Dmi/Bostelmann 2000

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Natalie Bostelmann
Titel    Untersuchung über den Einfluß von Vermarkterorganisationen auf die Tiergesundheit und Fleischqualität von Mastschweinen anhand der am Schlachtbetrieb erhobenen Organbefunde, pH-Werte und Schinkenkerntemperaturen
Ort    Berlin
Jahr    2000
Anmerkung    Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin
URL    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000000246

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    58


Fragmente der Quelle:
[1.] Dmi/Fragment 001 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-17 21:09:27 Kybot
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 1, Zeilen: 1 ff.
1 EINLEITUNG

Der Vertrauensverlust des Verbrauchers in die Fleischproduktion hat in den letzten Jahren zu einem steten Rückgang des Fleischkonsums in der Bundesrepublik geführt.

[...]

Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass nach wie vor große Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit bestehen (SCHÜTTE et al., 1998; BOSTELMANN, 2000). Insbesondere die Untersuchungen an mehr als 500.000 Schweinen aus zwei Vermarktungsorganisationen und aus Betrieben ohne Organisationszugehörigkeit zeigen, dass ein Missverhältnis zwischen landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen und den Anforderungen des Tier- und Verbraucherschutzes besteht (BOSTELMANN, 2000).

1 EINLEITUNG

Der Vertrauensverlust des Verbrauchers in die Fleischproduktion hat in den letzten Jahren zu einem steten Rückgang des Fleischkonsums in der Bundesrepublik geführt.

[...]

Die einseitige Züchtung auf einen hohen Magerfleischanteil, die seit einigen Jahren mehr und mehr zu einer Qualzucht und zur Minderung der Fleischqualität führte, die intensive Massentierhaltung mit ihren Seuchenzügen, der weit verbreitete Einsatz von Antibiotika zur Metaphylaxe, der trotz des Medikamenteneinsatzes hohe Anteil an Lungenerkrankungen und schließlich die Skandale um Schlachttiertransporte und den Umgang mit den Tieren vor dem Schlachten zeugen von einem Mißverhältnis zwischen landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen und den Anforderungen des Tier- und Verbraucherschutzes (SCHÜTTE et al., 1998).

Anmerkungen

Die Arbeit beginnt mit einer wörtlichen Textparallele, einige Zeilen weiter gefolgt von einer Referenz auf die Quelle. Der bei Bostelmann noch Schütte et al 1998 zugeschriebene Text wird nun mit Bostelmann 2000 refenziert, Schütte et al fallen weg.

Sichter
(SleepyHollow02)

[2.] Dmi/Fragment 003 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:27:50 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 3, Zeilen: 1 ff.
2 SCHRIFTTUM

2.1 Mastschweineproduktion unter dem Aspekt des Tierschutzes

In erster Linie erfüllt die Nutztierhaltung wichtige Bedürfnisse des Menschen in Form von Nahrungsmittelerzeugung und Herstellung von Produkten im Nichtnahrungsbereich. In Deutschland lag die Bruttoeigenerzeugung an Schlachtschweinen 1997 bei 37,7 Mio. Stück (WILLERS, 1998). In den letzten Jahren ist der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch um 10 % gesunken (BLAHA, 1993). Parallel dazu ist die Einfuhr von Schlachtschweinen aus der EU um ca. 60 % angestiegen (SCHLINDWEIN, 1997)1. Die deutsche Landwirtschaft steht unter einem großen wirtschaftlichen Druck und kann sich der Konkurrenz nur stellen, wenn sie so kostengünstig wie möglich produziert. In den vergangenen Jahrzehnten waren die Rationalisierung der Produktion durch Anwendung neuer Technologien, durch Mechanisierung der Arbeitsabläufe und durch Bestandsvergrößerung die Grundstrategie zur Erwirtschaftung höherer Einkommen (FIEDLER, 1983). Bei dieser Strategie fanden Kriterien wie die verhaltensgerechte Unterbringung und das artgemäße Bewegungsbedürfnis der Tiere häufig keine Berücksichtigung. Gerade in der Haltung von Mastschweinen, die in großer Anzahl auf engem Raum unter hochtechnisierten Bedingungen gehalten werden, wird diese Entwicklung besonders deutlich. Die Optimierung von Tierhaltungsverfahren wird aber nicht allein durch die Perfektionierung der Technik und Arbeitswirtschaft, sondern vor allem durch die Erfüllung der Anforderungen erreicht, die vom Tier an seine Umwelt gestellt werden (SAMBRAUS, 1997). Erst die Berücksichtigung dieser tierspezifischen Anforderungen ermöglicht es auch der Bestimmung des Tierschutzgesetzes, das "Wohlbefindens [sic!] des Tieres" zu sichern, näher zu kommen (§ 1 TierSchG). Die Einbeziehung des Tierverhaltens in die Weiterentwicklung von Haltungsverfahren und Umgangsformen muss somit zu einem Hauptkriterium werden. Im Vergleich zu Wildtieren wurden landwirtschaftliche Nutztiere erst spät in ethologische Untersuchungen einbezogen. Die Erforschung ihres Verhaltens wurde vor allem in den letzten 25 Jahren forciert (LOOFT et al., 1993). Versuche, Befindlichkeiten insbesondere Schmerzen und Leiden des Tieres direkt oder indirekt über den Nachweis von Verhaltensstörungen zu erfassen, haben in der Ethologie zur Entwicklung unterschiedlicher Konzepte geführt:

• Analogie- Konzept2 (SAMBRAUS, 1982)


1 Umgerechnet in Schlachtgewicht lag 1994 die Einfuhr bei 121.191 t, 1996 bei 197.123 t.

2 Schmerz, Angst und Leiden sind beim Menschen begleitet von bestimmten Körperschäden, physiologischen Veränderungen und Abweichung vom Normalverhalten. Da diese Reaktionen und im Verbund hiermit ein von der Norm abweichendes Verhalten in bestimmten Situationen auch beim Tier festgestellt werden, darf daraus geschlossen werden, dass höher entwickelte Tiere über Empfindungen gleicher Kategorien wie der Mensch verfügen.

2 SCHRIFTTUM

2.1 Mastschweineproduktion unter dem Aspekt des Tierschutzes

In erster Linie erfüllt die Nutztierhaltung wichtige Bedürfnisse des Menschen in Form von Nahrungsmittelerzeugung und Herstellung von Produkten im Nichtnahrungsbereich. In Deutschland lag die Bruttoeigenerzeugung an Schlachtschweinen 1997 bei 37,7 Mio. Stück (WILLERS, 1998). In den letzten Jahren ist der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch um 10 % gesunken (BLAHA, 1993). Parallel dazu ist die Einfuhr von Schlachtschweinen aus der EU um ca. 60 % angestiegen (SCHLINDWEIN, 1997)1. Die deutsche Landwirtschaft steht unter einem großen wirtschaftlichen Druck und kann sich der Konkurrenz nur stellen, wenn sie so kostengünstig wie möglich produziert. In den vergangenen Jahrzehnten war die Rationalisierung der Produktion durch Anwendung neuer Technologien, durch Mechanisierung der Arbeitsabläufe und durch Bestandsvergrößerung die Grundstrategie zur Erwirtschaftung höherer Einkommen (FIEDLER, 1983). Bei dieser Strategie fanden Kriterien wie die verhaltensgerechte Unterbringung und das artgemäße Bewegungsbedürfnis der Tiere häufig keine Berücksichtigung. Gerade in der Haltung von Mastschweinen, die in großer Anzahl auf engem Raum unter hochtechnisierten Bedingungen gehalten werden, wird diese Entwicklung besonders deutlich. Die Optimierung von Tierhaltungsverfahren wird aber nicht allein durch die Perfektionierung der Technik und Arbeitswirtschaft, sondern vor allem durch die Erfüllung der Anforderungen erreicht, die vom Tier an seine Umwelt gestellt werden (SAMBRAUS, 1997). Erst die Berücksichtigung dieser tierspezifischen Anforderungen ermöglicht es, auch der Bestimmung des Tierschutzgesetzes, das “Wohlbefinden des Tieres” zu sichern, näherzukommen (§ 1 TierSchG). Die Einbeziehung des Tierverhaltens in die Weiterentwicklung von Haltungsverfahren und Umgangsformen muß somit zu einem Hauptkriterium werden.

Im Vergleich zu Wildtieren wurden landwirtschaftliche Nutztiere erst spät in ethologische Untersuchungen einbezogen. Die Erforschung ihres Verhaltens wurde vor allem in den letzten 25 Jahren forciert (LOOFT et al., 1993). Versuche, Befindlichkeiten -insbesondere Schmerzen und Leiden- des Tieres direkt oder indirekt über den Nachweis von Verhaltensstörungen zu erfassen, haben in der Ethologie zur Entwicklung unterschiedlicher Konzepte geführt:

• Analogie- Konzept2 (SAMBRAUS, 1982)


1 Umgerechnet in Schlachtgewicht lag 1994 die Einfuhr bei 121.191 t, 1996 bei 197.123 t.

2 Schmerz, Angst und Leiden sind beim Menschen begleitet von bestimmten Körperschäden, physiologischen Veränderungen und Abweichung vom Normalverhalten. Da diese Reaktionen und im Verbund hiermit ein von der Norm abweichendes Verhalten in bestimmten Situationen auch beim Tier festgestellt werden, darf daraus geschlossen werden, daß höher entwickelte Tiere über Empfindungen gleicher Katagorien [sic] wie der Mensch verfügen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Dmi/Fragment 004 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:31:50 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 4, 5, Zeilen: 4: 1 ff. - 5: 1 ff.
• Soll- und Istwert- Konzept3 (WIEPKEMA, 1981)

• Bedarfsdeckungs- und Schadensbegrenzungskonzept4 (TSCHANZ, 1985)

Nach SUNDRUM (1994) sind Haltungsbedingungen dann tiergerecht, wenn sie

- den spezifischen Eigenschaften der in ihnen lebenden Tiere Rechnung tragen,

- die körperlichen Funktionen des Tieres nicht beeinträchtigen und

- essentielle Verhaltensmuster des Tieres nicht in dem Maße einschränken und verändern, dass dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden am Tier selbst oder durch ein so gehaltenes Tier einem anderen entstehen.

Jedes Tier bildet mit seiner Umwelt ein seine Existenz bestimmendes Beziehungsgefüge. Nur eine multifaktorielle Betrachtungsweise trägt dem Nutztier und den komplexen Wechselbeziehungen zwischen Nutztier, Haltungsumwelt und Mensch Rechnung. Um Aussagen über artgemäße und verhaltensgerechte Haltungssysteme treffen oder um Tatbestände im tierschutzrechtlichen Sinne überprüfen zu können, werden Indikatoren benötigt, die SMIDT (1990) in vier Gruppen verwandter Kriterien unterteilt:

- physiologische, biochemische und biophysikalische Indikatoren,

- pathologische Indikatoren, einschließlich Krankheitshäufigkeit und Verlustrate,

- ethologische Indikatoren sowie

- leistungsbezogene Indikatoren

Mit objektiven Messmethoden, die mit Referenzwerten zu vergleichen sind, bzw. mit dem Erkennen von haltungsbedingten Verletzungen (Technopathien), Systemerkrankungen und Verlustraten sind die Kriterien der beiden ersten Gruppen relativ leicht zu ermitteln. Auch die erheblichen Verhaltensabweichungen (Ethopathien) lassen sich tierschutzbezogen einfach interpretieren. Die Bewertung quantitativer Verhaltensunterschiede gilt als schwierig, da ein konkretes Bezugssystem fehlt. Während ein hohes Leistungsniveau, zum Beispiel im Sinne einer hohen Wachstumsrate oder Milchleistung, nicht automatisch einen hohen Grad an Wohlbefinden widerspiegelt, sind Kriterien wie Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Langlebigkeit, Fruchtbarkeit bzw. akute und chronische Depressionen der Produktionsleistungen eher dazu geeignet, Haltungsbedingungen hinsichtlich ihrer Tiergerechtheit beurteilen zu können (SMIDT, 1990).

Da in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zwischen der notwendigen Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit auf der einen und den, den Eigen-[schaften der Nutztiere entsprechenden Haltungsbedingungen auf der anderen Seite ein unauflösbarer Zielkonflikt besteht, werden letztere nur je nach wirtschaftlicher Lage der Betriebe mehr oder weniger partiell realisiert.]


3 Das Wohlbefinden eines Organismus ist gegeben, wenn keine Differenz zwischen den Einzel-Istwerten und den zugehörigen Sollwerten besteht bzw. wenn bei einer Differenz dem Organismus Verhaltenssysteme oder innere Aktionen zur Verfügung stehen, die die wahrgenommene Differenz ausregeln können.

4 Ein Haltungssystem gilt als tiergerecht, wenn das Tier erhält, was es zum Selbstaufbau und Selbsterhalt benötigt, und ihm die Bedarfdeckung [sic] und die Vermeidung von Schäden durch die Möglichkeit adäquaten Verhaltens gelingt.

• Soll- und Istwert- Konzept3 (WIEPKEMA, 1981)

• Bedarfsdeckungs- und Schadensbegrenzungskonzept4 (TSCHANZ, 1985).

Nach SUNDRUM (1994) sind Haltungsbedingungen dann tiergerecht, wenn sie

- den spezifischen Eigenschaften der in ihnen lebenden Tieren [sic] Rechnung tragen,

- die körperlichen Funktionen des Tieres nicht beeinträchtigen und

- essentielle Verhaltensmuster des Tieres nicht in dem Maße einschränken und verändern, daß dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden am Tier selbst oder durch ein so gehaltenes Tier einem anderen entstehen.

Jedes Tier bildet mit seiner Umwelt ein seine Existenz bestimmendes Beziehungsgefüge. Nur eine multifaktorielle Betrachtungsweise trägt dem Nutztier und den komplexen Wechselbeziehungen zwischen Nutztier, Haltungsumwelt und Mensch Rechnung. Um Aussagen über artgemäße und verhaltensgerechte Haltungssysteme treffen oder um Tatbestände im tierschutzrechtlichen Sinne überprüfen zu können, werden Indikatoren benötigt, die SMIDT (1990) in vier Gruppen verwandter Kriterien unterteilt:

- physiologische, biochemische und biophysikalische Indikatoren,

- pathologische Indikatoren, einschließlich Krankheitshäufigkeit und Verlustrate,

- ethologische Indikatoren sowie

- leistungsbezogene Indikatoren.

Mit objektiven Meßmethoden, die mit Referenzwerten zu vergleichen sind, bzw. mit dem Erkennen von haltungsbedingten Verletzungen (Technopathien), Systemerkrankungen und Verlustraten sind die Kriterien der beiden ersten Gruppen relativ leicht zu ermitteln. Auch die erheblichen Verhaltensabweichungen (Ethopathien) lassen sich tierschutzbezogen einfach interpretieren. Die Bewertung quantitativer Verhaltensunterschiede gilt als schwierig, da ein konkretes Bezugssystem fehlt. Während ein hohes Leistungsniveau, zum Beispiel im Sinne einer hohen Wachstumsrate oder Milchleistung, nicht automatisch einen hohen Grad an Wohlbefinden widerspiegelt, sind Kriterien wie Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Langlebigkeit, Fruchtbarkeit bzw. akute und chronische Depressionen der Produktionsleistungen eher dazu geeignet, Haltungsbedingungen hinsichtlich ihrer Tiergerechtheit beurteilen zu können (SMIDT, 1990). Da in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zwischen der notwendigen Be-

[Seite 5]

rücksichtigung der Wirtschaftlichkeit auf der einen und den, den Eigenschaften der Nutztiere entsprechenden Haltungsbedingungen auf der anderen Seite ein unauflösbarer Zielkonflikt besteht, werden letztere nur je nach wirtschaftlicher Lage der Betriebe mehr oder weniger partiell realisiert.


3 Das Wohlbefinden eines Organismus ist gegeben, wenn keine Differenz zwischen den Einzel-Istwerten und den zugehörigen Sollwerten besteht, bzw. wenn bei einer Differenz dem Organismus Verhaltenssysteme oder innere Aktionen zur Verfügung stehen, die die wahrgenommene Differenz ausregeln können.

4 Ein Haltungssystem gilt als tiergerecht, wenn das Tier erhält, was es zum Selbstaufbau und Selbsterhalt benötigt, und ihm die Bedarfsdeckung und die Vermeidung von Schäden durch die Möglichkeit adäquaten Verhaltens gelingt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[4.] Dmi/Fragment 005 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:33:28 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: 1 ff., 6: 1 ff.
[Da in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zwischen der notwendigen Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit auf der einen und den, den Eigen-]schaften der Nutztiere entsprechenden Haltungsbedingungen auf der anderen Seite ein unauflösbarer Zielkonflikt besteht, werden letztere nur je nach wirtschaftlicher Lage der Betriebe mehr oder weniger partiell realisiert. Zusammen mit dem Landwirt trägt der Tierarzt die Verantwortung für die Tiergesundheit und das Erzielen einer hohen Produktqualität (BOLLWAHN, 1985). Zusätzlich besteht seine Aufgabe als berufener Schützer der Tiere darin, durch Mitgestaltung der Haltungstechnik und Interpretation tierschutzrelevanter Indikatoren dem Verhalten der landwirtschaftlichen Nutztiere Rechnung zu tragen.

2.1.1 Gesetzliche Bestimmungen

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes muss jeder, der ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, das Tier seiner Art entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung darf nicht derart eingeschränkt werden, dass diesem Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder etwa Schäden entstehen. Durch § 2a TierSchG wird der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ermächtigt, die Anforderungen an die Haltung von Tieren näher zu bestimmen. Bewegungsmöglichkeiten, die Beschaffenheit von Räumen, Käfigen, Anbinde-, Fütterungs- und Tränkevorrichtungen, die Lichtverhältnisse und das Raumklima sowie die Pflege und Überwachung der Tiere können festgelegt werden. Diesbezüglich wurde die Verordnung zum Schutz von Schweinen bei Stallhaltung (SchweinehaltungsVO) am 18.02.1994 erlassen (siehe auch Schrifttumsverzeichnis). Die verfahrenstechnisch besonders wirksamen Bestimmungen betreffen in Hinblick auf das Mastschwein die Regelung über den Platzbedarf, die ständige Bereitstellung von Wasser, die restriktive und maßgenaue Gestaltung der perforierten Fußböden und das Vorhandensein von Beschäftigungsmöglichkeiten. Darüber hinaus regeln die Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport vom 29.10.2001 und die Verordnung zum Schutz von Tieren im Zusammenhang mit der Schlachtung oder Tötung vom 25.11.1999 den Umgang auf Transporten und das fachgerechte Betäuben und Töten der Tiere.

Trotz der zum Teil sehr detaillierten Angaben zu einzelnen Punkten in den Verordnungen darf nicht übersehen werden, dass diese Regelungen nur den jeweils kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen den Zugeständnissen landwirtschaftlicher Organisationen und wissenschaftlichen Erkenntnissen über tiergerechte Haltungsbedingungen kennzeichnen. GRAUVOGL (1996) sieht demzufolge noch großen Bedarf an Verbesserungen in der Schweinehaltung.

2.1.2 Defizite hinsichtlich des Tierschutzes in der Mastschweineproduktion

Zu Bereichen der Züchtung, Haltung sowie des Transportes und der Schlachtung werden im folgenden kritische Anmerkungen bezüglich einer tierschutzgerechten Schweineproduktion ausgeführt.

[Da in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zwischen der notwendigen Be-]rücksichtigung der Wirtschaftlichkeit auf der einen und den, den Eigenschaften der Nutztiere entsprechenden Haltungsbedingungen auf der anderen Seite ein unauflösbarer Zielkonflikt besteht, werden letztere nur je nach wirtschaftlicher Lage der Betriebe mehr oder weniger partiell realisiert. [...] Zusammen mit dem Landwirt trägt der Tierarzt die Verantwortung für die Tiergesundheit und das Erzielen einer hohen Produktqualität (BOLLWAHN, 1985). Zusätzlich besteht seine Aufgabe als berufener Schützer der Tiere darin, durch Mitgestaltung der Haltungstechnik und Interpretation tierschutzrelevanter Indikatoren dem Verhalten der landwirtschaftlichen Nutztiere Rechnung zu tragen.

2.1.1 Gesetzliche Bestimmungen

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes muß jeder, der ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, das Tier seiner Art entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung darf nicht derart eingeschränkt werden, daß diesem Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder etwa Schäden entstehen. Durch § 2a TierSchG wird der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ermächtigt, die Anforderungen an die Haltung von Tieren näher zu bestimmen. Bewegungsmöglichkeiten, die Beschaffenheit von Räumen, Käfigen, Anbinde-, Fütterungs- und Tränkevorrichtungen, die Lichtverhältnisse und das Raumklima sowie die Pflege und Überwachung der Tiere können festgelegt werden. Diesbezüglich wurde die Verordnung zum Schutz von Schweinen bei Stallhaltung (SchweinehaltungsVO) am 18.02.1994 erlassen. Die verfahrenstechnisch besonders wirksamen Bestimmungen betreffen in Hinblick auf das Mastschwein die Regelung über den Platzbedarf, die ständige Bereitstellung von Wasser, die restriktive und maßgenaue Gestaltung der perforierten Fußböden und das Vorhandensein von Beschäftigungsmöglichkeiten. Darüber hinaus regeln die Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport vom 25.02.1997 und die Verordnung zum Schutz von Tieren im Zusammenhang mit der Schlachtung oder Tötung vom 03.03.1997 den Umgang auf Transporten und das fachgerechte Betäuben und Töten der Tiere.

Trotz der zum Teil sehr detaillierten Angaben zu einzelnen Punkten in den Verordnungen darf nicht übersehen werden, daß diese Regelungen nur den jeweils kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen den Zugeständnissen landwirtschaftlicher Organisationen und wissenschaftlichen Erkenntnissen über tiergerechte Haltungsbedingungen kennzeichnen. GRAUVOGL (1996) sieht demzufolge noch großen Bedarf an Verbesserungen in der Schweinehaltung.

[Seite 6]

2.1.2 Defizite hinsichtlich des Tierschutzes in der Mastschweineproduktion

Zu Bereichen der Züchtung, Haltung sowie des Transportes und der Schlachtung werden im folgenden kritische Anmerkungen bezüglich einer tierschutzgerechten Schweineproduktion ausgeführt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[5.] Dmi/Fragment 006 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:35:06 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: 5 ff. - 7: 1-8
2.1.2.1 Züchtung

Während vor einhundert Jahren ein Schwein nach einjähriger Mast 100 kg wog, braucht ein Schwein heute nur die Hälfte der Zeit zum Erreichen dieses Körpergewichtes (BADER, 1983). Neben der Züchtung auf Schnellwüchsigkeit wird eine Steigerung der Muskelmasse bei einem hohen Magerfleischanteil als weiteres Zuchtziel definiert. Bei dieser einseitigen Zuchtrichtung wurde der Konstitution der Mastschweine zu wenig Beachtung geschenkt. Nach der Theorie von der genetischen Homeostasis (LERNER, 1954) führt andauernde erfolgreiche künstliche Selektion auf einseitige Hochleistungen zu einer Verringerung der allgemeinen Widerstandsfähigkeit (Stressresistenz) und der regelmäßigen Fortpflanzung. Als Folge der dramatischen Zuchtfortschritte dominieren drei Antagonismen in den Populationen deutscher Fleischschweine (GLODEK, 1988).

• Fleischanteil und Reproduktionsleistungen

Bei Mutterrassen ist eine negative Entwicklung der Wurfgrößen zu erkennen. Die Anzahl der pro Wurf geborenen Ferkel sank von 11,3 im Jahre 1970 auf 10,2 im Jahre 1986 (GLODEK, 1988). Zuchteber mit Deck- bzw. Fruchtbarkeitsstörungen erzielen in den meisten Merkmalen (wie z.B. Rückenspeckdicke, Bemuskelung) die eindeutig besseren Leistungen (MEIER et al., 1988).

• Wachstumsintensität und Skelettprobleme

Der beschleunigte Fleischansatz vom 3.-5. Lebensmonat mit täglichen Zunahmen bis zu einem Kilogramm belastet ein jugendliches unausgereiftes Skelett. Bei 0,3-1,6 % der Zucht- und Mastschweine in Norddeutschland entstehen Osteochondrosen der Gliedmaßen- und Wirbelgelenke (BICKHARDT, 1998). MEIER et al. (1988) führen Beinschwächeprobleme durch Skelettschäden als Ursache von bis zu 10% der Beanstandungen bei Zuchtebern an.

• Magerfleischanteil und Stressanfälligkeit.

Stresssituationen führen zu einem erhöhten Bedarf an Energie, zu deren Gewinnung Sauerstoff aus dem Blut benötigt wird. Das heutige Mastschwein weist Besonderheiten des Herz-Kreislauf-Systems auf, die vor allem im Zusammenhang mit einem hohen Magerfleischanteil schon in leichten Stresssituationen zu einem Defizit in der Sauerstoffversorgung führen. Durch ein zuchtbedingt geringes relatives Herzgewicht, Herzminuten- und Blutvolumen ist der Kreislauf des Tieres in solchen Fällen nicht in der Lage, alle Muskelpartien ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Zudem hat sich beim Hausschwein gegenüber dem Wildschwein der Anteil an sich schnell kontrahierenden weißen Muskelfasern von 40 % auf 70 % gesteigert (BADER, 1983).

Im Gegensatz zur roten Muskulatur besitzt die weiße aufgrund ihres geringen Myoglobingehaltes eine reduzierte Sauerstoffspeicherfähigkeit. Bei ohnehin geringer Sauerstofftransportkapazität des Blutes kommt es somit schnell zur Erschöpfung der oxidativen Energiegewinnung. Die sich anschließende Umstellung auf die anaerobe Glykolyse weist drei wesentliche Nachteile auf. Während hierbei pro Mol Glucose nur 3 Moleküle des [Energieträgers ATP entstehen, fallen beim aeroben Abbau 36 Moleküle ATP an (SILBERNAGEL u. DESPOPOULOS, 1991).]

2.1.2.1 Züchtung

Während vor einhundert Jahren ein Schwein nach einjähriger Mast 100 kg wog, braucht ein Schwein heute nur die Hälfte der Zeit zum Erreichen dieses Körpergewichtes (BADER, 1983). Neben der Züchtung auf Schnellwüchsigkeit wird eine Steigerung der Muskelmasse bei einem hohen Magerfleischanteil als weiteres Zuchtziel definiert. Bei dieser einseitigen Zuchtrichtung wurde der Konstitution der Mastschweine zu wenig Beachtung geschenkt. Nach der Theorie von der genetischen Homeostasis (LERNER, 1954) führt andauernde erfolgreiche künstliche Selektion auf einseitige Hochleistungen zu einer Verringerung der allgemeinen Widerstandsfähigkeit (Streßresistenz) und der regelmäßigen Fortpflanzung. Als Folge der dramatischen Zuchtfortschritte dominieren drei Antagonismen in den Populationen deutscher Fleischschweine (GLODEK, 1988).

• Fleischanteil und Reproduktionsleistungen

Bei Mutterrassen ist eine negative Entwicklungen der Wurfgrößen zu erkennen. Die Anzahl der pro Wurf geborenen Ferkel sank von 11,3 im Jahre 1970 auf 10,2 im Jahre 1986 (GLODEK, 1988). Zuchteber mit Deck- bzw. Fruchtbarkeitsstörungen erzielen in den meisten Merkmalen (wie z.B. Rückenspeckdicke, Bemuskelung) die eindeutig besseren Leistungen (MEIER et al., 1988).

• Wachstumsintensität und Skelettprobleme

Der beschleunigte Fleischansatz vom 3.-5. Lebensmonat mit täglichen Zunahmen bis zu einem Kilogramm belastet ein jugendliches unausgereiftes Skelett. Bei 0,3-1,6 % der Zucht- und Mastschweine in Norddeutschland entstehen Osteochondrosen der Gliedmaßen- und Wirbelgelenke (BICKHARDT, 1998). MEIER et al. (1988) führen Beinschwächeprobleme durch Skelettschäden als Ursache von bis zu 10% der Beanstandungen bei Zuchtebern an.

• Magerfleischanteil und Streßanfälligkeit

Streßsituationen führen zu einem erhöhten Bedarf an Energie, zu deren Gewinnung Sauerstoff aus dem Blut benötigt wird. Das heutige Mastschwein weist Besonderheiten des Herz-Kreislauf-Systems auf, die vor allem im Zusammenhang mit einem hohen Magerfleischanteil schon in leichten Streßsituationen zu einem Defizit in der Sauerstoffversorgung führen. Durch ein zuchtbedingt geringes relatives Herzgewicht, Herzminuten- und Blutvolumen ist der Kreislauf des Tieres in solchen Fällen nicht in der Lage, alle Muskelpartien ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Zudem hat sich beim Hausschwein gegenüber dem Wildschwein der Anteil an sich schnell kontrahierenden weißen Muskelfasern von 40 % auf 70 % gesteigert (BADER, 1983).

[Seite 7]

Im Gegensatz zur roten Muskulatur besitzt die weiße aufgrund ihres geringen Myoglobingehaltes eine reduzierte Sauerstoffspeicherfähigkeit. Bei ohnehin geringer Sauerstofftransportkapaziät [sic] des Blutes kommt es somit schnell zur Erschöpfung der oxidativen Energiegewinnung. Die sich anschließende Umstellung auf die anaerobe Glykolyse weist drei wesentliche Nachteile auf. Während hierbei pro Mol Glucose nur 3 Moleküle des Energieträgers ATP entstehen, fallen beim aeroben Abbau 36 Moleküle ATP an (SILBERNAGEL u. DESPOPOULOS, 1991).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[6.] Dmi/Fragment 007 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:37:22 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 7, 8, Zeilen: 7: 6 ff. - 8: 1-3
[Während hierbei pro Mol Glucose nur 3 Moleküle des] Energieträgers ATP entstehen, fallen beim aeroben Abbau 36 Moleküle ATP an (SILBERNAGEL u. DESPOPOULOS, 1991). Aufgrund der verschlechterten Energiebilanz wird zudem Wärme freigesetzt. Diese kann durch die geringe Kreislaufleistung und die isolierende Fettschicht des Schweines nicht ausreichend abgeführt werden. Zusätzlich reichert sich in der Muskulatur und im Blut das Abbauprodukt Milchsäure an. Die daraus resultierende metabolische Azidose vermindert wiederum die Kontraktilität des Herzens (THIELSCHER, 1984). Eine Überlastung der Schweine kann demzufolge zu einem Hitzekollaps und Ersticken der Tiere führen. Eine ausführliche Literaturübersicht über die Ursachen der Belastungsempfindlichkeit beim Schwein und seinen physiologischen und anatomischen Besonderheiten findet sich bei SACKMANN (1988), HOLLEBEN (1993) und MERGENS (1997).

Neuere Untersuchungen über den Magerfleischanteil und die Belastungsfähigkeit von Schweinen zeigen übereinstimmend, dass als kritische Grenze des Magerfleischanteils der Wert von 59,4 % anzusehen ist (SCHÜTTE et al., 1996a). Schweine mit einem höheren Magerfleischanteil zeigten bei Belastung jeweils eine signifikant höhere Herzfrequenz und wiesen deutlich höhere PSE-Raten auf (SCHÜTTE et al., 1996b). Auf die genauere Entstehung einer verringerten Fleischqualität und deren Ursachen wird in einem gesonderten Kapitel eingegangen (s. S. 22, Kap. 2.3).

Einen weiteren Problemkomplex zur Belastungsfähigkeit stellt die Maligne Hyperthermie (MH) der Mastschweine dar. Als MH-Syndrom (MHS) bezeichnet man eine erblich verankerte erhöhte Stressanfälligkeit. Dabei kommt es zu einer extremen Steigerung des aeroben und anaeroben Muskelstoffwechsels verbunden mit einer starken Wärmeentwicklung. Die dabei hervorgerufene Hyperthermie kann innerhalb von 5 Minuten zu Körpertemperaturen von über 43°C führen (GRONERT, 1980). Als klinische Symptome sind eine Tachykardie aufgrund des stark erhöhten Sauerstoffbedarfes und zyanotische Hautverfärbungen erkennbar. Schon Körpertemperaturen über 42°C können tödlich sein (LITZKE et al., 1988). Die Stoffwechselentgleisung kann durch dampfförmige Inhalationsnarkotika (v.a. Halothan) ausgelöst werden. Daher werden MH-empfindliche Tiere oft als halothanpositiv (Hal+) und unempfindliche als halothannegativ (Hal-) bezeichnet. FUJI et al. (1991) haben den Nachweis erbracht, dass bei stressempfindlichen Schweinen eine Punktmutation im Ryanodin-Rezeptor vorliegt, die autosomal rezessiv vererbt wird. Durch den Gendefekt kommt es infolge einer erleichterten Freisetzung von Kalzium zu vermehrten unkontrollierten Muskelkontraktionen mit den beschriebenen Folgen (MARTENS, 1997). Induzieren physische und psychische Belastungen die MH-Stoffwechselentgleisung, spricht man vom Porcinen Stress Syndrom (LOUIS et al., 1990).

Während hierbei pro Mol Glucose nur 3 Moleküle des Energieträgers ATP entstehen, fallen beim aeroben Abbau 36 Moleküle ATP an (SILBERNAGEL u. DESPOPOULOS, 1991). Aufgrund der verschlechterten Energiebilanz wird zudem Wärme freigesetzt. Diese kann durch die geringe Kreislaufleistung und die isolierende Fettschicht des Schweines nicht ausreichend abgeführt werden. Zusätzlich reichert sich in der Muskulatur und im Blut das Abbauprodukt Milchsäure an. Die daraus resultierende metabolische Azidose vermindert wiederum die Kontraktilität des Herzens (THIELSCHER, 1984). Eine Überlastung der Schweine kann demzufolge zu einem Hitzekollaps und Ersticken der Tiere führen. Eine ausführliche Literaturübersicht über die Ursachen der Belastungsempfindlichkeit beim Schwein und seinen physiologischen und anatomischen Besonderheiten findet sich bei SACKMANN (1988), V. HOLLEBEN (1993) und MERGENS (1997).

Neuere Untersuchungen über den Magerfleischanteil und die Belastungsfähigkeit von Schweinen zeigen übereinstimmend, daß als kritische Grenze des Magerfleischanteils der Wert von 59,4 % anzusehen ist (SCHÜTTE et al., 1996a). Schweine mit einem höheren Magerfleischanteil zeigten bei Belastung jeweils eine signifikant höhere Herzfrequenz und wiesen deutlich höhere PSE-Raten auf (SCHÜTTE et al., 1996b). Auf die genauere Entstehung einer verringerten Fleischqualität und deren Ursachen wird in einem gesonderten Kapitel eingegangen (s. S. 23, Kap. 2.3).

Einen weiteren Problemkomplex zur Belastungsfähigkeit stellt die Maligne Hyperthermie (MH) der Mastschweine dar. Als MH-Syndrom (MHS) bezeichnet man eine erblich verankerte erhöhte Streßanfälligkeit. Dabei kommt es zu einer extremen Steigerung des aeroben und anaeroben Muskelstoffwechsels verbunden mit einer starken Wärmeentwicklung. Die dabei hervorgerufene Hyperthermie kann innerhalb von 5 Minuten zu Körpertemperaturen von über 43°C führen (GRONERT, 1980). Als klinische Symptome sind eine Tachykardie aufgrund des stark erhöhten Sauerstoffbedarfes und zyanotische Hautverfärbungen erkennbar. Schon Körpertemperaturen über 42°C können tödlich sein (LITZKE et al., 1988). Die Stoffwechselentgleisung kann durch dampfförmige Inhalationsnarkotika (v.a. Halothan) ausgelöst werden. Daher werden MH-empfindliche Tiere oft als halothanpositiv (Hal+) und unempfindliche als halothannegativ (Hal-) bezeichnet. FUJI et al. (1991) haben den Nachweis erbracht, daß bei streßempfindlichen Schweinen eine Punktmutation im Ryanodin-Rezeptor vorliegt, die autosomal rezessiv vererbt wird. Durch den Gendefekt kommt es infolge einer erleichterten Freisetzung von Kalzium zu vermehrten unkontrollierten Muskelkontraktionen mit den be-

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schrieben [sic] Folgen (MARTENS, 1997). Induzieren physische und psychische Belastungen die MH-Stoffwechselentgleisung, spricht man vom Porcinen Streß Syndrom (LOUIS et al., 1990).

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Kein Hinweis auf die Quelle.

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2.1.2.2 Haltung

Die Minimalanforderung an eine tiergerechte Haltung muss das Fehlen körperlicher Schäden sein (TROEGER, 1996). Nach Untersuchungen von MARSCHANG (1986) haben haltungsbedingte Belastungen einen wesentlichen Anteil an den Verlusten in der Mastschweineproduktion. Derartige durch haltungstechnische Fehler verursachte Technopathien beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden sondern auch die Leistungsfähigkeit der Tiere. Ebenso müssen Haltungssysteme als nicht tiergerecht bezeichnet werden, wenn daraus Verhaltensstörungen bei den Tieren resultieren. Da Hausschweine ein ausgeprägtes soziales Kontaktbedürfnis und einen besonderen Erkundungsdrang besitzen, gilt es, entsprechende Flächenangebote, Gruppengrößen und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen (VAN PUTTEN, 1978, ZERBONI u. GRAUVOGL, 1984). Gelingt dies nicht, können Verhaltensanomalien, Schmerzen und Schäden bei den Tieren auftreten.

HORSTMEYER u. VALLBRACHT (1990) sehen in den derzeitigen Haltungssystemen eine wesentliche Ursache für das vermehrte Auftreten von Verletzungen bei Mastschweinen und Sauen. Ein im Zusammenhang mit der Intensivhaltung von Schweinen besonders augenfälliges Problem sind Erkrankungen an den Extremitäten. Druckbedingte Bursae auxiliares bilden sich in einstreulosen Haltungssystemen nahezu regelmäßig. Bei Mastschweinen auf Spaltenboden nahm der Anteil der Tiere mit Hilfsschleimbeuteln von der 1. bis zur 13. Mastwoche von 7,4 % auf 96,3 % zu (BERNER et al., 1990). Dieselben Untersuchungen belegen darüber hinaus eine eindeutige Beziehung zwischen dem Auftreten dieser Hilfsschleimbeutel einerseits und chronischen, schmerzhaften Krankheiten (Arthrosen) der Sprunggelenke, Stellungs- und Haltungsfehlern sowie Klauenanomalien und -schäden andererseits.

Durch die Verfütterung hochwertiger energiekonzentierter Futtermittel ist der für die Nahrungsaufnahme notwendige Zeitaufwand von 85 % (beim Wildschwein) auf 3 % der Aktivitätsphase der Tiere reduziert (VAN PUTTEN, 1978). Ihr damit unbefriedigter Erkundungsdrang, verstärkt durch die reizarme Umgebung einstreuloser Haltungssysteme, führt nicht selten zu Kannibalismus. Dem spielerischen Ansaugen von Ohren und Schwänzen folgt oftmals agressives Zubeißen und Caudophagie bis hin zu schweren Verletzungen mit chronischen Entzündungen (SAMBRAUS, 1992; VAN PUTTEN, 1992). Eine Untersuchung ergab, dass in 63,9 % der Betriebe ohne Einstreu, aber “nur” in 18,9 % der Betriebe mit Einstreu Schwanzbeißen auftrat (TROEGER, 1996). Einschränkend muss erwähnt werden, dass diese Art der Ethopathie in der Regel multifaktoriell bedingt ist. Jede Verschlechterung des Wohlbefindens, wie z. B. mangelhafte Lüftung, Hunger oder auch Parasitenbefall, führt zu einer Verschärfung der oben genannten Situation (VAN PUTTEN, 1992). Eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens wird durch vermehrte Bewegungsfreiheit und eine Reduzierung des Stressfaktors innerhalb einer Tiergruppe infolge eines erhöhten Platzangebotes erreicht. BÖHMER u. HOY (1994) stel-[len in diesem Zusammenhang eine Abnahme der Frequenz von Leerlaufhandlungen bzw. aggressivem Ohr- und Schwanzbeißen fest.]

2.1.2.2 Haltung

Die Minimalanforderung an eine tiergerechte Haltung muß das Fehlen körperlicher Schäden sein (TROEGER, 1996). Nach Untersuchungen von MARSCHANG (1986) haben haltungsbedingte Belastungen einen wesentlichen Anteil an den Verlusten in der Mastschweineproduktion. Derartige durch haltungstechnische Fehler verursachte Technopathien beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden sondern auch die Leistungsfähigkeit der Tiere. Ebenso müssen Haltungssysteme als nicht tiergerecht bezeichnet werden, wenn daraus Verhaltensstörungen bei den Tieren resultieren. Da Hausschweine ein ausgeprägtes soziales Kontaktbedürfnis und einen besonderen Erkundungsdrang besitzen, gilt es, entsprechende Flächenangebote, Gruppengrößen und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen (VAN PUTTEN, 1978, V. ZERBONI u. GRAUVOGL, 1984). Gelingt dies nicht, können Verhaltensanomalien, Schmerzen und Schäden bei den Tieren auftreten. HORSTMEYER u. VALLBRACHT (1990) sehen in den derzeitigen Haltungssystemen eine wesentliche Ursache für das vermehrte Auftreten von Verletzungen bei Mastschweinen und Sauen. Ein im Zusammenhang mit der Intensivhaltung von Schweinen besonders augenfälliges Problem sind Erkrankungen an den Extremitäten. Druckbedingte Bursae auxiliares bilden sich in einstreulosen Haltungssystemen nahezu regelmäßig. Bei Mastschweinen auf Spaltenboden nahm der Anteil der Tiere mit Hilfsschleimbeuteln von der 1. bis zur 13. Mastwoche von 7,4 % auf 96,3 % zu (BERNER et al., 1990). Dieselben Untersuchungen belegen darüber hinaus eine eindeutige Beziehung zwischen dem Auftreten dieser Hilfsschleimbeutel einerseits und chronischen, schmerzhaften Krankheiten (Arthrosen) der Sprunggelenke, Stellungs- und Haltungsfehlern sowie Klauenanomalien und -schäden andererseits.

Durch die Verfütterung hochwertiger energiekonzentierter Futtermittel ist der für die Nahrungsaufnahme notwendige Zeitaufwand von 85 % (beim Wildschwein) auf 3 % der Aktivitätsphase der Tiere reduziert (VAN PUTTEN, 1978). Ihr damit unbefriedigter Erkundungsdrang, verstärkt durch die reizarme Umgebung einstreuloser Haltungssysteme, führt nicht selten zu Kannibalismus. Dem spielerischen Ansaugen von Ohren und Schwänzen folgen oftmals agressives Zubeißen und Caudophagie bis hin zu schweren Verletzungen mit chronischen Entzündungen (SAMBRAUS, 1992; VAN PUTTEN, 1992). Eine Untersuchung ergab, daß in 63,9 % der Betriebe ohne Einstreu, aber “nur” in 18,9 % der Betriebe mit Einstreu Schwanzbeißen auftrat (TRÖGER, 1996). Einschränkend muß erwähnt werden, daß diese Art der Ethopathie in der Regel multifaktoriell bedingt ist. Jede Verschlechterung des Wohlbefindens, wie z. B. mangelhafte Lüftung, Hunger oder auch Parasitenbefall, führt zu einer Verschärfung der oben genannten Situation (VAN PUTTEN, 1992).

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Eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens wird durch vermehrte Bewegungsfreiheit und eine Reduzierung des Streßfaktors innerhalb einer Tiergruppe infolge eines erhöhten Platzangebotes erreicht. BÖHMER u. HOY (1994) stellen in diesem Zusammenhang eine Abnahme der Frequenz von Leerlaufhandlungen bzw. aggressivem Ohr- und Schwanzbeißen fest.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

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(SleepyHollow02) Schumann

[8.] Dmi/Fragment 009 01 - Diskussion
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[BÖHMER u. HOY (1994) stel-]len in diesem Zusammenhang eine Abnahme der Frequenz von Leerlaufhandlungen bzw. aggressivem Ohr- und Schwanzbeißen fest.

Schweine sind tagaktive Tiere und benötigen entsprechende Lichtverhältnisse. Sie haben ein ähnliches Farbsehvermögen und eine ähnlich gute Sehfähigkeit wie der Mensch (LAHRMANN, 1986). Die Außenhaltung bietet den Tieren eine vielseitige Umwelt mit entsprechendem Reizangebot (ALGERS, 1994; POTTER, 1998). Im Stall nicht zu realisierende Verhaltensäußerungen können dort ausgeführt werden (GRAUVOGL et al., 1997), zusätzlich gewöhnen sich die Tiere an die "Außenwelt" und lassen sich später leichter treiben und verladen (WARRISS et al., 1983).

In Ställen mit Vollspaltenböden ist wegen fehlender Einstreu eine Überwachung des Stallklimas insbesondere auf eine optimale Temperatur und eine zugfreie Lüftung nötig, um eine Entstehung von Pneumonien durch Kältestress zu verhindern (PLONAIT, 1997a). Eine ideale Lüftungs- und Fäkaltechnologie ist außerdem wichtig, um Schadgase, insbesondere Ammoniak, Kohlenmonoxid und Schwefelwasserstoff, zu reduzieren. Erhöhte Ammoniakkonzentrationen in der Stallluft führen zu Reizungen und Verätzungen der Respirationsschleimhaut (DONE, 1991). Erhöhte Besatzdichten in Schweineställen wirken sich zusätzlich negativ auf die Qualität der Stallluft aus (DONHAM, 1991). Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden Vollspaltenböden den Teilspaltenböden oder der Strohhaltung vorgezogen. Als zwei Hauptgründe sind die leichtere Entsorgung der Gülle und der verringerte Platzbedarf pro Schwein bei strohloser Haltung zu nennen. In der SchweinehaltungsVO werden als Mindestbodenfläche 0,65 qm pro ausgewachsenem Mastschwein (85-110 kg) vorgeschrieben. Schweine legen nach Möglichkeit getrennte Kot- und Liegeplätze an. Um diesem Ausscheidungsverhalten gerecht zu werden, muss die Stallfläche derart bemessen sein, dass die Tiere einerseits genügend Platz zum Ruhen haben, andererseits die Fläche nicht zum Abkoten benutzt wird (SMIDT, 1990). Diese Verhaltensweise wird in Ställen mit Vollspaltenböden behindert.

2.1.2.3 Transport und Schlachtung

Die Schweinehaltung ist besonders in Deutschland nach wie vor gleichbedeutend mit Viehverkehr und ständiger Fluktuation. Im internationalen Vergleich ist die BRD das Land mit dem höchsten Anteil an auf dem Transport verendeten Schweinen (Deutschland: 0,5 %, Dänemark: 0,03 %, Belgien: 0,3 %) (BICKHARDT, 1998; WENZLAWOWICZ, 1998). Auf dem Weg zur Schlachtstätte und auf dem Schlachthof selbst können sich eine Vielzahl von Situationen ergeben, die einerseits tierschutzrelevant sind und sich andererseits negativ auf die Fleischqualität auswirken. Eine wichtige Ursache für das Auftreten von Todesfällen während der Fahrt zum Schlachthof ist der letzte Fütterungszeitpunkt vor Transportbeginn. Untersuchungen zeigen, dass eine 24stündige Fastenzeit vor der Verladung solche Verluste einzuschränken vermag (MICKWITZ u. WÄHAUS, 1980). Der Einfluss des letzten Fütterungszeitpunktes auf die Herzfrequenz der [Tiere ist hochsignifikant.]

BÖHMER u. HOY (1994) stellen in diesem Zusammenhang eine Abnahme der Frequenz von Leerlaufhandlungen bzw. aggressivem Ohr- und Schwanzbeißen fest.

Schweine sind tagaktive Tiere und benötigen entsprechende Lichtverhältnisse. Sie haben ein ähnliches Farbsehvermögen und eine ähnlich gute Sehfähigkeit wie der Mensch (LAHRMANN, 1986). Die Außenhaltung bietet den Tieren eine vielseitige Umwelt mit entsprechendem Reizangebot (ALGERS, 1994). Im Stall nicht zu realisierende Verhaltensäußerungen können ausgeführt werden (GRAUVOGL et al., 1997), zusätzlich gewöhnen sich die Tiere an die “Außenwelt” und lassen sich später leichter treiben und verladen (WARRISS et al., 1983).

In Ställen mit Vollspaltenböden ist wegen fehlender Einstreu eine Überwachung des Stallklimas insbesondere auf eine optimale Temperatur und eine zugfreie Lüftung nötig, um eine Entstehung von Pneumonien durch Kältestreß zu verhindern (PLONAIT, 1997a). Eine ideale Lüftungs- und Fäkaltechnologie ist außerdem wichtig, um Schadgase, insbesondere Ammoniak, Kohlenmonoxid und Schwefelwasserstoff, zu reduzieren. Erhöhte Ammoniakkonzentrationen in der Stalluft führen zu Reizungen und Verätzungen der Respirationsschleimhaut (DONE, 1991). Erhöhte Besatzdichten in Schweineställen wirken sich zusätzlich negativ auf die Qualität der Stalluft aus (DONHAM, 1991). Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden Vollspaltenböden den Teilspaltenböden oder der Strohhaltung vorgezogen. Als zwei Hauptgründe sind die leichtere Entsorgung der Gülle und der verringerte Platzbedarf pro Schweine bei strohloser Haltung zu nennen. In der SchweinehaltungsVO werden als Mindestbodenfläche 0,65 qm pro ausgewachsenem Mastschwein (85-110 kg) vorgeschrieben. Schweine legen nach Möglichkeit getrennte Kot- und Liegeplätze an. Um diesem Ausscheidungsverhalten gerecht zu werden, muß die Stallfläche derart bemessen sein, daß die Tiere einerseits genügend Platz zum Ruhen haben, andererseits die Fläche nicht zum Abkoten benutzt wird (SMIDT, 1990). Diese Verhaltensweise wird in Ställen mit Vollspaltenböden behindert.

2.1.2.3 Transport und Schlachtung

Die Schweinehaltung ist besonders in Deutschland nach wie vor gleichbedeutend mit Viehverkehr und ständiger Fluktuation. Im internationalen Vergleich ist die BRD das Land mit dem höchsten Anteil an auf dem Transport verendeten Schweinen (Deutschland: 0,5 %, Dänemark: 0,03 %, Belgien: 0,3 %) (BICKHARDT, 1998; V. WENZLAWOWICZ, 1998). Auf dem Weg zur Schlachtstätte und auf dem Schlachthof selbst können sich eine Vielzahl von Situationen ergeben, die einerseits tierschutzrelevant sind und sich andererseits negativ auf die Fleischqualität auswirken. Eine wichtige Ursache für das Auftreten von Todesfällen während der Fahrt zum Schlachthof ist der letzte Fütterungszeitpunkt vor

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Transportbeginn. Untersuchungen zeigen, daß eine 24stündige Fastenzeit vor der Verladung solche Verluste einzuschränken vermag (V. MICKWITZ u. WÄHAUS, 1980). Der Einfluß des letzten Fütterungszeitpunktes auf die Herzfrequenz der Tiere ist hochsignifikant.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

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(SleepyHollow02) Schumann

[9.] Dmi/Fragment 010 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:42:58 Schumann
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Seite: 10, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 10: 3 ff. - 11: 1-8
[Der Einfluss des letzten Fütterungszeitpunktes auf die Herzfrequenz der] Tiere ist hochsignifikant. Schweine mit einer Fastenzeit zeigen im Durchschnitt

die geringste Erhöhung der Herzfrequenz und beruhigen sich nach Transportende erheblich schneller (WÄHAUS, 1982). In der zeitlich gesehen kurzen Grauzone zwischen Stall und Schlachtung wird den Schweinen ein enormes Stressbewältigungsvermögen abverlangt. Wesentliche Belastungsfaktoren sind der Treib-, Kennzeichnungs- und Verladevorgang, die Fahrtdauer, die Beschaffenheit des Transportfahrzeuges, die Besatzdichte, die Witterungsverhältnisse und die Fahrweise (MICKWITZ et al., 1971; HOLLEBEN u. WENZLAWOWICZ, 1995; WENZLAWOWICZ u. HOLLEBEN, 1995). Selbst bei optimaler Ausrichtung der Transportumstände können sich diese in übermäßiger Erregung, erhöhten Herz- und Atemfrequenzen, Muskelzittern und Hautverfärbungen bei den Tieren sowie der Ausbildung von PSE-Fleisch äußern (SCHÜTTE et al., 1994). Auf dem Schlachthof beeinflussen die Ruhezeiten, die Ausstattung der Warteställe, der Umgang mit den Tieren und die Betäubungsart den Zustand der Schweine. Die Beziehung zwischen diesen Stressoren und den Belastungsreaktionen der Tiere ist in einer Vielzahl von Untersuchungen eingehend dargestellt worden (HEUKING, 1988; MICKWITZ u. HEUKING, 1990; MICKWITZ et al., 1993; FISCHER, 1995; TROEGER, 1996; WENZLAWOWICZ et al., 1996). Bei den aufgezählten Faktoren darf nicht übersehen werden, dass eine Belastung nie für sich betrachtet werden kann, sondern immer im Zusammenhang mit früheren erfolgten oder parallel einwirkenden Stressoren gesehen werden muss. Einzelne Einflussfaktoren können in ihrer messbaren Quantität noch kompensiert werden, ihre Summierung resultiert aber in den beschriebenen nachhaltig negativen Folgen (SCHÜTTE et al., 1994). Nach BRIESE et al. (1994) stellt die Schlachtkondition das Ergebnis einer Erhebung des klinischen Zustandes im Augenblick der Tötung dar und ist geprägt durch zurückliegende physische und psychische Belastungen. Zur Überprüfung, "ob für die angelieferten Tiere die Gemeinschaftsvorschriften über das Wohlbefinden von Tieren" eingehalten wurden (RL 64/433/EWG Anh. I, Kap. VI), müssen geeignete Parameter zur Untersuchung herangezogen und Grenzwerte festgeschrieben werden, bei deren Überschreitung von einer relevanten Überbelastung ausgegangen werden kann (SCHÜTTE, 1995a). Ein Hinwirken auf eine optimale Schlachtkondition dient damit zum einen der Umsetzung des Tierschutzgedankens und zum anderen schafft sie die Voraussetzungen für die Erzeugung einer guten Schlachttierkörper- und damit auch Fleischqualität (WENZLAWOWICZ, 1998).

2.2 Mastschweineproduktion unter dem Aspekt der Tiergesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert den Begriff Gesundheit als den Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Nach SMIDT (1996) können Tiere als gesund bezeichnet werden, wenn sie morphologisch-funktionell unversehrt sind und ihre Fähigkeit zur physiolo-[gischen Kompensation haltungs- und leistungsbedingter Belastungen unbeeinträchtigt ist.]

Der Einfluß des letzten Fütterungszeitpunktes auf die Herzfrequenz der Tiere ist hochsignifikant. Schweine mit einer Fastenzeit zeigen im Durchschnitt die geringste Erhöhung der Herzfrequenz und beruhigen sich nach Transportende erheblich schneller (WÄHAUS, 1982). In der zeitlich gesehen kurzen ‘Grauzone’ zwischen Stall und Schlachtung wird den Schweinen ein enormes Streßbewältigungsvermögen abverlangt. Wesentliche Belastungsfaktoren sind der Treib-, Kennzeichnungs- und Verladevorgang, die Fahrtdauer, die Beschaffenheit des Transportfahrzeuges, die Besatzdichte, die Witterungsverhältnisse und die Fahrweise (V. MICKWITZ et al., 1971; V. HOLLEBEN u. V. WENZLAWOWICZ, 1995; V. WENZLAWOWICZ u. V. HOLLEBEN, 1995). Selbst bei optimaler Ausrichtung der Transportumstände können sich diese in übermäßiger Erregung, erhöhten Herz- und Atemfrequenzen, Muskelzittern und Hautverfärbungen bei den Tieren sowie der Ausbildung von PSE-Fleisch äußern (SCHÜTTE et al., 1994). Auf dem Schlachthof beeinflussen die Ruhezeiten, die Ausstattung der Warteställe, der Umgang mit den Tieren und die Betäubungsart den Zustand der Schweine. Die Beziehung zwischen diesen Stressoren und den Belastungsreaktionen der Tiere ist in einer Vielzahl von Untersuchungen eingehend dargestellt worden (HEUKING, 1988; V. MICKWITZ u. HEUKING, 1990; V. MICKWITZ et al., 1993; FISCHER, 1995; TROEGER, 1996; V. WENZLAWOWICZ et al., 1994). Bei den aufgezählten Faktoren darf nicht übersehen werden, daß eine Belastung nie für sich betrachtet werden kann, sondern immer im Zusammenhang mit früher erfolgten oder parallel einwirkenden Stressoren gesehen werden muß. Einzelne Einflußfaktoren können in ihrer meßbaren Quantität noch kompensiert werden, ihre Summierung resultiert aber in den beschriebenen nachhaltig negativen Folgen (SCHÜTTE et al., 1994). Nach BRIESE et al. (1994) stellt die Schlachtkondition das Ergebnis einer Erhebung des klinischen Zustandes im Augenblick der Tötung dar und ist geprägt durch zurückliegende physische und psychische Belastungen. Zur Überprüfung, “ob für die angelieferten Tiere die Gemeinschaftsvorschriften über das Wohlbefinden von Tieren” eingehalten wurden (RL 64/433/EWG Anh. I, Kap. VI), müssen geeignete Parameter zur Untersuchung herangezogen und Grenzwerte festgeschrieben werden, bei deren Überschreitung von einer relevante [sic] Überbelastung ausgegangen werden kann (SCHÜTTE, 1995a). Ein Hinwirken auf eine optimale Schlachtkondition dient damit zum einen der Umsetzung des Tierschutzgedankens, zum anderen schafft sie die Voraussetzungen für die Erzeugung einer guten Schlachttierkörper- und damit auch Fleischqualität (V. WENZLAWOWICZ, 1998).

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2.2 Mastschweineproduktion unter dem Aspekt der Tiergesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert den Begriff Gesundheit als den Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Nach SMIDT (1996) können Tiere als gesund bezeichnet werden, wenn sie morphologisch- funktionell unversehrt sind, und ihre Fähigkeit zur physiologischen Kompensation haltungs- und leistungsbedingter Belastungen unbeeinträchtigt ist.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[10.] Dmi/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:44:51 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 11, 12, Zeilen: 11: 5 ff. - 12: 1 ff.
[Nach SMIDT (1996) können Tiere als gesund bezeichnet werden, wenn sie morphologisch-funktionell unversehrt sind und ihre Fähigkeit zur physiolo-]gischen Kompensation haltungs- und leistungsbedingter Belastungen unbeeinträchtigt ist. Dazu nennt der Autor vier Grundvoraussetzungen:

- konstitutionsstarke, auf “Gesundheit” selektierte Tiere mit hohem Abwehrpotential gegenüber krankmachenden Faktoren;

- gesundheitsfördernde hygienische Bedingungen in tiergerechten Haltungsverfahren;

- Leistungsanforderungen, die dem funktionellen Potential des Organismus angepasst sind;

- intensive und kompetente tierärztliche vorbeugende Bestandsbetreuung, Seuchenbekämpfung und Behandlung erkrankter Tiere.

Nur gesunde Tiere können Wohlbefinden erfahren. Wenn Haltungsbedingungen oder andere Umwelteinflüsse regelmäßig zu schweren Erkrankungen der Tiere führen, so ist dies in einem hohen Maße tierschutzrelevant (BLAHA, 1993). Folglich sind Tiergesundheit und Tierschutz synergistische Zielsetzungen in einer verantwortungsbewussten und wirtschaftlichen Nutztierhaltung (SMIDT, 1996). Da aufgrund kurzfristiger wirtschaftlicher Überlegungen häufig von diesen Forderungen abgewichen wird, kommt es regelmäßig zu Erkrankungen der Schweine. Einen Überblick über die vorherrschenden Krankheiten in einzelnen Mastbeständen oder geographischen Regionen können Statistiken über Todesursachen vermitteln (DOBBERSTEIN, 1951). Als häufigste Abgangsursache in Schweinemastbetrieben werden dabei respiratorische Erkrankungen genannt (NEUMANN et al., 1968; BÄCKSTRÖM, 1977; WESEMAIER, 1980; APPEL u. SCHÜTTE, 1990). SCHODER et al. (1993) beziffern diese in ihrer Untersuchung auf 32,2 % der Abgänge. Nach HOY (1987) besitzen Atemwegserkrankungen der Schweine eine weltweite Verbreitung und gehören zu den wirtschaftlich bedeutsamsten Erkrankungen. Dabei treten die Verluste durch akute und chronische Leistungseinbußen immer mehr in den Vordergrund. Ebenso führen Lebererkrankungen zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Mast- und Schlachtleistung. Analysen in 27 Schlachtbetrieben an mehr als 10 Mill. Schlachtschweinen ergaben, dass bis zu 11,2 % der Tiere an der Leber erkrankt waren (HOY, 1994a). Weiterhin führen Erkrankungen des Digestionstraktes und des Stütz- und Bewegungsapparates zu hohen Morbiditätsraten und Leistungseinbußen (GROSSE BEILAGE, 1989).

2.2.1 Erkrankungen des Atmungsapparates

Bei den infektiösen Atemwegserkrankungen handelt es sich aufgrund ihrer hohen Kontagiosität stets um ein enzootisches Geschehen. Einzeltiererkrankungen spielen eine untergeordnete Rolle (ZIMMERMANN u. PLONAIT, 1997). In der Regel wird das Krankheitsbild heute von verschiedenen gleichzeitig auftretenden Erregern bestimmt. In welchem Alter die Schweine am häufigsten erkranken, wird unterschiedlich beurteilt. Eine Auswertung von 2.540 Sektionen an Schweinen mit Pneumonien ermittelte, dass Tiere der Vormast mit [43,2 % häufiger von Pneumonien betroffen sind als Schweine der Hauptmast mit 27,8 % (ALTROCK, 1996).]

Nach SMIDT (1996) können Tiere als gesund bezeichnet werden, wenn sie morphologisch- funktionell unversehrt sind, und ihre Fähigkeit zur physiologischen Kompensation haltungs- und leistungsbedingter Belastungen unbeeinträchtigt ist. Dazu nennt der Autor vier Grundvoraussetzungen:

- konstitutionsstarke, auf “Gesundheit” selektierte Tiere mit hohem Abwehrpotential gegenüber krankmachenden Faktoren;

- gesundheitsfördernde hygienische Bedingungen in tiergerechten Haltungsverfahren;

- Leistungsanforderungen, die dem funktionellen Potential des Organismus angepaßt sind;

- intensive und kompetente tierärztliche vorbeugende Bestandsbetreuung, Seuchenbekämpfung und Behandlung erkrankter Tiere.

Nur gesunde Tiere können Wohlbefinden erfahren. Wenn Haltungsbedingungen oder andere Umwelteinflüsse regelmäßig zu schweren Erkrankungen der Tiere führen, so ist dies in einem hohen Maße tierschutzrelevant (BLAHA, 1993). Folglich sind Tiergesundheit und Tierschutz synergistische Zielsetzungen in einer verantwortungsbewußten und wirtschaftlichen Nutztierhaltung (SMIDT, 1996). Da aufgrund kurzfristiger wirtschaftlicher Überlegungen häufig von diesen Forderungen abgewichen wird, kommt es regelmäßig zu Erkrankungen der Schweine. Einen Überblick über die vorherrschenden Krankheiten in einzelnen Mastbeständen oder geographischen Regionen können Statistiken über Todesursachen vermitteln (DOBBERSTEIN, 1951). Als häufigste Abgangsursache in Schweinemastbetrieben werden dabei respiratorische Erkrankungen genannt (NEUMANN et al., 1968; BÄCKSTRÖM, 1977; WESEMAIER, 1980; APPEL u. SCHÜTTE, 1990). SCHODER et al. (1993) beziffern diese in ihrer Untersuchung auf 32,2 % der Abgänge. Nach HOY (1987) besitzen Atemwegserkrankungen der Schweine eine weltweite Verbreitung und gehören zu den wirtschaftlich bedeutsamsten Erkrankungen. Dabei treten die Verluste durch akute und chronische Leistungseinbußen immer mehr in den Vordergrund. Ebenso führen Lebererkrankungen zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Mast- und Schlachtleistung. Analysen in 27 Schlachtbetrieben an mehr als 10 Mill. Schlachtschweinen ergaben, daß bis zu 11,2 % der Tiere an der Leber erkrankt waren (HOY, 1994a). Weiterhin führen Erkrankungen des Digestionstraktes und des Stützund Bewegungsapparates zu hohen Morbiditätsraten und Leistungseinbußen (GROSSE BEILAGE, 1989).

[Seite 12:]

2.2.1 Erkrankungen des Atmungsapparates

Bei den infektiösen Atemwegserkrankungen handelt es sich aufgrund ihrer hohen Kontagiosität stets um ein enzootisches Geschehen. Einzeltiererkrankungen spielen eine untergeordnete Rolle (ZIMMERMANN u. PLONAIT, 1997). In der Regel wird das Krankheitsbild heute von verschiedenen gleichzeitig auftretenden Erregern bestimmt. In welchem Alter die Schweine am häufigsten erkranken, wird unterschiedlich beurteilt. Eine Auswertung von 2.540 Sektionen an Schweinen mit Pneumonien ermittelte, daß Tiere der Vormast mit 43,2 % häufiger von Pneumonien betroffen sind als Schweine der Hauptmast mit 27,8 % (V. ALTROCK, 1996).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[11.] Dmi/Fragment 012 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:46:52 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 12, 13, Zeilen: 12: 7 ff. - 13: 1 ff.
[Eine Auswertung von 2.540 Sektionen an Schweinen mit Pneumonien ermittelte, dass Tiere der Vormast mit] 43,2 % häufiger von Pneumonien betroffen sind als Schweine der Hauptmast mit 27,8 % (ALTROCK, 1996). Dagegen dominieren nach GROSSE BEILAGE u. BOLLWAHN (1991) die Erkrankungen des Respirationstraktes besonders zum Mastende. Im folgenden werden die einzelnen Infektionserreger und Krankheitsbilder beschrieben.

2.2.1.1 Viral bedingte Erkrankungen

Begünstigend auf die Verbreitung von Viruserkrankungen wirken sich unzulängliche Haltungs- und Managementfaktoren aus. Meist führen Virusinfektionen zu einer massiven Prädisponierung der Atemwege für Sekundärinfektionen. Nach MÖSTL (1992) sind folgende virale Erreger an Atemwegserkrankungen beim Schwein beteiligt.

• Das porcine Herpesvirus 1 (PHV 1) ruft die Aujeszkysche Krankheit (AK) hervor, die im Krankheitsbild sehr stark variieren kann. Im allgemeinen kommt die Infektion auf aerogenem Weg zustande. Während bei den Ferkeln die Virusverbreitung danach auf dem nervalen Wege verläuft und zentralnervöse Störungen verursacht, stehen bei Mastschweinen respiratorische Symptome wie Schniefen, Husten, Nasenausfluss, Dyspnoe und Fieber im Vordergrund (MÖSTL, 1992). Mit dem Alter sinkt die Mortalitätsrate, doch sind die starken Gewichtsverluste gegen Ende der Mastperiode für die wirtschaftlichen Schäden verantwortlich. Besonders gefürchtet sind diverse Misch- und Sekundärinfektionen, wobei es zu schweren Pneumonien kommen kann. Die Aujeszkysche Krankheit ist seit 1980 anzeigepflichtig. Generell wird in schwach verseuchten Ländern ein reines Ausmerzprogramm angestrebt, in stärker betroffenen Regionen ist eine Impfung der Tiere mit einer genetisch markierten Vakzine erlaubt, welche eine Unterscheidung zwischen feldvirusinfizierten und vakzinierten Tieren ermöglicht (JÄGER, 1995). Somit können Infektionsdruck und wirtschaftliche Verluste gesenkt werden, ein Eindringen des Feldvirus in den Bestand kann dadurch allerdings nicht unterbunden werden (METTENLEITER, 1995). EWALD (1995) gelang es in einem großflächigen Feldversuch, die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg innerhalb von fünf Jahren mittels eines deletierten Impfstoffes und eines Ausmerzprogrammes von der Aujeszkyschen Krankheit zu sanieren.

• Die Schweineinfluenza ist eine spezifische und akut infektiöse Atemwegserkrankung der Schweine, die durch ein Influenzavirus (Familie Orthomyxovirus) des Typs A mit der Oberflächenantigenformel H1N1 hervorgerufen wird (WITTE, 1986). Auch humane Influenzastämme sind für Schweine infektiös. Das Virus wird ebenfalls aerogen übertragen (DONALDSON, 1978); Vögel werden als Erregerreservoir angesehen (SCHOLTISSEK et al., 1983). Bei der Untersuchung durch HAVENITH (1993) von mehr als 200 Schweinemastbetrieben in Schleswig-Holstein wiesen 38,3% der Bestände Antikörper gegen Influenzaviren auf. Die Symptome sind besonders ausgeprägt bei [Schweinen in der Endmaststufe und bestehen in plötzlicher Apathie, Inappetenz und Fieber mit typischen respiratorischen Symptomen wie Niesen, Husten und Dyspnoe (MÖSTL, 1992).]

Eine Auswertung von 2.540 Sektionen an Schweinen mit Pneumonien ermittelte, daß Tiere der Vormast mit 43,2 % häufiger von Pneumonien betroffen sind als Schweine der Hauptmast mit 27,8 % (V. ALTROCK, 1996). Dagegen dominieren nach GROSSE BEILAGE u. BOLLWAHN (1991) die Erkrankungen des Respirationstraktes besonders zum Mastende. Im folgenden werden die einzelnen Infektionserreger und Krankheitsbilder beschrieben.

2.2.1.1 Viral bedingte Erkrankungen

Begünstigend auf die Verbreitung von Viruserkrankungen wirken sich unzulängliche Haltungs- und Managementfaktoren aus. Meist führen Virusinfektionen zu einer massiven Prädisponierung der Atemwege für Sekundärinfektionen. Nach MÖSTL (1992) sind folgende virale Erreger an Atemwegserkrankungen beim Schwein beteiligt.

• Das porcine Herpesvirus 1 (PHV 1) ruft die Aujeszkysche Krankheit (AK) hervor, die im Krankheitsbild sehr stark variieren kann. Im allgemeinen kommt die Infektion auf aerogenem Weg zustande. Während bei den Ferkeln die Virusverbreitung danach auf dem nervalen Wege verläuft und zentralnervöse Störungen verursacht, stehen bei Mastschweinen respiratorische Symptome wie Schniefen, Husten, Nasenausfluß, Dyspnoe und Fieber im Vordergrund (MÖSTL, 1992). Mit dem Alter sinkt die Mortalitätsrate, doch sind die starken Gewichtsverluste gegen Ende der Mastperiode für die wirtschaftlichen Schäden verantwortlich. Besonders gefürchtet sind diverse Misch- und Sekundärinfektionen, wobei es zu schweren Pneumonien kommen kann. Die Aujeszkysche Krankheit ist seit 1980 anzeigepflichtig. Generell wird in schwach verseuchten Ländern ein reines Ausmerzprogramm angestrebt, in stärker betroffenen Regionen ist eine Impfung der Tiere mit einer genetisch markierten Vakzine erlaubt, welche eine Unterscheidung zwischen feldvirusinfizierten und vakzinierten Tieren ermöglicht (JÄGER, 1995). Somit können Infektionsdruck und wirtschaftliche Verluste gesenkt werden, ein Eindringen des Feldvirus in den Bestand kann dadurch allerdings nicht unterbunden werden (METTENLEITER, 1995). EWALD (1995) gelang es in einem großflächigen Feldversuch, die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg innerhalb von fünf Jahren mittels eines deletierten Impfstoffes und eines Ausmerzprogrammes von der Aujeszkyschen Krankheit zu sanieren.

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• Die Schweineinfluenza ist eine spezifische und akut infektiöse Atemwegserkrankung der Schweine, die durch ein Influenzavirus (Familie Orthomyxovirus) des Typs A mit der Oberflächenantigenformel H1N1 hervorgerufen wird (WITTE, 1986). Auch humane Influenzastämme sind für Schweine infektiös. Das Virus wird ebenfalls aerogen übertragen (DONALDSON, 1978); Vögel werden als Erregerreservoir angesehen (SCHOLTISSEK et al., 1983). Bei der Untersuchung durch HAVENITH (1993) von mehr als 200 Schweinemastbetrieben in Schleswig-Holstein wiesen 38,3% der Bestände Antikörper gegen Influenzaviren auf. Die Symptome sind besonders ausgeprägt bei Schweinen in der Endmaststufe und bestehen in plötzlicher Apathie, Inappetenz und Fieber mit typischen respiratorischen Symptomen wie Niesen, Husten und Dyspnoe (MÖSTL, 1992).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[12.] Dmi/Fragment 013 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:48:29 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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KomplettPlagiat
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 13, 14, Zeilen: 13: 9 ff. -14: 1 ff.
[Die Symptome sind besonders ausgeprägt bei] Schweinen in der Endmaststufe und bestehen in plötzlicher Apathie, Inappetenz und Fieber mit typischen respiratorischen Symptomen wie Niesen, Husten und Dyspnoe (MÖSTL, 1992). Charakteristisch ist eine hohe Mortalität mit einer raschen Durchseuchung der Bestände. Als Folge der Virusvermehrung kommt es zu ausgedehnten Nekrosen des Bronchialepithels (BACHMANN, 1989). Bei weiterem Verlauf findet man pathologisch-anatomisch einen bevorzugten Befall der Spitzen-, Herz- und Anhangslappen in Form von blauroten, herdförmigen Verdichtungen (WITTE, 1986). Zur Prophylaxe der Schweineinfluenza stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung (KUIPER, 1985). Die durch die Erkrankung verminderten Gewichtszunahmen und die damit verbundenen verlängerten Mastzeiten und das Kümmern einiger Tiere werden auch hier durch eventuell auftretende Sekundärinfektionen und Haltungs- und Stallklimamängel verstärkt (KAY et al., 1994; ZIMMERMANN u. PLONAIT, 1997).

• Bei dem Porcinen Reproductive and Respiratory Syndrome (PRRS) handelt es sich um eine kürzlich erkannte Virusinfektion des Respirationstraktes des Schweines. Das RNA-Virus wird der Gruppe der Arteriviridae zugeordnet und ist hoch kontagiös (MEULENBERG et al., 1993). Experimentell und spontan infizierte Schweine zeigen in der Regel makroskopisch keine als PRRS-spezifisch einzustufenden pathologisch-anatomischen Veränderungen. Nur vereinzelt werden fokale Verfestigungen und Verfärbungen des Lungengewebes beschrieben (DONE u. PATON, 1995). Die derzeitige Bedeutung des PRRS für die Entstehung von Atemwegserkrankungen wird in der Literatur sehr unterschiedlich beurteilt. Während NIENHOFF (1994) in PRRS-Virus-infizierten Herden in der Regel eine bakterielle Sekundärinfektionen mit deutlichen Leistungsminderungen bei Mastschweinen verzeichnen, geht ZIMMERMAN (1995) davon aus, dass die Infektion in den meisten Herden klinisch inapparent verläuft und die Produktion praktisch nicht beeinflusst. Das PRRS hat wie andere Infektionskrankheiten während der Verbreitung in Deutschland seinen Charakter von anfänglich akutem Verlauf zu milderen Formen gewandelt (GEUE, 1995). Die Diagnose der Erkrankung ist schwierig und ein Impfstoff ist in Europa noch nicht verfügbar. Eine ausführliche Literaturübersicht zu Forschungen über dieses Virus findet sich bei GROSSE BEILAGE (1995).

• Das Porcines respiratorisches Coronavirus (PRCV) ist eine Mutante des bekannteren enteralen Coronavirus des Schweines, dem Erreger der Transmissiblen Gastroenteritis (TGE). Der Verlauf der Erkrankung ist meistens subklinisch. Eine Wegbereiterfunktion des PRCV für andere Infektionserreger hält MÖSTL (1992) für erwiesen.

2.2.1.2 Bakteriell bedingte Erkrankungen

Beim Schwein sind Bakterien häufig als Sekundärerreger an Lungenerkrankungen beteiligt. Als begünstigend für ihre Ansiedlung im Atmungstrakt gelten [Vorschädigungen durch Viren, Mykoplasmen und Parasiten sowie Stallklimamängel (WEISS u. HEIDT, 1982).]

Die Symptome sind besonders ausgeprägt bei Schweinen in der Endmaststufe und bestehen in plötzlicher Apathie, Inappetenz und Fieber mit typischen respiratorischen Symptomen wie Niesen, Husten und Dyspnoe (MÖSTL, 1992). Charakteristisch ist eine hohe Mortalität mit einer raschen Durchseuchung der Bestände. Als Folge der Virusvermehrung kommt es zu ausgedehnten Nekrosen des Bronchialepithels (BACHMANN, 1989). Bei weiterem Verlauf findet man pathologisch-anatomisch einen bevorzugten Befall der Spitzen-, Herz- und Anhangslappen in Form von blauroten, herdförmigen Verdichtungen (WITTE, 1986). Zur Prophylaxe der Schweineinfluenza stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung (KUIPER, 1985). Die durch die Erkrankung verminderten Gewichtszunahmen und die damit verbundenen verlängerten Mastzeiten und das Kümmern einiger Tiere werden auch hier durch eventuell auftretende Sekundärinfektionen und Haltungs- und Stallklimamängel verstärkt (KAY et al., 1994; ZIMMERMANN u. PLONAIT, 1997).

• Bei dem Porcinen Reproductive and Respiratory Syndrome (PRRS) handelt es sich um eine kürzlich erkannte Virusinfektion des Respirationstraktes des Schweines. Das RNA-Virus wird der Gruppe der Arteriviridae zugeordnet und ist hoch kontagiös (MEULENBERG et al., 1993). Experimentell und spontan infizierte Schweine zeigen in der Regel makroskopisch keine als PRRS-spezifisch einzustufenden pathologisch-anatomischen Veränderungen. Nur vereinzelt werden fokale Verfestigungen und Verfärbungen des Lungengewebes beschrieben (DONE u. PATON, 1995). Die derzeitige Bedeutung des PRRS für die Entstehung von Atemwegserkrankungen wird in der Literatur sehr unterschiedlich beurteilt. Während NIENHOFF (1994) in PRRS-Virus-infizierten Herden in der Regel eine bakterielle Sekundärinfektion mit deutlichen Leistungsminderungen bei Mastschweinen verzeichnet, geht ZIMMERMAN (1995) davon aus, daß die Infektion in den meisten Herden klinisch inapparent verläuft und die Produktion praktisch nicht beeinflußt. Das PRRS hat wie andere Infektionskrankheiten während der Verbreitung in Deutschland seinen Charakter von anfänglich akutem Verlauf zu milderen Formen gewandelt (GEUE, 1995). Die Diagnose der Erkrankung ist schwierig und ein Impfstoff ist in Europa noch nicht verfügbar. Eine ausführliche Literaturübersicht zu Forschungen über dieses Virus findet sich bei GROSSE BEILAGE (1995).

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• Das Porcines respiratorisches Coronavirus (PRCV) ist eine Mutante des bekannteren enteralen Coronavirus des Schweines, dem Erreger der Transmissiblen Gastroenteritis (TGE). Der Verlauf der Erkrankung ist meistens subklinisch. Eine Wegbereiterfunktion des PRCV für andere Infektionserreger hält MÖSTL (1992) für erwiesen.

2.2.1.2 Bakteriell bedingte Erkrankungen

Beim Schwein sind Bakterien häufig als Sekundärerreger an Lungenerkrankungen beteiligt. Als begünstigend für ihre Ansiedlung im Atmungstrakt gelten Vorschädigungen durch Viren, Mykoplasmen und Parasiten sowie Stallklimamängel (WEISS u. HEIDT, 1982).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[13.] Dmi/Fragment 014 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:50:19 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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KomplettPlagiat
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1-28, 34-43
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 14, 15, Zeilen: 14: 7 ff. - 15: 1-5
[Beim Schwein sind Bakterien häufig als Sekundärerreger an Lungenerkrankungen beteiligt. Als begünstigend für ihre Ansiedlung im Atmungstrakt gelten] Vorschädigungen durch Viren, Mykoplasmen und Parasiten sowie Stallklimamängel (WEISS u. HEIDT, 1982). Als ein Problem wird die Tendenz zur Chronizität von bakteriellen Lungenerkrankungen angesehen.

• Mykoplasmen unterscheiden sich durch einige wesentliche Merkmale von allen anderen Bakterien. Die gramnegativen Keime besitzen keine Zellwand, sind pleomorph und könne bakteriendichte Filter passieren (SELBITZ, 1992). Als Primärerreger der Enzootischen Pneumonie, einer Erkrankung, die zu den verlustreichsten Schweineseuchen gehört, ist Mycoplasma (M.) hyopneumoniae weltweit verbreitet (BINDER, 1990). Die primär ätiologische Bedeutung von M. hyopneumoniae berücksichtigend, wird bei respiratorischen Erkrankungen des Schweines zunehmend häufiger von Mycoplasma Induced Respiratory Disease (MIRD) gesprochen (PFÜTZNER u. BLAHA, 1995). Der Anteil seropositiver Mastbestände in Deutschland beträgt nach HORST et al. (1997) 81,2 %. Durch Primärschäden am Zilienepithel wird eine Besiedlung des Respirationstraktes u. a. mit Pasteurella multocida, Bordetella bronchiseptica und Actinomyces pyogenes begünstigt (LITTLE, 1975). Dabei treten schwerwiegendere Pneumonien auf als bei einer Monoinfektion. Im fortgeschrittenen Stadium ist pathologisch-anatomisch eine katarrhalisch-eitrige Bronchopneumonie in den kranialen Lungenabschnitten zu erkennen (BERNER, 1995). Die Schäden sind im wesentlichen auf eine Reduzierung der mittleren Tageszunahmen um 17,4 % und ein Absinken der Futterverwertung um 14 % (STRAW et al., 1989) und weniger auf akute Ausfälle zurückzuführen. Erkrankte Tiere fallen durch einen chronischen Husten auf, in durchseuchten Herden fehlen klinische Erkrankungen häufig (BINDER, 1990). Bei der Bekämpfung steht die Gestaltung optimaler Haltungsbedingungen an erster Stelle (HELLWEG, 2003). Durch Antibiotikabehandlung und Impfung ist bestenfalls eine Reduzierung des Ausmaßes der Lungenläsionen möglich (BERNER, 1995; PFÜTZNER u. BLAHA, 1995).

[...]

• Actinobacillus (Haemophilus) pleuropneumoniae gehört zu den gramnegativen Stäbchen mit hoher Pathogenität (SCHOLL, 1986). Als Primärerreger führt Actinobacillus pleuropneumoniae abhängig von der Immunitätslage und den Umweltfaktoren zu einem perakuten, akuten oder chronischen klinischem Verlauf. Akut sind neben Apathie, Anorexie und Temperaturerhöhungen über 41°C, unproduktiver Husten, giemende Lungengeräusche und Dyspnoe feststellbar (FENWICK u. HENRY, 1994). Charakteristisch für den akuten Verlauf sind die im Sektionsbild zu sehenden haemorrhagisch-nekrotisierenden beetartig hervorragenden Pneumonieherde im Zusammenhang mit sero-fibrinösen Belägen auf der Pleura (SCHOLL, 1986). Beim chro-[nischen Verlauf sind die Herde abgekapselt und die Pleuritis wird adhäsiv (VEARY, 1989).]

Beim Schwein sind Bakterien häufig als Sekundärerreger an Lungenerkrankungen beteiligt. Als begünstigend für ihre Ansiedlung im Atmungstrakt gelten Vorschädigungen durch Viren, Mykoplasmen und Parasiten sowie Stallklimamängel (WEISS u. HEIDT, 1982). Als ein Problem wird die Tendenz zur Chronizität von bakteriellen Lungenerkrankungen angesehen.

• Mykoplasmen unterscheiden sich durch einige wesentliche Merkmale von allen anderen Bakterien. Die gramnegativen Keime besitzen keine Zellwand, sind pleomorph und könne bakteriendichte Filter passieren (SELBITZ, 1992). Als Primärerreger der Enzootischen Pneumonie, einer Erkrankung, die zu den verlustreichsten Schweineseuchen gehört, ist Mycoplasma (M.) hyopneumoniae weltweit verbreitet (BINDER, 1992). Der Anteil seropositiver Mastbestände in Deutschland beträgt nach HORST et al. (1997) 81,2 %. Durch Primärschäden am Zilienepithel wird eine Besiedlung des Respirationstraktes u. a. mit Pasteurella multocida, Bordetella bronchiseptica und Actinomyces pyogenes begünstigt (LITTLE, 1975). Dabei treten schwerwiegendere Pneumonien auf als bei einer Monoinfektion. Im fortgeschrittenen Stadium ist pathologisch-anatomisch eine katarrhalisch-eitrige Bronchopneumonie in den kranialen Lungenabschnitten zu erkennen (BERNER, 1995). Die Schäden sind im wesentlichen auf eine Reduzierung der mittleren Tageszunahmen um 17,4 % und ein Absinken der Futterverwertung um 14 % (STRAW et al., 1989) und weniger auf akute Ausfälle zurückzuführen. Erkrankte Tiere fallen durch einen chronischen Husten auf, in durchseuchten Herden fehlen klinische Erkrankungen häufig (BINDER, 1990). Bei der Bekämpfung steht die Gestaltung optimaler Haltungsbedingungen an erster Stelle. Durch Antibiotikabehandlung und Impfung ist bestenfalls eine Reduzierung des Ausmaßes der Lungenläsionen möglich (BERNER, 1995; PFÜTZNER u. BLAHA, 1995). Die primär ätiologische Bedeutung von M. hyopneumoniae berücksichtigend, wird bei respiratorischen Erkrankungen des Schweines zunehmend häufiger von Mycoplasma Induced Respiratory Disease (MIRD) gesprochen (PFÜTZNER u. BLAHA, 1995).

• Actinobacillus (Haemophilus) pleuropneumoniae gehört zu den gramnegativen Stäbchen mit hoher Pathogenität (SCHOLL, 1986). Als Primärerreger führt Actinobacillus pleuropneumoniae abhängig von der Immunitätslage und den Umweltfaktoren zu einem perakuten, akuten oder chronischen klinischen Verlauf. Akut sind neben Apathie, Anorexie und Temperaturerhöhungen über 41°C, unproduktiver Husten, giemende Lungengeräusche und Dyspnoe fest-

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stellbar (FENWICK u. HENRY, 1994). Charakteristisch für den akuten Verlauf sind die im Sektionsbild zu sehenden haemorrhagisch-nekrotisierenden beetartig hervorragenden Pneumonieherde im Zusammenhang mit sero-fibrinösen Belägen auf der Pleura (SCHOLL, 1986). Beim chronischen Verlauf sind die Herde abgekapselt und die Pleuritis wird adhäsiv (VEARY, 1989).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[14.] Dmi/Fragment 015 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:51:41 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 15, 16, Zeilen: 15: 4 ff. - 16: 1-3
[Beim chro-]nischen Verlauf sind die Herde abgekapselt und die Pleuritis wird adhäsiv (VEARY, 1989). Die wirtschaftlichen Schäden mit mittleren Verlusten bei den Tageszunahmen um 33,6 % und Minderung der Futterverwertung im Mittel um 25,5 % (STRAW et al., 1989; PETZOLD, 1992) treten vor allem in den Mastbetrieben auf. Die Erstbehandlungen sollten immer parenteral erfolgen, Medizinalfutter müssen mindestens 7 Tage verabreicht werden, eine Impfung im Mastbestand kann meist nur eine Besserung der klinischen Symptome und damit eine Senkung der wirtschaftlichen Einbußen bewirken (FEDORKA-CRAY et al., 1993).

• Pasteurella multocida wird kleinen, gramnegativen Stäbchen zugeordnet (SCHIMMEL, 1987). Toxinbildende Stämme sind der wichtigste ätiologische Faktor der Rhinitis atrophicans. Im allgemeinen tritt Pasteurella multocida als Sekundärerreger auf, der zur Verstärkung der klinischen und pathologischen Manifestationen einer Pneumonie beiträgt (BLAHA, 1992). Nach SCHIMMEL (1992a) fördern Bordetella bronchiseptica und M. hyopneumoniae ebenso wie Schadgasbelastung und negative thermodynamische Einflüsse eine Pasteurelleninfektion. Daneben können sowohl Chlamydien als auch Influenzaviren eine wegbereitende Funktion auf das Haften von Pasteurella multocida ausüben (KIELSTEIN et al., 1986). STRAW (1986) berichtet, dass der Erreger auch als primäres Agens akute fibrinöse und nekrotisierende Pneumonien hervorrufen kann. Bei Auswertungen des Sektionsmaterials der Pathologie der Tierärztlichen Ambulanz Schwarzenbek, FU Berlin, und des Instituts für Tiergesundheit, Milchhygiene und Lebensmittelqualität in Münster über drei Jahre wies ALTROCK (1998) Pasteurella multocida als häufigsten ätiologisch bedeutsamen Keim nach.

• Hämophilus parasuis gehört zu den gramnegativen Stäbchen mit starker Pleomorphie (NICOLET, 1985). Neben dem typischen Bild der serofibrinösen Polyserositis (Glässersche Krankheit) ist der Erreger in zunehmendem Maße bei akuten oder chronischen katharrhalisch-eitrigen Bronchopneumonien ohne Beteiligung der serösen Häute nachzuweisen (KIELSTEIN u. LEIRER, 1990). Als Faktorenkrankheit treten Haemophilus parasuis-Infektionen insbesondere infolge von belastenden Umwelteinflüssen wie Transport, Umstallung und Temperaturschwankungen auf (BOLLWAHN, 1989; KIELSTEIN, 1994).

• Das gramnegative, pleomorphe Stäbchen Bordetella bronchiseptica haftet am Flimmerepithel des Respirationsapparates, um sich dort zu vermehren (NICOLET, 1985). Neben einer Beteiligung am Geschehen der Rhinitis atrophicans kann Bordetella bronchiseptica auch zu Pneumonien mit septikämischen Verläufen führen (KIELSTEIN, 1983). Gewöhnlich tritt der Keim als Sekundärerreger auf (STRAW, 1986). Weitergehende Ausführungen und Literaturübersichten zu den viral und bakteriell bedingten Atemwegserkrankungen sind bei ALTROCK (1996) und [KLOMBERG (1994) zu finden.]

Beim chronischen Verlauf sind die Herde abgekapselt und die Pleuritis wird adhäsiv (VEARY, 1989). Die wirtschaflichen Schäden mit mittleren Verlusten bei den Tageszunahmen um 33,6 % und Minderung der Futterverwertung im Mittel um 25,5 % (STRAW et al., 1989) treten vor allem in den Mastbetrieben auf. Die Erstbehandlung sollte immer parenteral erfolgen, Medizinalfutter müssen mindestens 7 Tage verabreicht werden, eine Impfung im Mastbestand kann meist nur eine Besserung der klinischen Symptome und damit eine Senkung der wirtschaftlichen Einbußen bewirken (FEDORKA-CRAY et al., 1993).

• Pasteurella multocida wird kleinen, gramnegativen Stäbchen zugeordnet (SCHIMMEL, 1987). Toxinbildende Stämme sind der wichtigste ätiologische Faktor der Rhinitis atrophicans. Im allgemeinen tritt Pasteurella multocida als Sekundärerreger auf, der zur Verstärkung der klinischen und pathologischen Manifestationen einer Pneumonie beiträgt (BLAHA, 1992). Nach SCHIMMEL (1992a) fördern Bordetella bronchiseptica und M. hyopneumoniae ebenso wie Schadgasbelastung und negative thermodynamische Einflüsse eine Pasteurelleninfektion. Daneben können sowohl Chlamydien als auch Influenzaviren eine wegbereitende Funktion auf das Haften von Pasteurella multocida ausüben (KIELSTEIN et al., 1986). STRAW (1986) berichtet, daß der Erreger auch als primäres Agens akute fibrinöse und nekrotisierende Pneumonien hervorrufen kann. Bei Auswertungen des Sektionsmaterials der Pathologie der Tierärztlichen Ambulanz Schwarzenbek, FU Berlin, und des Instituts für Tiergesundheit, Milchhygiene und Lebensmittelqualität in Münster über drei Jahre wies V. ALTROCK (1998) Pasteurella multocida als häufigsten ätiologisch bedeutsamen Keim nach.

• Hämophilus parasuis gehört zu den gramnegativen Stäbchen mit starker Pleomorphie (NICOLET, 1985). Neben dem typischen Bild der serofibrinösen Polyserositis (Glässersche Krankheit) ist der Erreger in zunehmendem Maße bei akuten oder chronischen katharrhalisch-eitrigen Bronchopneumonien ohne Beteiligung der serösen Häute nachzuweisen (KIELSTEIN u. LEIRER, 1990). Als Faktorenkrankheit treten Haemophilus parasuis-Infektionen insbesondere infolge von belastenden Umwelteinflüssen wie Transport, Umstallung und Temperaturschwankungen auf (BOLLWAHN, 1989; KIELSTEIN, 1994).

• Das gramnegative, pleomorphe Stäbchen Bordetella bronchiseptica haftet am Flimmerepithel des Respirationsapparates, um sich dort zu vermehren (NICOLET, 1985). Neben einer Beteiligung am Geschehen der Rhinitis atrophicans kann Bordetella bronchiseptica auch zu Pneumonien mit septikämischen Verläufen führen (KIELSTEIN, 1983). Gewöhnlich tritt der Keim als Sekundärerreger auf (STRAW, 1986).

[Seite 16]

Weitergehende Ausführungen und Literaturübersichten zu den viral und bakteriell bedingten Atemwegserkrankungen sind bei V. ALTROCK (1996) und KLOMBERG (1994) zu finden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[15.] Dmi/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:54:47 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 16, 17, Zeilen: 16: 1 ff. - 17: 1-5
[Weitergehende Ausführungen und Literaturübersichten zu den viral und bakteriell bedingten Atemwegserkrankungen sind bei ALTROCK (1996) und] KLOMBERG (1994) zu finden. Parasitär bedingte Lungenerkrankungen sind heutzutage selten und werden in der neueren Literatur kaum noch beschrieben. Als wichtigster Lungenwurm aus der Familie der Metastrongyliden wird Metastrongylus apri genannt. Die Übertragung erfolgt über den Zwischenwirt Regenwurm und ist daher nur in Auslaufhaltungen möglich (KRUSE u. FERGUSON, 1980; PLONAIT, 1980). Im Zusammenhang mit den zunehmenden alternativen Haltungsformen, insbesondere der Freilandhaltung, kann dieser Parasit in Zukunft wieder an Bedeutung gewinnen. Auf Schädigungen des Atmungsapparat, die auf wandernde Parasitenlarven aus dem Magen-Darmtrakt verursacht werden, wird im folgenden Kapitel hingewiesen.

2.2.2 Erkrankungen der Leber

Neben den beim Schwein selten anzutreffenden entzündlichen und stoffwechselbedingten Leberveränderungen kommen den parasitären Erkrankungen eine große Bedeutung zu.

Der Nematodenbefall mit dem Spulwurm Ascaris suum spielt dabei die Hauptrolle. Bis zu 2 Mio. Eier täglich werden von den weiblichen Tieren abgelegt und gelangen dann mit dem Kot an die Außenwelt (HASSLINGER, 1985). Die sich entwickelnden infektionsfähigen Larven schlüpfen erst nach Aufnahme der Eier durch die Schweine. Während der “Wanderphase” durch die Darmschleimhaut verursachen die Larven punktförmige Blutungen und ödematöse Schwellungen der Submukosa (WETZEL, 1967). Im hinteren Dünndarm, Zäkum und Kolon bohren sie sich durch die Darmwand in die Mesenterialvene, um auf dem Blutweg zur Leber zu gelangen. Dort entstehen während des 4-6-tägigen Aufenthaltes charakteristische Leberveränderungen, die sogenannten Milchflecken (milk spots). Abgetötete Larven werden von einer Bindegewebskapsel umgeben, in denen sie zerfallen. Die Parenchymdefekte werden bindegewebig organisiert und innerhalb von 3 bis 6 Wochen bis auf wenige Narbenreste abgebaut (CONNAN, 1985). Über die kaudale Hohlvene gelangen die Larven in die Lunge und durchbohren die Alveolen in Richtung Trachea. Bei hochgradigem Wurmbefall zeigen sich klinische Symptome wie Dyspnoe mit ausgeprägter Bauchatmung, Husten, Fieber, Abgeschlagenheit und Fressunlust (ZIMMERMANN et al., 1985). Nach dem Abschlucken entwickeln sich die Erreger im Dünndarm zu geschlechtsreifen Würmern. Während der “Darmphase” verursacht Ascaris suum eine Reduktion der Futteraufnahme, der Futterverwertung und damit der Gewichtszunahme. In einer Untersuchung von HOY (1994a) erreichten Schweine mit einer Hepatitis parasitaria ein durchschnittliches Schlachtkörpergewicht von 83,9 kg im Gegensatz zum Schlachtgewicht von 87,6 kg bei gesunden Tieren.

Unter Hepatosen versteht man nichtentzündliche Veränderungen der Leber, verursacht durch Stoffwechselstörungen. Alimentäre Hepatosen, hervorgerufen durch Nährstoffunterversorgung, lösen zelldystrophische Prozesse aus, die zu [einer Zirrhose führen können.]

Weitergehende Ausführungen und Literaturübersichten zu den viral und bakteriell bedingten Atemwegserkrankungen sind bei V. ALTROCK (1996) und KLOMBERG (1994) zu finden. Parasitär bedingte Lungenerkrankungen sind heutzutage selten und werden in der neueren Literatur kaum noch beschrieben. Als wichtigster Lungenwurm aus der Familie der Metastrongyliden wird Metastrongylus apri genannt. Die Übertragung erfolgt über den Zwischenwirt Regenwurm und ist daher nur in Auslaufhaltungen möglich (KRUSE u. FERGUSON, 1980; PLONAIT, 1980). Im Zusammenhang mit den zunehmenden alternativen Haltungsformen, insbesondere der Freilandhaltung, kann dieser Parasit in Zukunft wieder an Bedeutung gewinnen. Auf Schädigungen des Atmungsapparat, die von wandernden Parasitenlarven aus dem Magen-Darmtrakt verursacht werden, wird im folgenden Kapitel hingewiesen.

2.2.2 Erkrankungen der Leber

Neben den beim Schwein selten anzutreffenden entzündlichen und stoffwechselbedingten Leberveränderungen kommen den parasitären Erkrankungen eine große Bedeutung zu. Der Nematodenbefall mit dem Spulwurm Ascaris suum spielt dabei die Hauptrolle. Bis zu 2 Mio. Eier täglich werden von den weiblichen Tieren abgelegt und gelangen dann mit dem Kot an die Außenwelt (HASSLINGER, 1985). Die sich entwickelnden infektionsfähigen Larven schlüpfen erst nach Aufnahme der Eier durch die Schweine. Während der “Wanderphase” durch die Darmschleimhaut verursachen die Larven punktförmige Blutungen und ödematöse Schwellungen der Submukosa (WETZEL, 1967). Im hinteren Dünndarm, Zäkum und Kolon bohren sie sich durch die Darmwand in die Mesenterialvene, um auf dem Blutweg zur Leber zu gelangen. Dort entstehen während des 4-6-tägigen Aufenthaltes charakteristische Leberveränderungen, die sogenannten Milchflecken (milk spots). Abgetötete Larven werden von einer Bindegewebskapsel umgeben, in denen sie zerfallen. Die Parenchymdefekte werden bindegewebig organisiert und innerhalb von 3 bis 6 Wochen bis auf wenige Narbenreste abgebaut (CONNAN, 1985). Über die kaudale Hohlvene gelangen die Larven in die Lunge und durchbohren die Alveolen in Richtung Trachea. Bei hochgradigem Wurmbefall zeigen sich klinische Symptome wie Dyspnoe mit ausgeprägter Bauchatmung, Husten, Fieber, Abgeschlagenheit und Freßunlust (ZIMMERMANN et al., 1985). Nach dem Abschlucken entwickeln sich die Erreger im Dünndarm zu geschlechtsreifen Würmern. Während der “Darmphase” verursacht Ascaris suum eine Reduktion der Futteraufnahme, der Futterverwertung und damit der Gewichtszunahme. In einer Untersuchung von HOY (1994a) erreichten Schweine mit einer Hepatitis parasitaria ein durchschnittliches Schlachtkörpergewicht von 83,9 kg im Gegensatz zum Schlachtgewicht von 87,6 kg bei

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gesunden Tieren.

Unter Hepatosen versteht man nichtentzündliche Veränderungen der Leber, verursacht durch Stoffwechselstörungen. Alimentäre Hepatosen, hervorgerufen durch Nährstoffunterversorgung, lösen zelldystrophische Prozesse aus, die zu einer Zirrhose führen können.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[16.] Dmi/Fragment 017 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:56:15 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 17, 18, Zeilen: 17: 3 ff. - 18: 1-7
[Alimentäre Hepatosen, hervorgerufen durch Nährstoffunterversorgung, lösen zelldystrophische Prozesse aus, die zu] einer Zirrhose führen können. Toxische Leberschäden sind bedingt durch verdorbenes Futter, durch Giftpflanzen oder durch giftige Chemikalien (DAHME u. KÄUFER-WEISS, 1988). Beim Schwein werden unter anderem als Ursache ranzige Fette, Aflatoxine, photosensibilisierende Pflanzen und Kupfersalze genannt.

Die Vielfalt der Ursachen lässt keine einheitliche Pathogenese erkennen. Entzündliche Leberveränderungen treten beim Schwein meist in Form von eitrigen Hepatitiden auf. Diese Infektionen mit pyogenen Erregern entstehen durch übergreifende entzündliche Prozesse aus der Umgebung (Perihepatitis) oder durch Bakteriämien (TRAUTWEIN, 1991).

Leberschäden können akut, verbunden mit Apathie und Krämpfen, oder perakut zum Tode führen. Ikterus und Aszites treten nur bei chronischem Krankheitsverlauf auf (PLONAIT, 1980).

2.2.3 Faktorenkrankheiten

Klassische Infektionskrankheiten des Schweines wie beispielsweise Brucellose oder Maul- und Klauenseuche spielen dank erfolgreicher Seuchensanierungsprogramme nur noch eine untergeordnete Rolle (BOLLWAHN, 1989). Eine ungleich größere Bedeutung kommt in der heutigen Intensivhaltung von Mastschweinen den sogenannten infektiösen Faktorenkrankheiten zu. Diese im Zunehmen begriffenen Bestandserkrankungen äußern sich in akuten oder chronischen Minderleistungen von Tierbeständen. Der Begriff “Faktoren” bringt das synergistische Zusammenwirken verschiedener, für sich allein nicht krankmachender Vorgänge zum Ausdruck. An der Ätiologie dieser Krankheiten sind ubiquitäre, opportunistische Problemkeime beteiligt, die erst in eine Infektion übergehen können, wenn gleichzeitig belastende, nichtmikrobielle Faktoren einwirken (MAYR, 1986). Gemeinsam ist allen nichtmikrobiellen Faktoren, dass sie die körpereigene Abwehr herabsetzen und somit zu einer Immunsuppression führen. Die Morbiditätsrate und die Schwere der Erkrankung werden wesentlich von den auf die Tiere einwirkenden Belastungsfaktoren bestimmt (MEHLHORN, 1989; STRAW, 1992). Nach MARSCHANG (1989) verlangen diese Faktoren eine ständige Adaptation des Tieres und stellen somit Stressoren dar. Zur Verbesserung der Tiergesundheit stehen daher prophylaktische Maßnahmen wie die Vermeidung haltungs- und leistungsbedingter Stresssituationen im Vordergrund. Neben den inneren Stressoren wie genetische Disposition ordnet man den äußeren Stressoren Standortwechsel, ungünstige Haltungsbedingungen, Crowding, Klimawechsel, Ernährungsfehler u.a.m. zu.

2.2.4 Einflussfaktoren auf die Tiergesundheit

2.2.4.1 Genetische Disposition

Neben der Anlage zu bestimmten Leistungen gehört zu den angeborenen Fähigkeiten auch das “Stressbewältigungsvermögen” (STEPHAN et al., 1980). Beim [Einwirken von Belastungen antwortet der Organismus mit einem Reaktionsmuster, welches als “Allgemeines Anpassungssyndrom” bezeichnet wird (SELYE, 1936).]

Alimentäre Hepatosen, hervorgerufen durch Nährstoffunterversorgung, lösen zelldystrophische Prozesse aus, die zu einer Zirrhose führen können. Toxische Leberschäden sind bedingt durch verdorbenes Futter, durch Giftpflanzen oder durch giftige Chemikalien (DAHME u. KÄUFER-WEISS, 1988). Beim Schwein werden unter anderem als Ursache ranzige Fette, Aflatoxine, photosensibilisierende Pflanzen und Kupfersalze genannt. Die Vielfalt der Ursachen läßt keine einheitliche Pathogenese erkennen. Entzündliche Leberveränderungen treten beim Schwein meist in Form von eitrigen Hepatitiden auf. Diese Infektionen mit pyogenen Erregern entstehen durch übergreifende entzündliche Prozesse aus der Umgebung (Perihepatitis) oder durch Bakteriämien (TRAUTWEIN, 1991).

Leberschäden können akut, verbunden mit Apathie und Krämpfen, oder perakut zum Tode führen. Ikterus und Aszites treten nur bei chronischem Krankheitsverlauf auf (PLONAIT, 1980).

2.2.3 Faktorenkrankheiten

Klassische Infektionskrankheiten des Schweines wie beispielsweise Brucellose oder Maul- und Klauenseuche spielen dank erfolgreicher Seuchensanierungsprogramme nur noch eine untergeordnete Rolle (BOLLWAHN, 1989). Eine ungleich größere Bedeutung kommt in der heutigen Intensivhaltung von Mastschweinen den sogenannten infektiösen Faktorenkrankheiten zu. Diese im Zunehmen begriffenen Bestandserkrankungen äußern sich in akuten oder chronischen Minderleistungen von Tierbeständen. Der Begriff “Faktoren” bringt das synergistische Zusammenwirken verschiedener, für sich allein nicht krankmachender Vorgänge zum Ausdruck. An der Ätiologie dieser Krankheiten sind ubiquitäre, opportunistische Problemkeime beteiligt, die erst in eine Infektion übergehen können, wenn gleichzeitig belastende, nichtmikrobielle Faktoren einwirken (MAYR, 1986). Gemeinsam ist allen nichtmikrobiellen Faktoren, daß sie die körpereigene Abwehr herabsetzen und somit zu einer Immunsuppression führen. Die Morbiditätsrate und die Schwere der Erkrankung werden wesentlich von den auf die Tiere einwirkenden Belastungsfaktoren bestimmt (MEHLHORN, 1989; STRAW, 1992). Nach MARSCHANG (1989) verlangen diese Faktoren eine ständige Adaptation des Tieres und stellen somit Stressoren dar. Zur Verbesserung der Tiergesundheit stehen daher prophylaktische Maßnahmen wie die Vermeidung haltungs- und leistungsbedingter Streßsituationen im Vordergrund. Neben den inneren Stressoren wie genetische Disposition ordnet man den äußeren Stressoren Standortwechsel, ungünstige Haltungsbedingungen, Crowding, Klimawechsel, Ernährungsfehler u. a. m. zu.

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2.2.4 Einflußfaktoren auf die Tiergesundheit

2.2.4.1 Genetische Disposition

Neben der Anlage zu bestimmten Leistungen gehört zu den angeborenen Fähigkeiten auch das “Streßbewältigungsvermögen” (STEPHAN et al., 1980). Beim Einwirken von Belastungen antwortet der Organismus mit einem Reaktionsmuster, welches als “Allgemeines Anpassungssyndrom” bezeichnet wird (SELYE, 1936).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[17.] Dmi/Fragment 018 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:57:49 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 18, 19, Zeilen: 18: 4 ff. - 19: 1-3
[Beim] Einwirken von Belastungen antwortet der Organismus mit einem Reaktionsmuster, welches als “Allgemeines Anpassungssyndrom” bezeichnet wird (SELYE, 1936). Dabei stehen ihm mehrere Adaptationsmechanismen zur Verfügung: die Anpassung über den Energiestoffwechsel, die Kreislauf-, die Atmungs-, die Thermo- und die Säure-/Basenregulation sowie über den Elektrolythaushalt im Blut (FISCHER, 1976). Diese Regulationsmechanismen wurden durch die einseitige Ausrichtung der Zucht auf schnelles Wachstum und hohen Magerfleischanteil maßgeblich eingeschränkt (OSTER, 1977; FALKENBERG et al., 1996; s. S. 6, Kap. 2.1.2.1). Stoffwechselentgleisungen und eine verringerte Abwehrkraft mit entsprechenden Krankheitsbildern sind die Folge (BOLLWAHN, 1979). Das Ausmaß der Erkrankungen wird dabei einerseits von der Größe und Einwirkungsdauer der Stressfaktoren und andererseits von der genetischen Veranlagung bestimmt. OTTE (1960) und ISEKE (1961) gewichten dieses Verhältnis als zu etwa 70 % von der Umwelt beeinflusst und zu 30 % erblich fixiert. Umgangs- und Haltungsfehler verursachen nach Ansicht der Autoren bis zu 2/3 der Schweineverluste. Die heutigen Nutztiere, die auf Hochleistung gezüchtet sind, erfordern daher zu ihrer Gesunderhaltung ein besonders intaktes, sorgfältiges und damit aufwendiges Herdenmanagement (SMIDT, 1996). Im folgenden werden die wichtigsten exogenen Stressoren in der Mastschweinehaltung beschrieben, die den Gesundheitsstatus der Tiere beeinflussen.

2.2.4.2 Ferkelherkunft

Der Haupteinfluss auf das Vorkommen von Atemwegserkrankungen ist nach DONE (1991) und FLESJA u. SOLBERG (1981) die Ferkelherkunft. Mastschweine aus geschlossenen Systemen, d. h. aus Betrieben mit eigener Ferkelproduktion, zeigen bei der Schlachtung weniger veränderte Lungen als Tiere, die aus Zukaufbetrieben stammten. Dabei sinkt die Erkrankungsrate mit der Abnahme der Anzahl an Ferkellieferanten je Lieferungseinheit (WILLEBERG et al., 1978; FLESJA u. SOLBERG, 1981; THÖLKE, 1996). Die Problematik der Mast von Ferkeln unbekannter Herkunft mit unterschiedlichem Gesundheitsstatus und genetischem Potential äußert sich in einem charakteristischen Morbiditätsverlauf. Transportstress, Rangordnungskämpfe und Futterumstellung führen zu einer Immunsuppression und sind im Zusammenhang mit der Einschleppung verschiedenster Erreger für eine hohe Morbidität verantwortlich (KOVACZ, 1984). Die genannten Effekte verstärken sich, wenn beim Zukauf von Mastferkeln die Lieferanten gewechselt werden (GROSSE BEILAGE, 1990). Gegensätzlich verhält sich die Situation bei der Parasitenbelastung. JENSEN (1996) stellte in geschlossenen Betrieben, gemessen an Lebermilkspots, einen massiven Parasitenbefall fest. Die Voraussetzung für einen hohen Hygienestandard ist somit nicht allein durch ein geschlossenes Betriebssystem gewährleistet.

Beim Einwirken von Belastungen antwortet der Organismus mit einem Reaktionsmuster, welches als “Allgemeines Anpassungssyndrom” bezeichnet wird (SELYE, 1936). Dabei stehen ihm mehrere Adaptationsmechanismen zur Verfügung: die Anpassung über den Energiestoffwechsel, die Kreislauf-, die Atmungs-, die Thermo- und die Säure-/Basenregulation sowie über den Elektrolythaushalt im Blut (FISCHER, 1976). Diese Regulationsmechanismen wurden durch die einseitige Ausrichtung der Zucht auf schnelles Wachstum und hohen Magerfleischanteil maßgeblich eingeschränkt (OSTER, 1977; FALKENBERG et al., 1996; s. S. 6, Kap. 2.1.2.1). Stoffwechselentgleisungen und eine verringerte Abwehrkraft mit entsprechenden Krankheitsbildern sind die Folge (BOLLWAHN, 1979). Das Ausmaß der Erkrankungen wird dabei einerseits von der Größe und Dauer der Streßfaktoren und andererseits von der genetischen Veranlagung bestimmt. OTTE (1960) und ISEKE (1961) gewichten dieses Verhältnis als zu etwa 70 % von der Umwelt beeinflußt und zu 30 % erblich fixiert. Umgangs- und Haltungsfehler verursachen nach Ansicht der Autoren bis zu 2/3 der Schweineverluste. Die heutigen Nutztiere, die auf Hochleistung gezüchtet sind, erfordern daher zu ihrer Gesunderhaltung ein besonders intaktes, sorgfältiges und damit aufwendiges Herdenmanagement (SMIDT, 1996). Im folgenden werden die wichtigsten exogenen Stressoren in der Mastschweinehaltung beschrieben, die den Gesundheitsstatus der Tiere beeinflussen. 2.2.4.2 Ferkelherkunft Der Haupteinfluß auf das Vorkommen von Atemwegserkrankungen ist nach DONE (1991) und FLESJA u. SOLBERG (1981) die Ferkelherkunft. Mastschweine aus geschlossenen Systemen, d. h. aus Betrieben mit eigener Ferkelproduktion, zeigen bei der Schlachtung weniger veränderte Lungen als Tiere, die aus Zukaufbetrieben stammten. Dabei sinkt die Erkrankungsrate mit der Abnahme der Anzahl an Ferkellieferanten je Lieferungseinheit (WILLEBERG et al., 1978; FLESJA u. SOLBERG, 1981; THÖLKE, 1996). Die Problematik der Mast von Ferkeln unbekannter Herkunft mit unterschiedlichem Gesundheitsstatus und genetischem Potential äußert sich in einem charakteristischen Morbiditätsverlauf. Transportstreß, Rangordnungskämpfe und Futterumstellung führen zu einer Immunsuppression und sind im Zusammenhang mit der Einschleppung verschiedenster Erreger für eine hohe Morbidität verantwortlich (KOVACZ, 1984). Die genannten Effekte verstärken sich, wenn beim Zukauf von Mastferkeln die Lieferanten gewechselt werden (GROSSE BEILAGE, 1990). Gegensätzlich verhält sich die Situation bei der Parasitenbelastung. JENSEN (1996) stellte in geschlos-

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senen Betrieben, gemessen an Lebermilkspots, einen massiven Parasitenbefall fest. Die Voraussetzung für einen hohen Hygienestandard ist somit nicht allein durch ein geschlossenes Betriebssystem gewährleistet.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[18.] Dmi/Fragment 019 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 15:59:50 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 19, 20, Zeilen: 19: 4 ff. - 20: 1-7
2.2.4.3 Mastsystem

Das Rein-Raus-Verfahren wird allgemein als geeignetes Mittel angesehen, die Leistung eines Tierbestandes zu verbessern. Im Gegensatz zu einer kontinuierlichen Stallbelegung wird die Infektionskette von älteren zu jüngeren Tieren unterbrochen und somit die Erkrankungsrate verringert (STRAW, 1992). Die Möglichkeit einer intensiven Reinigung und Desinfektion des gesamten Stalles wirkt sich indirekt zusätzlich positiv auf die Mastleistung aus (WITT u. MÜLLER, 1988). Bei einer Untersuchung von TIELEN et al. (1978) waren 19,3 % der Lungen und 10 % der Lebern von Schweinen aus einem kontinuierlich belegenden Mastsystem pathologisch verändert. Im Gegensatz dazu zeigten 14,2 % der Lungen und 7,9 % der Lebern von Tieren aus einem Rein-Raus-Verfahren Alterationen auf. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich auch bei einer späteren Untersuchung des Autors (TIELEN, 1990). JENSEN (1996) dagegen konnte bei ihren Untersuchungen keinen signifikanten Einfluss des Mastverfahrens erkennen. Bei der Belegung nach dem Rein-Raus-Verfahren wird eine große Anzahl gleichaltriger Ferkel benötigt, die daher häufig aus einer Vielzahl von Zulieferbetrieben stammen. Die Autorin vermutet, dass dieser Crowding-Effekt die Vorteile des Mastsystems überlagert. Daher liefern nach Ansicht von GROSSE BEILAGE (1989) nur Untersuchungen, welche die Herkunft der Tiere angeben, aussagekräftige Ergebnisse über Aufstallungsformen.

2.2.4.4 Tierkonzentration im Bestand

In Betrieben mit geringer Tierzahl treten weniger häufig Erkrankungen des Atmungs- und Verdauungstraktes auf (HAARING et al., 1978; BENNEWITZ, 1991). TIELEN et al. (1978) untersuchten bei 251 Mastanlagen den Einfluss der Betriebsstruktur auf die Organveränderungen. Lag die Mastkapazität unter 100 Plätzen, so wurden 8,4 % der Lungen beanstandet, bei Betrieben mit mehr als 300 Mastplätzen lag dieser Prozentsatz bei 23,4 %. FLESJA u. SOLBERG (1981) zeigten, dass in Betrieben, die weniger als 200 Schweine im Jahr schlachten, der Anteil an lungenkranken Tieren nur halb so groß ist wie bei Schweinen von Mästern, die über 400 Tiere im Jahr an den Schlachthof liefern. Auch MEHLHORN et al. (1986) beschreiben den negativen Einfluss eines großen Bestandes auf die Tiergesundheit. MUIRHEAD (1979) und GROSSE BEILAGE u. GROSSE BEILAGE (1990) weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei gleicher Belegdichte mit zunehmender Tierzahl die Stallkeimflora proportional zunimmt, so dass sich auch die Zahl potentiell pneumotroper Erreger erhöht. Bei großen Stallabteilen ist die Möglichkeit einer Virulenzsteigerung der Erreger durch die größere Anzahl von Tierpassagen zu beachten (MEHLHORN et al., 1986). So wird von STRAW (1986) eine ideale Abteilgröße von höchsten 150 bis 200 Schweinen empfohlen.

JENSEN (1996) untersuchte die Geschlinge von 10.166 Schlachtschweinen und wertete die Befunde nach Herkunftsbetrieben aus. Tiere aus Großbetrieben mit über 800 Mastplätzen wiesen hierbei weniger Organveränderungen auf. Die [Autorin erklärt die hohe Tiergesundheit in dieser Betriebskategorie mit dem erhöhten Kenntnis- und Ausbildungsstand der Betriebsleiter.]

2.2.4.3 Mastsystem

Das Rein-Raus-Verfahren wird allgemein als geeignetes Mittel angesehen, die Leistung eines Tierbestandes zu verbessern. Im Gegensatz zu einer kontinuierlichen Stallbelegung wird die Infektionskette von älteren zu jüngeren Tieren unterbrochen und somit die Erkrankungsrate verringert (STRAW, 1992). Die Möglichkeit einer intensiven Reinigung und Desinfektion des gesamten Stalles wirkt sich indirekt zusätzlich positiv auf die Mastleistung aus (WITT u. MÜLLER, 1988). Bei einer Untersuchung von TIELEN et al. (1978) waren 19,3 % der Lungen und 10 % der Lebern von Schweinen aus einem kontinuierlich belegenden Mastsystem pathologisch verändert. Im Gegensatz dazu zeigten 14,2 % der Lungen und 7,9 % der Lebern von Tieren aus einem Rein-Raus-Verfahren Alterationen auf. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich auch bei einer späteren Untersuchung des Autors (TIELEN, 1990). JENSEN (1996) dagegen konnte bei ihren Untersuchungen keinen signifikanten Einfluß des Mastverfahrens erkennen. Bei der Belegung nach dem Rein-Raus-Verfahren wird eine große Anzahl gleichaltriger Ferkel benötigt, die daher häufig aus einer Vielzahl von Zulieferbetrieben stammen. Die Autorin vermutet, daß dieser Crowding-Effekt die Vorteile des Mastsystems überlagert. Daher liefern nach Ansicht von GROSSE BEILAGE (1989) nur Untersuchungen, welche die Herkunft der Tiere angeben, aussagekräftige Ergebnisse über Aufstallungsformen.

2.2.4.4 Tierkonzentration im Bestand

In Betrieben mit geringer Tierzahl treten weniger häufig Erkrankungen des Atmungs- und Verdauungstraktes auf (HAARING et al., 1978; BENNEWITZ, 1991). TIELEN et al. (1978) untersuchten bei 251 Mastanlagen den Einfluß der Betriebsstruktur auf die Organveränderungen. Lag die Mastkapazität unter 100 Plätzen, so wurden 8,4 % der Lungen beanstandet, bei Betrieben mit mehr als 300 Mastplätzen lag dieser Prozentsatz bei 23,4 %. FLESJA u. SOLBERG (1981) zeigten, daß in Betrieben, die weniger als 200 Schweine im Jahr schlachten, der Anteil an lungenkranken Tieren nur halb so groß ist wie bei Schweinen von Mästern, die über 400 Tiere im Jahr an den Schlachthof liefern. Auch MEHLHORN et al. (1986) beschreiben den negativen Einfluß eines großen Bestandes auf die Tiergesundheit. MUIRHEAD (1979) und GROSSE BEILAGE u. GROSSE BEILAGE (1990) weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, daß bei gleicher Belegdichte mit zunehmender Tierzahl die Stallkeimflora proportional zunimmt, so daß sich auch die Zahl potentiell pneumotroper Erreger erhöht. Bei großen Stallabteilen ist die Möglichkeit einer Virulenzsteigerung der Erreger durch die größere Anzahl von Tierpassagen zu beachten (MEHLHORN et al.,

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1986). So wird von STRAW (1986) eine ideale Abteilgröße von höchsten 150 bis 200 Schweinen empfohlen.

JENSEN (1996) untersuchte die Geschlinge von 10.166 Schlachtschweinen und wertete die Befunde nach Herkunftsbetrieben aus. Tiere aus Großbetrieben mit über 800 Mastplätzen wiesen hierbei weniger Organveränderungen auf. Die Autorin erklärt die hohe Tiergesundheit in dieser Betriebskategorie mit dem erhöhten Kenntnis- und Ausbildungsstand der Betriebsleiter.

Anmerkungen

Identisch bis auf die teils ungewöhnliche Schreibweise ("höchsten" statt "höchstens"); kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[19.] Dmi/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:01:51 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 20: 5 ff. - 21: 1-6
[Die] Autorin erklärt die hohe Tiergesundheit in dieser Betriebskategorie mit dem erhöhten Kenntnis- und Ausbildungsstand der Betriebsleiter. Ebenso wurde in dieser Studie kein Einfluss der Abteilgröße auf die durchschnittliche Lungenveränderungsrate festgestellt. Allerdings zeigten 27,4 % der Schweine, die in Stalleinheiten mit über 120 Tieren pro Abteil gehalten wurden, Serosen- und Perikardveränderungen, während die Gruppe aus kleineren Stallabteilen “nur” zu 15,3 % Veränderungen an den Serosen aufwiesen. Somit kommt JENSEN (1996) zu dem Schluss, dass in den untersuchten Schweinemastbeständen neben der Abteilgröße anderen Faktoren eine ebenso bedeutende Rolle zukommt.

Eine Gruppengröße von 20 Tieren gleichen Alters gibt VAN PUTTEN (1978) als Grenze der Übersichtlichkeit an, bei der sich die Schweine noch auf den “ersten Blick” erkennen können. Bei steigender Gruppengröße verschlechtert sich die Tiergesundheit unter anderem durch entstehende Rangordnungskämpfe (STRAW, 1986). Empfehlungen liegen bei weniger als 15 (MEHLHORN et al., 1986) bzw. 12 Schweine (FLESJA et al., 1982; JENSEN u. BLAHA, 1997) pro Bucht.

Auch die Besatzdichte übt einen Einfluss auf die Erkrankungsrate in Schweinemastställen aus. Ein Platzangebot von weniger als 0,7 qm pro Schwein führt zu einem erhöhten Auftreten von Pneumonien (STRAW, 1986; DONE, 1991; ELBERS, 1991; THÖLKE, 1996). Eine geringere Belegdichte verringert die Infektionsmöglichkeiten (BÄCKSTRÖM u. BREMER, 1978). Gleichzeitig sinkt die Schadstoffkonzentration und die mikrobielle Kontamination der Stallluft (DONHAM, 1991).

2.2.4.5 Stallbodengestaltung

Vollspaltenböden weisen einen geringen Verschmutzungsgrad auf, zudem sind sie nicht so arbeitsintensiv wie Teilspaltenböden oder Tiefstreusysteme. Bei einer statistischen Analyse von 141 Betrieben stellten TIELEN et al. (1978) fest, dass die Art des Fußbodens einen deutlichen Einfluss auf den Anteil der Tiere mit veränderten Lungen nimmt, und dass deren Schlachtkörper in der Bonitierung negativer bewertet werden. 23,3 % der Tiere, die in der Endmast auf Vollspaltenböden standen, zeigten Veränderungen an der Lunge, während dieser Anteil bei Tieren aus Ställen mit planbefestigten Böden bei 15,8 % lag. Weitere Studien bestätigen dieses Ergebnis (LINDQVIST, 1974; TIELEN u. TRUIJEN, 1980; MEHLHORN et al., 1986; ELBERS, 1991; JENSEN u. BLAHA, 1997). Bei einer Auswertung von 2.844 Betriebsabschlüssen von LÜTJENS u. KALM (1995a) ist der positive Einfluss der Strohhaltung auf die Tierverluste sowie Tierarzt- und Medikamentenkosten ersichtlich. Geringere Verluste und bessere Zuwachsraten bei Schweinen aus Strohhaltungen konnten LOOFT et al. (1993) bei der Auswertung von Berichten verschiedener Erzeugerringe nachweisen. Auf den perforierten Flächen sind die Tiere den Schadgasen aus dem Güllekanal und dem Luftzug im Stall direkt ausgesetzt. Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen einstreulosen Böden mit erhöhter Wärmeableitung und [erniedrigten Hauttemperaturen von Schweinen (ROKICKI, 1973).]

Die Autorin erklärt die hohe Tiergesundheit in dieser Betriebskategorie mit dem erhöhten Kenntnis- und Ausbildungsstand der Betriebsleiter. Ebenso wurde in dieser Studie kein Einfluß der Abteilgröße auf die durchschnittliche Lungenveränderungsrate festgestellt. Allerdings zeigten 27,4 % der Schweine, die in Stalleinheiten mit über 120 Tieren pro Abteil gehalten wurden, Serosen- und Perikardveränderungen, während die Gruppe aus kleineren Stallabteilen “nur” zu 15,3 % Veränderungen an den Serosen aufwiesen. Somit kommt JENSEN (1996) zu dem Schluß, daß in den untersuchten Schweinemastbeständen neben der Abteilgröße anderen Faktoren eine ebenso bedeutende Rolle zukommt.

Eine Gruppengröße von 20 Tieren gleichen Alters gibt VAN PUTTEN (1978) als Grenze der Übersichtlichkeit an, bei der sich die Schweine noch auf den “ersten Blick” erkennen können. Bei steigender Gruppengröße verschlechtert sich die Tiergesundheit unter anderem durch entstehende Rangordnungskämpfe (STRAW, 1986). Empfehlungen liegen bei weniger als 15 (MEHLHORN et al., 1986) bzw. 12 Schweinen (FLESJA et al., 1982; JENSEN u. BLAHA, 1997) pro Bucht.

Auch die Besatzdichte übt einen Einfluß auf die Erkrankungsrate in Schweinemastställen aus. Ein Platzangebot von weniger als 0,7 qm pro Schwein führt zu einem erhöhten Auftreten von Pneumonien (STRAW, 1986; DONE, 1991; ELBERS, 1991; THÖLKE, 1996). Eine geringere Belegdichte verringert die Infektionsmöglichkeiten (BÄCKSTRÖM u. BREMER, 1978). Gleichzeitig sinkt die Schadstoffkonzentration und die mikrobielle Kontamination der Stalluft (DONHAM, 1991).

2.2.4.5 Stallbodengestaltung

Vollspaltenböden weisen einen geringen Verschmutzungsgrad auf, zudem sind sie nicht so arbeitsintensiv wie Teilspaltenböden oder Tiefstreusysteme. Bei einer statistischen Analyse von 141 Betrieben stellten TIELEN et al. (1978) fest, daß die Art des Fußbodens einen deutlichen Einfluß auf den Anteil der Tiere mit veränderten Lungen nimmt, und daß deren Schlachtkörper in der Bonitierung negativer bewertet werden. 23,3 % der Tiere, die in der Endmast auf Vollspaltenböden standen, zeigten Veränderungen an der Lunge, während dieser Anteil bei Tieren aus Ställen mit planbefestigten Böden bei 15,8 % lag. Weitere Studien bestätigen dieses Ergebnis (LINDQVIST, 1974; TIELEN u. TRUIJEN, 1980; MEHLHORN et al., 1986; ELBERS, 1991; JENSEN u. BLAHA, 1997). Bei einer Auswertung von 2.844 Betriebsabschlüssen von LÜTJENS u. KALM (1995a) ist der positive Einfluß der Strohhaltung auf die Tierverluste sowie Tierarzt- und Medikamentenkosten ersichtlich. Geringere Verluste und bessere Zuwachsraten

[Seite 21]

bei Schweinen aus Strohhaltungen konnten LOOFT et al. (1993) bei der Auswertung von Berichten verschiedener Erzeugerringe nachweisen. Auf den perforierten Flächen sind die Tiere den Schadgasen aus dem Güllekanal und dem Luftzug im Stall direkt ausgesetzt. Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen einstreulosen Böden mit erhöhter Wärmeableitung und erniedrigten Hauttemperaturen von Schweinen (ROKICKI, 1973).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[20.] Dmi/Fragment 021 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:31:03 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 21, 22, Zeilen: 21: 4 ff. - 22: 1-6
[Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen einstreulosen Böden mit erhöhter Wärmeableitung und] erniedrigten Hauttemperaturen von Schweinen (ROKICKI, 1973). Um Lungenerkrankungen zu reduzieren, sind die Kanäle regelmäßig zu entleeren, gleichzeitig ist auf eine adäquate Lüftung zu achten (DONE, 1991). In Tiefstreusystemen kann die Ammoniakkonzentration um bis zu 26 % vermindert werden (HOY et al., 1997).

Negative Auswirkungen der Strohhaltung zeigen sich bei der pathologischanatomischen Untersuchung der Leber von Mastschweinen. Der Anteil parasitär bedingter Leberveränderungen lag bei Schweinen aus dem Tiefstreustall um 45,5 Prozentpunkte signifikant über dem von Masttieren aus der Vollspaltenbodenhaltung (HOY u. STEHMANN, 1994). Bei Stroheinstreu steigen mit Anreicherung der Parasiten die Infektionsmöglichkeiten aufgrund mangelnder Desinfektion, günstigeren Entwicklungsbedingungen und der Aufnahme der infektiösen Spulwurmeier mit dem Fressen der Einstreu an. Auch im Vergleich mit Teilspaltenböden schneiden Tiefstreusysteme schlechter ab (TIELEN et al., 1978; JENSEN, 1996).

2.2.4.6 Stallklima

Die das Stallklima beeinflussenden Faktoren lassen sich nach BUSSE (1990) in drei Gruppen einteilen:

- Physikalische Faktoren: Temperatur, Abkühlungsgröße, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung, Luftdruck, Staubgehalt, Licht und andere Strahlung sowie Schall;

- Chemische Faktoren: Sauerstoffgehalt, Kohlendioxidgehalt, Spurengase wie Ammoniak- und Schwefelwasserstoffgehalt

- Biologische Faktoren: Luftkeimgehalt und Geruchsstoffe

Das Stallklima ist ein entscheidender Faktor für die Tiergesundheit, da es einerseits vielfältig körpereigene Regulationsprozesse beeinflusst und andererseits direkte Schadwirkungen entfalten kann. Beispielweise können zu hohe Stalltemperaturen (21-26°C) die Zahl der entzündlichen Lungenerkrankungen erhöhen (DONE, 1990; KÖFER et al., 1993), da hierdurch sowohl die Thermoregulation stark belastet wird als auch gleichzeitig andere Faktoren (Schadgase/Keimgehalt) negativ beeinflusst werden. Wichtiger als die absolute Temperatur ist jedoch deren Konstanz, da Schweine auf starke Temperaturschwankungen (± 4-6°C pro Tag) mit einer Erhöhung der Krankheitsanfälligkeit reagieren (SCHÜTTE, 1991). Neben einem Unter- oder Überschreiten der relativen Luftfeuchtigkeit kann auch ein hoher Staubanteil in der Luft als weitere prädisponierende Noxe für die Entstehung von Atemwegserkrankungen angesehen werden (STEIN et al., 1991). DONE (1991) fordert daher, dass jedem Einzeltier ein Luftvolumen von mindestens 3 m3 zur Verfügung stehen sollte. Die Tiefstreuhaltung von Mastschweinen verfolgt neben dem Ziel, eine artgemäße Haltung der Tiere zu ermöglichen, die Ammoniak- und Geruchsemissionen im Stall zu verringern. SCHÜTTE (1991) konnte anhand seiner Untersuchungen in einer Mastschweineanlage nachweisen, dass mit steigendem Ammoniakgehalt [die Erkrankungsrate der Tiere zunimmt.]

Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen einstreulosen Böden mit erhöhter Wärmeableitung und erniedrigten Hauttemperaturen von Schweinen (ROKICKI, 1973). Um Lungenerkrankungen zu reduzieren, sind die Kanäle regelmäßig zu entleeren, gleichzeitig ist auf eine adäquate Lüftung zu achten (DONE, 1991). In Tiefstreusystemen kann die Ammoniakkonzentration um bis zu 26 % vermindert werden (HOY et al., 1997).

Negative Auswirkungen der Strohhaltung zeigen sich bei der pathologischanatomischen Untersuchung der Leber von Mastschweinen. Der Anteil parasitär bedingter Leberveränderungen lag bei Schweinen aus dem Tiefstreustall um 45,5 Prozentpunkte signifikant über dem von Masttieren aus der Vollspaltenbodenhaltung (HOY u. STEHMANN, 1994). Bei Stroheinstreu steigen mit Anreicherung der Parasiten die Infektionsmöglichkeiten aufgrund mangelnder Desinfektion, günstigeren Entwicklungsbedingungen und der Aufnahme der infektiösen Spulwurmeier mit dem Fressen der Einstreu an. Auch im Vergleich mit Teilspaltenböden schneiden Tiefstreusysteme schlechter ab (TIELEN et al., 1978; JENSEN, 1996).

2.2.4.6 Stallklima

Die das Stallklima beeinflussenden Faktoren lassen sich nach BUSSE (1990) in drei Gruppen einteilen:

- physikalische Faktoren: Temperatur, Abkühlungsgröße, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung, Luftdruck, Staubgehalt, Licht und andere Strahlung sowie Schall;

- chemische Faktoren: Sauerstoffgehalt, Kohlendioxidgehalt, Spurengase wie Ammoniak- und Schwefelwasserstoffgehalt

- biologische Faktoren: Luftkeimgehalt und Geruchsstoffe.

Das Stallklima ist ein entscheidender Faktor für die Tiergesundheit, da es einerseits vielfältig körpereigene Regulationsprozesse beeinflußt und andererseits direkte Schadwirkungen entfalten kann. Beispielweise können zu hohe Stalltemperaturen (21-26°C) die Zahl der entzündlichen Lungenerkrankungen (DONE, 1990; KÖFER et al., 1993) erhöhen, da hierdurch sowohl die Thermoregulation stark belastet wird als auch gleichzeitig andere Faktoren (Schadgase/ Keimgehalt) negativ beeinflußt werden. Wichtiger als die absolute Temperatur ist jedoch deren Konstanz, da Schweine auf starke Temperaturschwankungen (± 4- 6°C pro Tag) mit einer Erhöhung der Krankheitsanfälligkeit reagieren (SCHÜTTE, 1991). Neben einem Unter- oder Überschreiten der relativen Luftfeuchtigkeit kann auch ein hoher Staubanteil in der Luft als weitere prädisponierende Noxe für die Entstehung von Atemwegserkrankungen angesehen werden (STEIN et al., 1991). DONE (1991) fordert daher, daß jedem Einzeltier ein

[Seite 22]

Luftvolumen von mindestens 3 m3 zur Verfügung stehen sollte. Die Tiefstreuhaltung von Mastschweinen verfolgt neben dem Ziel, eine artgemäße Haltung der Tiere zu ermöglichen, die Ammoniak- und Geruchsemissionen im Stall zu verringern. SCHÜTTE (1991) konnte anhand seiner Untersuchungen in einer Mastschweineanlage nachweisen, daß mit steigendem Ammoniakgehalt die Erkrankungsrate der Tiere zunimmt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[21.] Dmi/Fragment 022 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:33:02 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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KomplettPlagiat
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 22, 23, Zeilen: 22: 4 ff. - 23: 1-7
[SCHÜTTE (1991) konnte anhand seiner Untersuchungen in einer Mastschweineanlage nachweisen, dass mit steigendem Ammoniakgehalt]

die Erkrankungsrate der Tiere zunimmt. Der Autor betont jedoch, dass nur durch die Berücksichtigung aller stallklimatischen Parameter Ergebnisse vergleichbar werden. Den Auswirkungen von erhöhten Ammoniakkonzentrationen auf die Mastleistung gingen DIEKMAN et al. (1993) in ihrer Studie nach. Schweine, die höheren Ammoniakgehalten ausgesetzt sind, erreichen niedrigere Schlachtgewichte (86,8 kg vs. 94,5 kg) und weisen vermehrt Veränderungen an den Lungen auf. Schadgase beeinträchtigen die mukoziliare Clearance der Respirationsschleimhaut und begünstigen somit die Haftung lungenpathogener Keime (LIEBMANN et al., 1991). KÖFER et al. (1993) sehen in einem Keimgehalt von über 1.250 KBE je Liter Stallluft eine Hauptursache im Entstehen von Lungenerkrankungen.

2.2.4.7 Außenhaltung und Offenfrontsysteme

Neben der Steigerung des Wohlbefindens und der Möglichkeit des Ausübens von Sozial- und Erkundungsverhalten soll der Aufenthalt im Freien durch die vielfältigen Klimareize den Gesundheitszustand der Schweine stärken (DRAWER, 1998). Über die Gesundheit von Mastschweinen in Haltungen mit Auslauf ist bisher wenig geforscht worden. MORTENSEN et al. (1994) verglichen Fruchtbarkeitsdaten und Gesundheit von Sauen in Hüttenhaltung mit Tieren in konventionellen Abferkelställen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Außenhaltung von Vorteil für Betriebe mit einem hohen Infektionsdruck an Atemwegserregern sein kann. STRAW et al. (1985) untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen klimatischen Faktoren und der Mortalitätsrate sowie der Häufigkeit von Arzneimitteleinsätzen bei Schweinen, die in Offenfrontställen mit Auslauf gehalten wurden. Weder extreme Minustemperaturen noch große Temperatursprünge hatten eine Auswirkung auf die Mortalitätsrate. Lediglich die Schweine, die zwischen Oktober bis Februar eingestallt wurden, zeigten einen signifikant höheren Arzneimittelverbrauch (16,5 ml Antibiotika pro Schwein) im Vergleich zu Schweinen, die in den Monaten April und September aufgenommen wurden (5,4 ml Antibiotika pro Schwein). DONE (1990) konnte in Offenfrontställen keinen negativen Effekt der Klimafaktoren auf die Lungengesundheit von Mastschweinen registrieren. Durch unzureichende Desinfektionsmöglichkeiten steigt in der Außenhaltung jedoch der Parasitendruck, wobei dieser durch strenge Entwurmungsprogramme auf ein Minimum reduziert werden kann. Eine Beseitigung des Parasitenbefalls ist gegenwärtig nicht möglich (SAFIULLIN u. SAZANOV, 1991).

2.3 Auswirkungen der Produktionsbedingungen auf die Fleischqualität

Nachlassender Absatz und steigende Produktion führen zu einem Überhang an Schweinefleisch. Nach Angaben von SCHLINDWEIN (1997) ist auch 1996 der Schweinefleischverzehr pro Kopf mit 39,4 kg leicht rückläufig gewesen. Ange-[sichts der Überproduktion in der Landwirtschaft gewinnt die Qualität des Fleisches in hochentwickelten Ländern eine immer größere Bedeutung.]

SCHÜTTE (1991) konnte anhand seiner Untersuchungen in einer Mastschweineanlage nachweisen, daß mit steigendem Ammoniakgehalt die Erkrankungsrate der Tiere zunimmt. Der Autor betont jedoch, daß nur durch die Berücksichtigung aller stallklimatischen Parameter Ergebnisse vergleichbar werden. Den Auswirkungen von erhöhten Ammoniakkonzentrationen auf die Mastleistung gingen DIEKMAN et al. (1993) in ihrer Studie nach. Schweine, die höheren Ammoniakgehalten ausgesetzt sind, erreichen niedrigere Schlachtgewichte (86,8 kg vs. 94,5 kg) und weisen vermehrt Veränderungen an den Lungen auf. Schadgase beeinträchtigen die mukoziliare Clearance der Respirationsschleimhaut und begünstigen somit die Haftung lungenpathogener Keime (LIEBMANN et al., 1991). KÖFER et al. (1993) sehen in einem Keimgehalt von über 1.250 KBE je Liter Stalluft eine Hauptursache im Entstehen von Lungenerkrankungen.

2.2.4.7 Außenhaltung und Offenfrontsysteme

Neben der Steigerung des Wohlbefindens und der Möglichkeit des Ausübens von Sozial- und Erkundungsverhalten soll der Aufenthalt im Freien durch die vielfältigen Klimareize den Gesundheitszustand der Schweine stärken (DRAWER, 1998). Über die Gesundheit von Mastschweinen in Haltungen mit Auslauf ist bisher wenig geforscht worden. MORTENSEN et al. (1994) verglichen Fruchtbarkeitsdaten und Gesundheit von Sauen in Hüttenhaltung mit Tieren in konventionellen Abferkelställen. Die Autoren kamen zu dem Schluß, daß Außenhaltung von Vorteil für Betriebe mit einem hohen Infektionsdruck an Atemwegserregern sein kann. STRAW et al. (1985) untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen klimatischen Faktoren und der Mortalitätsrate sowie der Häufigkeit von Arzneimitteleinsätzen bei Schweinen, die in Offenfrontställen mit Auslauf gehalten wurden. Weder extreme Minustemperaturen noch große Temperatursprünge hatten eine Auswirkung auf die Mortalitätsrate. Lediglich die Schweine, die zwischen Oktober bis Februar eingestallt wurden, zeigten einen signifikant höheren Arzneimittelverbrauch (16,5 ml Antibiotika pro Schwein) im Vergleich zu Schweinen, die in den Monaten April und September aufgenommen wurden (5,4 ml Antibiotika pro Schwein). DONE (1990) konnte in Offenfrontställen keinen negativen Effekt der Klimafaktoren auf die Lungengesundheit von Mastschweinen registrieren. Durch unzureichende Desinfektionsmöglichkeiten steigt in der Außenhaltung jedoch der Parasitendruck, wobei dieser durch strenge Entwurmungsprogramme auf ein Minimum reduziert werden kann. Eine Beseitigung des Parasitenbefalls ist gegenwärtig nicht möglich (SAFIULLIN u. SAZANOV, 1991).

[Seite 23]

2.3 Auswirkungen der Produktionsbedingungen auf die Fleischqualität

Nachlassender Absatz und steigende Produktion führen zu einem Überhang an Schweinefleisch. Nach Angaben von SCHLINDWEIN (1997) ist auch 1996 der Schweinefleischverzehr pro Kopf mit 39,4 kg leicht rückläufig gewesen. Angesichts der Überproduktion in der Landwirtschaft gewinnt die Qualität des Fleisches in hochentwickelten Ländern eine immer größere Bedeutung.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[22.] Dmi/Fragment 023 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:34:28 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
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SleepyHollow02
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 23, 24, Zeilen: 23: 5 ff. - 24: 1-6
[Ange]sichts der Überproduktion in der Landwirtschaft gewinnt die Qualität des Fleisches in hochentwickelten Ländern eine immer größere Bedeutung. Die Fleischbeschaffenheit setzt sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen und ist somit in ihrer Gesamtheit nur schwer zu erfassen. Zudem definiert die Gesellschaft den Qualitätsbegriff immer wieder neu und legt neben der Produktqualität zunehmend Wert auf die Produktionsverfahren, definiert als Prozessqualität. Ursächlich beeinflussen vor allem genetische Parameter sowie die Umstände während der Mast, des Transportes und der Schlachtung die Fleischqualität maßgeblich. Darüber hinaus spielen postmortale Prozesse bei der Kühlung und Reifung der Schlachtkörper eine Rolle.

2.3.1 Definition von Fleischqualität

Der Begriff Qualität leitet sich von dem lateinischen Begriff “qualitas” ab und bedeutet Eigenschaft. In diesem Sinne haben sich in der Vergangenheit die Anforderungen der Verbraucher hinsichtlich der erwünschten Eigenschaften beim Schweinefleisch deutlich verändert. Von der früheren Bedeutung des Fettgehaltes im Fleisch über den Wunsch möglichst magerer Fleischstücke nimmt heute der Genusswert eine zentrale Stellung ein. HOFMANN (1992) und SCHARNER (1997) unterscheiden zwei Qualitätsdefinitionen. Bei der Qualität im Sinne von Güte wird der Ausdruck subjektiv verwendet und im Sinne von “Erstklassigkeit” positiv besetzt. Er unterliegt der Wertschätzung des Menschen und ist somit ideell verschieden. Die Wertschätzung ist von der Qualität sekundär abgeleitet und vom Wandel der Zeit bestimmt (HOFMANN, 1987a). Bei der Qualität im Sinne von Beschaffenheit stellt sich die Frage nach den Merkmalen und Eigenschaften des Produktes. Diese können objektiv festgestellt, beschrieben, charakterisiert, analysiert und gemessen werden (HOFMANN, 1992). Sie sind primär vorhanden, vorgegeben und feststehend, unabhängig vom Urteil des Menschen. Eine wissenschaftliche wertneutrale Verwendung ist möglich (SCHARNER, 1997). Da Fleisch ein biologisch hochwertiges, stoffinhaltlich und strukturell kompliziert zusammengesetztes Produkt darstellt, reicht ein Qualitätsmerkmal für die Beschreibung der Qualität nicht aus. So definierte HOFMANN (1973, 1974) die Fleischqualität als die Summe seiner Eigenschaften, die da sind:

• sensorisch (Aussehen, Aroma, Textur),

• ernährungsphysiologisch (Nährwert, Vitamine),

• hygienisch-toxikologisch (u.a. Mikroorganismen, Rückstände) und

• verarbeitungstechnologisch (u.a. Wasserbindungsvermögen, pH-Wert)

Von den Qualitätsmerkmalen des Fleisches sind die Einflussfaktoren auf die Qualität zu unterscheiden. Hierzu zählen in erster Linie die Bedingungen der Produktion, die unter dem Namen Produktions- oder Prozessqualität zusammengefasst werden. THIEMIG et al. (1997) ordnet diese Faktoren drei nicht scharf getrennten Gruppen zu:

Angesichts der Überproduktion in der Landwirtschaft gewinnt die Qualität des Fleisches in hochentwickelten Ländern eine immer größere Bedeutung. Die Fleischbeschaffenheit setzt sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen und ist somit in ihrer Gesamtheit nur schwer zu erfassen. Zudem definiert die Gesellschaft den Qualitätsbegriff immer wieder neu und legt neben der Produktqualität zunehmend Wert auf die Produktionsverfahren, definiert als Prozeßqualität. Ursächlich beeinflussen vor allem genetische Parameter sowie die Umstände während der Mast, des Transportes und der Schlachtung die Fleischqualität maßgeblich. Darüber hinaus spielen postmortale Prozesse bei der Kühlung und Reifung der Schlachtkörper eine Rolle.

2.3.1 Definition von Fleischqualität

Der Begriff Qualität leitet sich von dem lateinischen Begriff ‘qualitas’ ab und bedeutet Eigenschaft. In diesem Sinne haben sich in der Vergangenheit die Anforderungen der Verbraucher hinsichtlich der erwünschten Eigenschaften beim Schweinefleisch deutlich verändert. Von der früheren Bedeutung des Fettgehaltes im Fleisch über den Wunsch möglichst magerer Fleischstücke nimmt heute der Genußwert eine zentrale Stellung ein. HOFMANN (1992) und SCHARNER (1997) unterscheiden zwei Qualitätsdefinitionen. Bei der Qualität im Sinne von Güte wird der Ausdruck subjektiv verwendet und im Sinne von “Erstklassigkeit” positiv besetzt. Er unterliegt der Wertschätzung des Menschen und ist somit ideell verschieden. Die Wertschätzung ist von der Qualität sekundär abgeleitet und vom Wandel der Zeit bestimmt (HOFMANN, 1987a). Bei der Qualität im Sinne von Beschaffenheit stellt sich die Frage nach den Merkmalen und Eigenschaften des Produktes. Diese können objektiv festgestellt, beschrieben, charakterisiert, analysiert und gemessen werden (HOFMANN, 1992). Sie sind primär vorhanden, vorgegeben und feststehend, unabhängig vom Urteil des Menschen. Eine wissenschaftliche wertneutrale Verwendung ist möglich (SCHARNER, 1997). Da Fleisch ein biologisch hochwertiges, stoffinhaltlich und strukturell kompliziert zusammengesetztes Produkt darstellt, reicht ein Qualitätsmerkmal für die Beschreibung der Qualität nicht aus. So definierte HOFMANN (1973, 1974) die Fleischqualität als die Summe folgender Eigenschaften:

• sensorisch (Aussehen, Aroma, Textur)

• ernährungsphysiologisch (Nährwert, Vitamine)

• hygienisch-toxikologisch (u.a. Mikroorganismen, Rückstände) und

[Seite 24]

• verarbeitungstechnologisch (u.a. Wasserbindungsvermögen, pH-Wert).

Von den Qualitätsmerkmalen des Fleisches sind die Einflußfaktoren auf die Qualität zu unterscheiden. Hierzu zählen in erster Linie die Bedingungen der Produktion, die unter dem Begriff Produktions- oder Prozeßqualität zusammengefaßt werden. THIEMIG et al. (1997) ordnet diese Faktoren drei nicht scharf getrennten Gruppen zu:

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Auch der hier an zwei Stellen erkennbare zaghafte Ansatz zur (Um-)Formulierung kann nicht über die Identität der dargestellten Gedankenkette hinwegtäuschen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[23.] Dmi/Fragment 024 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:41:59 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1-29
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 24, Zeilen: 7 ff.
• Prämortale Faktoren

- physiologischer Zustand des Tieres, gegeben durch Rasse, Alter, Geschlecht, Gesundheit und genetische Prädisposition,

- Futterqualität,

- Haltungsbedingungen,

- Transportbedingungen (Art, Dauer, Klima)

• Faktoren im Schlachtbetrieb

- Situation im Wartestall,

- Treiben und Treibhilfen,

- Betäubungsverfahren und Blutentzug

• Postmortale Faktoren

- Schlachtkörpertemperatur,

- Dauer bis zum Kühlbeginn,

- Effektivität der Kühlung,

- hygienische Voraussetzungen

Durch die entsprechende Gestaltung der Einfluss- bzw. Produktionsfaktoren wird versucht, die Qualität des Fleisches zu optimieren. Dabei wurde der Verbraucher nicht immer über die Produktionsverhältnisse aufgeklärt. Es entwickelt sich aber in letzter Zeit ein neues Qualitätsverständnis, wonach zunehmend nach der Herkunft der Lebensmittel, der Art und Weise ihrer Erzeugung, Gewinnung und Weiterverarbeitung gefragt wird (KALLWEIT, 1996). Nach einer Studie von BECKER et al. (1996) werden die Kriterien der Prozessqualität wie artgerechte Tierhaltung, Fütterung, Transport und Schlachtung sogar wichtiger beurteilt als Kriterien der Produktqualität wie z. B. Brateigenschaft und Geschmack. Fragen des Tierschutzes, der Umweltbelastung und der Fütterung im Hinblick auf Gesundheitsgefährdungen durch Rückstände im Fleisch fließen in die heutige Verbraucherdefinition der Fleischqualität ein. FEHRENBERG und WENZLAWOWIZC (1994) fordern daher eine Erweiterung des Gesamtbegriffes Fleischqualität um ideelle und ethische Aspekte.

• Prämortale Faktoren

- physiologischer Zustand des Tieres, gegeben durch Rasse, Alter, Geschlecht, Gesundheit und genetische Prädisposition

- Futterqualität

- Haltungsbedingungen

- Transportbedingungen (Art, Dauer, Klima)

• Faktoren im Schlachtbetrieb

- Situation im Wartestall

- Treiben und Treibhilfen

- Betäubungsverfahren und Blutentzug

• Postmortale Faktoren

- Schlachtkörpertemperatur

- Dauer bis zum Kühlbeginn

- Effektivität der Kühlung

- hygienische Voraussetzungen.

Durch die entsprechende Gestaltung der Einfluß- bzw. Produktionsfaktoren wird versucht, die Qualität des Fleisches zu optimieren. Dabei wurde der Verbraucher nicht immer über die Produktionsverhältnisse aufgeklärt. Es entwickelt sich aber in letzter Zeit ein neues Qualitätsverständnis, wonach zunehmend nach der Herkunft der Lebensmittel, der Art und Weise ihrer Erzeugung, Gewinnung und Weiterverarbeitung gefragt wird (KALLWEIT, 1996). Nach einer Studie von BECKER et al. (1996) werden die Kriterien der Prozeßqualität wie artgerechte Tierhaltung, Fütterung, Transport und Schlachtung sogar für wichtiger gehalten als Kriterien der Produktqualität wie z. B. Brateigenschaft und Geschmack. Fragen des Tierschutzes, der Umweltbelastung und der Fütterung im Hinblick auf Gesundheitsgefährdungen durch Rückstände im Fleisch fließen in die heutige Verbraucherdefinition der Fleischqualität ein. FEHRENBERG und V. WENZLAWOWICZ (1994) fordern daher eine Erweiterung des Gesamtbegriffes Fleischqualität um ideelle und ethische Aspekte.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[24.] Dmi/Fragment 033 35 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:43:47 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 35-42
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 26, Zeilen: 19-26
2.4.4.1 Messung des pH-Wertes nach dem Schlachten

Der pH-Wert ist als der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration definiert. Im lebenden Muskel liegt er bei 7,2 und befindet sich somit etwas oberhalb des Neutralpunktes (HOFMANN, 1987b). Um Fleischqualitätsmängel im Sinne von PSE zu erkennen, ist der pH-Verlauf innerhalb einer Stunde post mortem zu messen (KALLWEIT u. PIRCHNER, 1989). Später (etwa 3-6 h p.m.) gemessene pH-Werte bringen keine weitere Differenzierung. Der gebräuchlichste Messzeitpunkt ist 45 Min. nach der Schlachtung (pH1; pH45min).

2.3.3.1 Messung des pH-Wertes nach dem Schlachten

Der pH-Wert ist als der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration definiert. Im lebenden Muskel liegt er bei 7,2 und befindet sich somit etwas oberhalb des Neutralpunktes (HOFMANN, 1987b). Um Fleischqualitätsmängel im Sinne von PSE zu erkennen, ist der pH-Verlauf innerhalb einer Stunde post mortem zu messen (KALLWEIT u. PIRCHNER, 1989). Später (etwa 3- 6 h p.m.) gemessene pH-Werte bringen keine weitere Differenzierung. Der gebräuchlichste Meßzeitpunkt ist 45 Min. nach der Schlachtung (pH1; pH45min).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[25.] Dmi/Fragment 034 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:46:23 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 26, 27, Zeilen: 26: 27 ff. - 27: 1 ff.
Da sich die Schlachtkörper unter heutigen Praxisbedingungen zu diesem Zeitpunkt meist schon im Kühlhaus befinden und daher die Messungen vorgezogen werden, sollte zur Vergleichbarkeit durchgeführter Fleischqualitätsmessungen ein sogenannter zeitbezogener pH-Wert angegeben werden (SCHÜTTE et al., 1994). Zur Feststellung von Fleischqualitätsmängeln im Sinne von DFD-Fleisch ist die pH-Messung 24h post mortem (pHult; pH24) am aussagekräftigsten (KALLWEIT u. PIRCHNER, 1989).

PSE-Eigenschaften finden sich nur selten im gesamten Schlachtkörper. Häufig sind nur einzelne Teilstücke oder einzelne Muskeln im Teilstück betroffen. Selbst innerhalb eines geschlossenen Muskels kann normale Fleischbeschaffenheit neben PSE-Eigenschaften angetroffen werden. Um pH-Wert-Messungen objektiv vergleichen zu können, werden die Mm. longissimus dorsi (Kotelett) und semimembranosus (Schinken) herangezogen, da dort die unerwünschten Eigenschaften am häufigsten auftreten (MATZKE u. HOLZER, 1989).

Bei pH-Messungen im Schinken ist zu beachten, dass die Aufhängung der Schweine zum Entbluten im angeschlungenen Bein zu einer stärkeren Belastung und so über eine beschleunigte Glykolyse zu einem schnelleren pH-Abfall führt. Auf die Kotelettmuskulatur hat das sog. Shackling keinen Einfluss (SACKMANN, 1988).

Die Messstellen liegen für den M. longissimus dorsi zwischen den Dornfortsätzen der 13. und 14. Rippe und für den M. semimembranosus ca. 5 cm vom kaudalen Ende der Beckensymphyse im Winkel von 120 Grad zur Körperlängsachse oberhalb der Symphyse (REUTER, 1982; AVVFlHG Kap.III Ziff. 4.1).

Für die Feststellung einer PSE- oder DFD-Beschaffenheit des Fleisches werden folgende Werte angegeben:

M. semimembranosus M.longissimus dorsi

PSE Fleischqualität (AVVFlHG Kp.III, 4.1.) ≤ 5,8 (pH45min) ≤ 5,6 (pH45min)

DFD Fleischqualität (AVVFlHG Kp.III, 4.1.) ≥ 6,2 (pH24h)

Eine ausführliche Zusammenstellung der in der Literatur verwendeten pHGrenzwerte findet sich bei WENZLAWOWICZ (1994). Es besteht eine weitgehende Übereinstimmung hinsichtlich der Festlegung von Grenzwerten für die Einstufung von Fleisch nach den pH-Werten in der Muskulatur. Nach Angaben von SCHÜTTE (1995b) sollte der PSE-Grenzwert von 5,8 auf 6,0 korrigiert werden, wenn die Messung 35 Min. p.m. erfolgt. Liegt der pH-Wert 35 Minuten nach der Schlachtung unter 6,0, ist der Schlachtkörper im Sinne von PSE einzustufen. Die Messung des pH-Wertes wird in der Praxis meist mit einer Glaselektrode in [Form einer Einstabmesskette durchgeführt.]

Da sich die Schlachtkörper unter heutigen Praxisbedingungen zu diesem Zeitpunkt meist schon im Kühlhaus befinden und daher die Messungen vorgezogen werden, sollte zur Vergleichbarkeit durchgeführter Fleischqualitätsmessungen ein sogenannter zeitbezogener pH-Wert angegeben werden (SCHÜTTE et al., 1994). Zur Feststellung von Fleischqualitätsmängeln im Sinne von DFD-Fleisch ist die pH-Messung 24 h post mortem (pH24; pHu) am aussagekräftigsten (KALLWEIT u. PIRCHNER, 1989).

PSE-Eigenschaften finden sich nur selten im gesamten Schlachtkörper. Häufig sind nur einzelne Teilstücke oder einzelne Muskeln im Teilstück betroffen. Selbst innerhalb eines geschlossenen Muskels kann normale Fleischbeschaffenheit neben PSE-Eigenschaften angetroffen werden. Um pH-Wert-Messungen objektiv vergleichen zu können, werden die Mm. longissimus dorsi (Kotelett) und semimembranosus (Schinken) herangezogen, da dort die unerwünschten Eigenschaften am häufigsten auftreten (MATZKE u. HOLZER, 1989).

Bei pH-Messungen im Schinken ist zu beachten, daß die Aufhängung der

[Seite 27]

Schweine zum Entbluten im angeschlungenen Bein zu einer stärkeren Belastung und so über eine beschleunigte Glykolyse zu einem schnelleren pH-Abfall führt. Auf die Kotelettmuskulatur hat das sog. Shackling keinen Einfluß (SACKMANN, 1988).

Die Meßstellen liegen für den M. longissimus dorsi zwischen den Dornfortsätzen der 13. und 14. Rippe und für den M. semimembranosus ca. 5 cm vom kaudalen Ende der Beckensymphyse im Winkel von 120 Grad zur Körperlängsachse oberhalb der Symphyse (REUTER, 1982; VwVFlHG Kap.3 Ziff. 4.1).

Für die Feststellung einer PSE- oder DFD-Beschaffenheit des Fleisches werden folgende Werte angegeben:

M. semimembran. M.longissmus dorsi

PSE Fleischqualität (VwVFlHG Kp.III, 4.1.) ≤ 5,8 (pH45min) ≤ 5,6 (pH45min)

DFD Fleischqualität (VwVFlHG Kp.III, 4.1.) ≥ 6,2 (pH24h)

Eine ausführliche Zusammenstellung der in der Literatur verwendeten pHGrenzwerte findet sich bei V. WENZLAWOWICZ (1994). Es besteht eine weitgehende Übereinstimmung hinsichtlich der Festlegung von Grenzwerten für die Einstufung von Fleisch nach den pH-Werten in der Muskulatur. Nach Angaben von SCHÜTTE (1995b) sollte der PSE-Grenzwert von 5,8 auf 6,0 korrigiert werden, wenn die Messung 35 Min. p.m. erfolgt. Liegt der pH-Wert 35 Minuten nach der Schlachtung unter 6,0, ist der Schlachtkörper im Sinne von PSE einzustufen.

Die Messung des pH-Wertes wird in der Praxis meist mit einer Glaselektrode in Form einer Einstabmeßkette durchgeführt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[26.] Dmi/Fragment 035 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:48:45 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1-27, 37-40
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 27, 28, 118, Zeilen: 27: 19 ff. - 28: 1 ff., 118: 8 ff.
[Die Messung des pH-Wertes wird in der Praxis meist mit einer Glaselektrode in] Form einer Einstabmesskette durchgeführt. Um keine verfälschten Daten zu erhalten, ist eine regelmäßige Eichung und Reinigung der Elektrode sowie eine Temperaturkompensation notwendig (SCHWÄGELE, 1993; HONIKEL, 1993).

2.4.4.2 Messung der Schinkenkerntemperatur

Die physiologische Körpertemperatur des Mastschweines liegt bei 38,8°C (PLONAIT, 1997b). Nach der Schlachtung eines Tieres kann dieser Wert bis auf 40,5°C ansteigen (VAN PUTTEN et al., 1983), da post mortem noch exotherme Reaktionen mit einhergehender Wärmebildung ablaufen, diese aber nicht mehr abtransportiert bzw. abgeatmet werden kann. Werden Schweine vor der Betäubung übermäßig belastet, führt dies zu einer zusätzlichen Erhöhung der Fleischtemperatur (WARRISS et al., 1995). Aufgrund der Temperaturabhängigkeit chemischer Reaktionen verursacht eine erhöhte Körpertemperatur eine Beschleunigung postmortaler Stoffwechselprozesse, so dass die Häufigkeit von PSE-Fleisch zunimmt (HILDEBRANDT, 1974). So kann sich die Fleischtemperatur zum Zeitpunkt der Schlachtung bis auf Werte über 41,1°C erhöhen. Dies führt neben den erniedrigten pH-Werten auch zu einer Zerstörung der Zellmembranen und damit zu einem verminderten Wasserbindungsvermögen (SCHWÄGELE, 1993). Daher wird die Bestimmung der Fleischtemperatur im Zusammenhang mit dem pH-Wert als Kriterium für die Identifizierung von PSE-Fleisch herangezogen. Oberhalb eines Grenzwertes von 41,1°C im Schinken (M. semimembranosus) sieht WENZLAWOWICZ (1995) den Hinweis für das Auftreten von PSE-Fleisch gegeben.

2.4.5 Einflüsse auf die Fleischqualität

Neben der Schlachtmethode und der Behandlung der Schlachtkörper bestimmen hauptsächlich genetische Faktoren und Umwelteinflüsse die Ausprägung von Fleischqualitätsmängeln im Sinne von PSE (HONKAVAARA, 1989; THIEMIG et al., 1997). [...]

2.4.5.1 Endogene Einflussfaktoren

Bei der Klassifizierung am Schlachtbetrieb werden die Tierkörper gewogen und anhand des Magerfleischanteiles in die 5 Handelsklassen E, U, R, O und P eingestuft. Schlachtkörper mit einem Gewicht zwischen 82 und 104 kg werden mit den höchsten Kilopreisen vergütet. In der Handelsklasse E, bei Magerfleisch-[werten ab 55 %, werden die höchsten preislichen Zuschläge bezahlt.]

Die Messung des pH-Wertes wird in der Praxis meist mit einer Glaselektrode in Form einer Einstabmeßkette durchgeführt. Um keine verfälschten Daten zu erhalten ist eine regelmäßige Eichung und Reinigung der Elektrode notwendig (SCHWÄGELE, 1993; HONIKEL, 1993).

2.3.3.2 Messung der Schinkenkerntemperatur

Die physiologische Körpertemperatur des Mastschweines liegt bei 38,8°C (PLONAIT, 1997b). Nach der Schlachtung eines Tieres kann dieser Wert bis auf 40,5°C ansteigen (VAN PUTTEN et al., 1983), da post mortem noch exotherme Reaktionen mit einhergehender Wärmebildung ablaufen, diese aber nicht mehr abtransportiert rsp. abgeatmet werden kann. Werden Schweine vor der Betäubung übermäßig belastet, führt dies zu einer zusätzlichen Erhöhung der Fleischtemperatur (WARRISS et al., 1995). Aufgrund der Temperaturabhängigkeit chemischer Raktionen [sic] verursacht eine erhöhte Körpertemperatur eine Beschleunigung postmortaler Stoffwechselprozesse, so daß die Häufigkeit von PSE-Fleisch zunimmt (HILDEBRANDT, 1974). So kann sich die Fleischtemperatur zum Zeitpunkt der Schlachtung bis auf Werte über 41,1°C erhöhen. Dies

[Seite 28]

führt neben den erniedrigten pH-Werten auch zu einer Zerstörung der Zellmembranen und damit zu einem verminderten Wasserbindungsvermögen (SCHWÄGELE, 1993). Daher wird die Bestimmung der Fleischtemperatur im Zusammenhang mit dem pH-Wert als Kriterium für die Identifizierung von PSE-Fleisch herangezogen. Oberhalb eines Grenzwertes von 41,1°C im Schinken (M. semimembran.) sieht V. WENZLAWOWICZ (1995) den Hinweis für das Auftreten von PSE-Fleisch gegeben.

[Seite 118]

2.3.4 Einflüsse auf die Fleischqualität

Neben der Schlachtmethode und der Behandlung der Schlachtkörper bestimmen hauptsächlich genetische Faktoren und Umwelteinflüsse die Ausprägung von Fleischqualitätsmängel [sic] im Sinne von PSE (HONKAVAARA, 1989; THIEMIG et al., 1997).

Bei der Klassifizierung am Schlachtbetrieb werden die Tierkörper gewogen und anhand des Magerfleischanteiles in die 5 Handelsklassen E, U, R, O und P eingestuft. Schlachtkörper mit einem Gewicht zwischen 82 und 104 kg werden mit den höchsten Kilopreisen vergütet. In der Handelsklasse E, bei Magerfleischwerten ab 55 %, werden die höchsten preislichen Zuschläge bezahlt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[27.] Dmi/Fragment 036 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:50:33 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 118-120, Zeilen: 118: 11 ff.; 119: 5 ff.; 120: 1 ff.
[In der Handelsklasse E, bei Magerfleisch-]werten ab 55 %, werden die höchsten preislichen Zuschläge bezahlt. Der Marktpreis für den Erzeuger basiert damit ausschließlich auf Schlachtkörpermasse und Muskelfleischanteil. Neben der Fütterung und der Mastdauer beeinflusst insbesondere die Genetik den Magerfleischanteil (Mfa) eines Schweines erheblich (FEWSON, 1974; KRIETER u. KALM, 1989).

In der Wachstumsphase der Tiere bis ca. 100 kg Lebendgewicht wird vornehmlich Muskelmasse aufgebaut und ein relativ geringer Fettaufbau erzielt (SUTTON et al., 1997; CANDEK-POTOKAR et al., 1998a). Mit steigendem Gewicht reduziert sich der Magerfleischanteil (HOY, 1998). Die Magerfleischanteile einiger Rassen (Large White, Duroc oder Hampshire) sind zuchtbedingt niedriger als die der reinen "Fleischrassen", da die Fleischqualität beim Schwein genetisch in negativer Beziehung zur Fleischmenge steht (SIMON, 1988; LENGERKEN et al., 1989).

Als Folge eines genetischen Antagonismus weisen fleischreiche Tierkörper vermehrt eine schlechtere Fleischqualität im Sinne von PSE auf (SIMON, 1988; SCHÜTTE et al., 1996b; VENTHIEN, 1998). In einer Untersuchung von WENZLAWOWICZ (1994) mussten 17,1 % aller Schlachtkörper, deren Mfa über 55 % lag, als PSE-Fleisch eingestuft werden. Dieser Prozentsatz betrug bei Tieren mit Magerfleischwerten zwischen 50 und 55 % noch 9,2 %. Nach Aufklärung der für das maligne Hyperthermiesyndrom (MHS) verantwortlichen Erbanlage (FUJI et al., 1991) lässt sich mit neuen Testverfahren die Stressanfälligkeit potentieller Zuchttiere eindeutig erkennen. Es scheint, dass eine konsequente Züchtung auf stressstabile Schweine mit einer akzeptablen Fleischmenge erfolgreich umgesetzt werden kann. Allerdings muss herausgestellt werden, dass auch stressunempfindliche Tiere ab einem gewissen Magerfleischanteil schon geringe körperliche Belastungen nicht mehr kompensieren können. Somit bleibt der Umgang mit den Tieren auf dem Transport und vor der Schlachtung ein wichtiger Einflussfaktor für die Entwicklung der Fleischqualität (MICKWITZ et al., 1971; MICKWITZ et al., 1993, SCHÜTTE et al., 1994). Um eine übermäßige Kreislaufbelastung und damit die Gefahr von Transportverlusten und Fleischqualitätsmängeln zu verringern, empfehlen MICKWITZ u. WÄHAUS (1980) eine Nüchterungszeit vor Transportbeginn von 24 Stunden. Nach D’SOUZA et al. (1998) führt der Einsatz von elektrischen Treibgeräten bei Schweinen zu einem Anstieg des Laktats im Blut und damit postmortal zu einer erhöhten PSE-Rate.

Da die unmittelbar vor der Schlachtung produzierte Wärmeenergie nicht mehr vollständig abgegeben werden kann, wird die Fleischtemperatur durch motorische Aktivitäten vor der Betäubung beeinflusst (WARRISS et al., 1995). Dies bedeutet, dass ein schonender Umgang direkt vor der Schlachtung einen begünstigenden Einfluss auf die Schinkenkerntemperatur hat. Ähnliche Zusammenhänge beschreiben BROWN et al. (1998) in ihren Untersuchungen. Sie verglichen unter anderem die Temperaturen im Kotelett zweier Tiergruppen, von [der die eine unter üblichen Bedingungen und die zweite nach mehrtägigem Aufstallen auf dem Schlachthof und weitgehender Vermeidung von Stress geschlachtet wurden.]

In der Handelsklasse E, bei Magerfleischwerten ab 55 %, werden die höchsten preislichen Zuschläge bezahlt. Der Marktpreis für den Erzeuger basiert damit ausschließlich auf Schlachtkörpergewicht und Muskelfleischanteil. Neben der Fütterung und der Mastdauer beeinflußt insbesondere die Genetik den Magerfleischanteil (Mfa) eines Schweines erheblich (FEWSON, 1974; KRIETER u. KALM, 1989).

[...] In der Wachstumsphase der Tiere bis ca. 100 kg Lebendgewicht wird vornehmlich Muskelmasse aufgebaut und ein relativ geringer Fettaufbau erzielt (SUTTON et al., 1997; CANDEK-POTOKAR et al., 1998a). Mit steigendem Gewicht reduziert sich der Magerfleischanteil (HOY, 1998). Die höheren Schlachtkörpergewichte der PIQ 2-Schweine können somit die geringeren Magerfleischanteile bedingen. Zudem verfolgt die Organisation PIQ 2 mit der Auswahl robuster und streßresistenter Elterntiere, z.B. der Rassen Large White, Duroc oder Hampshire, das Ziel einer guten Fleischqualität bei Mastschweinen und einer langen Lebensleistung bei Sauen. Die Magerfleischanteile dieser Rassen sind zuchtbedingt niedriger als die der reinen "Fleischrassen", da die Fleischqualität beim Schwein genetisch in negativer Beziehung zur Fleischmenge steht (SIMON, 1988; V. LENGERKEN et al., 1989).

[Seite 119]

Als Folge eines genetischen Antagonismus weisen fleischreiche Tierkörper vermehrt eine schlechtere Fleischqualität im Sinne von PSE auf (SIMON, 1988; SCHÜTTE et al., 1996b; VENTHIEN, 1999). In einer Untersuchung von V. WENZLAWOWICZ (1994) mußten 17,1 % aller Schlachtkörper, deren Mfa über 55 % lag, als PSE-Fleisch eingestuft werden. Dieser Prozentsatz betrug bei Tieren mit Magerfleischwerten zwischen 50 und 55 % noch 9,2 %. [...] Nach Aufklärung der für das maligne Hyperthermiesyndrom (MHS) verantwortlichen Erbanlage (FUJI et al., 1991) läßt sich mit neuen Testverfahren die Streßanfälligkeit potentieller Zuchttiere eindeutig erkennen. Es scheint, daß hier eine konsequente Züchtung auf streßstabile Schweine mit einer akzeptablen Fleischmenge erfolgreich umgesetzt wurde. Allerdings muß herausgestellt werden, daß auch streßunempfindliche Tiere ab einem gewissen Magerfleischanteil schon geringe körperliche Belastungen nicht mehr kompensieren können. Somit bleibt der Umgang mit den Tieren auf dem Transport und vor der Schlachtung ein wichtiger Einflußfaktor für die Entwicklung der Fleischqualität (V. MICKWITZ et al., 1971; V. MICKWITZ et al., 1993, SCHÜTTE et al., 1994). Um eine übermäßige Kreislaufbelastung und damit die Gefahr von Transportverlusten und Fleischqualitätsmängeln zu verringern, empfehlen V. MICKWITZ u. WÄHAUS (1980) eine Nüchterungszeit vor Transportbeginn von 24 Stunden. Nach D'SOUZA et al. (1998) führt der Einsatz von elektrischen Treibgeräten bei Schweinen postmortal zu einem Anstieg des Laktats im Blut und damit zu einer erhöhten PSE-Rate.

[...] Da die unmittelbar vor der Schlachtung produzierte Wärmeenergie nicht mehr vollständig abgegeben werden kann, wird die Fleischtemperatur durch motorische Aktivitäten vor der Be-

[Seite 120]

täubung beeinflußt (WARRISS et al., 1995). Dies bedeutet, daß ein schonender Umgang direkt vor der Schlachtung einen begünstigenden Einfluß auf die Schinkenkerntemperatur hat. [...] Ähnliche Zusammenhänge beschreiben BROWN et al. (1998) in ihren Untersuchungen. Sie verglichen unter anderem die Temperaturen im Kotelett zweier Tiergruppen, von der die eine unter üblichen Bedingungen und die zweite nach mehrtägigem Aufstallen auf dem Schlachthof und weitgehender Vermeidung von Streß geschlachtet wurden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[28.] Dmi/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:51:49 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 120, 121, 28, Zeilen: 120: 12 ff.; 121: 1 ff.; 28: 14 ff.
[Sie verglichen unter anderem die Temperaturen im Kotelett zweier Tiergruppen, von] der die eine unter üblichen Bedingungen und die zweite nach mehrtägigem Aufstallen auf dem Schlachthof und weitgehender Vermeidung von Stress geschlachtet wurden. Die konventionelle Behandlung der Schlachttiere führte 45 min. p.m. zu signifikant höheren Temperaturen im Muskel gegenüber der zweiten Gruppe. Durch hohe Temperaturen werden Eiweiße denaturiert und Lipidmembranen zerstört. Dies führt zu einem geringeren Wasserbindungsvermögen und somit zu einer schlechteren Fleischqualität.

Mit steigendem Gewicht der Tiere vergrößern sich auch die Muskelfasern der weißen (glykolytischen) Muskulatur (CANDEK-POTOKAR et al., 1998b). Durch die Verlängerung der Transitstrecke für den Sauerstoff kommt es zu einer latenten Hypoxie in den Muskelfasern. Die sogenannte kritische Schichtdicke der Muskulatur ist erreicht (DÄMMRICH, 1978). In Stresssituationen wird in den minder versorgten Bereichen vorzeitig auf die anaerobe Glykolyse zur Energiebereitstellung umgestellt. Die Anreicherung des Stoffwechselproduktes Laktat führt zur Ausbildung von PSE-Fleisch. Nach CISNEROS et al. (1996) ist der negative Einfluss eines hohen Gewichtes auf die Fleischqualität bei den heutigen Rassentypen nicht mehr stark ausgeprägt. In einer Untersuchung von WENZLAWOWICZ (1994) lagen die Schlachtgewichte der Tierkörper in der PSEQualitätsklasse im Median um 0,7 bis 2,5 kg höher als in der Qualitätsklasse mit normaler Fleischbeschaffenheit.

Der Antagonismus zwischen Muskelfleischanteil und Fleischbeschaffenheit drückt sich hier deutlich in den Fleischqualitätsparametern aus. Schon in geringen Stresssituationen führt die unzureichende Leistungsfähigkeit des Kreislaufes fleischreicher Schweine zu einem Sauerstoffmangel in der Muskulatur. Hinzu kommt, dass der Sauerstoff aufgrund der Schichtdicke nicht in alle Muskelbereiche diffundieren kann. Die in Folge ablaufende anaerobe Glykolyse führt zu einem Anstieg an Laktat und einem Abfall des pH-Wertes (HILDEBRANDT, 1974). Die Störung der intrazellulären Kalziumregulation in der Muskulatur durch eine Mutation des Ryanodin-Rezeptors kann diese Pathogenese verstärken (MARTENS, 1997).

Die Züchtung von Schweinen auf hohen Magerfleischanteil und schnelles Wachstum führt demzufolge zu einer verringerten Belastbarkeit der Tiere. In Stresssituationen reichen die Kapazitäten der Regulationssysteme und die Stoffwechselleistungen nicht mehr aus, die höheren Anforderungen an den Organismus auszugleichen (HILDEBRANDT, 1968). Bei einer Untersuchung zum Zusammenhang von Magerfleischwert und Fleischqualität von SCHÜTTE et al. (1996a) wiesen 11 % der Schweine (n = 1.120) einen Magerfleischanteil von 59,5 % und darüber auf. Bei 41 % dieser Tiere konnte anhand der pH35min-Messung der Fleischqualitätsmangel PSE (pH ≤ 6,0) festgestellt werden. Schweine mit einem Magerfleischanteil von unter 55,5 % zeigten hingegen "nur" zu 23,9 % PSE-Eigenschaften auf. Rassespezifische Einflüsse verstärken die Belastungsempfindlichkeit und damit eine Fleischqualitätsminderung [(LENGERKEN et al., 1989). Tiere der Rassen Pietrain und Belgische Landrasse weisen eine schlechtere Fleischbeschaffenheit auf als solche der Rassen Deutsche Landrasse, Deutsches Weißes Edelschwein oder Kreuzungen (AUGUSTINI u. FISCHER, 1981).]

Sie verglichen unter anderem die Temperaturen im Kotelett zweier Tiergruppen, von der die eine unter üblichen Bedingungen und die zweite nach mehrtägigem Aufstallen auf dem Schlachthof und weitgehender Vermeidung von Streß geschlachtet wurden. Die konventionelle Behandlung der Schlachttiere führte 45 min. p.m. zu signifikant höheren Temperaturen im Muskel gegenüber der zweiten Gruppe. Durch hohe Temperaturen werden Eiweiße denaturiert und Lipidmembranen zerstört. Dies führt zu einem geringeren Wasserbindungsvermögen und somit zu einer schlechteren Fleischqualität.

[...] Mit steigendem Gewicht der Tiere vergrößern sich auch die Muskelfasern der weißen (glykolytischen) Muskulatur (CANDEK-POTOKAR et al., 1998b). Durch die Verlängerung der Transitstrecke für den Sauerstoff kommt es zu einer latenten Hypoxie in den Muskelfasern. Die sogenannte kritische Schichtdicke der Muskulatur ist erreicht (DÄMMRICH, 1978). In Streßsituationen wird in den minder versorgten Bereichen vorzeitig auf die anaerobe Glykolyse zur Energiebereitstellung umgestellt. Die Anreicherung des Stoffwechselproduktes Laktat führt zur Ausbildung von PSE-Fleisch. Nach CISNEROS et al. (1996) ist der negative Einfluß eines hohen Gewichtes auf die Fleischqualität bei den heutigen Rassetypen nicht mehr stark ausgeprägt. In einer Untersuchung von V. WENZLAWOWICZ (1994) lagen die Schlachtgewichte der Tierkörper in der PSEQualitätsklasse im Median um 0,7 bis 2,5 kg höher als in der Qualitätsklasse mit normaler Fleischbeschaffenheit. [...] Der Antagonismus

[Seite 121:]

zwischen Muskelfleischanteil und Fleischbeschaffenheit drückt sich hier deutlich in den Fleischqualitätsparametern aus. Schon in geringen Streßsituationen führt die unzureichende Leistungsfähigkeit des Kreislaufes fleischreicher Schweine zu einem Sauerstoffmangel in der Muskulatur. Hinzu kommt, daß der Sauerstoff aufgrund der Schichtdicke nicht in alle Muskelbereiche diffundieren kann. Die in Folge ablaufende anaerobe Glykolyse führt zu einem Anstieg an Laktat und einem Abfall des pH-Wertes (HILDEBRANDT, 1974). Die Störung der intrazellulären Kalziumregulation in der Muskulatur durch eine Mutation des Ryanodin-Rezeptors kann diese Pathogenese verstärken (MARTENS, 1997). [...]

[Seite 28:]

Die Züchtung von Schweinen auf hohen Magerfleischanteil und schnelles Wachstum führte zu einer verringerten Belastbarkeit der Tiere. In Streßsituationen reichen die Kapazitäten der Regulationssysteme und die Stoffwechselleistungen nicht mehr aus, die höheren Anforderungen an den Organismus auszugleichen (HILDEBRANDT, 1968). [...] Bei einer Untersuchung zum Zusammenhang von Magerfleischwert und Fleischqualität von SCHÜTTE et al. (1996a) wiesen 11 % der Schweine (n = 1.120) einen Magerfleischanteil von 59,5 % und darüber auf. Bei 41 % dieser Tiere konnte anhand der pH35min-Messung der Fleischqualitätsmangel PSE (pH ≤ 6,0) festgestellt werden. Schweine mit einem Magerfleischanteil von unter 55,5 % zeigten hingegen “nur” zu 23,9 % PSE-Eigenschaften auf. Rassespezifische Einflüsse verstärken die Belastungsempfindlichkeit und damit eine Fleischqualitätsminderung (V. LENGERKEN, 1989). Tiere der Rassen Pietrain und Belgische Landrasse weisen eine schlechtere Fleischbeschaffenheit auf als solche der Rassen Deutsche Landrasse, Deutsches Weißes Edelschwein oder Kreuzungen (AUGUSTINI u. FISCHER, 1981).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[29.] Dmi/Fragment 038 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:53:19 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 28, 29, Zeilen: 28: ff. - 29: 1 ff.
Tiere der Rassen Pietrain und Belgische Landrasse weisen eine schlechtere Fleischbeschaffenheit auf als solche der Rassen Deutsche Landrasse, Deutsches Weißes Edelschwein oder Kreuzungen (AUGUSTINI u. FISCHER, 1981). Die einseitige Züchtung führte zu einem Anstieg homozygot positiver Merkmalsträger (nn) des veränderten Ryanodin-Rezeptors (s. 2.1.2.1, S. 6). Nach einer Studie von VENTHIEN (1998) lag die PSE-Inzidenz von Schweinen des nn-Genotyps bei 78,6 %. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei diesen Tieren eine überstürzte Fleischreifung festgestellt werden kann, liegt im Mittel um den Faktor 18 höher als bei den Vergleichstieren (NN und Nn)8. Die heutige Zuchtrichtung bemüht sich um die Erzeugung gemischterbiger Mastschweine auf der Basis reinerbiger Elterntiere. Insbesondere die Sterblichkeitsrate und der Anteil an PSE-Fleisch fällt bei gemischterbigen und homozygot negativen Merkmalsträgern deutlich niedriger aus (HONKAVAARA, 1989; BECKMANN, 1991). An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die reinerbigen Vatertiere (nn) infolge ihrer überproportionalen Fleischfülle und der damit einhergehenden Anfälligkeit des Herz-Kreislaufsystems und des Bewegungsapparates als Qualzucht zu bezeichnen sind (SCHÜTTE et al., 1998).

2.4.5.2 Haltung und Fleischqualität

Einrichtung und Größe des Stalles nehmen Einfluss auf die Bewegung der aufgestallten Tiere. In der Literatur wird ein Zusammenhang zwischen Haltungsbedingungen und Fleischqualität kontrovers diskutiert.

AUGUSTINI et al. (1982) überprüften die Fleischqualität von Schweinen, die in einem Tiefstall mit großem Platzangebot (1,8 qm/Tier) gehalten wurden, mit der von Tieren, die auf Vollspaltenböden jeweils nur 0,6 qm zur Verfügung hatten. Ein begünstigender Einfluss des bewegungsfördernden, erhöhten Raumangebotes auf die chemisch-physikalischen Merkmale der Fleischbeschaffenheit ließ sich jedoch nicht nachweisen.

Holländische Untersuchungen über Schweine, die auf Stroh und mit Außenauslauf gehalten wurden (sog. Scharrelschweine), kamen ebenso zu dem Schluss, dass sich das so erzeugte Schweinefleisch von dem aus konventionellen Produktionsverfahren anhand definierter Fleischmerkmale nicht unterscheidet (GASSNER, 1987).

Auch JATURASITHA (1996) verglich Schweine aus einer konventionellen Mastanlage mit Tieren aus einem auf Tiergerechtheit achtenden Haltungssystem mit Stroheinstreu und Außenauslauf. Anhand der pH75min-Werte im Kotelett wurden von der Gruppe aus der herkömmlichen Mast 25 % als PSE klassifiziert. Bei den Schweinen aus der artgerechten Haltung lag der Anteil an PSEFleisch bei "nur" 10 %. Im Magerfleischanteil lagen diese Tiere tendenziell ebenfalls niedriger. Dies war auf einen geringeren Fleischansatz, nicht jedoch auf einen höheren Verfettungsgrad zurückzuführen. Zudem ergaben sich in der [sensorischen Bewertung nach DIN-Norm höhere Zartheits- und Akzeptanzwerte als in der Vergleichsgruppe.]


8 NN/Nn: homozygot negativer/ heterozygot negativer Genotyp

Tiere der Rassen Pietrain und Belgische Landrasse weisen eine schlechtere Fleischbeschaffenheit auf als solche der Rassen Deutsche Landrasse, Deutsches Weißes Edelschwein oder Kreuzungen (AUGUSTINI u. FISCHER, 1981). Die einseitige Züchtung führte zu einem Anstieg homozygot positiver Merkmalsträger (nn) des veränderten Ryanodin-Rezeptors (s. 2.1.2.1, S. 6). Nach einer Studie von VENTHIEN (1999) lag die PSE-Inzidenz von Schweinen des nn-Genotyps bei 78,6 %. Die Wahrscheinlichkeit, daß bei diesen Tieren eine überstürzte Fleischreifung festgestellt werden kann, liegt im Mittel um den Faktor 18 höher als bei den Vergleichstie-

[Seite 29:]

ren (NN und Nn)7. Die heutige Zuchtrichtung bemüht sich um die Erzeugung gemischterbiger Mastschweine auf der Basis reinerbiger Elterntiere. Insbesondere die Sterblichkeitsrate und der Anteil an PSE-Fleisch fällt bei gemischterbigen und homozygot negativen Merkmalsträgern deutlich niedriger aus (HONKAVAARA, 1989; BECKMANN, 1991). An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, daß die reinerbigen Vatertiere (nn) infolge ihrer überproportionalen Fleischfülle und der damit einhergehenden Anfälligkeit des Herz-Kreislaufsystems und des Bewegungsapparates als Qualzucht zu bezeichnen sind (SCHÜTTE et al., 1998).

2.3.4.2 Haltung und Fleischqualität

Einrichtung und Größe des Stalles nehmen Einfluß auf die Bewegung der aufgestallten Tiere. In der Literatur wird ein Zusammenhang zwischen Haltungsbedingungen und Fleischqualität kontrovers diskutiert.

AUGUSTINI et al. (1982) überprüften die Fleischqualität von Schweinen, die in einem Tiefstall mit großem Platzangebot (1,8 qm/Tier) gehalten wurden, mit der von Tieren, die auf Vollspaltenböden jeweils nur 0,6 qm zur Verfügung hatten. Ein begünstigender Einfluß des bewegungsfördernden, erhöhten Raumangebotes auf die chemisch-physikalischen Merkmale der Fleischbeschaffenheit ließ sich jedoch nicht nachweisen.

Holländische Untersuchungen über Schweine, die auf Stroh und mit Außenauslauf gehalten wurden (sog. Scharrelschweine), kamen ebenso zu dem Schluß, daß sich das so erzeugte Schweinefleisch von dem aus konventionellen Produktionsverfahren anhand definierter Fleischmerkmale nicht unterscheidet (GASSNER, 1987).

Auch JATURASITHA (1996) verglich Schweine aus einer konventionellen Mastanlage mit Tieren aus einem auf Tiergerechtheit achtenden Haltungssystem mit Stroheinstreu und Außenauslauf. Anhand der pH75min-Werte im Kotelett wurden von der Gruppe aus der herkömmlichen Mast 25 % als PSE klassifiziert. Bei den Schweinen aus der artgerechten Haltung lag der Anteil an PSEFleisch bei “nur” 10 %. Im Magerfleischanteil lagen diese Tiere tendenziell ebenfalls niedriger. Dies war auf einen geringeren Fleischansatz, nicht jedoch auf einen höheren Verfettungsgrad zurückzuführen. Zudem ergaben sich in der sensorischen Bewertung nach DIN-Norm höhere Zartheits- und Akzeptanzwerte als in der Vergleichsgruppe.


7 NN/Nn: homozygot negativer/ heterozygot negativer Genotyp

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Gegen eine reine Strg-C-V-Übernahme spricht die unterschiedliche Nummerierung der Fußnote.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[30.] Dmi/Fragment 039 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:55:35 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 29, 30, Zeilen: 29 unten - 30: 1 ff.
[Zudem ergaben sich in der] sensorischen Bewertung nach DIN-Norm höhere Zartheits- und Akzeptanzwerte als in der Vergleichsgruppe. Der Autor führt die Unterschiede allerdings weniger auf die Haltung als auf die genetische Herkunft der Tiere zurück. KREUZER et al. (1994) interpretieren den niedrigeren PSE-Anteil auch als Folge einer behutsameren Transport- und Schlachtprozedur bei den tiergerecht gehaltenen Schweinen.

Den Einfluss von Haltungsbedingungen auf die Fleischqualität stressresistenter (Large White, LW) und stressanfälliger (Pietrain) Schweine untersuchten WARRISS et al. (1983). Jeweils eine Gruppe jeder Rasse wurden in Strohhütten mit weitem Auslauf und regem Menschenkontakt gehalten, während die zwei Vergleichsgruppen in halb abgedunkelten Ställen auf Teilspaltenböden ohne Einstreu standen. Beide Rassegruppen aus der Intensivmast wiesen einen dickeren Rückenspeck und eine blassere Muskelfarbe auf. Dabei waren die Unterschiede zwischen den zwei Gruppen der Large White-Schweinen ausgeprägter. Auswirkungen der Haltungsbedingungen auf den pH45min wurden nicht festgestellt. Der Einfluss der Haltung auf den Tropfsaftverlust konnte nur bei der Rasse LW beobachtet werden. Fleisch von Tieren aus der Intensivmast zeigte ein geringeres Wasserbindungsvermögen. Die Annahme der Autoren, dass durch eine extensive abwechslungsreiche Haltung Mastschweine in Stresssituationen besser zurechtkommen, und dass sich dies in der Fleischqualität widerspiegelt, konnte somit nur bedingt bestätigt werden.

Bei einem Vergleich von Intensivmast und Außenhaltung mit stressanfälligen Schweinen der Rasse Lacombe (homozygot positive MHS-Genetik) setzten die Tiere in dem herkömmlichen Mastverfahren mehr Fett an. Unterschiedliche pHWerte konnten hierbei ebenfalls nicht gemessen werden (JONES et al., 1994). FIEDLER (1985) kommt nach einer Auswertung von derartigen Untersuchungen zum Schluss, dass nur bei nicht extrem fleischreichen Schweinen ein Zusammenhang zwischen Bewegungstraining und Merkmalen der Fleischbeschaffenheit besteht. Bei Tieren mit hohem Magerfleischanteil konnten diese Befunde nicht bestätigt werden. Hier übt nach Ansicht des Autors die genetisch bedingte Belastungsempfindlichkeit einen dominierenden Einfluss aus.

2.4.5.3 Gesundheit und Fleischqualität

Inwieweit die Veränderungen an den Organen von Mastschweinen eine Rolle auf die Fleischqualität ausübt, ist bisher noch unzureichend untersucht worden. WITTMANN et al. (1995) beurteilten am Schlachthof bei über 8.000 Tieren Lungen, Brustfell und Herz nach dem Befundschlüssel von BLAHA (1993) und ermittelten den pH-Wert im Kotelett. Atemwegerkrankungen ergaben signifikante Unterschiede im Schlachtgewicht. Zusammenhänge zwischen der PSE-Häufigkeit und Lungenerkrankungen konnten jedoch nicht festgestellt werden. Lediglich der Befund “hochgradige Pneumonie” trat bei den Tieren mit PSE bzw. mit PSE-Verdacht signifikant seltener auf. Sowohl die erfassten Befunde “Perikarditis” als auch “Pleuritis” ließen keinen Einfluss auf den pH45min erkennen.

Zudem ergaben sich in der sensorischen Bewertung nach DIN-Norm höhere Zartheits- und Akzeptanzwerte als in der Vergleichsgruppe. Der Autor führt die Unterschiede allerdings weniger auf die Haltung als auf die genetische Herkunft der Tiere zurück. KREUZER et al. (1994) interpretieren den niedrigeren PSE-Anteil auch als Folge einer behutsameren Transport- und Schlachtprozedur bei den tiergerecht gehaltenen Schweinen.

Den Einfluß von Haltungsbedingungen auf die Fleischqualität streßresistenter (Large White, LW) und streßanfälliger (Pietrain) Schweine untersuchten

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WARRISS et al. (1983). Jeweils eine Gruppe jeder Rasse wurden in Strohhütten mit weitem Auslauf und regem Menschenkontakt gehalten, während die zwei Vergleichsgruppen in halb abgedunkelten Ställen auf Teilspaltenböden ohne Einstreu standen. Beide Rassegruppen aus der Intensivmast wiesen einen dickeren Rückenspeck und eine blassere Muskelfarbe auf. Dabei waren die Unterschiede zwischen den zwei Gruppen der Large White-Schweinen ausgeprägter. Auswirkungen der Haltungsbedingungen auf den pH45min wurden nicht festgestellt. Der Einfluß der Haltung auf den Tropfsaftverlust konnte nur bei der Rasse LW beobachtet werden. Fleisch von Tieren aus der Intensivmast zeigte ein geringeres Wasserbindungsvermögen. Die Annahme der Autoren, daß durch eine extensive abwechslungsreiche Haltung Mastschweine in Streßsituationen besser zurechtkommen, und daß sich dies in der Fleischqualität widerspiegelt, konnte somit nur bedingt bestätigt werden.

Bei einem Vergleich von Intensivmast und Außenhaltung mit streßanfälligen Schweinen der Rasse Lacombe (homozygot positive MHS-Genetik) setzten die Tiere in dem herkömmlichen Mastverfahren mehr Fett an. Unterschiedliche pHWerte konnten hierbei ebenfalls nicht gemessen werden (JONES et al., 1994). FIEDLER (1985) kommt nach einer Auswertung von derartigen Untersuchungen zu dem Schluß, daß nur bei nicht extrem fleischreichen Schweinen ein Zusammenhang zwischen Bewegungstraining und Merkmalen der Fleischbeschaffenheit besteht. Bei Tieren mit hohem Magerfleischanteil konnten diese Befunde nicht bestätigt werden. Hier übt nach Ansicht des Autors die genetisch bedingte Belastungsempfindlichkeit einen dominierenden Einfluß aus.

2.3.4.3 Gesundheit und Fleischqualität

Inwieweit die Veränderungen an den Organen von Mastschweinen eine Rolle auf die Fleischqualität ausübt, ist bisher noch unzureichend untersucht worden. WITTMANN et al. (1995) beurteilten am Schlachthof bei über 8.000 Tieren Lungen, Brustfell und Herz nach dem Befundschlüssel von BLAHA (1993) und ermittelten den pH-Wert im Kotelett. Erkrankungen der Atemwege ergaben signifikante Unterschiede im Schlachtgewicht. Deutliche Zusammenhänge zwischen der PSE-Häufigkeit und Lungenerkrankungen konnten jedoch nicht festgestellt werden. Lediglich der Befund “hochgradige Pneumonie” trat bei den Tieren mit PSE bzw. mit PSE-Verdacht signifikant seltener auf. Sowohl die erfaßten Befunde “Perikarditis” als auch “Pleuritis” ließen keinen Einfluß auf den pH45min erkennen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[31.] Dmi/Fragment 040 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:57:14 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 30, 31, Zeilen: 30: unten - 31: 1 ff.
Dagegen konnten HAMMEL u. BLAHA (1993) eine Beziehung zwischen dem Schweregrad von Lungenveränderungen und der Fleischreifung post mortem anhand der pH-Wertmessung nachweisen. An 1.197 Schweine wurde ebenfalls die Organbefundung nach dem von BLAHA (1993) angegebenen Schlüssel vorgenommen. 54,9 % der Tiere ohne Lungenbefund wiesen eine gute Fleischqualität auf (pH45min im LD ≥ 5,8). Bei den Schlachtkörpern mit mittel- bis hochgradigen Lungenveränderungen lag dieser Anteil nur bei 45,7 %. Die Autoren vermuten, dass die prämortalen Belastungen sich bei kranken Tieren stärker auf die Konstitution und damit auf die Fleischqualität auswirken.

Bei der Untersuchung der Lungen von 957 geschlachteten Schweinen diagnostizierten HOY et al. (1987a) zu 78,3 % entzündliche Lungenveränderungen in unterschiedlichem Ausmaß. Ein negativer Einfluss des Erkrankungsgrades auf die Masse der Fleischteilstücke, den täglichen Fleischansatz und die Kotelettfläche konnte statistisch abgesichert werden. Als eine Ursache nennen die Autoren, dass mit zunehmenden Anteil an verändertem Lungengewebe der Gasaustausch und somit die Stoffwechselleistung eingeschränkt werden. Zusätzlich stellt die Auseinandersetzung des erkrankten Schweines mit dem Erreger eine energieverbrauchende Anpassungsleistung dar.

SCHÜTTE et al. (1996a) ermittelten den pH35min im Schinken von ca. 10.000 Schweinen und verglichen die Werte mit den Lungenbefunden der entsprechenden Tierkörper. Schlachtkörper mit gering- bis mittelgradigen Lungenveränderungen wiesen einen um 0,08-0,12 Einheiten höheren mittleren pH-Wert auf als Schweine ohne auffällige Lungenbefunde. Ebenso verhielt es sich mit den pHWerten der Tiere mit hochgradigen Lungenveränderungen im Vergleich zu den Schweinen mit gering- bis mittelgradigen Lungenbefunden. Nur bei Schweinen mit hochgradigen Lungenveränderungen und Magerfleischwerten = 59,5 % lag der pH-Wert mit durchschnittlich 6,7 um 0,7 Einheiten über den vergleichbaren Werten der Tiere ohne und mit gering- bis mittelgradigen Lungenbefunden. Messungen des pHULT zeigten, dass die DFD-Häufigkeit bei diesen Schlachtkörpern zunahm. Die Autoren vermuten, dass ein hoher Teil dieser Tiere aufgrund eines Energiemangels infolge einer Überbeanspruchung vor der Schlachtung das Fleischbeschaffenheitsmerkmal DFD entwickeln und fordern daher, dass eine Beurteilung der pH-Werte nur mit Beachtung des Magerfleischanteiles und der pathologisch-anatomischen Lungenbefunde zulässig sein sollte.

2.4.5.4 Transport und Fleischqualität

Der Transport einschließlich des Ver- und Abladens bringt für die Tiere erhebliche Belastungen mit sich. Sie beginnen mit der Herausnahme aus der gewohnten Umgebung, dem Kennzeichnen, dem Treiben zum Transportfahrzeug und der Verladung. Erhöhte Körperinnentemperaturen und Herzfrequenzen belegen die Einwirkungen dieser Stressoren (AUGUSTINI, 1983; BROOM, 1995; POTT, 1997).

Dagegen konnten V. HAMMEL u. BLAHA (1993) eine Beziehung zwischen dem Schweregrad von Lungenveränderungen und dem pH-Wert im Muskel nachweisen. An 1.197 Schweine wurde ebenfalls die Organbefundung nach dem von BLAHA (1993) angegebenen Schlüssel vorgenommen. 54,9 % der Tiere ohne Lungenbefund wiesen eine gute Fleischqualität auf (pH45min im LD ≥ 5,8). Bei den Schlachtkörpern mit mittel- bis hochgradigen Lungenveränderungen lag dieser Anteil nur bei 45,7 %. Die Autoren vermuten, daß die prämortalen Bela-

[Seite 31:]

stungen sich bei kranken Tieren stärker auf die Konstitution und damit auf die Fleischqualität auswirken.

Bei der Untersuchung der Lungen von 957 geschlachteten Schweinen diagnostizierten HOY et al. (1987a) zu 78,3 % entzündliche Lungenveränderungen in unterschiedlichem Ausmaß. Ein negativer Einfluß des Erkrankungsgrades auf die Masse der Fleischteilstücke, den täglichen Fleischansatz und die Kotelettfläche konnte statistisch abgesichert werden. Als eine Ursache nennen die Autoren, daß mit zunehmenden Anteil an verändertem Lungengewebe der Gasaustausch und somit die Stoffwechselleistung eingeschränkt werden. Zusätzlich stellt die Auseinandersetzung des erkrankten Schweines mit dem Erreger eine energieverbrauchende Anpassungsleistung dar.

SCHÜTTE et al. (1996a) ermittelten den pH35min im Schinken von ca. 10.000 Schweinen und verglichen die Werte mit den Lungenbefunden der entsprechenden Tierkörper. Schlachtkörper mit gering- bis mittelgradigen Lungenveränderungen wiesen einen um 0,08-0,12 Einheiten höheren mittleren pH-Wert auf als Schweine ohne auffälligen [sic] Lungenbefunde. Ebenso verhielt es sich mit dem [sic] pH-Werten der Tiere mit hochgradigen Lungenveränderungen im Vergleich zu den Schweinen mit gering- bis mittelgradigen Lungenbefunden. Nur bei Schweinen mit hochgradigen Lungenveränderungen und Magerfleischwerten = 59,5 % lag der pH-Wert mit durchschnittlich 6,7 um 0,7 Einheiten über den vergleichbaren Werten der Tiere ohne und mit gering- bis mittelgradigen Lungenbefunden. Messungen des pHu zeigten, daß die DFD-Häufigkeit bei diesen Schlachtkörpern zunahm. Die Autoren vermuten, daß ein hoher Teil dieser Tiere aufgrund eines Energiemangels infolge einer Überbeanspruchung vor der Schlachtung das Fleischbeschaffenheitsmerkmal DFD entwickeln und fordern daher, daß eine Beurteilung der pH-Werte nur mit Beachtung des Magerfleischanteiles und der pathologisch-anatomischen Lungenbefunde zulässig sein sollte.

2.3.4.4 Transport und Fleischqualität

Der Transport einschließlich des Ver- und Abladens bringt für die Tiere erhebliche Belastungen mit sich. Sie beginnen mit der Herausnahme aus der gewohnten Umgebung, dem Kennzeichnen, dem Treiben zum Transportfahrzeug und der Verladung. Erhöhte Körperinnentemperaturen und Herzfrequenzen belegen die Einwirkungen dieser Stressoren (AUGUSTINI, 1983; BROOM, 1995; POTT, 1997).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[32.] Dmi/Fragment 041 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 16:58:42 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 8 ff.
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 31, 32, 121, Zeilen: 31: 35 ff. - 32: 1 ff.; 121: 16 ff.; 32: 14 ff.
WENZLAWOWICZ (1994) untersuchte die Auswirkungen der Fahrtlänge auf die Fleischqualität von Schweinefleisch. So wurden 72 % der Schweine mit einer guten Fleischqualität unter zwei Stunden transportiert. Während nur 58 % der Tiere mit PSE-Fleischcharakter innerhalb dieser Zeitspanne befördert worden waren. Neben der Länge der Fahrtzeit spielen die Fahrweise und die Häufigkeit von Unterbrechungen eine wichtige Rolle.

Der Transportstress nimmt bei den Schlachtschweinen mit Erhöhung der Ladedichte deutlich zu (MICKWITZ u. HEUKING, 1990). Bei einer Beladung von 300 kg pro qm entwickelten 54,8 % der Schlachtschweine PSE-Fleisch, während Tiere, die bei einer Ladedichte von 235 kg pro qm transportiert worden waren, “nur” zu 37,7 % PSE aufwiesen (GERBER, 1984). Ähnliche Ergebnisse erhielt GROTH (1987) in seinen Studien. Bei einer Ladedichte von 220 kg pro qm war der Anteil von Schweinen mit PSE-Fleisch um 16,7 % höher als bei einer Ladedichte von 200 kg/qm.

Bei steigenden Temperaturen (> 18°C) und erhöhter Luftfeuchtigkeit wird es für die Schweine immer schwieriger, überschüssige Wärme abzugeben. Höhere Körpertemperaturen mit einhergehender Verschlechterung der Fleischqualität sind die Folge (WÄHAUS, 1982). Bei einem Vergleich der pH45min-Werte im Kotelett, lag der Prozentsatz von Schweinen mit schlechter Fleischqualität bei “kühler” Witterung um 18,1 % niedriger als bei “sehr schwül-warmer” Witterung (HOLZER et al., 1992).

SCHEPER (1972) fand bei längeren Transporten (100 km) mehr Qualitätsabweichungen im Sinne von PSE-Fleisch als bei Transportentfernungen von 5 bzw. 50 km. SCHIEFER u. SCHARNER (1975) stellten fest, dass nicht die Länge des Transportes sondern die Art und Weise, wie er ausgeführt ist, von entscheidender Bedeutung ist. SCHÜTTE et al. (1994) sehen die Standzeiten während eines Transportes, wie z.B. bei Zuladung von Schweinen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb, als eine zusätzliche Belastung an, die die Fleischqualität negativ beeinflusst.

2.4.5.5 Bedingungen auf dem Schlachthof und Fleischqualität

Für die Erzeugung einer qualitativ hochwertigen Fleischbeschaffenheit müssen die Schlachtbedingungen ebenfalls optimal gestaltet sein. Weniger als 0,2 % der gesamten Lebensdauer eines Schweines nimmt der Schlachtprozess in Anspruch. Ungünstige Voraussetzungen auf dem Schlachthof können die Produktion einer optimalen Fleischqualität aber zunichte machen.

V. WENZLAWOWICZ (1994) untersuchte die Auswirkungen der Fahrtlänge auf die Fleischqualität von Schweinefleisch. So wurden 72 % der Schweine mit einer guten Fleischqualität unter zwei Stunden transportiert. Während nur 58 % der Tiere mit PSE-Fleischcharakter innerhalb dieser Zeitspanne befördert worden waren. Neben der Länge der Fahrtzeit spielen die Fahrweise und die Häufigkeit von Unterbrechungen eine wichtige Rolle.

Der Transportstreß nimmt bei den Schlachtschweinen mit Erhöhung der Ladedichte deutlich zu (V. MICKWITZ u. HEUKING, 1990). Bei einer Beladung von

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300 kg pro qm entwickelten 54,8 % der Schlachtschweine PSE-Fleisch, während Tiere, die bei einer Ladedichte von 235 kg pro qm transportiert worden waren, “nur” zu 37,7 % PSE aufwiesen (GERBER, 1984). Ähnliche Ergebnisse erhielt GROTH (1987) in seinen Studien. Bei einer Ladedichte von 220 kg pro qm war der Anteil von Schweinen mit PSE-Fleisch um 16,7 % höher als bei einer Ladedichte von 200 kg/qm.

Bei steigenden Temperaturen (> 18°C) und erhöhter Luftfeuchtigkeit wird es für die Schweine immer schwieriger, überschüssige Wärme abzugeben. Höhere Körpertemperaturen mit einhergehender Verschlechterung der Fleischqualität sind die Folge (WÄHAUS, 1982). Bei einem Vergleich der pH45min-Werte im Kotelett, lag der Prozentsatz von Schweinen mit schlechter Fleischqualität bei “kühler” Witterung um 18,1 % niedriger als bei “sehr schwül-warmer” Witterung (HOLZER et al., 1992).

[Seite 121:]

SCHEPER (1972) fand bei längeren Transporten (100 km) mehr Qualitätsabweichungen im Sinne von PSE-Fleisch als bei Transportentfernungen von 5 bzw. 50 km. SCHIEFER u. SCHARNER (1975) stellten fest, daß nicht die Länge des Transportes sondern die Art und Weise der Durchführung von entscheidender Bedeutung ist. SCHÜTTE et al. (1994) sehen die Standzeiten während eines Transportes, wie z.B. bei Zuladung von Schweinen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb, als eine zusätzliche Belastung an, die die Fleischqualität negativ beeinflußt.

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2.3.4.5 Bedingungen auf dem Schlachthof und Fleischqualität

Für die Erzeugung einer qualitativ hochwertigen Fleischbeschaffenheit müssen die Schlachtbedingungen ebenfalls optimal gestaltet sein. Weniger als 0,2 % der gesamten Lebensdauer eines Schweines nimmt der Schlachtprozeß in Anspruch. Ungünstige Voraussetzungen auf dem Schlachthof können die Produktion einer optimalen Fleischqualität aber zunichte machen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[33.] Dmi/Fragment 042 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:00:17 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1-28
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 32, 33, Zeilen: 32: 20 ff. - 33: 1-5
Der Wartebereich am Schlachthof dient in erster Linie dazu, eine konstante Schlachtgeschwindigkeit unabhängig von der Anlieferung der Tiere zu gewährleisten. Vom tierschützerischen Aspekt gesehen ermöglicht die Ausruhzeit dem Tier vor allem, sich von den Strapazen des Verladens und des Transportes zu erholen. Dass die Ausruhzeit durch Normalisierung des Kreislaufs und des Muskelstoffwechsels auch einen positiven Effekt auf die Fleischbeschaffenheit hat, stellten AUGUSTINI u. FISCHER (1981) fest. Bei Variation der Standzeit von null bis sechs Stunden nahm der Anteil an Schlachthälften mit beschleunigter Glykogenolyse deutlich ab. Verbleiben die Schweine allerdings über Nacht am Schlachthof, so steigt die PSE-Rate wieder an und auch der Anteil an DFD-Fleisch nimmt zu. Auch nach Studien von SACKMANN (1988) ist der Anteil von Tieren mit einem pH45min unter 5,6 nach einer Ausruhzeit von zwei Stunden deutlich niedriger als bei den Schweinen, die nach kürzerer Zeit geschlachtet werden. Nach einer Ausruhzeit von mehr als vier Stunden nimmt dieser Anteil jedoch wieder zu. Ebenso beobachteten WENZLAWOWICZ (1994) sowie MICKWITZ u. HEUKING (1990), dass zu lange Wartezeiten nicht immer eine echte Ruhezeit bedeuten. Störende Einflussfaktoren wie z.B. eine zu hohe Belegdichte oder Rangkämpfe führen wiederum zu einer erhöhten PSE-Rate. Bei zu starker Erschöpfung der Energiereserven und zu langem Fasten während der Wartezeit wird zudem die Entwicklung von DFD-Fleisch gefördert (LENGERKEN et al., 1977).

Damit sich die am Schlachthof ankommenden Schweine schnellstmöglich von ihrem Transportstress beruhigen, ist es üblich, die Tiere in unterschiedlichen Zeitintervallen zu duschen (VAN PUTTEN et al., 1983). Die erhitzten Tiere sollen dabei schneller abkühlen und von Rangkämpfen abgelenkt werden. Nach MERGENS (1997) reicht ein einmaliges zehnminütiges Duschen mit normalem Wasser aus, um die Körpertemperatur signifikant zu senken. Die Abkühlung der Tiere führt damit auch zu tendenziell höheren pH35min-Werten im Muskel.

Der Wartebereich am Schlachthof dient in erster Linie dazu, eine konstante Schlachtgeschwindigkeit unabhängig von der Anlieferung der Tiere zu gewährleisten. Vom tierschützerischen Aspekt gesehen ermöglicht die Ausruhzeit dem Tier vor allem, sich von den Strapazen des Verladens und des Transportes zu erholen. Daß die Ausruhzeit durch Normalisierung des Kreislaufs und des Muskelstoffwechsels auch einen positiven Effekt auf die Fleischbeschaffenheit hat, stellten AUGUSTINI u. FISCHER (1981) fest. Bei Variation der Standzeit von 0 bis 6 Std. nahm der Anteil an Schlachthälften mit beschleunigter Glykogenolyse deutlich ab. Verbleiben die Schweine allerdings über Nacht am Schlachthof, so steigt die PSE-Rate wieder an und auch der Anteil an DFD-Fleisch nimmt zu. Auch nach Studien von SACKMANN (1988) ist der Anteil von Tieren mit einem pH45min unter 5,6 nach einer Ausruhzeit von 2 Stunden deutlich niedriger als bei den Schweinen, die nach kürzerer Zeit geschlachtet werden. Nach einer Ausruhzeit von mehr als 4 Stunden nimmt dieser Anteil jedoch wieder zu. Ebenso beobachteten V. WENZLAWOWICZ (1994) sowie V. MICKWITZ u. HEUKING (1990), daß zu lange Wartezeiten nicht immer eine echte Ruhezeit bedeuten. Störende Einflußfaktoren wie z.B. eine zu hohe Belegungsdichte oder Rangkämpfe führen wiederum zu einer erhöhten PSE-Rate. Bei zu starker Erschöpfung der Energiereserven und zu langem Fasten während der Wartezeit wird zudem die Entwicklung von DFD-Fleisch gefördert (V. LENGERKEN et al., 1977).

Damit sich die am Schlachthof ankommenden Schweine schnellstmöglich von ihrem Transportstreß beruhigen, ist es üblich, die Tiere in unterschiedlichen Zeitintervallen zu duschen (VAN PUTTEN et al., 1983). Die erhitzten Tiere sollen

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dabei schneller abkühlen und von Rangkämpfen abgelenkt werden. Nach MERGENS (1997) reicht ein einmaliges zehnminütiges Duschen mit nicht erwärmten Wasser aus, um die Körpertemperatur signifikant zu senken. Die Abkühlung der Tiere führt damit auch zu tendenziell höheren pH35min-Werten im Muskel.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[34.] Dmi/Fragment 043 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:01:57 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 3 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 33, 34, Zeilen: 33: 6 ff. - 34: 1-2
2.5 Organbefundung am Schlachthof

Die vorrangige Aufgabe der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung ist die Gewährleistung des Gesundheits- und Verbraucherschutzes. Die Ergebnisse der Fleischbeschau werden nach der Fleischhygiene-Statistik-Verordnung vom 20.12.1976 zusammengestellt und ermöglichen somit einen Überblick über vorkommende Tierseuchen und -krankheiten (BRÜHANN, 1983). In den letzten Jahrzehnten trat mit dem Rückgang und Verschwinden der epidemisch vorkommenden Zoonosen und der Zunahme der endemisch verlaufenden Durchfall- und Atemwegserkrankungen der Tiere eine Veränderung der epidemiologischen Situation in den Nutztierbeständen ein. Da in der Fleischuntersuchungsstatistik unspezifische pathologische Veränderungen, wie sie für Enteritiden und Pneumonien typisch sind, nicht differenziert aufgeführt werden, verringert sich mit dem Ansteigen dieser Erkrankungen der Aussagewert der Statistik zur Information über den Gesundheitsstatus der Tierbestände (FRIES, 1994). Hinzu kommt, dass herkunftsbezogene Auswertungen zur Ursachenanalyse fehlen. Seit einigen Jahren gibt es innerhalb der EU Bestrebungen, die Schlachttier- und Fleischuntersuchung an die fortgeschrittene Erzeugungs- und Vermarktungsstruktur von Fleisch anzupassen (DAVID, 1994). Artikel 17 der EU-Richtlinie “Frisches Fleisch” (RL 64/433/EWG zuletzt geändert mit der Entscheidung 91/497/EWG) legt fest, dass bis zum 1. Juli 1994 alternative Untersuchungsmethoden bei der Schlachttier- und Fleischuntersuchung vorgelegt werden sollten. Das Modell der “alternativen, tierärztlich überwachten Fleischuntersuchung ” (FlU) sieht vor, durch die Verbesserung der Tiergesundheit in den Schweinebeständen die traditionelle FlU durch eine visuelle FlU ersetzen zu können, wobei die Untersuchungszeit pro Schwein durch Verzicht auf Palpation und Inzision von 90 Sek. auf 30 Sek. reduziert wird (DAVID, 1995). Dennoch soll eine Verbesserung des Verbraucherschutzes und der Qualität des Produktes Fleisch erreicht werden (BLAHA, 1994), da Mast- und Schlachtbetriebe nur an einer vereinfachten Fleischuntersuchung teilnehmen dürfen, wenn sie qualifizierende Vorbedingungen erfüllen können (BOLLWAHN, 1994).

• Es werden tierärztliche Bestandsbesuche pro Mastdurchgang vorgeschrieben.

• Im Stall muss genau Buch geführt werden über Arzneimittelgebrauch, Todesfälle, Ergebnisse der Bestandsbegutachtung und die Vorsortierung.

• Es findet eine Vorsortierung der Tiere im Bestand statt. Schweine mit Anomalien werden selektiert und müssen separat geschlachtet und der traditionellen FlU unterzogen werden.

• Auch während Schlachttieruntersuchung aussortierte Tiere müssen getrennt untersucht werden.

2.4 Organbefundung am Schlachthof

Die vorrangige Aufgabe der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung ist die Gewährleistung des Gesundheits- und Verbraucherschutzes. Die Ergebnisse der Fleischbeschau werden nach der Fleischhygiene-Statistik-Verordnung vom 20.12.1976 zusammengestellt und ermöglichen somit einen Überblick über vorkommende Tierseuchen und -krankheiten (BRÜHANN, 1983). In den letzten Jahrzehnten trat mit dem Rückgang und Verschwinden der epidemisch vorkommenden Zoonosen und der Zunahme der endemisch verlaufenden Durchfall-und Atemwegserkrankungen der Tiere eine Veränderung der epidemiologischen Situation in den Nutztierbeständen ein. Da in der Fleischuntersuchungsstatistik unspezifische pathologische Veränderungen, wie sie für Enteritiden und Pneumonien typisch sind, nicht differenziert aufgeführt werden, verringert sich mit dem Ansteigen dieser Erkrankungen der Aussagewert der Statistik zur Information über den Gesundheitsstatus der Tierbestände (FRIES, 1994). Hinzu kommt, daß herkunftsbezogene Auswertungen zur Ursachenanalyse fehlen.

Seit einigen Jahren gibt es innerhalb der EU Bestrebungen, die Schlachttier- und Fleischuntersuchung an die fortgeschrittene Erzeugungs- und Vermarktungsstruktur von Fleisch anzupassen (DAVID, 1994). Artikel 17 der EU-Richtlinie “Frisches Fleisch” (RL 64/433/EWG zuletzt geändert mit der Entscheidung 91/497/EWG) legt fest, daß bis zum 1. Juli 1994 alternative Untersuchungsmethoden bei der Schlachttier- und Fleischuntersuchung vorgelegt werden sollten. Das Modell der ‘alternativen, tierärztlich überwachten Fleischuntersuchung’ (FlU) sieht vor, durch die Verbesserung der Tiergesundheit in den Schweinebeständen die traditionelle FlU durch eine visuelle FlU ersetzen zu können, wobei die Untersuchungszeit pro Schwein durch Verzicht auf Palpation und Inzision von 90 Sek. auf 30 Sek. reduziert wird (DAVID, 1995). Dennoch soll eine Verbesserung des Verbraucherschutzes und der Qualität des Produktes Fleisch erreicht werden (BLAHA, 1994), da Mast- und Schlachtbetriebe nur an einer vereinfachten Fleischuntersuchung teilnehmen dürfen, wenn sie qualifizierende Vorbedingungen erfüllen können (BOLLWAHN, 1994).

• Es werden tierärztliche Bestandsbesuche pro Mastdurchgang vorgeschrieben.

• Im Stall muß genau Buch geführt werden über Arzneimittelgebrauch, Todesfälle, Ergebnisse der Bestandsbegutachtung und die Vorsortierung.

• Es findet eine Vorsortierung der Tiere im Bestand statt. Schweine mit Anomalien werden selektiert und müssen separat geschlachtet und der traditionellen FlU unterzogen werden.

[Seite 34:]

• Auch während Schlachttieruntersuchung aussortierte Tiere müssen getrennt untersucht werden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[35.] Dmi/Fragment 044 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:04:11 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 34, 35, Zeilen: 34: 3 ff. - 35: 1-6
• Bei der alternativen FlU festgestellte Schlachtkörpermängel sollen an einem getrennten Band nachuntersucht werden.

• Es ist zu gewährleisten, dass die Daten über Erkrankungen und Abnormitäten (pathologisch-anatomische Veränderungen an Schlachtkörpern und /oder Geschlinge) aller Tiere erfasst und den Lieferbetrieben gemeldet werden.

Anhand von festgelegten Grenzwerten für die Mortalitätsrate, Anzahl und Art der aussortierten Tiere im Bestand sowie bei der Lebend- und Fleischbeschau überwacht eine eingerichtete Kontrollinstanz die Bedingungen für die Teilnahme an der alternativen FlU. BLAHA (1994) und BOLLWAHN (1994) sind der Ansicht, dass durch die straffe und lückenlose Reglementierung der Gesundheitskontrollen, die weit über das Maß der jetzigen Lebenduntersuchung hinausgehen, der Tierarzt in der gesamten Produktionskette mehr Verantwortung erhält.

REUTER (1995) dagegen kritisiert an der Alternative, dass es noch keine Erfahrungen über die Wertigkeit der visuellen FlU im Vergleich zu der klassischen an Tierpopulationen in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) gibt. Der Autor ist der Ansicht, dass die im Vergleich zu anderen Staaten relativ kleinen Mäster (∅ 106 Tiere/Bestand) und die heterogene regional stark ausgeprägte Vermarktungsstruktur eine konsequente Kontrolle der Erzeugung und Schlachtung nicht zulassen. In Anbetracht der Tatsache, dass während einer Beobachtungszeit von sechs Wochen an 11.000 Schweinen durchschnittlich bei 55,2 % der Tiere pathologisch-anatomische Veränderungen der Organe vorlagen, muss nach wie vor der wesentliche Untersuchungsaufwand von der herkömmlichen FlU erbracht werden. Auch MALLA (1995) lehnt eine Verkürzung der Untersuchungszeit der Fleischinspektion ab, da seiner Ansicht kleine Nekrosen, Petechien und Infarkte bei der Geschwindigkeit nicht mehr zu erkennen sind. Die einzelnen Kontrollelemente dagegen befürwortet der Autor. Schon seit geraumer Zeit werden bestehende Konzepte der Bestandsuntersuchung (SCHRÖDER und BLAHA, 1992) durch Tierärzte praktiziert. Auch die Rückmeldung der am Schlachtband erhobenen pathologischen Befunde an die Produzenten setzt sich immer mehr durch.

Denn gerade die Schlachtbefunderfassung im Bereich pathologisch-anatomischer Organveränderungen hat zum Ziel, durch die Gewinnung von Informationen zum Krankheitsgeschehen im Herkunftsbetrieb der Schlachttiere die Tiergesundheit zu verbessern (TIELEN, 1990). Insbesondere chronische Erkrankungen der Schweine, die sich klinisch nicht deutlich äußern, aber trotzdem zu beträchtlichen Leistungseinbußen führen, können nur am Schlachtband mit vertretbarem Aufwand erfasst werden. Dabei geht die Organbefundung über den Rahmen der amtlichen Fleischuntersuchung hinaus, indem die Organkomplexe einer differenzierteren Beurteilung unterworfen werden (BLAHA u. BLAHA, 1995). Die Auswahl der zu registrierenden Organbefunde richtet sich zum einen nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens und zum anderen nach der Bedeutung dieses Merkmals hinsichtlich möglicher Rückschlüsse für die Mastphase, [den Transport zum Schlachthof und den Fleischgewinnungsprozess (FRIES, 1994).]

• Bei der alternativen FlU festgestellte Schlachtkörpermängel sollen an einem getrennten Band nachuntersucht werden.

• Es ist zu gewährleisten, daß die Daten über Erkrankungen und Abnormitäten (pathologisch-anatomische Veränderungen an Schlachtkörpern und /oder Geschlinge) aller Tiere erfaßt und den Lieferbetrieben gemeldet werden. Anhand von festgelegten Grenzwerten für die Mortalitätsrate, Anzahl und Art der aussortierten Tiere im Bestand sowie bei der Lebend- und Fleischbeschau überwacht eine eingerichtete Kontrollinstanz die Bedingungen für die Teilnahme an der alternativen FlU. BLAHA (1994) und BOLLWAHN (1994) sind der Ansicht, daß durch die straffe und lückenlose Reglementierung der Gesundheitskontrollen, die weit über das Maß der jetzigen Lebenduntersuchung hinausgehen, der Tierarzt in der gesamten Produktionskette mehr Verantwortung erhält.

REUTER (1995) dagegen kritisiert an der Alternative, daß es noch keine Erfahrungen über die Wertigkeit der visuellen FlU im Vergleich zu der klassischen an Tierpopulationen in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) gibt. Der Autor ist der Ansicht, daß die im Vergleich zu anderen Staaten relativ kleinen Mäster (∅ 106 Tiere/Bestand) und die heterogene regional stark ausgeprägte Vermarktungsstruktur eine konsequente Kontrolle der Erzeugung und Schlachtung nicht zulassen. In Anbetracht der Tatsache, daß während einer Beobachtungszeit von sechs Wochen an 11.000 Schweinen durchschnittlich bei 55,2 % der Tiere pathologisch-anatomische Veränderungen der Organe vorlagen, muß nach wie vor der wesentliche Untersuchungsaufwand von der herkömmlichen FlU erbracht werden. Auch MALLA (1995) lehnt eine Verkürzung der Untersuchungszeit der Fleischinspektion ab, da seiner Ansicht nach kleine Nekrosen, Petechien und Infarkte bei der Geschwindigkeit nicht mehr zu erkennen sind. Die einzelnen Kontrollelemente dagegen befürwortet der Autor. Schon seit geraumer Zeit werden bestehende Konzepte der Bestandsuntersuchung (SCHRÖDER und BLAHA, 1992) durch Tierärzte praktiziert. Auch die Rückmeldung der am Schlachtband erhobenen pathologischen Befunde an die Produzenten setzt sich immer mehr durch. [...] Denn gerade die Schlachtbefunderfassung im Bereich pathologisch-anatomischer Organveränderungen hat zum Ziel, durch die Gewinnung von Informationen zum Krankheitsgeschehen im Herkunftsbetrieb der Schlachttiere die Tiergesundheit zu verbessern (TIELEN, 1990). Insbesondere chronische Erkrankungen der Schweine, die sich klinisch nicht deutlich äußern, aber trotzdem zu beträchtlichen Leistungseinbußen führen, können nur am Schlachtband mit vertretbarem Aufwand erfaßt werden. Dabei geht die Organbefundung über den Rahmen der amtlichen Fleischuntersuchung hinaus, indem die Organkomplexe

[Seite 35:]

einer differenzierteren Beurteilung unterworfen werden (BLAHA u. BLAHA, 1995). Die Auswahl der zu registrierenden Organbefunde richtet sich zum einen nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens und zum anderen nach der Bedeutung dieses Merkmals hinsichtlich möglicher Rückschlüsse für die Mastphase, den Transport zum Schlachthof und den Fleischgewinnungsprozeß (FRIES, 1994).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[36.] Dmi/Fragment 045 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:13:07 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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Seite: 45, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 35, 36, Zeilen: 35: 2 ff. - 36: 1-6
[Die Auswahl der zu registrierenden Organbefunde richtet sich zum einen nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens und zum anderen nach der Bedeutung dieses Merkmals hinsichtlich möglicher Rückschlüsse für die Mastphase,] den Transport zum Schlachthof und den Fleischgewinnungsprozess (FRIES, 1994). Die Organbefundungen können und müssen dabei nicht die gesamte Bandbreite der Schweinekrankheiten abdecken. Nach WILLEBERG et al. (1984) betreffen zwei Drittel aller Diagnosen am Schlachthof Lunge und Pleura. Zusätzlich zu Pneumonien und Pleuritiden werden folgende Befunde als bedeutungsvoll erachtet: Abszesse, Arthritiden, Milkspots, Perikarditiden, Dermatitiden, Rhinitis atrophicans, Schwanzabszesse, Füllungszustand des Magens, Schlagstriemen, PSE (BÄCKSTRÖM u. BREMER, 1978; GRONDALEN, 1989; TIELEN, 1991; HARBERS et al., 1992). Die Organe können nach dem Ausmaß und der Art ihrer Veränderungen erfasst werden. Viele Autoren beschränken sich auf die Auswertung der quantitativen Beurteilung, da der Aufwand einer qualitativen Charakterisierung (z.B. katarrhalisch, fibrinös, eitrig usw.) den Erkenntniswert meist überschreitet (BENNEWITZ, 1982; JÖRGENSEN, 1992; BLAHA et al., 1994). MORRISON et al. (1985) schlagen vier Methoden einer quantitativen Lungenbefundung vor:

1) Es wird nur die Lunge beurteilt, die am stärksten verändert ist (nur bei kleinen Auswertungsgruppen möglich),

2) es werden nur die Lungen gezählt, die einen vorher festgelegten Grad einer Pneumonie überschreiten,

3) es wird bei jeder Lunge der Prozentsatz des am Krankheitsgeschehen beteiligten Abschnittes bestimmt und ein Mittelwert gebildet oder

4) die Lungen werden anhand der Ausprägung (Grad) der entzündlichen Veränderungen in vorher definierte Klassen eingeteilt (Befundklassen), z.B. Klasse 1 = bis zu 10 % verändert = geringgradig.

BLAHA (1993) beschränkt sich bei seinen Untersuchungen auf die Veränderungen an der Lunge, den serösen Häuten (Pleura und Perikard) und der Leber. In Übereinstimmung mit MORRISON et al. (1985) verzichtet der Autor auf eine Erhebung der qualitativen Veränderungen und nimmt nur eine Unterteilung der Befunde in unterschiedliche Schweregrade vor.

Auch beim Befund Hepatitis parasitaria wird der Befall der Leber in Kategorien eingeteilt. Häufig wird unterschieden, ob das Organ aufgrund der zahlreichen Milkspots verworfen werden muss, oder ob gesäuberte Teile noch verwendet werden können (FLESJA u. ULVESAETER, 1979; BLAHA, 1993). STRAW et al. (1994) führen sogar drei Abstufungen der Leberveränderung an. Werden nur ein bis zwei Milkspots entdeckt, sprechen die Autoren von einer leichten Hepatitis parasitaria, eine schwere Organveränderung liegt bei Auffinden von mehr als 15 Wurmknoten vor. Dabei ist zu beachten, dass von einem hohen Wurmbefall der Leber nicht zwangsläufig auf einen hohen Parasitenbefall des einzelnen Schweines geschlossen werden kann (BERNARDO et al., 1990a).

Zur Einschätzung der Bestandsgesundheit können anhand eines Beurteilungsschlüssels den einzelnen Befundkategorien Punkte zugeordnet und zu einer Gesamtnote verrechnet werden. Diese Bewertung ermöglicht einen Überblick [über den Gesundheitsstatus einer Herde und erleichtert den Vergleich zwischen den einzelnen Herkunftsbetrieben (BENNEWITZ, 1982; HOY et al., 1987a).]

Die Auswahl der zu registrierenden Organbefunde richtet sich zum einen nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens und zum anderen nach der Bedeutung dieses Merkmals hinsichtlich möglicher Rückschlüsse für die Mastphase, den Transport zum Schlachthof und den Fleischgewinnungsprozeß (FRIES, 1994). Die Organbefundungen können und müssen dabei nicht die gesamte Bandbreite der Schweinekrankheiten abdekken [sic]. Nach WILLEBERG et al. (1984) betreffen zwei Drittel aller Diagnosen am Schlachthof Lunge und Pleura. Zusätzlich zu Pneumonien und Pleuritiden werden folgende Befunde als bedeutungsvoll erachtet: Abszesse, Arthritiden, Milkspots, Perikarditiden, Dermatitiden, Rhinitis atrophicans, Schwanzabszesse, Füllungszustand des Magens, Schlagstriemen, PSE (BÄCKSTRÖM u. BREMER, 1978; GRONDALEN, 1989; TIELEN, 1991; HARBERS et al., 1992). Die Organe können nach dem Ausmaß und der Art ihrer Veränderungen erfaßt werden. Viele Autoren beschränken sich auf die Auswertung der quantitativen Beurteilung, da der Aufwand einer qualitativen Charakterisierung (z.B. katarrhalisch, fibrinös, eitrig usw.) den Erkenntniswert meist überschreitet (BENNEWITZ, 1982; JÖRGENSEN, 1992; BLAHA et al., 1994). MORRISON et al. (1985) schlagen vier Methoden einer quantitativer [sic] Lungenbefundungen vor:

1) Es wird nur die Lunge beurteilt, die am stärksten verändert ist (nur bei kleinen Auswertungsgruppen möglich),

2) es werden nur die Lungen gezählt, die einen vorher festgelegten Grad einer Pneumonie überschreiten,

3) es wird bei jeder Lunge der Prozentsatz des am Krankheitsgeschehen beteiligten Abschnittes bestimmt und ein Mittelwert gebildet oder

4) die Lungen werden anhand der Ausprägung (Grad) der entzündlichen Veränderungen in vorher definierte Klassen eingeteilt (Befundklassen), z.B. Klasse 1 = bis zu 10 % verändert = geringgradig.

BLAHA (1993) beschränkt sich bei seinen Untersuchungen auf die Veränderungen an der Lunge, den serösen Häuten (Pleura und Perikard) und der Leber. In Übereinstimmung mit MORRISON et al. (1985) verzichtet der Autor auf eine Erhebung der qualitativen Veränderungen und nimmt nur eine Unterteilung der Befunde in unterschiedliche Schweregrade vor.

Auch beim Befund Hepatitis parasitaria wird der Befall der Leber in Kategorien eingeteilt. Häufig wird unterschieden, ob das Organ aufgrund der zahlreichen Milkspots verworfen werden muß, oder ob gesäuberte Teile noch verwendet werden können (FLESJA u. ULVESAETER, 1979; BLAHA, 1993). STRAW et al. (1994) führen sogar drei Abstufungen der Leberveränderung an. Werden nur 1-2 Milkspots entdeckt, sprechen die Autoren von einer leichten Hepatitis parasitaria, eine schwere Organveränderungen [sic] liegt bei Auffinden von mehr als 15 Wurmknoten vor. Dabei ist zu beachten, daß von einem hohen Wurmbefall der Leber nicht zwangsläufig auf einen hohen Parasitenbefall des einzelnen

[Seite 36:]

Schweines geschlossen werden kann (BERNARDO et al., 1990a).

Zur Einschätzung der Bestandsgesundheit können anhand eines Beurteilungsschlüssels den einzelnen Befundkategorien Punkte zugeordnet und zu einer Gesamtnote verrechnet werden. Diese Bewertung ermöglicht einen Überblick über den Gesundheitsstatus einer Herde und erleichtert den Vergleich zwischen den einzelnen Herkunftsbetrieben (BENNEWITZ, 1982; HOY et al., 1987a).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[37.] Dmi/Fragment 046 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:15:39 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 36, 37, Zeilen: 36: 4 ff.; 37: 1 ff.
[Diese Bewertung ermöglicht einen Überblick] über den Gesundheitsstatus einer Herde und erleichtert den Vergleich zwischen den einzelnen Herkunftsbetrieben (BENNEWITZ, 1982; HOY et al., 1987a). Die in Tabelle 1 und Tabelle 2 aufgeführten, von BLAHA u. NEUBRAND (1994) konzipierten Befund- und Bewertungsschlüssel lassen eine unmissverständliche Einteilung

der Veränderungen in Schweregrade zu und wurden bereits an über 50.000 Schweinen erprobt.

Tabelle 1: Befundschlüssel nach BLAHA u. NEUBRAND (1994) Veränderungen Symbol Ausdehnung Pneumonien - geringgradig - mittelgradig - hochgradig Pn 1 Pn 2 Pn 3 < 10 % (lobuläre Veränderungen) 11-30 % (lobuläre bis lobäre Veränd.) > 30 % (konfluierende lobäre Veränd.) Pleuritis - geringgradig - mittelgradig - hochgradig Pl 1 Pl 2 Pl 3 < 5-Markstück 5-Markstück bis handflächengroß > handflächengroß Perikarditis Pc Ja Milkspots - geringgradig - hochgradig L 1 L 2 Leber “ausputzen” Leber verwerfen Tabelle 2: Bewertungsschlüssel nach BLAHA u. NEUBRAND (1994) Pn 2 + Pn 3 Punkte Pl 2 + Pl 3 Punkte Pc Punkte < 1 % 1-20 % 21-40 % 41-70 % > 70 % 0 2 4 6 8 < 1 % 1-10 % 11-30 % 31-50 % > 50 % 0 1 2 3 4 < 1 % 1-5 % 6-10 % 11-15 % > 15 % 0 1 2 3 4

% = prozentualer Anteil von Tieren mit den entsprechenden Organveränderungen in einem untersuchten Schlachtposten

2.5.1 Untersuchungen zu Häufigkeiten von Organbefunden an Schlachtschweinen

In der Literatur finden sich in den letzten Jahren vermehrt Ergebnisse aus Untersuchungen über das Auftreten von Organveränderungen bei Schlachtschweinen. Die Verwendung eines Beurteilungsschlüssels mit genauer Definition der Befundkategorien ist elementarer Bestandteil eines Organbefundungssystems (FRIES, 1994). Ein Vergleich der einzelnen Schlachthofdaten wird schwierig, da die Untersuchungen anhand unterschiedlicher Kriterien vorgenommen wurden und viele Autoren keine Angaben zu den angesetzten Maßstäben machen. Eine Zusammenstellung der Ergebnisse verschiedener Autoren [zeigen die Tabelle 3 und die Tabelle 4 auf den Seiten 49 und 50.]

Diese Bewertung ermöglicht einen Überblick über den Gesundheitsstatus einer Herde und erleichtert den Vergleich zwischen den einzelnen Herkunftsbetrieben (BENNEWITZ, 1982; HOY et al., 1987a). Die in Tabelle 1 und 2 aufgeführten, von BLAHA u. NEUBRAND (1994) konzipierten Befund- und Bewertungsschlüssel lassen eine unmißverständliche Einteilung der Veränderungen in Schweregrade zu und wurden bereits an über 50.000 Schweinen erprobt.

Tabelle 1: Befundschlüssel nach BLAHA u. NEUBRAND (1994) Veränderungen Symbol Ausdehnung Pneumonien - geringgradig - mittelgradig - hochgradig Pn 1 Pn 2 Pn 3 < 10 % (lobuläre Veränderungen) 11-30 % (lobuläre bis lobäre Veränd.) > 30 % (konfluierende lobäre Veränd.) Pleuritis - geringgradig - mittelgradig - hochgradig Pl 1 Pl 2 Pl 3 < 5-Markstück 5-Markstück bis handflächengroß > handflächengroß Perikarditis Pc ja Milkspots -geringgradig - hochgradig L 1 L 2 Leber “ausputzen” Leber verwerfen Tabelle 2: Bewertungsschlüssel nach BLAHA u. NEUBRAND (1994) Pn 2 + Pn 3 Punkte Pl 2 + Pl 3 Punkte Pc Punkte < 1 % 1-20 % 21-40 % 41-70 % > 70 % 0 2 4 6 8 < 1 % 1-10 % 11-30 % 31-50 % > 50 % 0 1 2 3 4 < 1 % 1-5 % 6-10 % 11-15 % > 15 % 0 1 2 3 4 % = prozentualer Anteil von Tieren mit den entsprechenden Organveränderungen in einem untersuchten Schlachtposten

[Seite 37:]

2.4.1 Untersuchungen zu Häufigkeiten von Organbefunden an Schlachtschweinen

In der Literatur finden sich in den letzten Jahren vermehrt Ergebnisse aus Untersuchungen über das Auftreten von Organveränderungen bei Schlachtschweinen. Die Verwendung eines Beurteilungsschlüssels mit genauer Definition der Befundkategorien ist elementarer Bestandteil eines Organbefundungssystems (FRIES, 1994). Ein Vergleich der einzelnen Schlachthofdaten wird daher schwierig, da die Untersuchungen anhand unterschiedlicher Kriterien vorgenommen wurden und viele Autoren keine Angaben zu den angesetzten Maßstäben machen. Eine Zusammenstellung der Ergebnisse verschiedener Autoren zeigen die Übersichten 1 und 2.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Übernahme.

Die beiden Tabellen sind jeweils identisch mit der Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[38.] Dmi/Fragment 047 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:17:24 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 37, 38, Zeilen: 37: 10 ff. - 38: 1 ff.
[Eine Zusammenstellung der Ergebnisse verschiedener Autoren] zeigen die Tabelle 3 und die Tabelle 4 auf den Seiten 49 und 50.

In einer Untersuchung von FLESJA u. ULVESAETER (1979) wurden innerhalb von drei Jahren 256.000 Schweine auf das Vorkommen von Krankheiten untersucht. Insgesamt standen 57 Befundkriterien zur Auswahl. Bis zu vier Befunde konnten einem Schlachtkörper zugeordnet werden. Diese wurden zusammen mit dem Schlachtgewicht und den Klassifizierungsdaten gespeichert. 16 Befunde traten mit einer Häufigkeit von über 0,3 % auf und deckten ca. 97 % aller aufgenommenen Schäden ab. 39 % der untersuchten Schweinehälften wurde mindestens ein Krankheitsbefund zugeordnet. Mit 13,2 % traten Entzündungen des Atmungstraktes an den Schlachtkörpern am häufigsten auf. Räude wurde bei durchschnittlich 12 % der Mastschweine nachgewiesen. An dritter Stelle stand mit 11 % die Diagnose Hepatitis parasitaria. Dabei wurde beim Befund Pneumonie zwischen hochgradiger und moderater Entzündung unterschieden. Erst wenn mehr als die Hälfte aller Lungenlappen betroffen waren, Nekrosen und Abszesse zusammen mit einer Pleuritis auftraten, wurde der Befund “schwere Pneumonie” festgehalten. Eine mittelgradige Pneumonie wurde ab einer Entzündung von mindestens 5 cm in einem Lungenlappen notiert. Auch bei parasitär bedingten Leberveränderungen wurde zwischen hochgradigen und geringgradigen Läsionen unterschieden. Als Grenzwert wurden 10 Milkspots bzw. zwei betroffene Leberlappen festgelegt.

UHLEMANN u. JAHN (1970) untersuchten ca. 5.000 Schweine aus neun landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) und 3 volkseigenen Betrieben (VEB) der ehemaligen DDR. Bei 21,6 % der Tiere wurden die Lungen (Erkrankungsgrad in drei Stufen unterteilt) beanstandet. 42,8 % wiesen eine Hepatitis parasitaria auf.

EDWARDS u. PENNY (1971) fanden in Australien bei ca. 20 % von 1.130 Schlachtschweinen Lungenveränderungen sowie bei 4 % der Tiere Pleuritiden vor. Der Schweregrad der Lungenerkrankungen wurde anhand der Ausbreitung ermittelt. Bei mehr als der Hälfte der veränderten Organe waren mehr als drei Lungenlappen beteiligt.

OSBORNE et al. (1981) sahen in Kanada 37 % der Lungen und 2 % der Pleuren von 15.409 Schlachtschweinen erkrankungsbedingt verändert. Dabei wurde für jeden Lungenlappen die Veränderung als gering-, mittel- oder hochgradig eingestuft. Am häufigsten manifestierten sich die Pneumonien in den Mittel- und Spitzenlappen.

BENNEWITZ (1982) fand bei einer Untersuchung von ca. 8.000 Schweinen aus größeren Beständen der ehemaligen DDR an 77 % der Schlachtschweine pneumonische Veränderungen. Die Lungen wurden anhand eines Benotungsschlüssels von 0 (= keine Veränderungen) bis 5 (≥ 50 % verändert) bewertet. Lungen, bei denen über 40 % des Gewebes ausgefallen waren (Noten 4 und 5), wurden hierbei nicht beobachtet.

SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) führten eine Organbefundung an 1.138 Schlachtschweinen aus einem Betrieb in der ehemaligen UdSSR durch, der im Jahr [54.000 Schweine produzierte.]

Eine Zusammenstellung der Ergebnisse verschiedener Autoren zeigen die Übersichten 1 und 2.

In einer Untersuchung von FLESJA u. ULVESAETER (1979) wurden innerhalb von drei Jahren 256.000 Schweine auf das Vorkommen von Krankheiten untersucht. Insgesamt standen 57 Befundkriterien zur Auswahl. Bis zu vier Befunde konnten einem Schlachtkörper zugeordnet werden. Diese wurden zusammen mit dem Schlachtgewicht und den Klassifizierungsdaten gespeichert. 16 Befunde traten mit einer Häufigkeit von über 0,3 % auf und deckten ca. 97 % aller aufgenommenen Schäden ab. 39 % der untersuchten Schweinehälften wurde mindestens ein Krankheitsbefund zugeordnet. Mit 13,2 % traten Entzündungen des Atmungstraktes an den Schlachtkörpern am häufigsten auf. Räude wurde bei durchschnittlich 12 % der Mastschweine nachgewiesen. An dritter Stelle stand mit 11 % die Diagnose Hepatitis parasitaria. Dabei wurde beim Befund Pneumonie zwischen hochgradiger und moderater Entzündung unterschieden. Erst wenn mehr als die Hälfte aller Lungenlappen betroffen waren, Nekrosen und Abszesse zusammen mit einer Pleuritis auftraten, wurde der Befund “schwere Pneumonie” festgehalten. Eine mittelgradige Pneumonie wurde ab einer Entzündung von mindestens 5 cm in einem Lungenlappen notiert. Auch bei parasitär bedingten Leberveränderungen wurde zwischen hochgradigen und geringgradigen Läsionen unterschieden. Als Grenzwert wurden 10 Milkspots bzw. zwei betroffene Leberlappen festgelegt.

UHLEMANN u. JAHN (1970) untersuchten ca. 5.000 Schweine aus neun landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) und 3 volkseigenen Betrieben (VEB) der ehemaligen DDR. Bei 21,6 % der Tiere wurden die Lungen (Erkrankungsgrad in drei Stufen unterteilt) beanstandet. 42,8 % wiesen eine Hepatitis parasitaria auf.

EDWARDS u. PENNY (1971) fanden bei ca. 20 % von 1.130 Schlachtschweinen Lungenveränderungen sowie bei 4 % der Tiere Pleuritiden vor. Der Schweregrad der Lungenerkrankungen wurde anhand der Ausbreitung ermittelt. Bei mehr als der Hälfte der veränderten Organe waren mehr als drei Lungenlappen beteiligt.

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OSBORNE et al. (1981) sahen in Kanada 37 % der Lungen und 2 % der Pleuren von 15.409 Schlachtschweinen erkrankungsbedingt verändert. Dabei wurde für jeden Lungenlappen die Veränderung als gering-, mittel- oder hochgradig eingestuft. Am häufigsten manifestierten sich die Pneumonien in den Mittel- und Spitzenlappen.

BENNEWITZ (1982) fand bei einer Untersuchung von ca. 8.000 Schweinen aus größeren Beständen der ehemaligen DDR an 77 % der Schlachtschweine pneumonische Veränderungen. Die Lungen wurden anhand eines Benotungsschlüssels von 0 (= keine Veränderungen) bis 5 (= > 50 % verändert) bewertet. Lungen, bei denen über 40 % des Gewebes ausgefallen waren (Noten 4 und 5), wurden hierbei nicht beobachtet.

SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) führten eine Organbefundung an 1.138 Schlachtschweinen aus einem Betrieb in der ehemaligen UdSSR durch, der im Jahr 54.000 Schweine produzierte.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[39.] Dmi/Fragment 048 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:19:08 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 38, 39, Zeilen: 38: 12 ff; 39: 1 ff.
[SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) führten eine Organbefundung an 1.138 Schlachtschweinen aus einem Betrieb in der ehemaligen UdSSR durch, der im Jahr] 54.000 Schweine produzierte. Dabei wurde nur nach Art der Entzündung (katarrhalisch bis eitrig) unterschieden. Von pneumonischen Lungenveränderungen waren 28 % der untersuchten Schweine betroffen.

BERNARDO et al. (1990b) wiesen bei einer kleineren Tiergruppe von 450 Schweinen in 82 % der Lebern Schäden durch Parasiten (Milkspots) nach.

In einem von LIENEMANN et al. (1991) durchgeführten Feldversuch wurde ohne Berücksichtigung des Schweregrades bzw. der Art der Veränderung jede Entzündung der Lunge und jedes Zeichen von Spulwurmbefall an der Leber bei 17.433 Schweinen registriert. Bei durchschnittlich 46 % der geschlachteten Tiere wurden Lungenveränderungen diagnostiziert. Die Variationsbreite zwischen den untersuchten “besten” und “schlechtesten” Betrieben beträgt bis zu 81,5 % (von 5,5 % bis 87 % Veränderungen). Die Häufigkeit der mit Askariden befallenen Lebern reicht hier vom niedrigsten betriebsbezogenen Wert mit 11 % veränderter Lebern bis hin zum Spitzenwert von 65 %.

HARBERS et al. (1992) werteten die Ergebnisse von ca. 1,8 Millionen untersuchten Mastschweinen im Rahmen eines Fleischuntersuchungsdienstes aus. Dabei wurden Entzündungsvorgänge an der Lungenoberfläche, die mehr als 5 qcm ausmachten, als Pneumonie definiert. Bis zu 18,1 % der Schlachttiere wiesen derartige Lungenveränderungen auf.

Von KÖFER et al. (1993) untersuchte Schlachtschweine aus 21 österreichischen Beständen zeigten im Durchschnitt zu 77 % mittel- bis hochgradige pneumonische Veränderungen. Es wurden Pleuritiden, Pleuropneumonien, fibrinöse Pneumonien, adhäsive Pleuritiden und Pneumonien der Spitzenlappen unterschieden, jedoch die Lokalisation und Ausdehnung nicht genauer beschrieben.

WUNDERLI u. LEUZINGER (1993) berichten über eine Inzidenz von pneumonischen Veränderungen an den Lungen bei einem Drittel (34,2 %) von 6.739 in der Schweiz geschlachteten Tieren. Die pathologischen Veränderungen wurden in Bronchopneumonie, Pleuropneumonien und Pleuritiden unterteilt. Dabei waren Bronchopneumonien mit 23,6 % am häufigsten anzutreffen.

HARMS (1995) beurteilte die Organe von 23.146 Schlachtschweinen nach dem Schlüssel von BLAHA u. NEUBRAND (1994). Bei 32,3% wurden Pneumonien, bei 11 % Pleuritiden und bei 12,8 % der Tiere Leberveränderungen vorgefunden. Nach dem gleichen Befundungsschlüssel beurteilten WITTMANN et al. (1995) die Organe des Geschlinges von 8.740 Schlachtschweinen. Es wiesen 26,6 % der Tiere eine Pneumonie, 4,6 % eine Pleuritis und 11,1 % Veränderungen an der Leber auf.

JENSEN (1996) untersuchte in ihrer Studie nach dem Lungenbeurteilungsschlüssel von BLAHA u. NEUBRAND (1994) 11.382 Schweine. 48,8 % wiesen hierbei Pneumonien auf. 19,3 % der Lebern wurden wegen Wurmbefalls entweder beanstandet oder verworfen.

Anhand gleicher Kriterien beurteilte VOGT (1996) an vier Schlachthöfen durchschnittlich 49 % der 19.417 untersuchten Schweinelungen als pneumonisch verändert. Der Anteil verwurmter Lebern lag im Schnitt bei 23,2 %.

SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) führten eine Organbefundung an 1.138 Schlachtschweinen aus einem Betrieb in der ehemaligen UdSSR durch, der im Jahr 54.000 Schweine produzierte. Dabei wurde nur nach Art der Entzündung (katarrhalisch bis eitrig) unterschieden. Von pneumonischen Lungenveränderungen waren 28 % der untersuchten Schweine betroffen.

[...]

BERNARDO et al. (1990b) wiesen bei einer kleineren Tiergruppe von 450 Schweinen in 82 % der Lebern Schäden durch Parasiten (Milkspots) nach. In einem von LIENEMANN et al. (1991) durchgeführten Feldversuch wurde ohne Berücksichtigung des Schweregrades bzw. der Art der Veränderung jede Entzündung der Lunge und jedes Zeichen von Spulwurmbefall an der Leber bei 17.433 Schweinen registriert. Bei durchschnittlich 46 % der geschlachteten Tiere wurden Lungenveränderungen diagnostiziert. Die Variationsbreite zwischen den untersuchten “besten” und “schlechtesten” Betrieben beträgt bis zu 81,5 % (von 5,5 % bis 87 % Veränderungen). Die Häufigkeit der mit Askariden befallenen Lebern reicht hier vom niedrigsten betriebsbezogenen Wert mit 11 % veränderter Lebern bis hin zum Spitzenwert von 65 %.

[...]

HARBERS et al. (1992) werteten die Ergebnisse von ca. 1,8 Millionen untersuchten Mastschweinen im Rahmen eines Fleischuntersuchungsdienstes aus. Dabei wurden Entzündungsvorgänge an der Lungenoberfläche, die mehr als 5 qcm ausmachten, als Pneumonie definiert. Bis zu 18,1 % der Schlachttiere wiesen derartige Lungenveränderungen auf.

Von KÖFER et al. (1993) untersuchte Schlachtschweine aus 21 österreichischen Beständen zeigten im Durchschnitt zu 77 % mittel- bis hochgradige pneumonische Veränderungen. Es wurden Pleuritiden, Pleuropneumonien, fibrinöse Pneumonien, adhäsive Pleuritiden und Pneumonien der Spitzenlappen unterschieden, jedoch die Lokalisation und Ausdehnung nicht genauer beschrieben.

[Seite 39]

WUNDERLI u. LEUZINGER (1993) berichten über eine Inzidenz von pneumonischen Veränderungen an den Lungen bei einem Drittel (34,2 %) von 6.739 in der Schweiz geschlachteten Tieren. Die pathologischen Veränderungen wurden in Bronchopneumonie, Pleuropneumonien und Pleuritiden unterteilt. Dabei waren Bronchopneumonien mit 23,6 % am häufigsten anzutreffen. HARMS (1995) beurteilte die Organe von 23.146 Schlachtschweinen nach dem Schlüssel von BLAHA u. NEUBRAND (1994). Bei 32,3 % wurden Pneumonien, bei 11 % Pleuritiden und bei 12,8 % der Tiere Leberveränderungen vorgefunden. Nach dem gleichen Befundungsschlüssel beurteilten WITTMANN et al. (1995) die Organe des Geschlinges von 8.740 Schlachtschweinen. Es wiesen 26,6 % der Tiere eine Pneumonie, 4,6 % eine Pleuritis und 11,1 % Veränderungen an der Leber auf.

[...]

JENSEN (1996) untersuchte in ihrer Studie nach dem Lungenbeurteilungsschlüssel von BLAHA u. NEUBRAND (1994) 11.382 Schweine. 48,8 % wiesen hierbei Pneumonien auf. 19,3 % der Lebern wurden wegen Wurmbefalls entweder beanstandet oder verworfen.

Unter gleichen Beurteilungskriterien diagnostizierte VOGT (1996) an vier Schlachthöfen durchschittlich [sic] 49 % der 19.417 untersuchten Schweinelungen als pneumonisch verändert. Der Prozentsatz verwurmter Lebern lag im Schnitt bei 23,2 %.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Gegen Ende löst sich die Formulierung zaghaft von der Quelle, ohne jedoch echte gedankliche Eigenständigkeit zu erreichen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[40.] Dmi/Fragment 049 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:20:18 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 39, 40, Zeilen: 39: 22 ff.; 40: Tabelle 1
MÄHLMANN (1996) ermittelte den Anteil lungenkranker Schweine bei Beurteilung von 62.728 Geschlingen nach dem BLAHA-Schlüssel mit 61,6 %. Hepatitis parasitaria trat hier bei 26,5 % der Schlachtschweine auf.

SCHÜTTE et al. (1996a) untersuchten die Lungen von 10.856 Schlachtschweinen auf das Vorkommen von gering- bis mittelgradigen und hochgradigen pathologisch-anatomischen Veränderungen. 27,2 % der Tiere zeigten Alterationen auf.

KUTSCHERA (1999) beurteilte die Organe von 8.934 in Österreich geschlachteten Schweinen nach einem modifizierten BLAHA-Schlüssel. Dabei wiesen 45,1 % der Tiere eine Pneumonie, 17,7 % eine Pleuritis und 82,2 % parasitäre Leberveränderungen auf.

Tabelle 3: Literaturübersicht für Untersuchungen zu den Häufigkeiten von pathologischanatomischen Organveränderungen bei Schlachtschweinen

Autor Staat Anzahl Tiere Lunge (%) Leber (%) Pleura (%) UHLEMANN u. JAHN (1970) DDR 1.000 21,6 42,8 EDWARDS u. PENNY (1971) GB 1.130 20,0 4,0 FLESJA u. ULVESAETER (1979) N 256.000 13,2 11,0 OSBORNE et al. (1981) CAN 15.409 37,0 2,0 BENNEWITZ (1982) DDR 8.000 77,0 SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) UdSSR 1.138 28,0 BERNARDO et al. (1990b) CAN 450 55,0 82,0 LIENEMANN et al. (1991) D 17.433 46,1 10,9 HARBERS et al. (1992) NL 1,8 Mio 18,1 KÖFER et al. (1993) A 1.158 77,9 WUNDERLI u. LEUNZINGER (1993) CH 6.739 34,2 HARMS (1995) D 23.146 32,3 12,8 11,0 WITTMANN et al. (1995) D 8.740 26,6 11,1 4,6 JENSEN (1996) D 11.382 48,8 19,3 29,9 MÄHLMANN (1996) D 62.728 61,6 26,5 16,1 SCHÜTTE et al. (1996a) D 10.856 27,2 VOGT (1996) D 19.417 49,0 23,2 14,2 KUTSCHERA (1999) A 8.934 45,1 82,4 17,7

MÄHLMANN (1996) ermittelte den Anteil lungenkranker Schweine bei Beurteilung von 62.728 Geschlingen nach dem BLAHA-Schlüssel mit 61,6 %. Hepatitis parasitaria trat hier bei 26,5 % der Schlachtschweine auf.

SCHÜTTE et al. (1996a) untersuchten die Lungen von 10.856 Schlachtschweinen auf das Vorkommen von gering- bis mittelgradigen und hochgradigen pathologisch-anatomischen Veränderungen. 27,2 % der Tiere zeigten Alterationen auf.

KUTSCHERA (1999) beurteilte die Organe von 8.934 in Österreich geschlachteten Schweinen nach einem modifizierten BLAHA-Schlüssel. Dabei wiesen 45,1 % der Tiere eine Pneumonie, 17,7 % eine Pleuritis und 82,2 % parasitäre Leberveränderungen auf.

[Seite 40:]

Übersicht 1: Untersuchungen zu den Häufigkeiten von pathologischanatomischen Organveränderungen bei Schlachtschweinen

Autor Staat Anzahl Tiere Lunge (%) Leber (%) Pleura (%)

FLESJA u. ULVESAETER (1979) N 256.000 13,2 11,0 UHLEMANN u. JAHN (1970) DDR 1.000 21,6 42,8 EDWARDS u. PENNY (1971) GB 1.130 20,0 4,0 OSBORNE et al. (1981) CAN 15.409 37,0 2,0 BENNEWITZ (1982) DDR 8.000 77,0 SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) UdSSR 1.138 28,0 MOUSING et al. (1990) DK 4.800 28,0 BERNARDO et al. (1990b) CAN 450 55,0 82,0 LIENEMANN et al. (1991) D 17.433 46,1 10,9 HARBERS et al. (1992) NL 1,8 Mio 18,1 KÖFER et al. (1993) A 1.158 77,9 WUNDERLI u. LEUNZINGER (1993) CH 6.739 34,2 HARMS (1995) D 23.146 32,3 12,8 11,0 WITTMANN et al. (1995) D 8.740 26,6 11,1 4,6 JENSEN (1996) D 11.382 48,8 19,3 29,9 MÄHLMANN (1996) D 62.728 61,6 26,5 16,1 SCHÜTTE et al. (1996a) D 10.856 27,2 VOGT (1996) D 19.417 49,0 23,2 14,2 KUTSCHERA (1999) A 8.934 45,1 82,4 17,7

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Tabelle stimmt nahezu vollständig mit der Quelle überein, lediglich die Zeile mit dem Eintrag MOUSING et al. (1990) wurde nicht übernommen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[41.] Dmi/Fragment 050 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:21:42 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 40, 41, Zeilen: 40: Tabelle 2; 41: 1 ff.
Tabelle 4: Literaturübersicht zu Untersuchungen über den betriebsbezogenen Anteil an pathologisch-anatomischen Organbefunden bei Schlachtschweinen

Autor Staat Anzahl Betriebe Lunge (%) Leber (%) Pleura (%)

BERNARDO et al. (1990c) CAN 15 17-96 0-100 LIENEMANN et al. (1991)* D 86 5,5 - 87 0-65,1 KÖFER et al. (1993) A 21 55 - 96 HARMS (1995) D 6 26,3 - 43,3 4,8 - 29,9 7,2 - 20,0 JENSEN (1996) D 19 5,9 - 25,2 0,9-72,3 6,3 - 42,3 SKORACKI (1996) D 11 22,6 - 88,8 2,8 - 49,8 3,7 - 39,7

  • = bei dieser Untersuchung handelt es sich um Ergebnisse aus 27 Schlachtbetrieben

Wie aus den hier aufgelisteten Untersuchungen ersichtlich, stehen die pathologisch-anatomischen Veränderungen des Geschlinges und hier besonders des Atmungsorgans im Vordergrund des Interesses. Dies liegt zum einen darin begründet, dass diese zusätzlich zur amtlichen Fleischuntersuchung zu erfassenden Befunde ohne personellen Mehraufwand relativ einfach zu erheben sind (BLAHA u. BLAHA, 1995). Zum anderen gelten Lungenerkrankungen als wichtigster Indikator für den Gesundheits- und Hygienestatus eines Betriebes (ETZEL, 1982). HARRENDORF (1980) sieht in der regelmäßigen Erfassung und Auswertung dieser Schlachtbefunde die Möglichkeit, die Situation der Tiere und die Umweltverhältnisse zu verbessern.

2.5.2 Bedeutung der Organbefundung für die Tiergesundheit, den Verbraucherschutz und den Tierschutz

Unbestritten sind die negativen Auswirkungen der Organveränderungen auf die Mastleistung der Schweine, wobei im Vergleich verschiedener Studien diese unterschiedlich stark beurteilt werden (siehe Tabelle 5, S. 52). Wirtschaftliche Einbußen bei Bestandserkrankungen in der Schweinemast entstehen durch geringere tägliche Zunahmen und eine verschlechterte Futterverwertung. Die Abwehrprozesse verlangen erhöhte Energieaufwendungen und der Funktionsausfall von Lungengewebe bedeutet eine Verschlechterung der Sauerstoffversorgung des Organismus (HOY, 1994b). In der Folge sondern sich Tiere mit gestörtem Allgemeinbefinden ab und vermindern bzw. stellen die Nahrungsaufnahme ein.

Bereits TIELEN et al. (1978) zeigten, dass Schweine mit krankhaft veränderten Lungen und/oder Lebern sowie Pleuren ein verringertes Schlachtgewicht und verminderte tägliche Zunahmen aufweisen.

Aus einer Erhebung von FLESJA u. ULVESAETER (1980) geht hervor, dass mäßige oder schwere Lungenentzündungen gehäuft bei Schweinen mit einem Schlachtgewicht von unter 50 kg diagnostiziert wurden. Untersuchungen von HOY et al. (1987b) zeigten bei 33,1 % von 957 Schweinen [aus einer Prüfstation bei der Schlachtung mittel- bis hochgradige und bei 45,2 % geringgradige Lungenveränderungen.]

Übersicht 2: Untersuchungen über den betriebsbezogenen Anteil an pathologisch-anatomischen Organbefunden bei Schlachtschweinen

Autor Staat Anzahl Betriebe Lunge (%) Leber (%) Pleura (%)

BERNARDO et al. (1990c) CAN 15 17-96 0-100 LIENEMANN et al. (1991) D 86 5,5 - 87 0-65,1 KÖFER et al. (1993) A 21 55 - 96 HARMS (1995) D 6 26,3 - 43,3 4,8 - 29,9 7,2 - 20,0 JENSEN (1996) D 19 5,9 - 25,2 0,9-72,3 6,3 - 42,3 SKORACKI (1996) D 11 22,6 - 88,8 2,8 - 49,8 3,7 - 39,7

  • = bei dieser Untersuchung handelt es sich um Ergebnisse aus 27 Schlachtbetrieben

Wie aus den hier aufgelisteten Untersuchungen ersichtlich, stehen die pathologisch-anatomischen Veränderungen des Geschlinges und hier besonders des Atmungsorgans im Vordergrund des Interesses. Dies liegt zum einen darin begründet, daß diese zusätzlich zur amtlichen Fleischuntersuchung zu erfassen-

[Seite 41:]

den Befunde ohne personellen Mehraufwand relativ einfach zu erheben sind (BLAHA u. BLAHA, 1995). Zum anderen gelten Lungenerkrankungen als wichtigster Indikator für den Gesundheits- und Hygienestatus eines Betriebes (ETZEL, 1982). HARRENDORF (1980) sieht in der regelmäßigen Erfassung und Auswertung dieser Schlachtbefunde die Möglichkeit, die Situation der Tiere und die Umweltverhältnisse zu verbessern.

2.4.2 Bedeutung der Organbefundung für die Tiergesundheit, den Verbraucherschutz und den Tierschutz

Unbestritten sind die negativen Auswirkungen der Organveränderungen auf die Mastleistung der Schweine, wobei im Vergleich verschiedener Studien diese als unterschiedlich schwer beurteilt werden. Wirtschaftliche Einbußen bei Bestandserkrankungen in der Schweinemast entstehen durch geringere tägliche Zunahmen und eine verschlechterte Futterverwertung. Die Abwehrprozesse verlangen erhöhte Energieaufwendungen und der Funktionsausfall von Lungengewebe bedeutet eine Verschlechterung der Sauerstoffversorgung des Organismus (HOY, 1994b). In der Folge sondern sich Tiere mit gestörtem Allgemeinbefinden ab und vermindern bzw. stellen die Nahrungsaufnahme ein.

Bereits TIELEN et al. (1978) zeigten, daß Schweine mit krankhaft veränderten Lungen und/oder Lebern sowie Pleuren ein verringertes Schlachtgewicht und verminderte tägliche Zunahmen aufweisen.

Aus einer Erhebung von FLESJA u. ULVESAETER (1980) geht hervor, daß mäßige oder schwere Lungenentzündungen gehäuft bei Schweinen mit einem Schlachtgewicht von unter 50 kg diagnostiziert wurden.

Untersuchungen von HOY et al. (1987b) zeigten bei 33,1 % von 957 Schweinen aus einer Prüfstation bei der Schlachtung mittel- bis hochgradige und bei 45,2 % geringgradige Lungenveränderungen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[42.] Dmi/Fragment 051 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:23:59 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 41, 42, 43, Zeilen: 41: 24 ff. - 42: 1 ff.; 43: 1 ff.
[Untersuchungen von HOY et al. (1987b) zeigten bei 33,1 % von 957 Schweinen] aus einer Prüfstation bei der Schlachtung mittel- bis hochgradige und bei 45,2 % geringgradige Lungenveränderungen. In Abhängigkeit vom Ausmaß des Lungenschadens verringerte sich die tägliche Gewichtszunahme (bis zu 29 g) und damit das absolute Schlachtkörpergewicht der Tiere (bis zu 5,7 kg).

Bei einer Studie von BENNEWITZ (1982) betrug die verringerte Tageszunahme lungenkranker Schweine während der Mast durchschnittlich 55 g, das Lebendgewicht zum Zeitpunkt der Schlachtung verminderte sich um durchschnittlich 8 kg im Vergleich zu gesunden Tieren.

KLAWITTER et al. (1988) ermittelten eine Leistungsdepression bei lungenkranken Tieren zwischen 32 g und 50 g pro Tag. Ferner stieg mit zunehmendem Alter der Anteil von Schweinen mit pathologisch manifesten Lungenerkrankungen an.

Deutlichere Unterschiede konnten LIESCHKE et al. (1989) bei der Untersuchung von 2.643 gleichaltrigen Schlachtschweinen feststellen, die zu 90% entzündliche Veränderungen an der Lunge aufwiesen: Tiere, die an einer Pneumonie und an einer Pleuritis erkrankt waren, erreichten ein um 13 kg geringeres Schlachtkörpergewicht im Vergleich zu lungengesunden Probanden.

BERNARDO et al. (1990c) konnten bei Schweinen mit Rhinitis atrophicans und einer Pneumonie eine um durchschnittlich 17,6 % reduzierte tägliche Zunahmen nachweisen.

Bei der Beurteilung von 1.197 Schweinelungen durch HAMMEL u. BLAHA (1993) ergab sich, dass die Tiere, deren Lungen keine krankheitsbedingten Veränderungen aufwiesen, ein im Durchschnitt 10 kg höheres Schlachtgewicht besaßen.

Eine ähnlich hohe Differenz zwischen den Schlachtgewichten leber- und lungengeschädigter Mastschweine und ihrer gesunden Stallgenossen stellte auch HOY (1994a) in seinen Untersuchungen fest.

Anhand der bislang vorliegenden Untersuchungen wird die ökonomische Bedeutung der Organerkrankungen in der Schweinemast belegt (Tabelle 3, S. 49). Dabei ist der Verlust durch Atemwegserkrankungen höher anzusehen als der durch einen Parasitenbefall der Schweine (BERNARDO et al., 1990c). Eine Zuordnung der Diagnosen zu den Herkunftsbetrieben ermöglicht es dem Tierarzt, durch Einschätzung der Herdengesundheit Bestandserkrankungen zu verhindern oder zu minimieren (HOY et al., 1991; DELBECK, 1998). Dieses Frühwarnsystem zur Erkennung subklinischer Erkrankungen (BLAHA, 1995) steigert somit die Rentabilität der Mastschweinehaltung. Da Organveränderungen auf Erkrankungen während der Lebenszeit der Tiere hinweisen, stellt eine Befund-Rückmeldung für den Erzeuger einen Anstoß zur Qualitätsverbesserung oder eine Bewertung seiner Produkt- bzw. Produktionsqualität dar (WINDHAUS, 1995).

Untersuchungen von HOY et al. (1987b) zeigten bei 33,1 % von 957 Schweinen aus einer Prüfstation bei der Schlachtung mittel- bis hochgradige und bei 45,2 % geringgradige Lungenveränderungen. In Abhängigkeit vom Ausmaß des Lungenschadens verringerte sich die tägliche Gewichtszunahme (bis zu 29 g) und damit das absolute Schlachtkörpergewicht der Tiere (bis zu 5,7 kg). Bei einer Studie von BENNEWITZ (1982) betrug die verringerte Tageszunahme lungenkranker Schweine während der Mast durchschnittlich 55 g, das Lebendgewicht zum Zeitpunkt der Schlachtung verminderte sich um durchschnittlich 8 kg im Vergleich zu gesunden Tieren.

KLAWITTER et al. (1988) ermittelten eine Leistungsdepression bei lungenkranken Tieren zwischen 32 g und 50 g pro Tag. Ferner stieg mit zunehmendem Alter der Anteil von Schweinen mit pathologisch manifesten Lungenerkrankungen an.

Deutlichere Unterschiede konnten LIESCHKE et al. (1989) bei der Untersuchung von 2.643 gleichaltrigen Schlachtschweinen feststellen, die zu 90% entzündliche Veränderungen an der Lunge aufwiesen: Tiere, die an einer Pneumonie und

[Seite 42]

an einer Pleuritis erkrankt waren, erreichten ein um 13 kg geringeres Schlachtkörpergewicht im Vergleich zu lungengesunden Probanden.

BERNARDO et al. (1990c) konnten bei Schweinen mit Rhinitis atrophicans und einer Pneumonie eine um durchschnittlich 17,6 % reduzierte tägliche Zunahmen nachweisen.

Bei der Beurteilung von 1.197 Schweinelungen durch V. HAMMEL u. BLAHA (1993) ergab sich, daß Tiere, deren Lungen keine krankheitsbedingten Veränderungen aufwiesen, ein im Durchschnitt 10 kg höheres Schlachtgewicht besaßen.

Eine ähnlich hohe Differenz zwischen den Schlachtgewichten leber- und lungengeschädigter Mastschweine und ihrer gesunden Stallgenossen stellte auch HOY (1994a) in seinen Untersuchungen fest.

[Seite 43]

Anhand der bislang vorliegenden Untersuchungen wird die ökonomische Bedeutung der Organerkrankungen in der Schweinemast belegt (Übersicht 3). Dabei ist der Verlust durch Atemwegserkrankungen als höher anzusehen wie der durch einen Parasitenbefall der Schweine verursachten (BERNARDO et al., 1990c). Eine Zuordnung der Diagnosen zu den Herkunftsbetrieben ermöglicht es dem Tierarzt, durch Einschätzung der Herdengesundheit Bestandserkrankungen zu verhindern oder zu minimieren (HOY et al., 1991; DELBECK, 1998). Dieses Frühwarnsystem zur Erkennung subklinischer Erkrankungen (BLAHA, 1995) steigert somit die Rentabilität der Schweinemasthaltung. Da Organveränderungen auf Erkrankungen während der Lebenszeit der Tiere hinweisen, stellt eine Befund-Rückmeldung für den Erzeuger einen Anstoß zur Qualitätsverbesserung oder eine Bewertung seiner Produkt- bzw. Produktionsqualität dar (WINDHAUS, 1995).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Der Originalitätsgrad bei den kosmetischen Textveränderungen hält sich eher in Grenzen; aus "Schweinemasthaltung" wird etwa "Mastschweinehaltung".

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[43.] Dmi/Fragment 052 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:25:10 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 42, 43, Zeilen: 42: Tabelle; 43: 13 ff.
Tabelle 5: Literaturübersicht zu Untersuchungen zu den Auswirkungen pathologisch-anatomischer Organbefunde auf die Mastleistung von Schweinen (nach JENSEN, 1996)

Autor Organbefund Schlachtkörpermasse tägliche Zunahmen

PICHLER (1980) Pneumonie -5 bis -10 kg HOY et al. (1987a) -5,7 kg -29 g BENNEWITZ (1982) -8 kg -55 g HAMMEL u. BLAHA (1993) -10 kg LIESCHKE et al. (1989) - 13 kg RICHTER et al. (1984) -9 g KLAWITTER et al. (1988) -32 bis -50 g ADAM (1993) -38 g LIENEMANN et al. (1991) -40 g ELBERS (1991) -42 g SCHIMMEL (1992b) -50 bis -100 g STRAW et al. (1986) 10 % -5 % STRAW et al. (1989) Pneumonie -37,4 g ELBERS (1991) Pleuritis -44 g HOY (1994b) -1,2 kg HOY (1994b) Pleuritis + -4,1 kg Pneumonie BERNARDO et al. (1990c) Pneumonie + Rhinitis atr. -17,6 % LIENEMANN et al. (1991) Milkspots -20 g ADAM (1993) -21 g HOY (1994b) -11 kg -60 g ADAM (1993) Milkspots + -60 g Pneumonie

Gleichzeitig kann anhand der Organbefunde eine Kontrolle der Effizienz durchgeführter Maßnahmen stattfinden, was durch das Sichtbarwerden erzielter Erfolge zu einer Motivationssteigerung des Landwirtes beitragen kann (SCHRÖDER, 1994). Die regelmäßige Information über den Gesundheitsstatus der Tiere eines jeden Betriebes ermöglicht darüber hinaus gezielte Studien zu Risikofaktoren, die das Auftreten bestimmter Krankheiten begünstigen. Somit wird sich die Tätigkeit der Tierärzte auf ein kontinuierliches Tiergesundheitsmanagement anstatt auf die alleinige Behandlung von Krankheiten konzentrieren (BLAHA, 1995).

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ergibt sich aus den Untersuchungen von FEHLHABER et al. (1992), die zeigen, dass mit zunehmendem Schweregrad der [Lungenveränderungen in steigendem Umfang Bakterien in den Organen und im Fleisch nachgewiesen werden.]

Übersicht 3: Untersuchungen zu den Auswirkungen pathologisch-anatomischer Organbefunde auf die Mastleistung von Schweinen (nach JENSEN, 1996)

Autor Organbefund Schlachtkörpermasse tägliche Zunahmen

PICHLER (1980) Pneumonie -5 bis -10 kg HOY et al. (1987a) -5,7 kg -29 g BENNEWITZ (1982) -8 kg -55 g V. HAMMEL u. BLAHA (1993) -10 kg LIESCHKE et al. (1989) - 13 kg RICHTER et al. (1984) -9 g KLAWITTER et al. (1988) -32 bis -50 g ADAM (1993) -38 g LIENEMANN et al. (1991) -40 g ELBERS (1991) -42 g SCHIMMEL (1992b) -50 bis -100 g STRAW et al. (1986) 10 % -5 % STRAW et al. (1989) Pneumonie -37,4 g ELBERS (1991) Pleuritis -44 g HOY (1994b) -1,2 kg HOY (1994b) Pleuritis + -4,1 kg Pneumonie BERNARDO et al. (1990c) Pneumonie + Rhinitis atr. -17,6 % LIENEMANN et al. (1991) Milkspots -20 g ADAM (1993) -21 g HOY (1994b) -11 kg -60 g ADAM (1993) Milkspots + -60 g Pneumonie

[Seite 43:]

Gleichzeitig kann anhand der Organbefunde eine Kontrolle der Effizienz durchgeführter Maßnahmen stattfinden, was durch das Sichtbarwerden erzielter Erfolge zu einer Motivationssteigerung des Landwirtes beitragen kann (SCHRÖDER, 1994). Die regelmäßige Information über den Gesundheitsstatus der Tiere eines jeden Betriebes ermöglicht darüber hinaus gezielte Studien zu Risikofaktoren, die das Auftreten bestimmter Krankheiten begünstigen. Somit wird sich die Tätigkeit der Tierärzte auf ein kontinuierliches Tiergesundheitsmanagement anstatt auf die alleinige Behandlung von Krankheiten konzentrieren (BLAHA, 1995).

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ergibt sich aus den Untersuchungen von FEHLHABER et al. (1992), die zeigen, daß mit zunehmendem Schweregrad der Lungenveränderungen in steigendem Umfang Bakterien in den Organen und im Fleisch nachgewiesen werden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[44.] Dmi/Fragment 053 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:28:06 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 43, 44, Zeilen: 43: 22 ff. - 44: 1 ff.
[Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ergibt sich aus den Untersuchungen von FEHLHABER et al. (1992), die zeigen, dass mit zunehmendem Schweregrad der] Lungenveränderungen in steigendem Umfang Bakterien in den Organen und im Fleisch nachgewiesen werden. Ein Zusammenhang zwischen den in der Lunge vorkommenden Erregern und denen im Fleisch besteht allerdings nicht zwangsläufig (MADERBACHER, 1992). Eher gelten das geschwächte Immunsystem und die erhöhte Stressbelastung erkrankter Tiere als Ursache für eine erhöhte Passage von Enterobakterien durch die Darmschranke (FEHLHABER et al., 1989). SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) konnten darüber hinaus nachweisen, dass das Fleisch lungenkranker Schweine mit erhöhtem Keimgehalt auch in der Haltbarkeit herabgesetzt ist. Die Forderung nach gesunden Tierbeständen ist demzufolge nicht allein eine Bedingung für eine effiziente Tierhaltung, sondern sie stellt auch eine Notwendigkeit aus der Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und einer wirtschaftlichen Vermarktung dar.

Wie bereits in Kapitel 2.3, S. 22 ff., dargelegt, sind Schlachtschweine auf dem Transport zum und während des Aufenthaltes auf dem Schlachthof extremen Stresssituationen ausgesetzt. Bei einer Studie von FEHLHABER et al. (1992) konnte anhand der Harneiweißbestimmung ein erhöhter Belastungszustand auch bei den Schweinen ermittelt werden, die zwar klinisch unauffällig schienen, am Schlachtband jedoch entzündlich veränderte Lungen aufwiesen. Neben diesen “unsichtbaren” Hinweisen auf die Belastung der Schlachtschweine vor der Tötung, können während des Schlachtprozesses erhebliche Schäden qualitativer Art, die von einem unsachgemäßen Umgang mit dem lebenden Tier herrühren, festgestellt werden. Die im Rahmen von Befundsystemen erfassten Kriterien, die auf tierschutzrelevante Mängel hinweisen (z.B. Schlagstriemen), können bis zu den Urhebern zurückverfolgt werden, wodurch die Möglichkeit entsteht, die Ursachen abzustellen (PREDOIU u. BLAHA, 1993). Die Haltung von Schweinen unter Bedingungen, die regelmäßig zu schweren Erkrankungen mit bleibenden pathologisch-anatomischen Veränderungen führen, sind in hohem Maße tierschutzrelevant (BLAHA, 1993). Anhand der Rückmeldung der Befunde ist eine Kontrolle der Betriebe möglich, und eine Beseitigung der Ursachen für hohe Morbiditätsraten stellt eine aktive Tierschutzmaßnahme dar (BLAHA, 1993).

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ergibt sich aus den Untersuchungen von FEHLHABER et al. (1992), die zeigen, daß mit zunehmendem Schweregrad der Lungenveränderungen in steigendem Umfang Bakterien in den Organen und im Fleisch nachgewiesen werden. Ein Zusammenhang zwischen den in der Lunge vorkommenden Erregern und denen im Fleisch besteht allerdings nicht zwangsläufig (MADERBACHER, 1992). Eher gelten das geschwächte Immunsystem und die erhöhte Streßbelastung erkrankter Tiere als Ursache für eine erhöhte Passage von Enterobakterien durch die Darmschranke (FEHLHABER et al., 1989). SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) konnten darüber hinaus nachweisen, daß das Fleisch lungenkranker Schweine mit erhöhtem Keimgehalt auch in der Haltbarkeit herabgesetzt ist. Die Forderung nach gesunden Tierbeständen ist demzufolge nicht allein eine Bedingung für eine effiziente Tierhaltung, sondern sie stellt auch eine Notwendigkeit aus der Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und einer wirtschaftlichen Vermarktung dar.

Wie bereits in Kapitel 2.3, S. 23 ff., dargelegt, sind Schlachtschweine auf dem Transport zum und während des Aufenthaltes auf dem Schlachthof extremen Streßsituationen ausgesetzt. Bei einer Studie von FEHLHABER et al. (1992) konnte anhand der Harneiweißbestimmung ein erhöhter Belastungszustand auch bei den Schweinen ermittelt werden, die zwar klinisch unauffällig schienen, am Schlachtband jedoch entzündlich veränderte Lungen aufwiesen. Neben diesen “unsichtbaren” Hinweisen auf die Belastung der Schlachtschweine vor der

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Tötung, können während des Schlachtprozesses erhebliche Schäden qualitativer Art, die von einem unsachgemäßen Umgang mit dem lebenden Tier herrühren, festgestellt werden. Die im Rahmen von Befundsystemen erfaßten Kriterien, die auf tierschutzrelevante Mängel hinweisen (z.B. Schlagstriemen), können bis zu den Urhebern zurückverfolgt werden, wodurch die Möglichkeit entsteht, die Ursachen abzustellen (PREDOIU u. BLAHA, 1993). Die Haltung von Schweinen unter Bedingungen, die regelmäßig zu schweren Erkrankungen mit bleibenden pathologisch-anatomischen Veränderungen führen, sind in hohem Maße tierschutzrelevant (BLAHA, 1993). Anhand der Rückmeldung der Befunde ist eine Kontrolle der Betriebe möglich, und eine Beseitigung der Ursachen für hohe Morbiditätsraten stellt eine aktive Tierschutzmaßnahme dar (BLAHA, 1993).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[45.] Dmi/Fragment 074 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:31:38 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 103, 104, Zeilen: 103: 1 ff. - 104: 1
4 DISKUSSION DER ERGEBNISSE UND SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die rein ökonomische Ausrichtung der Tierproduktion führte in den letzten 20 Jahren zu einer Konzentration der Tierhaltung mit fortgeschrittener Technisierung der Arbeitsabläufe. Die parallel verlaufenden und ebenso wirtschaftlich ausgerichteten Züchtungsmaßnahmen zur Entwicklung schnellwüchsiger und fleischreicher Schweine hatten Konstitutionseinbußen bei den Tieren zur Folge (BOLLWAHN, 1979; BICKHARDT, 1998). Der Wandel in der Tierhaltung verursachte neue Probleme im Bereich der Tierproduktion und der Verarbeitung von Produkten tierischer Herkunft. So wurden beispielsweise 1995 allein in der Region Weser-Ems zur Einstallungsmetaphylaxe bzw. Behandlung von Mastschweinebeständen ca. 50.000 Tonnen Fütterungsarzneimittel eingesetzt (RASSOW u. SCHAPER, 1996). Dennoch beläuft sich die Verlustrate in den Mastställen auf 4 % im Jahr und bei der Schlachtung weisen bis zu 50 % der Tiere pathologisch-anatomische Veränderungen an der Lunge auf (LIENEMANN et al., 1991; WUNDERLI u. LENZINGER, 1993; KUTSCHERA, 1999). Ferner besteht die Gefahr der Zunahme von Resistenzen bei animalen und humanen Krankheitserregern durch den Einsatz der antibakteriellen Futtermittelzusatzstoffe. Des weiteren führt die mangelhafte Konstitution der Tiere dazu, dass beim Transport zum Schlachthof jährlich ca. 200.000 Schweine in der BRD verenden ( WENZLAWOWICZ, 1998). Ebenfalls bedeutsam sind postmortale Qualitätsabweichungen hinsichtlich der Fleischbeschaffenheit (PSE, DFD), hervorgerufen durch unmittelbar vor dem Schlachten erfolgte physische und psychische Belastungen, die insbesondere streßanfällige Fleischrassen nicht mehr kompensieren können.

In jüngster Zeit hat die Diskussion um die Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit der Lebensmittel tierischer Herkunft an Schärfe zugenommen. Die Bedingungen der Massentierhaltung und des Transportes geraten immer mehr in die öffentliche Kritik. Neben gesundheitlichen Bedenken haben Fragen der Ethik heute ebenso viel Gewicht und damit Einfluss auf den Fleischkonsum gewonnen (HAMBÜCHEN, 1998). Der stetige Rückgang des Fleischkonsums spiegelt das Misstrauen des Verbrauchers gegenüber dem Lebensmittel Fleisch wider.

Eines der Instrumente, diesem negativen Trend zu begegnen, ist die Einrichtung einer transparenten und alle Stufen der Lebensmittelproduktion berücksichtigenden Qualitätssicherung. Bei Lebensmitteln tierischer Herkunft ist der lebende Tierbestand mit einzubeziehen; Zucht, Aufzucht und Mast bilden ebenso Produktionsstufen bei der Fleischerzeugung wie der Tiertransport, der Umgang mit den Tieren am Schlachthof und die Schlachtung selbst sowie die Zerlegung der Tiere und die Verarbeitung des Fleisches. Im Rahmen dieser integrierten Qualitätssicherungssysteme kommt der Organbefundung am Schlachthof eine große Bedeutung zu, um eine präventive Bestandsbetreuung und eine [ständige Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen sowie der Tiergesundheit zu ermöglichen.]

4 BESPRECHUNG DER ERGEBNISSE

Die rein ökonomische Ausrichtung der Tierproduktion führte in den letzten Jahren zu einer Konzentration der Tierhaltung mit fortgeschrittener Technisierung der Arbeitsabläufe. Die parallel verlaufenden und ebenso wirtschaftlich ausgerichteten Züchtungsmaßnahmen zur Entwicklung schnellwüchsiger und fleischreicher Schweine hatten Konstitutionseinbußen bei den Tieren zur Folge (BOLLWAHN, 1979; BICKHARDT, 1998). Der Wandel in der Tierhaltung verursachte neue Probleme im Bereich der Tierproduktion und der Verarbeitung von Produkten tierischer Herkunft. So wurden beispielsweise 1995 allein in der Region Weser-Ems zur Einstellungsmetaphylaxe bzw. zur Behandlung von Mastschweinebeständen ca. 50.000 Tonnen Fütterungsarzneimittel eingesetzt (RASSOW u. SCHAPER, 1996). Dennoch beläuft sich die Verlustrate in den Mastställen auf 4 % im Jahr und bei der Schlachtung weisen bis zu 50 % der Tiere pathologisch-anatomische Veränderungen an der Lunge auf (LIENEMANN et al., 1991; WUNDERLI et al., 1993; KUTSCHERA, 1999). Ferner besteht die Gefahr der Zunahme von Resistenzen bei animalen und humanen Krankheitserregern durch den Einsatz der antibakteriellen Futtermittelzusatzstoffe. Des weiteren führt die mangelhafte Konstitution der Tiere dazu, daß beim Transport zum Schlachthof jährlich ca. 200.000 Schweine in der BRD verenden (V. WENZLAWOWICZ, 1998). Ebenfalls bedeutsam sind postmortale Qualitätsabweichungen hinsichtlich der Fleischbeschaffenheit (PSE, DFD), hervorgerufen durch unmittelbar vor dem Schlachten erfolgte physische und psychische Belastungen, die insbesondere streßanfällige Fleischrassen nicht mehr kompensieren können.

In jüngster Zeit hat die Diskussion um die Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit der Lebensmittel tierischer Herkunft an Schärfe zugenommen. Die Bedingungen der Massentierhaltung und des Transportes geraten immer mehr in die öffentliche Kritik. Neben gesundheitlichen Bedenken haben Fragen der Ethik heute genauso viel Gewicht und damit Einfluß auf den Fleischkonsum gewonnen (HAMBÜCHEN, 1998). Der stetige Rückgang des Fleischkonsums spiegelt das Mißtrauen des Verbrauchers gegenüber dem Lebensmittel Fleisch wider.

Eines der Instrumente, diesem negativen Trend zu begegnen, ist die Einrichtung einer transparenten und alle Stufen der Lebensmittelproduktion berücksichtigenden Qualitätssicherung. Bei Lebensmitteln tierischer Herkunft ist der lebende Tierbestand miteinzubeziehen: Zucht, Aufzucht und Mast bilden ebenso Produktionsstufen bei der Fleischerzeugung wie der Tiertransport, der Umgang mit den Tieren am Schlachthof und die Schlachtung selbst sowie die Zerlegung der Tiere und die Verarbeitung des Fleisches. Im Rahmen dieser integrierten Qualitätssicherungssysteme kommt der Organbefundung am Schlachthof eine große Bedeutung zu, um eine präventive Bestandsbetreuung und eine ständige Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen sowie der Tiergesundheit zu er-

[Seite 104]

möglichen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Trotz einiger Eigenständigkeiten kosmetischer Art in der Formulierung ist die Ähnlichkeit kaum zu übersehen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[46.] Dmi/Fragment 075 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:50:27 Schumann
BauernOpfer, Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 103, 104, Zeilen: 103: 38 ff. - 104: 1 ff.
[Im Rahmen dieser integrierten Qualitätssicherungssysteme kommt der Organbefundung am Schlachthof eine große Bedeutung zu, um eine präventive Bestandsbetreuung und eine] ständige Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen sowie der Tiergesundheit zu ermöglichen. Die am Schlachthof an den Organen der geschlachteten Schweine ermittelten pathologisch-anatomischen Veränderungen sind ein objektives Maß für die während des Lebens der Tiere durchgemachten Krankheiten (BLAHA u. NEUBRAND, 1994). Eine Rückmeldung dieser Befunde ermöglicht dem Erzeuger wertvolle Rückschlüsse auf die Tiergesundheit seines Bestandes, da viele chronische oder subklinische Infektionen im Stall oft unerkannt bleiben. Dadurch werden gezieltere Maßnahmen zur Steigerung der Bestandsgesundheit ermöglicht, die den Antibiotikaeinsatz in der Fütterung reduzieren und in der Folge den Verbraucherschutz sowie die Akzeptanz des Lebensmittels Fleisch verbessern können.

Bisher wird der Tierhalter vielfach nur über Schlachtkörpermasse und Magerfleischanteil als Grundlage der Vergütung unterrichtet. Eine wirtschaftlich ausgerichtete Fleischerzeugung produziert folglich hohe Gewichte in kurzer Zeit bei einem hohen Magerfleischanteil. Dabei wird eine verminderte Fleischqualität in Kauf genommen (WENZLAWOWICZ, 1994; SCHÜTTE et al., 1996a,b). Weitere Informationen über Organveränderungen oder die Fleischbeschaffenheit werden zwischen den Erzeuger- und den Fleischgewinnungsbetrieben nicht ausgetauscht. Lediglich das Verwerfen von Teilen oder des gesamten Schlachtkörpers werden begründet. Die regelmäßig durchgeführten Fleischbeschaustatistiken haben keinen Informationswert für die Primärproduktion in den landwirtschaftlichen Betrieben, da die Beanstandungen sich nicht auf die Lieferbestände zurückverfolgen lassen (SCHARNER et al., 1998). Tier- und Fleischproduktionsbereiche existieren somit isoliert voneinander.

Als Reaktion auf die beschriebenen Mißstände bildeten sich in jüngster Zeit Erzeugergemeinschaften mit Markenfleischprogrammen, welche versuchen, über ein umfassendes Qualitätsmanagement auf allen Produktionsstufen das Vertrauen des Verbrauchers zurückzugewinnen. Eine Verbesserung der Tiergesundheit in den Betrieben und eine Steigerung der Fleischqualität bei gleichzeitiger Berücksichtigung ethischer Belange in der Fleischerzeugung sind dabei die vorrangigen Ziele. Zuchtplanung, Aufstellung von Haltungskriterien, regelmäßige Gesundheitskontrollen einschließlich der Überprüfung des Hygieneund Fütterungsmanagements, ein reglementierter Arzneimitteleinsatz, Definition von Transport- und Schlachtbedingungen sowie Rückmeldung der Ergebnisse aus der Organbefundung und der Fleischqualitätsbeurteilung sind die wesentlichen Werkzeuge, derer sich die Erzeugergemeinschaften bedienen. Nach KALLWEIT (1996) gibt es jedoch gegenwärtig eine Vielzahl von Qualitäts- und Markenfleischprogrammen, die nicht alle einer kritischen Prüfung standhalten.

Neuere Untersuchungen im Rahmen eines Entwicklungsvorhaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (FuE-Vorhaben 96UM007), in denen die Tiergesundheit anhand von Organbefunden und die Fleischqualität anhand von pH-Werterfassung 35 Minuten post mortem untersucht wurden, konnten [zeigen, dass nur geringfügige Unterschiede zwischen Markenfleischprogrammen und „freiem Markt“ bestehen (BOSTELMANN, 2000).]

Im Rahmen dieser integrierten Qualitätssicherungssysteme kommt der Organbefundung am Schlachthof eine große Bedeutung zu, um eine präventive Bestandsbetreuung und eine ständige Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen sowie der Tiergesundheit zu er-

[Seite 104]

möglichen. Die am Schlachthof an den Organen der geschlachteten Schweine ermittelten pathologisch-anatomischen Veränderungen sind ein objektives Maß für die während des Lebens der Tiere durchgemachten Krankheiten (BLAHA u. NEUBRAND, 1994). Eine Rückmeldung dieser Befunde ermöglicht dem Erzeuger wertvolle Rückschlüsse auf die Tiergesundheit seines Bestandes, da viele chronische oder subklinische Infektionen im Stall oft unerkannt bleiben. Dadurch werden gezieltere Maßnahmen zur Steigerung der Bestandsgesundheit ermöglicht, die den Antibiotikaeinsatz in der Fütterung reduzieren und in der Folge den Verbraucherschutz sowie die Akzeptanz des Lebensmittels Fleisch verbessern können.

Bisher wird der Tierhalter vielfach nur über Schlachtkörpergewicht und Magerfleischanteil als Grundlage der Vergütung unterrichtet. Eine wirtschaftlich ausgerichtete Fleischerzeugung produziert folglich hohe Gewichte in kurzer Zeit bei einem hohen Magerfleischanteil. Dabei wird eine verminderte Fleischqualität in Kauf genommen (V. WENZLAWOWICZ, 1994; SCHÜTTE et al., 1996ab). Weitere Informationen über Organveränderungen oder die Fleischbeschaffenheit werden zwischen den Erzeuger- und den Fleischgewinnungsbetrieben nicht ausgetauscht. Lediglich das Verwerfen von Teilen oder des gesamten Schlachtkörpers werden begründet. Die regelmäßig durchgeführten Fleischbeschaustatistiken haben keinen Informationswert für die Primärproduktion in den landwirtschaftlichen Betrieben, da die Beanstandungen sich nicht auf die Lieferbestände zurückverfolgen lassen (SCHARNER et al., 1998). Tier- und Fleischproduktionsbereiche existieren somit isoliert voneinander.

Als Reaktion auf die beschriebenen Mißstände bildeten sich in jüngster Zeit Erzeugergemeinschaften mit Markenfleischprogrammen, welche versuchen, über ein umfassendes Qualitätsmanagement auf allen Produktionsstufen das Vertrauen des Verbrauchers zurückzugewinnen. Eine Verbesserung der Tiergesundheit in den Betrieben und eine Steigerung der Fleischqualität bei gleichzeitiger Berücksichtigung ethischer Belange in der Fleischerzeugung sind dabei die vorrangigen Ziele. Zuchtplanung, Aufstellung von Haltungskriterien, regelmäßige Gesundheitskontrollen einschließlich der Überprüfung des Hygieneund Fütterungsmanagements, ein reglementierter Arzneimitteleinsatz, Definition von Transport- und Schlachtbedingungen sowie Rückmeldung der Ergebnisse aus der Organbefundung und der Fleischqualitätsbeurteilung sind die wesentlichen Werkzeuge, derer sich die Erzeugergemeinschaften bedienen. Nach KALLWEIT (1996) gibt es jedoch gegenwärtig eine Vielzahl von Qualitäts- und Markenfleischprogrammen, die nicht alle einer kritischen Prüfung standhalten.

Anmerkungen

Der letzte Absatz, der mit einer Referenz auf die Quelle versehen ist, ist der einzige nicht wörtliche übernommene.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[47.] Dmi/Fragment 077 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:52:57 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 9-21
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 107, Zeilen: 21 ff.
Wie aus der Tabelle 1313 erkennbar, variiert die Lungenbefundrate in den dort zitierten Untersuchungen von 10,1 % bis 77,9 %. Es ergeben sich also bezüglich des Gesundheitsstatus der Lungen erhebliche Abweichungen zwischen den Ergebnissen der aufgeführten Untersuchungen. Neben tatsächlich unterschiedlichen krankheitsbedingten Prävalenzen können die Abweichungen aber auch durch die beiden folgenden Ursachen beeinflusst werden: Zum einen werden oftmals Tiere ohne pathologisch-anatomische Veränderungen nicht separat registriert, so dass eine Unterscheidung von Tierkörpern ohne Befund und nichtbefundeten Schweinen unmöglich ist. Damit dürften einige der ermittelten Lungenbefundraten eine Unterschätzung der tatsächlichen Erkrankungssituation darstellen (HARBERS et al., 1992). Zum anderen können den Untersuchungen unterschiedliche Befundschlüssel zugrunde liegen, wodurch es zu abweichenden Prävalenzen kommen kann.

13 entspricht der Tabelle 3 im Schrifttumsteil auf S. 49

Wie in der Übersicht 1 auf S. 40 erkennbar, variiert die Lungenbefundrate in den dort zitierten Untersuchungen von 10,1 % bis 77,9 %. Es ergeben sich also bezüglich des Gesundheitsstatus der Lungen erhebliche Abweichungen zwischen den Ergebnissen der aufgeführten Untersuchungen. Neben tatsächlich unterschiedlichen krankheitsbedingten Prävalenzen können die Abweichungen aber auch durch die beiden folgenden Ursachen beeinflußt werden. Zum einen werden oftmals Tiere ohne pathologisch-anatomische Veränderungen nicht separat registriert, so daß eine Unterscheidung von Tierkörpern ohne Befund und nichtbefundeten Schweinen unmöglich ist. Damit dürften einige der ermittelten Lungenbefundraten eine Unterschätzung der tatsächlichen Erkrankungssituation darstellen (HARBERS et al., 1992). Zum anderen können den Untersuchungen unterschiedliche Befundschlüssel zugrunde liegen, wodurch es zu abweichenden Prävalenzen kommen kann.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[48.] Dmi/Fragment 078 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:56:20 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 40, 107, 108, Zeilen: 40: Übersicht 1; 107: 33 ff. - 108: 1-2
Tabelle 13: Vergleiche von Literaturangaben zu Untersuchungen zu den Häufigkeiten von pathologisch-anatomischen Organveränderungen bei Schlachtschweinen mit den eigenen Ergebnissen

Autor Staat Anzahl Tiere Lunge (%) Pn 2 (%) Pn 3 (%)

UHLEMANN u. JAHN (1970) DDR 1.000 21,6

EDWARDS u. PENNY (1971) GB 1.130 20,0

FLESJA u. ULVESAETER (1979) N 256.000 13,2

OSBORNE et al. (1981) CAN 15.409 37,0

BENNEWITZ (1982) DDR 8.000 77,0

SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) UdSSR 1.138 28,0

BERNARDO et al. (1990b) CAN 450 55,0

LIENEMANN et al. (1991) D 17.433 46,1

HARBERS et al. (1992) NL 1,8 Mio 18,1

KÖFER et al. (1993) A 1.158 77,9

WUNDERLI u. LENZINGER (1993) CH 6.739 34,2

HARMS (1995) D 23.146 32,3

WITTMANN et al. (1995) D 8.740 26,6

JENSEN (1996)* D 11.382 48,8 7,8 4,7

MÄHLMANN (1996) D 62.728 61,6

SCHÜTTE et al. (1996a)* D 10.858 27,3 24,5Pn1-2 2,8

VOGT (1996)*# D 19.417 49,0

KUTSCHERA (1999)* A 8.934 45,1 24,4 6,4

BOSTELMANN (2000)* D 584.778 51,2 10,6 5,3

Eigene Untersuchungen* D 11.950 46,0 40Pn1-2 6

+ Untersuchungsschema nach BLAHA u. NEUBRAND (1994) verwendet

++ die Befunde wurden direkt über einen Bewertungsschlüssel in Punkte umgewandelt, absolute Zahlen und Prozentanteile liegen nicht vor.

Pn 2 = 11-30 % lobuläre bis lobäre/ Pn 3 = > 30% konfluierende lobäre Veränderungen

Wie in der vorliegenden Arbeit beurteilten sowohl JENSEN (1996) als auch VOGT (1996) die Schweinelungen anhand des Befundschlüssels nach BLAHA u. NEUBRAND (1994) und wiesen mit einer Häufigkeit von 48,8 % bzw. 49,0 % pathologisch-anatomisch veränderten Organen einen ähnlich hohen Anteil auf. In einer Untersuchung von KUTSCHERA et al. (1999) zeigten 45,1 % der Schweine Pneumonien unterschiedlichen Grades auf. Ebenfalls vergleichbar sind die eigenen Ergebnisse mit den Befunden aus der Untersuchung von BOSTELMANN (2000). Deren Untersuchung an insgesamt 584.778 Schweinen kann sicherlich als repräsentativ angesehen werden. Darin zeigten ebenfalls nur knapp 50% aller Lungen keine pathologisch-anatomischen Veränderungen, 45% waren gering- bis mittelgradig verändert und 5,3% hochgradig. Das Ergebnis der eigenen Untersuchung unterscheidet sich unwesentlich von diesen vergleichbaren Studien.

[Seite 40:]

Übersicht 1: Untersuchungen zu den Häufigkeiten von pathologisch-anatomischen Organveränderungen bei Schlachtschweinen Autor Staat Anzahl Tiere Lunge (%) Leber (%) Pleura (%)

FLESJA u. ULVESAETER (1979) N 256.000 13,2 11,0

UHLEMANN u. JAHN (1970) DDR 1.000 21,6 42,8

EDWARDS u. PENNY (1971) GB 1.130 20,0 4,0

OSBORNE et al. (1981) CAN 15.409 37,0 2,0

BENNEWITZ (1982) DDR 8.000 77,0

SCHESTAKOV u. ORKIN (1987) UdSSR 1.138 28,0

MOUSING et al. (1990) DK 4.800 28,0

BERNARDO et al. (1990b) CAN 450 55,0 82,0

LIENEMANN et al. (1991) D 17.433 46,1 10,9

HARBERS et al. (1992) NL 1,8 Mio 18,1

KÖFER et al. (1993) A 1.158 77,9

WUNDERLI u. LEUNZINGER (1993) CH 6.739 34,2

HARMS (1995) D 23.146 32,3 12,8 11,0

WITTMANN et al. (1995) D 8.740 26,6 11,1 4,6

JENSEN (1996) D 11.382 48,8 19,3 29,9

MÄHLMANN (1996) D 62.728 61,6 26,5 16,1

SCHÜTTE et al. (1996a) D 10.856 27,2

VOGT (1996) D 19.417 49,0 23,2 14,2

KUTSCHERA (1999) A 8.934 45,1 82,4 17,7


[Seite 107:]

Wie in der vorliegenden Arbeit beurteilten sowohl JENSEN (1996) als auch VOGT (1996) die Schweinelungen anhand des Befundschlüssels nach BLAHA u. NEUBRAND (1994) und wiesen mit einer Häufigkeit von 48,8 % bzw. 49,0 % pathologisch-anatomisch veränderter Organe einen ähnlich hohen Anteil nach. In einer Untersuchung von KUTSCHERA et al. (1999) zeigten 45,1 % der Schweine Pneu-

[Seite 108:]

monien unterschiedlichen Grades auf. Das Ergebnis der eigenen Untersuchung unterscheidet sich unwesentlich von diesen vergleichbaren Studien.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Nur der Eintrag MOUSING et al. (1990) wird nicht mit übernommen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[49.] Dmi/Fragment 079 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:58:45 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 26, 109, Zeilen: 26: 2 ff.; 109: 28 ff.
4.1.1 Schlussfolgerung

Die kontinuierliche flächendeckende Erhebung von pathologisch-anatomischen Veränderungen von Organen bei Schlachtschweinen ist ein taugliches Instrumentarium zur Erfassung des Tiergesundheitsstatus einer Region. Die hohen Prävalenzen erfordern einen dringenden Handlungsbedarf. Dass unter heutigen Mastbedingungen über 50 % aller Schlachtschweine entzündliche Veränderungen an den Lungen zeigen, sollte als ein deutliches Signal zum sofortigen Handeln verstanden werden. Die Rückmeldung der Befunde zum Erzeuger und eine wirksame Kooperation auf allen Produktionsebenen sind dabei Voraussetzung für eine Verbesserung der Missstände.

Des weiteren zeigen die Ergebnisse, dass sie im wesentlichen vergleichbar sind mit denen ähnlicher Untersuchungen der letzten Jahre, und dass somit davon ausgegangen werden kann, dass sie repräsentativ für die derzeitige Situation der Tiergesundheit von Schweinen aus dem norddeutschen Raum sind.

4.2 Die Ergebnisse der Fleischqualitätsmessung

Zur Beurteilung der Qualität eines Schlachtkörpers oder Fleischstückes sind Messtechniken erforderlich, die so früh wie möglich nach der Schlachtung Qualitätsmerkmale erfassen können. Zu den praxiskonformen Schnellmethoden gehören die Messung der Farbhelligkeit, der Leitfähigkeit und des pH-Wertes (HÄUSSERMANN, 1985; WENZLAWOWICZ, 1994; LÜTJENS u. KALM, 1995b; VAN OECKEL et al., 1997). Nach Einschätzung von LÜTJENS u. KALM (1995b) sind durch instrumentelle Meßmethoden die sensorischen Eigenschaften nur zu einem Teil erfassbar, wobei die pH-Messwerte die höchsten Korrelationen mit sensorischen Merkmalen aufwiesen. Nach HOFMANN (1987b) hat der pH-Wert einen direkten oder indirekten Einfluss auf Farbe, Zartheit, Geschmack, Wasserbindungsvermögen (WBV) und Haltbarkeit des Fleisches. Eine enge Beziehung zwischen dem pH-Wert bis zu einer Stunde nach der Schlachtung und dem WBV wurde von AUGUSTINI et al. (1977) sowie SCHEPER (1982) festgestellt. Zur Ermittlung von einem Fleischqualitätsmangel im Sinne von PSE, ist der pH-Verlauf innerhalb einer Stunde post mortem zu messen (KALLWEIT u. PIRCHNER, 1989). Später (etwa 3-6 h p.m.) gemessene pH-Werte bringen keine weitere Differenzierung. Der gebräuchlichste Meßzeitpunkt ist 45 Min. nach der Schlachtung (pH1; pH45min). Da sich die Schlachtkörper unter heutigen Praxisbedingungen zu diesem Zeitpunkt meist schon im Kühlhaus befinden und daher die Messungen vorgezogen werden, sollte zur Vergleichbarkeit durchgeführter Fleischqualitätsmessungen ein sogenannter zeitbezogener pH-Wert angegeben werden (SCHÜTTE et al., 1994). Zur Feststellung von Fleischqualitätsmängeln im Sinne von DFD-Fleisch ist die pH-Messung 24 h post mortem (pH24; pHu) am aussagekräftigsten (KALLWEIT u. PIRCHNER, 1989).

Zur Beurteilung der Qualität eines Schlachtkörpers oder Fleischstückes sind Meßtechniken erforderlich, die so früh wie möglich nach der Schlachtung Qualitätsmerkmale erfassen können. Zu den praxiskonformen Schnellmethoden gehören die Messung der Farbhelligkeit, der Leitfähigkeit und des pH-Wertes (HÄUSSERMANN, 1985; V. WENZLAWOWICZ, 1994; VAN OECKEL et al., 1997). Bei einer analytischen und sensorischen Untersuchung von Markenfleischprodukten stellten LÜTJENS u. KALM (1995b) fest, daß die Schlachtkörper hinsichtlich ihrer Fleischbeschaffenheit nicht sicher selektiert werden. Sie fordern daher zur Qualitätslenkung eine Verbesserung bei den Meßmethoden am Schlachtband. Nach Einschätzung der Autoren sind durch instrumentelle Meßmethoden die sensorischen Eigenschaften nur zu einem Teil erfaßbar, wobei die pH-Meßwerte die höchsten Korrelationen mit sensorischen Merkmalen aufwiesen. Nach HOFMANN (1987b) hat der pH-Wert einen direkten oder indirekten Einfluß auf Farbe, Zartheit, Geschmack, Wasserbindungsvermögen (WBV) und Haltbarkeit des Fleisches. Eine enge Beziehung zwischen dem pH-Wert bis zu einer Stunde nach der Schlachtung und dem WBV wurde von AUGUSTINI et al. (1977) sowie SCHEPER (1982) festgestellt.

2.3.3.1 Messung des pH-Wertes nach dem Schlachten

Der pH-Wert ist als der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration definiert. Im lebenden Muskel liegt er bei 7,2 und befindet sich somit etwas oberhalb des Neutralpunktes (HOFMANN, 1987b). Um Fleischqualitätsmängel im Sinne von PSE zu erkennen, ist der pH-Verlauf innerhalb einer Stunde post mortem zu messen (KALLWEIT u. PIRCHNER, 1989). Später (etwa 3- 6 h p.m.) gemessene pH-Werte bringen keine weitere Differenzierung. Der gebräuchlichste Meßzeitpunkt ist 45 Min. nach der Schlachtung (pH1; pH45min). Da sich die Schlachtkörper unter heutigen Praxisbedingungen zu diesem Zeitpunkt meist schon im Kühlhaus befinden und daher die Messungen vorgezogen werden, sollte zur Vergleichbarkeit durchgeführter Fleischqualitätsmessungen ein sogenannter zeitbezogener pH-Wert angegeben werden (SCHÜTTE et al., 1994). Zur Feststellung von Fleischqualitätsmängeln im Sinne von DFD-Fleisch ist die pH-Messung 24 h post mortem (pH24; pHu) am aussagekräftigsten (KALLWEIT u. PIRCHNER, 1989).

[Seite 109]

Die kontinuierliche flächendeckende Erhebung von pathologisch-anatomischen Veränderungen an Organen bei Schlachtschweinen ist ein taugliches Instrumentarium zur Erfassung des Tiergesundheitsstatus einer Region. Die hohen Prävalenzen erfordern einen dringenden Handlungsbedarf. Daß unter heutigen Mastbedingungen über 50 % aller Schlachtschweine entzündliche Veränderungen an den Lungen zeigen, sollte als ein deutliches Signal zum sofortigen Handeln verstanden werden. Die Rückmeldung der Befunde zum Erzeuger und eine wirksame Kooperation auf allen Produktionsebenen sind dabei Voraussetzung für eine Verbesserung der Mißstände.

Des weiteren zeigen die Ergebnisse, daß sie im wesentlichen vergleichbar sind mit denen ähnlicher Untersuchungen der letzten Jahre, und daß somit davon ausgegangen werden kann, daß sie repräsentativ für die derzeitige Situation der Tiergesundheit von Schweinen aus dem norddeutschen Raum sind.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[50.] Dmi/Fragment 080 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 18:00:46 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 20 ff.
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 30, 31, Zeilen: 30: 29 ff. - 31: 1 ff.
WITTMANN et al. (1995) diagnostisierten nur einen geringen Zusammenhang zwischen der PSE-Häufigkeit und Lungenerkrankungen, da lediglich der Befund “hochgradige Pneumonie” bei den Tieren mit PSE bzw. mit PSE-Verdacht signifikant seltener auftrat. Dagegen konnten HAMMEL u. BLAHA (1993) eine Beziehung zwischen dem Schweregrad von Lungenveränderungen und dem pH-Wert im Muskel nachweisen. In ihren Untersuchungen wiesen 54,9 % der Tiere ohne Lungenbefund eine gute Fleischqualität auf (pH45min im LD ≥ 5,8). Bei den Schlachtkörpern mit mittel- bis hochgradigen Lungenveränderungen lag dieser Anteil nur bei 45,7 %. Die Autoren vermuten, dass die prämortalen Belastungen sich bei kranken Tieren stärker auf die Konstitution und damit auf die Fleischqualität auswirken.

Bei der Untersuchung der Lungen von 957 geschlachteten Schweinen diagnostizierten HOY et al. (1987a) zu 78,3 % entzündliche Lungenveränderungen in unterschiedlichem Ausmaß. Ein negativer Einfluss des Erkrankungsgrades auf die Masse der Fleischteilstücke, den täglichen Fleischansatz und die Kotelettfläche konnte statistisch abgesichert werden. Als eine Ursache nennen die Autoren, dass mit zunehmenden Anteil an verändertem Lungengewebe der Gasaustausch und somit die Stoffwechselleistung eingeschränkt werden. Zusätzlich stellt die Auseinandersetzung des erkrankten Schweines mit dem Erreger eine energieverbrauchende Anpassungsleistung dar. SCHÜTTE et al. (1996a) ermittelten den pH35min im Schinken von ca. 10.000 Schweinen und verglichen die Werte mit den Lungenbefunden der entsprechenden Tierkörper. Schlachtkörper mit gering- bis mittelgradigen Lungenveränderungen wiesen einen um 0,08-0,12 Einheiten höheren mittleren pH-Wert auf als [Schweine ohne auffälligen Lungenbefund.]

WITTMANN et al. (1995) beurteilten am Schlachthof bei über 8.000 Tieren Lungen, Brustfell und Herz nach dem Befundschlüssel von BLAHA (1993) und ermittelten den pH-Wert im Kotelett. Erkrankungen der Atemwege ergaben signifikante Unterschiede im Schlachtgewicht. Deutliche Zusammenhänge zwischen der PSE-Häufigkeit und Lungenerkrankungen konnten jedoch nicht festgestellt werden. Lediglich der Befund “hochgradige Pneumonie” trat bei den Tieren mit PSE bzw. mit PSE-Verdacht signifikant seltener auf. Sowohl die erfaßten Befunde “Perikarditis” als auch “Pleuritis” ließen keinen Einfluß auf den pH45min erkennen.

Dagegen konnten V. HAMMEL u. BLAHA (1993) eine Beziehung zwischen dem Schweregrad von Lungenveränderungen und dem pH-Wert im Muskel nachweisen. An 1.197 Schweine wurde ebenfalls die Organbefundung nach dem von BLAHA (1993) angegebenen Schlüssel vorgenommen. 54,9 % der Tiere ohne Lungenbefund wiesen eine gute Fleischqualität auf (pH45min im LD ≥ 5,8). Bei den Schlachtkörpern mit mittel- bis hochgradigen Lungenveränderungen lag dieser Anteil nur bei 45,7 %. Die Autoren vermuten, daß die prämortalen Bela-

[Seite 31]

stungen sich bei kranken Tieren stärker auf die Konstitution und damit auf die Fleischqualität auswirken.

Bei der Untersuchung der Lungen von 957 geschlachteten Schweinen diagnostizierten HOY et al. (1987a) zu 78,3 % entzündliche Lungenveränderungen in unterschiedlichem Ausmaß. Ein negativer Einfluß des Erkrankungsgrades auf die Masse der Fleischteilstücke, den täglichen Fleischansatz und die Kotelettfläche konnte statistisch abgesichert werden. Als eine Ursache nennen die Autoren, daß mit zunehmenden Anteil an verändertem Lungengewebe der Gasaustausch und somit die Stoffwechselleistung eingeschränkt werden. Zusätzlich stellt die Auseinandersetzung des erkrankten Schweines mit dem Erreger eine energieverbrauchende Anpassungsleistung dar.

SCHÜTTE et al. (1996a) ermittelten den pH35min im Schinken von ca. 10.000 Schweinen und verglichen die Werte mit den Lungenbefunden der entsprechenden Tierkörper. Schlachtkörper mit gering- bis mittelgradigen Lungenveränderungen wiesen einen um 0,08-0,12 Einheiten höheren mittleren pH-Wert auf als Schweine ohne auffälligen [sic] Lungenbefunde.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[51.] Dmi/Fragment 081 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 18:02:13 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 1-12
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 31, Zeilen: 14 ff.
[Schlachtkörper mit gering- bis mittelgradigen Lungenveränderungen wiesen einen um 0,08-0,12 Einheiten höheren mittleren pH-Wert auf als] Schweine ohne auffälligen Lungenbefund. Ebenso verhielt es sich mit den pH1-Werten der Tiere mit hochgradigen Lungenveränderungen im Vergleich zu den Schweinen mit gering- bis mittelgradigen Lungenbefunden. Nur bei Schweinen mit hochgradigen Lungenveränderungen und Magerfleischwerten = 59,5 % lag der pH1-Wert mit durchschnittlich 6,7 um 0,7 Einheiten über den vergleichbaren Werten der Tiere ohne und mit gering- bis mittelgradigen Lungenbefunden. Messungen des pH24 zeigten, dass die DFD-Häufigkeit bei diesen Schlachtkörpern zunahm. Die Autoren vermuten, dass ein hoher Teil dieser Tiere aufgrund eines Energiemangels infolge einer Überbeanspruchung vor der Schlachtung das Fleischbeschaffenheitsmerkmal DFD entwickeln und fordern daher, dass eine Beurteilung der pH-Werte nur mit Beachtung des Magerfleischanteiles und der pathologisch-anatomischen Lungenbefunde zulässig sein sollte. Schlachtkörper mit gering- bis mittelgradigen Lungenveränderungen wiesen einen um 0,08-0,12 Einheiten höheren mittleren pH-Wert auf als Schweine ohne auffälligen Lungenbefunde. Ebenso verhielt es sich mit dem pH-Werten der Tiere mit hochgradigen Lungenveränderungen im Vergleich zu den Schweinen mit gering- bis mittelgradigen Lungenbefunden. Nur bei Schweinen mit hochgradigen Lungenveränderungen und Magerfleischwerten = 59,5 % lag der pH-Wert mit durchschnittlich 6,7 um 0,7 Einheiten über den vergleichbaren Werten der Tiere ohne und mit gering- bis mittelgradigen Lungenbefunden. Messungen des pHu zeigten, daß die DFD-Häufigkeit bei diesen Schlachtkörpern zunahm. Die Autoren vermuten, daß ein hoher Teil dieser Tiere aufgrund eines Energiemangels infolge einer Überbeanspruchung vor der Schlachtung das Fleischbeschaffenheitsmerkmal DFD entwickeln und fordern daher, daß eine Beurteilung der pH-Werte nur mit Beachtung des Magerfleischanteiles und der pathologisch-anatomischen Lungenbefunde zulässig sein sollte.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[52.] Dmi/Fragment 082 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 19:06:31 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 1-5
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 121, Zeilen: 34-38
Die Messung des pH-Wertes 24 Stunden nach der Schlachtung kann Aufschluss darüber geben, ob ein Tierkörper Qualitätsmängel im Sinne von DFD aufzeigt. Der pH-Wert muss in einem solchen Fall über 6,2 liegen (VwVFlHG Kp.III, 4.1). Liegt der pH-Wert 35 min. nach der Schlachtung über 6,8 kann lediglich ein Verdacht auf DFD-Fleisch ausgesprochen werden. Die Messung des pH-Wertes 24 Stunden nach der Schlachtung kann Aufschluß darüber geben, ob ein Tierkörper Qualitätsmängel im Sinne von DFD aufzeigt. Der pH-Wert muß in einem solchen Fall über 6,2 liegen (VwVFlHG Kp.III, 4.1). Liegt der pH-Wert 35 min. nach der Schlachtung über 6,8 kann lediglich ein Verdacht auf DFD-Fleisch ausgesprochen werden.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[53.] Dmi/Fragment 082 27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 18:04:01 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 27-42
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 126, Zeilen: 11ff
Der Energiemangel würde durch den energiezehrenden Prozess der Krankheitsbewältigung - insbesondere bei körperlicher Belastung - entstehen, somit würden Tiere mit einem schlechteren Gesundheitsstatus die prämortal auftretenden Belastungen weitaus schlechter kompensieren. FEHLHABER et al. (1989) fanden zudem bei klinisch unauffälligen Tieren mit postmortal feststellbaren Lungenveränderungen anhand des Harneiweißgehaltes erhöhte prämortale Belastungen aufgrund der gesundheitlichen Defizite. Höhere PSE-Raten unter diesen Tieren sind die Folge. Ebenso benötigen Immunabwehrreaktionen oder Regenerationsvorgänge in pathologisch-anatomisch veränderter Lunge oder Leber eine erhöhte Energiebereitstellung, der den Sauerstoffbedarf ansteigen lässt. Auch diese Vorgänge können über eine verstärkte anaerobe Glykolyse zu einem Anstieg der PSE-Rate führen. Hier wird besonders deutlich, dass Fehler bei der Haltung, wie z.B. falsches Klima, zu hohe Belegung, zu Erkrankungen führen, die zu Schmerzen und Leiden im Sinne des Tierschutzes führen und in der Folge Qualitätseinbußen bedingen. Tiere mit einem schlechteren Gesundheitsstatus kompensieren die prämortal auftretenden Belastungen weitaus schlechter. FEHLHABER et al. (1989) fanden zudem bei klinisch unauffälligen Tieren mit postmortal feststellbaren Lungenveränderungen anhand des Harneiweißgehaltes erhöhte prämortale Belastungen aufgrund der gesundheitlichen Defizite. Höhere PSE-Raten unter diesen Tieren sind die Folge. Ebenso benötigen Immunabwehrreaktionen oder Regenerationsvorgänge in pathologisch-anatomisch veränderter Lunge oder Leber eine erhöhte Energiebereitstellung, der den Sauerstoffbedarf ansteigen läßt. Auch diese Vorgänge können über eine verstärkte anaerobe Glykolyse zu einem Anstieg der PSE-Rate führen. Hier wird besonders deutlich, daß Fehler bei der Haltung, wie z.B. falsches Klima oder hohe Belegung, zu Erkrankungen führen, die zu Schmerzen und Leiden im Sinne des Tierschutzes führen und in der Folge Qualitätseinbußen bedingen.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[54.] Dmi/Fragment 083 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 18:56:53 Schumann
BauernOpfer, Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 2-5, 8-19, 22-40
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 110, 122, Zeilen: 110: 1ff; 122: 3ff
Der Muskel-pH-Wert und damit die Fleischqualität werden nicht nur durch transport- und schlachthofabhängige Einflussfaktoren sondern auch maßgeblich durch die tierspezifischen Faktoren ‘Magerfleischanteil’, ‘Körpergewicht’ und insbesondere die Tiergesundheit (hier Lungenerkrankungen) bestimmt. [...]

Bei Betrachtung der Magerfleischwerte und Fleischqualitätsparameter wird deutlich, dass die alleinige Klassifizierung und Bezahlung nach dem Magerfleischanteil das Auftreten von minderwertigem Fleisch im Sinne von PSE begünstigt. Hier wird der Forderung einiger Autoren (SCHÜTTE, 1995b; WENZLAWOWICZ, 1998; BOSTELMANN 2000) nochmals Nachdruck verliehen, die Qualität des Fleisches bei der Vergütung zu berücksichtigen.

4.2.2 Auswirkungen von Organbefunden auf die Schlachtkörpermasse

Die Mastleistung hängt außer von den Einflussgrößen Erbanlage, Fütterung und Haltung im wesentlichen von dem Gesundheitszustand der Tiere ab. In der vorliegenden Untersuchung wurden alle untersuchten Schweine anhand ihrer Befunde an der Lunge und dem Schweregrad der Veränderungen in drei Gruppen unterteilt (o.b.B, gering- bis mittelgradig und hochgradig). [...] Tiere, die keine krankhaft veränderten Befunde am Geschlinge aufwiesen, hatten im Durchschnitt eine um 7 kg höhere Schlachtkörpermasse als Schweine mit hochgradig pathologisch-anatomischen Veränderungen. Damit wird bestätigt, dass der Gewichtszuwachs von Schweinen um so geringer ist, je stärker krankheitsbedingte Veränderungen an den Organen auftreten und folglich die Schlachtkörpermassen nachhaltig beeinflusst werden. In der vorliegenden Untersuchung lagen keine Informationen zu den Mastbedingungen und der Mastdauer aller Schweine vor. Geht man jedoch davon aus, dass insbesondere kranke Schweine in der Regel länger gemästet werden, um das gewünschte Gewicht zu erzielen, wird so besonders deutlich, dass Erkrankungen die Mastleistung gravierend verringern. Eine Vielzahl von Autoren, die den Zusammenhang zwischen Gesundheitsstatus und Mastleistung untersuchten, weisen darauf hin, dass nur gesunde Tiere eine hohe Leistung erbringen können (ANDERSEN, 1976; BERNARDO et al., 1990b; COWART et al., 1990). Nach einer Untersuchung von HOY et al. (1987b) bewirkten Pneumonien bei Schlachtschweinen eine Verminderung der Schlachtmasse um 4,9 kg gegenüber den gleichaltrigen gesunden Stallgefährten. Ebenso besaßen Tiere ohne Lebererkrankungen eine um durchschnittlich 3,7 kg signifikant höhere Schlachtkörpermasse als Schweine mit Parasitenbefall und Teilbeanstandungen der [Leber.]

4.1.2 Auswirkungen von Organbefunden auf Schlachtkörpergewicht

Die Mastleistung hängt außer von den Einflußgrößen Erbanlage, Fütterung und Haltung im wesentlichen von dem Gesundheitszustand der Tiere ab. In der vorliegenden Untersuchung wurden alle untersuchten Schweine anhand ihrer Befunde am Geschlinge und dem Schweregrad der Veränderungen in vier Gruppen unterteilt (o.b.B, gering-, mittel-, hochgradig; Tabelle 24, S. 81). Tiere, die keine krankhaft veränderten Befunde am Geschlinge aufwiesen, hatten im Durchschnitt ein um 1,03 kg höheres Schlachtkörpergewicht als Schweine mit hochgradig pathologisch-anatomischen Veränderungen (Tabelle 25, S. 82; Abbildung 8, S. 83). Damit wird bestätigt, daß der Gewichtszuwachs von Schweinen um so geringer ist, je stärker krankheitsbedingte Veränderungen an den Organen auftreten und folglich die Schlachtkörpergewichte nachhaltig beeinflußt werden. In der vorliegenden Untersuchung lagen keine Informationen zu den Mastbedingungen und der Mastdauer aller Schweine vor. Geht man jedoch davon aus, daß insbesondere kranke Schweine in der Regel länger gemästet werden, um das gewünschte Gewicht zu erzielen, wird so besonders deutlich, daß Erkrankungen die Mastleistung gravierend verringern. Eine Vielzahl von Autoren, die den Zusammenhang zwischen Gesundheitsstatus und Mastleistung untersuchten, weisen darauf hin, daß nur gesunde Tiere eine hohe Leistung erbringen können (ANDERSEN, 1976; BERNARDO et al., 1990b; COWART et al., 1990; s. auch Übersicht 3, S. 42). Nach einer Untersuchung von HOY et al. (1987b) bewirkten Pneumonien bei Schlachtschweinen eine Verminderung der Schlachtmasse um 4,9 kg gegenüber den gleichaltrigen gesunden Stallgefährten. Ebenso besaßen Tiere ohne Lebererkrankungen ein um durchschnittlich 3,7 kg signifikant höheres Schlachtkörpergewicht als Schweine mit Parasitenbefall und Teilbeanstandungen der Leber.

[Seite 122]

Der Muskel-pH-Wert und die Schinkenkerntemperatur werden nicht nur durch transport- und schlachthofabhängige Einflußfaktoren sondern auch maßgeblich durch die tierspezifischen Faktoren ‘Magerfleischanteil’ und ‘Körpergewicht’ bestimmt (MERGENS, 1996). [...]

Bei Betrachtung der Magerfleischwerte und Fleischqualitätsparameter in der Gruppe der Betriebe ohne Bindung an eine Erzeugergemeinschaft wird deutlich, daß die alleinige Klassifizierung und Bezahlung nach dem Magerfleischanteil das Auftreten von minderwertigem Fleisch im Sinne von PSE begünstigt. Hier wird der Forderung einiger Autoren (SCHÜTTE, 1995b; V. WENZLAWOWICZ, 1998) nochmals Nachdruck verliehen, die Qualität des Fleisches bei der Vergütung zu berücksichtigen.

Anmerkungen

Die Quelle wird erwähnt, aber in einer Form, die nicht darauf schließen lässt, dass fast die gesamte Seite aus ihr übernommen ist.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[55.] Dmi/Fragment 084 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 18:58:37 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 110, 127, Zeilen: 110: 26ff; 127: 23ff
In der Untersuchung von WITTMANN et al. (1995) konnte kein Unterschied in der Schlachtkörpermasse von lungenkranken Schweinen und denen ohne Lungenbefund ermittelt werden. Die Autoren erklären die fehlende Beeinträchtigung der Schlachtkörpermassees der erkrankten Schweine damit, dass Tiere mit geringeren Zuwachsleistungen länger gemästet wurden. NOYES et al. (1990) führen in ihrer Studie an, dass Erkrankungen an der Lunge, die erst kurz vor der Schlachtung aufgetreten sind (insbesondere durch A. pleuropneumoniae), noch keine Auswirkungen auf die tägliche Zunahme haben können. Der Großteil der durchgeführten Studien befasst sich entweder mit den Auswirkungen von Lungen- oder Lebererkrankungen auf die Mastleistung, wobei jeweils die Veränderungen am anderen Organ nicht mit berücksichtigt wurden.

4.2.2.1 Schlussfolgerung

Das vorrangige Ziel der vorliegenden Untersuchung lag darin, den Einfluss der pathologisch-anatomischen Lungenveränderungen auf die Fleischqualität zu identifizieren. Die Daten sollten jedoch auch dazu genutzt werden, aufzuzeigen, welche Zusammenhänge zwischen den weiteren untersuchten Parametern und der Fleischqualität bestehen. Die univariate multifaktorielle Varianzanalyse der Daten lässt einen deutlichen Einfluss des Faktors Magerfleischanteil und einen tendenziellen Einfluss der Faktoren Ladedichte und Ruhezeit auf dem Schlachthof auf die Entwicklung des Muskel-pH-Wertes zu erkennen, was in Einklang steht mit den Ergebnissen anderer Autoren (HAMMEL und BLAHA, 1993; WENZLAWOWICZ, 1994; SCHÜTTE et al., 1996b, MERGENS, 1997; VENTHIEN, 1998). Mit der Sanierung von Bestandskrankheiten in Schweinemastanlagen ist daher auch eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch Anhebung der Fleischqualität zu erreichen.

Es ist zu fordern, dass insbesondere innerhalb integrierter Qualitätssicherungssysteme die Zusammenhänge zwischen Haltung, Tiergesundheit und Fleischqualität aufgezeigt werden und bei der Rückverfolgung der Ursachen geeignete Maßnahmen ergriffen werden zur Steigerung des Tierschutzes und damit auch der Produktgüte.

In der Untersuchung von WITTMANN et al. (1995) konnte kein Unterschied im Schlachtkörpergewicht von lungenkranken Schweinen und denen ohne Lungenbefund ermittelt werden. Die Autoren erklären die fehlende Beeinträchtigung des Schlachtkörpergewichtes der erkrankten Schweine damit, daß Tiere mit geringeren Zuwachsleistungen länger gemästet wurden. NOYES et al. (1990) führen in ihrer Studie an, daß Erkrankungen an der Lunge, die erst kurz vor der Schlachtung aufgetreten sind (insbesondere durch A. pleuropneumoniae), noch keine Auswirkungen auf die tägliche Zunahme haben können. [...] Der Großteil der aufgeführten Studien befaßt sich dagegen jeweils mit den Auswirkungen von Lungen- oder Lebererkrankungen auf die Mastleistung, wobei die Veränderungen am anderen Organ nicht mit berücksichtigt wurden.

[Seite 127]

Schlußfolgerung:

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung lag nicht vorrangig darin, Einflußfaktoren auf die Fleischqualität zu identifizieren. Die Fülle an Daten sollte jedoch auch dazu genutzt werden aufzuzeigen, welche Zusammenhänge zwischen den untersuchten Parametern und der Fleischqualität bestehen. Die univariate multifaktorielle Varianzanalyse der Daten ergab jedoch keine eindeutigen Belege für die Dominanz eines oder mehrer Faktoren auf die Fleischqualitätsentwicklung. Der tendenzielle Einfluß der drei Faktoren Schlachtkörpergewicht, Magerfleischanteil und pathologisch-anatomische Veränderungen am Geschlinge auf die Entwicklung des Muskel-pH-Wertes ist jedoch unverkennbar. Dies steht in Einklang mit den Ergebnissen anderer Autoren (V. HAMMEL und BLAHA, 1993; V. WENZLAWOWICZ, 1994; SCHÜTTE et al., 1996b, MERGENS, 1997; VENTHIEN, 1999). Mit der Heilung von Bestandskrankheiten in Schweinemastanlagen ist daher auch eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch Anhebung der Fleischqualität zu erreichen.

Es ist zu fordern, daß insbesondere innerhalb integrierter Qualitätssicherungssysteme die Zusammenhänge zwischen Haltung, Tiergesundheit und Fleischqualität aufgezeigt und bei der Rückverfolgung der Ursachen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die der Steigerung des Tierschutzes und damit auch der Produktgüte dienen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[56.] Dmi/Fragment 085 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 19:01:15 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 1 (komplett)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 128, Zeilen: 1ff
4.3 Abschließende Bewertung

Die ermittelten hohen Veränderungsraten an Organen des Geschlinges zeigen einen dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der Tiergesundheit auf. BLAHA (1993) hält aus drei Gründen eine Steigerung der Tiergesundheit durch Verbesserung des Managements in den Schweinebeständen für notwendig:

  • Nur gesunde Tiere erbringen hohe Mastleistungen sowie eine optimale Futterverwertung und verbessern somit die Rentabilität der Erzeugerbetriebe.
  • Der Antibiotikaeinsatz in den Mastbeständen kann in der Folge reduziert werden, womit ein vermindertes Risiko an Resistenzbildungen und an Antibiotika-Rückständen in Lebensmitteln einem verbesserten Verbraucherschutz zugute kommen.
  • Durch Vermeidung von Krankheiten statt deren Therapie wird der Tierschutz in der Schweineproduktion verbessert.

Die Informationen aus der kontinuierlichen Schlachtbefunderhebung müssen daher Eingang in die tierärztliche Bestandsbetreuung finden. Nur so kann vom Tierarzt auf Bestandsebene eine fundierte Aussage zur Gesundheitslage im Betrieb gemacht werden. Erkrankungen werden frühzeitig erkannt und quantitativ erfasst. Eine ergänzende Analyse der Risikofaktoren im Betrieb muss sich anschließen, um eine wirksame Bekämpfung der Krankheitsursachen einzuleiten. Symptomtherapien können so reduziert werden. Das Auftreten von Atemwegserkrankungen und Spulwurmbefall kann über eine Verbesserung des Stallklimas und über Hygieneregime entscheidend beeinflusst werden. Voraussetzung für eine betriebsspezifische Beratung ist eine eindeutige Zuordnung der Organbefunde zu den Schlachtkörpern und Erzeugerkennummern sowie eine zuverlässige Rückmeldung an die Herkunftsbetriebe. Ferner ist zur genauen Erfassung der Bestandsgesundheit eine Registrierung von Organen ohne pathologisch-anatomischen Befunde unerlässlich. Nur so kann vermieden werden, dass nicht befundete veränderte Organe zu der Gruppe der nicht veränderten gezählt werden. Das Bild der Gesundheitslage im Tierbestand wird ansonsten verzerrt, was zu falschen Rückschlüssen führen kann.

Die durch die Erzeugergemeinschaften aufgestellten Richtlinien zur Zucht, Haltung, Betriebsberatung und zum Transport erweisen sich zum Teil als wirkungsvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Fleischqualität aber nur bedingt zur Steigerung der Bestandsgesundheit. Die erheblichen Differenzen in der Bestandsgesundheit innerhalb der Organisationen weisen wahrscheinlich darauf hin, dass die bestehenden Richtlinien nicht von allen Betrieben konsequent umgesetzt werden. Durch geschlossene Bestände, regelmäßige Hygienemaßnahmen, konstante Beratungen und tierärztliche Betreuung und Impfprogramme ist eine Steigerung des Gesundheitsstatus von Tierbeständen möglich.

4.4 Abschließende Bewertung

Die ermittelten hohen Veränderungsraten an Organen des Geschlinges zeigen einen dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der Tiergesundheit auf. BLAHA (1993) hält aus drei Gründen eine Steigerung der Tiergesundheit durch Verbesserung des Managements in den Schweinebeständen für notwendig:

  • Nur gesunde Tiere erbringen hohe Mastleistungen sowie eine optimale Futterverwertung und verbessern somit die Rentabilität der Erzeugerbetriebe.
  • Der Antibiotikaeinsatz in den Mastbeständen kann in der Folge reduziert werden, womit ein vermindertes Risiko an Resistenzbildungen und an Antibiotika-Rückständen in Lebensmitteln einem verbesserten Verbraucherschutz zugute kommen.
  • Durch Vermeidung von Krankheiten statt deren Therapie wird der Tierschutz in der Schweineproduktion verbessert.

Die Informationen aus der kontinuierlichen Schlachtbefunderhebung müssen daher Eingang in die tierärztliche Bestandsbetreuung finden. Nur so kann vom Tierarzt auf Bestandsebene eine fundierte Aussage zur Gesundheitslage im Betrieb gemacht werden. Erkrankungen werden frühzeitig erkannt und quantitativ erfaßt. Eine ergänzende Analyse der Risikofaktoren im Betrieb muß sich anschließen, um eine wirksame Bekämpfung der Krankheitsursachen einzuleiten. Symptomtherapien können so reduziert werden. Das Auftreten von Atemwegserkrankungen und Spulwurmbefall kann über eine Verbesserung des Stallklimas und über ein Hygieneregime entscheidend beeinflußt werden. Voraussetzung für eine betriebsspezifische Beratung ist eine eindeutige Zuordnung der Organbefunde zu den Schlachtkörpern und Erzeugerkennummern sowie eine zuverlässige Rückmeldung an die Herkunftsbetriebe. Ferner ist zur genauen Erfassung der Bestandsgesundheit eine Registrierung von Organen ohne pathologisch-anatomischen Befunde unerläßlich. Nur so kann vermieden werden, daß nicht befundete veränderte Organe zu der Gruppe der nicht veränderten gezählt werden. Das Bild der Gesundheitslage im Tierbestand wird ansonsten verzerrt, was zu falschen Rückschlüssen führen kann.

Die durch die Erzeugergemeinschaften aufgestellten Richtlinien zur Zucht, Haltung, Betriebsberatung und zum Transport erweisen sich zum Teil als wirkungsvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Fleischqualität aber nur bedingt zur Steigerung der Bestandsgesundheit. Die erheblichen Differenzen in der Bestandsgesundheit innerhalb der Organisationen weisen wahrscheinlich darauf hin, daß die bestehenden Richtlinien nicht von allen Betrieben konsequent umgesetzt werden. Durch geschlossene Bestände, regelmäßige Hygienemaßnahmen, konstante Beratungen und tierärztliche Betreuung ist eine Steigerung des Gesundheitsstatus von Tierbeständen möglich.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[57.] Dmi/Fragment 086 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 19:03:24 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 1-15
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 129, Zeilen: 10ff
Durch die bei einer durchgängigen Befunderhebung am Schlachthof erhobenen Organveränderungen kann die Bestandsgesundheit anhand des Befundschlüssels eingestuft werden. Derart ermittelte Bestandsnoten haben eine Indikatorfunktion. Sie geben einen schnellen Überblick über die Gesundheitslage in einzelnen Tierherden und die Bestandsgesundheit verschiedener Betriebe wird vergleichbar. Ferner kann der Verlauf der Bestandsgesundheit in unterschiedlichen Zeiträumen aufgezeigt werden und damit die tierärztliche Arbeit unterstützen.

Der Einfluss der Tiergesundheit und des Magerfleischanteiles auf die Fleischqualitätsparameter wurde verdeutlicht. Schwere Tiere mit hohen Magerfleischwerten und pathologisch-anatomischen Veränderungen am Geschlinge sind höheren Belastungen ausgesetzt und weisen daher häufiger PSE-Fleisch auf. Neben der Qualitätseinschätzung der Schlachtkörper gibt die Messung des pH-Wertes Hinweise über das Ausmaß vorangegangener Belastungen. Durch eine konsequente pH-Wert-Erfassung können somit Rückschlüsse auf belastende und qualitätsmindernder Einflussfaktoren gezogen werden.

Durch die bei einer durchgängigen Befunderhebung am Schlachthof ermittelten Lungen- und Leberveränderungen kann die Bestandsgesundheit anhand des Befundschlüssels nach PIQ eingestuft werden. Derart ermittelte Bestandsnoten haben eine Indikatorfunktion. Sie geben einen schnellen Überblick über die Gesundheitslage in einzelnen Tierherden und die Bestandsgesundheit verschiedener Betriebe wird vergleichbar. Ferner kann der Verlauf der Bestandsgesundheit in unterschiedlichen Zeiträumen aufgezeigt werden und damit die tierärztliche Arbeit unterstützen.

[...] Der Einfluß des Magerfleischanteiles, des Gewichtes und des Gesundheitsstatus auf die Fleischqualitätsparameter wurde verdeutlicht. Schwere Tiere mit hohen Magerfleischwerten und pathologisch-anatomischen Veränderungen am Geschlinge sind höheren Belastungen ausgesetzt und weisen daher häufiger PSE-Fleisch auf. Neben der Qualitätseinschätzung der Schlachtkörper gibt die Messung des pH-Wertes Hinweise über das Ausmaß vorangegangener Belastungen. Durch eine konsequente pH-Wert-Erfassung können somit Rückschlüsse auf belastende und qualitätsmindernde Einflußfaktoren gezogen werden.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[58.] Dmi/Fragment 086 28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 19:03:41 Schumann
Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 28-42
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 129, Zeilen: 28ff
Lebensmittel tierischer Herkunft können schwerwiegende Qualitätseinbußen erfahren, wenn in der Tierhaltung aus betriebs- oder arbeitswirtschaftlichen Gründen die Grenzen einer zumutbaren Belastung der Nutztiere überschritten werden. Der von Markenfleischprogrammen erhobene Anspruch auf eine einheitliche hohe Tiergesundheit und damit Produktqualität ist noch nicht erfüllt. Trotz einiger Verbesserungen in Form von Zuchtprogrammen und Regelungen zum Transport sowie zum Umgang mit den Tieren kommt es unter den heutigen Haltungsbedingungen immer noch zu Häufungen von Erkrankungen, die mit Schmerzen und Leiden bei den Tieren einhergehen und auch die Qualität des Fleisches negativ beeinflussen. Vermarkterorganisationen haben sicherlich den richtigen Weg eingeschlagen, um das Vertrauen der Verbraucher in das Lebensmittel Fleisch wieder zu gewinnen. Die vorliegende Arbeit zeigt jedoch, dass noch viel Anlass zu Kritik besteht und die Tiergesundheit konsequenter als Bewertungsmaßstab einbezogen werden muss, damit Markenfleischprogramme auch für den Verbraucher als ein Garant für eine hohe Produktgüte bestehen. Lebensmittel tierischer Herkunft können schwerwiegende Qualitätseinbußen erfahren, wenn in der Tierhaltung aus betriebs- oder arbeitswirtschaftlichen Gründen die Grenzen einer zumutbaren Belastung der Nutztiere überschritten werden. Der von Markenfleischprogrammen erhobene Anspruch auf eine einheitliche hohe Tiergesundheit und damit auch hohe Produktqualität ist noch nicht erfüllt. Trotz einiger Verbesserungen in Form von Zuchtprogrammen und Regelungen zum Transport sowie zum Umgang mit den Tieren kommt es unter den heutigen Haltungsbedingungen immer noch zu Häufungen von Erkrankungen, die mit Schmerzen und Leiden bei den Tieren einhergehen und auch die Qualität des Fleisches negativ beeinflussen. Vermarkterorganisationen haben sicherlich den richtigen Weg eingeschlagen, um das Vertrauen der Verbraucher in das Lebensmittel Fleisch wieder zu gewinnen. Die vorliegende Arbeit zeigt jedoch, daß noch viel Anlaß zu Kritik besteht und die Tiergesundheit konsequenter als Bewertungsmaßstab einbezogen werden muß, damit Markenfleischprogramme auch von dem Verbraucher als ein Garant für eine hohe Produktgüte und tierschutzgerechte Haltung anerkannt werden können.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

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