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Quelle:Dv/Blumenwitz 1991

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Dieter Blumenwitz
Titel    Friedenssicherung
Sammlung    Handbuch Vereinte Nationen
Herausgeber    Rüdiger Wolfrum
Ort    München
Verlag    Beck
Ausgabe    2., völlig neu bearb. Aufl.
Jahr    1991
Umfang    175-180
ISBN    3-406-34113-6

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    1


Fragmente der Quelle:
[1.] Dv/Fragment 172 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-07 10:37:27 Graf Isolan
Blumenwitz 1991, Dv, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hotznplotz, Guckar, Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 19-26
Quelle: Blumenwitz 1991
Seite(n): 176, Zeilen: 09-12, 17-28
Nach der ursprünglichen Konzeption der Charta bedeutet Frieden die Abwesenheit von militärischer Gewalt, sog. negativer Friedensbegriff. Zwar wird zunehmend unter Frieden auch mehr soziale Gerechtigkeit und Respektierung der Menschenrechte verstanden, sog. positiver Friedensbegriff. Problematisch wäre es jedoch, den Vereinten Nationen zur Durchsetzung einer „gerechteren Friedensordnung" die Gewaltanwendung zu gestatten. Hierdurch würde Gewalt wieder Einzug halten für eine gerechtere Ordnung, über die die Organe der Vereinten Nationen ohnehin nicht autoritativ entscheiden können.938

938 Blumenwitz, Friedenssicherung, S. 176 Rn. 2 ff.

[RN 2] [...] Nach der ursprünglichen Konzeption der Charta bedeutet Frieden („peace“ oder „peace and security“; vgl. z. B. Art. 1 Ziff. 1, Art. 2 Ziff. 3, Art. 24, Art. 39) die Abwesenheit von militärischer Gewalt (negativer Friedensbegriff); [...].

[Z. 17-22]

[RN 3] Das Streben nach mehr sozialer Gerechtigkeit, Respektierung der Menschenrechte oder Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts der Völker (—> Selbstbestimmung) wird deshalb in den Friedensbegriff projiziert. Dieser erscheint dann als die u. U. auch mit Gewalt („Gegengewalt“) anzustrebende gerechte oder gerechtere Friedensordnung, die in ihren schwer bestimmbaren Konturen, z. B. in Art. 1 Ziff. 2 und 3, Art. 13 oder 55 angesprochen wird (positiver Friedensbegriff).

[RN 4] Das Verhältnis der beiden Friedensbegriffe zueinander ist problematisch; gestattet man Gewaltanwendung zur Durchsetzung einer postulierten, gerechteren Friedensordnung, so schleust man - da die Organe der Vereinten Nationen über die Frage einer gerechteren Ordnung nicht autoritativ entscheiden können - die Gewaltanwendung wieder in das System der kollektiven Sicherheit ein, aus dem man sie durch das —> Gewaltverbot verbannen wollte.

Anmerkungen

Der erste Satz ist eine Paraphrase des Friedensbegriffs der Charta. Deutlich erkennbar ist hier für den gesamten Abschnitt Blumenwitz (1991) Grundlage. Die Vorlage wurde gekürzt und teilweise umformuliert. Die entsprechende Stelle wird als Quelle angegeben.

Sichter
(Graf Isolan)

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