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Quelle:Ea/Turhan 2008

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Turgay Turhan
Titel    Die Rolle des familiär erhöhten Faktor VIII bei Kindern mit einer ersten Entstehung venöser Thrombosen (vT)
Ort    Mübster
Jahr    2008
Anmerkung    Inaugural-Dissertation zur Erlangung des doctor medicinae dentium der Westfälischen-Wilhelm-Universität Münster
URL    http://miami.uni-muenster.de/Record/42c0c051-b817-4a96-9415-ef80675d6663

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    25


Fragmente der Quelle:
[1.] Ea/Fragment 005 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-21 09:31:55 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 12-25
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 1, Zeilen: 3-18
Es werden Blutviskosität, die gerinnungsabhängigen proteolytischen Enzymsysteme des Blutes und die Interaktion von gelösten und korpuskulären Blutbestandteilen mit Endothelzellen berücksichtigt.

Die Lehre der Hämostaseologie untersucht die physiologischen und pathophysiologischen Aspekte der Aufrechterhaltung der Gefäßwandintegrität sowie der Fluidität des Blutes.

Zwei Störungen können zu einer Beeinträchtigung der Funktion des Blutes führen. Diese sind

a) Blutverlust und

b) Gefäßverschlüsse durch Thrombosen

Zur Wiederherstellung bzw. Aufrechterhaltung der physiologischen Verhältnisse des Blutes gehören folgende Vorgänge:

a) Verhinderung von Blutungen durch das funktionelle Zusammenwirken von Thrombocyten, plasmatischen Gerinnungsfaktoren und Gefäßwand

b) Blutstillung nach Verletzung der Gefäßintegrität

c) Verhinderung intravasaler Gerinnung

d) Auflösung intravasaler Fibrinablagerung

Die Lehre der Hämostaseologie untersucht die physiologischen und pathophysiologischen Aspekte der Aufrechterhaltung der Gefäßwandintegrität sowie der Fluidität des Blutes. Hierbei werden Aspekte der Blutviskosität, der gerinnungsabhängigen proteolytischen Enzymsysteme des Blutes und der Interaktion von gelösten und korpuskulären Blutbestandteilen mit Endothelzellen berücksichtigt. Zu einer Beeinträchtigung der Funktion des Blutes kann es durch zwei Störungen kommen. Zum einen durch

a) Blutverlust

b) Gefäßverschlüsse durch Thrombosen

Zur Wiederherstellung bzw. Aufrechterhaltung der physiologischen Verhältnisse des Blutes gehören folgende Vorgänge:

a) Verhinderung von Blutungen durch das funktionelle Zusammenwirken von Thrombocyten, plasmatischen Gerinnungsfaktoren und Gefäßwand

b) Blutstillung nach Verletzung der Gefäßintegrität

c) Verhinderung intravasaler Gerinnung

d) Auflösung intravasaler Fibrinablagerung

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[2.] Ea/Fragment 006 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 14:39:22 Singulus
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1-26
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 2, 3, 4, Zeilen: 2: 1ff; 3: 1ff; 4: 1ff
1.1.1 Primäre Hämostase

Die physiologische Reaktion auf einen drohenden Blutverlust durch Verletzungen von Arteriolen und Venolen wird als primäre Hämostase oder Blutstillung bezeichnet. Den wichtigsten Anteil an der Blutstillung haben Thrombocyten, die in ständigen Kontakt mit der Gefäßwand stehen und auf lokale Veränderungen reagieren.

Die primäre Hämostase lässt sich in drei Phasen aufteilen, wobei die Übergänge fließend sind.

a) Posttraumatische Sofort- oder Frühphase:

Diese Phase dauert etwa 1-15 Sekunden. Hierbei kommt es zunächst zu einer reflektorischen Vasokonstriktion. Durch den Defekt in der Gefäßintima wird Kollagen Typ IV und Typ V der Basalmembran freigelegt. Die Freilegung des Kollagen Typ IV und V aktiviert die Thrombozyten. Bei der Thrombozytenaktivierung spielen andere Glycoproteine, wie zum Beispiel das Fibronektin und der von-Willebrand Faktor eine wichtige Rolle. Mittels des von Willebrand-Faktors und dem Glycoprotein Ib (GPIb) kommt es zur Adhäsion der Plättchen. Der Wegfall der endothelialen Hemmwirkung durch Prostazyclin (PGI2) und endothelian derived relaxing factor (ERDF) als Folge des Endotheldefektes, begünstigt die Thrombozytenadhäsion.

b) Thrombozytenaggregation:

Die zweite Phase besteht in der Ausbildung eines Gefäßwandverschlusses und dauert etwa 15 Sekunden bis 10 Minuten. Es kommt zu der Bildung eines lockeren reversiblen Plättchenaggregates, d.h. eine Aneinanderlagerung von Thrombozyten ausgelöst durch tiefer im Gewebe liegende Kollagen (Typ I und III), ADP und den Willebrand-Faktor aus verletzten Endothelzellen und primär adhärierenden Thrombozyten. Durch Brückenbildung zwischen dem vom aktivierten Thrombozyten ausgeschiedenen Glycoprotein IIb/IIIa und dem von Willebrand-Faktor, kommt es schließlich zu der Bildung eines irreversiblen Plättchenaggregates, wobei die Thrombozyten unter Membranauflösung miteinander verschmelzen und verkleben. Dieser Vorgang wird als visköse Metamorphose bezeichnet. Die Thrombozytenaggregation wird durch die Freisetzung von ADP, Serotonin und Phospholipiden (z. Bsp. Thromboxan A2) aus der Membran beschleunigt.

Primäre Hämostase

Die physiologische Reaktion auf einen drohenden Blutverlust durch Verletzungen von Arteriolen und Venolen wird als primäre Hämostase oder Blutstillung bezeichnet. Den wichtigsten Anteil an der Blutstillung haben Thrombocyten, die in ständigen Kontakt mit der Gefäßwand stehen und auf lokale Veränderungen reagieren.

Die primäre Hämostase lässt sich in drei Phasen aufteilen, wobei die Übergänge fließend sind.

[Seite 3]

Posttraumatische Sofort- oder Frühphase:

Diese Phase dauert etwa 1-15 Sekunden. Hierbei kommt es zunächst zu einer reflektorischen Vasokonstriktion. Durch den Defekt in der Gefäßintima wird Kollagen Typ IV und Typ V der Basalmembran freigelegt. Die Freilegung des Kollagen Typ IV und V aktiviert die Thrombozyten. Bei der Thrombozytenaktivierung spielen andere Glycoproteine, wie zum Beispiel das Fibronektin und der von-Willebrand Faktor eine wichtige Rolle. Mittels des von Willebrand-Faktors und dem Glycoprotein Ib (GPIb) kommt es zur Adhäsion der Plättchen. Der Wegfall der endothelialen Hemmwirkung durch Prostazyclin (PGI2) und endothelian derived relaxing factor (ERDF) als Folge des Endotheldefektes, begünstigt die Thrombozytenadhäsion.

Thrombozytenaggregation:

Die zweite Phase besteht in der Ausbildung eines Gefäßwandverschlusses und dauert etwa 15 Sekunden bis 10 Minuten. Es kommt zu der Bildung eines lockeren reversiblen Plättchenaggregates, d.h. eine Aneinanderlagerung von Thrombozyten ausgelöst durch tiefer im Gewebe liegende Kollagen (Typ I und III), ADP und den Willebrand-Faktor aus verletzten Endothelzellen und primär adhärierenden Thrombozyten. Durch Brückenbildung zwischen dem vom aktivierten Thrombozyten ausgeschiedenen Glycoprotein IIb/IIIa und dem von Willebrand-Faktor, kommt es schließlich zu der Bildung eines irreversiblen Plättchenaggregates, wobei die Thrombozyten unter Membranauflösung miteinander verschmelzen und verkleben. Dieser Vorgang wird als visköse Metamorphose bezeichnet. Die Thrombozytenaggregation wird durch die

[Seite 4]

Freisetzung von ADP, Serotonin und Phospholipiden (z. Bsp. Thromboxan A2) aus der Membran beschleunigt.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[3.] Ea/Fragment 007 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 17:23:48 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 4,5, Zeilen: 3ff;1ff
c) Verfestigung des Gefäßwandverschlusses

Durch zunehmende Aggregation der vorbeiströmenden Thrombozyten wird ein „weißer Thrombus“ gebildet. Durch zusätzliche Vasokonstriktion, welche durch das aus den Plättchen freigesetzten Serotonin herbeigeführt wird, kommt es zur Blutstillung.

1.1.2 Sekundäre Hämostase

Die sekundäre Hämostase beinhaltet die Blutgerinnung und den endgültigen Verschluss des Gefäßdefektes. Die Blutgerinnung wird durch das plasmatische Gerinnungssystem gebildet, welches sich aus zahlreichen Gerinnungsfaktoren zusammensetzt. Nach Aktivierung der Gerinnungsfaktoren wird ein Fibringerüst gebildet, das den Thrombus stabilisiert. Die Bildung von Fibrin erfolgt sowohl über das endogene als auch über das exogene Gerinnungssystem. Beide sind sowohl durch wechselseitige Interaktionen miteinander als auch mit der Thrombozytenaktivierung verknüpft. Das endogene und exogene System münden in der Aktivierung des im Überschuss vorhandenen Faktor X zu Xa. Unter Einfluss von Thrombin wird dann Fibrinogen in Fibrin umgewandelt. Unter physiologischen Bedingungen zirkulieren die Gerinnungsfaktoren als inaktive Vorstufen im Blut. Somit sind diese vor der Wirkung der Inhibitoren entzogen. Ihre Aktivierung erfolgt durch die Einwirkung mehrerer Reaktionspartner, die dem Fibrinolyse-, dem Kinin- und dem Komplementsystem angehören. Faktor V und VIII haben keine enzymatische Aktivität. Sie aktivieren die Faktoren IX und X durch Komplexbildung (Nemmerson und Furie 1980).

Verfestigung des Gefäßwandverschlusses

Durch zunehmende Aggregation der vorbeiströmenden Thrombozyten wird ein „weißer Thrombus“ gebildet. Durch zusätzliche Vasokonstriktion, welche durch das aus den Plättchen freigesetzten Serotonin herbeigeführt wird, kommt es zur Blutstillung.

Sekundäre Hämostase

Die sekundäre Hämostase beinhaltet die Blutgerinnung und den endgültigen Verschluss des Gefäßdefektes. Die Blutgerinnung wird durch das plasmatische Gerinnungssystem gebildet, welches sich aus zahlreichen Gerinnungsfaktoren zusammensetzt. Nach Aktivierung der Gerinnungsfaktoren wird ein Fibringerüst gebildet, das den Thrombus stabilisiert. Die Bildung von Fibrin erfolgt sowohl über das endogene als auch über das exogene Gerinnungssystem. Beide sind sowohl durch wechselseitige Interaktionen miteinander als auch mit der Thrombozytenaktivierung verknüpft. Das endogene und exogene System münden in der Aktivierung des im Überschuss vorhandenen Faktor X zu Xa. Unter Einfluss von Thrombin wird dann Fibrinogen in Fibrin umgewandelt. Unter physiologischen Bedingungen zirkulieren die Gerinnungsfaktoren als inaktive Vorstufen im Blut. Somit sind diese vor der Wirkung der Inhibitoren entzogen. Ihre Aktivierung erfolgt durch die Einwirkung mehrerer

[S. 5]

Reaktionspartner, die dem Fibrinolyse-, dem Kinin- und dem Komplementsystem angehören. Faktor V und VIII haben keine enzymatische Aktivität. Sie aktivieren die Faktoren IX und X durch Komplexbildung (Nemmerson und Furie 1980).

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt

Sichter
(Singulus), Hindemith

[4.] Ea/Fragment 008 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 17:23:58 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 5,6, Zeilen: 5ff;
[Abb. 2 identisch]

1.1.2.1 Das Extrinsic-System

Das exogene System wird durch die Freisetzung von Gewebsthrombokinase bzw. Membranphospholipide (Tissue-Faktor) aus verletzten extravasalen Strukturen aktiviert. Hierdurch erfolgt die Aktivierung des im Plasma zirkulierendem Faktor VII. Der aktive Faktor katalysiert die Aktivierung der Faktoren IX und X. In statischen in vitro Versuchen ist die Bildung von Faktor X und die dafür erforderliche Reaktionsgeschwindigkeit proportional abhängig von der Konzentration an zugesetztem Faktor VIIa. Im menschlichen Körper kommt es vielmehr durch die Interaktion verschiedener hemmender und fördernder Systeme nicht zu einer solchen linearen Abhängigkeit. Eine der normalen Physiologie näherkommender [sic] Betrachtungsweise stellen Gerinnungsuntersuchungen in einem „Flow-Reaction“ System dar. In diesem Untersuchungssystem konnte gezeigt werden, dass zwischen zugesetztem Faktor VIIa und der Bildung von Faktor X keine lineare Abhängigkeit besteht. Selbst bei hundert fachem [sic] Zusatz von Faktor VII resultierte nur eine doppelte Faktor X Bildung (Contino, Repke und [Nemmerson 1991).]

[Abb. 2 identisch]

Das Extrinsic-System

Das exogene System wird durch die Freisetzung von Gewebsthrombokinase bzw. Membranphospholipide (Tissue-Faktor) aus verletzten extravasalen Strukturen aktiviert. Hierdurch erfolgt die Aktivierung des im Plasma zirkulierendem Faktor VII. Der aktive Faktor katalysiert die Aktivierung der Faktoren IX und X.

[S. 6]

In statischen in vitro Versuchen ist die Bildung von Faktor X und die dafür erforderliche Reaktionsgeschwindigkeit proportional abhängig von der Konzentration an zugesetztem Faktor VIIa. Im menschlichen Körper kommt es vielmehr durch die Interaktion verschiedener hemmender und fördernder Systeme nicht zu einer solchen linearen Abhängigkeit. Eine der normalen Physiologie näherkommende Betrachtungsweise stellen Gerinnungsuntersuchungen in einem „Flow-Reaction“ System dar. In diesem Untersuchungssystem konnte gezeigt werden, dass zwischen zugesetztem Faktor VIIa und der Bildung von Faktor X keine lineare Abhängigkeit besteht. Selbst bei hundert fachem [sic] Zusatz von Faktor VII resultierte nur eine doppelte Faktor X Bildung (Contino, Repke und Nemmerson 1991).

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt. Rechtschreibfehler werden aus der Quelle übernommen.

Sichter
(Singulus), Hindemith

[5.] Ea/Fragment 009 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 17:24:08 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 6,7, Zeilen: 10ff;1ff
Selbst bei hundert fachem Zusatz von Faktor VII resultierte nur eine doppelte Faktor X Bildung (Contino, Repke und] Nemmerson 1991). Die Reaktionen dieser Kaskade sind katalytischer Natur. Somit sind kleinste Mengen der auslösenden Faktoren ausreichend, um eine große Verstärkung zu erreichen. Betrachtet man die Konzentrationen der einzelnen Faktoren (Faktor X= 0.01 mg/ml Blut; Fibrinogen = 3mg/ml Blut), so wird deutlich, dass nur geringe Mengen an Faktoren benötigt werden, die letztendlich die Fibrinbildung katalysieren.

Die Gerinnungsfaktoren IXa und Xa aktivieren wiederum in einer positiven Rückkopplung den Faktor VII und beschleunigen so die Gerinnung. Über Faktor IX besteht eine Verbindung zum Intrinsic System, welches als „Josso-Loop“ bezeichnet wird (Williams und Norris 1966, Zur et al 1982). Faktor Xa bewirkt eine sehr langsame Umwandlung von Prothrombin zu Thrombin. Diese Reaktion wird durch die Anwesenheit von Phospholipiden, Calciumionen und Faktor V beschleunigt (Jobin und Esnouf 1967). Der Komplex dieser Gerinnungsfaktoren wird auch Prothrombinaktivatorkomplex oder Thromboplastin genannt.

Das Thrombin spaltet vier Arginin-Glycin-Peptidbindungen in der zentralen Region des Fibrinogens. Es entstehen je 2 Fibrinopeptide A und B und das verbleibende Fibrinmonomer. Die verbleibenden Fibrinmonomere lagern sich zu Fibrinpolymeren zusammen. Unter Einwirkung von Faktor XIII (stellt eine Transglutaminase dar) entstehen kovalente Bindungen zwischen benachbarten Fibrinmonomeren, so dass gefestigte Fibringerinnsel gebildet werden, die gegen fibrinolytischen Abbau durch Plasmin geschützt sind (Bettelheim 1956, Blombäck et al 1978, Mckee et al 1970). In dicht ausgebildetem Netzwerk aus Fibrinfasern, bleiben zirkulierende Erythrozyten hängen. Es entsteht ein „roter Thrombus“, der die Gefäßläsion verschließt und die Wundränder durch Retraktion annähert. Nach einer kurzen Aktivierungsphase wird der Tissue Factor-Faktor VII- Komplex durch den extrinsic pathway inhibitor (EPI) im Sinne einer negativen Rückkopplung gehemmt.

1.1.2.2 Das Intrinsic System

Das endogene System läuft, vergleichbar mit dem des exogenen Systems, in einer kaskadenartigen Reaktion ab. Die Gerinnung läuft jedoch zeitlich [langsamer ab, da eine größere Anzahl an Reaktionsschritten durchlaufen werden.]

Selbst bei hundert fachem Zusatz von Faktor VII resultierte nur eine doppelte Faktor X Bildung (Contino, Repke und Nemmerson 1991). Die Reaktionen dieser Kaskade sind katalytischer Natur. Somit sind kleinste Mengen der auslösenden Faktoren ausreichend, um eine große Verstärkung zu erreichen. Betrachtet man die Konzentrationen der einzelnen Faktoren (Faktor X= 0.01 mg/ml Blut; Fibrinogen = 3mg/ml Blut), so wird deutlich, dass nur geringe Mengen an Faktoren benötigt werden, die letztendlich die Fibrinbildung

katalysieren.

Die Gerinnungsfaktoren IXa und Xa aktivieren wiederum in einer positiven Rückkopplung den Faktor VII und beschleunigen so die Gerinnung. Über Faktor IX besteht eine Verbindung zum Intrinsic System, welches als „Josso-Loop“ bezeichnet wird (Williams und Norris 1966, Zur et al 1982).

Faktor Xa bewirkt eine sehr langsame Umwandlung von Prothrombin zu Thrombin. Diese Reaktion wird durch die Anwesenheit von Phospholipiden, Calciumionen und Faktor V beschleunigt (Jobin und Esnouf 1967). Der

[S. 7]

Komplex dieser Gerinnungsfaktoren wird auch Prothrombinaktivatorkomplex oder Thromboplastin genannt.

Das Thrombin spaltet vier Arginin-Glycin-Peptidbindungen in der zentralen Region des Fibrinogens. Es entstehen je 2 Fibrinopeptide A und B und das verbleibende Fibrinmonomer. Die verbleibenden Fibrinmonomere lagern sich zu Fibrinpolymeren zusammen. Unter Einwirkung von Faktor XIII (stellt eine Transglutaminase dar) entstehen kovalente Bindungen zwischen benachbarten Fibrinmonomeren, so dass gefestigte Fibringerinnsel gebildet werden, die gegen fibrinolytischen Abbau durch Plasmin geschützt sind (Bettelheim 1956, Blombäck et al 1978, Mckee et al 1970).

In dicht ausgebildetem Netzwerk aus Fibrinfasern, bleiben zirkulierende Erythrozyten hängen. Es entsteht ein „roter Thrombus“, der die Gefäßläsion verschließt und die Wundränder durch Retraktion annähert. Nach einer kurzen Aktivierungsphase wird der Tissue Factor-Faktor VII-Komplex durch den extrinsic pathway inhibitor (EPI) im Sinne einer negativen Rückkopplung gehemmt.

Das Intrinsic System

Das endogene System läuft, vergleichbar mit dem des exogenen Systems, in einer kaskadenartigen Reaktion ab. Die Gerinnung läuft jedoch zeitlich langsamer ab, da eine größere Anzahl an Reaktionsschritten durchlaufen werden.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt.

Sichter
(Singulus), Hindemith

[6.] Ea/Fragment 010 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 17:24:17 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 7,8, Zeilen: 19ff;1ff
[Die Gerinnung läuft jedoch zeitlich] langsamer ab, da eine größere Anzahl an Reaktionsschritten durchlaufen werden. Die Menge an gebildeten Thrombin ist im Vergleich zum exogenen System aber größer. Im endogenen System nimmt der Hagemann-Faktor (Faktor XII) eine zentrale Rolle ein. Durch Kontakt an negativ geladenen subendothelialen Kollagenfasern ändert er seine Konfirmation [sic] und wird durch Kallikrein gespalten, denaturiert und aktiviert. Die Konformationsänderung bewirkt eine bis zu 500-fache Empfindlichkeit auf proteolytische Angriffe durch das Kallikrein-Kininogen-System (Cochrane et al 1973). Umgekehrt katalysiert Faktor XIIa die Umwandlung von Präkallikrein zu Kallikrein im Sinne eines positiven Feedbacks. Faktor XIIa aktiviert daraufhin an der Gefäßoberfläche Faktor XI (Bouma und Griffin 1977). Dem hochmolekularen Kininogen kommt eine Bedeutung als nichtenzymatischer Kofaktor bei den Interaktionen zwischen Präkallikrein und Faktor XII, sowie bei der Aktivierung von Faktor XI zu (Madle et al 1976, Thompson et al 1977).

Der aktivierte Faktor XIa und Calcium spalten nun eine Peptidbindung des Faktor IX (Christmas Factor), und aktivieren diesen Faktor. Der Christmas-Factor kann auch durch Gewebethrombin (Faktor III) und Faktor VII aktiviert werden. Der aktivierte Faktor IX aktiviert anschließend mit Hilfe von Calcium, Phospholipiden und Faktor VIIIa (Faktor X-aktivierender-Komplex), durch den dann Faktor X zu Faktor Xa aktiviert wird (Margolias 1956, Barton 1967, Hemker und Kohn 1967, Hougie et al 1967). Die weitere Aktivierung der Kaskade erfolgt analog dem exogenen System.

Die Gerinnung läuft jedoch zeitlich langsamer ab, da eine größere Anzahl an Reaktionsschritten durchlaufen werden. Die Menge an gebildeten Thrombin ist im Vergleich zum exogenen System aber größer. Im endogenen System nimmt der Hagemann-Faktor

[S. 8]

(Faktor XII) eine zentrale Rolle ein. Durch Kontakt an negativ geladenen subendothelialen Kollagenfasern ändert er seine Konformation und wird durch Kallikrein gespalten, denaturiert und aktiviert. Die Konformationsänderung bewirkt eine bis zu 500-fache Empfindlichkeit auf proteolytische Angriffe durch das Kallikrein-Kininogen-System (Cochrane et al 1973). Umgekehrt katalysiert Faktor XIIa die Umwandlung von Präkallikrein zu Kallikrein im Sinne eines positiven Feedbacks. Faktor XIIa aktiviert daraufhin an der Gefäßoberfläche Faktor XI (Bouma und Griffin 1977). Dem hochmolekularen Kininogen kommt eine Bedeutung als nichtenzymatischer Kofaktor bei den Interaktionen zwischen Präkallikrein und Faktor XII, sowie bei der Aktivierung von Faktor XI zu (Madle et al 1976, Thompson et al 1977).

Der aktivierte Faktor XIa und Calcium spalten nun eine Peptidbindung des Faktor IX (Christmas Factor), und aktivieren diesen Faktor. Der Christmas-Factor kann auch durch Gewebethrombin (Faktor III) und Faktor VII aktiviert werden. Der aktivierte Faktor IX aktiviert anschließend mit Hilfe von Calcium, Phospholipiden und Faktor VIIIa (Faktor X-aktivierender-Komplex), durch den dann Faktor X zu Faktor Xa aktiviert wird (Margolias 1956, Barton 1967, Hemker und Kohn 1967, Hougie et al 1967). Die weitere Aktivierung der Kaskade erfolgt analog dem exogenen System.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt. Konformation wird zu Konfirmation.

Sichter
(Singulus), Hindemith

[7.] Ea/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 17:24:27 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 9, Zeilen: 1ff (komplett)
[Abbildung 1]

[ganzseitig und identisch]

[Abbildung 1]

[ganzseitig und identisch]

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt.

In der Quelle gibt es erst eine Abb. 1 (S. 2), dann Abb. 2 (S. 5) und dann Abbildung 1 (S. 9).

In der untersuchten Arbeit kommt zuerst Abb. 2 (S. 8), dann Abbildung 1 (S. 11).

Sichter
(Singulus), Hindemith

[8.] Ea/Fragment 012 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 20:59:10 Plagin Hood
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 10-11, Zeilen: 10:1ff.; 11:1-11
1.1.3 Inhibitoren der Blutgerinnung

Die Blutgerinnung muss sehr genau gesteuert werden, da schon ein einziges Gerinnsel am falschen Platz tödliche Wirkung haben kann. Tatsächlich sind Blutgerinnsel die wichtigsten Auslöser von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Es gibt zahlreiche physiologische Mechanismen, die die Gerinnungskaskade hemmen. Außerdem werden die aktiven Gerinnungsfaktoren durch den Blutfluss verdünnt und in der Leber selektiv aus dem Blut entfernt.

Zu den wichtigsten Inhibitoren der Gerinnungskaskade gehören Antithrombin, die Proteine C und S, Heparin, Kofaktor II das Alpha2-Makroglobulin und der C1 Inaktivator (Stryer 1996). Das Antithrombin wird von Thrombin gespalten und zerfällt dabei in eine leichte und eine schwere Kette, die mit dem aktiven Zentrum des Thrombins über eine Peptidbindung verbunden bleibt. Dadurch verliert das Thrombin seine hydrolytische Aktivität und kann keine Fibrinopeptide mehr vom Fibrinogenmolekül abspalten (Hoffbrand, A.V.: Essential Haematology, Blackwell Scientific Publications 1986).

Antithrombin hemmt alle aktiven Proteasen des Gerinnungssystems, indem es sie im Verhältnis 1:1 in einen festen Komplex aufnimmt. Zu den Proteasen zählen Faktor IXa, Xa, XIa und XIIa, Kallikrein und Plasmin (Damus 1973, Burrowes1975 [sic!], Highsmith und Rosenberg 1974). Die Reaktion von Antithrombin mit den Gerinnungsfaktoren verläuft in einer zeitabhängigen Reaktion, so dass die aktivierten Faktoren erst inaktiviert werden, nachdem sie ihre physiologische Funktion erfüllt haben. Die Gerinnungsfunktion wird somit am Ort der Verletzung nicht beeinträchtigt, die Verschleppung von aktivierten Gerinnungsfaktoren in dem Blutkreislauf aber reduziert.

Heparin, ein Sulfat-Glycosaminoglycan, verstärkt die Aktivität des Antithrombin einige hundert mal. Heparin kommt fast ausschließlich in den interzellulären Granula der Mastzellen vor, die manche Blutgefäße auskleiden.

Ein anderes Plasmaprotein, welches die Gerinnung begrenzt, ist Protein C. Es wird durch an Thrombomodulin gebundenes Thrombin aktiviert. Die Aktivierung nur durch Thrombin erfolgt sehr viel langsamer. Die Aktivierung des Protein C durch das Thrombomodulin-Thrombin-Komplex erfolgt etwa [20000 mal schneller als freies Thrombin (Esmon und Owen 1981).]

Inhibitoren der Blutgerinnung

Die Blutgerinnung muss sehr genau gesteuert werden, da schon ein einziges Gerinnsel am falschen Platz tödliche Wirkung haben kann. Tatsächlich sind Blutgerinnsel die wichtigsten Auslöser von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Es gibt zahlreiche physiologische Mechanismen, die die Gerinnungskaskade hemmen. Außerdem werden die aktiven Gerinnungsfaktoren durch den Blutfluss verdünnt und in der Leber selektiv aus dem Blut entfernt.

Zu den wichtigsten Inhibitoren der Gerinnungskaskade gehören Antithrombin, die Proteine C und S, Heparin, Kofaktor II das Alpha2-Makroglobulin und der C1 Inaktivator (Stryer 1996).

Das Antithrombin wird von Thrombin gespalten und zerfällt dabei in eine leichte und eine schwere Kette, die mit dem aktiven Zentrum des Thrombins über eine Peptidbindung verbunden bleibt. Dadurch verliert das Thrombin seine hydrolytische Aktivität und kann keine Fibrinopeptide mehr vom Fibrinogenmolekül abspalten (Hoffbrand, A.V.: Essential Haematology, Blackwell Scientific Publications 1986).

Antithrombin hemmt alle aktiven Proteasen des Gerinnungssystems, indem es sie im Verhältnis 1:1 in einen festen Komplex aufnimmt. Zu den Proteasen zählen Faktor IXa, Xa, XIa und XIIa, Kallikrein und Plasmin (Damus 1973, Burrowes1975 [sic], Highsmith und Rosenberg 1974).

Die Reaktion von Antithrombin mit den Gerinnungsfaktoren verläuft in einer zeitabhängigen Reaktion, so dass die aktivierten Faktoren erst inaktiviert werden, nachdem sie ihre physiologische Funktion erfüllt haben. Die

[Seite 11]

Gerinnungsfunktion wird somit am Ort der Verletzung nicht beeinträchtigt, die Verschleppung von aktivierten Gerinnungsfaktoren in dem Blutkreislauf aber reduziert.

Heparin, ein Sulfat-Glycosaminoglycan, verstärkt die Aktivität des Antithrombin einige hundert mal. Heparin kommt fast ausschließlich in den interzellulären Granula der Mastzellen vor, die manche Blutgefäße auskleiden.

Ein anderes Plasmaprotein, welches die Gerinnung begrenzt, ist Protein C. Es wird durch an Thrombomodulin gebundenes Thrombin aktiviert. Die Aktivierung nur durch Thrombin erfolgt sehr viel langsamer. Die Aktivierung des Protein C durch das Thrombomodulin-Thrombin-Komplex erfolgt etwa 20000 mal schneller als freies Thrombin (Esmon und Owen 1981).

Anmerkungen

1:1 Übernahme der nicht genannten Quelle. Der gemeinsame Tippfehler "Burrowes1975" in beiden Texten weist auf copy-and-paste hin.

Sichter
(Aggripina1) Singulus

[9.] Ea/Fragment 013 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 21:01:58 Singulus
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 11-12, Zeilen: 10-22; 1-19
[Die Aktivierung des Protein C durch das Thrombomodulin-Thrombin-Komplex erfolgt etwa] 20000 mal schneller als freies Thrombin (Esmon und Owen 1981). Das aktivierte Protein C ist wie Prothrombin das Zymogen einer Serinprotease und baut zusammen mit Protein S, welches auf phospholipidhaltigen Oberflächen eine komplexe Bindung mit Protein C eingeht, eine proteolytische Aktivität gegenüber Faktor VIIIa und Faktor Va auf. Im Plasma zirkuliert Protein S zu 40% ungebunden, und zu 60% als Komplex mit C4b-bindendem Protein. Nur das freie Protein S ist in der Lage, mit Protein C zu reagieren (Walker 1981).

Eine Protein C (APC-) Resistenz liegt vor, wenn der Komplex aus aktivierten Protein C und Protein S nicht in der Lage ist den Faktor Va zu inaktivieren (Dahlbäck et al 1993). Hierfür wird eine Punktmutation Arg 506-Gln auf dem Faktor V Gen verantwortlich gemacht (Bertina et al 1994), die nach dem Entdeckungsort Faktor V-Leiden benannt wurde. Die Faktor V-Leiden Mutation ist häufige [sic!] Ausgangspunkt für eine thrombophile Diatheseneigung, die bei homozygoten Patienten besonders ausgeprägt ist.

1.1.4 Fibrinolyse

Ein Blutgerinnsel ist nur ein vorübergehender Verschluss, es muss sich mit fortschreitender Wundheilung wieder auflösen. Besonders wichtig ist dieser Prozess, wenn sich ein Gerinnsel ohne Notwendigkeit gebildet hat oder wenn es abgerissen und so als Embolie in den Kreislauf gelangt ist. Das Fibrinmolekül ist so aufgebaut, dass es sich [sic!] leicht durch das System der Fibrinolyse gespalten werden kann. Der dafür zuständige Wirkstoff ist Plasmin, eine Serin-Protease des Blutplasmas, die die dreisträngig gewundenen Helices des Fibrins spezifisch spaltet und die kovalent gebundenen Ausstülpungen der alpha-Ketten abtrennt. Die recht offene maschenartige Struktur eines Blutgerinnsels ermöglicht den relativ freien Zugang des Plasmins zu den polymerisierten Fibrinmolekülen und erleichtert so die Auflösung des Thrombus.

Plasmin bildet sich durch die proteolytische Spaltung des Plasminogens, ein Zymogen, dass zu den weiteren Zymogenen der Gerinnungskaskade homolog ist.

Aktivatoren der Fibrinolyse:

Die Aktivierung des Protein C durch das Thrombomodulin-Thrombin-Komplex erfolgt etwa 20000 mal schneller als freies Thrombin (Esmon und Owen 1981). Das aktivierte Protein C ist wie Prothrombin das Zymogen einer Serinprotease und baut zusammen mit Protein S, welches auf phospholipidhaltigen Oberflächen eine komplexe Bindung mit Protein C eingeht, eine proteolytische Aktivität gegenüber Faktor VIIIa und Faktor Va auf. Im Plasma zirkuliert Protein S zu 40% ungebunden, und zu 60% als Komplex mit C4b-bindendem Protein. Nur das freie Protein S ist in der Lage, mit Protein C zu reagieren (Walker 1981).

Eine Protein C (APC-) Resistenz liegt vor, wenn der Komplex aus aktivierten Protein C und Protein S nicht in der Lage ist den Faktor Va zu inaktivieren (Dahlbäck et al 1993). Hierfür wird eine Punktmutation Arg 506-Gln auf dem Faktor V Gen verantwortlich gemacht (Bertina et al 1994), die nach dem Entdeckungsort Faktor V-Leiden benannt wurde. Die Faktor V-Leiden Mutation

[Seite 12]

ist häufige [sic] Ausgangspunkt für eine thrombophile Diatheseneigung, die bei homozygoten Patienten besonders ausgeprägt ist.

Fibrinolyse

Ein Blutgerinnsel ist nur ein vorübergehender Verschluss, es muss sich mit fortschreitender Wundheilung wieder auflösen. Besonders wichtig ist dieser Prozess, wenn sich ein Gerinnsel ohne Notwendigkeit gebildet hat oder wenn es abgerissen und so als Embolie in den Kreislauf gelangt ist. Das Fibrinmolekül ist so aufgebaut, dass es sich [sic] leicht durch das System der Fibrinolyse gespalten werden kann. Der dafür zuständige Wirkstoff ist Plasmin, eine Serin-Protease des Blutplasmas, die die dreisträngig gewundenen Helices des Fibrins spezifisch spaltet und die kovalent gebundenen Ausstülpungen der alpha-Ketten abtrennt. Die recht offene maschenartige Struktur eines Blutgerinnsels ermöglicht den relativ freien Zugang des Plasmins zu den polymerisierten Fibrinmolekülen und erleichtert so die Auflösung des Thrombus.

Plasmin bildet sich durch die proteolytische Spaltung des Plasminogens, ein Zymogen, dass zu den weiteren Zymogenen der Gerinnungskaskade homolog ist.

Aktivatoren der Fibrinolyse:

Anmerkungen

Textidentisch (ohne Angabe der Quelle) einschießlich zweier Grammatikfehler.

Sichter
(Agrippina1) Singulus

[10.] Ea/Fragment 014 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 21:14:56 Singulus
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 12-14, Zeilen: 20ff;1ff;1ff
Es gibt mehrere Serin-Proteasen, die Plasminogen aktivieren, darunter Urokinase, die in den Nieren synthetisiert wird, und das homologe Enzym gewebsspezifischer Plasminogenaktivator (engl.: tissue-type plasminogen activator, tPA), dass [sic!] sich im Gefäßgewebe findet. Unter physiologischen Bedingungen ist t-PA mit Plasminogen-Aktivator-Inhibitor (PAI) zu einem Komplex gebunden. Lediglich 5% des t-PA liegt in der nativen Form ungebunden vor (single-chain tPA) (Kristensen 1984, Sprengers und Kluft 1987). Durch lokale Freisetzung aus Endothelzellen kann dieser Anteil jedoch um ein Vielfaches gesteigert werden (Bachmann und Kruithoff 1984). Die Umwandlung des einkettigen in die zweikettige Form, two-chain t-PA (tct-Pa), erfolgt bereits durch geringe Mengen Plasmin, Faktor Xa oder Kallikrein. Beide Formen können Glu-Plasminogen aktivieren. Bei Anwesenheit von Fibrin wird diese Reaktion um das 200-400 fache beschleunigt (Bachmann 1987).

Urinary-Type-Plasminogen Aktivator liegt ebenfalls in zwei Formen, als „single-chain-uPA“ (scu-PA) und als „two-chain-uPA“ ( tcu-PA) vor. Die Umwandlung von scu-PA in tcu-PA erfolgt durch Plasmin und durch Anwesenheit von Kallikrein (Gurewich et al 1984, Ichinose et al 1986). Die genaue Wirkungsweise ist derzeit nicht bekannt. Möglicherweise stellt erst die Konformationsänderung von Plasminogen bei Anlagerung von t-PA an Fibrin die Voraussetzung für die Bindung von scu-PA dar (Gurewich 1987).

[Abbildung 2 - identisch]

1.1.4.1 Inhibitoren der Fibrinolyse:

Die Inhibitoren der Fibrinolyse werden in „Antiaktivatoren“ und „Antiplasmine“ aufgeteilt.

Zu den Antiaktivatoren zählt der Plasminogen-Aktivator-Inhibitor PAI-1, PAI-2 und das histidinreiche Glycoprotein.. [sic!] PAI-1 wird hauptsächlich in Hepatozyten und Endothelzellen, PAI-2 in der Plazenta und [in Makrophagen gebildet.]

Es gibt mehrere Serin-Proteasen, die Plasminogen aktivieren, darunter Urokinase, die in den Nieren synthetisiert wird, und das homologe Enzym gewebsspezifischer Plasminogenaktivator (engl.: tissue-type plasminogen

[Seite 13]

activator, tPA), dass [sic!] sich im Gefäßgewebe findet. Unter physiologischen Bedingungen ist t-PA mit Plasminogen-Aktivator-Inhibitor (PAI) zu einem Komplex gebunden. Lediglich 5% des t-PA liegt in der nativen Form ungebunden vor (single-chain tPA) (Kristensen 1984, Sprengers und Kluft 1987). Durch lokale Freisetzung aus Endothelzellen kann dieser Anteil jedoch um ein Vielfaches gesteigert werden (Bachmann und Kruithoff 1984). Die Umwandlung des einkettigen in die zweikettige Form, two-chain t-PA (tct-Pa), erfolgt bereits durch geringe Mengen Plasmin, Faktor Xa oder Kallikrein. Beide Formen können Glu-Plasminogen aktivieren. Bei Anwesenheit von Fibrin wird diese Reaktion um das 200-400 fache beschleunigt (Bachmann 1987).

Urinary-Type-Plasminogen Aktivator liegt ebenfalls in zwei Formen, als „single-chain- uPA“ (scu-PA) und als „two-chain-uPA“ ( tcu-PA) vor. Die Umwandlung von scu-PA in tcu-PA erfolgt durch Plasmin und durch Anwesenheit von Kallikrein (Gurewich et al 1984, Ichinose et al 1986). Die genaue Wirkungsweise ist derzeit nicht bekannt. Möglicherweise stellt erst die Konformationsänderung von Plasminogen bei Anlagerung von t-PA an Fibrin die Voraussetzung für die Bindung von scu-PA dar (Gurewich 1987).

[Abbildung 2 - identisch]

[Seite 14:]

Inhibitoren der Fibrinolyse:

Die Inhibitoren der Fibrinolyse werden in „Antiaktivatoren“ und „Antiplasmine“ aufgeteilt. Zu den Antiaktivatoren zählt der Plasminogen-Aktivator-Inhibitor PAI-1, PAI-2 und das histidinreiche Glycoprotein.. [sic!] PAI-1 wird hauptsächlich in Hepatozyten und Endothelzellen, PAI-2 in der Plazenta und in Makrophagen gebildet.

Anmerkungen

Wenn die Quelle Turhan das und dass verwechselt, verwechselt auch Ea. Wenn Turhan versehentlich zwei Punkte statt eines Punkts setzt, setzt auch Ea zwei Punkte. Zufall.

Sichter
(SleepyHollow02) Singulus

[11.] Ea/Fragment 015 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 21:25:05 Singulus
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 14,15., Zeilen: 5ff;1ff
[PAI-1 wird hauptsächlich in Hepatozyten und Endothelzellen, PAI-2 in der Plazenta und] in Makrophagen gebildet. PAI-1 wirkt auf alle physiologischen Plasminogen-Aktivatoren durch die

Bildung von stabilen 1:1 molare [sic] Komplexe ((Wimann et al 1984 , Kruithoff et al 1984)). PAI-2 hemmt die zweikettige Form von t-PA und u-PA (Kruithoff et al 1987, Lecander et al 1986). Histidinreiches Glycoprotein geht mit zirkulierendem Plasminogen reversible Komplexe ein und hemmt so die Bindung an Fibrin (Lijnen et al 1980).

Den Antiplasminen werden Alpha-2-Antiplasmin, Alpha-2-Makroglobulin und C1-Inaktivator zugerechnet. Alpha-2-Antiplastin inaktiviert sehr schnell freies Plasmin durch Komplexbildung. Außerdem hemmt es kompetetiv Plasminogen, da es ebenfalls an Fibrin bindet (Mullertz und Clemmensen 1976, Wallen et al 1983). Alpha-2-Makroglobulin bindet überschüssiges Plasmin sobald die Bindungskapazität von Alpha-2-Antiplasmin überschritten ist. Zudem neutralisiert Alpha-2-Makroglobulin das Kallikrein und t-PA (Bachmann 1987).

Der C1-Inaktivator hemmt die Faktoren des Kontaktphasesystems, Faktor XIIa und XIa und Kallikrein und damit die Umwandlung von scu-PA zu tcu-PA. C1-Inaktivator neutralisiert auch Plasmin.

II Theoretische Grundlagen

2.1 Hämostaseologische Besonderheiten im Kindesalter

Bei Früh- und Neugeborenen gibt es eine Reihe Besonderheiten, die für die Bewertung hämostaseologischer Veränderungen von Bedeutung sind.

So werden zum Beispiel die Gerinnungsfaktoren im RES, im Endothel und in der Leber synthetisiert. Bereits in der Embryonalphase wird die Leber aus Abschnitten des Vorderdarms und vom Mesenchym des Septum transversum gebildet, und beginnt mit der Hämatopoese bereits ab der 6. Schwangerschaftswoche. 1969 wurde von Gitlin und Biasucci anhand kultivierter Leberzellen gezeigt, dass die Fibrinogensynthese bereits in der 5. Schwangerschaftswoche einsetzt. Ab der 11. Schwangerschaftswoche kann man Thrombocyten nachwiesen (Gibson 1989).

An Abortivfeten konnte gezeigt werden, dass die Vitamin K-abhängigen Gerinnungsfaktoren zwischen der 12. und 24. Schwangerschaftswoche bei ca 20% der Erwachsenennorm liegen, während die [anderen Gerinnungsfaktoren bei ca. 30% der Erwachsenennorm liegen (Holmberg 1974, Forestier 1985).]

PAI-1 wird hauptsächlich in Hepatozyten und Endothelzellen, PAI-2 in der Plazenta und in Makrophagen gebildet. PAI-1 wirkt auf alle physiologischen Plasminogen-Aktivatoren durch die Bildung von stabilen 1:1 molaren Komplexen (Wimann et al 1984, Kruithoff et al 1984). PAI-

2 hemmt die zweikettige Form von t-PA und u-PA (Kruithoff et al 1987, Lecander et al 1986). Histidinreiches Glycoprotein geht mit zirkulierendem Plasminogen reversible Komplexe ein und hemmt so die Bindung an Fibrin (Lijnen et al 1980).

Den Antiplasminen werden Alpha-2-Antiplasmin, Alpha-2-Makroglobulin und C1-Inaktivator zugerechnet. Alpha-2-Antiplastin inaktiviert sehr schnell freies Plasmin durch Komplexbildung. Außerdem hemmt es kompetetiv Plasminogen, da es ebenfalls an Fibrin bindet (Mullertz und Clemmensen 1976, Wallen et al 1983). Alpha-2-Makroglobulin bindet überschüssiges Plasmin sobald die Bindungskapazität von Alpha-2-Antiplasmin überschritten ist. Zudem neutralisiert Alpha-2-Makroglobulin das Kallikrein und t-PA (Bachmann 1987). Der C1-Inaktivator hemmt die Faktoren des Kontaktphasesystems, Faktor XIIa und XIa und Kallikrein und damit die Umwandlung von scu-PA zu tcu-PA. C1-Inaktivator neutralisiert auch Plasmin.

[Seite 15:]

Hämostaseologische Besonderheiten im Kindesalter

Bei Früh- und Neugeborenen gibt es eine Reihe Besonderheiten, die für die Bewertung hämostaseologischer Veränderungen von Bedeutung sind.

So werden zum Beispiel die Gerinnungsfaktoren im RES, im Endothel und in der Leber synthetisiert. Bereits in der Embryonalphase wird die Leber aus Abschnitten des Vorderdarms und vom Mesenchym des Septum transversum gebildet, und beginnt mit der Hämatopoese bereits ab der 6. Schwangerschaftswoche. 1969 wurde von Gitlin und Biasucci anhand kultivierter Leberzellen gezeigt, dass die Fibrinogensynthese bereits in der 5. Schwangerschaftswoche einsetzt. Ab der 11. Schwangerschaftswoche kann man Thrombocyten nachwiesen (Gibson 1989).

An Abortivfeten konnte gezeigt werden, dass die Vitamin K-abhängigen Gerinnungsfaktoren zwischen der 12. und 24. Schwangerschaftswoche bei ca 20% der Erwachsenennorm liegen, während die anderen Gerinnungsfaktoren bei ca. 30% der Erwachsenennorm liegen (Holmberg 1974, Forestier 1985).

Anmerkungen

Wenig eigene Formulierungsleistung. Quelle ist nicht genannt. Sowohl Ea als auch die Quelle schreiben kompetetiv - gemeint sein könnte kompetitiv.

Sichter
(SleepyHollow02) Singulus

[12.] Ea/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 21:37:12 Singulus
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 15, 16, Zeilen: 15: 12-22 - 16: 1ff.
[An Abortivfeten konnte gezeigt werden, dass die Vitamin K-abhängigen Gerinnungsfaktoren zwischen der 12. und 24. Schwangerschaftswoche bei ca 20% der Erwachsenennorm liegen, während die] anderen Gerinnungsfaktoren bei ca. 30% der Erwachsenennorm liegen (Holmberg 1974, Forestier 1985).

Die Aktivität der Gerinnungsfaktoren beginnt erst im letzten Trimenon deutlich zu steigen. Auch die Protein C Konzentration ist zu Beginn der Schwangerschaft deutlich erniedrigt, so dass ein auf erniedrigtem Niveau arbeitendes Gerinnungssystem diskutiert wird.

Bei Neugeborenen liegen die Werte für Fibrinogen im Normbereich. Die Werte für die Faktoren XI, XII, HMWK und Präkallikrein steigen bis zum sechsten Lebensmonat langsam auf subnormale Werte an. Die Inhibitoren der Fibrinolyse Alpha2-Antiplasmin und C1-Inaktivator steigen bereits im 3. Monat auf normale und ab dem 6. Monat auf Werte an, die über den Erwachsenenwerten liegen.

Das Alpha-2-Makroglobulin ist bereits von Geburt an erhöht, und erreicht nach 6 Monaten die doppelten Erwachsenenwerte, während sich der von Willebrand-Faktor nach perinatal erhöhten Werten im Verlauf von 6 Monaten normalisiert. Analog verhält es sich mit den Faktoren V und VII (Andrew et al 1988).

Prothrombin und Protein C steigen von anfangs erniedrigten Werten innerhalb der ersten 4 Lebensjahre auf Normwerte der Erwachsenen an (Nardi et al 1986). Die Werte für Protein S können sogar bis zum 18. Lebensjahr erniedrigt sein.

Im Plasma von Neugeborenen kann man der Heparin-like-inhibitor gefunden werden, der eine Funktion in Thromboseschutz haben soll (Müller et al 1977).

Das fetale Fibrinogen unterscheidet sich vom erwachsenen Fibrinogen durch eine Überladung mit Neuraminsäure in der Leber. Dadurch reagiert es in geringerem Maße auf Thrombin (Gibson 1989).

Die niedrigen Werte der Vitamin K-abhängigen Gerinnungsfaktoren sind nicht, wie früher angenommen, auf einen Vitamin K-Mangel, sondern auf die unreife Leber zurückzuführen. Die Plazenta ist Vitamin K durchlässig. Auch bei Vitamin K Substitution erfolgt kein Anstieg der Gerinnungsfaktoren (Aballi und DeLameres 1962).

An Abortivfeten konnte gezeigt werden, dass die Vitamin K-abhängigen Gerinnungsfaktoren zwischen der 12. und 24. Schwangerschaftswoche bei ca 20% der Erwachsenennorm liegen, während die anderen Gerinnungsfaktoren bei ca. 30% der Erwachsenennorm liegen (Holmberg 1974, Forestier 1985).

Die Aktivität der Gerinnungsfaktoren beginnt erst im letzten Trimenon deutlich zu steigen. Auch die Protein C Konzentration ist zu Beginn der Schwangerschaft deutlich erniedrigt, so dass ein auf erniedrigtem Niveau arbeitendes Gerinnungssystem diskutiert wird.

Bei Neugeborenen liegen die Werte für Fibrinogen im Normbereich. Die Werte für die Faktoren XI, XII, HMWK und Präkallikrein steigen bis zum sechsten Lebensmonat langsam auf subnormale Werte an. Die Inhibitoren der

[Seite 16]

Fibrinolyse Alpha2-Antiplasmin und C1-Inaktivator steigen bereits im 3. Monat auf normale und ab dem 6. Monat auf Werte an, die über den Erwachsenenwerten liegen.

Das Alpha-2-Makroglobulin ist bereits von Geburt an erhöht, und erreicht nach 6 Monaten die doppelten Erwachsenenwerte, während sich der von Willebrand- Faktor nach perinatal erhöhten Werten im Verlauf von 6 Monaten normalisiert. Analog verhält es sich mit den Faktoren V und VII (Andrew et al 1988).

Prothrombin und Protein C steigen von anfangs erniedrigten Werten innerhalb der ersten 4 Lebensjahre auf Normwerte der Erwachsenen an (Nardi et al 1986). Die Werte für Protein S können sogar bis zum 18. Lebensjahr erniedrigt sein.

Im Plasma von Neugeborenen kann man der Heparin-like-inhibitor gefunden werden, der eine Funktion in Thromboseschutz haben soll (Müller et al 1977). Das fetale Fibrinogen unterscheidet sich vom erwachsenen Fibrinogen durch eine Überladung mit Neuraminsäure in der Leber. Dadurch reagiert es in geringerem Maße auf Thrombin (Gibson 1989).

Die niedrigen Werte der Vitamin K-abhängigen Gerinnungsfaktoren sind nicht, wie früher angenommen, auf einen Vitamin K-Mangel, sondern auf die unreife Leber zurückzuführen. Die Plazenta ist Vitamin K durchlässig. Auch bei Vitamin K Substitution erfolgt kein Anstieg der Gerinnungsfaktoren (Aballi und DeLameres 1962).

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann) Singulus

[13.] Ea/Fragment 017 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 21:33:43 Singulus
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 16, 17, 18, Zeilen: 16: 22-23 - 17: 1ff. (kpl.) - 18: 1ff.
[Das unreife Gerinnungssystem des Säuglings entwickelt sich also bis ungefähr zum sechsten] Lebensmonat (Gibson 1989), wobei Alpha-2-Makroglobulin, Alpha-2-Antiplasmin, C1-Inaktivator, Protein C/S und Prothrombin erst später normale Werte erreichen.

Daraus resultiert eine erniedrigte fibrinolytische Aktivität (Plasminogen erniedrigt) und, bedingt durch einen Mangel an Gerinnungsinhibitoren ATIII, Protein C/S) bzw. zu hohe Faktor VIII Werte, eine physiologische Hyperkoagulabilität. Diese ist in der Neonatalperiode z.B. zum thrombotischen Verschluss der Nabelgefäße nützlich und führt in der Regel beim gesunden Neugeborenen nicht zu einer Thromboseneigung (Corrigan1985) [sic].

2.1.1 Gerinnungsparameter bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen finden sich altersabhängige Werte für die Gerinnungsparameter. So liegen zum Beispiel die Normalwerte des von Willebrand Faktors im Kindes- und Jugendalter zwischen 52 und 140%. Der Fibrinolyseinhibitor Alpha-2-Antiplasmin (92-155%) liegt in dieser Altersklasse wie auch das Alpha-2-Makroglobulin (261-731%) deutlich über der Erwachsenennorm.

Die Werte für Protein C, Antithrombin, Plasminogen und Fibrinogen sind dagegen in der Regel im Normbereich der Erwachsenenwerte (Nowak-Göttl 1991).

2.2 Hereditäre Thrombophilie

Die angeborene Thrombophilie liegt in der Bevölkerung mit einer Häufigkeit von 1:2500-1:5000 vor (Manucci 1987).

Die genetischen Defekte müssen keine dauerhafte klinische Beeinträchtigung bedeuten. vielmehr ist die Fähigkeit das Gleichgewicht zwischen Hypo- und Hyperkoagulabilität zu halten reduziert. Klinisch manifestieren sich Thrombophilien erst durch den Einfluss endogener und exogener Faktoren. Daher bezeichnet die Thrombophilie eine Erkrankungsgruppe atypischer Thrombosen mit folgenden Merkmalen:

• Erstmanifestation im Kindesalter

• Häufig rezidivierende Thrombosen

• Familiäre Häufung

Das unreife Gerinnungssystem des Säuglings entwickelt sich also bis ungefähr zum sechsten Lebensmonat (Gibson 1989), wobei Alpha-2-Makroglobulin,

[Seite 17]

Alpha-2-Antiplasmin, C1-Inaktivator, Protein C/S und Prothrombin erst später normale Werte erreichen.

Daraus resultiert eine erniedrigte fibrinolytische Aktivität (Plasminogen erniedrigt) und, bedingt durch einen Mangel an Gerinnungsinhibitoren ATIII, Protein C/S) bzw. zu hohe Faktor VIII Werte, eine physiologische Hyperkoagulabilität. Diese ist in der Neonatalperiode z.B. zum thrombotischen Verschluss der Nabelgefäße nützlich und führt in der Regel beim gesunden Neugeborenen nicht zu einer Thromboseneigung (Corrigan1985) [sic].

Gerinnungsparameter bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen finden sich altersabhängige Werte für die Gerinnungsparameter. So liegen zum Beispiel die Normalwerte des von Willebrand Faktors im Kindes- und Jugendalter zwischen 52 und 140%. Der Fibrinolyseinhibitor Alpha-2-Antiplasmin (92-155%) liegt in dieser Altersklasse wie auch das Alpha-2-Makroglobulin (261-731%) deutlich über der Erwachsenennorm.

Die Werte für Protein C, Antithrombin, Plasminogen und Fibrinogen sind dagegen in der Regel im Normbereich der Erwachsenenwerte (Nowak-Göttl 1991).

[Seite 18]

Hereditäre Thrombophilie

Die angeborene Thrombophilie liegt in der Bevölkerung mit einer Häufigkeit von 1:2500-1:5000 vor (Manucci 1987).

Die genetischen Defekte müssen keine dauerhafte klinische Beeinträchtigung bedeuten. Vielmehr ist die Fähigkeit das Gleichgewicht zwischen Hypo- und Hyperkoagulabilität zu halten reduziert. Klinisch manifestieren sich Thrombophilien erst durch den Einfluss endogener und exogener Faktoren. Daher bezeichnet die Thrombophilie eine Erkrankungsgruppe atypischer Thrombosen mit folgenden Merkmalen:

• Erstmanifestation im Kindesalter

• Haufig [sic] rezidivierende Thrombosen

• Familiäre Häufung

Anmerkungen

Selbsterklärend. Übernahme bis ins typographische Detail: jeweils "Corrigan1985". Eigenleistung: "Häufig" anstatt "Haufig".

Sichter
(Schumann) Singulus

[14.] Ea/Fragment 018 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 21:43:21 Singulus
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 18, 19, Zeilen: 18: 13ff. - 19: 1-14
• Ungewöhnliche, wandernde oder verstreuende Lokalisation

• Thrombosen ohne erkennbare, adäquate Auslöser

Meistens treten die Thrombosen bei solchen Patienten in großen Abständen mit längeren, symptomlosen Intervallen auf. Es gibt jedoch seltener auch Fälle, die untherapiert zu kontinuierlichen Thrombosen neigen.

Durch dieses intermittierende Auftreten liegt die Vermutung nahe, dass es eine Art Trigger gibt, der bei den prädisponierten Patienten zu Thrombosen führt. Durch neue Erkenntnisse der molekularen Grundlagen, wird die hereditäre Thrombophilie auch als genetisch determinierte Prädisposition zu venösen Thromboembolien, definiert (Lane 1996a). Bislang sind folgende molekulare Defekte bekannt, die zu einem erhöhten Thromboserisiko führen:

• Antithrombin-Mangel

• Protein C Mangel

• Protein S Mangel

• APC-Resistenz

Weitere mögliche bzw. noch in der Diskussion stehende Ursachen einer Thrombophilie sind:

• kongenitale Dysfibrinogenämie

• Thrombomodulin Mangel oder Defekt

• Hyperhomocysteinämie

• Plasminogen Mangel oder Defekt

• Erhöhung des histidinreichen Glycoproteins

• Lipoprotein (a) Erhöhung

• Ungewöhnliche, wandernde oder verstreuende Lokalisation

• Thrombosen ohne erkennbare, adäquate Auslöser

Meistens treten die Thrombosen bei solchen Patienten in großen Abständen mit längeren, symptomlosen Intervallen auf. Es gibt jedoch seltener auch Fälle, die untherapiert zu kontinuierlichen Thrombosen neigen.

Durch dieses intermittierende Auftreten liegt die Vermutung nahe, dass es eine Art Trigger gibt, der bei den prädisponierten Patienten zu Thrombosen führt. Durch neue Erkenntnisse der molekularen Grundlagen, wird die hereditäre Thrombophilie auch als genetisch determinierte Prädisposition zu venösen

[Seite 19]

Thromboembolien, definiert (Lane 1996a). Bislang sind folgende molekulare Defekte bekannt, die zu einem erhöhten Thromboserisiko führen:

• Antithrombin-Mangel

• Protein C Mangel

• Protein S Mangel

• APC-Resistenz

Weitere mögliche bzw. noch in der Diskussion stehende Ursachen einer Thrombophilie sind:

• kongenitale Dysfibrinogenämie

• Thrombomodulin Mangel oder Defekt

• Hyperhomocysteinämie

• Plasminogen Mangel oder Defekt

• Erhöhung des histidinreichen Glycoproteins

• Lipoprotein (a) Erhöhung

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann) Singulus

[15.] Ea/Fragment 019 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:45:05 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 19, 20, 21, Zeilen: 19: 15-18 - 20: 1ff. (kpl.) - 21: 1-5
• Prothrombin G20210A-Mutation

2.2.1 Antithrombinmangel

Antithrombin gilt als einer der wichtigsten physiologischen Regulatoren der Fibrinbildung. Die Bedeutung dieser inhibitorischen Funktion wird verdeutlicht durch die hohe Inzidenz venöser Thrombosen unter Patienten mit kongenitalem Antithrombin-Mangel. Ein genetisch fixierter Antithrombin-Mangel ist seit 1965 bekannt.

Bei Sequenzanalysen des menschlichen Antithrombingens wurden zahlreiche Variationen und Polymorphismen beschrieben. Es sind daher verschiedene Mutationen als Auslöser eines Antithrombindefektes möglich (Bock 1982, Chandra 1983). Man unterscheidet molekulargenetisch einen Typ I (quantitativer) und einen Typ II (funktioneller Antithrombinmangel). Typ II wird weiter gegliedert in Störungen des reaktiven Zentrums (II RS), der Heparin Binding Site (II HBS) oder multiple funktionelle Defekte (Pleiotropic Effect, II PE) (Finanzzi 1987, Lane1993). Klinisch manifestiert sich der Antithrombinmangel sehr unterschiedlich, wobei der Typ II mit einem insgesamt geringeren Risiko einhergeht.

Im Vergleich zum Protein C- oder Protein S-Mangel ist das Risiko für Thrombosen bei kongenitalem Antithrombinmangel höher (Thaler1981). Schon eine Verminderung auf 60-70% der Normwerte reicht für das Auftreten venöser Thromboembolien im jüngeren Lebensalter aus. Die Wahrscheinlichkeit für ein thrombotisches Ereignis innerhalb der ersten 25 Lebensjahre liegt bei 50%, bis zum 50. Lebensjahr haben 80% der Patienten eine Thrombose erlitten (Hirsh 1989).

Oberflächliche Thrombophlebitiden finden sich im Vergleich zum Protein C/S- Mangel eher selten. Bei 5% der symptomatischen Patienten kommen allerdings atypische Lokalisationen wie Mesenterialvenen-oder Hirnvenenthrombosen vor (Demers1992).

Ein erworbener Antithrombinmangel kann u.a. bedingt durch massive Blutungen, Proteinurie bei nephrotischem Syndrom oder Verbrauchskoagulopathie auftreten. Auch eine verminderte Bildung, zum Beispiel beim Leberversagen oder die antagonistische Wirkung der Leukozytenelastase, kann zu [einem Antithrombinmangel führen.]

• Prothrombin G20210A-Mutation

Antithrombinmangel

Antithrombin gilt als einer der wichtigsten physiologischen Regulatoren der Fibrinbildung. Die Bedeutung dieser inhibitorischen Funktion wird verdeutlicht

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durch die hohe Inzidenz venöser Thrombosen unter Patienten mit kongenitalem Antithrombin-Mangel. Ein genetisch fixierter Antithrombin-Mangel ist seit 1965 bekannt.

Bei Sequenzanalysen des menschlichen Antithrombingens wurden zahlreiche Variationen und Polymorphismen beschrieben. Es sind daher verschiedene Mutationen als Auslöser eines Antithrombindefektes möglich (Bock 1982, Chandra 1983). Man unterscheidet molekulargenetisch einen Typ I (quantitativer) und einen Typ II (funktioneller Antithrombinmangel). Typ II wird weiter gegliedert in Störungen des reaktiven Zentrums (II RS), der Heparin Binding Site (II HBS) oder multiple funktionelle Defekte (Pleiotropic Effect, II PE) (Finanzzi 1987, Lane1993). Klinisch manifestiert sich der Antithrombinmangel sehr unterschiedlich, wobei der Typ II mit einem insgesamt geringeren Risiko einhergeht.

Im Vergleich zum Protein C- oder Protein S-Mangel ist das Risiko für Thrombosen bei kongenitalem Antithrombinmangel höher (Thaler1981). Schon eine Verminderung auf 60-70% der Normwerte reicht für das Auftreten venöser Thromboembolien im jüngeren Lebensalter aus. Die Wahrscheinlichkeit für ein thrombotisches Ereignis innerhalb der ersten 25 Lebensjahre liegt bei 50%, bis zum 50. Lebensjahr haben 80% der Patienten eine Thrombose erlitten (Hirsh 1989).

Oberflächliche Thrombophlebitiden finden sich im Vergleich zum Protein C/S-Mangel eher selten. Bei 5% der symptomatischen Patienten kommen allerdings atypische Lokalisationen wie Mesenterialvenen-oder Hirnvenenthrombosen vor (Demers1992).

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Ein erworbener Antithrombinmangel kann u.a. bedingt durch massive Blutungen, Proteinurie bei nephrotischem Syndrom oder Verbrauchskoagulopathie auftreten. Auch eine verminderte Bildung, zum Beispiel beim Leberversagen oder die antagonistische Wirkung der Leukozytenelastase, kann zu einem Antithrombinmangel führen.

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[16.] Ea/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:26:34 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 21, 22, Zeilen: 21: 3ff. - 22: 1ff.
[Auch eine verminderte Bildung, zum Beispiel beim Leberversagen oder die antagonistische Wirkung der Leukozytenelastase, kann zu] einem Antithrombinmangel führen.

2.2.2 Protein C-Mangel

Ein Mangel an Protein C ist als Grundlage einer thrombophilen Diathese seit 1981 bekannt.

Protein C ist ein Vitamin K abhängiges Zymogen mit einer Plasmakonzentration von 3-5 mg/dl. Der Protein C-Mangel wird in zwei Typen unterteilt. Als Typ I wird der quantitative Proteinmangel bei normaler Funktion bezeichnet. Beim Typ II findet sich eine reduzierte Aktivität des Protein C bei normaler Konzentration des Proteins (funktioneller Defekt).

Eine weitere Form der Protein C Dysfunktion ist die Resistenz des Faktor V gegenüber aktiviertem Protein C. Im Gegensatz zu den sehr heterogenen Defekten in Protein C/S Gen sind für die APC-Resistenz nur einige wenige autosomal dominant vererbte Mutationen bekannt. Hierbei handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um die Punktmutation Arg zu Gln (Faktor V Leiden) (Amer 1990, Dahlbäck 1991). Das gemeinsame Auftreten von Faktor V Leiden und einem Protein C- Mangel erhöht signifikant das Risiko für eine klinische Symptomatik (Reitsma 1995) (Ausführung siehe unten).

Klinisch manifestiert sich der Protein C-Mangel ähnlich wie der Protein S-Mangel mit venösen Thromboembolien, oberflächlichen Thrombosen und vereinzelten arteriellen Verschlüssen (Demers 1992, De Stefano 1994). Die Ausprägung der klinischen Symptomatik ist dabei auch vom Erbgang abhängig. Zu unterscheiden sind Familien mit symptomatischen Heterozygoten von Familien mit asymptomatischen Heterozygoten in Verbindung mit homozygoten Individuen.

Die Homozygoten entwickeln relativ frühzeitig massive thrombotische Komplikationen. Eine schwere Purpura fulminans kommt in dieser Gruppe schon in der Neonatalperiode vor.

Venöse Thrombosen und pulmonale Embolien im jungen Erwachsenalter überwiegen in der Gruppe der symptomatischen Heterozygoten (Nowak-Göttl 1996).

2.2.3 Protein S-Mangel

Als Auslöser thromboembolischer Ereignisse durch einen Mangel an Protein S wurde 1984 beschrieben. Protein S ist ein Vitamin K abhängiges Plasmaprotein mit einer Plasmakonzentration von [20-25 mg/dl, von der 40% in freier Form vorliegen.]

Auch eine verminderte Bildung, zum Beispiel beim Leberversagen oder die antagonistische Wirkung der Leukozytenelastase, kann zu einem Antithrombinmangel führen.

Protein C-Mangel

Ein Mangel an Protein C ist als Grundlage einer thrombophilen Diathese seit 1981 bekannt.

Protein C ist ein Vitamin K abhängiges Zymogen mit einer Plasmakonzentration von 3-5 mg/dl. Der Protein C-Mangel wird in zwei Typen unterteilt. Als Typ I wird der quantitative Proteinmangel bei normaler Funktion bezeichnet. Beim Typ II findet sich eine reduzierte Aktivität des Protein C bei normaler Konzentration des Proteins (funktioneller Defekt).

Eine weitere Form der Protein C Dysfunktion ist die Resistenz des Faktor V gegenüber aktiviertem Protein C. Im Gegensatz zu den sehr heterogenen Defekten in Protein C/S Gen sind für die APC-Resistenz nur einige wenige autosomal dominant vererbte Mutationen bekannt. Hierbei handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um die Punktmutation Arg zu Gln (Faktor V Leiden) (Amer 1990, Dahlbäck 1991). Das gemeinsame Auftreten von Faktor V Leiden und einem Protein C- Mangel erhöht signifikant das Risiko für eine klinische Symptomatik (Reitsma 1995) (Ausführung siehe unten).

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Klinisch manifestiert sich der Protein C-Mangel ähnlich wie der Protein SMangel mit venösen Thromboembolien, oberflächlichen Thrombosen und vereinzelten arteriellen Verschlüssen (Demers 1992, De Stefano 1994). Die Ausprägung der klinischen Symptomatik ist dabei auch vom Erbgang abhängig. Zu unterscheiden sind Familien mit symptomatischen Heterozygoten von Familien mit asymptomatischen Heterozygoten in Verbindung mit homozygoten Individuen. Die Homozygoten entwickeln relativ frühzeitig massive thrombotische Komplikationen. Eine schwere Purpura fulminans kommt in dieser Gruppe schon in der Neonatalperiode vor. Venöse Thrombosen und pulmonale Embolien im jungen Erwachsenalter überwiegen in der Gruppe der symptomatischen Heterozygoten (Nowak-Göttl 1996).

Protein S-Mangel

Als Auslöser thromboembolischer Ereignisse durch einen Mangel an Protein S wurde 1984 beschrieben. Protein S ist ein Vitamin K abhängiges Plasmaprotein mit einer Plasmakonzentration von 20-25 mg/dl, von der 40% in freier Form vorliegen.

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[17.] Ea/Fragment 021 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 21:35:19 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 22, 23, 24, Zeilen: 22: 18-22 - 23: 1ff (kpl.) - 24: 1-4
60% des Protein S sind an das C4b-bindende Protein gebunden. Es wird in der Leber, in Endothelzellen, in Megakaryozyten und den leydigschen Zwischenzellen gebildet.

Es werden analog zum Protein C-Mangel drei Formen des Protein S-Mangel unterschieden. Typ I ist Ausdruck eines quantitativen Mangels, d.h. dass die Gesamtkonzentration reduziert ist. Typ II spiegelt einen funktionellen Protein S-Mangel mit normalen Plasmakonzentrationen bei reduzierter Aktivität. Eine erhöhte Affinität des freien Protein S zum C4b-bindendem-Protein, [sic] und der dadurch reduzierte Anteil an ungebunden [sic] Protein, [sic] wird [sic] als Typ III beschrieben (Dahlbäck 1991). Die Konzentration bei Typ III kann normal sein.

Die klinische Symptomatik entspricht weitgehend dem Protein C-Mangel. Der erworbene Protein S-Mangel ist in der Regel nur gering ausgeprägt und kommt bei Verbrauchskoagulopathien und Lebererkrankungen vor. Gelegentlich kann es im Rahmen einer Sepsis aber auch zu einem schweren Protein S-Mangel mit Purpura fulminans kommen.

2.2.4 Resistenz gegen aktiviertes Protein C und Faktor V G1691A-Mutation

Der Befund einer nur schwachen Reaktion des Gerinnungssystems auf den Zusatz von aktiviertem Protein C in vitro wurde 1993 erstmalig publiziert. Bei der Untersuchung eines Patienten, der seit dem jungen Erwachsenenalter rezidivierende Thrombosen erlitten hatte, wurde von Dahlbäck und Mitarbeitern erstmals die Verlängerung der APTT durch Zusatz von exogenem aktivierten Protein C zur Plasmaprobe als Testparameter herangezogen (Dahlbäck et al. 1993). Diese war bei dem Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich abgeschwächt. Innerhalb der Familie des Patienten, in der noch vier weitere Personen bereits rezidivierende Thrombosen erlitten hatten, war die Reaktion auf die Zugabe von aktiviertem Protein C (APC) bei einer Reihe von Personen ebenfalls schwach. Nachdem diese Befunde auch an anderen Gruppen thrombophiler Patienten bestätigt werden konnten (Griffin et al 1993, Svensson und Dahlbäck 1994), wurde weiterhin festgestellt, dass sich die Reaktion der APTT nach Zugabe von aktiviertem Protein C durch Mischen mit Poolplasma gesunder Personen korrigieren lässt (Griffin et al. 1993).

60% des Protein S sind an das C4b-bindende Protein gebunden. Es wird in der Leber, in Endothelzellen, in Megakaryozyten und den leydigschen Zwischenzellen gebildet.

Es werden analog zum Protein C-Mangel drei Formen des Protein S-Mangel unterschieden. Typ I ist Ausdruck eines quantitativen Mangels, d.h. dass die

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Gesamtkonzentration reduziert ist. Typ II spiegelt einen funktionellen Protein S-Mangel mit normalen Plasmakonzentrationen bei reduzierter Aktivität. Eine erhöhte Affinität des freien Protein S zum C4b-bindendem-Protein, [sic] und der dadurch reduzierte Anteil an ungebundem [sic] Protein, [sic] wird [sic] als Typ III beschrieben (Dahlbäck 1991). Die Konzentration bei Typ III kann normal sein.

Die klinische Symptomatik entspricht weitgehend dem Protein C-Mangel. Der erworbene Protein S-Mangel ist in der Regel nur gering ausgeprägt und kommt bei Verbrauchskoagulopathien und Lebererkrankungen vor. Gelegentlich kann es im Rahmen einer Sepsis aber auch zu einem schweren Protein S-Mangel mit Purpura fulminans kommen.

Resistenz gegen aktiviertes Protein C und Faktor V G1691A-Mutation

Der Befund einer nur schwachen Reaktion des Gerinnungssystems auf den Zusatz von aktiviertem Protein C in vitro wurde 1993 erstmalig publiziert. Bei der Untersuchung eines Patienten, der seit dem jungen Erwachsenenalter rezidivierende Thrombosen erlitten hatte, wurde von Dahlbäck und Mitarbeitern erstmals die Verlängerung der APTT durch Zusatz von exogenem aktivierten Protein C zur Plasmaprobe als Testparameter herangezogen (Dahlbäck et al. 1993). Diese war bei dem Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich abgeschwächt. Innerhalb der Familie des Patienten, in der noch vier weitere Personen bereits rezidivierende Thrombosen erlitten hatten, war die Reaktion auf die Zugabe von aktiviertem Protein C (APC) bei einer Reihe von Personen ebenfalls schwach. Nachdem diese Befunde auch an anderen Gruppen

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thrombophiler Patienten bestätigt werden konnten (Griffin et al 1993, Svensson und Dahlbäck 1994), wurde weiterhin festgestellt, dass sich die Reaktion der APTT nach Zugabe von aktiviertem Protein C durch Mischen mit Poolplasma gesunder Personen korrigieren lässt (Griffin et al. 1993).

Anmerkungen

Selbsterklärend. Grammatikfehler finden sich übereinstimmend in beiden Schriften.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[18.] Ea/Fragment 022 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:43:06 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 24, 25, Zeilen: 24: 5ff. - 25: 1-13
Als Substrat der beschriebenen Resistenz gegen aktiviertes Protein C wurde ein antikoagulativ wirksamer Kofaktor zum APC vermutet (Dahlbäck et al. 1993). Die postulierte APC-Kofaktor-Funktion konnte durch Protein-Isolierung dem Faktor V-Molekül zugeordnet werden (Dahlbäck und Hildebrand 1994). In Verdünnungsserien mit Faktor V- und Faktor VIII-Mangelplasmen konnte diese Kofaktor- Funktion weiter eingegrenzt werden auf den aktivierten Faktor V (Sun et al 1994). Während gereinigte Faktor V-Konzentrate von Patienten mit APC-Resistenz die Plasmaeigenschaft auf Plasmaproben gesunder Kontrollpersonen übertragen konnten, waren umgekehrt normale Faktor V-Konzentrationen in der Lage, den funktionellen Gerinnungsdefekt des Patientenplasmas zu korrigieren. Sowohl Faktor Va als auch Faktor V überträgt [sic!] die funktionelle APC-Resistenz auf normales Plasma (Dahlbäck und Aparicio 1996).

In Laborstudien konnte gezeigt werden, dass die beschriebene Resistenz gegen aktiviertes Protein C keine absolute, sondern lediglich eine relative Resistenz darstellt (Heeb et al 1995). Für den Faktor V Gesunder wurde im Vergleich mit APC-Resistenz-Patienten eine etwa zehnfach höhere Sensitivität zu APC gefunden.

Bei der Suche nach einer Mutation im Faktor V Gen waren insbesondere die funktionell wichtigen Regionen des Faktor V-Moleküls, die APC-Bindungsregion sowie die beiden Spaltungsstellen Arg 360 und Arg 506, von besonderem Interesse. Im Frühjahr 1994 konnte bei einer großen Gruppe der thrombophilen Patienten mit funktioneller APC-Resistenz eine Punktmutation an einer der Spaltungsstellen (Arg 506) nachgewiesen werden. Die Mutation Faktor V G1691A kodiert den Aminosäurenaustausch Arg 506 Gln. Die Mutation zeigte eine sehr gute Korrelation zum pathologischen Befund im funktionellen APC-Resistenz-Test nach modifizierten APTT-Methoden (Bertina et al 1994).

Biochemisch lässt sich nachweisen, dass der mutierte Faktor Va G1691A von APC nicht mehr an der Stelle Arg506 [sic!] gespalten wird (Aparicio und Dahlbäck 1996). Die nachfolgenden, funktionell inaktivierenden Spaltungsschritte an Arg306 [sic!] und Arg679 [sic!] sind hingegen möglich, laufen jedoch signifikant langsamer ab. Insgesamt kann APC mehr als 90% der prokoagulatorischen Aktivität des Faktor [sic!] Va G1691A inaktivieren, allerdings mit unphysiologisch hohem Zeitbedarf.

Als Substrat der beschriebenen Resistenz gegen aktiviertes Protein C wurde ein antikoagulativ wirksamer Kofaktor zum APC vermutet (Dahlbäck et al. 1993). Die postulierte APC-Kofaktor-Funktion konnte durch Protein-Isolierung dem Faktor V-Molekül zugeordnet werden (Dahlbäck und Hildebrand 1994). In Verdünnungsserien mit Faktor V- und Faktor VIII-Mangelplasmen konnte diese Kofaktor-Funktion weiter eingegrenzt werden auf den aktivierten Faktor V (Sun et al 1994). Während gereinigte Faktor V-Konzentrate von Patienten mit APC-Resistenz die Plasmaeigenschaft auf Plasmaproben gesunder Kontrollpersonen übertragen konnten, waren umgekehrt normale Faktor V-Konzentrationen in der Lage, den funktionellen Gerinnungsdefekt des Patientenplasmas zu korrigieren. Sowohl Faktor Va als auch Faktor V überträgt [sic!] die funktionelle APC-Resistenz auf normales Plasma (Dahlbäck und Aparicio 1996).

In Laborstudien konnte gezeigt werden, dass die beschriebene Resistenz gegen aktiviertes Protein C keine absolute, sondern lediglich eine relative Resistenz darstellt (Heeb et al 1995). Für den Faktor V Gesunder wurde im Vergleich mit APC-Resistenz-Patienten eine etwa zehnfach höhere Sensitivität zu APC gefunden.

Bei der Suche nach einer Mutation im Faktor V Gen waren insbesondere die funktionell wichtigen Regionen des Faktor V-Moleküls, die APC-Bindungsregion sowie die beiden Spaltungsstellen Arg 360 und Arg 506, von besonderem

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Interesse. Im Frühjahr 1994 konnte bei einer großen Gruppe der thrombophilen Patienten mit funktioneller APC-Resistenz eine Punktmutation an einer der Spaltungsstellen (Arg 506) nachgewiesen werden. Die Mutation Faktor V G1691A kodiert den Aminosäurenaustausch Arg 506 Gln. Die Mutation zeigte eine sehr gute Korrelation zum pathologischen Befund im funktionellen APC-Resistenz-Test nach modifizierten APTT-Methoden (Bertina et al 1994).

Biochemisch lässt sich nachweisen, dass der mutierte Faktor Va G1691A von APC nicht mehr an der Stelle Arg506 [sic!] gespalten wird (Aparicio und Dahlbäck 1996). Die nachfolgenden, funktionell inaktivierenden Spaltungsschritte an Arg306 [sic!] und Arg679 [sic!] sind hingegen möglich, laufen jedoch signifikant langsamer ab. Insgesamt kann APC mehr als 90% der prokoagulatorischen Aktivität des Faktor [sic!] Va G1691A inaktivieren, allerdings mit unphysiologisch hohem Zeitbedarf.

Anmerkungen

Grammatik- und Tippfehler bzw. wechselnde Schreibweisen finden sich eins zu eins wieder.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[19.] Ea/Fragment 023 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:43:18 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 25, 26, Zeilen: 25: 13ff. - 26: 1ff.
[In Bindungsstudien] zeigt sich, dass infolge der Mutation am Faktor V Molekül auch die funktionell bedeutsame Molekülregion mit Bindungseigenschaften für Faktor Xa und Protein S verändert wird (Heeb et al. 1994).

Wie bereits ausgeführt wurde, ist in vivo zwar die Inaktivierung des Faktor Va, nicht aber des Faktor V abhängig von einer ersten Spaltung an Arg506. In Membranbindung verläuft die Spaltung von Faktor V G1691 A ebenso wie von Faktor V durch sequentielle Proteolyse.

Die Aktivierung des Faktor V G1691A zeigt keine Unterschiede zum normalen Faktor V (Aparicio und Dahlbäck 1996). Die Thrombin-Generierungskapazität von Faktor V G1691A gegenüber normalem Faktor V in vitro wird als annähernd gleich (Aparicio und Dahlbäck 1996) oder zwei- bis dreifach höher beschrieben (Rosing et al 1998). Das Labormodell ist auch geeignet, die reduzierte Ansprache des Faktor V G1691A auf APC zu zeigen (Rosing et al 1998).

Die beschriebene Mutation Faktor V G1691A wird bei etwa 95% der Patienten mit funktionell nachweisbarer APC-Resistenz gefunden (Bertina et al. 1994, Voorberg et al1994). In einer schwedischen Studie konnte der Ursprung der nachgewiesenen Mutation von einem gemeinsamen Vorfahren gezeigt werden (Zöller et al 1997). Der bisher identifizierte Faktor V G1691A Polymorphismus scheint seinen Ursprung von einer einzigen Mutation im Verlauf der Evolution zu besitzen (Zivellin 1997).

Eine andersartige Mutation im Faktor V Gen mit resultierender Substitution Arg306 Thr (Faktor V Cambridge), wurde 1998 publiziert (Williamson et al 1998). Bisher wurde sie bei einem Indexpatienten und dessen Mutter nachgewiesen. Der Phänotyp dieser beiden Patienten entsprach dem der Faktor V G1691A-Mutation, die genotypisch nicht betroffenen Familienmitglieder waren phänotypisch unauffällig.

Die übrigen Fälle von APC-Resistenz ohne Nachweisbare Genmutation werden erworbenen, situationsbezogenen Faktoren oder noch unbekannten Ursachen zugeschrieben.

Aus Befunden zur Charakteristik des Faktor V G1691A folgt, dass der funktionell aktive Faktor V a G1691A intravasal verzögert abgebaut wird und somit die Grundlage einer Resistenz gegen aktiviertes Protein C und der thrombophilen Diathese darstellt.

In Bindungsstudien zeigt sich, dass infolge der Mutation am Faktor V Molekül auch die funktionell bedeutsame Molekülregion mit Bindungseigenschaften für Faktor Xa und Protein S verändert wird (Heeb et al. 1994).

Wie bereits ausgeführt wurde, ist in vivo zwar die Inaktivierung des Faktor Va, nicht aber des Faktor V abhängig von einer ersten Spaltung an Arg506. In Membranbindung verläuft die Spaltung von Faktor V G1691 A ebenso wie von Faktor V durch sequentielle Proteolyse.

Die Aktivierung des Faktor V G1691A zeigt keine Unterschiede zum normalen Faktor V (Aparicio und Dahlbäck 1996). Die Thrombin-Generierungskapazität von Faktor V G1691A gegenüber normalem Faktor V in vitro wird als annähernd gleich (Aparicio und Dahlbäck 1996) oder zwei- bis dreifach höher beschrieben

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(Rosing et al 1998). Das Labormodell ist auch geeignet, die reduzierte Ansprache des Faktor V G1691A auf APC zu zeigen (Rosing et al 1998).

Die beschriebene Mutation Faktor V G1691A wird bei etwa 95% der Patienten mit funktionell nachweisbarer APC-Resistenz gefunden (Bertina et al. 1994, Voorberg et al1994). In einer schwedischen Studie konnte der Ursprung der nachgewiesenen Mutation von einem gemeinsamen Vorfahren gezeigt werden (Zöller et al 1997).

Der bisher identifizierte Faktor V G1691A Polymorphismus scheint seinen Ursprung von einer einzigen Mutation im Verlauf der Evolution zu besitzen (Zivellin 1997). Eine andersartige Mutation im Faktor V Gen mit resultierender Substitution Arg306 Thr (Faktor V Cambridge), wurde 1998 publiziert (Williamson et al 1998). Bisher wurde sie bei einem Indexpatienten und dessen Mutter nachgewiesen. Der Phänotyp dieser beiden Patienten entsprach dem der Faktor V G1691A-Mutation, die genotypisch nicht betroffenen Familienmitglieder waren phänotypisch unauffällig.

Die übrigen Fälle von APC-Resistenz ohne Nachweisbare Genmutation werden erworbenen, situationsbezogenen Faktoren oder noch unbekannten Ursachen zugeschrieben.

Aus Befunden zur Charakteristik des Faktor V G1691A folgt, dass der funktionell aktive Faktor V a G1691A intravasal verzögert abgebaut wird und somit die Grundlage einer Resistenz gegen aktiviertes Protein C und der thrombophilen Diathese darstellt.

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[20.] Ea/Fragment 024 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:43:29 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 27-28, Zeilen: 27: 1ff. (kpl.) - 28: 1-8
2.2.5 Prothrombin G20210A-Mutation

Prothrombin ist ein Glycoprotein mit einem Molekulargewicht von 72 kDa und wird in der Leber als single-chain Molekül synthetisiert. Es liegt im Plasma mit einer Konzentration von 100.200 ug/ml und einer Halbwärtszeit [sic!] von 72-96 h vor.

Wie viele weitere Proteine des Gerinnungssystems bedarf es Vitamin K zur zu Gammacarboxylierung. Hierbei werden 10 aminoterminale Glutaminsäurereste zu Gamma-Carboxylglutaminsäure carboxyliert (Stenflo 1974). Mit Hilfe der Carboxylgruppen kann Prothrombin an Calcium binden. Dadurch wird die Bindung an Phospholipidoberflächen vereinfacht. Menschliches Prothrombin besteht aus 579 Aminosäuren, 10 Gamma-Carboxyglutamat-Resten und 8% Kohlenhydraten (Degen et al 1983). Das Prothrombinmolekül ist aus vier Domänen aufgebaut: einer Gla Domäne, zwei Kringle Domänen, und einer Serin Protease Vorstufe (Jackson 1994, Mann1994).

Prothrombin ist ein zentrales Molekül der Haemostase. Aktiviert durch Faktor Xa, dem Kontakt mit Phospholipidoberflächen und anderen Faktoren, wird aus Prothrombin Thrombin.

Bei der Aktivierung werden zwei interne Peptidbindungen (Arg271-Thr und Arg320-Ile) hydrolysiert. Dadurch spalten sich 39 kDA Thrombin vom C-terminalen Ende des Prothrombinmoleküls ab, während der N-terminale Rest mit der Gla- und den Kringle- Domänen an der Phospholipidoberfläche gebunden bleibt.

Thrombin stimuliert die Thrombozyten-Aggregation, die Freisetzung des von Willebrand Faktor und des t-PA aus Endothelzellen. Faktor VIII und Faktor V werden mit Hilfe von Thrombin aktiviert. Weiterhin aktiviert Thrombin Fibrinogen zum unlöslichen Fibrin, den Faktor XIII aber auch Protein C, Monozyten, Lymphozyten und Endothelzellen (Davie1991, Bertina 1992, Dang 1995).

Prothrombin wird durch ein 21kb langes Gen kodiert, welches auf Chromosom 11 an Position 11p11-q12 lokalisiert ist (Royle 1987). Es ist aufgebaut aus 14 Exons, separiert durch 13 Introns. Am 5`-und am 3`-Ende befinden sich nicht kodierende Sequenzen, die regulierende Funktionen bei der Genexpression ausüben (Degen 1987).

Prothrombin G20210A-Mutation

Prothrombin ist ein Glycoprotein mit einem Molekulargewicht von 72 kDa und wird in der Leber als single-chain Molekül synthetisiert. Es liegt im Plasma mit einer Konzentration von 100.200 ug/ml und einer Halbwärtszeit [sic!] von 72-96 h vor. Wie viele weitere Proteine des Gerinnungssystems bedarf es Vitamin K zur zu Gammacarboxylierung. Hierbei werden 10 aminoterminale Glutaminsäurereste zu Gamma-Carboxylglutaminsäure carboxyliert (Stenflo 1974). Mit Hilfe der Carboxylgruppen kann Prothrombin an Calcium binden. Dadurch wird die Bindung an Phospholipidoberflächen vereinfacht. Menschliches Prothrombin besteht aus 579 Aminosäuren, 10 Gamma-Carboxyglutamat-Resten und 8% Kohlenhydraten (Degen et al 1983). Das Prothrombinmolekül ist aus vier Domänen aufgebaut: einer Gla Domäne, zwei Kringle Domänen, und einer Serin Protease Vorstufe (Jackson 1994, Mann1994).

Prothrombin ist ein zentrales Molekül der Haemostase. Aktiviert durch Faktor Xa, dem Kontakt mit Phospholipidoberflächen und anderen Faktoren, wird aus Prothrombin Thrombin.

Bei der Aktivierung werden zwei interne Peptidbindungen (Arg271-Thr und Arg320-Ile) hydrolysiert. Dadurch spalten sich 39 kDA Thrombin vom C-terminalen Ende des Prothrombinmoleküls ab, während der N-terminale Rest mit der Gla- und den Kringle- Domänen an der Phospholipidoberfläche gebunden bleibt.

Thrombin stimuliert die Thrombozyten-Aggregation, die Freisetzung des von Willebrand Faktor und des t-PA aus Endothelzellen. Faktor VIII und Faktor V

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werden mit Hilfe von Thrombin aktiviert. Weiterhin aktiviert Thrombin Fibrinogen zum unlöslichen Fibrin, den Faktor XIII aber auch Protein C, Monozyten, Lymphozyten und Endothelzellen (Davie1991, Bertina 1992, Dang 1995).

Prothrombin wird durch ein 21kb langes Gen kodiert, welches auf Chromosom 11 an Position 11p11-q12 lokalisiert ist (Royle 1987). Es ist aufgebaut aus 14 Exons, separiert durch 13 Introns. Am 5`-und am 3`-Ende befinden sich nicht kodierende Sequenzen, die regulierende Funktionen bei der Genexpression ausüben (Degen 1987).

Anmerkungen

Selbsterklärend. Der Schreibfehler ("Halbwärtszeit") findet sich in beiden Schriften.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[21.] Ea/Fragment 025 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:44:08 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 28, 29, Zeilen: 28: 9ff. - 29: 1ff.
Eine genetische bedingte Mutation auf dem Prothrombin-Gen wird als Ursache für hereditäre Thrombophilien vermutet. Poort et al identifizierten 1996 eine Punktmutation (G/A) in Position 20210, dem letzten Nukleotid der 3`- nicht kodierenden Sequenz des Prothrombingens. Durch das Vorliegen eines weiteren prothrombotischen Risikofaktors wird das Thromboserisiko nochmals deutlich erhöht (Junker 1998).

2.2.6 Hyperhomocysteinämie

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die bei der metabolische [sic!] Umwandlung von Methionin entsteht. Intrazellulär wird es zu Methionin remethyliert oder unter Mitwirkung der Cystathionin-ß-Synthetase zu Cystein abgebaut.

Bereits eine milde Hyperhomocysteinämie bedeutet ein erhöhtes Risiko thromboembolischer Erkrankungen (Den Heijer et al 1998).

Ursächlich für die Hyperhomocysteinämie können verschiedene Defekte des Intermediärstoffwechsels oder diätetisch beeinflussbare Mangelzustände der Kofaktoren (Folsäure, Vitamin B6, B12) sein (Rees und Rodgers 1993). Eine Mutation im Gen der Methylentetrahydrofolatreduktase (MTHFR) führt zu Alanin 677 Vali-Substitution (MTHFR TT677). Diese wird im homozygoten Genotyp als häufigste Ursache einer milden Hyperhomocysteinämie gefunden (Guttormsen et al 1996, Harmon et al 1996). Der MTHFR TT 677-Genotyp kodiert eine bereits zuvor bekannte, in vitro thermolabile Variante des Enzyms. Eine schwere Hyperhomocysteinämie ist in der Mehrzahl der Fälle einen [sic!] homocygoten Mangel der Cystathionin-ß-synthase, seltener durch einen homozygoten Mangel der MTHFR bedingt. Derzeit existiert kein gesichertes Wissen über den pathophysiologischen Mechanismus einer prothrombotischen Wirkung der Hyperhomocysteinämie.

2.2.7 Lipoprotein( a)

Apolipoprotein(a) besteht aus einem Low Density Lipoprotein (LDL), das am Apolipoprotein B100 ein sogenanntes Apolipoprotein (a) (apo a) trägt. Der Plasmaspiegel weist eine große interindividuelle Schwankungsbreite auf, die Variationen in der kodierenden Region des apo a zuzuschreiben ist.

Eine genetische bedingte Mutation auf dem Prothrombin-Gen wird als Ursache für hereditäre Thrombophilien vermutet. Poort et al identifizierten 1996 eine Punktmutation (G/A) in Position 20210, dem letzten Nukleotid der 3`- nicht kodierenden Sequenz des Prothrombingens. Durch das Vorliegen eines weiteren prothrombotischen Risikofaktors wird das Thromboserisiko nochmals deutlich erhöht (Junker 1998).

Hyperhomocysteinämie

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die bei der metabolische [sic!] Umwandlung von Methionin entsteht. Intrazellulär wird es zu Methionin remethyliert oder unter Mitwirkung der Cystathionin-ß-Synthetase zu Cystein abgebaut.

Bereits eine milde Hyperhomocysteinämie bedeutet ein erhöhtes Risiko thromboembolischer Erkrankungen (Den Heijer et al 1998).

[Seite 29]

Ursächlich für die Hyperhomocysteinämie können verschiedene Defekte des Intermediärstoffwechsels oder diätetisch beeinflussbare Mangelzustände der Kofaktoren (Folsäure, Vitamin B6, B12) sein (Rees und Rodgers 1993). Eine Mutation im Gen der Methylentetrahydrofolatreduktase (MTHFR) führt zu Alanin 677 Vali-Substitution (MTHFR TT677). Diese wird im homozygoten Genotyp als häufigste Ursache einer milden Hyperhomocysteinämie gefunden (Guttormsen et al 1996, Harmon et al 1996). Der MTHFR TT 677-Genotyp kodiert eine bereits zuvor bekannte, in vitro thermolabile Variante des Enzyms. Eine schwere Hyperhomocysteinämie ist in der Mehrzahl der Fälle einen [sic!] homocygoten Mangel der Cystathionin-ß-synthase, seltener durch einen homozygoten Mangel der MTHFR bedingt.

Derzeit existiert kein gesichertes Wissen über den pathophysiologischen Mechanismus einer prothrombotischen Wirkung der Hyperhomocysteinämie.

Lipoprotein( a)

Apolipoprotein(a) besteht aus einem Low Density Lipoprotein (LDL), das am Apolipoprotein B100 ein sogenanntes Apolipoprotein (a) (apo a) trägt. Der Plasmaspiegel weist eine große interindividuelle Schwankungsbreite auf, die Variationen in der kodierenden Region des apo a zuzuschreiben ist.

Anmerkungen

Selbsterklärend. Grammatikfehler finden sich eins zu eins wieder.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[22.] Ea/Fragment 026 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:44:19 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 29, 30, 31, Zeilen: 29: 19-22 - 30: 1ff. (kpl.) - 31: 1-5
Über eine physiologische Bedeutung des Lp(a) gibt es bisher keine gesicherten Kenntnisse: Dagegen existieren Hypothesen zu pathologischen Interaktionen des Lp (a) im Cholesterinstoffwechsel und bei arteriosklerotischen Gefäßwandveränderungen. Es wurden mehrere Interferenzen des Lipoprotein (a) mit der Aktivierung bzw. Aktivität des Plasminogen beschrieben, die eine prothrombotische Tendenz erklären können. Die pathophysiologische Bedeutung liegt in der Struktur des apo(a), das eine partielle Homologie mit dem Plasminmolekül aufweist. Zur antifibrinolytischen Potenz des Lp(a) wurden verschiedene Teilaspekte charakterisiert (Harpel et al 1989, Hajjar et al1989).

2.2.8 Kongenitale Dysfibrinogenämie

Fibrinogen ist ein in der Leber synthetisiertes Glycoprotein. Es ist ein aus 2 Alpha-Ketten, 2 Beta-Ketten und 2 Gamma-Ketten bestehendes Dimer. Die normale Plasmakonzentration an Fibrinogen beträgt 2,5-5,0 g/l. Die Funktion

des Fibrinogens wurde bereits im Kapitel Hämostaseologie beschrieben.

Die hereditäre Dysfibrinogenämie zeigt sich durch eine verlängerte Plasma Thrombinzeit. Sie wird meist autosomal-dominant vererbt und führt zu der Bildung eines funktionell gestörten Fibrinogens. In vielen Fällen bleibt die kongenitale Dysfibrinogenämie klinisch inapparent. Die Symptomatik erstreckt sich von vereinzelten Blutungsneigungen bis hin zu venösen Thrombosen (Mcdonagh und Carell 1987).

2.2.9 Plasminogenmangel und Dysplasminogenämie

Der Plasminogenmangel (Typ I) oder die Dysplasminogenämie (Typ II) wird [sic] in Zusammenhang mit Thrombophilien beobachtet. Typ I kennzeichnet den Mangel an Plasminogen bei gleichzeitig reduzierter Aktivität. Die Dysplasminogenämie vom Typ II beschreibt die Reduktion der Aktivität bei normaler Konzentration (Dolan 1988). Typ I wird in mehrern Studien für ein erhöhtes Thromboserisiko verantwortlich gemacht (Santori 1994, Gladson 1988, Tait 1991). Der in der japanischen Bevölkerung häufige Typ II scheint nicht zu einer verstärkten Thromboseneigung zu führen.

Über eine physiologische Bedeutung des Lp(a) gibt es bisher keine gesicherten Kenntnisse: Dagegen existieren Hypothesen zu pathologischen Interaktionen des Lp (a) im Cholesterinstoffwechsel und bei arteriosklerotischen Gefäßwandveränderungen. Es wurden mehrere Interferenzen des Lipoprotein

[Seite 30]

(a) mit der Aktivierung bzw. Aktivität des Plasminogen beschrieben, die eine prothrombotische Tendenz erklären können. Die pathophysiologische Bedeutung liegt in der Struktur des apo(a), das eine partielle Homologie mit dem Plasminmolekül aufweist. Zur antifibrinolytischen Potenz des Lp(a) wurden verschiedene Teilaspekte charakterisiert (Harpel et al 1989, Hajjar et al1989).

Kongenitale Dysfibrinogenämie

Fibrinogen ist ein in der Leber synthetisiertes Glycoprotein. Es ist ein aus 2 Alpha-Ketten, 2 Beta-Ketten und 2 Gamma-Ketten bestehendes Dimer. Die normale Plasmakonzentration an Fibrinogen beträgt 2,5-5,0 g/l. Die Funktion des Fibrinogens wurde bereits im Kapitel Hämostaseologie beschrieben.

Die hereditäre Dysfibrinogenämie zeigt sich durch eine verlängerte Plasma Thrombinzeit. Sie wird meist autosomal-dominant vererbt und führt zu der Bildung eines funktionell gestörten Fibrinogens. In vielen Fällen bleibt die kongenitale Dysfibrinogenämie klinisch inapparent. Die Symptomatik erstreckt sich von vereinzelten Blutungsneigungen bis hin zu venösen Thrombosen (Mcdonagh und Carell 1987).

Plasminogenmangel und Dysplasminogenämie

Der Plasminogenmangel (Typ I) oder die Dysplasminogenämie (Typ II) wird [sic] in Zusammenhang mit Thrombophilien beobachtet. Typ I kennzeichnet den Mangel an Plasminogen bei gleichzeitig reduzierter Aktivität. Die

[Seite 31]

Dysplasminogenämie vom Typ II beschreibt die Reduktion der Aktivität bei normaler Konzentration (Dolan 1988). Typ I wird in mehrern Studien für ein erhöhtes Thromboserisiko verantwortlich gemacht (Santori 1994, Gladson 1988, Tait 1991). Der in der japanischen Bevölkerung häufige Typ II scheint nicht zu einer verstärkten Thromboseneigung zu führen

Anmerkungen

Selbsterklärend. Bemerkenswert: "Die Funktion des Fibrinogens wurde bereits im Kapitel Hämostaseologie beschrieben."

Sichter
(Schumann), Hindemith

[23.] Ea/Fragment 027 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:44:27 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 31, 32, 33, Zeilen: 31: 6ff. - 32: 1ff. (kpl.) - 33: 1-12
2.2.10 Thrombomodulin-Defekt/Mangel

Thrombomodulin ist ein Transmembranprotein, welches von den Endothelzellen synthetisiert wird. Es ist Bestandteil des antikoagulatorischen Protein C- Systems.

Thrombomodulin wirkt als Rezeptor für Thrombin und als Kofaktor bei der Aktivierung von Protein C. Es ist anzunehmen, dass ein Mangel oder Defekt mit einem erhöhten Risiko für thrombotische Komplikationen einhergeht (Ohlin 1995). Zurzeit sind einige Mutationen des Thrombomodulin-Gens bekannt, deren klinische Relevanz momentan noch erforscht wird . [sic]

2.2.11 Erhöhung des histidinreichen Glycoprotein

Das histidinreiche Glycoprotein liegt im Plasma als 1:1 Komplex mit Plasminogen vor. Es ist ein nicht enzymatisches Protein, welches an die „Lysin binding site“ des Plasminogens gebunden ist. Dadurch wird die Konzentration an freiem Plasmin um ca. 50% reduziert (Lijnen 1980). Die Komplexbindung mit dem histidinreichen Glycoprotein stört die Interaktion des Plasminogen mit Fibrin. In einigen Fällen konnte eine Korrelation zwischen Erhöhung des histidinreichem Glycoproteins und Thrombophilie gezeigt werden (Engesser 1987). Aber auch ein Mangel an histidinreichem Glycoprotein konnte in Zusammenhang mit thrombophilen Diathesen gezeigt werden (Souto 1995).

2.3 Fragestellungen

Venöse und arterielle Thrombosen sind seltene Erkrankungen, die zunehmend bei Kindern und Säuglingen diagnostiziert und erkannt werden. Aufgrund der speziellen Eigenschaften des homöostatischen Systems im Säuglings- und Kindesalter, [sic] treten symptomatisch thrombotische Manifestationen bei 0,07/10.000 Kinder auf, 5,3/10.000 Einweisungen von Kindern und 2,4/1000 Einweisungen von Neugeborenen auf die Intensivstationen. Innerhalb der gesamten Kindheitspopulation sind Neugeborene einem größeren Risiko thromboembolischen Komplikationen ausgesetzt als ältere Kinder. Möglicherweise aufgrund der niedrigen Konzentrationen von Antithrombin, Heparin Kofaktor II und Protein C in Verbindung mit einer reduzierten fibrinolytischen Leistungsfähigkeit.

Thrombomodulin-Defekt/Mangel

Thrombomodulin ist ein Transmembranprotein, welches von den Endothelzellen synthetisiert wird. Es ist Bestandteil des antikoagulatorischen Protein C-Systems.

Thrombomodulin wirkt als Rezeptor für Thrombin und als Kofaktor bei der Aktivierung von Protein C. Es ist anzunehmen, dass ein Mangel oder Defekt mit einem erhöhten Risiko für thrombotische Komplikationen einhergeht (Ohlin 1995). Zurzeit sind einige Mutationen des Thrombomodulin-Gens bekannt, deren klinische Relevanz momentan noch erforscht wird . [sic]

Erhöhung des histidinreichen Glycoprotein

Das histidinreiche Glycoprotein liegt im Plasma als 1:1 Komplex mit Plasminogen vor. Es ist ein nicht enzymatisches Protein, welches an die „Lysin binding site“ des Plasminogens gebunden ist. Dadurch wird die Konzentration an freiem Plasmin um ca. 50% reduziert (Lijnen 1980). Die Komplexbindung mit dem histidinreichen Glycoprotein stört die Interaktion des Plasminogen mit

[Seite 32]

Fibrin. In einigen Fällen konnte eine Korrelation zwischen Erhöhung des histidinreichem Glycoproteins und Thrombophilie gezeigt werden (Engesser 1987). Aber auch ein Mangel an histidinreichem Glycoprotein konnte in Zusammenhang mit thrombophilen Diathesen gezeigt werden (Souto 1995).


[Seite 33]

Fragestellung

Venöse und arterielle Thrombosen sind seltene Erkrankungen, die zunehmend bei Kindern und Säuglingen diagnostiziert und erkannt werden. Aufgrund der speziellen Eigenschaften des hämostatischen Systems im Säuglings- und Kindesalter, [sic] treten symptomatisch thrombotische Manifestationen bei 0,07/10.000 Kinder auf, 5,3/10.000 Einweisungen von Kindern und 2,4/1000 Einweisungen von Neugeborenen auf die Intensivstationen. Innerhalb der gesamten Kindheitspopulation sind Neugeborene einem größeren Risiko thromboembolischen Komplikationen ausgesetzt als ältere Kinder. Möglicherweise aufgrund der niedrigen Konzentrationen von Antithrombin, Heparin Kofaktor II und Protein C in Verbindung mit einer reduzierten fibrinolytischen Leistungsfähigkeit.

Anmerkungen

Selbsterklärend. Bemerkenswert ist die sinnverändernde Abweichung: "homöostatisch" statt "hämostatisch". Ein Tippfehler (überflüssiges Leerzeichen vor dem Punkt) und ein Grammatikfehler (überflüssiges Komma) finden sich unverändert wieder.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[24.] Ea/Fragment 028 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-20 22:44:42 Hindemith
Ea, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 1-19
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 0, Zeilen: 33: 12ff. - 34: 1-14
[Das Auftreten vaskulärer Erkrankungen nimmt signifikant nach dem ersten Jahr] ab, mit einem zweiten Höhepunkt während der Pubertät und Jugendalter, welches mit einer reduzierten fibrinolytischen Aktivität zusammen hängt. Zahlreiche klinische und Umweltbedingte Gegebenheiten, wie zum Beispiel die peripartale Asphyxie, neonatale Infektionserkrankungen, mütterlicher Diabetes, der Gebrauch von zentralen Venenkathetern, Trauma oder chirurgische Eingriffe, Dehydrationen, bösartige Erkrankungen, renale Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder die Einnahme von oralen Kontrazeptiva bei heranwachsenden Mädchen führen zu einer erhöhten Thrombinbildung mit anschließender Thrombusbildung im Säuglings- und Kindesalter. Zusätzlich zu den genannten zugrunde liegenden klinischen Gegebenheiten, wurden viele genetische prothrombotische Risikofaktoren, insbesondere jene, die das physiologische Antikoagulantiensystem betreffen, z.B. Antithrombin, Protein C und S-Mangel beschrieben. Zusätzlich können Mutationen im Faktor V- (G1691A) und im Prothrombin-Gen (G20210A) als Riskofaktoren für thrombotische Ereignisse auch bei Kindern gewertet werden. Zudem konnte kürzlich gezeigt werden, dass metabolische Erkrankungen wie die homozygote Homocysteinurie und die moderate Hyperhomocyteinämie als auch erhöhte Lipoprotein (a) Konzentrationen das Risiko von thromboembolischen arteriellen und venösen Thrombosen bei pädiatrischen und erwachsenen Patienten signifikant erhöhen. Die Verbindung von multiplen prothrombotischen Defekten oder die Kombination von bekannten prothrombotischen Riskofaktoren mit erworbenen umweltbedingten oder klinischen Gegebenheiten erhöhen das Risiko für Thrombosen erheblich, nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Säuglingen und Kindern. Das Auftreten vaskulärer Erkrankungen nimmt signifikant nach dem ersten Jahr ab, mit einem zweiten Höhepunkt während der Pubertät und Jugendalter, welches mit einer reduzierten fibrinolytischen Aktivität zusammen hängt. Zahlreiche klinische und Umweltbedingte Gegebenheiten, wie zum Beispiel die peripartale Asphyxie, neonatale Infektionserkrankungen, mütterlicher Diabetes, der Gebrauch von zentralen Venenkathetern, Trauma oder chirurgische Eingriffe, Dehydrationen, bösartige Erkrankungen, renale Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder die Einnahme von oralen Kontrazeptiva bei heranwachsenden Mädchen führen zu einer erhöhten Thrombinbildung mit anschließender Thrombusbildung im Säuglings- und Kindesalter. Zusätzlich zu den genannten zugrunde liegenden klinischen Gegebenheiten, wurden viele genetische prothrombotische

[Seite 34]

Risikofaktoren, insbesondere jene, die das physiologische Antikoagulantiensystem betreffen, z.B. Antithrombin, Protein C und S-Mangel beschrieben. Zusätzlich können Mutationen im Faktor V- (G1691A) und im Prothrombin-Gen (G20210A) als Riskofaktoren für thrombotische Ereignisse auch bei Kindern gewertet werden. Zudem konnte kürzlich gezeigt werden, dass metabolische Erkrankungen wie die homozygote Homocysteinurie und die moderate Hyperhomocyteinämie als auch erhöhte Lipoprotein (a) Konzentrationen das Risiko von thromboembolischen arteriellen und venösen Thrombosen bei pädiatrischen und erwachsenen Patienten signifikant erhöhen. Die Verbindung von multiplen prothrombotischen Defekten oder die Kombination von bekannten prothrombotischen Riskofaktoren mit erworbenen umweltbedingten oder klinischen Gegebenheiten erhöhen das Risiko für Thrombosen erheblich, nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Säuglingen und Kindern.

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann), Hindemith

[25.] Ea/Fragment 028 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-22 16:08:22 Schumann
Ea, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Turhan 2008, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 20-24
Quelle: Turhan 2008
Seite(n): 34, Zeilen: 15-21
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass erhöhte Faktor II-Konzentrationen mit einem erhöhten Risiko für venöse Thrombosen bei jungen und älteren Erwachsenen bei der Entstehung und dem erneutem [sic] Auftreten in Verbindung gebracht werden. Demnach wurde diese Studie als Meta-Analyse über Faktor II Mutation bei Onset bei Kindern mit Thrombosen und die Bedeutung für eine Recurrentthrombose durchgeführt. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass erhöhte Faktor VIII-Konzentrationen mit einem erhöhten Risiko für venöse Thrombosen bei jungen und älteren Erwachsenen bei der Entstehung und dem erneutem [sic] Auftreten in Verbindung gebracht werden. Demnach wurde diese Studie durchgeführt [sic] um die Rolle des familiär erhöhten Faktors VIII bei Kindern mit venösen Thrombosen (VT) in Bezug auf die Entstehung der Thrombose, dem postthrombotischem Syndrom (PTS) und dem erneuten auftreten [sic] der Erkrankung zu untersuchen (rVT).
Anmerkungen

Die Übernahme endet im abschließenden Satz mit einer Anpassung des Themenbezugs. Ein Schreibfehler findet sich unverändert wieder.

Der erste Satz findet sich auch (als zweiter Absatz) in der (unpag.) Zusammenfassung vor Beginn der Arbeit.

Sichter
(Schumann), Hindemith

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