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Quelle:Ees/Grifka et al 2000

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     J. Grifka, S. Anders, J. Löhnert, R. Baag, S. Feldt
Titel    Regeneration von Gelenkknorpel durch die autologe Chondrozytentransplantation
Zeitschrift    Arthroskopie
Ort    Berlin
Verlag    Springer
Ausgabe    3
Datum    1. Juli 2000
Nummer    13
Seiten    113–122
ISSN    0933-7946
DOI    10.1007/s001420050145
URL    http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs001420050145

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Ees/Fragment 178 39 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-25 17:04:03 Hindemith
Ees, Fragment, Gesichtet, Grifka et al 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 39-43
Quelle: Grifka et al 2000
Seite(n): 113-114, Zeilen: 113: 3.Sp., 33-37 - 114: 1.Sp., 1-7
Die Behandlung von Gelenkknorpeldefekten mittels Gelenkspülung und/oder Knorpelglättung (auch als Lavage, Gelenktoilette und/oder Debridement bezeichnet) dient der Auswaschung von abgelösten Knorpelfragmenten, Knorpelfasern und Proteoglykanaggregaten, die gemeinsam mit Entzündungsmediatoren auf die Synovitis wirken können, oder der mechanischen Abtragung oberflächlich strukturveränderter Knorpelanteile. [Seite 113]

Die Behandlung von Gelenkknorpeldefekten mittels Gelenkspülung und/oder Knorpelglättung (auch als Lavage und Débridement bezeichnet) dient der Auswaschung von abgelösten Knor-

[Seite 114]

pelfragmenten, Knorpelfasern und Proteoglykanaggregaten, die gemeinsam mit Entzündungsmediatoren auf die Synovialis wirken können, oder der mechanischen Abtragung oberflächlich strukturveränderter Knorpelanteile.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[2.] Ees/Fragment 179 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-25 17:04:53 Hindemith
Ees, Fragment, Gesichtet, Grifka et al 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 1-44
Quelle: Grifka et al 2000
Seite(n): 114, Zeilen: 2.Sp., 1-35.41-56 - 3.Sp., 1-36.41-51
[Die Beschwerdesymptomatik 3 Jahre nach] einer Lavage verbesserte sich in nur 45% der behandelten Patienten, zu keiner Veränderung kam es bei 20% der Patienten und bei 35 % der Patienten verschlechterte sich der Zustand [Jackson 1991]. Eine Kombination beider Verfahren führte nach 3 Jahren in 68% der Behandlungsfälle zu zufriedenstellenden klinischen Ergebnissen. In einer Studie von Ogilvie-Harris und Fitsialos führte die Behandlung mit arthroskopischem Kniegelenksdebridement nach 4 Jahren bei 53% der Patienten zu zufriedenstellenden Ergebnissen [Ogilvie-Harris 1991]. Schneider berichtete von einer Studie, bei der 182 Patienten mit arthroskopischem Kniegelenkdebridement behandelt und über einen Nachuntersuchungszeitraum von 10 Jahren beobachtet wurden [Schneider 1990]. Nach 1 Jahr führte die Behandlung in 2/3 der Fälle zur Linderung der Schmerzen, nach 5 Jahren in 1/3 der Fälle und nach 10 Jahren nur noch in 5% der Fälle. Die Behandlung der Beschwerdesymptomatik durch Lavage und/oder Debridement eines Knorpeldefektes wird weiterhin über die Jahre kritisch diskutiert, da durch diese Techniken der umliegende Knorpel nicht zu einer regenerierenden Antwort angeregt wird und degenerative Prozesse nicht aufgehalten werden können [Hubbard 1996, Shapiro 1993].

Seit vielen Jahren werden verschiedene Behandlungsmethoden angewendet, die durch Penetration der subchondralen Knochenplatte zum Einwandern von undiffenzierten mesenchymalen Stammzellen aus dem Knochenmark führen und somit eine Revaskularisierung bewirken. Zu diesen Methoden gehören:

- Pridiebohrung
- Abrasionsarthroplastik
- Mikrofrakturierung.

Typischerweise besteht jedoch das Ersatzgewebe nicht aus hyalinem Knorpel [Lyyra 1995, Shapiro 1993, Wakitani 1994]. Stattdessen bildet sich Faserknorpel, der durch die Expression von Typ I-Kollagen, seltener durch Typ II-, Typ VI- oder TypIX-Kollagen charakterisiert ist [Buckwalter 1990]. Der Faserknorpel degeneriert jedoch nach etwa 2 Jahren schneller als nativer Gelenkknorpel, da er biomechanisch weniger belastbar ist und damit zur Verschlechterung der Gelenkfunktion führt [Lyyra 1995, Wirth 1996, Häuselmann 1997]. Friedmann zeigte in einer Kurzzeitstudie, dass die Abrasionsarthroplastik bei 110 Patienten mit Knorpeldefekten im Knie bei 34% der Patienten ein Jahr postoperativ zu keiner Veränderung führte, in 6% der Fälle verschlechterte sich sogar der Zustand. Die besten Ergebnisse wurden bei Patienten im Alter von unter 40 Jahren beobachtet [Friedmann 1984]. Rand beschrieb, dass von 28 Patienten nach durchschnittlich 3,8 Jahren 39% eine marginale Verbesserung zeigten, bei 29% der Patienten war keine Änderung erkennbar und bei 32% der Patienten verschlechterte sich der Zustand. Nach durchschnittlich 3 Jahren musste bei 50% dieser Patienten eine Knietotalendoprothese implantiert werden [Rand 1991]. Eine retrospektive komparative Studie von 126 Patienten führte nach durchschnittlich 16 Monaten bei 67% der Patienten, die mit Abrasionsarthroplastik kombiniert mit Debridement behandelt worden waren, und bei 79% der Patienten nach Debridement zu zufriedenstellenden Ergebnissen [Bert 1989].

Zu den neueren Methoden gehören Verfahren der Verpflanzung von osteochondralen Transplantaten (Mosaikplastik, Knorpel-Knochen-Stanze).

Bei Verwendung von autologen osteochondralen Transplantaten (Knorpel-Knochen-Zylinder), die aus weniger belasteten Regionen des Gelenks stammen, werden diese in einen lokal begrenzten Knorpeldefekt eingebracht. Anfänglich viel versprechende Resultate führten in 30% der Fälle 2-5 Jahre postoperativ zur allmählichen oder abrupten Verschlechterung des Zustandes [Wagner 1972].


Bert JM, Maschka K: The arthroscopic treatment of unicompartmental gonarthrosis – a five year follow up study of abrasion arthroplasty plus arthroscopic debridement and arthroscopic debridement alone. Arthroscopy 1989; 5: 25-32.

Buckwalter J, Rosenberg L, Hunziker E: Articular cartilage: composition, structure, response to injury, and methods of facilitating repair. Raven Press New York 1990.

Friedmann MJ, Berasi CC, Fox JM, Del Pizzo W, Snyder SJ, Ferkel RD: Preliminary results with abrasions arthroplasty in osteoarthritic knee. Clin Orthop 1984; 182: 200-205.

Häuselmann HJ, Hunziker EB: Läsionen des Gelenkknorpels und ihre Behandlung. Schweiz Med Wochenschr 1997; 127: 1911-24.

Jackson RW: Arthroscopic Treatment of degenerative arthritis. In: McGinty JB (ed): Operative arthroscopy. Raven Press.New York 1991: 319-323.

Lyyra T, Jurvelin J, Pitkänen P, Väätäinen U, Kiviranta T: Indentation instrument for the measurement of cartilage stiffness under arthroscopic control. Med Eng Phys 1995; 17: 395-399.

Ogilvi-Harris DJ, Fitsialos DP: Arthroscopic management of the degenerative knee. J Arthroscopie 1991; 7: 151-157.

Rand JA: Role of arthroscopy in osteoarthritis of the Knee. Arthroscopy 1991; 7: 358-363.

Schneider T, Liebau C, Krämer R, Merk H: 10-Jahre-Analyse nach arthroskopischem Kniegelenkdebridement bei Gonarthrose. Arthroskopie 1999; 12: 17-21.

Shapiro F, Koide S, Glimscher M: Cell origin and differentiation in the repair of full-thickness defects of articular cartilage. J Bone Joint Surg Am 1993; 75: 532-553.

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Wakitani S, Goto T, Pineda SJ: Mesenchymal cell-based repair of large, full-thickness defects of articular cartilage. J Bone Joint Surg Am 1994; 76: 579-592.

Wirth C, Rudert M: Current concepts-techniques of cartilage growth enhancement: a review of the literature. Arthroscopy 1996; 12: 300-308.

[Seite 114]

Die Beschwerdesymptomatik 3 1/2 Jahre nach einer Lavage verbesserte sich in nur 45% der behandelten Patienten, zu keiner Veränderung kam es bei 20% der Patienten, und bei 35% der Patienten verschlechterte sich der Zustand [34]. Eine Kombination beider Verfahren führte nach 3 Jahren in 68% (93/137) der Behandlungsfälle zu zufrieden stellenden klinischen Ergebnissen [35]. In einer Studie von Ogilvie-Harris u. Fitsialos [58] führte die Behandlung mit arthroskopischem Kniegelenkdébridement nach 4 Jahren bei 53% der Patienten (233/441) zu zufrieden stellenden Ergebnissen. Schneider et al. [68] berichteten von einer Studie, bei der 182 Patienten mit arthroskopischem Kniegelenkdébridement behandelt und über einen Nachuntersuchungszeitraum von 10 Jahren beobachtet wurden. Nach 1 Jahr führte die Behandlung in 2/3 der Fälle zur Linderung der Schmerzen, nach 5 Jahren in 1/3 der Fälle und nach 10 Jahren nur noch in 5% der Fälle. Die Behandlung der Beschwerdesymptomatik durch Lavage und/oder Débridement eines Knorpeldefekts wird kritisch diskutiert, da durch diese Techniken der umliegende Knorpel nicht zu einer regenerierenden Antwort angeregt wird und degenerative Prozesse nicht aufgehalten werden können [31, 37, 38, 69].

Verfahren zur Faserknorpelbildung: Pridie-Bohrung, Abrasionsarthroplastik, Mikrofrakturierung

Seit vielen Jahren werden verschiedene Behandlungsmethoden angewendet, die durch Penetration der subchondralen Knochenplatte zum Einwandern von undifferenzierten mesenchymalen Stammzellen aus dem Knochenmark führen und somit eine Revaskularisierung bewirken. Zu diesen Methoden gehören

– die Pridie-Bohrung [63],
– die Abrasionsarthroplastik [15] und
– die Mikrofrakturierung [72].

Typischerweise besteht jedoch das Ersatzgewebe nicht aus hyalinem Knorpel [42, 69, 77]. Stattdessen bildet sich Faserknorpel, der durch die Expression von Typ-I-Kollagen, seltener durch Typ-II-, Typ-VI- oder Typ-IX-Kollagen charakterisiert ist [10, 12, 28]. Der Faserknorpel degeneriert jedoch nach etwa 2 Jahren schneller als nativer Gelenkknorpel [34, 35, 42], da er biomechanisch weniger belastbar ist [78], und führt damit zur Verschlechterung der Gelenkfunktion [27].

Friedman et al. [17] zeigten in einer Kurzzeitstudie, dass die Abrasionsarthroplastik bei 110 Patienten mit Knorpeldefekten im Knie bei 34% 1 Jahr postoperativ zu keiner Veränderung führte, in 6% der Fälle verschlechterte sich der Zustand. Die besten Ergebnisse wurden bei Patienten < 40 Jahre beobachtet. Rand [64] beschrieb, dass von 28 Patienten nach durchschnittlich 3,8 Jahren 39% (11/28) eine marginale Verbesserung zeigten, bei 29% (8/28) der Patienten war keine Änderung erkennbar und bei 32% (9/28) der Patienten verschlechterte sich der Zustand. Nach durchschnittlich 3 Jahren musste bei 50% (14/28) dieser Patienten eine Knieendoprothese implantiert werden. Eine retrospektive komparative Studie von 126 Patienten führte nach durchschnittlich 16 Monaten bei 67% der Patienten, die mit Abrasionsarthroplastik kombiniert mit Débridement behandelt worden waren, und bei 79% der Patienten nach Débridement allein zu zufrieden stellenden Ergebnissen [4].

Verpflanzung von osteochondralen Transplantaten: Mosaikplastik, Knorpel-Knochen-Stanze

Bei Verwendung von autologen osteochondralen Transplantaten (Knorpel-Knochen-Zylinder), die aus weniger belasteten Regionen des Gelenks stammen, werden diese in einen lokal begrenzten Knorpeldefekt eingebracht. Anfänglich viel versprechende Resultate führten in 30% der Fälle 2–5 Jahre postoperativ zur allmählichen oder abrupten Verschlechterung des Zustands [76].


4. Bert JM, Maschka K (1989) The arthroscopic treatment of unicompartmental gonarthrosis: a five-year follow-up study of abrasion arthroplasty plus arthroscopic débridement and arthroscopic débridement alone. Arthroscopy 5:25-32

10. Buckwalter J, Rosenberg L, Hunziker E (1990) Articular cartilage: composition, structure, response to injury, and methods of facilitating repair. Raven Press, New York

12. Cheung H, Lynch K, Johnson R, Brewer B (1980) In vitro synthesis of tissue-specific type II collagen by healing cartilage. I. Short-term repair of cartilage by mature rabbits. Arthritis Rheum 23:211-219

15. Ficat R, Ficat C, Gedeon P, Toussaint P, Toussaint J (1979) Spongialization: a new treatment for diseased patellae. Clin Orthop 144:74-83

17. Friedman MJ, Berasi CC, Fox JM, Del Pizzo W, Snyder SJ, Ferkel RD (1984) Preliminary results with abrasion arthroplasty in the osteoarthritic knee. Clin Orthop 182:200-205

27. Häuselmann H, Hunziker E (1997) Läsionen des Gelenkknorpels und ihre Behandlung. Schweiz Med Wochenschr 127:1911-1924

28. Hjertquist SO, Lemmperg R (1980) Histological autoradiographic and microchemical studies of spontanously healing osteochondral articular defects in adult rabbit. Calcif Tissue Res 8:54-72

31. Hubbard MJ (1996) Articular débridement versus washout for degeneration of the medial femoral condyle. A five-year study. J Bone Joint Surg Br 78:217-219

34. Jackson RW (1991) Arthroscopic treatment of degenerative arthritis. In: McGinty JB (ed) Operative arthoscopy. Raven Press, New York, pp 319-323

35. Jackson RW, Marans HJ, Silver RS (1988) Arthroscopic treatment of degenerative arthritis of the knee. J Bone Joint Surg Am 70:332-336

37. Kim HK, Moran ME, Salter RB (1991) The potential for regeneration of articular cartilage in defects created by chondral shaving and subchondral abrasion. An experimental investigation in rabbits. J Bone Joint Surg Am 73:1301-1315

38. Levy A, Lohnes J, Scully S, LeCoy M, Garrett W(1996) Chondral delamination of the knee in scoccer players. Am J Sports Med 24:634-639

42. Lyyra T, Jurvelin J, Pitkänen P, Väätäinen U, Kiviranta T (1995) Indentation instrument for the measurement of cartilage stiffness under arthroscopic control. Med Eng Phys 17:395-399

58. Ogilvie-Harris DJ, Fitsialos DP (1991) Arthroscopic management of the degenerative knee. J Arthroscopy 7:151-157

63. Pridie KH (1959) A method of resurfacing osteoarthritic knee joints. J Bone Joint Surg Br 41:618-619

64. Rand JA (1991) Role of arthroscopy in osteoarthritis of the knee. Arthroscopy 7:358-363

68. Schneider T, Liebau C, Krämer R, Merk H (1999) 10-Jahres-Analyse nach arthroskopischem Kniegelenkdébridement bei Gonarthrose. Arthroskopie 12:17-21

69. Shapiro F, Koide S, Glimcher M (1993) Cell origin and differentiation in the repair of full-thickness defects of articular cartilage. J Bone Joint Surg Am 75:532-553

72. Steadman JR, Rodkey WG, Singleton SB, Briggs KH (1997) Microfracture technique for full thickness chondral defects: techniques and clinical results. Operat Techn Orthop 7:300-304

76. Wagner H (1972) Möglichkeiten und klinische Erfahrungen mit der Knorpeltransplantation. Z Orthop Ihre Grenzgeb 110:708-715

77. Wakitani S, Goto T, Pineda SJ (1994) Mesenchymal cell-based repair of large, full-thickness defects of articular cartilage. J Bone Joint Surg Am 76:579-592

78. Wirth C, Rudert M (1996) Current concepts – techniques of cartilage growth enhancement: a review of the literature. Arthroscopy 12:300-308

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Das Original wurde an dieser Stelle vollständig (nur unter Weglassung einiger Literaturverweise und zweier Überschriften) und nur minimal bearbeitet in die aktuelle Arbeit eingefügt.

Für die Verweise "Hubbard 1996" und "Schneider 1990" finden sich kein Einträge im Literaturverzeichnis von Ees.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[3.] Ees/Fragment 180 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-25 17:05:15 Hindemith
BauernOpfer, Ees, Fragment, Gesichtet, Grifka et al 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 1-45
Quelle: Grifka et al 2000
Seite(n): 114-115, Zeilen: 114: 3.Sp., 51-57 - 115: 1.Sp., 1-17.25-57 - 2.Sp.,1-19.45-59 - 3.Sp., 1-23
Als Ursachen führen verschiedene Autoren Passungenauigkeiten der Stanzzylinder, einen Mangel an Stabilität des Transplantats, Reaktionen der Synovialis, das Alter der Patienten und die Größe der Transplantate an [Hangody 1997, Grifka 2000]. Ein erheblicher Nachteil der autologen Mosaikplastik sind die neu gesetzten Defekte an den Entnahmestellen, die zusätzliche Schmerzen verursachen und bei Nachuntersuchungen eine Auffüllung mit fibrösem Knorpel zeigten [Imhoff 1999]. Neben der limitierten Verfügbarkeit von autologen Knorpel-Knochen-Zylindern bereiten die individuelle Knorpelschichtdicke und die Inkongruenz der Gelenkflächen von Spender- und Empfängerseite Schwierigkeiten. Die Passungenauigkeiten der Oberflächenwölbungen können nur erosiv durch Fräsen ausgeglichen werden, jedoch ist eine heterotope Zylinderentnahme nachträglich nicht korrigierbar. In einem durchschnittlichen Untersuchungszeitraum von 3,7 Jahren zeigten alle Patienten nach der Behandlung mit autologen Transplantaten aus dem Condylus, bei denen präoperativ keine oder nur eine leichte Arthrose diagnostiziert wurde, postoperativ eine beginnende oder sich verschlechternde Arthrose. Weiterhin Schmerzen nach Belastung hatten 75% der Patienten [Wirth 1991]. Outerbridge beschrieb bei 50% der untersuchten Patienten die Bildung von Osteophyten als reaktive Knochenneubildung in autologen Patellatransplantaten [Outerbridge 1995]. Mehrere Autoren empfahlen die Mosaikplastik für osteochondrale Defekte bis zu einer Größe von 1-2 cm2 [Pascher 1999, Wirth 1991], 2-3 cm2 bis 3,5 cm2 [Erggelet 1999, Marco 1993] und 1-4 cm2 [Hangody 1997 und 1999].

Neuere Methoden zielen auf die Behandlung von Gelenkknorpeldefekten unter Verwendung chondrogener Materialien (Periost- und Perichondriumtransplantation).

Periost (Knochenhaut) und Perichondrium (Knorpelhaut) enthalten osteogene bzw. chondrogene Vorläuferzellen und Wachstumsfaktoren. Die intraartikulären Bedingungen, unter denen sich diese Zellen zu Knochen oder zu Knorpel umformen können, sind bislang nicht umfassend geklärt. Experimenbtelle [sic] Untersuchungen am Patienten zeigten anfänglich eine gute Restitution der Gelenkknorpeldefekte, jedoch beschrieben mehrere Autoren, dass die Perichondriumtransplantation nach 2-5 Jahren bei bis zu 70% der behandelten Patienten zur endochondralen Ossifikation im Reparaturgewebe führte [Minas 1997, O’Driscoll 1997]. Eine mögliche Erklärung ist die Beobachtung der Typ III-Kollagenexpression in In-vitro-Zellkulturen von Perichondriumbiopsaten; die Zellen differenzierten zu Osteoblasten [McPherson 1997]. Weitere Komplikationen sind Transplantat- und Regeneratverlust, die Hypertrophie des Regenerats und die fortschreitende Arthrose in teilweise bis zu 50% der Behandlungsfälle [Bouwmeester 1996, Beckers 1993]. Bulstra zeigte mit seinen In-vitro-Experimenten, dass sich die pluripotenten Stammzellen des Perichondriums zu Chondrozyten differenzieren und Matrix bilden können [Bulstra 1990]. Die Bildung der Matrix wurde jedoch nur über einen Zeitraum von 10 Tagen verfolgt. Immunhistochemische Analysen zeigten, dass das für Gelenkknorpel typische Kollagen Typ II in einer Zeitspanne von 2-3 Wochen stark exprimiert wird. Werden die Zellen jedoch länger kultiviert, beginnen sie vermehrt mit der Bildung von Kollagen Typ I und III [Marlovits 1998]. In der Studie von Lorentzon wurde die Erfolgsquote mit 96% sehr guten und guten Ergebnissen nach durchschnittlich 3,5 Jahren angegeben [Lorentzon 1998]. Degenerative Veränderungen der Patellaränder oder eine Verkleinerung des femoropatellaren Gelenkspaltes zeigten 73% der Patienten, Kalzifizierungen im Regeneratgewebe 20%. Nur 27% der Patienten wiesen eine ähnliche Festigkeit des Knorpelregenerats zum umliegenden Knorpel auf. Die Autoren sprachen von der Bildung von hyalinähnlichem Knorpel, ohne jedoch eine Kollagentypisierung vorgenommen zu haben.


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Bulstra S, Homminga G, Buurman W, Terwindt-Rouwenhorst E, Linden A van der: The potential of adult human perichondrium to form hyalin cartilage in vitro. J Orthop Res 1990; 3: 328-335.

Erggelet C: Perspektiven der Knorpelregeneration. Implant 1999; 2: 7-8.

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Grifka J, Anders S, Löhnert J, Baag R, Feldt S: Regeneration von Gelenkknorpel durch die autologe Chondrozytentransplantation. Arthroskopie 2000; 13: 113-122.

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[Seite 114]

Als Ursachen führen verschiedene Autoren Passungenauigkeiten der Stanzzylinder, einen Mangel an Stabilität des Transplantats, Reaktionen der Synovialis, das Alter der Patienten und die Größe der Transplantate an [19, 25, 59, 74]. Ein erheblicher

[Seite 115]

Nachteil der autologen Mosaikplastik sind die neu gesetzten Defekte an den Entnahmestellen, die zusätzliche Schmerzen verursachen und bei Nachuntersuchungen eine Auffüllung mit fibrösem Knorpel zeigten [5, 33]. Neben der limitierten Verfügbarkeit von autologen Knorpel-Knochen-Zylindern bereiten die individuelle Knorpelschichtdicke und die Inkongruenz der Gelenkflächen von Spender- und Empfängerseite Schwierigkeiten. Die Passungenauigkeiten der Oberflächenwölbungen können nur erosiv durch Fräsen ausgeglichen werden, jedoch ist eine heterotope Zylinderentnahme nachträglich nicht korrigierbar. Die Verwendung von Allografts, die aus Gewebebanken oder von Fremdorganspendern stammen, wird wegen immunologischer Reaktionen und/oder der Übertragung von infektiösem Material, wie Hepatitis B und C, HIV, CMV und Prionen, häufig abgelehnt.

In einem durchschnittlichen Nachuntersuchungszeitraum von 3,7 Jahren [79] zeigten alle Patienten nach der Behandlung mit autologen Transplantaten aus dem Kondylus, bei denen präoperativ keine oder nur eine leichte Arthrose diagnostiziert wurde, postoperativ eine beginnende oder sich verschlechternde Arthrose. Weiterhin Schmerzen nach Belastung hatten 75% der Patienten. Outerbridge et al. [59] beschrieben bei 50% der untersuchten Patienten die Bildung von Osteophyten als reaktive Knochenneubildung in autologen Patellatransplantaten. Mehrere Autoren empfahlen die Mosaikplastik für osteochondrale Defekte bis zu einer Größe von 1-2 cm2 [51, 60, 79], 2-3 cm2 [14], bis 3,5 cm2 [44] und 1-4 cm2 [24, 26].

Behandlung von Gelenkknorpeldefekten unter Verwendung chondrogener Materialien: Periost- und Perichondriumtransplantation

Periost (Knochenhaut) und Perichondrium (Knorpelhaut) enthalten osteogene bzw. chondrogene Vorläuferzellen und Wachstumsfaktoren. Die intraartikulären Bedingungen, unter denen sich diese Zellen zu Knochen oder zu Knorpel umformen können, sind bislang nicht umfassend geklärt. Experimentelle Untersuchungen am Patienten zeigten anfänglich eine gute Restitution der Gelenkknorpeldefekte, jedoch beschrieben mehrere Autoren, dass die Perichondriumtransplantation nach 2-5 Jahren bei bis zu 70% der behandelten Patienten zur endochondralen Ossifikation im Reparaturgewebe führte [30, 48, 55]. Eine mögliche Erklärung ist die Beobachtung der Typ-III-Kollagen-Expression in In-vitro-Zellkulturen von Perichondriumbiopsaten; die Zellen differenzierten zu Osteoblasten [46, 54]. Weitere Komplikationen sind Transplantat- und Regeneratverlust [7, 31], die Hypertrophie des Regenerats [3] und die fortschreitende Arthrose in teilweise bis zu 50% der Behandlungsfälle [1].

[...]

Bulstra et al. [11] zeigten mit ihren In-vitro-Experimenten, dass sich die pluripotenten Stammzellen des Perichondriums zu Chondrozyten differenzieren und Matrix bilden können. Die Bildung der Matrix wurde jedoch nur über einen Zeitraum von 10 Tagen verfolgt. Immunhistochemische Analysen zeigten, dass das für Gelenkknorpel typische Kollagen Typ II in einer Zeitspanne von 2-3 Wochen stark exprimiert wird. Werden die Zellen jedoch länger kultiviert, beginnen sie vermehrt mit der Bildung von Kollagen Typ I und III [45].

In der Studie von Lorentzon et al. [41] wurde die Erfolgsquote, basierend auf dem Symptom-Score nach Brittberg et al. [8], mit 96% (25/26) sehr guten bzw. guten Ergebnissen nach durchschnittlich 3,5 Jahren angegeben. Bei dieser Auswertung blieben jedoch die Veränderungen, die sich in den Röntgenaufnahmen bei 22 nachuntersuchten Patienten und bei den Regeneratanalysen zeigten, unberücksichtigt. Degenerative Veränderungen der Patellaränder oder eine Verkleinerung des femoropatellaren Gelenkspalts zeigten 72,7% (16/22) der Patienten, Kalzifizierungen im Regeneratgewebe 20%. Nur 27% (7/26) der Patienten wiesen eine ähnliche Festigkeit des Knorpelregenerats zum umliegenden Knorpel auf. Die Autoren sprachen von der Bildung von hyalinähnlichem Knorpel, ohne jedoch eine Kollagentypisierung vorgenommen zu haben.


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Anmerkungen

"Hangody 1997" lässt sich bei Ees nicht eindeutig auflösen.

Durch die Quellenangabe sind hier Art und Umfang der Übernahme in keiner Weise klar gestellt. Auf dieser Seite stammt nichts originär von Ees.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[4.] Ees/Fragment 181 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-25 17:05:33 Hindemith
Ees, Fragment, Gesichtet, Grifka et al 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 1-45
Quelle: Grifka et al 2000
Seite(n): 115-116, 117, Zeilen: 115: 3.Sp., 28-53; 116: 1.Sp.,1-47.55-59 - 2.Sp.,1-4; 117: 3.Sp.,16-30 - 118: 1.Sp.,1-12
Die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) ist ein Verfahren zur Induktion der Knorpelregeneration, das in vivo hyalinähnlichen Gelenkknorpel erzeugt. Arthroskopisch wird dem Patienten eine reiskorngroße Probe gesunden Gelenkknorpels bioptisch entnommen. Bei der Herstellung der Transplantate werden die Knorpelzellen enzymatisch aus der Knorpelmatrix herausgelöst, da diese die Zellteilung im Gewebe inhibiert (Sokoloff 1982). Die Zellen erden für 2-3 Wochen unter dem Zusatz von patienteneigenem Serum unter standardisierten Bedingungen vermehrt. Vor der Transplantation wird der Knorpeldefekt präpariert, mit einem Periostlappen (knochenseitige Matrix auf den Defekt) bedeckt, vernäht und anschließend die Chondrozytensuspension in den Defekt injiziert. Der Periostlappen enthält Wachstumsfaktoren, die den Prozess der Redifferenzierung der transplantierten Chondrozyten und den erneuten Matrixaufbau regulieren [Bonaventure 1994]. Die initiale Auffüllung des Defekts mit Knorpel erfolgt bereits 6-8 Wochen nach der ACT [Erggelet 1999]. Nach etwa einem Jahr hat der hyalinähnliche Knorpel an Festigkeit zugenommen. Die Chondrozyten sind säulenartig in der extrazellulären Matrix organisiert. Langzeituntersuchungen (bis zu 10 Jahre) zeigten viel versprechende Ergebnisse. Peterson stellte 2- bis 10-Jahres-Ergebnisse einer Studie mit 219 ACT-behandelten Patienten im Alter bis 50 Jahre vor [Peterson 1998]. Exzellente bis gute Ergebnisse zeigten 92% der Patienten mit durchschnittlich 4,4 cm2 großen isolierten Gelenkknorpeldefekten am Femurcondylus und 86% der Patienten mit Osteochondrosis dissecans (OD). Die histologischen und immunhistologischen Ergebnisse der Regenerate zeigten einen hyalinähnlichen Knorpel in 74% der Behandlungsfälle. Es konnte eine statistisch signifikante Korrelation zwischen den Ergebnissen der klinischen Scores, den mechanischen Eigenschaften und der histologischen Qualität des Regenerats und der Zufriedenheit der Patienten nachgewiesen werden.

Minas beobachtete zwei Jahre nach ACT-Behandlung eine Erfolgsquote von 70% bei 70 Patienten. Interessanterweise wurde die ACT hier sowohl zur Behandlung von isolierten chondralen und multifokalen Läsionen als auch zur Behandlung bei Patienten mit früher Osteoarthrose, generalisierter Chondromalazie und zur Behandlung von Defekten an korrespondierenden Gelenkflächen (kissing lesions) eingesetzt. Die durchschnittliche Defektgröße betrug 5,5 cm2. Die dauerhafte Regeneration des hyalinen Knorpels in den isolierten und multifokalen Defekten wurde mit sehr gut bis gut bewertet [Minas 1998]. Schneider zeigte in einer einjährigen Studie bei 79% bis 96% der Patienten sehr gute bis gute Ergebnisse nach dem Larson- und dem Cincinatti-Score [Schneider 1999].

Bei den autologen Knorpelzelltransplantaten handelt es sich um ein Arzneimittel, dessen Herstellung und dessen In-Verkehr-Bringen der Genehmigung nach dem Arzneimittelgesetz durch die jeweilige Landesgesundheitsbehörde am Herstellungssitz des pharmazeutischen Unternehmens unterliegen. Das autologe Knorpelzelltransplantat wird jeweils individuell und streng autolog für den Patienten hergestellt. Aus diesem Grund sind die In-Prozess-Kontrollen während der Herstellung entsprechend aufwendig. Ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung ist die Gewährleistung eines maximal möglichen Schutzes vor bakterieller, Pilz- und Kreuzkontamination. Die Herstellung, Prüfung und Verpackung erfolgen nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft und Technik in einer reinraumtechnischen Anlage im Isolator, der die Anforderungen der Reinraumklasse A erfüllt. Jeder Isolator bildet ein gasdichtes, geschlossenes System, in dem das Personal nur über hochstrapazierfähige Handschuhe, nicht in direktem Kontakt mit dem Arzneimittel, arbeitet. Das Arzneimittel verbleibt während der gesamten Herstellung und Prüfung innerhalb des Isolators.


Bonaventure J, Kadhom N, Cohen-Solal L, Ng KH, Bourguignon J, Lasselin C, Freisinger P Reexpression of cartilage spezific genes by dedifferentiated human articular chondrocytes cultured in alginate beads. Exp Cell Res 1994; 212: 97-104.

Erggelet C: Perspektiven der Knorpelregeneration. Implant 1999; 2: 7-8.

Minas T: Cartilage repair techniques including chondrocyte transplantation. Their role in focal chondral damage to the Knee. Presentation abstract. Annual Meeting American Academy of Orthopedic Surgeons, New Orleans 1998.

Peterson L: Autologous chondrocyte transplantation: 2-10 year follow up in 219 patients. Annual Meeting of the American Academy of Orthopedic Surgons, New Orleans, LA, USA, 1998: 19-23.

Schneider T, Liebau C, Krämer R, Merk H: 10-Jahre-Analyse nach arthroskopischem Kniegelenkdebridement bei Gonarthrose. Arthroskopie 1999; 12: 17-21.

[Seite 115]

Die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) ist ein Verfahren zur Induktion der Knorpelregeneration, das in vivo hyalinähnlichen Gelenkknorpel erzeugt. Arthroskopisch wird dem Patienten eine reiskorngroße Probe gesunden Gelenkknorpels bioptisch entnommen. Bei der Herstellung der Transplantate werden die Knorpelzellen enzymatisch aus der Knorpelmatrix herausgelöst, da diese die Zellteilung im Gewebe inhibiert [70, 71]. Die Zellen werden für 2-3 Wochen unter dem Zusatz von patienteneigenem Serum unter standardisierten Bedingungen vermehrt. Vor der Transplantation wird der Knorpeldefekt präpariert, mit einem Periostlappen (knochenseitige Matrix auf den Defekt) bedeckt, vernäht und anschließend die Chondrozytensuspension in den Defekt injiziert. Der Periostlappen enthält Wachstumsfaktoren, die den Prozess der Redifferenzierung der transplantierten Chondrozyten und den erneuten Matrixaufbau regulieren [6].

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Die initiale Auffüllung des Defekts mit Knorpel erfolgt bereits 6-8 Wochen nach der ACT [14]. Nach etwa 1 Jahr hat der hyalinähnliche Knorpel an Festigkeit zugenommen. Die Chondrozyten sind säulenartig in der extrazelluären Matrix organisiert. Langzeituntersuchungen (bis 10 Jahre) zeigten viel versprechende Ergebnisse. Peterson [62] stellte 2- bis 10-Jahres-Ergebnisse einer Studie mit 219 ACT-behandelten Patienten im Alter bis 50 Jahre vor. Exzellente bis gute Ergebnisse zeigten 92% der Patienten mit durchschnittlich 4,4 cm2 großen isolierten Gelenkknorpeldefekten am Femurkondylus und 86% der Patienten mit Osteochondrosis dissecans. Dies wurde mit 5 verschiedenen klinischen Scores bewertet. Die histologischen und immunhistologischen Ergebnisse der Regenerate zeigten einen hyalinähnlichen Knorpel in 74% der Behandlungsfälle. Es konnte eine statistisch signifikante Korrelation zwischen den Ergebnissen der klinischen Scores, den mechanischen Eigenschaften und der histologischen Qualität des Regenerats und der Zufriedenheit der Patienten nachgewiesen werden.

Minas [49] zeigte 2 Jahre nach ACT-Behandlung eine Erfolgsquote von 70% bei 70 Patienten. Interessanterweise wurde die ACT hier sowohl zur Behandlung von isolierten chondralen und multifokalen Läsionen als auch zur Behandlung bei Patienten mit früher Osteoarthrose, generalisierter Chondromalazie und zur Behandlung von Defekten an korrespondierenden Gelenkflächen (kissing lesions) eingesetzt. Die durchschnittliche Defektgröße betrug 5,5 cm2 (1,5-21 cm2). Die dauerhafte Regeneration des hyalinen Knorpels in den isolierten und multifokalen Defekten wurde mit sehr gut bis gut bewertet. [...]

Schneider [67] zeigte in einer 1-Jahres-Studie bei 79% (15/19) der Patienten, die nach dem Larson-Score bewertet wurden, sehr gute bis gute Ergebnisse. In einer von Scorrano [66] vorgestellten Studie lag die nach dem modifizierten Cincinnati-Score ausgewertete Erfolgsquote der ACT-Behandlung nach 6–12 Monaten bei 96%.

[Seite 117]

Bei den autologen Knorpelzelltransplantaten handelt es sich um ein Arzneimittel, dessen Herstellung und dessen In-Verkehr-Bringen der Genehmigung nach dem Arzneimittelgesetz durch die jeweilige Landesgesundheitsbehörde am Herstellungsort des pharmazeutischen Unternehmens unterliegen.

Das autologe Knorpelzelltransplantat co.don-Chondrotransplant wird jeweils individuell und streng autolog für den Patienten hergestellt. Aus diesem Grund sind die In-Prozess-Kontrollen während der Herstellung entsprechend aufwendig. Ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung ist die Gewährleistung eines maximal möglichen Schutzes vor bakteriellen, Pilz- und

[Seite 118]

Kreuzkontaminationen. Die Herstellung, Prüfung und Verpackung erfolgen nach dem derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik in einer reinraumtechnischen Anlage im Isolator, der die Anforderungen der Reinraumklasse A erfüllt. Jeder Isolator bildet ein gasdichtes, geschlossenes System, in dem das Personal nur über hochstrapazierfähige Handschuhe, nicht in direktem Kontakt mit dem Arzneimittel, arbeitet. Das Arzneimittel co.don-Chondrotransplant verbleibt während der gesamten Herstellung und Prüfung innerhalb des Isolators (ITT: integrated isolator technology).


6. Bonaventure J, Kadhom N, Cohen-Solal L, Ng KH, Bourguignon J, Lasselin C, Freisinger P (1994) Reexpression of cartilage-specific genes by dedifferentiated human articular chondrocytes cultured in alginate beads. Exp Cell Res 212:97-104

14. Erggelet C (1999) Perspektiven der Knorpelregeneration. Implant 2:7-8

49. Minas T (1998) Cartilage repair techniques including chondrocyte transplantation. Their role in focal chondral damage to the knee. Presentation abstract. American Academy of Orthopedic Surgeons, 1998, Annual Meeting, New Orleans

62. Peterson L (1998) Autologous chondrocyte transplantation: 2-10 year follow-up in 219 patients. Proceedings of the American Academy of Orthopedic Surgeons, 1998 Annual Meeting, New Orleans

66. Scorrano A(1998) Use of resorbable pins to secure the periostal patch in autologous cultured chondrocytes implantation of the knee: initial Italien experience. 2nd Symposium of the International Cartilage Repair Society (ICRS), Boston, USA

67. Schneider U (1999) Die autologe Chondrozytentransplantation - Qualitätsanforderungen. 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, Berlin

68. Schneider T, Liebau C, Krämer R, Merk H (1999) 10-Jahres-Analyse nach arthroskopischem Kniegelenkdébridement bei Gonarthrose. Arthroskopie 12:17-21

70. Sokoloff L (1982) The remodeling of articular cartilage. Rheumatology 7:11-18

71. Sokoloff L (1982) Repair mechanisms of articular cartilage. J Am Podiatr Med Assoc 72:228-232

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Übernahmen aus Grifka et al 2000.

"Sokoloff 1982" findet sich nicht im Literaturverzeichnis von Ees; bei "Schneider 1999" wurde die falsche Literaturreferenz übernommen.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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