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Quelle:Feg/Stark 2005

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Tobias Stark
Titel    Temporomandibuläre Dysfunktionen bei Zahnmedizinstudenten unter besonderer Berücksichtigung der Okklusion
Ort    Gießen
Jahr    2005
Anmerkung    Inauguraldissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Zahnheilkunde des Fachbereichs Humanmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen
URL    http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/2684/

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Feg/Fragment 002 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-11 18:57:02 Schumann
Feg, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Stark 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 2, Zeilen: 3-16
Quelle: Stark 2005
Seite(n): 7, Zeilen: 2-19
Die American Academy of Orofacial Pain definiert temporomandibuläre Dysfunktionen (TMD) bzw. craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) als einen Sammelbegriff für eine Reihe von klinischen Manifestationen, die die Kaumuskulatur und/oder das Kiefergelenk sowie die benachbarten Strukturen betreffen können. Im engeren Sinne sind zu den TMD die Muskelfunktionsstörungen, die intrakapsulären Funktionsstörungen und die degenerativen Gelenkerkrankungen zu zählen. Wachstumsbedingte Störungen und polyarthritische, rheumatische (systemische) Entzündungen mit Kiefergelenksbeteiligung sollten nicht zu den funktionellen Erkrankungen gezählt werden, da sie anderen ätiologischen Ursprungs sind.

Die Diskussion über die Ätiologie der CMD ist eine der ältesten Debatten in der Zahnheilkunde. Sie beginnt seit der Otolaryngologe Costen im Jahre 1934 Funktionsstörungen des Kauorgans erstmals beschrieb, und diese als Costensyndrom in die Literatur eingingen2.


2. Costen JB. A syndrome of ear and sinus symptoms dependent upon disturbed function of the temporomandibular joint. 1934. Ann Otol Rhinol Laryngol 1997;106:805-19

Die American Academy of Orofacial Pain definiert temporomandibuläre Dysfunktionen (TMD) als einen Sammelbegriff für eine Reihe von klinischen Problemen, die die Kaumuskulatur und/oder das Kiefergelenk sowie die benachbarten Strukturen betreffen können. Im engeren Sinne sind zu den TMD die Muskelfunktionsstörungen, die intrakapsulären Funktionsstörungen und die degenerativen Gelenkerkrankungen zu zählen. Wachstumsbedingte Störungen und polyarthritische, rheumatische (systemische) Entzündungen mit Kiefergelenksbeteiligung sollten nicht zu den funktionellen Erkrankungen gezählt werden, da sie anderen ätiologischen Ursprungs sind. Leider wird dies in der Literatur zumeist nicht konsequent differenziert.

Aufgrund der Definition per se „Sammelbegriff für eine Reihe von klinischen Problemen...“ gibt es auch unterschiedliche Auffassungen zur Ätiologie TMD.

Die Diskussion über die Ätiologie der TMD ist eine der ältesten Debatten in der Zahnheilkunde, die seit nunmehr siebzig Jahren geführt wird. Seit der Otolaryngologe COSTEN [31] im Jahre 1934 Funktionsstörungen des Kauorgans erstmals beschrieb, und diese als Costensyndrom in die Literatur eingingen, wird die Okklusion als potentiell kausaler Faktor [85, 86, 29] in der Entstehung temporomandibulärer Dysfunktionen (TMD) diskutiert.


29. Conti, P.C.R., Ferreira, P.M., Pegoraro, L.F., Conti, J.V., Salvador, M.C.G.: A cross-sectional study of prevalence and etiology of signs and symptoms of temporomandibular disorders in high school and university students. J. Orofac. Pain 1996;10(3):254-262.

31. Costen J.B.: A syndrome of ear and sinus symptoms dependent upon disturbed function of the temporomandibular joint. Ann Otol Rhinol Laryngol 1934;43:1-5.

85. John M.: Ätiopathogenese von funktionellen Kiefergelenkerkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der Okklusion. DZZ Jahrgang 1996, Heft 8.

86. John M., Zwijnenburg A., Reiber Th., Haerting J.: Okklusale Faktoren bei Patienten mit kraniomandibulären Dysfunktionen (CMD) und symptomfreien Probanden. DZZ Jahrgang 1998, Heft 9.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Analyse:Feg/Fragment 003 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-11 19:02:51 Schumann
Feg, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Stark 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 7-22
Quelle: Stark 2005
Seite(n): 12, Zeilen: 2-15
Die Angaben der Prävalenz von CMD schwanken je nach angewandter Untersuchungstechnik und Klassifikation zwischen 24% und 79% der Bevölkerung35, 36, wobei der Behandlungsbedarf in der Bevölkerung bei rund 3-4% liegt37.

Klinische Studien beschreiben einen Anstieg der Inzidenz craniomandibulärer Dysfunktionen (CMD) mit dem Lebensalter, wobei der Gipfel der Erkrankungen zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr zu finden ist3, 24, 32, 38. Frauen und Männer sind, wie diverse epidemiologische Studien zeigen konnten, in ähnlicher Häufigkeit betroffen39. Demgegenüber setzt sich das Krankengut in den Kliniken bzw. in den zahnärztlichen Praxen überwiegend aus jüngeren und weiblichen Patienten zusammen23, 40. Das Verhältnis Frauen / Männer beträgt je nach Studie zwischen 2:1 und 3:141. Ein Grund für diese Selektion könnte darin liegen, dass jüngere Patienten und Frauen allein schon Fragen nach Symptomen gefühlvoller beantworten und dem Geschehen damit einen höheren Stellenwert geben als dies bei Männern bzw. älteren Patienten der Fall ist42.


3. Conti PC, Ferreira PM, Pegoraro LF, Conti JV, Salvador MC. A crosssectional study of prevalence and etiology of signs and symptoms of temporomandibular disorders in high school and university students. J Orofac Pain 1996;10:254-62.

24. Bertoli E, de Leeuw R, Schmidt JE, Okeson JP, Carlson CR. Prevalence and impact of post-traumatic stress disorder symptoms in patients with masticatory muscle or temporomandibular joint pain: differences and similarities. J Orofac Pain 2007;21:107-19.

32. Egermark I, Magnusson T, Carlsson GE. A 20-year follow-up of signs and symptoms of temporomandibular disorders and malocclusions in subjects with and without orthodontic treatment in childhood. Angle Orthod 2003;73:109-15.

35. Cooper BC, Kleinberg I. Examination of a large patient population for the presence of symptoms and signs of temporomandibular disorders. Cranio 2007;25:114-26.

36. Nassif NJ, Al-Salleeh F, Al-Admawi M. The prevalence and treatment needs of symptoms and signs of temporomandibular disorders among young adult males. J Oral Rehabil 2003;30:944-50.

37. Nilsson IM, List T, Drangsholt M. Incidence and temporal patterns of temporomandibular disorder pain among Swedish adolescents. J Orofac Pain 2007;21:127-32.38. Magnusson T, Egermarki I, Carlsson GE. A prospective investigation over two decades on signs and symptoms of temporomandibular disorders and associated variables. A final summary. Acta Odontol Scand 2005;63:99-109.

38. Magnusson T, Egermarki I, Carlsson GE. A prospective investigation over two decades on signs and symptoms of temporomandibular disorders and associated variables. A final summary. Acta Odontol Scand 2005;63:99-109.

39. Turp JC, Greene CS, Strub JR. Dental occlusion: a critical reflection on past, present and future concepts. J Oral Rehabil 2008;35:446-53.

42. Turp JC, Schindler HJ. [Relationship between occlusion and myoarthropathy. Introduction of an integrating neurobiological model]. Schweiz Monatsschr Zahnmed 2003;113:964-77.

Klinische Studien beschreiben einen Anstieg der Inzidenz temporomandibulärer Dysfunktionen (TMD) mit dem Lebensalter, wobei der Gipfel der Erkrankungen zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr zu finden ist. Frauen und Männer sind, wie epidemiologische Studien zeigen konnten, mit gleicher Häufigkeit betroffen [140, 161]. Demgegenüber setzt sich das Krankengut in den Kliniken bzw. in den zahnärztlichen Praxen überwiegend aus jüngeren und weiblichen Patienten zusammen [22]. Das Verhältnis Frauen / Männer beträgt je nach Studie zwischen 2:1 und 3:1 [161]. Ein Grund für diese Selektion könnte darin liegen, dass jüngere Patienten und Frauen allein schon Fragen nach Symptomen gefühlvoller beantworten und dem Geschehen damit einen höheren Stellenwert geben als dies bei Männern bzw. älteren Patienten der Fall ist [22]. Die Angaben der Prävalenz von TMD schwanken je nach angewandter Untersuchungstechnik und Klassifikation zwischen 24% und 79% der Bevölkerung, wobei der Behandlungsbedarf in der Bevölkerung bei rund 3% [161] liegt.

22. Čelar A.G., Bantleon H.-P.: Kraniomandibuläre Dysfunktion: Review und Analyse. Inf Orthod Kieferorthop 2004;36:1-8.

140. Helkimo, M.: Epidemiological survey of dysfunction of the masticatory system. Oral Sci Rev 7: 54, 1976

161. Jüde, H. D., Fukushima, S., Drechsler, F., Neuhauser, B.: Elektromyographische Untersuchungen an der Kaumuskulatur nach Präparation endständiger Molaren als Brückenpfeiler. Dtsch Zahnärztl Z 32: 711-714, 1977

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Analyse:Feg/Fragment 005 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-11 19:08:45 Schumann
Feg, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Stark 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 8-28
Quelle: Stark 2005
Seite(n): 13, 14, Zeilen: 13: 12 ff. - 14: 1 ff.
Pullinger und Seligman50 haben in Übersichtsartikeln gezeigt, dass morphologische und funktionelle Okklusionsfaktoren unterschiedliche Assoziationen zu funktionellen Kiefergelenkserkrankungen aufweisen. In einer eigenen Studie untersuchten sie okklusale Faktoren in Beziehung zu fünf diagnostischen Untergruppen von CMD (Diskusverlagerung mit Reposition, Diskusverlagerung ohne Reposition, Osteoarthrose mit Diskusverlagerung, primäre Osteoarthrose, Myalgie). Die Faktoren wurden hinsichtlich ihres Einflusses mittels Multivarianzanalyse im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne CMD überprüft. Dabei wurde ein doppeltes Risiko an einer der CMD-Varianten zu erkranken als klinisch signifikant bewertet.

Es ergaben sich signifikante Zusammenhänge zu folgenden Faktoren:

1. frontal offener Biss,

2. einseitiger Kreuzbiss,

3. Overjet größer als 5mm,

4. Stützzonenverlust von mehr als 5 Zähnen,

5. RKP/IKP Differenz größer als 2mm.

Die Autoren bewerteten den Einfluss okklusaler Faktoren jedoch insgesamt als gering, da sich lediglich 5-20% der Variabilität der Befunde ihrer Untersuchung durch okklusale Einflüsse erklären ließen. Diese eingeschränkte, aber messbare Assoziation von okklusalen Komponenten zu CMD wurde in einer Vergleichsstudie von 124 CMD-Probanden mit 47 [Kontrollprobanden ohne CMD bestätigt50.]


50. Pullinger AG, Seligman DA, Gornbein JA. A multiple logistic regression analysis of the risk and relative odds of temporomandibular disorders as a function of common occlusal features. J Dent Res 1993;72:968-979.

PULLINGER und SELIGMAN [136] haben in Übersichtsartikeln gezeigt, dass morphologische und funktionelle Okklusionsfaktoren unterschiedliche Assoziationen zu funktionellen Kiefergelenkserkrankungen aufweisen. In einer eigenen Studie untersuchten sie okklusale Faktoren in Beziehung zu fünf diagnostischen Untergruppen von TMD (Diskusverlagerung mit Reposition, Diskusverlagerung ohne Reposition, Osteoarthrose mit Diskusverlagerung, primäre Osteoarthrose, Myalgie). Die Faktoren wurden hinsichtlich ihres Einflusses mittels Multivarianzanalyse im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne TMD überprüft. Dabei wurde ein doppeltes Risiko an einer der TMD-Varianten zu erkranken als klinisch signifikant bewertet. Es ergaben sich signifikante Zusammenhänge zu folgenden Faktoren: 1. frontal offener Biss, 2. einseitiger Kreuzbiss, 3. Overjet größer als 5mm, 4. Stützzonenverlust von mehr als 5 Zähnen, 5. RKP/IKP Differenz größer als 2mm.

[Seite 14]

Die Autoren bewerteten den Einfluss okklusaler Faktoren jedoch insgesamt als gering, da sich lediglich 5-20% der Variabilität der Befunde ihrer Untersuchung durch okklusale Einflüsse erklären ließen. Diese eingeschränkte, aber messbare Assoziation von okklusalen Komponenten zu TMD wurde in einer Vergleichsstudie von 124 TMD-Probanden mit 47 Kontrollprobanden ohne TMD bestätigt [136].


136. Pullinger, AG; Seligman, DA; Gornbein, JA.: A multiple logistic regression analysis of the risk and relative odds of TMD as a function of common occlusal factors. J Dent Res 1993;72:968-979.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[4.] Analyse:Feg/Fragment 006 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-11 19:23:23 Schumann
Feg, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Stark 2005

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1-26
Quelle: Stark 2005
Seite(n): 14, 15, Zeilen: 14: 5-10, 23-31 - 15: 1-11
[Diese eingeschränkte, aber messbare Assoziation von okklusalen Komponenten zu CMD wurde in einer Vergleichsstudie von 124 CMD-Probanden mit 47] Kontrollprobanden ohne CMD bestätigt50. So kamen die Autoren zu dem Ergebnis, dass okklusale und attritive Faktoren nur bedingt zur Differenzierung von CMD-Patienten und Kontrollprobanden geeignet sind.

In einer Literaturübersicht zur Ätiopathogenese funktioneller Kiefergelenkserkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der Okklusion kamen John et al. bei einer bevölkerungsbasierenden Querschnittsstudie an 3033 Probanden zu der Erkenntnis, dass es keine Assoziation zwischen Overbite oder Overjet und selbstbeobachtenden CMD-Symptomen (Schmerz, Gelenkknacken, eingeschränkte Mundöffnung) gibt51.

Ein Übersichtsartikel von Türp und Schindler42, der Veröffentlichungen bezüglich des Zusammenhanges zwischen Okklusion und Myoarthropathien aus den Jahren 1979-2003 untersuchte, beschreibt ein integrierendes neurobiologisches Modell. Hiernach kommt okklusalen Faktoren bei weitem nicht die Rolle zu, die ihnen in der Vergangenheit zuerkannt wurde. Gewichtige Einwände gegen einen bedeutenden Einfluss der Okklusion für die Genese der Myoarthropathien kommen von epidemiologischer Seite: Während sich okklusale Variablen bei beiden Geschlechtern gleichmäßig verteilen, sind in der Bevölkerung mehrheitlich Frauen von Myoarthropathiesymptomen betroffen. Dies trifft in besonderem Maße bei Personen zu, die wegen Myoarthropathiesymptomen einen Zahnarzt aufsuchen. Die Okklusion ist, der Untersuchung nach, zweifelsfrei von wesentlicher Bedeutung für die motorische Steuerung des Kausystems. Dies bedeutet aber auch, dass neurobiologisch begründete pathogenetische und therapeutische Effekte bei myofaszialen Schmerzen nur über die Wechselwirkung von Okklusion und neuromuskulären Faktoren zu erklären sind.


42. Turp JC, Schindler HJ. [Relationship between occlusion and myoarthropathy. Introduction of an integrating neurobiological model]. Schweiz Monatsschr Zahnmed 2003;113:964-77.

50. Pullinger AG, Seligman DA, Gornbein JA. A multiple logistic regression analysis of the risk and relative odds of temporomandibular disorders as a function of common occlusal features. J Dent Res 1993;72:968-79.

51. John MT, Hirsch C, Drangsholt MT, Mancl LA, Setz JM. Overbite and overjet are not related to self-report of temporomandibular disorder symptoms. J Dent Res 2002;81:164-9.

So kamen die Autoren zu dem Ergebnis, dass okklusale und attritive Faktoren nur bedingt zur Differenzierung von TMD-Patienten und Kontrollprobanden geeignet sind.

In einer Literaturübersicht zur Ätiopathogenese funktioneller Kiefergelenkserkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der Okklusion [...] kamen JOHN ET AL. [87] bei einer bevölkerungsbasierenden Querschnittsstudie an 3033 Probanden zu der Erkenntnis, dass es keine Assoziation zwischen Overbite oder Overjet und selbstbeobachtenden TMD-Symptomen (Schmerz, Gelenkknacken, eingeschränkte Mundöffnung) gibt. Ein Übersichtsartikel von TÜRP und SCHINDLER [162], der Veröffentlichungen bezüglich des Zusammenhanges zwischen Okklusion und Myoarthropathien aus den Jahren 1979-2003 untersuchte, beschreibt ein integrierendes neurobiologisches Modell. Hiernach kommt okklusalen Faktoren bei weitem nicht die Rolle zu, die

[Seite 15]

ihnen in der Vergangenheit zuerkannt wurde. Gewichtige Einwände gegen einen bedeutenden Einfluss der Okklusion für die Genese der Myoarthropathien kommen von epidemiologischer Seite: Während sich okklusale Variablen bei beiden Geschlechtern gleichmäßig verteilen, sind in der Bevölkerung mehrheitlich Frauen von Myoarthropathiesymptomen betroffen. Dies trifft in besonderem Maße bei Personen zu, die wegen Myoarthropathiesymptomen einen Zahnarzt aufsuchen. Die Okklusion ist der Untersuchung nach zweifelsfrei von wesentlicher Bedeutung für die motorische Steuerung des Kausystems. Dies bedeutet aber auch, dass neurobiologisch begründete pathogenetische und therapeutische Effekte bei myofaszialen Schmerzen nur über die Wechselwirkung von Okklusion und neuromuskulären Faktoren zu erklären sind.


87. John M.T., Hirsch C., Drangsholt M.T., Mancl L.A., Setz J.M.: Overbite and Overjet are not related to self-report of temporomandibular disorder symptoms. J Dent Res 2002; 81(3):164-169.

162. Türp J.C., Schindler H.J.: Relationship between occlusion and myoarthropathy. Introduction of an integrating neurobiological model. Schweiz Monatsschr Zahnmed 2003;113(9):964-977.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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