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Quelle:Fet/Mager 2001

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Alberto Mager
Titel    Funktionelle Untersuchungen zur Lippenmorphologie bei der Angle Klasse II/2
Jahr    2001
Anmerkung    Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Zahnmedizinischen Doktorgrades der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br
URL    http://d-nb.info/964266350/34

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    8


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Fet/Fragment 008 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-18 17:22:10 Schumann
Fet, Fragment, Gesichtet, Mager 2001, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 4-26
Quelle: Mager 2001
Seite(n): 9 f., Zeilen: 9: 21-28 - 10: 1-12
2.2.2 Die Anomalie der Klasse II/2 als wichtigste Komponente einer Reklination der OK-Inzisivi

Die Klasse II/2 ist charakterisiert durch die Trias: Tiefbiss, retroinklinierte Oberkieferfrontzähne und eine Distalbisslage. Sie wurde erstmals von Angle als eigene Gruppe definiert (ANGLE 1899). Hinsichtlich der Kippung der Oberkieferfrontzähne lassen sich vier Varianten unterscheiden (JONAS 1999):

• Steilstand der mittleren Schneidezähne und Labial- oder Normalstand der seitlichen Schneidezähne

• Steilstand der Inzisivi und Vestibulärstand der Eckzähne

• Steilstand aller sechs Frontzähne

• Gemischte Form mit einseitigem Steilstand der Inzisivi

Für den besonders ausgeprägten Tiefbiss führte Mayerhof 1912 den Begriff Deckbiss ein. Der Deckbiss ist ein häufiges aber nicht notwendiges Symptom der Klasse II/2, ebenso treten Deckbissfälle ohne Distalbisslage des Unterkiefers auf.

Durch die Palatinalkippung der Frontzähne kommt es zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Engstand. Je nach dem wie ausgeprägt der Engstand ist, spricht man von einer breiten oder schmalen Form der Klasse II/2. Der kurze, frontal abgeflachte Zahnbogen gilt dabei als typisches klinisches Erscheinungsbild der Anomalie (Jonas 1999). Das Verhältnis der Zahnbreiten der Frontzähne gegenüber der der Seitenzähne spielt dabei eine wesentliche Rolle. In einem Teil der Fälle stehen die beiden mittleren Inzisivi invertiert und [die beiden lateralen weichen nach labial aus.]

[Seite 9]

2.2 Die Anomalie der Klasse II/2

Die Klasse II/2 ist charakterisiert durch die Trias: Tiefbiß, retroinklinierte Oberkieferfrontzähne und eine Distalbißlage. Sie wurde erstmals von Angle als eigene Gruppe definiert [Angle 1899].

Hinsichtlich der Kippung der Oberkieferfrontzähne lassen sich vier Varianten unterscheiden [Jonas 1999]:

• Steilstand der Einser und Labial- oder Normalstand der Zweier

• Steilstand der Incisivi und Vestibulärstand der Dreier

[Seite 10]

• Steilstand aller sechs Frontzähne

• Gemischte Form mit einseitigem Steilstand der Incisivi

Für den besonders ausgeprägten Tiefbiß führte Mayerhof 1912 den Begriff Deckbiß ein. Der Deckbiß ist ein häufiges aber nicht notwendiges Symptom der Klasse II/2, ebenso treten Deckbißfälle ohne Distalbißlage des Unterkiefers auf.

Durch die Palatinalkippung der Frontzähne kommt es zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Engstand. Je nach dem wie ausgeprägt der Engstand ist, spricht man von einer breiten oder schmalen Form der Klasse II/2. Der kurze, frontal abgeflachte Zahnbogen gilt dabei als typisches klinisches Erscheinungsbild der Anomalie [Jonas 1999]. Das Verhältnis der Zahnbreiten der Frontzähne gegenüber der der Seitenzähne spielt dabei eine wesentliche Rolle. In einem Teil der Fälle stehen die beiden mittleren Incisivi invertiert und die beiden lateralen weichen nach labial aus.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Analyse:Fet/Fragment 009 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-18 17:28:50 Schumann
Fet, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mager 2001, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mager 2001
Seite(n): 10, 12, Zeilen: 10:11ff; 12:1-4
[In einem Teil der Fälle stehen die beiden mittleren Inzisivi invertiert und] die beiden lateralen weichen nach labial aus. Dabei lagert sich oft die Unterlippe hinter die seitlichen Schneidezähne ein und verstärkt die Labialkippung der seitlichen Schneidezähne. Bei sehr ausgeprägten Engständen kommt es zur unterminierenden Resorption des Milcheckzahns. Die vier Frontzähne nehmen den gesamten Raum ein und es entsteht das klinische Bild einer Flachfront.

Die Achsenstellung der Unterkieferfrontzähne kann variieren. Der Interinzisalwinkel ist immer vergrößert (JONAS 1999).

Die Unterkieferfrontzähne finden während des Durchbruchs keinen okklusalen Kontakt zu den steil stehenden oberen und stehen im bleibenden Gebiss mehr oder weniger in Supraposition, das verstärkt den frontalen Überbiss bis hin zum kompletten Deckbiss. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Diskrepanz in der Höhe der Alveolarfortsätze der Front- und Seitenzähne, der dentoalveoläre Komplex ist im Seitenzahnbereich erniedrigt (KARLSEN 1994).

Röntgenkephalometrisch zeichnet sich die Klasse II/2 durch eine vorwiegend horizontale Wachstumsrichtung aus, was für einen skelettalen Tiefbiss spricht (BREZNIAK et al. 1998). Der Oberkiefer kann sowohl pro-, ortho- als auch retrognath eingebaut sein (KARLSEN 1994, PANCHERZ und WINNEBERG 1981, RENFROE 1948).

Der Unterkiefer liegt meist retrognath (KARLSEN 1994). Der SNB ist bei normal liegendem Pogonion verkleinert, so dass man von einem retrognathen Einbau des dentoalveolären Komplexes des Unterkiefers ausgeht. Man findet meistens einen eher zu großen Wert für den ANB, was für eine Tendenz zur skelettalen Klasse II spricht (PANCHERZ et al. 1997).

Epidemiologische Studien ergaben eine Prävalenz der Anomalie zwischen 1% und 10% (BREZNIAK et al. 1998, MASSLER und FRAENKEL 1951, MYLLARNIEMI 1970, SALONEN et al. 1992). Eine Studie aus den USA stellte bei 8% der Bevölkerung einen vertikalen Überbiss von über 6 mm fest [(BRUNELLE et al. 1996).]


[14] BREZNIAK N, ARAD A, HELER M, WASSERSTEIN A (1998) : Class II Division 2 skeletal pattern. Angle Orthod. 68:104

[18] BRUNELLE J, BHAT A, LIPTON JA (1996): Prevalence and distribution of selected occlusal characteristics in the US population, 1988-1991.J Dent Res. 75. Special issue: 706-13

[43] JONAS I (1999): Therapie der Kl. II/2. In: P. Dietrich (ed.).Kieferorthopädische Therapie. Urban & Schwarzenberg, München, Jena: 316-327

[45] KARLSEN AT (1994): Craniofacial characteristics in children with Angle class II div. 2 malocclusion combined with extreme deep bite. Angle Orthod 64, 123-130

[58] MASSLER M, FRAENKEL JM (1951): Prevalence malocclusion in children aged 14 to 18 years. Am J Orthod. 37: 751-68

[66] MYLLARNIEMI S (1970): Malocclusion in Finish rural children.An epidemiological study of different stages of dental development. Suom Hammaslaak Toim. 66: 219-64

[72] PANCHERZ H, WINNEBERG A (1981): Reliability of EMG registrations. Aquantitative analysis of masseter muscle activity. Elektromyogr Clin Neurophysiol. 21: 67-81

[73] PANCHERZ H, ZIEBER K, HOYER B (1997): Cephalometric characteristics of Class II division 1 and Class II division 2 malocclusions: a comparative study in children. Angle Orthod 67, 111-120

[80] RENFROE E (1948): Study of facial patterns associated with Class I, Class II Division 1 and Class II Division 2 malocclusions. Angle Orthod 18: 12-15

[89] SALONEN L, MOHLIN B,GOTZLINGER B, HELLDEN L (1992): Need and demand for orthodontic treatment in an adult Swedish population. Eur J Orthod. 14:359-68

[Seite 10]

In einem Teil der Fälle stehen die beiden mittleren Incisivi invertiert und die beiden lateralen weichen nach labial aus. Dabei lagert sich oft die Unterlippe hinter die seitlichen Schneidezähne ein und verstärkt die Labialkippung der oberen Zweier. Bei sehr ausgeprägten Engständen kommt es zur unterminierenden Resorption des Milcheckzahns. Die vier Frontzähne nehmen den gesamten Raum ein und es entsteht das klinische Bild einer Flachfront.

Die Achsenstellung der Unterkieferfrontzähne kann variieren. Der Interincisalwinkel ist immer vergrößert [Jonas 1999].

Die Unterkieferfrontzähne finden während des Durchbruchs keinen okklusalen Kontakt zu den steil stehenden oberen und stehen im bleibenden Gebiß mehr oder weniger in Supraposition, das verstärkt den Overbite bis hin zum kompletten Deckbiß.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Diskrepanz in der Höhe der Alveolarfortsätze der Front- und Seitenzähne, der dentoalveoläre Komplex ist im Seitenzahnbereich erniedrigt [Karlsen 1994].

Röntgenkephalometrisch zeichnet sich die Klasse II/2 durch eine vorwiegend horizontale Wachstumsrichtung aus, was für einen skelettalen Tiefbiß spricht [Brezniak et al. 1998]. Der Oberkiefer kann sowohl pro-, ortho- als auch retrognath eingebaut sein [Karlsen 1994, Pancherz und Winneberg 1981, Renfroe 1948].

Der Unterkiefer liegt meist retrognath [Karlsen 1994] . Der SNB ist bei normal liegendem Pogonion verkleinert, so daß man von einem retrognathen Einbau des dentoalveolären Komplexes des Unterkiefers ausgeht. Man findet meistens einen eher zu großen Wert für den ANB, was für eine Tendenz zur skelettalen Klasse II spricht [Pancherz et al. 1997].

[Seite 12]

Epidemiologische Studien ergaben eine Prävalenz der Anomalie zwischen 1% und 10% [Brezniak et al. 1998, Massler und Fränkel 1951, Myllarniemi 1970, Salonen et al. 1992].

Eine Studie aus den USA stellte bei 8% der Bevölkerung einen vertikalen Überbiß von über 6 mm fest [Brunelle et al. 1996].


6. Brezniak, N., A. Arad, M. Heler, A. Wasserstein. (1998). Class II division 2 skeletal pattern. Angle Orthod. 68 :104.

7. Brunelle, J. A., M. Bhat, J. A. Lipton. (1996). Prevalence and distribution of selected occlusal characteristics in the US population, 1988-1991. J Dent Res. 75. Special issue :706-13.

25. Jonas, I. (1999). Therapie der Klasse II/2. In: P. Diedrich (ed.), Kieferorthopädische Therapie. Urban &Schwarzenberg, München, Jena :316-27

26. Karlsen, A. T. (1994). Craniofacial characteristics in children with Angle Class II div. 2 malocclusion combined with extreme deep bite. Angle Orthod. 64 :123-30.

36. Massler, M., und J. M. Fränkel. (1951). Prevalence malocclusion in children aged 14 to 18 years. Am J Orthod. 37 :751-68.

38. Myllarniemi, S. (1970). Malocclusion in Finnish rural children An epidemiological study of different stages of dental development. Suom Hammaslaak Toim. 66 :219-64.

41. Pancherz, H., A. Winneberg. (1981). Reliability of EMG registrations. A quantitative analysis of masseter muscle activity. Electromyogr Clin Neurophysiol. 21 :67-81.

42. Pancherz, H., K. Zieber, B. Hoyer. (1997). Cephalometric characteristics of Class II division 1 and Class II division 2 malocclusions: a comparative study in children. Angle Orthod. 67 :111-20.

49. Renfroe, E. (1948). Study of facial patterns associated with Class I, Class II Division 1, and Class II Division 2 malocclusions. Angle Orthod 18 :12-15.

52. Salonen, L., B. Mohlin, B. Gotzlinger, L. Hellden. (1992). Need and demand for orthodontic treatment in an adult Swedish population. Eur J Orthod. 14 :359-68.

Anmerkungen

Identisch bis hin zu den Literaturverweisen; ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Analyse:Fet/Fragment 010 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-18 17:34:01 Schumann
Fet, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mager 2001, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mager 2001
Seite(n): 12, Zeilen: 4ff
Eine weitere Studie aus den USA untersuchte das Vorkommen von Anomalien unter der lateinamerikanischen Bevölkerung. Es fanden sich 1,2 % Klasse II/2-Fälle. Mit einem Verhältnis von 3:2 wurde eine deutlich höhere Prävalenzrate des Deckbisses bei Männern gefunden (SALONEN et al. 1992). Für die Pathogenese bei der Entstehung der Klasse II/2 werden genetische Faktoren diskutiert (CHRISTIANSEN-KOCH 1981). Eine Untersuchung bei monozygoten Zwillingen ergab jedoch, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen (RUF und PANCHERZ 1999). Als Ursachen für die Entstehung der Klasse II/2 werden verschiedene Gründe zur Erklärung herangezogen. Die Oberkieferfrontzahnstellung soll durch die invertierte Keimlage der Zähne bedingt sein (FRAENKEL und FALK 1967, KORKHAUS 1931). Korkhaus macht außerdem eine Überentwicklung der Prämaxilla und die damit verbundene Neigung der Keime für die Frontzahnstellung verantwortlich (KORKHAUS 1939). Einen weiteren Grund sehen viele Autoren in einer Anomalie der perioralen Weichteile besonders im Bereich der Lippen (BURSTONE 1967, FRAENKEL und FALK 1967). Andere Untersuchungen ergaben einen signifikant erhöhten Lippentonus (HARRADINE und KIRSCHEN 1983, WITT 1966). Weiterhin spielt die typische Lippenmorphologie, eine kurze Oberlippe bei relativ langer Unterlippe, eine Rolle (TRIOULLIER 1971). Den beim Deckbiss vorkommenden zu schmalen seitlichen Inzisivi, schreiben Peck et al. den entscheidenden ätiologischen Einfluss zu (PECK et al. 1998). Die Distalbisslage kann entweder genetisch oder funktionell als distaler Zwangsbiss verankert sein. Die Rolle des Zwangsbisses wird in der Literatur unterschiedlich beurteilt. Während Schulze in 60 % einen distalen Zwangsbiss verantwortlich macht (SCHULZE 1982), ergab eine neue Studie, die die Differenz zwischen RKP und IKP untersucht, eine eher seltene Zwangsbisskomponente (DEMISCH et al. 1992, THUER et al. 1992).

[19] BURSTONE CJ (1967): Lip posture and ist significance in treatment planning. Am J Orthod 53, 262

[22] CHRISTIANSEN-KOCH S (1981): Familien- und Sippenuntersuchungen zur Frage der Vererbung des Deckbisses. Diss. Berlin 1981

[24] DEMISCH A, INGERVALL B, THUER U (1992): Mandibular displacement in Angle Class II, division 2 malocclusion. Am J Orthod Dentofacial Orthop 102: 509-18

[29] FRAENKEL R, FALK F (1967): Zahndurchbruch und Vererbung beim Deckbiss. Fortschr Kieferorthop 28, 175

[32] HARRADINE NW, KIRSCHEN NH (1983):Lip and mentalis activity and its influence on incisor position- a quantitative electromyographic study. Br J Orthod. 10: 114-27

[49] KORKHAUS G (1931): Aetiologie der Zahnstellungs- und Kieferanomalien. Fortschr Orthod 1:136-42

[50] KORKHAUS G (1939): Aetiologie der Zahnstellungs- und Kieferanomalie. Fortschr. Orthod 1, 136 [sic]

[74] PECK S, PECK L, KATAJA M (1998): Class II Division 2 malocclusion: a heritable pattern of small teeth in well- developed jaws. Angle Orthod. 68: 9-20

[88] RUF S , PANCHERZ H (1999): Class II Division 2 malocclusion: genetics or environment? A case report of monozygotic twins. Angle Orthod. 69: 321-4

[89] SALONEN L, MOHLIN B,GOTZLINGER B, HELLDEN L (1992): Need and demand for orthodontic treatment in an adult Swedish population. Eur J Orthod. 14:359-68

[94] SCHULZE C (1982): Lehrbuch der Kieferorthopaedie-Band 3. Quintessenz, Berlin 1982,280.

[102] THUER U, INGERVALL B, BURGIN W, DEMISCH A (1992): No posterior mandibular displacement in Angle Class II, division 2 malocclusion as revealed with electromyography and sirognathography. Eur J Orthod. 14: 162-71

[104] TRIOULLIER H (1971): Etiology of Class II division 2 malocclusion. Orthod. Fr. 42: 373-8

[108] WITT E (1966): Kraftmessung und Kraftanalyse beim Tragen der Vorhofplatte. Schweiz Mschr Zahnmed 76, 178

Eine weitere Studie aus den USA untersuchte das Vorkommen von Anomalien unter der lateinamerikanischen Bevölkerung. Es fanden sich 1,2 % Klasse II/2-Fälle. Mit einem Verhältnis von 3:2 wurde eine deutlich höhere Prävalenzrate des Deckbisses bei Männern gefunden [Salonen et al. 1992].

Für die Pathogenese bei der Entstehung der Klasse II/2 werden genetische Faktoren diskutiert [Christiansen-Koch 1981]. Eine Untersuchung bei monozygoten Zwillingen ergab jedoch, daß auch andere Faktoren eine Rolle spielen [Ruf und Pancherz 1999].

Als Ursachen für die Entstehung der Klasse II/2 werden verschiedene Gründe zur Erklärung herangezogen. Die Oberkieferfrontzahnstellung soll durch die invertierte Keimlage der Zähne bedingt sein [Fränkel und Falk 1967, Korkhaus 1931]. Korkhaus macht außerdem eine Überentwicklung der Prämaxilla und die damit verbundene Neigung der Keime für die Frontzahnstellung verantwortlich [Korkhaus 1939].

Einen weiteren Grund sehen viele Autoren in einer Anomalie der perioralen Weichteile besonders im Bereich der Lippen [Burstone 1967, Fränkel und Falk 1967].

Andere Untersuchungen ergaben einen signifikant erhöhten Lippentonus [Harradine und Kirschen 1983, Witt 1966]. Weiterhin spielt die typische Lippenmorphologie, eine kurze Oberlippe bei relativ langer Unterlippe, eine Rolle [Linde, 1983].

Den beim Deckbiß vorkommenden zu schmalen Incisivi, schreiben Peck et al. den entscheidenden ätiologischen Einfluß zu [Peck et al. 1998].

Die Distalbißlage kann entweder genetisch oder funktionell als distaler Zwangsbiß verankert sein. Die Rolle des Zwangsbisses wird in der Literatur unterschiedlich beurteilt. Während Schulze in 60 % einen distalen Zwangsbiß verantwortlich macht [Schulze 1982], ergab eine neue Studie, die die Differenz zwischen RKP und IKP untersucht, eine eher seltene Zwangsbißkomponente [Demisch et al. 1992, Thuer et al. 1992].


8. Burstone, C. J. (1967). Lip posture and its significance in treatment planning. Am J Orthod. 53 :262-84.

10. Christiansen-Koch, S. (1981). Familien und Sippenuntersuchungen zur Frage der Vererbung des Deckbisses. Med Diss Freie Universität Berlin.

12. Demisch, A., B. Ingervall, U. Thuer. (1992). Mandibular displacement in Angle Class II, division 2 malocclusion. Am J Orthod Dentofacial Orthop 102 :509-18.

15. Fränkel, R., F. Falk. (1967). Zahndurchbruch und Vererbung beim Deckbiß. Fortschr Kieferorthop. 28 :175.

22. Harradine, N. W., R. H. Kirschen. (1983). Lip and mentalis activity and its influence on incisor position--a quantitative electromyographic study. Br J Orthod. 10 :114-27.

28. Korkhaus, G. (1939). Biomechanische Gebiß- und Kieferorthopädie. In: C.Bruhn (Ed.) Handbuch der Zahnheilkunde. Vol. 4, Bergmann, München.

29. Korkhaus, G. (1931). Ätiologie der Zahnstellungs- und Kieferanomalien. Fortschr Orthod 1 :136-42.

43. Peck, S., L. Peck, M. Kataja. (1998). Class II Division 2 malocclusion: a heritable pattern of small teeth in well-developed jaws. Angle Orthod. 68 :9-20.

51. Ruf, S., H. Pancherz. (1999). Class II Division 2 malocclusion: genetics or environment? A case report of monozygotic twins. Angle Orthod. 69 :321-4.

52. Salonen, L., B. Mohlin, B. Gotzlinger, L. Hellden. (1992). Need and demand for orthodontic treatment in an adult Swedish population. Eur J Orthod. 14 :359-68.

53. Schulze, C. 1982. Lehrbuch der Kieferorthopädie Band 3. Quintessenz Verlag, Berlin.

60. Thuer, U., B. Ingervall, W. Burgin, A. Demisch. (1992). No posterior mandibular displacement in Angle Class II, division 2 malocclusion as revealed with electromyography and sirognathography. Eur J Orthod. 14 :162-71.

66. Witt, E. (1966). Kraftmessung und Kraftanalyse beim Tragen der Vorhofplatte. Schweiz Monatsschr Zahnheilkd. 76 :178-87.

Anmerkungen

Identisch bis hin zu den Literaturverweisen; ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Da Mager (2001) in seinem Literaturverzeichnis den Verweis für [Linde, 1983] vergessen hat, führt Fet diesen Verweis erst gar nicht an.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Analyse:Fet/Fragment 052 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-18 17:40:43 Schumann
Fet, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mager 2001, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 8-29
Quelle: Mager 2001
Seite(n): 58, 65, Zeilen: 58: 1-10, 65: 7-14
5.2 Diskussion der Ergebnisse

Der Einfluss des umgebenden Weichgewebes auf die Stellung der Zähne ist seit langem bekannt und ist bis heute Gegenstand zahlreicher Studien gewesen (FRAENKEL und FALK 1967, FREDERICK 1991, LUFFINGHAM 1982, PROFFIT 1978, WITT und SCHMIDT 1971). Die Zähne finden sich demnach im Gleichgewicht der extraoral und intraoral wirkenden Kräfte. Man unterscheidet passiv auftretende Kräfte von den aktiven, wie sie z.B. beim Schlucken, Sprechen und Kauen entstehen.

Der Einfluss der passiv wirkenden Kräfte soll dabei eine größere Rolle spielen als die Kräfte, die unter funktioneller Belastung einwirken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kräfte zwar kleiner sind, aber dafür annähernd konstant einwirken (PROFFIT 1978). Ein wichtiger Faktor, der die Stellung der Oberkieferfrontzähne beeinflusst, ist mit Sicherheit die Lage und Funktion der Lippen. In vielen Fällen der Klasse II/1 findet man eine Unterlippe, die sich hinter den beiden Inzisivi einlagert und somit diese protrudiert. Im Gegensatz dazu findet man bei der Klasse II/2 vermehrt eine hohe Lippenschlusslinie, die den Verdacht nahe legt, dass sie die Frontzähne durch den auf sie wirkenden Druck retroinkliniert (LUFFINGHAM 1982). Eine hohe Lippenschlusslinie findet sich jedoch nicht nur bei der Klasse II/2, sie ist vielmehr eine Variante, die bei allen Anomalieformen auftreten kann (NICOL 1963). Da sich die Höhe der Lippenschlusslinie als wesentlich für die Art der Druckverteilung herausstellte, soll hier näher darauf eingegangen werden.

[Seite 58]

5 Diskussion

Der Einfluß des umgebenden Weichgewebes auf die Stellung der Zähne ist seit langem bekannt und ist bis heute Gegenstand zahlreicher Studien gewesen [Fränkel und Falk 1967, Frederick 1991, Luffingham 1982, Proffit 1978, Witt und Schmidt 1971].

Die Zähne finden sich demnach im Gleichgewicht der extraoral und intraoral wirkenden Kräfte. Man unterscheidet passiv auftretende Kräfte von den aktiven, wie sie z.B beim Schlucken, Sprechen und Kauen entstehen.

Der Einfluß der passiv wirkenden Kräfte soll dabei eine größere Rolle spielen als die Kräfte, die unter funktioneller Belastung einwirken. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Kräfte zwar kleiner sind, aber dafür annähernd konstant einwirken [Proffit 1978].

[Seite 65]

Ein wichtiger Faktor, der die Stellung der Oberkieferfrontzähne beeinflußt, ist mit Sicherheit die Lage und Funktion der Lippen. In vielen Fällen der Klasse II/1 findet man eine Unterlippe, die sich hinter den beiden Incisivi einlagert und somit diese protrudiert.

Im Gegensatz dazu findet man bei der Klasse II/2 vermehrt eine hohe Lippenschlußlinie, die den Verdacht nahelegt, daß sie die Frontzähne durch den auf sie wirkenden Druck retroinkliniert [Luffingham 1982].

Eine hohe Lippenschlußlinie findet sich jedoch nicht nur bei der Klasse II/2, sie ist vielmehr eine Variante, die bei allen Anomalieformen auftreten kann [Nicol 1963].

Da sich die Höhe der Lippenschlußlinie als wesentlich für die Art der Druckverteilung herausstellte, soll hier näher darauf eingegangen werden.

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[5.] Analyse:Fet/Fragment 053 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-18 17:54:58 Schumann
Fet, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mager 2001, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1-13
Quelle: Mager 2001
Seite(n): 65, 66, Zeilen: 65: 17-19, 23-26, 29-30 - 66: 1-4
In einer Studie von Luffingham (LUFFINGHAM 1982) befand sich die Lippenschlusslinie für die Klasse I im Bereich von min=0 bis max=9 mm bei SD= 2,9 mm und für die Klasse II/2 im Bereich von min=3 bis max=7,5 mm bei SD=2,3. In einer Studie an Kindern mit Klasse II/2 und extremem Tiefbiss (n=22) stellte Karlsen (KARLSEN 1994) eine Lippenschlusslinie von

7,76±1,51 mm zu 3,47±1,04 mm im Vergleichskollektiv (n=25) fest. Der niedrigste Wert für die Klasse II/2 lag bei 3,5 mm und macht es wahrscheinlich, dass ein charakteristisches Symptom der Klasse II/2 eine erhöhte Lippenschlusslinie ist. Die Werte für das Vergleichskollektiv von 2,7±1,03 mm bzw. 3,47±1,04 mm sind durchaus vergleichbar. In der gleichen Studie (KARLSEN 1994) wurden für den vertikalen Überbiss in der Gruppe mit der Klasse II/2 9,67±1,2 mm bzw. 3,07±0,69 mm in der Kontrollgruppe gemessen.

[Seite 65]

In einer Studie von Luffingham [Luffingham 1982] befand sich die Lippenschlußlinie für die Klasse I im Bereich von min=0 bis max=9 mm bei SD= 2,9 mm und für die Klasse II/2 im Bereich von min=3 bis max=7,5 mm bei SD=2,3. [...]

In einer Studie an Kindern mit Klasse II/2 und extremem Tiefbiß (n=22) stellte Karlsen [Karlsen 1994] eine Lippenschlußlinie von 7,76±1,51 mm zu 3,47±1,04 mm im Vergleichskollektiv (n=25) fest.

[...]

Der niedrigste Wert für die Klasse II/2 lag bei 3,5 mm und macht es wahrscheinlich, daß ein charakteristisches Symptom der Klasse II/2 eine erhöhte Lippenschlußlinie ist.

[Seite 66]

Die Werte für das Vergleichskollektiv von 2,7±1,03 mm bzw. 3,47±1,04 mm sind durchaus vergleichbar. In der gleichen Studie [Karlsen 1994] wurden für den vertikalen Überbiß in der Gruppe mit der Klasse II/2 9,67±1,2 mm bzw. 3,07±0,69 mm in der Kontrollgruppe gemessen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[6.] Analyse:Fet/Fragment 057 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-18 17:59:23 Schumann
Fet, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mager 2001, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 7-29
Quelle: Mager 2001
Seite(n): 67-68, Zeilen: 67:26-31 - 68:1-12
5.3 Schlussfolgerungen

Die meisten Autoren sehen die Entstehung des Deckbisses in den perioralen Weichteilen verankert (FRAENKEL und FALK 1967, VAN DER LINDEN 1983, WITT und SCHMIDT 1971). Die Ursache kann sowohl funktionell im Sinne von Dyskinesien (FRAENKEL und FALK 1967), als auch in der Morphologie (VAN DER LINDEN 1983) liegen. Wie diese Studie zeigte, scheint dabei die Höhe der Lippenschlusslinie eine entscheidende pathogenetische Rolle bei der Entstehung einer Reklination der Inzisivi und somit der Klasse II/2 zu spielen. Dies unterstützt die Hypothese van der Lindens (VAN DER LINDEN 1983), der bei Deckbissfällen eine typische Lippenmorphologie feststellte, wobei die Oberlippe kurz und die Unterlippe lang ist. Dadurch unterliegen die oberen Frontzähne während des Zahndurchbruchs dem Einfluss der Unterlippe. Dies entspricht der Situation bei einer hohen Lippenschlusslinie. Unter dem Einfluss der Unterlippe kommt es zur Inversion der oberen Schneidezähne, dem typischen Symptom der Klasse II/2. Durch funktionelle Anpassungsmechanismen hat das Konsequenzen für die weitere Gebissentwicklung. Durch die Palatinalkippung der oberen Inzisivi kommt es zu einer Verlängerung der invertierten Zähne (SCHULZE 1982), was wiederum eine Verstärkung des tiefen Bisses bzw. eine Erhöhung der Lippenschlusslinie zur Folge haben würde.

Eine Zunahme der Palatinalkippung ist nur möglich, wenn eine inzisale Stufe besteht oder die Kontakt haltenden unteren Schneidezähne nach lingual ausweichen, was bei einer neutralen Bisslage ausgeprägter sein muss, als [bei einer Distalbisslage.]


[29] FRAENKEL R, FALK F (1967): Zahndurchbruch und Vererbung beim Deckbiss. Fortschr Kieferorthop 28, 175

[94] SCHULZE C (1982): Lehrbuch der Kieferorthopaedie-Band 3. Quintessenz, Berlin 1982,280.

[105] VAN DER LINDEN F (1983): Gebissentwicklung. Quintessenz Verlag, Berlin

[109] WITT E, SCHMIDT H (1971): Experemintelle Untersuchungen ueber die Funktion der Weichteile bei Zahnfehlstellungen. Dtsch Stomatol. 21:184-6

[Seite 67]

Die meisten Autoren sehen die Entstehung des Deckbisses in den perioralen Weichteilen verankert [Fränkel und Falk 1967, van der Linden 1983, Witt und Schmidt 1971] Die Ursache kann sowohl funktionell im Sinne von Dyskinesien [Fränkel und Falk, 1967], als auch in der Morphologie [van der Linden, 1983] liegen. Wie diese Studie zeigte, scheint dabei die Höhe der Lippenschlußlinie eine entscheidende pathogenetische Rolle bei der Entstehung der Klasse II/2 zu spielen. Dies unterstützt die Hypothese van der Lindens [van der Linden,

[Seite 68]

1983], der bei Deckbißfällen eine typische Lippenmorphologie feststellte, wobei die Oberlippe kurz und die Unterlippe lang ist. Dadurch unterliegen die oberen Frontzähne während des Zahndurchbruchs dem Einfluß der Unterlippe. Dies entspricht der Situation bei einer hohen Lippenschlußlinie. Unter dem Einfluß der Unterlippe kommt es zur Inversion der oberen Schneidezähne, dem typischen Symptom der Klasse II/2. Durch funktionelle Anpassungsmechanismen hat das Konsequenzen für die weitere Gebißentwicklung.

Durch die Palatinalkippung der oberen Incisivi kommt es zu einer Verlängerung der invertierten Zähne [Schulze 1982], was wiederum eine Verstärkung des tiefen Bisses bzw. eine Erhöhung der Lippenschlußlinie zur Folge haben würde.

Eine Zunahme der Palatinalkippung ist nur möglich, wenn eine incisale Stufe besteht oder die kontakthaltenden unteren Schneidezähne nach lingual ausweichen, was bei einer neutralen Bißlage ausgeprägter sein muß, als bei einer Distalbißlage.


15. Fränkel, R., F. Falk. (1967). Zahndurchbruch und Vererbung beim Deckbiß. Fortschr Kieferorthop. 28 :175.

53. Schulze, C. 1982. Lehrbuch der Kieferorthopädie Band 3. Quintessenz Verlag, Berlin.

64. van der Linden, F. (1983). Gebißentwicklung. Quintessenz Verlag, Berlin.

67. Witt, E., H. Schmidt. (1971). Experimentelle Untersuchungen über die Funktion der Weichteile bei Zahnfehlstellungen. Dtsch Stomatol. 21 :184-6.

Anmerkungen

Identisch bis hin zu den Literaturverweisen; ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[7.] Analyse:Fet/Fragment 058 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-18 18:27:31 Schumann
Fet, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mager 2001, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Mager 2001
Seite(n): 68 f., Zeilen: 68: 10-22, 25-34 - 69: 1-6
[Eine Zunahme der Palatinalkippung ist nur möglich, wenn eine inzisale Stufe besteht oder die Kontakt haltenden unteren Schneidezähne nach lingual ausweichen, was bei einer neutralen Bisslage ausgeprägter sein muss, als] bei einer Distalbisslage. So erklärt sich das gehäufte Auftreten des Deckbisses bei der Klasse II/2. Die unterschiedliche Anordnung in der Stellung der oberen Inzisivi, wie sie oft bei der Klasse II/2 zu sehen ist, dürfte auch in Besonderheiten des Zahndurchbruchs begründet sein. Eine steile Keimlage, die von manchen Autoren für die Inversion der Inzisivi verantwortlich gemacht wird (KORKHAUS 1931), wurde von anderen Autoren eher angezweifelt. So sahen Fränkel und Falk (1967) keine Auffälligkeiten der Zahnkeime vor ihrem Durchbruch. Erst im Laufe des Durchbruchs schwenkten die Zahnkeime im Sinne einer Palatinalkippung um. Dies könnte damit zusammenhängen, dass sie unter den funktionellen Einfluss der Weichgewebe gelangen. Fränkel sah den entscheidenden Faktor in Dyskinesien bzw. in einem hypervalenten Mentalis.

Die Ätiologie der Reklination der Inzisivi bei einer Klasse II/2 wirft diverse Fragen auf. Gegen eine rein genetisch determinierte Ursache der Anomalie spricht eine Studie an monozygoten Zwillingen. Einer der beiden Zwillinge hatte eine Klasse II/2, während der andere eine Klasse II/1 aufwies (RUF und PANCHERZ 1999). Die beiden Zwillinge unterschieden sich nicht hinsichtlich der Distalverzahnung, wohl aber in der Stellung der Frontzähne. Der Zwilling mit der Klasse II/2 hatte einen Overjet von 1 mm und einen Overbite von 7 mm, der mit der Klasse II/1 dagegen einen Overjet von 12 mm und einen Overbite von 5 mm. Die Lippenschlusslinie war absolut gesehen bei beiden gleich hoch. Betrachtet man die Lippenschlusslinie in Bezug auf die oberen Inzisivi hatte der Zwilling mit der Klasse II/2 eine bedeutend höhere Lippenschlusslinie. Dies bekräftigt noch einmal den hohen Stellenwert, den die Lippenschlusslinie für die Ausbildung der Klasse II/2 besitzt.

Durch das Auftreten der beiden verschiedenen Phänotypen bei den monozygoten Zwillingen scheint das Vorhandensein eines Umweltfaktors in der Genese von Anomalien bewiesen. Es ist somit sowohl eine genetische Disposition als auch ein Umweltfaktor für die Entstehung der Anomalie [verantwortlich.]

Eine Zunahme der Palatinalkippung ist nur möglich, wenn eine incisale Stufe besteht oder die kontakthaltenden unteren Schneidezähne nach lingual ausweichen, was bei einer neutralen Bißlage ausgeprägter sein muß, als bei einer Distalbißlage. So erklärt sich das gehäufte Auftreten des Deckbisses bei der Klasse II/2.

Die unterschiedliche Anordnung in der Stellung der oberen Incisivi, wie sie oft bei der Klasse II/2 zu sehen ist, dürfte auch in Besonderheiten des Zahndurchbruchs begründet sein. Eine steile Keimlage, die von manchen Autoren für die Inversion der Incisivi verantwortlich gemacht wird [Korkhaus 1931], wurde von anderen Autoren eher angezweifelt. So sahen Fränkel und Falk [1967] keine Auffälligkeiten der Zahnkeime vor ihrem Durchbruch. Erst im Laufe des Durchbruchs schwenkten die Zahnkeime im Sinne einer Palatinalkippung um. Dies könnte damit zusammenhängen, daß sie unter den funktionellen Einfluß der Weichgewebe gelangen. Fränkel sah den entscheidenden Faktor in Dyskinesien bzw. in einem hypervalenten Mentalis. [Diese Hypothese bestätigte sich in der vorliegenden Studie nicht. Es konnte für keinen Muskel ein signifikant erhöhter Muskeltonus festgestellt werden.] Die Ätiologie der Klasse II/2 wirft viele Fragen auf. Gegen eine rein genetisch determinierte Ursache der Anomalie spricht eine Studie an monozygoten Zwillingen. Einer der beiden Zwillinge hatte eine Klasse II/2, während der andere eine Klasse II/1 aufwies [Ruf und Pancherz 1999].

Die beiden Zwillinge unterschieden sich nicht hinsichtlich der Distalverzahnung, wohl aber in der Stellung der Frontzähne.

Der Zwilling mit der Klasse II/2 hatte einen Overjet von 1 mm und einen Overbite von 7 mm, der mit der Klasse II/1 dagegen einen Overjet von 12 mm und einen Overbite von 5 mm.

Die Lippenschlußlinie war absolut gesehen bei beiden gleich hoch. Betrachtet man die Lippenschlußlinie im Bezug auf die oberen Incisivi hatte der Zwilling mit der Klasse II/2 eine

[Seite 66]

bedeutend höhere Lippenschlußlinie. Dies bekräftigt noch einmal den hohen Stellenwert, den die Lippenschlußlinie für die Ausbildung der Klasse II/2 besitzt.

Durch das Auftreten der beiden verschiedenen Phänotypen bei den monozygoten Zwillingen ist das Vorhandensein eines Umweltfaktors in der Genese von Anomalien bewiesen. Es ist somit sowohl eine genetische Disposition als auch ein Umweltfaktor für die Entstehung der Anomalie verantwortlich.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[8.] Analyse:Fet/Fragment 059 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-18 18:32:08 Schumann
Fet, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mager 2001, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-23
Quelle: Mager 2001
Seite(n): 69, Zeilen: 4 ff.
[Es ist somit sowohl eine genetische Disposition als auch ein Umweltfaktor für die Entstehung der Anomalie] verantwortlich. Zu klären ist noch, für welche Faktoren eine Vererbung vorhanden ist, wobei von einem polygenetischen Geschehen mit

Schwellenwerteffekt auszugehen ist (SCHULZE 1982). Ebenso ist zu untersuchen, welche umweltbedingten Faktoren zur Entstehung der Klasse II/2 beitragen. Besonders bemerkenswert ist, dass der Zwilling mit der Klasse II/2 eine Lutschanamnese hatte und nicht, wie vielleicht zu erwarten wäre, derjenige mit der Klasse II/1.

Aus den Ergebnissen dieser Studie ergeben sich einige therapeutische Konsequenzen. Die vertikale Beziehung zwischen den oberen Frontzähnen und der Lippenschlusslinie ist ein bedeutender Faktor für die Entstehung und die posttherapeutische Stabilität der Klasse II/2 nach kieferorthopädischer Therapie. Bei der Behandlung der Klasse II/2 sollte neben der Beseitigung der oberen Schneidezahninversion und der Einstellung des Unterkiefers in den Regelbiss, der Korrektur des Tiefbisses besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Hebung des Tiefbisses sollte in Abhängigkeit zur Lippenschlusslinie geschehen. Das Ziel muss dabei sein, den hohen Druck der Unterlippe auf die Oberkieferfrontzähne auszuschalten. Auf Grund dieser morphologischen Beziehung und der daraus resultierenden besseren Langzeitprognose ist die isolierte Frontzahnintrusion indiziert, die außerdem keine negative Auswirkung auf die Unterkieferposition mit sich bringt (JONAS 1999). Falls dieser Aspekt bei der Behandlungsplanung nicht berücksichtigt wird, ist mit einer hohen Rezidivtendenz der oberen Frontzahnstellung nach Abschluss der kieferorthopädischen Therapie zu rechnen.

Es ist somit sowohl eine genetische Disposition als auch ein Umweltfaktor für die Entstehung der Anomalie verantwortlich. Zu klären ist noch, für welche Faktoren eine Vererbung vorhanden ist, wobei von einem polygenetischen Geschehen mit Schwellenwerteffekt auszugehen ist (Schulze 1982).

Ebenso ist zu untersuchen, welche umweltbedingten Faktoren zur Entstehung der Klasse II/2 beitragen. Besonders bemerkenswert ist, daß der Zwilling mit der Klasse II/2 eine Lutschanamnese hatte und nicht, wie vielleicht zu erwarten wäre, derjenige mit der Klasse II/1.

Aus den Ergebnissen dieser Studie ergeben sich einige therapeutische Konsequenzen. Die vertikale Beziehung zwischen den oberen Frontzähnen und der Lippenschlußlinie ist ein bedeutender Faktor für die Entstehung und die posttherapeutische Stabilität der Klasse II/2 nach kieferorthopädischer Therapie.

Bei der Behandlung der Klasse II/2 sollte neben der Beseitigung der oberen Schneidezahninversion und der Einstellung des Unterkiefers in den Regelbiß, der Korrektur des Tiefbisses besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Hebung des Tiefbiß sollte in Abhängigkeit zur Lippenschlußlinie geschehen. Das Ziel muß dabei sein, den unphysiologisch hohen Druck der Unterlippe auf die Oberkieferfrontzähne auszuschalten. Auf Grund dieser morphologischen Beziehung und der daraus resultierenden besseren Langzeitprognose ist die isolierte Frontzahnintrusion indiziert, die außerdem keine negative Auswirkung auf die Unterkieferposition mit sich bringt [Jonas 1999]. Falls dieser Aspekt bei der Behandlungsplanung nicht berücksichtigt wird, ist mit einer hohen Rezidivtendenz der oberen Frontzahnstellung nach Abschluß der kieferorthopädischen Therapie zu rechnen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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