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Quelle:Flf/Freese 2010

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Anne Lena Freese
Titel    Identifikation embryonaler Regulationsmechanismen der Oligonephronie – Ontogenese des arteriellen Hypertonus und der progressiven Niereninsuffizienz
Ort    Berlin
Jahr    2010
Anmerkung    Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doctor medicinae (Dr. med.) vorgelegt der Medizinischen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin
URL    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000017972

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    32


Fragmente der Quelle:
[1.] Flf/Fragment 006 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 01:33:43 Graf Isolan
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 23-31
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 6, 8, Zeilen: 6: 8-12; 8: 5-8
Welche spezifischen Regulationsstörungen der fetalen Nephrogenese zu einer angeborenen Reduktion von Nephronen und mit zunehmendem Alter zu einem HT und schließlich zu einer progredienten Niereninsuffizienz führen können, ist bisher nicht bekannt.

1.1 Nephrogenese

Die meisten parenchymal-epithelialen Organe entwickeln sich nach einem gemeinsamen Schema. Ein epitheliales Blatt oder ein epithelialer Tubus, die einem spezifischen Ursprungsgewebe entstammen, treten in den Prozess der Knospung und induzieren die Differenzierung in den Nachbargeweben.

1.1 Nephrogenese

Die meisten parenchymal-epithelialen Organe entwickeln sich nach einem gemeinsamen Schema. Ein epitheliales Blatt oder epithelialer Tubus, die einem spezifischen Ursprungsgewebe entstammen, treten in den Prozess der Knospung und Induktion der Differenzierung im Nachbargewebe ein.

[Seite 8]

Welche spezifischen Regulationsstörungen der fetalen Nephrogenese zu einer angeborenen Reduktion von Nephronen, mit zunehmendem Alter zu einem Hypertonus (HT) und schließlich einer progredienten Niereninsuffizienz führen können, ist bisher nur in Ansätzen bekannt.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[2.] Flf/Fragment 007 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-17 23:13:00 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: 13ff; 7: 1-6
Die Entwicklung der Nieren vollzieht sich bei höheren Wirbeltieren aus drei fetalen Strukturen. Zuerst wird die Vorniere, Pronephros, angelegt. Es folgt die Urniere, Mesonephros. Als Letztes wird die Nachniere, Metanephros (Abb. 1), gebildet. Alle drei Nierenanlagen gehen aus dem intermediären Mesoderm hervor, das die Nephrotome bildet. Pronephros und Mesonephros sind nur vorübergehende Bildungen, die für die Harnbildung bei höheren Wirbeltieren funktionell keine Bedeutung haben. Die Nachniere oder Metanephros entwickelt sich zur bleibenden Niere.

Die Metanephrogenese (im Text als Nephrogenese bezeichnet) beginnt beim Menschen im Gestationsalter von etwa 5 Wochen und wird in utero um die 36. Woche abgeschlossen (Tabelle 1). Bei Ratten beginnt die Nephrogenese am 12. Embryonaltag (E12) und wird am 7.-13. Tag post partum vollendet (D7-D13) [61] (Tabelle 1).

Tabelle 1: Gestationsdauer und Dauer der Nephrogenese in verschiedenen Spezies

Flf 07a diss.png

Die Nachniere, Metanephros, entsteht, im Gegensatz zu anderen parenchymal-epithelialen Organen, aus zwei verschiedenen Ursprungsgeweben, dem metanephrogenen mesenchymalen Blastem (MM) und dem Urnierengang (Wolff-Gang, mesonephritischer Gang; Abb. 1). Aus dem MM Blastem entwickeln sich das Glomerulum, der proximale und der distale Tubulus und aus dem Urnierengang das Sammelrohrsystem, das Nierenbecken und der Ureter.


53. Hoy WE, Douglas-Denton RN, Hughson MD, Cass A, Johnson K, Bertram JF. A stereological study of glomerular number and volume: preliminary findings in a multiracial study of kidneys at autopsy. Kidney Int Suppl 2003; (83):S31-S37.

61. Keller G, Zimmer G, Mall G, Ritz E, Amann K. Nephron number in patients with primary hypertension. N Engl J Med 2003; 348(2):101-108.

Die Entwicklung der Nieren vollzieht sich bei höheren Wirbeltieren aus drei fetalen Strukturen. Zuerst wird die Vorniere, Pronephros, angelegt, darauf folgt die Urniere, Mesonephros, und als Letztes die Nachniere, Metanephros (Abbildung (Abb.) 1). Alle drei Nierenanlagen gehen aus dem intermediären Mesoderm hervor, das die Nephrotome bildet. Pronephros und Mesonephros sind nur vorübergehende Bildungen, die für die Harnbildung bei höheren Wirbeltieren funktionell keine Bedeutung haben. Die Nachniere oder Metanephros entwickelt sich zur bleibenden Niere.

Die Metanephrogenese (im folgenden Text als Nephrogenese bezeichnet) beginnt beim Menschen im Gestationsalter von etwa 5 Wochen und wird in utero um die 36. Woche abgeschlossen (Tabelle 1). Bei Ratten beginnt die Nephrogenese am 12. Embryonaltag (E12) und wird am 7.-13. Tag post partum beendet (D7-D13) [53] (Tabelle 1).

Tabelle 1: Gestationsdauer und Dauer der Nephrogenese in verschiedenen Spezies

Flf 07a source.png

[Seite 7]

Die Nachniere, Metanephros, geht, im Gegensatz zu anderen parenchymal-epithelialen Organen, aus zwei verschiedenen Ursprungsgeweben hervor, dem metanephrogenen mesenchymalen Blastem (MM) und dem Urnierengang (Wolff-Gang, mesonephritischer Gang), (Abb. 1). Aus dem MM Blastem entwickeln sich das Glomerulum, der proximale und der distale Tubulus und aus dem Urnierengang das Sammelrohrsystem, das Nierenbecken und der Ureter.


53 G. Keller, et al., "Nephron number in patients with primary hypertension," N. Engl. J. Med. 348(2), 101 (2003).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Man beachte, dass in der Quelle der Literaturverweis [53] nicht auf ein Paper von Guron verweist, sondern auf Keller et al. (2003).

In der untersuchten Arbeit wird unter der Tabelle der numerische Verweis [53] belassen (der in dieser Arbeit auf Hoy et al. (2003) verweist.). Vor der Tabelle wird der numerische Verweis nach [61] angepasst, der nun wie in der Quelle auf Keller et al. (2003) verweist, was allerdings auch falsch ist: Weder Hoy et al. (2003) noch Keller et al. (2003) enthalten eine passende Tabelle.

Dieses Fragment kann als Hinweis gesehen werden, dass die Übernahme tatsächlich von Freese (2010) in die untersuchte Arbeit stattgefunden hat und nicht umgekehrt.

Auch kann das Fragment als Illustration dafür dienen, wie eine plagiierende Arbeitsweise Fehler fortpflanzt und vermehrt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[3.] Flf/Fragment 008 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:27:06 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 7, 8, Zeilen: 7: 7ff; 8: 1ff
Flf 08a diss.png

Abbildung 1: Nephrogenese-Übersicht

Pronephros, Vorniere; Mesonephros, Urniere; Metanephros, Nachniere.

Die renale Vaskularisierung erfolgt parallel zur Nephrogenese über das Einwachsen prä-existenter extrarenaler Gefäße (Angiogenese) in die Bowman-Kapsel (Abb. 2) und durch die in-situ Bildung neuer Gefäße aus endothelialen Vorläuferzellen im metanephritischen Mesenchym (Vaskulogenese) [12]. Wachstum und Reifung der Niere setzen sich auch nach Abschluss der Nephrogenese postnatal fort. So wird die Fähigkeit zur Konzentrierung des Urins bei der Ratte erst im Alter von 6 Wochen und beim Menschen im Alter von 18 Monaten vollständig erreicht.

Die Organogenese ist das Ergebnis eines komplexen temporospatialen Zusammenspiels aus zellulärer Proliferation, Kommunikation, Induktion und Bewegung. Zellveränderungen werden von Änderungen der Gen-Expression begleitet, und der Grad der Zelldifferenzierung nimmt dabei ständig zu, oft als Reaktion auf spezifische induktive Signale benachbarter Zellen.

1.2 Arterieller Hypertonus und Anzahl der Nephrone

Die Oligonephronie kann sowohl genetisch determiniert als auch durch exogene Faktoren verursacht sein. Sie ist durch verschiedene aktuelle Studien als mögliche patho-anatomische und damit funktionelle Ursache eines Teils des essentiellen Hypertonus in den Vordergrund gerückt. Bisher ist nur in Ansätzen bekannt, welche spezifischen Regulationsstörungen der fetalen Nephrogenese zu einer angeborenen, [reduzierten Anzahl an Nephronen und daran anschließend, mit zunehmendem Alter zu einem Hypertonus (HT) mit progredienter Nephropathie führen können.]


12. Brassard P, Amiri F, Thibault G, Schiffrin EL. Role of angiotensin type-1 and angiotensin type-2 receptors in the expression of vascular integrins in angiotensin II-infused rats. Hypertension 2006; 47(1):122-127.

Flf 08a source.png

Abbildung 1: Nephrogenese-Übersicht

Pronephros, Vorniere; Mesonephros, Urniere; Metanephros, Nachniere.

Die renale Vaskularisierung erfolgt parallel zur Nephrogenese erstens über das Einwachsen prä-existenter extrarenaler Gefäße (Angiogenese) in die Bowman-Kapsel (Abb. 2) und zweitens durch in-situ Bildung neuer Gefäße aus endothelialen Vorläuferzellen im metanephritischen Mesenchym (Vaskulogenese) 50. Wachstum und Reifung der Niere setzen sich auch nach Abschluss der Nephrogenese postnatal fort. So wird zum Beispiel die vollständige Fähigkeit zur Urinkonzentration bei der Ratte erst im Alter von 6 Wochen und beim Menschen im Alter von 18 Monaten erreicht.

Die Organogenese ist das Ergebnis eines komplexen temporospatialen Zusammenspiels aus zellulärer Proliferation, Kommunikation, Induktion und Bewegung. Zellveränderungen werden von Änderungen der Gen-Expression begleitet, und der Grad der Zelldifferenzierung nimmt dabei ständig zu, oft als Reaktion auf spezifische induktive Signale benachbarter Zellen.

[Seite 8]

1.2 Arterieller Hypertonus und Anzahl der Nephrone

Die Oligonephronie kann genetisch determiniert oder durch exogene Faktoren verursacht sein. Sie ist durch verschiedene aktuelle Studien als mögliche patho-anatomisch funktionelle Ursache eines Teils der essentiellen Hypertonie in den Vordergrund gerückt. Welche spezifischen Regulationsstörungen der fetalen Nephrogenese zu einer angeborenen Reduktion von Nephronen, mit zunehmendem Alter zu einem Hypertonus (HT) und schließlich einer progredienten Niereninsuffizienz führen können, ist bisher nur in Ansätzen bekannt.


50 D. P. Hyink and D. R. Abrahamson, "Origin of the glomerular vasculature in the developing kidney," Semin. Nephrol. 15(4), 300 (1995).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Der Verweis, der in der Quelle angegeben ist, scheint besser zum Kontext zu passen, und ist als Literaturangabe 56 in Flf aufgeführt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[4.] Flf/Fragment 009 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:33:57 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1-13, 15-16
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 26, Zeilen: 1ff
[Bisher ist nur in Ansätzen bekannt, welche spezifischen Regulationsstörungen der fetalen Nephrogenese zu einer angeborenen,] reduzierten Anzahl an Nephronen und daran anschließend, mit zunehmendem Alter zu einem Hypertonus (HT) mit progredienter Nephropathie führen können.

Flf 09a diss.png

Abbildung 2: mesenchymal-epithelialer Übergang

Erstmalig wurde 1988 von Brenner die Hypothese formuliert, dass eine umgekehrt proportionale Abhängigkeit zwischen der Anzahl der Nephrone und dem Risiko der Manifestation eines HT besteht [14]. Danach kann ein Mangel an Nephronen zum Zeitpunkt der Geburt das spätere Auftreten eines HT verursachen. Die kongenitale Oligonephronie ist somit möglicherweise bereits pathognomonisch für eine im Erwachsenenalter folgende essentielle Hypertonie.

Die These, dass das spätere Auftreten eines Hypertonus eine pathophysiologische Eigenschaft der Niere sein kann, wird durch den tierexperimentellen Befund unterstützt, dass bei Überkreuztransplantationen von Nieren zwischen normotonen und hypertensiven Rattenstämmen der HT von der Spenderniere und nicht vom Empfängerorganismus abhängt [8] [22]. [...] Analoge Befunde wurden auch an nierentransplantierten Patienten erhoben [20].


8. Bianchi G, Fox U, Di Francesco GF, Giovanetti AM, Pagetti D. Blood pressure changes produced by kidney cross-transplantation between spontaneously hypertensive rats and normotensive rats. Clin Sci Mol Med 1974; 47(5):435-448.

14. Brenner BM, Garcia DL, Anderson S. Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other? Am J Hypertens 1988; 1(4 Pt 1):335-347.

20. Curtis JJ, Luke RG, Dustan HP, Kashgarian M, Whelchel JD, Jones P, et al. Remission of essential hypertension after renal transplantation. 1983. J Am Soc Nephrol 2000; 11(12):2404-2412.

22. Dahl LK, Heine M, Thompson K. Genetic influence of the kidneys on blood pressure. Evidence from chronic renal homografts in rats with opposite predispositions to hypertension. Circ Res 1974; 40(4):94-101.

Flf 09a source.png

Abbildung 2: Mesenchymal-Epithelialer Übergang

[...]

Welche spezifischen Regulationsstörungen der fetalen Nephrogenese zu einer angeborenen Reduktion von Nephronen, mit zunehmendem Alter zu einem Hypertonus (HT) und schließlich einer progredienten Niereninsuffizienz führen können, ist bisher nur in Ansätzen bekannt.

Erstmalig wurde 1988 von Brenner die Hypothese formuliert, dass eine umgekehrte Abhängigkeit zwischen der Anzahl der Nephrone und dem Risiko der Manifestation eines HT besteht 16. Danach kann der Mangel an Nephronen zum Zeitpunkt der Geburt das spätere Auftreten eines HT verursachen. Die kongenitale Oligonephronie ist also möglicherweise ein entscheidender pathogenetischer Faktor der essentiellen Hypertonie im Erwachsenenalter.

[Seite 9]

Diese These wird unterstützt durch den tierexperimentellen Befund, dass bei Überkreuztransplantation von Nieren zwischen normotonen und hypertensiven Rattenstämmen der HT von der Spenderniere und nicht vom Empfängerorganismus abhängt 10 20. Analoge Befunde wurden auch an nierentransplantierten Patienten erhoben 19.


10 G. Bianchi, et al., "Blood pressure changes produced by kidney cross-transplantation between spontaneously hypertensive rats and normotensive rats," Clin. Sci. Mol. Med. 47(5), 435 (1974).

16 B. M. Brenner, D. L. Garcia, and S. Anderson, "Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other?," Am. J. Hypertens. 1(4 Pt 1), 335 (1988).

19 J. J. Curtis, et al., "Remission of essential hypertension after renal transplantation. 1983," J. Am. Soc. Nephrol. 11(12), 2404 (2000).

20 L. K. Dahl, M. Heine, and K. Thompson, "Genetic influence of the kidneys on blood pressure. Evidence from chronic renal homografts in rats with opposite predispositions to hypertension," Circ. Res. 40(4), 94 (1974).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[5.] Flf/Fragment 010 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 08:30:38 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 15-32
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 9, Zeilen: 6-22
Im Gegensatz zu anderen Spezies (Tabelle 1) ist die Bildung der Nephrone beim Menschen zum Zeitpunkt der Geburt abgeschlossen [43]. Interessant ist, dass die Anzahl der Nephrone in der Normalpopulation bei sonst unauffälligen Individuen erhebliche Unterschiede aufweist. So werden in der Literatur zwischen 300.000 und über 1.100.000 Nephrone, im Mittel 600.000 Nephrone, angegeben [93]. Dies ist eine ungewöhnlich hohe Varianz im Vergleich zu anderen anthropometrischen Parametern einer Normalpopulation.

Nach Brenners Hypothese haben Individuen, deren Nephronenzahlen sich am unteren Ende dieser Normalverteilung befinden, ein besonders hohes Risiko, einen essentiellen HT zu entwickeln, wohingegen die Individuen mit Nephronenzahlen am oberen Ende der Verteilung eine gewisse Resistenz gegen das Auftreten eines HT und einer progredienten Nierenschädigung aufweisen [15].

Da es bisher noch keine nicht-invasive Methode zur spezifischen und sensitiven Bestimmung der Anzahl der Nephrone im lebenden Organismus gibt, kann Brenners Hypothese am Menschen noch nicht direkt überprüft werden.

Insofern ist bemerkenswert, dass kürzlich die Verbindung zwischen einer niedrigen Anzahl an Nephronen und dem menschlichen primären Hypertonus bestätigt werden konnte.


15. Brenner BM, Mackenzie HS. Nephron mass as a risk factor for progression of renal disease. Kidney Int Suppl 1997; 63:S124-S127.

43. Haycock GB. Development of glomerular filtration and tubular sodium reabsorption in the human fetus and newborn. Br J Urol 1998; 81 Suppl 2:33-38.

93. Nyengaard JR, Bendtsen TF. Glomerular number and size in relation to age, kidney weight, and body surface in normal man. Anat Rec 1992; 232(2):194-201.

Im Gegensatz zu anderen Spezies (Tabelle 1) ist die Bildung der Nephrone beim Menschen mit der Geburt abgeschlossen 42. Interessant ist, dass die Anzahl der Nephrone in der Normalpopulation bei sonst unauffälligen Individuen erheblich schwankt und zwischen 300.000 und über 1.100.000, im Mittel bei 600.000 liegt 71. Dies ist eine ungewöhnlich hohe Varianz im Vergleich zu anderen anthropometrischen Parametern in der Normalpopulation.

Nach Brenners Hypothese haben die Individuen am unteren Ende dieser Normalverteilung ein besonders hohes Risiko einen essentiellen HT zu entwickeln, wohingegen die Individuen am oberen Ende der Verteilung eine gewisse Resistenz gegen das Auftreten eines HT und einer Nierenschädigung aufweisen sollten 17.

Zusammenfassend muß angemerkt werden, dass es schwierig ist die Hypothese Brenners am Menschen direkt zu evaluieren, da es augenblicklich noch keine nichtinvasive Methode zur spezifischen und sensitiven Bestimmung der Anzahl der Nephrone im lebenden Organismus gibt.

Insofern ist bemerkenswert, dass kürzlich die Verbindung zwischen einer niedrigen Anzahl an Nephronen und dem menschlichen primären Hyertonus [sic] bestätigt werden konnte.


17 B. M. Brenner and H. S. Mackenzie, "Nephron mass as a risk factor for progression of renal disease," Kidney Int. Suppl 63, S124-S127 (1997).

42 G. B. Haycock, "Development of glomerular filtration and tubular sodium reabsorption in the human fetus and newborn," Br. J. Urol. 81 Suppl 2, 33 (1998).

71 J. R. Nyengaard and T. F. Bendtsen, "Glomerular number and size in relation to age, kidney weight, and body surface in normal man," Anat. Rec. 232(2), 194 (1992).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[6.] Flf/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-19 15:38:22 Schumann
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 9, 10, Zeilen: 9: 22ff; 10: 1ff
[In einer Studie besaßen Patienten mit primärem Hypertonus 46% weniger] Glomerula pro Niere als die Mitglieder der normotensiven Kontrollgruppe [61]. Diese Befunde wurden 2007 von Hoy bestätigt und ergänzt [54].

Die Nephrogenese ist beim Menschen mit den Wochen 32-34 abgeschlossen, und ein in der Nephrogenese begründetes glomeruläres Defizit persistiert ein Leben lang. Somit könnte eine erniedrigte Nephronenanzahl die pathoanatomische und pathophysiologische Ursache für das Auftreten des primären Hypertonus bei einem Teil der betroffenen Bevölkerung sein. Brenners Hypothese wird durch Beobachtungen Barkers unterstützt [6]. Ein niedriges Geburtsgewicht korreliert mit dem späteren Auftreten eines hohen diastolischen Blutdrucks und in der Folge mit dem Auftreten von kardiovaskulären Krankheiten und der durch diese Krankheiten hervorgerufenen Sterberate. Dieses Phänomen wird als Fetale Programmierung bezeichnet. Beim Menschen korrelieren das Geburtsgewicht und die Nephronenanzahl direkt, das glomeruläre Volumen und der Bluthochdruck indirekt [55] [85] [54].

Die bei Geburt vorhandene Anzahl an Nephronen scheint sowohl durch genetische Faktoren als auch durch externe intrauterine Bedingungen bestimmt zu werden. So geht ein niedriges Geburtsgewicht, bedingt durch eine intrauterine Reifungsstörung, mit einer Verminderung der Nephronenanzahl einher, auch dann, wenn das Kind zum Termin geboren wird [85, 123]. Ein niedriges Geburtsgewicht ist mit einem HT im Erwachsenenalter assoziiert [6], möglicherweise auch im Kindesalter [75]. Ein direkter Zusammenhang zwischen niedrigem Geburtsgewicht und dem salzsensitiven HT ist jedoch noch nicht belegt.

1.3 Faktoren der Fetalen Programmierung der Oligonephronie

Wintour postulierte 2003, dass Konzepte wie „life before birth“ oder „first environment“ wichtig bei der Determinierung des fortschreitenden Risikos für die Entwicklung kardiovaskulärer und metabolischer Krankheiten seien. Alle Faktoren, die die Nephrogenese während ihrer aktiven Phase unterbrechen oder moderieren und die Nephronenanzahl vermindern, führen zu maladaptiven Veränderungen im späteren Leben, die sowohl den Beginn des adulten Hypertonus (HT) als auch die Nierenfunktion beeinflussen können [124].


6. Barker DJ, Winter PD, Osmond C, Margetts B, Simmonds SJ. Weight in infancy and death from ischaemic heart disease. Lancet 1989; 2(8663):577-580.

54. Hoy WE, Kondalsamy-Chennakesavan S, Wang Z, Briganti E, Shaw J, Polkinghorne K, et al. Quantifying the excess risk for proteinuria, hypertension and diabetes in Australian Aborigines: comparison of profiles in three remote communities in the Northern Territory with those in the AusDiab study. Aust N Z J Public Health 2007; 31(2):177-183.

55. Hughson M, Farris AB, III, Douglas-Denton R, Hoy WE, Bertram JF. Glomerular number and size in autopsy kidneys: the relationship to birth weight. Kidney Int 2003; 63(6):2113-2122.

61. Keller G, Zimmer G, Mall G, Ritz E, Amann K. Nephron number in patients with primary hypertension. N Engl J Med 2003; 348(2):101-108.

75. Levine RS, Hennekens CH, Jesse MJ. Blood pressure in prospective population based cohort of newborn and infant twins. BMJ 1994; 308(6924):298-302.

85. Manalich R, Reyes L, Herrera M, Melendi C, Fundora I. Relationship between weight at birth and the number and size of renal glomeruli in humans: a histomorphometric study. Kidney Int 2000; 58(2):770-773.

123. Weller A, Sorokin L, Illgen EM, Ekblom P. Development and growth of mouse embryonic kidney in organ culture and modulation of development by soluble growth factor144. Dev Biol 1991; 144(2):248-261.

124. Wintour EM, Johnson K, Koukoulas I, Moritz K, Tersteeg M, Dodic M. Programming the cardiovascular system, kidney and the brain--a review. Placenta 2003; 24 Suppl A:S65-S71.

In einer Studie besaßen Patienten mit primärem Hypertonus 46% weniger Glomerula pro Niere als die Mitglieder der normotensiven Kontrollgruppe 53. Diese Befunde wurden in 2007 von Hoy bestätigt und ergänzt 47.

Die Nephrogenese beim Menschen ist mit den Wochen 32-34 abgeschlossen, und ein in der Nephrogenese begründetes glomeruläres Defizit persistiert lebenslang. Somit könnte eine erniedrigte Nephronenanzahl die pathophysiologische Erklärung für einen bestimmten Anteil des Auftretens des primären Hypertonus in der Bevölkerung liefern. Brenners Hypothese wird durch Beobachtungen Barkers unterstützt, die auf einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Geburtsgewicht und der Entwicklung eines Hypertonus und Herzkreislauferkrankungen im Erwachsenenalter hinweisen 9. Ein niedriges Geburtsgewicht korreliert mit dem späteren Auftreten eines hohen diastolischen Blutdrucks und somit dem Auftreten von kardiovaskulären Krankheiten und dem durch diese Krankheiten hervorgerufenen Tod. Dieses Phänomen wird als

[Seite 10]

Fetale Programmierung bezeichnet. Beim Menschen korrelieren das Geburtsgewicht und die Nephronenanzahl direkt, sowie das glomeruläre Volumen und der Bluthochdruck indirekt 49 64 47.

Die bei Geburt vorhandene Anzahl an Nephronen scheint sowohl durch genetische Faktoren als auch durch externe intrauterine Bedingungen bestimmt zu werden. Ein niedriges Geburtsgewicht, bedingt durch eine intrauterine Reifungsstörung, geht mit einer Verminderung der Nephronenanzahl einher, auch dann, wenn das Kind zum Termin geboren wird 107 64. Niedriges Geburtsgewicht ist mit HT im Erwachsenenalter assoziiert 9 und möglicherweise auch im Kindesalter 59. Ein direkter Zusammenhang zwischen niedrigem Geburtsgewicht und salzsensitivem HT ist noch nicht belegt.

1.3 Bekannte Faktoren der fetalen Programmierung der Oligonephronie

2003 postulierte Wintour, dass Konzepte wie life before birth oder first environment wichtig bei der Determinierung des fortschreitenden Risikos für die Entwicklung kardiovaskulärer/metabolischer Krankheiten sind. Jegliche Faktoren, die während der aktiven Phase der Nephrogenese die Nephrogenese unterbrechen oder moderieren und die Nephronenanzahl vermindern, führen zu maladaptiven Veränderungen im späteren Leben, die die Nierenfunktion sowie den Beginn des adulten Hypertonus (HT) beeinflussen können 105.


9 D. J. Barker, et al., "Weight in infancy and death from ischaemic heart disease," Lancet 2(8663), 577 (1989).

47 W. E. Hoy, et al., "Quantifying the excess risk for proteinuria, hypertension and diabetes in Australian Aborigines: comparison of profiles in three remote communities in the Northern Territory with those in the AusDiab study," Aust. N. Z. J. Public Health 31(2), 177 (2007).

49 M. Hughson, et al., "Glomerular number and size in autopsy kidneys: the relationship to birth weight," Kidney Int. 63(6), 2113 (2003).

53 G. Keller, et al., "Nephron number in patients with primary hypertension," N. Engl. J. Med. 348(2), 101 (2003).

59 R. S. Levine, C. H. Hennekens, and M. J. Jesse, "Blood pressure in prospective population based cohort of newborn and infant twins," BMJ 308(6924), 298 (1994).

64 R. Manalich, et al., "Relationship between weight at birth and the number and size of renal glomeruli in humans: a histomorphometric study," Kidney Int. 58(2), 770 (2000).

105 E. M. Wintour, et al., "Programming the cardiovascular system, kidney and the brain--a review," Placenta 24 Suppl A, S65-S71 (2003).

107 L. L. Woods, et al., "Maternal protein restriction suppresses the newborn reninangiotensin system and programs adult hypertension in rats," Pediatr. Res. 49(4), 460 (2001).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[7.] Flf/Fragment 012 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 22:31:00 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 10: 19ff; 11: 1ff
1.3.1 Proteinmangel in der Schwangerschaft

Mehrere Autoren haben beschrieben, dass der Nachwuchs von Muttertieren, die während der Schwangerschaft einer Proteinmangeldiät ausgesetzt waren, relativ klein ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit im Erwachsenenalter einen HT entwickelt. Ungeachtet postpartaler Einflüsse und Faktoren persistiert der Bluthochdruck ein Leben lang [88] [70] [98] [126]. Umgekehrt verfügt der Nachwuchs proteinreich ernährter oder von vor der Gestation einseitig nephrektomierten Muttertieren über eine erhöhte Anzahl von Nephronen und eine relative Resistenz gegen das Auftreten einer Hypertonie mit progressiver Niereninsuffizienz im Erwachsenenalter.

1.3.2 Chirurgische Reduktion der Nephronenanzahl

Dieser Befund wird auch durch die Beobachtung, dass es nach der chirurgischen, postpartalen Reduktion der Nephronenanzahl im weiteren Verlauf zu einem Hypertonus kommt [14] [83] [84], gestützt.

1.3.3 Tierexperimentelle Hinweise

Experimentell lässt sich durch die Induktion einer uterinen Ischämie nach Gabe von Aminoglykosiden eine Abnahme der Nephronenanzahl erzeugen, die schon in geringem Maße zur Glomerulosklerose im adulten Tier führt [34].

Desweiteren konnte am Tiermodell gezeigt werden, dass sowohl hohe Konzentrationen synthetischer und natürlicher Glukokortikoide, als auch zu hohe Blutzuckerwertewährend kritischer Perioden der embryonalen Nephrogenese zu einer Reduktion der Nephronenanzahl führten [26] [124].

1.4 Genetische determinierte Faktoren

Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben genetische Faktoren einen direkten Einfluss auf die Anzahl der Nephrone und die Nierengröße zum Zeitpunkt der Geburt. Darüber hinaus sind sowohl der Hypertonus (HT) als auch eine verstärkte Retention von Natrium nach akuter Salzbelastung genetisch determiniert [54] [25] [35] [55] [128]. Bereits vor mehreren Jahrzehnten ergaben sich erste Hinweise darauf, dass die Zahl der funktionstüchtigen Nephrone für das spätere Auftreten einer Hypertonie von entscheidender Bedeutung ist. Epidemiologische Untersuchungen zeigten, dass einige ethnische Gruppen mit erhöhter Inzidenz für das Auftreten eines HT weniger [Nephrone bzw. ein geringeres Nierengewicht im Verhältnis zum Körpergewicht aufweisen.]


14. Brenner BM, Garcia DL, Anderson S. Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other? Am J Hypertens 1988; 1(4 Pt 1):335-347.

25. Deutscher S, Epstein FH, Kjelsberg MO. Familial aggregation of factors associated with coronary heart disease. Circulation 1966; 33(6):911-924.

26. Dodic M, Moritz K, Koukoulas I, Wintour EM. Programmed hypertension: kidney, brain or both? Trends Endocrinol Metab 2002; 13(9):403-408.

34. Gilbert T, Lelievre-Pegorier M, Merlet-Benichou C. Immediate and long-term renal effects of fetal exposure to gentamicin. Pediatr Nephrol 1990; 4(4):445-450.

35. Grim CE, Luft FC, Miller JZ, Brown PL, Gannon MA, Weinberger MH. Effects of sodium loading and depletion in normotensive first-degree relatives of essential hypertensives. J Lab Clin Med 1979; 94(5):764-771.

54. Hoy WE, Kondalsamy-Chennakesavan S, Wang Z, Briganti E, Shaw J, Polkinghorne K, et al. Quantifying the excess risk for proteinuria, hypertension and diabetes in Australian Aborigines: comparison of profiles in three remote communities in the Northern Territory with those in the AusDiab study. Aust N Z J Public Health 2007; 31(2):177-183.

55. Hughson M, Farris AB, III, Douglas-Denton R, Hoy WE, Bertram JF. Glomerular number and size in autopsy kidneys: the relationship to birth weight. Kidney Int 2003; 63(6):2113-2122.

70. Langley SC, Jackson AA. Increased systolic blood pressure in adult rats induced by fetal exposure to maternal low protein diets. Clin Sci (Lond) 1994; 86(2):217- 222.

83. Mackenzie HS, Brenner BM. Fewer nephrons at birth: a missing link in the etiology of essential hypertension? Am J Kidney Dis 1995; 26(1):91-98.

84. Mackenzie HS, Lawler EV, Brenner BM. Congenital oligonephropathy: The fetal flaw in essential hypertension? 17. Kidney Int Suppl 1996; 55:S30-S34.

88. Merlet-Benichou C, Gilbert T, Muffat-Joly M, Lelievre-Pegorier M, Leroy B. Intrauterine growth retardation leads to a permanent nephron deficit in the rat. Pediatr Nephrol 1994; 8(2):175-180.

98. Rees WD, Hay SM, Buchan V, Antipatis C, Palmer RM. The effects of maternal protein restriction on the growth of the rat fetus and its amino acid supply. Br J Nutr 1999; 81(3):243-250.

124. Wintour EM, Johnson K, Koukoulas I, Moritz K, Tersteeg M, Dodic M. Programming the cardiovascular system, kidney and the brain--a review. Placenta 2003; 24 Suppl A:S65-S71.

126. Woods LL, Ingelfinger JR, Nyengaard JR, Rasch R. Maternal protein restriction suppresses the newborn renin-angiotensin system and programs adult hypertension in rats. Pediatr Res 2001; 49(4):460-467.

128. Young RJ, Hoy WE, Kincaid-Smith P, Seymour AE, Bertram JF. Glomerular size and glomerulosclerosis in Australian aborigines. Am J Kidney Dis 2000; 36(3):481- 489.

1.3.1 Proteinmangel in der Schwangerschaft

Verschiedene Autoren haben beschrieben, dass trächtige Tiere unter einer Proteinmangeldiät Nachwuchs bekommen, der bei der Geburt relativ klein ist und im Erwachsenenalter einen Bluthochdruck entwickelt. Ungeachtet postpartaler Einflüsse persistiert der Bluthochdruck das ganze Leben lang 65 57 78 107. Umgekehrt soll der Nachwuchs proteinreich ernährter oder vor der Gestation einseitig nephrektomierter Muttertiere eine erhöhte Anzahl von Nephronen und eine relative Resistenz bezüglich des Auftretens einer Niereninsuffizienz nach nierenschädigenden Interventionen haben1.

[Seite 11]

1.3.2 Chirurgische Reduktion der Nephronenanzahlen

Vereinbar mit diesem Befund ist die Beobachtung, dass die chirurgische Reduktion der Nephronenanzahl kurz nach der Geburt später zum adulten Hypertonus führt 16 62 63.

1.3.3 Tierexperimentelle Hinweise

Experimentell läßt sich eine Abnahme der Nephronenanzahl durch Induktion einer uterinen Ischämie nach Gabe von Aminoglykosiden erzeugen, wobei schon eine geringe Abnahme der Nephronenanzahl zur Glomerulosklerose im adulten Tier führt 33.

Weiter wurde im Tiermodell gezeigt, dass sowohl hohe Konzentrationen synthetischer oder natürlicher Glukokortikoide in bestimmten kritischen Perioden der embryonalen Nephrogenese als auch hohe Blutzuckerwerte zu einer Reduktion der Nephronenanzahl führten 26 105.

1.4 Genetische Faktoren

Genetische Faktoren haben mit großer Wahrscheinlichkeit einen direkten Einfluss auf die Anzahl der Nephrone und die Nierengröße zum Zeitpunkt der Geburt. Sowohl der Hypertonus (HT), als auch eine verstärkte Retention von Natrium nach akuter Salzbelastung sind genetisch festgelegt 47 25 35 49 110. Die ersten Hinweise darauf, dass die Zahl der funktionell intakten Nephrone für die Wahrscheinlichkeit einer späteren Hypertonieentwicklung entscheidend ist, sind bereits vor mehreren Jahrzehnten erhoben worden. Epidemiologische Untersuchungen zeigten, dass einige ethnische Gruppen mit erhöhter Inzidenz für das Auftreten eines HT weniger Nephrone bzw. kleinere Nieren im Verhältnis zum Körpergewicht aufweisen.


1 Z. Aberbukh, et al., "Effect of dietary manipulations on glomerular filtration rate of mice offspring of nephrectomized mothers," Am. J. Nephrol. 13(3), 190 (1993).

16 B. M. Brenner, D. L. Garcia, and S. Anderson, "Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other?," Am. J. Hypertens. 1(4 Pt 1), 335 (1988).

25 S. Deutscher, F. H. Epstein, and M. O. Kjelsberg, "Familial aggregation of factors associated with coronary heart disease," Circulation 33(6), 911 (1966).

26 M. Dodic, et al., "Programmed hypertension: kidney, brain or both?," Trends Endocrinol. Metab 13(9), 403 (2002).

33 T. Gilbert, M. Lelievre-Pegorier, and C. Merlet-Benichou, "Immediate and long-term renal effects of fetal exposure to gentamicin," Pediatr. Nephrol. 4(4), 445 (1990).

35 C. E. Grim, et al., "Effects of sodium loading and depletion in normotensive firstdegree relatives of essential hypertensives," J. Lab Clin. Med. 94(5), 764 (1979).

47 W. E. Hoy, et al., "Quantifying the excess risk for proteinuria, hypertension and diabetes in Australian Aborigines: comparison of profiles in three remote communities in the Northern Territory with those in the AusDiab study," Aust. N. Z. J. Public Health 31(2), 177 (2007).

49 M. Hughson, et al., "Glomerular number and size in autopsy kidneys: the relationship to birth weight," Kidney Int. 63(6), 2113 (2003).

57 S. C. Langley and A. A. Jackson, "Increased systolic blood pressure in adult rats induced by fetal exposure to maternal low protein diets," Clin. Sci. (Lond) 86(2), 217 (1994).

62 H. S. Mackenzie and B. M. Brenner, "Fewer nephrons at birth: a missing link in the etiology of essential hypertension?," Am. J. Kidney Dis. 26(1), 91 (1995).

63 H. S. Mackenzie, E. V. Lawler, and B. M. Brenner, "Congenital oligonephropathy: The fetal flaw in essential hypertension?," Kidney Int. Suppl 55, S30-S34 (1996).

65 C. Merlet-Benichou, et al., "Intrauterine growth retardation leads to a permanent nephron deficit in the rat," Pediatr. Nephrol. 8(2), 175 (1994).

78 W. D. Rees, et al., "The effects of maternal protein restriction on the growth of the rat fetus and its amino acid supply," Br. J. Nutr. 81(3), 243 (1999).

105 E. M. Wintour, et al., "Programming the cardiovascular system, kidney and the brain--a review," Placenta 24 Suppl A, S65-S71 (2003).

107 L. L. Woods, et al., "Maternal protein restriction suppresses the newborn reninangiotensin system and programs adult hypertension in rats," Pediatr. Res. 49(4), 460 (2001).

110 R. J. Young, et al., "Glomerular size and glomerulosclerosis in Australian aborigines," Am. J. Kidney Dis. 36(3), 481 (2000).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Der Text ist lediglich leicht umgeschrieben.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[8.] Flf/Fragment 013 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 22:39:28 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
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Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1-14
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 11, Zeilen: 11: 21ff; 12: 1ff
[Epidemiologische Untersuchungen zeigten, dass einige ethnische Gruppen mit erhöhter Inzidenz für das Auftreten eines HT weniger] Nephrone bzw. ein geringeres Nierengewicht im Verhältnis zum Körpergewicht aufweisen. So findet man bei Japanern, mit hoher Inzidenz für einen HT, im Durchschnitt kleinere Nieren als in anderen Populationen. Auch bei Afro-Amerikanern sind die Nieren durchschnittlich kleiner und es tritt häufiger ein salzsensitiver HT [54] [55] [52] [81] auf als bei Kaukasiern.

Ebenso sind verschiedene Rattenmodelle mit genetisch determiniertem HT und chronisch progredientem Nierenversagen durch eine angeborene verminderte Anzahl an Nephronen charakterisiert [14] (Tabelle 5). Genaue pathologische Regulationsmechanismen, die während der Nephrogenese zu einer Oligonephronie führen, sind noch wenig erforscht.

Es gibt Hinweise einer Vielzahl von Autoren und aus Ergebnissen der eigenen Arbeitsgruppe, dass während der Nephrogenese das insulin-ähnliche Wachstumsfaktor-System (IGF-System) eine wichtige Rolle im physiologischen Ablauf einer ungestörten Nephrogenese spielen könnte.


14. Brenner BM, Garcia DL, Anderson S. Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other? Am J Hypertens 1988; 1(4 Pt 1):335-347.

52. Hoy WE, Bertram JF, Denton RD, Zimanyi M, Samuel T, Hughson MD. Nephron number, glomerular volume, renal disease and hypertension. Curr Opin Nephrol Hypertens 2008; 17(3):258-265.

54. Hoy WE, Kondalsamy-Chennakesavan S, Wang Z, Briganti E, Shaw J, Polkinghorne K, et al. Quantifying the excess risk for proteinuria, hypertension and diabetes in Australian Aborigines: comparison of profiles in three remote communities in the Northern Territory with those in the AusDiab study. Aust N Z J Public Health 2007; 31(2):177-183.

55. Hughson M, Farris AB, III, Douglas-Denton R, Hoy WE, Bertram JF. Glomerular number and size in autopsy kidneys: the relationship to birth weight. Kidney Int 2003; 63(6):2113-2122.

81. Luft FC. Hypertensive nephrosclerosis: update. Curr Opin Nephrol Hypertens 2004; 13(2):147-154.

Epidemiologische Untersuchungen zeigten, dass einige ethnische Gruppen mit erhöhter Inzidenz für das Auftreten eines HT weniger Nephrone bzw. kleinere Nieren im Verhältnis zum Körpergewicht aufweisen. So findet man in Japan bei hoher Inzidenz für HT im Durchschnitt kleinere Nieren als in anderen Normalpopulationen 97. Auch bei Afro-Amerikanern sind die Nieren durchschnittlich kleiner als bei Kaukasiern, und es tritt häufiger ein salzsensitiver HT auf 47 49 46 61.

Ebenso sind verschiedene Rattenmodelle mit genetisch determiniertem HT und chronisch progredientem Nierenversagen durch eine angeborene verminderte Anzahl von Nephronen charakterisiert 16 (Tabelle 2). Genaue pathologische

[Seite 12]

Regulationsmechanismen während der Nephrogenese, die schließlich zu einer Oligonephronie führen, sind noch wenig bekannt.

Eines der diesbezüglich untersuchten Systeme stellt das IGF-Systems dar. Es gibt Hinweise einer Vielzahl von Autoren und aus Ergebnissen der eigenen Arbeitsgruppe, dass in der Nephrogenese das insulin-like growth factor-System (IGF-System) eine wichtige Rolle im physiologischen Ablauf einer ungestörten Nephrogenese spielen könnte.


16 B. M. Brenner, D. L. Garcia, and S. Anderson, "Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other?," Am. J. Hypertens. 1(4 Pt 1), 335 (1988).

46 W. E. Hoy, et al., "Nephron number, glomerular volume, renal disease and hypertension," Curr. Opin. Nephrol. Hypertens. 17(3), 258 (2008).

47 W. E. Hoy, et al., "Quantifying the excess risk for proteinuria, hypertension and diabetes in Australian Aborigines: comparison of profiles in three remote communities in the Northern Territory with those in the AusDiab study," Aust. N. Z. J. Public Health 31(2), 177 (2007).

49 M. Hughson, et al., "Glomerular number and size in autopsy kidneys: the relationship to birth weight," Kidney Int. 63(6), 2113 (2003).

61 F. C. Luft, "Hypertensive nephrosclerosis: update," Curr. Opin. Nephrol. Hypertens. 13(2), 147 (2004).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[9.] Flf/Fragment 015 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 08:33:34 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
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Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 8-33
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 16, 17, Zeilen: 16: 7ff; 17: 1-2
Neben den Transkriptionsfaktoren haben Wachstumsfaktoren (Growth Factors (GF)) eine zentrale Bedeutung in der Nephrogenese. Sie vermitteln eine Stimulation der Mitose, Migration, Induktion, Differenzierung, Polarisation, Proliferation und Apoptose. Die Interaktion der verschiedenen GF und ihrer Rezeptoren bei der Regulation der Organogenese wird in ihrer großen Komplexität bei weitem noch nicht verstanden. Die am besten untersuchten GF der Nephrogenese sind die Insulinähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF)-I und -II, der Hepatozytenwachstumsfaktor (hepatocyte GF (HGF)), der transformierende Wachstumsfaktor beta (transforming GF (TGF-β) und Fibroblastenwachstumsfaktor (basic fibro-blast GF (bFGF)). Neben diesen beeinflussen auch andere Wachstumsfaktoren die Organogenese der Niere.

In Zellkultur-Experimenten reagieren epitheliale embryonale Nierenzellen sehr unterschiedlich auf spezifische Wachstumsfaktoren und synergistische Effekte zwischen verschiedenen Wachstumsfaktorfamilien scheinen eine große Bedeutung zu spielen [50]. Noch nicht induziertes metanephritisches Mesenchym reagiert auf keinen der o.g. Wachstumsfaktoren mit einer Tubulogenese [123]. Das hat zu dem Schluss geführt, dass nicht nur Interaktionen der verschiedenen Wachstumsfaktoren, sondern auch Signale von extrazellulären Matrix (ECM) Proteinen eine regulatorische Funktion in der Nephrogenese haben.

Unter den ECM Proteinen ist die Laminin- und Integrin-Familie in ihren Interaktionen mit Wachstumsfaktoren am besten untersucht [50]. Mit der Induktion und dem Beginn des mesemchymal-epithelialen Übergangs (MET) setzt eine tiefgreifende Änderung des epithelialen Phänotyps ein. Wird die Laminin- oder Integrin-Expression experimentell blockiert, so bleibt eine weitere Zelldifferenzierung aus [29].

Osteopontin (OPN) ist ein bekannter Mediator entzündlicher Prozesse der renalen ECM. Es enthält die Peptid Sequenz „RGD“, die verschiedenen Integrinen als Bindungsstelle dient.


29. Ekblom M, Klein G, Mugrauer G, Fecker L, Deutzmann R, Timpl R, et al. Transient and locally restricted expression of laminin A chain mRNA by developing epithelial cells during kidney organogenesis. Cell 1990; 60(2):337-346.

50. Horster MF, Braun GS, Huber SM. Embryonic renal epithelia: induction, nephrogenesis, and cell differentiation 167. Physiol Rev 1999; 79(4):1157- 1191.

123. Weller A, Sorokin L, Illgen EM, Ekblom P. Development and growth of mouse embryonic kidney in organ culture and modulation of development by soluble growth factor144. Dev Biol 1991; 144(2):248-261.

Neben den Transkriptionsfaktoren haben Wachstumsfaktoren (GF) eine zentrale Bedeutung in der Nephrogenese. Sie vermitteln eine Stimulation der Mitose, Migration, Induktion, Differenzierung, Polarisation, Proliferation und Apoptose. Die Interaktion der verschiedenen GF und ihrer Rezeptoren bei der Regulation der Organogenese wird in ihrer großen Komplexität bei weitem noch nicht verstanden.

Die am besten untersuchten GF der Nephrogenese sind der insulin-like GF (IGF)-I und - II, hepatocyte GF (HGF), transforming GF (TGF)-β und basic fibro-blast GF (FGF). Neben diesen beeinflussen auch andere GF die Organogenese der Niere 83.

In Zellkultur-Experimenten reagieren epitheliale embryonale Nierenzellen sehr unterschiedlich auf spezifische Wachstumsfaktoren (GF) und synergistische Effekte zwischen verschiedenen GF-Familien scheinen eine große Bedeutung zu haben 45. Noch nicht induziertes metanephritisches Mesenchym reagiert auf keinen der o.g. GF mit einer Tubulogenese 104.

Das hat zu dem Schluß geführt, dass nicht nur Interaktionen der verschiedenen GF, sondern auch Signale von extrazellulären Matrix (ECM)-Proteinen eine regulatorische Funktion in der Nephrogenese haben. Unter den ECM Proteinen ist die Laminin- und Integrin-Familie in ihren Interaktionen mit den GF am besten untersucht 45.

Mit der Induktion und dem Beginn des mesemchymal-epithelialen Übergangs (MET) setzt eine tiefgreifende Änderung des epithelialen Phänotyps ein. [...] Wird die Laminin- oder Integrin- Expression experimentell blockiert, so bleibt eine weitere Zelldifferenzierung aus 27. Osteopontin (OPN) ist ein bekannter Mediator entzündlicher Prozesse der renalen

[Seite 17]

ECM. Es enthält die Peptidsequenz Arginin-Glycin-Aspartat (RGD-Sequenz), die verschiedenen Integrinen als Bindungsstelle dient.


27 M. Ekblom, et al., "Transient and locally restricted expression of laminin A chain mRNA by developing epithelial cells during kidney organogenesis," Cell. 60(2), 337 (1990).

45 M. F. Horster, G. S. Braun, and S. M. Huber, "Embryonic renal epithelia: induction, nephrogenesis, and cell differentiation," Physiol Rev. 79(4), 1157 (1999).

83 L. Rothermund, et al., "Genetic low nephron number hypertension is associated with dysregulation of the hepatic and renal insulin-like growth factor system during nephrogenesis," J. Hypertens. 24(9), 1857 (2006).

104 A. Weller, et al., "Development and growth of mouse embryonic kidney in organ culture and modulation of development by soluble growth factor," Dev. Biol. 144(2), 248 (1991).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[10.] Flf/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 08:35:41 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
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Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1-4
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 17, Zeilen: 2-7
[OPN wird im Metanephros der Ratte exprimiert und eine OPN] Integrin Interaktion scheint für die Tubulogenese wichtig zu sein. Darüber hinaus hat OPN eine anti-apoptotische Wirkung während der Kondensationsphase im metanephritischen Blastem [102]. Es ist bisher nicht untersucht, welche Bedeutung die Expression von ECM Proteinen auf die Anzahl der sich bildenden Nephronen hat.

102. Rogers SA, Padanilam BJ, Hruska KA, Giachelli CM, Hammerman MR. Metanephric osteopontin regulates nephrogenesis in vitro 318. Am J Physiol 1997; 272(4 Pt 2):F469-F476.

OPN wird im Metanephros der Ratte exprimiert, und eine OPN-Integrin-Interaktion scheint für die Tubulogenese wichtig zu sein 82. Darüber hinaus hat OPN anti-apoptotische Wirkungen während der Kondensationsphase im metanephritischen Blastem 82. Während der Nephrogenese scheint die Bindung an den CD44-Rezeptor weiterhin von Bedeutung zu sein. Es ist bisher nicht untersucht, welche Bedeutung die Expression von ECM-Proteinen auf die Anzahl von gebildeten Nephronen hat.

82 S. A. Rogers, et al., "Metanephric osteopontin regulates nephrogenesis in vitro," Am. J. Physiol. 272(4 Pt 2), F469-F476 (1997).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Die Übernahme beginnt auf der Vorseite.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[11.] Flf/Fragment 026 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-17 23:15:08 WiseWoman
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Hindemith
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 35, Zeilen: 1-28
3.1.9 Tierstämme

Für das Projekt wurden als Versuchstiere sowohl Munich-Wistar-Frömter Ratten (MWF) aus der MWF/FUB Züchtung der Charité-Campus Benjamin Franklin, Berlin, Deutschland, als auch Wistar–Ratten, ursprünglich aus der Harlan und Winkelmann GmbH, Borchen, Deutschland, verwendet. Die Tierversuche wurden entsprechend den institutionellen Richtlinien der Charité durchgeführt. Zu der Auswahl dieser Rattenstämme leiteten die für diese Arbeit notwendigen Bedingungen. Das MWF-Rattenmodell zeigte sich aufgrund seiner genetisch bedingten Oligonephronie als geeignet, Ursachen der genetischen Oligonephronie molekularbiologisch zu erforschen. Das genetisch gesunde Wistar-Rattenmodell eignete sich für die Vergleichsuntersuchungen als Kontrollgruppe. Beide Stämme sollten morphologisch und funktionell ausreichend charakterisiert sein.

Die genauen Eigenschaften der augewählten Tiermodelle stellen sich wie folgt dar:

Die Munich-Wistar-Frömter-Ratte, kurz MWF-Ratte, ist ein Rattenmodell mit ausgeprägter kongenitaler Oligonephronie, deren Nephronenanzahl nach unveröffentlichten Daten unserer Arbeitsgruppe um 51% verringert ist (Tabelle 5). Es vereint in sich die klinisch bedeutsamen Risikofaktoren der Progression der chronischen Niereninsuffizienz: die Entwicklung eines spontanen arteriellen Hypertonus sowie einer Proteinurie (Tabellen 5 und 6). Das Tiermodell eignet sich daher hervorragend zur Identifizierung genetischer Faktoren, die an der Entwicklung einer kongenitalen Oligonephronie beteiligt sind. Der Stamm wurde 1996 am UKBF, FU-Berlin, durch Inzucht etabliert. Die Tiere stammten aus der ursprünglichen Kolonie des MWF/Ztm- Stammes des zentralen Tierlaboratoriums der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die Wistar-Ratte ist ein gesundes Rattenmodell, das sich im Alter von 12-14 Wochen bei gesunder Niere normoton und ohne Proteinurie darstellt und regelmäßig als Referenzstamm bei Untersuchungen an MWF-Tieren genutzt wird. Die Wistar-Ratten liegen genetisch sehr nahe am Ursprungsstamm der MWF-Ratte, wodurch genetische Unterschiede - von der Nephronenanzahl abgesehen – minimiert werden [105].

Die Wistar-Ratten wurden von Charles River, Sulzfeld, Deutschland, bezogen.


105. Rovira-Halbach G, Alt JM, Brunkhorst R, Frei U, Kuhn K, Stolte H. Single nephron hyperfiltration and proteinuria in a newly selected rat strain with superficial glomeruli 68. Ren Physiol 1986; 9(6):317-325.

3.1.9 Tierstämme

Für das Projekt wurden sowohl Munich-Wistar-Frömter (MWF)-Versuchstiere aus der MWF/FUB Züchtung der Charité-Campus Benjamin Franklin, Berlin, Deutschland, als auch Wistar–Ratten, ursprünglich aus der Harlan und Winkelmann GmbH, Borchen, Deutschland, verwendet. Die Tierversuche wurden entsprechend den institutionellen Richtlinien durchgeführt. Zu der Auswahl dieser Rattenstämme leiteten die für diese Arbeit notwendigen Bedingungen. Das MWF-Rattenmodell zeigte sich aufgrund seiner genetisch bedingten Oligonephronie als geeignet, Ursachen der genetischen Oligonephronie molekularbiologisch zu erforschen. Das genetisch gesunde Wistar- Rattenmodell eignete sich für die Vergleichsuntersuchungen. Beide Stämme sollten morphologisch und funktionell ausreichend charakterisiert sein.

Die genauen Eigenschaften der augewählten Tiermodelle stellen sich wie folgt dar:

Die Munich-Wistar-Frömter-Ratte, kurz MWF-Ratte, ein Rattenmodell mit ausgeprägter kongenitaler Oligonephronie, deren Nephronenanzahl nach unveröffentlichten Daten unserer Arbeitsgruppe um 51% verringert ist (Tabelle 2). Es vereint in sich die klinisch bedeutsamen Risikofaktoren der Progression der chronischen Niereninsuffizienz: die Entwicklung eines spontanen arteriellen Hypertonus und einer Proteinurie (Tabellen 2 und 3). Das Tiermodell eignet sich daher hervorragend zur Identifizierung von genetischen Faktoren, die an der Entwicklung einer kongenitalen Oligonephronie beteiligt sind. Der Stamm wurde 1996 am UKBF, FU Berlin, durch Inzucht etabliert. Die Tiere stammten aus der ursprünglichen Kolonie des MWF/Ztm- Stammes des zentralen Tierlaboratoriums der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die Wistar-Ratte ist ein gesundes Rattenmodell, das sich im Alter von 12-14 Wochen bei gesunder Niere normoton und ohne Proteinurie darstellt und regelmäßig als Referenzstamm bei Untersuchungen an MWF-Tieren genutzt wird. Die Wistar-Ratten liegen genetisch sehr nahe am Ursprungsstamm der MWF-Ratte, wodurch genetische Unterschiede-von der Nephronenanzahl abgesehen–minimiert werden 84.

Die Wistar-Ratten wurden von Charles River, Sulzfeld, Deutschland, bezogen.


84 G. Rovira-Halbach, et al., "Single nephron hyperfiltration and proteinuria in a newly selected rat strain with superficial glomeruli," Ren Physiol 9(6), 317 (1986).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[12.] Flf/Fragment 028 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-17 23:18:23 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

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Hindemith
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 1-22, 24-31
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 66, Zeilen: 1ff
3.2 Methoden

3.2.1 Tierexperimentelle Untersuchungen

Die tierexperimentellen Untersuchungen wurden über einen Zeitraum von einem Jahr durchgeführt. Die Eingriffe erfolgten unter Einhaltung des deutschen Tierschutzgesetzes und standen im Einklang mit den Richtlinien für Tierversuche des Instituts für Klinische Pharmakologie, Campus Benjamin Franklin, Charité. Unter der Genehmigungsnummer T 0273-01 wurden die beschriebenen Versuche durch das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin genehmigt. Die Eingriffe erfolgten sämtlich nach dem in den Richtlinien festgelegten methodischen Vorgehen.

3.2.1.1 Haltung der Tiere

Die Haltung der Ratten erfolgte in den Räumen der Forschungsanstalt für Experimentelle Medizin (FEM) der Freien Universität Berlin. Bei freiem Zugang zu Wasser und Standard-Rattenfutter (20% Proteinanteil) lebten maximal sechs Ratten in einem Makrolon-Gemeinschaftskäfig (Typ 4). Die Temperatur in den Haltungs- und Versuchsräumen des FEM betrug durchgehend 20 °C, die Luftfeuchtigkeit lag bei 50%. Ein natürlicher, zwölfstündiger Tag-Nacht-Rhythmus wurde durch eine automatisierte Beleuchtung gewährleistet.

3.2.1.2 Organentnahme

Für die Organentnahme der embryonalen Nieren am Embryonaltag 19 wurden die schwangeren Ratten mit Ketanest S25 (01,175mg / 100g KG) plus Xylazin (0,065mg / 100g KG) intraabdominell narkotisiert und in Rückenlage gelagert. [...] Nach jeweils medianer Laparotomie wurde der Uterus entnommen und die Muttertiere wurden durch Entfernung des Herzens getötet. Die Embryonen wurden durch Dekapitation getötet. Es folgte die Präparation der jeweils vorhandenen Embryonen zur Entnahme der Nieren. Der Zugang zur Freilegung der retroperitonealen Nieren erfolgte ebenfalls mittels medianer Laparotomie.

Die Organentnahme bei den Jungtieren am postpartalen Tag D7 erfolgte ebenfalls nach intraabdomineller Narkotisierung mittels Ketanest und anschließender Tötung [durch Dekapitation.]

3.2 Methoden

3.2.1 Tierexperimentelle Untersuchungen

Die tierexperimentellen Untersuchungen wurden über einen Zeitraum von einem Jahr durchgeführt. Die Eingriffe erfolgten unter Einhaltung des deutschen Tierschutzgesetzes und standen im Einklang mit den Richtlinien für Tierversuche des Instituts für Klinische Pharmakologie, Campus Benjamin Franklin, Charité. Unter der Genehmigungsnummer T 0273-01 wurden die beschriebenen Versuche durch das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin genehmigt. Die Eingriffe erfolgten sämtlich nach dem in den Richtlinien festgelegten methodischen Vorgehen.

3.2.1.1 Haltung der Tiere

Die Haltung der Ratten erfolgte in den Räumen der Forschungsanstalt für Experimentelle Medizin (FEM) der Freien Universität Berlin. Bei freiem Zugang zu Wasser und Standard-Rattenfutter (20% Proteinanteil) lebten maximal sechs Ratten in einem Makrolon-Gemeinschaftskäfig (Typ 4). Die Temperatur in den Haltungs- und Versuchsräumen des FEM betrug durchgehend 20 °C, die Luftfeuchtigkeit lag bei 50%. Ein natürlicher, zwölfstündiger Tag-Nacht-Rhythmus wurde durch eine automatisierte Beleuchtung gewährleistet.

3.2.1.2 Organentnahme

Für die Organentnahme der embryonalen Nieren am Embryonaltag 19 wurden die schwangeren Ratten mit Ketanest intraabdominell narkotisiert und in Rückenlage gelagert. Nach jeweils medianer Eröffnung der Abdominalhöhle wurde der Uterus entnommen und die Muttertiere wurden durch Entfernung des Herzens getötet. Es folgte die Präparation der jeweils vorhandenen Embryonen zur Entnahme der Nieren. Der Zugang zur Freilegung der retroperitonealen Nieren erfolgte mittels medianer Laparotomie. Die Embryonen wurden durch Dekapitation getötet.

Die Organentnahme bei den Jungtieren an D7 erfolgte ebenfalls nach intraabdomineller Narkotisierung mittels Ketanest und anschließender Tötung durch Entfernung des Herzens.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Obwohl in der Quelle und in der untersuchten Arbeit wahrscheinlich dieselbe Versuchstierhaltung beschrieben ist, hätte transparent gemacht werden müssen, dass hier Inhalt und Wortlaut (fast) identisch sind.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[13.] Flf/Fragment 029 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 08:37:07 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-10
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 36, 37, Zeilen: 36: letzte Zeile, 37: 1-8
Nach medianer Laparotomie wurden die Nieren retroperitoneal freipräpariert und entnommen.

Vor den jeweiligen Organentnahmen wurden die Körper- und Plazentagewichte ermittelt. Die freipräparierten Nieren der Embryos und Jungtiere wurden nach dem Wiegen einzeln in 2 ml-Eppendorfgefäßen in flüssigem Stickstoff schockgefroren und bei -80°C bis zur Aufarbeitung in den Räumen der Klinischen Pharmakologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, gelagert. Die Rattenkadaver wurden separat gesammelt und durch die Tierkörperbeseitigung des Hauses entsorgt.

3.2.2 Molekularbiologische Untersuchungen

Nach medianer Laparotomie wurden die Nieren retroperitoneal freipräpariert.

[Seite 37]

Vor den jeweiligen Organentnahmen wurden die Körper- und Plazentagewichte ermittelt. Die freipräparierten Nieren der Embryos und Jungtiere wurden nach dem Wiegen in jeweils einem 2 ml-Eppendorfgefäß in flüssigem Stickstoff schockgefroren und bei -80°C bis zur Aufarbeitung in den Räumen der Klinischen Pharmakologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, gelagert. Die Rattenkadaver wurden separat gesammelt und durch die Tierkörperbeseitigung des Hauses entsorgt.

3.2.2 Molekularbiologische Untersuchungen

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Fortsetzung von der Vorseite.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[14.] Flf/Fragment 030 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-17 23:22:43 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 37, Zeilen: 9ff
3.2.2.2 RNA-Isolierung

Die RNA-Isolierung aus dem bei -80°C tiefgefrorenen Nierengewebe erfolgte über die Trizol-Methode. Dazu wurden 100 mg Gewebe in 1 ml eisgekühltem Trizol ca. 2x 30 sec mit dem Sono-Stab Polytron auf Eis homogenisiert und bei 5.000 Upm für 10 min bei 4°C zur Entfernung grober Partikel zentrifugiert. (Alle Zentrifugationsschritte erfolgten mit der Eppendorf Tischzentrifuge 5402, Hamburg, Deutschland). Der abpipettierte Überstand wurde zur kompletten Dissoziation der Nukleoprotein- Komplexe für ca. 1h bei Raumtemperatur gelagert und zur Phasenseparation mit 200 μl Chloroform/1 ml Trizol vermischt, für 2-3 min bei RT inkubiert und bei 12.000 Upm für 15 min bei 4°C zentrifugiert. Die RNA, die sich in der oberen durchsichtigen Phase befand, wurde mit 500 μl Isopropanol/1 ml Trizol präzipitiert und für 10 min bei RT gelagert. Anschließend wurde die RNA bei 12.000 Upm für 10 min bei 4° C zentrifugiert und der Überstand verworfen. Das Pellet wurde in 1 ml 75%igem, -20°C kaltem Ethanol/1 ml Trizol gewaschen und bei 4.900 Upm für 10 min bei 4°C zentrifugiert. Nach dem Dekantieren des Überstandes wurde das Pellet 5 min luftgetrocknet und in 50 μl DEPC-H2O bei 60° C in 5 min gelöst. Die Bestimmung der Konzentration erfolgte über eine 1:200-Verdünnung mit DEPC-H2O im Photometer bei 260-280 nm. Zur Überprüfung der Integrität der RNA wurden 1 μl (ca. 500 ng) der RNA und 0,5 μl Laufpuffer in einem Gesamtvolumen von 6 ml auf ein 1%iges Agarose/Ethidiumbromid-Gel, bestehend aus 30 ml 1x TAE und 3 μl Ethidiumbromid (10 mg/ml), aufgetragen. Der Gellauf erfolgte bei einer Spannung von ca. 5 V/cm Elektrodenabstand und einer Stromstärke von ca. 200 mA über ungefähr 35 min. Die extrahierte RNA wurde anschliessend bei -80° C gelagert.

3.2.2.1 RNA-Isolierung

Die RNA-Isolierung aus dem bei -80°C tiefgefrorenen Nierengewebe erfolgte über die Trizol-Methode. Dazu wurden 100 mg Gewebe in 1 ml eisgekühltem Trizol ca. 2x 30 sec mit dem Sono-Stab Polytron auf Eis homogenisiert und bei 5.000 Upm für 10 min bei 4°C zur Entfernung grober Partikel zentrifugiert. (Alle Zentrifugationsschritte erfolgten mit der Eppendorf Tischzentrifuge 5402, Hamburg, Deutschland). Der abpipettierte Überstand wurde zur kompletten Dissoziation der Nukleoprotein-Komplexe für ca. 1h bei Raumtemperatur gelagert und zur Phasenseparation mit 200 μl Chloroform/1 ml Trizol vermischt, für 2-3 min bei RT inkubiert und bei 12.000 Upm für 15 min bei 4°C zentrifugiert. Die RNA, die sich in der oberen durchsichtigen Phase befand, wurde mit 500 μl Isopropanol/1 ml Trizol präzipitiert und für 10 min bei RT gelagert. Anschließend wurde die RNA bei 12.000 Upm für 10 min bei 4° C zentrifugiert und der Überstand verworfen. Das Pellet wurde in 1 ml 75%igem, -20°C kaltem Ethanol/1 ml Trizol gewaschen und bei 4.900 Upm für 10 min bei 4°C zentrifugiert. Nach dem Dekantieren des Überstandes wurde das Pellet 5 min luftgetrocknet und in 50 μl EPCH 2O [sic] bei 60° C in 5 min gelöst. Die Bestimmung der Konzentration erfolgte über eine 1:200-Verdünnung mit DEPC-H2O [sic] im Photometer bei 260-280 nm. Zur Überprüfung der Integrität der DNA wurden 1 μl (ca. 500 ng) der RNA und 0,5 μl Laufpuffer in einem Gesamtvolumen von 6 ml auf ein 1%iges Agarose/Ethidiumbromid- Gel, bestehend aus 30 ml 1x TAE und 3 μl Ethidiumbromid (10 mg/ml), aufgetragen. Der Gellauf erfolgte bei einer Spannung von ca. 5 V/cm Elektrodenabstand und einer Stromstärke von ca. 200 mA über ungefähr 35 min. Die extrahierte RNA wurde anschliessend bei -80° C gelagert.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die verwendete Methode war wohl in der Quelle und der untersuchten Arbeit identisch. Trotzdem hätte eine Übereinstimmung im Wortlaut transparent gemacht werden müssen.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[15.] Flf/Fragment 031 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 01:24:50 Graf Isolan
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 38, 39, Zeilen: 38: 8ff; 39: 1-7
3.2.2.3 Gelelektrophorese und optische Konzentrationsmessung (Photometrie)

Zur Kontrolle der Qualität der Proben und der Ermittlung des RNA-Gehalts und der Reinheit wurden diese in einer Gelelektrophorese bei 90 Volt aufgetragen und fotografiert. RNA lässt sich deutlich an zwei spezifischen Banden der ribosomalen 28S- und der 18S-RNA (rRNA) erkennen und von Verunreinigungen unterscheiden.

Abbildung 3: Nachweis der extrahierten RNA mittels Gelelektrophorese.

Flf 31a diss.png

Abb. 3: Elektrophorese mit den rRNA-spezifischen Banden der 28S und der 18S-Untereinheit.

Waren die Banden in allen Proben gut zu identifizieren, wurde anschließend die genaue RNA-Konzentration mit dem Photometer bestimmt. Dazu wurden 4μl der RNA mit 96μl DEPC versetzt und nach vorheriger Leerkontrolle wurde die Dichte der Probe bei 260 (A1) und bei 280 (A2) nm Wellenlänge gemessen. Zur optimalen Qualität der Probe sollte der Quotient A1/A2 zwischen 1,5 und 2 liegen, da sonst von einer Proteinverunreinigung oder einer Degradation der RNA ausgegangen werden musste. Die Konzentration wurde nach dem Lambert-Beerschen Gesetz berechnet.

Flf 31b diss.png

Die errechnete Konzentration stellte die Grundlage für die weiteren quantitativen Analysen mittels Taqman-PCR dar.

3.2.2.3 Gelelektrophorese und optische Konzentrationmessung (Photometrie)

Zur Validierung der Qualität der Proben und der Ermittlung des RNA-Gehalts und der Reinheit wurden diese in einer Gelelektrophorese bei 90 Volt aufgetragen und fotografiert. RNA lässt sich deutlich an zwei spezifischen Banden der 28S- und der 18S-Einheit erkennen und von Verunreinigungen unterscheiden.

Flf 31a source.png

Abbildung 3: Nachweis der extrahierten RNA mittels Gelelektrophorese.

Sichtbar sind die mRNA-spezifischen Banden der 28S und der 18S-Untereinheiten.

Waren die Banden in allen Proben gut zu identifizieren, so wurde anschließend die genaue RNA-Konzentration mittels Photometrie gemessen. Dazu wurden 4μl der RNA mit 96μl DEPC versetzt und nach vorheriger Leerkontrolle wurde die Dichte der Probe

[Seite 39]

bei 260 (A1) und bei 280 (A2) nm Wellenlänge im Photometer gemessen. Zur optimalen Qualität der Probe sollte der Quotient A1/A2 zwischen 1,5 und 2 liegen, da sonst von einer Proteinverunreinigung oder einer Degradation der RNA ausgegangen werden musste. Die Konzentration wurde nach dem Lambert-Beerschen Gesetz berechnet.

Flf 31b source.png

Die errechnete Konzentration stellte die Grundlage für weitere quantitative Analysen mittels Taqman-PCR dar.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[16.] Flf/Fragment 032 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 01:26:51 Graf Isolan
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 39, Zeilen: 39: 8ff; 40: 1-13
3.2.2.4 Reverse Transkription

Die mRNA ist ein empfindliches polymeres Molekül, das durch Temperaturschwankungen und Ribonukleasen ständig von Zerstörung bedroht ist. Für die weitere molekularbiologische Analyse musste daher die extrahierte RNA in die stabilere cDNA umgeschrieben werden. Diese Reaktion wurde mit Hilfe des First Strand cDNA Synthesis Kit, MBI Fermentas, St Leon-Rot, Deutschland, nach Herstellerangaben in zwei Schritten durchgeführt:

1. Annealing der random hexamer primer

In einem ersten Schritt wurde ein random hexamer primer gebildet: Dieser entsteht aus einem Nukleotidmix, der sich an der zu vervielfältigenden Stelle zu einem passenden Primer zusammenfindet, um die gewünschte Sequenz umschreiben zu können. Hierfür wurden zu jeweils 2μg RNA (die Berechung des entsprechenden Volumens erfolgte anhand der zuvor photometrisch errechneten RNA-Konzentrationen) 1μl des Random Hexamer Primers gegeben. Diese Mischung wurde auf 11μl Gesamtvolumen mit DEPC-Wasser aufgefüllt. Mit diesem Ansatz konnte die PCR erfolgen (für 5 Min bei 70°, dann für weitere 5 Min bei 4°C).

2. Reverse Transkription

Dem aus der ersten PCR entstandenen Ansatz wurden jeweils 4μl Puffer, 1μl RNAse-Inhibitor, 2μl dNTP-Mix sowie 2μl reverse Transkriptase-Enzym hinzugefügt, so dass weitere PCR erfolgen konnten (10 Min bei 25°, 60 Min bei 37°, 10 Min bei 70° und 10 Min bei 4°C). Das Produkt dieser Reaktion diente als Basis für alle folgenden Untersuchungen mittels Taqman-PCR.

3.2.2.5 Polymerasekettenreaktion

Die Polymerasekettenreaktion (PCR) ist eine schnelle und sensitive Methode der DNA-Analytik. Sie ist eine primerdefinierte, enzymatische Replikation, mit deren Hilfe man eine annähern exponentielle Amplifikation einer bestimmten Zielsequenz erreicht. Zur weiteren Quantifizierung der mRNA waren bisher Methoden wie Northern Blot oder dot blot notwendig, die viel Zeit sowie große Mengen an RNA erforderten. Mittels der PCR lassen sich definierte Abschnitte der DNA vervielfältigen. Die Probenansätze durchlaufen dabei die Phasen der Denaturierung, der spezifischen Anlagerung durch Hybridisierung („Annealing“) und der Elongation. Durch Temperaturerhöhung auf 95°C werden in der Denaturierungsphase die [Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Basenpaaren gelöst, so dass sich in der anschließenden Hybridisierungsphase bei 55°C, (Schmelztemperatur der Primer (Tm)) die sequenzspezifischen Oligonukleotide vorwärts („forward“) und rückwärts („reverse“) an ihre Komplementärsequenz anlagern können.]

3.2.2.4 Reverse Transkription

Die mRNA ist ein sehr empfindliches polymeres Molekül, das durch Temperaturschwankungen und Ribonukleasen ständig von Zerstörung bedroht ist. Für die weitere molekularbiologische Analyse musste die extrahierte RNA in stabilere cDNA umgeschrieben werden. Diese Reaktion wurde mittels des First Strand cDNA Synthesis Kit, MBI Fermentas, St Leon-Rot, Deutschland, in zwei Schritten durchgeführt:

1. Annealing der random hexamer primer

In einem ersten Schritt wurde ein sogenannter random hexamer primer gebildet: Dieser entsteht aus einem Nukleotidmix, der sich an der zu vervielfältigenden Stelle zu einem passenden Primer zusammenfindet, um die gewünschte Sequenz umschreiben zu können. Hierzu wurden zu jeweils 2μg RNA (die Berechung des entsprechenden Volumens erfolgte anhand der photometrisch gemessenen RNA-Konzentrationen) 1μl des Random Hexamer Primers gegeben. Diese Mischung wurde auf 11μl Gesamtvolumen mit DEPC-Wasser aufgefüllt. Mit diesem Ansatz konnte die PCR erfolgen (für 5 Min bei 70°, dann für weitere 5 Min bei 4°C).

2. Reverse Transkription

Dem aus der ersten PCR entstandenen Ansatz wurden jeweils 4μl Puffer, 1μl RNAse- Inhibitor, 2μl dNTP-Mix sowie 2μl reverse Transkriptase-Enzym hinzugefügt, so dass die weitere PCR erfolgen konnte (10 Min bei 25°, 60 Min bei 37°, 10 Min bei 70° und 10 Min bei 4°C). Das Produkt dieser Reaktion diente als Basis für die folgenden Untersuchungen mittels Taqman-PCR.

[Seite 40]

3.2.2.5 Polymerasekettenreaktion

Die Polymerasekettenreaktion (PCR) ist eine schnelle und sensitive Methode der DNA-Analytik. Sie ist eine primerdefinierte, enzymatische Replikation, mit deren Hilfe man eine annähernd exponentielle Amplifikation einer bestimmten Zielsequenz erreicht. Zur weiteren Quantifizierung der mRNA waren bisher Methoden wie Northern Blot oder dot blot notwendig, die viel Zeit sowie große Mengen an RNA erforderten. Mittels der Polymerasekettenreaktion lassen sich definierte Abschnitte der DNA vervielfältigen. Die Probenansätze durchlaufen dabei die Phasen Denaturierung, annealing und Elongation. Durch Temperaturerhöhung auf 95°C werden in der Denaturierungsphase die Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Basenpaaren aufgebrochen, so dass sich in der anschließenden Annealingphase (bei 55°C, Schmelztemperatur der Primer (Tm)) die sequenzspezifischen Oligonukleotide (forward and reverse primer) anlagern können.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[17.] Flf/Fragment 033 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:44:13 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 40, 41, Zeilen: 40: 9ff; 41: 1-10
[Durch Temperaturerhöhung auf 95°C werden in der Denaturierungsphase die] Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Basenpaaren gelöst, so dass sich in der anschließenden Hybridisierungsphase bei 55°C, (Schmelztemperatur der Primer (Tm)) die sequenzspezifischen Oligonukleotide vorwärts („forward“) und rückwärts („reverse“) an ihre Komplementärsequenz anlagern können. Anschließend wird in der Elongationsphase die von den Primern markierte Sequenz amplifiziert.

3.2.2.5.1 Quantitative real-time Polymerasekettenreaktion

Die quantitative real-time Polymerasekettenreaktion (rt-PCR), wie z.B. die Taq-man PCR, ist eine Methode, die es ermöglicht, während der PCR die Bildung des Produktes direkt zu verfolgen. Der Verlauf der Akkumulation des PCR Produktes über die Zeit lässt Rückschlüsse auf die Menge der enthaltenen Probe (templates) zu. Die quantitative rt-PCR basiert auf der kontinuierlichen Messung der Fluoreszenz, welche proportional zu der Quantität der amplifizierten DNA zunimmt. Eine quantitative Aussage der während der PCR gebildeten DNA wird somit möglich. In der vorgelegten Arbeit wurden die Technik der Taq-Man PCR verwendet, die nachfolgend genauer beschrieben wird.

3.2.2.5.2 Die Taq-Man-Polymerasekettenreaktion

Eine Form der real-time Polymerasekettenreaktion (rt-PCR) ist die Taq-Man PCR. Diese arbeitet mithilfe eines Taq-Man Systems, bestehend aus einer TaqMan-Sonde und einem diese Sonde umgebenden TaqMan forward- und reverse-primer-Paar.

Die Taq-Man-rt-PCR ist eine robuste Technik, die ein akkumulierendes PCR- Produkt in „Echtzeit“ über den Gebrauch einer zweifach TaqMan fluorogen markierten cDNA Sequenz (reporter und quencher fluorophore) misst. Der fluorogene 5‘-Nuklease Ansatz macht sich die endogene 5‘-3‘-Nuklease-Aktivität der Taq-Polymerase zunutze, um die TaqMan Sequenz abzubauen, die während der PCR an die Ziel cDNA-Sequenz hybridisiert. Ist die Taq-Man-Sequenz intakt, so wird das fluorophore Signal des Taq-Man-Reporters durch die fluorophore Emission des Taq-Man-Quenchers unterdrückt („quenched“)..

Während der PCR lagert sich die TaqMan-Sequenz am Ziel-cDNA-Strang an und die 5‘-3’Nuklease-Aktivität der Taq-Polymerase trennt das fluorophore Reportersignal vom fluorophoren Quenchersignal ab. Der Wegfall des Quenchers führt dem entsprechend zum Anstieg der Reporter Fluoreszenz. Die verbleibende Taq-Man-Sequenz dissoziiert von der Ziel-Sequenz, so dass sich die PCR ungehindert [fortsetzen kann.]

Durch Temperaturerhöhung auf 95°C werden in der Denaturierungsphase die

Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Basenpaaren aufgebrochen, so dass sich in der anschließenden Annealingphase (bei 55°C, Schmelztemperatur der Primer (Tm)) die sequenzspezifischen Oligonukleotide (forward and reverse primer) anlagern können. Anschließend wird in der Elongationsphase die von den Primern markierte Sequenz amplifiziert.

3.2.2.5.1 Quantitative real-time Polymerasekettenreaktion

Die quantitative real-time Polymerasekettenreaktion (PCR), (RATPCR), ist eine Methode, die es ermöglicht, während der PCR die Bildung des Produktes direkt zu verfolgen. Der Verlauf der Akkumulation des PCR Produktes über die Zeit lässt Rückschlüsse auf die Menge der enthaltenen templates zu. Die quantitative real-time PCR beruht auf der kontinuierlichen Messung eines Fluoreszenzsignals, welches proportional zu der Quantität der amplifizierten DNA zunimmt. Eine quantitative Aussage der während der PCR gebildeten DNA wird somit möglich. In der vorgelegten Arbeit wurden zwei verschiedene Techniken der RATPCR (Taqman/ SYBR Green) verwendet, welche im Folgenden genauer beschrieben werden.

3.2.2.5.1.1 Die Taqman-Polymerasekettenreaktion

Eine Form der real-time Polymerasekettenreaktion (PCR) stellt die Taq-Man PCR dar, welche mithilfe eines Taq-Man Systems, bestehend aus einer TaqMan-Sonde und einem diese Sonde umgebenden TaqMan forward- und reverse-primer-Paar, arbeitet.

Die TaqMan-RT-PCR ist eine entwickelte Technik, die ein akkumulierendes PCR-Produkt in „Echtzeit“ über den Gebrauch einer zweifach TaqMan fluorogen gelabelten

[Seite 41]

cDNA Sequenz (reporter und quencher fluorophore) misst. Der fluorogene 5‘-Nuklease Assay macht sich die endogene 5‘-3‘-Nuklease-Aktivität der Taq-Polymerase zunutze, um die TaqMan Sequenz zu spalten, die während der PCR an der Ziel cDNA-Sequenz hybridisiert. Ist die TaqMan-Sequenz intakt, so wird die reporter fluorophore Emission von der quencher fluorophore supprimiert.

Während der PCR lagert sich die TaqMan-Sequenz am Ziel-cDNA-Strang an und die 5‘- 3’Nuklease-Aktivität der Taq-Polymerase spaltet die reporter fluorophore von der quencher fluorophore ab, was zu einem Anstieg der reporter Fluoreszenz führt. Die verbleibende TaqMan-Sequenz dissoziiert von der Ziel-Sequenz, so dass sich die PCR ungehindert fortsetzen kann.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[18.] Flf/Fragment 034 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 01:27:14 Graf Isolan
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 41, 42, Zeilen: 41: 10ff; 42: 1-9
Die Intensität der Fluoreszenz ist direkt proportional zur Menge der eingesetzten Ziel-cDNA.

Das Fluoreszenz-Signal wird durch ein ABI Prism 7000 sequence detection System, PE Applied Biosystems, Foster City, USA, das eine schnelle Analyse von vielen Transkripten aus einem Gewebeprobenpool im 96-well Format erlaubt, gemessen.

Die Sonde sollte dabei Exon-Exon-Grenzen überschreiten, um die Hybridisierung genomischer DNA zu verhindern. Die TaqMan Sonde nutzt die 5´3´Exonukleaseaktivität der TaqPolymerase und den Fluoreszensresonanzenergietransfer („fluorescence resonance energy transfer“ (FRET)) aus.

FRET ist ein physikalischer Prozess, bei dem Energie eines angeregten Fluoreszenzfarbstoffes (Donor) auf einen zweiten Fluoreszenzfarbstoff (Akzeptor) übertragen wird, sollte sich dieser in ausreichender Nähe befinden und sich das Emissionsspektrum des Donors mit dem Absorptionsspektrum des Empfängers überlagert [sic]. An beiden Enden ist die TaqMan-Sonde selbst mit Donor- und Akzeptorfluorchrom versehen und muss der PCR zugegeben werden. Bei der TaqMan PCR spricht man anstelle von Donor und Akzeptor auch von reporter und quencher, da nur Licht der Wellenlänge eines der beiden Fluorchrome, nämlich des Donors (reporters), gemessen wird. Die Sonde hybridisiert an die Zielsequenz und wird während der Elongationsphase von der TaqPolymerase abgebaut. Dabei trennen sich durch Diffusion die abgespaltenen Basen voneinander. Durch den sich dadurch vergrößernden Abstand zwischen reporter und quencher wird somit die ausgesendete Fluoreszenz des reporters durch den quencher nicht mehr absorbiert bzw. unterdrückt. Für jeden denaturierten Doppelstrang wird folglich im folgenden Zyklus ein weiteres Fluoreszenzsignal freigesetzt, so dass das Fluoreszenzsignal proportional zu der amplifizierten Menge an DNA wächst.

Die Taqman-PCR ist eine PCR-Methode, bei der gleichzeitig die Amplifikation der Zielsequenz und seine Quantifizierung in einem Reaktionsgefäß ermöglicht werden. Dies gelingt auch dann, wenn nur geringe Mengen an RNA in der Probe vorhanden ist. Die Reduzierung der Arbeitsschritte und der im Vergleich geringe Zeitaufwand tragen dabei zur Minimierung von Fehlerquellen bei.

Es wird bei der Taq-Man-PCR zunächst eine für die zu amplifizierende Sequenz spezifische Sonde angefertigt.

Die Intensität der Fluoreszenz ist direkt proportional zur Menge der eingesetzten Ziel-cDNA.

Das Fluoreszenz-Signal wird durch ein ABI Prism 7000 sequence detection System, PE Applied Biosystems, Foster City, USA, das eine schnelle Analyse von vielen Transkripten aus einem Gewebeprobenpool im 96-well Format erlaubt, gemessen.

Die Sonde sollte dabei Exon-Exon-Grenzen überschreiten, um die Hybridisierung genomischer DNA zu verhindern. Die TaqMan Sonde nutzt die 5´3´Exonukleaseaktivität der TaqPolymerase und den fluorescence resonance energy transfer (FRET) aus.

FRET ist ein physikalischer Prozess, bei dem Energie eines angeregten Fluoreszenzfarbstoffes (Donor) auf einen zweiten Fluoreszenzfarbstoff (Akzeptor) übertragen wird, sollte sich dieser in ausreichender Nähe befinden und sich das Emissionsspektrum des Donors mit dem Absorptionsspektrum des Empfängers überlagern. An beiden Enden ist die TaqMan-Sonde selbst mit Donor- und Akzeptorfluorchrom versehen und muss der PCR zugegeben werden. Bei der TaqMan PCR spricht man anstelle von Donor und Akzeptor auch von reporter und quencher, da nur Licht der Wellenlänge eines der beiden Fluorchrome, nämlich des Donors (reporters), gemessen wird. Die Sonde hybridisiert an die Zielsequenz und wird während der Elongationsphase von der TaqPolymerase abgebaut. Dabei trennen sich durch Diffusion die abgespaltenen Basen voneinander. Durch den dadurch sich vergrößernden Abstand zwischen reporter und quencher wird somit die ausgesendete Fluoreszenz des reporters durch den quencher nicht mehr unterdrückt. Für jeden denaturierten Doppelstrang wird folglich im folgenden Zyklus ein weiteres

[Seite 42]

Fluoreszenzsignal freigesetzt, so dass das Fluoreszenzsignal proportional zu der amplifizierten Menge an DNA wächst.

Die Taqman-PCR ist eine Variante der PCR-Methode, bei der die Amplifikation der Zielsequenz und seine Quantifizierung simultan in einem Reaktionsgefäß ermöglicht werden. Dies gelingt auch, wenn nur geringe Mengen RNA in der Probe vorhanden sind. Die Reduzierung der Arbeitsschritte und der im Vergleich geringe Zeitaufwand tragen dabei zur Minimierung der verschiedenen Fehlerquellen bei.

Es wird bei der Taqman-PCR zunächst eine für die zu amplifizierende Sequenz spezifische Sonde angefertigt.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[19.] Flf/Fragment 035 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 22:45:56 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 42, 43, Zeilen: 42: 9ff; 43: Abbildung
[Dieses Oligonukleotid ist am 5'-Ende mit einem] fluoreszierenden reporter-Farbstoff (Fluoreszein-Derivat=FAM) markiert, das 3'-Ende trägt einen quencher-Farbstoff (Rhodamin-Derivat=TAMRA). Die Wahl der Sonde erfolgt mit dem Programm Primer Express, (Applied Biosystems, Foster City, USA) das speziell für das Design der Taq-Mansonden sowie Taq-Manprimer geeignet ist. Die Sonde ist hochspezifisch für das zu amplifizierende Produkt.

Nach dem primären Anlagern der Sonde an den cDNA-Strang unterdrückt der quencher zunächst durch seine räumliche Nähe zum reporter dessen Fluoreszenssignal. Während der PCR wird diese Sonde durch die Exonukleaseaktivität der Taq-Polymerase Nukleotid für Nukleotid abgebaut. Dadurch wird der reporter-Farbstoff [sic] vom quencher getrennt und die Fluoreszenz nicht länger unterdrückt. Entsprechend der Akkumulation des PCR-Produktes steigt die Fluoreszenz mit jedem weiteren Zyklus an. Das Signal kann nun im Zeitverlauf durch die Anregung zur Fluoreszenz bei 488 nm gemessen werden. Es ist dabei strikt sequenzspezifisch, da nicht perfekt passende Sondenmoleküle vor Beginn der Reaktion verdrängt werden.

Funktionsweise der Taq-Man-rt- PCR

Flf 35a diss.png

Abbildung 4: schematische Darstellung der Reaktionsabläufe bei der Methode der Taq-Man-PCR (modifiziert nach der Taq-Man-Arbeitsanleitung von Applied Biosystems).

Dieses Oligonukleotid ist am 5'-Ende mit einem fluoreszierenden reporter-Farbstoff (Fluoreszein-Derivat=FAM) markiert, das 3'-Ende trägt einen quencher-Farbstoff (Rhodamin-Derivat=TAMRA). Die Wahl der Sonde erfolgt mit dem Programm Primer Express, Applied Biosystems, Foster City, USA, das speziell für das Design der Taqmansonden sowie Taqmanprimer geeignet ist. Die Sonde ist hochspezifisch für das zu amplifizierende Produkt.

Nach dem primären Anlagern der Sonde an den cDNA-Strang unterdrückt der quencher zunächst durch seine räumliche Nähe zum reporter dessen Fluoreszenssignal. Während der PCR wird diese Sonde durch die Exonukleaseaktivität der Taq-Polymerase Nukleotid für Nukleotid abgebaut. Dadurch wird der reporter-Farbstoff vom quencher getrennt und die Fluoreszenz nicht länger unterdrückt. Entsprechend der Akkumulation des PCR-Produktes steigt die Fluoreszenz mit jedem weiteren Zyklus an. Das Signal kann nun im Zeitverlauf durch die Anregung zur Fluoreszenz bei 488 nm gemessen werden. Es ist dabei strikt sequenzspezifisch, da nicht komplett passende Sondenmoleküle vor Beginn der Reaktion verdrängt werden.

[Seite 43]

_Funktionsweise der Taqman-PCR_

Flf 35a source.png

Abbildung 4: schematische Darstellung der Reaktionsabläufe bei der Methode der Taqman-PCR (modifiziert nach der Taqman-Arbeitsanleitung von Applied Biosystems).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Offenbar fand die Modifizierung der Abbildung nicht durch den Autor der untersuchten Arbeit statt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[20.] Flf/Fragment 036 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 01:27:20 Graf Isolan
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 45, 46, Zeilen: 45: 1ff; 46: 1-16
3.2.2.5.2.1 Primer- und Sondendesign

Um aus der extrahierten RNA die gewünschten Abschnitte amplifizieren zu können, müssen zunächst die für die Sequenz spezifische Sonde und die dazu passenden Primerpaare für die jeweilige Sequenz entworfen werden. Die Sequenz wird dazu zunächst einem sogenannten alignment unterzogen, d.h., mit allen bekannten Sequenzen des Genoms verglichen. Erst wenn sich keine Überschneidungen zeigen, kann sicher mit der ausgesuchten Sequenz gearbeitet werden. Es werden für die Methode der Taq-Man-PCR die Sonde sowie jeweils zwei Primerpaare benötigt: ein internes, nah an der Sequenz liegendes Paar, und ein externes, weiter entfernt liegendes Paar. Da diese Primer für die Methode spezifische Voraussetzungen erfüllen müssen, wird ein Softwareprogramm, Primer Express® (Tutorial for Real Time Quantitative PCR Primer and Probe Design, Applied Biosystems Real Time Quantitative PCR systems (7700, 5700), Foster City, USA), zum Design dieser Primer genutzt.

Zur Herstellung von TaqMan-Sonden sollten folgende Regeln beachtet werden:

Der G-C–Gehalt sollte zwischen 30-80% betragen. Aneinanderreihungen identischer Nukleotide sollten vermieden werden. Dies gilt besonders für vier und mehr Guanin. Aneinanderreihungen. Des Weiteren sollte kein Guanin am 5´-Ende erscheinen. Schließlich sollte der Strang mit einem höheren Cytosin als Guanin Anteil als Sonde ausgewählt werden.

Für Einzelsondenansätze bei Einsatz des Primer Express®-Programms sollte die Schmelztemperatur (Tm) mit 68°-70° gewählt werden.

Ähnlich erfolgt die Herstellung von Taq-Man-Primern

Die Primer werden nach der Sonde ausgewählt. Man wählt die Primer in größtmöglicher Nähe zu der Sonde, ohne diese zu überlappen. Der G-C-Gehalt sollte ebenfalls zwischen 30-80% liegen. Aneinanderreihungen identischer Nukleotide sind zu vermeiden. Das Auftreten von mehr als vier Guaninnukleotiden sollte ebenfalls vermieden werden. Beim Anwenden der Primer Express®-Software sollte die Temperatur auf 58°C-60°C gelegt werden. Die fünf Nukleotide am 3´-Ende sollten nicht mehr als zwei Guanin- und/oder Cytosin-Basen enthalten.

Primer- und Sondendesign

Um aus der extrahierten RNA die gewünschten Abschnitte amplifizieren zu können, müssen zunächst die für die Sequenz spezifische Sonde und die dazu passenden Primerpaare für die jeweilige Sequenz entworfen werden. Die Sequenz wird dazu zunächst einem sogenannten alignment unterzogen, d.h., mit allen bekannten Sequenzen des Genoms verglichen. Erst wenn sich keine Überschneidungen zeigen, kann sicher mit der ausgesuchten Sequenz gearbeitet werden. Es werden für die Methode der Taqman-PCR die Sonde sowie jeweils zwei Primerpaare benötigt: ein internes, nah an der Sequenz liegendes Paar, und ein externes, weiter entfernt liegendes Paar. Da diese Primer für die Methode spezifische Vorraussetzungen erfüllen müssen, wird ein Softwareprogramm, Primer Express®, Tutorial for Real Time Quantitative PCR Primer and Probe Design, Applied Biosystems Real Time Quantitative PCR systems (7700, 5700), Foster City, USA, zum Design dieser Primer genutzt.

[Seite 46]

Das TaqMan-Sondendesign muß dabei nach folgenden Regeln erfolgen:

Der G-C–Gehalt sollte zwischen 30-80% betragen. Aneinanderreihungen identischer Nukleotide sollten vermieden werden. Dies gilt besonders für Guanin. Aneinanderreihungen von vier oder mehr Guaninen sollten vermieden werden. Weiterhin sollte kein Guanin am 5´-Ende erscheinen. Schließlich sollte der Strang mit mehr Cytosin als Guanin als Sonde ausgewählt werden.

Für Einzelsondenansätze bei Einsatz des Primer Express®-Programms sollte die Schmelztemperatur (Tm) mit 68°-70° gewählt werden.

Die Taq-Man-Primer werden wie folgt gewählt:

Die Primer werden nach der Sonde ausgewählt. Man wählt die Primer in größtmöglicher Nähe zu der Sonde, ohne diese zu überlappen. Der G-C-Gehalt sollte zwischen 30-80% liegen. Auch hier sollten Aneinanderreihungen identischer Nukleotide vermieden werden, wiederum besonders bei Guanin. Mehr als vier Guanine hintereinander sollten nicht auftreten. Beim Anwenden der Primer Express®-Software sollte die Temperatur 58°C-60°C betragen. Die fünf Nukleotide am 3´-Ende sollten nicht mehr als zwei Guanin- und/oder Cytosin-Basen enthalten.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[21.] Flf/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 01:30:10 Graf Isolan
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 43, 44, 47, 48, Zeilen: 43: 1ff; 44: 1-15; 47: 1-2; 48: 9-10
3.2.2.5.2.2 Auswertung der PCR-Ergebnisse – Quantifizierungsstrategie

Zur Auswertung des TaqMan-assay wird die Strategie der relativen Quantifizierung mit Standardkurven verfolgt. Dabei wird das Expressionsniveau des untersuchten Gens auf die Expression eines housekeeping-Gens normiert. Ein housekeeping-Gen ist ein Gen, welches idealerweise ungeachtet experimenteller Bedingungen in vitro oder bei Krankheiten in vivo im untersuchten Gewebe konstant in der gleichen Menge exprimiert wird. Bekannte und häufig eingesetzte Vertreter dieser Klasse sind z.B. ß-Actin, GAPDH, Cyclophilin, 18S-rRNA, PBGD (Porphobilinogendeaminase) und andere. PBGD wurde in der vorliegenden Arbeit als housekeeping-Gen benutzt. Eine Normierung auf diesen endogenen Standard hat den Vorteil, dass z.B. verschiedene reverse Transkriptions Ansätze mit unterschiedlichen Effizienzen direkt miteinander verglichen werden und bei der Dosierung der RNA Pipettierfehler ausgeglichen werden können. Das Expressionslevel der zu bestimmenden mRNASequenz und der Sequenz des housekeeping-Gens wird mit Hilfe von Standardkurven bestimmt. Dazu werden PCR-Fragmente benutzt, die die beim TaqMan- Ansatz amplifizierten Sequenzen enthalten. Hierzu werden sieben serielle 1:10 Verdünnungen hergestellt, die auf jedem Ansatz des jeweiligen Gens als Standards bekannter Konzentrationen mitbestimmt werden. Die Zuordnung der Konzentrationen der Standards kann zwar absolut durch die enthaltene Kopienanzahl erfolgen, im Falle der hier gewünschten Analyse, nämlich eines relativen Vergleiches verschiedener Behandlungsgruppen miteinander, können vereinfachend arbiträre Einheiten korrespondierend zum Verdünnungsgrad gewählt werden. Dem ersten Standard wird dementsprechend die Konzentration 1 zugeordnet, dem zweiten Standard die Konzentration 0,1 usw.

Trägt man die erhaltenen Ct Werte der Standards über den Logarithmus ihrer Konzentrationen auf, so erhält man eine Kalibriergerade, welche die Konzentrationsbzw. Expressionsbestimmung (E) der unbekannten Proben ermöglicht.

Flf 37a diss.png

berechnet man die relative Expression (rE) des untersuchten Gens.

Die erhaltenen Quotienten sind einheitenlos und haben keine reale Entsprechung. Die Werte eignen sich jedoch gut zum relativen Vergleich verschiedener Gruppen untereinander.

[Seite 44]

Zur Auswertung des TaqMan-assay wird die relative Quantifizierung mit Standardkurven benutzt. Dabei wird das Expressionslevel des untersuchten Gens auf die Expression eines sog. housekeeping-Gens normiert. Ein housekeeping-Gen ist ein Gen, welches idealerweise ungeachtet experimenteller Bedingungen in vitro oder Krankheiten in vivo im untersuchten Gewebe konstant in der gleichen Menge exprimiert wird. Bekannte und häufig eingesetzte Vertreter dieser Klasse sind z.B. ß-Actin, GAPDH, Cyclophilin, 18S-rRNA, PBGD (Porphobilinogen Deaminase) und andere. 18- S-rRNA wurde in der vorliegenden Arbeit als housekeeping-Gen benutzt. Eine Normierung auf diesen endogenen Standard hat den Vorteil, dass z.B. verschiedene reverse Transkriptions-Ansätze mit möglicherweise unterschiedlichen Effizienzen direkt miteinander verglichen werden und Pipettierfehler bei der Dosierung der RNA ausgeglichen werden können. Das Expressionslevel der zu bestimmenden mRNASequenz und der Sequenz des housekeeping-Gens wird mit Hilfe von Standardkurven bestimmt. Dazu werden PCR-Fragmente benutzt, die die beim TaqMan-assay

[Seite 44]

amplifizierten Sequenzen enthalten. Es werden sieben serielle 1:10 Verdünnungen hergestellt, die auf jedem assay des jeweiligen Gens als Standards bekannter Konzentrationen mitbestimmt werden. Die Zuordnung der Konzentrationen der Standards kann zwar absolut durch die enthaltene Kopienanzahl (photometrisch bestimmt) erfolgen, im Falle der hier gewünschten Analyse, nämlich eines relativen Vergleiches verschiedener Behandlungsgruppen miteinander, können vereinfachend arbiträre Einheiten korrespondierend zum Verdünnungsgrad gewählt werden. Dem ersten Standard wird dementsprechend die Konzentration 1 zugeordnet, dem zweiten Standard die Konzentration 0,1 usw.

Trägt man die erhaltenen CDs der Standards über den Logarithmus ihrer Konzentrationen auf, so erhält man eine Kalibriergerade, welche die Konzentrationsbzw. Expressionsbestimmung (E) der unbekannten Proben ermöglicht.

Die erhaltenen Quotienten sind einheitenlos und haben keine reale Entsprechung. Die Werte eignen sich jedoch gut zum relativen Vergleich verschiedener Gruppen untereinander.

[Seite 47]

3.2.2.5.2 Auswertung der PCR-Ergebnisse

3.2.2.5.2.1 Quantifizierungsstrategie


[Seite 48]

Flf 37a source.png

berechnet man die relative Expression (rE) des untersuchten Gens.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[22.] Flf/Fragment 038 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 01:30:17 Graf Isolan
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 44, 45, Zeilen: 44: 15ff; 45: Abbildung
[Die Auswertung erfolgt, indem der Mittelwert der rE einer] Kontrollgruppe als 100% definiert wird und die Mittelwerte der anderen Gruppen als Prozent der Kontrolle angegeben werden.

Die PCR-Reaktion ist in ihrer frühen exponentiellen Phase reproduzierbarer als an ihrem Endpunkt. Betrachtet man Amplifikationsplots von Wiederholungen derselben Probe, so erkennt man, dass die Kurven mit zunehmender Zyklenzahl im Bereich ihrer Sättigung immer mehr divergieren, während sie anfänglich praktisch perfekt übereinander liegen. Dies liegt an der exponentiellen Natur der PCR, durch die kleine Schwankungen zu Beginn der Reaktion einen immer größer werdenden Effekt haben können. Je früher eine Auswertung der Amplifikationskurve erfolgt, desto präziser ist daher das Ergebnis.

Abbildung 5: Typische Fluoreszenzkurven eines Taqman-PCR-Laufs mit 45 Zyklen.

Flf 38a diss.png

Die horizontale grüne Linie zeigt den Ct-Wert (cycle threshold, Zyklusschwellenwert). Deutlich sichtbar ist der Verlauf der sieben Standardverdünnungen sowie die Leerkontrolle (mit einem Ausreißer) rechts im Bild.

Die Auswertung erfolgt, indem der Mittelwert der rE einer Kontrollgruppe als 100% definiert wird und die Mittelwerte der anderen Gruppen als Prozent der Kontrolle angegeben werden.

Die PCR-Reaktion ist in ihrer frühen exponentiellen Phase reproduzierbarer als an ihrem Endpunkt. Betrachtet man Amplifikationsplots von Wiederholungen derselben Probe, so erkennt man, dass die Kurven mit zunehmender Zyklenzahl im Bereich ihrer Sättigung immer mehr divergieren, während sie anfänglich praktisch perfekt übereinander liegen. Dies liegt an der exponentiellen Natur der PCR, durch die sich kleinere Schwankungen am Anfang der Reaktion im Laufe der Zeit zu immer größeren Effekten „aufschaukeln“ können. Je früher eine Auswertung der Amplifikationskurve erfolgt, desto präziser ist daher das Ergebnis.

[Seite 45]

Flf 38a source.png

Abbildung 5: Typische Fluoreszenzkurven eines Taqman-PCR-Laufs mit 45 aufeinander folgenden Zyklen.

Die horizontale grüne Linie repräsentiert den Ct-Wert (cycle threshold, Zyklusschwellenwert). Deutlich sichtbar ist der Verlauf der sieben Standardverdünnungen sowie die Leerkontrolle (mit einem Ausreißer) ganz rechts.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Die Abbildungen sind identisch.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[23.] Flf/Fragment 039 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 01:30:28 Graf Isolan
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 50, Zeilen: 19ff
3.2.2.6 Statistische Analyse

Die Auswertung der experimentell erhobenen Daten erfolgte mit SPSS 11.0 für Windows, der Firma SPSS, München, Deutschland. Alle Werte werden als Mittelwert (m) plus minus Standardfehler des Mittelwerts ( SEM ) angegeben. Die statistische Analyse erfolgte durch den nicht-parametrischen Mann-Whitney-U-Test. Unterschiede wurden bei einem p < 0,05 als signifikant angenommen. Für die grafische Darstellung der Ergebnisse wurde das Programm Sigmaplot 11.0 für Windows, der Firma Systat Software, Erkrath, Deutschland, verwendet.

3.2.2.7 Statistische Analyse

Die Auswertung der experimentell erhobenen Daten erfolgte mit SPSS 11.0 für Windows, der Firma SPSS, München, Deutschland. Alle Werte werden als Mittelwert (m) plus minus Standardfehler des Mittelwerts ( SEM ) angegeben. Die statistische Analyse erfolgte durch den nicht-parametrischen Mann-Whitney-U-Test. Unterschiede wurden bei einem p < 0,05 als signifikant angenommen. Für die grafische Darstellung der Ergebnisse wurde das Programm Sigmaplot 8.0 für Windows, der Firma Systat Software, Erkrath, Deutschland, verwendet.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Identität bis hin zur Formatierung (Leerzeichen vor und nach "SEM").

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[24.] Flf/Fragment 040 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-19 08:32:21 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 51, Zeilen: 1ff
4 Ergebnisse

4.1 Plazentagewicht-, relative Nieren- und Körpergewichte

4.1.1 relatives Plazentagewicht

Das Verhältnis des Körpergewichts zum Plazentagewicht war an Tag E19 bei den MWF-Tieren im Vergleich zu den Wistar-Tieren um 18 Prozent erniedrigt (p<0.05). (Abb. 6a)

Abbildung 6a: Verhältnis von Körper-/ Plazentagewicht

Flf 40a diss.png

Abb. 6a: Verhältnis von Körpergewicht und Plazentagewicht an Embryonaltag E19 (E19) und den Postnataltagen D1, D7 und D12 in Prozent des Gewichtsverhältnisses bei Wistar, n = 18-20, *p<0.05 vs. Wistar.

4.1.2 relative Nierengewichte

Die Messung der perinatalen Nierengewichte der MWF-Tiere zeigt zu allen Untersuchungszeitpunkten signifikant erniedrigte Werte (p<0,05) im Vergleich zu den perinatalen relativen Nierengewichten der Wistar-Ratten-Kontrollgruppe (Abbildung 6b).

4 Ergebnisse

4.1 Plazenta-, Nieren- und Körpergewichte

Das Verhältnis des Körpergewichts zum Plazentagewicht war an E19 bei den MWF-Tieren im Vergleich zu den Wistar-Tieren um 18 Prozent niedriger (p<0.05). (Abb. 6A)

Die Messung der perinatalen Nierengewichte der MWF-Tiere zeigt zu allen Untersuchungszeitpunkten signifikant erniedrigte Werte (p<0,05) im Vergleich zu den perinatalen Nierengewichten der Wistar-Ratten-Kontrollgruppe. (Abbildung 6B)

Flf 40a source.png

Abbildungen 6A und 6B: Verhältnis von Körper-/ Plazentagewicht (6A) und relatives Nierengewicht (6B)

Abb. 6 A: Verhältnis von Körpergewicht und Plazentagewicht an Embryonaltag E19 (E19) und den Postnataltagen D1, D7 und D12 in Prozent des Gewichtsverhältnisses bei Wistar, n = 18-20, *p<0.05 vs. Wistar.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Eine englisch beschriftete Version der Abbildung 6a findet man auch in Rothermund et al. (2006). In dieser Publikation ist F. F. vierter Autor. Der übernommene Wortlaut findet sich in dieser auf Englisch verfassten Publikation aber nicht.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[25.] Flf/Fragment 041 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-19 08:36:02 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 51, 52, Zeilen: 51: Abbildung; 42: 1ff
Abbildung 6b: Relative Nierengewichte

Flf 41a diss.png

Abb. 6b: Perinatale Nierengewichte bezogen auf das Körpergewicht an Embryonaltag E19 (E19) und an den Postnataltagen 1, 7, und 12 (D1, D7, and D12). Die gepunktete Linie zeigt Embryonaltag E21 an, den Geburtstag, n = 18-54, *p<0.05 vs. Wistar.

4.1.3 Körpergewichte

Die Körpergewichte der MWF-Tiere waren im Vergleich zu den Wistar-Kontrolltieren an den Embryonaltagen E15, E 17, E19 und an den postnatalen Tagen D1, D7, D12 und D100 reduziert (P < 0.05) (Tabelle 3).

Tabelle 3: Körpergewichte

Flf 41b diss.png

E (Embryonaltag) 15, E17, E19; D (Postnataltag) 1, D7, D12, D100; KG (Körpergewichte) in Gramm (g); * p< 0.05 vs. Wistar - Stamm, n = 15-30.

Flf 41a source.png

Abbildungen 6A und 6B: Verhältnis von Körper-/ Plazentagewicht (6A) und relatives Nierengewicht (6B)

[...]

Abb. 6 B: Perinatale Nierengewichte bezogen auf das Körpergewicht an Embryonaltag E19 (E19) und an den Postnataltagen 1, 7, und 12 (D1, D7, and D12). Die gepunktete Linie zeigt Embryonaltag E21 an, den Geburtstag, n = 18-54, *p<0.05 vs. Wistar.

[Seite 52]

Die Körpergewichte der MWF-Tiere waren im Vergleich zu den Wistar-Kontrolltieren an den Embryonaltagen E15, E 17, E19 und an den postnatalen Tagen D1, D7, D12 und D100 reduziert (P < 0.05) (Tabelle 5).

Tabelle 5: Körpergewichte

Flf 41b source.png

E (Embryonaltag) 15, E17, E19; D (Postnataltag) 1, D7, D12, D100; KG (Körpergewichte) in Gramm (g); * p< 0.05 vs. Wistar - Stamm, n = 15-30.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Tabelle 3 sowie eine englisch beschriftete, und in einem Punkt unterschiedliche Version der Abbildung 6b findet man auch in Rothermund et al. (2006). In dieser Publikation ist F. F. vierter Autor. Der übernommene Wortlaut findet sich in dieser auf Englisch verfassten Publikation aber nicht.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[26.] Flf/Fragment 042 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-19 08:43:39 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 52, 53, Zeilen: 52: 4ff; 55: 1ff
4.2 Blutdruck, linksventrikuläres Gewicht, Urinvolumen, Kreatininclearance und Albuminurie

Die relativen Nierengewichte waren an E19, D1, D7 und D12 bei den MWF–Tieren, verglichen mit den Wistar-Tieren, geringer (P < 0.05). (Abb. 6b)

Im Gegensatz dazu war das relative Nierengewicht bei den adulten MWF-Tieren an D100, verglichen mit den Wistar-Kontrolltieren, erhöht (P < 0.05) (Tab. 6).

Der systolische Blutdruck und das Verhältnis des normalisierten linksventrikuklären Gewichts des linken Ventrikels zum Körpergewicht war bei den MWF-Tieren im Vergleich zu den Wistar-Tieren an D 100 erhöht (P < 0.05) (Tab. 4).

Das Urinvolumen und die Kreatininclearance waren bei den MWF-Tieren im Vergleich zu den Wistar-Kontrolltieren an D100 nicht verändert, jedoch zeigte sich an D100 bei den MWF-Tieren im Vergleich eine starke Zunahme der Urinalbuminexkretion (P< 0.05) (Tab. 4).

Tabelle 4:

Flf 42a diss.png

Systolischer Blutdruck (SBD), Gewicht des linken Ventrikels bezogen auf das Körpergewicht (LV/KG), Nierengewicht bezogen auf das Körpergewicht (NG/KG), Urinvolumen (UV), Kreatininclearance (ClKrea), Urinalbuminexkretion (UAE) und Glomeruläre Fläche (GF) an Postnataltag 100 (D100) n = 8-16, * p<0.05 gegenüber Wistar.

4.2 Nierengewichte, Urinvolumen, Kreatininclearance und Albuminurie

Die relativen Nierengewichte waren an E19, D1, D7 und D12 bei den MWF–Tieren, verglichen mit den Wistar-Tieren, geringer (P < 0.05). (Abbildung 6B)

Im Gegensatz dazu war das relative Nierengewicht bei den adulten MWF-Tieren an D100, verglichen mit den Wistar-Kontrolltieren, erhöht (P < 0.05) (Tabelle 6).

[Seite 55]

Der systolische Blutdruck und das Verhältnis des normalisierten linksventrikuklären Gewichts des linken Ventrikels zum Körpergewicht war bei den MWF-Tieren im Vergleich zu den Wistar-Tieren an D 100 erhöht (P < 0.05) (Tabelle 6).

Das Urinvolumen und die Kreatininclearance waren bei den MWF-Tieren im Vergleich zu den Wistar-Kontrolltieren an D100 nicht verändert, jedoch zeigte sich an D100 bei den MWF-Tieren im Vergleich eine starke Zunahme der Urinalbuminexkretion (P< 0.05) (Tabelle 6).

Tabelle 6

Flf 42a source.png

Systolischer Blutdruck (SBD), Gewicht des linken Ventrikels bezogen auf das Körpergewicht (LV/KG), Nierengewicht bezogen auf das Körpergewicht (NG/KG), Urinvolumen (UV), Kreatininclearance (ClKrea), Urinalbuminexkretion (UAE) und Glomeruläre Fläche (GF) an Postnataltag 100 (D100) n = 8-16, * p<0.05 gegenüber Wistar.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Tabelle 4 findet man auch in Rothermund et al. (2006). In dieser Publikation ist Flf vierter Autor. Der übernommene Wortlaut findet sich in dieser auf Englisch verfassten Publikation aber nicht.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[27.] Flf/Fragment 054 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-17 23:09:42 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 16-32
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 21, 23, Zeilen: 21: 4ff; 23: 1-11
5.2 Auswahl des Tiermodells

Um die Genexpression in der Niere während der intrauterinen Entwicklung und post partum zu untersuchen, wurde ein Tiermodell gewählt, welches durch eine angeborene verminderte Anzahl von Nephronen mit spontanem salzsensitiven arteriellen Hypertonus, Albuminurie und chronisch progredientem Nierenversagen im Erwachsenenalter charakterisiert ist. Tabelle 5 gibt einen Überblick über die Charakteristika entsprechender Tiermodelle.

In Tabelle 5 wird gezeigt, dass bereits auch einige andere Rattenmodelle mit einem angeborenen Hypertonus eine geringere Anzahl an Nephronen aufweisen [14, 109]. Die salzsensitive Dahl-Ratte weist eine Reduktion von 15% auf, die Milan Bluthochdruckratte eine Reduktion von 17% und die spontan-hypertensive Ratte ein Reduktion von 14%. Im salzsensitiven Dahl Rattenmodell wurden sich widersprechende Befunde hinsichtlich der Anzahl der Nephrone erhoben. Azar und Mitarbeiter berichten eine 15%ige Reduktion der Nephrone im salzsensitiven im Vergleich zum salzresistenten Dahl-Rattenstamm [3]. Eine longitudinale Studie von Sterzel und Kollegen zeigt aber, dass eine Albuminurie schon vor Salzbelastung, also im prähypertensiven Stadium, ohne erhöhten glomerulären Druck und mit [unveränderter Nephronenzahl zu beobachten ist [111].]


3. Azar S, Johnson MA, Hertel B, Tobian L. Single-nephron pressures, flows, and resistances in hypertensive kidneys with nephrosclerosis. Kidney Int 1977; 12(1):28-40.

14. Brenner BM, Garcia DL, Anderson S. Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other? Am J Hypertens 1988; 1(4 Pt 1):335-347.

109. Skov K, Nyengaard JR, Korsgaard N, Mulvany MJ. Number and size of renal glomeruli in spontaneously hypertensive rats. J Hypertens 1994; 12(12):1373- 1376.

111. Sterzel RB, Luft FC, Gao Y, Schnermann J, Briggs JP, Ganten D, et al. Renal disease and the development of hypertension in salt-sensitive Dahl rats 195. Kidney Int 1988; 33(6):1119-1129.

1.5 Auswahl des Tiermodells

Um die Genexpression in der Niere während der intrauterinen Entwicklung und post partum zu untersuchen, musste ein Tiermodell, welches durch eine angeborene verminderte Anzahl von Nephronen mit spontanem salzsensitiven arteriellen Hypertonus, Albuminurie und chronisch progredientem Nierenversagen im Erwachsenenalter charakterisiert ist, gewählt werden. Tabelle 2 gibt einen Überblick über die Charakteristika entsprechender Tiermodelle.

[Seite 22]

Die Tabelle 2 zeigt, dass bereits auch einige andere Rattenmodelle mit einem angeborenen Hypertonus eine geringere Anzahl an Nephronen aufweisen16 91. Die salzsensitive Dahl-Ratte weist eine Reduktion von 15% auf, die Milan Bluthochdruckratte eine Reduktion von 17% und die spontan-hypertensive Ratte ein Reduktion von 14%. Im salzsensitiven Dahl Rattenmodell wurden sich widersprechende Befunde hinsichtlich der Anzahl der Nephrone erhoben. Azar und Mitarbeiter berichten eine 15%ige Reduktion der Nephrone im salzsensitiven im Vergleich zum salzresistenten Dahl-Rattenstamm 5. Eine longitudinale Studie von Sterzel und Kollegen zeigt aber, dass eine Albuminurie schon vor Salzbelastung, also im prähypertensiven Stadium, ohne erhöhten glomerulären Druck und mit unveränderter Nephronenzahl zu beobachten ist 95.


5 S. Azar, et al., "Single-nephron dynamics in "post-salt" rats with chronic hypertension," J. Lab Clin. Med. 91(1), 156 (1978). Ref Type: Journal

16 B. M. Brenner, D. L. Garcia, and S. Anderson, "Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other?," Am. J. Hypertens. 1(4 Pt 1), 335 (1988).

91 K. Skov, et al., "Number and size of renal glomeruli in spontaneously hypertensive rats," J. Hypertens. 12(12), 1373 (1994).

95 R. B. Sterzel, et al., "Renal disease and the development of hypertension in saltsensitive Dahl rats," Kidney Int. 33(6), 1119 (1988).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[28.] Flf/Fragment 055 01 - Diskussion
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Quelle: Freese 2010
Seite(n): 22, 23, Zeilen: 22: 1ff; 23: 12ff
Die progressive renale Schädigung beschleunigt sich nach Manifestation des HT. Eine salzarme Diät verzögert, verhindert jedoch nicht die fortschreitende Nierenschädigung in salzsensitiven Dahl-Ratten [22].

Für unsere Versuche haben wir die MWF-Ratte gewählt, weil sie im Vergleich zu den o.g. Ratten mit einem Defizit von 50% eine sehr viel stärkere Reduktion der Nephrone aufweist (Abb. 20). Diese Reduktion der Nephronenanzahl ist bereits ab dem Embryonaltag E19 nachweisbar. [31].

Tabelle 5: Nephronenanzahl, arterieller Hypertonus und progredientes Nierenversagen in verschieden hypertensiven Rattenstämmen

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Tabelle 6 gibt einen Überblick über morphologische und funktionelle Befunde bei MWF-Ratten.


11. Brandis A, Bianchi G, Reale E, Helmchen U, Kuhn K. Age-dependent glomerulosclerosis and proteinuria occurring in rats of the Milan normotensive strain and not in rats of the Milan hypertensive strain. Lab Invest 1986; 55(2):234-243.

14. Brenner BM, Garcia DL, Anderson S. Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other? Am J Hypertens 1988; 1(4 Pt 1):335-347.

22. Dahl LK, Heine M, Thompson K. Genetic influence of the kidneys on blood pressure. Evidence from chronic renal homografts in rats with opposite predispositions to hypertension. Circ Res 1974; 40(4):94-101.

23. de Keijzer MH, Provoost AP, Molenaar JC. Glomerular hyperfiltration in hypertensive fawn-hooded rats. Ren Physiol Biochem 1988; 11(1-2):103-108.

31. Fassi A, Sangalli F, Maffi R, Colombi F, Mohamed EI, Brenner BM, et al. Progressive glomerular injury in the MWF rat is predicted by inborn nephron deficit. J Am Soc Nephrol 1998; 9(8):1399-1406.

36. Grond J, Beukers JY, Schilthuis MS, Weening JJ, Elema JD. Analysis of renal structural and functional features in two rat strains with a different susceptibility to glomerular sclerosis 80. Lab Invest 1986; 54(1):77-83.

45. Hellmann H, Davis JM, Thurau K. Glomerulus number and blood pressure in the Prague hypertensive rat 78. Kidney Int Suppl 1998; 67:S211-S212.

56. Hyink DP, Abrahamson DR. Origin of the glomerular vasculature in the developing kidney 2. Semin Nephrol 1995; 15(4):300-314.

96. Raij L, Azar S, Keane WF. Role of hypertension in progressive glomerular immune injury 73. Hypertension 1985; 7(3 Pt 1):398-404.

111. Sterzel RB, Luft FC, Gao Y, Schnermann J, Briggs JP, Ganten D, et al. Renal disease and the development of hypertension in salt-sensitive Dahl rats 195. Kidney Int 1988; 33(6):1119-1129.

Tabelle 2 : Nephronenanzahl, arterieller Hypertonus und progredientes Nierenversagen in verschieden hypertensiven Rattenstämmen

Flf 55a source.png

[Seite 23]

[...] Die Progression der Nierenschädigung ist aber nach Manifestation des HT beschleunigt. Eine salzarme Diät verzögert, verhindert jedoch nicht die fortschreitende Nierenschädigung in salzsensitiven Dahl-Ratten 20.

Für unsere Versuche haben wir die MWF-Ratte gewählt, weil sie im Vergleich zu den o.g. Ratten eine sehr viel stärkere Reduktion der Nephrone von 50% aufweist. Diese Reduktion der Nephronenanzahl ist bereits ab dem Embryonaltag E19 nachweisbar und mit einem Anstieg der Filtrationsfläche der einzelnen Glomerula an D100 assoziiert 30,83. Tabelle 3 gibt einen Überblick über morphologische und funktionelle Befunde bei MWF-Ratten.


4 S. Azar, et al., "Single-nephron pressures, flows, and resistances in hypertensive kidneys with nephrosclerosis," Kidney Int. 12(1), 28 (1977).

8 P. G. Baer, G. Bianchi, and D. Liliana, "Renal micropuncture study of normotensive and Milan hypertensive rats before and after development of hypertension," Kidney Int. 13(6), 452 (1978).

11 U. Boberg and A. E. Persson, "Increased tubuloglomerular feedback activity in Milan hypertensive rats," Am. J. Physiol 250(6 Pt 2), F967-F974 (1986).

14 A. Brandis, et al., "Age-dependent glomerulosclerosis and proteinuria occurring in rats of the Milan normotensive strain and not in rats of the Milan hypertensive strain," Lab Invest 55(2), 234 (1986).

16 B. M. Brenner, D. L. Garcia, and S. Anderson, "Glomeruli and blood pressure. Less of one, more the other?," Am. J. Hypertens. 1(4 Pt 1), 335 (1988).

20 L. K. Dahl, M. Heine, and K. Thompson, "Genetic influence of the kidneys on blood pressure. Evidence from chronic renal homografts in rats with opposite predispositions to hypertension," Circ. Res. 40(4), 94 (1974).

22 M. H. de Keijzer, A. P. Provoost, and J. C. Molenaar, "Glomerular hyperfiltration in hypertensive fawn-hooded rats," Ren Physiol Biochem. 11(1-2), 103 (1988).

29 A. Fassi, et al., "Progressive glomerular injury in the MWF rat is predicted by inborn nephron deficit," J. Am. Soc. Nephrol. 9(8), 1399 (1998).

30 A. Fassi, et al., "Progressive glomerular injury in the MWF rat is predicted by inborn nephron deficit," J. Am. Soc. Nephrol. 9(8), 1399 (1998).

36 J. Grond, et al., "Analysis of renal structural and functional features in two rat strains with a different susceptibility to glomerular sclerosis," Lab Invest 54(1), 77 (1986).

38 G. Guron, et al., "Postnatal time frame for renal vulnerability to enalapril in rats," J. Am. Soc. Nephrol. 10(7), 1550 (1999).

40 H. Hackbarth, et al., "Distribution of glomeruli in the renal cortex of Munich Wistar Fromter (MWF) rats," Ren Physiol 6(2), 63 (1983).

43 H. Hellmann, J. M. Davis, and K. Thurau, "Glomerulus number and blood pressure in the Prague hypertensive rat," Kidney Int. Suppl 67, S211-S212 (1998).

55 R. Kreutz, et al., "Effect of high NaCl diet on spontaneous hypertension in a genetic rat model with reduced nephron number," J. Hypertens. 18(6), 777 (2000).

76 L. Raij, S. Azar, and W. F. Keane, "Role of hypertension in progressive glomerular immune injury," Hypertension 7(3 Pt 1), 398 (1985).

83 L. Rothermund, et al., "Genetic low nephron number hypertension is associated with dysregulation of the hepatic and renal insulin-like growth factor system during nephrogenesis," J. Hypertens. 24(9), 1857 (2006).

84 G. Rovira-Halbach, et al., "Single nephron hyperfiltration and proteinuria in a newly selected rat strain with superficial glomeruli," Ren Physiol 9(6), 317 (1986).

95 R. B. Sterzel, et al., "Renal disease and the development of hypertension in saltsensitive Dahl rats," Kidney Int. 33(6), 1119 (1988).

Anmerkungen

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[29.] Flf/Fragment 056 01 - Diskussion
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Quelle: Freese 2010
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Tabelle 6: Morphologische und funktionelle Befunde bei MWF-Ratten

Flf 56a diss.png


30. Fassi A, Sangalli F, Colombi F, Perico N, Remuzzi G, Remuzzi A. Beneficial effects of calcium channel blockade on acute glomerular hemodynamic changes induced by cyclosporine 84. Am J Kidney Dis 1999; 33(2):267-275.

67. Kreutz R, Kovacevic L, Schulz A, Rothermund L, Ketteler M, Paul M. Effect of high NaCl diet on spontaneous hypertension in a genetic rat model with reduced nephron number. J Hypertens 2000; 18(6):777-782.

100. Remuzzi A, Puntorieri S, Battaglia C, Bertani T, Remuzzi G. Angiotensin converting enzyme inhibition ameliorates glomerular filtration of macromolecules and water and lessens glomerular injury in the rat 208. J Clin Invest 1990; 85(2):541-549.

Tabelle 3: Morphologische und funktionelle Befunde bei MWF-Ratten

320px


28 A. Fassi, et al., "Beneficial effects of calcium channel blockade on acute glomerular hemodynamic changes induced by cyclosporine," Am. J. Kidney Dis. 33(2), 267 (1999).

55 R. Kreutz, et al., "Effect of high NaCl diet on spontaneous hypertension in a genetic rat model with reduced nephron number," J. Hypertens. 18(6), 777 (2000).

80 A. Remuzzi, et al., "Angiotensin converting enzyme inhibition ameliorates glomerular filtration of macromolecules and water and lessens glomerular injury in the rat," J. Clin. Invest 85(2), 541 (1990).

Anmerkungen

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Diese anatomischen Gegebenheiten werden von einer Reihe funktioneller Änderungen begleitet. So ist z.B. eine Zunahme der Einzelnephronfiltrationsrate bei männlichen, ausgewachsenen MWF-Ratten dokumentiert. Der durch ein Nephronendefizit verursachte spontane Hypertonus wird von einer Albuminurie und progressiven, renalen Schäden wie Glomerulosklerose und interstitieller Fibrose beim ausgewachsenen MWF-Tier begleitet. [31]

Das Munich-Wistar-Frömter (MWF)-Rattenmodell ist das einzige bisher morphologisch und funktionell ausreichend charakterisierte Tiermodell mit ausgeprägter kongenitaler Oligonephronie. Es vereint in sich die klinisch bedeutsamen Risikofaktoren der Progression der chronischen Niereninsuffizienz: spontaner salzsensitiver arterieller Hypertonus und Proteinurie (Tabelle 5 und Tabelle 6). Deshalb ist die MWF-Ratte das momentan beste Modell zur Identifikation ontogenetischer Faktoren, die zur Oligonephronie und anschließender arterieller Hypertonie, Albuminurie und progredienter Niereninsuffizienz führen.

Der MWF-Tierstamm entstammt einer Sublinie der Ivanovas-Wistar-Ratten und wurde ursprünglich von Professor Frömter, Frankfurt/Main, selektiert und dann ab 1978 im Tierlaboratorium der Medizinischen Hochschule Hannover als MWF/Ztm-Tierstamm über fünf Generationen auf subkapsulär gelegene Glomerula weiterselektiert [40].

Dieser Stamm weist über 50 kapselberührende Nierenkörperchen pro Niere auf [60]. Weil man aus diesen durch Mikropunktion der Bowman-Kapsel direkt Ultrafiltrat gewinnen kann, erschien die MWF für experimentelle Untersuchungen interessant. In nachfolgenden Untersuchungen wurden dann weitere phänotypische Befunde erhoben. Ausgehend von einer zunächst verringerten Glomeruladichte konnte dann bei den MWF/Ztm-Ratten eine erniedrigte Glomerulaanzahl nachgewiesen werden. Im Vergleich zur Wistar-cryptorchic-(WC/Ztm-) Ratte war die Glomerulazahl bei MWF/Ztm-Tieren um 27% reduziert [60].

Weiterhin wurde beobachtet, dass männliche Tiere relativ früh eine arterielle Hypertonie und Proteinurie entwickeln, während diese klinisch-pathologischen Befunde bei weiblichen Tieren verzögert und abgeschwächt auftraten.

In den letzten Jahren hat die Arbeitsgruppe der Dres. Guiseppe und Andrea Remuzzi, Bergamo, wesentliche Untersuchungen bei MWF-Ratten durchgeführt [39, 116, 117, 123, 124, 126-129].


31. Fassi A, Sangalli F, Maffi R, Colombi F, Mohamed EI, Brenner BM, et al. Progressive glomerular injury in the MWF rat is predicted by inborn nephron deficit. J Am Soc Nephrol 1998; 9(8):1399-1406.

39. Guyton AC, Coleman TG, Cowley AW, Jr., Liard JF, Norman RA, Jr., Manning RD, Jr. Systems analysis of arterial pressure regulation and hypertension 11. Ann Biomed Eng 1972; 1(2):254-281.

40. Hackbarth H, Buttner D, Jarck D, Pothmann M, Messow C, Gartner K. Distribution of glomeruli in the renal cortex of Munich Wistar Fromter (MWF) rats 211. Ren Physiol 1983; 6(2):63-71.

60. Kaufmann K. Quantitative vergleichende Untersuchungen zur Bestimmung der Nierenkörperchenanzahl bei der Munich-Wistar-Frömter-Ratte und der Wistar- Cryptorchic-Ratte. Hackbarth H. [Dtsch Tierärztl Wschr 1990;97:265-304], 97:265-304. 1990.

116. Vehaskari VM, Aviles DH, Manning J. Prenatal programming of adult hypertension in the rat 133. Kidney Int 2001; 59(1):238-245.

117. Verhulst A, Asselman M, Persy VP, Schepers MS, Helbert MF, Verkoelen CF, et al. Crystal retention capacity of cells in the human nephron: involvement of CD44 and its ligands hyaluronic acid and osteopontin in the transition of a crystal binding- into a nonadherent epithelium146. J Am Soc Nephrol 2003; 14(1):107-115.

123. Weller A, Sorokin L, Illgen EM, Ekblom P. Development and growth of mouse embryonic kidney in organ culture and modulation of development by soluble growth factor144. Dev Biol 1991; 144(2):248-261.

124. Wintour EM, Johnson K, Koukoulas I, Moritz K, Tersteeg M, Dodic M. Programming the cardiovascular system, kidney and the brain--a review. Placenta 2003; 24 Suppl A:S65-S71.

126. Woods LL, Ingelfinger JR, Nyengaard JR, Rasch R. Maternal protein restriction suppresses the newborn renin-angiotensin system and programs adult hypertension in rats. Pediatr Res 2001; 49(4):460-467.

127. Xie Z, Singh M, Singh K. ERK1/2 and JNKs, but not p38 kinase, are involved in reactive oxygen species-mediated induction of osteopontin gene expression by angiotensin II and interleukin-1beta in adult rat cardiac fibroblasts 145. J Cell Physiol 2004; 198(3):399-407.

128. Young RJ, Hoy WE, Kincaid-Smith P, Seymour AE, Bertram JF. Glomerular size and glomerulosclerosis in Australian aborigines. Am J Kidney Dis 2000; 36(3):481- 489.

129. Zent R, Bush KT, Pohl ML, Quaranta V, Koshikawa N, Wang Z, et al. Involvement of laminin binding integrins and laminin-5 in branching morphogenesis of the ureteric bud during kidney development 321. Dev Biol 2001; 238(2):289-302.

Diese anatomischen Gegebenheiten werden von einer Reihe funktioneller Änderungen

begleitet. So ist z.B. eine Zunahme der Einzelnephronfiltrationsrate bei männlichen, ausgewachsenen MWF-Ratten dokumentiert 39. Der durch ein Nephronendefizit verursachte spontane Hypertonus wird von einer Albuminurie und progressiven, renalen Schäden wie Glomerulosklerose und interstitieller Fibrose beim ausgewachsenen MWF-Tier begleitet.

Das Munich-Wistar-Frömter (MWF)-Rattenmodell ist das einzige bisher morphologisch und funktionell ausreichend charakterisierte Tiermodell mit ausgeprägter kongenitaler Oligonephronie. Es vereint in sich die klinisch bedeutsamen Risikofaktoren der Progression der chronischen Niereninsuffizienz: spontaner salzsensitiver arterieller Hypertonus und Proteinurie (Tabelle 2 und Tabelle 3). Deshalb ist die MWF-Ratte das momentan beste Modell zur Identifikation ontogenetischer Faktoren, die zur Oligonephronie und anschließender arterieller Hypertonie, Albuminurie und progredienter Niereninsuffizienz führen.

Der MWF-Tierstamm entstammt einer Sublinie der Ivanovas-Wistar-Ratten und wurde ursprünglich von Professor Frömter, Frankfurt/Main, selektiert und dann ab 1978 im Tierlaboratorium der Medizinischen Hochschule Hannover als MWF/Ztm-Tierstamm über fünf Generationen auf subkapsulär gelegene Glomerula weiterselektiert 40.

Dieser Stamm weist über 50 kapselberührende Nierenkörperchen pro Niere auf 52 .Weil man aus diesen durch Mikropunktion der Bowman-Kapsel direkt Ultrafiltrat gewinnen kann, erschien die MWF für experimentelle Untersuchungen interessant.

In nachfolgenden Untersuchungen wurden dann weitere phänotypische Befunde erhoben. Ausgehend von einer zunächst verringerten Glomeruladichte konnte dann bei den MWF/Ztm-Ratten eine erniedrigte Glomerulaanzahl nachgewiesen werden. Im Vergleich zur Wistar-cryptorchic-(WC/Ztm-) Ratte war die Glomerulazahl bei MWF/Ztm- Tieren um 27% reduziert 52.

Weiterhin wurde beobachtet, dass männliche Tiere relativ früh eine arterielle Hypertonie und Proteinurie entwickeln, während diese klinisch-pathologischen Befunde bei weiblichen Tieren verzögert und abgeschwächt auftraten.

In den letzten Jahren hat die Arbeitsgruppe der Dres. Guiseppe und Andrea Remuzzi, Bergamo, wesentliche Untersuchungen bei MWF-Ratten durchgeführt [82-95].


39 A. C. Guyton, et al., "Systems analysis of arterial pressure regulation and hypertension," Ann. Biomed. Eng 1(2), 254 (1972).

40 H. Hackbarth, et al., "Distribution of glomeruli in the renal cortex of Munich Wistar Fromter (MWF) rats," Ren Physiol 6(2), 63 (1983).

52 Hackbarth H Kaufmann K, "Quantitative comparative investigations into the regulation of glomerular numbers in Munich–Wistar–Fro¨ mter rats and Wistar cryptorchic rats [in German].," Dtsch. Tierärztl. Wochenschr. 1990; 265-304. (90 A.D.).

82 S. A. Rogers, et al., "Metanephric osteopontin regulates nephrogenesis in vitro," Am. J. Physiol. 272(4 Pt 2), F469-F476 (1997).

83 L. Rothermund, et al., "Genetic low nephron number hypertension is associated with dysregulation of the hepatic and renal insulin-like growth factor system during nephrogenesis," J. Hypertens. 24(9), 1857 (2006).

84 G. Rovira-Halbach, et al., "Single nephron hyperfiltration and proteinuria in a newly selected rat strain with superficial glomeruli," Ren Physiol 9(6), 317 (1986).

85 K. Sandberg and H. Ji, "Comparative analysis of amphibian and mammalian angiotensin receptors," Comp Biochem. Physiol A Mol. Integr. Physiol. 128(1), 53 (2001).

86 R. A. Santos, A. J. Ferreira, and Simoes E Silva AC, "Recent advances in the angiotensin-converting enzyme 2-angiotensin(1-7)-Mas axis," Exp. Physiol 93(5), 519 (2008).

87 G. R. Screaton, et al., "Genomic structure of DNA encoding the lymphocyte homing receptor CD44 reveals at least 12 alternatively spliced exons," Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A. 89(24), 12160 (1992).

88 M. G. Seikaly, B. S. Arant, Jr., and F. D. Seney, Jr., "Endogenous angiotensin concentrations in specific intrarenal fluid compartments of the rat," J. Clin. Invest 86(4), 1352 (1990).

89 S. Shanmugam, et al., "Expression of angiotensin II AT2 receptor mRNA during development of rat kidney and adrenal gland," Am. J. Physiol 268(5 Pt 2), F922-F930 (1995).

90 N. Sheibani, et al., "Bcl-2 expression modulates cell adhesion and migration promoting branching of ureteric bud cells," J. Cell Physiol. 210(3), 616 (2007).

91 K. Skov, et al., "Number and size of renal glomeruli in spontaneously hypertensive rats," J. Hypertens. 12(12), 1373 (1994).

92 M. J. Soler, J. Wysocki, and D. Batlle, "Angiotensin-converting enzyme 2 and the kidney," Exp. Physiol 93(5), 549 (2008).

93 C. M. Sorenson, et al., "Fulminant metanephric apoptosis and abnormal kidney development in bcl-2-deficient mice," Am. J. Physiol. 268(1 Pt 2), F73-F81 (1995).

94 U. M. Steckelings, et al., "Differential expression of angiotensin receptors in human cutaneous wound healing," Br. J. Dermatol. 153(5), 887 (2005).

95 R. B. Sterzel, et al., "Renal disease and the development of hypertension in saltsensitive Dahl rats," Kidney Int. 33(6), 1119 (1988).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Der letzte Quellenverweis scheint weder in der Quelle noch in der untersuchten Arbeit auf Publikationen der Arbeitsgruppe Remuzzi zu verweisen. In beiden Arbeiten scheinen die zitierten Publikationen einzig den Umstand gemein zu haben, dass sie alphabetisch geordnet nahe beieinander liegen.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[31.] Flf/Fragment 058 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-17 23:04:06 WiseWoman
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Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 25, 26, 27, Zeilen: 25: letzte Zeile; 26: 1ff; 27: 1
Die Untersucher haben in einer gemeinsamen Arbeit mit der Arbeitsgruppe von Dr. Barry M. Brenner, Boston, auf die Bedeutung der MWF-Ratte zum Studium der Pathogenese des arteriellen Hypertonus und der progredienten chronischen Niereninsuffizienz hingewiesen [31]. In dieser Arbeit konnten die Autoren nachweisen, dass männliche MWF- Ratten im Alter zwischen 12 und 14 Wochen eine Proteinurie entwickeln, wohingegen weibliche MWF-Ratten zu diesem Zeitpunkt noch eine normale Proteinausscheidung im Urin aufweisen [31]. Die Anzahl der Glomerula war sowohl in männlichen (-51%) als auch weiblichen (- 47%) MWF-Ratten im Vergleich zu Wistar-Kontrollratten signifikant niedriger. Im Verhältnis zum Körpergewicht war sowohl in den männlichen MWF-Ratten als auch in den männlichen Wistar-Ratten die Anzahl der Nephrone um 63% gegenüber den weiblichen MWF- und Wistar-Tieren reduziert [31]. In männlichen MWF-Ratten waren die Einzelnephron-GFR (SNGFR) und der renale Plasmafluß (RPF) im Vergleich zu den anderen drei Gruppen verringert.

Salzbelastung, bei verminderter Nephronenzahl der MWF-Ratten, sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen Tieren, führt zu einer ausgeprägten Hypertonie und einem Anstieg der Albuminurie [67]. Basierend auf den bislang durchgeführten Untersuchungen kann man zusammenfassend feststellen, dass männliche MWF-Ratten eine verminderte Glomerulazahl (Nephronenanzahl), eine spontane salzsensitive Hypertonie und Proteinurie entwickeln, wobei der intraglomeruläre Druck (PGC) normal ist und die nachgewiesene Erhöhung der SNGFR auf einen erhöhten Ultrafiltrationskoeffizienten (Kf) zurückgeführt werden kann. Bisherige Befunde zeigen, dass der erhöhte Kf sowohl durch eine Vergrößerung der Filtrationsfläche wie auch durch eine Erhöhung des druckabhängigen Filtrationsfaktors bei MWF-Tieren hervorgerufen werden kann. Inwieweit die drei Parameter erniedrigte Nephronenzahl, arterielle Hypertonie und Proteinurie kausal zusammenhängen ist momentan noch nicht abschließend geklärt . Die bisherigen Untersuchungen deuten darauf hin, dass funktionelle Veränderungen an der glomerulären Basalmembran (GBM) für die Manifestation der Proteinurie mitverantwortlich sind [57, 99]. Hierfür sprechen die Befunde, daß eine Therapie des spontanen Hypertonus mit Hemmstoffen des ACE die Proteinurie reduzieren, jedoch nicht normalisieren kann, obwohl keine strukturellen oder ultrastrukturellen Veränderungen nach ACE-Hemmung nachweisbar waren. Eine Behandlung des spontanen Hypertonus mit dem Dihydropyridin-Calciumantagonisten Nitrendipin blieb [hingegen trotz gleicher Senkung des arteriellen Blutdrucks ohne Einfluss auf die Proteinurie.]


31. Fassi A, Sangalli F, Maffi R, Colombi F, Mohamed EI, Brenner BM, et al. Progressive glomerular injury in the MWF rat is predicted by inborn nephron deficit. J Am Soc Nephrol 1998; 9(8):1399-1406.

57. Iordache BE, Imberti O, Foglieni C, Remuzzi G, Bertani T, Remuzzi A. Effects of angiotensin-converting enzyme inhibition on glomerular capillary wall ultrastructure in MWF/Ztm rats 97. J Am Soc Nephrol 1994; 5(6):1378-1384.

67. Kreutz R, Kovacevic L, Schulz A, Rothermund L, Ketteler M, Paul M. Effect of high NaCl diet on spontaneous hypertension in a genetic rat model with reduced nephron number. J Hypertens 2000; 18(6):777-782.

99. Remuzzi A, Puntorieri S, Alfano M, Macconi D, Abbate M, Bertani T, et al. Pathophysiologic implications of proteinuria in a rat model of progressive glomerular injur 90. Lab Invest 1992; 67(5):572-579.

Die

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Untersucher haben in einer gemeinsamen Arbeit mit der Arbeitsgruppe von Dr. Barry M. Brenner, Boston, auf die Bedeutung der MWF-Ratte zum Studium der Pathogenese des arteriellen Hypertonus und der progredienten chronischen Niereninsuffizienz hingewiesen 30. In dieser Arbeit konnten die Autoren nachweisen, dass männliche MWF- Ratten im Alter zwischen 12 und 14 Wochen eine Proteinurie entwickeln, wohingegen weibliche MWF-Ratten zu diesem Zeitpunkt noch eine normale Proteinausscheidung im Urin aufweisen 30. Die Anzahl der Glomerula war sowohl in männlichen (-51%) als auch weiblichen (-47%) MWF-Ratten im Vergleich zu Wistar- Kontrollratten signifikant niedriger. Im Verhältnis zum Körpergewicht war sowohl in den männlichen MWF-Ratten als auch in den männlichen Wistar-Ratten die Anzahl der Nephrone um 63% gegenüber den weiblichen MWF- und Wistar-Tieren reduziert 30. In männlichen MWF-Ratten waren die Einzelnephron-GFR (SNGFR) und der renale Plasmafluß (RPF) im Vergleich zu den anderen drei Gruppen verringert.

Salzbelastung, bei verminderter Nephronenzahl der MWF-Ratten, sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen Tieren, führt zu einer ausgeprägten Hypertonie und einem Anstieg der Albuminurie 55. Basierend auf den bislang durchgeführten Untersuchungen kann man zusammenfassend feststellen, dass männliche MWF-Ratten eine verminderte Glomerulazahl (Nephronenanzahl), eine spontane salzsensitive Hypertonie und Proteinurie entwickeln, wobei der intraglomeruläre Druck (PGC) normal ist und die nachgewiesene Erhöhung der SNGFR auf einen erhöhten Ultrafiltrationskoeffizienten (Kf) zurückgeführt werden kann. Bisherige Befunde zeigen, dass der erhöhte Kf sowohl durch eine Vergrößerung der Filtrationsfläche wie auch durch eine Erhöhung des druckabhängigen Filtrationsfaktors bei MWF-Tieren hervorgerufen werden kann. Inwieweit die drei Parameter erniedrigte Nephronenzahl, arterielle Hypertonie und Proteinurie kausal zusammenhängen ist momentan noch nicht abschließend geklärt 60. Die bisherigen Untersuchungen deuten darauf hin, dass funktionelle Veränderungen an der glomerulären Basalmembran (GBM) für die Manifestation der Proteinurie mitverantwortlich sind 79 81 51. Hierfür sprechen die Befunde, daß eine Therapie des spontanen Hypertonus mit Hemmstoffen des ACE die Proteinurie reduzieren, jedoch nicht normalisieren kann, obwohl keine strukturellen oder ultrastrukturellen Veränderungen nach ACE-Hemmung nachweisbar waren. Eine Behandlung des spontanen Hypertonus mit dem Dihydropyridin-Calciumantagonisten Nitrendipin blieb hingegen trotz gleicher Senkung des arteriellen Blutdrucks ohne

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Einfluss auf die Proteinurie.


30 A. Fassi, et al., "Progressive glomerular injury in the MWF rat is predicted by inborn nephron deficit," J. Am. Soc. Nephrol. 9(8), 1399 (1998).

51 B. E. Iordache, et al., "Effects of angiotensin-converting enzyme inhibition on glomerular capillary wall ultrastructure in MWF/Ztm rats," J. Am. Soc. Nephrol. 5(6), 1378 (1994).

55 R. Kreutz, et al., "Effect of high NaCl diet on spontaneous hypertension in a genetic rat model with reduced nephron number," J. Hypertens. 18(6), 777 (2000).

60 F. C. Luft, "Hypertensive nephrosclerosis-a cause of end-stage renal disease?," Nephrol. Dial. Transplant. 15(10), 1515 (2000).

79 A. Remuzzi, et al., "Pathophysiologic implications of proteinuria in a rat model of progressive glomerular injury," Lab Invest 67(5), 572 (1992).

81 A. Remuzzi, et al., "Sex related differences in glomerular ultrafiltration and proteinuria in Munich-Wistar rats," Kidney Int. 34(4), 481 (1988).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

[32.] Flf/Fragment 059 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-17 22:59:40 WiseWoman
Flf, Fragment, Freese 2010, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-16
Quelle: Freese 2010
Seite(n): 26, 27, Zeilen: 26: letzte Zeilen - 27: 1ff
[Eine Behandlung des spontanen Hypertonus mit dem Dihydropyridin-Calciumantagonisten Nitrendipin blieb] hingegen trotz gleicher Senkung des arteriellen Blutdrucks ohne Einfluss auf die Proteinurie. Im Gegensatz zur Nitrendipinbehandlung war der ACE-Hemmer jedoch in der Lage den normalen glomerulären Druck um ca. 10 mm Hg (50 vs. 40 mm Hg) auf niedrig normale Werte zu senken. Infolgedessen kann postuliert werden, dass bei MWF-Ratten ein funktioneller Defekt an der GBM vorliegt, der bereits in Gegenwart eines normalen glomerulären Druckes zur Proteinurie führt. Die Bedeutung von funktionellen Veränderungen und der Einfluss von geschlechtsspezifischen Faktoren wird durch die Tatsache belegt, dass weibliche MWF-Ratten hinsichtlich der Reduktion der Glomerulazahl und der Glomerulagröße ähnliche Veränderungen aufweisen wie männliche Tiere, obwohl die Entwicklung der Hypertonie und Proteinurie deutlich abgeschwächt und verzögert ist. Auf der Basis der bisher berichteten Untersuchungsergebnisse sind die wesentlichen phänotypischen Befunde der männlichen MWF-Ratte in Tabelle 6 zusammengefaßt.

Als Kontrollstamm sollen Wistar-Ratten dienen, da diese genetisch sehr nahe am Ursprungstamm der MWF Ratte liegen und damit die genetische Heterogenität ohne Beziehung zur bearbeiteten Pathologie minimal ist [105].


105. Rovira-Halbach G, Alt JM, Brunkhorst R, Frei U, Kuhn K, Stolte H. Single nephron hyperfiltration and proteinuria in a newly selected rat strain with superficial glomeruli 68. Ren Physiol 1986; 9(6):317-325.

Eine Behandlung des spontanen Hypertonus mit dem Dihydropyridin-Calciumantagonisten Nitrendipin blieb hingegen trotz gleicher Senkung des arteriellen Blutdrucks ohne

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Einfluss auf die Proteinurie. Im Gegensatz zur Nitrendipinbehandlung war der ACE-Hemmer jedoch in der Lage den normalen glomerulären Druck um ca. 10 mm Hg (50 vs. 40 mm Hg) auf niedrig normale Werte zu senken. Infolgedessen kann postuliert werden, dass bei MWF-Ratten ein funktioneller Defekt an der GBM vorliegt, der bereits in Gegenwart eines normalen glomerulären Druckes zur Proteinurie führt. Die Bedeutung von funktionellen Veränderungen und der Einfluss von geschlechtsspezifischen Faktoren wird durch die Tatsache belegt, dass weibliche MWF-Ratten hinsichtlich der Reduktion der Glomerulazahl und der Glomerulagröße ähnliche Veränderungen aufweisen wie männliche Tiere, obwohl die Entwicklung der Hypertonie und Proteinurie deutlich abgeschwächt und verzögert ist. Auf der Basis der bisher berichteten Untersuchungsergebnisse sind die wesentlichen phänotypischen Befunde der männlichen MWF-Ratte in Tabelle 3 zusammengefaßt.

Als Kontrollstamm sollen Wistar-Ratten dienen, da diese genetisch sehr nahe am Ursprungstamm der MWF Ratte liegen und damit die genetische Heterogenität ohne Beziehung zur bearbeiteten Pathologie minimal ist 84.


84 G. Rovira-Halbach, et al., "Single nephron hyperfiltration and proteinuria in a newly selected rat strain with superficial glomeruli," Ren Physiol 9(6), 317 (1986).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

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