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Quelle:Fws/Denninger 1970

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Erhard Denninger
Titel    Polizei und demokratische Politik
Zeitschrift    Juristenzeitung
Ort    Tübingen
Verlag    J. C. B. Mohr
Datum    13. März 1970
Jahrgang    25
Nummer    5/6
Seiten    145-152

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Fws/Dublette/Fragment 151 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-24 16:23:00 Klgn
Denninger 1970, Dublette, Fragment, Fws, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 8-10
Quelle: Denninger 1970
Seite(n): 147, Zeilen: li. Spalte: 48ff
Das soziale System als Ganzes vermag danach auf auftretende Binnenkonflikte mit systemerhaltender Tendenz zu reagieren, indem es formelle und informelle Mechanismen zur Hervorbringung von Kompromißantworten in Gang setzt.160

160 Denninger, E., Polizei und demokratische Politik, JZ 1970, S. 146 f.; ähnlich ders., Polizei in der freiheitlichen Demokratie, Frankfurt a. M ./ Berlin, 1968, S. 34: "Die freiheitliche Demokratie bedarf also - im Unterschied etwa zu einer aristokratisch unterbauten Monarchie - zur Hervorbringung, zur Erzeugung des Gemeinwesens als einer politisch handlungsfähigen Einheit und notwendig jenes Bereiches, in welchem Mehrheit und Minderheit noch nicht feststehen, sie braucht den Konflikt der Ideen und der sie tragenden Gruppen."

Das soziale System als ganzes vermag auf auftretende Binnenkonflikte mit systemerhaltender Tendenz zu reagieren, indem es formelle und informelle Mechanismen zur Hervorbringung von Kompromißantworten in Gang setzt.
Anmerkungen

Die Quelle ist angegeben, das wörtliche Zitat aber nicht als solches gekennzeichnet. Da der Autor in der FM 160 durchaus mit Anführungszeichen zitiert, fragt man sich, warum er dies im Fließtext nicht tut?

Sichter
(Hindemith)

[2.] Fws/Fragment 148 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-02 07:48:00 Hindemith
BauernOpfer, Denninger 1970, Fragment, Fws, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 11-18
Quelle: Denninger 1970
Seite(n): 146, Zeilen: re.Sp. 9ff
Für die hier notwendige Auseinandersetzung genügt es, sich der allen Lesarten des Demokratieprinzips noch gemeinsamen Einsicht zu vergewissern, daß in einer Demokratie staatliche Existenz nicht etwas Vorgegebenes, sondern etwas Aufgegebenes ist, an dessen ständiger Hervorbringung alle staatlicher Herrschaftsausübung Unterworfene teilhaben sollen. Die staatliche Ordnung muß insofern strukturell und funktionell fortwährend neu erzeugt, neu formiert werden. In der Demokratie ist sie keine von Gott geschenkte,150 durch ihn legitimierte, vom König nach Gutdünken und nach [dauerhaften Regeln verwaltete Herrschafts- und Wohlfahrtsanstalt und schon gar kein Selbstzweck, sondern sie ist das stets verbesserungsfähige und -bedürftige Instrument, durch welches eine auf technischen Fortschritt und materiellen Wohlstandszuwachs eingeschworene Gesellschaft ihre Interessenunterschiede und - gegensätze artikuliert und reguliert.151]

150 Denninger, E., Polizei und demokratische Politik, JZ 1970, S. 146.

151 Denninger, E., Polizei und demokratische Politik, JZ 1970, S. 146.

Am Beginn muß eine Einsicht stehen, die so simpel ist, daß man sich fast scheut, sie auszusprechen: In einer Demokratie ist staatliche Existenz nicht etwas Vorgegebenes, sondern etwas Aufgegebenes. Und: an der Bewältigung dieser Aufgabe sollen alle Bürger teilhaben. Wenn dieses Axiom unserer Verfassungsordnung als Selbstverständlichkeit akzeptiert wird, sollte man nicht zögern, die Konsequenzen zu formulieren:

a) Die staatliche Organisation muß strukturell und funktionell fortwährend neu erzeugt, neu formiert werden. Sie ist keine von Gott geschenkte, durch ihn legitimierte, vom König nach Gutdünken und nach dauerhaften Regeln verwaltete Herrschafts- und Wohlfahrtsanstalt und schon gar kein Selbstzweck, sondern sie ist das stets verbesserungsfähige und -bedürftige Instrument, durch welches eine auf technischen Fortschritt und materiellen Wohlstandszuwachs eingeschworene Gesellschaft ihre Interessenunterschiede und -gegensätze artikuliert und reguliert.

Anmerkungen

Weder der z.T. wörtliche Charakter der Übernahme, noch deren Umfang wird durch die Verweise auf die Quelle klar für den Leser.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[3.] Fws/Fragment 149 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-17 13:51:26 Graf Isolan
Denninger 1970, Fragment, Fws, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 1-5
Quelle: Denninger 1970
Seite(n): 146, Zeilen: re. Spalte: 16ff
[Die staatliche Ordnung muß insofern strukturell und funktionell fortwährend neu erzeugt, neu formiert werden. In der Demokratie ist sie keine von Gott geschenkte,150 durch ihn legitimierte, vom König nach Gutdünken und nach] dauerhaften Regeln verwaltete Herrschafts- und Wohlfahrtsanstalt und schon gar kein Selbstzweck, sondern sie ist das stets verbesserungsfähige und -bedürftige Instrument, durch welches eine auf technischen Fortschritt und materiellen Wohlstandszuwachs eingeschworene Gesellschaft ihre Interessenunterschiede und - gegensätze artikuliert und reguliert.151

150 Denninger, E., Polizei und demokratische Politik, JZ 1970, S. 146.

151 Denninger, E., Polizei und demokratische Politik, JZ 1970, S. 146.

a) Die staatliche Organisation muß strukturell und funktionell fortwährend neu erzeugt, neu formiert werden. Sie ist keine von Gott geschenkte, durch ihn legitimierte, vom König nach Gutdünken und nach dauerhaften Regeln verwaltete Herrschafts- und Wohlfahrtsanstalt und schon gar kein Selbstzweck, sondern sie ist das stets verbesserungsfähige und -bedürftige Instrument, durch welches eine auf technischen Fortschritt und materiellen Wohlstandszuwachs eingeschworene Gesellschaft ihre Interessenunterschiede und -gegensätze artikuliert und reguliert.
Anmerkungen

Die Quelle ist in zwei Fußnoten angegeben, die wörtliche Übernahme aber nicht als solche gekennzeichnet.

Formal existiert für den ersten Satz, der noch zu Seite 148 gehört, kein Nachweis; der zweite hingegen wurde sogar mit zwei (identischen) Quellennachweisen versehen, von denen die erste mitten im Satz auftaucht. Keine einzige Stelle wurde trotz fast völliger Übereinstimmung mit der Vorlage als wörtliche Übernahme gekennzeichnet. Es stellt sich somit massiv die Frage, wie die Fußnoten zu interpretieren sind.

Sichter
(Hindemith)

[4.] Fws/Fragment 151 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-02 09:09:02 Hindemith
BauernOpfer, Denninger 1970, Fragment, Fws, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 8-10, 14-18
Quelle: Denninger 1970
Seite(n): 147, Zeilen: li. Spalte: 48ff
Das soziale System als Ganzes vermag danach auf auftretende Binnenkonflikte mit systemerhaltender Tendenz zu reagieren, indem es formelle und informelle Mechanismen zur Hervorbringung von Kompromißantworten in Gang setzt.160

Die bei Bloch in der Dialektik von "Freiheit und Ordnung"161 beschriebene tendenzielle Gefährdung von Freiheit wird in der Pluralismustheorie optimistisch als Steigerung individueller Freiheit durch stetigen Zwang zur Eingehung des systemerhaltenden Kompromisses gedeutet. Zu den Funktionsbedingungen solcher Systemerhaltung gehört aber gerade die Bewahrung der Veränderungschance.162 Sie ist nur dann gewährleistet, wenn die Entscheidungsbefugnis über Einleitung und Verlauf der Reaktionsprozesse nicht bei eben den Instanzen monopolisiert sind, die institutionell am Status quo der Machtverteilung interessiert sein müssen.


160 Denninger, E., Polizei und demokratische Politik, JZ 1970, S. 146 f.; ähnlich ders., Polizei in der freiheitlichen Demokratie, Frankfurt a. M ./Berlin, 1968, S. 34: "Die freiheitliche Demokratie bedarf also - im Unterschied etwa zu einer aristokratisch unterbauten Monarchie - zur Hervorbringung, zur Erzeugung des Gemeinwesens als einer politisch handlungsfähigen Einheit und notwendig jenes Bereiches, in welchem Mehrheit und Minderheit noch nicht feststehen, sie braucht den Konflikt der Ideen und der sie tragenden Gruppen."

161 So der Titel der etatismuskritischen Studie von Bloch, E., Freiheit und Ordnung, Stuttgart/Hamburg/München 1972.

162 Denninger, E., Polizei und demokratische Politik, JZ 1970, S. 147; Seifert, J., Haus oder Forum. Wertsystem oder offene Verfassungsordnung, in: Habermas, J. (Hrsg.), Stichworte zur geistigen Situation der Zeit, 1. Bd., Frankfurt a. M. 1979, S. 321 ff.; 336 f.

Das soziale System als ganzes vermag auf auftretende Binnenkonflikte mit systemerhaltender Tendenz zu reagieren, indem es formelle und informelle Mechanismen zur Hervorbringung von Kompromißantworten in Gang setzt. Subjektiv und individuell wird diese Möglichkeit als politische Freiheit erlebt. Zu den Funktionsbedingungen solcher Systemerhaltung gehört also gerade die Bewahrung der Veränderungschance12. Sie ist aber nur dann gewährleistet, wenn die Entscheidungsbefugnis über Einleitung und Verlauf der Reaktionsprozesse nicht bei eben der Instanz monopolisiert wird, die institutionell am status quo der Machtverteilung interessiert ist, nämlich bei der Regierung.

12 Hohe Norm-Mutabilität wird auch von P. Noll, Die Normativität als rechtsanthropologisches Grundphänomen, Festschrift für Karl Engisch, 1969, S. 125 ff., 127, als Kennzeichen höherentwickelten, differenzierteren Sozialverhaltens hervorgehoben. Vergl. auch das dort, Anm. 7, wiedergegebene Zitat von W. I. Thomas, Person und Sozialverhalten, 1965, S. 303: „Das hohe Kulturniveau der westlichen Welt beruht auf der Tendenz, Normen zu erschüttern — ...".

Anmerkungen

Die Übernahme setzt sich nach dem zweiten Quellenverweis auf Denninger fort. Auch sind keine wörtlichen Übernahmen gekennzeichnet.

Der kurze Einschub über "politische Freiheit" wird von Fws zu einem kurzen Exkurs mit Verweis auf Bloch "ausgebaut". Dieser wurde nicht in die Zeilenzählung aufgenommen. Die Idee, an dieser Stelle über den Freiheitsbegriff nachzudenken, steckt aber bereits in der Vorlage.

Sichter
(Hindemith), (Graf Isolan), Hindemith

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