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Quelle:Gc/Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Manfred Efinger, Volker Rittberger, Klaus Dieter Wolf, Michael Zürn
Titel    Internationale Regime und internationale Politik
Sammlung    Theorien der Internationalen Beziehungen
Herausgeber    Rittberger, Volker
Ort    Opladen
Jahr    1990
Seiten    263 - 285

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    13


Fragmente der Quelle:




[5.] Gc/Fragment 145 104 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:31 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Drhchc, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 104
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 267, Zeilen:
345 Ruggie (1983), Keohane (1984), Krasner (1985). (vgl. Ruggie 1983; Lipson 1983; Finlayson/Zacher 1983; Cohen 1983; Keohane 1984; Krasner 1985)
Anmerkungen

Fussnote wurde mit dem Fliesstext kopiert.

Sichter

[6.] Gc/Fragment 145 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:33 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Drhchc, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 24-38
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 267f, Zeilen:
Haggard und Simmons [FN 343] haben vier Familien von Forschungsansätzen identifiziert, derer sich die Regimeanalyse - vor allem in den Vereinigten Staaten - bisher bedient hat. Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn [FN 344] haben zwei weitere hinzugefügt:

Systemische Erklärungsansätze: Die Theorie der hegemonialen Stabilität, die in ihrer ursprünglichen Formulierung aus der globalen Machtverteilung im internationalen System Aussagen über die Gestaltung der internationalen ökonomischen Beziehungen ableitete (vgl. Kindleberger 1973; Gilpin 1975; Krasner 1976), geht davon aus, daß das Vorhandensein eines dominanten Akteurs (des Hegemons) zur Herausbildung von internationalen Regimen führt. Bei einem relativen Machtverlust des Hegemons gegenüber seinen unmittelbaren Herausforderern wird angenommen, daß sich die unter seiner Führung errichteten internationalen Regime wandeln. Die Theorie der hegemonialen Stabilität ist mit einigem Erfolg zur Erklärung der Entstehung und des Wandels verschiedener "Hegemonial-Regime" im Bereich der internationalen Wirtschaftsbeziehungen wie etwa des GATT-Regimes und des Bretton-Woods-Regimes angewandt worden. [FN 345] Hypothesen über die Struktur von Regimen gehen davon aus, daß Hegemonialmächte vor allem an liberalen internationalen Regimen zur Verregelung von Wirtschaftsbeziehungen interessiert sind.

343 Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn (1990), S. 267 ff.

344 Vgl. Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn (1990), S. 271 f.

345 Ruggie (1983), Keohane (1984), Krasner (1985).

Haggard/Simmons (1987) haben in ihrem "State of the Art"- Aufsatz vier "Familien" von Forschungsansätzen identifiziert, derer sich die (amerikanische) Regimeanalyse bisher bedient habe. [...] In Ergänzung zu diesen vier Ansätzen fand in der deutschsprachigen Regimeanalyse v.a. die "problemstrukturelle" und die "normativ-institutionelle" Betrachtungsweise besondere Beachtung (vgl. Wolf/Zürn 1986; Effinger/Rittberger/Zürn 1988; Kohler-Koch 1989a sowie Rittberger/Zürn 1990). [...]

Systemische Erklärungsansätze

[...]

Die Theorie der hegemonialen Stabilität, die in ihrer ursprünglichen Formulierung aus der globalen Machtverteilung im internationalen System Aussagen über die Gestaltung der internationalen ökonomischen Beziehungen ableitete (vgl. Kindleberger 1973; Gilpin 1975; Krasner 1976), geht davon aus, daß das Vorhandensein eines dominanten Akteurs (des Hegemons) zur Herausbildung von internationalen Regimen führt. Bei einem relativen Machtverlust des Hegemons gegenüber seinen unmittelbaren Herausforderern wird angenommen, daß sich die unter seiner Führung errichteten internationalen Regime wandeln, [...]

Die Theorie der hegemonialen Stabilität ist mit einigem Erfolg zur Erklärung der Entstehung [...] und des Wandels [...] verschiedener "Hegemonial-Regime" im Bereich der internationalen Wirtschaftsbeziehungen wie z. B. des GATT-Regimes und des Bretton-Woods-Regimes angewandt worden (vgl. Ruggie; Lipson 1983; Finlayson/Zacher 1983; Cohen 1983; Keohane 1984; Krasner 1985). Hypothesen über die Struktur von Regimen gehen davon aus, daß Hegemonialmächte vor allem an liberalen internationalen Regimen zur Verregelung von Wirtschaftsbeziehungen interessiert sind.

Anmerkungen

Woertliche Uebernahmen mit Anpassungen: allerdings suggeriert FN 344, dass nicht woertlich uebernommen wurde, indem sie mit "vgl." beginnt.

Sichter

[7.] Gc/Fragment 146 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:35 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 1-37
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 269ff, Zeilen:
2. Spieltheoretische Erklärungsansätze: Spieltheoretische Modelle wurden zur Erklärung der Entstehung, der Struktur und des Wandels internationaler Regime vor allem von einigen amerikanischen Autoren favorisiert. Mit Hilfe dieser Modelle wird versucht, Bearbeitungsmöglichkeiten von Konflikten in der internationalen Politik in Form von Auszahlungsmatrizen abzubilden. Auf der Grundlage einer solchen Auszahlungsmatrix werden Annahmen über das wahrscheinliche Akteursverhalten und Politikergebnis formuliert. [FN 346]

3. Funktionale Erklärungsansätze: In funktionalen Erklärungsansätzen wird von den erwarteten Folgen eines Regimes auf die Bedingungen seiner Entstehung geschlossen. Ausgangspunkt der funktionalen Erklärungsansätze ist das Theorem des Marktversagens, das auf die internationalen Beziehungen übertragen wird. Es gilt für Situationen, in denen die Ergebnisse der durch Marktmechanismus geleiteten Interaktionen suboptimal sind [FN 347]. Die Folgeprobleme des Marktversagens lassen sich, wie Coase [FN 348] gezeigt hat, ohne die Etablierung einer zentralen Entscheidungsinstanz überwinden. Dies setzt jedoch drei Bedingungen (Rechtssicherheit, Kommunikation zwischen den Akteuren, geringe Transaktionskosten) voraus. Aus diesen drei Bedingungen für die kollektive Bearbeitung von Marktversagen gewinnt Keohane [FN 349] die zentralen Funktionen von internationalen Regimen:

- sie etablieren Verhaltenserwartungen durch die Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln;

- sie produzieren Informationen, die wiederum zu einer Verstärkung der Verhaltenserwartung führen;

- sie reduzieren Transaktionskosten, das heißt Versicherungskosten und Kosten für die Aufrechterhaltung von Kommunikationskanälen.

4. Normativ-institutionelle Erklärungen: Normativ-institutionelle Erklärungen thematisieren im Unterschied zu den funktionalen Erklärungsansätzen nicht die antizipierten Folgen, sondern die tatsächlichen Wirkungen von Normen und Kooperationsstrukturen in den internationalen Beziehungen als Einflußfaktoren. Im einzelnen werden drei Arten positiver Einflüsse normativ-institutioneller Faktoren genannt: [FN 350]

- Bei manchen Regimen kann eine unmittelbare normative Förderung der Regimeentstehung durch existierende Institutionen und parallele Abkommen ausgemacht werden. Dies geschieht insbesondere in der Form eines direkten Transfers von Normen und Regeln.

- Die KSZE-Konferenzen bildeten einen wichtigen Verhandlungsrahmen für eine Reihe von "Ost-West-Regimen" (etwa "Arbeitsbedingungen für ausländische Journalisten"). Durch einen solchen Verhandlungsrahmen wird nicht nur die Kommu-[nikation zwischen den potentiellen Regimeteilnehmern verbessert, sondern es werden auch die Transaktionskosten für weitere Kooperation gesenkt.]

346 Stein (1983), Oye (1986).

347 Keohane (1984), S. 82.

348 Coase (1960).

349 Keohane (1984).

350 Hierzu: Kohler-Koch (1989), S. 32 - 35 sowie Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn (1990), S. 271.

Spieltheoretische Erklärungsansätze

Spieltheoretische Modelle wurden zur Erklärung der Entstehung, der Struktur und des Wandels internationaler Regime v.a. von einigen amerikanischen Autoren favorisiert (vgl. Stein 1983; Oye 1986). Mit Hilfe dieser Modelle wird versucht, Bearbeitungsmöglichkeiten von Konflikten in der internationalen Politik in Form von Auszahlungsmatrizen abzubilden. Auf der Grundlage einer solchen Auszahlungsmatrix werden Annahmen über das wahrscheinliche Akteursverhalten und Politikergebnis formuliert.

[...]

Funktionale Erklärungsansätze

In funktionalen Erklärungsansätzen wird von den erwarteten Folgen eines Regimes auf die Bedingungen seiner Entstehung geschlossen. Ausgangspunkt der funktionalen Erklärungsansätze ist das Theorem des Marktversagens, das auf die internationalen Beziehungen übertragen wird. Es gilt für "Situationen, in denen die Ergebnisse der durch Marktmechanismus geleiteten Interaktionen suboptimal sind..." (Keohane 1984: 82).

Die Folgeprobleme des Marktversagens lassen sich, wie Coase (1960) gezeigt hat, ohne die Etablierung einer zentralen Entscheidungsinstanz überwinden. Dies setzt jedoch drei Bedingungen (Rechtssicherheit, Kommunikation zwischen den Akteuren, geringe Transaktionskosten) voraus. Aus diesen drei aus dem "Coase-Theorem" abgeleiteten Bedingungen für die kollektive Bearbeitung von Marktversagen gewinnt Keohane die zentralen Funktionen von internationalen Regimen:

(1) Sie etablieren Verhaltenserwartungen durch die Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln;

(2) Sie produzieren Informationen, die wiederum zu einer Verstärkung der Verhaltenserwartung führen;

(3) Sie reduzieren Transaktionskosten, d. h. Versicherungskosten und Kosten für die Aufrechterhaltung von Kommunikationskanälen.

[...]

Normativ-institutionelle Erklärungen

Normativ-institutionelle Erklärungen, die im Unterschied zu den funktionalen Erklärungsansätzen nicht die antizipierten Folgen, sondern die tatsächlichen Wirkungen von Normen und Kooperationsstrukturen in den internationalen Beziehungen als Einflußfaktoren thematisieren, [...].

[...] Im einzelnen lassen sich drei Arten positiver Einflüsse normativ-institutioneller Faktoren aufzeigen. Erstens kann bei manchen Regimen eine unmittelbare normative Förderung der Regimeentstehung durch existierende Institutionen und parallele Abkommen ausgemacht werden. Dies geschieht insbesondere in der Form eines direkten Transfers von Normen und Regeln. Zweitens bildeten die KSZE-Konferenzen einen wichtigen Verhandlungsrahmen für eine Reihe von "Ost-West-Regimen" ("VSBM", "Arbeitsbedingungen für ausländische Journalisten"). Durch einen solchen Verhandlungsrahmen wird nicht nur die Kommunikation zwischen den potentiellen Regimeteilnehmern verbessert, sondern werden auch die Transaktionskosten für weitere Kooperation gesenkt.

Anmerkungen

Quelle ist erwaehnt in einer FN, allerdings mit "Hierzu" und neben anderer Quelle, so dass suggeriert wird, dass keine woertliche Uebernahme stattgefunden hat. FN mit Quellenangaben sind auch z.T. aus der Quelle uebernommen.

Sichter

[8.] Gc/Fragment 146 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:37 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 101-103
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 269f, Zeilen:
346 Stein (1983), Oye (1986).

347 Keohane (1984), S. 82.

348 Coase (1960).

Spieltheoretische Erklärungsansätze

[...] (vgl. Stein 1983; Oye 1986) [...]

Funktionale Erklärungsansätze

[...] (Keohane 1984: 82) [...] Coase (1960) [...]

Anmerkungen

Fussnoten wurden mit dem Fliesstext kopiert.

Sichter

[9.] Gc/Fragment 147 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:39 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Frangge, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 1-37
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 271ff, Zeilen:
[Durch einen solchen Verhandlungsrahmen wird nicht nur die Kommu-]nikation zwischen den potentiellen Regimeteilnehmern verbessert, sondern es werden auch die Transaktionskosten für weitere Kooperation gesenkt.

- Die schwächste Form der normativ-institutionellen Förderung von Regimeentstehung besteht in der Aufnahme eines Problems in die internationale Agenda und des damit verbundenen Zwangs der Staaten, sich damit auseinandersetzen zu müssen. Diese Rolle kann beispielsweise der Stockholmer Weltumweltkonferenz der Vereinten Nationen von 1972 für den Bereich des Meeresumweltschutzes zugeschrieben werden.

5. Problemstrukturelle Erklärungsansätze: Problemstrukturelle Erklärungen können kaum etwas über den Fortbestand über die Struktur von internationalen Regimen aussagen, wohl aber über die Wahrscheinlichkeit ihrer Herausbildung. Sie führen diese auf die Beschaffenheit der zu bearbeitenden Konfliktgegenstände und Problemfelder zurück, denen eine bestimmte Bearbeitungsdisposition unterstellt wird. [FN 351]

6. Kognitive Erklärungsansätze: Kognitive Ansätze ziehen die Wahrnehmungen der politischen Entscheidungsträger zur Erklärung der Entstehung, der Struktur und des Wandels internationaler Regime heran. [FN 352] Ein Bearbeitungsbedarf von Konflikten muß vorhanden sein, damit Regime gebildet werden. Ein solcher Bearbeitungsbedarf entsteht aber erst dann, wenn er von den politischen Entscheidungsträgern auch wahrgenommen wird. Nye geht davon aus, daß sich nationale Interessen durch interne Machtveränderungen und normativen Wandel, aber auch durch Lernprozesse verändern können.

Die generelle Wirksamkeit von internationalen Regimen ist relativ gut erforscht. Keohane [FN 353] zeigt in seiner "funktionalen Theorie" internationaler Regime, daß internationale Regime, wenn sie einmal errichtet worden sind, die Kooperation zwischen autonomen Akteuren auch beim Fehlen einer Zentralgewalt ermöglichen oder stabilisieren. Die Betrachtung der zentralen Weltwirtschaftsregime bestätigt tendenziell diese Auffassung. Spätestens seit Mitte der 70er Jahre mit der Herausforderung einer weltwirtschaftlichen Rezession konfrontiert, wuchs das Interesse an protektionistischen Maßnahmen auch bei den Trägern des GATT-Handelsregimes. Dies führte zwar zur verstärkten Manifestierung von Handelskonflikten und darüber hinaus zur Schwächung des Freihandelsprinzips, aber nicht zu einer Erosion oder gar einem Zusammenbruch des GATT-Regimes. Es fand eine Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen innerhalb des Regimes statt. Im Rahmen eines geregelten Konfliktaustrags wurde insbesondere die vorübergehende Aussetzung des Freihandelsprinzips für bestimmte Branchen, beispielsweise durch das Welttextilabkommen, als Mittel der Krisenbewältigung gewählt. [FN 354] In zwei anderen Problemfelden, den internationalen Währungsbe-[ziehungen [FN 355] und den internationalen Finanzbeziehungen356 sind die Veränderungen in den betreffenden Regimen, die sich seit Mitte der 70er Jahre vollzogen haben von deutlich größerem Ausmaß.]

[FN 351 Zürn / Wolf / Efinger (1990), S. 151 - 174.]

[FN 352 Insbesondere Haas (1983) sowie Nye (1987) haben die Bedeutung des kognitiven Faktors zur Erklärung internationaler Regime betont.]

[FN 353 Keohane (1984).]

[FN 354 Vgl. Keohane (1984), S. 182-194.]

Durch einen solchen Verhandlungsrahmen wird nicht nur die Kommunikation zwischen den potentiellen Regimeteilnehmern verbessert, sondern werden auch die Transaktionskosten für weitere Kooperation gesenkt. Die dritte und schwächste Form der normativ-institutionellen Förderung von Regimeentstehung besteht in der Aufnahme eines Problems (issue) in die internationale Agenda und des damit verbundenen Zwangs der Staaten, sich damit auseinandersetzen zu müssen. Diese Rolle kann beispielsweise der Stockholmer Weltumweltkonferenz der Vereinten Nationen von 1972 für den Bereich des Meeresumweltschutzes zugeschrieben werden.

Problemstrukturelle Erklärungsansätze

Problemstrukturelle Erklärungen können kaum etwas über den Fortbestand (und im übrigen auch wenig über die Struktur) von internationalen Regimen aussagen, wohl aber über die Wahrscheinlichkeit ihrer Herausbildung. Sie führen diese auf die Beschaffenheit der zu bearbeitenden Konfliktgegenstände und Problemfelder zurück (vgl. Efinger/Zürn 1990 und den Beitrag von Zürn/Wolf/Efinger in diesem Band), denen eine bestimmte Bearbeitungsdisposition ("aus der Natur der Sache") unterstellt wird.

[...]

Kognitive Erklärungsansätze

Kognitive Ansätze ziehen die Wahrnehmungen der politischen Entscheidungsträger zur Erklärung der Entstehung, der Struktur und des Wandels internationaler Regime heran.[13 Insbesondere Haas (1975, 1980, 1983) sowie Nye (1987) haben die Bedeutung des kognitiven Faktors zur Erklärung internationaler Regime betont.] Ein Bearbeitungsbedarf von Konflikten muß vorhanden sein, damit Regime gebildet werden. Ein solcher Bearbeitungsbedarf entsteht aber erst dann, wenn er von den politischen Entscheidungsträgern auch wahrgenommen wird. [...]

Nye (1987) geht davon aus, daß sich nationale Interessen durch interne Machtveränderungen und normativen Wandel, aber auch durch Lernprozesse verändern können. [...]

[...]

3.2 Die Analyse der Wirkung internationaler Regime

[...]

In diesem Abschnitt wollen wir zunächst die These von der generellen Wirksamkeit internationaler Regime empirisch prüfen, [...]

3.2.1 Zur generellen Wirksamkeit von internationalen Regimen

Keohane (1984) zeigt in seiner "funktionalen Theorie" internationaler Regime, daß internationale Regime, wenn sie einmal errichtet worden sind, die Kooperation zwischen autonomen Akteuren auch beim Fehlen einer Zentralgewalt ermöglichen oder stabilisieren (vgl. 3.1). [...]

[...] Auch eine Betrachtung der zentralen Weltwirtschaftsregime bestätigt tendenziell diesen Befund. Spätestens seit Mitte der 70er Jahre mit der Herausforderung einer weltwirtschaftlichen Rezession konfrontiert, stieg das Interesse an protektionistischen Maßnahmen auch bei den Trägern des GATT-Handelsregimes. Dies führte zwar zur verstärkten Manifestierung von Handelskonflikten und darüber hinaus zur Schwächung des Freihandelsprinzips, aber nicht zu einer Erosion oder gar einem Zusammenbruch des GATT-Regimes. Es fand eine Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen innerhalb des Regimes statt. Im Rahmen eines geregelten Konfliktaustrags wurde insbesondere die vorübergehende Aussetzung des Freihandelsprinzips für bestimmte Branchen, beispielsweise durch das Welttextilabkommen, als Mittel der Krisenbewältigung gewählt (vgl. etwa Lipson 1983: 258-262 oder Keohane 1984: 182-194). In zwei anderen Problemfelden, den internationalen Währungsbeziehungen (vgl. etwa Gilpin 1987: 131-170) und den internationalen Finanzbeziehungen (vgl. etwa Cohen 1983 oder Haggard 1985) sind die Veränderungen in den bearbeitenden Regimen, die sich seit Mitte der siebziger Jahre vollzogen haben, allerdings von deutlich größerem Ausmaß.

Anmerkungen

Sogar das Abschreiben fällt schwer: "über den Fortbestand über die Struktur"; Schreibfehler "Problemfelden" auch im Original.

Sichter

[10.] Gc/Fragment 147 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:41 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Drhchc, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 101-105
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 271ff, Zeilen:
351 Zürn / Wolf / Efinger (1990), S. 151 - 174.

352 Insbesondere Haas (1983) sowie Nye (1987) haben die Bedeutung des kognitiven Faktors zur Erklärung internationaler Regime betont.

353 Keohane (1984).

354 Vgl. Keohane (1984), S. 182-194.

Problemstrukturelle Erklärungsansätze

[...] (vgl. Efinger/Zürn 1990 und den Beitrag von Zürn/Wolf/Efinger in diesem Band) [...]

[Anmerkung 13: Insbesondere Haas (1975, 1980, 1983) sowie Nye (1987) haben die Bedeutung des kognitiven Faktors zur Erklärung internationaler Regime betont.]

[...]

3.2.1 Zur generellen Wirksamkeit von internationalen Regimen

Keohane (1984) [...]

[...]

[...] (vgl. etwa Lipson 1983: 258-262 oder Keohane 1984: 182-194) [...]

Anmerkungen

Die Fussnoten wurden mit dem Fliesstext kopiert.

Sichter

[11.] Gc/Fragment 148 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:43 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Frangge, Drhchc, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 1-35
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 275ff, Zeilen:
[In zwei anderen Problemfelden, den internationalen Währungsbe-]ziehungen [FN 355] und den internationalen Finanzbeziehungen [FN 356] sind die Veränderungen in den betreffenden Regimen, die sich seit Mitte der 70er Jahre vollzogen haben von deutlich größerem Ausmaß. Im Falle der Währungsbeziehungen kann nach der Beendigung des Bretton-Woods-Systems durch die US-Regierung 1973 und dem Scheitern einer modifizierten Version seit 1976 in den internationalen Währungsbeziehungen kaum mehr von einem internationalen Regime gesprochen werden. [FN 357]

Was die spezifischen Wirkungen internationaler Regime angeht, so identifizieren Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn insbesondere den Effekt der Friedenssicherung. Da Regime eine Form der geregelten Konfliktbearbeitung darstellen, die die Anwendung von Gewalt ausschließt, leisten sie per definitionem einen Beitrag zur Absicherung eines "negativen" Friedens, verstanden als Abwesenheit von militärischen Auseinandersetzungen. Relevant ist dieser Beitrag aber nur, wenn sie entweder solche Konflikte regeln, die bei einer ungeregelten Bearbeitung einen Krieg auslösen könnten, oder wenn sie eine problemfeldübergreifende Wirkung im Sinne der Pazifizierung der Gesamtbeziehungen der an einem Regime beteiligten Staaten haben. Nun können aber nicht allen internationalen Regimen friedensförderliche Wirkungen zugesprochen werden. Es muß zwischen "externe" und "internen" internationalen Regimen unterschieden werden. Externe Regime koordinieren vor allem das Verhalten der Regimemitglieder gegenüber Dritten zielen darauf, die Mitglieder gegenüber Nichimitgliedern zu bevorzugen; "interne" Regime regeln vor allem das Binnenverhältnis der Regimemitglieder untereinander.[FN 358] Das Prädikat "friedensförderlich" kann uneingeschränkt nur an interne internationale Regime vergeben werden. Generell gilt:

"Interne internationale Regime können eine friedensförderliche Wirkung haben, indem sie problemfeldübergreifend Vertrauen schaffen und die Zahl der Konflikte reduzieren, die eine militärische Auseinandersetzung auslösen können. Externen internationalen Regimen kann demgegenüber nicht vorbehaltlos eine friedensförderliche Wirkung unterstellt werden." [FN 359]

Insgesamt kann zur Regimetheorie gesagt werden, daß sie einen für das Verständnis internationaler Politik unverzichtbaren neuen Untersuchungsgegenstand eingeführt hat. Die Regimeanalyse richtet sich auf Kooperation und gibt damit die Überbetonung der - in dieser Studie ohnehin nicht betrachteten - Betrachtung von Integrationsprozessen auf. Außerdem läßt die Regimetheorie ein Abgehen von der kruden Modellvorstellung der internationalen Politik als einer Anarchie der Staatenwelt zu. Stattdessen bietet sich an, die internationale Politik der Gegenwart als regulierte Anarchie zu erfassen. [FN 360]

355 Vgl. Gilpin (1987), S. 131-170.

356 Vgl. Haggard (1985).

357 Vgl. Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn (1990), S. 274 f.

358 Zürn (1987), S. 39.

359 Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn (1990), S. 277.

360 Vgl. Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn (1990), S. 279.

In zwei anderen Problemfelden, den internationalen Währungsbeziehungen (vgl. etwa Gilpin 1987: 131-170) und den internationalen Finanzbeziehungen (vgl. etwa Cohen 1983 oder Haggard 1985) sind die Veränderungen in den betreffenden Regimen, die sich seit Mitte der siebziger Jahre vollzogen haben, allerdings von deutlich größerem Ausmaß. Im Falle der Währungsbeziehungen kann nach der Kündigung der "Bretton-Woods-Standards" durch die Nixon-Administration 1973 und dem Scheitern einer modifizierten Version seit 1976 in den internationalen Währungsbeziehungen kaum mehr von einem internationalen Regime gesprochen werden.

[...]

3.2.2 Spezifische Wirkungen internationaler Regime

[...]

(1) Friedenssicherung

Da Regime eine Form der geregelten Konfliktbearbeitung darstellen, die die Anwendung von Gewalt ausschließt, leisten sie per definitionem einen Beitrag zur Absicherung eines "negativen" Friedens, verstanden als Abwesenheit von militärischen Auseinandersetzungen. [...] Relevant ist dieser Beitrag aber nur, wenn sie entweder solche Konflikte regeln, die bei einer ungeregelten Bearbeitung einen Krieg auslösen könnten, oder wenn sie eine problemfeldübergreifende Wirkung im Sinne der Pazifizierung der Gesamtbeziehungen der an einem Regime beteiligten Staaten haben. [...]

[...]

Nun können aber nicht allen internationalen Regimen friedensförderliche Wirkungen zugesprochen werden. Es müssen "externe" internationale Regime, die vor allem das Verhalten der Regimemitglieder gegenüber Dritten koordinieren und darauf zielen, die Mitglieder gegenüber Nichtmitgliedern zu bevorzugen, und "interne" Regime, die vor allem das Binnenverhältnis der Regimemitglieder untereinander regeln, unterschieden werden (vgl. Zürn 1987: 39). Das Prädikat "friedensförderlich" kann uneingeschränkt nur an interne internationale Regime vergeben werden. [...] Generell gilt: Interne internationale Regime können eine friedensförderliche Wirkung haben, indem sie problemfeldübergreifend Vertrauen schaffen und die Zahl der Konflikte reduzieren, die eine militärische Auseinandersetzung auslösen können. Externen internationalen Regimen kann demgegenüber nicht vorbehaltlos eine friedensförderliche Wirkung unterstellt werden (vgl. auch Rittberger 1989b).

[...]

4. Vorläufige Bilanz der Regimeanalyse

[...]

Sie hat zunächst einen für das Verständnis internationaler Politik unverzichtbaren neuen Untersuchungsgegenstand eingeführt. [...] Die Regimeanalyse richtet sich - zieloffener - auf Kooperation und gibt damit die Überbetonung der Bedeutung der ohnehin nur wenigen Beispiele von Integrationsprozessen auf. [...] Darüber hinaus legt die Regimeanalyse nahe, von der kruden Modellvorstellung der internationalen Politik als einer Anarchie der Staatenwelt abzugehen; stattdessen bietet sich an, die internationale Politik der Gegenwart als "regulierte Anarchie" zu erfassen (vgl. hierzu Rittberger/Zürn 1990).

Anmerkungen

Anpassungen an die Bedürfnisse des Verfassers mit minimalem Aufwand. Ein Teil des Textes wird als BauernOpfer zitiert, ohne die im Original vorhandene Referenz mitzukopieren. Schreibfehler: "Nichimitgliedern"

Sichter

[12.] Gc/Fragment 148 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:45 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Drhchc, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 101-102
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 275, Zeilen:
FN 355: Vgl. Gilpin (1987), S. 131-170.

FN 356: Vgl. Haggard (1985).

(vgl. etwa Gilpin 1987: 131-170)

(vgl. etwa Cohen 1983 oder Haggard 1985)

Anmerkungen

Fussnoten wurden mit dem Fliesstext kopiert.

Sichter

[13.] Gc/Fragment 148 104 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:47 Kybot
Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Drhchc, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 104
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 276, Zeilen:
FN 358: Zürn (1987), S. 39. (vgl. Zürn 1987: 39)
Anmerkungen

Fussnoten wurden mit dem Fliesstext kopiert.

Sichter

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