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Quelle:Gc/Siedschlag 1997

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Alexander Siedschlag
Titel    Neorealismus, Neoliberalismus und postinternationale Politik. Beispiel internationale Sicherheit. Theoretische Bestandsaufnahme und Evaluation
Ort    Opladen
Verlag    Westdt. Verl.
Jahr    1997
Reihe    Studien zur Sozialwissenschaft ; 169
ISBN    3-531-12916-3
URL    http://books.google.com/books?id=hzLhcod_32kC

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    48


Fragmente der Quelle:





















[22.] Gc/Fragment 009 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:53:22 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
Drhchc, KayH, Nerd wp, Hansgert Ruppert
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 24
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 28, Zeilen: 4ff
Die Disziplin Internationale Politik ist im Rückblick betrachtet von drei wesentlichen Phasen des paradigmatischen Konsenses gekennzeichnet:
  • in den 20er und 30er Jahren dem ”Streben nach Frieden" (Idealismus-Realismus-Debatte),
  • von den 40er bis in die 70er Jahre dem "Streben nach Macht" (Traditionalismus-Scientismus-Debatte),
  • in den späten 70er und den 80er Jahren der Einsicht in die Notwendigkeit oder doch Unvermeidbarkeit einer Art Entnationalisierung internationaler Politik angesichts immer bewußter werdender globaler Interdependenzen (Neorealismus- Globalismus-Debatte).[FN 12]

Gegenwärtig steht die Disziplin weniger vor der Aufgabe, eine neue vergleichbare Grundüberzeugung zu entwickeln, als vielmehr Methoden und Konzepte zu liefern, um die aktuelle fragmentierte inter- wie auch intraparadigmatische Diversität konstruktiv überbrücken zu können und bei allen theoretisch-methodologischen Ambitio[-nen den Bezug zum Fortgang der Geschichte und zur politischen Praxis nicht zu verlieren beziehungsweise wiederherzustellen.[FN 13] ]

[FN 12] Vgl. Siedschlag (1997), S. 28 und Meyers (1990), S. 55. [FN 13] Vgl. Siedschlag (1997), S. 28.

Nachdem die Disziplin Internationale Politik im Rückblick von drei wesentlichen Phasen des paradigmatischen Konsenses gekennzeichnet ist, in den 20er und 30er Jahren dem "Streben nach Frieden", von den 40er bis in die 70er Jahre dem "Streben nach Macht" und dann in den späten 70er und den 80er Jahren der Einsicht in die Notwendigkeit oder doch Unvermeidbarkeit einer Art Entnationalisierung internationaler Politik angesichts immer bewußter werdender globaler Interdependenzen, so steht sie gegenwärtig weniger vor der Aufgabe, eine neue vergleichbare Grundüberzeugung zu entwickeln, als vielmehr Methoden und Konzepte zu liefern, um die aktuelle fragmentierte inter- wie auch intraparadigmatische Diversität konstruktiv überbrücken zu können und bei allen theoretisch-methodologischen Ambition den Bezug zum Fortgang der Geschichte und zur politischen Praxis nicht zu verlieren bzw. wiederherzustellen.
Anmerkungen

Hierbei handelt es sich um die "Fragestellung" der Dissertation!

Sichter
HgR

[23.] Gc/Fragment 013 31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:53:26 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
BenutzerNr007, Marcusb, Klicken
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 31-33
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 23, Zeilen:
Die verbindende Klam-

mer zwischen theoretischer Bestandsaufnahme und praktischer Theorieanwendung bildet die abschließende Diskussion um die praktische Umsetzbarkeit des theoreti- schen Modells.

Die verbindende Klammer zwischen theoretischer Bestandsaufnahme und praktischer Theorieanwendung bildet die Diskussion um die [...]
Anmerkungen

Der Halbsatz findet sich genau so bei Siedschlag 1997, S. 23, ist jedoch zu kurz, um als Plagiat gelten zu können.

Sichter

[24.] Gc/Fragment 120 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:17 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Drhchc, Schuju, KayH, Nerd wp
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 03-14
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 42, Zeilen:
Eine theoretische Bestandsaufnahme, wie sie im folgenden in knapper Form vorgenommen wird, kommt nicht darum herum, die Vielzahl theoretischer Ansätze in bestimmte Kategorien zusammenzufassen, um überhaupt einen Bezugsrahmen für deren

Vergleich zu bekommen. Die hier angewandte Methode folgt dem Vorschlag einer paradigmenorientierten Klassifizierung von Siedschlag.[FN 245] Diese Methode besitzt den wichtigen Vorteil, daß sie ähnliche Theorien nicht aufgrund irgendwelcher vergleichbarer Einzelhypothesen zu Theoriegruppen zusammenfaßt, sondern nach ähnlichen paradigmatischen Grundorientierungen. Diese zeigt sich in bestimmten • Weltbildern (etwa Annahmen über die Natur des internationalen Systems wie Anarchie, Gesellschaftswelt, Selbsthilfe etc.) oder • spezifische methodologische Grundüberzeugungen (Individualismus vs. Holismus, Erklären vs. Verstehen etc.).[FN 246]

[FN 245] Siedschlag (1997), S. 42. [FN 246] Siedschlag (1997), S. 42.

Diese besteht darin, daß das Vorhaben einer theoretischen Bestandsaufnahme nicht darum umhinkommt, die Vielzahl theoretischer Ansätze in bestimmten Kategorien zusammenzufassen, um überhaupt einen Bezugsrahmen für deren

Vergleich und vor allem auch für deren vergleichende politikfeldbezogene Evaluation gewinnen zu können. Die entsprechenden Klassifikationsgesichtspunkte freilich müssen hinreichend "trennscharf" sein und können daher nie jedem einzelnen Ansatz im ganzen völlig gerecht werden. Auch ist es hier selbstverständlich, daß es immer Alternativen der Klassifikation gibt. Die hier verwandte Methode der paradigmenorientierten Klassifizierung von Theorien besitzt den wichtigen Vorteil, daß sie ähnliche Theorien nicht aufgrund irgendwelcher vergleichbarer Einzelhypothesen zu Theoriegruppen zusammenfaßt, sondern eben nach ähnlichen paradigmatischen Grundorientierungen. Diese zeigen sich in bestimmten "Weltbildern" - im Bereich der internationalen Politik sind das etwa Annahmen über die "Natur" des internationalen Systems (Anarchie vs. Gesellschaftswelt, Selbsthilfe vs. Verrechtlichung usw.) oder spezifische methodologische Grundüberzeugungen (Individualismus vs. Holismus, Erklären vs. Verstehen usw.).

Anmerkungen

Die obere Fußnote 245 ist halbwegs korrekt gesetzt, die untere bezieht sich scheinbar auf die Einteilung (die beiden Unterpunkte). In Wirklichkeit wird der gesamte Absatz von Siedschlag abgeschrieben, minimal verändert und dabei ein klein wenig entstellt (man vergleiche: "Selbsthilfe usw." und "Selbsthilfe vs. Verrechtlichung")

Sichter

[25.] Gc/Fragment 122 34 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:24 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
79.203.236.28, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 34-36
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 49, Zeilen:
1. Macht ist ein allgegenwärtiger Faktor menschlichen Handelns, welcher es sowohl

konstituiert als auch verstehbar macht. Da Politik auf menschlichem Handeln fußt, ist hier der Begriff der Macht von ebenso grundlegender Bedeutung.

Macht ist ein, ja der allgegenwärtiger Faktor menschlichen Handelns, welcher es sowohl

konstituiert als auch verstehbar macht. Da Politik auf menschlichem Handeln fußt, ist hier der Begriff der Macht von ebenso grundlegender Bedeutung.

Anmerkungen

Das Fragment wird auf der Folgeseite fortgeführt. Dort findet sich auch die Referenzierung in Fußnote 259 "Vgl. Siedschlag, S. 49 f.", obwohl es sich um ein wörtliches Zitat mit Auslassungen handelt.

Sichter

[26.] Gc/Fragment 123 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:26 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
134.102.198.105, 79.203.236.192, KayH, Schuju, Nerd wp, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 1-23
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 49f., Zeilen:
2. Weil die Konstante Macht Grundlage jeder politischen Aktion ist, besteht die einzig legitime Betrachtungsweise darin, beobachtbare Tatsache so zu untersuchen, wie sie sind (nicht etwa wie sie sein sollten) und ihre Bedeutung in Bezug auf die konkrete Handhabung der Macht zu erschließen.

3. Staatsmänner bedienen sich ihrer Macht, um ihre Interessen durchzusetzen. Sie haben eine rationale Zielvorgabe und wollen durch ihr Handeln dieses Ziel erreichen. 4. Aufgrund der Situationsspezifität des internationalen Gefüges einerseits und der elementaren Machtgebundenheit andererseits gibt es für den klassischen Realismus auch keine konstanten Staatsinteressen. Die Annahme schlechthin "guter" Staatsinteressen wird abgelehnt, da es letztlich immer nur um die Aktualisierung moralisch bestenfalls ambivalenter Machttriebe geht. 5. Macht und Interesse sind die grundlegenden Motive staatlichen Handelns und unabdingbare Kategorien zu dessen Erfassung. Für die Analysepraxis bedeutet dies, daß der klassische Realismus diese empirische Politiklinie mit zweckrationalen Handlungslinien kontrastiert, die sich aufgrund historischer Erfahrungen idealtypisch ergeben. 6. Politischer Realismus ist keineswegs gleichzusetzen mit "Macht-Monismus". Macht und Interesse sind vielmehr zu verstehen als analytische Leitkonzepte, die den Untersuchungsgegenstand überhaupt erst sinnvoll abgrenzbar machen. Der Ökonom fragt: 'Wie wirkt diese Politik auf den Wohlstand der Gesellschaft oder eines Teils davon?" Der politische Realist aber fragt: 'Welche Wirkungen hat diese Politik auf die Macht des Staates?'[Fn 259]

[Fn 259] Vgl. Siedschlag, S. 49 f.

Weil die Konstante Macht Grundlage jeder politischen Aktion ist, besteht die einzig legitime Betrachtungsweise darin, beobachtbare Tatsachen so zu untersuchen, wie sie sind (nicht etwa wie sie sein sollten) und ihre Bedeutung in Bezug auf die konkrete Handhabung der Macht zu erschließen [...]

Die einzelnen Staatsmänner bedienen sich ihrer Macht, um ihre Interessen durchzusetzen, d.h. Sie haben eine rationale Zielvorgabe und wollen durch ihr Handeln dieses Ziel erreichen [...] Aufgrund der Situationsspezifität einerseits und der elementaren Machtgebundenheit andererseits gibt es für den klassischen Realismus auch keine konstanten Staatsinteressen [...] Auch wird die Annahme schlechthin "guter" Staatsinteressen abgelehnt, da es letztlich immer nur um die Aktualisierung moralisch bestenfalls ambivalenter Machttriebe geht. Macht und Interesse sind die grundlegenden Motive staatlichen Handelns und unabdingbare Kategorien zu dessen Erfassung. [...] Für die Analysepraxis bedeutet dies, daß der klassische Realismus [...] diese empirische Politiklinie mit aufgrund historischer Erfahrung konstruierten idealtypischen, zweckrationalen Handlungslinien kontrastieren würde. Politischer Realismus ist indes keineswegs gleichzusetzen mit einem stumpfen "Politismus" oder "Macht-Monismus". Macht und Interesse sind vielmehr als idealtypische analytische Leitkonzepte zu verstehen, die den Untersuchungsgegenstand überhaupt erst sinnvoll abgrenzbar machen: "Der Ökonom fragt: "Wie wirkt diese Politik auf den Wohlstand der Gesellschaft oder eines Teils davon?" [...] Der politische Realist aber fragt: "Welche Wirkungen hat diese Politik auf die Macht des Staates?"

Anmerkungen

In der Fußnote 259 setzt GC ein "Vgl. Siedschlag, S. 49 f." obwohl es sich um ein nahezu wörtliches Zitat (mit Auslassungen) handelt.

Sichter

[27.] Gc/Fragment 124 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:28 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
79.203.236.28, Drhchc, Nerd wp, KayH, 92.72.89.62, 195.71.148.98
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 124, Zeilen: 19-23
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 84; 94, Zeilen: optional, evtl. hilfreich
War "Macht" der Fundamentalbegriff des klassischen Realismus, so wird er bei Waltz durch den Begriff "Struktur" abgelöst. Am deutlichsten in der Tradition des klassischen Realismus steht der Strukturelle Realismus insofern, als er die konsequente Autonomie des Politischen gegenüber dem Ökonomischen, dem Gesellschaftlichen und anderen Parametern feststellt.268

---

Fußnote 268: Vgl. Siedschlag (1997), S. 84 und 94

[Seite 94:] War "Macht" der Fundamentalbegriff des klassischen Realismus, so

wird er im Waltz'schen Neorealismus durch den Begriff "Struktur" abgelöst. [Seite 84:] In der Tradition des klassischen Realismus steht der Ansatz von Waltz am klarsten, insoweit und insofern, als er [...] die konsequente Autonomie des Politischen gegenüber dem Ökonomischen, dem Gesellschaftlichen usw. postuliert93.

---

Fußnote 93: Waltz (1990): 24-29.

Anmerkungen

Am Ende des Absatzes ist Fußnote 268 "Vgl. Siedschlag (1997), S. 84 und 94" gesetzt, obwohl es sich um nahezu wörtliche Übernahmen handelt.

Sichter

[28.] Gc/Fragment 125 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:30 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
79.203.236.28, Drhchc, Nerd wp, PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 9-18
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 92f., Zeilen:
Waltz lehnt die anthropologischen Prämissen des klassischen Realismus vollkommen ab. Eine derartig fundierte Theorie der Internationalen Politik ist für ihn verwirrend und unnötig. Er moniert den fehlenden empirischen Nachweis für die Unterstellung des Bösen in der Natur des Menschen. Außerdem wird kritisiert, daß eine Vielzahl höchst unterschiedlicher sozialer Ereignisse mit immer demselben Gesetz erklärt werden soll. Zur Erklärung logischer Widersprüche im menschlichen Verhalten sei die Fundamentalhypothese einer fixen Natur des Menschen offensichtlich nicht in der Lage. Waltz billigt dem Menschenbild des klassischen Realismus bestenfalls einen analytischen Wert zu.[FN 270]

[FN 270] Vgl. hierzu Waltz (1954), sowie Siedschlag (1997), S. 92 f.

Als logische Folge seiner seiner wissenschaftstheoretischen und konzeptuellen Ausgangspunkte muß Waltz zu einer strikten Ablehnung der anthropologischen Prämissen des klassischen Realismus gelangen. Eine anthropologisch fundierte Theorie der internationalen Politik ist für ihn [...] unnötig und verwirrend. Zunächst moniert er den fehlenden empirischen Nachweis für die Unterstellung des Bösen in der Natur des Menschen [...]

Darüber hinaus krankt das Menschenbild des klassischen Realismus für Waltz daran, daß es [...] eine Vielzahl höchst unterschiedlicher sozialer Ereignisse mit immer demselben Gesetz erklären will.[FN 141] [...]

Zur Erklärung derartiger logischer Widersprüche im menschlichen Verhalten und Handeln sei, so Waltz, die Fundamentalhypothese einer fixen Natur des Menschen offensichtlich nicht in der Lage [...]

Waltz billigt dem Menschenbild des klassischen Realismus bestenfalls einen analytischen Wert zu.

[FN 141] Waltz (1954): 27.

Anmerkungen

Dieses Fragment ist überwiegend paraphrasiert, teilweise auch wörtlich übernommen. Die Quelle wird in der Fußnote lediglich mit "Vgl. hierzu" referenziert.

Sichter

[29.] Gc/Fragment 126 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:32 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, KayH, Nerd wp, Frangge, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 8-21
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 98-99, Zeilen:
Der strukturelle Neorealismus bei Waltz sieht sich bewußt als Großmachttheorie. Waltz geht davon aus, daß sich die Theorie der Internationalen Politik notwendigerweise auf die Großmächte stützt. Die duopolistische Struktur der weltpolitischen Konstellation während des Kalten Krieges bewertete er dementsprechend als durchgehend positiv: Zwei relativ unabhängige Supermächte fühlten sich in ihren Entscheidungen weitaus stärker dem weltpolitische Gazen verpflichtet; die sei der Alternative einer zugleich fragmentierten und dennoch hoch interdepedenten Welt von Mittel- und Kleinstaaten auf jeden Fall vorzuziehen. Das verantwortungsvolle Handeln der Supermächte resultiere gerade aus ihrer relativen Autarkie; Interdependenz wirke ohnehin nicht konfliktverregelnd, sondern konfliktinduzierend. Stabilität könne in den internationalen Beziehungen gerade nicht durch Institutionen und Machtdiffusion relativ dauerhaft hergestellt werden, sondern allein auf dem Weg des konstruktiven Managements der Weltpolitik durch Großmächte.[FN 274]

[FN 274: Vgl. hierzu Waltz (1979), S. 138 – 160.]

Der Waltz'sche Neorealismus strebt bewußt den Gestus einer etatozentristischen Großmachttheorie an. [...] Dies findet sich durch eine sehr rigide Definition von "allgemeiner Theorie" untermauert, wonach "[eine] allgemeine Theorie der internationalen Politik sich notwendigerweise auf die Großmächte stützt."[FN 191]

Die "duopolistische Struktur"[FN 192] der weltpolitischen Konstellation während des Kalten Kriegs bewertete Waltz als durchgehend positiv: Zwei relativ unabhängige Supermächte fühlten sich in ihren Entscheidungen weitaus stärker dem weltpolitischen Ganzen verpflichtet; dies sei der Alternative einer zugleich fragmentierten und dennoch hoch interdependenten und interpenetrierten Welt von Mittel- und Kleinstaaten auf jeden Fall vorzuziehen, [...] Das im Verhältnis dazu gezwungenermaßen verantwortungsbewußte Handeln der Supermächte resultiere also, [...], gerade aus ihrer relativen Autarkie; Interdependenz wirke ohnehin nicht konfliktverregelnd, sondern konfliktinduzierend.[FN 194] Gegen das damals prominent werdende Interdependenz-Paradigma argumentierend, geht Waltz in Theory of International Politics also davon aus, daß Stabilität in den internationalen Beziehungen gerade nicht durch Institutionen und Machtdiffusion relativ dauerhaft hergestellt werden kann, sondern allein auf dem Weg des konstruktiven Managements der Weltpolitik durch Großmächte.[FN 195]

[FN 191: Waltz (1979): 73.]

[FN 192: Möller (1992): 22.]

[FN 194: Ausführlich: Waltz (1979): 138-160.]

[FN 195: Halliday (1994): 33.]

Anmerkungen

das weltpolitsche Gaze... Quelle wurde offenbar manuell abgeschrieben, im Original ist dieser Fehler nicht; weiterer Fehler: "interdepedenten"

Sichter

[30.] Gc/Fragment 127 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:38 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
188.174.81.241, Marcusb, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 6-9
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 68, Zeilen:
Methodisch und theoriebildend im Vordergrund steht dabei die historische Komparation, das heißt der systematische Vergleich historischer Erfahrung, die dann an die empirische Wirklichkeit rückgebunden wird.278

278 Siedschlag (1997), S. 68.

Methodisch und theoriebildend steht dabei die historische Komparation im Vordergrund, das heißt der systematische Vergleich historischer Erfahrung und deren Typifizierung, die dann wiederum an die empirische Wirklichkeit und im Sinn einer derartigen "Lernananlyse" stetig rückgebunden wird.
Anmerkungen
Sichter

[31.] Gc/Fragment 131 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:46 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, Marcusb, KayH, Nerd wp
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 14-37
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 109-110, Zeilen:
Bei seinem wandlungsorientierten Fokus setzt Gilpin die Rationalität der Akteure per Definition voraus. Damit wird Rationalität im Sinn von politischem Gewinn (oder genauer: dem Gewinn politischer Machtressourcen) zu einer ontologischen Welthypothese, aus der sich dann die übrige logische Struktur des Ansatzes ableitet. Vom strukturellen Neorealismus unterscheidet sich der Ansatz Gilpins durch das auf Dynamik gerichtete Erkenntnisinteresse. Es geht um die Analyse von Wandlungsprozessen. Die Wandlungstheorie basiert auf einem Fundament aus fünf analytischen Vorannahmen:

• Ein internationales System ist dann und nur dann stabil (das heißt: in einem Gleichgewichtszustand), wenn kein Staat den Versuch für gewinnversprechend hält, das System zu ändern oder alternativ: Ein internationales System ist in einem Gleichgewichtszustand, wenn die mächtigen Staaten im System mit den herrschenden territorialen, politischen und wirtschaftlichen Arrangements zufrieden sind.

• Ein Staat wird genau dann versuchen, das internationale System zu verändern, wenn der erwartete Nutzen die erwarteten Kosten übersteigt.

• Dieser Staat wird dann solange versuchen das internationale System durch territoriale, politische und wirtschaftliche Expansion zu verändern, bis die Grenzkosten weiteren Wandels größer oder gleich dem entsprechenden Grenznutzen sind.

• Sobald ein Gleichgewicht zwischen Kosten und Nutzen weiteren Wandels erreicht ist, besteht die Tendenz, daß die wirtschaftlichen Kosten für den Erhalt des Status quo schneller ansteigen als die ökonomische Kapazität, die benötigt wird, um den Status quo zu untermauern.

• Wenn Ungleichgewicht im internationalen System nicht beseitigt wird, ändert sich das System, und ein neuer Gleichgewichtszustand pendelt sich ein, welcher der Umverteilung der Macht entspricht.

Der wandlungsorientierte Fokus macht den ökonomischen Ansatz Gilpins gut abgrenzbar von den beiden anderen großen Neorealismen, [...]. [...] setzt Gilpin die Rationalität der Akteure per Definition voraus, [...]. Damit wird Rationalität im Sinn von politischem Gewinn (oder genauer: dem Gewinn politischer Machtressourcen) - [...] - zu einer ontologischen Welthypothese, aus der sich dann die übrige logische Struktur des Ansatzes ableitet.[FN 235] Vom Waltz'schen Neorealismus unterscheidet sich der ökonomische Realismus allerdings scharf durch das auf Dynamik gerichtete Erkenntnisinteresse (Behandlung von Wandlungsprozessen), [...].

[...]

Gilpin stellt seine Wandlungstheorie auf ein Fundament, das aus fünf analytischen Vorannahmen besteht:[FN 237]

(1) Ein internationales System ist dann und nur dann stabil (d.h. in einem Gleichgewichtszustand), wenn kein (ergänze: wesentlicher) Staat den Versuch für gewinnversprechend hält, das System zu ändern oder alternativ: "Ein internationales System ist in einem Gleichgewichtszustand, wenn die mächtigeren Staaten im System mit den herrschenden territorialen, politischen und wirtschaftlichen Arrangements zufrieden sind."

(2) Ein Staat wird genau dann versuchen, das internationale System zu verändern, wenn der erwartete Nutzen die erwarteten Kosten übersteigt.

(3) Dieser Staat wird dann solange versuchen, das internationale System durch territoriale, politische und wirtschaftliche Expansion zu verändern, bis die Grenzkosten weiteren Wandels größer oder gleich dem entsprechenden Grenznutzen sind.

(4) Sobald ein Gleichgewicht zwischen Kosten und Nutzen weiteren Wandels erreicht ist, besteht die Tendenz, daß die wirtschaftlichen Kosten für den Erhalt des Status quo schneller ansteigen als die ökonomische Kapazität, die benötigt wird, um den Status quo zu untermauern.

(5) Wenn Ungleichgewicht im internationalen System nicht beseitigt wird, ändert sich das System, und ein neuer Gleichgewichtszustand pendelt sich ein, welcher der Umverteilung der Macht entspricht.

[FN 235: S. Gilpin (1981): xii.]

[FN 237: S. Gilpin (1981): 10f.]

Anmerkungen

Der Satz "Es geht um die Analyse von Wandlungsprozessen" scheint von GC zu sein! Weiter bei Gc/Fragment 132 01

Sichter

[32.] Gc/Fragment 132 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:59:48 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, KayH, Nerd wp, Schuju
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 132, Zeilen: 1-7
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 110, Zeilen:
Die dahinterstehende Strukturlogik lautet dann wie folgt:

System im Gleichgewicht differentielles Machtwachstum der einzelnen Staaten Umverteilung der Macht im System Ungleichgewicht des Systems Lösung der Systemkrise System im Gleichgewicht usw.

Machtumverteilung bzw. Macht überhaupt wird bei Gilpin rein technisch definiert:

"Macht bezieht sich einfach auf die militärischen, wirtschaftlichen und technologischen Fähigkeiten eines Staates."[FN 289]

[FN 289: Gilpin (1987), S. 13.]

Die dahinterstehende Strukturlogik lautet dann wie folgt:[FN 238] System im Gleichgewicht - differentiellcs Machtwachstum der einzelnen Staaten - Umverteilung der Macht im System - Ungleichgewicht des Systems - Lösung der Systemkrise - System im Gleichgewicht usw. Machtumverteilung bzw. Macht überhaupt wird bei Gilpin rein technisch definiert. [...] "Macht bezieht sich einfach auf die militärischen, wirtschaftlichen und technologischen Fähigkeiten (capabilities) von Staaten."[FN 239]

[FN 238: S. die Abbildung in Gilpin (1981): 12.]

[FN 239 Gilpin (1987): 13.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Gc/Fragment 131 14. Es ist SEHR verblueffend, dass wohl keiner der Gutachter mal bei GC nachgefragt hat, was der Müll im Kasten auf Seite 132 eigentlich darstellen soll. Laecherlichst! Trotzdem Gilpin nochmal gegenprüfen, ob dies zum Plagiatsnachweis bei Siedschlag reicht.

Sichter

[33.] Gc/Fragment 136 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:02 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
80.134.16.170, Nerd wp, Marcusb
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 5-21
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 152f, Zeilen:
Das neoliberale Paradigma in der Disziplin Internationale Politik

ist ein im Entstehen begriffenes Gegenparadigma zum Realismus sowohl in der prakti- schen Politik als auch in der Theoriedebatte. Es hat sich nach der Auflösung der bipo- laren Welt herausgebildet und knüpft teils explizit an Annahmen und Konzepte des Realismus an[298]. Dies geschieht vor allem unter Rückgriff auf den sozialwissenschaftlichen Neoinstitutionalismus. Im Grunde müßte man also von einem Neoinstitutionalismus sprechen. Der Begriff "Neoliberalismus" hat sich aber weitgehend durchgesetzt. Kennzeichnend für dieses Paradigma ist ein Trend zur Externalisierung staatlicher Handlungsorientierung. Kooperative Strukturen bilden - im Gegensatz zur (neo)realistischen Denkweise - typischerweise ein dauerhaftes Strukturelement der internationalen Beziehungen. Nationale Kalküle werden zunehmend durch eine gemeinsame, unwillkürliche oder unbewußte Orientierung an internationalen Institutionen und den mit ihnen verbundenen Werten, Normen und Prozeduren ersetzt. Diese Institutionen können im internationalen System Eigenqualität entwickeln und analog zur weltpolitischen Struktur unabhängige Effekte auf die Akteure ausüben. So werden auch dauerhafte kooperative Foren in der Weltpolitik für möglich gehalten und solche, die nicht der Verwirklichung nationaler, sondern gemeinsamer Interessen dienen. [FN 299 Vgl. Siedschlag (1997), S. 152 f.]

[...] so bieten sich [...] die Etiketten Neoliberalismus und "postinternationale Politik" [...] an. Damit können gut die beiden großen absehbaren, derzeit noch im Entstehen begriffenen Gegenparadigmen zum Realismus sowohl in der praktischen Politik als auch in der Theoriedebatte jenseits der bipolaren Weltordnung erfaßt werden[5].

[...]

Vor allem geschieht dies unter Rückgriff auf den sozialwissenschaftlichen Neoinstitutionalismus, so daß man besser (obwohl sich das Etikett ´Neoliberalismus´bereits weiter durchgesetzt zu haben scheint) von einer institutionalistischen denn von einer neoliberalen Herausforderung des Realismus sprechen sollten. Der Neoliberalismus ist also Institutionalismus. [FN 6] Gemeinhin geht er zwar ebenso wie der Realismus von einem staatenweltlichen Bild des Gegenstandsbereichs aus, unterscheidet sich von diesem allerdings fundamental vor allem darin, daß er einen Trend der Externalisierung staatlicher Handlungsorientierungen und Interessen unterstellt: nationale Kalküle würden zunehmend durch eine gemeinsame unwillkürliche Orientierung an internationalen Institutionen und den mit ihnen verbundenen Werten, Normen und Prozeduren ersetzt. Das Attribut ´unwillkürlich´ ist dabei wesentlich; denn auch bestimmte realistische Ansätze gehen davon aus, daß Staaten eine externale Handlungsorientierung entwicklen können, aber das eben immer nur bewußt, weil es zum Beispiel die eigenen Interessen zeitweilig nahegelegen. [FN 7] Für den Institutionalismus (oder Neoliberalismus) hingegen können Institutionen in der internationalen Politik Eigenqualität entwicklen und analog zur weltpolitischen Struktur (etwa im Sinne von Waltz) unabhängige Effekte auf das unit-Verhalten ausüben. So werden auch dauerhafte kooperative Foren in der Weltpolitik für möglich gehalten und solche, die nicht der Verwirklichung nationaler, sondern gemeinsamer Interessen dienen.

FN 6: Die Bezeichnung ´Neoliberalismus´ist auch deswegen problematisch, weil sie zu Verwechslungen mit dem weltpolitischen Liberalismus führen kann, der wiederum eine andere Bezeichnung für die zum Paradigma der postinternationalen Politik zählende Weltinnenpolitik-Schule und hier besonders die Theorie des demokratischen Friedens ist. Derartige Begriffsprobleme sind aber unvermeidlich, wenn man sich mit aktuellen theoretischen Trends befaßt, die noch keine endgültigen paradigmatischen Formen angenommen haben]

FN 7: Vgl. z.B. das Waltz´sche Konzept der internationalen Amalgamation oder die konstellationanalytische Kategorie "Interdependenz und Strategie" des Münchener Liberalismus]

Anmerkungen

http://books.google.com/books?id=hzLhcod_32kC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false Hier liegt ein klares Bauernopfer vor. Ein gesamter Absatz wird nahezu wörlich übernommen und nur am Ende mit einer einzigen Fußnote gekennzeichnet. [Gefunden von Gutti.]

Sichter

[34.] Gc/Fragment 136 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:04 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 101-102
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 152, Zeilen:
298 Besonders gute Beispiele für den Neoliberalismus als Gegenparadigma zum Realismus lassen sich zwei

Sammelbänden entnehmen: Baldwin (Hrsg. 1993) und Kegley (Hrsg. 1995).

5 Für Musterbeispiele zum Neoliberalismus als Gegenparadigma zum Realismus s. vor allem die Sammelbände von Baldwin (Hg. 1993) und Kegley (Hg. 1995).
Anmerkungen

Fussnoten wurden mit dem Fliesstext kopiert.

Sichter

[35.] Gc/Fragment 138 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:06 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
Drhchc, KayH, Nerd wp, Frangge
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 138, Zeilen: 01-23
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 159f, Zeilen: 12ff
Nachdem die rudimentären Ansätze des Neoliberalismus vor allem in Form des Funktionalismus erster und zweiter Generation gescheitert und empirisch widerlegt waren, trennten sich in den 70er Jahren die Stränge der weiteren theoretischen Entwicklung.[FN 307]
  • James N. Rosenau begründete den linkage-Ansatz und thematisierte Verknüpfungen zwischen verschiedenen Ebenen und/oder Politikfeldern im internationalen System. Damit machte er den Effekt der innen- und außenpolitischen Umwelt auf nationale

Entscheidungen systematisch nachvollziehbar.[FN 308]

  • Walter Bühl vertrat einen transnationalen Ansatz. Demnach konstituiere sich Weltpolitik nicht mehr wesentlich aus staatlichen Akteuren, sondern aus region-, problem- und situationsspezifischen Assoziationen von gesellschaftlichen Gruppen innerhalb verschiedener staatlicher Grenzen, die zu einem bestimmten Thema dieselbe Einstellung aufweisen (transnationale Gruppen). Damit wurde zu ersten man ein sozialwissenschaftlicher Internationalismus in der Theorie der Internationalen Politik erreicht.[FN 309]
  • Diese Vorarbeiten wurden von an der Harvard-Universität von Robert Keohane und Joseph Nye zusammengeführt und zu einer eigenen Theorie über den Einfluß der Interdependenz auf das internationale System fortentwickelt.[FN 310] Wichtige realistische Komponenten des Ansatzes waren die Annahmen der Anarchie des internationalen Systems, der wichtigen Rolle staatlicher Entscheiungszentren und des Strebens nach nationaler Interessendurchsetzung und Sicherheit - allerdings nicht nur im machtpolitischen Sinne, sondern vor allem im ökonomischen Sinn. Zugleich fanden sich funktionalistische Annahmen wie etwa die Rolle transnationaler Verflechtung, internationaler Bürokratien oder internationaler Organisationen.[FN 311]

[FN 307] Müller (1993), S. 12 f. [FN 308] Rosenau (1975). [FN 309] Bühl (1978). [FN 310] Keohane / Nye (1971). [FN 311] Vgl. Siedschlag (1997), S. 160.

Nachdem die rudimentären Institutionalismus-Ansätze des Funktionalismus ertser und zweiter Generation theoretisch gescheitert und empirisch widerlegt worden waren, trennten sich in den 70er Jahren die Stränge der weiteren theoretischen Entwicklung.[FN 23] Der von James N. Rosenau begründete linkage-Ansatz thematisierte Verknüpfungen zwischen verschiedenen Ebenen und/oder Politikfeldern im internationalen System.[FN 24] Somit wurde unter anderem erstmals nicht nur der Effekt der innen- oder außenpolitischen Umwelt auf nationale Entscheidungen systemtisch nachvollziehbar, sondern auch direkte Wechselwirkungen zwischen den beiden Umwelten sozusagen unter Umgehung der Filterung durch den staatlichen Apparat.

Diesen Gedanken hat der in Deutschland vor allem von Walter L. Bühl vertretene transnationale Ansatz zu seinem Ausgangspunkt gemacht.[FN 25] [...] Weltpolitik konstituiere sich nicht mehr wesentlich aus staatlichen Akteuren sondern aus region-, problem- und situationsspezifischen Assoziationen von gesellschaftlichen Gruppen innerhalb verschiedener staatlicher Grenzen, die zu einm bestimmten issue dieselbe Einstellung aufweisen (transnationale Gruppen). Damit wurde zum ersten Mal ein wirklich sozialwissenschaftlicher Internationalismus in der Theorie der internationalen Beziehungen erreicht.

Der zunehmenden intellektuellen Fragmentierung stellten Keohane und Nye ihren Interpedenzansatz gegenüber, den sie 1977 mit dem Werk Power and Interdependence begründeten.[FN 26] [...] Wichtige realistische Komponenten des Ansatzes waren die Annahme der Anarchie des internationalen Systems, der wichtigen Rolle staatlicher Entscheidungszentren und das Streben nach nationaler Interessendurchsetzung und Sicherheit. Interesse und Sicherheit sind dabei nicht nur im machtpolitischen, sondern vor allem auch im ökonomischen Sinn zu verstehen. Zugleich fanden sich funktionalistische Annahmen aufgegriffen und besser ausgearbeitet als bis dahin, so wie etwa die Rolle transnationaler Verflechtungen, internationaler Bürokratien oder internationaler Organisationen.[FN 27]

[FN 23] Dabei wird den von H. Müller (1993a, 12f) herausgearbeiteten Entwicklungsrichtlinien gefolgt. [FN 24] J.N. Rosenau (1975). [FN 25] Bühl (1978). [Fn 26] Keohane/Nye (1977). [Fn 27] H. Müller (1993a): 13.

Anmerkungen

Man beachte den Übernahmefehler in FN 310 (Original: 1977, jetzt 1971): Eine Ausgabe von 1971 existiert nicht, wohl aber von 1972 und 77. Schreibfehler in der Diss.: "zu ersten man", "Entscheiungszentren"

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[36.] Gc/Fragment 139 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:08 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, Drhchc, KayH, Nerd wp
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 14-26
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 162-163, Zeilen:
Die neoliberale Institutionalisierungs-Hypothese besagt nun, daß nicht die Anarchie des internationalen Systems, sondern Intensitätsschwankungen im Institutionalisierungsgrad der internationalen Beziehungen die maßgeblichen strukturellen Effekte auf das Verhalten von Regierungen ausüben.[FN 317] Staatliches Handeln orientiere sich nicht nur am Selbstinteresse, sondern auch an den antizipierten positiven Effekten dauerhafter internationaler Kooperation, wie etwa Rechtsverläßlichkeit, Informationsbeschaffung, Verminderung existenzieller Ungewißheit und der Behebung kollektiver Defekte.[FN 318] Internationale Institutionen erfüllen dabei drei Kernfunktionen:
  • Sie bieten Foren für den Informationsaustausch und eröffnen Verhandlungsgelegenheiten.
  • Sie erleichtern die Überwachung internationaler Vereinbarungen.
  • Sie schaffen nationale Erwartungen über die Solidität internationaler Vereinbarungen.[FN 319]

[FN 318: Keohane (1984), S. 88 - 106.]

[FN 319: Keohane (1989), S. 2.]

Die neoliberale Institutionalisierungs-Hypothese besagt nun, daß nicht die Anarchie des internationalen Systems, sondern Intensitätsschwankungen im Institutionalisierungsgrad der internationalen Beziehungen die maßgeblichen strukturellen Effekte auf das Verhalten von Regierungen ausüben.[FN 44] Staatliches Handeln orientiere sich nicht nur am Selbstinteresse, sondern auch an den antizipierten positiven Effekten dauerhafter internationaler Kooperation, wie etwa Rechtsverläßlichkeit, Informationsbeschaffung, Verminderung existentieller Ungewißheit und der Behebung kollektiver Defekte (z.B. im Sinn des Gefangenendilemmas).[FN 45]

[...]

Vor allem erfüllen internationale Institutionen drei Kernfunktionen: sie bieten Foren für den Informationsaustausch und eröffnen Verhandlungsgelegenheiten, sie erleichtern die compliance Überwachung internationaler Vereinbarungen und sie schaffen nationale Erwartungen über die Solidität internationaler Vereinbarungen.[FN 49]

[FN 44: Keohane (1989): 2.]

[FN 45: Keohane (1984): 88-106.]

[FN 49: Keohanc (1989): 2.]

Anmerkungen
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[37.] Gc/Fragment 140 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:10 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, Schuju, Marcusb, KayH, Nerd wp
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 14-37
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 168, Zeilen:
Der rationalistische Institutionalismus läßt sich sehr gut mit dem Realismus vergleichen; denn er vertritt sehr eindeutige Hypothesen, denen realistische Annahmen strikt entgegenstehen. Grieco[FN 320] hat drei solcher Hypothesen prototypisch herausgestellt:

1. Der rationalistische Institutionalismus nimmt stets an, daß kooperationswillige Staaten ein institutionelles Rahmenwerk bevorzugen, das durch einen Interessenmix und zugleich relativ gut abgesicherte Dauerhaftigkeit (etwa in Form hoher Austrittskosten) gekennzeichnet ist. So nämlich werden für jeden einzelnen Staat die jeweils anderen besser kontrollierbar und in ihrer allgemeinen Politik beeinflußbar Der Realismus hingegen würde immer vermuten, daß Staaten bewußt wenig dauerhafte Kooperationsformen anstreben, weil sie die Kooperation dann gemäß ihrem Selbstinteresse leichter aufgeben können und nicht Gefahr laufen, in ihren Entscheidungsprozessen durch andere Staaten maßgeblich beeinflußt oder gehemmt zu werden.

2. Außerdem unterstellt der rationalistische Institutionalismus, daß Staaten eher kooperative Arrangements mit wenigen Mitgliedern bevorzugen, weil nur so die Transaktionskosten gering gehalten werden können. Der Realismus würde demgegenüber vermuten, daß Staaten typischerweise ein Interesse an Kooperationsformen mit möglichst vielen Teilnehmern haben, weil so interne Balancierungsmechanismen entstehender Verlierer gegen sich abzeichnende Gewinner möglich sind.

3. Schließlich differieren auch die Aussagen über den Effekt von Problemverknüpfungen (issue linkages) auf die Kooperation. Der rationalistische Institutionalismus vermutet, daß dichte Problemverknüpfungen zukünftige Kooperation fördern, weil die beteiligten Staaten öfter miteinander in Kontakt treten müssen, was langfristig [...]

[FN 320: Grieco (1993), S. 133 f.]

Der rationalistische Institutionalismus läßt sich sich sehr gut mit dem Realismus vergleichen; denn er vertritt sehr eindeutige Hypothesen, denen realistische Annahmen strikt entgegenstehen. Grieco hat drei solcher Hypothesen prototypisch herausgestellt.[FN 82] Der rationalistische Institutionalismus nimmt stets an, daß kooperationswillige Staaten ein institutionelles Rahmenwerk bevorzugen, das durch einen Interessenmix und zugleich relativ gut abgesicherte Dauerhaftigkeit (z.B. in Form hoher Austrittskosten) gekennzeichnet ist. So nämlich werden für jeden einzelnen Staat die jeweils anderen besser kontrollierbar und in ihrer allgemeinen Politik beeinflußbar. Der Realismus hingegen würde immer vermuten, daß Staaten bewußt wenig dauerhafte Kooperationsformen anstreben, weil sie die Kooperation dann gemäß ihrem Selbstinteresse leichter aufgeben können und nicht Gefahr laufen, in ihren Entscheidungsprozessen durch andere Staaten maßgeblich beeinflußt oder gehemmt zu werden.

Außerdem unterstellt der rationalistische Institutionalismus, daß Staaten eher kooperative Arrangements mit wenigen Mitgliedern bevorzugen, weil nur so die Transaktionskosten gering gehalten werden können.[FN 83] Der Realismus würde demgegenüber vermuten, daß Staaten typischerweise ein Interesse an Kooperationsformen mit möglichst vielen Teilnehmern haben, weil so interne Balancierungsmechanismen entstehender Verlierer gegen sich abzeichnende Gewinner möglich sind.

Schließlich differieren auch die Aussagen über den Effekt von Problemverknüpfungen (issue linkages) auf die Kooperation. Der rationalistische Institutionalismus vermutet, daß dichte Problemverknüpfungen zukünftige Kooperation fördern, weil die beteiligten Staaten öfter miteinander in Kontakt treten müssen, was langfristig [...]

[FN 82 Zum Folgenden: Griceo (1993a): 133f.]

[FN 83 Darauf weist auch Milner (1992: 473f.) hin.]

Anmerkungen

Leider hat GC den Punkt nach "beeinflussbar" beim Abschreiben uebersehen... Fortsetzung in Gc/Fragment 141 01. Einstufung in NichtBelegt meiner Meinung nach plausibel, da naechster Verweis auf Siedschlag auf der nächsten Seite mitten im Absatz steht. Der Leser kann UNMOEGLICH merken, dass auf einer anderen Seite der Quelle dies hier stand.

Sichter

[38.] Gc/Fragment 141 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:12 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, KayH, Nerd wp, Drhchc, Schuju
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 1-5
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 168, Zeilen:
[...] zu einer Abschwächung von Interessengegensätzen führe. Der Realismus ist gegenüber Problemverknüpfungen skeptisch. Er sieht in ihnen immer auch eine Gefahr für die Kooperation; denn so werden seiner Auffassung vom vorherrschenden nationalen Selbstinteresse entsprechend gerade vielfältige Verknüpfungen von Konfliktanlässen geschaffen. [...] zu einer Abschwächung von Interessengegensätzen führe. Der Realismus ist gegenüber Problemverknüpfungen skeptisch. Er sieht in ihnen immer auch eine Gefahr für die Kooperation; denn so werden seiner Auffassung vom vorherrschenden nationalen Selbstinteresse entsprechend gerade vielfältige Verknüpfungen von Konfliktanlässen geschaffen.
Anmerkungen

Fortsetzung von Gc/Fragment 140 14, daher Einstufung als Verschleierung! Siehe Anmerkung in Gc/Fragment 140 14 zum Thema NichtBelegt

Sichter

[39.] Gc/Fragment 141 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:14 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.67.116, Nerd wp, Goalgetter, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 6-20
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 165-166, Zeilen:
Zwar teilt der rationalistische Institutionalismus mit dem Neorealismus den Ausgangspunkt

der anarchischen Organisationsstruktur der internationalen Beziehungen. Im Gegensatz zum Neorealismus hält er aber langfristige institutionell verfestigte Kooperationsstrukturen für möglich. Diese überlagern die Effekte der Anarchie sogar und können sie abschwächen. Allerdings hält er immer nur problemgebundene Kooperationsformen für wahrscheinlich.[FN 321] Für die rationalistische Variante ist internationale Politik ein Aggregat rationalistischen Individualhandelns von Staaten. Kooperation entsteht nicht durch die Orientierung an gemeinsamen Sinnkonstrukten, sondern wenn Akteure ihr Verhalten an die tatsächlichen oder antizipierten Präferenzen anderer anpassen. [FN 322] Der wichtigste Unterschied zu der noch vorzustellenden Regimetheorie liegt darin, daß Regimen keine eigenständige Regelungsfunktion in den internationalen Beziehungen zugebilligt wird. Sie könnten generalisierte multilaterale Reziprozitätsnormen als positive Bedingungsfaktoren der Interessendefinition internationaler Akteure nicht ersetzen, sondern lediglich zur Stabilisierung ohnehin bereits vorhandener kooperativer Elemente in den internationalen Beziehungen beitragen.[FN 323]

Der rationalistische[FN 64] Neoliberalismus [...] teilt mit dem Neorealismus [...] den Ausgangspunkt der anarchischen Organisationsstruktur der internationelen Beziehungen. Dennoch hält er im Gegensatz zum Neorealismus langfristige institutionell verfestigte Kooperationsstrukturen für möglich, welche die Effekte der Anarchie sogar überlagern und abschwächen können. [...] so sieht der rationalistische Neoliberalismus aber immer nur problemgebundene Kooperationsformen für wahrscheinlich [...] Internationale Politik ist ein Aggregat rationalistischen Individualverhandelns von Staaten. Kooperation ensteht nicht durch die Orientierung an gemeinsamen Sinnkonstrukten, sondern "wenn Akteure ihre Verhalten an die tatsächlichen oder antizipierten Präferenzen anderer passen."[FN 68] [...] Der wichtigste Unterschied zur noch vorzustellenden Regimetheorie liegt darin, daß Regimen keine eigenständige Regelungsfunktion in den internationalen Beziehungen zugebilligt wird. Sie könnten generalisierte multilaterale Reziprozitätsnormen als positive Bedingungsfaktoren der Interessendefinition internationaler Akteure nicht ersetzen, sondern lediglich zur Stabilisierung ohnehin bereits vorhandener kooperativer Elemente in den internationalen Beziehungen beitragen.[FN 71]
Anmerkungen
Sichter

[40.] Gc/Fragment 141 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:16 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
HWI999, Fiesh, Drhchc, Goalgetter, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 21-37
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 169-170, Zeilen:
Die Variante des internationalistischen Institutionalismus stellt eine tatsachengetriebene Gegenposition zum Realismus dar: Zugleich feststellbare weltpolitische Globalisierungs- und Fragmentierungstendenzen werden zum Anlaß genommen, ausgehend von einer Methodenkritik des Realismus zu adäquaten theoretischen Modellen zu gelangen. Dabei macht der insbesondere von Charles Kegley vertretene internationalistische Institutionalismus mehrere theoretische Rahmenannahmen[FN 324]:

Ausgangspunkt ist die Annahme eines weltpolitischen und transnationalen Vormarschs der Demokratie, die einerseits den Staat als dominanten Analysegegenstand des Realismus zunehmend irrelevant erscheinen lasse und andererseits dazu führe, daß gerade internationale Sicherheitspolitik nicht ohne eine genaue Berücksichtigung innenpolitischer Faktoren verstanden und erklärt werden könne.[FN 325] Theoretisch und empirisch würden zudem internationale Organisationen und internationale Verrechtlichung immer wichtiger als eigenständige Größen in den internationalen Beziehungen oder zumindest doch als virulenter Bezugsrahmen staatlichen Handelns. Beide Dimensionen gewinnen zusehends eine Qualität sui generis.[FN 326] So entsteht ein internationaler Multilateralismus, der nicht mehr streng problemgebunden und von sehr begrenzter Dauer sei, sondern mehr und mehr ein dauerhaftes Orga-[nisationselement internationaler Politik darstellt.]

[FN 324] Hierzu insbesondere Kegley (1995). [FN 325] Vgl. Kegley (1995), S. 10 f. [FN 326] Vgl. Kegley (1995), S. 13 f.

Im Sinne der Klassifikation von Holsti stellt der internationalistische Institutionalismus eine tatsachengetriebene Gegenposition zum Realismus dar: Zugleich feststellbare weltpolitische Globalisierungs- und Fragmentierungstendenzen werden zum Anlasß genommen, ausgehend von einer Methodenkritik des Realismus zu gegenstandsadäquaten theoretischen Modellen zu gelangen.

Auf dieser pauschalen Herausforderung aufbauend, entwickelt der internationalistische Neoliberalismus eine Reihe theoretischer Rahmenannahmen {--> hier in Fußnote Verweis auf Kegley}: Ausgangspunkt ist die Annahme eines weltpolitischen und transnationalen "[Vor]marschs der Demokratie", die sowohl den Staat als dominanten Analysegegenstand des Realismus zunehmend irrelevant erscheinen lasse als auch dazu führe, daß gerade internationale Sicherheitspolitik nicht ohne eine genaue Berücksichtigung innenpolitischer Faktoren verstanden und erklärt werden könne.[FN 87] [...]

theoretisch und empirisch würden zudem internationale Organisationen und internationale Verflechtung immer wichtiger als eigenständige Größe in den internationalen Beziehungen oder zumindest doch als virulenter Bezugsrahmen staatlichen Handelns.[FN 89] Beides [...] gewinne zusehends eine Qualität sui generis.[FN 90]

So entstehe ein internationaler Multilateralsismus, der nicht mehr streng problemgebunden und von sehr begrenzter Dauer sei, sondern mehr und mehr ein dauerhaftes Organisationselement internationaler Politik darstelle, weil in seinem quasipermanenten Rahmen allgemeine Probleme behandelt würden.[FN 91]

Anmerkungen
Sichter

[41.] Gc/Fragment 142 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:19 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
HWI999, Fiesh, Drhchc, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 1-20
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 170-171, Zeilen:
[...Orga-]nisationselement internationaler Politik darstellt. Der internationalistische Institutionalismus geht funktional orientiert vor. Er fragt danach, welche Funktionen globale Ordnungselemente in den internationalen Beziehungen der Gegenwart erfüllen. Als Ausgangspunkt für die funktionale Ausarbeitung des Begriffs "globale Ordnung" dient der von Keohane und Nye geprägte Begriff der "komplexen Interdependenz"[FN 327]. Funktional

gesehen beinhaltet er drei Komponenten: • Multiple linkage-Faktoren, die staatliche Außenpolitiken miteinander und mit der internationalen Umwelt verbinden, • multiple nicht-hierarchische Problemzusammenhänge und schließlich • die klassische Frage nach der "guten" politischen Ordnung (z.B. der Zusammenhang zwischen Demokratie und Frieden). Eine interessante methodische Neuerung liegt in dem von Nye eingeführten Begriff der "weichen Macht" (soft power) oder "kooptiven Macht" (co-optive power). Die Grundthese besteht dabei darin, daß politische Machtbeziehungen unter den Bedingungen komplexer Interdependenz nicht mehr typischerweise von unmittelbarem Zwang oder unmittelbarer Einflußnahme ("Befehlsmacht" oder "koerzive Macht") gekennzeichnet seien, sondern als soziale Beziehungsqualitäten aufgefaßt werden müßten.[FN 328] Internationale Regime, ein gemeinsamer kultureller Wissensschatz und internationale Institutionen im weiteren Sinn werden so zu wichtigen Ressourcen nationaler Macht.[FN 329]

[327] Keohane / Nye (1977). [328] Nye (1990). [329] Siedschlag (1997), S. 171.

[...] Organisationselement internationaler Politik darstelle, [...], geht der internationalistische Neoliberalismus funktional orientiert vor. Er fragt danach, welche [...] Funktionen globale Ordnungselemente in den internationalen Beziehungen der Gegenwart erfüllen.[FN 92] [...] Als Ausgangspunkt für die funktionale Ausarbeitung des Begriffs "globale Ordnung" dient der von Keohane und Nye geprägte Begriff der "komplexen Interdependenz"[FN 93]. Funktional gesehen beinhaltet er drei Komponenten: Multiple linkage-Faktoren, die staatliche Außenpolitiken miteinander und mit der internationalen Umwelt verbinden, sodann multiple nicht-hierarchische Problemzusammenhänge und schließlich die klassische Frage nach der 'guten' politischen Ordnung (z.B. der Zusammenhang zwischen Demokratie und Frieden).[FN 94]

Eine interessante methodische Neuerung liegt in dem von Nye eingeführten Begriff der "weichen Macht (soft power)" oder "kooptiven Macht" (co-optive power)".[FN 95] Die Grundthese besteht dabei darin, daß politische Machtbeziehungen unter den Bedingungen komplexer Interdependenz nicht mehr typischerweise von unmittelbarem Zwang oder unmittelbarer Einflußnahme ("Befehlsmacht (command power)" oder "koerzive Macht (coercive power)") gekenzeichnet seien, sondernals soziale Beziehungsqualitäten aufgefaßt werden müßten.[FN 96] [...] Internationale Regime, ein gemeinsamer kultureller und wertbezogener Wissensschatz und internationale Institutionen im weiteren Sinn werden so zu wichtigen Ressourcen nationaler Macht.[FN 98]

Anmerkungen

Fußnote 329 ist ein Bauernopfer, weil sie sich aufgrund der Seitenangabe nur auf einen Satz bezieht, obwohl der vorangehende Text aus der gleichen Quelle eine Seite früher übernommen wurde.

Sichter

[42.] Gc/Fragment 144 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:29 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
Marcusb
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 1-9
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 173, Zeilen:
[Es entwickelte

sich im Völkerrecht um den Begriff ein Theoriegebäude, das - ähnlich wie der Münch-] ner Neorealismus - aus dem steten Wechselspiel internationaler politischer Theorie und Praxis hervorgegangen ist. Die sich ergebende Grundeinsicht hat zwei Aspekte:

1. Auch innerhalb scheinbar formaljuristisch perfekt geregelter internationaler Ko- operationsprozesse spielen informelle Regeln eine wichtige Rolle, sei es bei der Initiierung oder der Aufrechterhaltung.

2. Die Akteure versuchen nicht nur, die Regimestruktur ihren jeweiligen Interessen anzupassen (Assimilation), sondern regelmäßig sind auch Akkomodationsphäno- mene beobachtbar, das heißt die beteiligten Akteure richten umgekehrt ihr Handeln - bewußt oder unbewußt - auf die Regime ein.[337 Vgl. Siedschlag (1997), S. 172.]

Es handelt sich um ein Theoriegebäude, das ebenso wie zum Beispiel der Münchner Neorealismus aus dem steten Wechselspiel internationaler politischer Theorie und Praxis hervorgegangen ist [...].

Die Grundeinsicht, die sich [...] ergeben hatte, war dabei eine zweifache: erstens, auch innerhalb scheinbar formaljuristisch perfekt geregelter internationaler Kooperationsprozesse spielen informelle Regeln eine wichtige Rolle, sei es bei der Initiierung oder Aufrechterhaltung; zweitens, die Akteure versuchen nicht nur, die Regimestruktur ihren jeweiligen Interessen anzupassen (Assimilation), sondern regelmäßig sind auch Akkomodationsphänomene beobachtbar, d.h. die beteiligten Akteure richten umgekehrt ihr Handeln - bewußt oder unbewußt - auf die Regime ein.[337 Vgl. Siedschlag (1997), S. 172.]

Anmerkungen
Sichter

[43.] Gc/Fragment 149 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:49 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
134.102.198.105, 79.203.236.192, Senzahl, KayH, Nerd wp, Marcusb
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 1-37
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 185f, Zeilen:
9.2.5. Multilateralismus

Der Multilateralismus ist ebenso wie die Regimetheorie eine spezifische Ausprägung des Institutionalismus, die so viel eigenes Profil gewonnen hat, daß sie als eigenständiger Ansatz behandelt werden sollte. Die Multilateralismus-Theorie befindet sich derzeit noch in einem vorparadigmatischen Stadium und besteht aus locker verbundenen Ansätzen von Autoren.<sup>361</sup>

Multilateralismus bezeichnet nicht den freien Umgang aller Staaten miteinander, son- dern geht von einem hierarchischen internationalen System mit Klein-, Mittel- und Großmächten aus.362 Multilateralismus wird dann möglich und nötig, wenn die Macht- beziehungen zwischen den größeren Mächten nicht unipolar (Hegemonie) oder bipolar (Kalter Krieg) strukturiert sind, sondern multipolar, das heißt sie umfassen drei oder mehr weltpolitisch relevante Großmächte. Ebenso wie der Realismus sieht der Multi- lateralismus Macht und staatliche Politik als wichtige Bestimmungsgrößen und Struk- turierungselemente in den internationalen Beziehungen an. Multipolarität und ein dar- aus folgender Multilateralismus sind nur möglich auf der Grundlage reziproker Machtbeziehungen.

Metatheoretisch gesehen ist der Multilateralismus eine Variation der regimeorientier- ten Kooperationstheorie.363 Während die Regimetheorie immer von gegenstandsbezo- genen, also problemabhängigen Kooperationsformen ausgeht, bezeichnet Multilatera- lismus eine allgemeine internationale Kooperationsstruktur, die gerade nicht streng funktional gebunden ist. Multilateralismus ist in diesem Sinn zu verstehen als eine spezifische institutionelle Form, die für die beteiligten Akteure verallgemeinerte Ver- haltensprinzipien für ganze Klassen von Situationen beinhaltet. Die Grundhypothese des Multilateralismus lautet dann: Diese Verhaltensprinzipien definieren für jeden Akteur für bestimmte Handlungsklassen adäquate Verhaltensweisen, wobei Partikula- rinteressen einzelner Akteure nicht mehr maßgeblich handlungsbestimmend sind.364

Im Gegensatz zu einem internationalen Regime handelt es sich aber bei Multilatera- lismus eben um eine nicht problemgebundene, sondern eine akteursgebundene institu- tionelle Form. Verschiedene Staaten kooperieren über ganze Problembereiche hinweg. Dieser Multilateralismus findet - und hier liegt eine wichtige Gemeinsamkeit zur Re- gimetheorie - gerade nicht notwendigerweise innerhalb internationaler Organisationen statt. Multilateralismus bezieht sich vielmehr auf multilaterale Normen und Institutio- nen, also bestimmte gemeinsame Prinzipien, die den freien Umgang von drei oder mehr Staaten miteinander regeln. International effizienter Multilateralismus hat zwei Kennzeichen:

1. Die entsprechenden Normen und Institutionen sind unteilbar, also im wahrsten Sinn des Wortes kollektiv.


<br />____<br /> FN 361: Vgl. Siedschlag (1997), S. 185 ff.

FN 362: Vgl. Kegley / Raymond (1994), S. 12.

FN 363: Siedschlag (1997), S. 186.

FN 364: Vgl. Ruggie (1993), S. 11.

Der Multilateralismus ist ebenso wie die Regimetheorie eine spezifische Ausprägung des Institutionalismus, die so viel eigenes Profil gewonnen hat, daß sie als eigenständiger Ansatz behandelt werden sollte. Multilateralismus-Theorie befindet sich derzeit noch in einem vorparadigmatischen Stadium und besteht aus locker verbundenen Ansätzen von Autoren, [...] Multilateralismus bezeichnet wohlgemerkt keinen freien Umgang aller Staaten miteinander [...], sondern geht von einem hierarchischen internationalen System mit Klein-, Mittel- und Großmächten aus.

Multilateralismus wird dann möglich und nötig, wenn die Machtbeziehungen zwischen den größeren Mächten nicht unipolar (Hegemonie) oder bipolar (Kalter Krieg) strukturiert sind, sondern multipolar, d.h. sie umfassen drei oder mehr weltpolitisch relevante Großmächte.[169] Ebenso wie der Realismus sieht der Multilateralismus Macht und staatliche Politik als wichtige Bestimmungsgrößen und Strukturierungselemente in den internationalen Beziehungen an. Multipolarität und ein daraus folgender Multilateralismus sind nur möglich auf der Grundlage reziproker Machtbeziehungen, [...]


169 Kegley/Raymond (1994): 12.

[...]

Metatheoretisch gesehen ist der Multilateralismus eine Variation der regimeorientierten Kooperationstheorie. Während die Regimetheorie immer von issue-spezifischen, also problemabhängigen Kooperationsformen ausgeht, bezeichnet Multilateralismus eine allgemeine internationale Kooperationsstruktur, die gerade nicht streng funktional gebunden ist.[172] Multilateralismus ist in diesem Sinn zu verstehen als eine spezifische institutionelle Form, die für die beteiligten Akteure verallgemeinerte Verhaltensprinzipien für ganze Klassen von Situationen beinhaltet[173]. Die Grundhypothese des Multilateralismus lautet dann: Diese Verhaltensprinzipien definieren für jeden Akteur für bestimmte Handlungsklassen adäquate Verhaltensweisen, wobei Partikularinteressen einzelner Akteure nicht mehr maßgeblich handlungsbestimmend sind.[174]

[...] Im Gegensatz zu einem internationalen Regime handelt es sich aber bei Multilateralismus eben um eine nicht problemgebundene, sondern eine akteursgebundene institutionelle Form. Verschiedene Staaten kooperieren über ganze Problembereiche hinweg. Dieser Multilateralismus findet - und hier liegt eine wichtige Gemeinsamkeit zur Regimetheorie - gerade nicht notwendigerweise innerhalb internationaler Organisationen statt. Multilateralismus bezieht sich vielmehr auf multilaterale Normen und Institutionen, also bestimmte gemeinsame Prinzipien, die den freien Umgang von drei oder mehr Staaten miteinander regeln.[176]

International effizienter [...] Multilateralismus hat zwei Kennzeichen: erstens sind die entsprechenden Normen und Institutionen unteilbar, also im wahrsten Sinn des Wortes kollektiv; [...]

174 Ruggie (1993): 11.

Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme der ganzen Seite, auh die Fussnoten wurden mitgenommen. Nachweise im Original werden zum grossen Teil unterschlagen.

Sichter

[44.] Gc/Fragment 150 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:51 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, Marcusb, KayH, Nerd wp
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 150, Zeilen: 1-35
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 185ff, Zeilen:
2. Erfolgreicher Multilateralismus führt zu diffuser Reziprozität bei den beteiligten

Akteuren, also zu generalisierten Verhaltenserwartungen, die den künftigen Kon- takt untereinander strukturieren, regeln und stabilisieren.365

Das ist eine genaue Gegenauffassung zum strukturellen Realismus, für den es ja stets nur koaktive Balancestrukturen im Rahmen epochaler positionaler Strukturbilder ge- ben kann.366 Allerdings wendet sich der Multilateralismus nicht nur gegen das realisti- sche, sondern in gewisser Weise auch gegen seine intellektuelle Heimat, das neolibe- rale Paradigma. Der Neoliberalismus behaupte zwar seit langem, daß Normen und In- stitutionen in den internationalen Beziehungen irgendwie relevant seien, habe aber deren typischer multilateraler Erscheinungsform keine hinreichende Aufmerksamkeit geschenkt. Internationale Kooperation lasse sich aber nur verstehen, wenn sie in ihrer gegenwärtig typischen qualitativen Ausprägung, eben dem Multilateralismus, erfaßt werde. Es reiche nicht, ihre quantitativen Kodeterminanten einfach hochzurechnen.367

Methodisch geht es beim Multilateralismus um die Ausarbeitung eines Grundkonzepts durch eine prototypische Herausstellung multilateraler Koopeationsformen und -typen der Weltpolitik. Kegley und Raymond entwickelten hierzu das Modell eines dreidi- mensionalen Phasenraums. Der internationale Verhaltensraum des Multilateralismus wird demnach von drei Faktoren aufgespannt: 1. Dem Begrenzungsgrad staatlichen Handelns durch internationale Normen (per- missiv versus restriktiv) 2. der Prägnanz internationaler Allianzkonfigurationen (polarisiert versus flexibel) und 3. der Verteilung der nationalen capabilities368 (konzentriert versus dispergiert).369

Der Multilateralismus betrachtet sich auch als politisches Modell der internationalen Beziehungsregelung in der post-bipolaren Welt im Sinn einer neuen Konzertpolitik der Großmächte.[FN 370] Die Denkrichtung wendet sich teilweise polemisch gegen die im 20. Jahrhundert insgesamt vorherrschenden internationalen Organisationen multipler Zielsetzung und universeller Mitgliedschaft, wie den Völkerbund oder die UNO. Organisatorisch verfestigter Multilateralismus büße gerade die Koordinationseffektivität eines Multilateralismus als institutioneller Form im Sinn diffuser Reziprozität ein. Betroffen davon sei

• die Einbuße flexibler Verhandlungslösungen wegen der organisatorischen Verfestigung,

• die Ablösung multilateraler Verhandlungsprozesse durch internationale Abstimmungen (deren Ergebnisse sich meist ohnehin nicht durchsetzen ließen) sowie [...]

FN 365: Vgl. Ruggie (1993), S. 8 - 11.

FN 366: Siedschlag (1997), S. 186.

FN 367: Vgl. Ruggie (1993), S. 5 - 7.

FN 369: Vgl. Kegley / Raymond (1994), S. 56 f.

FN 370: Hierzu Brenner (1995), dessen Ordnung nach Ländern den staatenweltlichen Bezug des Multilateralismus deutlich macht.

[...] zweitens führt erfolgreicher Multilateralismus zu diffuser Reziprozität bei den beteiligten Akteuren, also zu generalisierten Verhaltenserwartungen, die den künftigen Kon-

takt untereinander strukturieren, regeln und stabilisieren.[177] Das ist eine genaue Gegenauffassung zum strukturellen Realismus, für den es ja stets nur koaktive Balancestrukturen im Rahmen epochaler positionaler Strukturbilder geben kann.

[... Seite 187 unten ...]

Der Multilateralismus wendet sich nicht nur gegen das realistische, sondern auch gegen seine intellektuelle Heimat, das neoliberale/institutionalistische Paradigma. Der Neoliberalismus behaupte zwar seit langem, daß Normen und Institutionen in der internationalen Politik irgendwie relevant seien, habe aber deren typischer multilateraler Erscheinungsform keine hinreichende Aufmerksamkeit geschenkt.[187 Ruggie (1993): 5f] Internationale Kooperation lasse sich aber nur verstehen, wenn sie in ihrer gegenwärtig typischen qualitativen Ausprägung, eben dem Multilateralismus, erfaßt werde.[188 Ruggie (1993): 7] Es reiche nicht, ihre quantitativen Kodeterminanten einfach aufzurechnen.[189 Ruggie (1993): 5.]

2.4.4 Methodische Grundlagen

Methodisch geht es [... um] die Elaboration eines Grundkonzepts des Multilateralismus durch eine prototypische Herausstellung multilateraler Koopeationsformen und -typen in der Weltpolitik. [...] Hier kann das von Kegley und Raymond entwickelte Modell eines dreidimensionalen Phasenraums[192 Kegely/Raymond (1994): 56f.] weiterhelfen. Der internationale Verhaltensraum des Multilateralismus wird demnach von drei Faktoren aufgespannt: Dem Begrenzungsgrad staatlichen Handelns durch internationale Normen (permissiv versus restriktiv), der Prägnanz internationaler Allianzkonfigurationen (polarisiert versus flexibel) und der Verteilung der nationalen capabilities (konzentriert versus dispergiert).

[... Seite 189 oben ...]

Implizit betrachtet sich der Multilateralismus auch als politisches Modell der internationalen Beziehungsregelung in der post-bipolaren Welt im Sinn einer neuen Konzertpolitik der Großmächte.[FN 195] Er wendet sich polemisch gegen die im 20. Jahrhundert insgesamt vorherrschenden internationalen Organisationen multipler Zielsetzung und universeller Mitgliedschaft, wie den Völkerbund oder die UNO.[FN 196] Organisatorisch verfestigter Multilateralismus büße gerade die Koordinationseffektivität eines Multilateralismus als institutioneller Form im Sinn diffuser Reziprozität ein. Mit folgenden Einbußen des geregelten Umgangs von Staaten miteinander sei dabei zu rechnen: einem Verschwimmen der gemeinsamen Verhakensprinzipien wegen des Universalitätsprinzips, der Einbuße flexibler Verhandlungslösungcn wegen der organisatorischen Verfestigung, überhaupt dem Ablösen multilateraler Verhandlungsprozesse durch internationale Abstimmungen (deren Ergebnisse sich meist ohnehin nicht durchsetzen ließen) sowie [...]

FN 195: S. z.B. Kcglcy/Raymond (1994): insbes. 212-235. Vgl. auch die Beiträge in Brenner (Hg. 1995), die nach Ländern geordnet sind und damit schon den staatenweltlichen Fokus des Multilateralismus deutlich machen.

FN 196: S. Ruggie (1993): 23.

Anmerkungen

Weiter auf Gc/Fragment 151 01

Sichter

[45.] Gc/Fragment 151 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:53 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, KayH, Nerd wp
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 1-6
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 189, Zeilen:
• die Zersplitterung der Kooperation zwischen den Großmächten durch die störende Mitgliedschaft kleiner Staaten.[FN 371]

Das wichtigste Hindernis bei der Übersetzung des Theoriekonzepts des Multilateralismus in ein politisches Handlungsmuster ist, daß es gerade wegen seiner Flexibilität von den beteiligten Akteuren je nach Eigeninteresse durchaus unterschiedlich aufgefaßt werden und damit gerade konfliktstimulierend wirken kann.[FN 372]

[FN 371: Ruggie (1993), S. 23, zitiert nach Siedschlag (1997), S. 189.]

[FN 372: Vgl. Siedschlag (1997), S. 189.]

[...] der Zersplitterung der Kooperation zwischen den Großmächten durch die störende Mitgliedschaft kleiner Staaten.[FN 197] [...]

Das wichtigste Hindernis bei der Übersetzung des Theoriekonzepts des Multilateralismus in ein politisches Handlungsmuster ist, daß es gerade wegen seiner Flexibilität von den beteiligten Akteuren je nach Eigeninteresse durchaus unterschiedlich aufgefaßt werden und damit gerade konfliktstimulierend wirken kann [...].[FN 199]

[FN 197: Ruggie (1993): 23.]

[FN 199: Vgl. die Multilateralismus-Kritik von P. Williams (1995).]

Anmerkungen

Fortsetzung von Gc/Fragment 150 24

Sichter

[46.] Gc/Fragment 151 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:55 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
195.243.139.166, Kahrl, Drrerpol
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 7
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 1, Zeilen:
Der Postinternationalismus ist entstanden aus einer radikaleren Realismus-Kritik als

beim Neoliberalismus, die letzteren auch teilweise kritisiert. Kennzeichnend für dieses Paradigma ist, daß er das staatenweltliche Bild des Gegenstandsbereichs internationaler Beziehungen strikt ablehnt. Allerdings ist er in seiner Stoßkraft gegen den Realismus dadurch eingeschränkt, daß er in zahlreiche einzelne Ansätze zerfällt, die keineswegs alle in dieselbe Richtung zielen oder von ähnlichen Leitannahmen ausgehen. So sind unter anderem postmoderne, kritische, soziologische und normative Theoriebildungstendenzen zu unterscheiden. Allerdings läßt sich durch die zusammenfassende Formel des Postinternationalismus auch die wesentliche Hauptstoßrichtung dieser neuen Ansätze kennzeichnen: Letztlich die Negierung des Ausgangspunktes des Realismus und in der Folge die zumeist pauschale Absprache seiner Angemessenheit. 373 Vgl. Siedschlag (1997), S 154 f.

Der Postinternationalismus geht davon aus, daß in der Post-Jalta-Welt "international virulenten Aktionseinheiten" verschwunden sind oder zumindest keine sinnvollen analytischen Ausgangspunkte mehr darstellen. Weltpolitik sei nicht mehr international und auch nicht mehr transnational, weil sich die zur Definition derartiger Politikbegriffe immer notwendigen nationalen, regionalen oder wenigstens politikfeldbezogenen Grenzen nicht länger aufrechterhalten ließen. Infolgedessen sei der analytische Ausgangspunkt von vornherein auf globaler Ebene zu wählen, sei es bei der Vision eines Welt-Menschenrechts, weltweiter Phänomene und Prozesse des sozialen Wandels oder steten Wechselwirkungen zwischen den einstigen subnationalen, nationalen und über- beziehungsweise transnationalen Ebenen des Weltsystems. 374 Z. B. Rosenau (1990).

Der Postinternationalismus setzt demgegenüber mit einer originäreren und radikaleren Realismuskritik an, die teils auch den Institutionalismus mit trifft. Er lehnt das staatenweltliche Bild des Gegenstandsbereiches internationaler Beziehungen strikt ab. Allerdings ist er in seiner Stoßkraft gegen den Realismus

dadurch eingeschränkt, daß er in zahlreiche einzelne Ansätze zerfällt, die keineswegs alle in dieselbe Richtung zielen oder von ähnlichen Leitannahmen ausgehen. So sind unter anderem postmoderne, kritische, soziologische und normative Theoriebildungstendenzen zu unterscheiden. Allerdings läßt sich durch die zusammenfassende Formel des Postinternationalismus auch die wesentliche Hauptstoßrichtung dieser neuen Ansätze kennzeichnen: letztlich die Negierung des Ausgangspunktes des Realismus und in der Folge die zumeist pauschale Absprache seiner Angemessenheit.

Der Postinternationalismus hält nun dagegen, daß gerade diese beiden Konstitutivkomponoenten des Realismus in der Post-Jalta-Welt verschwunden oder zumindest keine sinnvollen analytischen Ausgangspunkte mehr sind. Weltpolitik sei nicht mehr international und auch nicht mehr transnational, weil sich die zur Definition derartiger Politikbegriffe immer notwendigen nationalen, regionalen oder wenigstens politikfeldbezogenen Grenzen nicht länger aufrechterhalten ließen. Infolgedessen sei der analytische Ausgangspunkt von vornherein auf globaler Ebene zu wählen, sei es bei der Vision eines Welt-Menschenrechts, weltweiter Phänomene und Prozesse des sozialen Wandels oder steten Wechselwirkungen zwischen den einstigen subnationalen, nationalen und über- beziehungsweise transnationalen Ebenen des Weltsystems.

Anmerkungen
Sichter

[47.] Gc/Fragment 152 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:57 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, VerschärftesBauernOpfer

Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
79.203.236.192, KayH, Schuju, Nerd wp, Frangge
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 2-11
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 197, Zeilen:
Exeplarisch für den Postinternationalismus soll hier der Globalismus dargestellt werden, der am radikalsten von der postinternationalen These ausgeht. Demzufolge lasse sich internationale Politik gerade nicht mehr als internationale Politik verstehen, also als Politik zwischen formal gleichberechtigten Aktionssystemen, sondern nur noch als globaler Wirkungszusammenhang, bei dem sich Prozesse auf verschiedenen Systemebenen stets von neuem wechselseitig überlagern. Postinternationale Politik ist also dauerhaften Turbulenzen ausgesetzt.[Fn 375] Der Globalismus ist das deutlichste theoretische Resultat der post-bipolaren Welt, sieht sich als diametrale Gegenkonzeption zum realistischen Paradigma und tritt für eine völlig neuartige Heuristik der Disziplin Internationale Politik unter Rückgriff auf Konzepte der neueren Systemtheorie.[Fn 376]

---

Fußnote 375: Diese Bedeutung und den Begriff der Postinternationalen Politik selbst hat Rosenau (1990), S. 3 - 20 eingeführt.

Fußnote 376: Vgl. Siedschlag (1997), S. 197.

Der Globalismus[Fn 45] geht am radikalsten von der postinternationalen These aus: Institutionelle Politik lasse sich gerade nicht mehr als internationale Politik verstehen, also als Politik zwischen formal gleichberechtigten Aktionssystemen, sondern nur noch als globaler Wirkungszusammenhang, bei dem sich Prozesse auf verschiedenen Systemebenen [...] stets von neuem wechselseitig überlagern - "postinternationale Politik" ist also dauernden Turbulenzen ausgesetzt.[Fn 46]

[...] Außerdem verfährt er [der Globalismus] theoriegetrieben, wenn er für eine völlig neuartige Heuristik der Disziplin Internationale Politik unter Rückgriff auf Konzepte der neueren Systemtheorie eintritt.

---

Fußnote 46: Diese Bedeutung und den Begriff der "postinternationalen Politik" selbst hat J.N. Rosenau (1990:3 - 20) eingeführt.

Anmerkungen

Obwohl es sich in weiten Teilen um ein wörtliches Zitat handelt und sogar die Fußnote 46 als Fußnote 375 bis auf die Anpassung an den eigenen Zitierstil wörtlich übernommen wurde, wird Siedschlag (1997) in Fußnote 376 nur mit "Vgl." referenziert. Schreibfehler in der Diss.: "Exeplarisch"

Sichter

[48.] Gc/Fragment 152 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:00:59 Kybot
Fragment, Gc, Gesichtet (BC), SMWFragment, Schutzlevel, Siedschlag 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, Marcusb, KayH, Schuju, Nerd wp, 92.72.89.62, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 12-33
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 198, Zeilen:
Theoretisch geht es um die Ergänzung der drei klassischen images im Fach Internationale Politik:

1. das Individuum, 2. den Staat und 3. das internationale System. Dem wird ein postinternationales viertes image hinzugefügt, das des globalen Systems.[FN 377] Diese vierte Systemebene darf für den Globalismus aber gerade nicht ausschließlich betrachtet werden. Auch der Neoliberalismus versucht ja letztlich, ein postinternationales Strukturelement in die Theorie der internationalen Beziehungen einzuführen, seien es transnationale Interdependenzen, Regime oder allgemeine internationale Verrechtlichung. Damit einher geht allerdings die übermäßige Ausblendung der anderen internationalen Systemebenen, so daß die Konstitutivfaktoren und Kodeterminanten derartiger globaler Ebenen internationaler Beziehungen weithin im Dunkeln bleiben.[FN 378]

Der Globalismus will nun einerseits ein viertes image einführen, das aber eben gerade nicht methodisch und inhaltlich in der Luft hängt, sondern zusammen mit den Wechselwirkungsprozessen zwischen allen vier images untersucht werden soll. Mit Ausnahme der strikt anti-nationalen Vorgehensweise bei Rosenau bleibt - wie im Realismus - die international-staatliche Ebene der Ausgangspunkt. Nur wird hier nicht stehengeblieben, sondern der Analysefokus sozusagen von hier nach "oben" und "unten" ausgedehnt.[FN 379] Der Globalismus interessiert sich weniger für globale Strukturbilder internationaler Beziehungen als vielmehr für den Prozeß der Globalisierung: Globalisie-[...]

[FN 377: North (1990), S. 19 - 25.]

[FN 378: Siedschlag (1997), S. 198.]

[FN 379: McGrew (1992), S. 3.]

Theoretisch geht es um die Ergänzung der drei klassischen images im Fach Internationale Politik, also das Individuum, den Staat und das internationale System oder eigentlich im Sinn von Waltz nur die internationale Positionsstruktur der units. Dem wild ein postinternationales viertes image hinzugefügt, das des "globalen Systems".[FN 47] Diese vierte Systemebene darf für den Globalismus aber gerade nicht ausschließlich betrachtet werden. Auch der Institutionalismus, der Internationalismus, das Global-Governance-Paradigma und der Neoliberalismus versuchen ja letztlich, ein postinternationales Struklurelement in die Theorie der internationalen Beziehungen einzuführen, seien es transnationale Interdependenzen, Regime, die Erfordernisse und Zivilisierungsprozesse innerhalb einer angenommenen Weltgesellschaft, allgemeine internationale Verrechtlichung oder eine regelrechte Weltinnenpolitik.

Damit einher geht allerdings die übermäßige Ausblendung der anderen internationalen Systemebenen, so daß die Konstitutivfaktoren und Kodeterminanten derartiger globaler Ebenen internationaler Beziehungen weithin im dunkeln bleiben. Der Globalismus will nun einerseits ein viertes image einführen, das aber eben gerade nicht methodisch und inhaltlich in der Luft hängt, sondern zusammen mit den Wechselwirkungsprozessen zwischen allen vier images untersucht werden soll. Mit Ausnahme der strikt anti-nationalen Vorgehensweise bei Rosenau bleibt - wie im Realismus - die international-staatliche Ebene der Ausgangspunkt. Nur wird hier eben nicht stehengeblieben, sondern der Analysefokus sozusagen von hier nach 'oben' und 'unten' ausgedehnt.[FN 48] Der Globalismus interessiert sich weniger für globale Strukturbilder internationaler Beziehungen als vielmehr für den Prozeß der Globalisierung: "Globalisierung [...]

[FN 47: North (1990): 19-25 u. 183-211; s. dazu auch McOcw (1992).]

[FN 48: McCrcw (1992): 3. Das war im übrigen schon das methodische Postulat von Bull (1977): 276.]

Anmerkungen

Fortsetzung in Gc/Fragment 153 03 – Quelle ist in FN 378 genannt. Dass wörtlich übernommen wurde und die übernommene Passage nach der Fußnote fortgesetzt wird, ist nicht ersichtlich.

Sichter

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