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Quelle:Gem/Gruber 1980

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Edelgard, Gruber
Titel    Erziehung zur Autonomie - Politische Sozialisation und demokratische Werte
Sammlung    Politische Bildung und politische Psychologie
Herausgeber    Karl-Dieter Hartmann
Ort    München
Verlag    Wilhelm Fink Verlag
Jahr    1980

Literaturverz.   

Ja
Fußnoten    Ja
Fragmente    0


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Gem/Fragment 026 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 16:03:28 Smoodie
BauernOpfer, Fragment, Gem, Gruber 1980, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Smoodie
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 11-38
Quelle: Gruber 1980
Seite(n): 120-121, Zeilen: 15-40, 1-3
Die Forschungsergebnisse bestätigen, daß für die Entstehung politischer Einstellungen und Verhaltensmuster bereits beim Kind den unpolitischen Lebensbereichen eine wichtige Bedeutung zukommt. Manifeste politische Sozialisiation vollzieht sich durch Erklärungen politischer Sachverhalte durch die Eltern oder Lehrer, durch politische Artikel oder Fernsehsendungen. Latente politische Sozialisation vollzieht sich ständig in der Übertragung der Lerninhalte vom alltäglichen Leben in die Sphäre der Politik. Es handelt sich dabei beispielsweise um Erfahrungen mit Autoritätsbeziehungen, Wahrnehmung der Herrschaftsstrukturen in der sozialen Umwelt, Chancen zur Einflußnahme und des Grades der Autonomie in Familie, Schule und Freundeskreis. Diesen Aspekten kommt eine besondere Bedeutung bei der Erklärung und der Entstehung politischer Aktivitätsbereitschaft und politischer Partizipation zu. Politische Sachverhalte sind komplex und schwierig. Ein meist vorhandener Informationsmangel führt beim Jugendlichen zu Unsicherheit. Der Umgang mit Politik impliziert Konflikte. Die Disposition zur Überwindung dieser Hemmschwelle wird durch unpolitische Erfahrungen geprägt. Es gehören dazu u.a. Gerechtigkeitssinn, Lernen von Solidarität und Verständnis für Andere. Für die bestehenden Unterschiede in der Ausprägung solcher Fähigkeiten werden auch schichtenspezifische Merkmale verantwortlich gemacht. Insbesondere eine höhere Bildung vermittelt nicht nur Normen, die die Bereitschaft zur politischen Partizipation begünstigen, sondern auch größere Kompetenz und führt insgesamt zu größerer Rationalität in der Beurteilung politischer Sachverhalte (50).

(50) Gruber, Edelgard: Erziehung zur Autonomie - Politische Sozialisation und demokratische Werte, in: Hartmann K.D. (Hrsg.): Politische Bildung und politische Psychologie München 1980, S.112-127.

Überragende Einschätzung für die Entstehung politischer Einstellungen und Verhaltenmuster kommt zweifellos dem eigentlich "unpolitischen" Lebensbereich des Kindes zu. Während die manifeste politische Sozialisation durch Erklärungen politischer Sachverhalte - z.B. von den Eltern -, politische Artikel oder Sendungen in Massenmedien, beobachtetes politisches Verhalten der Eltern oder anderer Personen in der näheren Umgebung stattfindet, besteht die latente politische Sozialisation aus einer Übertragung der Lerninhalte vom alltäglichen Leben in die Sphäre der Politik (32). Untersuchungen über latente Einflüsse stellen meistens die Erfahrungen mit Autoritätsbeziehungen in den Mittelpunkt: die Wahrnehmung der Herrschaftsstrukturen in der sozialen Umwelt, der Chancen zur Einflußnahme und des Grades der Autonomie in Familie, Schule und Freundeskreis. Diese Aspekte werden besonders dann relevant, wenn es um die Erklärung der Entstehung politischer Aktivitätsbereitschaft und politischer Partizipation geht. Meistens wird politische Aktivität als relativ frustrierend antizipiert: Politische Sachverhalte sind gewöhnlich äußerst komplex, aus Informationsmangel resultiert Unsicherheit über bestehende Möglichkeiten und zu erwartende Folgen, der Umgang mit Politik impliziert Konflikte und die Beschäftigung mit unerfreulichen Tatsachen(33). Die Disposition zur Überwindung dieser Hemmnisschwelle wird durch die unpolitischen Erfahrungen geprägt. Dazu gehört neben der Konfrontation mit Autoritätsmustern auch das Lernen von Solidarität, Gerechtigkeitsgefühl, Toleranz, Kompromiß, richtiger Selbsteinschätzung und Verständnis für andere. Für Unterschiede in der Ausprägung solcher Fähigkeiten werden einerseits schichtenspezifische Merkmale verantwortlich gemacht (34): Höhere Bildung vermittelt nicht nur Normen, die die Bereitschaft zur politischen Partizipation begünstigen, und größere politische Kompetenz durch mehr politische Information, sondern fördert auch die Rationalität in der Beurteilung politischer Sachverhalte. (35)

(32) Vgl. Mead, G.H., a.a.O.,S.395ff (33) Vgl. Schörken, R. (Hrsg.), Zur Zusammenarbeit von Geschichts- und Politikunterricht, Stuttgart 1978. (34) Diwald, H., Geschichte der Deutschen, Frankfurt 1978

Anmerkungen

Der Verfasser gibt am Ende der Seite die Quelle an, macht die weitreichenden wörtlichen Übernahmen jedoch nicht deutlich. Die vom Verfasser herangezogene Quelle bezieht sich in der Formulierung auf drei Primärquellen, die vom Verfasser nicht besprochen werden und auch nicht im Literaturverzeichnis oder dem Quellenverzeichnis geführt werden.

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