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Quelle:Gjb/Kempf 1990

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Wilhelm Kempf
Titel    Der Kampf um die Menschenrechte in Lateinamerika. Einige Hindernisse seiner Wahrnehmung in Europa
Sammlung    Zeitlandschaft im Nebel
Herausgeber    Horacio Riquelme
Ort    Frankfurt am Main
Verlag    Vervuert
Jahr    1990
Seiten    202-206
URL    http://kops.ub.uni-konstanz.de/bitstream/handle/urn:nbn:de:bsz:352-opus-58160/Der_Kampf_um_die_Menschenrechte_in_Lateinamerika.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    1


Fragmente der Quelle:
[1.] Gjb/Fragment 202 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-13 15:11:14 Singulus
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, Kempf 1990, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 202, Zeilen: 2-16
Quelle: Kempf 1990
Seite(n): 203, 204, Zeilen: 203:39-41; 204:1-3, 10-20
Der kolumbianische Schriftsteller Gabriel García Márquez hat in seiner Nobelpreisrede (1982) bereits hingewiesen, als [sic] den Eurozentrismus unserer Sichtweise anprangerte und davon sprach, dass die Deutung der lateinamerikanischen Wirklichkeit mit Hilfe fremder Schemata nur dazu beiträgt, Lateinamerika immer unbekannter, immer unfreier, immer einsamer zu machen. 497

Diese von García Márquez angeprangerte Übertragung fremder Schemata auf die Beurteilung der lateinamerikanischen Wirklichkeit wird noch verschärft, wenn wir uns vorgeblich um wissenschaftliche Objetivität bemühen. Der kollektive Widerstand gegen Repression und organisierte Gewaltanwendung ist nur aus seinem eigenen kulturellen, gesellschaftlichen und situativen Kontext heraus verstehbar. Dem bürgerlichen, europäischen Wissenschaftsideal entsprechend erfordert „Objektivität“ jedoch gerade die Abstraktion von dem Kontext, in welchem die Subjekte agieren.498


497 GARCIA [sic] MÁRQUEZ, Gabriel: „Die Einsamkeit Lateinamerikas“. Rede zur Verleihung des Literaturnobelpreises 1982, in: Frankfurter Rundschau, 18.12.1982.. [sic]

498 KEMPF 1990, S. 203 ff.

[Seite 203]

Auf einige der Gründe hierfür hat der Lateinamerikaner Gabriel García Márquez in seiner Nobelpreisrede (1982) bereits hingewiesen, als er den Eurozentrismus unserer Sichtwei-

[Seite 204]

se anprangerte und davon sprach, daß die Deutung der lateinamerikanischen Wirklichkeit mit Hilfe fremder Schemata nur dazu beiträgt, Lateinamerika immer unbekannter, immer unfreier, immer einsamer zu machen4.

[...]

Diese von García Márquez angeprangerte Übertragung fremder Schemata auf die Beurteilung der lateinamerikanischen Wirklichkeit wird noch verschärft, wenn wir uns vorgeblich um wissenschaftliche Objetivität bemühen. Der kollektive Widerstand gegen Repression und organisierte Gewaltanwendung, wie wir ihn heute in Ländern wie Chile, Guatemala oder El Salvador erleben, ist nur aus seinem eigenen kulturellen, gesellschaftlichen und situativen Kontext heraus verstehbar. Dasselbe gilt auch für die revolutionären Projekte in Ländern wie Cuba oder Nicaragua. Dem bürgerlichen, europäischen Wissenschaftsideal entsprechend erfordert »Objektivität« jedoch gerade die Abstraktion von dem Kontext, in welchem die Subjekte agieren.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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