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Quelle:Gjb/Nolte 2000

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Detlef Nolte
Titel    Ursachen und Folgen mangelnder Rechtssicherheit und hoher Kriminalitätsraten in Lateinamerika
Zeitschrift    Brennpunkt Lateinamerika. Politik - Wirtschaft - Gesellschaft
Herausgeber    Institut für Iberoamerika-Kunde Hamburg
Datum    27. April 2000
Nummer    8
Seiten    70-80
ISSN    1437-6148
URL    http://deposit.ddb.de/ep/netpub/64/10/50/969501064/_data_dync/bpk-00-08.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Gjb/Fragment 233 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-12 09:13:16 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, Nolte 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 233, Zeilen: 6-16
Quelle: Nolte 2000
Seite(n): 71, 74, Zeilen: 71:li.Sp.15-24; 74:re.Sp. 12-16
Solcher [sic] Szenario der Gewalt und Kriminalität untergräbt zweifellos die Legitimität der Regierungen. 574 Daraus kommen negative Leistungen im Sicherheitsbereich und die Notwendigkeit, finanzielle Ressourcen von anderen staatlichen Aufgaben abzuziehen.

Ein besonderes Merkmal der Kriminalität in Lateinamerika ist das Ausmaß der Gewaltkriminalität, einschließlich Tötungsdelikte. Zwar wies Lateinamerika nach Statistiken der Vereinten Nationen auch bereits in der [sic] 70er und 80er Jahren eine höhere Mordrate als andere Ländergruppen auf, der Abstand zu anderen gewaltige Weltregionen wie Asien, Mittleren Osten und Afrika hat sich aber in der letzten Jahrzehnten vergrößert.575


574 NOLTE 2000, S. 78

575 Dazu FAJNZYLBER et al. 1998, S. 13

[Seite 71]

Ein besonderes Merkmal der Kriminalität in Lateinamerika ist das Ausmaß der Gewaltkriminalität, einschließlich Tötungsdelikte. Zwar wies Lateinamerika nach Statistiken der Vereinten Nationen auch bereits in den 70er und 80er Jahren eine höhere Mordrate als andere Ländergruppen auf, der Abstand zu anderen Weltregionen wie Asien, Mittlerer Osten und Nordafrika und zu den reichen Ländern hat sich aber in den 90er Jahren vergrößert.

[Seite 74]

Gewalt und Kriminalität untergraben die Legitimität der Regierungen (durch negative Leistungen im Sicherheitsbereich und die Notwendigkeit, finanzielle Ressourcen von anderen staatlichen Aufgaben abzuziehen).

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme sind ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Gjb/Fragment 238 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-12 09:15:13 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, Nolte 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 238, Zeilen: 11-26
Quelle: Nolte 2000
Seite(n): 75, Zeilen: 75:li.Sp. 13-18, 24-32 - re.Sp. 1-3, 24-29
Die Kriminalität und ihre Folgen sind nur ein Aspekt, vielleicht der dramatischste der Rechtsunsicherheit. Durch die Kriminalität werden Grundrechte der Bürger – das Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Eigentum- direkt tangiert.

Ein zusätzlicher Aspekt der Rechtsunsicherheit gründet in der unterschiedliche [sic] Durchsetzung des Rechts und der unterschiedlichen Behandlung der Bürger durch den Staat, vor allem durch Justiz und Polizei. Während die in weiten Bereichen vorherrschende Straflosigkeit bei kriminellen Vergehen den Rechtsstaat „von unten“ bedroht, wird er durch das Fehlverhalten von staatlichen Organen –einschließlich der Justiz- „von oben“ ausgehöhlt, mit unmittelbaren Folgen für die Qualität der demokratischen Systeme.592

Nolte zufolge, die rechtsstaatlichen Defizite oder die mangelnde rechtsstaatliche Unterfütterung gehören zu den Grundproblemen der Demokratie in Lateinamerika. Die Entwicklung von Rechtsstaat und Demokratie ist in der Region nicht synchron verlaufen.593


592 Dazu NOLTE 2000, S. 79.

593 Dazu NOLTE a.a.O., S. 79.

Die Kriminalität und ihre Folgen sind nur ein Aspekt, vielleicht der dramatischste, der Rechtsunsicherheit. Durch die Kriminalität werden Grundrechte der Bürger – das Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Eigentum – direkt tangiert. [...]

Ein zusätzlicher Aspekt der Rechtsunsicherheit gründet in der unterschiedlichen Durchsetzung des Rechts und der unterschiedlichen Behandlung der Bürger durch den Staat, vor allem durch Justiz und Polizei. Während die in weiten Bereichen vorherrschende Straflosigkeit bei kriminellen Vergehen den Rechtsstaat „von unten“ bedroht, wird er durch das Fehlverhalten von staatlichen Organen – einschließlich der Justiz – „von oben“ ausgehöhlt, mit unmittelbaren Folgen für die Qualität der demokratischen Systeme. [...]

[...]

Die rechtsstaatlichen Defizite oder die mangelnde rechtsstaatliche Unterfütterung gehören zu den Grundproblemen der Demokratie in Lateinamerika. Die Entwicklung von Rechtsstaat und Demokratie sind in Lateinamerika nicht synchron verlaufen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Gjb/Fragment 239 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-12 09:17:46 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, Nolte 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 239, Zeilen: 1-12
Quelle: Nolte 2000
Seite(n): 75, Zeilen: re.Sp. 11-20, 29-31, Mitte 1-3
Einerseits, das Recht wird in Lateinamerika traditionell wie ein Werkzeug des Staates und der Regierungen angewendet, um ihre Untertanen und politischer [sic] Gegner unter Kontrolle zu halten, und weniger ein Instrument für die Bürger, den Staat und die jeweiligen Amtsinhaber zu kontrollieren und die Bürger gegenüber möglichen Übergriffen der Politik und der staatlichen Verwaltung (einschließlich der Polizei) zu schützen. Andererseits, die Demokratie benötigt aber zu ihrer dauerhaften Absicherung den Rechtsstaat. In vielen lateinamerikanischen Staaten wurden die politischen Freiheitsrechte in einem politischen und sozialen Umfeld verankert, in dem die bürgerlichen Grundrechte nicht ausreichend geschützt bzw. in ihrer Anwendung auf bestimmte Gesellschaftssegmente begrenzt waren.594

594 Siehe NOLTE a.a.O., S. 79 ff.

Das Recht war in Lateinamerika traditionell ein Werkzeug des Staates und der Regierungen, um ihre Untertanen und politischen Gegner unter Kontrolle zu halten, und weniger ein Instrument für die Bürger, den Staat und die jeweiligen Amtsinhaber zu kontrollieren und die Bürger gegenüber möglichen Übergriffen der Politik und der staatlichen Verwaltung (einschließlich der Polizei) zu schützen. [...]

[...] Die Demokratie benötigt aber zu ihrer dauerhaften Absicherung den Rechtsstaat. [...]

In vielen lateinamerikanischen Staaten wurden die politischen Freiheitsrechte in einem politischen und sozialen Umfeld verankert, in dem die bürgerlichen Grundrechte nicht ausreichend geschützt bzw. in ihrer Anwendung auf bestimmte Gesellschaftssegmente begrenzt waren.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Gjb/Fragment 245 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-10 20:34:31 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, Nolte 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 245, Zeilen: 3-17
Quelle: Nolte 2000
Seite(n): 70, Zeilen: 9-17
In Venezuela, wie in vielen lateinamerikanischen Staaten ist der Rechtsfrieden nachhaltig gestört. Dies hat soziale, wirtschaftliche und politische Ursachen und Konsequenzen. Solche mangelnde Rechtssicherheit hat mehrere Dimensionen:

• Sie betrifft einerseits die massive Verletzung von Rechtsgütern durch Straftäter,

• Andererseits, den mangelhaften Schutz oder gar die Verletzung der Rechte der Bürger durch den Staat und die Justiz sowie die Ungleichbehandlung der Bürger vor dem Gesetz.

Nolte zufolge, dies untergräbt demokratische Legitimation und ist in Teilen zugleich eine Folge demokratischer Defizite. Zwischen den durch die Rechtsunsicherheit induzierten negativen Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik bestehen Wechselbeziehungen, die sich zu einem circulus vitiosus verdichten können.604


604 NOLTE 2000, S. 72.

In vielen lateinamerikanischen Staaten ist der Rechtsfrieden nachhaltig gestört. Dies hat soziale, wirtschaftliche und politische Ursachen und Konsequenzen. Die mangelnde Rechtssicherheit hat mehrere Dimensionen: Sie betrifft einerseits die massive Verletzung von Rechtsgütern durch Straftäter, andererseits den mangelhaften Schutz oder gar die Verletzung der Rechte der Bürger durch den Staat und die Justiz sowie die Ungleichbehandlung der Bürger vor dem Gesetz. Sie untergräbt die demokratische Legitimation und ist in Teilen zugleich eine Folge demokratischer Defizite. Zwischen den durch die Rechtsunsicherheit induzierten negativen Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik bestehen Wechselbeziehungen, die sich zu einem circulus vitiosus verdichten können.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

(Nebenbei: Die Quelle ist im Literaturverzeichnis (S. 279) mit falschen Seitenangaben erfasst: 72-90 statt korrekt 70-80.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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