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Quelle:Gjb/Schmid 2007

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Carola Schmid
Titel    Korruption, Gewalt und die Welt der Polizisten. Deutschland, Chile, Bolivien und Venezuela im Vergleich
Sammlung    Schriftenreihe des Instituts für Iberoamerika-Kunde, Bd. 64
Ort    Frankfurt am Main
Verlag    Vervuert
Jahr    2008
Umfang    424 S.
ISBN    3-86527-228-2
URL    http://books.google.de/books?id=YUDVfGq_cEgC

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Gjb/Fragment 236 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-10 20:38:44 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, SMWFragment, Schmid 2007, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 236, Zeilen: 2-15, 101, 103-104
Quelle: Schmid 2007
Seite(n): 373, Zeilen: 373:28-40
Von vielen Lateinamerikaexperten ist argumentiert worden, dass die Länder dieser Region über kein Gewaltmonopol verfügen, nie über eines verfügten, und dieses abschlägige Urteil ist kein „noch nicht“ im modernisierungstheoretischen Sinn.579

Welche Kriterien für solche Aussagen heranzuziehen sind, darüber geben die Klassiker keine Auskunft, weil sie zwar die Entwicklung und Gestalt des Gewaltmonopols dargestellt, abweichende Fälle und Abstufungen des Anspruchs auf und der Durchsetzung des Gewaltmonopols hingegen kaum thematisiert haben.580 Die Überlegungen von von Trotha581 und Breuer582 geben jedoch Anhaltspunkte dafür, auf welche Phänomene es zuvorderst ankommt, nämlich jene Gewaltphänomene, die den Monopolcharakter der staatliche [sic] Gewalt in Frage stellen, sowie jene, die auf die staatliche Legitimität zielen oder für sich selbst Legitimität beanspruchen.


579 WALDMANN 2002; PINHEIRO 1999. In: SCHMID 2007, S. 373.

580 SCHMID a.a.O., S. 373.

581 von TROTHA 1995.

582 BREUER 1998.

Von vielen Lateinamerikaexperten ist argumentiert worden, dass die Länder dieser Region über kein Gewaltmonopol verfügen, nie über eines verfügten, und dieses abschlägige Urteil ist kein „noch nicht“ im modernisierungstheoretischen Sinn. (Waldmann 2002; Pinheiro 1999; vgl. Méndez 1999; Chevigny 1999). Welche Kriterien für solche Aussagen heranzuziehen sind, darüber geben die Klassiker keine Auskunft, weil sie zwar die Entwicklung und Gestalt des Gewaltmonopols dargestellt, abweichende Fälle und Abstufungen des Anspruchs auf und der Durchsetzung des Gewaltmonopols hingegen kaum thematisiert haben. Die Überlegungen von Trotha (1995a, 1995b) und Breuer (1998) geben jedoch Anhaltspunkte dafür, auf welche Phänomene es zuvorderst ankommt, nämlich jene Gewaltphänomene, die den Monopolcharakter der staatlichen Gewalt in Frage stellen, sowie jene, die auf die staatliche Legitimität zielen oder für sich selbst Legitimität beanspruchen.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Gjb/Fragment 262 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-12 09:10:43 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, SMWFragment, Schmid 2007, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 262, Zeilen: 10-28
Quelle: Schmid 2007
Seite(n): 377, 378, 386, Zeilen: 377:39-42; 378:1-2, 11-13; 386:7-15
Wo Gewalt- und Steuermonopol für legitim erachtet werden, erleichtert dies das Prozedere. Unter optimalen Bedingungen ist die Gewöhnung an widerstandslose Steuerleistungen außerdem längst Tradition und weder das Steuer- noch das Gewaltmonopol werden ernsthaft hinterfragt. Dieser Mechanismus zeugt [sic] außerdem deutlich, wie sehr das Gewalt- und das Steuermonopol aufeinander angewiesen sind.609 Die Gegenprobe wären Fälle, in denen weder ein effektives Gewaltmonopol noch ein effektives Steuermonopol aufgebaut wurden.610 Mit dem Zustand der Fragestellung in Venezuela, wird sogar, wie es Schmid betönt [sic], gegen die von dem Rechtsphilosophen H.L.A. Hart formulierte basale Regel für einen funktionsfähigen Staat verstoßen. Er meinte, dass die breite Bevölkerung nicht unbedingt an die Regeln glauben muss, sie kann man nötigenfalls mit Sanktionen bzw. Sanktionsdrohungen zur Konformität bewegen. Der Glaube der Mitglieder des Rechtsstabs an die Regeln sei allerdings unverzichtbar, sie müssten zumindest mehrheitlich die Regeln aus eigenen [sic] Willen einhalten.611 Tun sie das nicht, ist zwangsläufig die Frage aufgeworfen, wer die Kontrolleure kontrollieren kann. Der schwache venezolanische Staat kaum.

609 Dazu SCHMID 2007, S. 377 ff.

610 SCHMID a.a.O., S. 378.

611 SCHMID a.a.O., S. 386.

[Seite 377]

Wo Gewalt- und Steuermonopol für legitim erachtet werden, erleichtert dies das Prozedere. Unter optimalen Bedingungen ist die Gewöhnung an widerstandslose Steuerleistungen außerdem längst Tradition und weder das Steuer- noch das Gewaltmonopol werden ernsthaft hinterfragt. Dieser Mechanismus

[Seite 378]

zeigt außerdem deutlich, wie sehr das Gewalt- und das Steuermonopol aufeinander angewiesen sind.

[...] Die Gegenprobe wären Fälle, in denen weder ein effektives Gewaltmonopol noch ein effektives Steuermonopol aufgebaut wurden (vgl. Kurtenbach 1999: 376).

[Seite 386]

Damit wird sogar gegen die von dem Rechtsphilosophen Hart (1961) formulierte basale Regel für einen funktionsfähigen Staat verstoßen. Er meinte, dass die breite Bevölkerung nicht unbedingt an die Regeln glauben muss, sie kann man nötigenfalls mit Sanktionen bzw. Sanktionsdrohungen zur Konformität bewegen. Der Glaube der Mitglieder des Rechtsstabs an die Regeln sei allerdings unverzichtbar, sie müssten zumindest mehrheitlich die Regeln aus eigenem Willen einhalten. Tun sie das nicht, ist zwangsläufig die Frage aufgeworfen, wer die Kontrolleure kontrollieren kann. Der schwache venezolanische Staat kaum.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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