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Quelle:Gjb/Weiß 2001

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Anja Weiß
Titel    Macht und Differenz - Ein erweitertes Modell der Konfliktpotentiale in interkulturellen Auseinandersetzungen
Sammlung    Berghof Report Nr. 7
Jahr    2001
URL    http://www.berghof-conflictresearch.org/documents/publications/br7d.pdf
Fußnoten    nein
Schlüssel    nein
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Gjb/Fragment 009 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-08 22:12:07 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Weiß 2001

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1-18
Quelle: Weiß 2001
Seite(n): 4, 5, Zeilen: 4: 8-15, 20-25 ; 5: 1-5
[Das heißt, dass eine Person oder einer [sic] Gruppe wichtige Ressourcen besitzt und den ausdrücklichen Willen hat, diese] in Konflikten auch einzusetzen.22 Eine solche Vorstellung von Macht als Zwangsgewalt dominiert sowohl in der soziopolitischen als auch in der rechtswissenschaftliche [sic] Forschung zum Konflikt.

Deutlich komplizierter wird es dann, wenn interpersonale Konflikte zwar von Machtasymmetrien beeinflusst werden, die ihnen zugrundeliegenden Ressourcen aber nicht der direkte [sic] Kontrolle einer Partei unterliegen. Rubenstein zufolge sind viele zwischenmenschliche Konflikte in gesamtgesellschaftliche Ungleichverhältnisse [sic] eingebettet. Wenn sich die konstruktive Konfliktbearbeitung dann allein auf die zwischenmenschliche Ebene konzentriert, wird die angestrebte Lösung von Konflikten de facto zur Konfliktbeschwichtigung: What is called conflict resolution turns out in practice to be dispute settlement.23

Wenn ein Konflikt in solche makrosozialen Ungleichheitsverhältnisse eingebettet ist, muss man schon deshalb zwischen erkennbaren und verschleierten Machtquellen unterscheiden, weil die Wahrnehmung von Machtasymmetrien für einen Konfliktverlauf wichtiger sein kann, als die tatsächlich zum Einsatz kommenden Zwangsmittel.24


22 HOPMANN 1996.

23 RUBENSTEIN 1999, S. 175.

24 RUBIN/ZARTMANN 1995.

Diese Beispiele sind dadurch gekennzeichnet, daß eine Person oder eine Gruppe wichtige Ressourcen besitzt und den ausdrücklichen Willen hat, diese in Konflikten auch einzusetzen (HOPMANN 1996). Eine solche Vorstellung von Macht als Zwangsgewalt dominiert sowohl in der sozialpsychologischen als auch in der politischen Forschung zum (ethnischen) Konflikt.

Deutlich komplizierter wird es dann, wenn interpersonale Konflikte zwar von Machtasymmetrien beeinflußt werden, die ihnen zugrundeliegenden Ressourcen aber nicht der direkten Kontrolle einer Partei unterliegen. [...] Rubenstein zufolge sind viele zwischenmenschliche Konflikte in gesamtgesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse eingebettet. Wenn sich die konstruktive Konfliktbearbeitung dann allein auf die zwischenmenschliche Ebene konzentriert, wird die angestrebte Lösung von Konflikten de facto zur Konfliktbeschwichtigung: "what is called conflict resolution turns out in practice to be dispute settlement" (RUBENSTEIN 1999: 175).

[...]

Wenn ein Konflikt in solche makrosozialen Ungleichheitsverhältnisse eingebettet ist, muß man schon deshalb zwischen erkennbaren und verschleierten Machtquellen unterscheiden, weil die Wahrnehmung von Machtasymmetrien für einen Konfliktverlauf wichtiger sein kann, als die tatsächlich zum Einsatz kommenden Zwangsmittel (RUBIN & ZARTMANN 1995).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Auch ein wörtliches Zitat von Rubin/Zartmann hätte genauer gekennzeichnet werden müssen. Augenfälligerweise fehlt in beiden Texten eine genaue Seitenangabe.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Gjb/Fragment 120 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-05 11:01:43 Guckar
Fragment, Gesichtet, Gjb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Weiß 2001

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 20-27
Quelle: Weiß 2001
Seite(n): 5, Zeilen: 11-18
6.1 Bordieus [sic] symbolischen [sic] Macht

Eine deutlich andere Situation liegt vor, wenn es um kulturell gestützte verschleierte Machtverhältnisse geht. Das ist in den meisten Nationalstaaten der Fall, in denen eine Kultur selbstverständlich dominant ist.295 Auch wenn sich solche Gesellschaften selbst als multikulturell oder hybrid begreifen, bleibt es meist dabei, dass ihre zentralen Institutionen eine bestimmte Kultur widerspiegeln, aus deren Perspektive die Kultur von untergeordneten Gruppen nicht nur als anders, sondern auch als weniger relevant erscheint.


295 BORDIEU [sic] 1994.

Eine deutlich andere Situation liegt vor, wenn es um kulturell gestützte und verschleierte Machtverhältnisse geht. Das ist in den meisten Nationalstaaten der Fall, in denen eine Kultur selbstverständlich dominant ist (Bourdieu 1994). Auch wenn sich solche Gesellschaften selbst als multikulturell oder hybrid begreifen - was selten genug der Fall ist - bleibt es meist dabei, daß ihre zentralen Institutionen eine bestimmte Kultur widerspiegeln, aus deren Perspektive die Kultur von untergeordneten Gruppen, z.B. von Unterschichtsangehörigen oder MigrantInnen nicht nur als anders, sondern auch als weniger relevant erscheint.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Singulus

[3.] Gjb/Fragment 121 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-05 11:03:02 Guckar
Fragment, Gesichtet, Gjb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Weiß 2001

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 121, Zeilen: 1-29 (komplett)
Quelle: Weiß 2001
Seite(n): 5, 6, 7, Zeilen: 5: 19-27 ; 6: 15-23 ; 7: 9-11
Kulturell abweichende Gruppen sind dann von der Kontrolle über die legitimen Normen in einer Gesellschaft ausgeschlossen.296 Und insofern ihre selbstverständlichen Vorstellungen, Praktiken, Werte und Ansichten von denen der dominanten Gruppe abweichen, gelten sie als falsch. Das bringt, u. a. mit sich, dass sie die gemeinsamen Institutionen nur schwer für die Durchsetzung ihrer Interessen nutzen können.

In der Marginalisierung von dominierten Gruppen vermischen sich de facto bestehende kulturelle Unterschiede mit der dominanten Zuschreibung von kultureller Abweichung mit der Ausgrenzung aus dominanten Institutionen. Machtunterschiede, die durch kulturelle Dominanzverhältnisse zustande kommen, bleiben für die Konfliktparteien tendenziell unsichtbar. Bordieu [sic] benutzt den Begriff der „symbolischen Macht“, um eine Form von Herrschaft zu beschreiben, die nicht auf direktem Zwang oder körperlicher Gewaltanwendung basiert, sondern einen Schleier von kulturellen Selbstverständlichkeiten, über objektive Machtunterschiede legt. Einen vergleichbaren Ansatz bietet Galtungs Konzept der strukturellen Gewalt.297 Ähnlich wie Bordieu [sic] stellt er fest, dass die implizit in den Strukturen einer Gesellschaft vorhandene Gewalt genauso gefährlich sein kann, wie physische Gewaltanwendung.

Von symbolischer Macht kann man dann sprechen, wenn Dominanzverhältnisse in einer Gesellschaft so gut institutionalisiert sind, dass die subjektiven Bestrebungen der Individuen zu ihren objektiven Möglichkeitsspielräumen passen, dass die Beherrschten also das wollen, was sie wollen sollen. „Symbolic power is that invisible power which can be exercised only with the complicity of those who do not want to know that they are subject to it or even that they themselves exercise it”.298


296 Siehe MITCHELL 1991.

297 Dazu GALTUNG 1975.

298 BORDIEU [sic] 1991, S. 164.

Kulturell „abweichende“ Gruppen sind dann von der Kontrolle über die legitimen Normen in einer Gesellschaft ausgeschlossen (Mitchell 1991). Und insofern ihre selbstverständlichen Vorstellungen, Praktiken, Werte und Ansichten von denen der dominanten Gruppe abweichen, gelten sie als „falsch“. Das bringt u.a. mit sich, daß sie die gemeinsamen Institutionen, z.B. Gerichte, nur schwer für die Durchsetzung ihrer Interessen nutzen können.

In der Marginalisierung von dominierten Gruppen vermischen sich de facto bestehende kulturelle Unterschiede mit der dominanten Zuschreibung von kultureller Abweichung und mit der Ausgrenzung aus dominanten Institutionen. [...]

Machtunterschiede, die durch solche kulturellen Dominanzverhältnisse zustande kommen, bleiben für die Konfliktparteien tendenziell unsichtbar. Bourdieu benutzt den Begriff der „symbolischen Macht“2, um eine Form von Herrschaft zu beschreiben, die nicht auf direktem Zwang oder körperlicher Gewaltanwendung basiert, sondern einen Schleier von kulturellen Selbstverständlichkeiten über objektive Machtunterschiede legt. Von symbolischer Macht kann man dann sprechen, wenn Dominanzverhältnisse in einer Gesellschaft so gut institutionalisiert sind, daß die subjektiven Bestrebungen der Individuen zu ihren objektiven Möglichkeitsspielräumen passen, daß die Beherrschten also das wollen, was sie wollen sollen. [...]

"Symbolic power is that invisible power which can be exercised only with the complicity of those who do not want to know that they are subject to it or even that they themselves exercise it" (Bourdieu 1991: 164).


2 Einen vergleichbaren Ansatz bietet Galtungs Konzept der strukturellen Gewalt (1988). Ähnlich wie Bourdieu stellt er fest, daß die implizit in den Strukturen einer Gesellschaft vorhandene Gewalt genauso gefährlich sein kann, wie physische Gewaltanwendung. [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Ganzseitige Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Singulus

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