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Quelle:Gma/Moskauer Deutsche Zeitung 2006

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     MDZ
Titel    Bart ab wegen Marx
Zeitschrift    Moskauer Deutsche Zeitung
Datum    28. Februar 2006
URL    http://www.old.mdz-moskau.eu/bartabwegenmarx/

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Gma/Fragment 088 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-09-09 14:42:59 Schumann
Fragment, Gesichtet, Gma, Moskauer Deutsche Zeitung 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 88, Zeilen: 13-26
Quelle: Moskauer Deutsche Zeitung 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
2.2.1. КВН (KWN – Klub der Lustigen und Schlagfertigen)

seit 1961 (Sendepause 1971-1986)

www.amik.ru

Beim „Klub der Lustigen und Schlagfertigen“ (Klub Wessjolych i Nachodtschiwych) handelt es sich um eine Art Mehrkampf in Humor, mit Elementen von Theater, Kabarett und Comedy. Die Mannschaften aus jungen Leuten wetteifern vor Publikum darum, wer mehr Witz hat.

KWN war die Typenbezeichnung eines der ersten sowjetischen Fernsehgeräte. Der Volksmund deutete diese Abkürzung mit: Gekauft (Kupil), Angeschaltet (Wkljutschil), Geht nicht (Ne rabotajet). Die Flimmerkiste machte ihren Besitzern nicht immer Freude.

Diese Bezeichnung übernahm dann die Sendung für junge Leute, KWN, so genannt in Anspielung auf den TV-Apparat, allerdings als „Klub der Lustigen [und Schlagfertigen“ definiert.]

Bart ab wegen Marx

KWN ist ein Phänomen: Familienunterhaltung zur besten Fernsehzeit, Verkaufsschlager auf DVD und einfach eine Show, von der im Westen so gut wie niemand je gehört hat. Beim „Klub der Lustigen und Schlagfertigen“ (Klub Wessjolych i Nachodtschiwych), wie das Programm zu Sowjetzeiten getauft wurde, handelt es sich um eine Art Mehrkampf in Humor, mit Elementen von Theater, Kabarett und Comedy. Mannschaften aus jungen Leuten wetteifern vor Publikum darum, wer mehr Witz hat. Das kann je nach Liga im Provinzkulturhaus sein, aber auch zur Prime Time landesweit im TV. Ein Ausflug in die Geschichte einer Erfolgsidee.

KWN war die Typenbezeichnung eines der ersten sowjetischen Fernsehgeräte. Der Volksmund übersetzte das mit: Gekauft (Kupil), Angeschalten (Wkljutschil), Geht nicht (Ne rabotajet). Die Flimmerkiste machte ihren Besitzern nicht immer Freude. Das übernahm dann die Jugendsendung KWN, so genannt in Anspielung auf den TV-Apparat, allerdings als „Klub der Lustigen und Schlagfertigen“ buchstabiert.

Anmerkungen

Gekürzt, ansonsten weitgehend identisch. Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

[2.] Gma/Fragment 089 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-09-09 14:43:55 Schumann
Fragment, Gesichtet, Gma, Moskauer Deutsche Zeitung 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 1-25
Quelle: Moskauer Deutsche Zeitung 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Diese Bezeichnung übernahm dann die Sendung für junge Leute, KWN, so genannt in Anspielung auf den TV-Apparat, allerdings als „Klub der Lustigen] und Schlagfertigen“ definiert. Der erste Wettbewerb wurde 1961 über die KWN-Bildschirme in die Haushalte übertragen.

Auf der Bühne des Schabolowka-Fernsehstudios traten Laienkunstgruppen aus zwei Moskauer Hochschulen – dem Bauinstitut und dem Fremdspracheninstitut – gegeneinander an. Die Mannschaften bestanden aus jeweils elf Spielern und zwei Reservisten, wie im Fußball. Und so nannten die KWN-Erfinder aus der Redaktion für Jugendprogramme ihr „Baby“ auch „intellektueller Fußball“. KWN wurde als Wissenssendung konzipiert. In hohem Tempo bekamen die Mannschaften Fragen und mussten sie im Handumdrehen beantworten – wenn nicht richtig, dann eben witzig.

Nach wenigen Runden überwogen die witzigen Erklärungen: Sie kamen beim Zuschauer am besten an. Von heut auf morgen erlangte das Programm eine unglaubliche Popularität, mit Einschaltquoten höher als bei Spielfilmen.

„Es war die erste sowjetische Quizsendung“, erinnert sich der damalige KWN-Moderator Albert Axelrod im Buch „Wir starten KWN“. Erstmals in der hiesigen Fernsehgeschichte sei „das Mikrofon von Profis zu Laien“ gelangt. „Und das – in einer Live-Übertragung! Die Sendung machte Furore.“41

Die Improvisation war das Schlüsselwort und bald schon ein Problem. Schon der Vorgänger von KWN hatte auf seine Weise damit zu kämpfen. Die Fernsehredaktion für Jugendprogramme wurde 1957 gegründet – ein Jahr nach dem 20. Kongress der KPdSU, auf dem Nikita Chruschtschow Stalins Personenkult verurteilt hatte. In der Sowjetunion begann die „Tauwetterperiode“. Und das Fernsehen sendete den „Abend der lustigen Fragen“ – Prototyp von KWN.


41 "Мы начинаем КВН" Редколлегия: А.Масляков, М. Марфин, А. Чивурин, М. Щедринский, Москва – 2004

Das übernahm dann die Jugendsendung KWN, so genannt in Anspielung auf den TV-Apparat, allerdings als „Klub der Lustigen und Schlagfertigen“ buchstabiert. Der erste Wettbewerb wurde 1961 über die KWN-Bildschirme in die Haushalte übertragen.

Auf der Bühne des Schabolowka-Fernsehstudios traten Laienkunstgruppen aus zwei Moskauer Hochschulen – dem Bauinstitut und dem Fremdspracheninstitut – gegeneinander an. Die Mannschaften bestanden aus jeweils elf Spielern und zwei Reservisten, wie im Fußball. Und so nannten die KWN-Erfinder aus der Redaktion für Jugendprogramme ihr „Baby“ auch: intellektueller Fußball. Als Wissenssendung hatten sie das Konzept bei der konservativen Fernsehleitung beworben. In hohem Tempo bekamen die Mannschaften Fragen zugeballt und mussten sie im Handumdrehen beantworten – wenn nicht richtig, dann eben witzig. Nach wenigen Runden überwogen die witzigen Erklärungen: Sie kamen beim Zuschauer am besten an. Von heute auf morgen erlangte das Programm eine sagenhafte Popularität, mit Einschaltquoten höher als bei Spielfilmen.

„Es war die erste sowjetische Quizsendung“, erinnert sich der damalige KWN-Moderator Albert Axelrod im Buch „Wir starten KWN“. Erstmals in der hiesigen Fernsehgeschichte sei „das Mikrofon von Profis zu Laien“ gelangt. „Und das – in einer Live-Übertragung! Die Sendung machte Furore.“

Improvisation war das Schlüsselwort und bald schon ein Problem. Schon der Vorgänger von KWN hatte auf seine Weise damit zu kämpfen. Die Fernsehredaktion für Jugendprogramme wurde 1957 gegründet – ein Jahr nach dem 20. Kongress der KPdSU, auf dem Nikita Chruschtschow Stalins Personenkult verurteilt hatte. In der Sowjetunion begann die „Tauwetterperiode“. Und das Fernsehen sendete den „Abend der lustigen Fragen“ – Prototyp von KWN.

Anmerkungen

Gekürzt, ansonsten weitgehend identisch. Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

[3.] Gma/Fragment 090 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-09-12 19:24:37 Schumann
Fragment, Gesichtet, Gma, Moskauer Deutsche Zeitung 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 6-14
Quelle: Moskauer Deutsche Zeitung 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
„Abend der lustigen Fragen“ erlebte allerdings nur drei Folgen. Schuld daran war ein Zuschauerwettbewerb: Die Leute wurden aufgefordert, mitten im Sommer in Filzstiefeln und Pelzmantel ins Studio zu kommen. Keine schwere Aufgabe für die Moskauer, die eine halbe Stunde später zu Dutzenden die Bühne stürmten, Kameras und Beleuchtung umkippten, Mikrofone abrissen. Als die Situation außer Kontrolle geriet, wurde die Live-Übertragung abgebrochen und auf den Bildschirmen sahen alle ein Standbild: technische Pause.

Die „technische Pause“ dauerte vier Jahre – bis das Programm in seiner [heutigen Form wiederbelebt wurde.]

Sie erlebte allerdings nur drei Folgen. Schuld daran war ein Zuschauerwettbewerb: Die Leute wurden aufgefordert, mitten im Sommer in Filzstiefeln und Pelzmantel ins Studio zu kommen. Keine Kunst für die Moskauer, die eine halbe Stunde später zu Dutzenden die Bühne stürmten, Kameras und Beleuchtung umkippten, Mikrofone abrissen. „Ein Horror“, erinnert sich Fernsehregisseurin Ksenja Marinina. „Als die Situation außer Kontrolle geriet, brach ich die Übertragung ab und brachte ein Standbild: technische Pause.

Die „technische Pause“ dauerte vier Jahre – bis das Programm in seiner heutigen Form wiederbelebt wurde.

Anmerkungen

Weitgehend identisch. Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

[4.] Gma/Fragment 091 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-09-07 21:31:01 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Gma, Moskauer Deutsche Zeitung 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Moskauer Deutsche Zeitung 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Nach einigen Experimenten stand die Struktur des Wettbewerbes fest. Nur die Teile „Begrüßung“ und „Hausaufgaben“ durften die Mannschaften im Vorfeld vorbereiten. Beim „Aufwärmen“ und beim „Kapitäns-wettbewerb“ mussten die Teilnehmer spontan auf gerade gestellte Fragen reagieren. Für diverse Aufgaben wurden die Themen erst wenige Stunden vor dem Übertragungstermin bekannt gegeben und die Einzelheiten bis zum letzten Moment geheim gehalten.

Die Auftritte wurden von einer Jury bewertet, deren Noten anschließend den Sieger bestimmten. Nach wenigen Sendungen wurde KWN zum Kult. In Schulen und an Universitäten entstanden Mannschaften, die in lokalen Wettbewerben ihre Improvisationskünste zeigten und davon träumten, eines Tages ihre Stadt auf der Moskauer Bühne vertreten zu dürfen. Parteichefs förderten „ihre“ Teams und trieben nötigenfalls Gelder aus der Parteikasse auf. Bald wurde die Qualität einer Hochschule an der Qualität ihrer KWN-Mannschaft gemessen.

Die freche Satire trug manchmal ungeahnte Früchte. Nach einer Sendung rief bei der Redaktion jemand vom Transportministerium an und bat um das Skript. In einer Szene hatten sich Studenten des Ölinstituts über den schlechten Kundenservice der sowjetischen Eisenbahn amüsiert. Im Ministerium wollte man nun das Skript aufmerksam lesen, um konkrete Mängel beseitigen zu können.

Doch gleichzeitig beobachteten Partei und KGB immer missmutiger, wie sich junge Leute über den sowjetischen Alltag lustig machten. Ab 1968 durfte KWN nicht mehr live gesendet werden. Auch die Aufzeichnung ging nicht ungeschnitten über den Sender, die Zensur nahm zu. So wurde allen Spielern verboten, einen Bart zu tragen. Begründung: Man erlaube nicht, Karl Marx zu bespötteln. 1971 verschwand KWN für lange Zeit vom Bildschirm. Es heißt, damit sei ein lang gehegter Wunsch des damaligen Fernsehchefs Sergej Lapin in Erfüllung gegangen.

Nach einigen Experimenten stand die Struktur des Wettbewerbes fest. Nur die Teile „Begrüßung“ und „Hausaufgaben“ durften die Mannschaften im Vorfeld vorbereiten. Beim „Aufwärmen“ und beim „Kapitänswettbewerb“ mussten die Teilnehmer spontan auf gerade gestellte Fragen reagieren. Für diverse Aufgaben wurden die Themen erst wenige Stunden vor dem Übertragungstermin bekannt gegeben. Eine ehemalige Mitarbeiterin des Studios erzählt: „Einzelheiten haben wir bis zum letzten Moment geheim gehalten.“

Die Auftritte wurden von einer Jury bewertet, deren Noten anschließend oft Gegenstand heftiger Diskussionen waren. Denn wie kann man Humor objektiv einschätzen? Nach wenigen Sendungen wurde KWN zum Kult. In Schulen und an Universitäten entstanden Mannschaften, die in lokalen Wettbewerben ihre Improvisationskünste polierten und davon träumten, eines Tages ihre Stadt auf der Moskauer Bühne vertreten zu dürfen. Parteichefs förderten „ihre“ Teams und trieben nötigenfalls Gelder aus der Parteikasse auf. Bald wurde die Qualität einer Hochschule an der Qualität ihrer KWN-Mannschaft gemessen.

Die freche Satire trug manchmal ungeahnte Früchte. „Nach einer Sendung rief bei uns jemand vom Transportministerium an und bat um das Skript“, erzählt Sergej Muratow vom Studio. „In einer Szene hatten sich Studenten des Ölinstituts über den schlechten Kundenservice der sowjetischen Eisenbahn amüsiert. Im Ministerium wollte man das Skript aufmerksam lesen, um ,konkrete Mängel beseitigen zu können‘.“

Doch gleichzeitig beobachteten Partei und KGB immer missmutiger, wie sich junge Leute über den sowjetischen Alltag lustig machten. Ab 1968 durfte KWN nicht mehr live gesendet werden. Auch die Aufzeichnung ging nicht ungeschnitten über den Sender, die Zensur nahm zu. So wurde allen Spielern verboten, einen Bart zu tragen. Begründung: Man erlaube nicht, Karl Marx zu bespötteln. 1971 verschwand KWN für lange Zeit vom Bildschirm. Es heißt, damit sei ein langgehegter Wunsch des damaligen Fernsehchefs Sergej Lapin in Erfüllung gegangen.

Anmerkungen

Fast identisch. Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

[5.] Gma/Fragment 092 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-09-09 14:44:44 Schumann
Fragment, Gesichtet, Gma, Moskauer Deutsche Zeitung 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Moskauer Deutsche Zeitung 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Erst die Perestrojka erlaubte einen Neuanfang. 1986 trafen erstmals wieder im Fernsehen zwei Mannschaften aufeinander. Die Befürchtung des Senders, dass KWN in Vergessenheit geraten sein könnte, erwies sich als unbegründet. Die Bewegung hatte 15 Jahre Untergrund überlebt. Für die erste Show erhielten die Organisatoren mehr als 200 Bewerbungen. Die Erinnerungen an 1971 waren jedoch so gegenwärtig, dass man sich zu starker Selbstzensur verpflichtete. Wie weit Michail Gorbatschows Glasnost gehen würde, wusste damals noch keiner.

Dieses Jahr feiert der „neue“ KWN sein 20-jähriges Jubiläum. Mit der Zeit ist das Programm professioneller geworden, die Improvisation beschränkt sich heute auf nur noch einen Wettbewerb. Für die anderen Teile werden teilweise Schreiber engagiert. Igor Scharow ist einer von ihnen und erklärte in einem Interview für „Nowaja Gaseta“, die „Arbeitsteilung zwischen Autoren und Schauspielern“ sei der Lauf der Dinge: „Das ist auch KWN vor zehn Jahren naturgemäß passiert.“

Trotzdem spielen abseits der Einschaltquoten Schüler und Studenten Amateur-KWN weiter. Und nach wie vor versammeln sich russische Familien vor dem Fernseher, wenn die bekannte Melodie „Wir starten KWN“ erklingt. Zwar sind die Auftritte größtenteils einstudiert und die nicht mehr so subversiv wie früher, dennoch vermitteln die Shows einen guten Eindruck, worüber heute in Russland gelacht wird. Und worüber eben nicht.

Nach Angaben seiner Macher verbindet KWN heute etwa 40.000 aktive Mitspieler in 1.000 Studenten- und 2.000 Schülermannschaften aus 110 russischen Städten. Teams gibt es auch in den GUS-Staaten sowie in Israel, den USA, Deutschland und anderen Ländern. Russlandweit wird der Wettbewerb in vier Ligen ausgetragen, die beiden höchsten überträgt der erste Kanal. Jährlich besuchen rund fünf Millionen Zuschauer die diversen Veranstaltungen. Die Eintrittskarten werden jedoch nicht frei verkauft, sondern an Fans der jeweiligen Teilnehmer verteilt.

Erst die Perestrojka erlaubte einen Neuanfang. 1986 trafen erstmals wieder im Fernsehen zwei Mannschaften aufeinander. Die Befürchtung des Senders, dass KWN in Vergessenheit geraten sein könnte, erwies sich als unbegründet. Die Bewegung hatte 15 Jahre Untergrund überlebt. Für die erste Show erhielten die Organisatoren mehr als 200 Bewerbungen. Die Erinnerungen an 1971 waren jedoch so gegenwärtig, dass man sich zu starker Selbstzensur verpflichtete. Wie weit Michail Gorbatschows Glasnost gehen würde, wusste damals noch keiner.

Dieses Jahr feiert der „neue“ KWN sein 20-jähriges Jubiläum. Mit der Zeit ist das Programm professioneller geworden, die Improvisation beschränkt sich heute auf nur noch einen Wettbewerb. Für die anderen Teile werden teilweise Schreiber engagiert. Igor Scharow ist einer von ihnen und erklärte kürzlich in einem Interview für „Nowaja Gaseta“, die „Arbeitsteilung zwischen Autoren und Schauspielern“ sei der Lauf der Dinge: „Das ist auch KWN vor zehn Jahren naturgemäß passiert.“

Trotzdem spielen abseits der Einschaltquoten Schüler und Studenten Amateur-KWN weiter. Und nach wie vor versammeln sich russische Familien vor dem Fernseher, wenn die bekannte Melodie „Wir starten KWN“ erklingt. Zwar sind die Auftritte größtenteils einstudiert und die nicht mehr so subversiv wie früher, dennoch vermitteln die Shows einen guten Eindruck, worüber heute in Russland gelacht wird. Und worüber eben nicht.


KWN heute:

KWN verbindet nach Angaben seiner Macher heute etwa 40 000 aktive Mitspieler in 1 000 Studenten- und 2 000 Schülermannschaften aus 110 russischen Städten. Teams gibt es auch in den GUS-Staaten sowie in Israel, den USA, Deutschland und anderen Ländern. Russlandweit wird der Wettbewerb in vier Ligen ausgetragen, die beiden höchsten überträgt der erste Kanal. Jährlich besuchen rund fünf Millionen Zuschauer die diversen Veranstaltungen. Die Eintrittskarten werden jedoch nicht frei verkauft, sondern an Fans der jeweiligen Teilnehmer verteilt.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

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