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Quelle:Gss/Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Titel    Belagerung von Konstantinopel (717–718)
Verlag    (Wikipedia)
Datum    25. Dezember 2012
URL    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Belagerung_von_Konstantinopel_%28717%E2%80%93718%29&oldid=112053524

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Gss/Fragment 113 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-06-04 15:47:22 Schumann
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 2-5, 6-11.11-19
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Denn trotz der gescheiterten ersten Belagerung setzte sich die islamische Expansion in Ost und West scheinbar unaufhaltsam fort. Mit Karthago fiel 698 der letzte byzantinische Außenposten in Nordafrika. Wenig später überquerten die Araber die Meerenge von Gibraltar, und 711 unterlag ihnen das Westgotenreich auf der Iberischen Halbinsel. Im Osten dehnte sich der Machtbereich der Kalifen bald bis an die Grenzen Indiens aus.

Die Umayyaden-Kalifen fühlten sich somit bald wieder stark genug, einen erneuten Angriff auf die byzantinische Hauptstadt zu unternehmen, um diese zum eigenen Regierungssitz zu machen. Die Angriffsvorbereitungen blieben jedoch am Goldenen Horn nicht unbemerkt. Kaiser Anastasios II. (713-715/16) traf ab 713 Vorbereitungen gegen eine bevorstehende Belagerung, indem er die Mauern verstärken, die Flotte aufrüsten und die Kornspeicher der Stadt füllen ließ. Zwei Jahre später versammelte im Sommer 715 Kalif Sulaiman (715-717) ein riesiges Heer, das unter dem Befehl seines Bruders Maslama durch Kleinasien auf Konstantinopel marschieren sollte. Parallel dazu ging eine Flotte von angeblich 1800 Schiffen unter Segel.

Hintergrund

Trotz der gescheiterten ersten Belagerung von Konstantinopel (674–678) ging die Islamische Expansion in Ost und West beinahe unaufhaltsam weiter. Mit Karthago fiel 698 der letzte byzantinische Außenposten in Nordafrika, 711 unterlag das Westgotenreich in der Schlacht am Guadalete. Im Osten wurden Indus und Oxus überschritten. Das Umayyaden-Kalifat fühlte sich stark genug für einen erneuten Angriff auf die byzantinische Hauptstadt. Bereits Al-Walid I. traf entsprechende Vorbereitungen, starb allerdings vor der Verwirklichung seiner Pläne. Sein jüngerer Bruder und Nachfolger auf dem Thron, Sulayman, führte die Anstrengungen fort.

Unterdessen registrierte auch Byzanz, dass es erneut in den Blickpunkt der Araber geraten war. Einige Jahre der Thronwirren nach dem Tod Justinians II. verhinderten wirksame Maßnahmen, erst Anastasios II. traf ab 713 Vorbereitungen für eine bevorstehende Belagerung. Die Mauern wurden verstärkt, die Flotte aufgerüstet und die Speicher der Stadt gefüllt. [...]

Im Sommer 715 ließ Kalif Sulayman bei Halab ein Heer versammeln. Unter dem Befehl seines Bruders Maslama sollte es Kleinasien Richtung Konstantinopel durchqueren. Gleichzeitig machte sich eine Flotte von 1.800 Schiffen unter Sulaymans Befehl auf den Weg.

Anmerkungen
Sichter

[2.] Analyse:Gss/Fragment 114 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-06-04 16:11:14 Schumann
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 2-25, 26-31
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Im Frühjahr 717 begann schließlich der Vormarsch auf Konstantinopel. Auf dem Weg dorthin eroberte das Heer Pergamon trotz seiner neuen Befestigungsanlagen und überquerte bei Abydos die Dardanellen. Im August standen die Araber erneut vor den Mauern Konstantinopels und errichteten ein befestigtes Lager. Anfang September erschien auch die Flotte am Bosporus.

Eisenketten und Dromonen

Damit sahen sich Konstantinopel und der soeben erst auf den Thron gelangte Kaiser Leo III. (717-741) abermals sowohl von Land als auch vom Meer her eingeschlossen. Die byzantinische Flotte lag im Goldenen Horn, geschützt durch eine Eisenkette, die quer über dessen Einfahrt gespannt werden konnte. Eine ganze Serie vergeblicher Angriffe auf die Land- und Seemauern zeigte den Arabern schon bald, dass Konstantinopel nach wie vor eine harte Nuss war. Die Belagerung zog sich in die Länge. Der Winterbegann im Jahr 717 früh und erwies sich als ungewöhnlich streng. Über hundert Tage lang konnte man in Thrakien den von einer dicken Schneedecke bedeckten Boden nicht sehen, berichtet der Geschichtsschreiber Theophanes Homologetes. Unter diesen misslichen Umständen verschlechterte sich die Versorgungslage der Angreifer bald dramatisch, so dass sie, wenn wir Theophanes vertrauen dürfen, eine große Anzahl Pferde und Kamele verloren. Im Frühjahr traf dann die heiß ersehnte, in Ägypten gebaute Versorgungsflotte ein, darunter 400 Schiffe mit dem dringend benötigten Nachschub. Wenig später brachten 360 Schiffe aus Nordafrika den Belagerern weitere Unterstützung. Unter den ägyptischen Seeleuten befanden sich jedoch viele Christen, die zu den Byzantinern flohen und dem Kaiser Informationen über Angriffspläne und Ankerplätze der muslimischen Flotte zuspielten. Daraufhin stattete Kaiser Leo, so Theophanes weiter, seine Dromonen mit feuerschleudernden Siphonen aus und schlug gegen die feindliche Flotte los.

Im Frühjahr machte sich Maslama schließlich auf den Weg, eroberte Pergamon und überquerte bei Abydos die Dardanellen. Am 15. August erreichte das Heer die Mauern von Konstantinopel, errichtete ein befestigtes Lager und wartete auf die Flotte, die schließlich am 1. September am Bosporus eintraf.

Verlauf

Ab September 717 war Konstantinopel sowohl von Land als auch vom Meer her eingeschlossen. Die byzantinische Flotte lag, geschützt durch eine Eisenkette, die Leo III. quer über die Hafeneinfahrt hatte spannen lassen, im Goldenen Horn. Am 3. September rückte die muslimische Flotte vor, um die Byzantiner in den Häfen im Marmarameer von Osten und Norden einzuschließen. Die Nachhut von zwanzig schweren Schiffen verlor dabei den Anschluss, was Leo III. sofort ausnutzte. Unter seiner persönlichen Führung zerstörte ein Geschwader Galeeren die feindlichen Schiffe mit Griechischem Feuer. Entmutigt von diesem Missgeschick sowie von einem vergeblichen Versuch, die Seemauern mit Hilfe von Enterbrücken zu stürmen, zog sich die Flotte nach Norden in den Bosporus zurück und ankerte etwa beim heutigen Rumeli Hisarı. Das Landheer unter Maslama scheiterte unterdessen an der Stärke der Theodosianischen Landmauer. Nach zahlreichen vergeblichen Angriffen beschränkte man sich auf eine Belagerung.

Der Winter 717/18 begann unerwartet früh und wurde ungewöhnlich streng, über hundert Tage lang lag Thrakien unter einer Schneedecke. Die Versorgungslage der Angreifer verschlechterte sich dramatisch. Kamele und Pferde erfroren oder wurden geschlachtet und verzehrt, selbst Soldaten fielen der Kälte zum Opfer. Im nächsten Frühjahr traf eine Versorgungsflotte aus Ägypten ein, darunter 400 schwere Schiffe mit zusätzlichem Belagerungsgerät. Im Gefolge dieser Flotte waren auch christliche Seeleute, die mit Beibooten zu den Byzantinern überliefen. Durch deren Informationen über Angriffspläne und Zustand der muslimischen Flotte ermutigt, eröffnete Leo den Kampf mit seinen Dromonen.


Quellen

  • Theophanes. The chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern history AD 284-813, Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 0-19-822568-7.
Anmerkungen
Sichter

[3.] Analyse:Gss/Fragment 115 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-06-04 16:29:16 Schumann
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 1-3, 13-18
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[...] dank eines «Flüssigen Feuers» gelang es, die Schiffe der Araber zu vernichten. Der Seeweg nach Konstantinopel stand wieder offen. Die arabische Flotte war so geschwächt, dass sogar Fischer aus Konstantinopel im Marmarameer wieder ihrer Arbeit nachgehen konnten.6 [...] Kaiser Leo gelang es unterdessen, die Bulgaren unter ihrem Khan Tervel zu einem militärischen Vorgehen gegen die Muslime zu bewegen. Dem gemeinsamen Angriff sollen 22 000 Araber zum Opfer gefallen sein. Mitte August 718 zogen die geschlagenen Angreifer endlich vom Bosporus ab, genau ein Jahr nach Beginn der Belagerung Konstantinopels.

6 Theophanes, Chronographia AM 6209 [AD 716/17], engl. Ausgabe, S. 541-549; dt. Übersetzung: Breyer, Bilderstreit und Arabersturm, S. 21-30; vgl. dazu auch Rochow, Byzanz.

Mit Hilfe des Griechischen Feuers wurde die Hauptflotte direkt angegriffen und vernichtet. Mit der Zerstörung der arabischen Seestreitmacht stand der Seeweg nach Konstantinopel wieder offen, während den Muslimen der Nachschub über das Meer nun ihrerseits abgeschnitten war.

Währenddessen wurden Teile von Maslamas Truppe, die plündernd durch Bithynien zogen, zunehmend von beweglichen byzantinischen Einheiten in Schach gehalten, so dass auch die Versorgungswege über Kleinasien für Konstantinopel wieder offen standen. Schließlich gelang es Leo sogar überraschend, die Bulgaren unter Khan Terwel von Norden her zu einem Angriff zu bewegen. Die Bulgaren waren zwar traditionelle Feinde der Byzantiner, sahen aber in den Arabern die größere Bedrohung. Als nach dem bulgarischen Angriff 20.000 bis 50.000 Araber unter den Mauern der Hauptstadt gefallen waren, waren die Belagerung Konstantinopels und der Krieg praktisch zu Ende. Schließlich erfolgte der endgültige Abzug der Araber vom Bosporus am 15. August 718, genau ein Jahr nach Beginn der Belagerung.


Quellen

  • Theophanes. The chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern history AD 284-813, Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 0-19-822568-7.
Anmerkungen
Sichter

[4.] Analyse:Gss/Fragment 126 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-06-27 14:27:08 Schumann
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 3-5
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Im Osten war durch den fast vollständigen Verlust der Flotte vor Konstantinopel die Seeherrschaft der Araber im östlichen Mittelmeer auf längere Zeit gebrochen. Folge

Für die Geschichte Europas war die Verteidigung Konstantinopels von herausragender Bedeutung. Durch den fast vollständigen Verlust ihrer Flotte war die Seeherrschaft der Araber im östlichen Mittelmeer auf Jahrzehnte hinaus gebrochen.

Anmerkungen
Sichter

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