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Quelle:Is/Luhmann 2002

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Niklas Luhmann
Titel    Das Erziehungssystem der Gesellschaft
Herausgeber    Dieter Lenzen
Ort    Frankfurt am Main
Jahr    2002
URL    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwj0tNa57uzKAhUCWRQKHcaXBx0QFggdMAA&url=https%3A%2F%2Felsa.ub.uni-kl.de%2Fressource4810%2F&usg=AFQjCNGyx3lUNjsA0GfiXekZeU-QwSBpJA&cad=rja

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Is/Fragment 079 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-03-14 22:18:53 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Is, Luhmann 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 15-26
Quelle: Luhmann 2002
Seite(n): 145, 150, Zeilen: 145: 7 ff.; 150: 1 ff.
Zu der Zeit, als die Ausdifferenzierung eines Systems schulischer Erziehung sich durchzusetzen begann, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde vor allem das Problem der Lehrerbildung als der Engpass gesehen, der Bemühungen um weitgehende Reformen blockierte. Insofern lagen die vordringlichen Schwierigkeiten im Bereich der Professionalisierung des Lehrerberufs. Es gab weder einen Begriff der Profession im heutigen, soziologisch ausgearbeiteten Verständnis noch einen Begriff der Organisation als einer besonderen Form sozialer Systeme. Man konnte von Berufen sprechen und damit auf Rollendifferenzierung, aber auch auf innere Berufung anspielen.

Erstmals in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts findet man eine Vielzahl von Reformforderungen, die heute unter dem Begriff der Professionalisierung zusammengefasst werden können. Dazu zählen:

o Der Lehrerberuf soll ein Beruf sein und nicht nur eine Nebentätigkeit oder ein Durchgangsstudium [sic] zum Amt des Predigers. Er soll auch nicht nur Personen auffangen, die in anderen Karrieren (zum Beispiel als Geistliche) versagt haben,

o Die Aufsicht über Lehrtätigkeiten an Schulen soll von Angehörigen derselben Profession geführt werden, also durch Schulkollegien, die mit „Schulmännern“ besetzt werden.

o Die Berufspraxis soll weitgehend autonom durchgeführt werden unter Absehen von kleinlichen Festlegungen des Verhaltens. Der Lehrer muss an seinen Erfahrungen reifen können.

Zu der Zeit, als die Ausdifferenzierung eines Systems schulischer Erziehung sich durchzusetzen begann, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts also, wurde vor allem das Problem der Lehrerbildung als der Engpass gesehen, der Bemühungen um weitergehende Reformen blockierte. Insofern lagen die vordringlichen Schwierigkeiten im Bereich der Professionalisierung des Lehrberufs.6 Es gab weder einen Begriff der Profession im heutigen, soziologisch ausgearbeiteten Verständnis noch einen Begriff der Organisation als einer besonderen Form sozialer Systeme. Man konnte von Berufen sprechen und damit auf Rollendifferenzierung, aber auch auf innere Berufung anspielen.7

[Seite 150:]

Erstmals in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts findet man eine Vielzahl von Reformforderungen, die wir heute unter dem Begriff der Professionalisierung zusammenfassen würden. Dazu zählen: (i) Der Lehrberuf soll ein Lebensberuf sein und nicht nur eine Nebentätigkeit oder ein Durchgangsstadium zum Amt des Predigers. Er soll auch nicht nur Personen auffangen, die in anderen Karrieren (zum Beispiel als Geistliche) versagt haben. (2) Die Aufsicht über Lehrtätigkeiten an Schulen soll von Angehörigen derselben Profession geführt werden, also durch Schulkollegien, die mit Schulmännern besetzt werden. (3) Die Berufspraxis soll weitgehend autonom durchgeführt werden unter Absehen von kleinlichen Festlegungen des Verhaltens. Der Lehrer muß an seinen eigenen Erfahrungen reifen können.


6 Vgl. Alfred Heubaum, Geschichte des Deutschen Bildungswesens seit der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts Bd. i, Berlin 1905, passim, z. B. S. 270 h; ferner zu den preußischen Bemühungen um Volksschullehrerbildung Ferdinand Vollmer, Die preußische Volksschulpolitik unter Friedrich dem Großen, Berlin 1918, insb. S. 22 ff., 132 ff., 204 ff. Aus der zeitgenössischen Literatur vgl. Ernst Christian Trapp, Versuch einer Pädagogik (1780), Neuausgabe Leipzig 1913, S. 220ff.; ders., Von der Nothwendigkeit, Erziehen und Unterrichten als eine eigne Kunst zu studiren, Halle 1779.

7 Siehe zur theologischen Vorgeschichte und ihrer Säkularisierung Trutz Rendtorff s.v. Beruf, Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. 1, Basel 1971, Sp. 833-835. Daß es, längst vor Luther, eine besondere christliche Wertschätzung von Arbeit und Beruf gab, kann man nachlesen bei Nikolaus Paulus, Die Wertung der weltlichen Berufe im Mittelalter, Historisches Jahrbuch 32 (1911), S.725-755.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme, jedenfalls nicht auf eine wörtliche Übernahme.

Die Aufzählung (Z. 27 ff.) ist bei der Zeilenzählung nicht berücksichtigt (weshalb auch Fragment 080 01 mit dem Abschluss der Aufzählung auf der Kategorie "keine Wertung" zugeordnet wurde).

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Is/Fragment 080 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-03-14 22:14:52 Schumann
Fragment, Gesichtet, Is, KeineWertung, Luhmann 2002, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 1-4
Quelle: Luhmann 2002
Seite(n): 150, Zeilen: 23 ff.
o Das Lehramt muss schließlich hinreichende Vorteile an Reputation und an Einkünften bringen, um für gute Kandidaten attraktiv zu sein,

o Zu all dem kommt als dominierender Aspekt die Forderung einer für den Beruf angemessenen Ausbildung.112


112 Ehlers, Martin: Gedanken von den zur Verbesserung der Schulen notwendigen Erfordernissen. Altona-Lübeck. 1766. Zitiert nach: Luhmann, Niklas. 2002. S. 150.

Das Lehramt muß schließlich (4) hinreichende Vorteile an Reputation und an Einkünften bieten, um für gute Kandidaten attraktiv zu sein. Und zu all dem kommt als dominierender Aspekt die Forderung einer für den Beruf angemessenen Ausbildung.17

17 Siehe für all dies Martin Ehlers, Gedanken von den zur Verbesserung der Schulen nothwendigen Erfordernissen, Altona-Lübeck 1766. [...]

Anmerkungen

Die Zusammenfassung Ehlers' durch Luhmann ist praktisch wörtlich übernommen.

Die konservative Kategorisierung "keine Wertung" erfolgt aufgrund der Präsentation der Auflistung (Einrückung, kleinere Schrift), die man auch als Zitatäquivalent interpretieren könnte.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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