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Quelle:Is/Preuss-Lausitz 2004

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Ulf Preuss-Lausitz
Titel    Die offene Gesellschaft und ihre Schule
Sammlung    Heterogenität - Unterschiede nutzen - Gemeinsamkeiten stärken
Herausgeber    Gerold Becker / Klaus-Dieter Lenzen / Lutz Stäudel / Klaus-Jürgen Tillmann / Rolf Werning / Felix Winter
Jahr    2004
Seiten    14-17

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    1


Fragmente der Quelle:
[1.] Is/Fragment 029 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-02-09 17:07:16 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Is, Preuss-Lausitz 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 8-11, 19-26
Quelle: Preuss-Lausitz 2004
Seite(n): 14, Zeilen: 14: r.Sp. 20 ff. - 15: l.Sp. 1.; 16: m.Sp. drittletzte Zeile ff.
Der Fremde ist sowohl nah wie fern, egal ob Heimatvertriebener, Gastarbeiter, Aussiedler gehört er in die Gesellschaft, weil er „heute kommt und morgen bleibt“.27 In gewisser Weise ist ganz Europa (weit über die formalen EU- Grenzen hinaus) multikulturelles Binnenland geworden.

[...]

Die empirische Kindheitsforschung ist sich ziemlich sicher, dass die Gewinne gegenüber den Risiken überwiegen. Aber eine beachtliche Minderheit, die so genannten „Modernisierungsverlierer“ scheitern vor dem Katalog hoher Anforderungen: Kinder versagen beim schulischen Lernen, Kinder sind zu dick, können keine Freunde gewinnen, können nicht mit Geld umgehen; Kinder wissen nicht, wie man das Internet sinnvoll nutzt; sie flüchten sich in Alkohol und Drogen; sie haben oft keinen Schulabschluss, keine Berufsausbildung, sind isoliert usw. Es sind diese Kinder, die von Lehrern meist als Belastung erlebt werden. Ulf Preuss-Lausitz28 formuliert folgende Thesen zur Reaktion der Schule/der Lehrer auf Heterogenität: [...]


27 Simmel, Georg. 1958. S. 509 - 512.

28 Preuss-Lausitz, Ulf. 2004. S. 14 - 17.

Denn der Fremde ist sowohl nah wie fern. Er gehört in die Gesellschaft, weil er „heute kommt und morgen bleibt“, wie Georg Simmel 1908(!) feststellte (1958, S. 509).

Zum anderen sind die Grenzen der Gesellschaft selbst nicht mehr eindeutig: In gewisser Weise ist ganz Europa - weit über die formalen EU-Grenzen hinaus - Binnenland geworden, mit gleichem Geld, vielen angeglichenen Vorschriften und einem Hin und

[Seite 15:]

Her von Waren, Menschen und Beziehungen.

[Seite 16:]

Die empirische Kindheitsforschung ist sich ziemlich sicher, dass insgesamt die Gewinne gegenüber den Risiken überwiegen. [...]

Aber eine beachtliche Minderheit scheitert vor diesem Katalog hoher Anforderungen: Kinder sind depressiv oder aggressiv; sie verwenden eine beleidigende und ordinäre Sprache; Kinder versagen beim schulischen Lernen; Kinder sind zu dick, können keine Freunde gewinnen, können nicht mit ihrem Geld umgehen; Kinder wissen nicht, wie man das Internet nutzt; sie flüchten sich in Alkohol; manche stehlen. Ob wir über 10% oder 20% reden, ist eine Definitionsfrage. Es sind solche Kinder, die wir „Modernisierungsverlierer“ nennen, die oft keinen Schulabschluss und damit auch keine Berufsausbildung schaffen. Oft sind sie isoliert oder ziehen sich in „Verlierer“-Milieus zurück. Es sind diese Kinder, die von Lehrern meist als Belastung erlebt werden, und die insgeheim die Sehnsucht nach der eigenen, vermeintlich heilen Schulzeit hervorrufen.

Anmerkungen

Unmittelbar im Anschluß wird die Quelle in Fn. 28 benannt. Bei isolierter Betrachtung könnte das noch ein Alltagsversehen sein.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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