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Quelle:Jg/Klemmer 2005

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Paul Klemmer
Titel    Demographie und Immobilienwirtschaft
Sammlung    Immobilien Praxis und Recht: Jahrbuch 2005
Herausgeber    Robert Ummen, Sven Johns
Verlag    IMMO I.deen GmbH
Jahr    2005
URL    http://www.deutscher-verband2.org/cms/index.php?id=104

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Jg/Fragment 061 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:27:20 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jg, Klemmer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Marcusb, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 17-36
Quelle: Klemmer 2005
Seite(n): 1, Zeilen:
Die demografischen Trends (Bevölkerungsrückgang und Alterung) und der gesellschaftliche Wandel können zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führen sowie zu einem Einbruch bei den Vermögenswerten. Beides hätte Konsequenzen für die Immobilienwirtschaft. Ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum würde die Nachfrage nach spezifischen Immobilienbeständen (z.B. Büroimmobilien) bzw. die Bauaktivitäten mindern. Ein erwarteter Einbruch bei Werteinschätzung der Immobilienbestände könnte zu einem Rückgang des Konsums (Vermögensabhängigkeit des Konsums) oder in Abhängigkeit von der Dimension des Einbruchs sogar zu einer Bankenkrise führen. Eine schrumpfende Bevölkerung muss regelmäßig einen Nachfragerückgang zur Folge haben. Dieser kann schon früher in bisherigen Nicht-schrumpfungsregionen eintreten, wenn erwartete Risiken bei der Altersversorgung die Sparneigung erhöhen. Zum anderen kann sich eine im Zuge der Alterung rückläufige Zahl von Erwerbsfähigen mit wachstumslimitierenden Engpasswirkungen verbinden. Insbesondere können sich bei einer Alterung der Erwerbspersonen negative Produktivitätseffekte einstellen. Eine Frage ist jene nach dem Risiko eines demografisch bedingten Verfalls der Renditen bzw. Vermögenswerte ("asset-meltdown"; Niederschmelzen des Gewinns). Die Überlegungen derer, die vor einem solchen Risiko warnen, basieren auf den Implikationen von Lebenszyklus-Modellen, wie sie vor allem der Wirtschaftsnobelpreisträger Modigliani in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts formulierte. Danach versuchen Menschen im Laufe ihres Lebens ihren [Lebensstandard aufrecht zu erhalten.] Es gibt seit geraumer Zeit eine vitale Diskussion darüber, inwieweit die eben skizzierten demographischen Trends nicht doch zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sowie zu einem Einbruch bei den Vermögenswerten (asset-meltdown) führen können. Beides hätte Konsequenzen für die Immobilienwirtschaft. Ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum würde die Nachfrage nach spezifischen Immobilienbeständen (etwa Büroimmobilien) bzw. die Bauaktivitäten mindern. Ein erwarteter Einbruch bei Werteinschätzung der Immobilienbestände könnte zu einem Rückgang des Konsums (Vermögensabhängigkeit des Konsums) oder in Abhängigkeit von der Dimension des Einbruchs sogar zu einer Bankenkrise führen.

[...] Eine schrumpfende Bevölkerung muss langfristig einen Nachfragerückgang zur Folge haben. Dieser kann schon früher eintreten, wenn erwartete Risiken bei der Altersversorgung die Sparneigung erhöhen. Zum anderen kann sich eine im Zuge der Alterung rückläufige Zahl von Erwerbsfähigen mit wachstumslimitierenden Engpasswirkungen verbinden. Insbesondere können sich bei einer Alterung der Erwerbspersonen negative Produktivitätseffekte einstellen.

[...]

Eine Frage, die gegenwärtig besonders lebhaft diskutiert wird, ist jene nach dem Risiko eines demographisch bedingten Verfalls der Renditen bzw. Vermögenswerte ("asset-meltdown") . Die Überlegungen derer, die vor einem solchen Risiko warnen, basieren auf den Implikationen von Lebenszyklus-Modellen, wie sie vor allem der Wirtschaftsnobelpreisträger Franco Modigliani in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts formulierte. Danach versuchen Menschen im Laufe ihres Lebens ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Anmerkungen

Ein Hinweis auf die Quelle, aus der ueber eine Seite fast wörtlich übernommen wurden, folgt auf S. 62 in Fußnote 101.

Sichter
Hindemith

[2.] Jg/Fragment 062 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:27:22 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jg, Klemmer 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Marcusb, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 1-29
Quelle: Klemmer 2005
Seite(n): 1, Zeilen:
[Danach versuchen Menschen im Laufe ihres Lebens ihren] Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Das bedeutet, dass sie während des Arbeitslebens, in dem sie gut verdienen, sparen, um dann am Lebensabend von diesen Guthaben zu leben. Letzteres kann auch heißen, dass angesammeltes Geldvermögen wieder verkauft wird. Das Sparverhalten ändert sich somit im Laufe eines Lebens. In Gesellschaften mit Verjüngungstendenzen wird demzufolge mehr gespart, in alternden Gesellschaften hingegen entspart. Folgt man dieser Hypothese, stellen junge Gesellschaften Geld für Investitionen zur Verfügung, d.h. die Wirtschaft wächst, in alternden Gesellschaften wird demgegenüber der Anteil der Ersparnisse am Bruttoinlandsprodukt zurückgehen und muss sich demzufolge das Wirtschaftswachstum verlangsamen. Das hat auch Auswirkungen auf die Geld- und Kapitalmärkte. Die Sparwelle junger und dynamischer Gesellschaften treibt die Kurse von Aktien und Anleihen in die Höhe, wobei vor allem die Aktien eine interessante Anlageform darstellen, da sie erfahrungsgemäß unter langfristigen Perspektiven und unter Berücksichtigung von Vermögenswertsteigerungen besonders renditeträchtig sind. Aber auch Investitionen in Immobilien erscheinen bei wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig expandierenden Volkswirtschaften interessant, da sie - vor allem bei inflationärem Umfeld - neben regelmäßigen Mieteinnahmen Werterhalt und Wertsteigerungen versprechen. Im Lauf des Lebens ändert sich aber das Anlegerverhalten. Mit zunehmendem Alter steigt man aus den riskanteren Aktien aus und wechselt hinüber in angeblich sicherere Staatspapiere und Anleihen. Bei Auflösung von Guthaben bzw. Geldvermögensbeständen kommt es gleichzeitig zu starken Kursverlusten mit dem Ergebnis, dass die Zinsen bzw. Renditen fallen. Es wird nach Ansicht mancher Experten immer schwieriger, sich gegen diese Kapitalmarktrisiken alternder Gesellschaften abzusichern. Auf alle Fälle sinkt die Sparneigung und Kapitalbildung mit der Folge abnehmenden Wirtschaftswachstums. Dies hat, so die Hypothese, auch Auswirkungen auf das Immobilienvermögen. Werden größere Bestände zwecks Absicherung eines erträumten Lebensstandards auf den Markt geworfen und verkauft, kommt es zu einem Preisverfall und zu Vermögenswertverlusten (Immobilienentwertung), was bei einer Vermögensabhängigkeit des privaten Konsums wiederum die gesamtwirtschaftliche Nachfrage schrumpfen lässt [101].

[101] Klemmer, Demografie und Immobilienwirtschaft, aus Ummen/Johns (Hrsg.), Immobilien - Praxis und Recht, Jahrbuch 2005

Danach versuchen Menschen im Laufe ihres Lebens ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Das bedeutet, dass sie während des Arbeitslebens, in dem sie gut verdienen, sparen, um dann am Lebensabend von diesen Guthaben zu leben. Letzteres kann auch heißen, dass angesammeltes Geldvermögen wieder verkauft wird. Das Sparverhalten ändert sich somit im Laufe eines Lebens. In Gesellschaften mit Verjüngungstendenzen wird demzufolge mehr gespart, in alternden Gesellschaften hingegen entspart. Folgt man dieser Hypothese, stellen junge Gesellschaften Geld für Investitionen zur Verfügung, d.h. die Wirtschaft wächst, in alternden Gesellschaften wird demgegenüber der Anteil der Ersparnisse am Bruttoinlandsprodukt zurückgehen und muss sich demzufolge das Wirtschaftswachstum verlangsamen.

Das hat auch Auswirkungen auf die Geld- und Kapitalmärkte. Die Sparwelle junger und dynamischer Gesellschaften treibt die Kurse von Aktien und Anleihen in die Höhe, wobei vor allem die Aktien eine interessante Anlageform darstellen, da sie erfahrungsgemäß unter langfristigen Perspektiven und unter Berücksichtigung von Vermögenswertsteigerungen besonders renditeträchtig sind. Aber auch Investitionen in Immobilien erscheinen bei wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig expandierenden Volkswirtschaften interessant, da sie - vor allem bei inflationärem Umfeld - neben regelmäßigen Mieteinnahmen Werterhalt und Wertsteigerungen versprechen. Im Lauf des Lebens ändert sich aber das Anlegerverhalten. Mit zunehmendem Alter steigt man aus den riskanteren Aktien aus und wechselt hinüber in angeblich sicherere Staatspapiere und Anleihen. Bei Auflösung von Guthaben bzw. Geldvermögensbeständen kommt es gleichzeitig zu starken Kursverlusten mit dem Ergebnis, dass die Zinsen bzw. Renditen fallen. Es wird nach Ansicht mancher Experten immer schwieriger, sich gegen diese Kapitalmarktrisiken alternder Gesellschaften abzusichern. Auf alle Fälle sinkt die Sparneigung und Kapitalbildung mit der Folge abnehmenden Wirtschaftswachstums. Dies hat - so die Hypothese - auch Auswirkungen auf das Immobilienvermögen. Werden größere Bestände zwecks Absicherung eines erträumten Lebensstandards auf den Markt geworfen und verkauft, kommt es zu einem Preisverfall und zu Vermögenswertverlusten, was bei einer Vermögensabhängigkeit des privaten Konsums wiederum die gesamtwirtschaftliche Nachfrage schrumpfen lässt.

Anmerkungen

Fortsetzung v. S. 61.

Sichter
Hindemith

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