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Quelle:Jkr/Deutsche Welle 2003

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Titel    Quo vadis Kosovo/a ? Eine Bestandsaufnahme vor dem angekündigten Dialog zwischen Pristina und Belgrad
Herausgeber    Deutsche Welle Südosteuropa-Programme
Ort    Bonn
Datum    Juni 2003
Seiten    56
Anmerkung    Dokumentation von DW-radio Albanisch und DW-radio Serbisch in Zusammenarbeit mit DW-Monitor Ost- / Südosteuropa
URL    http://www.dw.de/popups/pdf/746640/quovadiskosovopdf.pdf

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    ja
Fragmente    7


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 220 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-01 14:49:51 Guckar
Deutsche Welle 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 220, Zeilen: 23-28
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 33, Zeilen: 3-9
KFOR ist es in enger Kooperation mit UNMIK gelungen, die enorm hohe Mordrate der ersten Wochen auf schon nach relativ kurzer Zeit auf mitteleuropäisches Normalmaß abzusenken. Durch ein sehr enges Netz von Checkpoints und Patrouillen wurde es erreicht, relativ schnell Ruhe und Sicherheit in das Land zu bekommen. Die Menschen konnten sich wieder trauen, auf die Straßen zu gehen, die Schulen und Universitäten zu besuchen. Frage: Glauben Sie, es ist Ihnen gelungen?

Antwort: Ich bin der Überzeugung, wenn ich die statistischen Daten sehe, die wir damals gehabt haben, dass wir diese enorme Mordwelle sehr schnell zum Bremsen gebracht haben, dass wir durch ein sehr enges Netz von Checkpoints und Patrouillen Ruhe und Sicherheit in das Land bekommen haben und die Menschen sich wieder getraut haben, auf die Straßen zu gehen, wieder in die Schulen zu gehen, an die Universitäten zu gehen.

Anmerkungen

Inhalt und teilweise auch Wortlaut aus einem Interview mit dem ehemaligen KFOR-Befehlshaber Klaus Reinhardt, welches Filip Slavkovic von DW-radio/Serbisch am 6.6.2003 geführt hat.

Weder wird hier auf den Urheber der Aussagen hingewiesen - obwohl Jkr in seinem Vorwort erwähnt, dass ihm "Vorträge des ehemaligen Kommandeurs der KFOR, General a. D. Dr. Klaus Reinhardt [...] einen Einblick in die schwierige Kooperation internationaler Organisationen in Krisenregionen" (S. 6) verschafft hätten - noch wurde das Interview überhaupt von Jkr geführt.

Auf Seite 221 nimmt Jkr dann explizit Bezug auf das Interview.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 221 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 23:28:58 Hindemith
BauernOpfer, Deutsche Welle 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 221, Zeilen: 26-39
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 33, Zeilen: 16ff
Rückblickend führte dazu der ehemalige KFOR-Befehlshaber Klaus Reinhardt in einem Rundfunkinterview450 aus: „Ich glaube, wir haben schon Erfolg gehabt - zwar keinen durchgreifenden Erfolg, weil ich sehr wohl weiß, dass der Weg von einer serbischen Enklave in eine andere immer noch mit erheblicher Gefahr und nur unter Polizei- oder Militärschutz machbar ist - aber in den Enklaven selber, meine ich, leben nun die Minderheiten genau so sicher wie die Albaner in dem anderen Bereich.“ Zweifelsohne herrscht im Kosovo von außen betrachtet eine gewisse Normalität. Die Menschen müssen in der Regel keine Angst mehr haben, ermordet oder verfolgt zu werden. Das normale Leben in [sic!] auf den Straßen und Plätzen, in den Geschäften und Restaurants läuft wieder geregelt ab. Es haben Kommunal- und Parlamentswahlen stattgefunden, die alle demokratischen Anforderungen erfüllt haben. Es gibt eine gewählte Regierung, einen Ministerpräsidenten und einen Präsidenten, all dies zeugt von Normalität.

Aber das ist nur eine oberflächliche Normalität. Denn der entscheidende Durchbruch ist bis jetzt nicht gelungen - und das ist die Frage des wirtschaftlichen Wiederaufbaus und des Aufbaus einer multiethnischen Gesellschaft. Wirtschaftliche Verbesserungen, von denen nicht zuletzt die Stabilisierung der Region abhängt, wird es erst geben, wenn der künftige Zustand Kosovos geklärt ist. Mit diesem Zustand ist die Frage der Privatisierung der sozialisierten Industrie ge[koppelt und davon hängen die so wichtigen Direktinvestitionen aus dem Ausland und letztlich die dringend notwendigen Arbeitsplätze ab.]


450 Interview in Deutsche Welle am 6. Juni 2003; www.dw-world.de

Ich glaube, wir haben schon Erfolg gehabt - zwar keinen durchgreifenden Erfolg, weil ich sehr wohl weiß, dass der Weg von einer serbischen Enklave in eine andere immer noch mit erheblicher Gefahr und nur unter Polizei- oder Militärschutz machbar ist - aber in den Enklaven selber, meine ich, leben nun die Minderheiten genau so sicher wie die Albaner in dem anderen Bereich.

Frage: Wenn Sie an die ganzen vier Jahre nach dem Krieg denken, was hat sich da im Wesentlichen geändert, was ist erreicht worden?

Antwort: Erreicht worden ist eine gewisse Normalität dahingehend, dass die Menschen keine Angst mehr haben, ermordet oder verfolgt zu werden. Das normale Leben in den Geschäften, in den Restaurants, in öffentlichen Einrichtungen läuft wieder. Das ist positiv. Es haben Wahlen im Bereich der unteren Administration, der Landkreise, der Bürgermeister stattgefunden, es haben Wahlen für ein Parlament stattgefunden, es gibt eine gewählte Regierung, einen Parlamentspräsidenten, einen Ministerpräsidenten, einen Präsidenten, all dies zeugt von Normalität. Aber das ist nur eine oberflächliche Normalität. Denn der entscheidende Durchbruch ist bis jetzt noch nicht gelungen - und das ist die Frage des wirtschaftlichen Wiederaufbaus, der natürlich von der Frage des künftigen Zustands des Kosovo abhängig ist. Denn damit, mit dem künftigen Zustand des Kosovo, ist die Frage der Privatisierung der sozialisierten Industrie eng gekoppelt. Damit ist Investment von außen gekoppelt.

Anmerkungen

Zur besseren Dokumentation wurde hier auch der korrekt wiedergegebene Teil des Interviews dargestellt. In der Zählung der Zeilen wurde er aber nicht berücksichtigt.

Nach dem Originalzitat wird ohne Kennzeichnung aus der Quelle weiter Text verwendet. Dabei unterläuft Jkr auch noch ein Anschlussfehler.

(Die Literaturangabe ist übrigens zur Referenzierung im WWW völlig ungeeignet.)

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[3.] Jkr/Fragment 231 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-01 14:52:46 Guckar
Deutsche Welle 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 231, Zeilen: 1-2, 6-8
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 34, Zeilen: 34-38
Im Unterschied zu vielen anderen UN-Missionen hat es für die Polizei im Kosovo nichts gegeben, auf dem sie hätte aufbauen können. [...] Im Kosovo gab es jedoch nicht wie in Bosnien eine existierende Polizei, die man auf dem Weg zu einer rechtsstaatlichen Polizei nach europäischen Standards hätte begleiten und unterstützen können. Der erste grundlegende Aspekt ist: im Unterschied zu vielen anderen Missionen der Vereinten Nationen hat es für die Polizei hier nichts gegeben, auf dem man hätte aufbauen können. Es hat nicht wie z.B. in Bosnien eine existierende Polizei gegeben, die man auf dem Weg zu einer rechtsstaatlichen Polizei nach europäischen Standards hätte begleiten können.
Anmerkungen

Ungekennzeichnetes und auseinander geschnittenes Zitat von Stefan Feller, Chef der internationalen Polizei im Kosovo, in einem Interview mit Adelheid Feilcke-Tiemann vom 17.6.2003 (DW-radio / Albanisch)

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[4.] Jkr/Fragment 232 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 23:36:13 Hindemith
Deutsche Welle 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 232, Zeilen: 6-31
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 37-38, Zeilen: 37:25ff - 38:1ff
Die Kriminalitätsrate ist im Kosovo in den vier Jahren nach dem Krieg stark gesunken. Während es in den ersten 18 Monaten seit Kriegsende noch rund 750 Morde gab, waren es in im ersten Halbjahr 2003 noch 30. Die Zahl der auch in Westeuropa üblichen Delikte wie Diebstahl, Raub, Vergewaltigung ist ebenfalls zurückgegangen. „Wir sagen ja nicht, dass alles jetzt perfekt ist. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Jahr 2001, als ein Auto mit serbischem Kennzeichen in albanischem Gebiet sofort angegriffen wurde, und heute, wo es höchstens zu verbalen Auseinandersetzungen kommen würde“, sagt Barry Fletcher, Sprecher der UNMIK-Polizei. Doch es sind nicht die Zahlen, die den Unterschied deutlich machen, es ist das Gefühl, das die Bürger haben. Und dieses ist bei weitem noch kein Gefühl der Sicherheit. Das trifft vor allem für die Angehörigen von Minderheiten zu. Wenn UNMIK feststellt, dass die Zahl der ethnisch bedingten Angriffe und Mordfälle immer mehr zurückgegangen sind, so ist das zweifelsohne zutreffend wenn man nur die absoluten Zahlen betrachtet. Es wird dabei jedoch außer Acht gelassen, dass besonders die Serben und Roma in überaus großer Zahl geflohen sind oder heute in Enklaven unter dem Schutz von KFOR leben. Die Kosovo-Albaner trauen sich nach wie vor nicht in die serbischen Gebiete im Norden der Provinz und um die serbischen Enklaven zu kommen, muss man zunächst die KFOR-Kontrollstellen passieren.

Der Schwerpunkt der Kriminalität hat sich von ethnischen Vergehen hin zu in großem Stil organisierten, Geld beschaffenden Delikten entwickelt. Die organisierte Kriminalität mit ihren Verbindungen zu Politik und Behörden gehört zu den größten Herausforderungen für alle jungen Nationen in Südosteuropa. Alle Arten von organisierter Kriminalität und Korruption sind Probleme, die nicht nur das Kosovo betreffen, sondern auf grenzüberschreitendes und interethnisches Zusammenwirken aufgebaut sind.

[Seite 37]

Keine Frage, die Kriminalitätsrate im Kosovo ist in den vier Jahren nach dem Krieg gesunken. Gab es in den ersten 18 Monaten seit Kriegsende noch rund 750 Morde, so waren es in den ersten sechs Monaten in diesem Jahr 30. Die Zahl der auch in Westeuropa üblichen Delikte wie Diebstahl, Raub, Vergewaltigung ist ebenfalls zurückgegangen. "Wir sagen ja nicht, dass alles jetzt perfekt ist. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Jahr 2001, als ein Auto mit serbischen Kennzeichen in albanischem Gebiet sofort angegriffen wurde genauso wie ein albanisches Auto von Serben, und heute, wo es höchstens zur verbalen Auseinandersetzung kommen würde", sagt Barry Fletcher von der UNO-Polizei.

Doch es sind nicht die Zahlen, die den Unterschied deutlich machen, es ist das Gefühl, das die Bürger haben. Und dieses ist in Kosovo bei weitem noch kein Gefühl von Sicherheit. Das gilt vor allem für die Minderheiten - Serben und Roma. Wenn die UN-Mission in Kosovo (UNMIK) feststellt, dass es mit der Zeit immer weniger ethnisch bedingte Angriffe und Mordfälle gegeben hat, so entspricht das der Wahrheit und vernebelt sie zugleich. Denn mit der Zeit gab es immer weniger Menschen, die angegriffen werden konnten. Die Minderheiten - rund 250.000 Serben

[Seite 38]

und Roma - sind seit Kriegsende geflohen oder leben in so genannten Enklaven unter dem Schutz der KFOR. Die albanische Mehrheit traut sich nicht in die serbischen Gebiete im Norden der Provinz, und um in die serbischen Enklaven zu kommen, muss man zunächst NATO-Kontrollpunkte passieren.

So hat sich der Schwerpunkt der Kriminalität von ethnischen hin zu geldbeschaffenden Delikten entwickelt. Barry Fletcher, Sprecher der UNMIK-Police:

"Als unsere nächste Herausforderung auf dem Kosovo im polizeilichem Sinne sehen wir die organisierte Kriminalität und die Korruption der Behörden. Alle Arten von organisierter Kriminalität und Korruption in den Behörden sind ja regionale Probleme, die nicht nur Kosovo betreffen, sondern grenzüberschreitende und interethnische Zusammenarbeit beinhalten. [...]"

Anmerkungen

Inhaltlich identisch, in weiten Teile auch im Wortlaut übereinstimmend.

Hier bedient sich Jkr bei einem Radioessay von Filip Slavkovic (18.6.2003, DW-radio / Serbisch) und den dort zitierten Interviewaussagen von Barry Fletcher, ohne dass dies an irgendeiner Stelle in Jkr Erwähnung fände.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[5.] Jkr/Fragment 233 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 23:21:43 Hindemith
Deutsche Welle 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 233, Zeilen: 13-19
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 38, Zeilen: 25-30
Die vielen internationalen Geldgeber, die Kosovo unterstützen, eine teilweise unübersichtliche UN-Verwaltung und die noch schwachen lokalen Institutionen eines quasiunabhängigen Staates öffnen der Korruption Tür und Tor. So wurde in Bochum ein ehemaliger deutscher UNMIK-Mitarbeiter verurteilt worden [sic!], weil er 2002 rund vier Millionen EU-Hilfe, die für Kosovos Elektrizitätswerke vorgesehen waren, veruntreut hat. Die vielen internationalen Geldgeber, die Kosovo auf die Sprünge helfen wollen, die unübersichtliche UNO-Verwaltung und die noch schwachen lokalen Institutionen eines quasi-unabhängigen Staates öffnen die Tür für Korruption. So ist diese Woche in Bochum ein ehemaliger deutscher UNMIK-Mitarbeiter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte im letzten Jahr rund 4 Millionen Euro EU-Hilfe veruntreut, die für Kosovos Elektrizitätswerke vorgesehen waren.
Anmerkungen

Erneut eine Übernahme ohne Kennzeichnung aus dem Radioessay von Filip Slavkovic (vgl. auch Jkr/Fragment_232_06.)

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[6.] Jkr/Fragment 253 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-27 21:40:12 Hindemith
Deutsche Welle 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 253, Zeilen: 3-6, 12-17, 19-29
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 46-47, Zeilen: 46:18-21.25-29.33-39 - 47:1-5
Infolge der von Belgrad auferlegten Zwangsmaßnahmen und der internationalen Sanktionen gegen die BR Jugoslawien verzeichnete das Kosovo in den 90-er Jahren einen drastischen Wirtschaftsrückgang. Heute gibt es im Kosovo [...] Die Wirtschaft stützt sich auf folgende drei Säulen: zahlreiche kleinbäuerliche Familienbetriebe, relativ viele Privatunternehmen, hauptsächlich im Bereich Handel und im Bausektor sowie die nach dem jugoslawischen Selbstverwaltungsprinzip organisierten 18 Agrarkombinate, 150 genossenschaftliche Betriebe und 124 staatliche Unternehmen. [...] Um Arbeitsplätze zu schaffen und um die Wirtschaft anzukurbeln, fördert UNMIK die Gründung von Privatunternehmen. Diesem Zweck dienen Maßnahmen wie die Zulassung ausländischer Investitionen im Kosovo, wobei ausländische Investoren den Einheimischen in jeder Hinsicht gleichgestellt sind. Aus verschiedenen Fonds der EU und von der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau wurden Kredite zur Verfügung gestellt, die Kreditvergabe erleichtert und der Kreditrahmen erweitert. Diese Kredite wurden vorrangig kleinen und mittleren Unternehmen im Privatsektor zur Verfügung gestellt. Die Bewohner des ländlichen Raums wurden nicht nur beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützt, sondern sie erhielten auch umfangreiche Hilfe für die Wiederaufnahme ihrer Landwirtschaft. [Seite 46]

Infolge der von Belgrad auferlegten Zwangsmaßnahmen und der internationalen Sanktionen gegen die Bundesrepublik Jugoslawien verzeichnete Kosovo in den 90er Jahren einen drastischen Wirtschaftsrückgang. [...]

Heute stützt sich die kosovarische Wirtschaft auf folgende drei Säulen: zahlreiche kleinbäuerliche Familienbetriebe, relativ viele Privatunternehmen, hauptsächlich im Bereich Handel und im Bausektor, sowie auf die nach dem jugoslawischen Selbstverwaltungsprinzp organisierten 18 Agrarkombinate, 145 genossenschaftliche Betriebe und 124 öffentliche bzw. staatliche Unternehmen, die der UNMIK unterstellt, zum größten Teil jedoch stillgelegt sind. [...]

Um Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln, hat sich UNMIK zum Ziel gesetzt, Privatunternehmen zu fördern und den rentablen staatlichen Unternehmen einen Neuanfang zu ermöglichen. Diesem Zweck dienten verschiedene Maßnahmen, u.a. die Zulassung ausländischer Investitionen im Kosovo, wonach ausländische Investoren den Einheimischen in jeder Hinsicht gleichstellt sind. Aus verschiedenen Fonds der Europäischen Union und von der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau wurden Kredite zur Verfügung gestellt, die

[Seite 47]

Kreditvergabe erleichtert und der Kreditrahmen erweitert. Diese Kredite wurden insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen im Privatsektor zur Verfügung gestellt. Die Menschen auf dem Land wurden nicht nur beim Wiederaufbau ihrer Häuser kräftig unterstützt, sondern sie erhielten auch umfangreiche Hilfe für die Wiederaufnahme ihrer Landwirtschaft.

Anmerkungen

Etwas auseinandergeschnitten und in den Schnittstellen um einige wenige Sätze ergänzt (hier zur besseren Dokumentation weggelassen); ansonsten aber bleibt das Original inhaltlich und insbesondere vom Wortlaut unverkennbar. Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Diese wird auf der nächsten Seite fortgesetzt (vgl. Jkr/Fragment_254_01). das Original stammt von Pandeli Pani.

Sichter
Agrippina1

[7.] Jkr/Fragment 254 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-24 14:39:08 Graf Isolan
Deutsche Welle 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 254, Zeilen: 1-22
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 47, Zeilen: 9ff
Nach den UNMIK-Statistiken544 machen die Exporte weniger als 10 Prozent aller Waren und Dienstleistungen aus, die Kosovo importiert. Eine der größten Herausforderungen für die kosovarische Gesellschaft bleibt der Anschluss an die ausländischen, insbesondere die regionalen Märkte in Südosteuropa.545 Die Kaufkraft des einheimischen Marktes ist nicht in der Lage, das Wirtschaftswachstum ausreichend zu fördern. Hinzu kommt, dass die Produktionskapazitäten der wenigen Betriebe, die als Endproduzenten tätig sind, auf die Bedürfnisse des ehemaligen Jugoslawien ausgerichtet waren. Das Wegbrechen des jugoslawischen Marktes führte dazu, dass viele Unternehmen ihre Produktion drastisch herunterfahren mussten. Aus all diesen Gründen ist die Anbindung an die ausländischen Märkte von entscheidender Bedeutung für die kosovarische Wirtschaft. Diese Anbindung kann ohne regionale Integration keine Fortschritte erzielen. Kosovo verfügt über keinen direkten Zugang zum Meer, muss sich also hinsichtlich der Transitwege mit den Nachbarländern arrangieren. Aber auch hier gibt es Schwierigkeiten. Kosovo hat es sich zum Ziel gesetzt, dem vom Stabilitätspakt initiierten „Memorandum of Understanding“ beizutreten, das die Schaffung einer Freihandelszone zwischen den Ländern der Region anstrebt. Während die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zum Nachbarn Albanien enorme Investitionen in die Infrastruktur erfordern, wird sich die Unterzeichnung von bilateralen Freihandelsabkommen mit Serbien oder Mazedonien kurzfristig realisieren lassen.

544 www.unmikonline.org

545 [...]

Nach den neuesten UNMIK-Statistiken machen die Exporte weniger als zehn Prozent der Waren und Diensleistungen aus, die Kosovo importiert. Das meiste Geld wird auch nicht im Land selbst erwirtschaftet, sondern kommt aus der Diaspora. Eine der größten Herausforderungen für die kosovarische Gesellschaft bleibt der Anschluss an die regionalen Märkte in Südosteuropa. Die Kaufkraft des einheimischen Marktes ist nicht in der Lage, das Wirtschaftswachstum ausreichend zu fördern. Außerdem handelt es sich - abgesehen von dem maroden Zustand meisten Unternehmen - um Zulieferungsbetriebe. Hinzu kommt, dass die Produktionskapazitäten der wenigen Betriebe, die als Endproduzenten auftreten wie z.B. der Medikamentenhersteller Farmakos, auf die Bedürfnisse des ehemaligen Jugoslawiens ausgerichtet waren. Das Wegbrechen dieses jugoslawischen Marktes führte schließlich dazu, dass Farmakos gezwungen war, seine Produktion drastisch herunterzufahren.

Aus all diesen Gründen ist die Anbindung an die ausländischen Märkten von entscheidender Bedeutung für die kosovarische Wirtschaft. Diese Anbindung kann ohne regionale Integration keine Fortschritte erzielen. Kosovo verfügt über keinen direkten Zugang zum Meer, braucht also die Nachbarländer als Transitweg. Aber auch hier gibt es Schwierigkeiten. Kosovo hat es sich zum Ziel gesetzt, dem vom Stabilitätspakt initiierten „Memorandum of Understanding“ beizutreten, das die Schaffung einer Freihandelszone zwischen den Ländern der Region anstrebt. Während die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Albanien sicherlich enorme Investitionen in die Infrastruktur erfordern, wird sich die Unterzeichnung eines bilateralen Freihandelsabkommens mit Serbien oder Mazedonien aufgrund der politischen Situation sicher als langwierig erweisen.

Anmerkungen

Übernahme ohne Kennzeichnung.

Auch Fußnote 545 dient nicht zur Klärung der Urheberschaft der Aussagen dieses Abschnittes.

Der Autor dieses Abschnitts der Quelle ist Pandeli Pani.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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