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Quelle:Jkr/Gustenau Feichtinger 2000

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Gustav Gustenau, Walter Feichtinger
Titel    Der Krieg in und um Kosovo 1998/99 - Politischstrategische Zielsetzungen und operative Merkmale
Sammlung    Der Kosovo Konflikt Ursachen - Verlauf - Perspektiven
Herausgeber    Jens Reuter, Konrad Clewing
Ort    Klagenfurt, Wien, Ljubiljana, Tuzla, Sarajevo
Verlag    Wieser Verlag
Jahr    2000
ISBN    385 1293290

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    nein
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 161 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 01:16:51 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Gustenau Feichtinger 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 2-11
Quelle: Gustenau Feichtinger 2000
Seite(n): 467, 468, Zeilen: 20-21, 29-33; 1-10
Der strategische Ansatz der internationalen Staatengemeinschaft zur Eindämmung des Kosovo-Konflikts war ursprünglich darauf angelegt, mit Milošević auf dem Verhandlungsweg zu einer Übereinkunft für eine dauerhafte Befriedung zu kommen. Die von albanischer Seite geforderte Anerkennung des Kosovo als unabhängigen Staat wurde aus Sorge vor einer nationalen Einigungsbewegung, die auch die Nachbarstaaten umfasst hätte, grundsätzlich ausgeschlossen. Darüber hinaus zeigte keiner der Hauptakteure der Staatengemeinschaft die Bereitschaft, für die Unabhängigkeit Kosovos Garantien abzugeben. Diese Haltung bestärkte Milošević in seiner Absicht, die bewaffnete Rebellion von „Terroristen“ als innere Angelegenheit der BR Jugoslawiens zu behandeln. Der strategische Ansatz der Staatengemeinschaft zur Eindämmung des Kosovo-Konfliktes muß vor allem als reaktiv gewertet werden, [...] Die Strategie der Staatengemeinschaft war daher darauf angelegt, mit Milošević zu einer Übereinkunft zu kommen und dazu jegliche nur erdenkliche Chance vor allem auch in zeitlicher Hinsicht zu nutzen.3 Andere politische Optionen, etwa eine Anerkennung Kosovos als unabhängiger Staat, wurden aus Sorge vor einer nationalen Einigungsbewegung, die nicht nur Albanien, sondern auch die im Nordwesten Makedoniens kompakt lebende albanische Minderheit oder die albanischen Minderheiten in Montenegro umfassen würde, grundsätzlich ausgeschlossen. Zudem zeigte keiner der Hauptakteure der Staatengemeinschaft die Bereitschaft, für die Unabhängigkeit Kosovos Garantien abzugeben, zumal es für diesen Staat wohl kaum eine sinnvolle Perspektive gegeben hätte. Diese Haltung bestärkte Milošević in seiner Absicht, die „bewaffnete Rebellion“ von „Terroristen“ als interne Angelegenheit zu behandeln und sämtliche Maßnahmen zu treffen, diese Gefährdung des jugoslawischen Staates abzuwehren.

3 Vgl. Konfliktentwicklung auf dem südlichen Balkan I. Hg. Gustav Gustenau. Wien Mai 1999 (Informationen zur Sicherheitspolitik, 17).

Anmerkungen

Gekürzt aber im Wortlaut weitgehend übereinstimmend. Kein Hinweis auf eine Fremdquelle.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[2.] Jkr/Fragment 161 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 01:01:52 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Gustenau Feichtinger 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 15-34
Quelle: Gustenau Feichtinger 2000
Seite(n): 468, 469, Zeilen: 38-46; 1-18
Die Entscheidung, den Kosovo-Konflikt gewaltsam zu lösen war also in Belgrad gefallen, und zwar bevor die NATO zu den Waffen griff. Als wesentlichen Faktor, der Milošević zu einer militärischen Konfliktlösung bewogen hat, dürfte die Überzeugung gewesen sein, dass eine politische Verhandlungslösung, die seinen Vorstellungen entsprochen hätte, auch unter Vermittlung der Staatengemeinschaft nicht entwickelt werden konnte. Zudem war er davon überzeugt, mit einer umfassenden Vernichtungs- und Vertreibungsoperation gegen die UÇK und eine Großteil der albanischen Bevölkerung das Kosovo-Problem rasch und dauerhaft in den Griff zu bekommen. Hinzu kam der Umstand, dass die Drohung der NATO, den Schritt zum Luftkrieg zu wagen, für ihn wenig glaubwürdig war. Eine Kriegführung der NATO ohne UN-Mandat und gegen den Willen Russlands hatte er für nicht wahrscheinlich gehalten.

Als Gründe für die Auslösung der Luftoperation nannte NATO-Generalsekretär Javier Solana die unnachgiebige Haltung der BR Jugoslawien im Zusammenhang mit der Erfüllung der von NATO und EU erhobenen Forderungen343: Die Akzeptanz des Interimsabkommens, wie es in Rambouillet verhandelt wurde, außerdem die vollständige Überwachung der am 25.10. 1998 für die serbischen Streit- und Sicherheitskräfte vereinbarten Höchstgrenzen und die Beendigung der exzessiven und unangemessenen Gewaltanwendung gegen die Albaner in Kosovo.


343 NATO Press Release 040/1999 vom 23. März 1999 (http://www.nato.int/docu)

Von den Faktoren, welche Milošević zur Verfolgung einer militärischen Option zur Konfliktlösung motiviert haben, dürften folgende die wesentlichen gewesen sein: Das Faktum, dass eine dauerhafte politische Verhandlungslösung auch von den Vermittlungsgremien der Staatengemeinschaft nicht entwickelt werden konnte; die Überzeugung, mit einer umfassenden Vernichtungs- und Vertreibungsoperation gegen die UÇK und weite Teile der albanischen Bevölkerung das Kosovo-Problem sehr rasch und dauerhaft zu minimieren; der Umstand, dass die Drohung der NATO mit Luftschlägen wenig glaubwürdig war, zum einen, weil die tatsächliche Bereitschaft der NATO-Staaten, den Schritt zum Krieg zu wagen, wie auch deren Durchhaltewille, überaus fraglich war, und zum anderen, weil die Mittel der Luftkriegführung zur Beeinflussung der Situation in Kosovo ungeeignet und starke Bodenkräfte der NATO nicht nur nicht im Raum waren, sondern bis in die Endphase des Krieges auch dezidiert ausgeschlossen wurden; schließlich die Einschätzung, dass eine Kriegführung der NATO ohne UNO-Mandat und gegen den Willen Russlands für nicht wahrscheinlich gehalten wurde. Die Initiative lag somit auch in dieser Phase wie während des gesamten Kosovo-Konfliktes weitgehend bei Milošević, der einmal mehr die Chance sah, durch Gewalteinsatz vollendete Tatsachen zu schaffen, welche die Staatengemeinschaft letztlich hinnehmen würde.5

Als Gründe für die Auslösung der Luftoperation am 23. März nannte NATO-Generalsekretär Solana die unnachgiebige Haltung der BRJ bei der Erfüllung der von EU und NATO erhobenen Forderungen6: Die Akzeptanz des Interimsabkommens, wie es in Rambouillet (Frankreich) verhandelt wurde; vollständige Überwachung der am 25.10.1998 für die serbischen Streit- und Sicherheitskräfte vereinbarten Limits; Beendigung der exzessiven und unangemessenen Gewaltanwendung gegen Albaner in Kosovo.


5 Gespräche von G. Gustenau mit Vertretern des International Staff sowie des Military Committee der NATO am 6./7.5.1999 in Brüssel.

6 Vgl. NATO Press Release 040/1999 vom 23. März 1999 (http://www.nato.int/docu/pr/1999/p99-040e.htm).

Anmerkungen

Inhaltlich identisch unter Übernahme vieler Formulierungen der Vorlage; ohne Hinweis auf eine fremde Urheberschaft.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[3.] Jkr/Fragment 175 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 00:53:30 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Gustenau Feichtinger 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 24-36
Quelle: Gustenau Feichtinger 2000
Seite(n): 477, Zeilen: 12-25
Als das Vorgehen der jugoslawischen Streitkräfte im Kosovo bis zur Endphase des Krieges nicht wirksam gebremst werden konnte, galt es die Voraussetzungen für eine Rückkehr der vertriebenen Albaner zu schaffen, die militärische jugoslawische Infrastruktur so weit als möglich zu zerschlagen und die Verbände zum Rückzug aus dem Kosovo zu zwingen. Da all dies durch eine unmittelbare Kampfführung gegen das jugoslawische Militär nur bedingt erreicht werden konnte, sollte eine Bekämpfung strategischer Ziele das Regime zum Einlenken zwingen. Die von der NATO bekannt gegebenen hohen Trefferquoten, insbesondere hinsichtlich der Vernichtung von schwerem Gerät sind immer wieder in Zweifel gezogen worden. Tatsächlich konnten die Landstreitkräfte, abgesehen von der schweren Beeinträchtigung der jugoslawischen Luftverteidigung, ihre operativen Kapazitäten in erheblichem Ausmaß behaupten. Als das Vorgehen jugoslawischer Streit- und Sicherheitskräfte in Kosovo bis in die Endphase des Krieges nicht nachhaltig gebremst werden konnte, galt es, die Voraussetzungen für eine Rückkehr der vertriebenen Albaner nach Kosovo zu schaffen, die jugoslawische militärische Infrastruktur insgesamt so weit als möglich zu zerschlagen, die Verbände in Kosovo nachhaltig zu treffen und zum Rückzug zu zwingen. Da all dies durch eine unmittelbare Kampfführung gegen das jugoslawische Militär nur bedingt erreicht werden konnte, sollte eine Bekämpfung strategischer Ziele das Regime zum Einlenken zwingen (Trefferbilanz der NATO, siehe unten). Generell können die hohen Trefferquoten der NATO derzeit nicht verifiziert werden, insbesondere die Trefferquote an schwerem Gerät in Kosovo ist erheblich in Zweifel zu ziehen. Abgesehen von der schweren Beeinträchtigung der jugoslawischen Luftverteidigung konnten die jugoslawischen Landstreitkräfte ihre operativen Kapazitäten in erheblichem Ausmaß behaupten.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Graf Isolan, Hindemith (nach Quellenwechsel)

[4.] Jkr/Fragment 176 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 01:51:55 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Gustenau Feichtinger 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 10-13, 15-24, 103-104
Quelle: Gustenau Feichtinger 2000
Seite(n): 477, Zeilen: 32ff
Zu den Lehren, die aus dem Luftkrieg zu ziehen sind, zählt einmal mehr der Nachweis, dass allein mit Luftstreitkräften Konflikte wie der im Kosovo nicht wirklich beherrschbar sind. Der rigorose Verzicht auf Bodentruppen war zwar politisch verständlich, aber militärisch überaus problematisch. [...] Es zeigte sich auch das konzeptionelle Problem der ausschließlichen Luftkriegsführung insbesondere im Rahmen der asymmetrischen Konstellation, wie sie für diesen Konflikt kennzeichnend war. Die Luftoperation wurde von den jugoslawischen Streit- und Sicherheitskräften einfach unterlaufen, da letztere aufgrund ihres taktischen Verhaltens gegen Luftangriffe weitgehend resistent waren. Seitens der NATO wurde nicht auf einen kombinierten Einsatz von Teilstreitkräften gesetzt, der aufgrund der aufeinander abgestimmten Nutzung der jeweiligen Kapazitäten den optimalen Erfolg einer militärischen Operation erbringen würde.386

386 Holger H. Mey, Der Kosovo-Konflikt. Eine vorläufige Analyse, in: Soldat und Technik 10/1999, S. 590

Zu den Lehren, die aus dem NATO-Luftkrieg zu ziehen sind, zählt einmal mehr der Nachweis, dass abgestützt ausschließlich auf Luftkriegsmittel Konflikte wie dieser nicht wirklich beherrschbar sind. Der rigorose Verzicht auf Bodentruppen war zwar politisch verständlich, aber militärisch nichts desto weniger problematisch. So zeigte sich das konzeptionelle Problem der ausschließlichen Luftkriegsführung insbesondere im Rahmen der asymmetrischen Konstellation, wie sie für diesen Konflikt kennzeichnend war: Die NATO-Luftoperation wurde von den jugoslawischen Streit- und Sicherheitskräften in Kosovo einfach unterlaufen, da letztere aufgrund ihres taktischen Verhaltens gegen Luftangriffe weitgehend resistent waren. Auch wurde das Prinzip der >jointness< vernachlässigt, also der kombinierte Einsatz der Teilstreitkräfte, der aufgrund der aufeinander abgestimmten Nutzung der jeweiligen Kapazitäten den optimalen Erfolg einer militärischen Operation sicher[stellen soll.29

29 Vgl. Holger H. Mey, Der Kosovo-Konflikt. Eine vorläufige Analyse, Soldat und Technik 10/1999, S. 590.]

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith), Graf Isolan

[5.] Jkr/Fragment 178 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 02:00:52 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Gustenau Feichtinger 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 8-19
Quelle: Gustenau Feichtinger 2000
Seite(n): 480, Zeilen: 4-9, 22-29
Der Erfolg der Luftoperation muss sich an der Frage messen lassen, inwieweit die humanitären Zielsetzungen nicht in einem Missverhältnis zu der Bereitschaft standen, zu deren Erreichung auch Opfer in Kauf zu nehmen. Der Verzicht auf den Einsatz von Bodentruppen und die weitgehende Vermeidung von Risiken machten letztlich eine Verlagerung der Zielplanung auf strategische Ziele, wie Verkehrswege und Industrieanlagen erforderlich. Auch wenn man die Lösung der operativen Aufgabenstellung durch die eingesetzten Kräfte der Allianz positiv bewerten muss, von einem Sieg im Sinne der Erreichung eines strategischen Endziels kann nicht gesprochen werden, eher schon von einem kostenintensiven Engagement erheblicher Kontingente der NATO-Streitkräfte mit einem teilweise zufrieden stellenden Ausgang. Der „Erfolg“ der NATO-Operation wird auch an der Frage zu messen sein, inwieweit die humanitären Zielsetzungen nicht in einem argen Missverhältnis zu der Bereitschaft stehen, zu deren Erreichung auch Opfer in Kauf zu nehmen. Der Verzicht auf den Einsatz von Bodentruppen und die weitgehende Vermeidung hoher Risiken machten letztlich eine Verlagerung der Zielplanung auf strategische Ziele erforderlich. [...]

Auch wenn man die realpolitischen Einschränkungen der NATO-Operation akzeptieren und die Lösung der operativen Aufgabenstellungen durch die eingesetzten Kräfte der NATO honorieren muss, von einem „Sieg“ im Sinne der Erreichung eines generellen strategischen Endzieles kann in keiner Weise gesprochen werden, viel eher von einem kostenintensiven und risikoträchtigen Engagement erheblicher Kontingente der NATO-Land- und Luftstreitkräfte, eher in der Mitte denn am Ende des Konfliktes um Kosovo und um die Neuordnung Jugoslawiens.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Graf Isolan

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