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Quelle:Jkr/Höfer-Wissing 2002

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Neithart Höfer-Wissing
Titel    UNMIK und die Selbstverwaltung im Kosovo – Szenen einer Ehe
Zeitschrift    SOE-Monitor
Herausgeber    Task Force Südosteuropa am ZEI
Ort    Bonn
Datum    Juli 2002
Jahrgang    2
Nummer    3
Anmerkung    In weiteren Artikeln (von anderen Autoren) in der selben Ausgabe der o.g. Zeitschrift finden sich ebenfalls Textübereinstimmungen.
URL    http://www.zei.uni-bonn.de/dateien/archiv/SOE-Monitor7.pdf

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 247 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-12 23:08:43 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Höfer-Wissing 2002, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 247, Zeilen: 20-42
Quelle: Höfer-Wissing 2002
Seite(n): 3, Zeilen: 1.Sp. 36-46 - 2.Sp.1-30.36-43 - 3.Sp.1-13
Während es einerseits das erklärte Ziel von UNMIK war und ist, nach und nach Zuständigkeiten zu übertragen, muss die internationale Verwaltung andererseits darauf achten, dass sich die neuen Institutionen nicht Funktionen anmaßen, die mit der UN-Resolution 1244 unvereinbar sind. Diese Institutionen versuchten verständlicherweise, den eigenen, anfangs noch recht beschränkten Verantwortungsbereich auszuweiten. Nicht selten wurde im politischen Wettstreit unter den kosovo-albanischen Koalitionspartnern die Kritik an UNMIK dazu benutzt, um politisches Profil für parteiinterne Machtkämpfe zu gewinnen. Die Situation wurde ferner dadurch geprägt, dass weite Teile der kosovarischen Elite noch nicht über das nötige Verständnis für moderne demokratische Regierungsformen verfügten. Sie stehen unter besonderem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit, die für die Schwierigkeiten der Anfangszeit, der sich jede Regierung gegenübersehen würde, wenig Verständnis aufbrachte. Dies hat für Friktionen zwischen Regierung und Parlament gesorgt, die sich gegenseitig beschuldigten, dafür verantwortlich zu sein, dass es nur wenig verabschiedete Gesetze gab. Im Parlament herrscht häufig eine gespannte Atmosphäre, nachdem es sich weitgehend als Opposition gegen

UNMIK und nicht als Bühne für das Ringen um bestmögliche politische Lösungen versteht. Der serbische [sic] Opposition533 gelingt es kaum, die ihr zustehenden Rechte wirkungsvoll zu nutzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die albanische Mehrheit immer wieder die Geschäftsordnungsregeln nicht respektiert. So führten beispielsweise Unzulänglichkeiten bei der albanischen Übersetzung dazu, dass Abstimmungen durchgeführt wurden, ohne dass den Serben [die übersetzte Textversion vorlag.]


533 Neben den serbischen Parteien haben die Abgeordneten kleinerer Volksgruppen eine gemeinsame Fraktion gebildet. Darunter die Bosniakische Partei für Demokratisches Handeln (DSDAK), die Türkisch-Demokratische Partei (KDTP), die Bürgerinitiative Gorani (GIG), die Partei der Albanischen Ashkali Kosovos (PDASHK) und die Vereinigte Roma-Partei (PREBK)

Während es einerseits UNMIK’s erklärtes Ziel ist, „loszulassen“, was losgelassen werden kann, muss die UN-Interimsverwaltung auf der anderen Seite nicht nur für eine möglichst reibungslose Übertragung der bisher von ihr wahrgenommenen Aufgaben auf die neuen Institutionen sorgen, sondern gleichzeitig auch sorgfältig darauf achten, dass die neuen Institutionen sich nicht Funktionen anmaßen, die mit der UN-Sicherheitsratsresolution 1244 nicht vereinbar sind und daher unter den „reserved powers“ des SRSG verbleiben.

Die neu errichteten Institutionen versuchen verständlicherweise, den eigenen, zugegebenermaßen noch recht beschränkten Verantwortungsbereich energisch auszuweiten. Im politischen Wettstreit unter den kosovo-albanischen Koalitionspartnern wird Kritik an UNMIK dazu benutzt, im Hinblick auf die bevorstehenden Lokalwahlen und partei-interne Machtkämpfe Profil zu gewinnen.

Die Situation wird ferner dadurch geprägt, dass weite Teile der kosovarischen Elite noch nicht über das nötige Verständnis für moderne demokratische Regierungsformen verfügen. Sie sehen sich aber unter, teilweise selbst induziertem, Erwartungsdruck der Öffentlichkeit, die für die natürlichen Kinderkrankheiten, der sich jede Regierung gegenübersehen würde – und schon gar im Kosovo! –, wenig Verständnis aufbringt. Dies hat für Friktionen zwischen Regierung und Parlament gesorgt, die sich gegenseitig beschuldigen, dafür verantwortlich zu sein, dass es noch kaum verabschiedete Gesetze gibt. [...]

In der Versammlung herrscht eine gespannte Atmosphäre: Sie versteht sich weitgehend als Opposition gegen UNMIK und nicht nur als Bühne des Parteienstreits. Die serbische „Koalition Rückkehr“ (KP) versteht es noch nicht, die ihr zustehenden Rechte wirkungsvoll zu nutzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die albanische Mehrheit, aber leider auch der Parlamentspräsident, immer wieder die Regeln nicht respektieren. Obwohl man des Englischen durchaus mächtig ist, mögen Unzulänglichkeiten der albanischen Übersetzung und Mangel an Übung ihren Anteil an dieser unerquicklichen Lage haben. Dies führt beispielsweise dazu, dass bei Abstimmungen der Vorsitzende nicht wartet, bis auch bei den Serben die Übersetzung „angekommen“ ist.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Eine Quellenangabe unterbleibt ebenso.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[2.] Jkr/Fragment 248 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-12 23:11:54 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Höfer-Wissing 2002, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 248, Zeilen: 1-13
Quelle: Höfer-Wissing 2002
Seite(n): 3, Zeilen: 3.Sp. 13-23, 29-45
Die serbischen Parlamentarier neigen allerdings auch dazu, sich ständig als leidende Opfer darzustellen. Hinter den Anpassungsproblemen steht auch die Schwierigkeit, im Gegensatz zu früher nunmehr mit der Rolle einer Minderheit zurechtkommen zu müssen. Der geringen Erfahrung aller Abgeordneten war es auch zuzuschreiben, dass den üblichen Aufgaben im Rahmen der Parlamentskonstituierung, wie Verabschiedung einer Geschäftsordnung, Zuteilung einzelner Aufgaben und Bildung von Ausschüssen zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken lag es nahe, in der Öffentlichkeit verbale Stärke zu zeigen. Hierfür hatte sich angeboten, die seit der internationalen Präsenz unbefriedigende Durchsetzung der UNMIK-Autorität in Mitrovica und dem nördlichen Kosovo oder die Unzufriedenheit mit den Auswirkungen des jugoslawisch-mazedonischen Grenzvertrag [sic] vom Februar 2001 heftig zu kritisieren. Man darf bei allem Verständnis für die Beschwerden der KP allerdings nicht vergessen, dass es durchaus ins Kalkül gehört, sich selbst ständig als leidende Opfer darzustellen. Hinter den Anpassungsproblemen der serbischen Abgeordneten steht aber auch die allmählich wachsende Erkenntnis, im Gegensatz zu früher nunmehr permanent mit der Rolle einer Minderheit zurechtkommen zu müssen.

[...] Es dürfte vor allem am Mangel an Erfahrung gelegen haben, dass den üblichen Aspekten einer Parlamentskonstituierung wie Geschäftsordnung, Ausschussbildung usw. zunächst wenig Beachtung geschenkt wurde. Unter diesen Umständen mag es auch aus taktischem Kalkül nahegelegen haben, verbale Muskeln zu zeigen. Hierfür boten sich zwei Problembereiche an: die seit Errichtung der internationalen Präsenz unbefriedigende Durchsetzung der UNMIK-Autorität in Mitrovica und dem nördlichen Kosovo und die Unzufriedenheit mit den Auswirkungen des jugoslawisch-mazedonischen Grenzvertrags vom Februar 2001.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme trotz vielfache wörtlicher Übereinstimmungen und inhaltlicher Identität.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[3.] Jkr/Fragment 249 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-10 21:53:33 Guckar
Fragment, Gesichtet, Höfer-Wissing 2002, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 249, Zeilen: 20-36
Quelle: Höfer-Wissing 2002
Seite(n): 4, Zeilen: 1.Sp. 26-27 - 2.Sp. 1-21, 30-39
Im Gegensatz zum Parlament verstand es die Regierung meist, sich durch Kooperationsbereitschaft die Sympathien der internationalen Gemeinschaft zu sichern. Dahinter steckt die nüchterne und von Regierungsvertretern keineswegs verschwiegene Erkenntnis, aus Mangel an Kapazitäten noch lange Zeit auf die UNMIK angewiesen zu sein. Mitschwingen mag auch die zutreffende Überlegung, zusätzliche Kompetenzen am schnellsten mit und nicht gegen UNMIK zu erlangen, wobei die erste Voraussetzung ist, zunächst einmal den anstehenden Aufgaben gewachsen zu sein. Das geschickte Reagieren auf diese Strategie, zu der auch eine publikumswirksame Unterstützung der Flüchtlingsrückkehr gehört, hat es dem Sonderbeauftragten teilweise erleichtert, weitere Verantwortung zu delegieren. Bei alledem ist es auffällig, dass es zumindest dem Anschein nach zu einem Rollentausch zwischen LDK und PDK gekommen ist. Die LDK versucht Profil durch Herausforderung an die Adresse der UNMIK zu gewinnen, wobei wiederholtes Beharren auf umgehender Erlangung der Unabhängigkeit wohl in erster Linie nur den Mangel an programmatischer Substanz überdecken soll. Die PDK hingegen tritt öffentlich für eine enge Zusammenarbeit mit der Internationalen Gemeinschaft ein. Eine unrühmliche Ausnahme war die Reaktion auf die oben dargestellten Verhaftungen ehemaliger UÇK-Kämpfer, wo auch PDK-Mitglieder massive Vorwürfe gegenüber der UNMIK erhoben haben. Im Kontrast zur Versammlung versteht es die Regierung, sich durch demonstrative Kooperationsbereitschaft die Sympathien der internationalen Gemeinschaft zu sichern. Dahinter steckt die nüchterne und von Regierungsvertretern keineswegs verschwiegene Erkenntnis, aus Mangel an Kapazitäten noch lange Zeit auf die Internationalen angewiesen zu sein. Mitschwingen mag auch die zutreffende Überlegung, zusätzliche Kompetenzen am schnellsten mit und nicht gegen UNMIK zu erlangen, wobei die erste Voraussetzung ist, zunächst einmal den bereits vorhandenen Aufgaben gewachsen zu sein. Die konsequente Fortsetzung dieser Strategie, zu der namentlich auch publikumswirksame Unterstützung der Flüchtlingsrückkehr gehört, wird es Steiner leichter machen, seinem erklärten Ziel des „let go“ zu folgen und weitere Verantwortung zu delegieren. [...]

Bei alledem ist auffällig, dass es zumindest vordergründig zu einem Rollentausch zwischen LDK und PDK gekommen ist. Erstere sucht Profil durch Herausforderung an die Adresse der UNMIK, wobei wiederholtes Beharren auf umgehender Erlangung der Unabhängigkeit vielleicht auch nur den Mangel an programmatischer Substanz überdecken soll. [...] Die PDK tritt öffentlich für enge Zusammenarbeit mit der Internationalen Gemeinschaft ein - mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Die jüngsten Verhaftungen in Fällen von Morden innerhalb der albanischen Gemeinschaft, wobei die Verdächtigen häufig genug den Reihen der UCK bzw. jetzt dem KPC entstammen, werden mit allen Mitteln bekämpft, wobei die Gleichsetzung von UNMIK und den Roten Khmer den tiefsten Schlag unter der Gürtellinie bildete.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Die nach Z. 36 folgenden 3 Zeilen, ab "Eine unrühmliche Ausnahme ..." erscheinen zwar etwas angelehnt, können jedoch wohl kaum als Plagiat betrachtet werden.

Sichter
(Graf Isolan), JustusHaberer

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