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Quelle:Jkr/Hombach 2001

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Bodo Hombach
Titel    Krisennachsorge am Beispiel des Stabilitätspaktes für Südosteuropa
Sammlung    Sicherheitspolitik in neuen Dimensionen, Kompendium zum erweitereten Sicherheitsbegriff
Herausgeber    Bundesakademie für Sicherheitspolitik
Ort    Hamburg ; Berlin ; Bonn
Verlag    Mittler
Jahr    2001
ISBN    3-8132-0776-5

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    13


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 179 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 16:51:40 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 19-24
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 867, Zeilen: 27-33
Über den unmittelbaren Sicherheitsbegriff hinausgehend liegt diesem Ansatz das Ziel zugrunde, die Gesamtheit der Konfliktursachen anzugehen. Neben der Schaffung demokratischer Strukturen und dem Aufbau arbeitsfähiger Institutionen ist [sic] soll der Stabilitätspakt dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu fördern und eine nachhaltige ökonomische Prosperität zu erreichen. Dieser Strategie liegt ein umfassendes Verständnis von Sicherheit zugrunde, welches, über den harten, unmittelbar militärischen Sicherheitsbegriff hinausgehend, die Gesamtheit der Konfliktursachen in der Region angeht. Neben der Schaffung demokratischer Strukturen und dem Aufbau arbeitsfähiger Institutionen ist es Ziel des Stabilitätspaktes, die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu fördern und eine nachhaltige ökonomische Prosperität zu erreichen.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Das überflüssige "ist" in der Dissertation deutet möglicherweise noch auf den Originaltext hin.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 180 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 17:02:50 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 5-8, 13-17
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 869, 870, Zeilen: 869: 10-13, 33-34; 870: 2-4, 6-8
[Zeilen 5-8]

Vor dem eben dargestellten Hintergrund wurde am 10. Juni 1999 auf einem Außenministertreffen in Köln der Stabilitätspakt für Südosteuropa beschlossen. 393 Grundlage für den neuen Ansatz zur Lösung der Balkan-Konflikte war der Entwurf der damaligen deutschen Ratspräsidentschaft in der EU.

[Zeilen 13-17]

Er ist integratives Instrument einer sich entwickelnden internationalen „Kultur der Prävention“, wie sie von UN-Generalsekretär Kofi Annan gefordert wird.394 Die Herausforderung liegt nun darin, Konflikte auf friedlichem Wege und im Rahmen von Institutionen und festgelegten Mechanismen zu lösen.


393 Stabilitätspakt für Südosteuropa, in: Internationale Politik, Nr. 8, 1999, S. 120-130

394 Adress by UN-Secretary General Kofi Annan to the Foreign Policy Association, New York, 21 March 2001

[Seite 869, Zeilen 10-13]

Vor diesem Hintergrund konzipierte im Frühjahr 1999 die internationale Gemeinschaft auf der Grundlage eines Entwurfes der damaligen deutschen Ratspräsidentschaft in der EU einen neuen Ansatz zur Lösung der Balkan-Konflikte.

[Seite 869, Zeilen 33-34]

Vor diesem Hintergrund wurde am 10. Juni 1999 auf einem Außenministertreffen in Köln der Stabilitätspakt für Südosteuropa beschlossen.

[Seite 870, Zeilen 2-4]

Er ist Instrument einer sich entwickelnden "Kultur der Prävention", wie sie von VN-Generalsekretär Annan gefordert wird.3

[Seite 870, 6-8]

Die Herausforderung liegt nun darin, Konflikte auf friedliche Art und Weise und im Rahmen von Institutionen und festgelegten Mechanismen zu lösen.


3 Address by UN-Secretary General Annan to the Foreign Policy Association, New York, 21 March 2001 (http://www.un.org/ News/Press/docs/2001/ sgsm7747.doc.htm).

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[3.] Jkr/Fragment 181 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 17:15:40 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 4-15
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 871, 872, Zeilen: 871:27-30, 872: 1-7
Die Aufgaben des Sonderkoordinators bestehen darin, die politischen Strategien der Teilnehmer aufeinander abzustimmen sowie bestehende und neue Initiativen in der Region zu koordinieren. Zum einen ist er als Initiator tätig, dessen Bestreben es ist, die Geber zur termingerechten Ausschüttung der zugesprochenen Finanzmittel zu bewegen, zum anderen hält er die Empfangerstaaten in der Region zu umfassenden und tief greifenden Reformen an. Der Sonderkoordinator führt den Vorsitz beim wichtigsten politischen Instrument des Stabilitätspaktes, dem Regionaltisch. Als Leitungsinstanz fungierend, überprüft er in regelmäßigen Abständen die Entwicklung der im Pakt laufenden Projekte. Zusätzlich ist er Mitglied einer hochrangigen Lenkungsgruppe, in der die Länder der G 8-Gruppe mit den internationalen Finanzinstitutionen zusammensitzen, um ihr Verhalten als Geber abzustimmen. [Seite 871, Zeilen 27-30]

Meine wichtigste Aufgabe besteht darin, die unterschiedlichen politischen Strategien der Teilnehmer aufeinander abzustimmen, bestehende und neue Initiativen in der Region zu koordinieren und dadurch unnötige Doppelarbeit vermeiden zu helfen.

[Seite 871, Zeilen 34-39]

Parallel zueinander und in unablässiger Weise besteht meine Rolle darin, als Initiator zu fungieren und die Geber zur raschen und termingerechten Ausschüttung der zugesprochenen Finanzmittel zu bewegen und dabei gleichzeitig die Empfängerstaaten in der Region Südosteuropas zu umfassenden und tiefgreifenden Reformen anzuhalten.

[Seite 872, Zeilen 1-7]

In meiner Funktion als Sonderkoordinator führe ich den Vorsitz beim wichtigsten politischen Instrument des Stabilitätspaktes, dem Regionaltisch. Dieser fungiert als Leitungsinstanz und überprüft in regelmäßigen Abständen die Entwicklung der im Rahmen des Stabilitätspaktes laufenden Projekte. Zusätzlich sitzen die Länder der G8-Gruppe zusammen mit den internationalen Finanzinstitutionen in einer 'hochrangigen Lenkungsgruppe' (High Level Steering Committee), um ihr Verhalten als Geber abzustimmen.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[4.] Jkr/Fragment 182 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 17:19:34 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 1-6, 101-102
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 872, Zeilen: 19-27
[Sie ist mit den Mitgliedsstaaten der wichtigste Geber in der Region und hat sich] verpflichtet, Südosteuropa „enger an die Perspektive der vollen Integration in ihren Strukturen“ heranzufuhren, welche auf eine spätere Vollmitgliedschaft hinzielt.397 Diesem Ansatz liegt die Überlegung zugrunde, dass sich die Aussicht auf eine spätere EU-Mitgliedschaft stabilisierend auf die ganze Region auswirken werde und somit ein geeignetes Mittel der Krisennachsorge und der Krisenprävention darstellt.

397 Stability Pact for South Eastem Europe, Köln, 10, Juni 1999, Final Document; http://www.stabilitypact.org

Im Gründungsdokument vom Kölner Gipfel verpflichtet sich die EU, die im Stabilitätspakt eine führende Rolle übernommen hat und zusammen mit den Mitgliedstaaten die wichtigsten Geber in der Region darstellt, Südosteuropa "enger an die Perspektive der vollen Integration in ihre Strukturen" heranzuführen, welche auf eine spätere Vollmitgliedschaft hinzielt.6 Diesem neuen Ansatz liegt die Prämisse zugrunde, dass sich die Aussicht auf eine spätere EU-Mitgliedschaft stabilisierend auf die gesamte Region auswirken werde und somit ein effizientes Mittel der Krisennachsorge und der Krisenprävention darstellt.

6 Stability Pact for South-Eastern Europe, Cologne, 10 June 1999 (www.stabilitypact.org/ stabilitypactcgi/catalog/ view_file.cgi?prod_id =226&prop_type=en).

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[5.] Jkr/Fragment 183 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 17:25:39 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 183, Zeilen: 12-24
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 873, Zeilen: 16-33
Als Konsequenz aus dem Kosovo-Konflikt besteht eine der Hauptaufgaben der internationalen Gemeinschaft darin, die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region zu fördern. Die Geschichte der europäischen Integration zeigt deutlich, dass durch zunehmende wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Interessen aus ehemaligen Feinden Partner und Freunde werden können. Der Austausch von Ideen sowie politische und wirtschaftliche Interaktion sind die beste Art der Vorbeugung gegen das Entstehen von Vorurteilen und Feindbildern. Das Konditionalitätsprinzip beruht darauf, dass die EU so genannte Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen im Gegenzug zur Erfüllung bestimmter Prinzipien, Beachtung des Rechtsstaatsprinzips, Minderheitenschutz, die Einführung einer funktionierenden Marktwirtschaft sowie regionale Zusammenarbeit.402

402 [...]

Neben der Notwendigkeit einer gemeinsamen Südosteuropa-Strategie in EU und G8 als Konsequenz aus dem Kosovo-Konflikt liegt deshalb eine der Hauptaufgaben der internationalen Gemeinschaft darin, mittels regional- und länderübergreifender Initiativen und Projekte die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region zu fördern. Die Geschichte der europäischen Integration nach dem zweiten Weltkrieg ist ein deutlicher Beleg dafür, dass durch zunehmende wirtschaftliche und politische Verflechtung auf der Grundlage gemeinsamer Interessen aus ehemaligen Gegnern Partner und Freunde werden können. Der Austausch von Ideen und permanente politische und wirtschaftliche Interaktion sind die beste Art der Vorbeugung gegen das Entstehen von Vorurteilen und Feindbildern.

Der Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess beruht auf dem Konditionalitätsprinzip. Die EU bietet sogenannte 'Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen' (SAA) im Gegenzug zur Erfüllung bestimmter politischer und wirtschaftlicher Kriterien: Einhaltung der demokratischen Prinzipien, Achtung der Menschenrechte und des Rechtsstaatsprinzips, Minderheitenschutz, die Einführung einer funktionierenden Marktwirtschaft sowie regionale Zusammenarbeit.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Auch FN 402 enthält keinen Quellenverweis, sondern weiterführende Betrachtungen.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[6.] Jkr/Fragment 184 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 17:35:43 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 184, Zeilen: 9-25
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 875, 876, 877, Zeilen: 875: 38-39; 876: 1ff; 877: 3ff
Der Arbeitstisch I hat dazu bereits eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung des Zusammenlebens und zum Minderheitenschutz erarbeitet. Weitere Arbeitsgruppen haben [sic] die Entwicklung der Kommunalverwaltungen, die Reform der öffentlichen Verwaltung und die Gleichstellung und angemessenen Repräsentation von Frauen im öffentlichen Leben. Eine weitere Aufgabenstellung von maßgeblicher Bedeutung ist die Stärkung von Hochschul- und Berufsausbildung, Geschichtsunterricht, Jugendfragen und demokratischer Bürgerkunde. Die Förderung der parlamentarischen Zusammenarbeit, die regionale Flüchtlingsinitiative und der Szeged-Prozess zur Unterstützung der demokratischen Kräfte in Serbien runden das umfangreiche Aufgaben- und Maßnahmenbündel ab. Während der Regierungszeit des Milošević-Regimes blieb die BR Jugoslawien von den Aktivitäten des Stabilitätspaktes ausgeschlossen. Um deutlich zu machen, dass sich dieser Ausschluss nicht gegen die Menschen Jugoslawiens richtete, wurde im südungarischen Szeged im Oktober 1999 eine Initiative zur Unterstützung der demokratischen Kräfte Serbiens ins Leben gerufen. Im [sic] diesem Rahmen wurden über 40 Partnerschaften mit oppositionsregierten Gemeinden in Serbien geschlossen. [Seite 875, Zeilen 38-39]

In diesem Zusammenhang hat Arbeitstisch I in den ersten beiden Jahren seines Bestehens folgende Aktivitäten unternommen:

[Seite 876, Zeilen 1ff]

  • Die 'Task Force Menschenrechte und nationale Minderheiten' hat ein umfassendes Programm zur Förderung multiethnischen Zusammenlebens und zum Minderheitenschutz erarbeitet.
  • Die 'Task Force Good Governance' unter dem Vorsitz des Europarats befasst sich vorrangig mit der Entwicklung der Kommunalverwaltungen, der Einsetzung von Ombudspersonen sowie der Reform der öffentlichen Verwaltung.
  • Die 'Gender Task Force' unter dem Vorsitz der OSZE widmet sich prioritär der Gleichstellung und angemessenen Repräsentation von Frauen im öffentlichen Leben sowie der Befähigung von Frauen zur Teilhabe am politischen Prozess (Women’s Empowerment). [...]
  • Die 'Task Force Bildung und Jugend' befasst sich mit Hochschul- und Berufsausbildung, Geschichtsunterricht, Jugendfragen und demokratischer Bürgerkunde. [...]
  • Die 'Task Force Parlamentarische Zusammenarbeit' fördert Ausbildung, Austausch und Kooperation von Parlamentariern und deren Mitarbeitern. [...]

[Seite 877, Zeilen 3ff]

  • Im Rahmen der Regionalen Flüchtlingsinitiative wurde die Agenda for Regional Action'(AREA) erarbeitet,[...]
  • Der 'Szeged Prozess zur Unterstützung der demokratischen Kräfte' in Serbien. Während des Milosevic-Regimes blieb die BR Jugoslawien von den Aktivitäten des Stabilitätspaktes ausgeschlossen. Um deutlich zu machen, dass sich dieser Ausschluss nicht gegen die Menschen im Land richtete, wurde im südungarischen Szeged im Oktober 1999 eine Initiative zur Unterstützung der demokratischen Kräfte Serbiens ins Leben gerufen. In diesem Rahmen wurden im Rahmen des 'Szeged-Prozesses' über 40 Partnerschaften zwischen westeuropäischen und amerikanischen und oppositionsregierten Städten und Gemeinden in Serbien geschlossen.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Im zweiten Satz fehlt das Verb.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[7.] Jkr/Fragment 185 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 17:45:09 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 8-23, 26-32
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 878, 879, 880, Zeilen: 878: 29ff; 879: 7ff; 880: 1-4
Die Arbeitsgruppe Handel entwickelte Maßnahmen zum Abbau von Zollbarrieren und anderen Handelshemmnissen. Darüber hinaus wird an Konzepten zur Umsetzung von Umweltschutzprogrammen gearbeitet, wobei es auch darum geht, Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen, beispielsweise Wasser, zu verhindern. Eine weitere Initiative ist darauf ausgerichtet, den Ländern der Region den Sprung ins Informationszeitalter zu ermöglichen. Mit der „Social Dimension Initiative“ soll schließlich der Zugang zu den sozialen Rechten und sozialen Einrichtungen gesichert werden sowie der soziale Dialog zwischen Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern unterstützt werden. Die Geschichte Jugoslawiens der letzten zwei Jahrzehnte hat lange genug Zeugnis davon abgelegt, welch leichtes Spiel politische Demagogen haben, in Zeiten wirtschaftlicher Not Verteilungskämpfe zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen anzustacheln. Deshalb liegt eine fundamentale Aufgabe des Stabilitätspaktes darin, auf eine Angleichung des Wohlstands in der Region hinzuwirken und so wirtschaftsbedingter Migration und ethnischer Spannungen wirkungsvoll vorzubeugen.

Der Arbeitstisch III befasst sich an seinen zwei Untertischen sowohl mit Fragen der inneren, wie der militärischen Sicherheit. Ziel ist es, Transparenz und Berechenbarkeit herzustellen sowie die regionale Zusammenarbeit zu fördern. Demokratische Strukturen und Marktwirtschaft haben in Südosteuropa nur dann eine dauerhafte Chance, wenn Sicherheit für die Menschen und Wirtschaftsträger gegeben ist. Dazu müssen präventive Maßnahmen ergriffen werden, nicht nur um Kriege und Bürgerkriege zu verhindern, sondern auch, um den Schutz vor organisierter Kriminalität, vor Menschenrechtsverletzungen und vor ethnisch motivierten Übergriffen zu gewährleisten.

[Seite 878, Zeilen 29ff]
  • Die Arbeitsgruppe Handel entwickelt Maßnahmen zum Abbau von Zollbarrieren und anderen Handelshemmnissen. [...]
  • [...]
  • Eine Task Force arbeitet an Entwicklung und Umsetzung von Umweltprogrammen. Konfliktprävention bedeutet auch, Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen zu verhindern.7

[Seite 879, Zeilen 7ff]

  • Die 'E-Südost-Europa-Initiative' ist darauf ausgerichtet, den Ländern der Region den Sprung ins Informationszeitalter zu ermöglichen. [...]
  • Mit der 'Social Dimension Initiative' soll schließlich der Zugang zu sozialen Rechten und sozialen Einrichtungen gesichert werden sowie der soziale Dialog zwischen Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern unterstützt werden. [...] Die Geschichte Jugoslawiens der letzten zwei Jahrzehnte hat zu genüge Zeugnis davon abgelegt, welch ein leichtes Spiel politische Demagogen haben, in Zeiten wirtschaftlicher Not Verteilungskämpfe zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen anzustacheln. Deshalb liegt eine fundamentale Aufgabe des Stabilitätspaktes darin, auf eine Angleichung des Wohlstands auf hohem Niveau in der Region hinzuwirken und so wirtschaftsbedingter Migration und ethnischen Spannungen wirkungsvoll vorzubeugen.

4.3 Stärkung der inneren und äußeren Sicherheit

Demokratische Strukturen und Marktwirtschaft haben in Südosteuropa nur dann eine dauerhafte Chance, wenn die Menschen und Wirtschaftsträger sich sicher fühlen können. Sicher nicht nur vor Krieg und Bürgerkrieg, sondern auch vor organisierter Kriminalität, vor Menschenrechtsverletzungen und vor ethnisch motivierten Übergriffen. Unter dieser Prämisse befasst sich der Ar-

[Seite 880, Zeilen 1-4]

beitstisch III an seinen zwei Untertischen sowohl mit Fragen der inneren wie der militärischen Sicherheit. Das kurz- und langfristige Ziel ist es, Transparenz und Berechenbarkeit herzustellen und die regionale Zusammenarbeit zu fördern.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Zeilen 24-25 wurden nicht mitgezählt, da es für diese eine Quelle mit noch höherer Übereinstimmung gibt: Jkr/Fragment 185 24

Sichter
(Hindemith), Guckar

[8.] Jkr/Fragment 186 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 16:45:04 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 186, Zeilen: 1-29
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 880, 881, Zeilen: 880: 4-39; 881: 1-14
[Außerdem wurde eine Katastrophenvorbeugungsinitiative] und mehrere Aktionsprogramme zur Bekämpfung der Minengefahr auf den Weg gebracht. Eine wichtige Aufgabe ist darüber hinaus die Rüstungskontrolle und die Reintegration von Soldaten in den Arbeitsmarkt. Durch die Reduzierung der Streitkräfte wurden in den Ländern Südosteuropas tausende von Soldaten arbeitslos. Auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens verdingten sich während des Konflikts zudem viele Menschen mangels alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten in verschiedenen KampfVerbänden, da in den vom Krieg betroffenen Regionen der legale Arbeitsmarkt völlig zusammengebrochen war. Um den Betroffenen die Eingliederung in den zivilen Arbeitsmarkt zu erleichtern haben NATO und Weltbank ein spezielles Programm aufgelegt. Die Initiative verfolgt das Ziel, den wirtschaftlichen Aufbau der Region und damit Krisennachsorge und Konfliktprävention zu unterstützen sowie einen konstruktiven Beitrag des Stabilitätspakts zur Durchführung der Reformen im Verteidigungssektor zu leisten.

Der zweite Untertisch für Justiz und Inneres befasst sich schwerpunktmäßig mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption und der organisierten Kriminalität. Nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Systeme in den Ländern Südosteuropas und infolge der blutigen Konflikte entstand in vielen Ländern der Region ein Vakuum, in welchem sich organisierte Kriminalität in Form von Menschen- und Waffen- und Drogenhandel und Prostitution rasch ausbreiten konnte. In einer Situation, in der sich Institutionen und die Verwaltungen erst im Aufbau befinden, wirkt sich organisierte Kriminalität besonders negativ auf die innere Stabilität der jeweiligen Staaten aus. Der Stabilitätspakt fordert deshalb in zahlreichen Projekten den Aufbau effizienter staatlicher Institutionen von Polizei und Justiz. Negativ wirkt sich die noch immer weit verbreitete Korruption auf die Konsolidierung des Rechtsstaatsprinzips und auch der Investitionsbereitschaft ausländischer Unternehmen aus. Um dieses Phänomen effektiv zu bekämpfen, haben die Partner des Stabilitätspaktes einen umfassenden Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der Korruption vereinbart.

[Seite 880, Zeilen 4-39]

Folgende Bereiche wurden bisher am Arbeitstisch militärische Sicherheitsfragen prioritär behandelt:

  • Demobilisierung und Transparenz von Verteidigungshaushalten,
  • Bekämpfung der Proliferation von Kleinwaffen,
  • Katastrophenvorbeugungs- und -bekämpfungsinititative,
  • Aktionsprogramme zur Bekämpfung der Minengefahr,
  • Rüstungskontrolle und Non-Proliferation,
  • Reintegration von Soldaten in den Arbeitsmarkt.

Durch Reduzierung und Reform der Streitkräfte wurden in den Ländern Südosteuropas viele zehntausend Personen beschäftigungslos. Auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens verdingten sich während des Konflikts zudem viele Menschen mangels alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten in verschiedenen Kampfverbänden, da in dem vom Krieg betroffenen Regionen der legale Arbeitsmarkt völlig zusammengebrochen war. Vor diesem Hintergrund haben auf meine Initiative hin die Weltbank und NATO ein Programm aufgelegt, das den Betroffenen die Integration in den zivilen Arbeitsmarkt erleichtern soll. Das Programm, welches zunächst nur für Rumänien und Bulgarien konzipiert war, wurde in der Zwischenzeit auf Albanien und Kroatien ausgeweitet. Diese Initiative verfolgt ein zweifaches Ziel: Zum einen ist die Zuführung von dringend gebrauchten jungen Arbeitskräften auf den Arbeitsmarkt ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Aufbau der Region und damit Krisennachsorge und Konfliktprävention in einem. Darüber hinaus stellt sie einen konstruktiven Beitrag des Stabilitätspaktes zur Durchführung der Reformen im Verteidigungssektor in der Region dar, deren langfristiges Ziel die Integration in die euro-atlantischen Strukturen ist.

Neben dem Zivilschutz sowie Asyl- und Migrationsfragen befasst sich der Untertisch Justiz und Inneres schwerpunktmäßig mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption und der organisierten Kriminalität.9 Nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Systeme in Südosteuropa und infolge der nachfolgenden blutigen Konflikte entstand in vielen Ländern der Region ein institutionelles Vakuum, in welchem sich organisierte Kriminalität (Menschen- und Waffenhandel, Prostitution, Drogenhandel) rapide ausbreiten konnte. In Zeiten tiefgreifender politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Transformation, welche auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens zusätzlich dadurch erschwert wird, dass sich infolge des Zerfallprozesses der sozialistischen Föderation viele der neuen Staaten erst neu formiert haben,

[Seite 881, Zeilen 1-14]

muss es oberste Priorität sein, dem Ausbreiten illegaler Strukturen entschieden entgegenzutreten. In einer Situation, in der sich Institutionen und die Verwaltung erst im Aufbau befinden, wirkt sich organisierte Kriminalität in dieser Übergangsphase besonders gravierend auf die innere Stabilität der dortigen Staaten aus. Der Stabilitätspakt fördert deshalb in zahlreichen Projekten den Aufbau transparenter und effizienter staatlicher Institutionen (Polizeiwesen, Justiz und Strafvollzug).

Im gleichen Masse steht die immer noch weitverbreitete Korruption nicht nur der Konsolidierung des Rechtsstaatsprinzip in den postkommunistischen Systemen entgegen, sondern wirkt sich auch hemmend auf die Investitionsbereitschaft ausländischer Unternehmen in der Region aus. Um dieses Phänomen effektiv zu bekämpfen, einigten sich im Februar 2000 die Partner des Stabilitätspaktes am Arbeitstisch III auf einen umfassenden Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der Korruption.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Guckar

[9.] Jkr/Fragment 187 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 18:23:05 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 187, Zeilen: 1-7
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 881, Zeilen: 21-31
[Die im Mittelpunkt stehenden] Kernkonzepte der regionalen Zusammenarbeit und der Konditionalität üben eine beschleunigende Wirkung auf den Reformprozess der in den Pakt eingebundenen Länder aus.406 Besondere Erfolge wurden in Serbien und Montenegro, Kroatien und Mazedonien erzielt. In Serbien und Montenegro hat der Stabilitätspakt mit dem Szeged-Prozess und seinen Städtepartnerschaften sowie der Unterstützung der unabhängigen Medien einen wichtigen Beitrag zum Sturz des Milošević-Regimes im Oktober 2000 geleistet.

406 Die Länder der Region haben zu einer neuen Beziehung zueinander gefunden. Die regionale Kooperation, eines der wichtigsten Ziele des Paktes, entwickelt sich zunehmend dynamisch.

Seine im Mittelpunkt stehenden zwei Kernkonzepte der 'regionalen Zusammenarbeit' und 'Konditionalität' üben eine beschleunigende Wirkung auf den Reformprozess der in den Pakt eingebundenen Länder aus. Das Paradebeispiel dafür sind Kroatien und die BR Jugoslawien: Kroatien hat seit dem demokratischen Umbruch gewaltige Reformanstrengungen unternommen und konnte am 14. Mai 2001 ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU paraphieren. In der BR Jugoslawien hat der Stabilitätspakt mit dem 'Szeged- Prozess' und seinen Städtepartnerschaften sowie der Unterstützung der unabhängigen Medien einen wichtigen Beitrag zum Sturz des Milosevic-Regimes im Oktober 2000 geleistet.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[10.] Jkr/Fragment 187 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-06 09:21:30 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 187, Zeilen: 21-34
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 883, Zeilen: 1-9,
Der Hauptverdienst des Stabilitätspaktes liegt darin, die ehemaligen Gegner an den Verhandlungstisch gebracht zu haben. Dieser Sozialisierungsprozess bildet auch die Grundlage für eine dauerhafte Befriedung und langfristige Stabilisierung der Region. Die regionale Zusammenarbeit ist im Laufe der Jahre immer weiter intensiviert worden. Während anfangs das regionale Konzept oftmals eher als notwendiges Übel betrachtet worden ist, haben die Länder der Region mittlerweile erkannt, dass eine solche Zusammenarbeit durchaus im eigenen Interesse liegt. Doch nicht nur in der Region, auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft haben sich völlig neue Formen der Kooperation entwickelt: Mit dem Stabilitätspakt arbeiten erstmals die EU-Kommission, die Weltbank sowie die Europäische Investitionsbank an einem regionalen wirtschaftlichen Entwicklungskonzept. Ein weiteres Beispiel für die neuen Kooperationsformen ist das von Weltbank und NATO geleitete Projekt zur Reintegration von Soldaten in den zivilen Arbeitsmarkt. [Zeilen 1-9]

Der Hauptverdienst des Stabilitätspaktes liegt darin, die ehemaligen Gegner an einen Tisch gebracht zu haben. Dieser Sozialisierungsprozess bildet zugleich die Grundlage für eine dauerhafte Pazifizierung und langfristige Stabilisierung der Region. Die regionale Zusammenarbeit in Südosteuropa hat sich seit dem Kölner Gipfel kontinuierlich intensiviert: Während anfangs in der Region das regionale Konzept oftmals eher als ein notwendiges Übel im Rahmen der Teilnahme an den vom Stabilitätspakt initiierten Projekten angesehen wurde, haben die Länder mittlerweile erkannt, dass - wie auch bei den Reformen - eine solche Zusammenarbeit durchaus im eigenen Interesse liegt.


[Zeilen 23-30]

Doch nicht nur in der Region, sondern auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft haben sich völlig neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt: Mit dem Stabilitätspakt arbeiten erstmals die EU-Kommission, die Weltbank, die EBRD sowie die Europäische Investitionsbank an einem regionalen wirtschaftlichen Entwicklungskonzept. Ein anderes Beispiel für die neuen Kooperationsformen auf der internationalen Ebene ist das von der Weltbank und NATO geleitete Projekt zur Reintegration von Soldaten in den zivilen Arbeitsmarkt.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith), Guckar

[11.] Jkr/Fragment 189 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-06 09:37:12 Guckar
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 189, Zeilen: 7-34
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 882, 883, 884, Zeilen: 882: 27-34: 883: 32-36; 884: 1-3, 26-36; 885: 1-5,15-20
Die Auseinandersetzungen in Mazedonien haben deutlich vor Augen geführt, welch schwierige Langfristaufgabe die nachhaltige Befriedung der gesamten Region bedeutet. Diese Ausbrüche von Gewalt stellen das Ergebnis jahrhundertealter, während des Kommunismus unter der Oberfläche weiterschwelender Konflikte dar. Angesichts der tiefen Verankerung und der Komplexität dieser Konflikte wäre es unrealistisch zu erwarten, dass der Stabilitätspakt in kurzer Zeit dieses Bündel an Herausforderungen bewältigen könnte.

Zur weiteren Stabilisierung der gesamten Region Südosteuropa und zur Erreichung der festgelegten Ziele müssen die Methoden und Instrumente des Stabilitätspaktes kontinuierlich an die sich verändernden politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen angepasst werden. Spezialkoordinator Hombach hat dazu erklärt, dass in der Zukunft vier Elemente im Mittelpunkt der vom Pakt verfolgten Strategie der Krisennachsorge stehen werden.414 Das erste Element umfasst eine effizientere Ausgestaltung der Mittelzuführung. Trotz eines positiven Zwischenresultats darf nicht übersehen werden, dass einer raschen Umsetzung der Projekte sowohl seitens der Geber- als auch der Nehmerseite bürokratische Hürden und Koordinierungsprobleme entgegenstehen. Auf Geberseite stimmen die oft innenpolitisch bestimmten Prioritäten nicht immer mit den Bedürfnissen der Empfänger überein, so dass in wichtigen Bereichen Finanzierungslücken auftraten. Auf der Empfangerseite fehlen hingegen häufig die institutioneilen Voraussetzungen dafür, dass die ausländischen Gelder zielgerichtet eingesetzt werden können. Ein weiteres Problem sind die häufig begrenzten Absorptionsmöglichkeiten der Länder Südosteuropas. Experten gehen davon aus, dass der Mittelzufluss nicht mehr als drei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts betragen sollte, um Verwerfungen wie Korruption zu verhindern. Das zweite Element des Entwicklungskonzepts beinhaltet eine verbesserte Einbindung der Region in die euro-atlantischen Strukturen. Um das langfristige Ziel einer Integration in diese Strukturen zu erreichen, müssen alle Empfangerstaaten den hochgesteckten [und anspruchsvollen Kriterien im Bereich der Demokratisierung, der wirtschaftlichen Stabilisierung und der Gewährleistung der inneren Sicherheit genüge leisten.]


414 Speech by the Special Coordinator of the Stability Pact für [sic] South Eastern Europe, Bodo Hombach, Meeting of Foreign Ministers of the South East European Co-operation Process, 16 May 2001, Tirana

[Seite 882, Zeilen 27-34]

Gerade die aktuelle Krise in Mazedonien hat wieder einmal deutlich vor Augen geführt, welch eine schwierige Langfristaufgabe die nachhaltige Befriedung der Region nach den Kriegen der letzten Jahre ist. Diese Ausbrüche von Gewalt stellen das Ergebnis jahrhundertealter, während des Kommunismus unter der Oberfläche weiterschwelender Konflikte dar. Angesichts der tiefen Verankerung und der Komplexität dieser Konflikte wäre es unrealistisch zu erwarten, dass der Stabilitätspakt innerhalb kürzester Zeit die Gesamtheit dieses Bündels von vielfältigen Herausforderungen bewältigen könne.

[Seite 883, Zeilen 32-36]

Der jüngst veröffentlichte 'Quick Start Paket'-Report spiegelt die Tatsache wider, dass die Methoden und Instrumente des Stabilitätspaktes zur Erreichung der festgelegten Ziele kontinuierlich an die sich verändernden politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Region Südosteuropa angepasst werden. Das heißt konkret, dass in der Zukunft die nachfolgend be-

[Seite 884, Zeilen 1-3]

schriebenen vier Elemente im Mittelpunkt der vom Pakt verfolgten Strategie der Krisennachsorge stehen werden.10

6.1 Eine effizientere Ausgestaltung der Mittelzuführung

[Seite 884, Zeilen 26-36]

Trotz dieses überaus positiven Zwischenresultats bleibt in der Ausgestaltung und der Implementierung des Pakets noch Raum für Verbesserungen. Der raschen Umsetzung der Projekte stehen auf beiden Seiten - auf Geber- und Nehmerseite - bürokratische Hürden und Koordinierungsprobleme entgegen. Auf Geberseite können bürokratische Verfahren und Koordinierungsprobleme zu Duplizierung und Fehlsteuerungen führen. Zudem stimmen die oft innenpolitisch bestimmten Prioritäten der Geber nicht immer mit den Bedürfnissen der Empfänger überein, so dass in wichtigen Bereichen Finanzierungslücken auftreten können. Auf der Empfängerseite fehlen hingegen häufig die institutioneilen und legislativen Voraussetzungen dafür, dass die ausländischen Gelder zielgerichtet und kontrollierbar platziert werden.

[Seite 885, Zeilen 1-5]

Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang sind die häufig begrenzten Absorptionsmöglichkeiten der Länder Südosteuropas. Experten gehen davon aus, dass der Mittelzufluss nicht mehr als 3% seines Bruttoinlandsproduktes betragen sollte, um Verwerfungen (wie etwa Korruption oder Abhängigkeitssyndrom) zu verhindern.

[Seite 885, Zeilen 15-20]

6.2 Einbindung in euro-atlantische Strukturen

Um das langfristige Ziel einer Integration in die euro-atlantischen Strukturen zu erreichen, müssen alle Empfängerstaaten den hoch gesetzten und anspruchsvollen Kriterien im Bereich der Demokratisierung, der wirtschaftlichen Stabilisierung und der Gewährleistung einer inneren Sicherheit genüge leisten.


10 Siehe dazu 'Speech by the Special Coordinator of the Stability Pact for South Eastern Europe, Bodo Hombach', Meeting of Foreign Ministers of the South East European Cooperation Process, 16 May 2001, Tirana.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Es ist dem Leser zwar klar, dass in der zweiten Hälfte des Fragments Konzepte Hombachs beschrieben werden, aber dass dies in dessen eigenem Wortlaut geschieht ist nicht gekennzeichnet. Es ist eine englischsprachige Quelle angegeben, die sich auch so in Hombach (2001) findet.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[12.] Jkr/Fragment 190 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 22:44:55 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 190, Zeilen: 1-42
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 885-887, Zeilen: 885:16-20.25-33 und 886:1-9.13-17.19-24.34-37 - 887:1-7.17-27.32-36
[Um das langfristige Ziel einer Integration in diese Strukturen zu erreichen, müssen alle Empfängerstaaten den hochgesteckten] und anspruchsvollen Kriterien im Bereich der Demokratisierung, der wirtschaftlichen Stabilisierung und der Gewährleistung der inneren Sicherheit genüge leisten. Dazu müssen in der Fortführung des Stabilitätspaktes die Projekte besser zugeordnet werden, das heißt es sollen den einzelnen Ländern der Region diejenigen Projekte zukommen, welche den Erfordernissen für deren Einbindung in die euro-atlantischen Strukturen am meisten entsprechen. Damit versucht der Stabilitätspakt, der Verschiedenheit der Länder Südosteuropas Rechnung zu tragen und die im Rahmen der Initiative konzipierten Projekte auf die jeweiligen Sicherheitsbedürfnisse des Empfängers auszurichten. Ein dritter Schwerpunkt ist die Förderung der Privatinvestitionen. Seit der Gründung des Sicherheitspakts hat sich in zunehmendem Maße gezeigt, dass durch die Initiative das Interesse der Investoren an Südosteuropa gewachsen ist. Der Pakt versteht sich als eine Art Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu strebt die internationale Staatengemeinschaft an, die Rahmenbedingungen für ein gesichertes Umfeld für Investoren zu schaffen. Sie stellt die Gelder für den Aufbau bzw. die Modernisierung der Infrastruktur bereit und schafft mit den geförderten Projekten die Voraussetzung für die Durchführung der notwendigen internen Reformen. Nur in einem solchen Umfeld zeigen Unternehmen die Bereitschaft, in der Region zu investieren. Die Mobilisierung privaten Kapitals und privaten Engagements ist deshalb ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Stabilitätspaktes.

Eine der dringlichsten Prioritäten und damit der vierte Bereich für die zukünftige Arbeit des Paktes umfasst die Aufgabe, die bereits bestehenden Kooperationsbeziehungen in der Region zu intensivieren und das Kooperationsnetz weiter auszubauen. Das Kernkonzept liegt in dem Grundsatz begründet, dass Nachbarn Zusammenarbeiten und bestehende Differenzen durch Dialog und die Suche nach Kompromissen zu lösen versuchen. In diesem Zusammenhang haben die Bewältigung der Flüchtlingsprobleme eine besondere Bedeutung. Mit der „Agenda für Regional Action“ wurde ein multilateraler Rahmen für den Umgang mit den mehr als 1,3 Millionen Flüchtlingen geschaffen. Ein weiterer Schwerpunkt bezieht sich auf die Medienprojekte, da Pressefreiheit und Medienvielfalt eine Grundvoraussetzung für die demokratische Konsolidierung bilden. Die vom Stabilitätspakt initiierte „Charta für Medienfreiheit“ und nachfolgende Dokumente sollen hierbei wegweisend sein. Neben dem Projekt Erziehung und Jugend“ ist die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der interethnischen Beziehungen eine der wesentlichen Voraussetzungen zur Erreichung der Ziele des Stabilitätspaktes. Die Priorität im Rahmen des umfassenden Sicherheitskonzepts liegt im Bereich der Rüstungskontrolle und der Reform des gesamten Sicherheitsbereichs. Ziel dabei ist es, Militärbasen zu schließen und überschüssige Waffen und Munitionslager zu vernichten. Des Weiteren sollen die in mehreren Ländern der Region nach wie vor in großer Zahl vorhandenen Antipersonenminen aufgespürt und zerstört werden. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass organisiertes Verbrechen und Korruption bei den Menschen in [der Region nach wie vor ein Gefühl der Unsicherheit hervorrufen und die Durchsetzung von Reformen behindern, liegt die Bekämpfung der Kriminalität im Mittelpunkt mehrer Projekte.]

[Seite 885]

Um das langfristige Ziel einer Integration in die euro-atlantischen Strukturen zu erreichen, müssen alle Empfängerstaaten den hoch gesetzten und anspruchsvollen Kriterien im Bereich der Demokratisierung, der wirtschaftlichen Stabilisierung und der Gewährleistung einer inneren Sicherheit genüge leisten. [...] Um weiterhin eine möglichst effiziente Verwendung der Mittel zu gewährleisten, gilt es nun in der zweiten Phase, die Projekte besser zu fokussieren, das heißt jedem einzelnen Land in der Region diejenigen Projekte zukommen zu lassen, welche den Erfordernissen für dessen schrittweise Einbindung in die euro-atlantischen Strukturen am meisten entsprechen. Damit versucht der Stabilitätspakt, der Verschiedenheit der Länder Südosteuropas Rechnung zu tragen und die im Rahmen der Initiative konzipierten Projekte auf die jeweiligen Sicherheitsbedürfnisse des Empfängers zuzuschneiden.

[Seite 886]

Bereits in den letzten beiden Jahren seit der Gründung des Stabilitätspaktes hat sich gezeigt, dass durch die Initiative das Interesse der Investoren an Südosteuropa im zunehmenden Masse gewachsen ist. In diesem Zusammenhang versteht sich der Pakt als eine Art Hilfe zur Selbsthilfe in dem Sinne, als dass die internationale Staatengemeinschaft die Rahmenbedingungen für ein gesichertes Umfeld für Investoren schafft. Sie stellt die Gelder für den Aufbau bzw. die Modernisierung der Infrastruktur und stellt mit den vom 'Quick Start Paket' geförderten Projekten die Voraussetzung für die Durchführung der notwendigen internen Reformen: [...] Nur in einem solchen Umfeld zeigen Unternehmen Bereitschaft, in der Region zu investieren. Vor diesem Hintergrund ist von nun an die Mobilisierung privaten Kapitals und privaten Engagements - dies durch in- und ausländische Investoren - Arbeitsschwerpunkt des Stabilitätspaktes.

6.4 Verstärkung der regionalen Zusammenarbeit

Eine der dringlichsten Prioritäten für die zukünftige Arbeit des Paktes lautet, die bereits bestehenden Kooperationsbeziehungen in der Region zu intensivieren und das Kooperationsnetz weiter auszubauen. Denn das Kernkonzept der euro-atlantischen Integration liegt in dem Grundsatz begründet, dass Nachbarn Zusammenarbeiten und bestehende Differenzen durch Dialog und die Suche nach Kompromissen zu lösen versuchen. [...]

Im Rahmen von Arbeitstisch I stehen Flüchtlingsangelegenheiten weiterhin an der Tagesordnung. Mit der 'Agenda for Regional Action' wurde ein multilateraler Rahmen für den Umgang mit den mehr als 1,3 Millionen Flüchtlingen geschaffen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Medienprojekten, da

[Seite 887]

Pressefreiheit und Medienvielfalt eine Grundvoraussetzung für die demokratische Konsolidierung bilden. Die vom Stabilitätspakt initiierte 'Charta für Medienfreiheit' und nachfolgende Dokumente sollen hierbei leitgebend wirken. Neben der Fokussierung auf 'Erziehung und Jugend' ist die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und den interethnischen Beziehungen eine der wesentlichen Voraussetzungen zur Erreichung der Ziele des Stabilitätspaktes.

[...]

[...] Die zukünftige Priorität des Untertisches 'Verteidigung und Sicherheit' liegt zum einen im Bereich der Rüstungskontrolle und der Reform des Sicherheitssektors mit dem Ziel, den Militärsektor Südosteuropas an das neue politische und sicherheitspolitische Umfeld anzupassen. Diesbezüglich werden insbesondere die Schließung von Militärbasen, die Konversion bzw. sichere Vernichtung von überschüssigen Waffen und Munitionslagern angegangen. Ein weiterer Faktor, welcher eine effektive Behinderung des wirtschaftlichen Fortschritts und der Flüchtlingsrückkehr darstellt, ist die nach wie vor große Zahl von Anti-Personen-Minen in mehreren Ländern der Region. Die Zerstörung von Landminen und Trainingsprogramme sollen diesbezüglich Abhilfe schaffen. [...]

Vor dem Hintergrund der Tatsache, Organisiertes Verbrechen und Korruption bei den Menschen in der Region nach wie vor ein Gefühl der Unsicherheit hervorrufen und die Durchsetzung von Reformen behindern, liegt die Bekämpfung dieser beiden Phänomene im Zentrum der im Rahmen des Untertisches 'Justiz und Inneres' geplanten Projekte.

Anmerkungen

Ein Zusammenschnitt von Hombach-Passagen ohne jeden Hinweis auf eine Übernahme oder eine Quellenangabe.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[13.] Jkr/Fragment 191 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 22:04:35 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hombach 2001, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 191, Zeilen: 1-5
Quelle: Hombach 2001
Seite(n): 887, 888, Zeilen: 887: 32ff; 888: 5ff
[Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass organisiertes Verbrechen und Korruption bei den Menschen in] der Region nach wie vor ein Gefühl der Unsicherheit hervorrufen und die Durchsetzung von Reformen behindern, liegt die Bekämpfung der Kriminalität im Mittelpunkt mehrer [sic] Projekte. Schließlich will der Stabilitätspakt sein Augenmerk auf eine verstärke [sic] Polizeiausbildung und Bildung von Netzwerken im Rahmen des Programms zum Aufbau von Institutionen richten. Vor dem Hintergrund der Tatsache, Organisiertes Verbrechen und Korruption bei den Menschen in der Region nach wie vor ein Gefühl der Unsicherheit hervorrufen und die Durchsetzung von Reformen behindern, liegt die Bekämpfung dieser beiden Phänomene im Zentrum der im Rahmen des Untertisches 'Justiz und Inneres' geplanten Projekte.

[Seite 888]

Schließlich will der Stabilitätspakt sein Augenmerk auf eine verstärkte Polizeiausbildung und Bildung von Netzwerken im Rahmen des Programms zum Aufbau von Institutionen richten.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), Graf Isolan

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