Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Jkr/Jurekovic 2003

< Quelle:Jkr

31.377Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Predrag Jurekovic
Titel    Die Lageentwicklung im UNO-Protektorat Kosovo (1999- 2002)
Sammlung    Zur Lösung des Kosovo-Konfliktes - Die Anwendung der Szenariobündelanalyse im Konfliktmanagement
Herausgeber    Erich Reiter und Reinard Selten
Ort    Baden-Baden
Verlag    Nomos
Datum    Oktober 2003
Seiten    61-71
ISBN    3-8329-0281-3
URL    http://www.bmlv.gv.at/wissen-forschung/publikationen/publikation.php?id=6

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 031 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 19:10:05 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Jkr, Jurekovic 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 6-22
Quelle: Jurekovic 2003
Seite(n): 62, 66, Zeilen: 62: 11-17; 66: 5-19
Nach der erfolgreichen NATO-Militäroperation „Allied Force“ von März bis Juni 1999, die Belgrad zum Einlenken zwang, wurden im Kosovo im Juni 1999 die unter dem Kommando der NATO stehende militärische Sicherheitspräsenz KFOR und die Zivilverwaltung der Vereinten Nationen UNMIK installiert. KFOR wird seither als Grenzschutztruppe sowie zur Gewährleistung der Inneren Sicherheit, insbesondere zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität, zum Schutz serbischer Kulturgüter und für die Sicherheit nationaler Minderheiten eingesetzt. UNMIK hat die Vollmachten eines Protektoratsregimes und soll das Kosovo zu einer „substanziellen Autonomie“ hinführen. Es ist jedoch völlig offen, welchen Gehalt diese Autonomie tatsächlich haben wird und in welchem staatlichen Rahmen sie angewendet werden soll. Die Aufgaben von UNMIK, an der neben der UNO als Hauptorganisationen auch die OSZE und die EU beteiligt sind, leiten sich von der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates vom Juni 1999 ab. Sie umfassen die Ausübung der Polizei- und Rechtsgewalt, die Ausübung der zivilen Verwaltung, die Unterstützung des Demokratisierungsprozesses und den Aufbau politischer Institutionen sowie den Bereich Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur und die ökonomische Entwicklung. [Seite 62]

Nach der erfolgreichen NATO-Militäroperation »Allied Force« (März-Juni 1999), die Belgrad zum Einlenken zwang4, wurde im Kosovo im Juni 1999 eine UNO-Verwaltung installiert (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo/UNMIK). Sie hat die Vollmachten eines Protektoratsregimes und soll das Kosovo hin zu einer »substanziellen Autonomie« führen. Es ist jedoch völlig offen, welchen Gehalt diese Autonomie tatsächlich haben wird und in welchem staatlichen Rahmen sie angewendet werden soll.

[Seite 66]

Die Aufgaben von UNMIK, an der neben der UNO als Hauptorganisation auch die OSZE und die EU beteiligt sind, leiten sich von der Resolution 1244 des UNO-Sicherheitsrates von Juni 1999 ab und umfassen hauptsächlich folgende Bereiche:

  • Ausübung der Polizei- und Rechtsgewalt (UNO-Verantwortung)
  • Ausübung der zivilen Verwaltung (UNO-Verantwortung)
  • Demokratisierungsprozess und Aufbau politischer Institutionen (OSZEVerantwortung)
  • Wiederaufbau und ökonomische Entwicklung (EU-Verantwortung)

Die Hauptaufgabe der KFOR besteht nach der Kontrolle des serbischen Truppen-Abzugs im Juni 1999 vor allem darin, einen neuerlichen Einmarsch serbischer Polizei- und Streitkräfte in das Kosovo zu verhindern. Des Weiteren wird KFOR auch als Grenzschutztruppe sowie zur Gewährleistung der inneren Sicherheit (Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Schutz nationaler Minderheiten) eingesetzt.


4 Eine ausführliche Analyse des politischen und militärischen Verlaufs des Krieges im Kosovo bieten die Beiträge in: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99. Mainz 2000.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[2.] Jkr/Fragment 288 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 18:24:49 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Jkr, Jurekovic 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 288, Zeilen: 30-38
Quelle: Jurekovic 2003
Seite(n): 66, Zeilen: 20-29
Sowohl die Albaner als auch die Serben im Kosovo kommen zu einem ähnlichen Urteil über KFOR und UNMIK, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Beide Seiten beurteilen die KFOR-Präsenz positiv, während UNMIK zunehmend negativ beurteilt wird.614 Die positive Einstellung der Kosovo-Albaner zu KFOR ist vor allem die Konsequenz des NATO-Krieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, dessen Ausgang die serbische Herrschaft im Kosovo beendet hatte. Aus diesem Grunde werden die KFOR-Truppen, speziell die US-Amerikaner, als Alliierte der Kosovo-Albaner betrachtet. Ihre weitere Präsenz im Kosovo wird auch für den Fall begrüßt, dass die Unabhängigkeit tatsächlich [erreicht wird.]

614 Diesen Eindruck gewann der Autor bei einer Reihe von Gesprächen mit Repräsentanten von Albanern und Serben, die Ende September 2003 im Kosovo stattfanden.

Überraschenderweise kommen die politischen Repräsentanten sowohl der Albaner als auch der Serben im Kosovo zu einem ähnlichen Urteil über UNMIK und KFOR - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Beide Seiten beurteilen die KFOR-Präsenz positiv, während UNMIK eher negativ beurteilt wird13:

Die positive Einstellung der Kosovo-Albaner zur KFOR ist vor allem die Konsequenz des NATO-Krieges gegen die BR Jugoslawien, dessen Ausgang die serbische Herrschaft im Kosovo beendet hatte. Deshalb werden die KFOR-Truppen - und von den teilnehmenden Nationen speziell die USA - als Alliierte der Kosovo-Albaner betrachtet. Ihre weitere Präsenz im Kosovo wird auch für den Fall begrüßt, dass der Kosovo unabhängig wird.


13 Diesen Eindruck gewann der Autor bei Gesprächen mit führenden Repräsentanten von Albanern und Serben, die Ende September 2002 im Kosovo stattfanden.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Übernahme setzt sich auf der nächsten Seite fort.

Die Übereinstimmung der Fußnoten ist bemerkenswert, denn selbst ein persönlicher Eindruck des Autors der Quelle Jurekovic wird in die Dissertation übernommen.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[3.] Jkr/Fragment 289 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 19:26:37 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Jkr, Jurekovic 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 289, Zeilen: 1-27
Quelle: Jurekovic 2003
Seite(n): 66, 67, Zeilen: 66: 29ff; 67: 1ff
Die serbische Bevölkerung stand KFOR zu Beginn der Mission zunächst feindlich gegenüber, weil die darin vertretenen NATO-Nationen als Kriegsgegner Serbiens angesehen wurden. Dass sich bei den Kosovo-Serben dennoch in der Folgezeit eine überwiegend positive Einschätzung von KFOR entwickelte, resultiert aus der Einsicht, dass ohne den Einsatz der Friedenstruppe ihre Sicherheit und der Schutz serbischen Kulturgüter auch mehrere Jahre nach Kriegsende nicht gewährleistet wäre. Während die von der NATO geführte KFOR als militärischer Verbündeter angesehen wird, empfinden viele Kosovo-Albaner die weit reichenden Kompetenzen der UNMIK-Verwaltung als Bevormundung. Der Zivilverwaltung wird vorgeworfen, zu wenig politische Kompetenzen in die Hände der albanischen Politiker zu legen.615

Auch was die Zukunft des Kosovo betrifft, begegnet man UNMIK von albanischer Seite mit Misstrauen. So wird sie etwa bezichtigt, bei regelmäßigen Kontakten des UNMIK-Sonderbeauftragten mit dem Kosovo-Beauftragten der serbischen Regierung Geheimabsprachen über die Zukunft des Kosovo zu treffen. Dagegen hegen die Serben im Kosovo die Befürchtung, dass UNMIK letztlich die Unabhängigkeit des Kosovo empfehlen könnte. Sowohl die albanische als auch die serbische Wahrnehmungen der UNMIK sind von Befürchtungen beziehungsweise von nicht erfüllten Erwartungen geprägt. Sie stellen deshalb keine objektive Einschätzung der UNMIK-Tätigkeit dar. Tatsache ist, dass nicht unerhebliche Fortschritte beim Ausbau der Selbstverwaltung und dem Aufbau politischer Institutionen erzielt wurden. Die Frage des zukünftigen Status des Kosovo, welche der tiefere Ursprung des Misstrauens beider Volksgruppen gegenüber UNMIK ist, wurde bisher von der UN-Verwaltung überhaupt nicht in Angriff genommen. Und das, obwohl die Resolution 1244 zum Mandat von UNMIK auch die „Unterstützung eines politischen Prozesses zur Bestimmung des künftigen Status Kosovos“ zählt.


615 International Crisis Group (ICG): A Kosovo Roadmap: II. International [sic] Benchmarks. Balkans Report Nr. 125, 01. 03. 2002

Die serbische Bevölkerung stand der KFOR zu Beginn der Mission zunächst feindlich gegenüber, weil die darin vertretenen NATO-Nationen als Kriegsgegner Serbiens angesehen wurden. Dass sich bei den Serben dennoch in der Folge eine überwiegend positive Einschätzung der KFOR ergab, resultiert aus der Einsicht, dass ohne den Schutz der Friedenstruppe ihre Sicherheit wegen möglicher albanischer Übergriffe auch drei Jahre nach Kriegsende nicht gewährleistet wäre.

[Seite 67]

Während die von der NATO geführte KFOR als militärischer Verbündeter angesehen wird, empfinden viele Kosovo-Albaner die weit reichenden Kompetenzen der UNMIK-Verwaltung als Bevormundung. UNMIK wird vorgeworfen, zu wenig politische Kompetenzen in die Hände der albanischen Politiker zu legen14. Was den zukünftigen Status des Kosovo betrifft, begegnet man von albanischer Seite UNMIK zudem mit Misstrauen. So wird UNMIK etwa bezichtigt, bei regelmäßigen Kontakten des SRSG mit dem Kosovo-Sonderbeauftragten der serbischen Regierung »Geheimabsprachen« über die Zukunft des Kosovo zu treffen. Auch die Serben im Kosovo misstrauen der UNMIK-Verwaltung. In ihrem Fall ist aber die Angst ausschlaggebend, dass UNMIK möglicherweise doch in naher Zukunft die Unabhängigkeit des Kosovo empfehlen könnte.

Sowohl die albanische als auch die serbische Perzeption der UNMIK ist von Befürchtungen beziehungsweise von nicht erfüllten Erwartungen geprägt. Sie stellen deshalb keine sachliche Einschätzung der Arbeit von UNMIK dar. Bei nüchterner Evaluierung der bisherigen Tätigkeit von UNMIK kann konstatiert werden, dass sukzessive Fortschritte beim Ausbau der Selbstverwaltung und dem Aufbau politischer Institutionen erzielt wurden. Die Frage des zukünftigen Status des Kosovo, welche die Grundlage des Misstrauens beider Volksgruppen gegenüber UNMIK ist, wurde bisher von der UNO-Verwaltung allerdings überhaupt nicht angerührt. Und das, obwohl die UNO-Resolution 1244 zum Mandat von UNMIK auch die Aufgabe »facilitate a political process to determine Kosovo’s future status« zählt.


14 Zur Problematik der »zu langsamen« Umsetzung der Kosovo-Selbstverwaltung siehe International Crisis Group: A Kosovo Roadmap: II. Internal Benchmarks. Balkans Report N° 125, 1.3.2002.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki