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Quelle:Jkr/Meier 1999

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Viktor Meier
Titel    Wie Jugoslawien verspielt wurde
Ort    München
Verlag    Verlag C.H. Beck
Ausgabe    3., durchgesehene und aktualisierte Auflage
Jahr    1999
Nummer    1141
Reihe    Beck'sche Reihe
ISBN    3406455476

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    6


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 051 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-01 09:39:22 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meier 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 6-20
Quelle: Meier 1999
Seite(n): 157, 158, Zeilen: 157: 3-7, 9-13, 17-20, 24-31; 158: 2-6, 7, 9-10
Auf dem Weg dorthin wurden am 28. März 1989 die von der serbischen Republikführung vorgeschlagenen Verfassungsänderungen für Serbien vom serbischen Parlament angenommen. Die eingeschüchterten Abgeordneten des Kosovo wagten keinen Widerspruch, zumal in Priština bereits Andeutungen über Listen „feindlicher Separatisten“ kursierten. Im Parlament wurde behauptet, dass Serbien durch die Bundesverfassung von 1974 die „Souveränität genommen worden“ sei.92 Nun sei Serbien „auf dem Wege zur Gleichberechtigung mit den anderen Republiken“. Entscheidend war, dass in den Katalog der Verfassungsänderungen auch die Bestimmung aufgenommen wurde, dass die Regionen in Zukunft kein Vetorecht gegen Verfassungsänderungen in Serbien mehr haben sollten. Das bedeutete formalrechtlich den entscheidenden Schritt zur Liquidierung der Autonomie. Im Kosovo kam es deshalb zu Demonstrationen. Insbesondere traten die Bergarbeiter in Trepča in einen Hungerstreik und verlangten das Festhalten an der Verfassung von 1974 und Garantien für die Autonomie des Kosovo.

92 Matthias Rüb, Kosovo, a.a.O. (Anm. 10), S. 40-43

[Seite 157, Zeilen 3-7]

Am 22. Februar 1989 wurden die von der serbischen Republikführung vorgeschlagenen Verfassungsänderungen für Serbien von der Verfassungskommission des serbischen Parlamentes einstimmig angenommen; [...]

[Seite 157, Zeilen 9-20]

Nur zwei Tage später erfolgte die einstimmige Annahme im Plenum des serbischen Parlaments. Die eingeschüchterten Abgeordneten des Kosovo wagten keinen Widerspruch, zumal in Priština bereits Andeutungen über Listen „feindlicher Separatisten“ kursierten. In seiner Rede zu diesem Anlaß im serbischen Parlament wiederholte Jović die bekannten serbischen Argumente zugunsten der Verfassungsreform und ging noch ein Stück weiter. Er behauptete, das erste Mal mit dieser Überspitzung, daß Serbien durch die Bundesverfassung von 1974 die „Souveränität genommen worden“ sei.95 Nun sei Serbien „auf dem Wege zur Gleichberechtigung mit den anderen Republiken“.

[Seite 157, Zeilen 24-31]

Wichtig war, daß fast im letzten Moment zur großen Überraschung in ganz Jugoslawien in den Katalog der serbischen Verfassungsänderungen auch die Bestimmung aufgenommen wurde, daß die Regionen in Zukunft kein Vetorecht gegen Verfassungsänderungen in Serbien mehr haben sollten. Diese handstreichartig vorgenommene zusätzliche Verfassungsänderung bedeutete formalrechtlich den entscheidenden Schritt zur Liquidierung der Autonomie.

[Seite 158, Zeilen 2-10]

Schon nach dem 20. Februar 1989, bevor die Verfassungsänderungen beschlossen wurden, kam es im Kosovo zu Demonstrationen. Insbesondere traten die Bergarbeiter des Zink- und Bleiwerks Trepča bei Kosovska Mitrovica in den Ausstand. Im Bergwerk Stari Trg begannen 1500 von ihnen tief unten in den Schächten einen Hungerstreik; sie verlangten den Rücktritt der „Verräterführer“ Morina, Azemi und Shukrija sowie das Festhalten an der Verfassung von 1974 und Garantien für die Autonomie des Kosovo.


94 Politika, 24. 2.1989

95 Ebd.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 051 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-01 09:44:38 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meier 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 20-26
Quelle: Meier 1999
Seite(n): 162, Zeilen: 14-17, 19-25
Nach dem Rücktritt von drei albanischen Führern verhängte Milošević den uneingeschränkten Ausnahmezustand über das Kosovo und ordnete „besondere Maßnahmen“ an. Sofort rückte die Armee in Priština aus und 1500 Bundespolizisten unter serbischer Führung machten sich auf den Weg in das Kosovo. Sie leiteten einen in der Nachkriegsgeschichte Europas beispiellosen physischen Unterdrückungsprozess gegen die albanische Volksgruppe ein. [Zeilen 14-17]

So beschloß also am 27. Februar 1989 abends das Staatspräsidium „besondere Maßnahmen“ für das Kosovo. Es handle sich um den uneingeschränkten Ausnahmezustand, gab am folgenden Tag Dizdarević im Bundesparteipräsidium zu; [...]

[Zeilen 19-25]

Sofort rückte die Armee in Priština aus, und 1500 Bundespolizisten unter serbischer Führung, darunter auch etwa 150 Slowenen, machten sich auf den Weg ins Kosovo, soweit sie nicht schon dort waren. Sie leiteten einen in der Nachkriegsgeschichte Europas beispiellosen physischen Unterdrückungsprozeß gegen die albanische Volksgruppe ein.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[3.] Jkr/Fragment 051 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-27 06:31:28 Guckar
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jkr, Meier 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 26-36, 102-103
Quelle: Meier 1999
Seite(n): 169, 171, Zeilen: 169: 16-19; 171: 9-13, 18-20, 30-35
Nachdem die Verfassungsänderung auch von dem eingeschüchterten Regionsparlament im Kosovo angenommen worden war, ließen die serbischen Unterdrücker jede Maske fallen.93 Durch Priština zogen schwer bewaffnete Polizeieinheiten. Sie gingen mit unglaublicher Brutalität vor allem gegen junge Albaner vor. Die Gefängnisse waren überfüllt und es gab Konzentrationslager, in denen die verhafteten Albaner unter erbärmlichen Verhältnissen leben mussten. „Die Albaner des Kosovo hatten geglaubt, in Jugoslawien ihre Heimstätte auf der Basis der Gleichberechtigung gefunden zu haben. Nun hatte dieses Jugoslawien politisch abgedankt, und die Albaner sehen sich als Besiegte und Beleidigte in einem national aufgeputschten Serbien“, so wurde damals das Fazit aus albanischer Sicht gezogen.94

93 Viktor Meier, In Pristina gilt die Sprache des Siegers, in: FAZ 19.4. 1989

94 ebenda, Wir sind überrollt worden, in FAZ, 22.4. 1989

[Seite 169, Zeilen 16-19]

Von insgesamt 187 Abgeordneten in allen drei Häusern des Regionalparlaments wagten es nur zehn, gegen die Verfassungsänderung zu stimmen.

[Seite 171, Zeilen 9-13]

Im Kosovo selbst ließen die serbischen Unterdrücker jede Maske fallen.127 Durch Priština zogen schwerbewaffnete Polizisten zu viert oder fünft, verfolgt von haßerfüllten Blicken junger Albaner. Die Polizisten seien mit unglaublicher Brutalität vorgegangen, erzählten Albaner; viel mehr junge Albaner als offiziell angegeben seien erschossen oder totgeschlagen worden.

[Seite 171, Zeilen 18-20]

Die Gefängnisse waren überfüllt; es gab eigentliche Konzentrationslager, in denen die verhafteten Albaner unter erbärmlichen Verhältnissen leben mußten.

[Seite 171, Zeilen 30-35]

„Die Albaner des Kosovo hatten geglaubt, in Jugoslawien ihre Heimstätte auf der Basis der Gleichberechtigung gefunden zu haben. Nun hatte dieses Jugoslawien politisch abgedankt, und die Albaner sehen sich als Besiegte und Beleidigte in einem national aufgeputschten Serbien“, so wurde damals das Fazit aus albanischer Sicht formuliert.128


127 V. M., In Priština gilt die Sprache des Siegers, in: FAZ 19.4. 1989

128 V. M., Wir sind überrollt worden, ebd., 22.4. 1989

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[4.] Jkr/Fragment 052 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-01 09:53:23 Guckar
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jkr, Meier 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 2-4, 6-7, 14-15, 101-103
Quelle: Meier 1999
Seite(n): 173, Zeilen: 11-20
[Zeilen 2-4]

Am 28. Juni 1989 fand eine denkwürdige Feier zum 600. Jahrestag der oben beschriebenen Schlacht auf dem Amselfeld statt.

[Zeilen 6-7]

Dabei steigerte sich die Stimmung der Serben in einen regelrechten Siegestaumel.

[Zeilen 14-15]

Von der „endgültigen Rückkehr“ in das Kosovo war ebenso die Rede.95


95 Milošević hielt eine Rede, die überall in Jugoslawien Alarmzeichen auslöste, und zwar wegen des folgenden Passus: „Sechshundert Jahre später, heute, sind wir wieder in Kämpfen. Sie sind nicht bewaffnet, obgleich solche noch nicht ausgeschlossen sind“, zitiert nach Viktor Meier, Wie Jugoslawien verspielt wurde, München 1999, S. 173

Am 28. Juni 1989 folgte die denkwürdige Feier zum 600. Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld, jener Niederlage gegen die Türken, die den Untergang des mittelalterlichen serbischen Reiches und die Türkenherrschaft einleitete. Hier steigerte sich die serbische Stegesstimmung nochmals. Von der „endgültigen Rückkehr“ ins Kosovo war die Rede. Milošević hielt eine Rede, die überall in Jugoslawien Alarmzeichen auslöste, und zwar wegen des folgenden Passus: „Sechshundert Jahre später, heute, sind wir wieder in Kämpfen. Sie sind nicht bewaffnet, obgleich solche noch nicht ausgeschlossen sind“
Anmerkungen

Nicht nur das Zitat von Milošević ist aus Meier (1999) übernommen, sondern auch viele der beschreibenden Passagen im Umfeld. Diese allerdings bleiben völlig ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[5.] Jkr/Fragment 052 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-01 09:55:54 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meier 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 19-33, 106
Quelle: Meier 1999
Seite(n): 176, 177, 178, Zeilen: 176: 10-12, 19-23 ; 177: 29-37; 178: 1-11
Als Ende 1989 serbische Wahlen stattfanden, wurden dazu auch oppositionelle Parteien zugelassen. Unter der Führung des Präsidenten des Schriftstellerverbandes des Kosovo, Ibrahim Rugova bildete sich um die Jahreswende 1989/1990 der „Demokratische Bund des Kosovo“, dem die Albaner in großer Zahl beitraten. Von ihm wird später noch die Rede sein. Am 2. Juli 1990 wollten die rechtmäßig gewählten Abgeordneten des Regionalparlaments des Kosovo ihren Sitzungssaal in Priština betreten, was ihnen jedoch von der serbischen Polizei verwehrt wurde. Darauf hin beschlossen die Abgeordneten die „Republik Kosovo“ als souveräne Einheit innerhalb Jugoslawiens auszurufen. Sie erklärten, dass das Kosovo als anerkannter „konstitutiver Faktor“ Jugoslawiens das Recht habe, gleiches zu tun wie fast alle jugoslawischen Republiken, einschließlich Serbien selbst.97 Die Reaktion Serbiens folgte auf dem Fuße. Drei Tage später wurden das Regionalparlament in aller Form als aufgelöst erklärt und die albanischen Medien verboten.98 Nachdem bereits die Regierung abgeschafft worden [war, hatte mit dieser Maßnahme die Autonomie der Region Kosovo, die durch die Verfassung von 1974 garantiert worden war, endgültig aufgehört zu bestehen.]

97 Viktor Meier, Im Streit um den Kosovo sucht Serbien den Konflikt, in: FAZ, 21. 07. 1990

98 Vgl. Jens Reuter, Die politische Entwicklung im Kosovo 1992/93, in: Südosteuropa, 1994, Nr. 1-2, S. 18f.

[Seite 176, Zeilen 10-12]

Zu den serbischen Wahlen Ende 1989 wurden auch oppositionelle Parteien und Gruppen zugelassen, [...].

[Seite 176, Zeilen 19-23]

So bildete sich um die Jahreswende 1989/90 unter der Führung des Präsidenten des Schriftstellerverbandes des Kosovo, Ibrahim Rugova, ein Demokratische Bund des Kosovo, dem in der Folge die Albaner massenweise beitraten.

[Seite 177, Zeilen 29-37]

Am 2. Juli 1990 wollten die rechtmäßig gewählten Abgeordneten im Regionalparlament des Kosovo ihren Sitzungssaal betreten. Doch dieser war verschlossen und der Eingang von serbischen Polizisten versperrt. Daraufhin beschlossen die Parlamentsangehörigen, auf den Treppen zu ihrem Sitzungssaal das Kosovo als „Republik Kosovo“ zu proklamieren, als souveräne Einheit innerhalb Jugoslawiens. Als Antwort auf serbische Beschuldigungen erklärten albanische Sprecher, es handele sich nicht um Separartion, sondern lediglich darum,

[Seite 178, Zeilen 1-11]

den gleichen Schritt zu vollziehen, den damals fast alle jugoslawischen Republiken getan hätten; auch Bosnien-Hercegovina und Serbien selbst hätten sich inzwischen als „souverän“ erklärt. Der Kosovo als anerkannter „konstitutiver Faktor“ Jugoslawiens habe das Recht, gleiches zu tun wie.143

Die Reaktion Serbiens folgte auf dem Fuße. Am 5. Juli 1990 wurde das Regionalparlament in aller Form als aufgelöst erklärt. Nachdem bereits die Regierung abgeschafft worden war, hatte mit dieser Maßnahme die Autonomie der Region Kosovo, garantiert durch die Verfassung von 1974, aufgehört zu bestehen.


143 V. M., Im Streit um den Kosovo sucht Serbien den Konflikt, in: FAZ, 21. 07. 1990.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme trotz zahlreicher wortwörtlicher Übereinstimmungen.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[6.] Jkr/Fragment 053 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-01 09:59:10 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meier 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1-3
Quelle: Meier 1999
Seite(n): 178, Zeilen: 8-11
[Nachdem bereits die Regierung abgeschafft worden] war, hatte mit dieser Maßnahme die Autonomie der Region Kosovo, die durch die Verfassung von 1974 garantiert worden war, endgültig aufgehört zu bestehen. Nachdem bereits die Regierung abgeschafft worden war, hatte mit dieser Maßnahme die Autonomie der Region Kosovo, garantiert durch die Verfassung von 1974, aufgehört zu bestehen.
Anmerkungen

Schließt das auf der voran gegangenen Seite begonnene Fragment Jkr/Fragment 052 19 ab.

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

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