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Quelle:Jkr/Reiter 2003

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Erich Reiter
Titel    Überlegungen und Alternativen zum Krisenmanagement in Südosteuropa und speziell im Kosovo
Sammlung    Zur Lösung des Kosovo-Konfliktes - Die Anwendung der Szenariobündelanalyse im Konfliktmanagement
Herausgeber    Erich Reiter und Reinard Selten
Ort    Baden-Baden
Verlag    Nomos
Datum    Oktober 2003
Seiten    45-59
ISBN    3-8329-0281-3
URL    http://www.bmlv.gv.at/wissen-forschung/publikationen/publikation.php?id=6

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 018 31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 15:56:34 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, KeineWertung, Reiter 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 31-35
Quelle: Reiter 2003
Seite(n): 51, Zeilen: 21-26
Mit der Unterzeichnung des militär-technischen Abkommens durch Generäle der NATO und der Belgrader Militärführung am 9. Juni 1999 ging der Luftkrieg mit einem Sieg des westlichen Militärbündnisses faktisch zu Ende.2 Damit war die Basis für einen geordneten Rückzug der serbischen Truppen aus dem Kosovo und den [Einzug der internationalen Friedenstruppe KFOR geschaffen worden.]

2 [...]

Die NATO beendete am 10. Juni 1999 ihre Luftangriffe gegen Ziele in Serbien, nachdem am 9. Juni 1999 durch die Unterzeichnung des militärisch-technischen Abkommens durch Generäle der NATO und der Jugoslawischen Streitkräfte sowie eines Vertreters des serbischen Innenministeriums die Basis für einen geordneten Rückzug der serbischen Truppen aus dem Kosovo und den Einzug der internationalen Friedenstruppe KFOR geschaffen worden war.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt, auch die FN 2 enthält einen solchen nicht, sondern weiterführende Anmerkungen.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 285 31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 16:16:05 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reiter 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 285, Zeilen: 31-38
Quelle: Reiter 2003
Seite(n): 54, Zeilen: 17-20, 25-32
Die Kosovo-Albaner verlautbarten daraufhin eine eigene Verfassung, führten im Mai 1992 Untergrundwahlen durch und wählten Ibrahim Rugova zu ihrem Präsidenten. Das Ziel war nun nicht mehr die Wiedererlangung der Autonomie von 1974, sondern die Schaffung einer international anerkannten Republik Kosovo. Da eine Änderung der serbischen Unterdrückungspolitik nicht zu erwarten war, gab es zunehmend Warnungen westlicher Experten vor dem anwachsenden Konfliktpotential, das mangels geeigneter Einwirkung auf Serbien unausweichlich zum Bürgerkrieg führen müsse.607

607 Peter Bartl: Die Albaner, in: Michael Weithmann (Hg.): Der ruhelose Balkan, München 1993, S. 203

[Zeilen 17-20]

Die Kosovo-Albaner verlautbarten daraufhin eine eigene Verfassung. Es gelang ihnen auch die Durchführung von Untergrundwahlen im Mai 1992, und Ibrahim Rugova wurde zum Präsidenten gewählt.

[Zeilen 25-32]

Das Ziel war nun nicht mehr die Wiedererlangung der 1974 gewährten Autonomie, sondern die Schaffung einer international anerkannten neutralen Republik Kosovo. Da eine Änderung der serbischen repressiven Politik nicht zu ersehen (und auch nicht zu erwarten) war, kam es seit Anfang der neunziger Jahre zu Warnungen westlicher Südosteuropa-Experten vor dem anwachsenden Konfliktpotential, das mangels geeigneter Maßnahmen zur erfolgreichen Einwirkung auf Serbien unausweichlich zum Bürgerkrieg führen müsse.14


14 Vgl. zum Beispiel Peter Bartl: Die Albaner. In: Michael Weilhmunn (Hg.): Der ruhelose Balkan. München 1993, S. 203.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[3.] Jkr/Fragment 286 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-17 20:11:05 Schumann
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reiter 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 286, Zeilen: 1-30, 103-110
Quelle: Reiter 2003
Seite(n): 54, 55, 56, Zeilen: 54: 33-37; 55: 5-9, 18-32; 56: 1-9
[Der] kosovo-albanische Untergrundstaat vermochte sich einige Jahre zu halten, obwohl die ersten Ansätze einer eigenen Polizei und Armee 1993 von Serbien zerschlagen wurden. Das hatte schließlich die Bildung der Untergrundarmee UÇK zur Folge, die über Waffen und Munition aus den geplünderten Depots des von Unruhen erschütterten Albanien verfügte. Endgültig zugespitzt hat sich die Lage im Kosovo, als die serbische Polizei 1997 eine Studentendemonstration in Pristina gewaltsam auflöste. Die UÇK rief daraufhin ihren Befreiungskampf aus. Da der passive Widerstand keinen Erfolg erbracht hatte, sollte der bewaffnete Kampf den Forderungen Geltung verschaffen.608 Die UÇK erhielt zunehmend die Struktur einer Guerillabewegung, die sich schließlich zur Volksarmee der Albaner entwickelte und sich landesweit erbitterte Kämpfe mit den serbischen Sicherheits- und Streitkräften lieferte.609

Internationale Optionen für eine Konfliktlösung wurden erst nach dem Ausbruch der bewaffneten Kampfhandlungen entwickelt. Von Deutschland und Frankreich wurde Milošević erfolglos der Vorschlag unterbreitet, dem Kosovo einen Sonderstatus zu gewähren.610 In der Folgezeit wurde von Juli bis Oktober 1998 eine Großoffensive gegen die UÇK durchgeführt, bei der die serbische Polizei und Armee die Kontrolle über das Kosovo wieder zurückgewann und eine organisierte Massenvertreibung der albanischen Bevölkerung einleitete. Aufgrund der Androhung der NATO von Luftschlägen gegen die BR Jugoslawien im Oktober 1998 kam es zu einem vorübergehenden Rückzug der serbischen Streitkräfte aus dem Kosovo und zur Stationierung von OSZEBeobachtem. Schon kurze Zeit danach begannen jedoch emeut schwere Kämpfe zwischen der UÇK und der serbischen Armee, die dazu führten, dass serbische Polizei- und Armeeeinheiten wieder verstärkt wurden. Die daraufhin im Februar 1999 in Rambouillet bei Paris begonnenen Friedensverhandlungen, welche auf eine umfassende Autonomie für das Kosovo, die Entwaffnung der UÇK und die Stationierung von NATO-Truppen abzielten, scheiterten schließlich, worauf die NATO am 24. März 1999 mit Luftoperationen gegen die BR Jugoslawien begann. 611


608 Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges im Kosovo und in der Bundesrepublik Jugoslawien: Konfliktentwicklung, politische Initiativen der Staatengemeinschaft, Auswirkungen auf das Umfeld, in: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99, Mainz 2000, S. 44

609 Walter Feichtinger: Die militärstrategische und operative Entwicklung im Konfliktverlauf, in: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99, Mainz 2000, S. 97

610 Predrag Jurekovic: Zur Neuordnung des südslawischen Raumes, in: österreichische Militärische Zeitschrift, 2/1998, S. 177

611 Jurekovic, Die politische Dimension des Krieges, a.a.O. (Anm. 608), S. 54 ff.

[Seite 54, Zeilen 33-37]

Der albanische Untergrundstaat vermochte sich einige Jahre zu halten, obwohl die ersten Ansätze einer eigenen Polizei und Armee 1993 von Serbien zerschlagen werden konnten. Das führte zur Bildung einer Untergrund-Befreiungsarmee (UÇK), die seit 1997 über Waffen und Munition aus den geplünderten Depots des von Unruhen heimgesuchten Albaniens verfügte.

[Seite 55, Zeilen 5-9]

Die Lage im Kosovo spitzte sich zu, nachdem die serbische Polizei 1997 eine Studentendemonstration in Pristina gewaltsam aufgelöst hatte. Die UÇK proklamierte ihren Befreiungskampf und schaffte so genannte »befreite Gebiete«. Da der passive Widerstand nicht erfolgreich gewesen war, sollte der bewaffnete Kampf die Forderungen und Interessen des Kosovo unterstützen.15

[Seite 55, Zeilen 18-32]

Seit Anfang 1998 erhielt die UÇK immer mehr die Struktur einer Guerillabewegung, die sich aufgrund der Unterstützung breiter Bevölkerungsgruppen sukzessive zur Volksarmee der Albaner entwickelte.16

Westliche Konfliktlösungsoptionen wurden erst nach dem Ausbruch bewaffneter Kampfhandlungen entwickelt. Von Deutschland und Frankreich wurde Milošević der Vorschlag unterbreitet, dem Kosovo ein Sonderstatut zu gewähren. 17 Es wurde von Serbien abgelehnt und als Einmischung in die inneren Angelegenheiten betrachtet. Dafür wurde von Juli bis Oktober 1998 eine Großoffensive gegen die U£K durchgeführt, bei der die serbische Polizei und Armee die Kontrolle über das Kosovo wieder zurückgewannen; etwa 300 000 Flüchtlinge waren ein Ergebnis dieser Aktion.18

Von nun an gab es ein ernster gemeintes westliches Krisenmanagement: Aufgrund der Androhungen der NATO von Luftschlägen gegen Jugoslawien im Oktober 1998 kam es zu einem weitgehenden Rückzug der serbischen Streit-

[Seite 56, Zeilen 1-9]

kräfte aus dem Kosovo und zur vorübergehenden Stationierung von 2000 unbewaffneten OSZE-Beobachtem. Da die Kämpfe zwischen der UÇK und der serbischen Armee dennoch an Schärfe Zunahmen, wurden die Polizei- und Armeeeinheiten wieder verstärkt. Es ist bekannt, dass die im Februar 1999 beginnenden Verhandlungen in Rambouillet bei Paris mit dem Ziel einer umfassenden Autonomie für das Kosovo und der Entwaffnung der UÇK sowie der Stationierung von NATO-Truppen - aus welchen Gründen auch immer19 - letztlich gescheitert sind und daraufhin der Luftkrieg der NATO gegen Jugoslawien am 24. März 1999 begann.20


15 Vgl. Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges im Kosovo und in der BR Jugoslawien: Konfliktentwicklung, politische Initiativen der Staatengemeinschaft, Auswirkungen auf das Umfeld. In: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99. Mainz 2000, S. 44.

16 Vgl. Walter Feichtinger: Die militärstrategische und operative Entwicklung im Konfliktverlauf. In: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99. Mainz 2000, S. 97. Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges, S. 42.

17 Vgl. Predrag Jurekovic: Zur Neuordnung des südslawischen Raumes. In: Österreichische Militärische Zeitschrift, 2/1998, S. 177.

18 Vgl. Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges, S. 48 f.

19 [...]

20 Vgl. Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges, S. 54 ff.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[4.] Jkr/Fragment 287 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 16:33:53 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reiter 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 287, Zeilen: 18-24, 102-103
Quelle: Reiter 2003
Seite(n): 51, Zeilen: 27-36
Die Resolution stellt die rechtliche Grundlage für die Schaffung einer internationalen militärischen und zivilen Präsenz im Konfliktgebiet dar, durch die das Kosovo de facto zu einem internationalen Protektorat wurde. Ein grundlegendes Problem stellt die Tatsache dar, dass das Ergebnis des Luftkrieges gegen die BR Jugoslawien die für eine endgültige Konfliktbereinigung entscheidende Frage, nämlich die des künftigen völkerrechtlichen Status, unbeantwortet gelassen hat.612

612 Holger H. Mey: Der Kosovo-Konflikt. Eine vorläufige Analyse, in: Soldat und Technik, 10/1999

Die Resolution 1244 vom 10. Juni 1999 des UNO-Sicherheitsrates stellt die rechtliche Grundlage für die Schaffung einer internationalen militärischen und zivilen Präsenz im Konfliktraum dar, durch die das Kosovo de facto zu einem internationalen Protektorat wurde. Hinsichtlich des künftigen Status sieht die Resolution 1244 (unter ausdrücklichem Hinweis auf den Vertragsentwurf von Rambouillet/Paris, Februar/März 1998) eine substantielle Autonomie für das Kosovo innerhalb der BRJ vor.

Diese Ergebnisse des Luftkrieges gegen Jugoslawien im Kosovokonflikt haben aber gerade jene Fragen unbeantwortet gelassen, die für eine endgültige Konfliktbereinigung entscheidend sein werden.8


8 Siehe dazu Holger H. Mey: Der Kosovo-Konflikt. Eine vorläufige Analyse. In: Soldat und Technik, 10/1999.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Quelle Mey (1999) wurde nicht eingesehen. Sollte sich der Wortlaut dort auch so finden, wären die wörtlichen Übernahmen trotzdem nicht gekennzeichnet und das Fragment als Bauernopfer einzustufen.

Sichter
(Hindemith), Guckar

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