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Quelle:Jkr/Reuter 2000c

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Jens Reuter
Titel    Serbien und Kosovo - Das Ende eines Mythos
Sammlung    Der Kosovo Konflikt Ursachen - Verlauf - Perspektiven
Herausgeber    Jens Reuter, Konrad Clewing
Ort    Klagenfurt, Wien, Ljubiljana, Tuzla, Sarajevo
Verlag    Wieser Verlag
Jahr    2000
Anmerkung    Anmerkung: Im Literaturverzeichnis (und einer FN) findet sich ein Aufsatz Reuters mit identischem Titel, aber publiziert in: Südosteuropa, Zeitschrift des Südost-Instituts München, H. 11-12/1999
ISBN    385 1293290

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 036 36 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-31 17:00:53 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000c, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 36-38
Quelle: Reuter 2000c
Seite(n): 141, Zeilen: 26-30
Fürst Lazar geriet in Gefangenschaft und wurde enthauptet. Im Verlauf der Schlacht fiel auch Sultan Murad. Erst in späteren Berichten tauchte die Version auf, der serbische Held Milos Obilic sei bis zu seinem Zelt vorgedrungen [und habe ihn erdolcht.] Fürst Lazar geriet in Gefangenschaft und wurde enthauptet, während sich Vuk Brankovic und Vlatko Vukovic retten konnten. Im Lauf der Schlacht fiel auch Sultan Murad. Erst in späteren Berichten tauchte die Version auf, der serbische Held Milos Obilic sei bis zu seinem Zelt vorgedrungen und habe ihn erdolcht.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Die Übernahme wird auf der nächsten Seite fortgesetzt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-31 17:08:16 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000c, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-21
Quelle: Reuter 2000c
Seite(n): 141, 142, 143, Zeilen: 141: 34-42; 142: 3-8, 36-42: 143: 14-16
Genährt durch unzählige Lieder und Legenden hinterließ die Schlacht von Kosovo in der Erinnerung des serbischen Volkes unauslöschliche Spuren. Der tragische Ausgang der Schlacht und der Tod beider Heerführer entzündeten die Phantasie. Nicht das historische Ereignis der Schlacht stand im Mittelpunkt, sondern die zahllosen Lieder und Legenden, die sich um sie rankten und zum Mythos werden ließen.48 Während die zeitgenössischen Quellen keine inneren Ursachen für die serbische Tragödie auf dem Amselfeld nannten, hat die Volksdichtung zu Beginn des 17. Jahrhunderts den Schuldigen ausgemacht. Es ist der Schwiegersohn Fürst Lazars, Vuk Brankovic, der angeblich mit 7.000 Gefolgsleuten mitten in der Schlacht zu den Türken überlief. Mit dem unverzeihlichen Verrat wurde die Niederlage der ansonsten als unbesiegbar geltenden Helden schließlich erklärt. Die Mythen und Legenden, die sich um das Kosovo rankten, erfüllten eine wichtige Funktion: Durch den Glanz, den sie auf die Vergangenheit warfen, ließen sie das serbische Volk die dunklen Jahrhunderte der Türkenherrschaft überstehen und hielten die Hoffnung auf eine nationale Wiedergeburt wach. Zudem fehlte es nicht an Versuchen, dem nationalen Schicksal einen religiösen Sinn zu verleihen. Der Untergang des serbischen Heeres und seiner adligen Führer wurde zur Abwehrschlacht des Christentums gegen den Islam hochstilisiert. Hier klingt auch der Gedanke an, das serbische Volk habe sich für Europa geopfert und sei von den übrigen christlichen Völkern im Stich gelassen worden.

48 Vgl. Malcolm, Kosovo, a.a.O. (Anm. 42), S. 58 ff.

[Seite 414, Zeilen 34-42]

Genährt durch unzählige Lieder und Legenden hinterließ die Katastrophe von Kosovo in der Erinnerung des Volkes unauslöschliche Spuren. Der tragische Ausgang der Schlacht, der Tod beider Heerführer entzündeten die Phantasie und so brachte die Volksdichtung in den nachfolgenden Jahrhunderten immer neue Heldenlieder hervor, die mit den tatsächlichen Fakten nur noch in losem Zusammenhang standen. Nicht mehr das historische Ereignis der Schlacht stand im Mittelpunkt, sondern die zahllosen Lieder und Legenden, die sich um sie rankten und sie zum Mythos werden ließen.4

[Seite 142, Zeilen 3-8]

Während die zeitgenössischen Quellen keine inneren Ursachen für die serbische Tragödie auf dem Amselfeld nannten, hat die Volksdichtung zu Beginn des 17. Jahrhunderts den Schuldigen ausgemacht. Es ist Vuk Brankovic, der angeblich mit 7.000 Gefolgsleuten mitten in der Schlacht zu den Türken überlief. Der schnöde Verrat erklärt die Niederlage der ansonsten als unbesiegbar geltenden Helden.

[Seite 142, Zeilen 36-42]

Die Mythen und Legenden, die sich um Kosovo rankten, erfüllten eine wichtige Funktion: Mit dem Glanz, den sie auf die Vergangenheit legten, ließen sie das serbische Volk die dunklen Jahrhunderte der Türkenherrschaft überstehen und hielten die Hoffnung auf eine nationale Wiedergeburt wach. Es fehlte auch nicht an Versuchen, dem nationalen Schicksal einen religiösen Sinn zu verleihen. Der Untergang des serbischen Heeres und seiner adeligen Führer wurde zur Schlacht des Christentums gegen die Muslime hochstilisiert [...]

[Seite 143, Zeilen 14-16]

Bisweilen klingt in der religiös gefärbten Literatur der Gedanke an, das serbische Volk habe sich für Europa geopfert und sei dabei von den übrigen christlichen Völkern im Stich gelassen worden.


4 Vgl. Noel Malcolm, Kosovo. A short history. London, New York 1998, S. 58ff.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

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