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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Jens Reuter
Titel    Die Kosovo-Politik der internationalen Gemeinschaft in den neunziger Jahren
Sammlung    Der Kosovo Konflikt Ursachen - Verlauf - Perspektiven
Herausgeber    Jens Reuter, Konrad Clewing
Ort    Klagenfurt, Wien, Ljubiljana, Tuzla, Sarajevo
Verlag    Wieser Verlag
Jahr    2000
Seiten    321-334

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    9


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 057 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-03 14:15:15 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 20-26
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 321, Zeilen: 26ff
Die EU und die USA haben diesen Staatsstreich stillschweigend sanktioniert, indem sie das Kosovo als einen international nicht handlungsfähigen Teil Serbiens behandelten. 105 So wurde das Kosovo-Problem nicht internationalisiert und nicht als Problem des Selbstbestimmungsrechts der Völker behandelt, obwohl es gute Gründe dafür gegeben hätte. Die internationale Gemeinschaft war nicht gewillt, den Kosovo-Albanern das Recht einzuräumen, das sie den Slowenen und [Kroaten bereitwillig zugestanden hatte: sich von Jugoslawien abzuspalten.]

105 Jens Reuter, Die Kosovo-Politik der internationalen Gemeinschaft in den neunziger Jahren, in: Der Kosovo-Konflikt, Hgg. Jens Reuter/Konrad Clewing, Klagenfurt u. a. 2000, S.321: Anfang 1992 haben westliche Diplomaten - hinter vorgehaltener Hand - diese Haltung wie folgt begründet: Man werde den Serben erhebliche Opfer in Kroatien und Bosnien zumuten müssen, daher sei es unmöglich, von ihnen auch noch den Verzicht auf Kosovo zu verlangen. Es gab zu dieser Zeit Gerüchte, der Westen habe einen regelrechten Deal mit Milošević geschlossen. Für sein Plazet zur Stationierung der Blauhelme in der Krajina habe der damalige serbische Präsident die Zusage erhalten, man werde das Kosovo-Problem nicht auf die internationale Tagesordnung setzen.

Die Europäische Gemeinschaft und die USA haben diesen Staatsstreich stillschweigend sanktioniert, indem sie Kosovo als einen international nicht handlungsfähigen Teil Serbiens behandelten. Anfang 1992 haben westliche Diplomaten - hinter vorgehaltener Hand - diese Haltung wie folgt begründet: Man werde den Serben erhebliche Opfer in Kroatien und auch in Bosnien zumuten müssen, daher sei es unmöglich, von ihnen auch noch den Verzicht auf Kosovo zu verlangen. Es gab zu dieser Zeit Gerüchte, der Westen habe einen regelrechten Deal mit Milošević geschlossen. Für sein Plazet zur Stationierung der Blauhelme in der Krajina habe der damalige serbische Präsident die Zusage erhalten, man werde das Kosovo-Problem nicht auf die internationale Tagesordnung setzen. So wurde die Kosovo-Frage nicht internationalisiert und nicht als Problem des Selbstbestimmungsrechts der Völker behandelt, obwohl es gute Gründe dafür gegeben hätte (vgl. dazu den vorliegenden Aufsatz von Georg Brunner über Völkerrecht und Selbstbestimmungsrecht in Kosovo). Doch die internationale Gemeinschaft war nicht bereit, den Kosovo-Albanern das Recht einzuräumen, das sie den Slowenen und Kroaten noch bereitwillig zugestanden hatte: sich von Jugoslawien abzuspalten.
Anmerkungen

Die Quelle ist zwar angegeben, der Leser muss aber annehmen, dass sich der Verweis auf den Text in der Fußnote bezieht, möglicherweise auch noch auf den Text vor der Fußnote, sicher aber nicht auf den Text nach der Fußnote.

Auch sind die wörtlichen Zitate nicht als solche gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith), JustusHaberer

[2.] Jkr/Fragment 058 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-03 14:14:38 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 20-31
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 324, Zeilen: 6ff
Die Vereinigten Staaten haben die gewaltfreie Politik Rugovas nachdrücklich unterstützt. Er war ein relativ häufiger Gast in Washington, wo er stets Anerkennung und Ermunterung erfuhr. Doch an dem entscheidenden Punkt, dem unabhängigen Staat Kosovo, schieden sich die Geister. Die USA erklärten, ein unabhängiger Staat Kosovo sei unvereinbar mit der amerikanischen Politik auf dem Balkan. Gleichzeitig bezeichneten sie die UÇK anfänglich ganz nach Belgrader Lesart als Terroristen. Offensichtlich war man im State Department überzeugt, man müsse den Kosovo-Konflikt mittels jahrzehntelang praktizierten „Containment-Politik“ zunächst eindämmen und ein Überschwappen auf die Nachbarländer Mazedonien und Albanien verhindern. Danach könnten Ruhe und Stabilität im Kosovo durch einen Kompromiss zwischen den Kontrahenten wieder hergestellt werden. Die Vereinigten Staaten haben auch die gewaltfreie Politik von Ibrahim Rugova nachdrücklich unterstützt. Er war ein relativ häufiger Gast in Washington, wo er stets Anerkennung und Ermunterung erfuhr. Doch am entscheidenden Punkt - dem unabhängigen Staat Kosovo - schieden sich die Geister. [...]

Trotz dieser klaren Worte blieb die amerikanische Kosovo-Politik zwiespältig. Sonderbotschafter Gelbardt erklärte, ein unabhängiger Staat Kosovo sei unvereinbar mit der amerikanischen Politik auf dem Balkan. Gleichzeitig bezeichnete er die albanische Befreiungsarmee (UÇK) anfänglich ganz nach Belgrader Lesart als „Terroristen“. Offensichtlich war man im State Department überzeugt, man müsse den Kosovo-Konflikt zunächst eindämmen, d.h. ein Überschwappen auf die Nachbarländer Makedonien und Albanien verhindern. Danach könnten Ruhe und Stabilität in Kosovo durch einen fairen Kompromiss zwischen den Kontrahenten wiederhergestellt werden.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), JustusHaberer

[3.] Jkr/Fragment 059 32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 19:18:22 Guckar
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 32-35, 103-106
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 322, Zeilen: 22-30
Die von Rugova proklamierte gewaltlose Politik und der unter seiner Führung ins Leben gerufene Schattenstaat erfuhren in der westlichen Welt große Sympathie, jedoch wenig Unterstützung.110 Seine Politik kam dem Westen sehr entgegen, hielt sie doch die Region [seit seiner Wahl zum Präsidenten der Gegenregierung der „Republik Kosova“ im Mai 1992 über sieben Jahre hinweg ruhig.]

110 Jens Reuter, Anm. 105, S. 322: Rugova sollte jedoch keinesfalls - wie dies in der westlichen Presse vielfach geschah - als „Gandhi des Balkans“ apostrophiert werden. 1991 erklärte er gegenüber Jens Reuter: „Wir sind keine Pazifisten. Wir haben einfach nicht genug Waffen und deshalb dürfen wir nicht auf die Gewalt setzen.“

Die von Ibrahim Rugova proklamierte gewaltlose Politik und der unter seiner Führung ins Leben gerufene albanische Schattenstaat erfuhren überall in der westlichen Welt moralische Unterstützung. Rugova sollte jedoch keinesfalls - wie dies in der westlichen Presse vielfach geschah - als „Gandhi des Balkans“ apostrophiert werden. 1991 erklärte er gegenüber dem Verfasser: „Wir sind keine Pazifisten. Wir haben einfach nicht genug Waffen und deshalb dürfen wir nicht auf Gewalt setzen.“

Die Politik des inoffiziellen Präsidenten der Kosovaren kam dem Westen sehr gelegen, hielt sie doch eine Region über sieben Jahre ruhig, [...]

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in der Fußnote 110 angegeben, der Umfang und wörtliche Übernahmecharakter ist jedoch nicht vollständig ausgewiesen. Zudem setzt sich die Übernahme auf der Folgeseite fort.

Sichter
Guckar

[4.] Jkr/Fragment 060 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 19:49:05 Guckar
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-6
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 322, Zeilen: 29-31, 35-38
[Seine Politik kam dem Westen sehr entgegen, hielt sie doch die Region] seit seiner Wahl zum Präsidenten der Gegenregierung der „Republik Kosova“ im Mai 1992 über sieben Jahre hinweg ruhig. Rugovas Hoffnungen auf Autonomie für das Kosovo wurden jedoch nach und nach zunichte gemacht, nachdem ein UN-Protektorat Kosovo zur damaligen Zeit nicht einmal in Erwägung gezogen und auch keine internationale Kosovo-Konferenz ins Auge gefasst wurde. [Zeilen 29-31]

Die Politik des inoffiziellen Präsidenten der Kosovaren kam dem Westen sehr gelegen, hielt sie doch eine Region über sieben Jahre ruhig, die immer wieder als potenzieller Kriegsherd bezeichnet wurde.

[Zeilen 35-38]

Es gab keine internationale Kosovo-Konferenz. Ein UN-Protektorat Kosovo wurde nicht einmal in Erwägung gezogen. Die Idee eines unabhängigen Staates Kosovo wurde anfänglich moderat, später brüsk zurückgewiesen. Rugovas Hoffnungen wurden nach und nach zunichtegemacht.

Anmerkungen

Fortgesetzte Textübereinstimmung von S. 59 (dort eine Quellenangabe in Fußnote 110).

Sichter
Guckar

[5.] Jkr/Fragment 094 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 19:59:34 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 6-18
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 323, Zeilen: 12-26
Erst im April 1996 richtete der Europäische Rat dringende Appelle an Belgrad, in Kosovo „ein hohes Maß“ an Autonomie zu gewähren. Er kritisierte insbesondere die Lage der Menschen- und Minderheitenrechte in der Bundesrepublik Jugoslawien. Die EU wollte keine Veränderung des territorialen Status quo und proklamierte erneut die alten Ideen von „Dialog“ und „vertrauensbildenden Maßnahmen“. Diese Position war nicht unproblematisch. Nachdem die EU anerkannt hatte, Kosovo sei ein Teil der Bundesrepublik Jugoslawiens, konnte Milosevic darauf pochen, dass das Kosovo-Problem eine innere Angelegenheit sei. Wollte man dieses Problem internationalisieren, so musste man vorab erklären, man strebe eine Verbesserung des Status quo hinsichtlich Autonomie, Menschen- und Minderheitenrechte an, schließe aber die Option eines unabhängigen Staats Kosovo aus. Erklärungen dieser Art deutete die serbische Führung als Schwäche. Ende Oktober 1995 und im April 1996 richtete der Europäische Rat Appelle an Belgrad, in Kosovo „ein hohes Maß an Autonomie“ zu gewähren, bzw. er zeigte sich „tief besorgt“ wegen der Lage der Menschen- und Minderheitenrechte in der BR Jugoslawien. Die Europäische Union wollte keine Veränderung des territorialen Status quo in der BR Jugoslawien und proklamierte erneut die alten Ideen von „Dialog“ und „vertrauensbildenden Maßnahmen“. Dabei lief sie Gefahr, sich in einer selbstgebauten Falle zu fangen. Nachdem man einmal anerkannt hatte, Kosovo sei ein Teil Serbiens bzw. Jugoslawiens, schien damit auch das Kosovo-Problem zu einer inneren Angelegenheit Belgrads zu werden. Wollte man dieses Problem nun internationalisieren, wie es zum Beispiel die Deutsch-Französische Initiative vom Herbst 1997 versuchte, so musste man vorab erklären, man strebe eine Verbesserung des Status quo in puncto Autonomie, Menschen- und Minderheitenrechte an, schließe aber die Option eines unabhängigen Staats Kosovo a priori aus. Erklärungen dieser Art deutete die serbische Führung als Schwäche.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[6.] Jkr/Fragment 094 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 20:13:36 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 26-38
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 323, Zeilen: 30-33, 35-45
Der damalige Außenminister Jugoslawiens und spätere Präsident Serbiens, Milutinović, wies die deutsch-französische Initiative schroff mit den Worten zurück, ausländische Vermittler bedeuteten eine Einmischung in innere Angelegenheiten und könnten nicht akzeptiert werden. Als die beiden Außenminister die Parteien in Kosovo immer wieder zum Dialog und zum Kompromiss aufriefen, ließen sie dabei ein Kernproblem außer Acht. Die Positionen der Kontrahenten in Kosovo waren diametral entgegengesetzt, so dass ein Kompromiss unmöglich war. Lediglich in der Theorie bestand die Möglichkeit, dass sich die Albaner mit einem Höchstmaß an Autonomie innerhalb des serbischen Staates zufrieden geben würden und dass sich die serbische Seite zur Gewährung dieser Autonomie durchringen könnte. In der Praxis war das unmöglich, weil die Autonomie in den Augen der Albaner nichts wert war, solange serbische Armee und Polizei die Provinz wie in einer Art Be-[satzungsregime unterwarfen.] [Zeilen 30-33]

Der damalige jugoslawische Außenminister und spätere Präsident Serbiens, Milutinović, wies die Deutsch-Französische Initiative vom Herbst 1997 denn auch mit den Worten zurück, ausländische Vermittler bedeuteten eine Einmischung und könnten nicht akzeptiert werden.

[Zeilen 35-45]

Als der damalige deutsche Außenminister Klaus Kinkel und sein französischer Amtskollege Hubert Védrine die Parteien in Kosovo immer wieder zum Dialog und zum Kompromiss aufriefen, ließen sie dabei ein Kernproblem außer Acht. Die Positionen der Kontrahenten waren diametral entgegengesetzt. Ein Kompromiss war unmöglich. Theoretisch bestand die Möglichkeit, dass sich die Albaner mit einem Höchstmaß an Autonomie innerhalb des serbischen Staates zufriedengaben und dass sich die serbische Seite zur Gewährung dieser Autonomie durchrang. Praktisch war das nicht möglich, weil die Autonomie in albanischen Augen nichts wert war, solange serbische Armee und Polizei die Provinz einer Art Besatzungsregime unterwarfen.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[7.] Jkr/Fragment 095 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 20:18:01 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 1-3
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 323, 324, Zeilen: 323: letzte Zeile; 324: 1-2
Gleichzeitig war klar, dass die Belgrader Führung ihre Sicherheitskräfte niemals freiwillig aus Kosovo abziehen würde, weil das wie eine Einladung an die Albaner zur Sezession ausgesehen hätte. Gleichzeitig war klar, dass die Belgrader Führung ihre Sicherheitskräfte nie-

[Seite 324]

mals freiwillig aus Kosovo abzöge, weil das wie eine Einladung an die Albaner zur Sezession ausgesehen hätte.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt. Die Übernahme beginnt schon auf der Vorseite.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[8.] Jkr/Fragment 095 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 20:29:09 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 9-18
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 324, 325, Zeilen: 324: 40-43; 325: 1-3, 6-9
Im sichtlichen Bemühen um Ausgewogenheit verurteilte die Kontaktgruppe in der Londoner Erklärung vom 9. März 1998 das brutale Vorgehen der serbischen Sicherheitskräfte in Kosovo ebenso wie die Terrorakte der UÇK. Die EU verhängte weitere Sanktionen gegen die BR Jugoslawien und ignorierte dabei die Erfahrung, dass ein wirtschaftlich ruiniertes Jugoslawien durch zusätzliche Sanktionen kaum zu beeindrucken war.

Die Sanktionen sollten die Entschlossenheit der EU demonstrieren, vor allem, dass die EU nicht gleichgültig blieb, und dass ein „zweites Bosnien“ nicht hingenommen werde. 182


182 Vgl. The New York Times, 08.03.1998

[Seite 324, Zeilen 40-43]

Im sichtlichen Bemühen um Ausgewogenheit verurteilte die Kontaktgruppe in der Londoner Erklärung vom 9. März 1998 das brutale Vorgehen der serbischen Sicherheitskräfte in Kosovo ebenso wie die Terrorakte der Befeiungsarmee [sic] UÇK. Die Europäische Union

[Seite 325, Zeilen 1-3]

verhängte weitere Sanktionen gegen die BR Jugoslawien und ignorierte dabei die Erfahrung früherer Jahre, dass ein wirtschaftlich ruiniertes Jugoslawien durch zusätzliche Sanktionen kaum zu beeindrucken war.

[Seite 325, Zeilen 6-9]

Die Sanktionen hatten vielmehr die Funktion zu demonstrieren, dass die Europäische Union nicht gleichgültig blieb, und dass - wie zahlreiche Politiker immer wieder betonten - ein „zweites Bosnien“ nicht hingenommen werde. 4


4 The New York Times, 08.03.1998.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. In der englischsprachigen New York Times findet sich der Wortlaut so natürlich nicht.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[9.] Jkr/Fragment 099 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 20:35:36 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 20-30, 33-42
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 325, Zeilen: 10-30
[Zeilen 20-30]

Zu diesem Zeitpunkt waren die serbischen Truppen in Kosovo in der Defensive und Milošević selbst sah sich einem zunehmenden internationalen Druck ausgesetzt. Der russische Präsident Boris Jelzin wollte seinem jugoslawischen Amtskollegen zu Hilfe kommen und ließ seinen Außenminister Igor Ivanov ein doppeltes Nein verkünden. Moskau sagte nein zu einer wie immer gearteten Sezession Kosovos von Serbien, weil dies zu Blutvergießen und Krieg führen werde. Für Russland sei ausschließlich eine nicht näher definierte Autonomie Kosovos eine denkbare Lösung. Das zweite Nein betraf den Einsatz militärischer Gewalt von Seiten der internationalen Gemeinschaft. Kosovo sei Jugoslawiens interne Angelegenheit und Gewalt dürfe nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis Belgrads ausgeübt werden.

[Zeilen 33-42]

Wie schon im Bosnienkrieg blieb Moskau den Beweis schuldig, einen mäßigenden Einfluss auf Belgrad auszuüben. Es war wohl nur durch die oben beschriebenen Überlegungen und Tatsachen zu erklären, weshalb der Westen erneut auf Russland setzte, obwohl die westlichen Staaten doch wissen mussten, dass die serbischen Offensive in Kosovo unter der Begleitmusik der Moskauer Friedensbekundungen nur um so energischer weiterging. Milošević nutzte die mit Hilfe Moskaus gewonnene Atempause und entsandte im Juli 1998 neue Formationen von Armee und Miliz in das Kosovo. Zur Beruhigung der internationalen Öffentlichkeit erklärte er, die Offensive gegen die albanischen Terroristen stehe vor ihrem definitiven Ende.

Zu diesem Zeitpunkt waren nicht nur seine Truppen in Kosovo in der Defensive, auch er selbst war stärkstem internationalen Druck ausgesetzt. Boris Jelzin kam seinem jugoslawischen Amtskollegen zur Hilfe und ließ durch seinen Außenminister ein doppeltes „Njet“ verkünden. Moskau sagte nein zu einer wie immer gearteten Sezession Kosovos von Serbien, weil dies zu Blutvergießen und Krieg führen werde. Ausschließlich eine nicht näher definierte Autonomie Kosovos sei die Lösung. Das zweite Njet betraf den Einsatz militärischer Gewalt von Seiten der internationalen Gemeinschaft. Kosovo sei Jugoslawiens interne Angelegenheit und Gewalt dürfe nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis Belgrads geübt werden.

Wie schon im Bosnienkrieg blieb Moskau den Beweis schuldig, einen mäßigenden Einfluss auf Belgrad zu haben oder gar Frieden stiften zu können. Es ist schwer verständlich, weshalb der Westen erneut auf Russland setzte, obwohl man doch wissen musste, dass die serbische Offensive in Kosovo unter der Begleitmusik der Moskauer Friedensschalmeien nur um so energischer weiter ging. Milošević nutzte die mit Hilfe Moskaus gewonnene Atempause und entsandte im Juli 1998 frische Formationen von Armee und Miliz nach Kosovo. Zur Beruhigung der internationalen Öffentlichkeit erklärte er von Zeit zu Zeit, die Offensive gegen die albanischen Terroristen stehe vor ihrem definitiven Ende.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Im Text der Quelle ist dieses Fragment zusammenhängend. in der Dissertation gibt es einen kurzen Einschub, der mit einer anderen Quelle bestritten wird: Jkr/Fragment_099_01

Sichter
(Hindemith), Guckar

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