Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Jkr/Rieks Weigold 2000

< Quelle:Jkr

31.340Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Ansgar Rieks, Dieter Weigold
Titel    Der Kosovo-Konflikt - eine militärpolitische Auswertung
Sammlung    Kosovo: Humanitäre Intervention und kooperative Sicherheit in Europa
Herausgeber    Joachim Krause
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Jahr    2000
Seiten    13-53
Anmerkung    Im Literaturverzeichnis ist der Sammelband angegeben, nicht der Aufsatz von Rieks & Weigold.
ISBN    3-8100 2877-0

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    nein
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Jkr/Fragment 092 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-06 13:26:10 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Rieks Weigold 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 4-41
Quelle: Rieks Weigold 2000
Seite(n): 31, 32, 33, 34, Zeilen: 31: 19-42; 32: 1-11, 38-40; 33: 1-10; 34: 1-5
Darüber hinaus übernahm die Bundesrepublik erstmalig gemeinsam mit Amerikanern, Briten, Franzosen und anderen NATO-Partnern militärische Verantwortung im Rahmen eines friedensstiftenden Einsatzes in Europa. Ihr militärischer Beitrag zur Konfliktlösung umfasste zunächst die Beteiligung an der OSZE-Verifikationsmission. Mit Kabinettsbeschluss vom 27. Oktober 1999 wurde die deutsche Beteiligung an dieser Mission auf 200 Personen, davon 80 Soldaten festgelegt. Die Soldaten wurden als „unbewaffnete OSZE-Beobachter mit militärischem Sachverstand“ in Zivil in die deutsche Beteiligung eingegliedert. Bundeswehrangehörige nahmen sowohl im Hauptquartier der OSZE-„Kosovo Verification Mission“ in Priština als auch beim Konfliktverhütungszentrum in Wien führende Positionen ein. Die Zustimmung des Deutschen Bundestages zur Teilnahme deutscher Soldaten an der NATO-Luftverifikation erfolgte am 13. November 1998. Bis zum Zeitpunkt des Waffenstillstandes am 10. Juni 1999 war neben einem Flottendienstboot und Aufklärungsflugzeugen der Marine auch eine Drohnenbatterie eingesetzt worden. Sie trug mit 182 Drohnenflügen, also Einsätzen mit unbemannten Flugobjekten zur Aufklärung bei. Besondere Bedeutung erlangte der Einsatz der Drohnenbatterie von Mazedonien aus, da im Winter 1998/99 die deutsche Drohne als einziges unbemanntes System in niedriger Höhe durchgehend fliegen konnte. Ebenfalls beteiligt war die Bundeswehr an der Extraction Force, einer Notfalltruppe zur Gewährleistung von Schutz und Sicherheit der OSZE-Verifikationskräfte. So wurde zunächst eine verstärkte Kompanie mit rund 190 Soldaten im mazedonischen Tetovo stationiert und der NATO für eine eventuelle Notfallsituation einer Geiselbefreiung ein Kontingent von 80 Soldaten bereitgestellt.

Für die vom NATO-Rat beschlossenen Luftoperationen zur Durchführung gestaffelter und gezielter Luftschläge stellte Deutschland, nach der Zustimmung des Deutschen Bundestages am 16. Oktober 1998, der NATO ein Kontingent von bis zu 14 Aufklärungsflugzeugen vom Typ Tornado zur Verfügung. Im Rahmen der in der Zeit vom 24. März bis zum 10. Juni 1999 vorgenommenen Luftoperationen führte die deutsche Luftwaffe insgesamt 504 Flüge durch. Bei rund 38.000 aller von NATO-Flugzeugen durchgeführten Einsätzen beträgt der deutsche Anteil damit 1,3 Prozent, wobei festzuhalten ist, dass es sich bei den eingesetzten ECR-Tornado-Flugzeugen um „Critical-Assets“ handelte, welche bei den europäischen Verbündeten in der NATO nur in sehr geringem Umfang vorhanden waren. Neben den genannten Kräften waren deutsche Soldaten auch an den Besatzungen der AWACS-Aufklärungsflugzeugen sowie als Führungsunterstützungskräfte in den NATO-Hauptqurtieren [sic] tätig.

[Seite 31, Zeilen 19-42]

Mit ihrem Engagement auf dem Balkan übernahm die Bundesrepublik Deutschland erstmalig gemeinsam und auf derselben Stufe wie Amerikaner, Briten, Franzosen und andere Partner militärische und politische Verantwortung im Rahmen eines friedensschaffenden Einsatzes der NATO in Europa. Ihr militärischer Beitrag zur Konfliktlösung wie Friedensimplementierung umfasste:

- OSZE-Verifikationsmission

Mit Kabinettsentscheid vom 27. Oktober 1999 wurde die deutsche Beteiligung an der OSZE-Verifikationsmission auf 200 Personen, davon 80 Soldaten festgelegt. Die Soldaten wurden als „unbewaffnete OSZE-Beobachter mit militärischem Sachverstand“ in Zivil in die durch das Auswärtige Amt federführend organisierte deutsche Beteiligung eingegliedert. Bundeswehrangehörige nahmen, neben einer Beteiligung in den Regionalzentren und lokalen Büros, sowohl im Hauptquartier der OSZE-„Kosovo Verification Mission“ (KVM) in Pristina als auch beim KonfliktVerhütungszentrum in Wien führende Positionen ein.

- NATO-Luftverifikation

Die konstitutive Zustimmung des Deutschen Bundestages zur Teilnahme deutscher Soldaten an der NATO-Luftverifikation (Operationsplan „Eagle Eye“ ) erfolgte am 13. November 1998. Bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Waffenstillstandes am 10. Juni 1999 war neben einem Flottendienstboot und Aufklärungsflugzeugen der Marine (Breguet Atlantik) auch eine Drohnenbatterie eingesetzt worden, sie trug mit 182 Drohnenflügen zur Aufklärung bei.

[Seite 32, Zeilen 1-11]

Besondere Bedeutung erlangte der Einsatz der Drohnenbatterie von Mazedonien aus, da im Winter 1998/99 die deutsche Drohne als einziges unbemanntes System in niedrigen Höhen durchgehend fliegen konnte und geflogen ist.

- Extraction Force

An dieser Notfalltruppe, zur Sicherstellung von Schutz und Sicherheit der OSZE-Verifikateure aufgestellt, beteiligte sich die Bundeswehr ebenfalls.

So wurde - nach Kabinettsbeschluss und Bundestagsbefassung am 18. bzw. 19. November 1998 - zunächst eine verstärkte Kompanie mit ca. 190 Soldaten in Tetovo (Mazedonien) stationiert und der NATO für eine eventuelle Notfallsituation einer Geiselbefreiung ein Kontingent von rund 80 Soldaten formell angezeigt.

[Seite 32, Zeilen 38-40]

- NATO Luftoperationen

Deutschland zeigte - nach der konstitutiven Zustimmung des Deutschen Bundestages am 16. Oktober 1998 - für die vom Rat beschlossenen Luftope-

[Seite 33, Zeilen 1-10]

rationen für begrenzte und gestaffelte Luftschläge der NATO bis zu 14 Aufklärungs- und ECR1-Tornado-Flugzeuge verbindlich an.

Im Rahmen dieser Luftoperationen flog die Luftwaffe mit den o.g. 14 Tornados zwischen 24. März und 10. Juni 1999 insgesamt 438 ECR- und 66 Recce-Sorties. Dabei kamen 244 Flugkörper HARM zum Einsatz.

Bei 38.004 durch alle Flugzeuge der Allianz geflogenen Einsätzen beträgt der deutsche Anteil damit 1,3 Prozent, wobei festzuhalten ist, dass es sich bei den eingesetzten ECR-Tornado-Flugzeugen um „Critical Assets“ handelte, die bei europäischen Verbündeten in der NATO nur in sehr geringer Stückzahl vorhanden sind.

[Seite 34, Zeilen 1-5]

Neben den genannten Kräften waren deutsche Soldaten an den Operationen als Crews der AWACS-Flugzeuge, Personal und Führungsunterstützungskräfte in den NATO-Hauptquartieren und bei vielfältigen organisatorischen und unterstützenden Tätigkeiten im Heimatland sowie im Rahmen der nationalen Anbindung der Kontingente tätig.


1 ECR: Electronic Combat Reconnaissance (aufgrund der geringen Verfügbarkeit in der NATO als „Critical Asset“ bezeichnet).

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 093 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-06 13:14:29 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Rieks Weigold 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 1-21
Quelle: Rieks Weigold 2000
Seite(n): 34, Zeilen: 8-12, 14-34
[Schiffe und Flugzeuge] sowie die Aufklärungsergebnisse der Drohnen leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zu einem umfassenden Lagebild. Die deutschen Soldaten von Heer, Luftwaffe und Marine haben vor Ort international anerkannt und professionell ihren Auftrag erfüllt. Dazu war eine Voraussetzung, dass durch zeitgerechte politische Entscheidungen die rechtzeitige Verlegung ins Einsatzgebiet ermöglicht wurde. Die Soldaten der Bundeswehr standen denen der anderen NATO-Partner in Nichts nach. Im Gegenteil: der gute Ausbildungsstand und die zusätzliche intensive und auf den Auftrag bezogene Zusatzausbildung in Deutschland bewährte sich im Einsatz vor Ort. Das deutsche Heereskontingent in Mazedonien und Albanien hat über die umfassende Hilfe für die Flüchtlinge hinaus dazu beigetragen, dass die Bundeswehr bereitstand, als im Rahmen der KFOR-Truppe im Kosovo ein sicheres Umfeld hergestellt und garantiert werden musste und konnte. Nur so war es möglich, dass innerhalb kurzer Zeit die Masse der Flüchtlinge und Vertriebenen zurückkehren und humanitäre Hilfe im Kosovo geleistet werden konnte. Schließlich konnte der Aufbau der Brigade im deutschen Sektor in der südkosovarischen Stadt Prizren sowie die Integration der Truppenkontingente anderer Nationen reibungslos bewerkstelligt werden.

Die Bedeutung der Beteiligung deutscher Tornado-Flugzeuge an den Luftoperationen liegt vor allem darin, dass Deutschland zum ersten Mal an einem friedensschaffenden Einsatz von Beginn an mit bewaffneten Streitkräften im Rahmen der NATO-Operation teilnahm.

[Zeilen 8-12]

Die politische Bedeutung der Beteiligung deutscher Tornado-Flugzeuge an den Luftoperationen liegt vor allem darin, dass Deutschland zum ersten Mal als gleichberechtigter Partner an einem friedensschaffenden Einsatz von Beginn an mit bewaffneten Streitkräften im Rahmen der NATO-Operation teilnahm.

[Zeilen 14-34]

Das deutsche Heereskontingent in Mazedonien und Albanien hat über die umfassende und unermüdliche Hilfe für die Flüchtlinge, einschließlich der sanitätsdienstlichen Betreuung, hinaus dazu beigetragen, dass die Bundeswehr unverzüglich bereitstand, als im Rahmen der KFOR-Truppe im Kosovo ein sicheres Umfeld hergestellt und garantiert werden musste und konnte. Nur so war es möglich, dass innerhalb unerwartet kurzer Zeit die Masse der Flüchtlinge und Vertriebenen zurückkehren und humanitäre Hilfe im Kosovo geleistet werden konnte.

Schiffe und Flugzeuge sowie die Aufklärungsergebnisse der Drohne leisteten unverzichtbare Beiträge zu einem umfassenden Lagebild.

Und schließlich konnte der Aufbau der Brigade im deutschen Sektor um Prizren sowie die Integration der Truppenkontingente anderer Nationen reibungslos bewerkstelligt werden.

Die deutschen Soldaten von Heer, Luftwaffe und Marine haben vor Ort jeweils international anerkannt professionell ihren Auftrag erfüllt. Dazu war eine Voraussetzung, dass durch zeitgerechte politische Entscheidungen - auch zur Vorbereitung der Einsatzkontingente - eine rechtzeitige Verlegung ins Einsatzgebiet ermöglicht wurde. Die Soldaten der Bundeswehr standen denen der anderen NATO-Partnern in Nichts nach. Im Gegenteil: der gute Ausbildungsstand und die zusätzliche intensive und auf den Auftrag bezogene Zusatzausbildung in Deutschland zahlte und zahlt sich vor Ort aus.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Fast identisch, bis auf eine andere Anordnung der Teilabschnitte.

Sichter
(Hindemith), Guckar

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki