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Quelle:Jpm/Büssing et al 2005

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     A. Büssing, T. Ostermann, P.F. Matthiessen
Titel    Spiritualität, Religiosität und Krankheitsumgang
Sammlung    Ratgeber Unkonventionelle Krebstherapien
Herausgeber    Karsten Münstedt
Ort    Landsberg/Lech
Verlag    ecomed
Ausgabe    2., aktualisierte und erw. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    84-93
Anmerkung    Auszug (S. 84-87) auch hier: http://bilder.buecher.de/zusatz/12/12058/12058772_lese_1.pdf
ISBN    3609163291
URL    http://books.google.de/books?id=50JdsKOn114C

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Jpm/Fragment 101 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-07 22:20:33 Schumann
Büssing et al 2005, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 5-27
Quelle: Büssing et al 2005
Seite(n): 84, 85, Zeilen: 84:20-27; 85:6-12, 30-40
Spiritualität, Gebet und Meditation wurden von alters her als gesundheitsfördernde Mittel eingesetzt. Ihre Bedeutung als Mittel zur Krankheitsbewältigung wird derzeit nicht nur in der Komplementärmedizin diskutiert, sondern wurde auch wissenschaftlich in vielen Studien in Amerika und Europa erfolgreich untersucht. Eine spirituelle Grundhaltung bzw. praktizierter Glaube hat in der Tat einen günstigen Einfluss auf die Krankheitsbewältigung (Seeman et al., 200378; Walach, 2005).79 „Spirituelles Wohlbefinden“ vermag insbesondere Patienten in präfinalen Krankheitsstadien vor Depressivität und Verzweiflung zu schützen (McClain et al., 2003;80 Nelson, 2002).81 Für viele Patienten ist der Glaube eine der vielen möglichen „Bewältigungsstrategien“ in ihrer Krankheit, wie z.B. aktives problemorientiertes Coping, Kampfgeist, Ablenkung, Bagatellisierung, Wunschdenken, Suche nach sozialer Unterstützung, Hilflosigkeit oder depressive Verarbeitung. Holland et al. (1999)82 konnten beweisen, dass das Vertrauen des Patienten in seine spirituellen und religiösen Überzeugungen eher mit aktiv-kognitivem als passivem Copingstil assoziiert ist.

Unterschiedliche Glaubensüberzeugungen bei Ärzten und Patienten mögen dazu beitragen, dass die Spiritualität bzw. Glaubensüberzeugung des Patienten, die für ihn im Rahmen der Krankheitsbewältigung von herausragender Bedeutung sein kann, im Arzt-Patienten-Dialog nicht berücksichtigt und die „Zuständigkeit“ bzw. „Verantwortlichkeit“ an den Pfarrer oder Psychotherapeuten delegiert wird. Das medizinische Personal hat oftmals nicht den Mut, Zeit oder Interesse, die psychospirituellen Anlie[gen oder Probleme von Patienten anzusprechen (Peach, 2003)83 oder setzt ein mangelndes Interesse voraus, obwohl sich viele Patienten wünschen, mit ihrem Arzt über ein psychospirituelles Thema zu sprechen.]


78 Seeman, T. et al.: Religiosity/Spirituality and Health. A critical review of the evidence for biological pathways, American Psychologist 2003; 58: 53-63.

79 Walach, H.: Spiritualität als Ressource – Ein neues Forschungsfeld und seine Chancen und Probleme, Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2005; 37: 4-12.

80 McClain, C.S. et al.: Effect of spiritual well-being on end-of-life despair in terminally-ill cancer patients, Lancet 2003; 361: 1603-1607.

81 Nelson, C.J. et al.: Spirituality, religion and depression in the terminally ill, Psychosomatics 2002; 43: 213-220.

82 Holland, J.C. et al.: The role of religious and spiritual beliefs in coping with malignant melanoma, Psychoonkology 1999; 8: 14-26.

[83 Peach, H.G.: Religion, spirituality and health: how should Australia‟s medical professionals respond? Med J Aust 2003; 178: 86-88.]

[Seite 84]

Die Bedeutung von Spiritualität und Religiosität (SpR) als Mittel zur Krankheitsbewältigung wird derzeit nicht nur in der Komplementärmedizin diskutiert. Für viele Patienten ist ihr Glaube eine von vielen möglichen „Bewältigungsstrategien“, wie z.B. ein aktives problemorientiertes Coping, Kampfgeist, Ablenkung, Bagatellisierung und Wunschdenken, Suche nach sozialer Unterstützung oder Hilflosigkeit und depressive Verarbeitung. Holland et al. (1999) konnten zeigen, dass das Vertrauen eines Patienten in seine spirituellen und religiösen Überzeugungen eher mit einem aktiv-kognitiven als mit einem passiven Copingstil assoziiert ist.

[Seite 85]

Eine spirituelle Grundhaltung bzw. religiöse Praxis scheint in der Tat einen günstigen Einfluss auf den Krankheitsumgang zu haben (Übersichten Sloan et al. 1999; Thoresen 1999; McCullough et al. 2000; Sloan und Bagiella 2002; Powell et al. 2003; Seeman et al. 2003; Stefanek et al. 2004; Walach 2005). „Spirituelles Wohlbefinden“ scheint zudem insbesondere bei Patienten in finalen Krankheitsstadien vor Depressivität und Verzweiflung zu schützen (Fehring et al. 1997; Nelson 2002; McClain et al. 2003). [...]

[...]

Die mögliche Diskrepanz der religiösen Einstellungen der Behandelnden und Behandelten mag dazu beigetragen haben, dass die SpR Einstellung der Patienten, die für ihn selber von eminenter Bedeutung im Umgang mit seiner Krankheit sein können, im Arzt-Patienten-Dialog nicht berücksichtigt werden und die „Zuständigkeit“ für diese Seite des Patienten an den Pfarrer oder Psychotherapeuten delegiert werden. Es mag auch zutreffen, dass das medizinische Personal keine Zeit, Courage oder tatsächlich Interesse hat, diese Seite des Patienten anzusprechen (Peterson 1985; Peach 2003), oder sich mit einem eingeschränkten Interesse der Patienten konfrontiert sieht, über solch persönliche Dinge überhaupt zu sprechen (Ehman et al. 1999), obwohl es sich viele durchaus zu wünschen scheinen (King und Bushwick. 1994).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[2.] Jpm/Fragment 102 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-07 22:21:41 Schumann
Büssing et al 2005, Fragment, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 3-26
Quelle: Büssing et al 2005
Seite(n): 90, 91, Zeilen: 90: 30-31.33-36; 91: 1-8, 10-15
Spiritualität wird von vielen Patienten als Ressource mit großer präventiver Bedeutung betrachtet (Walach, 2005).152 Im Rahmen der Prävention von Erkrankungen und einer allgemeinen Patientenversorgung sollte der Spiritualität als integratives Element ein enormer Stellenwert eingeräumt werden, da sie in entscheidendem Maße dazu beiträgt, wie Patienten ihre Erkrankung bewältigen und ihr Leben gestalten. Daher sollte der Spiritualität im Hinblick auf die Krankheitsbewältigung (Coping) und Sinn-findung in der Krankheit gerade in der heutigen modernen Medizin Raum gegeben werden. In der Palliativmedizin hat man bereits erkannt, dass psychospirituelle Bedürfnisse und Anliegen der Patienten von großer Bedeutung sind, wobei eine psychospirituelle Unterstützung viel früher und zwar bereits in der Primärprävention ansetzen sollte.

Wenn die psychospirituelle Praxis über „wohltuende Effekte“ hinausgehen soll, setzt sie allerdings eine Bereitschaft des Patienten voraus, sich darauf einzulassen. Hier haben sich religions- und konfessionsneutrale und spirituell begründete Interventionsformen wie das auf Achtsamkeit gründente „Mindfulness Based Stress Reduction“ (MBSR) Programm (Kabat-Zinn, 1996), zentrierende Meditation (Büssing, 2001) oder unsere medizinisch- wissenschaftlich erprobte CMBT als praktikabel und effektiv erwiesen. Hierdurch können im Rahmen der Primär- und Sekundärprävention einer spirituell-ganzheitlichen Medizin Kranken und Gesunden spirituelle Lebensperspektiven und Sinn-Zusammenhänge erschlossen werden.

[Seite 90]

Spiritualität kann für Patienten als Ressource betrachtet werden, die starke präventive Bedeutung hat (Walach 2005). In der Betreuung von Patienten sollte sie jedoch [...] als integraler Bestandteil in der Patientenversorgung berücksichtigt werden, da Einstellung und Überzeugungen des Patienten von ausschlaggebender Bedeutung sind, wie er mit seiner Krankheit umgeht und sein Leben mit oder trotz der Bedrohung gestaltet. Es

[Seite 91]

ist von zentraler Bedeutung, dass die Spiritualität in ihrer besonderen Bedeutung für die Krankheitsbewältigung und die Sinnfindung in der modernen Medizin (wieder) Raum finden muss. In der Palhativmedizin ist es mittlerweile akzeptiert, dass diese Bedürfnisse der Patienten Beachtung finden - aber die Hilfe für die Patienten sollte deutlich früher ansetzen.

Wenn eine spirituelle Praxis jedoch über einfach „wohltuende Effekte" hinausgehen soll, dann setzt dies eine Bereitschaft des Patienten voraus, sich auf diese Ebene einzulassen. [...] Hier haben sich konfessionsneutrale spirituell begründete Interventionsformen. etwa das auf Achtsamkeit zurückgehende „Mindfulness Based Stress Reduction" Programm (Kabat-Zinn. 1996: Majumbar et al. 2002) oder die zentrierende Meditation (Büssing, 2001), als praktikabel erwiesen. So können sich für den Patienten neue Lebensperspektiven und Sinn-Zusammenhänge erschließen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme, die tatsächlich verwendete Quelle wird nicht genannt.

Dieser Abschnitt wird inhaltlich komplett aus Büssing et al übernommen. Die Gedankengänge und die Argumentationskette von Büssing et al sind trotz der Paraphrasierung Satz für Satz beibehalten worden.

Die Fußnote 152 in Manikonda wurde auf dieser Seite nicht gesetzt, sie folgt hier auch unvermittelt auf Fn. 83. (Eine Fn. 152 findet sich erneut im Teil 4 auf S. 335 in völlig anderem Kontext und dort mit dem Fußnotentext "Rahner, K.: Mystik VI. Theologisch, in: LThK VII, 2. Aufl. 1968; 744.")

Sichter
(KnallErbse) Schumann

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