Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Jpm/Frohnhofen 1997

< Quelle:Jpm

31.360Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Herbert Frohnhofen
Titel    Ganzheitliche Heilungsprozesse in Jesus Christus
Zeitschrift    Vortrag bei der Jahreskonferenz der katholischen Religionslehrer/innen an beruflichen Schulen der Diözese Augsburg am 11. April 1997 in St. Ottilien
Datum    11. April 1997
Seiten    1-22
Anmerkung    Ähnlich publiziert als: Ganzheitliche Heilungsprozesse in Jesus Christus. Einige Aspekte einer zeit- und situationsgemäßen christlichen Erlösungslehre, in: Informationen für Religionslehrerinnen und Religionslehrer. Bistum Limburg, Heft 1 (1996) 3-12, gekürzt wieder abgedruckt in: rhs 40 (1997) 12-22
URL    http://www.theologie-beitraege.de/erloesung.pdf

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    13


Fragmente der Quelle:
[1.] Jpm/Fragment 279 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-07 23:33:45 Schumann
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 279, Zeilen: 26-32
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 7, Zeilen: 26-34
Die Synoptiker beschreiben die gesamte Verkündigung des Reiches Gottes und die Lebenspraxis Jesu als befreiend, heilend und erlösend.50 Bedeutend für das Heil ist nicht nur die Existenz Jesu, sein Kommen in die Welt, Leiden und Sterben, sondern der gesamte Lebensweg (Apg 10,34-43). Im Rahmen dieses umfassenden, befreienden und erlösenden Lebens und Wirkens Jesu begegnet Jesus in seinem Leiden und Sterben dem Unheil, das er mit seinem gesamten Leben, seinem Sühnetod und Auferste[hen in Heil verwandelt.]

50 Rahner, K.: Das christliche Verständnis der Erlösung, in: Schriften zur Theologie XV,1983; 236-250, 243 f.

Vor allem die Synoptiker beschreiben die gesamte Verkündigung und Lebenspraxis Jesu als befreiend, heilend und erlösend.11 Heilsbedeutsam ist hier nicht die einfache Existenz Jesu, sein bloßes Kommen in die Welt, oder allein sein Leiden und Sterben, sondern es ist - wie auch Petrus dies verkündigt (Apg 10,34-43) - der gesamte Weg, den er gegangen ist, "angefangen in Galiläa", wie er "Gutes tuend und heilend umherzog", bis er schließlich "an den Pfahl gehängt", von Gott aber auferweckt wurde.

Im Rahmen dieser umfassenden Interpretation des erlösenden und befreienden Lebens und Wirkens Jesu Christi ist sein Leiden und Sterben eingebettet in sein gesamtes Leben, Sterben und Auferstehen.


10 K. RAHNER, Das christliche Verständnis der Erlösung, in: DERS., Schriften zur Theologie XV (1983) 236-250, hier 243f.

11 Vgl. V. HAHN, Zum theologischen Problem der Erlösung (Anm. 2) 58; vgl. auch die Petruspredigt in Apg 10,37-43.

Anmerkungen

In den Zeilen davor übernimmt Jpm ein Zitat, das so auch in Frohnhofen angebracht wird: „Erlösung des Menschen ist für den Christen Erlösung durch Jesus Christus... Dieser Satz gehört in die Mitte seines Glaubens. Aber was das genauer besagt, und eventuell auch nicht, das ist nicht leicht zu sagen.“ und zitiert, anscheinend aus Versehen, die falsche Quelle aus der Fußnote von Frohnhofen.

Sichter
(KnallErbse), fret

[2.] Jpm/Fragment 280 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-23 10:56:48 Fret
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 280, Zeilen: 1-7
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 7, Zeilen: 34-39
Von den Synoptikern wird zunächst das zentrale Thema der gesamten Verkündigung Jesu, das heilvolle, nahe gekommene Reich Gottes angesprochen, d.h. der Anbruch der neuen Herrschaft Gottes, in der die Menschen befreit von allem Unheil, von Krankheit, Leid,

Verzweiflung und Not in Frieden und Gerechtigkeit im Heil leben, in der die Macht des Unheils gebrochen und die verunstaltete Schöpfung in eine neue Heilszeit geführt wird.

Angesprochen wird deshalb von den Synoptikern zunächst das Zentralthema des gesamten Verkündigens Jesu, die heilvoll nahegekommene >Gottesherrschaft< bzw. das >Reich Gottes<, d.h. eine Lebenssituation der Gerechtigkeit und des daraus resultierenden Friedens, in der die Macht des Bösen gebrochen und die niedergedrückte und verunstaltete Schöpfung in eine neue Heilszeit geführt wird.
Anmerkungen

Fortsetzung von der vorherigen Seite.

Sichter
(KnallErbse), fret

[3.] Jpm/Fragment 287 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-08 13:04:58 Schumann
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 287, Zeilen: 20-33
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 15,18,19, Zeilen: -
Erlösung geschieht also für den Menschen dadurch, dass ihm am Beispiel Jesu Christi gezeigt wird, wie gottgewolltes heilvolles Leben in dieser Welt aussieht, wie es den Menschen in seinem Tod und sogar darüber hinaus trägt und sein ganzes Leben sinnvoll werden lässt. Erlösung im Sinne des christlichen Glaubens bedeutet nicht Aufgabe der Freiheit und entsprechende Unterordnung unter den Willen Gottes bzw. Jesu Christi; Erlösung im Sinne Jesu Christi meint gerade die Befreiung des Menschen von sich selbst, das Einswerden mit sich selbst, oder, um es mit heute üblichen Schlagworten zu sagen: authentische Selbstverwirklichung und Ganzheitlichkeit.56 Erste und grundlegende Bedeutung für das Erfahren von Erlösung im christlichen Verständnis ist die Erfahrung des unbedingten Angenommenseins durch Gott in Jesus Christus, das Hineingenommenwerden in die Liebe Gottes - durch den Glauben - die uns aufmerksam und sensibel macht für die Sünde der Welt.57

56 Vgl. Rahner, K.: Das christliche Verständnis der Erlösung, 1983; 236-250.

57 Vgl. Gutierrez, G.: Erlösung bedeutet, „die Fülle der Liebe zu erlangen, d.h. in den Liebesfluss hineingenommen zu werden, der die trinitarischen Personen miteinander eint. Der Weg, der zu Fülle führt, kann demnach kein anderer sein als die göttliche [Liebe selbst, als Teilhabe an dieser Liebe, als Annahme des Geschenks, mit dem Geist explizit oder implizit sagen zu können: „Abba, Vater“ (Gal 4,6). Denn Annahme ist das letzte Fundament aller Brüderlichkeit unter den Menschen. Sünde bedeutet dagegen Abweisung von Liebe, Gemeinschaft und Brüderlichkeit und steter Widerspruch gegen den eigentlichen Sinn der menschlichen Existenz.“ (Theologie der Befreiung, 1979; 183f.).]

[S. 15, Z. 15-24]

Nach dieser Darlegung geschieht also Erlösung für den Menschen dadurch, daß ihm in Jesus Christus gezeigt wird, wie gottgemäßes, heilvolles Leben in dieser Welt aussieht und daß dieses im Tod und darüberhinaus den Menschen trägt, ihn also das gesamte Geschehen seines Lebens und Sterbens als sinnvoll erscheinen läßt. Erlösung im Sinne des christlichen Glaubens bedeutet dann nicht die Aufgabe der Freiheit und eine entsprechende Unterordnung unter den Willen Gottes bzw. Jesu Christi; sondern Erlösung im Sinne Jesu Christi meint gerade die Befreiung des Menschen zu sich selbst, das Einswerden mit sich selbst, oder, um es mit heute üblichen Schlagworten zu sagen: Selbstverwirklichung und Ganzheitlichkeit.33

[S. 18, Z. 18-20]

Erste und grundlegende Bedingung für das Erfahren und Geschehenlassen von Erlösung im christlichen Verständnis ist die Erfahrung des unbedingten Angenommenseins durch Gott in Jesus Christus: der Glaube.

[S. 19, Z. 19-23]

Mit dem Ausdruck >Sünde< hingegen ist sehr viel Grundlegenderes, Wichtigeres gemeint. Dieser Ausdruck nämlich markiert die Tatsache, daß wir erst angesichts der erfahrenen Liebe Gottes, also im Glauben und durch den Glauben, unser individuelles wie kollektives Zurückbleiben hinter dieser Liebe in Vergangenheit und Gegenwart erkennen.


33 Vgl. dazu auch: K. RAHNER, Das christl. Verständnis der Erlösung, in: DERS., Schriften z. Theologie XV (1983) 236-250.

47 Vgl. dazu auch G. GUTIERREZ, für den Erlösung darin besteht, "die Fülle der Liebe zu erlangen, d.h. in den Liebesfluß hineingenommen zu werden, der die trinitarischen Personen miteinander eint. Der Weg, der zur Fülle führt, kann demnach kein anderer sein als die göttliche Liebe selbst, als Teilhabe an dieser Liebe, als Annahme des Geschenks, mit dem Geist explizit oder implizit sagen zu können: >Abba, Vater< (Gal 4,6). Denn Annahme ist das letzte Fundament aller Brüderlichkeit unter den Menschen. Sünde bedeutet dagegen Abweisung von Liebe, Gemeinschaft und Brüderlichkeit und steter Widerspruch gegen den eigentlichen Sinn der menschlichen Existenz" (Theologie der Befreiung (Anm. 28) 183f).

Anmerkungen

Keine Quellenangabe; die Übernahme erfolgt bis in die Fußnoten hinein.

Sichter
(KnallErbse), fret

[4.] Jpm/Fragment 288 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-01 21:28:33 Fret
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 288, Zeilen: 1-27
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 5, 6, 8,19, 22, Zeilen: -
[Mit dem Ausdruck] „Sünde“ ist viel Grundlegenderes gemeint: Wir erkennen angesichts der erfahrenen Liebe Gottes, im Glauben und durch den Glauben, unser individuelles wie kollektives Zurückbleiben hinter dieser Liebe in Vergangenheit und Gegenwart.58

Aus biblischer Sicht vollziehen sich Erlösung und Befreiung prozesshaft in der jeweiligen konkreten Lebenssituation, sind aber keine punktuellen, den Menschen magisch in seinen Bann ziehende Ereignisse. Jahwe befreite das Volk Israel von der Sklaverei und führte es mit machtvollem Arm aus Ägypten heraus (Ex 6,6). Diese Grunderfahrung der Befreiung begründet im Dekalog nach den Weisungen Jahwes, niemanden zu versklaven oder zu unterdrücken, stattdessen selbst zu befreiten Menschen zu werden: „Denk daran, dass du Sklave gewesen bist in Ägypten und dass Jahwe, dein Gott, dich von dort befreit hat“ (Dt 24,17f; 15,12-15). Die Heilungen und Heilstaten Jesu im Neuen Testament stellen unter Beweis, dass die angebrochene Herrschaft der Güte Gottes nicht nur den seelischen Bereich des einzelnen, sondern auch die Leiblichkeit und Gemeinschaft bzw. Gesellschaft betrifft. Dies wird besonders in den Krankenheilungen Jesu sichtbar, in seiner außerordentlichen Zuwendung zu den Armen, Kranken und Sündern, selbst zu Judas Iskariot im Jüngerkreis, der ihn verriet, indem er diese versöhnend und heilend zusammenführt (Lk 6,15; Mk 2,14). Für letztere geht er sogar in den Tod, um Menschen von allem Unheil an Leib-Geist-Seele zu befreien, zu heilen und zu erlösen. Diese neuen Verhaltensweisen, von denen er in der Bergpredigt spricht (Mt 5,1-7), schaffen ein angstfreies und versöhnendes Miteinander.

Die Erlösung der Menschen und der ganzen Schöpfung (universale Erlösung) soll Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die [Armen, Kranken und Notleidenden bringen (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72) und die Erde soll reiche Frucht hervorbringen (Jes 29,17; 32,15), so dass die tägliche Sorge ein Ende hat.]


58 Vgl. Spaemann, R.: „Sünde“ wird von ihm interpretiert „als ein schuldhaftes Bleiben des Menschen in einer „Natürlichkeit“, die gerade dadurch unnatürlich wird, dass sie sich nicht, wie es in ihrer Anlage liegt (auf Gott hin) transzendiert.“ in: Schönborn, Ch.: Zur kirchlichen Erbsündenlehre. Stellungnahme zu einer brennenden Frage (Kriterien 87), Einsiedeln 1991; 41-66, hier 65.

[S. 19, Z. 19-26]

Mit dem Ausdruck >Sünde< hingegen ist sehr viel Grundlegenderes, Wichtigeres gemeint. Dieser Ausdruck nämlich markiert die Tatsache, daß wir erst angesichts der erfahrenen Liebe Gottes, also im Glauben und durch den Glauben, unser individuelles wie kollektives Zurückbleiben hinter dieser Liebe in Vergangenheit und Gegenwart erkennen.48 Erst angesichts der Liebe Gottes wird uns deutlich, wie sehr wir selbst in kleinen wie in großen Taten, zumeist jedoch in Unterlassungen, hinter dieser Liebe zurückbleiben, ja je mehr wir von der Liebe Gottes erfahren, desto deutlicher erkennen wir unsere Sünde, unsere immer noch bestehende Trennung von dieser Liebe.

[S. 5, Z. 38-45]

Auch aus biblischer Perspektive ist Erlösung nämlich kein punktuelles, den Menschen magisch in seinen Bann ziehendes Ereignis; sondern Erlösung und Befreiung vollziehen sich prozeßhaft in der konkreten Lebensgeschichte. Vor allem das Volk Israel erzählt von seiner Geschichte als einem zentralen Erfahrungsfeld Jahwes und seines befreienden Wirkens. Besonders hervorgehoben wird hierbei bekanntlich Jahwes Einlösung seines Versprechens, sein Volk aus dem Frondienst in Ägypten herauszuführen, von der Sklavenarbeit zu befreien und mit ausgestrecktem Arm zu lösen (Ex 6, 6).

[S. 6, Z. 7-11]

Mit dieser Grunderfahrung der Befreiung wird der Dekalog begründet sowie die Weisung Jahwes, niemand zu unterdrücken oder zu übervorteilen, sondern stattdessen auf vielfältige Weise auch selbst zum go´el zu werden: "Denke daran, daß du Sklave gewesen bist in Ägypten und daß Jahwe, dein Gott, dich von dort befreit hat" (Dtn 24,17f; 15,12-15).

[S. 8, Z. 1-7]

[Jesu Taten zeigen sehr deutlich, daß die anbrechende Herrschaft der Güte Gottes nicht nur den seelischen Bereich des einzelnen,] sondern auch die Leiblichkeit und Gemeinschaft der Menschen betrifft. Das wird besonders sichtbar in Jesu Krankenheilungen, in seiner anstoßerregenden Zuwendung zu den >notorischen Sündern< und auch in seinem Jüngerkreis, der selbst Feinde - Zöllner und Zelot - versöhnend zusammenführt (Mk 2,14; Lk 6,15). Im Umkreis Jesu werden so die neuen Verhaltensweisen, von denen Jesus spricht (z.B. Mt 5-7), bereits möglich und wirklich, wird versöhntes, gewalt- und angstfreies Miteinander anfanghaft realisiert.

[S. 22, Z. 10-16]

Nach der Exilskatastrophe verheißen einige Propheten eine universale Erlösung durch das universale Herrwerden Jahwes, das Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die Armen und Gedrückten bringen soll (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72). Es wird zum Einschmelzen der Waffen und zum Frieden unter den Völkern führen (Mi 4,1-4; Jes 2,2-5; 25,6-12). Die Erde aber soll über das Lebensnotwendige hinaus überreiche Frucht bringen (Joel 2,19.24; 3,18; Jes 29,17; 32,15), so daß die tägliche Sorge ein Ende hat.


48 Vgl. auch R. SPAEMANN, der >Sünde< interpretiert "als ein schuldhaftes Bleiben des Menschen in einer >Natürlichkeit<, die gerade dadurch unnatürlich wird, daß sie sich nicht, wie es in ihrer Anlage liegt (auf Gott hin) transzendiert" (Über einige Schwierigkeiten mit der Erbsündenlehre, in: Ch. SCHÖNBORN u.a., Zur kirchlichen Erbsündenlehre. Stellungnahmen zu einer brennenden Frage (Kriterien 87) Einsiedeln 1991, 41-66, hier 65).

Anmerkungen

Zusammengestellt aus der nichtgenannten Quelle. Letzter Teil stark komprimiert.

Sichter
(KnallErbse), fret

[5.] Jpm/Fragment 289 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-01 21:44:27 Fret
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 289, Zeilen: 1-18
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 22, Zeilen: -
[Die Erlösung der Menschen und der ganzen Schöpfung (universale Erlösung) soll Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die] Armen, Kranken und Notleidenden bringen (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72) und die Erde soll reiche Frucht hervorbringen (Jes 29,17; 32,15), so dass die tägliche Sorge ein Ende hat.

In der frühen Apokalyptik (noch vor dem 2. Jh. v. C.) nimmt die Heilshoffnung kosmische Ausmaße an: Jahwe wird „einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.“ (Jes 65,17; 66,22), wo es kein Wehklagen mehr gibt (Jes 65,19f). Die gesamte Schöpfung wird also in die Erlösung einbezogen (vgl. Jes 11,6-35)59. Erlösungshoffnung und Überwindung von Krankheit, Leid, Not und Tod drücken sich darin aus: wenn Jahwe sich als der eine und einzige Herr (Dtn 6,4) über Himmel und Erde erweist, dann wird er auch mit der Realität von Krankheit, Leid, Not und Tod fertig werden. Der Sieg über den Tod (Jes 25,8), die Rettung der Toten und ihre Teilhabe am endgültigen Heil (Jes 26,19; Dan 12,1-4; Ps 22,28-30) sind Entfaltung des Glaubens an Jahwe, an seine unbegrenzte Schöpfermacht und seinen verlässlichen Heilswillen. Im Blick auf das gesamte Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi können wir neue Hoffnung gewinnen, dass auch unser sündhaftes Leben vor Gott nicht verloren geht, sondern aufgehoben sein wird in der unendlichen Liebe Gottes.


59 Vgl. Schmitz, P.H.: Erlöste Schöpfung, in: Lebendige Seelsorge 37,1986; 8-12.

[S. 22, Z. 10-30]

Nach der Exilskatastrophe verheißen einige Propheten eine universale Erlösung durch das universale Herrwerden Jahwes, das Recht und Gerechtigkeit, Befreiung und Aufrichtung für die Armen und Gedrückten bringen soll (Jes 61; Jer 23,5f; Ps 72). Es wird zum Einschmelzen der Waffen und zum Frieden unter den Völkern führen (Mi 4,1-4; Jes 2,2-5; 25,6-12). Die Erde aber soll über das Lebensnotwendige hinaus überreiche Frucht bringen (Joel 2,19.24; 3,18; Jes 29,17; 32,15), so daß die tägliche Sorge ein Ende hat. Im Übergang von der späten Prophetie zur frühen Apokalyptik (ca. 5.-2. Jh. vC.) nimmt die Heilshoffnung kosmische Ausmaße an: Jahwe wird >einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen< (Jes 65,17; 66,22), wo es kein Wehklagen mehr gibt (Jes 65,19f), wo Mensch und Tier friedlich zusammenleben (vgl. Jes 11,6-9; 65,17-25): Die gesamte Schöpfung wird also in die Erlösung einbezogen (vgl. Jes 35)56.

[...] Wenn Jahwe sich als der eine und einzige Herr (Dtn 6,4) über Himmel und Erde erweisen soll, dann - so ist der Glaube - muß er auch mit der Realität des Todes fertig werden. Der Sieg über den Tod (Jes 25,8), die Rettung auch der Toten und ihre Teilhabe am endgültigen Heil (Jes 26,19; Dan 12,1-4; Ps 22,28-30 u.a.) sind deshalb folgerichtige Entfaltung des Glaubens an Jahwe, an seine unbegrenzte Schöpfungsmacht und seinen verläßlichen Heilswillen.

[S. 22, Z. 37-40]

Nur im Blick auf das gesamte Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi können wir also neue Hoffnung gewinnen, daß auch unser sündhaftes Leben vor Gott nicht verloren sein wird, sondern dereinst aufgehoben sein wird in der unendlichen Liebe Gottes.


56 Vgl. Ph. SCHMITZ, Erlöste Schöpfung, in: Lebendige Seelsorge 37 (1986) 8-12.

Anmerkungen

Fortsetzung des vorherigen Fragments. Man beachte, dass die möglicherweise leicht ungebräuchliche Abkürzung "Ph." in Ph[ilipp] Schmitz zu P.H. Schmitz wurde.

Sichter
(KnallErbse), fret

[6.] Jpm/Fragment 290 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-07 23:37:43 Schumann
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 290, Zeilen: 5-23, 28-32
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 22-33, 38-45; 1-4, 14-21
„Wäre ich so bereit und fände Gott soweit Raum in mir, wie in unserem Herrn Jesus Christus, er würde mich ebenso völlig mit seiner Flut erfüllen. Denn der Heilige Geist kann sich nicht enthalten, in all das zu fließen, wo er Raum findet, und soweit, wie er Raum findet.“60 Wenn Menschen sich auf diese Weise in die göttliche Liebe hinein nehmen lassen und aus dem Erlösungsbewusstsein leben, werden sie selbst zu einem fruchtbaren Acker für Gottes Heilswirken in dieser Welt. So sehr wir uns nach Erlösung bzw. Befreiung von Sünde, Krankheit, Armut und Not als unverdientes Geschenk Gottes sehnen, so sehr wird die Liebe Gottes für und durch uns nur wirksam, soweit wir uns ihr öffnen und ihr positives Wirken an uns geschehen lassen. Das Offensein für die erlösende Liebe Gottes bedeutet nicht, die eigenen egoistischen Ziele und Lebenspläne realisieren zu wollen, sondern uns grundsätzlich in all unseren Entscheidungen auf den Weg Gottes und seine Ziele mit uns einzulassen. Dies führt dazu, dass wir jedes „Anklammern“ an Geschaffenes - Menschen, Tiere, materielle Güter, berufliche Tätigkeiten und Konsumgewohnheiten - aufgeben und unser Leben in die Hände Gottes geben können, der es im Geiste seiner Liebe umformt und für das Reich Gottes fruchtbar werden lässt. [...] Das Unheil, das sogenannte Böse,61 das wir im Alltag abzuschirmen, auszugrenzen und zu bekämpfen versuchen, zeigt sich nach den Worten des Hl. Augustinus aus der größeren Perspektive der göttlichen Liebe als Mangel an Vollkommenheit. Bezogen auf Armut, Krankheit, Leid und Not, brauchen wir es immer weniger auszugrenzen und abzuspalten, son[dern können es mehr und mehr als von Gott in Jesus Christus in und außerhalb von uns tatsächlich Zugestoßenes und damit in Gutes zu Verwandelndes auch selbst annehmen.]

60 Meister Eckhart: Predigt 81, in: Deutsche Werke 3, Stuttgart 1976; 396.

61 Vgl. Hünermann, P.: Erlöse uns von dem Bösen. Theologische Reflexion auf das Böse und die Erlösung vom Bösen, in: THQ 161 (1982); 317-329, sowie Hidber, B.: Das Böse und seine Überwindung. Die christliche Position angesichts humanwissenschaftlicher Tendenzen, in: ThdG 25, 1982; 94-103.

"Wäre ich so bereit und fände Gott soweit Raum in mir, wie in unserem Herrn Jesus Christus, er würde mich ebenso völlig mit seiner Flut erfüllen. Denn der Heilige Geist kann sich nicht enthalten, in all das zu fließen, wo er Raum findet, und soweit, wie er Raum findet."52 Wo nun Menschen sich in die Dimension der göttlichen Liebe auf diese Weise hineinnehmen lassen und aus dem daraus resultierenden Erlösungsbewußtsein leben, werden sie selbst zu einem fruchtbaren und nützlichen Acker für Gottes heilendes Wirken in der Welt. So sehr uns also einerseits die Erlösung und Befreiung von der Sünde, d.h. von der Trennung von Gott, unverdientes und nicht herstellbares Geschenk ist, so sehr wird sie andererseits für und durch uns nur wirksam, insoweit wir uns ihr öffnen und ihr positives Wirken - etwa in der Anschauung unserer eigenen Sünde - auch geschehen lassen.

[...]

Ja das Offensein für die erlösende Liebe Gottes bedeutet gerade, nicht die eigenen, die selbstgezimmerten Vorstellungen über die für uns wichtigen und notwendigen Lebensinhalte und -wege in den Mittelpunkt stellen, sondern es bedeutet, uns grundsätzlich in all unseren Entscheidungen auf den im Geiste Gottes erfahrenen Weg und seine Ziele mit uns einzulassen. Dies kann und muß dazu führen, daß wir jedes ängstliche uns Anklammern an bestimmte Menschen, Orte, Tätigkeiten, Konsumgewohnheiten usw. aufgeben und stattdessen unser Leben ganz in die Hand dessen geben, der es im

[S. 21]

Geiste seiner Liebe umschmelzen und für das Reich Gottes fruchtbar machen möchte. Just in diesem - sicher auch schmerzhaften - Prozeß erfahren wir aber die Erlösung von der Abhängigkeit von vielen Einzelheiten und Kleinigkeiten in unserem Leben, erfahren wir Erlösung und Befreiung.

[...]

Das sogenannte Böse,53 gegen das wir in unserem alltäglichen Lebenszusammenhang uns oft abzuschirmen, es auszugrenzen und zu bekämpfen suchen, erweist sich aus der größeren Perspektive der göttlichen Liebe dann zunehmend als - wie Augustinus es bereits gesagt hat - Mangel an Vollkommenheit. Wir brauchen es - in und außer uns - immer weniger auszugrenzen und abzuspalten und können es mehr und mehr - so schwer es uns teilweise fällt - als von Gott in Jesus Christus in und außer uns tatsächlich Angenommenes und damit in Gutes zu Verwandelndes auch selbst annehmen.


49 Vgl. zuletzt: R. SCHWAGER, Evolution, Erbsünde und Erlösung, in: ZKTh 117 (1995) 1-24.

50 Vgl. dazu: A. SCHMIED, Erlösung als Befreiung vom Zwang zur Selbstrechtfertigung, in: ThdG 25 (1982) 76-83.

51 Vgl. P.M. ZULEHNER, Glückserwartung und Erlösung, in: Lebendige Seelsorge 37 (1986) 1-8.

52 MEISTER ECKHART, Predigt 81, in: DERS., Deutsche Werke 3, Stuttgart 1976, 396.

Anmerkungen

Lange Übernahme. Quelle wird nirgendwo in der Arbeit zitiert und auch nicht im Literaturverzeichnis genannt.

Sichter
(KnallErbse), fret

[7.] Jpm/Fragment 296 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-07 23:40:07 Schumann
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 296, Zeilen: 20-34
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 6, Zeilen: 32-47
Dem Volk Israel droht Unheil nicht nur von außen, sondern auch von innen. Das Unheil sitzt zugleich tief im Innern des Menschen. Ein gestörtes Verhältnis zu Gott zeigt sich zugleich in einer Störung der von Gott gegebenen äußeren Lebensordnung und sündhaften Lebenssituation. Aus diesem Grunde wird die Beseitigung der Störungsquelle und Störungen in der gemeinschaftlichen Lebensordnung durch Sühne notwendig als eine von Gott geschenkte Möglichkeit der Vergebung und des Neuanfangs. Gemäß der Erfahrungen Israels sind Erlösung und Heil Gaben Gottes, die in seiner Zuwendung, seinem rettenden Dasein und Helfen zum Ausdruck kommen. Israel erwartet deshalb nicht menschliche Heilbringer, sondern die rettende Ankunft Gottes. Es erfährt, dass nicht Macht und Gewalt die Mittel sind, mit denen Jahwe in dieser Welt gegenwärtig sein und herrschen will. Es entwickelt prophetisch-messianische Hoffnung82 auf ein neues, gewaltloses Idealkönigtum, das sich als Instrument der Heilsherr-schaft Jahwes erweisen soll, wobei die von Israel erlebte Herausführung [aus der Knechtschaft Ägyptens als Grunderfahrung des erlösenden Handelns Jahwes in Erinnerung gehalten wird.]

82 Vgl. Concilium 29, Heft I: Messias und Messianismus, 1993.

Für Israel droht Unheil aber nicht nur von außen, sondern es sitzt zugleich tief im Innern des Menschen. Das gestörte Verhältnis zu Gott zeigt sich in einer Störung der von Gott gegebenen äußeren Lebensordnung, d.h. in einer strukturell sündhaften Lebenssituation. Deshalb ist sowohl die Beseitigung der Störungsquelle als auch der Störungen innerhalb der gemeinschaftlichen Lebensordnung durch Sühne notwendig. Dies geschieht im sog. Sündenbockritus. Sühne ist dabei eine von Gott geschenkte Möglichkeit der Vergebung und des Neuanfangs. Erlösung und Heil sind nach Israels Erfahrung und Überzeugung Gabe Gottes: Frucht seiner Zuwendung, seines rettenden Kommens, seines helfenden Daseins und Herrwerdens. Die Erwartung Israels ist deshalb nicht in erster Linie auf menschliche Heilbringer gerichtet, sondern auf Gottes rettendes Kommen selbst. Aus der Tatsache nun, daß Israel allmählich lernt, daß nicht Macht und Gewalt die Mittel sind, mit denen Jahwe in dieser Welt gegenwärtig sein und herrschen will, wird später die prophetisch-messianische Hoffnung8 auf ein völlig neues, gewaltloses Idealkönigtum geboren, das sich vollständig als Instrument der Heilsherrschaft Jahwes erweisen soll.

8 Siehe dazu z.B.: CONCILIUM 29 (1993) Heft 1: Messias und Messianismus.

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt. In ihr wird auf S. 5 folgender Hinweis gegeben: "Dieser Abschnitt folgt sehr eng: H. KESSLER, Christologie, in: Th. SCHNEIDER (Hg.), Handbuch der Dogmatik I, Düsseldorf 1992, 241-442, 244-324." Trotzdem ist davon auszugehen, dass der Vf. aus Frohnhofen 1997 entnimmt, da z.B. der Verweis aus FN 8, der ebenfalls übernommen wurde, an der entsprechenden Stelle in Kessler 1992 (S. 254) nicht zu finden ist.

Sichter
(KnallErbse), fret

[8.] Jpm/Fragment 297 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-07 23:26:58 Schumann
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 297, Zeilen: 2-32
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 6, Zeilen: 3:24-27, 27-31, 41-45 , 5:15-18 , 6:3-4, 6, 15-25 - 13:1-3, 21:38-40
Aufgrund seines erlösenden Handelns erhält Jahwe den vielfach verwendeten Beinamen „Erlöser“ bzw. „Befreier“ Israels.83

Aufgrund materieller Nöte und Abhängigkeitsverhältnisse bittet Israel Jahwe in den Psalmen (Ps 103,4; 130,7) und Klageliedern (Klgl 3,58) um Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit. Individuelle Bitten um Erlösung aus Krankheit, Sünde und Todesgefahr werden im Gebet vor Gott gebracht, wobei sich die erbetene Erlösung im Hier und Jetzt in der Gemeinschaft der Mitmenschen vollzieht. Das Heil Jahwes basiert nicht individuell- oder gruppenegoistisch auf der Unterdrückung anderer, sondern vollzieht sich im Heil des ganzen Volkes in der Befreiung aus Unterdrückung, Armut, Krankheit, Leid und Not. Im Neuen Testament wird dies durch ein heilvolles Leben im Heiligen Geist, der uns durch Jesus Christus mitgeteilt wurde, zum Ausdruck gebracht. Hier schafft der Geist Gottes eine neue Gottesbeziehung, die uns nicht zu Sklaven, sondern zu Söhnen und Töchtern Gottes macht (Röm 8,14-16). Da wir oft nicht wissen, worum wir in rechter Weise beten sollen, nimmt sich der Geist Gottes unserer Schwachheit an und tritt selber für uns ein (Röm 8, 26; Joh 14,26); er ist unser Beistand (Paraklet) und erklärt uns, worin unser Heil besteht.

In der frühen Kirche wird Jesus Christus als „Seelenarzt“ und ganzheitlich orientierter Heiler verkündigt, dessen Heilung die Befreiung von Sünde mit einschließt.84 Darüber hinaus ist nach heutigem Verständnis ein wichtiger Aspekt von Heil und Heilung, dass diese als längerfristig sich vollziehende gottgewirkte spirituell-ganzheitliche Befreiungs- und Heilungsprozesse zu verstehen sind. Erst durch ein vom Geiste Gottes durchdrungenes Leben und in der Gemeinschaft derer, die in diesem Geiste leben, werden uns bislang nicht erkannte Fehlorientierungen in Lebenszielen und –haltungen bewusst und können abgebaut werden. Hierdurch erwächst das Bewusstsein um die tatsächlich heilsame Orientierung unseres Lebens. Wo auch immer Heilungsprozesse im kirchli-[chen, politischen, gesellschaftlichen oder partnerschaftlichen Bereich gelingen, vermitteln sie Kraft, Hoffnung und Zuversicht.]


83 Vgl. Heinemann, F.K.: Erlösung im Alten Testament, in: Theologie der Gegenwart 25, 1982; 42-55.

84 Vgl. Hark, H.: Jesus der Heiler – vom Sinn der Krankheit, Olten-Freiburg (Br.) 1988, sowie Kudlein, F.: Art Gesundheit, in: RAC X 937.

[Seite 6, Zeile 3-4, 6]

Jahwe erhält aufgrund dieses seines erlösenden Handelns den auch in späterer Zeit vielfach verwendeten [...] Beinamen >go´el Israel<, d.h. Erlöser bzw. Befreier Israels.6

[Seite 6, Zeile 15-25]

Das bedeutet, daß die durch materielle Not entstandenen Abhängigkeitsverhältnisse unter den Menschen gelöst und eine neue Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit geschaffen werden soll. Auch wenn an später formulierten Stellen, etwa in den Klageliedern (3,58) oder Psalmen (103,4; 130,7; 119,154) durchaus die individuelle Bitte um Erlösung etwa aus Krankheit, Sünde oder Todesgefahr im Gebet Gott vorgetragen wird, ist die erbetene Erlösung selbst eine solche, die sich im Hier und Jetzt und in der Gemeinschaft der Mitmenschen, vor allem auch nicht gegen diese, vollzieht. Dies bedeutet insgesamt: Es gibt kein individuelles oder gruppenegoistisches Heil Jahwes, das auf der Unterdrückung anderer aufgebaut sein könnte, sondern das Heil Jahwes ist vorrangig das Heil des ganzen Volkes und deshalb immer zuerst die Entlassung aus Armut und Unterdrückung.

[Seite 3, Zeile 41-45]

Dies wird neutestamentlich durch die Betonung unseres heilvollen Lebens im Heiligen Geist Gottes unterstrichen, der uns durch Jesus Christus mitgeteilt worden ist. Dieser Geist Gottes ist es, der uns ein neues Gottesverhältnis schafft, der uns nicht zu Sklaven, sondern zu Söhnen und Töchtern Gottes macht (vgl. Röm 8,14-16) [...].

[Seite 3, Zeile 24-27]

Darum - so heißt es - wissen wir nicht einmal, worum wir in rechter Weise überhaupt beten sollen; doch der Geist Gottes nimmt sich unserer Schwachheit an und tritt selber für uns ein; er ist uns Beistand und lehrt uns, worin unser Heil wirklich besteht (vgl. Röm 8,26f; Joh 14,26).

[Seite 12, Zeile 38-39, 40]

Ganz im Gegensatz etwa zu den apokryphen Schriften, in denen oftmals [...] Jesus gegenüber den gewöhnlichen Ärzten, die (nur) den Körper behandeln, als höher

[Seite 13, Zeile 1-3]

stehender >Seelenarzt< stilisiert wird, verkündigt die frühe Kirche Jesus Christus als den ganzheitlich orientierten Heiler, dessen Heilung die Befreiung von der Sünde mit einschließt.24

[Seite 5, Zeile 15-18]

Wichtigstes Moment eines heutigen Verständnisses von Erlösung - dies wurde oben bereits angedeutet - ist es, dieselbe als längerfristig sich vollziehende, gottgewirkte, ganzheitliche Heilungs- und Befreiungsprozesse zu verstehen [...].

[Seite 3, Zeile 27-31]

Erst mit dem Leben im Geiste Gottes, d.h. auch in der Gemeinschaft der im Geiste Gottes Lebenden werden mithin von uns selbst nicht durchschaute und durchschaubare Fehlorientierungen in unseren Lebenshaltungen und -strebungen bewußt und dann auch abgebaut, erst hierdurch erwächst in uns ein Bewußtsein um die tatsächlich heilsame Orientierung unseres Lebens.

[Seite 21, Zeile 38-40]

Wo immer solche Heilungsprozesse - im politischen, gesellschaftlichen, partnerschaftlichen Bereich - zeitweise und punktuell gelingen, haben sie aufmunternden, anstachelnden, neue Kraft, Hoffnung und Zuversicht vermittelnden Charakter [...].


6 Siehe dazu: F.K. HEINEMANN, Erlösung im Alten Testament, in: Theologie der Gegenwart 25 (1982) 42-55.

24 Vgl. dazu auch: H. HARK, Jesus der Heiler - Vom Sinn der Krankheit, Olten-Freiburg/Bg. 1988, sowie: F. KUDLIEN, Art. Gesundheit, in: RAC X 937.

Anmerkungen

Diese Seite ist komplett aus Frohnhofen 1997 zusammengesetzt. Hierzu werden die langen Sätze gerafft, umgestellt und oft auch um ganze Nebensätze gekürzt. Ein Satz-für-Satz-Vergleich macht die Verschleierung deutlich und belegt, dass hier keine eigenen Gedankengänge vorgetragen werden. Die Quelle wird nicht genannt.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[9.] Jpm/Fragment 298 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-08 00:24:48 Schumann
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 298, Zeilen: 3-7
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 21, Zeilen: 40-43
Wo solche Prozesse durch sündhaftes Verhalten Rückschläge erleiden oder vollständig misslingen, drücken sie uns nieder, nehmen die Hoffnung, erzeugen Hass und neue Unheil provozierende Konsequenzen im Leben der Menschen, in den politischen und wirtschaftlichen Systemen und in der Welt. [...] wo immer freilich solche Prozesse durch sündhaftes Verhalten Rückschläge erleiden oder gar vollständig mißlingen, hat diese Tatsache niederdrückende, Hoffnung nehmende, Haß erzeugende und damit neues Unheil provozierende Konsequenzen.
Anmerkungen

Quelle nicht angegeben. Übernahmen aus Frohnhofen auf dieser Seite im gleichen Stil wie auf den vorherigen Seiten. Die Argumentationsketten und Schlussfolgerungen werden ohne Verweis beibehalten.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[10.] Jpm/Fragment 298 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-08 00:25:18 Schumann
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 298, Zeilen: 11-13
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 20, Zeilen: 5-7
So können wir im Glauben die seelischen Wunden und Verletzungen annehmen und uns gegenseitig zeigen, ohne „das Gesicht zu verlieren“. Unsere - teilweise uns auch selbst zugefügten und von uns selbst zu verantwortenden - Wunden und Verletzungen können wir dann im Glauben annehmen und uns gegenseitig zeigen.
Anmerkungen

Quelle nicht angegeben. Übernahmen aus Frohnhofen auf dieser Seite im gleichen Stil wie auf den vorherigen Seiten. Die Argumentationsketten und Schlussfolgerungen werden ohne Verweis beibehalten.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[11.] Jpm/Fragment 298 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-08 00:25:42 Schumann
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 298, Zeilen: 16-26
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 3, 21, Zeilen: 3:37-40, 21:30-37
Wer in der Gemeinschaft mit Jesus lebt, dem schenkt er erfülltes Leben, für das auch der Tod nicht den Abbruch, sondern reifen Abschluss bedeutet (Ijob 5,26; Gen 25,8). Daher besteht das Lebensglück in der Gemeinschaft mit Gott, die auch der Tod nicht zerstören kann (Ps 73,23-28).

Dennoch verschließen wir uns aufgrund unserer Sündhaftigkeit immer wieder gegen das Heilsangebot Gottes, klammern uns an unseren eigenen Sicherheiten, Vorstellungen und Heilsplänen fest, und unser Heilwerden in Gott bleibt unvollkommen und vor Rückschlägen nicht gefeit. Erlösung geschieht in allmählich fortschreitenden und rückschlaggefährdeten ganzheitlichen Heilungsprozessen.

[Seite 3, Zeilen 37-40]

Wer in der Gemeinschaft mit Jahwe lebt, dem schenkt er ein erfülltes Leben, für das auch der Tod nicht Abbruch, sondern reifen Abschluß bedeutet (Ijob 5,26; Gen 25,8; 35,29). Das Lebensglück wird in der Gemeinschaft mit Gott gesehen, die auch der Tod nicht zerstören kann (Ps 73,23-28).

[Seite 21, Zeilen 30-37]

Angesichts unserer Sündhaftigkeit, die darin besteht, uns immer wieder gegen das Heilsangebot Gottes zu verschließen und uns demgegenüber doch an unseren eigenen Sicherheiten, Vorstellungen und Heilsplänen festzuklammern, bleibt unsere >Aneignung der in Jesus Christus geschehenen Erlösung<, unser tatsächliches Heilwerden in Gott stets unvollkommen und ist auch vor Rückschlägen nicht gefeit. Dies hat zur Folge, daß Erlösung - wenn überhaupt - in dieser Welt bestenfalls in allmählich fortschreitenden und stets rückschlaggefährdeten ganzheitlichen Heilungsprozessen vonstatten gehen kann.

Anmerkungen

Quelle nicht angegeben. Übernahmen aus Frohnhofen auf dieser Seite im gleichen Stil wie auf den vorherigen Seiten. Die Argumentationsketten und Schlussfolgerungen werden ohne Verweis beibehalten.

Sichter
(KnallErbse) Schumann

[12.] Jpm/Fragment 314 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-07-31 10:49:08 Hindemith
Fragment, Frohnhofen 1997, Gesichtet, Jpm, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 314, Zeilen: 9-14
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 8, Zeilen: 4-9
Daher liegt in der „Lebensgemeinschaft“ mit Christus Befreiung und Heilung, Erlösung und Heil. Leiden und Tod Jesu stehen unmittelbar im Zusammenhang mit der Botschaft der Befreiung, Heilung und Erlösung als Konsequenz, mit der Christus für seine Botschaft einsteht, und als Ort (Kreuz) von dem her die Liebe Gottes allen, auch den Tätern (Lk 23,34; 23,43) gilt. In der Weggemeinschaft mit diesem Christus liegt auch unser Heil, unsere Erlösung und Befreiung. Leiden und Tod Jesu sind demnach nichts unmittelbar Positives oder gar von Gott Gewolltes, sondern sie stehen im Zusammenhang mit der Erlösungs- und Befreiungsbotschaft Jesu Christi und sind hier die notwendige Konsequenz, mit der Jesus für seine Botschaft einsteht.
Anmerkungen
Sichter
(KnallErbse), Klicken (Kein Plagiat)

[13.] Jpm/Fragment 336 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-09-04 08:44:26 KnallErbse
Fragment, Frohnhofen 1997, Jpm, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
KnallErbse
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 336, Zeilen: 12-19
Quelle: Frohnhofen 1997
Seite(n): 5, Zeilen: 5-12
Wie aber gelangen wir inmitten der alltäglichen Probleme, Konflikte, Be-drängnisse und Ängste zu einer Lebenshaltung, die uns durch CMBT zu spirituell-ganzheitlicher Heilung oder zum geduldigen Ausharren führt? Wie können wir sie in uns selbst, in der Lebens- und Glaubensgemeinschaft zu einer Kraftquelle werden lassen? Was befreit und erlöst uns aus den sündhaften Lebensverhältnissen und der Isolation? In der Bibel erkennen wir, es ist einzig und allein Gott selbst, der uns Heilung und Heil schenkt und erlöst! Wie aber gelangen wir inmitten der geschilderten und tagtäglich erfahrenen Bedrängnisse unserer sündhaften und gewalttätigen Lebensverhältnisse zu einer solchen Lebenshaltung? Wie läßt sie sich gewinnen und in uns selbst wie in einer uns umgebenden Lebensgemeinschaft vielleicht sogar zu einer Lebenshaltungen und -strukturen prägenden Kraft stabilisieren? Was also schafft uns in dieser Weise >Erlösung< und >Befreiung< aus der sündhaften Verfallenheit unserer Lebenszusammenhänge und Individualität? Wiederum die Bibel sagt uns dazu: Es ist einzig und allein Gott selbst, der uns Heil und Erlösung schafft.
Anmerkungen

Fuer den eigenen Kontext stark umgeschrieben.

Sichter
(KnallErbse)

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki