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Quelle:Ma/Rudolph 2007

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Sabine Rudolph
Titel    Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz
Ort    Berlin
Verlag    de Gruyter
Jahr    2007

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    12


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Ma/Fragment 095 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-05 10:41:52 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 095, Zeilen: 05-09
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 17-21
Trotz der Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses sind jedoch dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen bei der Besitzaufgabe von außen eingewirkt worden ist. Trotz seiner Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen des Eigentümers eingewirkt worden ist.
Anmerkungen

Wortlautnahe Übernahme, die sich erneut auf Ma99, Ma125 f. und Ma126 (!) findet. Am Ende des folgeden Satzes verweist der Autor - inhaltlich nicht passend - auf "Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 9". Quack wird bei Rudolph an zweiter Stelle eines "Vgl."-Verweises angegeben, mit der besser passenden Randnummer 8.

Sichter
PlagProf:-)

[2.] Analyse:Ma/Fragment 097 32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-02 16:30:46 SleepyHollow02
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 32-33
Quelle: Rudolph_2007
Seite(n): 230, Zeilen: 4-9
Da der Wille zur Besitzaufgabe rein tatsächlicher, nicht rechtsgeschäftlicher Natur ist, ändern weder die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, zu dessen Erfüllung [S. 98:] der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergeben hat, noch die Nichtigkeit der Eigentumsübertragung etwas daran, dass er seinen Besitz freiwillig aufgegeben hat. Der Wille zur Besitzaufgabe ist rein tatsächlicher, nicht rechtsgeschäftlicher Natur.

Demnach ändern weder die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, zu dessen Erfüllung der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergeben hat, noch die Nichtigkeit der Eigentumsübertragung etwas daran, dass er seinen Besitz freiwillig aufgegeben hat.

Anmerkungen

Fortsetzung in Ma/Fragment_098_01.

Sichter
SleepyHollow02

[3.] Analyse:Ma/Fragment 098 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-14 19:46:58 SleepyHollow02
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 098, Zeilen: 01-09
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 05-16
[S. 97:]

Ein Besitzverlust ausdrücklich gegen den Willen des Besitzers ist dagegen nicht erforderlich. Da der Wille zur Besitzaufgabe rein tatsächlicher, nicht rechtsgeschäftlicher Natur ist, ändern weder die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, zu dessen Erfüllung [S. 98:] der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergeben hat, noch die Nichtigkeit der Eigentumsübertragung etwas daran, dass er seinen Besitz freiwillig aufgegeben hat. Infolgedessen ist ein Kulturgut, das seinem jüdischen Eigentümer während der nationalsozialistischen Herrschaft durch Rechtsgeschäft entzogen worden ist, nicht schon deshalb als abhandengekommen i.S.d. § 935 Abs. 1 S. 1 BGB zu qualifizieren, weil die Einigung über den Übergang des Eigentums ebenso wie das ihr zugrunde liegende Rechtsgeschäft wegen Sittenwidrigkeit gemäß § 138 Abs. 1 BGB oder wegen Verstoßes gegen ein Verbotsgesetz gemäß § 134 BGB nichtig ist.202


202 Vgl. Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 230–233.

Der Wille zur Besitzaufgabe ist rein tatsächlicher, nicht rechtsgeschäftlicher Natur.

Demnach ändern weder die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, zu dessen Erfüllung der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergeben hat, noch die Nichtigkeit der Eigentumsübertragung etwas daran, dass er seinen Besitz freiwillig aufgegeben hat.727 Ein Kunstwerk, das seinem jüdischen Eigentümer während der nationalsozialistischen Herrschaft durch Rechtsgeschäft entzogen worden ist, kann also nicht schon deshalb als abhanden gekommen im Sinne des § 935 Abs. 1 S. 1 BGB angesehen werden, weil die Einigung über den Übergang des Eigentums daran ebenso wie das ihr zugrunde liegende Rechtsgeschäft wegen Sittenwidrigkeit gemäß § 138 Abs. 1 BGB oder wegen Verstoßes gegen ein Verbotsgesetz gemäß § 134 BGB nichtig ist.


727 Vgl. Staudinger-Wiegand, § 935, Rn. 12; OLG Frankfurt a. M. v. 2.9.1948, NJW 1949, S. 429 f. [430].

Anmerkungen

Die mit "Vgl." eingeleitete Quellenangabe läßt nicht erkennen, daß es sich um eine fast wörtliche Übernahme handelt, zumal ein längerer Abschnitt (S. 230-232) referenziert ist. Die zahlreichen wörtlichen Zitate in Anführungsstrichen (nicht zuletzt aus Rudolph 2007) zeigen, daß Verf. wörtliche Übernahmen zu kennzeichnen weiß.

Sichter
PlagProf:-)

[4.] Analyse:Ma/Fragment 099 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-05 10:41:24 SleepyHollow02
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 099, Zeilen: 15-19
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 17-21
Trotz der Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen bei der Besitzaufgabe von außen eingewirkt worden ist. Trotz seiner Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen des Eigentümers eingewirkt worden ist.
Anmerkungen

Ähnlich bereits auf Ma 95 sowie noch auf Ma 125 f und Ma 126. Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter

[5.] Analyse:Ma/Fragment 105 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-14 19:48:39 SleepyHollow02
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 03-06, 101-104
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 233, Zeilen: 28-32, 107-109
Demgegenüber hat das Landgericht Ansbach in seinem Urteil vom 5.10.1951 die Auffassung geäußert, dass bei einem Besitzverlust aufgrund einer nichtigen Beschlagnahme die Sache ihrem Eigentümer in rechtlich nicht wirksamer Weise entzogen worden und somit abhandengekommen [sic!] i.S.d. § 935 Abs. 1 BGB sei.227

227 Vgl. Landgericht Ansbach, NJW 1952, S. 592, ebenfalls zum Abhandenkommen eines aufgrund § 15 RLG entzogenen Kraftfahrzeugs. So bereits zuvor: Würzt.-Bad. VGH Stuttgart, Entscheidung vom 25.4.1947, SJZ 1948, Sp. 152–153; Würzt.-Bad. VGH Stuttgart, Entscheidung vom 5.8.1947, SJZ 1948, Sp. 153–155.

Demgegenüber hat das Landgericht Ansbach in seinem Urteil vom 5.10.1951 die Auffassung geäußert, dass bei einem Besitzverlust aufgrund einer nichtigen Beschlagnahme die Sache ihrem Eigentümer in rechtlich nicht wirksamer Weise entzogen worden und somit abhanden gekommen im Sinne des § 935 Abs. 1 BGB sei.739

739 LG Ansbach, NJW 1952, S. 592 ebenfalls zum Abhandenkommen eines aufgrund § 15 RLG entzogenen Kraftfahrzeugs. So bereits zuvor: Württ.-Bad. VGH Stuttgart v. 25.4.1947, SJZ 1948, Sp. 152 f. [153]; ders. v. 5.8.1947, SJZ 1948, Sp. 153 ff. [155].

Anmerkungen

Wörtlich identisch, nur zum Teil der Wiedergabe des Urteils geschuldet.

Sichter
PlagProf:-)

[6.] Analyse:Ma/Fragment 107 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-22 15:10:31 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 06-14
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 234, Zeilen: 08-14
Die Gegenansicht, wonach jegliche Mitwirkung des Eigentümers an der Besitzübertragung seinem freien Willen entspreche, vermag bei lebensnaher Betrachtung gerade innerhalb der Frage des gutgläubigen Erwerbs zuvor unrechtmäßig verstaatlichter Kulturgüter nicht zu überzeugen.233

War der Eigentümer der Überzeugung, ihm bliebe nichts anderes übrig, als die Sache dem in seinen Augen Befugten zu übergeben, weil dieser sie ihm andernfalls mit Gewalt wegnehmen würde, so kann – der Klarstellung des Landgerichts Ansbach folgend – von einer ‚freiwilligen‘ Besitzübertragung keine Rede sein.234


233 Vgl. Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 233–236.

234 Vgl. LG Ansbach, NJW 1952, S. 592; Westermann/Gursky/Pinger, Sachenrecht – Grundlagen und Recht der beweglichen Sachen, 6. Aufl. 1990, § 49 I 4.

Diese vermag deshalb nicht zu überzeugen, weil die ihr zugrunde liegende Prämisse, wonach eine wie auch immer geartete Mitwirkung des Eigentümers an der Besitzübertragung seinem freien Willen entspreche, bei lebensnaher Betrachtung nicht haltbar ist. War der Eigentümer der Überzeugung, ihm bliebe nichts anderes übrig, als die Sache dem in seinen Augen Befugten zu übergeben, weil dieser sie ihm andernfalls mit Gewalt wegnehmen würde, so kann von einer freiwilligen Besitzübertragung keine Rede sein.742

742 Vgl. LG Ansbach, NJW 1952, S. 592; Westermann, Sachenrecht, § 49 I 4.

Anmerkungen

Wortlautnah übernommen; Quelle wird in Fn.233 nur pauschal (233-236) genannt.

Sichter
PlagProf:-)

[7.] Analyse:Ma/Fragment 108 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-14 19:53:45 SleepyHollow02
Fragment, KeineWertung, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 02-16
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 234, Zeilen: 21-30
Die Verfolgung der Juden hat innerhalb der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft ein Ausmaß und eine Intensität erreicht, die nicht nur auf eine wirtschaftliche, sondern auch auf eine physische Vernichtung der verfolgten jüdischen Bevölkerungskreise abzielten. Die Furcht vor einer Verbringung in ein Konzentrationslager und einer Ermordung schuf eine tatsächliche Situation, in der nationalsozialistisch verfolgten Bevölkerungsgruppen keine Wahl blieb, als der staatlich verfügten Beschlagnahme Folge zu leisten und eine Herausgabe der kulturellen Vermögenswerte an das Deutsche Reich zu erdulden. Auf-grund dieses faktischen Machtverhältnisses der Über- und Unterordnung zusammen mit der physischen wie psychischen Zwangs-, Drohungs- und Gewaltsituation kann auch in solchen Konstellationen, in denen bspw. Kunstwerke aus dem Besitz der jüdischen Eigentümer formal mit einem dementsprechenden Herausgabewillen an die nationalsozialistischen Behörden und Organe ausgehändigt wurden, materiell keine besitzübertragende Handlung der verfolgten Bevölkerungsteile angenommen werden.238

238 Vgl. auch ähnlich Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 233–236.

Zu der Zeit, zu der Kunstwerke aus jüdischen Sammlungen vornehmlich in dieser Weise entzogen wurden, nämlich seit Inkrafttreten der 11. VO zum Reichsbürgergesetz, hatte die Verfolgung der Juden ein Ausmaß und eine Intensität erreicht, die diesen vor Augen führen mussten, dass sie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch physisch vernichtet werden sollten. Bestimmt etwa durch die Furcht davor, dass seine bevorstehende Auswanderung noch verhindert und er in ein Konzentrationslager verschleppt und dort umgebracht werden könnte, hätte ein jüdischer Eigentümer gar keine andere Wahl gehabt, als einer Beschlagnahmeverfügung Folge zu leisten und seine Kunstwerke an das Deutsche Reich herauszugeben.
Anmerkungen

Quelle ist in Fn. genannt, allerdings mit irreführendem "Vgl." und ungenauer Seitenangabe. Wegen geringer Wortlautnähe kW.

Sichter

[8.] Analyse:Ma/Fragment 109 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-14 19:56:44 SleepyHollow02
Fragment, KeineWertung, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 19-23
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 234, Zeilen: 15-19
Da die kulturelle Verstaatlichung aufgrund der Qualifizierung als ‚gesetzliches Unrecht‘ nichtig ist, kann der fehlende Besitzübertragungswille jüdischer Sammler auch nicht durch eine entsprechende öffentlich-rechtliche Befugnis ersetzt werden, sodass durch nationalsozialistischen Hoheitsakt entzogene Kunstwerke als abhandengekommen i.S.d. 935 Abs. 1 BGB anzusehen sind.242

242 Vgl. Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 233–236.

Ist die Beschlagnahme nichtig, so kann der fehlende Besitzübertragungswille auch nicht durch eine entsprechende Befugnis ersetzt werden.743 Es bleibt vielmehr dabei, dass der Besitzverlust ohne den Willen des Eigentümers erfolgt ist, so dass die übertragene Sache als abhanden gekommen im Sinne des § 935 Abs. 1 BGB zu betrachten ist.

743 Vgl. Staudinger-Wiegand, § 935, Rn. 17.

Anmerkungen

Grenzwertig. Umformulierung ersichtlich, pauschale Quellenangabe vorhanden. Auch wegen der Kürze. kW.

Sichter

[9.] Analyse:Ma/Fragment 125 36 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-03-23 15:04:52 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 36-39
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 17-21
Trotz der Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses kann nach den obigen Untersuchungen festgehalten werden, dass immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht sind, wenn in rechtswidriger [Weise auf den Willen bei der Besitzaufgabe von außen eingewirkt worden ist.] Trotz seiner Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen des Eigentümers eingewirkt worden ist.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Ähnlich bereits auf Ma 95, Ma 99 und erneut auf Ma 126

Sichter

[10.] Analyse:Ma/Fragment 126 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-08-01 21:23:25 Schumann
Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 17-21
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 17-21
Es wurde jedoch erkannt, dass trotz der Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses immer dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht sind, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen bei der Besitzaufgabe von außen eingewirkt worden ist. Trotz seiner Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen des Eigentümers eingewirkt worden ist.
Anmerkungen

Ganz ähnlich bereits Ma95, Ma99 und Ma125 f.

Keine Quellenangabe.

Sichter

[11.] Analyse:Ma/Fragment 447 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-14 20:00:14 SleepyHollow02
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 447, Zeilen: 04-09
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 082, Zeilen: 07-10
Für Rechtsgeschäfte, die von einem jüdischen Veräußerer seit Erlass der Nürnberger Rassengesetze am 15. September 1935 bis zum 8. Mai 1945 vorgenommen worden sind, erfolgte durch Art. 4 Abs. 1 des US-Militärregierungsgesetzes Nr. 59 über die Rückerstattung feststellbarer Vermögensgegenstände vom 10. November 1947 somit eine Einschränkung der Möglichkeit einer Widerlegung der Entziehungsvermutung des Art. 3 Abs. 1.415

415 „Die Widerrechtlichkeit der Entziehung war bei individueller Verfolgung nachzuweisen; bei Gruppenverfolgung (Juden) wurde sie vermutet. Diese Vermutung konnte vom Pflichtigen widerlegt werden: bei Rechtsgeschäften in der Zeit von der Machtergreifung bis Erlaß der Nürnberger Gesetze (1935) durch Nachweis der Zahlung eines angemessenen Kaufpreises, der zur freien Verfügung des Veräußerers gelangt war; in der Zeit danach nur dann, wenn das Rechtsgeschäft auch ohne die Verfolgung abgeschlossen worden wäre (z.B. Erbauseinandersetzung), oder wenn der Erwerber die Vermögensinteressen des Veräußerers in besonderer Weise und mit wesentlichem Erfolg (z.B. durch Hilfe beim illegalen Transfer des Kaufgeldes in das Ausland) wahrgenommen hatte. Der Berechtigte konnte statt der Rückerstattung die Nachzahlung des Unterschieds zwischen dem gezahlten und dem angemessenen Kaufpreis verlangen.“ Schwarz, Zur Einführung: Das Recht der Wiedergutmachung und seine Geschichte, JuS 1986, S. 433–440, S. 434–435. Vgl. auch Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 70–85.

Die Vorschrift des Art. 4 USREG trägt dem Umstand Rechnung, dass sich die Verfolgung der Juden in ihrem Ausmaß und ihrer Intensität von Jahr zu Jahr gesteigert hat. Dies geschieht in der Weise, dass für den Fall, dass ein Rechtsgeschäft von einem jüdischen Veräußerer in der Zeit vom 15. September 1935 bis zum 8. Mai 1945 vorgenommen worden ist, die Möglichkeit einer Widerlegung der Entziehungsvermutung des Art. 3 Abs. 1 USREG eingeschränkt wird.
Anmerkungen

Die Formulierung wird bei Ma ein wenig komplizierter als bei Rudolph; ob das eine eigene Leistung begründet, scheint zweifelhaft. Allerdings: Teils der Gesetzeswiedergabe geschuldet. Der erste Satzteil der Quelle taucht übrigens auf Ma 446 auf: "Das amerikanische Rückerstattungsrecht bediente sich vor dem Hintergrund, dass sich die Verfolgung der Juden in ihrem Ausmaß und ihrer Intensität seit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft von Jahr zu Jahr gesteigert hatte, zur Feststellung eines Entziehungstatbestandes (kultureller Vermögensgegenstände) einer gesetzlichen Fiktion. 410"; in Fn. 410 ist Rudolph als Quelle genannt.

Sichter

[12.] Analyse:Ma/Fragment 635 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-14 20:02:26 SleepyHollow02
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 635, Zeilen: 15-28
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 225, Zeilen: 02-10
Zumindest seit Beginn der in den 1990er Jahren erfolgten Provenienzrecherchen und Aufarbeitungen des nationalsozialistischen Kunsthandels ist bspw. die jüdische Provenienz eines Kunstwerks unter anderem daran erkennbar, dass auf ihm die Signatur „AR“ und „LR“ oder etwa „LB“, „D-W“ oder „KA“ angebracht ist. Seit Veröffentlichung der sog. Handreichung, deren Inhalt selbstverständlich nicht nur die professionell im Kunsthandel beteiligten Galeristen, Kunsthändler, Auktionshäuser und Museen, sondern auch Privatsammler kennen müssen, besteht darüber Auskunft. Mit den genannten Signaturen hat der ERR Kunstwerke versehen, die er aus jüdischen Sammlungen im besetzten Frankreich beschlagnahmt hat. „Die Signaturen „AR“ und „LR“ erhielten oftmals diejenigen Kunstwerke, die für das Führermuseum Linz bestimmt waren.883 Die Signaturen „LB“, „D-W“ und „KA“ dagegen kennzeichnen Kunstwerke, die aus den Sammlungen Levy de Benion, David-Weill und Alphonse Kann stammen.“ 884

883 Vgl. die Hinweise in der sog. Handreichung zur Umsetzung der Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz vom Dezember 1999 vom Februar 2001, überarbeitet im November 2007, S. 12.

884 In dieser Auflistung der jüdischen Sammler, denen während der Herrschaft des Nationalsozialismus Kunstwerke entzogen worden sind, ist bei denjenigen, die in Frankreich gelebt haben, soweit bekannt, hinter dem Namen die Signatur angegeben, mit welcher der ERR die Kunstwerke aus ihren Sammlungen versehen hat. Vgl. Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 225–226.

Die jüdische Provenienz des zu erwerbenden Kunstwerks ist zum anderen daran erkennbar, dass auf ihm die Signatur „AR“ und „LR“ oder etwa „LB“, „D-W“ oder „KA“ angebracht ist. Mit diesen Signaturen hat der ERR Kunstwerke versehen, die er aus jüdischen Sammlungen im besetzten Frankreich beschlagnahmt hat. Die Signaturen „AR“ und „LR“ erhielten oftmals diejenigen Kunstwerke, die für das Führermuseum Linz bestimmt waren.721 Die Signaturen „LB“, „D-W“ und „KA“ dagegen kennzeichnen Kunstwerke, die aus den Sammlungen Levy de Benzion, David David-Weill und Alphonse Kann stammen.722

[205]

Seit 1999, genauer: seit Februar 2001, ist die jüdische Abstammung des früheren Eigentümers sowohl Kunsthändlern und Museen als auch Privatsammlern jedenfalls dann erkennbar, wenn dieser in der Auflistung jüdischer Sammler, die der sogenannten „Handreichung“ zur Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung677 beigefügt ist, genannt ist oder sein Schicksal in einem der seit 1998 veröffentlichten Bücher oder Aufsätze geschildert wird.



722 Vgl. Handreichung, S. 12, Anlage II h, S. 39 f. In dieser Auflistung der jüdischen Sammler, denen während der Herrschaft des Nationalsozialismus Kunstwerke entzogen worden sind, ist bei denjenigen, die in Frankreich gelebt haben, soweit bekannt, hinter dem Namen die Signatur angegeben, mit welcher der ERR die Kunstwerke aus ihren Sammlungen versehen hat.

677 „Handreichung zur Umsetzung der Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz“, Anlage II h, S. 39 f., abrufbar auf http://www.lostart.de/stelle/handreichung. [...]

Anmerkungen

Die Angabe in der Fn. läßt nicht erkennen, daß hier wortlautnah (teils wörtlich) übernommen wurde. Der zwischengeschobene zweite Satz fasst Rudolph S. 205 zusammen.

Sichter
PlagProf:-)

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