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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Nikola Rass
Titel    Globalisierung - Neue Formen von Zentrum und Peripherie
Verlag    GRIN
Jahr    2001
Nummer    V110644
Seiten    27
Reihe    Studienarbeit
Anmerkung    Oberseminarsarbeit [sic] Sozialgeographisches Projektseminar „Der Neue Süden“, WS 2001, (wahrscheinlich FU Berlin)
ISBN    978-3-640-08806-5
DOI    10.3239/9783640088065
URL    http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/110644.html

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    7


Fragmente der Quelle:
[1.] Mah/Fragment 072 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-05 20:32:31 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mah, Rass 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 2-7, 9-17
Quelle: Rass 2001
Seite(n): 5, Zeilen: 13-26
3.1 Die Theorie des Freihandels

Die These von den positiven Auswirkungen des freien Handels und der Weltmarktintegration stützt sich auf die klassische Handelstheorie des 18. Jahrhunderts, insbesondere auf die von Adam Smith aufgestellte Regel von der unsichtbaren Hand des Marktes und David Ricardos Theorem von den komparativen Kostenvorteilen. Beide haben bis auf den heutigen Tag die ökonomische Theorie nachhaltig geprägt.157

3.1.1 Unsichtbare Hand und komparative Kostenvorteile

Nach der Theorie von Adam Smith wirkt der Mechanismus eines freien Marktes so, dass wenn alle Beteiligten ihr eigenes ökonomisches Interesse verfolgen, die Produktion auf die effizienteste Weise organisiert wird. Der freie Wettbewerb sorgt dafür, dass niemand Waren zu überhöhten Preisen anbieten kann, die unsichtbare Hand des Marktes verschafft sowohl Produzenten als auch Abnehmern das bestmögliche Ergebnis, indem die Preise ausschließlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Darüber hinaus hat eine Ausweitung des Handels eine erhöhte Arbeitsteilung und somit eine erhöhte Produktivität zur Folge. Arbeitsteilung und internationaler Güteraustausch führen demnach zum „Wohlstand der Nationen“.


157 Vgl. Smith, Adam (1776): Der Wohlstand der Nationen. Eine Untersuchung über seine Natur und seine Ursachen. München 1978: dtv; Ricardo, David (1817): Grundsätze der politischen Ökonomie und der Besteuerung. In: Neumark, Fritz (Hrsg.), Frankfurt a. Main 1972: Fischer- Verlag, bes. S. 107ff. Die weiteren Bestandteile der klassischen Handelstheorie (Saysches Theorem, usw.) können an dieser Stelle vernachlässigt werden. Zu der theoretischen Fortführung im Neoliberalismus siehe Zinn, Karl Georg: Die Selbstzerstörung der Wachstumsgesellschaft. Politisches Handeln im ökonomischen System, Hamburg 1980 , S. 166ff.

Die These von den positiven Auswirkungen des freien Handels und der Weltmarktintegration stützt sich auf die klassische Handelstheorie des 18. Jahrhunderts, insbesondere auf die von Adam Smith aufgestellte Regel von der unsichtbaren Hand des Marktes und David Ricardos Theorem von den komparativen Kostenvorteilen. Beide haben bis auf den heutigen Tag die ökonomische Theorie nachhaltig geprägt.

Nach der Theorie von Adam Smith wirkt der Mechanismus eines freien Marktes so, daß wenn alle Beteiligten ihr eigenes ökonomisches Interesse verfolgen, die Produktion auf die effizienteste Weise organisiert wird. Der freie Wettbewerb sorgt dafür, daß niemand Waren zu überhöhten Preisen anbieten kann, die unsichtbare Hand des Marktes verschafft sowohl Produzenten als auch Abnehmern das bestmögliche Ergebnis, indem die Preise ausschließlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Darüber hinaus hat eine Ausweitung des Handels eine erhöhte Arbeitsteilung und somit eine erhöhte Produktivität zur Folge. Arbeitsteilung und internationaler Güteraustausch führen demnach zum ,,Wohlstand der Nationen".

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Übernahme eines geschlossenen Textkorpus.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[2.] Mah/Fragment 073 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-07 08:41:21 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mah, Rass 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 14-23, 25-31
Quelle: Rass 2001
Seite(n): 5-6, Zeilen: 5:27-29 - 6:1-13
Ricardo bewies mittels eines Rechenexempels, dass Handel zwischen zwei Nationen für beide von Vorteil ist, wenn sich jede auf die Produktion der Güter spezialisiert, die sie am günstigsten produzieren kann, und gegen andere Güter eintauscht. Dies gilt auch dann, wenn der eine Handelspartner alle (oder keine) Arten von Gütern günstiger als der andere herstellt, aber sich auf diejenigen konzentriert, bei denen er die besten Produktionsbedingungen, also einen komparativen Kostenvorteil gegenüber anderen Gütern besitzt. Der klassischen Handelstheorien (sic!) zufolge wirken sich also internationale Arbeitsteilung und Weltmarktintegration, Spezialisierung auf leicht herzustellende Produkte sowie der freie Wettbewerb für ein Land in jedem Fall vorteilhaft aus.

3.1.2 Veraltete Annahmen und die holländische Krankheit

Beide Modelle der klassischen Handelstheorie beruhen zwar auf starken Vereinfachungen, besitzen aber dennoch einen hohen Erklärungswert. Ihre Anwendung auf die Weltwirtschaft des 20. und 21. Jahrhunderts ist jedoch aufgrund ihrer Annahmen nicht zu vertreten.

1. Adam Smith ging von einem „perfekten Wettbewerb“ aus - einer Vielzahl von Anbietern steht eine Vielzahl von Abnehmern gegenüber, alle sind vollständig über die Preise informiert und niemand ist in der Lage, sie zu beeinflussen.

[Seite 5]

Ricardo bewies mittels eines Rechenexempels, daß Handel zwischen zwei Nationen für beide von Vorteil ist, wenn sich jede auf die Produktion der Güter spezialisiert, die sie am günstigsten produzieren kann, und gegen andere Güter eintauscht.

[Seite 6]

Dies gilt auch dann, wenn der eine Handelspartner alle (oder keine) Arten von Gütern günstiger als der andere herstellt, aber sich auf diejenigen konzentriert, bei denen er die besten Produktionsbedingungen, also einen komparativen Kostenvorteil gegenüber anderen Gütern besitzt.

Der klassischen Handelstheorie zufolge wirken sich also internationale Arbeitsteilung und Weltmarktintegration, Spezialisierung auf leicht herzustellende Produkte sowie der freie Wettbewerb für ein Land in jedem Fall vorteilhaft aus.

Beide Modelle der klassischen Handelstheorie beruhen zwar auf starken Vereinfachungen, besitzen aber dennoch einen hohen Erklärungswert. Ihre Anwendung auf die Weltwirtschaft des ausgehenden 20. Jahrhunderts ist jedoch aufgrund ihrer Annahmen nicht zu vertreten.

Zum einen ging Adam Smith von einem ,,perfekten Wettbewerb" aus - einer Vielzahl von Anbietern steht eine Vielzahl von Abnehmern gegenüber, alle sind vollständig über die Preise informiert und niemand ist in der Lage, sie zu beeinflussen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[3.] Mah/Fragment 074 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-07 08:36:03 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Mah, Rass 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 8-33, 101-102
Quelle: Rass 2001
Seite(n): 6 - 7, Zeilen: 6:24-31 - 7:1-15
Weiterhin sei daran erinnert, dass mindestens ein Drittel des Welthandels innerhalb der jeweiligen Unternehmen stattfindet, und dass bei diesem Teil keineswegs der Marktmechanismus, sondern die Interessen des Konzerns die Preise bestimmen. Völlig überhöhte oder zu niedrige Preise im konzerninternen Handel sind gängige Mittel, um Gewinne dorthin zu verschieben, wo die Steuern am niedrigsten sind bzw. um gesetzliche Einschränkungen des Gewinntransfers zu umgehen. Mindestens ein weiteres Drittel des Welthandels läuft über die 500 größten Konzerne statt, die für gewöhnlich in der Lage sind, schwächeren Handelspartnern die Preise zu diktieren (dazu siehe den Abschnitt 2.3.1.4).

2. Das Ricardo-Theorem beruht auf der Immobilität der Faktoren Arbeit und Kapital. Ricardo ging davon aus, dass investitionsbereite Unternehmer „sich eher mit einer niedrigeren Profitrate im eigenen Land ... begnügen, als dass sie eine vorteilhaftere Anlage für ihren Reichtum bei fremden Nationen suchen.“160 Diese Annahme darf als widerlegt gelten. Des weiteren setzt Ricardo weltweit einheitliche Löhne und noch einiges mehr voraus, was in der heutigen Weltwirtschaft nicht als gegeben angesehen werden kann.

Ein weiterer in der klassischen Handelstheorie außer acht gelassener Aspekt hängt mit der sogenannten „holländischen Krankheit“ (dutch disease) zusammen. Damit ist gemeint, dass die Ausstattung mit Rohstoffvorkommen ein Land, das der Spezialisierungsregel folgt, in seiner Industrialisierung behindert. (So geschehen in den Niederlanden, als dort Ende der sechziger Jahre Erdgasvorkommen entdeckt wurden.) Altvater / Mahnkopf weisen zu Recht darauf hin, dass England bei Befolgung der Ricardo´schen Spezialisierungsregel ein Land von Schafhirten und Whiskybrennern geblieben wäre, da dort im frühen 18. Jahrhundert seine komparativen Kostenvorteile lagen und nicht in der gerade aufkeimenden [Textilindustrie.]


160 Ricardo, David (1817): Gründsätze [sic] der politischen Ökonomie und der Besteuerung, a. a. O., S. 113.

[Seite 6]

Derzeit findet jedenfalls mindestens ein Drittel des Welthandels innerhalb der jeweiligen Unternehmen statt, wobei keineswegs der Marktmechanismus, sondern die Interessen des Konzerns die Preise bestimmen. Völlig überhöhte oder zu niedrige Preise im konzerninternen Handel sind gängige Mittel, um Gewinne dorthin zu verschieben, wo die Steuern am niedrigsten sind bzw. um gesetzliche Einschränkungen des Gewinntransfers zu umgehen. Mindestens ein weiteres Drittel des Welthandels läuft über die 500 größten Konzerne statt, die für gewöhnlich in der Lage sind, schwächeren Handelspartnern die Preise zu diktieren (Korten 1995: S. 223).

[Seite 7]

Zum anderen beruht das Ricardo-Theorem auf der Immobilität der Faktoren Arbeit und Kapital. Ricardo ging davon aus, daß investitionsbereite Unternehmer ,,sich eher mit einer niedrigeren Profitrate im eigenen Land ... begnügen, als daß sie eine vorteilhaftere Anlage für ihren Reichtum bei fremden Nationen suchen." (Ricardo 1817: S. 113). Diese Annahme darf als widerlegt gelten. Des weiteren setzt Ricardo weltweit einheitliche Löhne und noch einiges mehr voraus, was in der heutigen Weltwirtschaft nicht als gegeben angesehen werden kann.

Ein weiterer in der klassischen Handelstheorie außer acht gelassener Aspekt hängt mit der sogenannten ,,holländischen Krankheit" (dutch disease) zusammen. Gemeint ist mit dieser Bezeichnung, daß die Ausstattung mit Rohstoffvorkommen ein Land, daß [sic] der Spezialisierungsregel folgt, in seiner Industrialisierung behindern kann. (So geschehen in den Niederlanden, als dort Ende der sechziger Jahre Erdgasvorkommen entdeckt wurden.) Altvater / Mahnkopf weisen zu Recht darauf hin, daß England bei Befolgung der Ricardo´schen Spezialisierungsregel ein Land von Schafhirten und Whiskybrennern geblieben wäre, da dort im frühen 18. Jahrhundert seine komparativen Kostenvorteile lagen und nicht in der gerade aufkeimenden Textilindustrie.


Ricardo, David 1972 (1817): Grundsätze der politischen Ökonomie und der Besteuerung. Herausgegeben von Fritz Neumark, Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Nicht weit vom Komplettplagiat entfernt.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[4.] Mah/Fragment 075 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-07 08:42:52 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Mah, Rass 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 1-5, 7-17, (18-23), 24-28, 101
Quelle: Rass 2001
Seite(n): 7, Zeilen: 7:15-32 - 8:(1-5).6-10
Letztere war der indischen Konkurrenz hoffnungslos unterlegen - zumindest solange, bis diese systematisch von den Engländern zerstört wurde. Zahlreiche andere Industrieländer konnten ebenfalls nur das werden, was sie heute sind, weil sie in der Vergangenheit ihre Volkswirtschaft entgegen der Spezialisierungsregel gezielt auf eine Industrialisierung ausgerichtet haben.161

3.2 Globalisierung als politischer Prozess

Ein wesentliches Element in der Diskussion ist die ein ums andere Mal beteuerte historische Unausweichlichkeit der Globalisierung, der der Status einer ökonomischen Naturgewalt eingeräumt wird. Dabei offenbart bereits ein flüchtiger Blick, dass der wirtschaftliche Globalisierungsprozess entscheidende politische Voraussetzungen hatte, die sich mindestens bis auf das Ende des zweiten Weltkriegs zurückverfolgen lassen.

Im Juli 1944 nämlich fand in Bretton Woods (einer Kleinstadt in New Hampshire, USA) eine Finanz- und Währungskonferenz der Vereinten Nationen statt, die zur Aufgabe hatte, die Weltwirtschaftsordnung der Nachkriegszeit festzulegen. Die Ansprüche, die die Vereinigten Staaten an diese hatten, brachte Vizeaußenminister (und späterer Außenminister) Dean Acheson auf den Punkt:

„Keine Gruppe, die sich mit dem Problem auseinandergesetzt hat ... hat jemals geglaubt, dass unser Binnenmarkt unsere gesamte Produktion unter den jetzigen Bedingungen aufnehmen könnte ... wir brauchen diese (Auslands-) Märkte für die Überschussproduktion der USA ... ohne die Auslandsmärkte ist Vollbeschäftigung und Wohlstand in den USA nicht machbar."162

Die Nachkriegsordnung sollte also folgendes gewährleisten: einen freien Handel mit möglichst geringen Beschränkungen, günstige Bedingungen für US-amerikanische Auslandsinvestitionen und ungehinderten Zugang zu Rohstoffen. Die politischen Kräfteverhältnisse lagen zu der Zeit so, dass diese Ansprüche sich ungetrübt in den Beschlüssen der Konferenz niederschlugen.


161 Vgl. Altvater/ Mahnkopf: Grenzen der Globalisierung, a. a. O., S. 225f.

162 Zit. nach Georg, Susan/ Sabelli, Fabrizio: Faith and Credit. The World Bank´s Secular Empire. Harmonsworth: Penguin 1994, S. 23. (deutsch: Kredit und Dogma. Ideologie und Macht der Weltbank. Hamburg: Konkret Literatur Verlag 1995.).

[Seite 7]

Letztere war der indischen Konkurrenz hoffnungslos unterlegen - zumindest solange, bis diese systematisch von den Engländern zerstört wurde. Zahlreiche andere Industrieländer konnten ebenfalls nur das werden, was sie heute sind, weil sie in der Vergangenheit ihre Volkswirtschaft entgegen der Spezialisierungsregel gezielt auf eine Industrialisierung ausgerichtet haben (Vgl. Altvater/Mahnkopf 1996: S. 207).

Ein wesentliches Element in der Diskussion um die Auswirkungen der Globalisierung z.B. auf die Entwicklungsländer ist die ein ums andere Mal beteuerte historische Unausweichlichkeit der Globalisierung, der der Status einer ökonomischen Naturgewalt eingeräumt wird. Dabei offenbart bereits ein flüchtiger Blick, daß der wirtschaftliche Globalisierungsprozeß entscheidende politische Voraussetzungen hatte, die sich zumindest bis auf das Ende des zweiten Weltkriegs zurückverfolgen lassen.

Als Ausgangspunkt dieser Betrachtung soll der Juli 1944 herangezogen werden, da zu diesem Zeitpunkt in Bretton Woods eine Finanz- und Währungskonferenz der Vereinten Nationen stattfand, die sich die Aufgabe zu eigen machte, die Weltwirtschaftsordnung der Nachkriegszeit zu bestimmen. Die Ansprüche, die die Vereinigten Staaten an die zu bestimmenden Regelungen hatten, brachte Vizeaußenminister (und späterer Außenminister) Dean Acheson damals folgendermaßen auf den Punkt:

[Seite 8]

,,Keine Gruppe, die sich mit dem Problem auseinandergesetzt hat ... hat jemals geglaubt, daß unser Binnenmarkt unsere gesamte Produktion unter den jetzigen Bedingungen aufnehmen könnte ... wir brauchen diese (Auslands-) Märkte für die Überschußproduktion der USA ... ohne die Auslandsmärkte ist Vollbeschäftigung und Wohlstand in den USA nicht machbar." (Zit. Nach [sic] Korten 1995: S.135)

Die Nachkriegsordnung sollte also einen freien Handel mit möglichst geringen Beschränkungen, günstigen Bedingungen für US-amerikanische Auslandsinvestitionen und ungehinderten Zugang zu Rohstoffen gewährleisten. Die politischen Kräfteverhältnisse jener Zeit ließen es zu, daß sich diese Ansprüche ungetrübt in den Beschlüssen der Konferenz niederschlagen konnten.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Zitat wird nicht in die Zeilenzählung mitaufgenommen.

Mahs eigener Beitrag, der über die Quelle hinausgeht, ist sehr gering (u.a. Einfügen einer Zwischenüberschrift und Angabe einer anderen Vorlage für das Zitat.)

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[5.] Mah/Fragment 076 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-07 08:45:12 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Mah, Rass 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 1-11, 14-26
Quelle: Rass 2001
Seite(n): 8, Zeilen: 8:10-28; 9:25-27
[Konkret umgesetzt werden sollten diese] von drei Organisationen, die die tragenden Säulen der Nachkriegsordnung werden sollten: eine Internationale Handelsorganisation ITO (um den freien Fluss des Handels zu fördern), ein Internationaler Währungsfonds IMF (um einen stabilen Rahmen für den Freihandel und weltweite Währungskonvertibilität zu garantieren163) und eine Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung IBRD (um wirtschaftliche Strukturprobleme von Handelspartnern zu beseitigen). Während IMF und Weltbank später als Bretton-Woods-Zwillinge bekannt wurden, scheiterte die Entstehung der ITO ironischerweise an der Ratifizierung im US-Kongress. Schwacher Ersatz wurde das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT), bis 1995 (mit 50-jähriger Verspätung) die Welthandelsorganisation WTO aus der Taufe gehoben wurde. [...]

In erster Linie wurde die Liberalisierung des Handels in den kommenden Jahrzehnten allerdings vom GATT verfolgt. In acht mehrjährigen Verhandlungsrunden einigten sich die Vertragspartner, deren Zahl von anfänglich 23 auf 131 anwuchs, auf weitreichende Zollsenkungen, später auch auf Handelsliberalisierungen in anderen Bereichen (Dienstleistungen, nicht-tarifäre Handelshemmnisse, usw.).165

Die Bretton-Woods-Zwillinge hatten auch nicht unbeträchtlichen Einfluss auf den politischen Trend zur Liberalisierung, vor allem seitdem ihre Ratschläge mit der Schuldenkrise nicht nur gutgemeinte Empfehlungen, sondern verbindliche Auflagen für eine Vielzahl von Ländern wurden. Der Regierungswechsel in einigen führenden Industrienationen sorgte schließlich dafür, dass in der neoliberalen Renaissance der achtziger Jahre die Theorie des Freihandels- als das weltweit anwendbare Allheilmittel der Entwicklung- zur nicht mehr hinterfragbaren Grundlage aller [Wirtschaftspolitik wurde.]


163 Umtauschbeschränkungen für bestimmte Währungen können den freien Handel entscheidend beeinträchtigen.

[...]

165 Im Rahmen des GATT sind die Zölle seit 1947 im Verlauf von insgesamt acht Zollsenkungsrunden so weit gesenkt worden, dass sie (zumindest in den Industrieländern) kaum noch eine kommerzielle Bedeutung haben. Die durchschnittliche Zollsenkungen betrug (sic) im Verlauf der „Kennedy- Runde“ (1964-67) 35 Prozent, während der Tokio- Runde (1973-79) 34 Prozent, in der Uruguay- Runde (1986-93) 40 Prozent. Allerdings sind in der gleichen Zeit die nicht-tarifären Handelshemmnisse kompensatorisch größer geworden (Vgl. Hauser, Heinz/ Schanz, Kai-Uwe: Das neue GATT. Die Welthandelsorganisation nach Abschluss der Uruguay-Runde, München/ Wien 1995). Die durchschnittliche Zollsenkungen, die in der Uruguay-Runde vereinbart wurde, beträgt (sic) für die Industrieländer (mit dem Handelsvolumen gewichtet) 38 Prozent, in den Entwicklungsländern 20 Prozent, in den Transformationsländern Ost- und Mitteleuropas 30 Prozent (vgl. Ebd.).

[Seite 8]

Konkret umgesetzt werden sollten diese Ansprüche von drei Organisationen, die die tragenden Säulen der Nachkriegsordnung werden sollten: eine Internationale Handelsorganisation ITO (um den freien Fluß des Handels zu fördern), ein Internationaler Währungsfonds IMF (um einen stabilen Rahmen für den Freihandel und weltweite Währungskonvertibilität zu garantieren) und eine Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung IBRD (um wirtschaftliche Strukturprobleme von Handelspartnern zu beseitigen). Während IMF und Weltbank später als Bretton-Woods-Zwillinge bekannt wurden, scheiterte die Entstehung der ITO an der Ratifizierung im US-Kongreß. Schwacher Ersatz wurde das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT), bis schließlich 1995 (mit 50-jähriger Verspätung) die Welthandelsorganisation WTO ins Leben gerufen wurde. Als erste Schritt in diese Richtung wurde zunächst in den kommenden Jahrzehnten die Liberalisierung des Handels vom GATT verfolgt. In acht mehrjährigen Verhandlungsrunden einigten sich die Vertragspartner, deren Zahl von anfänglich 23 auf 131 anwuchs, auf weitreichende Zollsenkungen, später auch auf Handelsliberalisierungen in anderen Bereichen (Dienstleistungen, nicht-tarifäre Handelshemmnisse, usw.).

Die Bretton-Woods-Zwillinge hatten auch beträchtlichen Einfluß auf den politischen Trend zur Liberalisierung, vor allem seitdem ihre Ratschläge mit der Schuldenkrise nicht nur gutgemeinte Empfehlungen, sondern verbindliche Auflagen für eine Vielzahl von Ländern wurden.

[Seite 9]

Der Regierungswechsel in einigen führenden Industrienationen (Reagan, Thatcher) sorgte schließlich dafür, daß in der neoliberalen Renaissance der achtziger Jahre die Theorie des Freihandels zur nicht mehr hinterfragbaren Grundlage aller Wirtschaftspolitik wurde.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Übernahme eines geschlossenen Textkorpus.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[6.] Mah/Fragment 077 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-05 20:32:11 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mah, Rass 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 5-12
Quelle: Rass 2001
Seite(n): 11, 12, Zeilen: 11:12-14; 12:1-4
In den Neunzigern setzte sich der Trend fort: laut UNCTAD dienten 95 Prozent aller neuen Investitionsregelungen zwischen 1991 und 96 der Liberalisierung.166

Die Globalisierung der Weltwirtschaft ist also nicht primär als ökonomisches Naturphänomen, sondern eher als Resultat von politischen Entscheidungen anzusehen, als politisches Projekt, das auf der Theorie des freien Handels basiert und ursprünglich an den Interessen der US-amerikanischen Industrie ausgerichtet war.


166 UNCTAD 1997: World Investment Report . Transnational Corporations, Market Structure and Competition Policy. Genf / New York 1997, S. 18f.

[Seite 11]

In den Neunzigern setzte sich der Trend zur Liberalisierung fort: laut UNCTAD dienten 95 % aller neuen Investitionsregelungen zwischen 1991 und ´96 der Liberalisierung (UNCTAD WIR 1997: S. 18).

[Seite 12]

Die Globalisierung der Weltwirtschaft ist also nicht primär als ökonomisches Naturphänomen, sondern eher als Resultat von politischen Entscheidungen anzusehen, als politisches Projekt, das auf der Theorie des freien Handels basiert und ursprünglich an den Interessen der US-amerikanischen Industrie ausgerichtet war, was gleichzeitig implizierte daß sie die Verarmungsprozesse in den Entwicklungsländern verschärfte.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[7.] Mah/Fragment 087 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-07 08:39:29 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Mah, Rass 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 12-24
Quelle: Rass 2001
Seite(n): 9-10, Zeilen: 9:30-33 - 10:1-11
Während die Industrieländer als Hauptexporteure in die Ölstaaten und als Hauptanlagemärkte für den riesigen Zustrom an „Petrodollars“ auch profitieren konnten, wurden die ölimportierenden Entwicklungsländer schwer getroffen.193 Die nordamerikanischen und westeuropäischen Banken bemühten sich naturgemäß nach Kräften, die Gelder als Kredite unter die Leute zu bringen, zu zeitweise sogar negativen Realzinsen.194

Die Entwicklungsländer waren dankbare Abnehmer. 1979 kam der zweite Ölpreissprung, und zwischen 1980 und 83 gerieten die Industrieländer in die schwerste Rezession der Nachkriegszeit, was einen schweren Nachfragerückgang nach Dritte-Welt-Exporten zur Folge hatte. Der Zerfall der Rohstoffpreise und die Verschlechterung der Austauschbeziehungen (Terms of Trade) bildeten eine der wichtigsten Krisenursachen in den Entwicklungsländern. Die Versechsfachung der realen Zinssätze in den achtziger Jahren195 (ausgelöst durch das riesige [Haushaltsdefizit der USA, mit dem die Reagan-Regierung die massive Aufrüstung finanzierte) trug ebenfalls entscheidend zur Verschärfung der Situation der Schuldnerländer bei.]


193 Die berechtigte Frage taucht auf, warum Ölproduzenten wie Mexiko, Nigeria, Venezuela und andere ebenfalls in die Schuldenkrise gerieten. Dies hängt im wesentlichen mit zwei Faktoren zusammen. Zum einen mit dem Verfall des Ölpreises während der der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Zum anderen hängt damit, dass die Ölländer bevorzugtes Ziel von Banken wurden, die ihre Petrodollars „recyclen“, d.h. als Kredite an den Mann bringen wollten.

194 Was natürlich nicht bedeutet, dass man weniger Geld zurückzahlen musste, als man geliehen hatte, sondern dass die Inflationsrate teilweise über der momentanen Zinsrate lag. Unglücklicherweise handelte es sich bei den Krediten meist um variable Zinsraten. Erläuternd sollte angemerkt werden, dass es der Alptraum jeder Bank ist, auf ihrem Geld sitzenzubleiben, da sie auf diese Weise nichts verdient und auf Dauer Verluste machen wird.

195 Zwischen 1974 und 79 lag der durchschnittliche reale Zinssatz bei 0,79 Prozent, zwischen 1980 und 89 bei 5,85 Prozent (Nuscheler, Franz: Lern- und Arbeitsbuch Entwicklungspolitik, a. a. O., S. [313). Verschuldete Entwicklungsländer zahlten in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts oftmals einen „Risikoaufschlag“ von zusätzlich bis zu 10 Prozent auf ihre Zinssätze. Nominelle Zinsraten zwischen 13 und 16 Prozent waren durchaus üblich (dazu siehe Hoogvelt, Ankie: Globalization and the Postcolonial World. The New Political Economy of Development. Baltimore: Johns Hopkins, 1997, S. 166.]

[Seite 9]

Vom ersten Ölpreisschock 1973 konnten die Industrieländer als Hauptexporteure in die Ölstaaten und als Hauptanlagemärkte für den riesigen Zustrom an ,,Petrodollars" noch profitieren, wohingegen die ölimportierenden Entwicklungsländer hierdurch bereits schwer getroffen wurden.

[Seite 10]

Die nordamerikanischen und westeuropäischen Banken bemühten sich nun, die Gelder als Kredite zu vergeben, zeitweise taten sie das sogar zu negativen Realzinsen. Die Entwicklungsländer waren dankbare Abnehmer. Mit dem zweiten Ölpreissprung 1979 gerieten die Industrieländer zwischen 1980 und 83 in die schwerste Rezession der Nachkriegszeit, was einen schweren Nachfragerückgang nach Dritte-Welt-Exporten zur Folge hatte. Der Zerfall der Rohstoffpreise und die Verschlechterung der Terms of Trade bildeten eine der wichtigsten Krisenursachen in den Entwicklungsländern. Die Versechsfachung der realen Zinssätze in den achtziger Jahren (ausgelöst durch das riesige Haushaltsdefizit der USA, mit dem die Reagan-Regierung die massive Aufrüstung finanzierte) trug ebenfalls entscheidend zur Verschärfung der Situation der Schuldnerländer bei (Vgl. Nuscheler 1995: S. 313).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

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