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Quelle:Mb/BNetzA 2006

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Titel    Breitbandzugang für Großkunden. Marktdefinition und Marktanalyse. Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission. Festlegung der Präsidentenkammer
Herausgeber    Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Verlag    [Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen]
Ausgabe    [Bonn]
Datum    12. Januar 2006
URL    http://www.bundesnetzagentur.de/DE/DieBundesnetzagentur/Beschlusskammern/1BK-Geschaeftszeichen-Datenbank/BK4-GZ/2006/2006_001bis100/BK4-06-039_BKV/FestlegungBK4-06-039Rpdf.pdf?__blob=publicationFile

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    18


Fragmente der Quelle:
[1.] Mb/Fragment 099 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-29 10:54:29 Hindemith
BNetzA 2006, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 5-26
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 1, 2, Zeilen: 2-7, 31-33; 17-23
Die Empfehlung der Kommission vom 11. Februar 2003 über relevante Produkt- und Dienstmärkte des elektronischen Kommunikationssektors, die aufgrund der Richtlinie 2002/21/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste für eine Vorabregulierung in Betracht kommen343(Märkte-Empfehlung), führt in Ziffer 12 den Markt „Breitbandzugang für Großkunden“ auf. Im englischen Text der Märkte-Empfehlung lautet die Bezeichnung des Marktes „Wholesale broadband access“. Die deutsche Übersetzung, die den Begriff „Wholesale“ mit Großkunde wiedergibt, ist insoweit missverständlich, da unter dem Begriff „Wholesale“ die Vorleistungsebene zu verstehen ist.344 Der Markt umfasst Bitstrom-Zugang, der die Breitband-Datenübertragung in beiden Richtungen gestattet, und sonstigen Großkundenzugang, der über andere Infrastrukturen erbracht wird, wenn sie dem Bitstrom-Zugang gleichwertig sind.345

Nach mittlerweile allgemeinem Verständnis ist Bitstrom-Zugang ein Vorleistungsprodukt, das dem Wettbewerber die direkte Kontrolle über die Endkundenbeziehung ermöglicht und das Angebot von Anschluss und Breitbanddienst aus einer Hand erlaubt. Außerdem muss der Anbieter auf Basis des Bitstrom-Zugangs eigene, mit individuellen Qualitätsparametern ausgestattete Dienste anbieten können.346 Diese Definition deckt sich weitgehend mit der auf europäischer Ebene verwendeten Definition, die die European Regulators Group (ERG) in einem gemeinsamen Standpunkt vom 2. April 2004347 festge[legt hat.]


343 Empfehlung 2003/311/EG (Märkte-Empfehlung), a. a. O.

344 Märkte-Empfehlung, a. a. O., Erwägungsgrund 6.

345 BNetzA, Marktdefinition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, abrufbar unter <http://www.bundesnetzagentur.de /media/archive/7382.pdf>

346 Vgl. Anhang 3 der Marktdefinition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O.: Ergebnisse der Anhörung zum Bitstrom-Zugang.

347 Bitstrom-Zugang, Gemeinsamer Standpunkt der ERG vom 2. April 2004, abrufbar unter <http://erg.eu.int/doc/whatsnew/ erg_0333revl_bitstream_access_com mon_position.pdf>.

[S. 1, Z. 2-7]

Die vorliegende Untersuchung betrifft Ziffer 12 der Empfehlung der Kommission vom 11. Februar 2003 über relevante Produkt- und Dienstmärkte des elektronischen Kommunikationssektors, die aufgrund der Richtlinie 2002/21/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und –dienste für eine Vorabregulierung in Betracht kommen1 (im Folgenden: Märkte-Empfehlung). Unter Ziffer 12 ist folgender Markt aufgeführt: „Breitbandzugang für Großkunden“2. [...]

[S. 1, Z. 31-33]

Dieser Markt umfasst Bitstrom-Zugang, der die Breitband-Datenübertragung in beiden Richtungen gestattet, und sonstigen Großkundenzugang, der über andere Infrastrukturen erbracht wird, wenn sie dem „Bitstrom“-Zugang gleichwertige Einrichtungen bereitstellen. [...]

[S. 2, Z. 17-23]

1. Bitstrom-Zugang muss dem Wettbewerber die direkte Kontrolle über die Endkundenbeziehung ermöglichen und erlaubt das Angebot von Anschluss und Breitbanddienst aus einer Hand. 2. Der Anbieter muss auf Basis des Bitstrom-Zugangs eigene, mit individuellen Qualitätsparametern ausgestattete Dienste anbieten können.

Diese Definition deckt sich auch mit den Bitstrom-Zugangsdefinitionen wie sie auf europäischer Ebene verwandt werden. So hat die European Regulators Group (ERG) in einem gemeinsamen Standpunkt vom 2. April 200410 die folgenden Hauptelemente von Bitstrom-Zugang definiert:


1 Empfehlung 2003/311/EG, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 114 vom 8. Mai 2003, S.45

2 Nach dem englischen Text der genannten Empfehlung lautet die Bezeichnung des Marktes: Wholesale broadband access. Es ist darauf hinzuweisen, dass die deutsche Übersetzung, die den Begriff „Wholesale“ mit „Großkunde“ wiedergibt, missverständlich ist. Vielmehr ist hier unter dem Begriff „Wholesale“ die Vorleistungsebene zu verstehen.

10 Bitstromzugang, Gemeinsamer Standpunkt der ERG vom 2. April 2004 (Deutsche Fassung) ERG (03) 33rev1

Anmerkungen

Zwar wird die Quelle genannt, jedoch nicht deutlich gemacht, in welchem Ausmaß (wortwörtlich inkl. Literaturangaben) sie übernommen wurde.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[2.] Mb/Fragment 100 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-21 09:10:07 Fret
BNetzA 2006, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02, Graf Isolan, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 4-10
Quelle: BNetzA_2006
Seite(n): 3, Zeilen: 12-13; 22-24; 28-30
Die Infrastruktur für ein Bitstrom-Zugangsprodukt besteht aus einem Anschlussteil und einem Zuführungsteil. Der Anschlussteil (TAL oder hochbitratiger Teil der TAL) wird im Fall des Bitstrom-Zugangs dem Nachfrager nicht physisch, sondern „virtuell“ überlassen.348 Der Zuführungsteil ist die Verbindung zwischen TAL und dem Bitstromübergabepunkt. Es ist somit für den Transport im Konzentrationsnetz349 und im ATM-350 oder IP-Backbone351 verantwortlich.

348 BNetzA, Marktdefinition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O.,S. 3.

349 Das Konzentrationsnetz ist das Bindeglied zwischen TAL und ATM/IP-Netz.

350 Die Übertragungstechnologie im ATM-Backbone basiert auf dem Asynchronous Transfer Mode (ATM), einem verbindungsorientierten paketvermittelten Datenübertragungsverfahren, welches die Einhaltung bestimmter Qualitätsparameter garantieren kann. Das ATM-Backbone ist der vermittelnde Teil eines Verbindungsnetzes, der als Netz höherer Netzebene nachgeordnete lokale und regionale Netze miteinander verbindet.

351 Das IP-Backbone ist ebenfalls der vermittelnde Teil eines Verbindungsnetzes, der als Netz höherer Netzebene nachgeordnete lokale und regionale Netze miteinander verbindet. Hierbei erfolgt die Signalübertragung aber auf Basis von Protokollen aus der Familie der Internet-Protokolle.

Das hier betrachtete einheitliche Bitstrom-Zugangsprodukt basiert auf einer Infrastruktur, die sich aus einem Anschlussteil und einem Zuführungsteil zusammensetzt. [...]

Die komplette TAL oder der hochbitratige Teil der TAL wird dem Bitstromnachfrager nicht physisch, sondern mit hochbitratiger Übertragungstechnik versehen „virtuell“ überlassen. [...]

Der Zuführungsteil des Bitstrom-Zugangs stellt die Transportleistung im Konzentrationsnetz17 und im ATM18 oder IP-Backbone19 dar und ist netztechnisch gesehen als Verbindung zwischen Teilnehmeranschlussleitung und dem Bitstromübergabepunkt (vgl. Abb. H-1) zu verstehen.


17 Das ATM-basierte Konzentrationsnetz ist ein zentrales Element DSL basierter Breitbanddienste und stellt das Bindeglied zwischen Teilnehmeranschlussleitung und IP/ATM-Netz dar.[...]

18 ATM Backbone ist der vermittelnde Teil eines Verbindungsnetzes, der als Netz höherer Netzebene nachgeordnete lokale und regionale Netze miteinander verbindet und bei dem die Übertragungstechnologie auf dem Asynchronous Transfer Mode (ATM) basiert, welcher Reservierungen von Kapazitäten mit festen Zuordnungen ermöglicht und die Einhaltung bestimmter Quality of Service Parameter garantieren kann.

19 IP-Backbone ist der vermittelnde Teil eines Verbindungsnetzes, der als Netz höherer Netzebene nachgeordnete lokale und regionale Netze miteinander verbindet und in dem die Signalübertragung auf Basis von Protokollen aus der Familie der Internet Protokolle erfolgt.[...]

Anmerkungen

Die Quelle ist in FN 348 benannt. Es wird jedoch nicht deutlich, dass die gesamten Ausführungen inhaltlich identisch, weitgehend wörtlich, sowie bis hin zur Anordnung der Fußnoten (samt deren Inhalt) aus der Quelle stammen.

(Man beachte, dass die fehlende Textfärbung in FN 351 auf einem Software-Bug beruht; der Text ist auch dort weitgehend identisch mit der Quelle.)

Sichter
Strafjurist

[3.] Mb/Fragment 100 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-21 10:04:52 Fret
BNetzA 2006, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret, Graf Isolan, Strafjurist
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 10-18
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 4, 26, Zeilen: 8-13; 6-9
Der Markt umfasst auch sonstigen Großkundenzugang, der über andere Infrastrukturen erbracht wird, wenn sie dem Bitstrom-Zugang gleichwertig sind. In Deutschland gibt es eine alternative Infrastruktur, über die es grundsätzlich möglich ist, gleichwertigen Bitstrom-Zugang anzubieten. Hierbei handelt es sich um das hybride Fibre Coxial [sic!] Netz (HFC-Netz). Das HFC-Netz wird in Deutschland überwiegend für die Rundfunk- und Fernsehübertragung genutzt. Dieses Netz eignet sich für breitbandige Dienste, wie Internetdienste im Allgemeinen und Voice over IP im Speziellen, wenn es bidirektional geschaltet ist. [S. 4, Z. 8-13]

In Deutschland gibt es eine alternative Infrastruktur, über die es derzeit grundsätzlich möglich ist, ein dem oben beschriebenen Bitstom-Zugang gleichwertiges Breitbandzugangsprodukt anzubieten. Dabei handelt es sich um das hybride Fibre Coaxial Netz (HFC-Netz), das in Deutschland überwiegend als Rundfunk- und Fernsehübertragungsnetz verwendet wird. Sobald dieses Netz jedoch bidirektional geschaltet ist, eignet es sich auch zur Datenübertragung für breitbandige Dienste wie Intenetzugang oder VoIP.

[S. 26, Z. 6-9]

Nach der Empfehlung umfasst dieser Markt Bitstrom-Zugang, der die Breitband-Datenübertragung in beiden Richtungen gestattet, und sonstigen Großkundenzugang, der über andere Infrastrukturen erbracht wird, wenn sie dem Bitstrom-Zugang gleichwertige Einrichtungen bereitstellen.

Anmerkungen

Der in Fließtext weit vorher erfolgte Hinweis auf die Quelle macht die Textübernahme, die sich bis in die Detailerläuterungen in den Fußnoten zieht (vgl. hierzu Mb/Fragment_100_04), nicht kenntlich.

Sichter
fret

[4.] Mb/Fragment 101 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-18 17:37:32 Fret
BNetzA 2006, Fragment, KeineWertung, Mb, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 07-11
Quelle: BNetzA_2006
Seite(n): 9, Zeilen: 02-06
Bedarf für ein Bitstromprodukt auf IP-Basis wird insbesondere von der Gruppe der Internet Service Provider angemeldet. Diese Unternehmen adressieren überwiegend den Massenmarkt. Hinsichtlich der Qualitätsanforderungen ist es für sie ausreichend, ein Produkt auf IP-Ebene zu erhalten, das „best effort“-Anforderungen genügt.354

354 BNetzA, Marktdefinition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O., S. 8.

Die erste Gruppe der Unternehmen, die im Rahmen der Anhörung Stellung genommen haben, äußern den Bedarf für ein Bitstromprodukt auf IP-Basis. Zu dieser Gruppe zählen das Cluster ISP (...). Hinsichtlich der Qualitätsanforderungen ist es für diese Unternehmen, die überwiegend den Massenmarkt adressieren, ausreichend, ein IP-basiertes Bitstromprodukt zu erhalten, das „best effort“ Anforderungen genügt.
Anmerkungen

Quellenangabe in der Fn. ist inkorrekt, und deckt die wortlautnbahe Übernahme nicht ab. Bemerkenswert etwa die Formulierung "adressieren" statt "ansprechen" o.ä., die als Anglizismus auf eine Übernahme des Texts aus einer englischsprachigen Fassung deuten könnte.

S. Diskussion.

Sichter
(fret)

[5.] Mb/Fragment 102 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-10 15:58:55 Graf Isolan
BNetzA 2006, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 04-14
Quelle: BNetzA_2006
Seite(n): 9, 94, Zeilen: S.9,23-33 und S.94,21-24
Diese Gruppe, die vorwiegend das Geschäftskundensegment bedient, benötigt Einfluss auf Qualitätsparameter, um differenzierte Produkte anbieten zu können. Diese Unternehmen möchten über das Bitstrom-Produkt nicht nur breitbandige Internetzugänge über DSL-Anschlüsse ermöglichen. Sie möchten darüber hinaus auch Geschäftskundendienste wie Video-Conferencing und Vitual Private Network (VPN)359 anbieten. Diese Unternehmen stellen daher besonders hohe Anforderungen an die qualitative Ausgestaltung eines Bitstrom-Produkts. Nach ihrer Meinung kann ein IP-basiertes Produkt diese Anforderungen nicht erfüllen da die IP-basierte Netzkopplung über MPLS als Schnittstellenprotokoll keine reibungsfreie Netzzusammenschaltung im Hinblick auf die Übergabe von garantierten Class-of-Service-Parametern ermögliche.

359 Virtuelles Privates Netz; dies ist ein allgemein höherschichtiger Kommunikationsdienst eines öffentlichen oder verwalteten Netzes zur Realisierung geschlossener Unternehmensnetze.

[Seite 9]

Die übrigen Unternehmen, die ausschließlich auf den Geschäftskundenmarkt fokussieren, benötigen Einfluss auf Qualitätsparameter und Service Level Agreements, um differenzierte Produkte anbieten zu können. Diese Unternehmen benötigen Bitstrom nicht nur, um über DSL-Anschlüsse breitbandige Internetzugänge zu ermöglichen, sondern sie möchten darüber hinaus auch Geschäftskundendienste wie z.B. VPN, Video-Conferencing anbieten. Von daher stellen sie besonders hohe Anforderungen an die qualitative Ausgestaltung eines Bitstromprodukts. Ein IP-basiertes Bitstromprodukt kann nach ihrer Meinung diese Anforderungen nicht erfüllen. Insbesondere erlaube die IP-basierte Netzkoppelung über MPLS als Schnittstellenprotokoll keine reibungsfreie Netzzusammenschaltung im Hinblick auf die Übergabe von garantierten Class-of-Service Parametern.

[Seite 94]

VPN: Virtual Private Network, dt. Virtuelles Privates Netz. Allgemein höherschichtiger Kommunikationsdienst eines öffentlichen oder verwalteten Netzes zur Realisierung geschlossener Unternehmensnetze.

Anmerkungen

Die Quelle wird in der vorangehenden Fn. 358 korrekt referenziert, für den hier wiedergegebenen Abschnitt nicht mehr. Der Kommafehler der Verf. (fehlendes Komma vor "da die") geht darauf zurück, daß sie zwei Sätze der Quelle zu einem zusammengefaßt hat. Die in Fn. 359 gegebene Definition für VPN findet sich wörtlich in der Quelle im Glossar auf S. 94.

Sichter
fret

[6.] Mb/Fragment 104 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-21 11:15:03 Fret
BNetzA 2006, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 20-33
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 28, 29, 31, Zeilen: 25-27, 32-36; 1-4; 5-11
Die beiden Übertragungstechnologien ATM-Technologie und IP-Protokoll bieten unterschiedliche Qualitätsstandards. Aufgrund dieser unterschiedlichen Eigenschaften bedienen ATM-Bitstromprodukte und IP-Bitstromprodukte unterschiedliche Nachfragen. IP-Bistromprodukte werden eher von Unternehmen nachgefragt, die als Internet Service Provider oder Carrier den ADSL-Massenmarkt mit Internetzuführungsleistungen bedienen wollen. Nachfrager, die auf dem Endkundenmarkt hochwertige Dienste für Geschäftskunden anbieten wollen, interessieren sich in erster Linie für ein ATM-Bitstromprodukt.366 Zu klären ist daher, ob die beiden Bitstromproduktarten einen gemeinsamen Markt bilden. Hier ist zunächst die Austauschbarkeit aus Nachfragersicht zu prüfen.

In technischer Hinsicht unterscheiden sich die Bitstrom-Zugangsprodukte durch die Übergabetechnologie, welche wiederum die Technologie des weiterführenden Netzes bestimmt.


366 Vgl. oben unter E. II. 2.).

[S. 28, Z. 25-27]

Die unterschiedlichen Qualitätsstandards, die die beiden Übertragungstechnologien ATM-Technologie und IP-Protokoll bieten, machen es erforderlich, die Bitstromprodukte nach der Übergabetechnologie zu klassifizieren: [...]

[S. 28, Z. 32-36]

Aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften im Hinblick auf die Erfüllung von Qualitätsstandards bedienen ATM-Bitstromprodukte und IP-Bitstromprodukte sehr unterschiedliche Nachfragen: IP-Bitstromprodukte werden derzeit in erster Linie von Unternehmen nachgefragt, die als Service Provider oder Carrier insbesondere den ADSL-Massenmarkt mit Internetzugangsleistungen aber auch VoIP-Diensten bedienen wollen.

[S. 29, Z. 1-4]

Bitstromnachfrager hingegen, die auf dem Endkundenmarkt hochwertigere Dienste adressieren wollen (wie z.B. Video on Demand oder für Geschäftskunden VPN etc.), die auf der Übertragungsebene definierte Qualitäten erfordern, sind derzeit in hohem Maße an einem ATM-Bitstromprodukt interessiert.

[S. 31, Z. 5-11]

Auf der Basis der oben aufgeführten Beschreibung des Bitstrom-Zugangsmarktes ist zu klären, inwiefern die beiden Bitstromproduktarten „ATM-Bitstrom-Zugang“ und „IP-Bitstrom-Zugang“ einem gemeinsamen Bitstrom-Zugangsmarkt zuzuordnen sind. Auf der Grundlage der in Anhang 1 dargestellten Kriterien ist daher zunächst die Austauschbarkeit aus Nachfragersicht zu prüfen. Die Bitstrom-Zugangsprodukte unterscheiden sich durch die Übergabetechnologie, die wiederum die Technologie des weiterführenden Netzes bestimmt.

Anmerkungen

Keine Kenntlichmachung der zusammenfassenden Übernahme aus der Quelle. Wenngleich es zu einer Reihe von Umstellungen u.ä. kommt, ist keine eigenständige Formulierungsleistung erkennbar.

Sichter
Strafjurist

[7.] Mb/Fragment 105 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-21 11:35:48 Strafjurist
BNetzA 2006, BauernOpfer, Fragment, Mb, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret, Strafjurist
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 1-21
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 31, 32, Zeilen: 11-41; 4-8
[Der Inhaber eines ATM-Backbones wird daher {Satzanfang auf S. 104}] auch ATM-Bitstrom-Zugang nachfragen und der Betreiber eines IP-Backbones dementsprechend IP-Bitstrom-Zugang. Für die Übergabe des ATM-Bitstroms ist außerdem eine andere Infrastruktur notwendig, da sich ein ATM-Bitstromprodukt auf eine niedrigere Schicht des OSI-Referenz-Modells (Layer 2) bezieht als ein IP-Bitstromprodukt. ATM- und IP-Bitstromnachfrager unterscheiden sich auch dadurch, dass sie auf unterschiedliche Kundensegmente abzielen.367

Aus diesen Gründen ist es auszuschließen, dass ein ATM-Bitstromnachfrager bei einer hypothetischen Preiserhöhung, z.B. um 10%, auf ein IP-Produkt ausweicht, da er mit dem alternativen Produkt die Qualitätsanforderungen seiner Kunden überhaupt nicht erfüllen könnte.368 Auch die mit einem Wechsel auf ein IP-Bitstromprodukt verbundene Technologieumstellung ist für den Nachfrager nicht wirtschaftlich, da das Backbone auf IP-Technologie umgestellt werden müsste. Zudem müsste der Nachfrager aufgrund der Änderung des Qualitätsstandards einen anderen Kundenkreis erschließen. Auch umgekehrt ist die Umstellung von IP- auf ATM-Bitstromprodukte nicht sinnvoll. In technischer Hinsicht wäre auch hier eine Technologieumstellung erforderlich. Eine Preiserhöhung von bis zu 10 % würde auch hier nicht genügend Anreiz zu einem Produktwechsel bieten. Es kann somit festgehalten werden, dass eine Austauschbarkeit von ATM- und IP-Bitstromprodukten aus Nachfragersicht auszuschließen ist.


367 Vgl. oben unter E. II.

368 BNetzA, Marktdefinition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O., S. 30.

[S.31, Z.11-41]

D.h. ein Bitstromnachfrager, der über ein ATM-Backbone verfügt, zu dem er sich Bitstromverkehr zuführen lassen möchte, wird ATM-Bitstron nachfragen. Der Inhaber eines IP-Backbone ist an IP-Bitstrom interessiert. Ein ATM-Bitstromprodukt bezieht sich auf eine niedrigere Schicht des OSI-Referenz-Modells (Layer 2) , entsprechend ist für die Übernahme des ATM-Bitstromverkehrs eine andere Infrastruktur notwendig (z.B. ein ATM Switch anstelle eines BRAS (Broadband Remote-Access-Server)) als wenn IP-Bitstromverkehr übernommen wird.

Ein ATM-Bitstromnachfrager zielt außerdem auf andere Kunden als jener, der IP-Bitstromprodukte nachfragt. [...]

Vor diesem Hintergund ist es auszuschließen, dass ein ATM-Bitstromnachfrager auf ein IP-Bitstromprodukt ausweicht, sollte eine hypothetischer Monopolist52 den Preis des ATM-Bitstromproduktes um einen kleinen aber signifikanten Betrag erhöhen, z.B. um 10%. Mit einem IP-Bitstromprodukt könnte der Nachfrager die Anforderungen seiner Kunden auf dem Endkundenmarkt hinsichtlich standardisierter Qualitäten nicht mehr erfüllen. Die mit dem Wechsel auf ein IP-Bitstromprodukt verbundene Technologieumstellung ist bei der angenommenen Preiserhöhung nicht wirtschaftlich. [...] Das Backbone müsste ebenfalls von der ATM-Technologie auf IP-basierte Übertragung umgestellt werden. Da mit einem IP-Bitstromprodukt andere Qualitätsstandards verbunden sind, müsste er außerdem einen neuen Kundenkreis erschießen [sic !], verbunden mit neuen Marketingkonzepten. Eine Substituierbarkeit eines ATM-Bitstromprodukts durch ein IP-Bitstromprodukt ist wirtschaftlich, technisch und im Hinblick auf die Marketingstrategie nicht darstellbar.

Umgekehrt ist der Austausch eines IP-Bitstromproduktes durch ein ATM-Bitstromprodukt wirtschaftlich und technisch nicht sinnvoll. Ein Nachfrager, der bisher ein IP-Bitstronprodukt nachgefragt hat, müsste bei der Umstellung auf ein ATM-Bitstromprodukt seine Übernahmeschnittstelle technisch so umrüsten, dass er die Datenverkehre, die mit ATM-Technologie übertragen werden, auch weiterverarbeiten kann [...]

52 Zur Erläuterung des hypothetischen Monopolistentests vgl. Anhang 1, Marktabgrenzungskriterien. [...]

[S.32, Z.4-8] Eine kleine signifikante Preissteigerung (10%) des IP-Bitstromprodukts würde vor dem Hintergrund der hier geschilderten nötigen technischen Umrüstungen ökonomisch keinen Anreiz zum Produktwechsel bilden.

Eine Austauschbarkeit der beiden Bitstromprodukte aus Nachfragersicht ist daher auszuschließen.

Anmerkungen

Die Quellennennung macht das Ausmaß der Übernahme nicht deutlich. Es ist - von Umstellungen und erheblicher Straffung abgesehen - keine eigene Formulierungleistung erkennbar.

Sichter

[8.] Mb/Fragment 105 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-02-18 21:25:13 WiseWoman
BNetzA 2006, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 25-31
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 32, Zeilen: 21-23, 38-41
Wollte ein ATM-Bitstromanbieter auf ein IP-Bitstromprodukt ausweichen, so wäre dies technologisch nur durch einen Wandel an der Übergabe-Schnittstelle möglich (von Layer 2 auf Layer 3).369 Auch im umgekehrten Falle wären hohe Investitionen in die sehr viel teurere ATM-Infrastruktur nötig. Eine kleine, wenn auch signifikante Preissteigerung des jeweiligen Produkts erscheint nicht ausreichend, um einen Anbieter zu einer Angebotsumstellung zu veranlassen.

369 BNetzA, Marktdefinition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O. S. 31.

[Z. 21-23]

Hier erfolgt der Wechsel von einem Produktangebot (ATM-Bitstromprodukt) zu einem anderen Angebot (IP-Bitstrom) technologisch durch einen Wandel an der Übergabe-Schnittstelle (von Layer 2 auf Layer 3 des OSI Schichtenmodells). [...]

[Z. 39-42]

Ein solcher Anbieter müsste bei einem Wechsel hin zum ATM-Bitstrom-Zugang in die im Vergleich zu IP-Bitstrom sehr viel teurere ATM-Infrastruktur investieren. Eine kleine, wenn auch signifikante Preiserhöhung eines ATM-Bitstromproduktes scheint kein Anreiz für eine solche Investitionsentscheidung zu sein.

Anmerkungen

Die Kennzeichnung macht nicht deutlich, dass Mb sich hier ausschließlich am Text der Quelle orientiert. Die Übernahme setzt sich auf der folgenden Seite in Mb/Fragment 106 01 fort.

Sichter
Strafjurist

[9.] Mb/Fragment 106 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-21 16:47:41 Fret
BNetzA 2006, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 1-4
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 32-33, Zeilen: 43-44; 1-2
Im Ergebnis ist daher festzustellen, dass weder die Austauschbarkeit aus Nachfragersicht zwischen ATM- und IP-Bitstromprodukten gegeben, noch eine Angebotsumstellungsflexibilität wahrscheinlich ist. ATM- und IP-Bitstrom-Zugang sind folglich zwei verschiedenen Märkten zuzuordnen. Weder die Austauschbarkeit aus Nachfragersicht ist zwischen ATM-Bitstromprodukt und IP-Bitstromprodukt gegeben, noch ist eine Angebotsumstellungsflexibilität wahrscheinlich. Aus die[sem Grunde werden ATM-Bitstrom-Zugang und IP-Bitstrom-Zugang zwei getrennten Märkten zugeordnet.]
Anmerkungen

Das Fragment setzt die Übernahme der Vorseite (Mb/Fragment 105 25) nahtlos mit der Aneignung der in der Quelle formulierten Schlussfolgerungen fort. Es wird nicht kenntlich gemacht, dass dise inhaltlich wie der Formulierung nach auf der Quelle basieren.

Sichter
Strafjurist

[10.] Mb/Fragment 106 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-19 09:34:52 Fret
BNetzA 2006, Fragment, KeineWertung, Mb, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 5-34
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 35, 36, 37, Zeilen: -
(2) HFC-Breitbandzugang und Bitstrom-Zugang

Der Breitbandzugang über HFC-Infrastruktur ist als sonstiger Großkundenzugang, der über andere Infrastrukturen erbracht, wird ebenfalls dem Markt Nr. 12 „Breitbandzugang für Großkunden“ zuzurechnen.370 Zu prüfen ist nun, ob der HFC-Breitbandzugang einem bzw. beiden der unter (1) festgelegten Märkte angehört.
Zunächst wird untersucht, ob ATM-Bitstrom-Zugang und HFC-Breitbandzugang einen Markt bilden. Der über die HFC-Infrastruktur geführte Verkehr wird IP-basiert übergeben.371 Aus den oben geschilderten Gründen, die sich aufgrund der parallelen Übergabetechnologien auf das Verhältnis von ATM-Bitstrom-Zugang und HFC-Breitbandzugang übertragen lassen, ist hier weder eine Nachfragesubstituierbarkeit auf Nachfragerseite gegeben noch eine Angebotsumstellungsflexibilität auf Anbieterseite wahrscheinlich. HFC-BreitbandzugangsProdukte werden primär für den Massenmarkt angeboten, so dass sich auch das adressierte Kundensegment unterscheidet. ATM-Bitstrom-Zugangs- und HFC-Breitbandzugangs-Produkte sind somit nicht einem Markt zuzuordnen.
Als nächstes ist zu prüfen, ob IP-Bitstrom-Zugang und HFC-Breitbandzugang einen Markt bilden. Die Übergabetechnologie erfolgt in beiden Fällen IP-basiert. Die Produkte sind daher ähnlich beschaffen und dienen auch dem gleichen Verwendungszweck: Sie übertragen mit Hilfe des Internet Protocols breitbandigen Datenverkehr in eine höhere Netzebene. Bei einer kleinen, aber signifikanten Preiserhöhung eines der Produkte scheint ein Wechsel auf das jeweils andere Produkt durchaus wahrscheinlich. Folglich ist die Austauschbarkeit aus Nachfragersicht gegeben. Eine Angebotsumstellungsflexibilität auf Anbieterseite erscheint jedoch weniger wahrscheinlich. Wollte ein IP-Bitstrom-Zugangs-Anbieter sein Angebot auf die HFC-Technologie umstellen, so müsste er hierfür so hohe Investitionskosten in Kauf nehmen, dass ein Wechsel in wirtschaftlicher Hinsicht nicht rentabel wäre. Dasselbe gilt für den umgekehrten Fall. Auch bei einer Preissteigerung von bis zu 10 % wären die Investi[tionskosten für eine Umstellung von HFC- auf IP-Bitstrom-Zugang zu hoch.]


370 S. o. unter E. III. l.)a ) a a )2 .).
371 BNetzA, Marktdefmition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte-Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O.,S. 34.

[S. 35, Z. 12]

b. HFC-Breitbandzugang und Bitstrom-Zugang ein Markt?

[S. 36, Z. 1-21]

Der Breitbandzugang über die HFC-Infrastruktur (im folgenden als HFC-Breitbandzugang bezeichnet) ist im Sinne der EU-Empfehlung, „sonstiger Großkundenzugang, der über andere Infrastrukturen erbracht wird“ und dem Markt 12 zuzurechnen ist. Aufgrund der hier vorgenommenen Unterscheidung in zwei Bitstrom-Zugangsmärkte ist zu klären, ob dieses Breitbandzugangsprodukt einem dieser Märkte zugerechnet werden kann.

b.1 ATM-Bitstrom-Zugang und HFC Breitbandzugang ein Markt?

Der von der Kupferkoaxial-Teilnehmeranschlussleitung des Endkunden über die HFC-Infrastruktur geführte Verkehr wird IP-basiert übergeben. Insofern dürften genau wie bei der oben geführten Argumentation hinsichtlich der Abgrenzung von ATM- und IP-Bitstrom zwischen diesem Breitbandzugang und einem ATM-Bitstrom-Zugang weder eine Nachfragesubstituierbarkeit noch eine Angebotsumstellungsflexibilität darstellbar sein. Auch die Wettbewerbsbedingungen unterscheiden sich, da mit dem HFC-Breitbandzugangsprodukt in erster Linie Massenmarktanwendungen adressiert werden. Ein ATM-Bitstromprodukt und ein HFCBreitbandzugangsprodukt sind nicht einem Markt zuzuordnen.

b.2 IP-Bitstrom-Zugang und HFC Breitbandzugang ein Markt?

Es bleibt die Frage zu klären, ob der Kabel-Breitbandzugang und der IP-Bitstrom-Zugang einem Markt zuzurechnen sind. [...] Da die Übergabe wie bei IP-Bitstrom IP-basiert erfolgt, wird er ohne technische Umrüstungen den über die HFC-Infrastruktur zugeführten Verkehr übernehmen können. Beide Vorleistungsprodukte sind ähnlich beschaffen. [...]

[S. 36, Z. 25-27]

Am Ende werden absolut vergleichbare Produkte übergeben: IP-basierter breitbandiger Datenverkehr, der dem gleichen Verwendungszweck dient. Beide übertragen mit Hilfe von IP-Protokollen breitbandigen Datenverkehr in eine höhere Netzebene. [...]

[S. 37, Z. 10-11]

Insofern ist ein Wechsel zu einem HFC-Breitbandzugang auf der IP-Ebene auch bei einer kleinen aber signifikanten Preiserhöhung des IP-Bitstrom-Zugangsprodukts wahrscheinlich. [...]

[S. 37, Z. 40-43]

Bei der Angebotsumstellungsflexibilität zwischen einer TK-Festnetzbreitband-Infrastruktur und einer HFC-Infrastruktur stellt sich die Situation grundlegend anders dar. Wollte ein IP-Bitstrom-Anbieter Kabel-Breitband-Zugang anbieten, so müsste er in die Kabelanschluss- und die

[S. 38, Z. 1-5]

[HFC-]Netz-Infrastruktur investieren. Dies setzt hohe Investitionskosten und lange Vorlaufzeiten voraus. [...] Der Wechselaufwand wäre so hoch, dass ihn eine kleine aber signifikante Preissteigerung bei HFC-Breitbandzugang nicht dazu veranlassen würde, diese Vorleistungsinfrastruktur anzubieten.

Anmerkungen

Die Quellenangabe wird zu Beginn des Textes zu einer (scheinbar) Partikularinformation gegeben. Eine nächste Quellenangabe zur BNetzA findet sich auf der nächsten Seite, in einem neuen Absatz, der mit "Die Regulierungsbehörde ist dennoch der Ansicht..." eingeleitet wird, bezieht sich somit deutlich nur auf den dortigen Passus. Dazwischen ist eine mehrseitige Erörterung z.T. inhaltlich zusammengefasst, z.T. jedoch auch im Wortlaut übernommen worden, ohne dass dem Leser dies kenntlich würde. Hierfür wäre mindestens der Hinweis "S. 34-37" in der FN notwendig gewesen.

Sichter

[11.] Mb/Fragment 108 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-21 16:41:51 Fret
BNetzA 2006, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 26-30
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): Anhänge 80, 81, Zeilen: 39-41; 1-4
Gegen den Einwand, es seien noch keine auf VDSL aufsetzende Endkundenprodukte verfügbar, sprechen nämlich Ankündigungen der DTAG, die Glasfaserinfrastruktur in Form hybrider Verbindungen erheblich auszubauen und in unmittelbarer Zukunft entsprechende Breitband-Endkundenprodukte anzubieten. Diese sollen [auch bereits während des vorausschauend zu überprüfenden Zeitraums der Marktanalyse vermarktet werden.382]

382 Vgl. Pressemitteilung der DTAG vom 1. September 2005, wonach sie bis 2007 die 50 größten deutschen Städte mit Glasfaserverbindungen ausstatten will mit dem Ziel, Endkundendienste über die VDSL-Technologie bereitzustellen. Diese Dienste sollen in 2006 für 2,9 Millionen Nutzer bereitstehen. Die Pressemitteilung ist im Internet abrufbar unter <http://www.telekom3.de/de-p/pres/2-pr/2005/09-s/050901-ifa-pm-ar.html>.

[Anhänge S.80]

BNetzA ist der Auffassung, daß auf VDSL aufsetzende Endkundenprodukte derzeit noch nicht verfügbar seien und daß die VDSL - Infrastruktur in Deutschland noch nicht vorhanden sei. Allerdings ist nach Pressemitteilungen der DT ein erheblicher Ausbau von Glasfaserinf-

[Anhänge S.81] rastruktur (hybride Verbindungen) geplant mit dem Ziel, in unmittelbarer Zukunft Breitband-Endkundenprodukte anzubieten, die auf VDSL aufsetzen und die in Deutschland während des vorausschauend zu überprüfenden Zeitraums der Marktanalyse vermarktet werden sollen9.


9 Anfang September 2005 hat die DT öffentlich bekannt gemacht, dass sie bis 2007 die 50 größten Städte (in denen etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung lebt) mit Glasfaserverbindungen ausstatten würde mit dem Ziel, Endkundendienste über die VDSL-Technologie bereitzustellen. Diese Dienste würden in 2006 für 2,9 Millionen Nutzer bereitstehen. Die Pressemitteilung war am 1. September 2005 auf DT’s Website (http://www.telekom3.de/de-p/pres/2-pr/2005/09-s/050901-ifa-pm-ar.html) abrufbar.

Anmerkungen

Dem Leser wird vermittelt dass sich die Autorin mit einer Position der BNetzA auseinandersetzt und hierfür eigene Gegenargumente in Form einer Pressemeldung liefert. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Stattdessen stammt der Text aus einem der Quelle im Anhang angehängten Schreiben der Europäischen Kommission an die Bundesnetzagentur vom 11.11.2005.

Sichter
Strafjurist

[12.] Mb/Fragment 111 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-10 13:59:39 Fret
BNetzA 2006, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 10-21
Quelle: BNetzA_2006
Seite(n): 63, 64, Zeilen: 31-40, 47-49, 1-4
Regionale Märkte werden immer dann anzunehmen sein, wenn aus der Sicht des Nachfragers objektive Hemmnisse bestehen, welche die regionale Abdeckung als sinnvoll erscheinen lassen. Bitstrom-Zugang, der einen virtuellen Netzzugang zulässt, eröffnet dem Nachfrager die Möglichkeit, Kunden anzusprechen, die außerhalb der Reichweite seines eigenen, möglicherweise regional begrenzten Netzes liegen. Die eigentliche physische Verkehrsübergabe erfolgt dann auf einer höheren Netzebene. Das Interesse der Nachfrager bezieht sich daher auf ein flächendeckendes Vorleistungsprodukt. Der Zugang zum einzelnen Kunden selbst ist nicht substituierbar. Allerdings kommt es den Nachfragern nicht primär auf den Zugang zu einem bestimmten Kunden an, sondern vielmehr auf die Erschließung einer möglichst großen Anzahl von Kunden. Insofern sind Bitstrom-Zugänge regional austauschbar.395

395 BNetzA, Marktdefinition und Marktanalyse zu Markt Nr. 12 der Märkte- Empfehlung der EU-Kommission, Festlegung der Präsidentenkammer, a. a. O., S. 57.

Im Allgemeinen werden kleinere Märkte, die nur ein Teilgebiet von Deutschland umfassen, immer dann anzunehmen sein, wenn aus der Sicht des Nachfragers objektive Hemmnisse bestehen, welche die regionale Bedarfsdeckung als sinnvoll erscheinen lassen. [...] Bitstrom-Zugang, der im Bereich des Anschlussnetzes (insbesondere TAL) keinen physischen Netzzugang, sondern einen virtuellen Netzzugang ermöglicht, eröffnet dem Nachfrager ja gerade die Möglichkeit, Kunden zu erschließen, die außerhalb der Reichweite seines eigenen (regional begrenzten) Netzes liegen. Die eigentliche physische Verkehrsübergabe erfolgt auf einer höheren Netzebene, die er mit seiner eigenen begrenzten Infrastruktur leichter erreichen kann.

[...] Zwar stellt Bitstrom-Zugang im Einzelnen immer eine Verbindung zu einem bestimmten Kunden her, aber die Übergabe ist je nach Ausgestaltung des Produkts (je nach Übergabepunkt) an verschiedenen lokalen Knoten unterschiedlicher Konzentrationsebenen möglich. Der Zugang zum einzelnen Kunden ist nicht substituierbar. Möglicherweise sind den Nachfragern aber die einzelnen Kundenzugänge insofern austauschbar, als es ihnen nicht auf den Zugang zu einem bestimmten Kunden, sondern auf die Erschließung möglichst vieler Kunden ankommt. Insofern sind Bitstrom-Zugänge regional austauschbar.

Anmerkungen

Nur leicht gekürzte Übernahme des in der Quelle vorhandenen Textbestands. Quellenangabe ist vorhanden, weist aber nicht aus, dass hier keine eigene Formulierungsleistung der Autorin vorliegt.

Sichter
fret

[13.] Mb/Fragment 113 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-18 20:46:34 Fret
BNetzA 2006, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 8-19
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 66, Zeilen: 32-43, 44-47
Das Angebot von Bitstrom-Zugang ist für die Wettbewerber zwingende Voraussetzung, um eigene differenzierte Endkundenleistungen anbieten zu können, da sie in aller Regel nicht über bis zu den Teilnehmeranschlüssen reichende Infrastrukturen verfügen. Deshalb wäre es dem etablierten Betreiber ohne eine sektorspezifische Regulierung möglich, seine Marktmacht auf die Endkundenebene zu übertragen, indem er den Wettbewerbern den Bitstrom-Zugang auf ATM- sowie auf IP-Ebene verweigerte.399

Die Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte hat gezeigt, dass die Problematik des Bitstrom-Zugangs umfassende Befugnisse zur Vornahme positiver Regelungen erfordert. Die alleinige Anwendung des allgemeinen Wettbewerbsrechts ermöglicht hingegen lediglich ein punktuelles Eingreifen, wie z.B aufgrund des § 19 Abs. 4 Nr. 4 GWB.


399 Cave, MMR-Beil. 10/2003, 15, 19.

Die besondere wettbewerbspolitische Bedeutung des Angebots von Bitstrom-Zugang auf der Vorleistungsebene ergibt sich dabei vor allem daraus, dass das Angebot für Wettbewerber, die nicht über bis zu den Teilnehmeranschlüssen reichende Infrastruktur verfügen, erforderlich ist, um eigene differenzierte Endkundenleistungen anzubieten. Da das Angebot von Bitstrom-Zugang also für wirksamen Wettbewerb auf der Endkundenebene essentiell ist, wäre es dem Unternehmen mit beträchtlicher Marktmacht – in Abwesenheit entgegenstehender Regeln - ein leichtes, seine Marktmacht auf die Endkundenebene auszudehnen bzw. dort zu bewahren, indem es den Wettbewerbern den Bitstrom-Zugang sowohl IP als auch ATM-basiert verweigerte108.

Wie die Erfahrung mit der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte auch in Deutschland gezeigt hat, ist dem Problem des Bitstrom-Zugangs nicht ausschließlich mit den Regeln des Wettbewerbsrechts zu begegnen. [...] Die alleinige Anwendung des allgemeinen Wettbewerbsrechts, wie z.B. mittels § 19 Absatz 4 Nr. 4 GWB, würde hingegen nur ein punktuelles Eingreifen in einzelnen Verfahren bedeuten. Erforderlich sind wesentlich umfassendere Befugnisse zur Vornahme positiver Regelungen, [...]


108 Martin Cave: The Economics of Wholesale Broadband Access, in Mulitmedia und Recht, Beilage 10/2003, S. 19

Anmerkungen

Wortwörtlich übernommene Passagen (inkl. Literaturverweis) unter Änderung des Satzbaus. Keinerlei Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[14.] Mb/Fragment 114 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-21 16:39:45 Fret
BNetzA 2006, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 3-31
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 66, 67, Zeilen: S.66,17-18.48-49 und S.67,1-6.13-31
Die Regulierungsinstrumente des TKG ermöglichen auch ein schnelles Eingreifen, da die Verfügungen der Regulierungsbehörde grundsätzlich sofort vollzogen werden können. Dies ist bei Verfügungen der Kartellbehörden nicht der Fall. Eine Vollziehung ist in der Regel erst nach Ausschöpfung des Rechtswegs möglich, es sei denn, die sofortige Vollziehbarkeit wurde ausdrücklich angeordnet.401 Es bestünde daher die Gefahr, dass ein Unternehmen, das über beträchtliche Marktmacht verfügt, den betroffenen Wettbewerber bis zum Ausgang eines wettbewerbsrechtlichen Verfahrens bereits vom Markt verdrängt haben könnte.

Zusammenfassend kann daher festgestellt werden, dass dem Marktversagen nicht allein durch die Anwendung des allgemeinen Wettbewerbsrechts begegnet werden kann.

e) Ergebnis der Marktdefinition

Im Ergebnis ergibt die Durchführung des Marktdefinitionsverfahrens, dass folgende Märkte für eine Regulierung nach dem zweiten Teil des TKG in Betracht kommen:

• Markt für ATM-Bitstrom-Zugang

• Markt für IP-Bitstrom-Zugang.

2.) Marktanalyse

Bei der Marktanalyse muss die Regulierungsbehörde für jeden der definierten Märkte untersuchen, ob auf diesem wirksamer Wettbewerb besteht (§ 11 Abs. 1 S. 1 TKG). Nach der gesetzlichen Negativdefinition besteht dann kein wirksamer Wettbewerb, wenn auf dem jeweiligen Markt ein oder mehrere Unternehmen über beträchtliche Marktmacht (SMP) verfügen. Ein Unternehmen hat dann beträchtliche Marktmacht, wenn es allein oder gemeinsam mit anderen eine der Beherrschung gleichkommende Stellung einnimmt, d.h. eine wirtschaftlich starke Stellung, die es ihm gestattet, sich in beträchtlichem Umfang unabhängig von Wettbewerbern, Kunden und letztlich Verbrauchern zu verhalten.


401 § 60 GWB.

[S. 66, Z. 17-18]

III. Dem Marktversagen kann nicht allein durch die Anwendung des allgemeinen Wettbewerbsrechts begegnet werden

[S. 66, Z. 48-49]

Außerdem ermöglicht das TKG i.d.R. ein schnelleres Einschreiten, weil Verfügungen der BNetzA grundsätzlich sofort vollzogen werden können. Das

[S. 67, Z. 1-6, 13-31]

ist bislang bei Verfügungen der Kartellbehörden nach dem allgemeinen Wettbewerbsrecht nicht der Fall. Vor der Ausschöpfung des Rechtsweges können kartellbehördliche Verfügungen nur in besonderen Einzelfällen (nach Anordnung der sofortigen Vollziehbarkeit) vollzogen werden. Das birgt z.B. die Gefahr, dass ein Unternehmen mit beträchtlicher Marktmacht im Fall von Verdrängungspreisen finanzschwächere Unternehmen bis zum Ausgang der Verfahren vom Markt verdrängen kann.

[...]

IV. Ergebnis

Die nachfolgend genannten Märkte erfüllen die in § 10 Abs. 2 S. 1 TKG aufgeführten Kriterien und kommen deshalb für eine Regulierung nach dem zweiten Teil des TKG in Betracht:

1. Markt für ATM-Bitstrom-Zugang

2. Markt für IP-Bitstrom-Zugang, einschließlich HFC-Breitbandzugang

J Beurteilung des Vorliegens einer beträchtlichen Marktmacht auf dem Markt für Bitstrom-Zugang

Gemäß § 11 Absatz 1 Satz 1 des TKG prüft die BNetzA im Rahmen der Festlegung der nach § 10 für eine Regulierung nach Teil 2 des TKG in Betracht kommenden Märkte, ob auf dem untersuchten Markt wirksamer Wettbewerb besteht. Die Feststellung, dass der Wettbewerb auf einem relevanten Markt wirksam ist, kommt nach den Leitlinien der Kommission110 der Feststellung gleich, dass es auf diesem Markt kein Unternehmen gibt, das allein oder gemeinsam mit anderen eine beherrschende Stellung einnimmt. Umgekehrt bedeutet das Fehlen von wirksamen Wettbewerb, dass es auf dem Markt Unternehmen gibt, die einzeln oder gemeinsam mit anderen marktbeherrschend sind. Die beherrschende Stellung gemäß Artikel 82 EG-Vertrag wird vom europäischen Gerichtshof wie folgt beschrieben: dabei „verfügt ein Unternehmen über beträchtliche Marktmacht, wenn es entweder allein oder gemeinsam mit anderen eine wirtschaftlich starke Stellung einnimmt, die es ihm gestattet, sich in beträchtlichem Umfang unabhängig von Mitbewerbern, Kunden und letztlich Verbrauchern zu verhalten“111

110 Siehe dazu Leitlinien _Rn.112 111 Rechtssache 27/76 United Brands/Kommission, Slg. 1978, 207

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Etwas gekürzt, aber Schritt für Schritt der Vorlage folgend und die dort vorgefundenen Formulierungen benutzend. Zitate werden durch minimale Abänderungen vermieden. Keine einzige Übernahme ist als solche gekennzeichnet. Insbesondere die in der Quelle als wörtliche Übernahme aus einem EuGH-Urteil nachgewiesene Passage übernimmt die Verfasserin ohne jede Quellenangabe.

Sichter
Strafjurist

[15.] Mb/Fragment 117 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-27 15:14:48 Fret
BNetzA 2006, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 22-26
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 84, Zeilen: 5-10
Als ehemalige Monopolistin verfügt die DTAG über ein weit ausgebautes Telekommunikationsnetz, das sämtliche Netzebenen umfasst. Im Bereich der Telekommunikationsdienstleistungen ist sie sowohl auf der Endkunden- als auch auf der Vorleistungsebene ein voll integriertes Unternehmen. Die Deutsche Telekom AG ist im Bereich der Telekommunikationsdienstleistungen ein voll integriertes Unternehmen. So hat sie als ehemals einzige Anbieterin von Telekommunikationsdienstleistungen in Deutschland ein weit ausgebautes Telekommunikationsnetz, das alle Netzebenen umfasst, und verfügt daher selbst über eine sehr hohe Fähigkeit der Eigenrealisierung von Telekommunikationsdienstleistungen. Sie bietet – unbestritten – ein umfangreiches Portfolio sowohl auf der Endkunden- als auch auf der Vorleistungsebene an.
Anmerkungen

Die Einschätzung zur DTAG stammt vollständig aus der Quelle. Ein Hinweis auf diese erfolgt nur - durch Absätze getrennt - weiter oben auf der Seite.

Sichter
Strafjurist

[16.] Mb/Fragment 118 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-19 10:24:53 Fret
BNetzA 2006, Fragment, KeineWertung, Mb, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 118, Zeilen: 8-11
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 88, Zeilen: 1-4
Die Marktmacht eines Anbieters kann durch eine starke Verhandlungsposition

auf Nachfrageseite ausgeglichen werden. Deshalb ist in den Leitlinien der Kommission416 bestimmt, dass eine fehlende oder geringe ausgleichende Nachfragemacht ebenfalls für das Vorliegen von beträchtlicher Marktmacht spricht.


416 EU-Kommission, Leitlinien zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht, a. a. O., Ziffer 78.

6. Fehlende oder geringe ausgleichende Nachfragemacht

Fehlt eine ausgleichende Nachfragemacht oder ist diese gering, so spricht dies ebenfalls für das Vorliegen einer marktbeherrschenden Stellung147, da eine starke Verhandlungsposition auf der Nachfrageseite die Marktmacht eines Anbieters ausgleichen kann.


147 Leitlinien, RN 78

Anmerkungen
Sichter

[17.] Mb/Fragment 118 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-19 10:34:16 Fret
BNetzA 2006, Fragment, KeineWertung, Mb, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 118, Zeilen: 18-23
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 88, Zeilen: 19-27
Ein Bitstromprodukt kann einerseits auf der vollständigen hochbitratigen virtuellen Teilnehmeranschlussleitung aufsetzen, andererseits kann es sich aber auch ausschließlich auf deren hochbitratigen Teil beziehen. Setzt ein IP-Bitstromprodukt auf dem hochbitratigen Teil der Teilnehmeranschlussleitung auf, so wird ein solches Produkt auch immer mit dem schmalbandigen Teil der Teilnehmeranschlussleitung gebündelt sein. Ein IP-Bitstromprodukt kann auf der vollständigen hochbitratigen virtuellen TAL aufsetzen. [...]

Andererseits kann ein Bitstromprodukt sich ausschließlich auf den hochbitratigen Teil der virtuellen TAL beziehen. [...]

Setzt ein flächendeckendes IP-Bitstromprodukt auf dem hochbitratigen Teil der virtuell überlassenen TAL auf, wird der Bitstromnachfrager darauf angewiesen sein, dass sein Endkunde weiterhin den schmalbandigen Anschluss (Telefonanschluss) von dem Bitstromanbieter bezieht.

Anmerkungen

Zusammenfassung der Ausführungen der Quelle.

Sichter

[18.] Mb/Fragment 127 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-27 15:12:12 Fret
BNetzA 2006, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 3-14
Quelle: BNetzA 2006
Seite(n): 58, 59 des Anhangs, Zeilen: 34-40; 6-43 (mit Auslassungen)
Das in England angebotene Bitstrom-Zugangsprodukt („Datastream“) basiert auf einer ATM-Schnittstelle. Es richtet sich an „Other Licensed Operators“ (OLO). Diese können den Internet Service Providern Breitbandvorleistungsprodukte anbieten, indem sie das Vorleistungsprodukt Datastream um ihre eigene IP-Plattformleistung ergänzen. Für die Wettbewerber besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Qualitätsparameter nachzufragen. Ein Bitstrom-Produkt auf IP-Ebene existiert derzeit nicht. Das Vorleistungsprodukt „IP-Stream“ ist kein Bitstrom-Produkt im hier zugrunde gelegten Sinne, sondern lediglich ein Resale-Produkt. Erstaunlich ist, dass in England nur knapp 14 % der von den Wettbewerbern angebotenen DSL-Anschlüsse über Bitstrom realisieren. Dagegen basieren rund 85 % auf einem Resale-Angebot.441

441 Entwurf der Regulierungsbehörde zur Marktdefinition und Marktanalyse im Bereich des Breitbandzugangs für Großkunden (Bitstrom-Zugang), a. a. O., Anhang 3, unter II.

[S. 58, Z. 34-35, 38-40]

Die in Großbritannien angebotenen Bitstromzugangsprodukte („Datastream“) basieren auf einer ATM-Schnittstelle. [...] Das Bitstromprodukt Datastream richtet sich an OLO (Other Licensed Operator). Diese können den ISP Breitbandvorleistungsprodukte anbieten, indem sie das Vorleistungsprodukt Datastream um ihre eigene IP-Plattformleistung ergänzen.

[S. 59, Z. 6-7, 25-27, 41-43]

In England besteht die Möglichkeit, eine Reihe unterschiedlicher Quality of Service Parameter nachzufragen. [...]

  • Es existiert kein Bitstrom-Produkt mit Verkehrsübergabe auf der IP-Ebene. Das Vorleistungsprodukt „IP-Stream“, wird als Resale- und nicht als Bitstromprodukt klassifiziert. [...]
  • In England werden knapp 14 % der von den Wettbewerber realisierten DSL-Anschlüsse über Bitstrom realisert. Mit fast 1,4 Mio. dominieren bei den Wettbewerbern DSL-Anschlüsse auf Basis von Resale (= 85 %).
Anmerkungen

Zusammenfassende Übernahme der Ausführungen der Quelle.

Sichter
Strafjurist






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