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Quelle:Mb/Enaux 2004

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Christoph Enaux
Titel    Effiziente Marktregulierung in der Telekommunikation: Möglichkeiten und Grenzen der Rückführung sektorspezifischer Sonderregulierung in das allgemeine Wettbewerbsrecht
Ort    Münster
Verlag    Lit
Jahr    2004
Umfang    XVIII, 308 S.
Reihe    Schriften zum Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht ; Bd. 28
Anmerkung    Zugl.: Münster (Westfalen), Univ., Diss., 2003
ISBN    3-8258-7767-1

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Mb/Dublette/Fragment 104 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-02-18 18:49:12 Klgn
Dublette, Enaux 2004, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 4-18
Quelle: Enaux 2004
Seite(n): 19, 20, Zeilen: S. 19, 24-27; S. 20, 1-17
Zur Ermittlung der Austauschbarkeit verschiedener Produkte aus Nachfragesicht wird untersucht, welchen Effekt eine hypothetische geringe, aber doch spürbare nicht vorübergehende Preisänderung - angesetzt wird hier eine Erhöhung im Bereich zwischen 5 und 10 % - eines oder mehrerer gleicher Produkte eines bestimmten Anbieters auf die Nachfrage nach möglichen Substitutionsprodukten haben würde.364 Wechseln so viele Kunden auf ein anderes Produkt, dass durch den Absatzrückgang die Preiserhöhung wirtschaftlich keinen Sinn mehr machen würde, werden diese alternativen Produkte ebenfalls in den relevanten Markt mit einbezogen. Sinkt die Nachfrageelastizität hingegen, d.h. wechseln keine oder nur sehr wenige Kunden auf ein anderes Produkt, ist der sachlich relevante Markt abgegrenzt, da alle Substitutionsprodukte oder -dienstleistungen ebenfalls erfasst sind. Die Anbietersubstituierbarkeit prüft demgegenüber, wie viele Anbieter bei derartigen Preisänderungen dazu in der Lage sind, ihrerseits ihre Produktion umzustellen und die relevanten Produkte ohne große Zusatzkosten kurzfristig auf den Markt zu bringen.365

364 EU-Kommission, Leitlinien zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht, a. a. O., Tz. 46.
365 EU-Kommission, Leitlinien zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht, a. a. O., Tz. 52.

[Seite 19, Zeilen 24-27]

Zur Ermittlung der Substituierbarkeit verschiedener Produkte aus Nachfragesicht und damit zur genaueren Abgrenzung der sachlich relevanten Märkte wendet die Kommission einen „hypothetischen Monopoltest“ an, bei dem die hypothetische Reaktion des Marktes auf eine Preiserhöhnung bei einem bestimmten Produkt oder Dienst

[Seite 20, Zeilen 1-17]

ermittelt wird.121 Der Test untersucht, welchen Effekt eine geringe, aber doch spürbare nicht vorübergehende Preisänderung — angesetzt wird hier eine Erhöhung im Bereich zwischen 5 und 10 % - eines oder mehrerer Produkte eines hypothetischen Monopolisten auf die Nachfrage nach möglichen Substitutionsprodukten haben würde.122 Wechseln so viele Kunden auf ein anderes Produkt, dass durch den Absatzrückgang die Preiserhöhung wirtschaftlich keinen Sinn mehr machen würde, werden diese alternativen Produkte ebenfalls in den relevanten Markt mit einbezogen. Sinkt die Nachfrageelastizität hingegen, d.h. wechseln keine oder nur sehr wenige Kunden auf ein anderes Produkt, ist der sachlich relevante Markt abgegrenzt, da alle Substitutionsprodukte oder -dienstleistungen ebenfalls erfasst sind.123 Wie die Kommission selbst einräumt, liegt ein Problem dieser Marktabgrenzung bei regulierten Märkten darin, dass die regulierten Preise so behandelt werden müssen, als seien sie frei von den Unternehmen bestimmt worden, wodurch sich Verzerrungen bei der Marktermittlung ergeben können.124

Die Anbietersubstituierbarkeit prüft demgegenüber, wie viele Anbieter bei derartigen Preisänderungen dazu in der Lage sind, ihrerseits ihre Produktion umzustellen und die relevanten Produkte ohne große Zusatzkosten kurzfristig auf den Markt zu bringen.125


121 Dieser aus dem US-amerikanischen Kartellrecht stammende Test wird auch als SSNIP-Test bezeichnet, da die Auswirkungen eines "Small but Significant Nontransitory Increase in Price" auf die relevanten Märkte untersucht wird; vgl. EU-Kommission, Leitlinien (o. Fn. 109), Tz. 40, Fn.26. Vgl. hierzu Krüger, K&R-Beil. 1/2003, 9, 12, Fn. 19, der den Test auch als "price elevation test" bezeichnet; vgl. kritisch hierzu Knallfaß in: FS I. Schmidt, 111, 122ff; Kantzenbach/Krüger, WuW 1990, 472, 473. 122 EU-Kommission, Leitlinien (o. Fn. 109), Tz. 46.
123 Ein Beispiel hierzu findet sich bei EU-Kommission, Bekanntmachung (o. Fn. 116), Tz. 18.
124 EU-Kommission, Leitlinien (o. Fn. 109), Tz. 42.
125 EU-Kommission, Leitlinien (o. Fn. 109), Tz. 52.

Anmerkungen

Die Ausführungen in Enaux 2004 beziehen sich ausweislich FN 109 (S. 18) auf Leitlinien der Kommission zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht nach dem gemeinsamen Rechtrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste (2002/C 165/03). Keine signifikanten Übereinstimmungen im Wortlaut.

Sichter
Strafjurist

[2.] Mb/Fragment 111 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-14 19:25:59 WiseWoman
Enaux 2004, Fragment, Gesichtet, Mb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 1-9 , 101-111
Quelle: Enaux 2004
Seite(n): 20-21, Zeilen: S.20,32-35; S.21,1-9.101.105-110
[Der räumlich relevante Markt umfasst ein Gebiet, „in dem die Unternehmen bei den relevanten Produkten an Angebot und Nachfrage beteiligt sind und die Wettbewerbsbedingungen einander gleichen oder hinreichend homogen sind und von Nachbargebieten unterschieden werden können, in denen erheb]lich andere Wettbewerbsbedingungen bestehen“.391 Für die Beurteilung der Frage, ob die Wettbewerbsbedingungen in verschiedenen Gebieten hinreichend homogen sind, wird ebenso wie bei der sachlichen Marktabgrenzung die Nachfrage- und Angebotssubstituierbarkeit als Reaktion auf eine relative Preiserhöhung herangezogen.392 Für die Bestimmung der räumlich relevanten Märkte in der elektronischen Kommunikation sollen insbesondere zwei Kriterien von maßgeblicher Bedeutung sein: zum einen das von einem Netz erfasste Gebiet393 und zum anderen die bestehenden Rechts- und anderen Verwaltungsinstrumente.394

391 EU-Kommission, Leitlinien zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht, a. a. O., Tz. 56.

392 EU-Kommission, Leitlinien zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht, a. a. O., Tz. 57.

393 D.h. in der Regel das Gebiet, in dem der Betreiber tätig sein darf, EU-Kommission, Leitlinien zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht, a. a. O., Tz. 59, Fn. 43.

394 EU-Kommission, Leitlinien zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht, a. a. O., Tz. 59, Fn. 44 mit dem Verweis auf Mobilfunkmärkte, die aufgrund der Reichweite der Lizenz und der damit verbundenen Netzarchitektur als nationale Märkte einzustufen seien.

[Seite 20]

Nach der ständigen Rechtsprechung des EuGH umfasst der räumlich relevante Markt umfasst ein Gebiet, „in dem die Unternehmen bei den relevanten Produkten an Angebot und Nachfrage beteiligt sind und die Wettbewerbsbedingungen einander gleichen oder hinreichend homogen sind und von Nachbargebieten unterschieden werden können, in

[Seite 21]

denen erheblich andere Wettbewerbsbedingungen bestehen“.130 Für die Beurteilung der Frage, ob die Wettbewerbsbedingungen in verschiedenen Gebieten hinreichend homogen sind, wird ebenso wie bei der Festlegung des sachlich relevanten Markts die Nachfrage- und Angebotssubstituierbarkeit als Reaktion auf eine relative Preiserhöhung herangezogen.131

Für die Bestimmung der räumlich relevanten Märkte sollen - wie bisher bei der Telekommunikation auch - im Bereich der elektronischen Kommunikation zwei Kriterien von maßgeblicher Bedeutung sein:

&bullet; das von einem Netz erfasste Gebiet132

&bullet; die bestehenden Rechts- und anderen Verwaltungsinstrumente.133


130 EU-Kommission, Leitlinien (o. Fn. 109), Tz. 56 mit Hinweis auf EuGH, United Brands / Kommission, Slg. 1978, 207, Rn. 44; michelin / Kommission, Slg. 1983, 3461; Alsatel / Novasam, Slg. 1988, 5987, Rn. 15; EuG, Tiercé Ladbroke / Kommission, Slg. 1997 II-923, Rn. 102. Vgl. zur räumlichen Marktabgrenzung insgesamt Krüger. K&R-Beil. 1/2003, 9, 12f.

131 EU-Kommission, Leitlinien (o. Fn. 109), Tz. 57.

132 D.h. in der Regel das Gebiet, in dem der Betreiber tätig sein darf, EU-Kommission, Leitlinien (o. Fn. 109), Tz. 59, Fn. 43.

133 EU-Kommission, Leitlinien (o. Fn. 109), Tz. 59, Fn. 44 mit dem Verweis auf Mobilfunkmärkte, die aufgrund der Reichweite der Lizenz und der damit verbundenen Netzarchitektur als nationale Märkte einzustufen seien.

Anmerkungen

Die Abkürzung "Tz.", welche laut Abkürzungsverzeichnis von Enaux (2004) für "Textziffer" steht (siehe dort, S. XVII), wird in Mb nicht erläutert. Überhaupt benutzt Mb weiter unten mehrfach die Konvention "EU-Kommission, Leitlinien zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht, a. a. O., Ziff. [bzw. Ziffer] xy" (vgl. Mb, S. 115, Fn. 402, 403, S. 118, Fn. 416 und S. 123, Fn 430).

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

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