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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Karl Mulac
Titel    Koronare Herzkrankheit und eingeschränkte Nierenfunktion
Zeitschrift    Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology
Ort    Gablitz
Verlag    Krause und Pachenegg - Verlag für Medizin und Wirtschaft
Jahr    2003
Nummer    10
Seiten    257-261
URL    http://www.kup.at/kup/pdf/1438.pdf

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Md/Fragment 008 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-13 17:39:59 Singulus
Fragment, Gesichtet, Md, Mulac 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 8-28
Quelle: Mulac 2003
Seite(n): 257, 258, Zeilen: 257: li. Sp. 2ff; 258: re.Sp. 23-27
Eine Hochrisikogruppe für das Auftreten einer koronaren Herzkrankheit stellen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion bereits im Prädialysestadium dar. Bei Dialysepatienten liegt die kardiovaskuläre Mortalität 10- bis 20mal höher als bei der Normalbevölkerung und beträgt ca. 9 % pro Jahr (Levey und Eknoyan 1999). Mit 49 % stehen die kardiovaskulären Todesursachen bei Dialysepatienten an erster Stelle (Sarnak und Levey 1999). Wenn ein Dialysepatient einen Myokardinfarkt erlitten hat, ist seine Lebenserwartung deutlich reduziert. Die kardiovaskuläre Mortalität beträgt nach einem Jahr 40,8 %, nach zwei Jahren 51,8 %, nach fünf Jahren 70,2 % und nach zehn Jahren 83,3 %. Die kumulative Mortalität liegt noch höher und beträgt nach einem Jahr 59,3 %, nach zwei Jahren 73 %, nach fünf Jahren 89,9 %, nach zehn Jahren 97,3 % und ist somit 16- bis 19mal so hoch wie in der Normalbevölkerung (Herzog et al. 1998).

Nach einem Myokardinfarkt korreliert die Gesamtmortalität direkt mit dem Grad der Nierenfunktionseinschränkung. Die bekannten Risikofaktoren bei Patienten mit gering eingeschränkter Nierenfunktion sind für die Prognose wichtiger als die Nierenfunktion selbst. Erst ab einer Kreatinin-Clearance unter 40 ml/min liegt die Bedeutung der Urämie als Prognosefaktor über die anderen Risikofaktoren (Sorensen et al 2002).

Die Ursachen der hohen kardiovaskulären- und Gesamtmortalität bei chronisch niereninsuffizienten Patienten sind vielfältig. Niedrige Cholesterinwerte sind dabei ein Risikofaktor für erhöhte Mortalität und ein Marker einer Malnutrition (Prichard 1999). Als urämiebedingte Faktoren gelten die Azidose, Urämietoxine, erhöhte Homocysteinsäure, vermehrte Produktion freier Sauerstoffradikale und oxydiertes LDL-C, rezidivierende [Infektionen, Aktivierung der Komplementkaskade und die Neigung zur Thrombozytenaggregation.]


[Aus Literaturverzeichnis]

42. Herzog CH, Ma JZ, Collins AJ. Poor long term survival after myocardial infarction among patients on long-term dialysis. N Engl J Med 1998;339:799–805

66. Levey AS, Eknoyan G. Cardiovascular disease in chronic renal disease. Nephrol Dial Transplant 1999;14:828–833

95. Prichard S. Dyslipidemia as a risk factor for cardiac disease in dialysis patients. Semin Dial 1999;12:87–90

107. Sarnak MJ, Levey AS. Epidemiology of cardiac disease in dialysis patients. Semin Dial 1999;12:69–66

115. Sorensen CR, Brendorp B, Rask-Madsen C, Køber L, Kjoller E, Torp-Pedersen C. The prognostic importance of creatinine clearance after acute myocardial infarction. Eur Heart J 2002;23:948–952

[Seite 257]
  • Epidemiologie

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gelten als Hochrisikogruppe für das Auftreten einer koronaren Herzkrankheit. Dieses Risiko ist schon im Prädialysestadium deutlich erhöht. Bei Dialysepatienten liegt die kardiovaskuläre Mortalität 10- bis 20mal höher als bei der Normalbevölkerung und beträgt ca. 9 % pro Jahr [1]. Der Unterschied in der Mortalität ist bei den jüngeren Altersgruppen besonders ausgeprägt [2]. Mit 49 % stehen die kardiovaskulären Todesursachen bei Dialysepatienten an erster Stelle, es folgen mit 15 % Infektionen, 6 % der Patienten sterben an zerebrovaskulären Ereignissen und 4 % an Malignomen. Dies bedeutet nicht, daß Malignome bei niereninsuffizienten Patienten selten sind, sondern vielmehr, daß die Lebenserwartung dieser Patienten so kurz ist, daß sie ihr Malignom oft gar nicht erleben [3].Wenn ein Dialysepatient einen Myokardinfarkt erlitten hat, ist seine Lebenserwartung beträchtlich reduziert. So beträgt die kardiovaskuläre Mortalität nach einem Jahr 40,8 %, nach zwei Jahren 51,8 %, nach fünf Jahren 70,2 % und nach zehn Jahren 83,3 %.

Die kumulative Mortalität liegt noch höher und beträgt nach einem Jahr 59,3 %, nach zwei Jahren 73 %, nach fünf Jahren 89,9 %, nach zehn Jahren 97,3 % und ist somit 16- bis 19mal so hoch wie in der Normalbevölkerung [4]. Nach einem Myokardinfarkt korreliert die Gesamtmortalität direkt mit dem Grad der Nierenfunktionseinschränkung. Dabei spielen die bekannten Risikofaktoren bei Patienten mit gering eingeschränkter Nierenfunktion eine größere Rolle als die Nierenfunktion per se. Erst ab einer Kreatinin-Clearance unter 40 ml/min liegt die Bedeutung der Urämie als Prognosefaktor über den anderen Risikofaktoren [5].

  • Pathophysiologie

Nun erhebt sich die Frage, warum chronisch niereninsuffiziente Patienten eine so hohe kardiovaskuläre- und Gesamtmortalität aufweisen. Natürlich haben viele Patienten einen erhöhten Blutdruck, eine Hyperlipidämie, einen Diabetes mellitus oder sind Raucher, viele weisen aber keine Anamnese dieser Art auf. Dialysepatienten zeigen oft ein normales oder gering erhöhtes Gesamt- und LDL-Cholesterin (LDL-C). Niedrige Cholesterinwerte sind dabei ein Risikofaktor für erhöhte Mortalität und ein Marker einer Malnutrition [6].

[...]


[Seite 258]

Als urämiebedingte Faktoren gelten die Azidose, Urämietoxine, erhöhte Homocysteinsäure, vermehrte Produktion freier Sauerstoffradikale und oxydiertes LDL-C, rezidivierende Infektionen, Aktivierung der Komplementkaskade und die Neigung zur Thrombozytenaggregation.


Literatur:

1. Levey AS, Eknoyan G. Cardiovascular disease in chronic renal disease. Nephrol Dial Transplant 1999; 14: 828–33.

2. Foley RN, Parfrey PS, Sarnak M. The clinical epidemiology of cardiovascular disease in chronic renal disease. Am J Kidney Dis 1998; 32 (Suppl): S112–S115.

3. Sarnak MJ, Levey AS. Epidemiology of cardiac disease in dialysis patients. Semin Dial 1999; 12: 69–6.

4. Herzog CH, Ma JZ, Collins AJ. Poor longterm survival after myocardial infarction among patients on long-term dialysis. N Engl J Med 1998; 339: 799–805.

5. Sørensen CR, Brendorp B, Rask-Madsen C, Køber L, Kjøller E, Torp-Pedersen C. The prognostic importance of creatinine clearance after acute myocardial infarction. Eur Heart J 2002; 23: 948–52.

6. Prichard S. Dyslipidemia as a risk factor for cardiac disease in dialysis patients. Semin Dial 1999; 12: 87–90.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Fortsetzung der Textübereinstimmungen auf der Folgeseite.

Sichter
(Hood) Schumann

[2.] Md/Fragment 009 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-03 09:21:53 Singulus
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Md, Mulac 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1-32 (komplett)
Quelle: Mulac 2003
Seite(n): 257, 258, Zeilen: 257: re.Sp. 4ff ; 258: re.Sp. 23-44
[Als urämiebedingte Faktoren gelten die Azidose, Urämietoxine, erhöhte Homocysteinsäure, vermehrte Produktion freier Sauerstoffradikale und oxydiertes LDL-C, rezidivierende] Infektionen, Aktivierung der Komplementkaskade und die Neigung zur Thrombozytenaggregation. Bei der Dialyse selbst spielt die Biokompatibilität der Dialysemembran ebenso eine Rolle wie die Reinheit des Dialysates, Endotoxine, Infektionen der Zugänge und die „backfiltration“. Gemeinsam führen diese Faktoren zu einer Freisetzung proinflammatorischer Zytokine und einer endothelialer Dysfunktion zu einem mikroinflammatorischen Milieu mit Akutphasenreaktion. Hierbei steigen als Modulierung positive Akutphasenproteine (APR), wie C-reaktives Protein (CRP), Serum- Amyloid A (SAA), Fibrinogen und Haptoglobin sowie negative APR, wie Transferrin an und es kommt zur Ausbildung einer Hypoalbuminämie. Vor dem Hintergrund eines gestörten Immunsystems und Veränderungen im Kalzium- und Phosphatstoffwechsel, führt diese systemische Entzündungsreaktion zur akzelerierten Atheroskleros [sic] (Arici und Walls 2001).

Dialysepatienten zeigen oft ein normales oder gering erhöhtes Gesamt- und LDL-Cholesterin (LDL-C). Niedrige Cholesterinwerte sind dabei ein Risikofaktor für erhöhte Mortalität und ein Marker einer Malnutrition (Prichard 1999). HDL-Cholesterin (HDL-C) ist bei 20–40 % der Patienten erniedrigt und die Triglyzeride in 20–40 % erhöht. Erhöhte Triglyzeride bei Patienten mit deutlich eingeschränkter Nierenfunktion sind Folge vermehrter Produktion und Akkumulation triglyzeridreicher Lipoproteine. Damit sind ApoB, ApoC-III und ApoE, die alle als Komponente triglyzeridreiche Lipoproteine enthalten, erhöht (Quaschnig et al. 2001).

Bei Dialysepatienten ist sowohl das HDL-C als auch das Apolipoprotein A-1 erniedrigt. Der reduzierte HDL-C-Metabolismus ist Folge einer verminderten Aktivität des Cholesterinestertransferproteins (CETP), oft aber auch der Lecithin-Cholesterin- Acyltransferase (LCAT), welche das bestimmende Enzym für die Veresterung des freien Cholesterins darstellt. Damit ist letzteres für den reversen Cholesterintransport über das HDLC zur Leber verantwortlich. Der Einfluss einer gestörten Aktivität der LCAT auf die Progression der Atherosklerose ist bekannt. Die Urämie induziert im Körper eine Akutphasenreaktion. Dies führt zu Veränderungen in der Zusammensetzung des HDL-C, welches dadurch von einem antioxydativen zu einem prooxydativen Lipoprotein wird. Unter anderem ist dafür eine verminderte Paraoxonaseaktivität im Plasma und im HDL-C verantwortlich. Paraoxonase inhibiert die Oxydation von HDL-C wie auch die von Lipidperoxydation des LDL-C. Eine verminderte Aktivität dieses Enzyms, wie bei einer eingeschränkter Nierenfunktion, führt zu Veränderungen der Struktur und Funktion von HDL-C und LDL-C. Diese modifizierten Lipoproteine werden von ihren Rezeptoren nicht [entsprechend erkannt und zirkulieren daher mit verlängerter Halbwertzeit länger im Plasma, bis sie über sogenannte „non saturable scavenger receptor pathways“ aufgenommen und metabolisiert werden.]


[Aus Literaturverzeichnis]

6. Arici M, Walls J. End-stage renal disease, atherosclerosis, and cardiovascular mortality: Is C-reactive protein the missing link? Kidney Int 2001;59:407–414

95. Prichard S. Dyslipidemia as a risk factor for cardiac disease in dialysis patients. Semin Dial 1999;12:87–90

96. Quaschnig T, Krane V, Metzger T, Wanner CH: Abnormalities in uremic lipoprotein metabolism and its impact on cardiovascular disease. Am J Kidney Dis 2001;38:14–19

[Seite 258]

Als urämiebedingte Faktoren gelten die Azidose, Urämietoxine, erhöhte Homocysteinsäure, vermehrte Produktion freier Sauerstoffradikale und oxydiertes LDL-C, rezidivierende Infektionen, Aktivierung der Komplementkaskade und die Neigung zur Thrombozytenaggregation. Bei der Dialyse selbst spielt die Biokompatibilität der Dialysemembran eine Rolle, ebenso wie die Reinheit des Dialysates, Endotoxine, Infektionen der Zugänge und die „backfiltration“. Gemeinsam führen diese Faktoren über eine Freisetzung proinflammatorischer Zytokine und endothelialer Dysfunktion zu einem mikroinflammatorischen Milieu mit Akutphasenreaktion. Dabei steigen als Modulierung positive Akutphasenproteine (APR), wie C-reaktives Protein (CRP), Serum- Amyloid A (SAA), Fibrinogen und Haptoglobin, sowie negative APR, wie Transferrin, an, und es kommt zur Ausbildung einer Hypoalbuminämie. Vor dem Hintergrund eines gestörten Immunsystems und von Veränderungen im Kalzium- und Phosphatstoffwechsel führt diese systemische Entzündungsreaktion zur akzelerierten Atherosklerose.


[Seite 257]

Dialysepatienten zeigen oft ein normales oder gering erhöhtes Gesamt- und LDL-Cholesterin (LDL-C). Niedrige Cholesterinwerte sind dabei ein Risikofaktor für erhöhte Mortalität und ein Marker einer Malnutrition [6]. Das HDL-Cholesterin (HDL-C) ist bei 20–40 % der Patienten erniedrigt und die Triglyzeride in 20–40 % erhöht. Erhöhte Triglyzeride bei Patienten mit deutlich eingeschränkter Nierenfunktion sind Folge vermehrter Produktion und Akkumulation triglyzeridreicher Lipoproteine. Damit sind ApoB, ApoC-III und ApoE, die alle als Komponente triglyzeridreiche Lipoproteine enthalten, erhöht [7].Wie oben erwähnt, sind sowohl HDL-C wie auch das Apolipoprotein A-1 bei Dialysepatienten erniedrigt. Der reduzierte HDL-C-Metabolismus ist Folge einer verminderten Aktivität des Cholesterinestertransferproteins (CETP), oft aber auch der Lecithin-Cholesterin- Acyltransferase (LCAT), welche das bestimmende Enzym für die Veresterung des freien Cholesterins darstellt. Damit ist letzteres für den reversen Cholesterintransport über das HDL-C zur Leber verantwortlich.

Der Einfluß einer gestörten Aktivität der LCAT auf die Progression der Atherosklerose ist bekannt. Die Urämie induziert im Körper eine Akutphasenreaktion. Dies führt zu Veränderungen in der Zusammensetzung des HDL-C, welches dadurch von einem antioxydativen zu einem prooxydativen Lipoprotein wird. Unter anderem ist dafür eine verminderte Paraoxonaseaktivität im Plasma und im HDL-C verantwortlich. Paraoxonase inhibiert die Oxydation von HDL-C wie auch die Lipidperoxydation des LDL-C. Eine verminderte Aktivität dieses Enzyms, wie bei eingeschränkter Nierenfunktion, führt zu Veränderungen der Struktur und Funktion von HDL-C und LDL-C.

Diese modifizierten Lipoproteine werden von ihren Rezeptoren nicht entsprechend erkannt und zirkulieren daher mit verlängerter Halbwertszeit länger im Plasma, bis sie über sogenannte „non saturable scavenger receptor pathways“ aufgenommen und metabolisiert werden.


[Literatur]

6. Prichard S. Dyslipidemia as a risk factor for cardiac disease in dialysis patients. Semin Dial 1999; 12: 87–90.

7. Quaschnig T, Krane V, Metzger T, Wanner CH. Abnormalities in uremic lipoprotein metabolism and its impact on cardiovascular disease. Am J Kidney Dis 2001; 38 (Suppl 1): S14–S19.

16. Arici M, Walls J. End-stage renal disease, atherosclerosis, and cardiovascular mortality: Is C-reactive protein the missing link? Kidney Int 2001; 59: 407–14.

Anmerkungen

Die Textbausteine der Quelle finden sich in veränderter Reihenfolge mit nur minimalen Anpassungen wieder. Kein Hinweis auf die Quelle. Die mehrseitigen Textübereinstimmungen setzten sich von der Vorseite fort.

Sichter
(Hood) Schumann

[3.] Md/Fragment 010 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-03 09:25:18 Singulus
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Md, Mulac 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1-32 (komplett)
Quelle: Mulac 2003
Seite(n): 257, 258, Zeilen: 257: re.Sp. 35ff - 258: li.Sp. 1ff
[Diese modifizierten Lipoproteine werden von ihren Rezeptoren nicht] entsprechend erkannt und zirkulieren daher mit verlängerter Halbwertzeit [sic] länger im Plasma, bis sie über sogenannte „non saturable scavenger receptor pathways“ aufgenommen und metabolisiert werden. Eine verlängerte Halbwertszeit und Zirkulation dieser Lipoproteine im Plasma führt zu deren weiteren Modifizierung durch oxydative Prozesse und Glykosilierung. Ursache dafür ist die Reaktion von Aldehyd- und Ketongruppen von Kohlehydraten mit Aminosäuren unter der Bildung von Glykosilierungsendprodukten (AGE). Diese reagieren mit LDL-C, aber auch mit Endothelzellrezeptoren und triggern so einen Entzündungsreiz. Außerdem besteht bei eingeschränkter Nierenfunktion eine verminderte renale Clearance der AGE (Stenvinkel 2002). Zirkulierende AGE können die Plasma-Clearance von nativem LDLC vermindern und steigern die Oxydation von LDL-C. Die Folgen dieser Akkumulation veränderter Lipoproteine sind Schaumzellbildung und Progression der Atherosklerose. Die vermehrte Aufnahme von ox-LDL-C durch Monozyten/Makrophagen resultiert aus einer erhöhten Expression von Scavenger-Rezeptoren dieser Zellen bei Urämiepatienten (Drüecke et al. 2001).

Die vermehrte Bildung freier Sauerstoffradikale bei Niereninsuffizienz trägt zur Oxydation von LDL-C bei. Ox-LDL-C hat eine antigene Wirkung und führt zu einer Bildung von Antikörpern (AK). Es ist bekannt, dass diese AK gegen ox-LDL-C, eine pathogenetische Rolle bei der Entwicklung atherosklerotischer Veränderungen bei Dialysepatienten spielen (Amore und Coppo 2002). Auch wenn das LDL-C insgesamt bei niereninsuffizienten Patienten oft kaum erhöht ist, unterscheidet es sich in den Subfraktionen deutlich von jenem der Normalbevölkerung. In einer Studie von Rajman et al. (Rajman et al. 1998) wurde LDL-C seiner elektrophoretischen Mobilität entsprechend in Subfraktionen aufgeteilt. Untersucht wurden Kontrollpatienten, Patienten im Prädialyse- und Dialysestadium, Patienten mit Peritonealdialyse und nierentransplantierte Patienten mit annähernd gleich hohem LDL-C. Mit dem Schweregrad der Nierenfunktionseinschränkung nahm der prozentuale Anteil an „small dense particles“ am Gesamt-LDL-C zu. Das LDL-C wurde atherogener.

Die endotheliale Dysfunktion ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Atherosklerose. Die Folgen sind vermehrte Adhäsivität und Permeabilität von mononuklearen Zellen am Endothel und die Freisetzung von Zellmarkern und Zytokinen. Die Urämie ist mit erhöhten Spiegeln von proinflammatorischen Zytokinen verbunden, welche die Expression und Freisetzung verschiedener Adhäsionsmoleküle hinaufregeln können. Zytokine haben eine große Bedeutung für das feste Anhaften und die transendotheliale Migration von Leukozyten.


[Aus Literaturverzeichnis]

116. Stenvinkel P. Inflammation in end-stage renal failure: could it be treated? Nephrol Dial Transplant 2002;17(8):33–8

27. Drüecke TB, Khoa TN, Massy ZA, Witko- Sarsat V, LaCour B, Descamps-Latscha B. Role of oxydized low-density lipoprotein in the atherosclerosis of uremia. Kidney Int 2001;59/78:S114–S119

4. Amore A, Coppo R. Immunological basis of inflammation in dialysis. Nephrol Dial Transplant 2002;17/8:16–24

97. Rajman I, Harper L, McParke D, Kendall MJ, Wheeler DC. Low-density lipoprotein subfraction profiles in chronic renal failure. Nephrol Dial Transplant 1998;13:2281–2287

[Seite 257]

Diese modifizierten Lipoproteine werden von ihren Rezeptoren nicht entsprechend erkannt und zirkulieren daher mit verlängerter Halbwertszeit länger im Plasma, bis sie über sogenannte „non saturable scavenger receptor pathways“ aufgenommen und metabolisiert werden. Eine verlängerte Halbwertszeit und Zirkulation dieser Lipoproteine im Plasma führen zu deren weiteren Modifizierung durch oxydative Prozesse und Glykosilierung. Ursache dafür ist die Reaktion von

[Seite 258]

Aldehyd- und Ketongruppen von Kohlehydraten mit Aminosäuren unter der Bildung von Glykosilierungsendprodukten (AGE). Diese reagieren mit LDL-C, aber auch mit Endothelzellrezeptoren und triggern so einen Entzündungsreiz. Außerdem besteht bei eingeschränkter Nierenfunktion eine verminderte renale Clearance der AGE [8]. Zirkulierende AGE können die Plasma-Clearance von nativem LDL-C vermindern und steigern die Oxydation von LDL-C. Die Folgen dieser Akkumulation veränderter Lipoproteine sind Schaumzellbildung und Progression der Atherosklerose.

Die vermehrte Aufnahme von ox-LDL-C durch Monozyten/ Makrophagen resultiert aus einer erhöhten Expression von Scavenger-Rezeptoren dieser Zellen bei Urämiepatienten [9]. Dies geschieht über einen Peroxisom-Proliferator- Aktivator-Rezeptor dieser Zellen. Die vermehrte Bildung freier Sauerstoffradikale bei Niereninsuffizienz trägt zur Oxydation von LDL-C bei. Ox-LDL-C hat antigene Wirkung und führt zur Bildung von Antikörpern (AK). Es ist bekannt, daß diese AK gegen ox-LDL-C eine pathogenetische Rolle bei der Entwicklung atherosklerotischer Veränderungen bei Dialysepatienten haben [10]. Auch wenn das LDL-C insgesamt bei niereninsuffizienten Patienten oft kaum erhöht ist, unterscheidet es sich in den Subfraktionen deutlich von jenem der Normalbevölkerung.

In einer Studie von Rajman et al. [11] wurde LDL-C seiner elektrophoretischen Mobilität entsprechend in sieben Subfraktionen aufgeteilt. Untersucht wurden Kontrollpatienten, Patienten im Prädialyse- und Dialysestadium, Patienten mit Peritonealdialyse und nierentransplantierte Patienten mit annähernd gleich hohem LDL-C. Mit dem Schweregrad der Nierenfunktionseinschränkung nahm der prozentuale Anteil an „small dense particles“ am Gesamt-LDL-C zu. Das LDL-C wurde atherogener.

Wie oben erwähnt, sind Morbidität und Mortalität an kardiovaskulären Erkrankungen bei Dialysepatienten erhöht. Einer der ersten Schritte auf dem Weg zur Atherosklerose ist die endotheliale Dysfunktion. Die Folgen sind vermehrte Adhäsivität und Permeabilität von mononukleären Zellen am Endothel und die Freisetzung von Zellmarkern und Zytokinen. Die Urämie ist mit erhöhten Spiegeln von proinflammatorischen Zytokinen vergesellschaftet, die die Expression und Freisetzung verschiedener Adhäsionsmoleküle hinaufregeln können. Solche Zytokine sind z. B. Interleukin-1β (IL-1β) und Tumor-Nekrose-Faktor-α (TNF-α).

Selektine mediieren das Rollen von Leukozyten entlang des Endothels, VCAM-1 (vascular cell adhesion molecule-1) und ICAM-1 (intercellular adhesion molecule-1) haben große Bedeutung für das feste Anhaften und die transendotheliale Migration von Leukozyten.


[Literatur]

8. Stenvinkel P. Inflammation in end-stage renal failure: could it be treated? Nephrol Dial Transplant 2002; 17 (Suppl 8): 33–8.

9. Drüecke TB, Khoa TN, Massy ZA, Witko- Sarsat V, LaCour B, Descamps-Latscha B. Role of oxydized low-density lipoprotein in the atherosclerosis of uremia. Kidney Int 2001; 59 (Suppl 78): S114–S119.

10. Amore A, Coppo R. Immunological basis of inflammation in dialysis. Nephrol Dial Transplant 2002; 17 (Suppl 8): 16–24.

11. Rajman I, Harper L, McParke D, Kendall MJ, Wheeler DC. Low-density lipoprotein subfraction profiles in chronic renal failure. Nephrol Dial Transplant 1998; 13: 2281–7.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Von den vorangehenden Seiten fortgesetzte Textübereinstimmungen mit minimalen Anpassungen. Weitere Fortsetzung auf der Folgeseite.

Sichter
(Hood) Schumann

[4.] Md/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-13 17:42:10 Singulus
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Md, Mulac 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1-32 (komplett)
Quelle: Mulac 2003
Seite(n): 258, 259, Zeilen: 258: li. Sp. 49ff; 259: li. Sp. 1ff
Erhöhte Werte des von Willebrand- Faktors (vWF) und Thrombomodulins sind Marker einer endothelialen Dysfunktion. Die Höhe des vWF-Spiegels korreliert mit dem Ausmaß der peripheren Atherosklerose. Thrombomodulin ist ein Indikator der Endothelzellzerstörung. Es ist bei Diabetikern, insbesondere bei Vorliegen mikrovaskulärer Komplikationen, erhöht. Signifikant erhöhte Werte von vWF und Thrombomodulin findet man auch bei verschiedenen Schweregraden der Niereninsuffizienz im Vergleich zu Kontrollpersonen. ICAM-1 und VCAM-1, Repräsentanten vom Endothel herleitender Adhäsionsmoleküle, spielen eine große Rolle in der Pathogenese der Atherosklerose. sICAM-1 ist oft lange vor der klinischen Manifestation einer koronaren Herzkrankheit erhöht (Jacobson et al. 2002).

Ähnliches gilt für sVCAM-1, sL-Selectin und MCP-1 (monozytenchemotaktisches Protein-1). MCP-1 wird von Endothelzellen nach Stimulation durch IL-1β und TNF- α produziert und spielt eine wichtige Rolle in der Migration und Aktivierung von Monozyten, T-Zellen und der Proliferation von glatten Muskelzellen. MCP-1 steigt aber auch unter einer Therapie mit Erythropoietin an (De Marchi et al. 1997). Bei Dialysepatienten konnte gezeigt werden, dass ICAM-1,VCAM-1 und MCP-1 schon vor der Hämodialyse im Vergleich zu Kontrollpatienten signifikant erhöht sind, wobei der Dialyseprozess selbst zu einem weiteren signifikanten Anstieg dieser Parameter führte (Papayianni et al. 2002). In mehreren Studien wurde der Anstieg mit der Bioinkompatibilität der Dialysemembran und der Reinheit des Dialysates in Zusammenhang gebracht. Zur Progression der Atherosklerose trägt auch die Hämodialyse bei. Bei der Urämie sind die klassischen Risikofaktoren Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus und Nikotinabusus, aber auch urämie- und dialysebedingte Faktoren für das Auftreten und Fortschreiten der Atherosklerose verantwortlich.

Stickstoffmonoxyd (NO) wirkt stark gefäßerweiternd, ist ein Inhibitor der Thrombozytenaktivierung, hemmt gemeinsam mit Prostacyclin die Plättchenaggregation und induziert eine Thrombozytendisaggregation. Eine vermehrte Produktion über die induzierbare NO-Synthase (iNOS) führt zur klinischen Symptomatik und Progression der Atherosklerose. Die „Interleukin-Hypothese“ unterstützt die Annahme der Bedeutung von NO bei der intradialytischen Hypotonie. NO ist aber auch ein zytotoxisches Molekül. Es reagiert mit Sauerstoffradikalen von Superoxyd z. B. unter Bildung von Peroxynitrit, das schwere oxydative Schäden an Lipiden, DNA und Proteinen hervorruft. Peroxynitrit induziert Brüche im DNA-Molekül, aktiviert das DNA-Repair-Enzym Poly (ADP)-ribosyltransferase und das Tumor-Suppressor-Protein p53, welche eine Apoptose in Gang setzen. Eine Ursache der [vermehrten NO-Produktion ist der Dialysevorgang.]


[Aus Literaturverzeichnis]

49. Jacobson SH, Egberg N, Hylander B, Lundahl J. Correlation between soluble markers of endothelial dysfunction in patients with renal failure. Am J Nephrol 2002;22:42–47

24. De Marchi S, Cecchin E, Falleti E. Longterm effects of erythropoietin therapy on fistula stenosis and plasma concentrations of PDGF and MCP-1 in hemodialysis patients. J Am Soc Nephrol 1997;8:1147–1156

92. Papayianni A, Alexopoulos E, Giamalis P, Gionanlis AB, Koukoudis P, Memmos D. Circulating levels of ICAM-1,VCAM-1, and MCP-1 are increased in haemodialysis patients: association with inflammation, dyslipiaemia, and vascular events. Nephrol Dial Transplant 2002;17:435–441

[Seite 258]

Erhöhte Werte des von Willebrand- Faktors (vWF) und Thrombomodulins sind Marker einer endothelialen Dysfunktion. Die Höhe des vWF-Spiegels korreliert mit dem Ausmaß der peripheren Atherosklerose. Thrombomodulin ist ein Indikator der Endothelzellzerstörung. Es ist bei Diabetikern, insbesondere bei Vorliegen mikrovaskulärer Komplikationen, erhöht. Signifikant erhöhte Spiegel von vWF und Thrombomodulin findet man auch bei verschiedenen Schweregraden der Niereninsuffizienz im Vergleich zu Kontrollpersonen. ICAM-1 und VCAM-1, Repräsentanten sich vom Endothel herleitender Adhäsionsmoleküle, spielen eine große Rolle in der Pathogenese der Atherosklerose. sICAM-1 ist oft viele Jahre vor der klinischen Manifestation einer koronaren Herzkrankheit erhöht [12]. Ähnliches gilt für sVCAM-1, sL-Selectin und MCP-1 (monozytenchemotaktisches Protein-1). MCP-1 wird von Endothelzellen nach Stimulation durch IL-1 und TNF- produziert und spielt eine wichtige Rolle in der Migration und Aktivierung von Monozyten, T-Zellen und der Proliferation von glatten Muskelzellen. MCP-1 steigt aber auch unter einer Therapie mit Erythropoietin an [13].

In einer Untersuchung an Dialysepatienten konnte gezeigt werden, daß ICAM-1,VCAM-1 und MCP-1 schon vor der Hämodialyse im Vergleich zu Kontrollpatienten signifikant erhöht sind, daß aber der Dialyseprozeß selbst zu einem weiteren signifikanten Anstieg dieser Parameter führte [14]. In verschiedenen Studien wurde das Ausmaß des Anstieges auch mit der Bioinkompatibilität der Dialysemembran und der Reinheit des Dialysates in Zusammenhang gebracht. So sehr die Durchführung einer Hämodialyse lebensnotwendig ist, trägt sie zur Progression der Atherosklerose bei. Somit sind bei der Urämie die klassischen Risikofaktoren, wie Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus und Rauchen, aber auch urämie- und dialysebedingte Faktoren für das Auftreten und Fortschreiten der Atherosklerose verantwortlich.

[Seite 259]

Stickstoffmonoxyd (NO) wirkt stark gefäßerweiternd, es ist ein Inhibitor der Thrombozytenaktivierung, hemmt gemeinsam mit Prostacyclin die Plättchenaggregation und induziert eine Thrombozytendisaggregation. Eine vermehrte Produktion über die induzierbare NO-Synthase (iNOS) führt zur klinischen Symptomatik und Progression der Atherosklerose. Die „Interleukin-Hypothese“ unterstützt die Annahme der Bedeutung von NO bei der intradialytischen Hypotonie.

NO ist aber auch ein zytotoxisches Molekül. Es reagiert mit Sauerstoffradikalen von Superoxyd z. B. unter Bildung von Peroxynitrit, das schwere oxydative Schäden an Lipiden, DNA und Proteinen hervoruft. Peroxynitrit induziert Brüche im DNA-Molekül, aktiviert das DNA-Repair-Enzym Poly (ADP)-ribosyltransferase und das Tumor-Suppressor-Protein p53, welche eine Apoptose in Gang setzen.

Als Ursache der vermehrten NO-Produktion kommt unter anderem der Dialysevorgang selbst in Betracht.


[Literatur]

12. Jacobson SH, Egberg N, Hylander B, Lundahl J. Correlation between soluble markers of endothelial dysfunction in patients with renal failure. Am J Nephrol 2002; 22: 42–7.

13. De Marchi S, Cecchin E, Falleti E. Longterm effects of erythropoietin therapy on fistula stenosis and plasma concentrations of PDGF and MCP-1 in hemodialysis patients. J Am Soc Nephrol 1997; 8: 1147– 56.

14. Papayianni A, Alexopoulos E, Giamalis P, Gionanlis AB, Koukoudis P, Memmos D. Circulating levels of ICAM-1,VCAM-1, and MCP-1 are increased in haemodialysis patients: association with inflammation, dyslipiaemia, and vascular events. Nephrol Dial Transplant 2002; 17: 435–41.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Von den vorangehenden Seiten fortgesetzte Textübereinstimmungen mit minimalen Anpassungen. Weitere Fortsetzung auf der Folgeseite.

Sichter
(Hood) Schumann

[5.] Md/Fragment 012 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-13 18:05:10 Singulus
Fragment, Gesichtet, Md, Mulac 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1-24
Quelle: Mulac 2003
Seite(n): 258, 259, Zeilen: 258: re.Sp. 43-61; 259: li.Sp. 17-33
[Eine Ursache der] vermehrten NO-Produktion ist der Dialysevorgang. Das vom extrakorporalen Kreislauf der Dialysemaschine rückfließende Blut kommt mit Endothelzellen in Kontakt und induziert die Freisetzung von Wachstumsfaktoren, Zytokinen, Chemokinen und vasoaktiven Substanzen. Die NOS-Aktivität mit Expression der iNOS-Messenger- RNA (mRNA) erhöht sich. Neben der Bioinkompatibilität von Dialysemembranen mit der verbundenen Freisetzung von Zytokinen, spielt auch bei der Dialyse verwendeten [sic] Pufferlösung eine Rolle. Acetathältige Puffer erhöhen die NOS-Aktivität, acetatfreie Pufferlösungen zeigen diese Reaktion kaum. Somit führt die Hämodialyse zu einer periodischen Stimulation der endothelialen iNOS mit einem Anstieg von NO, Induktion einer generalisierten Inflammation, Störung der Endothelfunktion bis hin zur Vaskulopathie und Atherosklerose sowie Gefäßverschluss, aber auch zur Apoptose (Amore und Coppo 2002).

Das CRP ist für ein vaskuläres Ereignis von kausaler Bedeutung. Lange vor einem vaskulären Ereignis sind die CRP-Spiegel erhöht, CRP aktiviert das Komplementsystem, induziert die Expression von Tissue-Faktor sowie von Adhäsionsmolekülen und bindet an enzymatisch abgebaute LDL-Partikel (Arici und Walls 2001). Schaumzellen zeigen in atherosklerotischen Plaques eine positive Färbung für CRP und es befinden sich Ablagerungen von CRP in den fibroelastischen und fibromuskulären Schichten der Intima, gemeinsam mit einem aktivierten Komplement. Beim experimentellen Infarktmodell führte eine Injektion von CRP über komplementabhängige Mechanismen zu vermehrtem Gewebsuntergang (Griselli et al. 1999). Es gibt signifikante Zusammenhänge zwischen erhöhten CRP-Werten und Hypoalbuminämie, Malnutrition, Erythropoietinresistenz sowie Morbidität und Mortalität bei Dialysepatienten. Ein direkter signifikanter Zusammenhang zwischen der Höhe des CRP-Wertes und der Gesamt- wie auch der kardiovaskulären Mortalität konnte nachgewiesen werden (Wanner et al. 2002).


[Aus Literaturverzeichnis]

4. Amore A, Coppo R. Immunological basis of inflammation in dialysis. Nephrol Dial Transplant 2002;17/8:16–24

6. Arici M, Walls J. End-stage renal disease, atherosclerosis, and cardiovascular mortality: Is C-reactive protein the missing link? Kidney Int 2001;59:407–414

37. Griselli M, Herbert J, Hutchinson WL. C-reactive protein and complement are important mediators of tissue damage in acute myocardial infarction. J Exp Med 1999;190:1733–1739

124. Wanner CH, Zimmermann J, Schwedler S, Metzger T. Inflammation and cardiovascular risk in dialysis patients. Kidney Int 2002;61(80):99–102

[Seite 259]

Als Ursache der vermehrten NO-Produktion kommt unter anderem der Dialysevorgang selbst in Betracht. Das vom extrakorporalen Kreislauf der Dialysemaschine rückfließende Blut kommt mit Endothelzellen in Kontakt und induziert die Feisetzung [sic] von Wachstumsfaktoren, Zytokinen, Chemokinen und vasoaktiven Substanzen. Weiters [sic] kommt es zum Anstieg der NOS-Aktivität mit Expression der iNOS-Messenger- RNA (mRNA). Neben der Bioinkompatibilität von Dialysemembranen mit Freisetzung von Zytokinen spielt auch die bei der Dialyse verwendete Pufferlösung eine Rolle. Acetathältige Puffer erhöhen die NOS-Aktivität, acetatfreie Pufferlösungen zeigen diese Reaktion kaum. Somit führt die Hämodialyse zu einer periodischen Stimulation der endothelialen iNOS mit Anstieg von NO, Induktion einer generalisierten Inflammation, Störung der Endothelfunktion bis hin zur Vaskulopathie und Atherosklerose sowie Gefäßverschluß, aber auch zur Apoptose [10].

[Seite 258]

Viele Jahre vor einem vaskulären Ereignis sind die CRP-Spiegel bereits erhöht, CRP aktiviert das Komplementsystem, induziert die Expression von Tissue-Faktor sowie von Adhäsionsmolekülen und bindet an enzymatisch abgebaute LDL-Partikel [15, 16].

Es wurde auch gezeigt, daß Schaumzellen in atherosklerotischen Plaques eine positive Färbung für CRP zeigen und sich Ablagerungen von CRP in den fibroelastischen und fibromuskulären Schichten der Intima gemeinsam mit aktiviertem Komplement befinden. Beim experimentellen Infarktmodell führte eine Injektion von CRP über komplementabhängige Mechanismen zu vermehrtem Gewebsuntergang [17–19]. Es zeigen sich auch signifikante Zusammenhänge zwischen erhöhten CRP-Werten und Hypoalbuminämie, Malnutrition, Erythropoietinresistenz sowie Morbidität und Mortalität bei Dialysepatienten [20]. In einer Studie über vier Jahre konnte ein direkter signifikanter Zusammenhang zwischen der Höhe des CRP-Wertes und der Gesamt- wie auch der kardiovaskulären Mortalität nachgewiesen werden [21] (Abb. 1).


[Literatur]

10. Amore A, Coppo R. Immunological basis of inflammation in dialysis. Nephrol Dial Transplant 2002; 17 (Suppl 8): 16–24.

16. Arici M, Walls J. End-stage renal disease, atherosclerosis, and cardiovascular mortality: Is C-reactive protein the missing link? Kidney Int 2001; 59: 407–14.

19. Griselli M, Herbert J, Hutchinson WL. C-reactive protein and complement are important mediators of tissue damage in acute myocardial infarction. J Exp Med 1999; 190: 1733–9.

21. Wanner CH, Zimmermann J, Schwedler S, Metzger T. Inflammation and cardiovascular risk in dialysis patients. Kidney Int 2002; 61 (Suppl 80): S99–S102.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Von den vorangehenden Seiten fortgesetzte Textübereinstimmungen mit minimalen Anpassungen.

Sichter
(Hood) Schumann

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