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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Karl Heinz Roth
Titel    Anschließen, angleichen, abwickeln. Die westdeutschen Planungen zur Übernahme der DDR 1952 bis 1990
Ort    Hamburg
Verlag    KVV konkret
Jahr    2000
Reihe    Konkret Texte. Zeitgeschichte ; 25
Anmerkung    Zuerst in Bd. 9-10 in der Reihe: Ansichten zur Geschichte der DDR (Bonn-Berlin. 1998).
ISBN    3-930786-27-3

Literaturverz.   

ja
Fragmente    18


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Mg/Fragment 086 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 20:27:35 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 02-07
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 030, Zeilen: 02-10
Kramer wurde 1893 im württembergischen Tiefenbach geboren. Nach seinem Studium leitete er zunächst eine landwirtschaftliche Versuchsstation in Rostock. Während des 3. Reiches arbeitete er als Sachverständiger bei der Deutschen Industriebank in Berlin. Nach dem Krieg wurde er Hauptabteilungsleiter der Verwaltung für Land- und Forstwirtschaft in der SBZ, wechselte dann aber bald in den Westsektor Berlins über. Kramer wurde 1893 in Tiefenbach im Württembergischen geboren.[FN 53] Er hatte zunächst eine landwirtschaftliche Versuchsstation in Rostock geleitet. Während der NS-Diktatur hatte er u.a. als Sachverständiger der Deutschen Industriebank in Berlin gewirkt und es nach 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone zum Hauptabteilungsleiter der Verwaltung für Land- und Forstwirtschaft gebracht. Nach seiner Übersiedlung in den Westsektor Berlins [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[2.] Analyse:Mg/Fragment 086 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 20:27:39 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 17-22
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 028, Zeilen: 34-43
Nach dem Krieg war er zunächst als Ordnungstheoretiker und Kreditfachmann in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig, wechselte aber bereits 1946 in den Westen Berlins. Er wirkte als volkswirtschaftlicher Berater bei den Vorbereitungen zur Währungsreform mit und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. In dieser Zeit arbeitete er eng mit Friedrich Ernst zusammen. Der Kreditspezialist und Ordnungstheoretiker war nach 1945 zunächst in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig. 1946 setzte er sich in den Westsektor Berlins ab [...]. Seit 1947 wirkte er als volkswirtschaftlicher Berater bei der Vorbereitung der Währungsreform und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. Während seiner Tätigkeit an der Seite von Friedrich Ernst [...].
Anmerkungen

Folgende Fakten werden nicht in dem vom Verf. in Fußnote 2 auf dieser Seite erwähnten Lebenslauf in Feldsieper/Groß (1983) genannt: 1.: Meimberg war Ordnungstheoretiker. 2.: Er war nach 1945 zunächst in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig. 3.: Er ging 1946 nach West-Berlin. 4.: Er war Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. 5.: Er arbeitete mit Friedrich Ernst zusammen. Aufgrund der sprachlichen Ähnlichkeit und der Nichtangabe der Quelle muss hier von einem Plagiat gesprochen werden.

Sichter

[3.] Analyse:Mg/Fragment 086 31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 20:27:41 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 30-34
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 031, Zeilen: 31-38
Die Erweiterung des Forscherkreises geht wohl vor allem auf Bestrebungen des Bundeswirtschaftsministeriums zurück, das hinter der bisherigen Zusammensetzung zu starke planwirtschaftliche Auffassungen vermutete und bei einer möglichen Wiedervereinigung nicht ins Hintertreffen geraten wollte. [...] wurde dieser erste Forscherkreis erheblich erweitert. Die Initiative dazu ging vor allem vom Bundeswirtschaftsministerium aus,[FN 57] das hinter der bisherigen Zusammensetzung zu starke dirigistische Konzepte witterte. Hinzu kam die Befürchtung der Spitzenbeamten Erhards, daß ihr Führungsanspruch am »Tag X« durch die Ökonomen des Forschungsbeirats ausgehebelt werden könnte [...].
Anmerkungen

vermutlich Übernahme einer Bewertung Roths

Sichter

[4.] Analyse:Mg/Fragment 087 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 20:27:43 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 09-12
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 033, Zeilen: 29-33
Hensel arbeitete im Forschungsbeirat im Kleinen Kreis für Währungsfragen mit und übernahm 1955 den Vorsitz einer neu gegründeten Studiengruppe zur "Umstellung des betrieblichen Rechnungswesens in der SBZ". Ernst nahm ihn zusammen mit Welter in den »Kleinen Währungskreis« auf. 1955 übernahm Hensel zusätzlich den Vorsitz einer neu gegründeten Studiengruppe zur »Umstellung des betrieblichen Rechnungswesens in der SBZ«.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[5.] Analyse:Mg/Fragment 087 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:35:15 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 25-26, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 033; 094, Zeilen: 11-14; 48-52
[Z. 25-26]

Außerdem veröffentlichte er Aufsätze zu Fragen der Germanisierungs- und Siedlungspolitik in den eroberten Ostgebieten.[FN 5]

[Z. 105]

[FN 5] vgl. Seraphim (1940): 561-591, 650-676.

[S. 33, 11-14]

Während des zweiten Weltkriegs betätigte er sich vor allem als Spezialist bei der Frage der Germanisierungs- und Siedlungspolitik in den annektierten polnischen Westprovinzen.[FN 67]

[S. 94, 48-52]

[FN 67] Vgl. Hans-Jürgen Seraphim, Volkliche Wirtschaftsgestaltung und nationalstaatliche Wirtschaftspolitik im deutschen Osten. Ein Beitrag zur Problematik der Überwindung des Versailler Diktats im deutsch-polnischen Grenzgürtel, in: Jahrbücher für National-ökonomie und Statistik, 152 (1940), S. 561-591, 650-676.

Anmerkungen

Anscheinend übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[6.] Analyse:Mg/Fragment 088 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:35:17 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 088, Zeilen: 13-18, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 032; 094, Zeilen: 08-12; 33-35
[Z. 13-18]

Als Wirtschaftsexperte war er von 1940 bis 1943 in der Verwaltung des Militärbefehlshabers in Frankreich tätig. [...] In den Schriften aus dieser Zeit lässt sich seine Begeisterung für die nationalsozialistische Annexionspolitik ablesen. Dabei hob er u.a. die Bedeutung von währungspolitischen Maßnahmen hervor[FN 4] [...].

[Z. 105]

[FN 4] vgl. Welter (1938): 26ff.

[S. 32, 8-12]

Er war ein begeisterter Anhänger der nazistischen Annexionspolitik, bei der er die Bedeutung der währungspolitischen Anschluß-Techniken hervorhob.[FN 60] Von 1940 bis 1943 war er als Wirtschaftsexperte in der Verwaltung des Militärbefehlshabers in Frankreich tätig.

[S. 94, 33-35]

[FN 60] 60 Vgl. Erich Welter, Das Jahr der Entscheidung. Die deutsche Wirtschaft 1938, Sonderdruck der Frankfurter Zeitung, Frankfurt a.M., o.J., S. 26 f.

Anmerkungen

Offenbar eignet sich der Verfasser hier ein Forschungsergebnis Adolphs an, wobei in den Fußnoten die Angabe für das Erscheinungsjahr differiert. Laut Literaturverzeichnis des Verf. ist aber dasselbe Werk gemeint.

Sichter

[7.] Analyse:Mg/Fragment 102 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 20:28:03 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 04-06
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 038, Zeilen: 25-29
Dazu wurden Arbeitsgruppen zum Steuer- und Haushaltswesen, zur Organisation des gewerblichen Kredits und zum Sozialen Aufwand, d.h. zur Abschätzung des Finanzvolumens im Bereich der Sozialpolitik, gegründet. Der Finanzausschuß richtete seit der Jahreswende 1952/53 Arbeitsgruppen zur Restauration des Steuer- und Haushaltswesens, des gewerblichen Kredits und zur Abschätzung des Finanzvolumens im Bereich der Sozialpolitik ein.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[8.] Analyse:Mg/Fragment 103 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 20:28:07 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 09-11
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 038-039, Zeilen: 45; 01-04
So wurden verschiedene Arbeitsgruppen des Bilanzierungsausschusses und des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft im neuen Sozialausschuss zusammengefasst. Ende 1956/Anfang 1957 wurden verschiedene Arbeitsgruppen des Bilanzierungsausschusses und des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft in einem neu gegründeten Sozialausschuß zusammengefaßt.
Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[9.] Analyse:Mg/Fragment 104 28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:35:39 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 27-30, 111
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 038; 096, Zeilen: 06-11; 15
[Z. 27-30]

Die Sitzungen wurden eigenständig von Ernst protokolliert.[FN 7] Die Ergebnisse blieben streng vertraulich, nicht einmal andere Mitglieder des Forscherkreises wurden über die Inhalte aus diesem "Arkanbereich des Forschungsbeirates"[FN 8] informiert.

[Z. 111]

[FN 7] vgl. Protokolle, Vermerke und Korrespondenzen in: BarchK B 137 I/3 und B 137 I/144.

[Z. 112]

[FN 8] Roth (2000): 37.

[S. 38, 6-11]

[...][FN 77] Die Arbeitsergebnisse und Handlungsempfehlungen dieses von Ernst höchstpersönlich geleiteten und protokollierten Gremiums wurden noch nicht einmal den übrigen Mitgliedern des Forscherkreises bekanntgemacht.

[S. 96, 15]

[FN 77] Vgl. BArchK, B 137 I / 3, 144.

Anmerkungen

Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths übernimmt und mit der Zitierung einen Bauern opfert.

Sichter

[10.] Analyse:Mg/Fragment 112 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 20:28:14 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 06-10
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 041, Zeilen: 22-33
In Anlehnung an die Antwort der Westmächte auf die Stalin-Note vom März 1952 wurde von dem Modellfall ausgegangen, dass als erstes gesamtdeutsche Wahlen stattfinden würde. Aus diesen Wahlen ginge eine gesamtdeutsche Regierung mit uneingeschränkten Handlungsvollmachten hervor, um die Sofortmaßnahmen in die Wege zu leiten. Als politische Voraussetzung der Planungen galt 1952/53 die Annahme, daß in Übereinstimmung mit der Antwort der Westmächte auf die Stalin-Note vom März 1952 gesamtdeutsche Wahlen stattgefunden [...] hätten. Des weiteren wurde ein rascher Rückzug der Sowjets aus der DDR angenommen,[FN 84] so daß die nun eingesetzte gesamtdeutsche Regierung über unumschränkte Vollmachten verfügen und sich die aus den Sofortplanungen des Forschungsbeirats hervorgegangenen Handlungsanweisungen des Interministeriellen Ausschusses entsprechend zu eigen machen würde.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Offenbar kondensiert der Verf. hier Aussagen Roths.

Sichter

[11.] Analyse:Mg/Fragment 112 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:35:45 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 11
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 140, Zeilen: ab 20
Das Plenum war sich einig, „daß die Wirtschaftsgrenze zwischen den beiden

Gebieten alsbald nach der Wiedervereinigung fallen muss, wenn man die volle Stoßkraft des stärkeren Westdeutschlands auch zum Nutzen von Mitteldeutschland ausnutzen will"2 Für den Forschungsbeirat war deutlich, dass die Aufhebung der Zwangswirtschaft in der DDR als einheitlicher Akt erfolgen müsse. Dies schloss aber nicht aus, dass eine Fülle von Einzelfragen erst im Laufe der Entwicklung beantwortet werden oder bestimmte Schutzmaßnahmen für Übergangszeiten erlassen werden könnten. Die Wiedervereinigung dürfe unter gar keinen Umständen zu einer Art Kolonisation der DDR werden: „Die Gleichberechtigung der mitteldeutschen Interessen und die Rücksichtnahme auf die durch die Entwicklung bedingten Schwächen des Gebietes sind von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates als unabdingbar gekennzeichnet worden." [Fn 3]

...

[Fn 2] Vertraulich! Forschungsbeirat för Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, o.D in- AdsD NL Gleitze, 102.

[Fn 3] ebd.

[Z. 20-26]

Die bisherigen Erörterungen im Forschungsbeirat, der sich mit dieser Frage wiederholt sehr eingehend auseinandergesetzt hat, haben immer wieder zu dem Ergebnis ge-führt, daß die Wirtschaftsgrenze zwischen den beiden Gebieten alsbald nach der Wiedervereinigung fallen muß, wenn man die volle Stoßkraft des stärkeren Westdeutschlands auch zum Nutzen von Mitteldeutschland ausnutzen will. .... [Z. 33-40] Auf der anderen Seite ist gerade bei der Behandlung dieser Proble-me immer wieder mit äußerster Schärfe von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates betont worden, daß die Wiedervereinigung un-ter gar keinen Umständen zu einer Art Kolonisation Mitteldeutsch-lands führen dürfte. Die Gleichberechtigung der mitteldeutschen Interessen und die Rücksichtnahme auf die durch die Entwicklung bedingten Schwächen des Gebietes sind von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates als unabdingbar gekennzeichnet worden.

Anmerkungen
Sichter

[12.] Analyse:Mg/Fragment 115 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:35:53 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 18-29, 103-105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 042; 096, Zeilen: 05-15 u. 33-44; 36-39
[Z. 18-29]

Der Anteil der Konsumgüterindustrie würde nach Ansichten des Forschungsbeirates bis zu einer Wiedervereinigung zu Gunsten vergrößerter Grundstoff- und Produktionsmittelkapazitäten deutlich zurückgehen. Daher sei mit gewaltigen Umstellungs- und Kostenproblemen bei einer Wiedervereinigung zu rechnen, die nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen seitens der Bundesrepublik aufgefangen werden könnten. Meimberg veranschlagte den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit 5 Milliarden DM. Zusätzlich müssten 500 Millionen DM für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern aufgebracht werden und noch einmal weitere 1,5 Milliarden DM für eine erste Investitionsfinanzierung.[FN 3] Steuer- und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte sollten die verarbeitende Industrie und die Konsumgüterindustrie ankurbeln.

[Z. 103-105]

[FN 3] vgl. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, betr. Arbeitstagungen des Forschungsbeirates. Konstituierende Sitzung am 24.3.1952 und Arbeitstagung am 16. und 17.4.1952, in: BarchKB 1371/12.

[S. 42, 5-15]

Man werde es in der DDR mit deutlich vergrößerten Grundstoff- und Produktionsmittelkapazitäten zu tun haben, während der Anteil der Konsumgüterindustrie erheblich geschrumpft sei, folgerten Thalheim und Gleitze. [...] Es werde gewaltige Umstellungs- und Kostenprobleme geben, und nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen könne die Gefahr einer Massenarbeitslosigkeit gebannt werden.

[S. 42, 33-44]

Schon auf den ersten Arbeitstagungen des Forschungsbeirats veranschlagte Meimberg den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit fünf Milliarden DM. Für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern sollten 500 Millionen DM aufgebracht werden, und für die erste Investitionsfinanzierung hielt der Vorsitzende des Finanzausschusses 1,5 Milliarden DM für ausreichend.[FN 87] Zusätzlich sollten die neuen Betriebsleitungen Steuererleichterungen und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte erhalten, um die Produktion vor allem in der verarbeitenden und Konsumgüterindustrie anzukurbeln.

[S. 96, 36-39]

Vgl. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, Betr. Arbeitstagungen des Forschungsbeirats. Konstituierende Sitzung am 24.3.1952 und Arbeitstagung am 16. und 17.4.1952, III. Finanzpolitische Fragen. BArchK, B 137 I / 12.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verfasser hier Forschungsergebnisse Roths.

Sichter

[13.] Analyse:Mg/Fragment 116 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:36:01 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 20-32, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 45-46; 97, Zeilen: 09-19, 29-45 u. 01-02; 20-22
[Z. 20-32]

Der Bilanzierungsausschuss hatte bereits mit einer Systematisierung seiner ökonomischen Strukturanalysen begonnen, als durch die Ereignisse des 17. Juni 1953 eine Umsetzung des Sofortprogramms in greifbare Nähe zu rücken schien. In der ersten Juliwoche 1953 trat daher das Plenum erneut zusammen, um eine Reihe zusätzlicher Empfehlungen zu verabschieden.[FN 4] Trotz der ungeklärten Währungsprobleme schlug Gleitze die volle Angleichung der Preise und Löhne an die westdeutschen Verhältnisse vor. Thalheim machte erneut auf die Wichtigkeit umfassender Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufmerksam und Meimberg empfahl die sofortige Aufhebung der Überbesteuerung der Konsumgüter. Fauser plädierte für eine sofortige Annullierung der Bewirtschaftungsmaßnahmen in der Landwirtschaft.

[Z. 105]

[FN 4] vgl. Protokoll der Plenarsitzung des Forschungsbeirates am 4./6.7.1953, in: BarchK B 137 1/ 610.

[S. 45, 9-19]

Tatsächlich begann der Bilanzierungsausschuß [...] mit einer Systematisierung seiner ökonomischen Strukturanalysen [...]. Dieser Trend wurde jedoch durch die Ereignisse des 17. Juni 1953 jäh unterbrochen. [...] von der revoltierenden DDR-Bevölkerung schienen jetzt die entscheidenden Impulse für den »Tag X« auszugehen.

[S. 45, 29-45 u. S. 46, 1-2]

Nach hektischen Vorbereitungen in den Ausschüssen trat das Plenum deshalb Ende der ersten Juliwoche 1953 zusammen, um [...] eine Reihe zusätzlicher Empfehlungen zu verabschieden.[FN 99] Gleitze beschwor die Teilnehmer, trotz der noch ungeklärten Währungsprobleme einer vollen Angleichung der Preise und Löhne an die westdeutschen Verhältnisse zuzustimmen. Thalheim forderte umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit [...].[FN 100] Meimberg [...] empfahl eine Resolution zur sofortigen Aufhebung der Überbesteuerung der Konsumgüter, und Fauser hielt es für möglich, den DDR-Bauern die Wiedereinführung der »marktwirtschaftlichen Ordnung« durch die sofortige Annullierung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen [...] schmackhaft zu machen.

[S. 97, 20-22]

[FN 99] Vgl. Protokoll der Plenarsitzung des Forschungsbeirats am 4./6.7.1953. BArchK, B 137 I / 610.

[FN 100] Ebenda, Bl. 27.

Anmerkungen

Der Verfassser übernimmt hier offenbar ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[14.] Analyse:Mg/Fragment 125 036 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:36:09 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 136-139
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 165, Zeilen: 5-15
Ihre Aufgabe würde darin bestehen, die geschäftsführenden Personen der modifizierten VEB zu bestellen und abzuberufen sowie Arbeitsverträge

mit ihnen abzuschließen, für die einzelnen modifizierten VEB wirtschaftliche Aufsichtsorgane zu schaffen, die Tätigkeit der modifizierten VEB zu be-[aufsichtigen]

a) die geschäftsführenden Personen der modifizierten VEB zu bestellen

und abzuberufen sowie Arbeitsverträge mit ihnen abzuschließen; die Behörde soll so schnell wie möglich in den modifizierten VEB ungeeignete geschäftsführende Personen abberufen und geeignete, unternehmerisch befähigte geschäftsführende Personen einsetzen; sie kann auch einstweilige Regelungen treffen. b) für die einzelnen modifizierten VEB wirtschaftliche Aufsichtsorgane zu schaffen und deren Mitglieder zu bestellen und abzuberufen;

Anmerkungen
Sichter

[15.] Analyse:Mg/Fragment 126 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:36:13 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 1-10
Quelle: Roth 2000
Seite(n): , Zeilen: 22-34
und in bestimmten Fällen bei Unternehmensentscheidungen mitzuwirken,

Nutzungsverträge über den gesamten Betrieb oder über Teilbetriebe abzuschließen, modifizierte VEB aufzulösen, mit anderen modifizierten VEB zu vereinigen oder zu teilen, wenn dies aus volks- oder betriebswirtschaftlichen Gründen zweckmäßig ist.[Fn 1] Eine völlige Zentralisierung der behördlichen Aufgaben würde aber in den Augen des Forschungsbeirates ihre Erfüllung beeinträchtigen. Deshalb solle die Aufsicht über die einzelnen modifizierten VEB weitgehend dezentralisiert werden. Andererseits sei es aber wegen der mit dem Volkseigentum verbundenen Fragen erforderlich, eine zentrale Stelle zu schaffen, die die Einheitlichkeit wahrt.[Fn 2]

...

[Fn 1] vgl. Forschungsbeirat (1961): 167ffi [Fn 2] Forschungsbeirat (1961): 243.

h) erforderlichenfalls in Vertretung des modifizierten VEB Nut -

zungsverträge über den gesamten Betrieb oder über Teilbetriebe abzuschließen; dadurch erhält die Behörde die Befugnis, auch gegen den Willen der geschäftsführenden Personen Betriebsnutzungsverträge abzuschließen. i) modifizierte VEB aufzulösen, mit anderen modifizierten VEB zu vereinigen oder zu teilen, wenn dies aus volkswirtschaftlichen oder betriebswirtschaftlichen Gründen zweckmäßig ist. Die Behörde kann solche Maßnahmen insbesondere dann anordnen, wenn dadurch für den Wettbewerb am Markt bessere Voraussetzungen geschaffen werden. Dabei hat sie die Rechtsnachfolge und die Schuldenhaftung eindeutig zu klären.

Anmerkungen
Sichter

[16.] Analyse:Mg/Fragment 163 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:36:43 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 13-17, 110-111
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 024; 093, Zeilen: 37-43; 33-34
[Z. 13-17]

Friedrich Ernst wandte sich im Juli 1952 in einem Schreiben an Jakob Kaiser, damit dieser seinen Ministerkollegen noch einmal verdeutliche, dass der Forschungsbeirat über keinerlei Entscheidungskompetenz verfüge, sondern nur Materialien für die Entscheidungen der Ministerien erarbeite und vorbereite. Die Ministerien müssten also keine Eingriffe in ihre Kompetenzen befürchten.[FN 6]

[Z. 110-111]

[FN 6] Schreiben von Friedrich Ernst an Jakob Kaiser, Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, vom 8.7.1952, in: BarchK B 137 1/ 8.

[S. 24, 37-43]

Im Juli 1952 schrieb er an Kaiser, noch immer stellten sich einige Ministerien quer, weil sie Eingriffe in ihre Kompetenzen befürchteten.[FN 36] Man müsse ihnen immer wieder klarmachen, daß der Forschungsbeirat über keinerlei Entscheidungskompetenz verfüge, sondern nur Material »für die Entscheidungen der Ministerien vorzubereiten« habe.

[S. 93, 33-34]

[FN 36] Schreiben Friedrich Ernsts an Jakob Kaiser, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, 8.7.1952, in: BArchK, B 137 1/8.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[17.] Analyse:Mg/Fragment 164 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:36:44 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 8-18
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 135,136, Zeilen:
Obwohl er den For-schungsbeirat nicht explizit nannte, lag es auf der Hand gegen wen seine Kritik ziel-te, wenn er schrieb: „Gleichwohl kann nicht geleugnet werden, daß die Vorstellung von einem so gearteten, vorgefaßten , Wiedervereinigungsplan' die Geister in wei-tem Umfang beherrscht. Ihnen allen ist eigen, daß sie in der Volkswirtschaft eine Organisation' erblicken. Insbesondere geht ihnen jedes Gefühl, jede Einsicht auf die in einem freien Markt zum Ausgleich und Gleichgewicht hindrängenden Kräfte und die damit entfesselte Dynamik völlig ab. Stattdessen glaubt man wieder einmal so viel wie möglich organisieren' zu müssen, obwohl gerade damit Verzerrungen und Diskrepanzen nicht beseitigt, sondern womöglich noch vermehrt und verschärft werden würden." [Fn 3] [S. 135 Ende]

Gleichwohl kann nicht geleugnet werden, daß die Vor-stellung von einem so gearteten, vorgefaßten »«Wiedereingliede-rungsplan« die Geister in weitem Umfang beherrscht. Ihnen allen

[S 136 Z.1-8]

ist eigen, daß sie in der Volkswirtschaft eine »Organisation« erblicken. Insbesondere geht ihnen jedes Gefühl, jede Einsicht auf die in einem freien Markt zum Ausgleich und Gleichgewicht hindrän-genden Kräfte und die damit entfesselte Dynamik völlig ab. Statt dessen glaubt man wieder einmal so viel wie möglich »organisie-ren« zu müssen, obwohl gerade damit Verzerrungen und Diskrepanzen nicht beseitigt, sondern womöglich noch vermehrt und verschärft werden würden.

Anmerkungen
Sichter

[18.] Analyse:Mg/Fragment 196 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:37:01 Kybot
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 196, Zeilen: 25-30
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 59, Zeilen: 32-34
Vor allem die „Empfehlung zur Einfügung der volkseigenen' Industriebetriebe der SBZ in die nach der Wiedervereinigung zu schaffende im Grundsatz marktwirtschaftliche Ordnung" und die „Empfehlung für eine Umwandlung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften' (LPG) in Übergangsgemeinschaften und ihre Auflösung" hätten in den Augen Hartmanns der Treuhandanstalt als „Blaupause" gedient. Die ebenfalls bis zur Verordnungsreife weitergetriebene »Empfehlung für eine Umwand-lung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossen-schaften (LPG) in Übergangsgemeinschaften und ihre Auflösung« wurde vom Plenum des Forschungsbeirats am 17./18. Januar 1964 verabschiedet.[Fn 157]
Anmerkungen
Sichter

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