Wikia

VroniPlag Wiki

Quelle:Mh/Eisenführ Weber 2003

Diskussion0
24.730Seiten in
diesem Wiki

< Quelle:Mh

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Franz Eisenführ, Martin Weber
Titel    Rationales Entscheiden, 4. Aufl.
Ort    Heidelberg
Verlag    Springer
Jahr    2003
URL    http://books.google.com/books/about/Rationales_Entscheiden.html?id=u_maB39oMzQC

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    17


Fragmente der Quelle:
[1.] Mh/Fragment 035 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:12 Kybot
BauernOpfer, Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Lukaluka, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 12-21
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 225-227, Zeilen: S.225: 36-39, S.226: 1-2, 37-42, S.227: 1-7
Beide Größen finden in der Finanzierungstheorie Verwendung, um das Risikoverhalten von Anlegern zu beschreiben. Dabei geht man in der Regel davon aus, dass der Grenznutzen des Geldes positiv ist, dass dieser Grenznutzen mit steigenden Geldbeträgen abnimmt und dass nicht steigende absolute Risikoaversion vorliegt [FN 214]. Ein Standardbeispiel zur Erläuterung des Maßes der relativen Risikoaversion stammt aus dem Investmentbereich: Ausgangspunkt ist ein Entscheider, der zur Investition eine sichere und eine riskante Anlagemöglichkeit vorliegen hat. Bei konstanter relativer Risikoaversion ist die Aufteilung in die sichere und riskante Anlage unabhängig von der Höhe des investierten Vermögens. Bei sinkender (steigender) relativer Risikoaversion investiert der Entscheidungsträger bei steigendem Vermögen mehr (weniger) in die riskante Anlageform. [FN 215]

[FN 214]: Vgl. Kraus und Litzenberger (1976) sowie Eisenführ und Weber (2003), S. 225f.

[FN 215]: Zum Beweis vgl. Keeney und Raiffa (1976), S. 176f. In ihrer Untersuchung zeigen Friend und Blume (1975) anhand von Steuerdaten, dass der durchschnittliche US-amerikanische Anleger absolute und konstante Risikoaversion besitzt.

[S. 225]

Beide Größen werden in der Finanzierungstheorie oft gebraucht, um das Risikoverhalten von Anlegern zu charakterisieren. So geht man in der Regel davon aus (Kraus und Litzenberger 1976), daß

- der Grenznutzen des Geldes positiv ist,

[S. 226]

- Entscheidung bei Risiko und einem Ziel der Grenznutzen mit steigenden Geldbeträgen abnimmt und

- nicht steigende absolute Risikoaversion vorliegt.

[...]

Das relative Risikoeinstellungsmaß r^* läßt sich am besten anhand eines Beispiels aus dem Investmentbereich erläutern. Nehmen Sie an, Sie könnten Ihr Vermögen in eine sichere Anlage und eine riskante Anlage investieren. Konstante relative Risikoeinstellung besagt nun, daß die Aufteilung in sichere und riskante Anlage unabhängig von der Höhe des investierten Vermögens sein muß. Bei sinkender (steigender) relativer Risikoeinstellung wird der Anleger bei steigendem

[S. 227]

Vermögen mehr (weniger) in die riskante Anlage investieren (den Beweis finden Sie etwa bei Keeney und Raiffa 1976, S.176f.).

Die Frage nach der absoluten und relativen Risikoeinstellung „normaler" Bürger beschäftigt die Forschung intensiv. Als Beispiel seien Friend und Blume (1975) angeführt, die anhand von US-amerikanischen Steuerdaten abgeleitet haben, daß der durchschnittliche Anleger abnehmende absolute und konstante relative Risikoscheu besitzt.

Anmerkungen

Teilweise wörtliche, teilweise sinngemäße Übernahme. Auch drei Literaturverweise stammen aus der Quelle. Der Verweis auf die Quelle ist inadäquat: * er steht nicht am Ende der Übernahme * die teilweise wörtlichen Übernahmen sind nicht gekennzeichnet, der Verweis wird mit "Vgl." eingeleitet * dadurch, dass der Verweis auf die Quelle parallel zur übernommenen Referenz Kraus und Litzenberger (1976) genannt wird, wird eine Auseinandersetzung mit der Literatur angedeutet, die so wohl nicht stattgefunden hat. Auch vor der hier dokumentierten Übernahme stammt Wesentliches aus der Quelle.

Sichter
Lukaluka WiseWoman

[2.] Mh/Fragment 058 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:56 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Guckar
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 4-18
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 361, 362, Zeilen: 5-24 , 1-5, 14-17
Das zweite klassische Paradoxon ist das Ellsberg-Paradoxon. [FN 333] Ausgangspunkt hierfür ist eine Urne mit 30 roten Kugeln und zusammen 60 gelben und schwarzen Kugeln, ohne dass das Verhältnis von gelben zu schwarzen Kugeln bekannt ist. Es werden wiederum zwei Alternativenpaare a = (a1,a2) und b = (bi,b2) definiert gemäß a1 = Gewinn, falls eine rote Kugel gezogen wird, a2 = Gewinn, falls eine schwarze Kugel gezogen wird und b1 = Gewinn, falls eine rote oder gelbe Kugel gezogen wird, b2 = Gewinn, falls eine schwarze oder gelbe Kugel gezogen wird. Dabei präferieren die meisten Entscheider a1 gegenüber b1 und b2 gegenüber a2. Dies widerspricht jedoch dem Unabhängigkeitsaxiom der (subjektiven) Erwartungsnutzentheorie, da bei dem Alternativenpaar b lediglich das Ereignis 'gelbe Kugel wird gezogen' addiert wird, was jedoch für die Präferenz irrelevant sein müsste. Eine mögliche Erklärung für dieses Verhalten besagt, dass Entscheider Ambiguitätsscheue aufweisen. Ambiguitätsscheue bezeichnet die Scheu, eine Alternative zu wählen, bei der man unsicher über die (subjektive) Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens ist. [FN 334] Insbesondere ist zu beachten, dass Ambiguitätsaversion keine Eigenschaft der zur Verfügung stehenden Alternativen, sondern subjektiv dem Entscheider zuzuordnen ist.

[FN 333] Vgl. Ellsberg (1961).

[FN 334] Vgl. Eisenführ und Weber (2003), S. 362.

[Seite 361, Zeile 5-24]

14.2.2 Das Ellsberg-Paradoxon

Eine weitere Problemklasse, bei der Entscheider intuitives Verhalten äußern, das nicht von der Risikonutzentheorie abgebildet werden kann, wird durch das Ellsberg-Paradoxon definiert (vgl. Ellsberg 1961). Das Paradoxon legt eine Urne zugrunde, die 30 rote Bälle und zusammen 60 schwarze und gelbe Bälle enthält, ohne daß das Verhältais von schwarzen zu gelben Bällen bekannt ist. Jede Kombination von gelben und schwarzen Bällen ist denkbar. Sie müssen sich jedoch zu insgesamt 60 Bällen addieren. Wieder liegen zwei Alternativenpaare a und b bzw. a' und b' zur Beurteilung vor, wobei die Gewinnbeträge in allen Fällen identisch sind.

a: Man gewinnt, falls ein roter Ball aus der Urne gezogen wird. b: Man gewinnt, falls ein schwarzer Ball aus der Urne gezogen wird.

Und

a': Man gewinnt, falls ein roter oder gelber Ball aus der Urne gezogen wird. b': Man gewinnt, falls ein schwarzer oder gelber Ball aus der Urne gezogen wird.

Die meisten Entscheider bevorzugen a gegenüber b und b' gegenüber a'. Als Begründung kann man oft hören, daß bei a bzw. b' die Gewinnwahrscheinlichkeit von 1/3 bzw. 2/3 mit Sicherheit bekannt ist. Im Rahmen der subjektiven Erwartungsnutzen-

[Seite 362, Zeile 1-5]

theorie muß ein Entscheider jedoch entweder a und a' oder b und b' vorziehen oder in beiden Fällen indifferent sein. Die häufig gezeigte Präferenz a > b und b' > a' verletzt direkt das Unabhängigkeitsaxiom der subjektiven Erwartungsnutzentheorie (Sure thing principle). Das Alternativenpaar a, b unterscheidet sich vom Alternativenpaar a', b' nur dadurch, daß bei letzterem bei beiden Alternativen auch beim Ereignis „gelber Ball wird gezogen" gewonnen wird. Da dieses Ereignis gemäß dem Axiom für die Präferenz irrelevant zu sein hat, muß die Präferenz bei beiden Paaren identisch sein.

[Seite 362, Zeile 14-17]

Man möchte dieser subjektiven Wahrscheinlichkeit eine geringe Glaubwürdigkeit zuordnen. Die Scheu, eine Alternative zu wählen, bei der man unsicher bezüglich der Wahrscheinlichkeit ist, wird auch als Ambiguitätsscheu bezeichnet.

Anmerkungen

Hervorhebungen in beiden Texten. Hindemith: Das ist meiner Meinung nach kein Plagiat, da a) die Quelle am Anfang des Absatzes genannt ist, b) die Übernahme nicht ganz wörtlich ist und c) es sich unter Fachleuten um ein allgemein bekanntes Paradoxon handeln könnte. Text der Dissertation überprüft --> kein Plagiat Lukaluka: Frag erweitert, denn Argumentation ist übernommen. Daher Bauernopfer Guckar: Nicht ganz eindeutig. Vorerst --> verdächtig

Sichter
Hindemith Guckar

[3.] Mh/Fragment 059 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:58 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-27
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 366, 367, Zeilen: 16-20, 25-39; 1-20
Die Ambiguitätseinstellung kennzeichnet die Einstellung des Entscheiders gegenüber Konsequenzen hinsichtlich deren (subjektiver) Eintrittswahrscheinlichkeit er unsicher ist und im Extremfall gar keine Kenntnis besitzt. [FN 337] In diesem Fall spricht man auch von einer ambiguitätsbehafteten Lotterie oder Entscheidungssituation. Im Allgemeinen sind Entscheider ambiguitätsscheu, d.h. sie empfinden eine ambiguitätsbehaftete Lotterie gegenüber einer nicht-ambiguitätsbehafteten Lotterie weniger attraktiv, auch wenn die Wahrscheinlichkeiten und Konsequenzen identisch sind. [FN 338]

Beim Anchoring und Adjustment, auch als Verankerungseffekt bezeichnet, verwendet der Entscheider eine Heuristik zur Einschätzung unsicherer Entscheidungsvariablen. Dabei orientiert er sich an einem Startpunkt (Anker) und führt dann eine Adjustierung durch, indem er seine Schätzung, ausgehend von diesem Startpunkt, anpasst. [FN 339] Dieser Effekt tritt auch dann auf, wenn der Startpunkt extern vorgegeben wird und keine Informationen über den wahren Wert der Entscheidungsvariablen beinhaltet, selbst wenn der Entscheider sich dessen bewusst ist. Weiterhin kann gezeigt werden, dass die Anpassung nur unzureichend erfolgt. [FN 340] Im Kontext von Entscheidungen auf Kapitalmärkten kann gezeigt werden, dass sogar professionelle Analysten von diesem Effekt betroffen sind, was dann auch auf andere Marktteilnehmer abfärben kann. [FN 341]

Beim Availability Bias oder Verfügbarkeitsbias handelt es sich um eine auf gedächtnispsychologischen Erkenntnissen basierende Urteilsverzerrung. Dabei schätzen Entscheider die Eintrittswahrscheinlichkeiten von Ereignissen dann höher ein, je präsenter ihnen Beispiele für diese Ereignisse sind, desto höher also deren subjektiver Verfügbarkeitsgrad ist. [FN 342] Ursachen dieser Präsenz können Aktualität, leichte Zugänglichkeit, besondere Auffälligkeit, hohe Medienpräsenz, leichte Verständlichkeit und auch besondere Emotionalität sein. Informationen mit hoher Verfügbarkeit werden tendenziell überbewertet. [FN 343]

Unter dem Bandbreiteneffekt versteht man die Beobachtung, dass im Rahmen multiattributiver Entscheidungsproblemen bei der Änderung von Bandbreiten der einzelnen Zielausprägungen eine entsprechende Anpassung der Zielgewichte nicht adäquat statt- [findet. Dabei zeigt sich, dass Entscheider die Größe von Ausprägungsintervallen nicht genügend oder gar nicht berücksichtigen. [FN 344]]

[FN 337] Beispielsweise ist bei einem (fairen) Münzwurf zwar das Ergebnis „Kopf" oder „Zahl" ex ante unklar,die Eintrittswahrscheinlichkeiten von je 0,5 sind jedoch bekannt.

[FN 338] Vgl. Ellsberg (1961) sowie Camerer und Weber (1992).

[FN 339] Vgl. Tversky und Kahneman (1974).

[FN 340] Vgl. dazu bereits Slovic und Lichtenstein (1971), Goldberg und von Nitzsch (2000), S. 66ff., Lichtenstein, Fischhoff und Phillips (1982) sowie Kahneman und Tversky (1982). Vgl. im Zusammenhang mit dem Verankerungseffekt auch die Präferenzumkehr bei Lichtenstein und Slovic (1971) sowie den Kompatibilitätseffekt bei Slovic, Griffin und Tversky (1990).

[FN 341] Vgl. etwa Maas und Weibler (1990b).

[FN 342] Vgl. Tversky und Kahneman (1973) bzw. Tversky und Kahneman (1982).

[FN 343] Vgl. Oehler (1992), S. 101.

[FN 344] Vgl. von Nitzsch und Weber (1991)

Ambiguitätseinstellung

Bei der Bewertung einer unsicheren Alternative kann sich der Entscheider über die subjektiven Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten der einzelnen Konsequenzen sicher oder unsicher sein. So besteht z.B. kaum Unsicherheit darüber, daß die Wahrscheinlichkeit für "Zahl" beim Werfen einer Münze 50% beträgt. [...] Individuen sind im Allgemeinen ambiguitätsscheu (Ellsberg 1961), d.h. sie sie finden eine stärker ambiguitätsbehaftete Lotterie weniger attraktiv, auch wenn die Wahrscheinlichkeiten und Konsequenzen der Lotterien sich nicht unterscheiden. Eine Übersicht zum Stand der Forschung findet sich bei Camerer und Weber (1992). [...]

Anchoring und Adjustment

Menschen, die Entscheidungen unter Unsicherheit treffen müssen, machen sich diese von Tversky und Kahnemann (1974) so bezeichnete Heuristik zunutze, indem sie ihre Einschätzung der unsicher Entscheidungsvariablen von einem Startpunkt (Anker) aus schrittweise anpassen (adjustieren). Der Anker kann hierbei allerdings durch externe Vorgaben bestimmt sein, die zum Teile keine Informationen über den wahren Wert der Entscheidungsvariablen enthalten. Slovic und Lichtenstein (1971) zeigen, daß bei Einschätzungen unbekannter Größen Anpassungen vom Startpunkt aus in Richtung des wahren Wertes nur in unzureichendem Umfang vorgenommen werden. [...]

[Seite 367]

Availability Bias

Der Avalability Bias oder Verfügbarkeitsbias (Tversky und Kahnemann 1973) ist eine gedächtnispsychologisch erklärbare Urteilsverzerrung, die dadurch zustande kommt, dass Menschen die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses subjektiv um so höher einschätzen, je leichter oder schneller sie in der Lage sind, sich Beispiele für dieses Ereignis vorzustellen oder in Erinnerung zu rufen. Wenn aber die Verfügbarkeit eines Ereignisses nicht Folge seiner Tendenz, häufig oder mit hoher Wahrscheinlichkeit aufzutreten, sondern besonderer Emotionalität, Lebhaftigkeit und Medienpräsenz oder kürzlichen Auftretens ist, führt diese Vorgehensweise zur Überschätzung seiner Wahrscheinlichkeit [...].

Bandbreiteneffekt

Bei einem multiattributiven Entscheidungsproblem spielen die Bandbreiten der einzelnen Zielausprägungen bei der Zuweisung von Zielgewichten (Skalierungskonstanten) eine entscheidende Rolle. [...] Experimentelle Untersuchungen (von Nitzsch und Weber 1991) zeigen jedoch, dass Entscheider bei der Festlegung von Zielgewichen wenig sensibel auf die Größe der Ausprägungsintervalle reagieren, die die angegebene Bandbreite zu wenig oder gar nicht berücksichtigen.

Anmerkungen
  • Die ganze Seite stammt aus Eisenführ und Weber 2003. * Die Abschnitte sind umgearbeitet und gekürzt, aber inhaltlich weitgehend identisch. * Auch werden Literaturreferenzen aus der Quelle übernommen. * Hervorhebungen so in beiden Texten. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden. Man beachte auch, dass auf den Folgeseiten die Übernahmen noch klarer fortgesetzt werden, z.B. hier: Mh/Fragment_060_01 und Mh/Fragment_061_01.
Sichter
Guckar

[4.] Mh/Fragment 060 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-15 23:27:01 Schumann
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-19
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 367-368, Zeilen: 13ff
[Unter dem Bandbreiteneffekt versteht man die Beobachtung, dass im Rahmen multiattributiver Entscheidungsproblemen bei der Änderung von Bandbreiten der einzelnen Zielausprägungen eine entsprechende Anpassung der Zielgewichte nicht adäquat statt-] findet. Dabei zeigt sich, dass Entscheider die Größe von Ausprägungsintervallen nicht genügend oder gar nicht berücksichtigen. [FN 344]

Die Base Rate Fallacy tritt im Zusammenhang mit der Bewertung neuer Informationen auf. Korrekterweise sollte bei dem Übergang von a priori- zu a posteriori- Wahrscheinlichkeiten die Bayes-Regel verwendet werden. Entscheider berücksichtigen jedoch die Basisrate, d.h. die a priori-Wahrscheinlichkeit, gegenüber neu eintreffenden Informationen tendenziell zu wenig. [FN 345]

Der Besitztumseffekt beschreibt die Beobachtung, dass Personen den Wert eines Gegenstandes abhängig davon beurteilen, ob er sich in ihrem Besitz befindet oder nicht. Dabei ist der minimale Preis, den die Person als Verkäufer für einen Gegenstand akzeptieren würde, höher als der maximale Preis, den er als Käufer zu zahlen bereit wäre. [FN 346]

Die Choice vs. Matching-Anomalie oder auch Response Mode-Bias beschreibt das Phänomen, dass bei Befragungen zur Ermittlung der Präferenz von Entscheidern eine Abhängigkeit der geäußerten Präferenz von der Art der Erhebung auftreten kann. [FN 347]

Der Disappointment-Effekt besagt, dass die Bewertung der Konsequenzen von Alternativen nicht unabhängig erfolgt, sondern unter Berücksichtigung anderer möglicher Konsequenzen. So wird beispielsweise der Gewinn von 100 GE bei Vorliegen der Lotterie (0 GE, 0.5; 100 GE, 0.5) als erfreulich empfunden, im Rahmen der Lotterie (200 GE, 0.5; 100 GE, 0.5) hingegen wird ein Gewinn von 100 GE als Enttäuschung wahrgenommen. [FN 348]

[FN 344] Vgl. von Nitzsch und Weber (1991)

[FN 345] Vgl. Kahneman und Tversky (1973). Eine Übersicht über experimentelle Studien gibt Camerer (1995).

[FN 346] Vgl. Thaler (1980) sowie Weber (1993).

[FN 347] Vgl. Tversky, Sattah und Slovic (1988) sowie Ahlbrecht und Weber (1997).

[FN 348] Vgl. Bell (1985) sowie Loomes und Sugden (1986).

Bei einem multiattributiven Entscheidungsproblem spielen die Bandbreiten der einzelnen Zielausprägungen bei der Zuweisung von Zielgewichten [...] eine entscheidende Rolle. [...] Experimentelle Untersuchungen (von Nitzsch und Weber 1991) zeigen jedoch, dass Entscheider bei der Festlegung von Zielgewichten wenig sensibel auf die Größe der Ausprägungsintervalle reagieren, die die angegebene Bandbreite zu wenig oder gar nicht berücksichtigen.

Base Rate Fallacy

Die Berücksichtigung neu eintreffender Informationen bei der Bearbeitung von Wahrscheinlichkeiten, also der Übergang von Apriori- zu Aposteriori-Wahrscheinlichkeiten, sollte formal korrekt unter Verwendung der Regeln von Bayes erfolgen. Bei einem informellen und intuitiven Umgang mit Wahrscheinlichkeiten tendieren Menschen jedoch dazu, die Basisrate [...] im Vergleich zur neu eintreffenden Information deutlich zu wenig zu berücksichtigen (Kahnemann und Tversky 1973). Bei Camerer findet sich (1995) findet sich ein Überblick über einige experimentelle Studien zu diesem Phänomen. [...]

Besitztumseffekt

[...] Der Besitztumseffekt beschreibt das Phänomen, daß die Wertschätzung eines Gegenstands davon abhängt, ob die Leute diesen besitzen oder nicht. Der minimale Preis, den ein Verkäufer für einen bestimmten Gegenstand akzeptiert, liegt über dem maximalen Preis, den er als Käufer bezahlen würde. Vgl. dazu Thaler (1980), Weber (1993), [...]

Choice vs. Matching-Anomalie (Response Mode-Bias)

Unter dem response mode versteht man die Verfahrensweise, mittels derer in Untersuchungen Präferenz von Entscheidern erfragt werden. [...] Im Kontrast [...] zeigen Tversky, Sattath und Slovic (1988) sowie beispielsweise Ahlbrecht und Weber (1997), daß eine Abhängigkeit der geäußerten Präferenz von der Art der Erhebung auftreten kann.

Disappointment-Effekte

Ob der Gewinn von 100 Euro bei einer riskanten 50/50-Lotterie als erfreuliches oder enttäuschendes Ereignis wahrgenommen wird, hängt davon ab, ob die andere mögliche Konsequenz 0 Euro oder 200 Euro betragen hätte. [...] Bell 1985 [...] Loomes und Sugden 1986.

Anmerkungen

Klare Übernahme ohne adäquaten Verweis auf die Quelle. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden. Die Übernahme beginnt schon auf der Vorseite.

Sichter
Hindemith

[5.] Mh/Fragment 061 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:02 Kybot
BauernOpfer, Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, 88.15.22.221, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 1-22
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 368, Zeilen: Absatz "Gamblers Fallacy"
Als Gambler's Fallacy wird das Phänomen bezeichnet, dass etwa Roulettespieler nach einer Serie von beispielsweise zehnmal 'rot' als nächste Farbe eher 'schwarz' erwarten. Dies kann als Spezialfall der Repräsentativitäts-Heuristik interpretiert werden, da diese Entscheider glauben, dass eine solch lange Serie nicht repräsentativ für den zugrunde liegenden Zufallsprozess sei.[FN 351]

Beim Hindsight Bias bzw. Knew-it-all-along-Effekt überschätzen Entscheider ex post den Grad der Übereinstimmung ihrer Urteile vor und nach dem Eintritt eines Ereignisses. Dabei glauben die Entscheider im Nachhinein, vor Eintritt des Ereignisses bereits gewusst zu haben, was passiert. Als Ursache für dieses Verhalten können zwei Tatsachen identifiziert werden: Erstens wird durch die Bekanntgabe des Eintritts eines Ereignisses die wahrgenommene Eintrittswahrscheinlichkeit nachträglich erhöht. Zweitens findet dieser Prozess der Wahrnehmungsveränderung unbewusst statt. [FN 352]

Bei Vorliegen der Illusion of Control bzw. Kontrollillusion glauben Entscheider, mehr Kontrolle über den Eintritt von Ereignissen zu haben, als dies tatsächlich der Fall ist. [FN 353] Dies führt dazu, dass Eintrittswahrscheinlichkeiten von Ereignissen unter- oder überschätzt werden. [FN 354]

Im Rahmen des Mental Accounting erstellen Individuen so genannte 'mentale Konten', denen sie verschiedene Vermögenspositionen zuordnen. [FN 355] Zur Komplexitätsreduktion werden dabei ökonomisch zusammenhängende Sachverhalte mental getrennt und diese auch unterschiedlich bewertet. [FN 356] Insbesondere finden Optimierungen lediglich innerhalb der mentalen Konten statt, ohne dass mögliche Wechselwirkungen mit Positionen anderer Konten beachtet werden. [FN 357]

Der Omission Bias besagt, dass in der subjektiven Wahrnehmung von Entscheidern Handlungen tendenziell als riskanter eingeschätzt werden als nichts zu tun. [FN 358]

[FN 351] Vgl. Tversky und Kahnemann (1971) sowie Schulenburg (1994).

[FN 352] Vgl. Fischhoff (1975).

[FN 353] Vgl. Langer (1975).

[FN 354] Vgl. Shiller (1998), S. 23.

[FN 355] Vgl. Thaler (1985) sowie Jungermann, Pfister und Fischer (2005), S. 75ff.

[FN 356] Vgl. Tversky (1995), S. 4.

[FN 357] Dies widerspricht insbesondere dem normativen Prinzip der Asset Integration, nach dem eine Entscheidung auf Grundlage der Gesamtvermögenssituation getroffen werden sollte; vgl. etwa Eisenführ und Weber (2003), S. 369.

[FN 358] Vgl. Baron (1988) sowie Asch, Baron, Hershey, Kunreuther, Meszaros, Ritov und Spranca (1994).

Gambler's Fallacy

Fragt man Roulettespieler, welche Farbe nach zehnmal "rot" fallen werde, antworten diese typischerweise mit "schwarz" [...] Es läßt sich auf die Repräsentativitäts-Heuristik zurückführen, da die Menschen glauben, eine solch lange Serie sei nicht repräsentativ für den zugrundeliegenden Zufallsprozeß Vgl. dazu Tversky und Kahnemann sowie Schulenburg (1994).

Hindsight Bias

Dieser Bias beruht nach Fischhoff (1975) auf zwei Tatsachen: Zum einen erhöht die Bekanntgabe des Eintritts eines bestimmten Ereignisses seine wahrgenommene Eintrittswahrscheinlichkeit nachträglich. Zum anderen sind sich Menschen, die die Information über den Eintritt des Ereignisses erhalten haben, dieser Tatsache nicht bewußt; die Veränderung ihrer Wahrnehmung vollzieht sich vielmehr unbewußt. Als Ergebnis überschätzen Individuen insbesondere bei der ex_post-Beurteilung von Entscheidungen den Grad der Übereinstimmung ihrer Urteile vor und nach dem Eintritt eines Ereignisses und glauben, schon immer gewußt zuhaben, was passieren wird (Knew-it-all-along-Effekt bzw. Fluch des Wissens). Vgl. auch Abschnitt 7.5.2.

Illusion of Control

Menschen glauben oft, mehr Kontrolle über zufällige Ereignisse zu haben, als es tatsächlich der Fall ist. Insbesondere in Situationen, die sie als bekannt ansehen oder in denen sie selbst aktiv werden können, beispielsweise indem sie zwischen alternativen Lotterien wählen können, tritt dieser von Langer (1975) als Kontrollillusion bezeichnete Effekt verstärkt zutage. Er führt zur Über- oder Unterschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignissen sowie zur Bevorzugung der Alternative, bei der eine höhere Kontrolle vorliegt.

Mental Accounting

Individuen tendieren dazu, sogenannte „mentale Konten" (Thaler 1985) zu führen, in die sie verschiedene Vermögenspositionen einordnen. So unterteilen beispielsweise viele Menschen ihr Wertpapierdepot in die mentalen Konten „Altersvorsorge" und „spekulative Investitionen". Als Mental Accounting wird die Tatsache bezeichnet, daß Entscheidungen nur innerhalb des entsprechenden mentalen Kontos optimiert werden und mögliche Wechselwirkungen mit Positionen anderer Konten ignoriert werden. [...]

Omission-Bias

Der sogenannte Omission-Bias beschreibt die subjektive Wahrnehmung, daß Handlungen per se als riskanter aufgefaßt werden, als nichts zu tun (omission = Unterlassung/Versäumnis). [...] Vgl. dazu Baron und Ritov (1994) sowie Asch et al. (1994).

Anmerkungen

Die ganze Seite ist inhaltlich aus Eisenführ Weber übernommen, auch viele Formulierungen sind identisch. Auch die Literaturverweise werden aus der Quelle übernommen, dadurch wird eine Auseinandersetzung mit der Literatur suggeriert, die wohl nicht stattgefunden hat. In der FN 357 wird Eisenführ Weber erwähnt, der Verweis bezieht sich aber nur auf den Text der Fußnote. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.

Sichter
Bummelchen

[6.] Mh/Fragment 062 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:04 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, 88.15.22.221, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 8-27
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 370, Zeilen: 3
Das Preference Reversal bzw. Präferenz-Umkehreffekt besagt, dass sich Präferenzen von Entscheidern in Abhängigkeit ihrer Bestimmungsprozedur verändern. [FN 362]

Der Referenzpunkt-Effekt stellt ein besonders wichtiges Phänomen der deskriptiven Entscheidungstheorie dar und ist integraler Bestandteil der Prospect Theory von Kahnemann und Tversky (1979). Er besagt, dass Ergebnisse von Alternativen nicht absolut, sondern relative zu einem Referenzpunkt bewertet werden. [FN 363] Beispielsweise bewerten Anleger auf Finanzmärkten den aktuellen Kurs ihrer Wertpapiere relativ zu ihrem Kaufkurs oder dem bisherigen Höchstkurs. [FN 364]

Nach dem Regret-Effekt bewerten Individuen ihre Entscheidungen ex post danach, was passiert wäre, wenn sie eine andere Entscheidung getroffen hätten. Grundlegende Annahme dabei ist, dass Menschen Emotionen in Verbindung mit ihren Entscheidungen erfahren. Daher fließen diese aus einem Vergleich der realisierten mit der nicht getätigten Konsequenz resultierenden Emotionen zusätzlich zum eigentlichen Nutzen der Konsequenzen in die Bewertung der Entscheidung mit ein. Dabei wird versucht, eventuelles Bedauern zu vermeiden (Regret Avoidance). [FN 365]

Bei der Repräsentativitäts-Heuristik orientieren sich Entscheider zur Schätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses an repräsentativen Charakteristika der Grundgesamtheit. Dabei neigen Individuen auch dazu, individuelle Ansichten oder Erfahrungen als repräsentativ anzusehen, unabhängig davon, ob dies tatsächlich der Fall ist. [FN 366] Dies kann zu systematischen Verzerrungen in den Entscheidungen führen, insbesondere dann, wenn [diese als repräsentativ interpretierten Charakteristika nicht den tatsächlichen a priori gegebenen Wahrscheinlichkeiten entsprechen. [FN 367] ]

[FN 362] Vgl. Lichtenstein und Slovic (1971) sowie Grether und Plott (1979).

[FN 363] Vgl. Oehler (1992), S. 104

[FN 364] Vgl. Odean (1998a).

[FN 365] Vgl. dazu auch die Regret Theory nach Loomes und Sugden (1982).

[FN 366] Vgl. Oehler (1992), S. 102 sowie Shiller (1998), S. 10.

[Fn 367] Vgl. Kahneman und Tversky (1972) sowie Tversky und Kahneman (1983).

Preference Reversal

Präferenzen können sich in Abhängigkeit von ihrer Bestimmungsprozedur so verändern, daß [...]. So fanden Lichtenstein und Slovic (1971), daß [...]. Vgl. auch Grether und Plott (1979).

Referenzpunkt-Effekt

Ein wichtiges Phänomen der deskriptiven Entscheidungstheorie ist die Tatsache, daß Entscheider die Ausgänge der zu Verfügung stehenden Alternativen relativ zu einem vorher gesetzten, individuellen Referenzpunkt bewerten. So bewerten Anleger den aktuellen Kurs ihrer Wertpapiere z.B. gerne relativ zu Ihrem Kaufkurs oder dem bisherigen Höchstkurs, vgl. Odean (1998a). Die Berücksichtigung des Referenzpunkts ist wichtiger Bestandteil der Prospect-Theorie von Kahnemann und Tversky (1979).Vgl. auch Abschnitt 14.2.4.

Regret-Effekte

Menschen beurteilen die Qualität ihrer Entscheidungen häufig danach, was passiert wäre, wenn sie eine andere Entscheidung getroffen hätten. Nach Loomes und Sugden (1982) basiert die Regret-Theorie dann auf zwei fundamentalen Annahmen. Zum einen erfahren Menschen Gefühle wie Bedauern und Freude, zum anderen antizipieren sie diese Gefühle, wenn sie Entscheidungen unter Unsicherheit treffen müssen. Folglich berücksichtigen sie die Emotionen, die aus einem Vergleich der realisierten mit der verpaßten Konsequenz resultieren, zusätzlich zum Nutzen der Konsequenzen und versuchen, Bedauern zu vermeiden. [...]

Repräsentativitäts-Heuristik

Menschen orientieren sich häufig an repräsentativen Charakteristika der Grundgesamtheit, um die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses zu schätzen. [...] Diese Heuristik kann aber zu Verzerrungen und somit falschen Entscheidungen führen, wenn die Charakteristika nicht die tatsächlichen - a priori gegebenen - Wahrscheinlichkeiten widerspiegeln. Vgl. dazu Kahneman und Tversky (1972), Tversky und Kahneman (1983) sowie Abschnitt 7.5.3.

Anmerkungen

Inhaltlich stammt bis auf kurze Einschübe alles aus Eisenführ Weber 2003, auch die meisten Quellenverweise wurden übernommen. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.

Sichter
Bummelchen Hindemith (leicht erweitert)

[7.] Mh/Fragment 063 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:06 Kybot
BauernOpfer, Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 9-24
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 371, Zeilen: 1-34
Der Sicherheitseffekt beschreibt das Phänomen, dass die Differenzen zwischen zwei Wahrscheinlichkeiten abhängig von der absoluten Höhe bewertet werden, insbesondere wenn es sich um den Übergang von 'fast sicher' zu 'sicher' handelt. So wird der Übergang von 99% zu 100% als wesentlich bedeutsamer empfunden als der Übergang von 40% zu 41%. Die Entscheider verletzen somit das Unabhängigkeitsaxiom der Erwartungsnutzentheorie.[FN 369]

Beim Splitting-Bias weisen Entscheider bei dem Aufsplitten von Oberzielen in Unterziele diesen Einzelgewichte zu, die in der Summe höher sind, als das Gewicht des Oberzieles. [FN 370] Dieser Effekt tritt auch bei allgemeinen Zustandsbäumen auf. [FN 371]

Der Status quo-Bias beschreibt das Phänomen, dass es das Entscheidungsverhalten von Individuen beeinflusst, ob Alternativen dazu führen, ob der Status quo geändert oder beibehalten wird. [FN 372] In der Prospect Theory wird dieser Effekt als Referenzpunkt-Effekt oder als Endowment-Effekt interpretiert. [FN 373]

Beim Sunk Cost-Effekt neigen Individuen dazu, durch bereits getätigte Investitionen (zeitlicher, finanzieller, emotionaler oder sonstiger Natur) auf die Fortführung von Projekten zu beharren, obwohl dies objektiv nicht sinnvoll ist. [FN 374]

[FN 369] Vgl. dazu bereit Allais (1953). Zur Stabilität des Effektes vgl. Cohen und Jaffray (1988).

[FN 370] Vgl. Weber, Eisenführ und von Winterfeldt (1988).

[FN 371] Vgl. Humphrey (1996).

[FN 372] Vgl. Samuelson und Zeckhauser (1988).

[FN 373] Vgl. Eisenführ und Weber (2003), S. 371.

[FN 374] Vgl. Fischhoff, Lichtenstein, Slovic, Derby und Keeney (1981), S. 13f. sowie Goldberg und von Nitzsch (2000), S. 94ff.

Sicherheitseffekt

Als Sicherheitseffekt wird das Phänomen bezeichnet, daß Entscheider den Unterschied zwischen zwei Wahrscheinlichkeiten dann besonders stark berücksichtigen, wenn es sich um einen Übergang von "fast sicher" auf "sicher handelt. [...] wenn der Gewinn nicht mit 99%, sondern mit 100% Wahrscheinlichkeit eintritt. Ein Übergang von 30% auf 31% wird dagegen als wesentlich weniger bedeutsam empfunden. Dieses Phänomen wurde bereits von Allais (1993) genutzt [...] , bei denen Entscheider intuitiv das Unabhängigkeitsaxiom der EUT verletzen [...]. Die Stabilität des Effekts weisen Cohen und Jaffray (1998) nach.

Splitting-Bias Wird ein Zielsystem verfeinert, indem ein Oberziel in Unterziele aufgesplittet wird, so sollte sich [...] als Summe der Gewichte der Unterziele gerade das ursprüngliche Gewicht des Oberziels ergeben. Tatsächlich weisen Entscheider dem weiter zerlegten Ast des Zielsystems im allgemeinen jedoch eine deutlich höhere Gewichtssumme zu (Weber, Eisenführ und von Winterfeld 1988). Ähnliche Effekte zeigen sich bei der Aufspaltung von Ursachenbäumen und allgemein bei Zustandsbäumen (event-splitting, Humphrey 1996). [...]

Status quo-Bias Wenn die Unterscheidung, ob Alternativen zur Veränderung des Status quo, also des gegenwärtigen Zustandes, führen oder ihn erhalten, [...] spricht man vom erstmals von Samuelson und Zeckhauser (1988) untersuchten Status quo-Bias. Im Rahmen der Prospect-Theorie ist dieser Effekt interpretierbar als Referenzpunkt- oder auch als Endowment-Effekt.

Sunk Costs Sunk Costs entstehen, wenn bereits getätigte Aufwendungen zeitlicher, finanzieller oder anderer Art Menschen dazu veranlassen, Entscheidungen zu treffen, die sie sonst nicht treffen würden. [...] (Fischhoff et al. 1981, S. 13)

Anmerkungen
  • Verschleierung mit FN 373 als Bauernopfer * Texte sind inhaltlich im Wesentlichen identisch mit gewissen Umformulierungen und Kürzungen * Literaturverweise werden übernommen * Hervorhebungen in beiden Texten Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.
Sichter
Bummelchen

[8.] Mh/Fragment 064 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:08 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-11
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 371, 372, Zeilen: optional, evtl. hilfreich
Entscheider tendieren zur Überschätzung kleiner Wahrscheinlichkeiten. Dieses Phänomen wird im Rahmen der Prospect Theorie mittels der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion abgebildet. [FN 375]

Die Verlustaversion besagt, dass Individuen durch Verluste stärker negative Empfindungen haben als positive Empfindungen bei Gewinnen gleicher Höhe. Dies wird im Rahmen der Prospect Theorie modelliert, indem die Wertfunktion im Verlustbereich stärker steigt als im Gewinnbereich. [FN 376]

Beim Winner's Curse bewerten Individuen in einer Auktion den Wert eines Gegenstandes tendenziell höher als es dem tatsächlichen Wert, der den Bietenden unbekannt ist, entspricht. Die Ursache dieses Phänomens liegt in dem systematischen Versagen, dieses Problem der adversen Selektion in die Höhe des eigenen Gebotes einzubeziehen. [FN 377]

[FN 375] Vgl. Kahneman und Tversky (1984).

[FN 376] Vgl. kahnemann und Tversky (1979) sowie Quattrone und Tversky (1998).

[FN 377] Vgl. Thaler (1994). Dieses Phänomen tritt etwa im Rahmen von IPOs auf, wenn der noch unbekannte Marktwert eines Unternehmens bzw. der Aktie zu schätzen ist.

Überschätzung kleiner Wahrscheinlichkeiten

Bei der subjektiven Wahrnehmung von Wahrscheinlichkeiten stellt sich heraus, daß geringe Wahrscheinlichkeiten tendenziell überschätzt werden. Die Prospect-Theorie berücksichtigt diese verzerrte Wahrnehmung durch die Form der Wahrscheinlichkeitgewichtungsfunktion. Vgl. dazu Kahnemann und Tversky (1984) [...].

Verlustaversion Die Untersuchungen von Kahneman und Tversky (1979) sowie Quattrone und Tversky (1988) zeigen, daß Verluste Menschen stärker schmerzen als sie Gewinne in gleicher Höhe erfreuen. Im Rahmen der Prospect-Theorie steigt aus diesem Grund die Wertfunktion im Verlustbereich stärker als im Gewinnbereich. [...]

Winner's Curse Der Winner's Curse ist das Ergebnis eines Urteilsfehlers in einem Auktionskontext, in dem Individuen für ein Objekt bieten, dessen Wert für alle gleich aber unbekannt sind. [...] Der Winner's Curse besteht nach Thaler (1992) somit im systematischen Versagen, dieses Problem adversaler Selektion in Höhe des eigenen Gebots mit einzubeziehen.

Anmerkungen
  • Hervorhebungen so in beiden Texten * Mh übernimmt Inhalt und Referenzen. * Die Quelle Thaler (1992) wird auf Thaler (1994) und mithin auf eine neuere Auflage korrigiert. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.
Sichter
Bummelchen

[9.] Mh/Fragment 065 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:10 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Bummelchen, Frangge
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 3-4.6-18
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 374, Zeilen: 7ff
Auf der anderen Seite gibt es auch eine große Zahl von Forschern, die die Relevanz der deskriptiven Präferenzmodelle anerkennen.[FN 383] [...] So lässt sich theoretisch die Existenz von Märkten zeigen, in denen rationale Entscheider nicht vom Verhalten irrationaler Marktteilnehmer profitieren können.[FN 384] Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass sich in Marktpreisen das Ellsberg-Paradoxon widerspiegelt [FN 385], dass sich Verkaufspreise und Kaufpreise für ambiguitätsbehaftete Lotterien systematisch gegenüber den Preisen riskanter Lotterien ändern [FN 386] und dass Referenzpunkteffekte existieren [FN 387]. Referenzpunkteffekte lassen sich nicht nur in Experimenten, sondern auch in Daten der New Yorker Börse [FN 388] und in den Portfoliodaten von Brokerhäusern [FN 389] nachweisen. [FN 390]

Auch bei der ökonomischen Modellierung im Finanzbereich haben die deskriptiven Präferenzmodelle verstärkt Einzug gehalten. So wird etwa der Einfluss von Overconfidence auf Aktienmärkte zur Erklärung von Unter- und Überreaktionen modelliert [FN 391], Kapitalmarkttheorien auf Basis alternativer Risiko-Wert-Kalküle entwickelt [FN 392] und Verlustaversion als wichtiges Element des Kapitalmarktes untersucht [FN 393].


[FN 383] Vgl. stellvertretend von Nitzsch (2002); Goldberg und von Nitzsch (2000) sowie Arrow (1982)

[FN 384] Vgl. Russel und Thaler (1985).

[FN 385] Vgl. Sarin und Weber (1993) sowie Weber (1989).

[FN 386] Vgl. Eisenberg und Weber (1995).

[FN 387] Vgl. Gerke und Bienert (1993).

[FN 388] Vgl. Shefrin und Statman (1985) sowie Ferris, Haugen und Makhija (1988).

[FN 389] Vgl. Odean (1998a).

[FN 390] Weiter untersuchen Frey und Eichenberger (1989a) den Zusammenhang zwischen Irrationalitäten und der Bildung ökonomischer Institutionen. Eine Diskussion der Implikationen moderner psychologischer Erkenntnisse auf die Ökonomie aus psychologischer Sicht findet sich bei Kirchler (2003).

[FN 391] Vgl. Daniel, Hirshleifer und Subrahmanyam (1998) sowie Odean (1998b).

[FN 392] Vgl. Franke und Weber (1998).

[FN 393] Vgl. Shumway (1997).

Die Relevanz der deskriptiven Präferenztheorien wird natürlich auch von vielen Forschern bejaht (vgl. für viele Arrow 1982). Russel und Thaler (1985) zeigen theoretisch, daß Märkte existieren können, in denen rationale Entscheider nicht von den "Fehlern" irrationaler Entscheider profitieren können. Experimentelle Untersuchungen ergeben, daß zum Beispiel das Ellsberg-paradoxon sich auch in Marktpreisen widerspiegelt (Sarin und Weber 1993b sowie Weber 1998) und auch Verkaufs und Kaufpreise sich für ambiguitätsbehaftete Alternativen systematisch gegenüber den Preisen riskanter Alternativen ändern (Eisenberg und Weber 1995). Referenzpunkteffekte ließen sich in Daten der New Yorker Börse (Shefrin und Statman 1985, sowie Ferris, Haugen und Makhija 1998), Portefeuilledaten von Brokerhäusern (Odean 1998a) und in Experimenten Nachweisen (Gerke Bienert 1993 sowie Weber und Camerer 1998). Die zunehmende Akzeptanz der deskriptiven Modelle zeigt sich auch darin, daß die in jüngster Zeit verstärkt Eingang in die ökonomische Modellierung gefunden haben. Beispiele im Finanzbereich sind die Arbeiten von Daniel, Hirshleifer und Subrahmanyam (1998) sowie Odean (1998b), die den Einfluß von Overconfidence auf Aktienmärkte modellieren, Franke und Weber (1998), die Kapitalmarkttheorie betreiben, die auf einem alternativen Risiko-Wert-Kalkül basiert und Shumway (1997), der Verlustaversion als wichtiges Element eines Kapitalmarktgleichgewichtsmodells betrachtet.

Als Beispiel für eine Auswirkung der Abweichungen von der Nutzentheorie sei die Idee von Frey und Eichenberger aufgeführt, die besagt, daß Irrationalitäten zur Bildung von (ökonomischen) Institutionen führen. Eine stärker psychologisch geprägte Diskussion der Auswirkungen moderner psychologischer Erkenntnisse finden Sie in Kirchler (1999).

Anmerkungen
  • Dissertation und Quelle sind hier inhaltlich identisch. Es gibt gewisse Umformulierungen, aber auch wörtliche Übernahmen. Ein (Teil-)Abschnitt wird in die Fußnote 390 ausgelagert. * Die Literaturreferenzen sind fast identisch * Die eigentliche Quelle wird nicht genannt.
Sichter
Bummelchen Hindemith

[10.] Mh/Fragment 072 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 10:20:37 Sotho Tal Ker
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 22-27
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 392-3, Zeilen: 10-20; 14-18,21-24
Es wird somit nicht mehr der Nutzen einer Alternative allein betrachtet, sondern es findet eine Bewertung von Alternativenpaaren statt. Bei diesem Vergleich empfindet der Entscheider möglicherweise Bedauern (Regret), welches er in seiner Entscheidung antizipiert. Beispielsweise bevorzugen die meisten Entscheider bei der Wahl zwischen der (sicheren) Lotterie Li = (3000 GE, 1) und der Lotterie L2 = (0 GE, 0.2; 4000 GE, 0.8) die Lotterie Lt aufgrund des ex ante antizipierten Bedauerns, nichts zu erhalten, wenn man doch 3000 GE hätte bekommen [können. [FN 425]]

[ [FN 425] Dies ist das gleiche Verhalten, das schon beim Allais-Paradoxon betrachtet wurde; vgl. Eisenführ und Weber (2003), S. 393. Ein anderes Beispiel mit empirischer Untersuchung geben etwa Paterson und Diekmann (1988). ]

[S. 392]

Regret-Theorie

Die Kernidee der Regret-Theorien besteht darin, daß nicht mehr der Nutzen einer Alternative betrachtet wird, sondern Alternativenpaare gemeinsam bewertet wer den (vgl. Bell 1982, Loomes und Sugden 1982 sowie Fishburn 1984). Während bei den Disappointment-Theorien die Konsequenzen mit einer aus der betrachteten Alternative abgeleiteten Erwartung verglichen werden, stellen die Regret-Theorien d je Konsequenzen der einen Alternative den möglichen Konsequenzen der zweiten Alternative gegenüber. Im Vergleich der Konsequenzen beider Alternativen empfindet ein Entscheider möglicherweise "Bedauern", das er in seiner Entscheidung antizipieren wird. Die paarweise Betrachtung führt dazu, daß intransitive Präferenzen abgebildet werden können: a kann gegenüber b bevorzugt werden (wenn a und b gemeinsam betrachtet werden), b gegenüber c und c gegenüber a.

[S. 393]

[...] Die Regret-Theorie bildet ein weitverbreitetes Gefühl beim Entscheiden ab. Um sie etwas zu erläutern, betrachten Sie die Wahl zwischen der sicheren Alternative a = 3.000 Euro und der Lotterie b = (0 Euro, si; 4.000 Euro, s2) mit p(si) = 0,2 und p(s2) = 0,8; eine Wahl, die Sie schon aus dem Allais-Paradoxon kennen. [....]

Sie sehen sofort, daß die Regret-Funktion dazu führen kann, daß Alternative a bevorzugt wird. Der Term „R(0 - 3.000)" im Ausdruck ER(b,a), d. h. das Bedauern darüber, nichts zu erhalten, wenn man doch 3.000 Euro hätte bekommen können, führt zur Wahl von a.

Anmerkungen
Sichter

[11.] Mh/Fragment 073 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:22 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 1-5
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 393, Zeilen: 3-
Seien a_1 und a_2 die zu vergleichenden Alternativen, e_{1i} bzw. e_{2i} die Ergebnisse der Alternativen a_1 bzw. a_2 bei Eintritt von Zustand s_i und R(\cdot) eine streng monoton wachsende Regret-Punktion des Bedauerns, so lässt sich der Expected Regret (ER) schreiben als: [Fn 426]  ER(a_1,a_2) = \sum_{i=1}^n p(s_i) \cdot ( \nu(e_{1i}) +R(\nu(e_{1i}) - \nu(e_{2i}))). Eine Alternative a_1 wird somit genau dann der Alternative a_2 vorgezogen, wenn gilt  ER (a_1,a_2 ) > ER (a_2,a_1) . [Fn 427]


[Fn 426] In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 393.

[Fn 427] Empirische Untersuchungen zeigen, dass die Regret- und Disappointment-Effekte nicht symmetrisch sind, d.h. es lässt sich eine stärkere Verhaltensreaktion auf negative Vergleiche beobachten; vgl. Inman, Dyer und Jia (1997), S. lOOf. Kritisch zur konkreten Anwendung der Regret Theory aufgrund der hohen Anzahl paarweiser Vergleiche äußert sich Segal (1997), S. 217.

Diese Bewertung der Konsequenzen einer Alternative in Abhängigkeit von einer zweiten Alternative ist gerade das Charakteristikum der Regret-Theorien und ermöglicht es diesen Theorien, im Beispiel eine Präferenz zwischen a und b abzubilden. Formal läßt sich die Regret-Theorie (ER: Expected Regret) schreiben als:

ER (a,b) = \sum_{i=1}^n p(s_i)\cdot(\nu(a_i) + R(\nu(a_i) - \nu(b_i))), \quad\quad (14.12)

wobei a_i und b_i, die Konsequenzen der Alternativen a und b bei Eintritt von Zustand s_i darstellen. R ist die streng monoton steigende Regret-Funktion, die das Bedauern (oder die Freude) darüber angibt, daß a_i eingetreten ist, wenn sonst beim selben Zustand b_i eingetreten wäre. Eine Alternative a wird genau dann gegenüber Alternative b bevorzugt, falls ER(a,b) > ER(b,a).

Die Regret-Theorie bildet ein weitverbreitetes Gefühl beim Entscheiden ab. Um sie etwas zu erläutern, betrachten Sie die Wahl zwischen der sicheren Alternative a = 3.000 Euro und der Lotterie b = (0 Euro,s_1 ; 4.000 Euro, s_2) mit p(s_1)=0,2 und p(s_2)=0,8; eine Wahl, die Sie schon aus dem Allais-Paradoxon kennen.

Anmerkungen

Hindemith: vorerst verdächtig (Quelle genannt, stark umgeschrieben)

Sichter

[12.] Mh/Fragment 075 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:26 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 11-26
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 376, Zeilen:
In der Editing Phase wird eine vorläufige Analyse der Alternativen vorgenommen.[Fn 438] [...] Diese Phase umfasst alle Maßnahmen, die ein Entscheider durchführt, bevor er die Lotterien bewertet. Dies führt häufig zu einer einfacheren Darstellung der betrachteten Lotterien. Dabei werden insbesondere die folgenden Operationen durchgeführt:


• Coding: Es wird ein Referenzpunkt festgelegt, anhand dessen die Auszahlungen als Gewinne oder Verluste kodiert werden. [Fn 439]


• Segregation: Ist in allen möglichen Konsequenzen einer Lotterie ein sicherer Betrag enthalten, so wird dieser abgetrennt. Beispielsweise wird die Lotterie (300 GE, 0.8; 200 GE, 0.2) in den sicheren Gewinn von 200 GE und die Lotterie (100 GE, 0.8; 0 GE, 0.2) zerlegt.


• Combination: Identische Auszahlungen werden zusammengefasst, d.h. durch Ad-dition der Wahrscheinlichkeiten identischer Ereignisse wird eine Vereinfachung der Lotterie vorgenommen. Beispielsweise wird die Lotterie (100 GE, 0.7; 100 GE, 0.3) zur Lotterie (100 GE, 1.0) vereinfacht.

[Fn 438] Zur Existenz von Editing-Prozessen vgl. auch Stone, Yates und Parker (1994), S. 402.

[Fn 439] Diese referenzpunktabhängige, relative Bewertung scheint ein allgemeines Phänomen zu sein; vgl. da-zu etwa die Beispiele bei Brickman, Coates und Janoof-Bulman (1978), S. 925.

Die Editing-Phase der Prospect-Theorie umfaßt alle Maßnahmen, die ein Entscheider durchführt, bevor er die Lotterie mit obiger Formel bewertet. Zur Editing-Phase gehören:


- Coding

Hierbei handelt es sich um das Setzen eines Referenzpunktes, bezüglich dessen die Konsequenzen der riskanten Alternative bewertet werden.


- Segregation

Unter Segregation wird das Abtrennen eines sicheren Betrages verstanden, der in allen möglichen Konsequenzen einer Lotterie enthalten ist. Wird dem Entscheider zum Beispiel eine Lotterie der Form (180 Euro, 0,7; 30 Euro, 0,3) vorgelegt, so wird er den Betrag von 30 Euro, den er mit Sicherheit erhalten wird, abtrennen. Er wird die vorangehende Lotterie als eine sichere Zahlung in Höhe von 30 Euro zu-züglich einer 70%igen Chance, weitere 150 Euro zu gewinnen, betrachten.


- Combination

Mit Combination ist das Vereinfachen einer Lotterie durch Addition der Wahr-scheinlichkeiten identischer Ereignisse gemeint. Erhält ein Entscheider zum Beispiel mit 10% Wahrscheinlichkeit 50 Euro und mit weiteren 10% denselben Betrag, so wird er dies als 20%ige Chance, 50 Euro zu erhalten, zusammenfassen.

Anmerkungen

Der Autor erwckt den Anschein, er würde exerptieren. Aber man beachte die Wortwahl und die Reihenfolge "Editing Phase","Coding","Segregation" und "Combination ".

Sichter

[13.] Mh/Fragment 076 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:33:38 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 1-6
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 377, Zeilen:
• Cancellation: Bei dem Vergleich zweier Alternativen werden identische Bestand-teile in der Bewertung dieser Alternativen eliminiert. Beispielsweise wird ein Ent-scheider beim Vergleich der Lotterie (100 GE, 0.8; —10 GE, 0.2) und der Lotterie (100 GE, 0.8; -20 GE, 0.2) lediglich den mit 20%-iger Wahrscheinlichkeit eintreten-den Verlust von 10 GE mit dem gleichwahrscheinlichen Verlust von 20 GE verglei-chen. - Cancellation

Soll ein Entscheider zwischen den beiden Lotterien (200 Euro, 0,2; -50 Euro, 0,8) und (200 Euro, 0,2; -100 Euro, 0,8) wählen, so wird er durch Cancellation identi-sche Bestandteile in den zur Auswahl stehenden Lotterien einfach unberücksichtigt lassen. Für das hier vorliegende Beispiel würde das bedeuten, daß der Entscheider beim Vergleich der obigen Lotterien nur die 80%ige Wahrscheinlichkeit, einen Verlust von 50 Euro zu machen, mit der ebenfalls 80%igen Wahrscheinlichkeit, einen Verlust von 100 Euro zu machen, vergleicht.

Anmerkungen

Fortsetzung von 76.

Sichter

[14.] Mh/Fragment 080 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:33:44 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 15-18
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 379, Zeilen: 2-6
Im Anhang ihrer Arbeit geben Kahneman und Tversky (1979) eine axiomatische Begründung der Prospect Theory. Im Rahmen dieser Darstellung zeigen die Autoren, dass die Präferenzen der Entscheider zwar die Eigenschaften der Vollständigkeit, Transitivität und Stetigkeit erfüllen, das Unabhängigkeitsaxiom jedoch abgeschwächt wird. [FN 463]

[FN 463] Vgl. Kahneman und Tversky (1979), S. 289; Eisenführ und Weber (2003), S. 379 sowie ausführlich bei Fischer (2004a), S. 143ff.

Im Anhang ihrer Veröffentlichung geben Kahneman und Tversky (1979) eine axiomatische Begründung der Prospect-Theorie. Sie zeigen, daß es zur Ableitung der Theorie im wesentlichen nötig ist, daß die Präferenzen des Entscheiders neben Vollständigkeit, Transitivität und Stetigkeit ein abgeschwächtes Unabhängigkeitsaxiom erfüllen.
Anmerkungen

Bauernopfer per FN 463. Der erste Satz ist fast wörtlich übernommen, ohne Kenntlichmachung eines Zitats, der Rest sinngemäß, wobei Mh hier den Bezug zum abgeschwächten Unabhängigkeitsaxiom nur etwas verfälscht wiedergibt: Das Axiom wird nicht abgeschwächt, sondern die Präferenzen erfüllen die Eigenschaften eines abgeschwächten Axioms. Hindemith: Anmerkung angepasst und auf verdaechtig gesetzt -- siehe Diskussionsseite

Sichter
Bummelchen Hindemith

[15.] Mh/Fragment 081 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-20 10:53:11 Guckar
Eisenführ Weber 2003, Fragment, KeinPlagiat, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 1-6
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 379, Zeilen: -
Nachteilig an der Prospect Theory ist, dass diese zum einen lediglich Entscheidungsprobleme bezüglich Alternativen mit maximal zwei von Null verschiedenen Konsequenzen abbildet und zum anderen, dass durch die Transforma-tion der Wahrscheinlichkeiten in Entscheidungsgewichte stochastisch dominierte Alternativen bevorzugt werden.[Fn 469] Eine (Not-)Lösung im Rahmen der Prospect Theory stellt die Eliminierung von dominierten Alternativen während der Aufbereitungsphase dar.[Fn 470]

...

[Fn 469] Vgl. Feiten (2001), S. 94.

[470] Vgl. Eisenführ und Weber (2003), S. 379.

Die Prospect-Theorie hat in der vorgestellten Form den Nachteil, daß durch die Transformation der Wahrscheinlichkeiten in Entscheidungsgewichte stochastisch dominierte Alternativen bevorzugt werden können. Selbst wenn ein Entscheider die stochastische Dominanzbeziehung erkennt und die dominierende Alternative bevor-zugt, kann die Prospect-Theorie diese Präferenz aufgrund der speziellen Form der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion nicht abbilden. Als (Not-) Lösung für die-ses Problem wird im Rahmen der Prospect-Theorie angenommen, daß stochastisch dominierte Alternativen während der Editing-Phase eliminiert wurden.
Anmerkungen

Übernimmt den Inhalt aus 2 Quellen und vermischt diesen. Siehe Mh/Dublette/Fragment 081 01

Sichter

[16.] Mh/Fragment 083 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:40 Kybot
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, KayH, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 1-16
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 388, Zeilen: 1-8, 28-32
2.3.3.4 Empirische Untersuchungen zu deskriptiven Theorien

Die verallgemeinernden Entscheidungstheorien haben das primäre Ziel, das Verhalten von Entscheidern in risikobehafteten Situationen vorherzusagen. [FN 475] Dazu wurde eine große Anzahl empirischer Studien durchgeführt, die zum einen untersuchen, inwieweit sich die Präferenzordnungen von Personen mittels dieser Theorien erklären lassen, und zum anderen überprüfen, inwiefern einzelne Annahmen dieser Theorien in der Realität wiederzufinden sind.

Die Prospect Theory gehört zu den am meisten untersuchten Theorien, für die zahlreiche Studien sowohl im Vergleich zur Erwartungsnutzentheorie als auch bezüglich der einzelnen Annahmen durchgeführt wurden. Neben den Untersuchungen von Kahneman und Tversky selbst wurde eine Vielzahl von Studien durchgeführt, die zu relativ homogenen Ergebnissen kommen: [FN 476]

  • Die Eigenschaften der Wertfunktion, wie sie von der Prospect Theory postuliert werden, insbesondere das risikoaverse Verhalten oberhalb und das risikofreudige Verhalten unterhalb des Referenzpunktes, werden empirisch bestätigt. [FN 477]
  • Die Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion findet empirische Bestätigung in der Form, dass Unterschiede im Gewinn- und Verlustbereich Berücksichtigung finden.[FN 478]

[FN 475] Vgl. Eisenführ und Weber (2003), S. 388.

[FN 476] Vgl. Currim und Sarin (1989), S. 39; Unser (1999), S. 42 sowie Eisenführ und Weber (2003), S. 388.

[FN 477] Vgl. Bernstein, Chapman, Christensen und Elstein (1997), S. 105; Budescu und Weiss (1987); Currim und Sarin (1989), S. 31; Sebora und Cornwall (1995) sowie Sullivan und Kida (1995). In Experimenten mit nicht-statischer Struktur beobachten Hollenbeck, Ilgen, Phillips und Hedlund (1994) sowie Johnson und Thaler (1990) dieser Hypothese entgegenstehendes Verhalten.

[FN 478] Vgl. Kilka und Weber (2001); Currim und Sarin (1989), S. 32; Camerer und Ho (1994) sowie Wu und Gonzales (1996).

14.3.2 Empirische Untersuchungen zu deskriptiven Präferenztheorien

Die im bisherigen Verlauf des Kapitels vorgestellten Präferenztheorien haben alle dasselbe Ziel: Das Entscheidungsverhalten für riskante Entscheidungssituationen soll vorhergesagt werden. Es erhebt sich nun die Frage welche Theorie in welchem Ausmaß dazu in der Lage ist. Beispielhaft sollen empirische Untersuchungen ange-sprochen werden, die einerseits zeigen, wie moderne Theorien getestet werden können, und andererseits auch Aufschluß darüber geben, inwieweit die hier besprochenen Theorien ihrem Anspruch genügen und Entscheidungsverhalten vorhersagen.

[...]

Currim und Sarin (1989, S. 39) fassen die wesentlichen Ergebnisse ihrer Untersuchung wie folgt zusammen:

  • Die Eigenschaften der Wert- und der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion, wie sie von der Prospect-Theorie postuliert werden, können weitgehend als empirisch bestätigt angesehen werden.
  • Die Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion ist für Gewinne und Verluste unterschiedlich.
Anmerkungen
  • FN 475, 476 sind das Bauernopfer. Der Text is verschleiert, aber inhaltlich quasi identisch * Das Fragment folgt dem öfter von Mh angewendeten Schema, dass aus der Primäquelle (hier: Eisenführ und Weber) die Referenzen entnommen und als eigene Literaturrecherche angegeben werden. * Eisenführ und Weber benutzen an dieser Stelle auch eine Aufzählung. * Auch der Literaturhinweis: "Currim und Sarin (1989), S. 39" wird übernommen Hindemith: finde dieses Fragment nicht eindeutig: Übernahmen sind meist nicht wörtlich, viele Literaturangaben sind nicht aus der Quelle, und Eisenführ Weber ist auch angegeben. --> verdächtig
Sichter
Bummelchen Hindemith (V)

[17.] Mh/Fragment 084 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:02 Kybot
BauernOpfer, Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, KayH, Bummelchen, Hindemith, Frangge, Graf Isolan, WiseWoman
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 8-11,13-17
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 389, Zeilen: 8-13,18-21
Es zeigt sich, dass einzelne Theorien zwar bestimmte Phänomene erklären können, jedoch keine Theorie in der Lage ist, alle Phänomene zu integrieren, so dass keine Theorie eindeutig vorzuziehen wäre: [FN 482] "Each theory can account for some of the violations, but not all." [FN 483] [...] In der Meta-Analyse von

Harless und Camerer (1994), in der sie die Ergebnisse von 23 Untersuchungen bzw. rund 8000 Wahlentscheidungen aggregieren, bezeichnen die Autoren die Prospect Theory als guten Kompromiss, der (zumindest bedingt) für die Abbildung menschlichen Entscheidungsverhaltens geeignet ist. [FN 485]

[FN 483] Camerer (1989), S. 94

[FN 485] Vgl. dazu auch Eisenführ und Weber (2003), S. 389.

Die Frage, welche Theorie denn nun die beste ist, kann aber auch Camerer (1989, S. 94) nicht beantworten: "Each theory can account for some of the violations, but not all."

In einer Meta-Analyse vergleichen Harless und Camerer (1994) mehrere Theorien, indem sie die Ergebnisse von insgesamt 23 Untersuchungen, bzw. rund 8.000 Wahlentscheidungen von Experimentteilnehmern aggregieren. [...] Insgesamt erscheint ihnen die hier auch in den Vordergrund gestellte Prospect-Theorie als guter Kompromiß und zumindest bedingt für die Abbildung von menschlichem Entscheidungsverhalten geeignet.

Anmerkungen

Ein Patchwork: Einleitender Satz gibt inhaltlich sowohl Eisenführ und Weber (2003) als auch Unser (1999) wieder (und benutzt vereinzelte Formulierungen aus Unser). FN 482 beinhaltet sämtliche Fußnoten aus einer Fußnote aus Unser (1999) (siehe Mh/Fragment_084_08) mit einer Ergänzung. Danach bleibt die Zitationsstruktur weiter im Unklaren: Das Bauernopfer bei FN 485 macht den Umfang der Übernahmen nicht deutlich, zumal der Verweis mit "vgl." eingeleitet wird.

Sichter
WiseWoman

Aus dem Wikia-Netzwerk

Zufälliges Wiki