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Quelle:Mh/Fischer 2004

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Kathrin Fischer
Titel    Aspekte einer empirisch fundierten betriebswirtschaftlichen Entscheidungslehre
Ort    Wiesbaden
Verlag    Deutscher Universitäts-Verlag
Jahr    2004
Reihe    Gabler Edition Wissenschaft. Schriften zur quantitativen Betriebswirtschaftslehre
Anmerkung    Zugl.: Hamburg, Univ., Habil.-Schr., 2003
ISBN    3-8244-8068-9
URL    Google Books

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    24


Fragmente der Quelle:
[1.] Mh/Dublette/Fragment 081 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-20 10:54:24 Guckar
Fischer 2004, Fragment, KeinPlagiat, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 1-3
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 126, Zeilen: -
Nachteilig an der Prospect Theory ist, dass diese zum einen lediglich Entscheidungsprobleme bezüglich Alternativen mit maximal zwei von Null verschiedenen Konsequenzen abbildet und zum anderen, [...] In der ersten Fassung der Prospect Theorie werden dabei nur zwei- bzw. dreiwertige Prospects mit maximal zwei von Null verschiedenen Ergebnissen betrachtet.
Anmerkungen

Siehe Mh/Fragment 081 01.

Sichter

[2.] Mh/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:28 Kybot
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Graf Isolan, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1-6, 101-107
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 2, Zeilen: 7-10, 13-16, 102-105
[Wie im letzten Abschnitt herausgearbeitet wurde, kommt der Analyse der Entscheidungen unter Risiko innerhalb der normativen Entscheidungstheorie eine besondere Bedeutung zu. Dieser Bereich der Entscheidungslehre ist wesentlich geprägt durch das Prinzip des] Erwartungsnutzens [FN 82]. Dieses „wird vor allem aufgrund seiner axiomatischen Fundierung (...) weithin als die rationale Entscheidungsregel akzeptiert" [FN 83]. Diese herausragende Rolle hat häufig dazu geführt, dass weitere ökonomische Theorien, die spezielle Entscheidungen in spezifischen Situationen analysieren, sich dieses Grundprinzips des Erwartungsnutzens bedienen. Dies wird insbesondere in Abschnitt 3.1.1.1 im Kontext von Entscheidungen auf dem Kapitalmarkt untersucht. [FN 84]

[FN 82] Die Theorie des Erwartungsnutzens wird in Anlehnung an den englischen Begriff Expected Utility Theory auch als EU-Theorie bezeichnet. Diese Bezeichnung findet auch in der deutschsprachigen Literatur Verwendung; vgl. exemplarisch etwa die Arbeit von Bamberg und Trost (1996).

[FN 83] Fischer (2004a), S. 2.

[FN 84] Ein weiteres typisches Beispiel ist die normative Principal-Agent Theorie; vgl. dazu etwa die Arbeiten von Grossmann und Hart (1983); Rees (1985a); Rees (1985b) sowie Spremann (1987). Für eine Klassifikation der Theoriezweige vgl. etwa Kleine (1996), S. 24.

Die betriebswirtschaftliche Entscheidungslehre ist im Bereich der Entscheidungen unter Risiko durch das Erwartungsnutzen-Prinzip (im folgenden auch: EU-Prinzip [FN 2]) geprägt, welches - vor allem aufgrund seiner axiomatischen Fundierung - weithin als die rationale Entscheidungsregel akzeptiert wird. [...] Diese dominierende Rolle hat auch dazu geführt, daß häufig wie selbstverständlich das EU-Prinzip zugrunde gelegt wird, wenn weitere ökonomische Theorien entstehen, die sich mit dem strukturierten Treffen von Entscheidungen in einem speziellen Rahmen befassen, wie z.B. die (normative) Prinzipal-Agent-Theorie. [FN 3], [FN 4]

[FN 2] Die Abkürzung ist vom englischen Begriff “Expected Utility Principle" abgeleitet. Sie wird auch in der deutschsprachigen Literatur, so z.B. von Bamberg und Trost (1996), verwendet.

[FN 3] Zur normativen Prinzipal-Agent-Therie vgl. z.B. Grossman und Hart (1983), Rees( 1985a, 1985b) sowie Spremann (1987); zur Klassifizierung der Theoriezweige vgl. z.B. Kleine (1995, S. 24).

Anmerkungen

Eine inhaltliche Übernahme, die auch sehr nahe an den Formulierungen der Quelle ist. Insbesondere werden hier auch die Fußnoten mit Erläuterungen und Literaturverweisen übernommen. Es existiert ein Quellenverweis auf Fischer, der sich allerdings nur auf einen Satz bezieht, der mit Anführungszeichen korrekt zitiert ist. Das Buch von Kleine ist tatsächlich 1995 erschienen (siehe [1]), nicht 1996, wie Mh angibt. Die drei Punkte "(...)" im Zitat sind irreführend, da nur ein Spiegelstrich "-" ausgelassen wurde. Korrekt ist "Grossman und Hart (1983)", nicht "Grossmann [...]".

Sichter
Graf Isolan

[3.] Mh/Fragment 016 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-03 20:26:42 Guckar
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, 188.194.114.215, Goalgetter, Hindemith, Guckar, Graf Isolan, Bummelchen
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 10-17, 109, 114
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 14, 15, Zeilen: S. 14, 24-25 - S. 15,1-3.5-7
Eine eher allgemein gefasste Definition von Rationalität gibt Nida-Rümelin (1997): „A person acts rationally if her actions appear to make sense with respect to the person's aims. Actions make sense with respect to a person's aims if they seem to be appropriate means for achieving those aims." [FN 86] Gefordert wird somit lediglich eine formale Rationalität, bei der der Entscheider seine Entscheidungen in der Weise trifft, dass seine Ziele möglichst gut erfüllt werden.[FN 87] Eine enger gefasste Definition fordert zusätzlich Rationalität im substantiellen Sinne, die besagt, dass die Ziele und Präferenzen inhaltlich sinnvoll sein sollen.[FN 88]

[FN 86] Eine inhaltsgleiche Definition mit abweichendem Wortlaut gibt bereits Allais (1952/1979), S.78.

[...]

[FN 88] Vgl. etwa Kahneman (1994), S. 19; Bamberg und Coenenberg (2006), S. 3 sowie Fischer (2004a), S. 15.

[Seite 14]

Eine mögliche, eher weit gefaßte Definition gibt Nida-Rümelin (1997): „A person acts rationally if her actions appear to make sense with respect to the person's aims. Actions

[Seite 15]

make sense with respect to a person's aims if they seem to be appropriate means for achieving those aims." [FN 1] Ein Individuum handelt also rational, wenn es seine Entscheidungen so trifft, daß seine Ziele möglichst gut erfüllt werden können [...] Eine engere Auffassung des Rationalitätsbegriffs hingegen besagt, daß diese Form der Konsistenz nicht ausreicht, sondern zudem die Ziele bzw. Präferenzen inhaltlich sinnvoll sein müssen.[FN 2]

[FN 1] Eine Definition mit gleicher Aussage, nur mit abweichendem Wortlaut, findet sich auch bereits bei Allais (1952, S.78).

[FN 2] Vgl. z.B. Kahneman (1994, S. 19).

Anmerkungen

Der Abschnitt findet sich größtenteils als eigenständiger Absatz in Fischer (2004). Z.B. ist das Zitat von Nida-Rümelin genauso in der Quelle zu finden. Es gibt starke Indizien dafür, dass es sich dabei nicht um einen Zufall handelt, sondern um eine ungekennzeichnete Übernahme aus der Quelle: * Der ebenso übernommene Hinweis auf Allais in der Fußnote * Der ähnliche Wortlaut der einleitenden Worten * Der Umstand, dass keine Seite für das Nida-Rümelin Zitat angegeben wird (auch in der Quelle fehlt die Seitenangabe)

Sichter
Lukaluka(Fragment), Bummelchen

[4.] Mh/Fragment 018 103 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:32 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, KeinPlagiat, Mh, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 103-104, FN 97
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 15, Zeilen: 104-105, FN 4
[FN 97] Einige Modellvarianten zum so genannten Informationswert unterstellen, dass (zusätzliche) Informationen nur gegen Entgelt zu erhalten sind; vgl. etwa Dinkelbach und Kleine (1996), S. 96ff. [FN 104] In bestimmten Modellvarianten zum sog. "Informationswert" wird allerdings unterstellt. daß (zusätzliche) Informationen nur gegen Entgelt zu erhalten sind, vgl. z.B. Dinkelbach und Kleine (1996, S.96ff.) [...]
Anmerkungen

Bewertung verschoben auf Diskussionsseite des Fragments (3.1.2012 10:41 Klicken)

Sichter
Guckar

[5.] Mh/Fragment 019 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:34 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 5-6 und FN 105
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 15, Zeilen: 14
Dieser homo oeconomicus repräsentiert somit den Prototyp des perfekt rationalen Entscheiders und stellt damit eine idealisierte Annahme dar. [FN 105]

[FN 105] Tietz (1990), S. 660 etwa spricht vom homo oeconomicus als „superman in the kindergarden", da er herausragende Fähigkeiten in einer einfachen und übersichtlichen Welt besitzt.

Damit stellt der perfekt rationale Mensch eine ideale Annahme dar [FN 6], [...]

[FN 6] Tietz (1990, S. 660) bezeichnet ihn als "superman in the kindergarten", weil er großartige Fähigkeiten in einer sehr einfachen und übersichtlichen Welt hat.

Anmerkungen

Das Fundstück ist zwar kurz, aber wieder einmal wird hier aus Fischer übernommen ohne Kenntlichmachung. Die Wiedergabe von Tietz Resultat wird nicht korrekt Fischer zugeordnet, sondern MH macht hier den Eindruck selbst den Zusammenhang herzustellen. Guckar: Wohl aus Fischer übernommen. Die Übernahme ist jedoch sehr kurz, und es gibt leichte Änderungen --> plädiere für verdächtig

Sichter
Guckar

[6.] Mh/Fragment 020 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:38 Kybot
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 101-105
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 44, Zeilen: 14-16, 108-109
[FN 110] Die Bezeichnung Bernoulli-Prinzip ist nur im Deutschen zu finden. Im englischen Sprachraum ist der Terminus EU-Prinzip (expected utility principle) gebräuchlich; vgl. hierzu etwa Fischer (2004a), S. 44; Bamberg und Coenenberg (2006), S. 86 sowie die Arbeiten von Albrecht (1982); Albrecht (1983); Bitz (1998); Bitz und Rogusch (1976); Dyckhoff (1993); Jacob und Leber (1976a); Jacob und Leber (1976b) sowie Kürsten (1992b). Das "Bernoulli-Prinzip" ist unter dieser (leicht irreführenden) Bezeichnung nur im Deutschen zu finden[FN 6], während im englischen Sprachraum die Bezeichnung EU-Prinzip (expected utility (EU) principle) vorherrscht.

[FN 6] Vgl. z.B. Bamberg und Coenenberg (1996, S. 74). Laux (1998, S. l62ff.) sowie Albrecht (1982, 1983), Bitz (1998), Bitz und Rogusch (1976), Dyckhoff (1993), Jacob und Leber (1976a und b), Kürsten (1992a).

Anmerkungen

Inmitten einer Übernahme aus Unser (1999), dokumentiert in Mh/Fragment 020 01, findet sich eine Fußnote, deren Bestandteile - insbesondere neun Literaturangaben in identischer Reihenfolge - vollständig aus einem anderen Werk (Fischer (2004)) stammen. (Einzig Fischers Verweis auf Laux, Entscheidungstheorie, 4. Auflage 1998, S. 162ff, wird nicht übernommen)

Sichter
Senzahl Hindemith

[7.] Mh/Fragment 023 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:45 Kybot
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Senzahl, 83.50.74.52, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 11-17
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 47, Zeilen: 4-11
Das Stetigkeitsaxiom fordert, dass für Lotterien L_i, L_j, L_k \in \mathcal{L} mit L_i\succeq L_j\succeq L_k eine (subjektive) Wahrscheinlichkeit p existiert, so dass gilt: L_j \sim{} p \cdot L_i + (1-p)\cdot L_k.[FN 135] Diese Forderung garantiert, dass die Abbildung der Verteilungen in L auf die reellen Zahlen derart ermöglicht wird, dass im Bildraum die vollständige Präferenzordnung wiedergegeben wird. [FN 136] Vielfach wird dieses Axiom in der Literatur weniger als Rationalitätspostulat, sondern vielmehr als formale Notwendigkeit im Sinne einer technischen Forderung gesehen. [FN 137]

[FN 135] Aus dieser Formulierung für beliebige Verteilungen folgt bereits die Beschränktheit der Risikonutzenfunktion; in der Formulierung über Einpunkt-Verteilungen, wie sie etwa von Bamberg und Coenenberg (2006), S. 213 und dort insbesondere Fußnote 1, vorgestellt wird, muss die Existenz beschränkter Nutzenfunktionen vorausgesetzt werden. Vgl. dazu auch Fischer (2004a), S. 47.

[FN 136] Vgl. Fishburn (1988), S. 11 und S. 46f.

[FN 137] Alternativ kann anstelle des hier formulierten Stetigkeitsaxioms auch die ursprünglich von Jensen gewählte Darstellung mittels des so genannten „Archimedischen Axioms" gewählt werden, aus dem die hier dargestellte Fassung folgt; vgl. dazu Albrecht (1982) sowie Fishburn (1988), S. 10.

Wenn gilt P_1 \prec P_2 und P_2 \prec P_3, dann gibt es ein p mit 0 < p < 1, so daß


P_2 \sim{ } p\cdot P_1 + (1-p) P_3

Das Stetigkeitsaxiom ist in erster Linie aus formalen Gründen erforderlich, da sonst nicht garantiert ist, daß die Abbildung der Verteilungen P auf die reellen Zahlen in einer Weise möglich ist, so daß im Bildraum wirklich die vollständige Präferenzordnung wiedergegeben wird. [FN 1] [...] Fishburn (1988, S. 47) weist jedoch darauf hin, daß es von vielen Theoretikern mehr als technische Forderung denn als Rationalitätspostulat angesehen wird. [FN 3,4]

[FN 1] Vgl. Fishburn (1988, S. 11 und S. 46f.).

[FN 3] Alternativ kann auch das sog. "Archimedische Axiom" formuliert werden, aus dem die oben angegebene Formulierung folgt, vgl. z.B. Albrecht (1982). Dies ist auch die ursprünglich von Jensen gewählte Formulierung, vgl. Fishburn (1998, S. 10).

[FN 4] Die Formulierung des Stetigkeitaxioms in der angegebenen Form für beliebige Verteilungen anstelle der auf Einpunkt-Verteilungen beschränkten, schwächeren Fassung, wie sie z.B. von Bamberg und Coenenberg (1996, S.87) angegeben wird, führt zwingend auf die sonst vorrauszusetzende Beschränkheit der Risiko-Nutzenfunktion, vgl. Bamberg und Coenenberg (1996, S.96).

Anmerkungen
  • Mh übernimmt die Argumentation von Fischer 2004 und ändert dabei die Reihenfolge und einige Formulierungen. Auch wird etwas gekürzt. * Die Fußnoten zeigen eindeutig, dass Fischer die Quelle der Übernahme ist: MH_135 = FI_4, MH136 = FI_1, MH_137 = FI_3. * Die angegebene Literatur wird übernommen mit der Aktualisierung des Lehrbuchs von Bamberg und Coenenberg auf die aktuelle Auflage. * Bauernopfer ist am Ende von Mhs FN 135, der Verweis auf Fischer bezieht sich allerdings nur auf die FN 135.
Sichter
Hindemith

[8.] Mh/Fragment 025 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:49 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, KayH, Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 9-20
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 16,17, Zeilen: Zeile 15ff, zweiter Absatz der Seite
* [...] i.d.R. nicht alle Informationen zur Verfügung stehen und der Entscheidungsträger nicht zwingend in der Lage ist, diese zu beschaffen und adäquat zu verarbeiten. [FN 150] In diesem Kontext kann der Informationsstand sowohl als Merkmal der Entscheidungssituation als auch als Merkmal des Entscheiders interpretiert werden. [FN 151] Ein weiterer Aspekt besteht darin, dass bei Vorliegen von unvollständigen Informationen die Beschaffung zusätzlicher Information aus Kostenaspekten heraus nicht erfolgt, obwohl dies sinnvoll wäre. [FN 152]
  • Die Implikation aus den Annahmen, dass zwei unterschiedliche Personen zwingend zu der gleichen Entscheidung gelangen, kann gleichfalls bezweifelt werden, insbesondere da selbst bei gleichem Informationsstand nicht davon ausgegangen werden kann, dass beide Personen dieselben intellektuellen Fähigkeiten zur analytischen Verarbeitung der Informationen besitzen. [FN 153]


[FN 150] Damit geht nicht notwendigerweise eine Einschränkung des Rationalitätsbegriffes einher, wenn man etwa die Definition von Langlois (1990) betrachtet: „Rationality, in this alternative formulation, is a matter of doing the best one can with what one is given, which includes one's knowledge and information processing abilities."

[FN 151] Vgl. Simon (1955).

[FN 152] Die Bedeutung von Informationszuwächsen im Rahmen der Theorie der Realoptionen erläutern etwa Dixit und Pindyck (1994). Zur Bedeutung des Informationswertes im Kontext von Entscheidungen vgl. etwa Lawrence (1999), insbesondere Kapitel 3.

[FN 153] Vgl. Rubinstein (1998), S. 3.

Im allgemeinen sind nicht alle Informationen vorhanden bzw. das Individuum ist nicht unbedingt in der Lage, sie zu beschaffen und zu verarbeiten. [FN 6] Der Informationsstand kann somit sowohl als Merkmal der Entscheidungssituation als auch als Charakteristikum des Entscheidungsträgers selbst angesehen werden. [FN 7] Oftmals besteht zudem das Problem, daß die vorliegenden Informationen zwar nicht vollständig sind, aber auch nichts in die Beschaffung von mehr Informationen investiert wird, obwohl dies sinnvoll wäre, weil wiederum die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung entweder nicht erkannt oder für zu kostspielig gehalten werden. [FN 8] [...]

[Seite 17]

Darüber hinaus besitzen zwei verschiedene Personen, denen dieselben Informationen vorliegen, in der Regel nicht dieselben intellektuellen Fähigkeiten, diese analytisch zu verarbeiten. [FN 1, S. 17]

[FN 6] Dies muß allerdings noch keine Einschränkung des Rationalitätsbegriffs bedeuten, wenn man diesen wie Langlois (1990) interpretiert: „Rationality, in this alternative formulation, is a matter of doing the best one can with what one is given, which includes one's knowledge and information processing abilities."

[FN 7] Vgl. Simon (1955).

[FN 8] Zur möglichen Bedeutung von Informationszuwächsen vgl. Dixit und Pindyck (1994), in deren Theorie der Realoptionen dieser Aspekt eine entscheidende Rolle spielt. Zu Bedeutung un Beurteilung des Informationswertes für Entscheidungen vgl. Lawrence (1999, insbes. Kapitel 3).

[FN 1, S. 17] Vgl. Rubinstein (1998, S.3)

Anmerkungen

Der Absatz ist inhaltlich identisch mit Fischer 2004, die Quelle wird aber nicht genannt. Die Texte sind auch in Struktur und Formulierung sehr ähnlich. Die Fußnoten werden direkt übernommen. Der Verfasser erzeugt so den Eindruck, sich mit der Literatur auseinandergesetzt zu haben, in Wirklichkeit stammen aber alle Literaturverweise und Erläuterungen von Fischer.

Sichter
Hindemith

[9.] Mh/Fragment 026 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:50 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Guckar, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 9-11
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 17, Zeilen: 15-18
Diese werden im Folgenden kurz dargestellt und beleuchtet: [FN 158]

Erlei et al. (1999) stellen fest, dass das Konzept des homo oeconomicus ausdrücklich nicht für die Modellierung von Einzelfallbetrachtungen, sondern von Tendenzen für die Mehrheit der Entscheider gedacht ist.[FN 159]

[FN 158] Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Fischer (2004a), S. 17ff.

[FN 159] Vgl. Erlei et al. (1999), S. 5f.

Erlei et al. (1995, S.5) merken allerdings an, daß das Modell des "Homo oeconomicus" ausdrücklich nicht für die Einzelfallbetrachtung, [...] sondern für die Erfassung von Tendenzen, die für die Mehrheit von Entscheidungsträgern gelten, gedacht ist.
Anmerkungen

Erscheint mir verdächtig. Nun wird zwar Fischer am Anfang genannt per FN, aber mir ist die Übernahme doch zu offensichtlich. Zumal auch gleich die FN und der Verweis auf Erlei et al. 1995 den Text wechseln. Die restliche Aufzählung der Diss sind auch irgendwie sehr "ähnlich" zu dem was Fischer so schreibt.

Sichter
Bummelchen(Text)

[10.] Mh/Fragment 027 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:53 Kybot
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Hindemith, Guckar, Cassiopeia30, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 01-09; 109-114
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 18, Zeilen: 13-24; 106-110
Für die Prämisse vollständiger Rationalität wird oft der Selektionsmechanismus des Marktes angeführt.[FN 164] Dabei wird unterstellt, dass sich langfristig nur solche Individuen am Markt behaupten können, die optimierendes Verhalten im evolutionären (Markt-)Prozess praktizieren.[FN 165] Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Kosten exakter Entscheidungen so hoch sein können, dass die Anwendung von Heuristiken das "Überleben" [FN 166] sichert.[FN 167] Auch sind insbesondere Finanzmärkte nicht statisch, sondern dadurch gekennzeichnet, dass ständig Marktteilnehmer eintreten und austreten; insbesondere für die neu eintretenden Marktteilnehmer sind (etwa aufgrund mangelnder Erfahrung) Abweichungen vom rationalen Verhalten zu erwarten.[FN 168]

[FN 164] Dieser Punkt liefert eine interessante Fragestellung, die mit dem Modell, das in Teil 2 dieser Arbeit vorgestellt wird, untersucht werden kann, nämlich ob Agenten, die auf der Erwartungsnutzentheorie aufbauende Modelle verwenden, eine Outperfomance gegenüber anderen Agenten erzielen.

[FN 165] Vgl. etwa Arrow (1974) und Heiner (1983).

[FN 166] Fischer (2004a), S. 18.

[FN 167] Akerlof und Yellen (1985) zeigen in ihrer Arbeit, dass schon kleine Abweichungen vom rationalen Verhalten in ökonomischen Modellen zu Änderungen des resultierenden Gleichgewichts führen können.

[FN 168] Vgl. Frey und Eichenberger (1989b).

Ein weiteres Argument für die Prämisse vollständiger Rationalität lautet, daß sich nur Individuen (am Markt) behaupten können, die optimierendes Verhalten an den Tag legen bzw. umgekehrt nur Strategien und Verhaltensmuster im evolutionären Prozeß bestehen, die sich auch wirklich als vorteilhaft erweisen.[FN 5] Da die unbeschränkte Rationalität dazu führt, daß der Entscheidungsträger "das Beste" tut, sei es auch wahrscheinlich, daß er in seinem eigenen Interesse genau so handelt. Jedoch ist dabei zu bedenken, daß die Kosten exakter Entscheidungen durchaus prohibitiv hoch sein können, so daß "Überleben" gerade durch die Anwendung nicht-exakter Daumenregeln gesichert wird.[FN 6] Zudem sprechen empirische Beobachtungen, z.B. auf Versicherungs- und Finanzmärkten, gegen dieses Argument, da auf diesen Märkten durchaus abweichendes Verhalten beobachtet wird, und schließlich sind Märkte nicht statisch, sondern es treten ständig Marktteilnehmer ein und aus, und gerade für die neu eintretenden Individuen sind Abweichungen von rationalen Verhalten zu erwarten.[FN 7]

[FN 5] Vgl. Arrow (1974, S. 41) und Heiner (1983).

[FN 6] Hierzu jedoch Schlicht (1990, S. 708): "Theory thus requires an abstract approach." Akerlof und Yellen (1985) zeigen, dass schon kleine Abweichungen vom rationalen Verhalten in ökonomischen Modellen Änderungen des resultierenden Gleichgewichts bewirken können.

[FN 7] Vgl. Frey und Eichenberger (1989).

Anmerkungen
  • Übernahme der Argumentation * Bauernopfer in FN 166 auf Technischen Bericht von Fischer * Übernahme von Formatierungen, etwa "Überleben" * Der Begriff "Outperfomance"[sic!] soll evtl. "Over performance" heißen. * Man beachte auch FN 158 auf der Vorseite: "Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Fischer (2004a), S. 17ff."
Sichter
Cassiopeia30

[11.] Mh/Fragment 028 105 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:54 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Guckar, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 105-106
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 20,21, Zeilen: 23-24, 1
Tietz (1990), S. 661, bezeichnet diesen Entscheidungsträger daher auch als „Tarzan boy in the Wall Street-jungle". Tietz (1990, S. 661) nennt den [...] Entscheidungsträger [...] "a Tarzan boy in the Wall Street-jungle".
Anmerkungen

Hier wird wieder der Eindruck erzeugt MH hätte diese Zusammenhang entdeckt, obwohl es in Wirklichkeit Fischer 2004 war. Man beachte auch FN 158 auf Seite 26: "Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Fischer (2004a), S. 17ff." Guckar: Wohl aus Fischer übernommen. Die Übernahme ist jedoch sehr kurz, und es gibt leichte Änderungen --> plädiere für verdächtig

Sichter
Guckar

[12.] Mh/Fragment 030 109 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:56 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Guckar, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 109
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 36, Zeilen: Fußnote 3
[FN 185][...] "vgl. dazu die Arbeiten von Machina (1982) sowie Handa (1977), die beide auf Arrow (1974), S. 53-69 verweisen, der das "Utility Boundedness Theorem" für stetige Verteilungen beweist; [...] "vgl. z.B. Machina (1982). Machina verweist hier, ebenso wie Handa (1977), auf Arrow (1974, S. 53-69), der das "Utility Boundedness Theorem" für stetige Verteilungen beweist.
Anmerkungen

Fußnote 185 ist ein Monster in der Diss. Steht auf ungefähr der Hälfte. Weitere Literaturhinweise werden auch übernommen. Quelle wird zusammenhangslos an anderer Stelle der Fußnote genannt.

Sichter
Bummelchen(Text)

[13.] Mh/Fragment 031 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:58 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Bummelchen, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 8-10
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 38,39, Zeilen: 4-13;1-2
[...]. [FN 191] Beispielsweise lässt sich beobachten, dass Menschen sowohl Versicherungen abschließen als auch Glücksspiele (z. B. Lotto) betreiben, sich also sowohl risikoavers als auch risikofreudig verhalten. [FN 192] Glücksspiele [und Versicherungen sind seitdem das Standard-Beispiel in der Literatur für die Unangemessenheit des Erwartungswertes als Entscheidungskriterium [FN 193] einerseits und als Bewertungsmaßstab für die Möglichkeit, mit einer Theorie reales Verhalten abzubilden, [FN 194] andererseits.]

[FN 191] Vgl. Fischer (2004a), S. 38.

[FN 192] Dies diskutieren schon Friedman und Savage (1948), S. 297; vgl. auch Markowitz (1952b) sowie Quiggin (1993), S. 46ff. Eine weitere Möglichkeit zur Erklärung dieser beiden Verhaltensweisen gibt Kwang (1965).

[FN 193] Vgl. etwa Bitz (1981), S. 97f.

[FN 194] Vgl. exemplarisch Kahneman und Tversky (1979); Loomes und Sugden (1982) sowie Karmarkar (1978).

Vielmehr zeigt gerade die Tatsache, daß Menschen sowohl Versicherungen abschließen [...] als auch Glücksspiele betreiben [...] daß durchaus beide Einstellungen auch bei derselben Person vorhanden sein können. [...] [FN 2a] Glücksspiele und Versicherungen sind seither ein beliebtes Beispiel in der Literatur, einerseits für die Unangemessenheit [S. 39] des Erwartungswertes als Entscheidungskriterium [FN 1b] und andererseits als Beurteilungsmaßstab für die Möglichkeit, mit einer Theorie reales Verhalten abzubilden. [FN 2b]

[FN 2a] Vgl. Friedman und Savage (1948, S. 297) [...], vgl. dazu Markowitz (1952), sowie Quiggin (1993, S. 46f.). Eine andere Möglichkeit, beide Verhaltensweisen zu erklären. gibt Kwang (1965) an.

[FN 1b] Vgl. Bitz (1981, S. 97f.).

[FN 2b] Vgl. z.B. Kahneman und Tversky (1979), Loomes und Sugden (1982) sowie Karmarkar (1978).

Anmerkungen

Inhaltliche und teilweise wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis (Einen Verweis auf Fischer gibt es erst am Ende des nächsten Abschnitts, bzw. vor dem übernommenen Abschnitt) Auch die detaillierten Literaturverweise werden übernommen. Die Fußnote 158 auf Seite 26 kann hier wohl nicht mehr relevant sein: "158 Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Fischer (2004a), S. 17ff."

Sichter
Bummelchen(Text) WiseWoman

[14.] Mh/Fragment 032 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:32:13 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1-4
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 38-39, Zeilen: 12-13; 1-2
[Glücksspiele] und Versicherungen sind seitdem das Standard-Beispiel in der Literatur für die Unangemessenheit des Erwartungswertes als Entscheidungskriterium [FN 193] einerseits und als Bewertungsmaßstab für die Möglichkeit, mit einer Theorie reales Verhalten abzubilden, [FN 194] andererseits.

[ABBILDUNG, analog zur Quelle]

Abbildung 2.5: Nutzenfunktion nach Friedman und Savage Quelle: In Anlehnung an Friedman und Savage (1948), S. 297.

[FN 193] Vgl. etwa Bitz (1981), S. 97f.

[FN 194] Vgl. exemplarisch Kahneman und Tversky (1979); Loomes und Sugden (1982) sowie Karmarkar (1978).

Glücksspiele und Versicherungen sind seither ein beliebtes Beispiel in der Literatur, einerseits für die Unangemessenheit des Erwartungswertes als Entscheidungskriterium [FN 1] und andererseits als Beurteilungsmaßstab für die Möglichkeit, mit einer Theorie reales Verhalten abzubilden. [FN 2]

[ABBILDUNG]

Abbildung 2: Nutzenfunktion nach Friedman und Savage (1948)

[FN 1] Vgl. Bitz (1981, S. 97f.).

[FN 2] Vgl. z.B. Kahneman und Tversky (1979), Loomes und Sugden (1982) sowie Karmarkar (1978).

Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis (Einen Verweis auf Fischer gibt es erst im nächsten Abschnitt.) Auch die detaillierten Literaturverweise werden übernommen. Die Übernahme beginnt schon auf der Vorseite (siehe Mh/Fragment_031_08)

Sichter
Lukaluka

[15.] Mh/Fragment 032 105 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:32:15 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Senzahl, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 105
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 39, Zeilen: Ab 8
[FN 196] Vgl. Fischer (2004a), S. 39. Ein wesentlicher Punkt bei der Analyse von Risikonutzenfunktionen sind die der Definition zugrunde liegenden Bezugsgrößen. So ist es etwa entscheidend, ob Einkommenschancen oder Gesamtvermögensbestand betrachtet werden; vgl. Scheider (1977), S.664f. Bei der Betrachtung von RNF ist es wesentlich, sich darüber im Klaren zu sein, auf welchen Bezugsgößen man diese eigentlich definiert, welches also die zur beurteilenden Ergebnisse sind.

Wie Schneider (1977, S. 664f) zutreffend anmerkt, ist es entscheidend, ob z.B. Einkommenschancen oder Gesamtvermögensbestand zugrunde gelegt werden [...]

Anmerkungen

Fischer 2004a ist eigentlich Fischer 2003.

Sichter
Bummelchen(Text)

[16.] Mh/Fragment 033 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:07 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Guckar, Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 5-8,103
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 40, Zeilen: Ab 22
Dieses Vorgehen wird von Markowitz (1952b) dahingehend kritisiert, dass der Verlauf der Risikonutzenfunktion von der Vermögenslage (wealth) des jeweiligen Entscheidungsträgers abhängen müsse, da ansonsten unplausible Folgerungen gezogen werden können.[FN 198]

[FN 198] Etwa, dass Individuen mit niedrigerem Einkommen nie an Glücksspielen teilnehmen oder dass Individuen mit hohem Einkommen sich nicht gegen hohe Schäden mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit versichern; vgl. Fischer (2004a), S. 40f. sowie Markowitz(1952b), S 152f.

Markowitz (1952) hingegen kritisiert in seinem Beitrag Friedman und Savage (1948).

Nach seiner Auffassung muß der konkrete Verlauf der Nutzenfunktion von der Vermögenslage des jeweiligen Entscheidungsträger abhängen, da sonst unplausible Forderungen - z.B.: Personen niedrigen Ein-[kommens beteiligen sich nie an Glücksspielen, Personen hohen Einkommens versichern sich nicht gegen hohe Schäden, die mit geringer Wahrscheinlichkeit eintreten - resultieren.]

Anmerkungen

Bauernopfer, dass Literaturreferenzen übernimmt und per Fußnote das eigentliche Original nennt. Hindemith: es ist sehr wahrscheinlich, dass dies von Fischer 2004 uebernommen ist, allerdings finde ich das Fragment -- fuer sich allein betrachtet -- gerade noch akzeptabel --> verdaechtig

Sichter
Bummelchen(Text)

[17.] Mh/Fragment 034 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:08 Kybot
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Lukaluka, Frangge, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 3-15
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 42, Zeilen: 3-9, 102-109
Tversky und Wakker (1995) kritisieren sowohl den Ansatz von Friedman und Savage

(1948) als auch den Ansatz von Markowitz (1952b), da beide nicht in der Lage seien, reales Verhalten abzubilden. Dieses folge, empirisch beobachtbar, einem viergeteilten Muster. Dieses Muster inkludiert Risikofreude für unwahrscheinliche Gewinne und sehr wahrscheinliche Verluste sowie Risikoaversion für sehr wahrscheinliche Gewinne und unwahrscheinliche Verluste. [FN 202] Nach ihrer Auffassung kann dieses 'four-fold Pattern' mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsgewichten abgebildet werden. [FN 203]

Der Ansatz von Markowitz (1959) definiert nicht nur eine Nutzenfunktion für einen Entscheider, sondern für jedes Ausgangsniveau eine andere Nutzenfunktion. In seiner mehrperiodischen Theorie konstruiert er Nutzenfunktionen, in die jeweils der Wert des Portfolios am Periodenende sowie der Konsum der aktuellen Periode als Unbekannte eingehen. [FN 204] Als wesentliche Parameter für den konkreten Verlauf der Nutzenfunktion gehen der Wert des Portfolios zu Periodenbeginn und der Konsum der Vorperioden ein. [FN 205]

[FN 202] Vgl. Tversky und Wakker (1995), S. 1256.

[FN 203] Vgl. etwa Fischer (2004a), S. 42 sowie Abschnitt 2.3.3.2 zur Prospect Theorie.

[FN 204] Vgl. Markowitz (1959), insbesondere S. 274ff. sowie die Ausführungen bei Fischer (2004a), S. 42.

[FN 205] Vgl. Markowitz (1959), S. 275. Ähnlich bei Machina (1982).

[Zeile 102 (FN 2)]

Tversky und Wakker (1995) hingegen kritisieren den Ansatz von Friedman und Savage (1948) sowie den Ansatz von Markowitz (1952). Ihrer Ansicht nach ist der von diesen Autoren vorgeschlagene Verlauf der Nutzenfunktionen nicht zutreffend, da empirisch ein sog. "four-fold pattern", also ein viergeteiltes Verhaltensmuster, bestehend aus Risikofreude für unwahrscheinliche Gewinne und sehr wahrscheinliche Verluste sowie Risikoscheu für sehr wahrscheinliche Gewinne und unwahrscheinliche Verluste, beobachtet werde, das auf einem großen Bereich auftrete, aber auf diese Weise nicht erfaßt werden könne [...] Ihrer Auffassung nach muß das viergeteilte Verhaltensmuster durch die Einführung von Wahrscheinlichkeitsgewichten abgebildet werden, vgl. auch Abschnitt 3.2.3 zur Prospect Theorie.

[Zeile 3]

Auch im Ansatz von Markowitz (1959) resultiert für jedes Ausgangsniveau eine andere Nutzenfunktion. Er konstruiert in seiner mehrperiodigen Theorie [FN 3] Nutzenfunktionen, in die der Wert des jeweiligen Portfolios am Periodenende sowie der Konsum der aktuellen Periode als Unbekannte eingehen. Somit spielt dann das aktuelle Vermögensniveau - also der Wert des Portfolios zu Beginn der Periode - eine Rolle, da es die beiden genannten Größen und somit den konkreten Verlauf der Nutzenfunktion (parametrisch) beeinflußt. Der Verlauf der Nutzenfunktion hängt zudem von dem bereits erfolgten Konsum der Vorperioden ab. [FN 4] [FN 5]

[FN 3] Vgl. Markowitz (1959, insbes. S. 274ff).

[FN 4] Vgl. Markowitz (1959, S. 275.).

[FN 5] Auch Machina (1982) entwickelt aus entsprechenden Überlegungen unter Einbeziehung des Anfangs Vermögens seine Theorie.

Anmerkungen

Der Text wird aus Fischer übernommen und z.T. umgeschrieben. Alle Quellenverweise werden mitübernommen. Es gibt zwei Verweise auf Fischer (beide mit vgl. eingeleitet), der Leser muss aber annehmen, dass Fischer nur eine unter vielen Quellen ist, mit denen sich Mh auseinandergesetzt hat. In Wirklichkeit ist Fischer 2004 aber die Quelle für den gesamten Abschnitt. Fragment geht mit Mh/Fragment_034_16 direkt weiter.

Sichter
Lukaluka

[18.] Mh/Fragment 034 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:11 Kybot
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Guckar, Sotho Tal Ker, Graf Isolan, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 16-23
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 42, Zeilen: 10-16
Werden Nutzenfunktionen zur Bewertung einzelner Entscheidungen, im Sinne von Vermögensänderungen und nicht für komplette Vermögenspositionen, konstruiert, so ergeben sich für jeden Entscheidungsträger unterschiedliche Nutzenfunktionen abhängig vom jeweiligen Anfangsvermögen [FN 206]. Sowohl die Bewertung des Nutzens von Zahlungen als auch die Einschätzung des Risikos hängt damit stets von der Höhe und der Zusammensetzung des Gesamtbudgets ab [FN 207]. Dadurch entsteht in Abhängigkeit des Vermögensniveaus in der Ausgangssituation eine Schar von Nutzenfunktionen, die so genannten Shifting Utility Functions. [FN 208]

[FN 206] Vgl. Fischer (2004a), S. 42

[FN 207] Kritisch dazu etwa Fishburn (1988), S. 33. Jedoch liefern etwa die empirischen Ergebnisse von Mosteller und Nogee (1951) Anhaltspunkte dafür, dass bereits kleine Unterschiede in der Vermögensausstattung einen Einfluss auf die Bewertung ausüben können.

[FN 208] Vgl. zu einer empirischen Analyse etwa die Arbeit von Binswanger (1981).

Sollen mit einer Nutzenfunktion nur die Ergebnisse einzelner Entscheidungen, als Vermögenszuwächse oder -verluste, bewertet werden, nicht aber komplette Vermögenspositionen, so müssen für einen Entscheidungsträger verschiedene Nutzenfunktionen abhängig von seinem Anfangsvermögen angegeben werden, da sowohl die Einschätzung des Nutzens der Zahlungen als auch die Einschätzungen des Risikos stets von der Höhe und Zusammensetzung des Gesamtbudgets abhängen.[FN 6] Somit gelangt man dann zwangsläufig zu einer Schar von Nutzenfunktionen ("shifting utility functions"), die sich in Abhängigkeit vom Vermögenslevel der Ausgangssituation unterscheiden. [FN 7,8]

[FN 6] Anders allerdings Fishburn (1988, S. 33). [...] Jedoch liefern Experimente, wie z.B. diejenigen von Mosteller und Nogee (1951) durchaus Anhaltspunkte dafür, daß auch kleine Unterschiede in der Vermögensausstattung einen Einfluß auf die Bewertung ausüben können.

[FN 7] Für eine empirische Bestätigung [...] vgl. z.B. Binswanger (1981).

[FN 8] [...]

Anmerkungen

Es besteht eine frappierende Nähe zwischen Dissertation und Quelle im Fließtext, die Fußnoten stimmen im Wesentlichen überein. Es gibt einen Quellenverweis, aber die Übernahme geht auch nach dem Quellenverweis noch weiter. Die Übernahme beginnt schon vorher: Mh/Fragment_034_03

Sichter
Hindemith

[19.] Mh/Fragment 067 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:12 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Senzahl, Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 18-25
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 114, Zeilen: 17-24
Bei der Klasse der additiven Modelle, die auch nicht-additive Wahrscheinlichkeiten aufweisen können, werden (auf bestimmte Lotterien beschränkte) Varianten des Unabhängigkeitsaxioms unterstellt. Daher gilt hier die isolierte Alternativenbewertung sowie die Additivität über die Zustände. In den Wahrscheinlichkeiten findet eine Transformation statt oder diese werden a priori als nicht-additiv unterstellt. Je nach Art der Transformation der Wahrscheinlichkeiten führt diese zu separablen oder nicht-separablen Ansätzen in den Komponenten, die in den Zuständen additiv sind. Die additiven Modelle weisen in der Regel eine axiomatische Fundierung auf.[FN 403]

[Fn 403] Vgl. zu additiven Modellen etwa die Untersuchungen von Kahneman und Tversky (1979); Quiggin (1982) sowie Yaari (1987).

1. Additive Modelle, die jedoch nicht-additive Wahrscheinlichkeiten aufweisen können, werden von Kahnemann und Tversky (1979), Quiggin (1982), Yaari (1987) und anderen untersucht. In diesen Modellen werden (auf bestimmte Lotterien eingeschränkte) Varianten des Unabhängigkeitsaxioms unterstellt. Die isolierte Alternativenbewertung und Additivität (über Zustände) bleiben erhalten; die Wahrscheinlichkeiten werden transformiert (oder a priori als nicht-additiv unterstellt). Je nach der Form der Wahrscheinlichkeitstransformation resultieren in den Komponenten additive, separable oder nicht-separable Ansätze, die nur über die Zustände additiv sind. In der Regel werden Axiomensysteme angegeben, aus denen die Theorien herzuleiten sind.
Anmerkungen
  • Beginn einer – bis auf triviale Ersetzungen und Umstellungen – identischen Übersicht zu in vier Klassen eingeteilten alternativen Modellen (Fortsetzung folgt hier: Mh/Fragment_070_01) * Die Literaturverweise werden vom Fließtext in Fußnoten ausgelagert. Die Verweise sind allerdings identisch, obwohl oft angedeutet wird es gäbe viel Literatur zum Thema: "Vgl. [...] etwa" bzw. "und anderen untersucht." * inhaltlich zu fast 100% identisch (einziger Unterschied: Fischer hat zusätzlich in den Komponenten additive Ansätze). Durch Synonymersetzungen und triviale Umstellungen können die Abschnitte auf Wortebene ineinander überführt werden.
Sichter
Hindemith


[21.] Mh/Fragment 070 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:16 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Senzahl, Lukaluka, Guckar, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 1-16
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 115, Zeilen: 1-16
Auch das Erwartungsquotienten-Modell bzw. Weighted Utility Model ist axiomatisch fundiert.[FN 412] Dabei wird das Unabhängigkeitsaxiom abgeschwächt bzw. durch die so genannte Betweenness-Eigenschaft ersetzt. Die Eigenschaften der Additivität über die Zustände sowie der isolierten Alternativen bleiben erhalten.[FN 413]

Die Klasse der Theorien von Machina (1982) und Allais (1952/1979) basiert im Wesentlichen auf in den Wahrscheinlichkeiten nicht-linearen Nutzenfunktionalen, wobei das Unabhängigkeitsaxiom vollständig aufgegeben wird. Es wird keine axiomatische Fundierung dieser Theorien zugrunde gelegt, vielmehr werden bestimmte Anforderungen an das Nutzenfunktional definiert.[FN 414] Die Auswertung der Alternativen erfolgt weiterhin isoliert, die Additivität über die Zustände bleibt jedoch nur zum Teil erhalten.

Die Modelle der Klasse der Regret Theory werden auch als nicht-transitive Modelle bezeichnet.[FN 415] Diese geben neben der isolierten Alternativenbewertung auch die Forderung nach Transitivität auf. Fishburn (1981) gibt eine Axiomatik für diese Modelle an. Die Erfassung der Präferenzen erfolgt in der Regel mittels eines bilinearen, vergleichenden Präferenzfunktionals in allgemeiner, repräsentierbarer Form. Die Eigenschaften der Additivität über die Zustände sowie die Separabilität bleiben erhalten.

[FN 412:] Vgl. Chew (1983) sowie Fishburn (1983).

[FN 413:] Es werden auch Modelle diskutiert, die eine weitere Abschwächung der Betweenness-Eigenschaft analysieren, wie etwa der Quadratische Nutzen von Chew, Epstein und Segal (1991). In diesen Modellen sind jedoch die oben genannten Eigenschaften nicht mehr gültig; vgl. Fischer (2004a), S. 115.

[FN 414:] So etwa die Frechetsche Differenzierbarkeit; vgl. zu dieser Eigenschaft Heuser (2004), S. 331.

[FN 415:] Vgl. zu diesen Theorien insbesondere die Arbeiten von Fishburn (1981); Fishburn (1982); Bell (1982) sowie Loomes und Sugden (1982).

2. Das "Erwartungsquotienten-Modell" bzw. "Weighted Utility Model", wie es z.B. von Chew (1983) oder Fishburn (1983) untersucht wird, baut auf Axiomen auf. Dabei wird das Unabhängigkeitsaxiom aber durch eine schwächere Eigenschaft, die "Betweenness"-Eigenschaft, ersetzt. Auch bleiben die Eigenschaften der Additivität über die Zustände und der isolierten Alternativenauswertung erhalten.[FN 1]

3. Die Theorien von Machina (1982) und Allais (1952) basieren auf - in den Wahrscheinlichkeiten - nicht-linearen Nutzenfunktionalen. Das Unabhängigkeitsaxiom wird hier vollständig aufgegeben. Die jeweilige Theorie wird nicht aus einer Axiomatik hergeleitet, sondern es werden bestimmte Forderungen an das Nutzenfunktional - wie z.B. Frechet-Differenzierbarkeit[FN 2] - gestellt. Die Alternativen werden isoliert ausgewertet, die Additivität über die Zustände bleibt nur z.T. erhalten.

4. Nichttransitive Modelle werden z.B. von Fishburn (1981,1982), der für diese auch eine Axiomatik angibt, von Bell (1982) sowie Loomes und Sugden (1982) vorgeschlagen. In diesen "Regret-Theorien" wird mit der isolierten Alternativenbewertung auch die Forderung der Transitivität aufgegeben. Die Präferenzen werden in der Regel durch ein bilineares, vergleichendes Präferenzfunktional in allgemeiner, repräsentierbarer Form erfaßt; dabei bleiben die Additivität über die Zustände sowie die Separabilität erhalten.

[FN 1:] Weitere Abschwächungen der Betweenness-Eigenschaft führen zu Modellen, die auch diese Eigenschaft nicht mehr erfüllen, wie z.B. der sog. Quadratische Nutzen von Chew et al. (1991).

[FN 2:] Vgl. Heuser (1983, S. 331).

Anmerkungen

Fortsetzung der in Mh/Fragment_067_18 begonnenen Übersicht mit vier Klassen alternativer Modelle. Durch triviale Operationen (Synonymersetzungen, Umstellungen, Literaturverweise in Anmerkung statt Fließtext) lassen sich die Texte identisch aufeinander abbilden. Auch alle Quellenverweise stammen aus Fischer 2004. Der Verweis auf die Quelle Fischer 2004 in FN 413 ist vollkommen inadäquat: * Die Quelle wird am Ende der mehrzeiligen FN 413 genannt und bezieht sich auf den Text der Fußnote * Der Quellenverweis wird trotz voller inhaltlicher und teilweise wörtlicher Übernahme mit "vgl." eingeleitet * In der FN 413 wird noch eine andere Quelle genannt (die allerdings auch aus Fischer 2004 stammt). * Der größte Teil der Übernahme findet sich nach der FN 413 (deshalb auch Einstufung als "Verschleierung" und nicht als "Bauernopfer").

Sichter
Hindemith

[22.] Mh/Fragment 072 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:33:28 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 17-22
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 222, Zeilen: 1-6
Die Regret Theory ähnelt der Disappointment Theory, da auch hier der psychologische Faktor der Enttäuschung eine wesentliche Rolle spielt. [FN 423] Während jedoch in der Disappointment Theory ein Vergleich mit den alternativen Ergebnissen derselben Alternative, d.h. den Ergebnissen, die bei anderen Zuständen eingetreten wären, erfolgt, wird in der Regret Theory bei der Bewertung von Alternativen ein Ergebnis mit den Ergebnissen anderer Handlungen im selben Zustand verglichen. [FN 424]

[FN 423] Vgl. zur Regret Theory die Arbeiten von Bell (1982); Loomes und Sugden (1982) sowie Fishburn (1984).

[FN 424] Vgl. Fischer (2004a), S. 222 sowie ausführlich zur Regret Theory auf S. 197ff.

Die sog. Disappointment-Theorien [FN 1] ähneln der Regret-Theorie, weil auch hier der psychologische Faktor der Enttäuschung eine wesentliche Rolle spielt. Während aber in der Regret-Theorie ein Er­gebnis mit den Ergebnissen anderer Aktionen im selben Zustand verglichen wird, erfolgt in der Disappointment-Theorie ein Vergleich mit den alternativen Ergebnissen derselben Aktion, d.h. den Er­gebnissen, die in anderen Zuständen eingetreten wären. Die isolierte Auswertung einzelner Alternativen bleibt somit erhalten.

[FN 1] Vgl. Bell (1985), Loomes und Sugden (1986) sowie Gul (1991).

Anmerkungen
  • Geht weiter im Fragment_72_22, jedoch von eine andere Quelle
Sichter
Hindemith (V)

[23.] Mh/Fragment 074 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:24 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 13-23
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 127, Zeilen:
[...][FN 436]

• Der Sicherheitseffekt (Certainty Effect) besagt, dass bei einem Alternativenvergleich Zustände, in denen bei zwei Alternativen die gleiche Zahlung erreicht wird, oft nicht irrelevant für die Bewertung dieser Alternativen ist ('Common Consequence Effect'). Dabei präferieren etwa Entscheider analog zum Allais Paradoxon Preise, die mit Sicherheit gewonnen werden, gegenüber dem gleichen Preis, der mit einer Wahrscheinlichkeit p < 1 gewonnen wird. Folglich ist eine geeignete Transformation der Wahrscheinlichkeiten notwendig.

• Der Reflexionseffekt tritt auf, wenn Alternativen verglichen werden, bei denen Gewinne und Verluste in gleicher Höhe anfallen. Hierbei kehren sich die Präferenzen jeweils um, so dass Entscheider risikoavers in Bezug auf Gewinne und risikofreudig hinsichtlich Verlusten agieren.

[FN 436] Vgl. Sorger (2000), S. 121 sowie Fischer (2004a), S. 127f. Tversky und Kahneman (1981) behandeln den Sicherheitseffekt und den Isolationseffekt im Kontext des Framing.

Der "Certainty" Effekt (Sicherheitsseffekt) äußert sich in den bereits in Abschnitt 2.5.3 beschriebenen Beobachtungen (AUais-Paradox): Bei einem Alternativen vergleich sind Zustände, in denen bei zwei Alternativen die gleiche Zahlung erreicht wird, oftmals nicht irrele­vant für die Bewertung dieser beiden Alternativen ("Common Consequence" Effekt); denn wenn die­se identische Zahlung für beide Alternativen gesenkt wird, so hat dies wesentlich stärkeren Einfluß auf eine Alternative, die vorher "sicher" war, als auf eine schon zuvor risikobehaftete Alternative. So kann sich die Präferenz von Entscheidungsträgem bei entsprechenden Änderungen umkehren, was im Widerspruch zum Unabhängigkeitsaxiom steht.[Fn 1] Daher ist es erforderlich, die Wahrschein­lichkeiten geeignet zu transformieren,[...]

Der Reflektionseffekt zeigt sich, wenn Alternativen verglichen werden, bei denen Gewinne und Ver­luste in gleicher Höhe [...] anfallen. Es stellt sich heraus, daß die Präferenz sich jeweils umkehrt: Die meisten Individuen präferieren bei den Gewinnen die zweite, bei den Ver­lusten hingegen die erste Alternative.

Anmerkungen

Der Autor übernimmt in umgeformter und verkürzter Darstellung die Beschreibung der Begriffe "Sicherheitseffekt" und "Reflexionseffekt".

Sichter

[24.] Mh/Fragment 079 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:30 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Guckar, Hindemith, 83.50.74.52
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 11 (vorletzte Zeile)
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 135, Zeilen: 9
Aus den empirischen Beobachtungen zur Erklärung der Paradoxien folgen charakteristische Eigenschaften der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion, die als Annahmen zugrunde gelegt werden:[FN 459]

[

  • Monotonie: \pi(\cdot) ist eine monoton wachsende Funktion in p, d.h. \pi(p_1)\geq\pi(p_2) für p_1\geq p_2
  • Subsicherheit (Subcertainty): <formel>
  • Subproportionalität: <formel>
  • Übergewichtung (Overweighting): Kleine Wahrscheinlichkeiten werden überproportional gewichtet, d.h. \pi(p) > p für 'kleine' Werte von p > O. [FN 460]
  • Subadditivität: <formel> und für „kleine" Werte von p.
  • Sprungstellen in den Endpunkten 0 und 1 mit \pi(O) = 0 und \pi(1) = 1.

]

[FN 459] Vgl Kahnemann und Tversky (1979); Currim und Sarin (1989); Fischer (2004a), S.135ff. sowie Eisenführ und Weber (2003), S. 378.

[N 460] In der Literatur existiert keine einheitliche Definition für 'klein'. Fischer (2004a), S. 137 gibt als geeignete Schranken p = 0, 05 oder p = 0 , 1 an.

Charakteristische Eigenschaften der Funktion \pi(\cdot), die aus den empirischen Beobachtungen folgen und daher als Annahmen zugrunde gelegt werden sind zunächst:[FN 3]


  1. Monotonie, d.h. \pi(.) ist eine monoton wachsende Funktion mit \pi(0) = 0 und \pi(1) = 1
  2. Subsicherheit (Subcertainty), d.h. <formel>[...]
  3. Subproportionalität: <formel>[...]
  4. Übergewichtung (Overweighting), d.h. die überproportionale Gewichtung kleiner Unterschiede[...]
  5. Subadditivität, d.h. <formel> und für „kleine" p.


[FN 3] Vgl. Kahnemann und Tversky (1979) sowie Currim und Sarin (1989).

Anmerkungen
  • mit <formel> wurden Formeln in den Frags übersprungen. Diese lassen sich nicht ordentlich setzen. Beim prüfen bitte die identischen Formeln beachten * Fischer wird in FN 460 genannt. Hindemith --> auf verdächtig gesetzt, da es sich hier um eine Definition handelt, und der rest eher kurz und banal ist.
Sichter

[25.] Mh/Fragment 080 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:22:32 Kybot
Fischer 2004, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, 83.50.74.52, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 01
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 135, Zeilen: 9
[Aus den empirischen Beobachtungen zur Erklärung der Paradoxien folgen charakteristische Eigenschaften der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion, die als Annahmen zugrunde gelegt werden:[FN 459]

]

  • Monotonie: \pi(-) ist eine monoton wachsende Funktion in p, d.h. <formel>
  • Subsicherheit (Subcertainty): <formel>
  • Subproportionalität: <formel>
  • Übergewichtung (Overweighting): Kleine Wahrscheinlichkeiten werden überproportional gewichtet, d.h. \pi(p) > p für 'kleine' Werte von p > O. [FN 460]
  • Subadditivität: <formel> und für „kleine" Werte von p.
  • Sprungstellen in den Endpunkten 0 und 1 mit \pi(O) = 0 und \pi(1) = 1.


[FN 459] Vgl Kahnemann und Tversky (1979); Currim und Sarin (1989); Fischer (2004a), S.135ff. sowie Eisenführ und Weber (2003), S. 378.

[N 460] In der Literatur existiert keine einheitliche Definition für 'klein'. Fischer (2004a), S. 137 gibt als geeignete Schranken p = 0, 05 oder p = 0 , 1 an.

Charakteristische Eigenschaften der Funktion \pi(.), die aus den empirischen Beobachtungen folgen und daher als Annahmen zugrunde gelegt werden sind zunächst:[FN 3]


  1. Monotonie, d.h. \pi(.) ist eine monoton wachsende Funktion mit \pi(0) = 0 und \pi(1) = 1
  2. Subsicherheit (Subcertainty), d.h. <formel>[...]
  3. Subproportionalität: <formel>[...]
  4. Übergewichtung (Overweighting), d.h. die überproportionale Gewichtung kleiner Unterschiede[...]
  5. Subadditivität, d.h. <formel> und für „kleine" p.

[FN 3] Vgl. Kahnemann und Tversky (1979) sowie Currim und Sarin (1989).

Anmerkungen
  • Fortsetzung von S. 79 * mit <formel> wurden Formeln in den Frags übersprungen. Diese lassen sich nicht ordentlich setzen. Beim prüfen bitte die identischen Formeln beachten * Fischer wird in FN 460 genannt. Hindemith: auf verdächtig gesetzt, da es sich hier um eine Definition handelt, und der rest eher kurz und banal ist.
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