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Quelle:Mh/Schmidt 2003

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Jutta Schmidt
Titel    Anlageentscheidungen am Aktienmarkt. Eine experimentelle Analyse der Informations- und Entscheidungsprozesse individueller Anleger
Ort    Frankfurt/M. [u.a.]
Verlag    Peter Lang
Jahr    2003
Umfang    XXVI, 320 S.
Reihe    Europäische Hochschulschriften. Reihe 5, Volks- und Betriebswirtschaft ; 3070
Anmerkung    Zugl.: Bamberg, Univ., Diss., 2003
ISBN    3-631-52156-1

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    46


Fragmente der Quelle:
[1.] Mh/Dublette/Fragment 156 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-20 10:51:01 Guckar
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, 213.102.94.209
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 1-22
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 101,102, Zeilen:
• Der 'Competency Effect' liefert auch eine Erklärung für den Home Bias: Anleger fühlen sich bei inländischen Aktien kompetenter als bei ausländischen Aktien.[FN 356]

• Eine Person mit hohem Wissensstand wird sich auch subjektiv kompetent fühlen und sich entsprechend im Rahmen einer Entscheidung verhalten.[FN 357]

Bei der Kontrollüberzeugung (Locus of Control, LoC), die auf die Arbeiten von White (1959) und Rotter (1966) zurückgeht, kann unterschieden werden in interne und externe Kontrollüberzeugung.358 Dabei bezeichnet die interne Kontrollüberzeugung das Ausmaß, „in dem eine Person Ereignisse als Konsequenzen ihres eigenen Verhaltens erlebt."359 Un-ter externer Kontrollüberzeugung wird hingegen „das Ausmaß, in dem sie das Geschehen auf Schicksals- oder Zufallsumstände zurückführt, auf die sie keinen Einfluß hat" [FN 360] verstanden. Die wichtigsten empirischen Ergebnisse zum Einfluss der Kontrollüberzeugung auf den Informationsprozess sind im Folgenden zusammengefasst:[FN 361]


• Internale gehen in allen Phasen des Informationsprozesses zielgerichteter vor. Sie lassen sich weniger von externen Einflüssen ablenken und stressauslösende Faktoren, z. B. Termindruck, werden als weniger belastend empfunden und eher auf kognitiver Ebene verarbeitet.[FN 362]


• Die Delegationsbereitschaft von Internalen ist niedriger als die von Externalen. [FN 363]

• Internale sammeln eine größere Menge an Informationen und verlassen sich mehr auf Informationen, die sie selbst generiert haben. Externale greifen eher auf externe Informationsquellen zurück.[FN 364]

• Die Kontrollillusion kann zu einer künstlichen Erhöhung der subjektiven Sicherheit führen, da neue Informationen ignoriert oder uminterpretiert werden. [FN 365]


[FN 356] Vgl. etwa die Studien von Kilka und Weber (2000) sowie Kilka (1998).

[FN 357] Vgl. Oehler (1995), S. 94.

[FN 358] Zum Konzept der Kontrollüberzeugung vgl. etwa Mielke (1982); Mielke (1996); Kozielecki (1981), S. 300ff.; Strickland (1977); Strickland, Lewicki und Katz (1966); Krampen (1982); Krohne und Kohlmann (1990), S. 532ff.; Bungard und Schultz-Gambard (1990); Burger (1992); Osnabrügge, Stahlberger und Frey (1985); Niketta (1982); Lefcourt (1976); Lefcourt (1981); Lefcourt (1983) sowie Lefcourt (1984). Zu möglichen Ursachen vgl. etwa Schneewind (1982), S. 219ff. sowie Schneewind (1989), S. 83f. Zu einer weiteren möglichen Differenzierung vgl. Thompson (1981), S. 90f.

[FN 359] Mielke (1996), S. 185.

[FN 360] Mielke (1996), S. 185.

[FN 361] In der Literatur haben sich die Bezeichnungen 'Internale' bzw. 'Externale' für Personen, bei denen die interne bzw. externe Kontrollüberzeugung überwiegt, eingebürgert.

[FN 362] Vgl. Amlenag und Bartussek (2001), S. 512ff. sowie Mielke(1996), S. 193f.

[FN 363] Vgl. Oehler (1995), S. 98 und S. 163f. 364 Vgl. Fisher (1996) sowie Kozielecki (1981), S. 303. 365 Vgl. Hosseini (1997), S. 186.

S. 101

Betrachtet man auch hier den Zusammenhang zwischen der subjektiven Kompetenz und dem Informationsprozeß, so konnte gezeigt werden, daß Personen mit niedriger subjektiver Kompetenz eine geringere Anzahl an Zielbildungs- und Zielfindungsphasen innerhalb des Entscheidungsprozesses aufweisen. Der Informationsprozeß tendiert zu eher oberflächlichen Analysen, bei denen weniger Informationen aufgenommen werden. [FN 2]


Liegt eine geringe subjektive Kompetenz (i.S. der oben getroffenen Definition) vor, so existieren entsprechende Phänomene an Aktienmärkten. So fühlen sich Anleger bei inländischen Aktien kompetenter als bei ausländischen [FN 3] oder bevorzugen generell Alternativen, bei denen sie sich für kompetenter halten.[FN 4]


Der Wissenstand eines Entscheiders ist im gesamten Informationsprozeß von großer Bedeutung, da sowohl vorhandene Informationen als auch Erfahrungen diesen begleiten. Hinzuweisen ist noch auf den Zusammenhang zwischen Wissensstand und subjektiver Kompetenz: Ein Individuum, das einen hohen Wissensstand bezüglich einer Problemstellung hat, wird sich hier auch subjektiv kompetent fühlen und sich dementsprechend im Rahmen einer Entscheidung verhalten.

b) Kontrollüberzeugung

Das Konstrukt der Kontrollüberzeugung geht auf die Forschungen von ROTTER zurück.[FN 6] Es wird zwischen den beiden Extremfällen interne und externe

[FN 2] Vgl. DÖRNER/REH/STÄUDEL (1983), S. 592ff.; DÖRNER/REITHER/STÄUDEL (1983), S. 75f.; und die ausführliche Studie von STÄUDEL (1987); HEATH/TVERSKY weisen in ihrer Studie 1990 nach, daß es einen sogenannten „competence effect" gibt, d.h. daß Indi-viduen sich in Risikosituationen eher für die Alternative entscheiden, bei der sie sich sub-jektiv kompetent fühlen. Eine ähnliche experimentelle Studie führen KEPPE/WEBER (1993) durch.

[FN 3] Vgl. die Studie von KILKA/WEBER (1999) und KILKA (1998).

[FN 4] Vgl. die Studien von HEATH/TVERSKY (1990) und KEPPE/WEBER (1995).

[FN 5] Vgl. OEHLER (1995), S. 94.

[FN 6] Vgl. ROTTER (1966). Andere Autoren entwickeln die sog. self-serving-bias-Hypothese, nach denen Individuen systematisch Erfolge eher auf interne Verursachungsbedingungen, Mißerfolge dagegen auf externe Ursachen zurückführen. Diese Hypothese gilt v.a. für Per-[sonen mit hohem Selbstwertgefühl, während Personen mit niedrigem Selbstwertgefühl ten-denziell ein umgekehrtes Muster aufweisen. Die Kontrollüberzeugung ist danach eher ein Prinzip, das dem Konstrukt des Selbstwertgefühls folgt. Vgl. dazu KRAH£ (1984) und MILLER/ROSS (1975).]

S. 102


Kontrollüberzeugung unterschieden, wobei eine interne Kontrollüberzeugung das Ausmaß bezeichnet, „in dem eine Person Ereignisse als Konsequenzen ihres eigenen Verhaltens erlebt", während eine externe Kontrollüberzeugung „das Ausmaß, in dem sie das Geschehen auf Schicksals- oder Zufallsum-stände zurückführt, auf die sie keinen Einfluß hat" bezeichnet.[FN 1] Eine Differenzierung kann folgendermaßen durchgeführt werden:

{

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 155. Weiterhin wird massiv Text aus den nachfolgenden Kapiteln modifiziert und verkürzt mit Quellenangaben übernommen.

Sichter

[2.] Mh/Dublette/Fragment 160 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-20 10:50:34 Guckar
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
94.222.43.10, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 1-22
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 106,107,108, Zeilen:
Auch eventuell auftretender Zeitdruck kann die Komplexität einer Entscheidung erhöhen, da dieser Zeitdruck Stress verursachen kann. [FN 386] Mögliche Strategien zur Bewältigung dieser Art von Komplexität sind die Reduktion der Zeiteinheiten pro Einzelinformation, die Durchführung einer Filterung im Sinne der Konzentration auf wenige Informationen sowie die verstärkte Verwendung von Eliminationsregeln anstelle kompensatorischer Entscheidungsregeln.[FN 387] Empirische Untersuchungen zeigen, dass erhöhter Zeitdruck zu verschiedenen Effekten führen kann: [FN 388]

• Es erfolgt eine verringerte Informationsaufhahme und Informationsverarbeitung.

• Negativ behaftete Informationen werden tendenziell höher gewichtet.

• Objektiv wichtige Informationen werden negiert oder verleugnet.

• Bereits getroffene Entscheidungen werden damit bestätigt.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Existenz von Zeitdruck auch für viele am Kapitalmarkt getroffene Entscheidungen annehmen lässt, insbesondere beispielsweise in umsatzstarken Phasen am Aktienmarkt.[FN 389] Die zweite Klasse situativer Faktoren beschreibt insbesondere die Präsentation ei-ner Entscheidung. Darunter werden im Allgemeinen das Framing, die Reihenfolge sowie die Darstellungsform der Entscheidungssituation bzw. der Entscheidungsalternativen subsummiert. Der Framing-Effekt bezeichnet dabei allgemein die Beobachtung, dass entweder der äußere Rahmen oder die Darstellung der Entscheidungsaufgabe an sich das Verhalten des Entscheiders beeinflussen.[FN 390] Empirisch lassen sich die die folgenden Aussagen zum Framing bestätigen:[FN 391]

• Der Framing-Effekt verstärkt sich mit steigender Informationsmenge.[FN 392]

[FN 386] Vgl. Svenson und Edland (1989), S. 234f.

[FN 387] Vgl. Pieters und Warlop (1999), S. 4ff.; Ben Zur und Breznitz (1981); Miller (1960) sowie Payne, Bettman und Johnson (1988); Wright (1974) sowie Betsch, Fiedler und Brinkmann (1998), S. 864f.

[FN 388] Vgl. Zakay (1993), S. 60 sowie die dort zitierte Literatur.

[FN 389] Vgl. Oehler (1995), S. 46.

[FN 390] Vgl. dazu sowie zu feineren Unterscheidungen von Ausprägungen hinsichtlich des Framing-Effekts die Meta-Analyse von Kühberger (1998) sowie die dort zitierte Literatur.

[FN 391] Kritisch anzumerken bleibt dabei die fehlende theoretische Pundierung des Framing-Effekts sowie die Frage, inwiefern Veränderungen des Kontextes selbst den Framing-Effekt verändern; vgl. zu dieser Kritik auch Unser (1999), S. 246f. und die dort angegebene Literatur. So kann der Framing-Effekt etwa verschwinden, falls eine Aufgabe nicht (mehr) unter Zeitdruck gelöst werden muss; vgl. Svenson und Benson (1993).

[FN 392] Vgl. Ganzach und Schul (1995), S. 32.

S. 106

Werden Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen, so kommt ein weiterer Faktor dazu, der die Komplexität erhöhen kann. Entscheidungen unter Zeit-druck verursachen beim Entscheider selbst Streß. Auf diesen reagieren Per-sonen unterschiedlich. So ist es möglich, die Zeit, die pro Einzelinformation verwendet wird, zu reduzieren. [FN 3] Eine andere Möglichkeit ist es, sich auf weniger Informationen zu konzentrieren, also eine Art Filterung durchzuführen. [FN 4] Auch die unterschiedliche Nutzung von Entscheidungsregeln gehört in diesen Kontext, da Eliminationsregeln bei solchen Entscheidungen unter Zeitdruck eher verwendet werden als kompensatorische. [FN 5] In jedem Falle spielt der Zeit-

[FN 3] Vgl. BEN ZUR/BREZNITZ (1981), MILLER (1960); PAYNE/BETTMAN/JOHNSON (1988).

[FN 4] Vgl. BEN ZUR/BREZNITZ (1981); WRIGHT (1974); MILLER (1960); BETSCH/FIEDLER/BRINKMANN (1998), S. 864f.

[FN 5] Vgl. die Studien von BEN ZUR/BREZNITZ (1981); MILLER (1960); JOHN-SON/PAYNE/BETTMAN (1993) und zu allen drei genannten Möglichkeiten PIE-TERS/WARLOP (1999), S. 4ff.

S. 107

aspekt aber eine entscheidende Rolle im Rahmen der Lösung eines Entschei-dungsproblems, [FN 1] der zu folgenden Effekten führen kann: [FN 2]

• eine verringerte Informationsaufnahme und -Verarbeitung, • eine Höhergewichtung von negativ behafteten Informationen, • das Negieren oder Leugnen von wichtigen Informationen, • das Bestätigen einer bereits getroffenen Entscheidung.

Auch der Zeitdruck läßt sich für viele der am Aktienmarkt getroffenen Entscheidungen, v.a. in umsatzstarken Phasen, annehmen. [FN 3]

3.5.3.2 Präsentation einer Entscheidung

Die Präsentation einer Entscheidungsaufgabe kann als separate Determinante des Entscheidungsprozesses aufgefaßt werden, indem man alle diejenigen Einflußfaktoren berücksichtigt, die entweder als äußerer Rahmen der Entscheidungssituation oder als Darstellung der Entscheidungsaufgabe an sich das Verhalten des Entscheiders beeinflussen (Framing-Effekt). KÜHBERGER führt eine Meta-Analyse zum Framing-Effekt durch und unterscheidet in seiner Definition dabei zwischen folgenden Ausprägungen: [FN 4]

• Framing Manipulation: Einfluß durch explizites Benennen einer Entschei-dungsaufgabe als Gewinn- und Verlustsituation (äquivalent zur obenge-nannten Definition).

[...]

S. 108

Der Einfluß des Framing-Effektes im Rahmen von Informationsverarbeitungs-prozessen ist ebenfalls empirisch überprüft. Da durch die entsprechende For-mulierung eines Entscheidungsproblems die Aufmerksamkeit des Entschei-ders entsprechend gelenkt werden kann, werden die entsprechenden Informa-tionen stärker gewichtet; der Framingeffekt verstärkt sich somit mit steigender Informationsmenge. [1]


[FN 1] Vgl. GANZACH/SCHUL (1995), S. 32.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 159. Ganze Passagen mit Quellenangaben modifiziert übernommen.

Sichter

[3.] Mh/Fragment 093 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:21 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman, Hindemith, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 2-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 14; 15, Zeilen: 9-30;1-3, 14-19
Die Effizienzmarkthypothese (efficient market hypothesis, EMH) gilt als ein Schwerpunkt der kapitalmarkttheoretischen Forschung. [FN 21] Dabei wird in der Literatur zwischen der Informationseffizienz und der Bewertungseffizienz unterschieden. Die Informationseffizienz stellt einen Zusammenhang zwischen aktuellen und zukünftigen Preisen her. Bei Vorliegen von Informationseffizienz ist es somit nicht möglich, Überrenditen auf Basis verfügbarer Informationen zu erzielen, da die Preise unverzüglich auf neue Informationen reagie- ren. Bei Existenz von Bewertungseffizienz gibt es einen festen Zusammenhang zwischen Kursen und zukünftigen Auszahlungen, so dass die Kurse mit den Fundamentalwerten übereinstimmen. [FN 22]

Für den Bereich der Aktienmärkte hat sich die Definition nach Fama durchgesetzt, bei der ein Finanzmarkt dann als informationseffizient gilt, wenn die Preise der Wertpapiere alle verfügbaren Informationen jederzeit vollständig widerspiegeln. Betrachtet man die zugrunde liegende Informationsmenge als Variable, so kann eine Unterteilung vorgenommen werden in einen [FN 23]

• schwach informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche Informationen über vergangene Kursentwicklungen,

• halbstreng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche zur Verfügung stehenden öffentlichen und aktuellen Informationen,

• streng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche, auch die öffentlich nicht verfügbaren, Informationen.

Die Informationsmenge nimmt somit mit jeder genannten Form zu. Insbesondere in einem streng informationseffizienten Kapitalmarkt kann ein Anleger durch die Auswertung von Informationen keine Überrenditen erzielen.

Die Ursprünge der Effizienzmarkthypothese liegen in der Random-Walk-Hypothese. Diese besagt, dass Aktienkurse zufällig um ihren inneren Wert schwanken.

[FN 21] Vgl. Bienert (2001), S. 24 sowie zu den weiteren Ausführungen insbesondere Schmidt (2003), S. 12ff.

[FN 22] Vgl. Tobin (1984).

[FN 23] Vgl. Fama (1965b); Fama (1965a), S. 35ff. sowie Fama (1970), S. 383ff. Später erweitert Fama selbst diese Begriffe in 'tests of return predictability', bei der zusätzlich zu den Ausführungen auch die Vorhersagbarkeit von Wertpapierrenditen durch Variablen wie Dividendenzahlung und Zinssätze, Tests von Finanzmarktmodellen und weitere Effekte in die Reflexion mit einbezogen werden, 'event studies' und 'test for private Information'; vgl. Fama (1991), S. 1577ff.

[S. 14]

Die Effizienzmarkthypothese gilt als ein Schwerpunkt kapitalmarkttheoreti- scher Forschung. [FN 2a] Dabei ist zunächst eine Differenzierung zwischen den Begriffen der Informationseffizienz und der Bewertungseffizienz notwendig, wie sie von TOBIN vorgenommen wird. [FN 3a] Die Informationseffizienz stellt dabei einen Zusammenhang zwischen gegenwärtigen und zukünftigen Preisen her. Bei Existenz dieser Effizienzform gelingt es nicht, Überrenditen auf der Basis verfügbarer Informationen herzustellen, da die Preise auf neue Informationen unverzüglich reagieren. Bei Vorliegen von Bewertungseffizienz dagegen gibt es einen festen Zusammenhang zwischen den Kursen und den zukünftigen Ausschüttungen; die Kurse stimmen somit mit den Fundamentalwerten überein.

Im Bereich des Aktienmarktes hat sich die Definition von FAMA (1965, 1970) [FN 4a] durchgesetzt, wonach ein Finanzmarkt dann als informationseffizient gilt, wenn die Wertpapierpreise alle verfügbaren Informationen jederzeit vollständig reflektieren. Als Variable fungiert die Informationsmenge, nach der eine Dreiteilung vorgenommen werden kann in einen

• schwach informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. sämtliche Informationen über vergangene Kursentwicklungen sind in den aktuellen Marktpreisen reflektiert,

• halbstreng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. sämtliche zur Verfügung stehenden öffentlichen und aktuellen Informationen sind in den Marktpreisen berücksichtigt,

[S. 15]

• streng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. alle vorhandenen - auch die öffentlich nicht verfügbaren - Informationen sind bereits in den Marktpreisen integriert.

1991 erweitert FAMA selbst die Begriffe in [FN 1b]

• „tests of return predictability": zusätzlich zu dem vergangenen Geschehen werden auch die Vorhersagbarkeit von Wertpapierrenditen durch Variablen wie Dividendenzahlungen und Zinssätze, Tests von Finanzmarktmodellen und weitere Effekte, wie z.B. den size-effect oder Saisonalitäten in die Re- flexion mit einbezogen,

• „event studies": hier ändert FAMA lediglich den Begriff der halbstrengen Informationseffizienz,

• „test for private information": auch hier wird lediglich der Terminus ausgetauscht, um einen deskriptiven Begriff einsetzen zu können.

Die Menge an in dem aktuellen Marktpreis berücksichtigten Informationen steigt also von der erstgenannten zur letztgenannten Form der Informationseffizienz an. In einem streng informationseffizienten Kapitalmarkt hat es somit für den einzelnen Anleger keinen Sinn, Informationsauswertungen zum Zwecke der Wertpapieranalyse zu betreiben, da diese stets bereits im Marktpreis enthalten sind.

Ursprung der Effizienzhypothese ist die Random-Walk-Hypothese. Diese be- sagt, daß die Aktienkurse zufälllig um ihren inneren Wert schwanken. [FN 2b]


[FN 2a] Vgl. BIENERT (1996), S. 24.

[FN 3a] Vgl. TOBIN (1984).

[FN 4a] FAMA (1965), S. 35ff.; FAMA (1970), S. 383ff.

[FN 1b] Vgl. FAMA (1991), S. 1577ff.

[FN 2b] Vgl. SCHMIDT (1976), S. 229f.; KASPERZAK (1997), S. 31ff.; SCHACHTER et al. (1986), S. 242ff.; PERRIDON/STEINER (2002), S. 221ff.

Anmerkungen
  • [FN 21] weist auf die korrekte Quelle hin (eingeleitet mit "vgl."), aber dieser Text ist sehr stark an Schmidt angelehnt, und das Ausmaß der Übernahme wird nicht klar (Übernahme geht auf Seite 94 weiter) * Schreibfehler "zufälllig" im Original korrigiert bei Mh. * Quellenverweise wurden mitübernommen * Der mittlere Abschnitt auf S. 15 wird als "cut & slide" zur Fußnote degradiert.
Sichter
Hindemith

[4.] Mh/Fragment 094 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:23 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman, Hindemith, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 1-8, 11-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 15;16, Zeilen: 21-32;1-25
[Der Preis der] Aktie j zum zukünftigen Zeitpunkt t + 1 ergibt sich somit aus dem aktuellen Preis P_{t,j} und einer Zufallsvariablen \epsilon_{t,j} gemäß P_{t+i,j} = P_{t,j} + \epsilon_{t,j}. Betrachtet man anstelle der Kurse die Renditen r_{j,t} für Aktien j	= l, \ldots, n und Zeitpunkte t = 1, 2, \ldots, so lässt sich ein Random-Walk als Gleichung beschreiben, bei der die unbedingte Dichte und die bedingte Dichte auch unter Berücksichtigung der Informationsstruktur \eta_t zum Zeitpunkt t übereinstimmen: f (r_{1,t+1}, \ldots, r_{n,t+1}) = f(r_{1,t+1}, \ldots, r_{n,t+1} | \eta_t) , [FN 24]

Schwächt man die relativ strengen Prämissen der Random-Walk-Hypothese ab, so ergibt sich das so genannte Fair-Game-Modell. [...][FN 25] Dieses Modell lässt sich aufsplitten in das Martingal-Modell, bei dem die erwartete Rendite bei gegebener Informationsstruktur Null ist, eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals somit nicht möglich ist, und das Submartingal-Modell, das eine positive Entwicklung der Erwartungswerte zulässt. [FN 26]

Aufbauend auf der Erkenntnis, dass bei diesen Modellen die Informationsstruktur \eta_t eine zentrale Rolle spielt, entwickelte Fama seine oben skizzierte Effizienzmarkthypothese. Die wesentlichen Prämissen dieses Modells bestehen in einem transaktionskostenlosen Markt, homogenen Erwartungen der rational handelnden Anleger sowie die kostenlose und jederzeitige Verfügbarkeit der entsprechenden Informationen. [FN 27]

Betrachtet man die Effizienzmarkthypothese aus gesamtwirtschaftlichem Blickwinkel, definiert man für den Kapitalmarkt in der Regel eine Hierarchie von Effizienzbegriffen. Auf der untersten Ebene steht dabei die operative Effizienz, die die Grundanforderungen an einen friktionslosen Markt beinhaltet (Transparenz, Liquidität, schnelle Abwicklung sowie geringe bzw. keine Transaktionskosten). Die operative Effizienz stellt die Voraussetzung für die Informationseffizienz dar, die wiederum Bedingung für die Bewertungseffizienz ist. Die darauf aufbauende Allokationseffizienz, d.h. die optimale Verteilung von Kapital auf dem Markt, kann wiederum nur existieren, wenn Bewertungseffizienz gegeben ist. [FN 28]

[FN 24] Vgl. Perridon und Steiner (2002), S. 221 ff.; Schmidt (1976), S. 229f.; Kasperzak (1997), S. 31ff sowie Schachter, Hood, Andreassen und Gerin (1986), S. 242ff.

[FN 25] Vgl. Kasperzak (1997), S. 32ff. sowie Schmidt (1976), S. 251ff.

[FN 26] Vgl. Sapusek (2000), S. 27ff.

[FN 27] Vgl. Fama und Miller (1972), S. 335 sowie West (1975), S. 30.

[FN 28] Vgl. Bienert (2001), S. 18ff. und die dort angegebene Literatur sowie Dow und Gorton (1995); Granger und Morgenstern (1970), S. 36-39; Grossmann (1995). Eine alternative Aufteilung des Informationsbegriffes findet sich etwa bei Tobin (1984) sowie Bain (1992); vgl. dazu den Überblick bei Sun (1994), S. 103ff.

[S. 15]

Der zukünftige Preis einer Aktie j ergibt sich somit aus dem aktuellen Kurs P_{t,j} und einer Zufallsvariable E_{T J} (P_{t+i j} = P_{t j} + E_{T j})- Formal läßt sich ein Random-Walk beschreiben als eine Gleichung, bei der zwischen der bedingten Wahrscheinlichkeitsverteilung der Renditen und der unbedingten Renditeverteilung auch unter Berücksichtigung einer Informationsstruktur t] kein Unterschied besteht:

Eine Abschwächung der strengen Prämissen des Modells des Random Walk führt zum sogenannten Fair-Game-Modell. [FN 3a] Dieses ist allgemeiner gehalten und in Erwartungswerten formuliert, d.h. die erwartete Rendite eines Wertpapiers ist bei wiederum gegebener Informationsstruktur t] identisch mit der am Periodenende tatsächlich erzielten Rendite:

[S. 16]

Unterteilen läßt sich dieses Modell in das Martingal-Modell, bei dem die erwartete Rendite bei gegebener Informationsstruktur Null ist, eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals somit ausgeschlossen ist, und das Submartingal-Modell, welches eine positive Entwicklung der Erwartungswerte zuläßt. [FN 1b]

Bei allen genannten Modellen spielt die Informationsstruktur eine entschei- dende Rolle. Dies wird wiederum von FAMA in seiner Hypothese aufgegriffen und daraus die bereits genannte Informationseffizienzhypothese in ihrer Dreiteilung entwickelt. Voraussetzung ist dabei ein transaktionskostenloser Markt, der homogene Erwartungen der rationalen Anleger beinhaltet. [FN 2b] Eine weitere Prämisse betrifft die Informationen, die allen Teilnehmern kostenlos und jederzeit zur Verfügung stehen.

Versucht man nun, den gesamtwirtschaftlichen Aspekt in die Effizienzhypothese mit einzubringen, so bedeutet dies, nicht nur den einzelnen Anleger, der sich auf dem Kapitalmarkt bewegt, sondern die Vielzahl der Anleger, die zusammen mit den Intermediären und Wertpapieranbietern den Kapitalmarkt bilden, zu berücksichtigen. Innerhalb dieses Aspekts ist die Informationseffizienz eingebettet in eine Hierarchie von Effizienzbegriffen. [FN 3b] Auf deren unter- sten Ebene steht die operative Effizienz. Diese beinhaltet alle Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um einen friktionslosen Markt zu ermöglichen (durch Transparenz, Liquidität, schnelle Abwicklung und geringe Trans- aktionskosten). Eine operative Effizienz ist somit Voraussetzung für die Informationseffizienz im oben erläuterten Sinne. Die ebenfalls bereits definierte Bewertungseffizienz setzt die Informationseffizienz wiederum voraus. Die Allokationseffizienz, die optimale Verteilung von Kapital auf dem Markt, kann nur existieren, wenn Bewertungseffizienz gegeben ist.

[FN 3a] Vgl. KASPERZAK (1997), S. 32ff.

Anmerkungen

Die Formeln bei Schmidt sind augenscheinlich fehlerhaft gesetzt. Ein Quellenverweis fehlt (man beachte aber FN 21 auf der Vorseite: "Vgl. Bienert (2001), S. 24 sowie zu den weiteren Ausführungen insbesondere Schmidt (2003), S. 12ff."). Literaturverweise wurden mitübernommen.

Sichter
Hindemith

[5.] Mh/Fragment 095 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:25 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 1-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 17-18, Zeilen: 1-18; 1-25
Zur empirischen Überprüfung, ob informationseffiziente Märkte überhaupt existieren, wurden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Auf die Details dieser Analysen soll hier nicht eingegangen werden, sondern es sollen lediglich die Ergebnisse kurz dargestellt werden. In der Literatur herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass das Vorliegen strenger Markteffizienz nicht als gegeben betrachtet werden kann, da bei der Veröffentlichung wichtiger Informationen regelmäßig signifikante Kursveränderungen zu beobachten sind. [FN 29] Empirische Tests der schwachen Informationseffizienz zeigen, dass die serielle Korrelation von Kursen allenfalls kurzfristig besteht, so dass ein systematisches, gewinnbringendes Ausnutzen von Informationen aufgrund bestehender Transaktionskosten nicht möglich ist. Auch die Random-Walk-Hypothese wird empirisch überwiegend abgelehnt. [FN 30] Ergebnisse empirischer Tests der halbstrengen Informationseffizienz sind tendenziell „mit Vorsicht zu behandeln" [FN 31], da dabei eine Reihe methodischer Probleme auftauchen können. Dazu gehören insbesondere die Modellierung angemessener Renditen und das Problem verbundener Hypothesen, [FN 32] die Annahme, dass alle Marktteilnehmer nach dem gleichen Be-wertungsmodell handeln [FN 33] sowie das Problem der Messung der Auswirkungen singulärer Informationen [FN 34]. Tendenziell kommen diese Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass halb-strenge Effizienz gegeben ist. [FN 35] Einen bedeutenden Ansatz in diesem Kontext stellt das so genannte Samuel'sche Dictum dar, das besagt, dass für einzelne Wertpapiere eine Effizienz existiere, dies jedoch für den Gesamtmarkt nicht notwendigerweise so sei (Mikroeffizienz versus Makroeffizienz). [FN 36]

Lockert man die Prämisse der Transaktionskostenfreiheit und behält gleichzeitig die Annahme rationalen Verhaltens der Marktteilnehmer bei, so führt dies zum so genannten Informationsparadoxon. Dieses besagt, dass in einem effizienten Markt bei Vorliegen von Transaktionskosten kein Marktteilnehmer einen Anreiz besitzt, Informationsauswertung zu betreiben, woraus sich ein Widerspruch zur Annahme der Reflexion sämtlicher Informationen im Marktpreis ergibt. [FN 37]


[FN 29] Vgl. etwa Schredelseker (1984), S. 44; Jaffe (1974), S. 427; Laffont und Maskin (1990), S. 71 sowie Fama (1991), S. 1577ff.


[FN 30] Vgl. Loistl (1990), S. 67ff.; Fama (1970), S. 383ff. Für den deutschen Aktienmarkt lehnt Apostopoulos (1986), S. 257 die schwache Form der Informationseffizienz ab. Vgl. dazu auch den Überblick bei Uhlir (1984), S. 320.

[FN 31] Schmidt (2003), S. 16.

[FN 32] Vgl. Neumann und Klein (1982), S. 175ff.; Fama (1976); Krämer (2001) sowie Jensen (1978), S. 96.

[FN 33] Vgl. Apostopoulos (1986), S. 148ff. und S. 242ff.; May (1991), S. 314ff.; Beaver (1981), S. 26ff. sowie Schmidt (1982), S. 729.


[FN 34] Vgl. Brandi (1977), S. 23 sowie Schmidt und May (1993), S. 62.


[FN 35] Vgl. Unser (1999), S. 116 sowie die dort zitierte Literatur. 36 Vgl. Samuelson (1998) sowie Jung und Shiller (2002). 37 Vgl. etwa Grossmann und Stiglitz (1980), S. 393ff.; Hellwig (1982), S. lff.; Hellwig (1980), S. 477ff.; Admati (1991), S. 350ff. sowie Hirth, Neus und Schmid (1996), S. 135.


[FN 36] Vgl. Samuelson (1998) sowie Jung und Shiller (2002).


[Fn 37] Vgl. etwa Grossmann und Stiglitz (1980), S. 393ff.; Hellwig (1982), S. lff.; Hellwig (1980), S. 477ff.; Admati (1991), S. 350ff. sowie Hirth, Neus und Schmid (1996), S. 135.

[S. 17]

Für empirische oder experimentelle Untersuchungen im Bereich der Wertpapieranalyse ist die entscheidende Frage, ob ein informationseffizienter Kapitalmarkt auch in praxi vorliegt. Empirische Überprüfungen der Kapitalmarkteffizienz versuchen, die einzelnen Ausprägungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Dabei herrscht weitgehend Einigkeit darüber, daß ein streng informationseffizienter Kapitalmarkt nicht vorliegt, da es bei wichtigen Ereignissen oder Informationen regelmäßig zu signifikanten Kursveränderungen kommt. [FN 2] Tests der schwachen Informationseffizienz kommen zu dem Schluß, daß eine serielle Korrelation der Kurse allenfalls nur kurzfristig besteht und ein gewinnbringendes Ausnutzen aufgrund bestehender Transaktionskosten nicht möglich ist. Ebenso ist die Random-Walk-Hypothese aufgrund empirischer Erfahrungen abzulehnen. [FN 3] Am schwierigsten ist die Überprüfung der halbstrengen Informationseffizienz. Bei einem derartigen Test muß nämlich zunächst ein Modell zur Ermittlung einer angemessenen Rendite erstellt werden. Damit ergibt sich automatisch das Problem verbundener Hypothesen, denn ein Ablehnen der Hypothese der halbstrengen Informationseffizienz muß nicht zwingend zu einem Verwerfen


[Fn 2] Vgl. SCHREDELSEKER (1984), S. 44; JAFFE (1974), S. 427; LAFFONT/MASKIN (1990); S. 71; FAMA (1991), S. 1577ff.

[Fn 3] Vgl. LOISTL (1990), S. 67ff.; FAMA (1970), S. 383ff.; APOSTOLOPOULOS (1986), lehnt in seiner Untersuchung die schwache Form der Informationseffizienz für den deutschen Aktienmarkt ab, S. 257 ; s.a. den Oberblick in UHLIR (1984), S. 320.


[S. 18]

dieser Informationseffizienzform führen, da es sich auch um ein Problem der Ermittlung falscher angemessener Renditen handeln kann. [FN 1] Außerdem scheint die Annahme, daß alle Marktteilnehmer nach demselben Bewertungsmodell handeln würden, wenn es denn ein solches gäbe, nicht realitätsgemäß zu sein. Entsprechende Testergebnisse sind daher mit Vorsicht zu behandeln. [FN 2] Ein weiteres Problem, das sich bei den Tests ergibt, ist die Tatsache, daß bei einer Verarbeitung aller verfügbaren Informationen durch den Markt eine singuläre Betrachtung einzelner Informationen auf die Preise schwerfällt. [FN 3] Die meisten Überprüfungen der These halbstrenger Informationseffizienz basieren aber gerade auf dieser Annahme und testen die Auswirkungen einer bestimmten Information auf den Aktienkurs. Dies erscheint aber aus ökonomischer und auch aus empirischer Sicht als unbefriedigend. Untersuchungen unter Einbezug überlappender Ereignisse können Interdependenzen zwischen den einzelnen Informationen berücksichtigen und daher eher Aufschluß über die Informationsverarbeitung geben. [FN 4]

Ein in diesem Zusammenhang bedeutender Ansatz ist das Samuelson's Dictum. Dies besagt, daß für einzelne Wertpapiere eine Effizienz existiere, für den Gesamtmarkt dies jedoch nicht zwangsläufig ebenso sei (Mikroeffizienz versus Makroineffizienz). [FN 5] Lockert man nun die Prämisse der Transaktionskostenfreiheit bei gleichzeitiger Beibehaltung der Annahme perfekter Rationalität der Marktteilnehmer, führt dies zum sogenannten Informationsparadoxon, also der Tatsache, daß bei einem effizienten Markt kein Teilnehmer einen Anreiz hat, Informationsauswertung zu betreiben und dem daraus sich ergebenden Widerspruch zur Annahme der Reflexion sämtlicher Informationen im Marktpreis. [FN 6]

[FN 1] Vgl. NEUMANN/KLEIN (1982), S. 175ff.; FAMA (1976); KRÄMER (1995), Sp. 1142; JENSEN (1978), S. 96.

[FN 2] Vgl. zu Tests der halbstrengen Informationseffizienz APOSTOLOPOULOS (1986), S. 148ff. und 242ff.; MAY (1991), S. 314ff.; BEAVER (1981), S. 26ff„ SCHMIDT (1982), S. 729.

[FN 3] Vgl. BRANDI (1977), S. 23.

[FN 4] Vgl. zu dieser Problematik SCHMIDT/MAY (1993), S. 62.

[FN 5] Vgl. dazu SAMUELSON (1998); JUNG/SHILLER (2002).

[FN 6] Vgl. zur Diskussion über das Informationsparadoxon GROSSMANN/STIGLITZ (1980), S. 393ff.; HELLWIG (1982), S. 1ff.; HELLWIG (1980), S. 477ff.; ADMATI (1991), S. 350ff.; HIRTH/NEUS/SCHMID (1996), S 135.

Anmerkungen

Der Verfasser übernimmt im mehr oder weniger umformulierter Form den Inhalt mitsamt Quellenangaben aus dieser Quelle. Beim "Bauernopfer" (FN 31) wird die falsche Seitenzahl angegeben.

Sichter
WiseWoman

[6.] Mh/Fragment 103 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-10-22 20:05:12 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 1-26
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 32,33, Zeilen: 11-27; 1-26
[Unter dem Begriff des Neoinstitutionalismus werden neuere Ansätze subsummiert, deren zentrale Idee darin besteht, den Tauschakt zwischen verschiedenen Partnern in den Fokus theoretischer Überlegungen zu rücken. Während die neoklassische Theorie im Rahmen] eines Gleichgewichtsmodells davon ausgeht, dass der Markt den Tauschvorgang selbst regelt, [FN 74] wird in den Modellen der neuen Institutionenökonomik versucht, einer tatsächlichen heterogenen Informationsstruktur Rechnung zu tragen, bei der die Annahmen eines vollkommenen und vollständigen Marktes obsolet werden. [FN 75] Institutionen werden dabei als Konstrukte verstanden, die die Funktion erfüllen, zur Überwindung möglicher Folgen einer asymmetrischen Informationsverteilung und der Probleme von Vertragsbeziehungen einen entscheidenden Beitrag zu leisten. [FN 76]

Die meisten Modelle befassen sich mit Gleichgewichtssituationen auf Märkten, es wurde jedoch auch eine Reihe einzelwirtschaftlicher Ansätze entwickelt. [FN 77] Zu den klassischen Ansätzen der neuen Institutionenökonomik gehören insbesondere die nachfolgend aufgeführten:

  • In der Property-Rights-Theory werden anstelle von realen Gütern auf Märkten Rechte gehandelt, z. B. Verfügungs- oder Handlungsrechte. Die dazugehörige Institution ist der Vertrag, in dem die Rechte und Pflichten der Vertragspartner geregelt sind. [FN 78]
  • Der Transaktionskostenansatz analysiert die Auswirkungen von Transaktionskosten. Dabei kann das Einschalten einer Institution negativ im Sinne der Erhöhung von Transaktionskosten sein. Andererseits kann der Einsatz von Institutionen auch zu einer Verringerung der Transaktionskosten führen. [FN 79]
  • Im Rahmen der Informationsökonomie werden die Annahmen der Neoklassik der vollständigen und symmetrischen Informationsverteilung aufgehoben. Bei Vorliegen von unvollständiger Information entsteht eine Unsicherheitssituation, bei der entschieden werden muss, ob und welche Kosten zur Informationsbeschaffung aufgewendet werden sollen. Bei asymmetrischer Information können dem geringer informierten Akteur Kosten zur Reduktion des Informationsvorsprungs eines anderen Akteurs entstehen. [FN 80]


[FN 74] Vgl. Oehler (2000a), S. 979; Oehler (2002), S. 845; Schmidt (2003), S. 28f.; Terberger (1994), S. 21ff. sowie ausführlich mit Beispielen Milgrom und Roberts (1992), S. 57ff.

[FN 75] Vgl. Schmidt und Terberger (1997), S. 386ff.; Erlei et al. (1999), S. 47ff.; Richter und Furubotn (1999), S. 287ff. sowie Schauenberg (1998), S. 25f.

[FN 76] Vgl. Erlei et al. (1999), S. 23ff.; eine Systematisierung von Institutionen hinsichtlich unterschiedlicher Ebenen gibt Erlei (1998), S. 148.

[FN 77] Vgl. etwa den Überblick bei Peters (1995), S. 3f.

[FN 78] Vgl. im Original Coase (1960) und ausführlich bei Schmidt und Terberger (1997), S. 97; Steiner (1998), S. 103f. sowie Terberger (1994), S. 47ff.

[FN 79] Vgl. Coase (1975); Alchian und Demsetz (1972); Williamson (1975); Erlei et al. (1999), S. 70ff.; Erlei (1998), S. 30ff. sowie Richter (1994), S. 5ff.

[FN 80] Vgl. Stiglitz (1987); Schauenberg (1998), S. 34ff.; Schulz (2002) sowie Peters (1995), S. 3f.

Wesentlicher Aspekt der Neuen Institutionenökonomik ist die Idee, den Tauschakt zwischen verschiedenen Partnern und insbesondere deren Kooperation in das Zentrum theoretischer Überlegungen zu rücken. Die neoklassische Theorie geht im Rahmen des Gleichgewichtsmodells davon aus, daß der Markt selbst den Tauschvorgang regelt (unendlich schneller Prozeß) und eine Kooperation der Vertragspartner u.a. wegen homogener Informationsstände nicht stattfinden muß. [FN 4] Berücksichtigt man nun die tatsächlich heterogene

Informationsstruktur - die bewertungsrelevanten Eigenschaften der gehandelten Güter und die ordnungsgemäße Vertragsabwicklung betreffend - der Marktteilnehmer und gleichzeitig auch die Existenz von potentiellen Konflikten, die aus dieser Informationsstruktur aber auch aus den unterschiedlichen Interessen resultieren können, wird die Annahme des vollkommenen und vollständigen Marktes der Neoklassik obsolet. [FN 5] Die Folge ist daher die Notwendigkeit einer Theorie, die Vertragsbeziehungen zwischen den Partnern darstellt. Dabei können Institutionen dazwischengeschaltet werden, deren Schaffung und Nutzung den Einsatz sogenannter Transaktionskosten erfordert. Institutionen sind dabei als Konstrukte zu verstehen, die die Funktion erfüllen, zur Überwindung der Folgen asymmetrischer Informationsverteilung und der Probleme von Vertragsbeziehungen beizutragen. [...]. [FN 1b]

Zu den verschiedenen Ansätzen, die unter dem Begriff der Neuen Institutionenökonomik firmieren, zählen insbesondere die folgenden:

  • die Property-Rights-Theory. [FN 2b] statt tatsächlicher Güter werden nach dieser Theorie auf Märkten verschiedene Rechte gehandelt, z.B. Verfügungs- oder Handlungsrechte, [...] Die dazugehörige Institution ist der Vertrag, in dem Rechte und Pflichten der Vertragspartner geregelt werden. [...]
  • der Transaktionskostenansatz. [FN 3b] die oben genannte Vertragsgestaltung ist nur ein Beispiel für Ursachen von Transaktionskosten. Solche Kosten entstehen generell beim Einschalten einer Institution und wirken prinzipiell negativ. Durch den Einsatz von Institutionen kann die Summe der Transaktionskosten aber auch geringer sein als ohne.
  • die Informationsökonomie: [FN 4b] im Gegensatz zur Neoklassik wird hier die Annahme der vollständigen und symmetrischen Informationsverteilung aufgehoben. Bei unvollständiger Information entsteht für einen Entscheider eine Situation unter Unsicherheit, bei der er überlegen muß, ob und wenn ja, wie viele Kosten zur Informationsbeschaffung er aufwenden will. Bei asymmetrischer Verteilung entstehen ebenfalls Kosten, wenn der geringer informierte Partner solche aufwenden möchte, um den Informationsvorsprung des anderen zu reduzieren.


[FN 4] Vgl. OEHLER (2000b), S. 979; OEHLER (2002a), S. 845; TERBERGER (1994), S. 21ff.; ausführlich mit Beispielen MILGROM/ROBERTS (1992), S. 57ff.

[FN 5] Zum folgenden s. SCHMIDT/TERBERGER (1997), S. 386ff.; ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 47ff; RICHTER/FURUBOTN (1999), S.287ff.; SCHAUENBERG (1998), S. 25f.

[FN 1b] Vgl. ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 23ff.; eine Systematisierung der Institutionen bezüglich verschiedener Ebenen in ERLEI (1998), S. 148.

[FN 2b] Vgl. im Original COASE (1960) und im weiteren bei SCHMIDT/TERBERGER (1997), S.397; STEINER (1998), S. 103f.; TERBERGER (1994), S. 47ff.

[FN 3b] Im Original bei COASE (1975); ALCHIAN/DEMSETZ (1972) und WILLIAMSON (1975); Vgl. auch ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 70ff; ERLEI (1998), S. 30ff.; RICHTER (1994), S: 5ff.

[FN 4b] S. STIGLITZ (1987); Vgl. auch SCHAUENBERG (1998), S. 34ff.; SCHULZ (2002); PETERS (1995), S. 3f.

Anmerkungen
  • Inhalt übernommen und leicht umgebaut, mit kürzeren Auslassungen
  • Fast der gesamte Fußnotenapparat ist aus der Quelle übernommen, wobei FN 77 nicht aus der Quelle stammt, und ein Verweis auf Schmidt 2003 (S 28f) in die FN 74 aufgenommen wurde.
    • In der FN 78, wird in der Dissertation für die Referenz Schmidt und Terberger (1997) die Seite 97 angegeben. Korrekt ist allerdings die Quelle, denn dort ist die Seite 397 angegeben, und auf dieser Seite findet sich bei Schmidt/Terberger eine Beschreibung der Property-Rights-Theorie, auf Seite 97 aber nicht.

Der Verweis auf Schmidt 2003 ist inadäquat:

  • es wird auf S 28f verwiesen, die Übernahme ist aber von den Seiten 32 und 34
  • Der Verweis bezieht sich nur auf einen kleinen Abschnitt am Anfang
  • In der FN 74 finden sich noch 4 weitere Quellenverweise.
Sichter
Guckar

[7.] Mh/Fragment 104 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:42 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Bummelchen, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 1-6
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 34, Zeilen: 1-19
* Die Principal-Agent-Theory beschreibt die unterschiedlichen Interessen und resultierenden Konflikte, die in einer Auftraggeber-Auftragnehmer-Konstellation entstehen können. Dabei herrscht in der Regel eine asymmetrische Informationsverteilung vor, die zu einer Bevorteilung desjenigen Akteurs führt, der über einen Informationsvorsprung verfügt. Klassische Beispiele für Principal-Agent-Beziehungen sind etwa Eigenkapitalgeber-Manager- und Kreditgeber-Manager-Beziehungen. [FN 81]

[FN 81] Vgl. Jensen und Meckling (1976); Fama und Jensen (1983a); Fama und Jensen (1983b); Oehler und Unser (2002), S. 197ff.; Hax (1998), S. 202ff.; Oehler und Voit (1999); Bitz (1988a) sowie Milgrom und Roberts (1992), S. 166ff.

* die Agency-Theory: [FN 1] [...] Die Prinzipal-Agenten-Theorie beschreibt die unterschiedlichen Interessen und resultierende Konflikte, die auf verschiedensten Ebenen entstehen können (Beispiele für klassische Prinzipal-Agenten-Beziehungen sind Eigenkapitalgeber-Manager- oder Kreditgeber-Manager-Beziehungen). Es ensteht regelmäßg eine asymmetrische Informationsverteilung, die zunächst zu einer Bevorteilung desjenigen Partners, der einen Informationsvorsprung (i.d.R. der Agent) besitzt, führt.

[FN 1] Die Prinzipal-Agenten-Theorie geht zurück auf JENSEN/MECKLING (1976) und FAMA/JENSEN (1983a) (1983b); s.a. OEHLER/UNSER (2002), S. 197ff.; HAX (1998), S.202ff.; OEHLER/VOIT (1999); BITZ (1988a); MILGROM/ROBERTS (1992), S. 166ff.

Anmerkungen

Inhaltlich fast identische Übernahme, auch die Formulierungen sind gleich, wenn auch leicht umgestellt. Alle acht Quellenverweise in FN 81 sind genauso in der FN 1 der Quelle zu finden. Ein Quellenverweis auf Schmidt 2003 fehlt. Fortsetzung von Mh/Fragment_103_01.

Sichter
Bummelchen(Text) Lukaluka

[8.] Mh/Fragment 108 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:58 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 5-23
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 34;35, Zeilen: 19-28;1-9
3.1.1.2.3 Marktmikrostrukturtheorie

3.1.1.2.3.1 Überblick

Die Theorie der Marktmikrostruktur befasst sich mit der institutionellen Ausgestaltung von Märkten und deren Auswirkungen auf das Marktergebnis.[FN 105] Dabei fokussiert die Marktmikrostruktur hauptsächlich auf den Finanzplatz als Markt, es stehen somit nahezu ausschließlich Finanzmärkte und insbesondere Börsen im Zentrum der Forschung.[FN 106] Es finden sich einige der Ansätze der neuen Institutionenökonomik in der Marktmikrostrukturtheorie wieder. So existiert an einer Börse ein Handel, der einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage unter unvollkommener und asymmetrischer Informationsverteilung ermöglichen soll. Dabei wird der Markt als Institution gewählt, dessen Charakteristika Folgewirkungen auf das Marktergebnis, insbesondere den Preis der gehandelten Finanztitel, haben.[FN 107] Als wesentliche Gestaltungsparameter des Marktes, die den Preis eines Wertpapiers beeinflussen können, werden in der Marktmikrostrukturtheorie die folgenden Aspekte diskutiert:[FN 108]


• Der Handelsplatz (ein Handelsplatz versus mehrere Handelsplätze gleichzeitig).

• Das Handelsobjekt (Rentenpapiere versus Aktien versus Derivate etc.).

• Die Regularien zur Zulassung zum Wertpapierhandel und zur Erfüllung des Geschäftsabschlusses.

• Die Handelsregeln. Dabei lassen sich folgende weitere Unterteilungskriterien angeben:

[FN 105] Vgl. allgemein zur Marktmikrostrukturtheorie Biais, Glosten und Spatt (2005); Hirth (2005); Easley und O'Hara (2004); Hirth (2000); Cohen, Maier, Schwartz und Whitcomb (1986); Madhavan (1992); O'Hara (1995); Schwartz (1988); Schwartz (1993) sowie Behrens (1997). Eine klassische Beschreibung der Amsterdamer Börse liefert bereits de la Vega (1688), der Insiderhandel, Manipulationen sowie Options- und Futurehandel adressiert. Der Begriff der Marktmikrostruktur wurde erstmals von Garman (1976) geprägt.

[FN 106] Eine Ausnahme bildet die Arbeit von Spulber (1999), der explizit nicht den Finanzmarkt sondern die Unternehmung als Forschungsgegenstand avisiert.

[FN 107] Vgl. Oehler (2000b), S. 351.

[FN 108] Vgl. Oehler (2001), S. 889; Oehler (2000b), S. 352; Schmidt (2003), S. 30f. sowie Heilmann (2002), S. 18ff. und die dort angegebene Literatur.

[S. 34]

1.3.1.2 Marktmikrostrukturtheorie

Die Theorie der Marktmikrostruktur untersucht den Einfluß der Institution Markt auf das Marktergebnis.[FN 3] Dabei findet eine Einschränkung auf den Finanzplatz als Markt statt, so daß Forschungen auf diesem Gebiet sich nahezu ausschließlich auf Finanzmärkte und insbesondere auf Börsen beziehen. [FN 4] Einige der bereits bei der Neuen Institutionenökonomik beschriebenen Ansätze spiegeln sich in der Marktmikrostrukturtheorie wieder: es existiert an einer Börse ein Handel und damit ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage, wobei in der Realität eine unvollkommene und asymmetrische Informationsverteilung vorliegt. Als Folge dieser heterogenen Informationsstände wird der Markt als ln-

[FN 3] Vgl. allgemein zur Marktmikrostrukturtheorie HIRTH (2000), S. 1ff. und die dort angege-bene Literatur; MADHAVAN (2002); COHEN et al. (1986); O'HARA (1995); BEHRENS (1997), S. 103ff.; EASLEY/O'HARA (1995).

[FN 4] Eine Ausnahme bilden die Forschungsarbeiten von SPULBER. Hier wird ausdrücklich nicht der Finanzmarkt sondern die Unternehmung als Forschungsgegenstand beschrieben. S. dazu SPULBER (1999) und die im Vorwort genannte Literatur.


[S. 35]

stitution gewählt, dessen Ausgestaltung mit dessen Folgewirkungen auf das Marktergebnis Gegenstand der Marktmikrostrukturtheorie ist.[FN 1]

Folgende Gestaltungsparameter können den Preis eines Wertpapiers beeinflussen: [FN 2]

• Handelsplatz (nur ein Handelsplatz versus mehrere gleichzeitig)

• Handelsobjekt (Rentenpapiere versus Aktien versus Derivate etc.)

• Regularien zur Zulassung zum Wertpapierhandel und zur Erfüllung des Geschäftsabschlusses)

• Handelsregeln: diese lassen sich wiederum aufteilen in die Gebiete

[FN 1] Vgl. OEHLER (2000c), S. 351.

[FN 2] Vgl. OEHLER (2001), S. 889; OEHLER (2000c), S. 352; HEILMANN (2002), S. 18ff. und die dort angegebene Literatur.

Anmerkungen

Der Autor übernimmt ein ganzes Kapitel in umformulierter Weise inklusive Quellenangaben.

Sichter
WiseWoman

[9.] Mh/Fragment 109 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:07 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 1-25
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 35;36, Zeilen: 5-23; 1-17
[• Die Handelsregeln. Dabei lassen sich folgende weitere Unterteilungskriterien angeben:]

— Die Marktform (Market Maker versus Auktionsprinzip).[FN 109]

- Das Preisfeststellungsverfahren (Einheitskursermittlung versus variable Notierung). [FN 110]

— Die Markttransparenz (Offenes versus geschlossenes Orderbuch).[FN 111]

— Das Handelsverfahren (Präsenzhandel versus Computerhandel).[FN 112] Durch die möglichen Kombinationen der genannten Gestaltungsparameter entstehen unterschiedliche Auswirkungen auf die Preise der gehandelten Wertpapiere. Der Untersuchungsgegenstand der Marktmikrostrukturtheorie ist die Bildung geeigneter Kombinationen zur Generierung einer 'möglichst guten' Form einer Börse. Zur Konkretisierung und Beurteilung der Qualität von Börsen ist es notwendig, entsprechende Kriterien für die Güte eines Wertpapiermarktes zu definieren:[FN 113]

• Effizienz: Ein Wertpapiermarkt wird als informationseffizient angesehen, wenn er alle verfügbaren Informationen widerspiegelt.[FN 114] Allgemein gilt die Effizienz eines Wertpapiermarktes als Kriterium der Qualität. Es gibt jedoch auch Überlegungen, die steigende Transaktionskosten bei steigender Informationseffizienz inkludieren. [FN 115]


• Transparenz: Auf einem Finanzmarkt herrscht dann vollkommene Markttransparenz, wenn alle relevanten Informationen stets ohne Verzögerung zur Verfügung stehen. Transparenz ist damit eine Voraussetzung für die mögliche Informationseffizienz eines Marktes.[FN 116]


• Liquidität: Die maximale Liquidität eines Finanzmarktes bedeutet eine möglichst schnelle Abwicklung der Verkaufs- und Kaufaufträge bei minimalen Auswirkungen auf den Preis des Wertpapiers. Als Kriterien für die Liquidität eines Finanzmarktes gelten die Markttiefe, d.h. die Anzahl der abgewickelten Aufträge, die Marktbreite, d.h. das Ordervolumen, und die so genannte Erneuerungskraft, d.h. die Entwicklung des Transaktionspreises hin zum Gleichgewichtspreis. [FN 117]


[FN 109] Vgl. Oehler, Heilmann und Läger (2001); Theissen (1998), S. 8ff. sowie Kim, Lin und Slovin (1997).

[FN 110] Vgl. Madhavan (1992); Oehler et al. (2001) sowie Garbade und Silber (1979). 111 Vgl. Oehler und Unser (2001) sowie Whitcomb (2002), S. 246.

[FN 112] Vgl. Oehler et al. (2001) sowie Amihud und Mendelson (1988).

[FN 113] Vgl. Theissen (1998), S. 45ff.; Oehler (2001), S. 889 sowie Bortenlänger (1996), S. 42ff.

[FN 114] Vgl. Bienert (2001), S. 13ff. sowie die Ausführungen in Abschnitt 3.1.1.1.2.

[115] Vgl. etwa die Diskussion bei Theissen (1998), S. 80ff.

[116] Vgl. O'Hara (1995), S. 252ff. sowie Bortenlänger (1996), S. 46ff.

[117] Vgl. Bortenlänger (1996), S. 49ff.; Theissen (1998), S. 53f. sowie Bernstein (1987), S. 54.

[S. 35]

• Handelsregeln: diese lassen sich wiederum aufteilen in die Gebiete

> Marktform (Market-maker versus Auktionsprinzip)[FN 3]

> Preisfeststellungsverfahren (Einheitskursermittlung versus variable Notierung) [FN 4]

> Markttransparenz (Orderbuch offen versus geschlossen) [FN 5]

> Handelsverfahren (Präsenzhandel versus Computerhandel) [FN 6]


Es ist offensichtlich, daß die jeweiligen Ausgestaltungsformen insbesondere durch ihre mögliche Kombination unterschiedliche Preiswirkungen haben können. Die Frage, die im Rahmen der Marktmikrostrukturtheorie untersucht wird, ist die Bildung einer geeigneten Kombination, um zu einem Ergebnis hinsichtlich einer effizienten Börsenform zu gelangen. Dazu werden zunächst Kriterien benötigt, anhand derer die Qualität eines Wertpapiermarktes beurteilt werden kann. Als geeignete Kriterien gelten: [FN 7]

[FN 3] Vgl. OEHLER/HEILMANN/LÄGER (2001b); THEISSEN (1998), S. 8ff.; KIM/LIN/SLOVIN (1997).

[FN 4] Vgl. MADHAVAN (1992); OEHLER/HEILMAN N/LÄGER (2001b); GARBADE/SILBER (1979).

[FN 5] Vgl. OEHLER/UNSER (1998); WHITCOMB (1985), S. 246.

[FN 6] Vgl. OEHLER/HEILMANN/LÄGER (2001b); AMIHUD/MENDELSON (1988

[FN 7] Vgl. THEISSEN (1998), S. 45ff.; OEHLER (2001), S.889; BORTENLÄNGER (1996), S. 42ff.

[S. 36]

Effizienz: Ein Wertpapiermarkt gilt dann als informationseffizient, wenn die Preise stets alle verfügbaren Informationen widerspiegeln.[FN 1] Dies ist letztendlich die Voraussetzung der Erfüllung der Allokationseffizienzfunktion durch den Markt. Gemeinhin ist Effizienz ein Kriterium zur Messung der Qualität eines Wertpapiermarktes, es ist jedoch auch eine andere Sichtweise denkbar, die die Überlegung der steigenden Transaktionskosten bei steigender Informationseffizienz mit einbezieht.[FN 2]

Transparenz: Vollkommene Markttransparenz ist dann gegeben, wenn alle relevanten Informationen stets unverzüglich zugänglich sind. Somit ist Transparenz eine Voraussetzung für eine mögliche Informationseffizienz, mit dieser aber keinesfalls gleichzusetzen. [FN 3]

Liquidität: Maximale Liquidität bedeutet eine schnellstmögliche Abwicklung der Kauf- und Verkaufsaufträge bei minimalsten Auswirkungen auf den Preis selbst. Charakteristisch für Liquidität ist die Markttiefe (Anzahl der abgewickelten Aufträge), Marktbreite (Ordervolumen) und die Erneuerungskraft (Entwicklung des Transaktionspreises hin zum Gleichgewichtspreis).[FN 4]

[FN 1] Vgl. BIENERT (1996), S. 13ff.

[FN 2] Vgl. die Diskussion bei THEISSEN (1998), S. 80ff.

[FN 3] Vgl. O'HARA (1995), S. 252ff.; BORTENLÄNGER (1996), S. 46ff.

[FN 4] Vgl. BORTENLÄNGER (1996), S. 49ff.; THEISSEN (1998), S. 53f.; BERNSTEIN (1987), S. 54.

Anmerkungen

Fortsetzung S. 108.

Sichter
WiseWoman

[10.] Mh/Fragment 110 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:09 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 1-10
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 36, Zeilen: 18-28
• Transaktionskosten: Diese entstehen zum einen in Form von Courtagen und Provisionen und zum anderen auch als Informations- und Entscheidungskosten der Investoren.[FN 118]

Die Ziele der Marktmikrostrukturtheorie sind vielfältig. Zum einen sollen die unterschiedlichen Marktformen und Gestaltungsparameter hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Preise analysiert werden und zum anderen sollen aus diesen Überlegungen Erkenntnisse über ein möglichst optimales Handelsdesign abgeleitet werden. Allerdings behandeln die verschiedenen Modelle lediglich einzelne Aspekte der Problemstellung, so dass ein einheitliches Regelwerk zur Bildung einer solchen optimalen Börsenform noch nicht identifiziert werden kann. [FN 119]


[FN 118] Vgl. Theissen (1998), S. 73.


[FN 119] Vgl. Schmidt (2003), S. 32; Hirth (2000), S. Slf. sowie O'Hara (1995), S. 271.

Transaktionskosten: Diese fallen an in Form von Provisionen und Courtagen, aber auch in Form von Informations- und Entscheidungskosten der Anleger selbst. [FN 5]

Die Ziele der Marktmikrostrukturtheorie sind breit gefächert: [FN 6] zum einen sollen verschiedene Marktformen und -Operationen und ihre Wirkungen auf die Marktpreise dargestellt, zum anderen können daraus Hinweise für ein optimales Handelsdesign generiert werden. Verschiedene Modelle untersuchen dazu jeweils Teilaspekte der genannten Gestaltungsparameter, um zu einem Ergebnis hinsichtlich einer effizienten Börsenform zu gelangen. Ein gemeinsames Regelwerk zur Bildung einer solchen effizienten Form liegt allerdings (noch) nicht vor. [FN 7]

[FN 5] Vgl. THEISSEN (1998), S. 73. [FN 6] Vgl. COHEN et al. (1986), S. 195. [FN 7] Vgl. HIRTH (2000), S. 51f.; O'HARA (1995), S. 271.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 109. Beim "Bauernopfer" [FN 119] wird die falsche Seite angegeben.

Sichter
WiseWoman

[11.] Mh/Fragment 120 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:35:17 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, 213.102.94.209
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 3-
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 37,38, Zeilen: ab 1,2-6
3.1.2.1 Einführung und Uberblick Behavioral Finance


Der Forschungsansatz der Behavioral Finance versucht, das Geschehen auf Finanzmärkten unter expliziter Berücksichtigung spezifischer menschlicher Verhaltensweisen, ökonomischer Aspekte sowie Methoden und Erkenntnissen der Soziologie und Psychologie zu erklären. [FN 170] Die Behavioral Finance kann somit allgemein als verhaltenswissenschaftlich fundierte Finanzmarkttheorie bezeichnet werden.[FN 171] Sie bildet jedoch keine in sich geschlossene Theorie, wie sie in der Neoklassik vorzufinden ist, sondern beinhaltet verschiedene verhaltenswissenschaftlich orientierte Ansätze.[FN 172] Dabei erscheint es sinnvoll, die einzelnen Forschungsrichtungen der neueren Finanzierungstheorie, zu der oft auch die Behavioral Finance gezählt wird, nicht isoliert zu betrachten, sondern zu einer ganzheitlichen Sicht des Finanzmarktes zu verknüpfen.[FN 173] Weiterhin scheint sich zunehmend die Ansicht durchzusetzen, dass sich anstelle eines unverbundenen Nebeneinander von Neoklassik und neuerer Finanzierungstheorie, inklusive Behavioral Finance, beide Vor-stellungen komplementär ergänzen können.[FN 174] Dafür spricht auch, dass der ursprünglich als verhaltenswissenschaftlich gedachte Ansatz des Bernoulli-Konzeptes die Basis der Neo-klassik bildet.[FN 175]


[FN 170] Vgl. Roßbach (2001), S. 10.

[FN 171] Vgl. Rapp (1997), S. 82.

[FN 172] Die systematische Verwendung des Begriffs Behavioral Finance als Oberbegriff für verhaltenswissen-schaftliche Analyseansätze findet sich erstmals bei Gilad und Kaish (Hrsg.) (1986), Introduction to Part IV, S. 235.

[FN 173] Vgl. etwa Schmidt (2003), S. 32f. sowie die dort zitierte Literatur.

[FN 174] Vgl. Oehler (2002), S. 867 sowie Oehler (2000a), S. 988.

[FN 175] Vgl. zu dieser Argumentation auch Thaler (1999), S. 16.

1.3.1.3 Behavioral Finance

In den Forschungsansätzen der Behavioral Finance wird die Black Box der Anleger geöffnet und das Entscheidungsverhalten dieser als Marktteilnehmer analysiert.[FN 1] Dazu existieren mittlerweile eine Reihe von experimentellen Untersuchungen, die das Verhalten von Entscheidern am Aktienmarkt beo-bachten, um aus dieser Perspektive zu einem besseren Verständnis am Finanzmarktgeschehen beizutragen.

Die wesentlichsten Unterschiede zwischen neoklassischer Kapitalmarkttheorie und Behavioral Finance lassen sich anhand folgender Kriterien zusammenfassen: [FN 2] [...] Sinnvoll erscheint es, die einzelnen Forschungsrichtungen der neueren Finan-zierungstheorie nicht isoliert zu betrachten, sondern gerade auch aus empiri-scher Sicht die Einzelaspekte zu verknüpfen und damit zu einer ganzheitlichen Sicht des Finanzmarktes zu gelangen.

[FN 1] Vgl. überblicksartig zu dem Themengebiet der Behavioral Finance OEHLER (2002a); BARBERIS/THALER (2002); STATMAN (1999); SHLEIFER (1999).

[FN 2] Vgl. OEHLER (2000b), S. 981; BARBERIS/THALER (2002), S. 3ff.

S. 38

War zunächst die neuere Finanzierungstheorie als singuläre Forschungsrichtung aufzufassen, so setzt sich zunehmend die Ansicht durch, daß statt einem unverbundenen Neben-einander von Neoklassik und neuerer Finanzierungstheorie beide Modellvorstellungen sich komplementär ergänzen können.

Anmerkungen

Der Autor fügt in modifizierter und z.T. zusammenfassender Darstellung Textauszüge zu einer Passage zusammen. Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter

[12.] Mh/Fragment 122 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:27 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: Ab 1
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 31, Zeilen:
{ {
Anmerkungen

Man beachte die Reihenfolge und dem Stil in dem die Marktanomalien erläutert werden und die Quellenangaben.

Sichter

[13.] Mh/Fragment 123 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:29 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 1-
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 30,32, Zeilen:
{ {
Anmerkungen

In inverser Reihenfolge werden die Begriffe der einzelnen Marktanomalien beschrieben. Fortsetzung S. 122.

Sichter

[14.] Mh/Fragment 126 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:31 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Hansgert Ruppert, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 3-4, 5-8, 10-11
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 69, Zeilen: 7, 10,12-20, 101-103
Eine der am häufigsten untersuchten Anomalien ist die Overreaction, die zu starken Kursausschlägen und hohen Volatilitäten des Marktes führt. [...] So kann etwa eine selektive Wahrnehmung und Verankerung die Preisbewegung verstärken, wenn eine steigende Entwicklung als Ankerwert dient und entgegengesetzte Informationen aufgrund selektiver Wahrnehmung nicht genügend beachtet werden.[FN 194] [...] Auch auftretende kognitive Dissonanzen können zum gleichen Effekt führen.[FN 196]

[FN 194] Vgl. Oehler (1992), S. 112; Shiller (1990), S. 6 sowie De Bond (1995), S. 10.

[FN 196] Vgl. Rapp (1997), S. 104.

[FN 1]

[...]

Beispielsweise kann Overreaction,[...], zu starken Kursausschlägen und Volatilitäten führen. Selektive Wahrnehmung und Verankerung können diese Preisbewegungen verstärken, wenn beispielsweise eine steigende Entwicklung als Ankerwert dient und entgegengesetzte Informationen selektiv mißachtet werden. [FN 2] Auftretende kognitive Dissonanzen führen zu dem gleichen Effekt.[FN 3]


[FN 1] Vgl. für einen Überblick ROSSBACH (2001), S. 16ff.

[FN 2] Vgl. OEHLER (1992), S. 112; DE BONDT(1995), S. 10.

[FN 3] Vgl. RAPP (2000), S. 115.

Anmerkungen

Textfragmente aus der Quelle Schmidt (2003) werden samt Quellenverweis übernommen, leicht umgeschrieben und in die Dissertation eingebaut. Ein Quellenverweis fehlt. Die FN 192 auf der Vorseite am Ende des letzten Abschnitts ("Vgl. für einen Überblick Roßbach (2001), S. 16ff. sowie Schmidt (2003), S. 62ff.") lässt den Leser nicht vermuten, dass hier einfach übernommen wurde. (Der erste Teil dieser Fußnote findet sich, wie man hier sehen kann, übrigens auch schon bei Schmidt.)

Sichter
Hindemith HgR Graf Isolan

[15.] Mh/Fragment 127 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:35:31 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 26-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 69, Zeilen:
Die Behavioral Portfolio Theory von Shefrin und Statman (1995) ersetzt die Idee der Portfoliotheorie nach Markowitz, bei der das Portfolio eines Investors als Gesamtheit be-[trachtet wird. [FN 208]

[FN 208] Zuvor hatten Shefrin und Statman (1994) bereits versucht, das CAPM mittels der Existenz von Noise Tradern zur Behavioral Capital Asset Pricing Theory zu erweitern. ]

• Eine andere Theorie - die Behavioral Portfolio Theory - eliminiert den Gedanken der Portfoliotheorie nach Markowitz, nach der das Portfolio ei-[nes Anlegers als Gesamtheit betrachtet wird.[FN 1]

[FN 1] Vgl. SHEFRIN/STATMAN (1995); SHEFRIN (2000) ]

Anmerkungen

Siehe Fragment 128 03.

Sichter

[16.] Mh/Fragment 128 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:41 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, 213.102.94.209
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 1,4-29
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 69,70, Zeilen: Ab 19,Ab 1
[Die Behavioral Portfolio Theory von Shefrin und Statman (1995) ersetzt die Idee der Portfoliotheorie nach Markowitz, bei der das Portfolio eines Investors als Gesamtheit be-]trachtet wird. [FN 208]

[...] [FN 209]

Dazu entwickeln die Autoren ein Pyramidenmodell, in dem die verschiedenen Anlagemöglichkeiten je nach Risiko in unterschiedliche Schichten eingeordnet werden. Interdependenzen zwischen den Schichten finden dabei in den Überlegungen des Anlegers keine Beachtung, so dass das resultierende Gesamtportfolio aus normativer Sicht lediglich suboptimal ist. Die Risikoeinstellung eines Anlegers drückt sich in der Behavioral Portfolio Theory in der unterschiedlichen Aufteilung des Vermögens eines Anlegers in die jeweiligen Schichten aus. Veränderungen in der Vermögensaufteilung repräsentieren Änderungen in den Erwartungen eines Anlegers und beeinflussen direkt die Risikoprämien und damit auch den Preis der gehandelten Wertpapiere.


Das Modell von Barberis, Shleifer und Vishny (1998) berücksichtigt explizit die Heuristiken der Repräsentativität und der selektiven Wahrnehmung zur Erklärung von Overreaction und Underreaction auf einem Finanzmarkt. Dabei wird unterstellt, dass die Unternehmensgewinne einem Random Walk folgen. Die Anleger vermuten jedoch ein spezielles Muster, was in zwei unterschiedlichen Verhaltensweisen mündet. Im ersten Fall vermuten die Anleger eine Streuung der Unternehmensgewinne um einen Mittelwert. Folglich werden Gewinnänderungen als temporäres Phänomen aufgefasst, und es erfolgt keine Reaktion (Underreaction). Erst bei einer erneuten Gewinnänderung in die gleiche Richtung tritt das zweite Verhaltensmuster auf, bei dem diese Gewinnänderung als Signal einer Trendwende interpretiert wird, und es erfolgt eine Uberreaktion des Marktes.

Daniel, Hirshleifer und Subrahmanyam (1997) unterteilen die Marktteilnehmer in zwei Gruppen mit unterschiedlichem Informationsstand. Die nichtinformierten Anleger folgen in ihrem Handeln einem Zufallsprozess während die informierten Anleger Kenntnisse über das Marktgeschehen besitzen. Deren Handeln ist, basierend auf dieser Annahme, bestimmt von Selbstüberschätzung und einer damit einhergehenden selektiven Wahrnehmung, bei der aufgrund eines übersteigerten Zutrauens zu den eigenen Analysen neue öffentliche Informationen untergewichtet werden. Demzufolge findet eine Preisreaktion erst verzögert statt.


[FN 208] Zuvor hatten Shefrin und Statman (1994) bereits versucht, das CAPM mittels der Existenz von Noise Tradern zur Behavioral Capital Asset Pricing Theory zu erweitern.


[FN 209] Vgl. Shefrin und Statman (2000) sowie speziell zu Untersuchungen dieser Annahme Fisher und Statman (1997).

S. 69

Ein Modell, das die Heuristiken „Repräsentativität" und „Selektive Wahrnehmung" explizit zur Erklärung von Overreaction berücksichtigt, stammt von BARBERIS, SHLEIFER UND VISHNY. [FN 5] Annahmegemäß folgen Unternehmensgewinne dabei einem Random Walk. Die Anleger gehen jedoch davon aus, daß Gewinnänderungen eines Unternehmens zum einen um einen Mittelwert streuen und damit zunächst keine entsprechende Reaktion auf eine erste positive Gewinnänderung erfolgen muß. Erst wenn diese Änderung bestätigt wird, pendeln sich die Kurse auf einem fundamental gerechtfertigten Wert ein, was einen erheblichen time-lag mit sich bringt. Zum anderen kann eine Gewinnänderung auch ein Signal für einen neuen Trend sein. In diesem Falle erfolgt eine sofortige Überreaktion des Marktes.

• Eine andere Theorie - die Behavioral Portfolio Theory - eliminiert den Gedanken der Portfoliotheorie nach Markowitz, nach der das Portfolio ei-

[FN 5] Vgl. BARBERIS/SHLEIFER/VISHNY (1996).

S. 70

nes Anlegers als Gesamtheit betrachtet wird. [FN 1] Vielmehr wird ein Pyramidenmodell aufgebaut, in dem die verschiedenen Anlagemöglichkeiten entsprechend dem Kriterium Risiko geordnet werden. Die einzelnen Schichten der Pyramide entsprechen damit auch verschiedenen Zielen (z.B. dient eine Geldanlage in der untersten, am sichersten eingestuften Schicht, dem Schutz der Existenz). Die Risikoeinstellung eines individuellen Anlegers manifestiert sich dann in der unterschiedlichen Aufteilung seines Vermögens in die einzelnen Schichten, wobei Veränderungen in der Anlageaufteilung die veränderten Erwartungen repräsentieren und die Risikoprämien entsprechend verändern.[FN 2]

• Weitere Modelle unterteilen die Anleger in einzelne Gruppen mit unterschiedlichen Informationsständen oder Eigenschaften. DANIEL, HIRSHLEIFER UND SUBRAHMANYAM separieren uninformierte Anleger, deren Entscheidungen einem Random Walk folgen, von informierten Anlegern, die aufgrund ihrer Kenntnisse und Erfahrungen der „selektiven Wahrnehmung" unterliegen und nur ihren eigenen Analysen und Informationen vertrauen. Weitere Fundamentalwerte werden zu spät wahrgenommen, so daß eine angemessene Preisreaktion verzögert wird. [FN 3]

[FN 1] Vgl. SHEFRIN/STATMAN (1995); SHEFRIN (2000).

[FN 2] Vgl. ROSSBACH (2001), S. 19f.

[FN 3] Vgl. DANIEL/HIRSHLEIFER/SUBRAHMANYAM (1997).

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 127. Der Autor übernimmt mehrere zusammenhängende Abschnitte aus 2 aufeinanderfolgenden Seiten der Quelle. In der Quelle wird die Quelle "BARBERIS/SHLEIFER/VISHNY" mit dem Jahr 1996 angegeben, während der Autor sie auf das Jahr 1998 datiert.

Sichter

[17.] Mh/Fragment 129 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:35:37 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Lukaluka, Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 5-6
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 70, Zeilen: 30-31
Die vorgestellten Theorien und Modelle scheinen grundsätzlich geeignet, erste Erklärungsansätze inhaltlicher Natur aus einer umfassenden Sicht zu generieren. Die vorgestellten Modelle sind geeignet, erste Erklärungsansätze aus einer umfassenden Sicht zu generieren [...].
Anmerkungen

In Kombination mit Mh/Fragment_129 _06 hat der Autor einen Absatz aus 2 Quellen kopiert. Die Quelle dieses Satzes wird nicht angegeben. Zur Plagiatskategorisierung siehe Diskussionsseite.

Sichter
Graf Isolan (für Verschleierung)

[18.] Mh/Fragment 130 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:47 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hansgert Ruppert, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 130, Zeilen: 10-12
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 77, Zeilen:
3.2.1 Phasenschemata von Entscheidungsprozessen


In der Literatur findet sich eine Vielzahl von Phasenschemata zur Beschreibung von Entscheidungsprozessen.

[FN 213] In der Literatur wird oft anstelle des Begriffes Entscheidungsprozess der Terminus Pro-blemlösungsprozess verwandt. Unter Entscheidungsprozess wird dabei in der Regel eine Entscheidung zwischen mehreren Alternativen verstanden, der Problemlösungsprozess bezeichnet den Prozess, der auch bei Vorliegen nur einer Lösungsmöglichkeit angestrebt wird. Der Unterschied liegt somit lediglich in der Anzahl der Alternativen, der zugrunde hegende Ablauf kann der Gleiche sein. Daher werden diese Begriffe in dieser Arbeit synonym verwandt; vgl. dazu auch Kirsch (1977), S. 70 sowie Weinberg (1981), S. 11.


[FN 214] Vgl. dazu bereits Gagné (1966), S. 138ff. sowie Brim, Glass, Lavin und Goodman (1962), S. 9, deren Phasenschemata die Grundlage für viele weitere Beschreibungen bilden. Vgl. weiter etwa Soelberg (1967), S. 25; Witte (1968), S. 625ff.; Biasio (1969), S. 44ff.; Simon (1977), S. 39ff.; Hogarth (1980), S. 131; Laux (2005), S. 8ff. sowie den Überblick bei Petersen (1988), S. 374ff.


[FN 215] Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Betrachtung und Modellierung von Individualentschei-dungen. Für eine allgemeine Einführung in kollektive Entscheidungsprozesse vgl. etwa Kirsch (1988), S. 153ff.; zu allgemeinen Aspekten von Gruppenentscheidungen vgl. Shapira (2002); ein axiomati-sches Modell zu Gruppenentscheidungen bei unvollständiger Information geben Kim und Ahn (1999); ein Überblick über Ansätze zur Gruppenentscheidung findet sich bei Steckel, Corfman, Curry, Gupta und Shanteau (1991); experimentelle Untersuchungen dazu bei Schäfer-Pietig (1995); zu Einflüssen kognitiver Strukturen im Kontext von Gruppenentscheidungen vgl. Volkema und Gorman (1998).

3.1 Phasenschemata eines Entscheidungprozesses

In der Literatur werden eine Vielzahl von Phasenschemata zum Entschei-dungsprozeß beschrieben.[FN 1]


[FN 1] Gelegentlich wird statt vom „Entscheidungsprozeß" auch vom „Problemlösungsprozeß" gesprochen. Wie KIRSCH bereits 1970 nachweist, handelt es sich aber inhaltlich um den gleichen Begriff, so daß beide alternativ verwendet werden können. Vgl. KIRSCH (1970a), S. 70ff. Unter Entscheidungsprozeß wird im allgemeinen eine Entscheidung zwischen meh-reren Alternativen verstanden, unter Problemlösungsprozeß der Prozeß, der auch bei Vor-handensein nur einer Lösungsmöglichkeit angestrebt wird. Die beiden Prozesse unter-scheiden sich also nur in der Anzahl der Alternativen, der eigentliche Ablauf kann durchaus der gleiche sein. Vgl. auch WEINBERG (1981), S. 11.


[FN 2] Vgl. in der frühen Literatur GAGNt [sic!] (1966), S. 138 ff. und BRIM et al. (1962), S. 9, deren Phasenschema die Grundlage für viele andere Autoren darstellt; SOELBERG (1967), S. 25; WITTE (1968), S. 625ff.; BIASIO (1969), S. 44ff.; SIMON (1977), S. 39ff.; HOGARTH (1980), S. 131; auch in der neuen Literatur zur Entscheidungsforschung bleibt das Phasenschema nahezu unverändert, s. z.B. LAUX (1998), S. 8ff.; s.a. den Überblick bei PETERSEN (1988), S. 374ff.


[FN 3] Dieser Entscheidungsablauf kann für Gruppen- und Individualentscheidungen gelten; bei Gruppenentscheidungen sind zusätzlich noch weitere spezifische Aspekte zu berücksichti-gen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, da sie nicht primär mit dem Thema der Arbeit verknüpft sind. Eine allgemeine Einführung zu kollektiven Entscheidungsprozes-sen findet sich bei KIRSCH (1988), S. 153ff.; verschiedene Aspekte der Gruppenentschei-dung bei SHAPIRA (1997); ein axiomatisches Modell zur Gruppenentscheidung bei unvoll-ständiger Informationslage bei KIM/AHN (1999); ein Überblick über Modelle der Gruppen-entscheidung bei STECKEL et al. (1991); den Prozeß der Entscheidungsfindung in Grup-pen und deren Einflußfaktoren werden experimentell bei SCHÄFER-PIETIG (1995) untersucht; Einflüsse kognitiver Strukturen bei Gruppenentscheidungen bei VOLKEMA/GORMAN (1998).

Anmerkungen

Die Überschrift, der Einleitungssatz und vor allem die Quellenangaben wurden leicht modifiziert übernommen. Eine idealtypische Verschleierung. Einzeln ist alles abstreitbar. Man sieht jedoch, wenn man das ganze Bild betrachtet, dass hier nicht eigenständig formuliert wurde, sondern aus anderer Quelle umformuliert.

Sichter
HgR Hindemith

[19.] Mh/Fragment 132 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:51 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
178.5.80.20, Bummelchen, 213.102.94.209
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 132, Zeilen: 7-13. 22-26
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 78, Zeilen: ab 15
Insbeson-dere kann jeder Teilschritt des Entscheidungsprozesses wieder als eigenständiger Problemlösungsprozess interpretiert werden, so dass aus diesem Blickwinkel eine starre Ein-teilung in disjunkte Phasen in Frage gestellt werden kann. [FN 223]

Tendenziell kann analog zu der oben aufgeführten Typologisierung von Entscheidungen festgestellt werden, dass Routineentscheidungen sehr viel stärker phasenorientiert ablaufen, wohingegen im Rah-men innovativer Prozesse kaum eine fixe Phaseneinteilung beobachtet werden kann. [FN 224] ....

Der Informationsprozess korrespondiert direkt mit dem Alternativenraum, der alle möglichen Anlagealternativen mit den zugehörigen Informationen und Ergebnisausprägungen enthält.[FN 226] Die personalen und situativen Faktoren beeinflussen die Komponenten des Entscheidungsprozesses auf unterschiedliche Weise. Während die personalen Faktoren auf alle drei Teile des Entscheidungsprozesses Einfluss [nehmen, wirken die situativen Faktoren hauptsächlich auf die Zielsetzung und den Infor-mationsprozess ein, so dass für diese Faktoren lediglich ein indirekter Bezug zur Auswahl über den Informationsprozess zu konstatieren ist. Die Determinanten personaler und situativer Art werden in Abschnitt 3.2.3 behandelt.]


[FN 223] Vgl. Kirsch (1977), S. 74f.; von Winterfeldt (1980), S. 74; Rehkugler und Schindel (1989), S. 221f.; Laux (2005), S. 12f.; Witte (1988), S. 223; Hauschildt und Petersen (1987), S. 1060f. sowie March (1990), S. 285. Eine Änderung der einzelnen Phasen in Abhängigkeit von der Bewertung des Ent-scheidungsträgers, die in der Theorie des 'Value Focused Thinking' mündet, nimmt etwa Keeney (1992), insbesondere S. 49, vor.

[FN 224] Vgl. Hauschildt und Petersen (1987), S. 1060ff.; Witte (1988), S. 223 sowie Petersen (1988), S. 83.

[FN 226] Vgl. dazu Schmidt (2003), S. 71 sowie die Ausführungen in Abschnitt 2.1, insbesondere S. 13 dieser Arbeit.

[eder einzelne Teilschritt kann wiederum als eigener Problemlösungsprozeß aufgefaßt werden, wodurch enge Interdependenzen entstehen, die einer fe-]

sten Aufteilung des Entscheidungsprozesses in einzelne Phasen entgegenstehen. [FN 1] Experimentelle Überprüfungen des Phasen-Schemas kommen zu dem Schluß, daß ein komplexer Entscheidungsprozeß aus mehreren Teilentschlüssen besteht und selbst die Phase der Alternativensuche und -bewertung in allen Bereichen eines Entscheidungsprozesses zu finden ist. [FN 2]

Im Zentrum des gesamten Entscheidungsprozesses steht der Informations-prozeß. Dieser wird im Rahmen dieser Arbeit so wie in Abbildung 2.2 zerlegt definiert und nicht - wie häufig in der Literatur üblich - mit dem Begriff „Informationsverarbeitung" gleichgesetzt. Er korrespondiert direkt mit dem Alternativenraum, in dem alle möglichen Anlagealternativen mit ihren Informationen und Ergebnisausprägungen abgelegt sind.[...]


Die Determinanten personaler und situativer Art beeinflussen unterschiedlich die einzelnen Komponenten des Entscheidungsprozesses: während die personalen Faktoren auf alle drei Kom-ponenten Zugriff nehmen, ist ein solcher Einfluß bei den situativen Faktoren nur für die Zielsetzung und den Informationsprozeß zu konstatieren. Alle dort genannten Faktoren nehmen lediglich indirekt über den Informationsprozeß Bezug auf die Auswahl.


[FN 1] Vgl. KIRSCH (1970a), S. 74f.; VON WINTERFELDT (1980), S. 74; REHKUG-LER/SCHINDEL (1981), S. 221f.; LAUX (1998), S. 12; WITTE (1988), S. 223; HAU-SCHILDT/PETERSEN (1987), S. 1060f.; MARCH (1990), S. 285; KEENEY (1992), S. 49 ändert die einzelnen Phasen in Abhängigkeit der Bewertung des Entscheiders. Dabei wird ein anderer Blickwinkel auf den Entscheidungsprozeß gesetzt, der sich in der Theorie des „Value-Focused Thinking" widerspiegelt.

[FN 2] Vgl. HAUSCHILDT/PETERSEN (1987), S. 1060ff.; WITTE (1988), S. 223.

[FN 3] Vgl. die vorherige Fußnote und PETERSEN (1988), S. 83.

Anmerkungen

Der Autor übernimmt in umformulierter Form Auszüge aus der Quelle und mischt diese mitsamt Quellenangaben im eigenen Text unter. Bei bloßer Betrachtung der einzelnen Teile könnte der Autor die Inhalte jeweils aus den von ihm angegebenen Quellen übernommen haben. In der Gesamtbetrachtung aber kann die Ähnlichkeit des Inhaltes und der Reihenfolge der Teile mit der Quelle kein Zufall mehr sein. In FN 226 wird auf die falsche Seite verwiesen.

Sichter

[20.] Mh/Fragment 133 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:35:47 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 132, Zeilen: 1-
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 78, Zeilen: 25-31
[Die personalen und situativen Faktoren beeinflussen die Komponenten des Entscheidungsprozesses auf unterschiedliche Weise. Während die personalen Faktoren auf alle drei Teile des Entscheidungsprozesses Einfluss ]

nehmen, wirken die situativen Faktoren hauptsächlich auf die Zielsetzung und den Informationsprozess ein, so dass für diese Faktoren lediglich ein indirekter Bezug zur Auswahl über den Informationsprozess zu konstatieren ist. Die Determinanten personaler und situativer Art werden in Abschnitt 3.2.3 behandelt.

Mh133.jpg

Die Determinanten personaler und situativer Art beeinflussen unterschiedlich die einzelnen Komponenten des Entscheidungsprozesses: während die personalen Faktoren auf alle drei Komponenten Zugriff nehmen, ist ein solcher Einfluß bei den situativen Faktoren nur für die Zielsetzung und den Informationsprozeß zu konstatieren. Alle dort genannten Faktoren nehmen lediglich indirekt über den Informationsprozeß Bezug auf die Auswahl.

S. 79


Schm0379.jpg

Anmerkungen

Fertsetzung von S. 32. Der Autor gibt lediglich für die Abbildung die Quelle an. Allerdings ist diese nicht auf S. 70, sondern auf S. 79 der Quelle

Sichter

[21.] Mh/Fragment 136 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:01 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
178.5.80.20, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 12-23
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 81,82, Zeilen: 7-28; 1-2
Die Informationswahrnehmung bzw. Informationsaufnahme kann als durch sensorische Vorgänge gesteuerter Prozess aufgefasst werden, der „alle die Vorgänge (umfaßt), die zur Übernahme einer Information in den zentralen Prozessor" [FN 239] führen. Es wird somit eine aktive Suche [FN 240] nach Informationen aus externen, d.h. der Umwelt, und internen, d.h. dem Gedächtnis, Quellen durchgeführt. Dabei ist die Intensität der Informationsaufnahme sowie die Gewichtung der Informationsquellen von der Komplexität und der Art des Entscheidungsproblems abhängig. So beschränkt sich etwa die Informationssuche bei Routineentscheidungen auf interne Quellen, während im Rahmen reflektierter und konstruktiver Entscheidungen die Bedeutung externer Quellen ansteigt.[FN 241] Bei einer Anlage am Aktienmarkt kann grundsätzlich davon ausgegangen werde, dass sowohl interne wie auch externe Quellen herangezogen werden.[FN 242] Die Gewichtung externer Quellen hängt von mehreren Faktoren ab: [FN 243]

[FN 239] Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 242.

[FN 240] Aufgrund des Kontextes erfolgt hier eine Konzentration auf die aktive Suche. Eine willkürliche Reizaufnahme spielt in der Konsumentenforschung, insbesondere in der Werbung, eine bedeutende Rolle; vgl. zur unterschwelligen Wahrnehmung etwa Felser (1997), S. 151ff. sowie Weinberg (1981), S. 34.

[FN 241] Vgl. Grunert (1982), S. 149.

[FN 242] Vgl. Schmidt (2003), S. 73.

[FN 243] Vgl. Bettman (1979), S. 119ff.; Schmidt (2003), S. 73f. sowie Newman (1977), S. 86ff. Zur möglicherweise mangelnden Berücksichtigung interner Quellen vgl. die Studie von Renkl, Mandl und Gruber (1996).

[S. 81]

Die erste Phase des Informationsprozesses stellt die Informationsaufnahme dar. Sie „umfaßt alle die Vorgänge, die zur Übernahme einer Information in den zentralen Prozessor" führen. [FN 1] Allgemein formuliert bedeutet dies, daß ein Individuum Daten aus der Umwelt (also von extern) und aus dem Gedächtnis (also von intern) aufnimmt. [...] Beide Informationsquellen können mittels zweier Suchkategorien genutzt werden: Zum einen ist eine aktive Suche möglich, zum anderen kann auch eine unwillkürliche Reizaufnahme erfolgen. Die letztgenannte kommt insbesondere in der Werbung zum Tragen, wenn die Gestaltung von Werbetexten, -beiträgen oder -zusätzen dazu beiträgt, bestimmte Informationen dem Konsumenten unwillkürlich zu vermitteln. [FN 2] Unter Berücksichtigung des hier vorliegenden Themas kann aber eine Einschränkung auf die aktive Suche erfolgen. [FN 3]

Die Intensität der informationsaufnahme ist von der Komplexität des Entscheidungsproblems abhängig. Bei Routine- und stereotypen Entscheidungen ist die Informationssuche auf das Gedächtnis beschränkt, während bei reflektierten und konstruktiven Entscheidungen die externe Quelle an Bedeutung gewinnt. [FN 4] Mit zunehmendem Komplexitätsgrad nehmen also nicht nur die kognitiven Belastungen zu, es verändert sich auch die Art der Informationsquelle. Bei einer Anlageentscheidung am Aktienmarkt werden interne und externe Quellen in Anspruch genommen werden müssen. Allerdings hängt es von mehre-

[FN 1] WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 242.

[FN 2] Vgl. zu einer Diskussion über die unterschwellige Wahrnehmung FELSER (1997), S. 151ff. und WEINBERG (1981), S. 34.

[FN 3] Selbstverständlich ist es auch möglich, daß bei der Informationsaufnahme unwillkürliche Erinnerungen o.ä. Daten eine Rolle spielen; diese sind jedoch wie die anderen Informationen reelle Daten und keine Reize, die zusätzlich aufgenommen werden. In diesem Sinne ist hier aktive Suche zu verstehen.

[FN 4] Zur Definition s. Kap. I11.4.1 ; Vgl. auch GRUNERT (1982), S. 149.

[S. 82]

ren Faktoren ab, wie intensiv die externe Suche im Gegensatz zur internen Suche betrieben wird:[FN 1]

[FN 1] Vgl. BETTMAN (1979), S. 119ff.; NEWMAN (1980), S. 86ff. Es wird grundsätzlich unterstellt, daß die internen Informationen auch genutzt werden können. RENKL/MANDL/GRUBER (1996) dagegen belegen in ihrer Studie die Möglichkeit der mangelnden Berücksichtigung vorliegender interner Informationen.

Anmerkungen

Hier wird ein ganzer Abschnitt mitsamt Quellenangaben übernommen, allerdings auch deutlich umformuliert und gekürzt. Der Autor verweist nur in den Fußnoten 242 und 243 auf die Quelle, jedoch auf S. 73 und nicht auf die Seiten 81 und 82, von denen die Übernahme stammt.

Sichter
Hindemith(V)

[22.] Mh/Fragment 137 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:03 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 1-24
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 82, 83, Zeilen: 1ff; 6ff
[Die Gewichtung externer Quellen hängt von mehreren Faktoren ab: [FN 243]]

• Die Informationsaufnahme ist durch die Verfügbarkeit der Informationen begrenzt. D.h. eine reduzierte Verfügbarkeit von Informationen hemmt auch die aktive Suche nach externen Quellen. [FN 244]

• Ist der Entscheider von einer Entscheidung bzw. von deren Ergebnis persönlich betroffen, so erhöht sich die Informationsmenge, auf die er zugreift, und damit auch die Anzahl der betrachteten externen Quellen. [FN 245]

• Die Bedeutung externer Quellen ist geringer, wenn über das Entscheidungsproblem viele interne Informationen vorliegen.[FN 246] So wird etwa ein Anleger, der bereits Anlageentscheidungen in der Vergangenheit getroffen hat, gezielt wenige externe Quellen heranziehen, während ein anderer potenzieller Anleger ohne diese Kenntnisse stärker auf externe Quellen zugreift.[FN 247]

• Die Bedeutung von Informationsquellen kann ebenfalls durch eine Kosten-Nutzen-Analyse beeinflusst werden. Dabei werden als Kosten nicht nur die monetären Kosten, beispielsweise zur Nutzung einer kostenpflichtigen Quelle, betrachtet, sondern auch der Zeitaufwand, der (kognitive) Aufwand zur Informationsgewinnung sowie Verzögerungen der Entscheidungsfindung. Abhängig vom (erwarteten) Zusatznutzen von Informationen wird dann unter Beachtung dieser Kosten bewertet, ob eine weitere Informationssuche bzw. Informationsaufnahme lohnenswert erscheint. [FN 248]

Insbesondere im Rahmen der Konsumentenforschung wurde bislang das Informationsaufnahmeverhalten von Individuen experimentell erforscht. Im Zentrum dieser Untersuchungen stehen die Fragen, wie viele Informationen aufgenommen werden (Umfang), welche Informationen ausgewählt werden (Selektion) und ob systematische Aufnahmemuster (Strategien) existieren. [FN 249] Die Ergebnisse dieser Forschungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: [FN 250]

[FN 243] Vgl. Bettman (1979), S. 119ff.; Schmidt (2003), S. 73f. sowie Newman (1977), S. 86ff. Zur möglicherweise mangelnden Berücksichtigung interner Quellen vgl. die Studie von Renkl, Mandl und Gruber (1996).

[FN 244] Vgl. Schopphoven (1996), S. 65.

[FN 245] Vgl. Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 92ff.; Höser (1998), S. 93ff. sowie Felser (1997), S. 65f. Es zeigt sich, dass steigendes Commitment somit nicht nur zu einer Änderung der Wertfunktion der Prospect Theory führt, sondern sich bereits in der Phase der Informationswahrnehmung niederschlägt; vgl. zur Auswirkung von Commitment auf die Wertfunktion Gierl, Helm und Stumpp (2001), S. 562ff. sowie von Nitzsch und Friedrich (1999), S. 74. Versuchspersonen bewerten etwa Informationen zu einem Thema, auf das sie aufmerksam gemacht wurden, höher; vgl. Iyengar und Kinder (1987).

[FN 246] Diese internen Faktoren können noch weiter aufgesplittet werden in 'Struktur des Bedarfs', 'Kenntnis des Angebots' und 'Erfahrung des Konsumenten'; vgl. Grunert (1982).

[FN 247] Vgl. Newman (1977), S. 87 sowie Gemünden (1986), S. 11.

[FN 248] Vgl. van Raaij (1988), S. 79; Silberer (1979), S. lOlf. sowie Antonides und van Raaij (1998), S. 507f.

[FN 249] Vgl. Bettman (1979), S. 110.

[FN 250] Vgl. Schmidt (2003), S. 74ff.

[S. 81]

Allerdings hängt es von mehre-

[S. 82]

ren Faktoren ab, wie intensiv die externe Suche im Gegensatz zur internen Suche betrieben wird: [FN 1]

• Die Verfügbarkeit von Informationen begrenzt bereits die Informationsauf-nahme. Lassen sich bei einer Entscheidung für den Entscheider nur wenig verfügbare Informationen finden, so ist auch die externe Suche begrenzt. [FN 2]

• [...] Ist der Entscheider persönlich tangiert [...], wird er auf eine insgesamt größere Informationsmenge und somit auch in höherem Maße auf externe Quellen zurückgreifen als ein Entscheider, der nicht persönlich betroffen ist. [FN 3]

• Liegen über das Entscheidungsproblem bereits viele interne Informationen vor, so ist die Bedeutung der externen Quelle geringer. [FN 4] Hat ein potentieller Anleger Anlageentscheidungen in der Vergangenheit getroffen, so wird er sich auf wenige gezielte externe Informationen beschränken, während ein anderer Anleger, der diese Entscheidung das erste Mal trifft und somit über keine Erfahrungswerte verfügt, die externen Quellen stärker in Anspruch nimmt.

• Auch die Kosten-Nutzen-Frage kann die Bedeutung der Informationsquelle beeinflussen. [FN 5] Mit Kosten sind dabei nicht unbedingt nur die monetären Kosten gemeint, sondern auch der Zeitverbrauch, die Anstrengung zur Informationsgewinnung oder die zeitliche Verzögerung bei der Entscheidungsfindung. Diese Kostenfaktoren werden in Zusammenhang mit dem Zusatznutzen weiterer Informationen gebracht und danach entschieden, ob sich eine weitere Informationsaufnahme lohnt.

[FN 1] Vgl. BETTMAN (1979), S. 119ff.; NEWMAN (1980), S. 86ff. Es wird grundsätzlich unterstellt, daß die internen Informationen auch genutzt werden können. RENKL/MANDL/GRUBER (1996) dagegen belegen in ihrer Studie die Möglichkeit der mangelnden Berücksichtigung vorliegender interner Informationen.

[FN 2] Vgl. SCHOPPHOVEN (1996), S. 65.

[FN 3] Vgl. WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 92ff.; HÖSER (1998), S. 93ff.; FELSER (1997), S. 65f. Die persönliche Betroffenheit fördert dann auch die Informationswahrnehmung. Wie IYENGAR/KINDER (1987) nachweisen können, bewerten Versuchspersonen Informationen zu einem Thema höher, auf das sie aufmerksam gemacht wurden.

[FN 4] GRUNERT (1982) schlüsselt diesen internen Faktor noch weiter auf in „Struktur des Bedarfs" (gemeint sind die präzisen Vorstellungen, die ein Entscheider von den potentiell möglichen Informationen hat), „Kenntnis des Angebots" und „Erfahrung des Konsumenten". S.a. NEWMAN (1977), S. 87; GEMÜNDEN (1986), S. 11.

[FN 5] Vgl. VAN RAAIJ (1988), S. 79; SILBERER (1979), S. 101f.; ANTONIDES/VAN RAAIJ (1998), S. 507f.

[S. 83]

[...]

Die Erforschung des Informationsaufnahmeverhaltens erfolgte bisher meist im Rahmen der experimentellen Konsumentenforschung. [...] Die Fragestellungen sind dabei beispielweise, wieviele Informationen aufgenommen werden (Umfang), ob und wenn ja welche Informationen ausgewählt werden (Selektion - Inhalt), und ob es Aufnahmemuster gibt (Strategien), die bei verschiedenen Personen regelmäßig auftreten. [FN 2]

Als Ergebnis dieser Forschungen lassen sich folgende Punkte festhalten:

[FN 2] Vgl. BETTMAN (1979), S. 110.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 136. Es wird nahezu eine ganze Seite in umformulierter Form. Auch alle 15 Literaturverweise wurden übernommen. Auf Schmidt (2003) wird in FN 250 sowie in FN 243 verwiesen (jeweils auf die falsche Seite). Während sich FN 250 nicht auf die in diesem Fragment dokumentierten Abschnitte bezieht, wird Schmidt (2003) in FN 243 nur als eine von drei Quellen genannt, und der Verweis wird mit "vgl." eingeleitet, so dass für den Leser keineswegs klar wird, dass im Folgenden Schmidt übernommen wird, im Gegenteil, der Leser muss annehmen, dass Schmidt nur eine Quelle von vielen ist.

Sichter
Hindemith

[23.] Mh/Fragment 138 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:05 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 138, Zeilen: 1-22
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 83, 84, Zeilen: 23ff; 1ff
[Die Ergebnisse dieser Forschungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: [FN 250]]

• Die Kapazität der Informationsaufnahme ist begrenzt. Dies führt dazu, dass Entscheider nur einen Teil der zur Verfügung stehenden Informationen nutzen. [FN 251] Durch Mechanismen zur Vermeidung kognitiver Dissonanz kann diese selektive Wahrnehmung verstärkt werden. In experimentellen Studien zeigt sich, dass eine große Anzahl zur Verfügung stehender Informationen zu einer erhöhten subjektiven Zufriedenheit mit der Entscheidung führt, selbst wenn nur ein geringer Teil dieser Informationen tatsächlich verwendet wurde.[FN 252] Dies kann jedoch eine Verringerung der Entscheidungsqualität nach sich ziehen, da durch die Informationsüberflutung und die damit einhergehende jedoch nicht wahrgenommene kognitive Erschwernis, relevante von irrelevanten Informationen zu trennen, eine Kontrollillusion erzeugt werden kann. [FN 253]

• Bedingt durch die Begrenzung der Informationsaufnahmekapazität werden Strategien entwickelt, die den Grundprinzipien der Gestaltpsychologie folgen. Diese sind im Einzelnen:[FN 254]

— Das Figur-Grund-Prinzip bezeichnet die Beobachtung, dass neue Informationen die bisherige Wahrnehmung ergänzen und damit die aufgrund bereits selektierter Informationen gebildete Umweltwahrnehmung von der Gesamtmenge verfügbarer Informationen abgrenzen. Dabei ist es auch möglich, dass Informationen uminterpretiert werden, damit diese in das vorgefertigte Schema passen und somit das bereits ausgebildete Gesamtbild erhalten bleibt.[FN 255]

— Das Prinzip der Vollständigkeit besagt, dass bei unvollständiger Informationslage der Entscheider eigene Informationen selbständig ergänzt, um zu einem vollständigen Gesamtbild zu gelangen. Dies kann sogar bedeuten, dass die ei-[genen Informationen selbst dann zur Ergänzung herangezogen werden, wenn diese nicht zum aktuellen Entscheidungskontext passen.[FN 256]]

[FN 250] Vgl. Schmidt (2003), S. 74ff.

[FN 251] Vgl. Jacoby, Chestnut, Weigl und Fisher (1976), S. 312; Müller (1992a), S. 52-55; Jacoby, Szybillo und Busato-Schach (1977), S. 214; Flade (1994), S. 834f.; Cowan (1988), S. 172ff.; Svenson (1983), S. 146; Wright (1985), S. 53; Kuß (1991), S. 53f. sowie Payne (2002), S. 357.

[252] Vgl. Oehler (1995), S. 48; Jacoby, Speller und Kohn (1974a); Jacoby, Speller und Kohn (1974b); van Raaij (1977); Borcherding (1983), S. 67f. sowie Wärneryd (2001), S. 68.

[FN 253] Vgl. dazu auch die Ausführung auf S. 61 dieser Arbeit. Untersuchungen zeigen, dass die Entscheidungsqualität bei einer mittleren Menge an verarbeiteten Informationseinheiten am höchsten ist; vgl. Hogarth (1975), S. 276; Fischhoff (1976), S. 425; Gemünden (1986), S. 50 sowie Staelin und Payne (1976), S. 186. In Entscheidungssituationen von hoher Komplexität lässt sich zudem eine übertrieben ausgeprägte Informationssammlung beobachten, um die Entscheidung aufschieben zu können; vgl. etwa Dörner (1990), S. 266 sowie ähnlich Brockhoff (1983), S. 60.

[FN 254] Vgl. Oehler (1995), S. 47ff.; Maas und Weibler (1990a), S. 77-81; Unser (1999), S. 151; Schmidt (2003), S. 75 sowie Oehler (1991), S. 23f.

[FN 255] Vgl. Flade (1994), S. 835f.; Oehler (1992), S. 110; Felser (1997), S. 79 sowie Guski (2000), S. 59f.

[FN 256] Vgl. Antonides und van Raaij (1998), S. 119f.; Maas und Weibler (1990a), S. 79f. sowie Kugler (1994), S. 151.

[S. 83]

Als Ergebnis dieser Forschungen lassen sich folgende Punkte festhalten:

[...]

ad a) Die Informationsaufnahmekapazität ist begrenzt.

Als Folge dieses Charakteristikums selektieren Individuen Informationen, d.h. sie nutzen regelmäßig nur einen Teil der zur Verfügung gestellten Informationen.[FN 3] Diese selektive Wahrnehmung wird durch das Streben von Entscheidern nach Konsistenz zur Vermeidung kognitiver Dissonanzen verstärkt.[FN 4] Experimentell bestätigt wurde die Hypothese, daß Individuen mit ihrer Entscheidung subjektiv zufriedener sind, wenn viele Informationen vorliegen, auch

[FN 3] Vgl. JACOBY et al. (1976), S. 312 ; JACOBY/SZYBILLO/BUSATO-SCHACH (1977), S. 214; o.V. (1979), S. 269f.; FLADE (1994), S. 834f.; COWAN (1988), S. 172ff.; MILLER (1962), S. 107ff.

[FN 4] Vgl. Kap. I11.2.

[S. 84]

wenn sie nur einen kleinen Teil davon verwendet haben.[FN 1] Diese „illusion of knowledge" kann sogar zu einer verminderten Entscheidungsqualität führen, wenn bei einem zu großen Informationsangebot nicht mehr die relevanten von den irrelevanten Informationen getrennt werden können („information over-load").

[...]

ad b) Als Folge der begrenzten Informationsaufnahmekapazität werden Strategien gebildet, die den Prinzipien der Gestaltpsychologie folgen.[FN 2]

> Figur-Grund-Prinzip [FN 3]: Neue Informationen ergänzen die bisherige Wahrnehmung, so daß keine objektive Betrachtung der Informationen mehr vorgenommen wird. Ebenso ist es möglich, daß Informationen uminterpretiert werden, damit sie in das vorgefertigte Schema passen.

[...]

> Prinzip der Vollständigkeif [sic!]: Bei mangelnder Informationslage neigt der Entscheider dazu, selbständig das Gesamtbild zu ergänzen, indem er eigene Informationen unkritisch diesen hinzufügt, auch wenn diese nicht zum Entscheidungskontext passen.[FN 6]


[FN 1] Vgl. OEHLER (1995), S. 48; JACOBY/SPELLER/KOHN (1974a) (1974b); VAN RAAIJ (1977); BORCHERDING (1983), S. 67f.; WÄRNERYD (2001), S. 68.

[FN 2] Vgl. OEHLER (1995), S. 47ff.

[FN 3] Vgl. FLADE (1994), S. 835f.; FELSER (1997), S. 79; OEHLER (1992), S. 110.; GUSKI (2000), S. 59f.

[FN 6] Vgl. MAAS/WEIBLER (1990), S. 79f.; KUGLER (1994), S. 151; ANTONIDESA/AN RAAIJ (1998), S. 119f.

Anmerkungen

Fortsetzung S. 137. Eine ganze Seite wird aus der Quelle zusammen mit fast allen Quellenangaben (15 an der Zahl) übernommen. Dabei wurde der Text umgestellt und umformuliert, aber inhaltlich nur minimal verändert. Die FN 250 verweist auf die Quelle (auf Seite 74ff, allerdings wäre 83ff korrekt gewesen). Der Verweis wird aber mit "vgl." eingeleitet, was eine direkte Übernahme eigentlich ausschließt.

Sichter
Hindemith (V)

[24.] Mh/Fragment 139 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:07 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 1-17
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 84, 85, Zeilen: 15ff; 8ff
[— Das Prinzip der Vollständigkeit besagt, dass bei unvollständiger Informationslage der Entscheider eigene Informationen selbständig ergänzt, um zu einem vollständigen Gesamtbild zu gelangen. Dies kann sogar bedeuten, dass die ei-]genen Informationen selbst dann zur Ergänzung herangezogen werden, wenn diese nicht zum aktuellen Entscheidungskontext passen.[FN 256]

— Das Prinzip der Ähnlichkeit und Gleichheit bedeutet, dass einander gleichende Objekte so zu Gruppen zusammengefasst werden, dass diese zu einem Gesamtbild verdichtet werden, das zu dem bereits bestehenden Schema passt. Die Folgen sind ähnlich des Figur-Grund-Prinzips: Informationen werden vor allem dann wahrgenommen, wenn diese mit einem bereits bestehenden Bild der Entscheidungssituation in Übereinstimmung gebracht werden können.[FN 257]

• Das Aktivierungspotenzial von Informationen beeinflusst die Informationsaufnahme. Als Aktivierungspotenzial wird die Fähigkeit einer Information bezeichnet, den Informationsempfänger aufmerksam zu machen. Das Aktivierungspotenzial hängt von der generellen Bedeutung der Information für den Empfänger und von der Ausgestaltung der Information selbst ab. [FN 258] Im Kontext von Anlageentscheidungen zeigt sich dieser Effekt im Wesentlichen auf inhaltlicher Ebene. So wird beispielsweise ein Anleger, der der technischen Analyse vertraut, allein der Darstellung und Präsentation des Aktienkurses eine höhere Bedeutung beimessen als ein fundamental orientierter Anleger.


[FN 256] Vgl. Antonides und van Raaij (1998), S. 119f.; Maas und Weibler (1990a), S. 79f. sowie Kugler (1994), S. 151.

[FN 257] Vgl. Frey und Stahlberg (1990), S. 115; Maas und Weibler (1990a), S. 77f. sowie Guski (2000), S. 61.

[FN 258] Vgl. Grunert (1982), S. 66ff.; Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 58ff.; Lindsay und Norman (1981), S. 442f. sowie Weinberg (1981), S. 19ff.

[S. 84]

> Prinzip der Ähnlichkeit und Gleichheit: Informationen werden so zu Gruppen zusammengefaßt, daß neue Informationen in das bestehende Schema einsortiert werden können. [FN 4] „Passenden" Informationen wird eine größere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Folgen sind die gleichen wie beim Figur-Grund-Prinzip: ein bereits vorentschiedener Prozeß wird nicht etwa von objektiven neuen Informationen begleitet, sondern diese werden in die Vorentscheidung passend integriert, wobei Uminterpretationen stattfinden können. [FN 5]

> Prinzip der Vollständigkeif [sic!]: Bei mangelnder Informationslage neigt der Entscheider dazu, selbständig das Gesamtbild zu ergänzen, indem er eigene Informationen unkritisch diesen hinzufügt, auch wenn diese nicht zum Entscheidungskontext passen.[FN 6]

[FN 4] Vgl. FREY/STAHLBERG (1990), S. 115.

[FN 5] Vgl. MAAS/WEIBLER (1990), S. 77ff.; GUSKI (2000), S. 61.

[FN 6] Vgl. MAAS/WEIBLER (1990), S. 79f.; KUGLER (1994), S. 151; ANTONIDESA/AN RAAIJ (1998), S. 119f.

[S. 85]

[...]

ad c) Das Aktivierungspotential von Informationen beeinflußt die Informationsaufnahme.

Mit Aktivierungspotential wird die Fähigkeit von Informationen benannt, den Informationsempfänger aufmerksam zu machen, ihn also zu aktivieren.[FN 3] Dieses Potential hängt wiederum von zwei Faktoren ab: Zum einen von der generellen Bedeutung für den Empfänger (Interessefaktor), zum anderen von der Ausgestaltung der Information selbst. Bei Anlageentscheidungen wird sich dieser Effekt v.a. auf inhaltlicher Ebene zeigen. Ein Anleger, der beispielsweise der Technischen Analyse vertraut, wird alleine der Präsentation des Aktienkurses als Information eine höhere Bedeutung beimessen als ein Anleger, der eher auf der fundamentalen Ebene agiert.

[FN 3] Vgl. zum Konzept der Aktivierung GRUNERT (1982), S. 66ff.; KROEBER-RIEL/WEINBERG (1999), S. 58ff.; LINDSAY/NORMAN (1981), S. 442f.; WEINBERG (1981), S. 19ff.

Anmerkungen

Forsetzung von S. 138. Der Text wurde aus der Quelle Schmidt (2003), zusammen mit allen 10 Quellenangaben übernommen. Dabei wurde umformuliert und umgestellt, inhaltlich aber nichts Wesentliches geändert. Man beachte FN 250: "Vgl. Schmidt (2003), S. 74ff." mit der auf Seite 137 die Aufzählung eingeleitet wurde. Obwohl dieser Verweis mit "Vgl." beginnt, und die Seite falsch angegeben ist, wird immerhin die Quelle genannt, für den Leser ist aber nicht ersichtlich, dass die gesamte Aufzählung von Schmidt (2003) stammt.

Sichter
Hindemith (V)

[25.] Mh/Fragment 141 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:09 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 9-24
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 85,86, Zeilen: optional, evtl. hilfreich
3.2.2.3 Informationsverarbeitung

Die Informationsverarbeitung stellt einen internen Prozess dar, der nicht direkt beobachtbar ist und bei dem die Informationen, die im Rahmen der Informationswahrnehmung aufgenommen wurden, mit vorhandenen Informationen und Strategien aus dem Gedächtnis verknüpft werden, so dass daraus eine Entscheidung abgeleitet werden kann.[FN 269] Im Rahmen der kognitiven Psychologie wurden mehrere Charakteristika des individuellen Informationsverarbeitungsprozesses identifiziert:[FN 270]


• Die Informationsverarbeitung erfolgt weitgehend seriell. In den Ausführungen zu Abbildung 3.10 wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Phasen der Informationswahrnehmung und Informationsverarbeitung iterativ und abwechselnd ablaufen können. Die Verarbeitung der Informationen ist jedoch grundsätzlich serieller Natur.[FN 271] Die zur Verfügung stehenden, eingehenden und bereits bestehenden, Informationen werden somit nacheinander abgearbeitet.

• Die Informationsverarbeitungskapazität ist beschränkt. Analog zur Informationsaufnahme existieren auch im Rahmen der Informationsverarbeitung kapazitative Beschränkungen. Ein Mensch kann etwa sieben plus-minus

[zwei Bedeutungseinheiten, so genannte 'chunks', gleichzeitig verarbeiten.]

[FN 270] Vgl. Schmidt (2003), S. 77ff. sowie Hofacker (1985), S. 34ff. und die dort zitierte Literatur.

[FN 271] Vgl. Best (1999), S. 27f.; Oehler (1991), S. 45; Newell und Simon (1972), S. 796f. sowie Simon (1978), S. 273f.

3.3.2 Charakteristische Elemente der Informationsverarbeitung

Der Prozeß der Informationsverarbeitung ist ausschließlich interner Natur und daher nicht direkt beobachtbar. Es handelt sich um einen aktiven Prozeß, bei dem die Informationen aus dem Informationsaufnahmeprozeß mit bereits vorhandenen Informationen und/oder Strategien aus dem Gedächtnis verknüpft werden, um daraus eine Entscheidung abzuleiten.[FN 4] Folgende Charakteristika haben sich im Laufe der Forschungen im Rahmen der kognitiven Psychologie über den individuellen Informationsverarbeitungsprozeß herauskristallisiert [FN 5]:

a) Die Verarbeitung erfolgt weitgehend seriell.


[FN 4] Vgl. für einen ersten Überblick SCHOPPHOVEN (1996), S. 54; SVENSON (1983), S. 131ff.; des weiteren existiert eine Fülle an Literatur, die sich mit Einzelaspekten der Informationsverarbeitung beschäftigt und die im weiteren Verlauf an den entsprechenden Stellen zitiert wird.

[FN 5] Vgl. HOFACKER (1985), S. 34ff. und die dort genannte Literatur.

[S. 86]

b) Die Verarbeitungskapazität ist (wie bei der Informationsaufnahme) beschränkt.

[...]

ad a) Die Verarbeitung erfolgt weitgehend seriell.

Informationsaufnahme und -Verarbeitung könnrn einander abwechseln, die Verarbeitung an sich ist aber von einer seriellen Weise geprägt.[FN 1] Eingehende Informationen werden also stets mit bereits bestehenden verknüpft und dabei alle zur Verfügung stehenden Informationen nacheinander abgearbeitet.

ad b) Die Verarbeitungskapazität ist (wie bei der Informationsaufnahme) beschränkt.

Als gesichert kann gelten, daß ein Entscheidungsträger maximal sieben Informationseinheiten („chunks") gleichzeitig verarbeiten kann.[FN 2] Die bereits bei der Informationsaufnahme angeschnittene Problematik des „Information overload" gilt gleichermaßen.

[FN 1] Vgl. BEST (1999), S. 27f; OEHLER (1991), S. 45; NEWELL/SIMON (1972), S. 796f.; SIMON (1978b), S. 273f.

[FN 2] Vgl. MILLER (1956), S. 81ff. ; PAYNE (1997), S. 355f.

Anmerkungen

Der Autor hat den Text inklusive Quellenangaben übernommen und angepasst. Beim "Bauernopfer" (FN 270) wird auf die falsche Seite verwiesen und mit einer anderen Quelle vermengt. -> Wie die folgenden Seiten noch zeigen werden, hat der Autor ein ganzes Kapitel übernommen.

Sichter
WiseWoman

[26.] Mh/Fragment 142 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:11 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 1-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 86,87,88, Zeilen:
[• Die Informationsverarbeitungskapazität ist beschränkt. Analog zur Informationsaufnahme existieren auch im Rahmen der Informationsver-arbeitung kapazitative Beschränkungen. Ein Mensch kann etwa sieben plus-minus]

zwei Bedeutungseinheiten, so genannte 'chunks', gleichzeitig verarbeiten.[FN 272] Nach dem 'capacity model' von Kahneman (1973) steht dem Menschen lediglich eine begrenzte Menge kognitiver Ressourcen zur Verfügung. Dabei können mehrere einfache Probleme auf einmal gelöst werden, da diese nicht alle Ressourcen belegen. Bei komplexen Entscheidungen hingegen werden sofort alle Ressourcen besetzt.[FN 273]

• Diese Beschränkungen führen zur Verwendung von Vereinfachungsstrategien. Aufgrund der kognitiven Beschränkungen des Informationsverarbeitungsprozesses werden zur Vereinfachung Verarbeitungsmechanismen in Form verschiedener Heuristiken gewählt. [FN 274] Diese Heuristiken können zu systematischen Verzerrungen individuellen Verhaltens führen.[FN 275]

• Der Verarbeitungsprozess erfolgt problemadäquat. Das Niveau der Informationsverarbeitung hängt direkt mit der Art der Entscheidung zusammen. Bei Routineentscheidungen ist das Informationsverarbeitungsniveau geringer als bei konstruktiven und reflektierten Entscheidungen.[FN 276] Für Entscheidungen am Finanzmarkt ist demnach ein tendenziell höheres Verarbeitungsniveau zu unterstellen.[FN 277] Auch die Variablen der Umweltkomplexität und die Art der bevorzugten Analyse beeinflussen das Informationsverarbeitungsniveau. Während Anhänger der Fundamentalanalyse mit maximaler Umweltkomplexität operieren, hängt die Komplexität der Entscheidung bei Verwendung der technischen Analyse von der vorherrschenden Marktsituation ab. Es kann gezeigt werden, dass das Informationsverarbeitungsniveau bei Vorliegen von niedriger bzw. hoher Umweltkomplexität bei Entscheidern mit einer hohen bzw. niedrigen kognitiven Struktur ähnlich ist.[FN 278]

• Die Informationsspeicherung verändert die Informationsverarbeitung im Laufe der Zeit durch Erfahrungsbildung. Sowohl der Informationsspeicherung als auch der Erfahrungsbildung kommt in die-[sem Zusammenhang eine besondere Rolle zu.]

[FN 272] Vgl. den berühmten Artikel von Miller (1956) sowie Payne (2002), S. 355f. und die Ausführungen in Abschnitt 3.2.2.4.

[FN 273] Vgl. Kahneman (1973), S. 7ff. und S. 178ff.

[FN 274] Ein alternativer Forschungsansatz verwendet anstelle von Heuristiken Entscheidungsnetzmodelle, bei denen der Entscheidungsablauf mittels Knoten und Kanten modelliert wird; vgl. dazu Grunert (1982), S. 44ff.; Bettman (1979), S. 229ff. sowie Haines (1974), S. 92ff.

[FN 275] Vgl. dazu die Ausführungen in Abschnitt 2.3.1.2 sowie die Systematisierung dieser Anomalien in Abbildung 3.11 dieser Arbeit.

[FN 276] Vgl. Hofacker (1985), S. 51. 277 In Abhängigkeit vom Vorwissen des Anlegers. 278 Vgl. Schroeder-Wildberg (1998), S. 102 sowie Borcherding (1983), S. 67f.

[S. 86]

ad b) Die Verarbeitungskapazität ist (wie bei der Informationsaufnahme) beschränkt.

Als gesichert kann gelten, daß ein Entscheidungsträger maximal sieben Infor-mationseinheiten („chunks") gleichzeitig verarbeiten kann.[FN 2] Die bereits bei der Informationsaufnahme angeschnittene Problematik des „Information overload" gilt gleichermaßen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die von KAHNEMAN 1973 aufgestellte Theorie des „capacity models".[FN 3] Nach dieser steht einem Individuum nur eine begrenzte Menge an kognitiven Ressourcen zur Verfügung, so daß mehrere einfache Probleme gleichzeitig bearbeitet werden können, da nicht alle Ressourcen belegt sind. Bei komplexen Entscheidungen dagegen sind sofort alle Ressourcen besetzt, so daß kein weiteres gleichzeitig abgearbeitet werden kann.[FN 4]

[FN 3] Vgl. KAHNEMAN (1973), S. 7ff. und S. 178ff.

[FN 4] Ein typisches Beispiel wäre eine Autofahrt bei gleichzeitiger Unterhaltung. Solange die Fahrleistung keine größeren kognitiven Ressourcen verbraucht (z.B. bei einer Fahrt auf einer wenig befahrenen Landstraße) ist auch eine komplexe Unterhaltung gleichzeitig möglich; dies gilt aber nicht unbedingt, wenn statt der Landstraße eine Fahrt durch eine unbekannte Stadt zur rush-hour erfolgt.

[S. 87]

ad c) Als Folge dieser Beschränkung kommt es zu Vereinfachungsstrategien bei der Problemlösung.

Zur Vereinfachung der Informationsverarbeitung werden Verarbeitungsme-chanismen gewählt, die diesen Kapazitätsbeschränkungen Rechnung tragen. Diese werden typischerweise „rules of thumb" oder Heuristiken genannt. Heuristiken können zu einer systematischen Verzerrung der Ergebnisse führen („biases").[FN 1]

Ein anderer Forschungsansatz geht von einem Informationsverarbeitungsprozeß aus, der statt mit Heuristiken mit Hilfe von Entscheidungsnetzmodellen beschrieben wird, d.h. der Entscheidungsablauf wird mittels Knoten und Kanten modelliert.[FN 2] Diese Vorgehensweise ermöglicht es, einen Entscheidungsablauf transparent zu machen, um in weiteren Entscheidungen in ähnlicher Weise vorzugehen. Diese Netzmodelle haben auch Eingang in die Entscheidungstheorie gefunden.[FN 3]


ad d) Der Verarbeitungsprozeß erfolgt problemadäquat.

Das Informationsverarbeitungsniveau ist direkt mit dem Entscheidungstypus korreliert: Bei Routine- und stereotypen Entscheidungen wird die Informationsverarbeitung auf einem niedrigeren kognitiven Niveau verlaufen als bei reflektierten und konstruktiven Entscheidungen.[FN 4] Demzufolge ist das Informationsverarbeitungsniveau bei Entscheidungen am Aktienmarkt tendenziell hoch, wobei dies je nach Vorwissen des Entscheiders variieren kann. Eine weitere mögliche Variable, die das Informationsverarbeitungsniveau beeinflussen kann, ist die Umweltkomplexität und die Art der gewählten Aktienanalyse: Fundamentalanalytiker operieren mit maximaler Umweltkomplexität, wenn sie bei ihrer Entscheidung alle relevanten Informationen berücksichtigen, während bei der technischen Analyse die Komplexität der Entscheidung von der jeweiligen Marktsituation abhängt. Da gezeigt werden konnte, daß das Informationsverarbeitungsniveau mit zunehmender Umweltkomplexität zunächst ansteigt, nach Erreichen eines Maximums aber wieder abnimmt, ist es möglich, daß bei niedriger und bei hoher Umweltkomplexität die Informationsverarbeitung bei Entscheidern mit einer hohen oder mit einer niedrigen kognitiven Struktur ein ähnliches Niveau erreicht.[FN 5]

[FN 1] Für einen Überblick über diese biases s. Kapitel I11.2.

[FN 2] Ausführlich werden Netzwerkmodelle beschrieben in GRUNERT (1982), S. 44ff.; BETTMAN (1979), S. 229ff.; HAINES (1974), S. 92ff.

[FN 3] Vgl. die SDS-Theorie, Kap. I11.3.2.4.

[FN 4] Vgl. HOFACKER (1985), S. 51.

[FN 5] Vgl. SCHROEDER-WILDBERG (1998), S. 102; BORCHERDING (1983), S. 67f.

[S. 88]

ad e) Die Informationsspeicherung trägt zu einer veränderten Informa-tionsverarbeitung im Zeitablauf bei (Erfahrungsbildung).

Dieser Aspekt wird in einem eigenen Kapitel behandelt (II 3.3.4), da ihm im gewählten Kontext eine besondere Rolle zukommt.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 141. Der Text wird modifiziert übernommen, folgt aber der grundsätzlichen Struktur. Es findet sich ein Verweis auf die Quelle auf der Vorseite in FN 270: "Vgl. Schmidt (2003), S. 77ff. sowie Hofacker (1985), S. 34ff. und die dort zitierte Literatur." Dieser Verweis bezieht sich wohl auf die Liste, die auch in diesem Fragment dokumentiert ist, aber der Verweis ist mit "vgl." eingeleitet und erwähnt auch noch einen anderen Autor.

Sichter
WiseWoman

[27.] Mh/Fragment 143 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:13 Kybot
Fragment, KeinPlagiat, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 1-2
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 88, Zeilen: Ab 1
[• Die Informationsspeicherung verändert die Informationsverarbeitung im Laufe der Zeit durch Erfahrungsbildung. Sowohl der Informationsspeicherung als auch der Erfahrungsbildung kommt in die-]sem Zusammenhang eine besondere Rolle zu. Daher werden diese in den Abschnitten 3.2.2.4 und 3.2.2.5 separat behandelt. ad e) Die Informationsspeicherung trägt zu einer veränderten Informa-tionsverarbeitung im Zeitablauf bei (Erfahrungsbildung).

Dieser Aspekt wird in einem eigenen Kapitel behandelt (II 3.3.4), da ihm im gewählten Kontext eine besondere Rolle zukommt.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 142. Damit endet die Übernahme des Kapitels 3.3.2 der Quelle. Auf "kein Plagiat" gesetzt, da der Halbsatz, der sich auf Seite 143 befindet, in der Tat nicht aus der Quelle stammt.

Sichter

[28.] Mh/Fragment 143 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:15 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 10-26
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 88, Zeilen: 5 ff
3.2.2.4 Informationsspeicherung und -repräsentation

Die Speicherung und Repräsentation von Informationen spielt für den gesamten Informationsprozess eine zentrale Rolle, da im Rahmen sowohl der Informationswahrnehmung als auch der Informationsverarbeitung immer auch ein (bewusster oder unbewusster) Zugriff auf bereits im Gedächtnis vorhandene Informationen erfolgt.[FN 281] Es existiert eine Vielzahl an Publikationen aus der Forschung über das Gedächtnis, dessen Strukturen sowie dessen Leistung.[FN 282] Dabei kann zwischen Forschungsrichtungen unterschieden werden, die den Fokus auf die anatomischen Verhältnisse und deren Leistungen richten, sowie Untersuchungen, die den Informationsprozess bzw. die Wissensrepräsentation in den Mittelpunkt stellen. Hier werden stellvertretend die wichtigsten Richtungen und Modelle skizziert.

Eine Forschungsrichtung, die als erste behandelt wird, behandelt das Gedächtnis als eine Art Computerprozessor, in dem die betrachteten Informationen unterschiedliche Stationen durchlaufen und anschließend gespeichert werden.[FN 283] Die Mehrheit der dieser Richtung zugerechneten Strukturmodelle (Mehrspeichermodelle) gehen auf das bekannte Drei-Ebenen-Modell von Atkinson und Shiffrin (1968) zurück. Dieses Modell unterscheidet drei Ebenen bzw. Speicherarten des Gedächtnisses: Das peripher-sensorische Gedächtnis, das Kurzzeitgedächtnis (short-term-store) und das Langzeitgedächtnis (long-term-store).[FN 284]

[FN 281] Vgl. Kirsch (1988), S. 15.

[FN 282] Vgl. zu einem ausführlichen Überblick Neath (2003).

[FN 283] Vgl. Schmidt (2003), S. 79.

[FN 284] Vgl. zu diesem Modell Bettman (1979), S. 139ff.; Neath (2003), S. 62ff.; Bredenkamp und Wippich (1977), S. 70-95; Dörner (1976), S. 28-31; Forkel (1995), S. 30-35; Hofacker (1985), S. 16-22; Kirsch (1971), S. 88-97; Muthig (1990), S. 112; Newell und Simon (1972), S. 792-796; Oehler (1991), S. 17-[19; Pfohl und Braun (1981), S. 363-365; Schopphoven (1996), S. 53ff.; Silberer (1981), S. 37-39; Sternberg (1996a), S. 228-234 sowie Zimbardo (1992), S. 270-289. ]

3.3.3 Die Speicherung von Informationen

Informationen, die bereits im Gedächtnis des Individuums verankert sind, beeinflussen sowohl die Informationsaufnahme, als auch die -Verarbeitung, so daß die Speicherung von Informationen ein wichtiges Element des Informationsprozesses bildet.[FN 1]

Eine Fülle von Literatur begleitet die Forschung über das Gedächtnis, seine Strukturen und deren Leistung.[FN 2] Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden zwischen Forschungsrichtungen, die die anatomischen Verhältnisse und deren Leistungen betonen und solchen, die den Informationsprozeß bzw. die Wissensrepräsentation in den Mittelpunkt stellen. Stellvertretend werden hier die wichtigsten Forschungsrichtungen und deren Ergebnisse dargestellt.

Die erste Forschungsrichtung betrachtet das Gedächtnis als eine Art Computerprozessor, in dem die Informationen verschiedene Stationen durchlaufen und dann gespeichert werden. Das bekannteste Modell in diesem Bereich ist das von ATKINSON und SHIFFRIN (1968)[FN 3], das zwischen den drei Speicherarten Sensorische Register, Kurzzeitspeicher und Langzeitspeicher trennt.[FN 4]


[FN 1] Vgl. KIRSCH (1988), S. 15.

[FN 2] Einen ausführlichen Überblick enthält NEATH (1998).

[FN 3] Vgl. ATKINSON/SHIFFRIN (1968). Die Modelle von BROADBENT (1958) und WAUGH/NORMAN (1965) gelten als Vorläufer dieses Modells. Experimentelle Studien existieren von CONRAD (1964); WICKELGREN (1965); BADDELEY (1966); MATARAZZO (1972); SIMON (1974).

[FN 4] Vgl. BETTMAN (1979), S. 139ff; NEATH (1998), S. 62ff.

Anmerkungen

Inhalt und auch einige Formulierungen sind aus der Quelle übernommen, ebenso einige Literaturverweise. Der Verweis auf Schmidt (2003) bezieht sich nur auf einen kleineren Teil der Übernahme und ist mit "vgl." eingeleitet, was eine direkte Übernahme eigentlich ausschließt.

Sichter
Hindemith

[29.] Mh/Fragment 144 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:17 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 1-16
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 88,89,90, Zeilen:
Das peripher-sensorische Gedächtnis dient lediglich zur Aufnahme externer Stimuli, die anschließend mittels Mustererkennung und Kategorisierung in das Kurzzeitgedächtnis weitergeleitet werden. Dabei ist die Verarbeitung im Kurzzeitgedächtnis auf zwei Arten eingeschränkt. Zum einen werden Informationen nur für maximal 20 Sekunden gespeichert, zum Anderen ist die Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses auf etwa sieben plus-minus zwei Bedeutungseinheiten (chunks) begrenzt. Daher können Kopien der Daten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis gespeichert werden, das eine nahezu unbegrenzte Kapazität besitzt. [FN 285] Die Bedeutung dieses Drei-Ebenen-Modells hegt in der Betrachtung der Kontrollprozesse, die die Gedächtnisleistung steuern. Diese sind im Einzelnen die Wiederholung [FN 286], die Kodierung [FN 287] sowie die Wiedergewinnung [FN 288]. Dieses Modell liefert insbesondere Erklärungen für zwei wichtige beobachtbare Phänomene menschlicher In-formationsverarbeitung. Beim Primacy Effect werden die zuerst präsentierten Daten gut erinnert, da diese (durch häufige Wiederholungen) bereits im Langzeitgedächtnis ge-speichert sind. Beim Recency Effect werden auch die zuletzt präsentierten Daten gut erinnert, da diese noch im Kurzzeitgedächtnis vorhanden sind. In der Mitte präsentierte Daten werden dagegen kaum erinnert.[FN 289]

[FN 285] Dies wird auch durch das Brown/Peterson-Paradigma unterstützt; vgl. dazu Brown (1958) sowie Peterson und Peterson (1959).

[FN 286] Im Kurzzeitgedächtnis gespeicherte Daten werden durch neue Wahrnehmungen verdrängt. Dies kann durch 'rehearsal' verhindert werden.


[FN 287] Das 'coding' bezeichnet die Entscheidung, welche Informationen gespeichert werden und wie diese mit bereits bestehenden Informationen verknüpft werden.


[FN 288] Das 'retrieval' beschreibt die Suchprozesse sowie die Rückführung von Informationen aus dem Lang-zeitgedächtnis in einen aktiven Zustand.


[FN 289] Vgl. zu experimentellen Studien dazu etwa Glanzer und Cunitz (1966); Rundus und Atkinson (1970) sowie Craik (1970).

[FN 291] Vgl. Bettman (1979), S. 141f. Beispielsweise werden eher oberflächliche Daten, wie etwa der Wortlaut eines Buchstabens, kürzer behalten als tiefere Daten, z. B. die Bedeutung eines Wortes; vgl. dazu die Experimente von Deese (1959); Mandler (1967) sowie Bousfield (1953). Zu Untersuchungen von Kontexteffekten hinsichtlich Räumlichkeiten, Geruch und Alkoholisierung vgl. Abernathy (1940); Godden und Baddeley (1975); Schab (1990) sowie Goodwin, Powell, Bremer, Hoine und Stern (1969).

S. 88

Jedes Datum, das ein menschliches Individuum aufnimmt, wird dabei zunächst im sensorischen Register erkannt und bei Bedarf (d.h. wenn das Individuum seine Aufmerksamkeit auf dieses richtet) an das Kurzzeitgedächtnis (short-term-store) weitergeleitet. Aufgrund des eingehenden Datums können weitere Informationen, die zu diesem passen, aus dem Langzeitgedächtnis abgerufen (d.h. kopiert) werden. Da das Kurzzeitgedächtnis ebenso wie der sensorische Register nur eine begrenzte Kapazität hat (je nach Art des Datums nur zwi-schen sechs und zehn Einheiten), können Kopien der Daten aus dem Kurz-zeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis (long-term-store) abgespeichert werden. Das Langzeitgedächtnis hat eine nahezu unbegrenzte Kapazität.


S. 89

Diese These wird auch durch das BROWN-PETERSON-Paradigma (1958/59) [FN 1] gestützt, das experimentell die Gedächtnisleistung überprüft. Die Bedeutung des Modells von ATKINSON und SHIFFRIN liegt in der Betonung der Kontrollprozesse, die die Gedächtnisleistung steuern. Im einzelnen sind dies die Wie-derholung („rehearsal"; Entscheidung, welche Daten in das Langzeitgedächtnis kopiert werden), die Kodierung („coding"; Entscheidung, welche Informationen überhaupt gespeichert werden und wie diese mit anderen bereits bestehenden Daten verknüpft werden) und die Wiedergewinnung („retrieval"; Suchprozess und Rückführung aus dem Langzeitgedächtnis in einen aktiven Zustand). Die Methode zur Erforschung dieser Art Gedächtnisleistung ist „free recall" (eingeführt bereits im Jahr 1894 von KIRKPATRICK). Dabei werden die Versuchspersonen aufgefordert, nach freier Wahl bestimmte vorher präsentierte Informationen zu wiederholen. Verschiedene Experimente hierzu zeigten zwei bedeutende Effekte:[FN 2]

• primacy effect. die zuerst präsentierten Daten werden gut erinnert (weil diese durch die häufigen Wiederholungen im Laufe des Experiments in das Langzeitgedächtnis überführt werden).

• recency effect die zuletzt präsentierten Daten werden ebenfalls gut erin-nert (weil sie sich noch im Kurzzeitgedächtnis befinden).


[FN 1] Vgl. BROWN (1958) und PETERSON/PETERSON (1959). Bei diesem Experiment wird den Teilnehmern zuerst eine Kombination aus 3 Buchstaben präsentiert. Anschließend werden die Versuchspersonen mit Aufgaben zu Zahlungsreihen beschäftigt, um zu verhindern, daß die Buchstaben im Gedächtnis memoriert bleiben. Nach gewissen Zeitabständen werden die Teilnehmer aufgefordert, die Buchstaben aufzusagen. Es konnte dabei nach-gewiesen werden, daß bereits nach 18 sec. nur noch 10% der Erinnerungsleistung vorhanden ist.

[FN 2] Die beiden genannten Effekte werden ausführlich im Rahmen der beeinflussenden Deteminanten beschrieben, da diese im Kontext der Reihenfolge, in der verschiedene Informationen präsentiert werden, eine wichtige Rolle spielen.


S. 90

[Das Gedächtnis] ist somit als Prozeß konstruiert, das ein Kontinuum darstellt und sich durch die Tiefe der Daten differenziert. Eher oberflächliche Daten (z.B. der Wortlaut ei-nes Buchstabens) werden kürzer behalten als tiefe Daten (z.B. die Bedeutung eines Wortes). Diese Forschungsrichtung widerspricht somit dem BROWN/PETERSON-Paradigma. [FN 1] Eine weitere Bedeutung erlangen alle Experi-mente, die sich mit der Kontextfrage beschäftigen. So fanden ABERNATHY (1940) und GADDEN/BADDELEY (1975)[FN 2] heraus, daß beispielsweise in dem Raum, in dem die Lernleistung stattfindet auch die Erinnerungsleistung besser ist, als in einem anderen Raum. Dieser Kontexteffekt konnte auch für andere Bedingungen bestätigt werden (Geruchsumgebung oder auch verblüffender-weise die Alkoholisierung der Versuchspersonen [FN 3]).

[FN 1] Vgl. BROWN (1958) und PETERSON/PETERSON (1959). Bei diesem Experiment wird den Teilnehmern zuerst eine Kombination aus 3 Buchstaben präsentiert. Anschließend werden die Versuchspersonen mit Aufgaben zu Zahlungsreihen beschäftigt, um zu verhin-dern, daß die Buchstaben im Gedächtnis memoriert bleiben. Nach gewissen Zeitabständen werden die Teilnehmer aufgefordert, die Buchstaben aufzusagen. Es konnte dabei nach-gewiesen werden, daß bereits nach 18 sec. nur noch 10% der Erinnerungsleistung vorhanden ist.

[FN 2] Die beiden genannten Effekte werden ausführlich im Rahmen der beeinflussenden Deteminanten beschrieben, da diese im Kontext der Reihenfolge, in der verschiedene In-formationen präsentiert werden, eine wichtige Rolle spielen.

[FN 3] Auch diese Effekte wurden in zahlreichen Experimenten bewiesen; Vgl. GLAN-ZER/CUNITZ (1966); RUNDUS/ATKINSON (1970); CRAIK (1970).

Anmerkungen

Übernimmt den Text aus dieser Quelle und mischt diesen in einem eigenen Text unter.

Sichter

[30.] Mh/Fragment 147 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:23 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 18-24
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 91, Zeilen: 14-23
3.2.2.5 Erfahrungsbildung und Lernen

Ein weiteres zentrales Element der Informationsverarbeitung stellt die Erfahrungsbildung dar. Für Entscheidungen am Aktienmarkt scheint dies relevant, sofern der Anleger nicht nur eine einmalige Anlage tätigt, was insbesondere bei institutionellen Anlegern, aber auch beim Großteil der privaten Anleger der Fall ist. Eng verknüpft mit der Erfahrungsbildung ist, insbesondere aus psychologischer Sicht, der Begriff des Lernens. [FN 310] Stellvertretend für die Vielzahl an Definitionen, die in der Literatur für das Lernen zu finden sind, sei hier die[Folgende genannt:]

[FN 310] Der Begriff der Erfahrung wird in der Forschung auch unter dem Aspekt der Unterscheidung zwischen angeborenen und erlernten Einflüssen auf die Wahrnehmung untersucht; vgl. Murch und Woodworth (1978), S. 152ff. In dieser Arbeit wird auf die Erfahrungsbildung im Rahmen von Entscheidungen fokussiert.

3.3.4 Erfahrungsbildung und Lernbegriff

Eine Eigenschaft der Informationsverarbeitung ist die mögliche Erfahrungsbildung, der ein Entscheider unterliegt. Dies trifft auch für Entscheidungen am Aktienmarkt zu, sofern der individuelle Anleger es nicht bei einer Einmalent-scheidung beläßt. In besonderem Maße ist diese Eigenschaft für institutionelle Anleger relevant.

Nähert man sich der Erfahrungsbildung aus psychologischer Sicht, so trifft man zunächst auf den Begriff des Lernens.[FN 2]

Lernen wird in der Literatur verschiedentlich definiert und interpretiert. Die folgende Definition ist repräsentativ für gängige Definitionen:

[FN 2] Es muß zusätzlich erwähnt werden, daß das folgende Kapitel II 3.3.4 ausschließlich auf Erfahrungsbildung fokussiert, wie sie im Rahmen der Entscheidung verstanden wird. Erfah-rung wird in der Literatur auch unter dem hier nicht betrachteten Aspekt der Forschung über den Unterschied zwischen angeborenen und erlernten Einflüssen auf die Wahrnehmung verstanden. S. dazu ausführlich MURCH/WOODWORTH (1978), S. 152ff.

Anmerkungen

Übernahme des Textes ohne Quellenverweis in umformulierter Form. Auch der Verweis auf Murch und Woodworth (1978) wird übernommen. Hier beginnt eine mehrseitige Übernahme.

Sichter
Hindemith

[31.] Mh/Fragment 148 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:31 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 1-28
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 91-94, Zeilen: 22-26; 2-6,15, 21, 26-27; 16-33; 1-3
[Stellvertretend für die Vielzahl an Definitionen, die in der Literatur für das Lernen zu finden sind, sei hier die ]Folgende genannt: „Lernen wird als Veränderung des Verhaltens angesehen, die auf Erfahrung (Übung) beruht. Ein Individuum hat eine Situation erlebt, also Erfahrungen mit dieser Situation gesammelt, und reagiert dadurch anders als vorher." [FN 311] Charakteristisch für die Definitionen des Lernens ist die Verknüpfung externer situativer Gegebenheiten mit inneren Abläufen, die der Phase der Informationsverarbeitung zugeordnet werden.

In der Psychologie werden allgemein drei Klassen von Lerntheorien unterschieden: Das Asssoziations-Lernen, das Erfolgs-Lernen und das Modell-Lernen.[FN 312] Eine Annäherung des Lernens aus dieser Sichtweise für Entscheidungen am Aktienmarkt erscheint wenig zweckmäßig, so dass diese Lerntheorien hier nicht weiter erläutert werden.[FN 313]

Einen zielführenderen Ansatz bilden die kognitiven Ansätze, die aus der 'kognitiven Wende' der 1960er Jahre resultieren und eine Erweiterung des Lernbegriffs einführten, da „die klassischen Lerntheorien (...) nicht gehalten (haben), was man sich von ihnen versprochen hatte. Mit ihnen lässt sich komplexes menschliches Verhalten nur unzureichend erklären. Sie werden deswegen in zunehmendem Maße durch kognitive Ansätze ergänzt." [FN 314] Als wesentliche Charakteristika dieser kognitiven Ansätze lassen sich die folgenden drei Aspekte identifizieren:[FN 315]

• Lernen tritt in der Phase der Informationsverarbeitung auf. Die Neuentwicklung von Wissen kann dabei auf neuen Informationen, auf schlussfolgerndem Denken oder auf dem Transfer von Wissen oder Fähigkeiten basieren.

• Dem Vorwissen der jeweiligen Person kommt innerhalb des Lernprozesses eine bedeutende Rolle zu.

• Im Zentrum des Lernens steht das so genannte Begriffslernen. Dabei werden Informationen zu Klassen zusammengefasst, die untereinander durch Beziehungen verknüpft sind. Insbesondere zählen zu diesen Informationen auch die subjektiven Einflussfaktoren der lernenden Person, z. B. Emotionen, die ebenfalls Operatoren im Denkprozess darstellen.

Im Rahmen des kognitiven Lernens werden somit zwei Bereiche tangiert: Zum einen ist die Innensteuerung von der Person selbst abhängig und zum anderen umfasst die Außen-[Steuerung die Interaktion der jeweiligen Person mit der Umwelt.]


[FN 311] Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 316.

[FN 312] Vgl. dazu ausführlich Musahl (1999), S. 331ff.; Amlenag und Bartussek (2001), S. 480ff.; Wiswede (2000), S. 67ff. sowie Hoffmann und Sebald (2000), S. lff.

[FN 313] Vgl. zu einer ausführlichen Diskussion dazu etwa Schmidt (2003), S. 83f.

[FN 314] Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 333 sowie ähnlich bei Leroy und Ramanantsoa (1997), S. 873.

[Fn 315] Vgl. Seel (2003), S. 21 sowie Schmidt (2003), S. 84.

[S. 91]

Die folgende Definition ist repräsentativ für gängige Definitionen: „Lernen wird als eine Veränderung des Verhaltens angesehen, die auf Erfahrung (Übung) beruht. Ein Individuum hat eine Situation erlebt, also Erfahrungen mit dieser Situation gesammelt, und reagiert dadurch anders als vorher." [FN 3] Es findet somit

[FN 3] KROEBER-RIEL/WEINBERG (1999), S. 316.

[S. 92]

eine Verknüpfung zwischen internen Abläufen und situativen Gegebenheiten statt, die der Phase der Informationsverarbeitung zugeordnet werden kann.

Aus psychologischer Sicht existieren dazu verschiedene Lerntheorien, die im einzelnen kurz vorgestellt und im Hinblick auf den hiesigen Zusammenhang kritisch analysiert werden sollen [FN 1]:

a) Assoziations-Lernen: [...]

b) Erfolgs-Lernen: [...]

c) Modell-Lernen: [...]

Betrachtet man die Entscheidung am Aktienmarkt aus Sicht dieser Lerntheorien, so wird sichtbar, daß hier kaum eine Verbindung gezogen werden kann. [...]

[FN 1] Vgl. MUSAHL (1999), S. 331ff.; AMELANG/BARTUSSEK (2001), S. 480ff.; WISWEDE (2000), S. 67ff.; HOFFMANN/SEBALD (2000), S. 1ff.

[S. 93]

[...]

Zu einer Erweiterung des Lernbegriffs führte die sogenannte „kognitive Wende" in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, da „die klassischen Lerntheorien ... nicht gehalten [haben], was man sich von ihnen versprochen hatte. Mit ihnen läßt sich komplexes menschliches Verhalten nur unzureichend erklären. Sie werden deswegen in zunehmendem Maß durch kognitive Ansätze ergänzt." [FN 3]. Diese kognitiven Ansätze beobachten die internen psychischen Prozesse des Lernens und weisen dabei folgende Charakteristika auf: [FN 4]

• Lernen tritt in der Phase der Informationsverarbeitung auf. Dabei kann es sich um eine Neuentwicklung von Wissen anhand neuer Informationen, um eine Neuentwicklung von Wissen anhand schlußfolgernden Denkens oder den Transfer von Wissen oder Fähigkeiten auf neue Situationen handeln.

• Das Vorwissen der involvierten Person spielt im Lernprozeß eine bedeutende Rolle.

• Im Zentrum steht das Begriffslernen, d.h. Informationen werden zu Klassen zusammengefaßt, die untereinander durch verschiedenste Beziehungen miteinander verknüpft sind. Zu diesen Informationen zählen auch die sub-jektiven Einflußfaktoren des Lernenden (z.B. Emotionen), die ebenfalls als Operatoren im Denkprozeß dienen.

[FN 3] WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 333 und sinngemäß ähnlich LEROY/RAMANANTSOA (1997), S. 873.

[FN 4] Vgl. SEEL (2000), S. 21.

[S. 94]

Kognitives Lernen umfaßt somit zwei Aspekte: Die Innensteuerung ist abhängig von der Person selbst, die Außensteuerung umfaßt die Interaktion der betroffenen Person mit der Umwelt.

Anmerkungen

Die gesamte Seite wird von Schmidt 2003 übernommen, inklusive aller Literaturverweise und zweier wörtlicher Zitate von Kroeber-Riel und Weinberg, bei denen sogar die Auslassungen identisch zu Schmidt 2003 sind. Es gibt zwei Verweise auf Schmidt 2003, doch diese decken keineswegs die ganzseitige Übernahme ab -- im Gegenteil, durch die vielen übernommenen Literaturverweise entsteht der Eindruck, Schmidt 2003 sei nur eine von vielen zu Rate gezogenen Publikationen. Außerdem ist die Seitenangabe bei beiden Verweisen auf Schmidt falsch. Fortsetzung von S. 147. Tippfehler: "Asssoziations-Lernen"

Sichter
Hindemith

[32.] Mh/Fragment 149 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:27 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 1-3
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 94, Zeilen: 1-4
[Im Rahmen des kognitiven Lernens werden somit zwei Bereiche tangiert: Zum einen ist die Innensteuerung von der Person selbst abhängig und zum anderen umfasst die Außen-] Steuerung die Interaktion der jeweiligen Person mit der Umwelt. Diese Perspektive lässt sich relativ direkt auf das Lernen im Rahmen von Anlageentscheidungen auf dem Aktien- oder Kapitalmarkt übertragen. Kognitives Lernen umfaßt somit zwei Aspekte: Die Innensteuerung ist abhängig von der Person selbst, die Außensteuerung umfaßt die Interaktion der betroffenen Person mit der Umwelt. Für eine Anlageentscheidung am Aktienmarkt ist diese Sichtweise eher geeignet als die der klassischen Lerntheorien.
Anmerkungen

Fortsetzung von S. 148. Auch der letzte Abschnitt dieses Kapitels wird nach gewissen Modifikationen übernommen ohne die Quelle anzugeben.

Sichter
Hindemith (noch eine Sichtung nötig da stark verändert)

[33.] Mh/Fragment 152 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:29 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hansgert Ruppert, Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 16-19
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 94, Zeilen:
3.2.3 Determinanten des Entscheidungsprozesses: Personale und situative Faktoren


Innerhalb des Entscheidungsprozesses gibt es unterschiedliche Einflussfaktoren, denen Entscheider ausgesetzt sind. In der Literatur existiert keine einheitliche Systematisierung [dieser Determinanten, so dass diese letztlich vom betrachteten Kontext abhängt.]

3.5 Wesentliche Determinanten des Informations- und Entscheidungsprozesses

3.5.1 Überblick

Im Entscheidungsprozeß existieren verschiedene Einflußfaktoren, denen ein Entscheider ausgesetzt ist. In der Literatur gibt es keine einheitliche Strukturierung dieser Determinanten, so daß diese unter der jeweiligen Betrachtung des Entscheidungskontextes aufgestellt werden müssen.

Anmerkungen

Siehe auch Mh/Fragment_153_01 Zur Einstufung als Plagiat siehe: Diskussionsseite

Sichter
HgR (V)

[34.] Mh/Fragment 153 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:37 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Senzahl, Hansgert Ruppert, Hindemith, Lukaluka
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 1-5
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 94,95,96, Zeilen:
[In der Literatur existiert keine einheitliche Systematisierung] dieser Determinanten, so dass diese letztlich vom betrachteten Kontext abhängt. Einen Überblick über diese Determinanten gibt Abbildung 3.12. Einigkeit herrscht hinsichtlich der Unterteilung der Determinanten in personale und situative Faktoren, d.h. Faktoren, die sich entweder auf die Person des Entscheiders oder auf die Entscheidungsaufgabe beziehen.[...]
Mh153.jpg
[S. 94] In der Literatur gibt es keine einheitliche Strukturierung dieser Determinanten, so daß diese unter der jeweiligen Betrachtung des Entscheidungskontextes aufgestellt werden müssen. Einheitlich ist eine Auf-

[S. 95] teilung in Determinanten situativer und personaler Art, also Größen, die zum einen mit der Entscheidungsaufgabe an sich und zum anderen in weitestem Sinne mit der Person des Entscheiders in Zusammenhang stehen. [...]

[S. 96]

Schm0394.jpg
Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment 152 14. Textzeilen umformuliert übernommen. Bei der Abbildung wird auf die Falsche Seite verwiesen. Zur Einstufung als Plagiat siehe: Diskussionsseite

Sichter
HgR (noch eine Sichtung nötig da erst von HgR auf verschleierung gesetzt) Lukaluka

[35.] Mh/Fragment 153 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:33 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 11-14
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): , Zeilen:
3.2.3.1 Personale Faktoren

Zu dem Bereich der personalen Faktoren gehören Determinanten, die die persönliche Dis-position des Entscheiders beschreiben, sowie sozio demographische und das soziale Umfeld des Entscheiders charakterisierende Determinanten. Die erste Klasse beinhaltet im We-[sentlichen die Emotion, Motivation und Kognition.[FN 341] Zur zweiten Klasse gehören insbe-sondere die Determinanten Alter, Geschlecht, Beruf und aktuelle Lebensphase.]

S. 95

Die persönliche Disposition läßt sich aufteilen in Faktoren kognitiver, motivationaler und emotionaler Art. [...]

Zu den soziodemographi-schen Faktoren und dem sozialen Umfeld, die man ebenfalls unter die Fakto-ren den Entscheider betreffend zählen kann, gehören neben dem Alter, dem Geschlecht oder dem Beruf insbesondere die aktuelle Lebensphase.

S. 96


3.5.2 Personale Faktoren

Anmerkungen

Fortsetzung folgt in den kommenden Seiten.

Sichter

[36.] Mh/Fragment 154 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:41 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 1-21
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 95,96,97,98, Zeilen:
[Zu dem Bereich der personalen Faktoren gehören Determinanten, die die persönliche Dis-position des Entscheiders beschreiben, sowie sozio demographische und das soziale Umfeld des Entscheiders charakterisierende Determinanten. Die erste Klasse beinhaltet im We-]sentlichen die Emotion, Motivation und Kognition. [FN 341] Zur zweiten Klasse gehören insbesondere die Determinanten Alter, Geschlecht, Beruf und aktuelle Lebensphase.


Emotionen werden klassisch in die Bereiche Affekte und Stimmungen aufgeteilt. [FN 342] Affekte bezeichnen eine kurzfristige Reaktion in einer spezifischen Situation während Stimmungen länger anhaltende, eher diffuse Gefühle darstellen, die eine unbestimmte Situation begleiten. [FN 343] Insbesondere im Marketing haben Emotionen eine große Bedeutung erlangt. [FN 344] Im Bereich des Kapitalmarktes sind eher Stimmungen zu beobachten, die die kognitiven Prozesse und damit den gesamten Entscheidungsprozess von Marktteilnehmern beeinflussen.[FN 345] Dabei können die am Kapitalmarkt herrschenden Stimmungen und die Prozesse der einzelnen Anleger einen Kreislauf erzeugen. [FN 346] Die wesentlichen Ergebnisse empirischer Untersuchungen zeigen Folgendes zum Einfluss von Stimmungen:


• Bei Vorliegen von positiver Stimmung nehmen Personen weniger Informationen auf und gehen in der Phase der Informationsverarbeitung weniger systematisch vor. Für negative Stimmungen gilt die Umkehrung.[FN 347]


• Personen erinnern sich in positiver Stimmung eher an positive Aspekte von früheren Entscheidungen.[FN 348]

• Die Rückkopplungseffekte bei der Erwartungsbildung führen dazu, dass ökonomisch relevante Informationen vernachlässigt werden. [FN 349]


[FN 341] Zu dem engen Zusammenhang von Emotion, Motivation und Kognition vgl. ausführlich Kuß (1991), S. 21 sowie Mandl und Reiserer (2000), S. lOOff.


[FN 342] Vgl. Otto, Euler und Mandl (2000), S. 12ff. sowie Dickenberger und Gniech (1983), S. 493.


343 Vgl. Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 100 sowie Oehler (1995), S. 49.


344 Vgl. etwa Kroeber-Riel (1995) sowie Kirchler (2003), S. 239ff. 345 Vgl. Schmidt (2003), S. 87 sowie Oehler (1995), S. 49.


[FN 346] Vgl. Schwarz und Bohner (1990), S. 164 sowie Wärneryd (2001), S. 163ff.

[FN 347] Vgl. dazu allgemein Barone, Miniard und Romeo (2000) sowie die Studien von Alloy und Abramson (1979); Ruehlman, West und Pasahow (1985); Isen, Means, Patrick und Nowicki (1982), S. 243ff.; Isen (2004), S. 418f.; Schwarz (1987), S. 21ff.; Abele (1985); Fiedler (1988), S. lOOff. sowie Clore, Schwarz und Conway (1994).


[FN 348] Vgl. Johnson und Tversky (1984); Blaney (1986); Bower (1981) sowie die Übersicht bei Bless und Ruder (2000), S. 306ff.


[FN 349] Vgl. Oehler (1995), S. 50. In ihrer Studie zeigen Fisher und Statman (2000), dass ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen der Stimmung institutioneller Investoren und der Aktienrendite existiert; bei individuellen Anlegern kann dieser Zusammenhang signifikant negativ nachgewiesen werden.

S. 95

Die persönliche Disposition läßt sich aufteilen in Faktoren kognitiver, motivationaler und emotionaler Art. [...]

Zu den soziodemographischen Faktoren und dem sozialen Umfeld, die man ebenfalls unter die Faktoren den Entscheider betreffend zählen kann, gehören neben dem Alter, dem Geschlecht oder dem Beruf insbesondere die aktuelle Lebensphase.


[FN 1] Vgl. KUß (1981), S. 21; MANDL/REISERER (2000), S. 100ff. beschreiben ausführlich den Zusammenhang zwischen den drei Begriffen Emotion, Motivation und Kognition.

S. 96

3.5.2 Personale Faktoren [...]

In der Literatur hat sich eine Aufteilung des Begriffs der Emotion in den Bereich der Affekte und den der Stimmungen durchgesetzt.[FN 1][...] Während bei einem Affekt eine kurzfristige Reaktion auftritt, die zu einer einzeln auftretenden Situation paßt, bezeichnen Stimmungen längeranhaltende eher diffuse Gefühle, die eine unbestimmte Situation begleiten. [FN 2] [...]

Im Bereich der Aktienmarktentscheidung hat man es


[FN 1] Vgl. zu einer ausführlichen Definition emotionaler Prozesse und deren Abgrenzung zu anderen verwandten Begriffen OTTO/EULER/MANDL (2000), S. 12ff.; DICKENBER-GER/GNIECH (1983), S. 493.

[FN 2] Vgl. WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 100; OEHLER (1995), S. 49.

S. 97

agegen eher mit Stimmungen zu tun, die den kognitiven Prozeß und damit auch den gesamten Entscheidungsprozeß beeinflussen können.

Im Bereich des Marketing haben Emotionen eine große Bedeutung erlangt.

[...]

• Zum anderen ist ein allgemeiner Einfluß von Stimmungen auf die Anlageentscheidung zu konstatieren.[FN 4] So ist in der Regel von einer „positi-ven Stimmung" die Rede, wenn eine erhöhte Nachfrage und Kurssteige-rungen beobachtet werden und umgekehrt von einer „negativen Stimmung" bei geringer Nachfrage und/oder negativer Kursentwicklung. SCHWARZ/BOHNER weisen jedoch darauf hin, daß die Rückwirkung der genannten Stimmung auf den einzelnen Anleger einen Kreislauf erzeugt, wenn gleichzeitig wiederum dessen Verhalten die beobachtete Stimmungslage unterstützt.[FN 5] Betrachtet man die Wirkung von Stimmungen auf den Informationsprozeß, so zeigen empirische Studien unterschiedliche Prozeßverläufe. Während der Informationsaufnahme werden Personen in


[FN 3] Vgl. OEHLER (1995), S. 49f.

[FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 50; FISHER/STATMAN (2000) weisen in ihrer Studie dagegen einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen der Stimmung von institutionellen In-vestoren und der Aktienrendite nach, während der gleiche Zusammenhang bei individuellen Anlegern signifikant negativ ist.

S. 98

positiver Stimmung weniger Informationen aufnehmen und während der Informationsverarbeitungsphase weniger systematisch vorgehen, in negati-ver Stimmung umgekehrt. [FN 1] Gleichzeitig werden Personen in positiver Stim-mung eher auf angenehme Informationen ansprechen als auf unangenehme, so daß das Prinzip der selektiven Informationsaufnahme ebenfalls zum Tragen kommt. Dieses Prinzip gilt insbesondere auch für den Bereich des Erinnerns, da gezeigt werden konnte, daß sich Menschen in positiver Stimmung tendenziell eher an positive Aspekte früherer Entscheidungen erinnern. Prinzipiell lassen sich diese Befunde auch für den Anlageentscheidungsprozeß vermuten. [...] Rückkopplungseffekte sind dabei kaum zu vermeiden, wenn eine hohe Anzahl von Anlegern sich bei ihrer Urteilsbildung auf die Erwartungen als Information stützt und somit die eigentlich relevanten ökonomischen Daten vernachlässigt. Diese Situation kann sich bei gleichzeitiger Nutzung von Finanzintermediären im Sinne einer Anlageberatung verstärken. [FN 4]

[FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 50; FISHER/STATMAN (2000) weisen in ihrer Studie dagegen einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen der Stimmung von institutionellen In-vestoren und der Aktienrendite nach, während der gleiche Zusammenhang bei individuellen Anlegern signifikant negativ ist.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 153.Es werden einzelne Textbausteine in modifizierter und z.T. verkürter Form übernommen und zu einen neuen Kapitel zusammengesetzt. Auch die Quellenangaben werden übernommen.

Sichter

[37.] Mh/Fragment 154 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-16 15:25:40 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 9-18, 107-117
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 97, 98, Zeilen: S. 97, 27-28.32.106-107; S.98, 1-3.7-9.22-24,101-106.108-111
Dabei können die am Kapitalmarkt herrschenden Stimmungen und die Prozesse der einzelnen Anleger einen Kreislauf erzeugen.[FN 346] Die wesentlichen Ergebnisse empirischer Untersuchungen zeigen Folgendes zum Einfluss von Stimmungen:
  • Bei Vorliegen von positiver Stimmung nehmen Personen weniger Informationen auf und gehen in der Phase der Informationsverarbeitung weniger systematisch vor. Für negative Stimmungen gilt die Umkehrung. [FN 347]
  • Personen erinnern sich in positiver Stimmung eher an positive Aspekte von früheren Entscheidungen. [FN 348]
  • Die Rückkopplungseffekte bei der Erwartungsbildung führen dazu, dass ökonomisch relevante Informationen vernachlässigt werden. [FN 349]

[FN 346] Vgl. Schwarz und Bohner (1990), S. 164 sowie Wärneryd (2001), S. 163ff.

[FN 347] Vgl. dazu allgemein Barone, Miniard und Romeo (2000) sowie die Studien von Alloy und Abramson (1979); Ruehlman, West und Pasahow (1985); Isen, Means, Patrick und Nowicki (1982), S. 243ff.; Isen (2004), S. 418f.; Schwarz (1987), S. 21ff.; Abele (1985); Fiedler (1988), S. lOOff. sowie Clore, Schwarz und Conway (1994).

[FN 348] Vgl. Johnson und Tversky (1984); Blaney (1986); Bower (1981) sowie die Übersicht bei Bless und Ruder (2000), S. 306ff.

[FN 349] Vgl. Oehler (1995), S. 50. In ihrer Studie zeigen Fisher und Statman (2000), dass ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen der Stimmung institutioneller Investoren und der Aktienrendite existiert; bei individuellen Anlegern kann dieser Zusammenhang signifikant negativ nachgewiesen werden.

[Seite 97]

SCHWARZ/BOHNER weisen jedoch darauf hin, daß die Rückwirkung der genannten Stimmung auf den einzelnen Anleger einen Kreislauf erzeugt [...]. [FN 5] [...]

Während der Informationsaufnahme werden Personen in [Seite 98] positiver Stimmung weniger Informationen aufnehmen und während der Informationsverarbeitungsphase weniger systematisch vorgehen, in negativer Stimmung umgekehrt. [FN 1] [...], da gezeigt werden konnte, daß sich Menschen in positiver Stimmung tendenziell eher an positive Aspekte früherer Entscheidungen erinnern. [FN 2] [...]

Rückkopplungseffekte sind dabei kaum zu vermeiden, wenn eine hohe Anzahl von Anlegern sich bei ihrer Urteilsbildung auf die Erwartungen als Information stützt und somit die eigentlich relevanten ökonomischen Daten vernachlässigt.[...] [FN 4]

[Seite 97, FN 5] Vgl. SCHWARZ/BOHNER (1990), S. 164; zum Einfluß von optimistischer Stimmung auf das individuelle Verhalten am Aktienmarkt s.a. WÄRNERYD (2001), S. 163ff.

[Seite 98, FN 1] Vgl. die Studien von ALLOY/ABRAMSON (1979); RUEHLMAN/WEST/PASAHOW (1985); ISEN (1982), S. 243ff.; ISEN (2000), S. 418f.; SCHWARZ (1987), S. 21ff.; ABELE (1985); FIEDLER (1988), S. 100ff.; CLORE et al. (1994); allgemein auch BARONE/MINIARD/ROMEO (2000).

[Seite 98, FN 2] Vgl. JOHNSON/TVERSKY (1984); BLANEY (1986); BOWER (1981) und die Übersicht in BLESS/RUDER (2000), S. 306ff.

[Seite 98, FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 50; FISHER/STATMAN (2000) weisen in ihrer Studie dagegen einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen der Stimmung von institutionellen Investoren und der Aktienrendite nach, während der gleiche Zusammenhang bei individuellen Anlegern signifikant negativ ist.

Anmerkungen

Es werden Literaturreferenzen von Schmidt 2003 in großem Umfang übernommen. Auch im Fließtext wird von Schmidt 2003 übernommen, wobei etwas gekürzt und umformuliert wird.

Sichter
Hindemith (zusätzliche Sichtung nötig Fragment erweitert) Graf Isolan

[38.] Mh/Fragment 155 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:45 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 155, Zeilen: 1-17
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 99,100,101,103, Zeilen: 4ff; 19ff; 5ff
Im Bereich der Motivation [FN 350] wird in der Regel zwischen primären und sekundären Motiven unterschieden. [FN 351] Anlageentscheidungen am Kapitalmarkt folgen dabei ausschließlich Motiven sekundärer Art. Aus ökonomischer Sicht wird in der Regel zwischen dem Vorsorge-, Konsum- und Spekulationsmotiv unterschieden. Die wenigen empirischen Untersuchungen zur Motivforschung von individuellen Anwendern zeigen, trotz der vorhandenen Interdependenzen zwischen diesen Motiven, die überwiegende Bedeutung des Spekulationsmotivs für private Anleger.[FN 352]

Im Kontext der kognitiven Persönlichkeitsvariablen kann unterschieden werden zwischen den Determinanten subjektive Kompetenz und Wissensstand, Kontrollüberzeugung sowie den kognitiven Stilen.[FN 353]

Für die Determinanten der subjektiven Kompetenz und dem Wissenstand und ihrem Einfluss auf den Entscheidungsprozess lassen sich die folgenden wichtigen empirischen Ergebnisse konstatieren:[FN 354]

• Personen mit niedriger subjektiver Kompetenz weisen eine geringere Anzahl an Zielbildungs- und Zielfindungsphasen im Rahmen des Entscheidungsprozesses auf. Beim Informationsprozess ist eine Tendenz zu eher oberflächlichen Analysen bei geringerer Informationsaufnahme zu beobachten.[FN 355]

[FN 350] Vgl. Heckhausen (1989); Schmält und Sokolowski (1996); Dickenberger und Gniech (1983), S. 476ff.; Ulich, Brandstätter und Gollwitzer (1996), S. 124ff.; Atkinson (1958); Atkinson und Feather (1966); Atkinson und Joel (1978), S. 11-38; Heckhausen (1977); Heckhausen (1989), S. 175-178; Kühl (1983), S. 44-52; Kupsch (1973), S. 177-214 sowie Weiner (1984), S. 151-174.

[FN 351] Vgl. Oehler (1995), S. 88ff.; Weidekind (1994), S. 141ff. sowie Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 142ff.

[FN 352] Vgl. dazu die Studie von Oehler (1995), S. 155 sowie die bei von Rosenstiel (1990) genannten unveröffentlichten Studien.

[FN 353] Vgl. Ajzen (1988); Ajzen (1991); Roth (1967); Weiss und Adler (1990); Laux und Glanzmann (1996); Meinefeld (1988); Six und Eckes (1996); Eckes und Six (1994); Henninger (1994); Jonas und Doli (1996); Frey, Stahlberg und Gollwitzer (1993) sowie Pfister und Konerding (1996). Zur Präge, ob die Risikoeinstellung ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal darstellt vgl. etwa von Engelhardt (1981), S. 484-499; Haie (1987), S. 72; Keller (1985), S. 481; von Klebelsberg (1969), S. 167-169; Kozielecki (1974), S. 8; Kozielecki (1981), S. 290; Kupsch (1975), Sp. 158; March (1994), S. 42; MacCrimmon und Wehrung (1986), S. 197; Panne (1977), S. 212-215; Rohrmann (1991), S. 397; Schwenkmezger (1977), S. 44; Schwenkmezger (1983), S. 229; Slovic (1962); Slovic (1972a); Slovic (1972b), S. 795; Weinstein (1969), S. 168 sowie Wright und Phillips (1984), S. 296.

[FN 354] Für eine Diskussion möglicher Definitionen und Abgrenzungen zwischen Kompetenz und Wissen sowie heuristische und epistemische Kompetenz vgl. etwa Schmidt (2003), S. 91; Oehler (1995), S. 93; Stäudel (1987), S. 47ff. sowie Oesterreich (1979), S. 142ff.

[FN 355] Vgl. Dörner, Reh und Stäudel (1983b), S. 592ff.; Dörner, Reither und Stäudel (1983a), S. 75f. sowie Stäudel (1987). Dabei lässt sich auch der sog. 'Competency Effect' nachweisen, d.h. dass Personen sich für eine Alternative entscheiden, bei der sie sich subjektiv kompetent fühlen; vgl. dazu insbesondere die Studien von Heath und Tversky (1991) sowie Keppe und Weber (1993).

[S. 99]

Allgemein werden unter der Motivation einer Person alle Prozesse und Effekte verstanden, die das Verhalten dieser Person bezüglich Richtung und Energieaufwand leiten. [FN 1] Es lassen sich zwei Kategorien von Motiven unterscheiden:[FN 2]

• Primäre Motive [...]

• Sekundäre Motive [...]

Da Anlageentscheidungen am Aktienmarkt ausschließlich Motiven sekundärer Art folgen, können sich die weiteren Ausführungen auf diese beschränken. [...] In ökonomischen Zusammenhängen wird dabei zwischen dem Vorsorge-, dem Konsum- und dem Spekulationsmotiv unterschieden.[FN 3] Ohne Zweifel gibt es Abhängigkeiten zwischen diesen Motivarten, doch kann die Anlageentscheidung am Aktienmarkt eindeutig dem letztgenannten Motiv zugeordnet werden. In den wenigen existierenden Studien zur Motivforschung individueller Anleger bestätigt sich die hohe Bedeutung des Spekulationsmotivs bei privaten Anlegern.[...] [FN 4]

[FN 1] Vgl. HECKHAUSEN (1989), S. 10; zur Motivationsforschung auch SCHMALT/SOKOLOWSKI (1996); DICKENBERGER/GNIECH (1983), S. 476ff.; ULICH/BRANDSTÄTTER/GOLLWITZER (1996), S. 124ff.

[FN 2] Vgl. OEHLER (1995), S. 88ff; WEIDEKIND (1994), S. 141ff.; WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 142ff.

[FN 3] Vgl. dazu OEHLER (1995), S. 91f.; VELDHOVEN/GROENLAND (1993) und FURNHAM (1985).

[FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 155 und die unveröffentlichten Studien, die VON ROSENSTIEL (1990) nennt.

[S. 100]

Unter dem Aspekt der kognitiven Persönlichkeitsvariablen gibt es verschiedene Faktoren, die gerade auch am Aktienmarkt relevant sein können:

a) Subjektive Kompetenz und Wissensstand

[...] Folgt man der Argumentation von OEHLER, so ist es nicht sinnvoll, den Begriff der Kompetenz in Zusammenhang mit Objektivität zu bringen, da das Konstrukt der Kompetenz nicht mit Wissen gleichgesetzt werden kann.[FN 1]

[...]

[FN 1] Vgl. OEHLER (1995), S. 93.

[S. 101]

[...][FN 1]

Betrachtet man auch hier den Zusammenhang zwischen der subjektiven Kompetenz und dem Informationsprozeß, so konnte gezeigt werden, daß Personen mit niedriger subjektiver Kompetenz eine geringere Anzahl an Zielbildungs- und Zielfindungsphasen innerhalb des Entscheidungsprozesses aufweisen. Der Informationsprozeß tendiert zu eher oberflächlichen Analysen, bei denen weniger Informationen aufgenommen werden. [FN 2]

[...]

b) Kontrollüberzeugung [...]

[FN 1] Vgl. STÄUDEL (1987), S. 47ff.; OESTERREICH (1979), S. 142ff.

[FN 2] Vgl. DÖRNER/REH/STÄUDEL (1983), S. 592ff.; DÖRNER/REITHER/STÄUDEL (1983), S. 75f.; und die ausführliche Studie von STÄUDEL (1987); HEATH/TVERSKY weisen in ihrer Studie 1990 nach, daß es einen sogenannten „competence effect" gibt, d.h. daß Individuen sich in Risikosituationen eher für die Alternative entscheiden, bei der sie sich sub-jektiv kompetent fühlen. Eine ähnliche experimentelle Studie führen KEPPE/WEBER (1993) durch.

[S. 103]

c) Kognitive Stile [...]

Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment_154_09 In der Dissertation findet sich eine Zusammenfassung der Quelle, die keinen neuen Inhalt bietet, und sich auch in den Formulierungen stark an Schmidt (2003) anlehnt. Auch die meisten Quellenangaben wurden übernommen. Einen Quellenverweis gibt es nur in FN 354, dort wird aber Schmidt (2003) mit falscher Seitenangabe für einen eng eingegrenzten Teilaspekt genannt. Keineswegs wird dem Leser klar, dass der gesamte Überblick von Schmidt stammt.

Sichter
Hindemith (noch eine Sichtung nötig da stark verändert) Lukaluka

[39.] Mh/Fragment 156 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:41 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 1-4
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 101, Zeilen: 12-14
* [...] Anleger fühlen sich bei inländischen Aktien kompetenter als bei ausländischen Aktien. [FN 356]
  • Eine Person mit hohem Wissensstand wird sich auch subjektiv kompetent fühlen und sich entsprechend im Rahmen einer Entscheidung verhalten. [FN 357]


[FN 356] Vgl. etwa die Studien von Kilka und Weber (2000) sowie Kilka (1998)

[FN 357] Vgl. Oehler (1995), S. 94.

So fühlen sich Anleger bei inländischen Aktien kompetenter als bei ausländischen, [FN 3] oder bevorzugen generell Alternativen, bei denen sie sich für kompetenter halten. [FN 4]


[FN 3] Vgl. die Studie von KILKA/WEBER (1999) und KILKA (1998).

[FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 94.

Anmerkungen
  • Mh verschleiert den Inhalt und übernimmt die Literatur als eigene Recherche. * Als verdächtig markiert, da die Stelle nur kurz ist.
Sichter
Guckar

[40.] Mh/Fragment 157 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:45 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 16-17
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): , Zeilen:
Die Forschungen im Bereich der kognitiven Stile untersuchen Persönlichkeitsstile, die als Konstrukte die Persönlichkeit und die Verhaltensweisen von Individuen bestimmen. [FN 371]

[FN 371] Vgl. etwa die Überblicke bei Rayner und Riding (1997) sowie Sternberg und Grigorenko (1997).

c) Kognitive Stile

Mit kognitiven Stilen werden Persönlichkeitsmerkmale benannt, die als Kon-strukt die Persönlichkeit und Verhaltensweisen von Individuen bestimmen. Aus der Forschung sind eine Vielzahl solcher Konstrukte bekannt, die jeweils auf einzelne Teilaspekte eingehen.[FN 4]


[FN 4] Einen Überblick findet sich bei RAYNER/RIDING (1997); STERNBERG/GRIGORENKO (1997).

Anmerkungen
Sichter

[41.] Mh/Fragment 158 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:47 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 19-25
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 104,105, Zeilen: 27-32; 1ff
Der Bereich der Komplexität lässt sich in mehrere einzelne Faktoren aufspalten. Dazu gehören insbesondere die Anzahl der Alternativen sowie deren Attribute und der Zeitdruck, unter dem eine Entscheidung zu treffen ist. [FN 379] Neben der reinen Menge an zu verarbeitenden Informationen determiniert zusätzlich die Vernetztheit dieser Informationen die Komplexität einer Entscheidung; Vernetztheit bezeichnet dabei die Abhängigkeit und Beeinflussung einzelner Informationen untereinander.[FN 380]

[FN 379] Vgl. Kupsch und Hufschmied (1979), S. 233.

[FN 380] Mit diesem Problemfeld beschäftigt sich insbesondere die Forschungsarbeit von Dörner; vgl. zu einem Überblick etwa Dörner (1993), S. 22f. und die dort genannte Literatur. Exemplarisch seien hier die neueren Untersuchungen von Dörner (2000) sowie Swait und Adamowicz (2001) genannt.

Als übergeordnetes Merkmal ist die Komplexität der zu lösenden Aufgabe zu nennen, da mehrere Einzelfaktoren eine Komplexität begründen. Zu diesen einzelnen Faktoren zählen beispielsweise die Anzahl der Attribute und der Alternativen einer Entscheidung und der Zeitdruck, unter dem eine Entscheidung getroffen werden muß. [FN 3] Die Menge an Informationen, die der Entscheider verarbeiten muß, hat wiederum Einfluß auf den Informationsprozeß. Es ist jedoch darauf

[FN 3] Vgl. KUPSCH/HUFSCHMIED (1979), S. 233.

[S. 105]

hinzuweisen, daß nicht allein die Menge an Informationen, sondern deren Vernetztheit die Komplexität einer Entscheidung determiniert. [FN 1] Mit Vernetztheit ist die Abhängigkeit und Beeinflussung einzelner Informationen untereinander gemeint.[...][FN2] [...][FN 3]

[FN 1] Vgl. DÖRNER (1993), S. 60ff.; DÖRNER (2000), S. 2.

[FN 2] S. den Überblick in DÖRNER (1993), S. 22ff.

[FN 3] [...] S.a. die Studie von SWAIT/ADAMOWICZ (2001).

Anmerkungen

Ein Quellenverweis auf Schmidt 2003 fehlt, obwohl der Inhalt des Fragments, und auch einige Formulierungen, sowie die Literaturverweise aus dieser Quelle übernommen wurden.

Sichter
Hindemith (stark geändert daher weitere Sichtung notwendig) Lukaluka

[42.] Mh/Fragment 159 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:55 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hansgert Ruppert
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 1-17
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 106, Zeilen:
[Generell wird zwischen objektiver und subjektiver] Komplexität unterschieden, wobei letztere wiederum durch personale Faktoren beeinflusst wird. [FN 381] Im Folgenden werden die wichtigsten empirischen Erkenntnisse zu Determinanten der Komplexität von Entscheidungssituationen resümiert. Die Anzahl der Alternativen und der Attribute beeinflusst basierend auf den bereits beschriebenen Beschränkungen in den einzelnen Phasen des Informationsprozesses diesen wiederum. Zur Anzahl der Alternativen und ihrer Attribute sowie der Informationsmenge kann Folgendes gezeigt werden:[FN 382]


• Mit steigender Anzahl der Alternativen

— nimmt der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, relativ jedoch ab, und

— die Breite der Informationsaufhahme zu und die Tiefe ab.

• Mit steigender Anzahl der Attribute

— nimmt der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, relativ jedoch ab, wobei der Effekt für die Alternativen signifikant höher ist als der Attribut-effekt, und

— die Breite der Informationsaufhahme zu.

[FN 375] Vgl. Lynch, Chakravarti und Mitra (1991), S. 295.

[FN 376] Vgl. Gigerenzer (1996), S. 331 sowie Meilers, Chang, Birnbaum und Ordonez (1992).

Die Anzahl der angebotenen Alternativen und Attribute trägt zu einem entsprechenden Informationsvolumen bei. Insbesondere die selektive und damit gleichzeitig reduzierte Aufnahme von Informationen ist bei steigender Informa-tionsmenge und gleichzeitiger beschränkter Informationsaufnahmekapazität zu berücksichtigen. Im Rahmen eines Experiments zur Produktentscheidung von Konsumenten konnte HOFACKER bestätigen, daß mit steigender Anzahl der angebotenen Alternativen: [FN 2]

• der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, jedoch relativ abnahm,

• die Breite der Informationsaufnahme zu und die Tiefe abnahm.

Für die Anzahl der Attribute je Alternative konnte lediglich nur nachgewiesen werden, daß

• der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, jedoch relativ ab-nahm (allerdings ist der Alternativeneffekt signifikant höher als der Attributeffekt),

• die Breite der Informationsaufnahme zunahm.

Anmerkungen

Kein Plagiat, sondern allgemeines Lehrgut über Multiagenten. HgR

Sichter
HgR (Bitte neu sichten da zurückgesetzt auf "Verdächtig")

[43.] Mh/Fragment 159 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:57 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith, Hansgert Ruppert, WiseWoman, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 6-16
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 106, Zeilen: 7-18
Zur Anzahl der Alternativen und ihrer Attribute sowie der Informationsmenge kann Folgendes gezeigt werden: [FN 382]
  • Mit steigender Anzahl der Alternativen
    • nimmt der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, relativ jedoch ab, und
    • die Breite der Informationsaufnahme zu und die Tiefe ab.
  • Mit steigender Anzahl der Attribute
    • nimmt der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, relativ jedoch ab, wobei der Effekt für die Alternativen signifikant höher ist als der Attributeffekt, und
    • die Breite der Informationsaufnahme zu.


[FN 382] Vgl. für die ersten beiden Punkte Hofacker (1985), S. 207ff.

Im Rahmen eines Experiments zur Produktentscheidung von Konsumenten konnte HOFACKER bestätigen, daß mit steigender Anzahl der

angebotenen Alternativen: [FN 2]

  • der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, jedoch relativ abnahm,
  • die Breite der Informationsaufnahme zu und die Tiefe abnahm.

Für die Anzahl der Attribute je Alternative konnte lediglich nur nachgewiesen werden, daß

  • der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, jedoch relativ abnahm (allerdings ist der Alternativeneffekt signifikant höher als der Attributeffekt),
  • die Breite der Informationsaufnahme zunahm.


[FN 2] Vgl. HOFACKER (1985), S. 207ff.

Anmerkungen

Mh übernimmt eine Aufzählung von Schmidt 2003 inklusive Literaturverweis. Die eigentliche Quelle Schmidt 2003 wird nicht genannt. Die Stelle auf Seite 207 bei Hofacker (siehe hier) wurde von Schmidt an die Thematik leicht angepasst, und eine Erklärung wurde hinzugefügt ("allerdings ist der Alternativeneffekt signifikant höher als der Attributeffekt"). Beides wurde in die Dissertation mitübernommen. Interessant auch, dass Mh Schmidt dabei folgt, Hofacker falsch darzustellen: (Hofacker (1985): "die Breite der IA bleibt unverändert" --> Schmidt (2003): "[...] die Breite der Informationsaufnahme zunahm").

Sichter
Guckar Hindemith (Ergänzung zur Anm. Bitte nochmal PlagKat sichten) Graf Isolan

[44.] Mh/Fragment 160 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:54 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 1-2.6-14
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 107, Zeilen: 1-8
Auch eventuell auftretender Zeitdruck kann die Komplexität einer Entscheidung erhöhen, da dieser Zeitdruck Stress verursachen kann. [FN 386] [...] Empirische Untersuchungen zeigen, dass erhöhter Zeitdruck zu verschiedenen Effekten führen kann: [FN 388]
  • Es erfolgt eine verringerte Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung.
  • Negativ behaftete Informationen werden tendenziell höher gewichtet.
  • Objektiv wichtige Informationen werden negiert oder verleugnet.
  • Bereits getroffene Entscheidungen werden damit bestätigt.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Existenz von Zeitdruck auch für viele am Kapitalmarkt getroffene Entscheidungen annehmen lässt, insbesondere beispielsweise in umsatzstarken Phasen am Aktienmarkt. [FN 389]

[FN 386] Vgl. Svenson und Edland (1989), S. 234f.

[FN 388] Vgl. Zakay (1993), S. 60 sowie die dort zitierte Literatur

[FN 389] Vgl. Oehler (1995), S. 46.

In jedem Falle spielt der Zeitaspekt aber eine entscheidende Rolle im Rahmen der Lösung eines Entscheidungsproblems, [FN 1] der zu folgenden Effekten führen kann: [FN 2]
  • eine verringerte Informationsaufnahme und -Verarbeitung,
  • eine Höhergewichtung von negativ behafteten Informationen,
  • das Negieren oder Leugnen von wichtigen Informationen,
  • das Bestätigen einer bereits getroffenen Entscheidung.


Auch der Zeitdruck läßt sich für viele der am Aktienmarkt getroffenen Entscheidungen, v.a. in umsatzstarken Phasen, annehmen.[FN 3]

[FN 1] Vgl. SVENSON/EDLAND (1989), S. 234f.

[FN 2] Vgl. ZAKAY (1993), S. 60 und die dort angegebene Literatur.

[FN 3] Vgl. OEHLER (1995), S. 46.

Anmerkungen

Mh übernimmt die Argumentation von Schmidt 2003, teilweise die Formulierungen und den gesamten Fußnotenapparat. Die eigentliche Quelle ist nicht angegeben.

Sichter
Guckar Hindemith

[45.] Mh/Fragment 160 108 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:57 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 108-112
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 108, Zeilen: 13-21
[FN 391] Kritisch anzumerken bleibt dabei die fehlende theoretische Fundierung des Framing-Effekts sowie die Frage, inwiefern Veränderungen des Kontextes selbst den Framing-Effekt verändern; vgl. zu dieser Kritik auch Unser (1999), S. 246f. und die dort angegebene Literatur. So kann der Framing-Effekt etwa verschwinden, falls eine Aufgabe nicht (mehr) unter Zeitdruck gelöst werden muss; vgl. Svenson und Benson (1993). [...] [FN 3] Neben der fehlenden theoretischen Fundierung des Framing-Effektes ist eine Kritik v.a. bezüglich der Frage angebracht, inwieweit Veränderungen des Kontextes selber den Framing-Effekt verändern. [...] Hier ist insbesondere auch auf die bereits beschriebenen Einflußfaktoren der Aufgabenmerkmale hinzuweisen, da beispielsweise der Framing-Effekt verschwinden kann, wenn eine Aufgabe nicht unter Zeitdruck gelöst werden muß. [FN 4]

[FN 3] Vgl. UNSER (1999), S. 246f. und die dort angegebene Literatur.

[FN 4] Vgl. SVENSON/BENSON (1993).

Anmerkungen
  • Dieses Frag sollte im Zusammenhang mit Mh/Fragment 160 01 gesehen werden. * Mh übernimmt den Text von Schmidt mit gewissen Anpassungen und gibt die gleiche Literatur an.
Sichter
Guckar

[46.] Mh/Fragment 161 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:37:00 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hansgert Ruppert, WiseWoman, Hindemith, 80.37.113.220, Klicken, Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 1-9
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 108, 109, 110, Zeilen:
• Bei fehlenden positiven Nachrichten erfolgen tendenziell niedrigere Bewertungen als bei fehlenden negativen Nachrichten, bei gleichzeitig hohem Niveau objektiver Nachrichten. [FN 393]

Hinsichtlich der Reihenfolge der präsentierten Informationen lassen sich auch in diesem Kontext der Primacy Effekt und der Recency Effekt nachweisen. [FN 394] [...]

Ob der Primacy oder der Recency Effekt überwiegt, hängt von der Zeitspanne zwischen Aufnahme der letzten Information und Entscheidung ab. Bei einer kurzen Zeitspanne dominiert der Recency Effekt, bei einer längeren Zeitspanne der Primacy-Effekt. [FN 396]

[FN 393] Vgl. Levin, Johnson, Russo und Deldin (1985), S. 372.

[FN 394] Vgl. Gierl und Höser (2002); Moore (1999); Levin, Johnson und Davis (1987); Igou (2001); Irle (1975), S. 122ff.; Felser (1997), S. 118f.; Silberer (1983), S. 575; Luchins (1958); Anderson und Hubert (1963); Stewart (1965); Hogarth (1975), S. 276; Matthews und Sanders (1984), S. 214; Wallsten (1983), S. 22 sowie Weber, Goldstein und Barlas (1995), S. 51.

[FN 396] Vgl. Aronson (1994), S. 108ff. und die Studien von Miller und Campbell (1959) sowie Insko (1964).

[S. 108]

Wird die Informationslage innerhalb eines Entscheidungsproblems betrachtet, so konnte nachgewiesen werden, daß bei fehlenden positiven Nachrichten niedrigere Bewertungen erfolgen als bei fehlenden negativen Nachrichten bei gleichzeitigem hohem Niveau objektiver Nachrichten. [FN 2]

[...].[FN 5] Bei einer sequentiellen Informationsaufnahme muß der dargebotenen Reihenfolge ebenfalls eine Wirkung auf den Entscheidungsprozeß zugewiesen werden.In der Literatur werden dazu zwei verschiedene Effekte genannt:[FN 6]

  • Primacy-Effekt: [...]


[FN 2] Vgl. LEVIN et al. (1985), S. 372.

[FN 5] Vgl. MOORE (1999); LEVIN/JOHNSON/DAVIS (1987); GIERUHÖSER [sic!] (2002), S. 13.

[FN 6] Vgl. zu einer ausführlichen Beschäftigung mit diesem Phänomen die Studie von IGOU (2001); weiterhin IRLE (1975), S. 122ff. ; FELSER (1997), S. 118f.; SILBERER (1983), S. 575 und die dort angegebene Literatur.

[S. 109]

[...][FN 1][...]

  • Regency-Effekt:[...]


ARONSON führt aus, daß die Entscheidung, ob der Primacy- oder der Recency-Effekt überwiegt, ausschließlich von der Zeitspanne, die nach der letzten Information und der Entscheidung liegt, determiniert wird. Muß der Entschei-

[FN 1] Vgl. die Studien von LUCHINS (1957a und b); ANDERSON/HUBERT (1963); STEWART (1965).

[S. 110]

dungsträger unmittelbar danach seine Entscheidung präsentieren, so überwiegt der Recency-Effekt, da die zuletzt genannte Information die Entscheidung einleitet, liegt eine größere Zeitspanne zwischen der Informationspräsentation und der Entscheidung, so überwiegt der Primacy-Effekt, da die zuletzt genannten Informationen nun aufgrund des Erinnerungsvermögens eher in den Hintergrund gedrängt werden. [FN 1]

[FN 1] Vgl. ARONSON (1994), S. 108ff.; dazu auch die Studien von MILLER/CAMPBELL (1959); INSKO (1964).

Anmerkungen

Der Autor extrahiert Einzelheiten aus der Quelle und übernimmt diese mitsamt Quellenangaben modifiziert und verkürzt. Ein Verweis auf Schmidt 2003 fehlt. Fortsetzung von S. 160. Hindemith: auf verdächtig gesetzt, da der Autor nicht wörtlich übernimmt, und auch viel Eigenes (?) beisteuert. Die Übernahme von 14 Literaturverweisen ist allerdings bemerkenswert. Diskussion diese Fragments

Sichter
WiseWoman Hindemith (nochmalige Sichtung nòtwendig Fragment fundamental veraendert)




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