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Quelle:Mh/Unser 1999

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Matthias Unser
Titel    Behavioral Finance am Aktienmarkt. Empirische Analysen zum Risikoverhalten individueller Anleger
Herausgeber    Manfred Steiner
Ort    Bad Soden/Ts.
Verlag    Uhlenbruch
Jahr    1999
Umfang    498 S.
Reihe    Portfoliomanagement ; 11
Anmerkung    Zugl.: Bamberg, Univ., Diss., 1998, u.d.T.: Verhaltenswissenschaftliche Elemente in Risikoentscheidungskalkülen am Aktienmarkt
ISBN    3-933207-04-5

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    56


Fragmente der Quelle:
[1.] Mh/Fragment 006 115 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:22 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 115-118
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 11, Zeilen: 101-104
[FN 13] Vgl. ausführlich zu den Begriffen normativer, präskriptiver und deskriptiver Entscheidungstheorie sowie deren Zusammenspiel Baron (1988), S. 16-18; Bell, Raiffa und Tversky (1988); Klose (1994), S. 9-14; Kühberger (1994), S. 5; Slovic, Fischhoff und Lichtenstein (1977a) sowie Schneeweiß (1991), S. 83-86. [FN 1] Vgl. ausführlich zum Zusammenspiel von normativer, präskriptiver und deskriptiver Entscheidungstheorie Baron, J. (1988) S. 16-18; Bell, D. E./Raiffa. H/Tversky, A (1988); Klose, W. (1994) S. 9-14; Kühberger, A. (1994) S. 5; Slovic, P./Fischhoff, B /Lichtenstein, S. (1977); Schneeweiß, C. (1991) S. 83-86.
Anmerkungen

Übernahme sämtlicher Referenzen und der Aussage aus der Fußnote bei Unser (1999). Auswahl, Reihenfolge und Seitenzahlenbereiche sind identisch. Da auch die Aussage, in welchem Zusammenhang die Zusammenstellung zu rezipieren ist, übernommen wurde, handelt es sich nicht um reines "Quellenabfischen", sondern ein Plagiat. Durch das verschleiernde Verschieben des Begriffs "Zusammenspiel" und Weglassen der Initialen entsteht beim Leser der Anschein einer eigenen Leistung.

Sichter
Frangge Klicken (Kategorie)

[2.] Mh/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:05:32 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Graf Isolan, Senzahl, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1-14, 115-122
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 15-16, Zeilen: 12-15,16-22;1-8,101-106
Das Bernoulli-Prinzip[FN 110] geht zurück auf die Überlegungen von Bernoulli aus dem Jahre 1738.[FN 111] Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass das bis zu dieser Zeit vorherrschende Entscheidungsprinzip für Risikosituationen, die Bayes-Regel, nicht hinreichend war für die Bewertung von Glücksspielen.[FN 112] Das bekannteste Beispiel dafür ist das so genannte Petersburger Paradoxon.[FN 113] Beim St. Petersburger Spiel wird eine Münze so lange geworfen, bis zum ersten Mal Kopf erscheint. Die Auszahlung errechnet sich dann als die Geldeinheit 2 potenziert mit der Anzahl der Versuche, d.h. es werden 2^n Geldeinheiten ausgezahlt.[FN 114] Der Erwartungswert des St. Petersburger Spiel ergibt sich damit zu[FN 115]

EW=\frac{1}{2} \cdot 2 + \frac{1}{4}\cdot 4 + \frac{1}{8}\cdot 8 + \ldots = \sum_{n=1}^\infty\left(\frac{1}{2}\right)^n\cdot 2^n = + \infty (2.1)

Obwohl der Erwartungswert der Auszahlungen unendlich groß ist, ist jedoch niemand bereit, einen unendlich hohen Geldbetrag für die einmalige Teilnahme an diesem Spiel zu bezahlen.[FN 116] Um dieses beobachtete Verhalten zu erklären, entwickelte Bernoulli die Idee der Maximierung des Erwartungswertes des Nutzens der Auszahlung unter Verwendung einer logarithmischen Nutzenfunktion.[FN 117]

[FN 112] Vgl. Unser (1999), S. 15. Nur im Falle von Risikoneutralität führen die Bayes-Regel und das Bernoulli-Prinzip zur gleichen Lösung; vgl. Bronner (1989), S. 12.

[FN 115] Vgl. etwa Unser (1999), S. 16 und Eisenführ und Weber (2003), S. 210.

[FN 116] Empirische Studien zeigen, dass die meisten Befragten lediglich bereit sind, Beträge kleiner als 20 Geldeinheiten zu bezahlen; vgl. die Ausführungen bei Eisenführ und Weber (2003), S. 210; Unser (1999), S. 16; Lopes (1981); Treisman (1988) sowie Schneider (1987), S. 238.

[FN 117] Der Grundgedanke entspricht dabei dem aus der Grenznutzentheorie bekannten zweiten Gossenschen Gesetz; vgl. Unser (1999), S. 16. Dieselbe Grundidee hatte bereits der Mathematiker Gabriel Cramer 1728 in einem Schriftwechsel mit Bernoullis Cousin Nikolaus geäußert, indem er eine Wurzelfunktion oder eine nach oben begrenzte Nutzenfunktion vorschlug; vgl. Kraschwitz und Kraschwitz (1996), S. 740.

Das von Daniel Bernoulli bereits 1738 entwickelte Prinzip entstand aus der Er­kenntnis heraus, daß das bis dahin vorherrschende Entscheidungsprinzip für Risiko­situationen, die BAYES-Regel, nicht uneingeschränkt für die Bewertung von Glück­spielen tauglich ist. [...] Diese Vorge­hensweise weist aber einerseits wenig plausible Implikationen auf und kann ande­rerseits das Bietverhalten beim sogenannten St. Petersburger Spiel nicht erklären. Dieses Münzwurfspiel beruht darauf, daß eine Münze solange geworfen wird, bis zum ersten Mal Kopf erscheint. Die Auszahlung wird dann dadurch ermittelt, daß die Geldeinheit 2 mit der Anzahl der Versuche potenziert wird. Es werden also 2^n Geldeinheiten (GE) ausgezahlt, womit für den Erwartungswert (EW) gilt:

(2.1) EW=\sum_{n=1}^\infty\left(\frac{1}{2}\right)^n\cdot 2^n = 1+1+1+\ldots =  + \infty

Für dieses Glücksspiel ist der Erwartungswert der Auszahlungen unendlich groß, aber niemand ist bereit, auch einen unendlichen Geldbetrag für die einmalige Teil­nahme an diesem Spiel zu bezahlen. [FN 1] Zur Erklärung des beobachteten Verhaltens entwickelt Bernoulli das Prinzip der Maximierung des Erwartungswerts des Nut­zens der Auszahlungen, wobei er eine logarithmische Nutzenfunktion verwendet.[FN 2] Der Grundgedanke von Bernoulli entspricht dem aus der Grenznutzentheorie be­kannten zweiten Gossenschen Gesetz.

[FN 1] In empirischen Studien konnte gezeigt werden, daß die meisten Befragten nur Beträge von weniger als 20 Geldeinheiten für die Teilnahme zu bezahlen bereit sind; vgl. Lopes, L. L. (1981); Treisman, M (1988); Eisenführ, F /Weber, M. (1994) S. 202; Schneider, D. (1987) S. 238.

[FN 2] Vgl. Bernoulli, D. (1996). Denselben Grundgedanken hatte der Mathematiker Gabriel Cramer bereits 1728 in einem Schriftwechsel an Bernoullis Cousin Nikolaus ausgeführt, indem er eine Wurzelfunktion oder eine nach oben begrenzte Nutzenfunktion vorschlug; vgl. Bernoulli, D. (1996) S. 740.

Anmerkungen

Der Text aus Fußnote 110 ist aus einer anderen Quelle übernommen und in Mh/Fragment 020 101 dokumentiert. FN 111 verweist nicht auf Unser.

Sichter
WiseWoman

[3.] Mh/Fragment 021 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:31:51 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Senzahl
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 11-13, 110-112
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 15, Zeilen: 8-11, 111-112
Eine wichtige Modifikation wurde 1954 durch Savage eingeführt, der anstelle exogener, objektiver Wahrscheinlichkeiten auch subjektive Wahrscheinlichkeitsschätzungen in das Modell einbezieht.[FN 122]

[FN 122] [...] Weiter siehe Unser (1999), S. 15; Savage (1954/1972); Davidson, Suppes und Siegel (1957), S. 11; Kreps (1988), S. 33-38; Neumann und Politser (1992), S. 32 sowie Schneider (1995), S. 103.

Eine wichtige Modifikation erfolgte 1954 durch LEONARD J. SAVAGE, der an Stelle exogen vorgegebener (objektiver) Wahrscheinlichkeiten subjektive Wahrscheinlichkeitsschätzungen in das Modell einführt.[FN 3]

[FN 3] Vgl. Savage, L. J. (1972); Davidson, D./Suppes, P./Siegel, S. (1957) S. 11; Kreps, D. M. (1988) S. 33-38; Neumann, P. J./Politser, P. E, (1992) S. 32; Schneider, D. (1995) S. 103.

Anmerkungen

--

Sichter
FranGGe

[4.] Mh/Fragment 023 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:31:53 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1-2, 101-107
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 16-17, Zeilen: S.16, 20-21 - S.17, 1-2.101-108
Das Axiomensystem von Herstein und Milnor (1953) kann auf die drei Axiome der vollständigen Ordnung, der Stetigkeit und der Unabhängigkeit verdichtet werden.[FN 132]

[FN 132] Vgl. Herstein und Milnor (1953), S. 293. Diese Vereinfachung wurde anschließend häufig aufgegriffen, so etwa von Borch (1969), S. 46ff.; MacCrimmon und Larsson (1979), S. 335-346; Pfister (1994), S. 157; Hey (1979), S. 27-30; Menges (1974), S. 59; Wiese und Bültel (1996); Hieronimus (1979), S. 161-167; Unser (1999), S. 17. Zum Teil wird als weiteres Axiom manchmal auch das Prinzip der Wahrscheinlichkeitsdominanz gefordert; vgl. dazu die Ausführungen auf S. 38f. dieser Arbeit sowie Bitz (1981), S. 181-186; Pfohl und Braun (1981), S. 258; Riess (1996), S. 30. Diese Forderung stellt jedoch lediglich einen Spezialfall des Substitutionsaxioms dar; vgl. Schneeweiß (1967), S. 74.

Für das ursprüngliche Axiomensystem von VON Neumann und MORGENSTERN existiert eine Vielzahl von Modifikationen,[...] die sich aber im wesentlichen auf die von I. N. Herstein und John Milnor eingeführten, im folgenden näher dargestellten drei Axiome verdichten lassen.[FN 1]

[FN 1] Vgl. Herstein, I. N./Milnor, J. W. (1953) S. 293. Diese Vereinfachung wurde in der Folge häufig aufgegriffen, so z. B. von Borch, K. H. (1969) S. 46f.; MacCrimmon, K. R./Larsson, S. (1979) S. 335-346; Pfister, H.-R. (1994) S. 157; Bamberg, G./Coenenberg, A. G. (1994) S. 86-88; Eisenfuhr, F./Weber, M. (1994) S 204-208; Hey, J. D. (1979) S. 27-30; Menges, G. (1974) S. 59; Wiese, H./Bültel, D. (1996); Hieronimus, A. (1979) S. 161-167. Zum Teil wird als weiteres Axiom das Prinzip der Wahrscheinlichkeitsdominanz (siehe unten) gefordert; vgl. z.B. Bitz, M. (1981) S., 181-186; Pfohl, H.-C./Braun, G. E. (1981) S. 258; Riess, M. (1996) S. 30. Diese Forderung ist jedoch lediglich ein Spezialfall des Substitutionsaxioms, wie Schneeweiß, H. (1967) S. 74 verdeutlicht.

Anmerkungen

Irgendwo mittendrin verweist Mh sogar auch einmal auf Unser. Die Übernahme im Fließtext ist natürlich relativ harmlos. Geradezu atemberaubend hingegen ist die fast völlige Übereinstimmung der sehr umfangreichen Fußnoten.

Sichter
Lukaluka

[5.] Mh/Fragment 024 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:20:47 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1-8, 101-106
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 17-18, Zeilen: S.17, 14-15 - S. 18, 1-2.4-6.12-14101-103.106-107
Das Unabhängigkeitsaxiom (Substitutionsaxiom, „sure-thing-principle"[FN 139], „reduction of compound lotteries axiom") fordert, dass sich die Präferenz zwischen zwei Lotterien nicht ändert, wenn beide mit einer anderen, identischen Lotterie kombiniert werden. Für beliebige Lotterien L_i, L_j \, L_k \in \mathcal{L} mit L_i \succeq L_j und für alle Wahrscheinlichkeiten p \in [0, 1] gelte folglich p \cdot L_i + (1-p) \cdot L_k \succeq  p \cdot L_j + (1-p) \cdot L_k. Die Bewertung zu vergleichender Alternativen hängt damit nur von deren Unterschieden und nicht von Gemeinsamkeiten in den Konsequenzen ab.[FN 140] Das Unabhängigkeitsaxiom impliziert, dass die Nutzenwerte von Auszahlungen unabhängig sind von den Wahrscheinlichkeiten, mit denen sie eintreten.[FN 141]

[FN 139] Dieser Begriff wurde von Savage 1954 in seiner Theorie der Subjective Expected Utility Theory eingeführt und stellt im engeren Sinne eine Erweiterung dieses Axioms von von Neumann und Morgenstern dar; vgl. etwa Fishburn und Wakker (1995); Unser (1999), S. 18 sowie Wakker, Erev und Weber (1994), S. 198-200.

[FN 140] Vgl. Unser (1999), S. 18.

[FN 141] Vgl. Fischhoff, Goitein und Shapira (1983), S. 190; French (1988), S. 199-202 sowie Smidts (1990), S. 53.

Das Unabhängigkeitsaxiom (Substitutionsaxiom, „sure-thing-principle“[...], „reduction of compound lotteries axiom“) stellt die Forderung auf, daß für drei Lotterien x, y und z (mit x\ \ge\ y) eine Wahrscheinlichkeit p existiert, für die folgende Relation gilt:p\cdot x + (1-p)\cdot z\ \ge\ p\cdot y + (1-p)\cdot z. [...] Anders ausgedrückt hängt die Bewertung nur von Unterschieden zwischen den zu vergleichenden Alternativen, nicht aber von gemeinsamen Konsequenzen ab. [...] Schließlich impliziert das Unabhängigkeitsaxiom, daß die Nutzenwerte der Auszahlungen unabhängig von der Wahrscheinlichkeit sind, mit der sie eintreten (und vice versa).[FN 3]

[FN 1] Dieser von Savage 1954 in seiner Subjective Expected Utility Theory eingeführte Begriff stellt eigentlich eine Erweiterung des Neumann-Morgensternschen Axioms dar; vgl. Fishburn, P./Wakker, P (1995); Wakker, P./Erev, I./Weber, E. U. (1994) S. 198-200.

[FN 3] Vgl. Fischhoff, B./Goitein, B./Shapira, Z. (1983) S. 190; French, S. (1988) S. 199-202; Smidts, A. (1990) S. 53.

Anmerkungen

Ein Absatz aus Unser (1999) wird etwas gekürzt und in der Wortwahl leicht abgeändert. Die Übernahme geht über die Definition hinaus und umfasst auch die Erläuterungen, die kaum abgeändert werden. Besonders auffällig ist, dass hier sogar Fußnoten (fast) identisch übernommen werden. Nach der "Quellenangabe" setzt sich die Übernahme fort.

Sichter
Lukaluka

[6.] Mh/Fragment 031 109 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:00 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 109-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 22, Zeilen: 12-15, 104-106
[FN 190] [...] In Abhängigkeit von der Annahme über die Wertfunktion (Höhenpräferenzfunktion), d.h. über den Nutzen der Ergebnisse unter Sicherheit, kann eine konkave Nutzenfunktion auch entweder Risikoscheu, Risikofreude oder Risikoindifferenz ausdrücken; vgl. etwa Borch (1969), S. 75; Böcker (1986), S. 986; Dyer (1989), S. 65; Dyer und Sarin (1982); Keller (1985), S. 475f.; Krzysztofowicz (1983b), S. 89; Schildbach (1996), S. 586; Sinn (1980), S. 88; Unser (1999), S. 22; Wilhelm (1986) sowie Hieronimus (1979), S. 215f. In Abhängigkeit von der Annahme über die Wertfunktion (Höhenpräferenzfunktion), d. h. über den Nutzen der Ergebnisse unter Sicherheit, kann eine konkave Risikonutzenfunktion entweder Risikoscheu, Risikoindifferenz oder auch Risikofreude ausdrücken.[FN 3]

[FN 3] Vgl. Borch, K. H. (1969) S. 75; Böcker, F. (1986) S. 986; Dyer, J. S. (1989) S. 65; Dyer, J. S./Sarin, R. K. (1982); Keller, L. R. (1985) S. 475f.; Krzysztofowicz, R. (1983a) S. 89; Schildbach, T. (1996) S. 586; Sinn, H.-W. (1980) S. 88; Wilhelm, J (1986); Hieronimus, A. (1979) S. 215f.

Anmerkungen

Haupttext und Literaturverweise werden in eine Fußnote eingebaut. Die Quelle ist mit "vgl." als eine von 11 Quellen genannt (die anderen 10 Quellen sind auch so bei Unser zu finden). Es gibt aber keinen Hinweis darauf, dass diese Stelle übernommen worden ist.

Sichter
Hindemith

[7.] Mh/Fragment 036 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:16 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1-5, 101-112
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 27, 28, 29, Zeilen: S.27, 18-22 und S.28, 1-4.6-8.102-103.104.106-116 und S. 29.101-103
Grundsätzlich kann für die Beziehung von relativer und absoluter Risikoeinstellung davon ausgegangen werden, dass bei steigendem erwartetem Vermögen konstante relative Risikoaversion (RRA) nur mit sinkender absoluter Risikoaversion (ARA), sinkende RRA nur mit sinkender ARA und steigende RRA sowohl mit sinkender, steigender und konstanter ARA vereinbar ist.[FN 216]

[FN 216] Vgl. dazu und den nachfolgenden Überlegungen ausführlich Unser (1999), S. 27ff. In der Literatur wird nach wie vor die Diskussion über die Veränderung der Risikoeinstellung bei Vermögensänderungen geführt. Während die Ergebnisse hinsichtlich der absoluten Risikoeinstellung weitgehend unbestritten sind, herrscht hinsichtlich der relativen Risikoeinstellung insbesondere aufgrund divergierender theoretischer und empirischer Untersuchungen immer noch Uneinigkeit; vgl. etwa Wilde (1982); Trimpop (1994); Veling (1984); Kruschwitz (1995), S. 140; Stiglitz (1969); Blake (1996); Levy (1994); Oehler (1998a); Riley und Chow (1992); Benzion und Yagil (1997); Cohn, Lewellen, Lease und Schlorbaum (1975); Graves (1979); Morin und Suarez (1983); March (1988); Antonides und Sar (1990); Bar-Shira, Just und Zilberman (1997); Gordon, Paradis und Rorke (1972); Kroll, Levy und Rapoport (1988a); Kroll, Levy und Rapoport (1988b); Quizon, Binswanger und Machina (1984); Rapoport (1984); Siegel und Hoban (1982); Szpiro (1983); Blume und Friend (1975); Friend und Blume (1975); Schwarze (1996); Szpiro (1986b); Szpiro (1986a) sowie Levy (1994).

[Seite 27]

Für die Beziehungen zwischen absoluter und relativer Risikoeinstellung gilt, daß bei steigendem erwarteten Vermögen konstante relative Risikoaversion (RRA) nur mit sinkender absoluter Risikoaversion (ARA), sinkende RRA nur mit sinkender ARA und steigende RRA sowohl mit sinkender, steigender und konstanter ARA vereinbar ist.

[Seite 28]

Die in der Literatur geführte Diskussion über die Veränderung der Risikoeinstellung bei Vermögenserhöhungen ist weiterhin offen, da die zahlreichen empirischen Arbeiten zu keinem einheitlichen Ergebnis gelangten und auf Basis theoretischer Argumente keine der möglichen Veränderungsrichtungen logisch zwingend ist.[FN 1] [...] Während hinsichtlich der absoluten Risikoaversion weitgehend Einigkeit besteht, dauert die Diskussion über die relative Risikoeinstellung immer noch an.

[FN 1] [...] vgl. Wilde, G J S. (1982); Trimpop, R. M. (1994) S. 212-216; Veling, I. H. (1984) [...]

[FN 2] Vgl. Kruschwitz, L. (1995) S. 140.

[FN 4] Vgl. Stiglitz, J. E. (1969) S. 742.

[FN 5] Vgl. Blake, D. (1996) S. 1187; Levy, H. (1994); Oehler, A. (1998b); Riley, W. B./Chow, K. V. (1992) S. 34; Benzion, U./Yagil, Y. (1996) S. 17. Frühe Belege einer DRRA finden sich bei Cohn, R.A./Lewellen, W. G./Lease, R. C./Schlarbaum, G. G. (1975); Graves, P. E. (1979) Morin, R. A./Suarez, A. F. (1983).

[FN 6] Vgl. March, J. G. (1988) S. 20.

[FN 7] Vgl. Antonides, G./Sar, N. L. van der (1990) S. 240; Bar-Shira, Z./Just, J. E./Zilberman, D. (1997); Gordon, M. J./Paradis, G. E./Rorke, C. H. (1972) S. 117; Kroll, Y./Levy, H./Rapoport, A. (1988) S. 405; Quizon, J. B./Binswanger, H. P./Machina, M. J. (1984) S. 147; Rapoport, A. (1984) S. 49; Siegel, F. W./Hoban, J. P. (1982); Szpiro, G. G. (1983), der allerdings keine Individualdaten verwendet.

[FN 8] Vgl. Blume, M. E./Friend, I. (1975) S. 598-602; Friend, I./Blume, M. E. (1975); Schwarze, J. (1996)

[Seite 29]

S. 120-130; Szpiro, G. G. (1986a) und Szpiro, G. G. (1986b) wiederum mit der genannten Einschränkung.

[FN 1] Die einzige dem Autor bekannte Längsschnittstudie ist das Experiment von Levy, H. (1994)

Anmerkungen

Der übernommene Quelltext ist stellenweise nur leidlich modifiziert worden. Beim in die Fußnoten "verbannten" Teil ist die Herkunft aus Unser (1999) bereits verschleiert. Dass Mh alle in insgesamt acht Fußnoten des Originals genannten Autoren hier auflistet und so nur die originalen Fußnoten mit einem Teil des originalen Haupttextes zu einer einzigen Fußnote verschmilzt, ist als Übernahme nicht mehr ersichtlich. Vielmehr wird ein sorgfältiges Studium von 30 (!) Originalquellen suggeriert. Fehler bei der Übernahme des Namens Schlarbaum.

Sichter
Lukaluka

[8.] Mh/Fragment 037 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:18 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 10-13
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 21, Zeilen: 121-125
In der englischsprachigen Literatur wurde die Auffassung, dass die auf dem Bernoulli-Prinzip basierenden Nutzenfunktionen sowohl die Höhenpräferenz als auch die Risikopräferenz des Entscheiders widerspiegeln, nie ernsthaft bestritten.[FN 223]

[FN 223] Vgl. Allais und Hagen (Hrsg.) (1979), S. 103; Baumol (1977), S. 432; Bell und Raiffa (1988a); Bernard (1984), S. 136; Dyer und Sarin (1982); Markowitz (1952b), S. 157; Miko (1991); Pope (1995); Schoemaker (1980), S. 16 sowie Yaari (1987), S. 95.

[FN 2] [...] In der englischsprachigen Literatur wurde die Auffassung, daß Risiko- und Höhenpräferenz im Bernoullinutzen vermischt sind, nie ernsthaft bestritten; vgl. Allais, M. (1979) S. 103; Baumol, W. J. (1977) S. 432; Bell, D. E./Raiffa, H. (1988a); Bemard, G. (1984) S. 136; Dyer, J. S./Sarin, R. K. (1982); Markowitz, H. M. (1952) S: 157; Miko, G. (1991); Pope, R. (1995); Schoemaker, P. J. H. (1980) S. 16; Yaari, M E. (1987) S. 95.
Anmerkungen

Hier wird ein Teil einer Fußnote zum Haupttext "befördert". Sämtliche Namen werden bereits von Unser (1999) genannt. Die Literaturreferenzen beider Autoren zu Allais, M. (1979) S. 103 (Mh), bzw. Vgl. Allais und Hagen (Hrsg.) (1979), S. 103; (Unser) sind beide unvollständig. Es müsste eigentlich auch das Papier im Sammelband mit angegeben werden. Dort befindet sich das Kapitel "The Determination of Cardinal Utility" aus der Arbeit "Critical Analysis of Some Aspects of the American School". (lukaluka)

Sichter
Lukaluka

[9.] Mh/Fragment 037 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 01:23:15 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 13-16, 118-119;101
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 21;22, Zeilen: 13-15,127-129;101-102
[Seite 37]

Als Bernoulli (1738) seine Nutzenfunktion entwarf, argumentiert er für die von ihm vorgeschlagene logarithmische Nutzenfunktion mit dem abnehmenden Grenznutzen des Geldes und zielt damit auf eine reine Höhenpräferenzfunktion ab.[FN 224]

[FN 224] Vgl. Coombs et al. (1975), S. 145; Drukarczyk (1980), S. 123; Engelkamp (1980), S. 118; Fishburn (1992), S. 138; Hansson (1988), S. 158; Leinfellner (1994), S. 76; Lopes (1987), S. 260; Lopes (1995a),

[Seite 38]

S. 205; Samuelson (1977), S. 25 sowie Trost (1991), S. 85. [...]

BERNOULLI begründet die von ihm vorgeschlagene Logarithmusfunktion nur mit dem abnehmenden Grenznutzen des Geldes und hat somit als Risikonutzenfunktion eine reine Höhenpräferenzfunktion im Auge.[FN 3]

[FN 3] Vgl. Coombs, C. H./Dawes, R. M,/Tversky, A. (1975) S. 145; Drukarczyk, J. (1980) S. 123; Engelkamp, P. (1980) S. 118; Fishburn, P. C. (1992) S. 138; Hansson, B. (1988) S. 158; Leinfellner, W. (1994) S. 76; Lopes, L. L. (1987a) S. 260; Lopes, L. L. (1995a) S. 205; Samuelson, P. A. (1977)

[Seite 22]

S. 25; Trost, R. (1991) S. 85; Yates, J. F. (1990) S. 268f.

Anmerkungen

Alle Referenzen tauchen wieder auf in dieselbe Reihenfolge - mit Ausnahme des letzten (Yates).

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[10.] Mh/Fragment 038 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:32:32 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 07-19; 108-116
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 30, Zeilen: 6-26
In den 1960er Jahren hielt das Prinzip der stochastischen Dominanz Einzug in die ökonomische Theorie und wurde als Ergänzung bzw. Alternative zum Bernoulli-Prinzip diskutiert.[FN 227] Die wesentliche Idee besteht darin, das Entscheidungsproblem dahingehend zu vereinfachen, dass im Vorfeld dominierte Alternativen eliminiert werden. Dies ist insbesondere dann von Nutzen, wenn die Entscheider keine genaue Kenntnis ihrer Risikonutzenfunktion besitzen, sondern lediglich ihre Risikoeinstellung spezifizieren können. Dabei können für den paarweisen Vergleich von Alternativen unterschiedliche Grade Stochastischer Dominanz (SD) definiert werden. Die Dominanz nullten Grades, auch als Zustandsdominanz bezeichnet, kommt ohne die Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten aus.[FN 228] Dabei dominiert eine Alternative eine andere, wenn sie bei keinem Umweltzustand zu einem schlechteren und bei mindestens einem Umweltzustand zu einem besseren Ergebnis führt.[FN 229] Es lassen sich für Risikosituationen Prinzipien Stochastischer Dominanz höherer Ordnung definieren.

[FN 227] Das Prinzip der Stochastischen Dominanz wurde bereits in den Anfängen des letzten Jahrhunderts entwickelt. Vgl. etwa Hadar und Russell (1974); Hanoch und Levy (1969); Rothschild und Stiglitz (1970); Whitmore (1970); Hammond (1974); Quirk und Saposnik (1962); die Monographie von Mosler (1982); die Übersichtsartikel von Kroll und Levy (1980); Levy (1992) sowie die dort angegebene Literatur. Die folgenden Ausführungen folgen im Wesentlichen den Darstellungen von Bamberg und Coenenberg (2006), S. 112ff. sowie Unser (1999), S. 30ff.

[FN 228] Vgl. Fishburn (1980), S. 79-83

[FN 229] Vgl. Bitz (1981), S. 20-24; Dinkelbach und Kleine (1996), S. 74; Riess (1996), S. 16 sowie Roglin (1982), S. 485.

2.3.1.3 Prinzipien der Stochastischen Dominanz

Eine bereits in den Anfängen unseres Jahrhunderts entwickelte, [FN 2] aber erst Ende der 60er Jahre in der ökonomischen Theorie breitere Beachtung findende Alternative zum Bernoulliprinzip stellt der Ansatz der Stochastischen Dominanz dar. [FN 3] Dessen Grundidee besteht darin, das Entscheidungsproblem durch die Vorauswahl dominierter Alternativen zu vereinfachen. In vielen Fällen erlaubt dieses Prinzip aber keine endgültige Auswahl einer Alternative. Die Entscheider maximieren an­ nahmegemäß weiterhin ihren erwarteten Nutzen, sie müssen jetzt aber ihre Risikonutzenfunktion nicht mehr genau kennen, sondern lediglich ihre Risikoeinstellung spezifizieren können. Prinzipien der Stochastischen Dominanz besitzen damit für ganze Klassen von Entscheidern Gültigkeit, wobei deren Risikonutzenfunktionen Charakteristika aufweisen, die in empirischen Studien häufig beobachtet werden konnten.

Der Ansatz der Stochastischen Dominanz (SD) erlaubt lediglich paarweise Verglei­che von Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Das einfachste Prinzip ist das der Zu­standsdominanz (seltener: Dominanz nullten Grades), [FN 4] das ohne die Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten auskommt. Danach dominiert die Alternative F die Alternative G, wenn die Realisationen von F in jedem Umweltzustand denen von G mindestens gleichwertig sind, in mindestens einem Zustand jedoch mit einer höheren Bewertung versehen werden. [FN 5] Für die in Risikosituationen relevanteren Prinzipien Stochasti­scher Dominanz höherer Ordnung gilt, daß [...]

[FN 2] Vgl. dazu die bibliographischen Hinweise bei Kroll, Y./Levy, H. (1980).

[FN 3] Vgl. Hadar, J./Russell, W R. (1969); Hanoch, G./Levy, H. (1969); Rothschild, M./Stiglitz, J. E (1970); Whitmore, G. A. (1970); Hammond, J. S. (1974); Quirk, J.P. / Saposnik, R. (1962).

[FN 4] Vgl. dazu Fishbum, P. C. (1980) S. 79-83.

[FN 5] Vgl. Bitz, M. (1981) S. 20-24; Dinkelbach, W./Kleine, A. (1996) S. 74, Riess, M. (1996) S. 16; Roglin, O. (1982) S. 485.

Anmerkungen
  • Der Originaltext wird mit einigen wenigen Umformungen inklusive der Quellenangaben übernommen. * Der erste Satz des Originals wandert als Cut & Slide in FN 227. * FN 227 enthält am Ende den Verweis auf Unser (1999). Dieser ist aber nur einer von vielen und lässt den Leser im Unklaren über die Menge der Übernahmen.
Sichter
WiseWoman

[11.] Mh/Fragment 039 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:24 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 8-14, 106-107
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 33;34, Zeilen: 17-21,105-106;1
Man kann zeigen, dass die aus der Anwendung der Regeln FSD, SSD und TSD deduzierte Präferenzordnung mit der nach dem Erwartungsnutzenkriterium gebildeten Rangfolge für folgende Klassen von Nutzenfunktionen übereinstimmt:[FN 232]

Mh, S. 39, Formel 2.10-2.12

[FN 232] Vgl. Bawa (1975), S. 100f.; Unser (1999), S. 31 und S. 77; Reichling (1997), S. 2f. sowie Guthoff, Pfingsten und Wolf (1997).

[S. 33]

Die aus der Anwendung der Regeln FSD, SSD und TSD folgende Präferenzordnung von Alternativen stimmt mit einer nach dem Erwartungsnutzenkriterium gebildeten Rangfolge für folgende Klassen von Nutzenfunktionen überein:[FN 4]

Unser, S. 31, 2.10-2.11

[S. 34]

Unser, S. 32, 2.12

[FN 4] Vgl. Bawa, V. S. (1975) S. l00f.; Reichling, P (1997) S. 2f.; Guthoff, A./Pfingsten, A./Wolf, J. (1997a).

Anmerkungen

Irgendwo versteckt unter den übernommenen Literaturverweisen erfolgt der Hinweis auf den eigentlichen Herkunftsort der Passage (allerdings mit falscher Seitenzahl und deutlich verschobenem inhaltlichen Bezug, denn an der angegebenen Stelle findet sich kein Beweis der Aussage).

Sichter
WiseWoman

[12.] Mh/Fragment 039 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:06:20 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Lukaluka, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 15-21, 111-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 32, Zeilen: 8-9, 11-12, 14-21, 101-104
Dabei repräsentieren die Nutzenfunktionen des Typs U_1 Personen mit einem positiven Grenznutzen des Geldes, die also ein höheres Einkommen einem niedrigeren vorziehen, was in der Regel gegeben sein dürfte. Die Klasse U_2 impliziert weiter Risikoaversion, die Klasse von Nutzenfunktionen U_3 beinhaltet darüber hinaus die Präferenz für Verteilungen mit positiver Schiefe.[FN 233] Die überwiegende Anzahl empirischer Studien zeigt, dass Entscheider zur Klasse U_3 gehören, d.h. Verteilungen mit positiven Abweichungen vom Erwartungswert präferieren.[FN 234]

[FN 233] Aus der Klasse U_3 lassen sich direkt noch keine Aussagen über die absolute Risikoaversion des Entscheiders ableiten, da diese Klasse sowohl Personen mit zunehmender wie auch mit abnehmender Risikoaversion enthält; vgl. Unser (1999), S. 32.

[FN 234] Vgl. etwa Arditti (1967); Conrath (1973); Friend und Westerfeld (1980); Cooley (1977); Levy und Sarnat (1972), S. 247 sowie Scott und Horvath (1980). Keine Bestätigung für die Relevanz einer positiven Schiefe finden dagegen Francis (1975); Francis und Archer (1979), S. 375 sowie Tan (1991).

[S.40]

Zu den Problemen bei der empirischen Bestimmung von Schiefepräferenzen vgl. Sears und Wei (1985).

Die Klasse von Nutzenfunktionen des Typs U_1 schließt alle Personen mit einem positiven Grenznutzen des Geldes ein. [...] was zumindest für monetäre Ergebnisse immer gegeben sein dürfte. [...] Die Klasse U_2 impliziert zusätzlich Risikoaversion und U_3 beinhaltet schließlich die Präferenz für Verteilungen mit positiver Schiefe. Empirische Studien zeigen überwiegend, daß Anleger diese Form der Schiefepräferenz aufweisen, d. h. Verteilungen mit überwiegend positiven Abweichungen vom Erwartungswert bevorzugen.[FN 1] Die Annahme einer positiven Schiefepräferenz erlaubt allerdings noch keine Aussage über die Veränderung der absoluten Risikoaversion des Investors bei Vermögensvariationen, da die Klasse U_3 Individuen mit zunehmender wie auch mit abnehmender absoluter Risikoaversion (DARA) enthält.

[FN 1] Vgl. Arditti, F. D. (1967); Conrath, D. W. (1973); Friend, I./Westerfield, R. (1980); Cooley, P. I. (1977); Levy, H./Samat, M. (1972a) S. 247; Scott, R. C./Horvath, P. A. (1980). Keine Bestätigung für die Relevanz einer positiven Schiefe finden dagegen Francis, J. C. (1975); Francis, J. C./Archer, S. H. (1979) S. 375; Tan, K.-J. (1991). Zu den Problemen der empirischen Feststellung von Schiefepräferen­zen vgl. Sears, R. S./Wei, K. C. J. (1985).

Anmerkungen

Ein Teil des originalen Textes wird in die Fußnote verschoben. Die zwischengeschobene Quellenangabe ist inadäquat, um den Umfang der Übernahme zu spezifizieren. Es werden alle im Original genannten Autoren eins zu eins genannt.

Sichter
WiseWoman

[13.] Mh/Fragment 041 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:32:38 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 16-24, 105-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 45, Zeilen: 1-15, 104-115
2.2.3.1 Separation von Risikowahrnehmung und Risikoeinstellung zur Erklärung des Risikoverhaltens

In der psychologischen Entscheidungsforschung finden sich insbesondere seit Beginn der 1990er Jahre einige theoretische und empirische Studien zur Trennung von prädezisional wahrgenommenem Risiko und der Risikoeinstellung von Entscheidungsträgern.[FN 241] In der ökonomischen Literatur hingegen findet sich diese explizite Trennung nur selten.[FN 242] Dies erscheint insofern erstaunlich, als dass erstens etwa im Risikomanagement die Unterscheidung in die beiden Phasen der Risikoidentifikation und der Risikobewertung als grundsätzlich anerkannt gilt,[FN 243] und dass zweitens das vom Entscheider perzipierte Risiko [insbesondere in der Literatur zum Entscheidungsverhalten von Konsumenten als verhaltensrelevant angesehen wird.[FN 244]]

[FN 241] Vgl. Bontempo, Bottom und Weber (1997); Kozielecki (1975); Highhouse und Yüce (1996); Holtgrave und Weber (1993); Hsee und Weber (1997a); Hsee und Weber (1997b); Huang (1971), S. 55; Mellers, Schwartz und Weber (1997); Otten und van der Pligt (1992); Pitz, Leung, Hamilos und Terpening (1976), S. 17; Wagenaar (1992), S. 258; Weber und Bottom (1989); Weber (1997), S. 26; Weber und Milliman (1997) sowie Weber und Hsee (1997).

[FN 242] Zu Ausnahmen vgl. etwa Sitkin und Pablo (1992); Sitkin und Weingart (1995); Schubert (1990) sowie Schubert (1996).

[FN 243] Diese Begriffe korrespondieren gerade mit dem wahrgenommenen Risiko und der Risikoeinstellung; vgl. etwa Haller (1990), S. 240-247; Moser und Quast (1994), S. 669; Rudolph (1995), S. 23-25; Unser [(1999), S. 45 sowie zum Entscheidungsprozess bei Versicherungsabschlüssen Müller-Reichart (1993), S. 194.]

[FN 244] Vgl. Eifert (1997), S. 32; Cox (1967); Dedler, Gottschalk, Grunert, Heiderich, Hoffmann und Scherhorn (1984) sowie Kuhlmann (1978).

2.3.3.2 Erklärung des Risikoverhaltens durch die Separation von Risiko­wahrnehmung und Risikoeinstellung

Während in der psychologischen Entscheidungsforschung insbesondere seit Beginn der 90er Jahre eine kleine Anzahl von theoretischen und empirischen Studien vor­gelegt wurde, die sich explizit mit der Trennung von prädezisional wahrgenomme­nem Risiko und Risikopräferenz/-einstellung[FN 1] eines Entscheiders beschäftigen,[FN 2] wer­den diese beiden Determinanten des Risikoverhaltens in der ökonomischen Literatur nur selten expliziert.[FN 3] Dies ist umso erstaunlicher, als diese Differenzierung im Rahmen der Unterscheidung der Phasen Risikoidentifikation und Risikobewertung in der Literatur zum Risikomanagement bereits als eingeführt gelten kann[FN 4] und diese Begriffe grundsätzlich zu dem wahrgenommenen Risiko bzw. der Risikopräferenz korrespondieren.

Ferner ist die Erkenntnis, daß nur das von einem Entscheider perzipierte Risiko in einer Situation verhaltensrelevant sein kann, zumindest in der Literatur zum Informationsverhalten der Konsumenten zu finden.[FN 5]

[FN 1] Diese beiden Begriffe werden in diesem Kapitel der üblichen Verwendung in der ökonomischen Litera­tur folgend als synonym betrachtet Der teilweise dort ebenfalls zu findenden Gleichsetzung von Risiko­präferenz und Risikoverhalten wird hier aber nicht gefolgt.

[FN 2] Vgl. Bontempo, R. N./Bottom, W. P./Weber, E. U. (1997); Kozielecki, J. (1975) S. 119; Highhouse, S./Yüce, P. (1996); Holtgrave, D. R./Weber. E. U. (1993); Hsee, C. K./Weber, E. U. (1997a); Hsee. C K./Weber, E. U. (1997b); Huang, L. C. (1971) S. 55; Mellers, B. A./Schwartz, A./Weber, E. I). (1997); Otten, W./Pligt, J. v. d. (1992); Pitz, G. F./Leung, L. S./Hamilos, C./Terpening, W. (1976) S. 17; Wagenaar, W. A. (1992) S. 258, Weber, E. U./Bottom, W. P. (1989); Weber, E. U. (1997) S. 46; Weber, E. U./Milliman, R. A. (1997); Weber, E. U./Hsee, C. K. (1997).

[FN 3] Vgl. als Ausnahmen Sitkin, S. B./Pablo, A. L. (1992); Sitkin, S. B./Weingart, L R. (1995); Schubert, R. (1990); Schubert, R. (1996).

[FN 4] Vgl. Haller, M. (1990) S. 240-247, Moser, H./Quast, W. (1994) S. 669; Rudolph, B. (1995) S. 23-25. Vgl. auch die analoge Konstruktion des Entscheidungsprozesses bei Versicherungsabschlüssen wie sie Müller-Reichart, M. (1993) S. 194 vornimmt.

[FN 5] Vgl. Eifert, S. (1997) S. 32; Cox, D. T. (1967); Dedler, K. et al. (1984); Kuhlmann, E. (1978).

Anmerkungen

Auch die Literaturangaben der Fußnoten finden sich komplett wieder. Irgendwo mittendrin: die eigentliche Quelle.

Sichter
Graf Isolan

[14.] Mh/Fragment 042 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:30 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Bummelchen, Hindemith, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1-25
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 45, 46, Zeilen: 10ff
[Dies erscheint insofern erstaunlich, als dass erstens etwa im Risikomanagement die Unterscheidung in die beiden Phasen der Risikoidentifikation und der Risikobewertung als

grundsätzlich anerkannt gilt, [FN 243] und dass zweitens das vom Entscheider perzipierte Risiko]

insbesondere in der Literatur zum Entscheidungsverhalten von Konsumenten als verhaltensrelevant angesehen wird. [FN 244]

In den bislang dargestellten Ansätzen der Entscheidungstheorie auf der Basis von Risikonutzenfunktionen wurde zwar auch eine Risikobewertung vorgenommen, dies geschah jedoch lediglich implizit und in untrennbarer Verbindung mit der Höhenpräferenz.[FN 245] Als Begründung für die kaum stattfindende Separation von Risikowahrnehmung und Risikoeinstellung finden sich im Wesentlichen zwei Hinweise: [FN 246] Zum einen die Konzentration auf das Ergebnis ökonomischen Verhaltens und zum anderen die unterstellte Übereinstimmung der Risikoeinstellung mit dem geäußerten Verhalten ('revealed Preferences'). Eine explizite Betrachtung des Risikos lässt jedoch ein tieferes Verständnis realen Entscheidungsverhaltens vermuten.[FN 247]

Der Grundgedanke der Separation von Risikowahrnehmung und Risikoeinstellung besagt, dass als verhaltensbestimmende Determinante nicht die objektive Struktur einer Entscheidungssituation unter Risiko heranzuziehen ist, sondern vielmehr die subjektive Perzeption dieser Risiko-Situation. Dies ermöglicht dann eine Erklärung des unterschiedlichen Verhaltens zweier Entscheidungsträger in der gleichen risikobehafteten Situation, da zum einen das objektive Risiko und die subjektive Wahrnehmung dieses Risikos nicht identisch sein müssen und zum anderen die subjektive Interpretation von Risiko-Situationen interpersonal nicht übereinstimmen muss. [FN 248] Die o.g. Quellen bestätigen für die Mehrzahl der untersuchten Personen die Hypothese, dass bei konstanter Risikoeinstellung das beobachtete Verhalten auf unterschiedlicher Risikowahrnehmung für Gewinne und Verluste basiert und diese Risikowahrnehmung nicht mit objektiven Risikomaßen übereinstimmt. Weiterhin ist die Risikoeinstellung, die auf das perzipierte Risiko abstellt ('Perceived Risk Attitude'), stabiler als die auf objektiven Risikomaßen beruhende ('Economic Risk Attitüde'). [FN 249]

[FN 243] Diese Begriffe korrespondieren gerade mit dem wahrgenommenen Risiko und der Risikoeinstellung; vgl. etwa Haller (1990), S. 240-247; Moser und Quast (1994), S. 669; Rudolph (1995), S. 23-25; Unser (1999), S. 45 sowie zum Entscheidungsprozess bei Versicherungsabschlüssen Müller-Reichart (1993), S. 194.

[FN 244] Vgl. Eifert (1997), S. 32; Cox (1967); Dedler, Gottschalk, Grunert, Heiderich, Hoffmann und Scherhorn (1984) sowie Kuhlmann (1978).

[FN 245] Vgl. dazu die Ausführungen auf S. 36f. dieser Arbeit.

[FN 246] Vgl. Unser (1999), S. 45.

[FN 247] Vgl. dazu bereits Keynes (1921), S. 352.

[FN 248] Vgl. Sitkin und Pablo (1992), S. 15 sowie Weber (1997), S. 46.

[FN 249] Vgl. Meilers et al. (1997).

[S. 45]

Dies ist umso erstaunlicher, als diese Differenzierung im Rahmen der Unterscheidung der Phasen Risikoidentifikation und Risikobewertung in der Literatur zum Risikomanagement bereits als eingeführt gelten kann [FN 4a] und diese Begriffe grundsätzlich zu dem wahrgenommenen Risiko bzw. der Risikopräferenz korrespondieren.

Ferner ist die Erkenntnis, daß nur das von einem Entscheider perzipierte Risiko in einer Situation verhaltensrelevant sein kann, zumindest in der Literatur zum Informationsverhalten der Konsumenten zu finden. [FN 5a] Obwohl auch die bisher erörterten Entscheidungstheorien eine Risikobewertung durchfuhren, erfolgt diese doch immer nur implizit und in untrennbarer Verknüpfung mit der Höhenpräferenz. Als Ursache der Vernachlässigung der Separation von Risikowahrnehmung und Risikoeinstel­lung ist die Konzentration auf das Ergebnis ökonomischen Verhaltens sowie die Gleichsetzung von Risikoeinstellung mit dem geäußerten Verhalten („revealed preferences“) zu vermuten. Gerade eine isolierte Betrachtung des Risikos einer Alter­native könnte aber viel zu einem Verständnis des realen Entscheidungsverhaltens beitragen.[FN 6a]

[S. 46]

Die Grundidee der Trennung von Risikowahrnehmung und Risikopräferenz besteht darin, daß nicht mehr die objektive Struktur einer riskanten Situation als verhaltens­bestimmend angenommen wird, sondern die subjektive Wahrnehmung diese Situa­tion explizit Berücksichtigung findet. Nur hinsichtlich dieses wahrgenommenen Ri­sikos kann anschließend von einer relativ konsistenten Risikoeinstellung in dem Sinne gesprochen werden, daß Alternativen ausgewählt werden, deren wahrgenom­menes Risiko mit der individuellen Risikoeinstellung kompatibel ist. Dabei können allerdings das objektive Risiko emer Alternative und deren subjektives Risiko aus­ einanderfallen. Das unterschiedliche Verhalten zweier Personen in derselben Ent­scheidungssituation kann damit bei identischer Risikoeinstellung auf Unterschieden in der Risikowahrnehmung beruhen. [FN 1b] [...] Diese Hypothese konnte für die Mehrheit der untersuchten Personen in Experimenten zur Risikowahl bestätigt werden. Außerdem ist die auf das perzipierte Risiko bezogene Risikoeinstellung ("perceived risk attitude") stabiler als die auf das objektive Risiko bezogene ("economic risk attitude"). [FN 2b]

[FN 4a] Vgl. Haller, M. (1990) S. 240-247, Moser, H./Quast, W. (1994) S. 669; Rudolph, B. (1995) S. 23-25. Vgl. auch die analoge Konstruktion des Entscheidungsprozesses bei Versicherungsabschlüssen wie sie Müller-Reichart, M. (1993) S. 194 vornimmt.

[FN 5a] Vgl. Eifert, S. (1997) S. 32; Cox, D. T. (1967); Dedler, K. et al. (1984); Kuhlmann, E. (1978).

[FN 6a] Vgl. dazu bereits Keynes, J. M. (1921) S. 352, wonach die Auflösung bestehender Paradoxa der Ent­scheidungstheorie "must be brought about, I think, by a development of the theory of risk".

[FN 1b] Vgl. Sitkin, S. B/Pablo, A. L. (1992) S. 15; Weber, E. U. (1997) S. 46.

[FN 2b] Vgl. Meilers, B. A./Schwartz, A./Weber, E. U. (1997).

Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment_041_16

Sichter
Bummelchen WiseWoman

[15.] Mh/Fragment 043 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:32 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 1-27
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 46-47, Zeilen: S. 46, 21-30.104-105 und S. 47, 1-4.7-16.18-19.21.23-25.101-107
2.2.3.2 Risikodefinitionen

Allais (1952/1979) formulierte als erster die Kritik am Bernoulli-Prinzip, dass in diesem Kontext das Risiko nur implizit erfasst wird, wohingegen eine explizite Berücksichtigung des Risikos zur Erklärung des Entscheidungsverhaltens in risikobehafteten Situationen einen signifikanten Mehrwert leisten kann. Die Vernachlässigung der Risikodimension wird von Allais als fundamentaler Fehler der am Bernoulli-Prinzip orientierten amerikanischen Schule kritisiert.[FN 250] Als Gründe für die Notwendigkeit einer expliziten Modellierung des Risikos können genannt werden:[FN 251]

• In spezifischen Situationen kann eine isolierte Abschätzung des Risikos gewünscht sein (z. B. politische oder ökologische Risiken).

• Durch die Fokussierung auf wenige Charakteristika (z. B. statistische Maße) der zu bewertenden Alternative kann eine Reduktion der formalen Komplexität erreicht werden.

• Für spezielle, insbesondere finanzwirtschaftliche Fragestellungen kann eine verhaltenswissenschaftliche Fundierung ermöglicht werden.

Der Mensch als solcher ist in unterschiedlichster Art und Weise dem Phänomen der Unsicherheit ausgesetzt. Daher haben sich die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen diesem grundlegenden Problem aus ihrem jeweiligen Blickwinkel genähert und entsprechende Risikodefinitionen, basierend auf mehr oder weniger intuitiven Überlegungen, empirischen Untersuchungen, statistischen Zusammenhängen oder axiomatischen Fundierungen entwickelt. Bei der Betrachtung dieser verschiedenen Definitionen zeigen sich klare Parallelen des grundlegenden Risikobegriffes.[FN 252]

Aus informationsorientierter bzw. statistischer Sicht kann Unsicherheit als aus einem subjektiv als unvollständig empfundenen Informationsstand über zukünftige Entwicklungen resultierend charakterisiert werden.[FN 253] Die ersten Definitionen des Risikos als Informationsmangel gehen zurück auf Fisher (1906) und Knight (1921).[FN 254] Die daraus resultierende Unterscheidung von Risiko, Unsicherheit und Ungewissheit wurde bereits in [Abschnitt 2.1 auf S. 12 dieser Arbeit diskutiert.]

[FN 250] Vgl. Allais (1952/1979), S. 104. Zu den Unterschieden zwischen amerikanischer und französischer Schule vgl. etwa Lopes (1988) sowie Lopes (1995b).

[FN 251] Vgl. Rapoport und Wallsten (1972), S. 142; Unser (1999), S. 46f. sowie Weber (1990), S. 134.

[FN 252] Vgl. etwa Yates und Stone (1992b), S. 2. Einen Überblick über die philosophische Auseinandersetzung mit der Unsicherheit menschlicher Existenz geben etwa Rowe (1988), S. 11-13 sowie Luhmann (1991).

[FN 253] Vgl. Jungermann, Pfister und Fischer (1998), S. 140.

[FN 254] Vgl. Fisher (1906), S. 265-269 sowie Knight (1921), S. 233.

[Seite 46]

2.3.3.3 Risikodefinitionen in den Verhaltenswissenschaften

Die Kritik, daß das Bernoulliprinzip das Risiko einer Entscheidungssituation nur implizit erfasse und damit zur Erklärung menschlichen Verhaltens in Risikosituationen nur unzureichend geeignet sei, wurde erstmals 1952 von Maurice Allais vertreten. Er bezeichnet die Vernachlässigung der Risikodimension als fundamentalen Fehler der am Bernoulliprinzip orientierten amerikanischen Schule.[FN 3] Die Notwendigkeit einer expliziten Modellierung des Risikos kann damit begründet werden, daß in bestimmten Situationen eine isolierte Abschätzung des Risikos gewünscht ist (z. B. bei politischen oder ökologischen Risiken), die Komplexität der Entscheidungssituation durch eine Fokussierung auf wenige Charakteristika (statistische

[FN 3] Vgl. Allais, M. (1979) S. 104. Die Unterschiede zwischen der amerikanischen und der französischen Schule verdeutlicht Lopes, L. L. (1988) und (1995).

[Seite 47]

Maße) der zu beurteilenden Alternativen reduziert und - für die vorliegende Arbeit das wichtigste Argument - für spezielle (finanzwirtschaftliche) Fragestellungen eine verhaltenswissenschaftliche Fundierung ermöglicht wird.[FN 1]

Da menschliches Leben der Unsicherheit in vielfältiger Weise ausgesetzt ist, [...] Insofern ist es nicht verwunderlich, daß sich unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen mit diesem Grundtatbestand des Lebens auseinandergesetzt haben. Risikodefinitionen wurden dabei aus mehr oder weniger intuitiven Überlegungen, empirischen Untersuchungen, statistischen Zusammenhängen oder axiomatischen Fundierungen entwickelt. Eine Übersicht über die in den Verhaltenswissenschaften vorgeschlagenen Risikobegriffe zeigt deutliche Parallelen auf und erleichtert das Verständnis des wahrgenommenen Risikos.[FN 2]

Informationsorientierte und statistische Perspektive

Unsicherheit resultiert aus einem subjektiv als unvollständig empfundenen Informationsstand über zukünftige Entwicklungen.[FN 3] [...] Die wohl ersten Definitionen des Risikos als Informationsmangel erfolgten 1906 durch IRVING H. FISHER, [...][FN 4] und 1921 durch FRANK H. KNIGHT, [...][FN 5] Nach dieser Systematik ist Unsicherheit als Oberbegriff für die darunter subsumierten Entscheidungssituationen Risiko und Ungewißheit zu betrachten.[FN 6]

[FN 1] Vgl Rapoport, A./Wallsten, T. S. (1972) S. 142; Weber, M. (1990) S. 134.

[FN 2] Vgl. Yates, J F./Stone, E. R (1992a) S. 2. Philosophische Auseinandersetzungen mit der Unsicherheit menschlicher Existenz sollen hier allerdings nicht aufgegriffen werden. Ein kurzer Überblick hierzu findet sich bei Rowe, W. D. (1988) S. 11-13 und Luhmann, N (1991).

[FN 3] Vgl Jungermann, H./Pfister. H.-R./Fischer, K. (1998) S. 140.

[FN 4] Vgl. Fisher, I. H. (1906) S. 265-269.

[FN 5] Vgl. Knight, F. H. (1921) S. 233. [...]

Anmerkungen

Eine Seite wird vollständig mit Material aus Unser (1999) bestritten, wobei das Original nur in der Art und Weise bearbeitet wurde, dass an verschiedenen Stellen gekürzt und an anderen Stellen synonyme Formulierungen verwendet wurde. Bezeichnendes Beispiel: der Einstiegssatz wurde vom Passiv ins Aktiv gesetzt. Keinerlei Hinweis auf Art und Umfang der Übernahme, der Autor des Originals wird auf dieser Seite nur in FN 251 als eine von drei Quellen für die Aufzählung genannt, noch dazu eingeleitet mit "vgl.", was eine direkte Übernahme eigentlich ausschließt. Auf der nächsten Seite setzt sich die Übernahme fort.

Sichter
Hindemith

[16.] Mh/Fragment 044 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:34 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-5, 101-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 48, Zeilen: 11-22, 114-116
Die numerische Repräsentation von Unsicherheit erfolgt oft mittels Wahrscheinlichkeiten. Dabei findet sich in der Literatur eine ausführliche Diskussion, ob Wahrscheinlichkeiten objektiv interpretiert werden sollen oder ob auch subjektive Wahrscheinlichkeiten die Basis für Entscheidungen bilden können.[FN 255] Entgegen dem zunächst verfolgten Ansatz der objektiven Wahrscheinlichkeiten[FN 256] [...]

[FN 255] Vgl. dazu etwa Bea (1995), S. 6-9; Daston (1988), S. 6-15; Weaver (1963), S. 349-377. Bernoulli selbst ging von objektiven Wahrscheinlichkeiten aus; vgl. dazu auch Weber (1990), S. 120.

[FN 256] Objektive Wahrscheinlichkeiten können entweder deduktiv aus dem Verhältnis von günstigen zu möglichen Fällen gemäß der klassischen Wahrscheinlichkeitsinterpretation nach Laplace bei Unterstellung einer Gleichverteilung der Elementarereignisse oder induktiv als Grenzwert relativer, a posteriori bekannter Häufigkeiten gemäß der frequentistischen Wahrscheinlichkeitsinterpretation nach von Mises abgeleitet werden; vgl. dazu Bamberg (1995), Sp. 1649; Bea (1995), S. 7f.; Unser (1999), S. 48 sowie Pfohl und Braun (1981), S. 339f.

Die Unsicherheit kann numerisch durch Wahrscheinlichkeiten ausgedrückt werden. Die Diskussion über die Frage, ob Wahrscheinlichkeiten lediglich objektiv interpretiert werden sollen oder ob auch subjektive Wahrscheinlichkeiten eine Grundlage für Entscheidungen bilden können, weist eine lange Tradition auf.[FN 4] Zunächst beschäftigte man sich nur mit objektiven Wahrscheinlichkeiten, die entweder[FN 5]

• deduktiv aus der Gegenüberstellung der günstigen und der möglichen Fälle (klassische Wahrscheinlichkeitsinterpretation nach LAPLACE), wobei eine Gleichverteilung der betrachteten Elementarereignisse unterstellt wird, oder

• induktiv als Grenzwert relativer, a posteriori beobachteter Häufigkeiten (frequentistische Wahrscheinlichkeitsinterpretation nach VON MISES) oder aufgrund bekannter technischer bzw. physikalischer Zusammenhänge

abgeleitet werden können.

[FN 4] Vgl. dazu beispielsweise Bea, W. (1995) S. 6-9; Daston, L. (1988) S. 6-15; Weaver, W. (1963) S, 349-377. Bernoulli selbst ging von objektiven Wahrscheinlichkeiten aus; vgl. Marschak, J (1965) S. 115

[FN 5] Vgl. Bamberg, G. (1995) Sp. 1649; Bea, W. (1995) S. 7f.; Pfohl, H.-C./Braun, G. E. (1981) S. 339f.

Anmerkungen

Die Quelle Unser (1999) wird in der FN 256 als dritte von vier Quellen genannt 8eingeleitet durch "vgl." Etwas weiter unten auf der Seite findet sich ein weiterer Verweis auf die Quelle, der sich aber wohl nicht auf das hier dokumentierte Fragment beziehen soll.

Sichter
Hindemith

[17.] Mh/Fragment 045 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:32:48 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 10-13, 124-127
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 51-52, Zeilen: S. 51, 26-29.102-105 und S. 52, 1
Während aus der Sicht der Statistik die gesamte Volatilität der Verteilung einer Zufallsvariablen als geeignetes Maß für das Risiko verstanden wird, wird in ökonomischen Kontexten der Begriff des Risikos oft mit negativen Folgen, d.h. einer Verlustgefahr, assoziiert.[FN 265]

[FN 265] Vgl Bauer (1995), Sp. 1661; Brüse (1984), S. 965; Helten (1994b), S. 25; Kupsch (1973), S. 26; Kupsch (1975), Sp. 1531; Leimberg, Satinsky, LeClair und Doyle (1988), S. 229; Lipshitz und Strauss (1997), S. 150; March und Shapira (1987), S. 1407; Philipp (1967), S. 35f.; Saxinger (1998), S. 336; Shapira (1995), S. 45; Shelley (1994), S. 225 sowie Wossidlo (1970), S. 33.

[Seite 51]

Während aus statistischer Sicht die gesamte Volatilität einer Verteilung als das Risiko bestimmend angesehen wird, setzt eine in ökonomischen Kontexten weit verbreitete Begriffsbildung Risiko mit negativen Folgen, d. h. einer Verlustgefahr gleich.[FN 2]

[FN 2] Vgl. Bauer, C. (1995) Sp. 1661; Bruse, H. (1984) S 965; Helten, E. (1994b) S. 25; Kupsch, P. U. (1973) S. 26; Kupsch, P. U. (1975) Sp. 1531; Leimberg, S. R./Satinsky, M. J./LeClair, R. T./Doyle, R. J. (1988) S. 229; Lipshitz, R./Strauss, O. (1997) S. 150; March, J G./Shapira, Z. (1987) S. 1407; Phillip, F. (1967) S. 35f.; Saxinger, R. (1998) S. 336; Shapira, Z (1995) S. 45; Shelley, M. K (1994)

[Seite 52]

S. 225; Wossidlo, R. P. (1970) S. 33.

Anmerkungen

Alles da - bis auf die Angabe der eigentlichen Quelle.

Sichter
Hindemith

[18.] Mh/Fragment 045 104 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:32:50 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 104-117
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 54-55, Zeilen: S.54, 12-13.16-17.105-112 und S.55, 101-108
[FN 262] Das Marketing beschäftigt sich seit 1960 mit dem wahrgenommenen Risiko im Sinne nachteiliger Folgen von Kaufentscheidungen; vgl. dazu Dedler et al. (1984), S. 26 sowie Unser (1999), S. 54f. Zur im Marketing üblichen Aggregationsregel bei Verlusten vgl. etwa Grunert (1981), S. 162; Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 387; Müller-Hagedorn (1986), S. 108-111; Panne (1977), S. 49-59 sowie Bettman (1973). Zu den fünf Verlustdimensionen im Marketing vgl. etwa Bänsch (1993), S. 77; Bauer (1967); Bettman (1973); Dowling (1986), S. 194; Jacoby und Kaplan (1972); Gemünden (1985), S. 32; Greatorex und Mitchell (1994), S. 675; Horton (1976), S. 696; Katz (1983), S. 77-80; Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 387f.; Kuhlmann (1978), S. 102-123 sowie Yates und Stone (1992a), S. 78. Zur Theorie der kognitiven Dissonanz vgl. Festinger (1964) und den Überblick von Frey (1984). Zu kognitiven Dissonanzen und Bewältigungsreaktionen während des Entscheidungsprozesses vgl. Irle (1971), S. 156ff.; Frey (1981), S. 275-277; Ochsmann und Frey (1978), S. 99; Pfohl und Braun (1981), S. 416; Raffeé, Sauter und Silberer (1973), S. 19 sowie Russo, Medvec und Meloy (1996), S. 107. Zu ökonomischen Theorien auf Basis der kognitiven Dissonanz vgl. etwa Akerlof und Dickens (1982); Gilad, Kaish und Loeb (1987); Goetzmann und Peles (1997) sowie McCain (1992). [Seite 54]

Bereits seit 1960 beschäftigt sich das Marketing mit dem Begriff des wahrgenommenen Risikos im Sinne nachteiliger Folgen von Kaufentscheidungen.[FN 5] [...] [FN 6] Aus theoretischen Überlegungen und Befragungen von Konsumenten werden im wesentlichen fünf Verlustdimensionen abgeleitet [...] [FN 7]

[FN 5] Vgl. Dedler, K. et al. (1984) S. 26.

[FN 6] Vgl. Grunert, K. G. (1981) S. 162; Kroeber-Riel, W./Weinberg, P. (1996) S. 387; Müller-Hagedorn, L. (1986) S. 108-111; Panne, F. (1977) S. 49-59. Diese Aggregationsregel wird aber empirisch nicht bestätigt; vgl. Bettman, J R. (1975).

[FN 7] Vgl. Bänsch, A. (1993) S. 77, Bauer, R. A. (1967); Bettman, J. R. (1973); Dowling, G. R. (1986) S. 194; Jacoby, J./Kaplan, L. B. (1972); Gemünden, H. G. (1985) S. 32; Greatorex, M./Mitchell, V. W. (1994) S. 675; Horton, R. L. (1976) S. 696; Katz, R. (1983) S. 77-80; Kroeber-Riel, W./Weinberg, P (1996) S. 387f.; Kuhlmann, E. (1978) S. 102-123; Yates, J. F./Stone, E. R. (1992b) S. 78.

[Seite 55]

[FN 1] Vgl. zur Theorie der kognitiven Dissonanzen Festinger, L. (1964) und den Überblick von Frey, D. (1984). Kognitive Dissonanzen und Bewältigungsreaktionen treten aber auch schon während des Entscheidungsprozesses auf; vgl. Irle, M. (1971) S. 156ff; Frey, D. (1981) S. 275-277, Ochsmann, R./Frey, D. (1978) S. 99; Pfohl, H.-C./Braun, G. E. (1981) S. 416; Raffee, H./Sauter, B./Silberer, G. (1973) S. 19; Russo, J. E./Husted Medvec, V./Meloy, M. G. (1996) S. 107. Vereinzelt finden sich auch in der ökonomischen Literatur Modelle auf der Basis kognitiver Dissonanzen, vgl. Akerlof, G. A./Dickens, W. T. (1982); Gilad, B./Kaish, S./Loeb, P D. (1987); Goetzmann, W. N./Peles, N. (1997); McCain, R. A. (1992) S 34.

Anmerkungen

Mittendrin wird Unser (1999) erwähnt - dass aber alle Literaturangaben (inkl. Begleittext) bereits dort zu finden sind, bleibt völlig im Dunkeln.

Sichter
Hindemith

[19.] Mh/Fragment 045 118 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:21:42 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Unser 1999, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 118-122
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 55-56, Zeilen: S.55, 109-110 und S.56, 101-104.106
[263] Zum Risikobegriff in den Verhaltenswissenschaften vgl. ausführlich Unser (1999), S. 55f. Vgl. weiter etwa Jungermann und Slovic (1993a); Lee (1971); Rohrmann (1991); von Rosenstiel (1990); Brengelmann und von Quast (1987); Fank (1992) sowie Zuckerman (1979). Zu motivationstheoretischen Erwartungs-Wert-Modellen vgl. etwa Rohrmann (1991), S. 396; Grunert (1982), S. 108-111; Feather (1982); Trimpop (1994), S 117-126 sowie Stroebe und Frey (1981). [Seite 55]

[FN 2] Vgl. Jungermann, H./Slovic, P. (1993b) S. 91; Lee, W. (1971) S. 115; Rohrmann, B (1991) S. 395; Rosenstiel, L. v. (1990b) S. 121.

[Seite 56]

[FN 1] Vgl. Brengelmann, J. C./Quast, C. v. (1987), Fank, M (1992) S. 39-43; Rosenstiel, L. v. (1990a) S. 68; Rosenstiel, L. v. (1990b) S. 122f.; Zuckerman, M (1979).

[FN 2] Beispielsweise in motivationstheoretischen Erwartungs-Wert-Modellen; vgl. Rohrmann, B. (1991) S. 396; Grunert, K. G. (1982) S. 108-111; Feather, N. T. (1982); Trimpop, R. M. (1994) S. 117-126. Diese Verwandtschaft psychologischer und ökonomischer Theorien kann auf die philosophischen Ideen Jeremy Benthams zurückgeführt werden, vgl. Stroebe, W./Frey, B. S. (1981) S. 114.

Anmerkungen

Völlig seltsame Bezugnahme auf Unser (1999), da dort der "Risikobegriff in den Verhaltenswissenschaften" auch nur kursorisch behandelt wird - wahrscheinlich zum Zwecke, die anderen Literaturstellen "abzusichern". Der Umfang der Übernahme bleibt dem Leser vollständig verborgen.

Sichter

[20.] Mh/Fragment 046 115 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-03 20:30:14 Guckar
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 115-124
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 58, Zeilen: 9-14, 18, 112-119
[FN 273] [...] Zu psychometrischen Studien zur Risikowahrnehmung, die als wesentliche, kulturunabhängige Hauptfaktoren zur Determinierung des Risikos in diesem Kontext den „Dread Risk"-Faktor und den „Unknown-Risk"-Faktor identifizieren, vgl. Borcherding, Rohrmann und Eppel (1986), S. 245; Douglas und Wildavsky (1982), S. 16-28; Glendon (1987), S. 106; Hansson (1989), S. 108-111; Johnson und Tversky (1984), S. 65; Jungermann und Slovic (1993b), S. 173-175; Kasperson (1992); Kleinhesselink und Rosa (1991); Pedroni und Zweifel (1988), S. 33f.; Renn (1990); Renn (1992), S. 65; Slovic (1987); Slovic (1992); Swaton, Maderthaner, Pahner, Guttmann und Otway (1976); Undeutsch (1988); von Winterfeldt, John und Borcherding (1981); Vlek und Stallen (1980), S. 285-292 sowie Vlek und Stallen (1981), S. 250-253. Kritisch zum faktoranalytischen Vorgehen Arabie und Maschmeyer (1988). Wie psychometrische Studien zur Risikowahrnehmung von Individuen in unterschiedlichen Kulturkreisen übereinstimmend ergeben haben, können trotz der Vielfalt der dabei untersuchten Gefahrenquellen und Risikosituationen auf faktorenanalytischem Weg zwei Hauptfaktoren identifiziert werden, die das Risiko wesentlich bestimmen:[FN 4]

• Der „Dread Risk“-Faktor [...]

• Der „Unknown Risk“-Faktor [...]

[FN 4] Vgl Borcherding, K./Rohrmann, B./Eppel, T. (1986) S. 245; Douglas, M./Wildavsky, A. (1982) S 16-28; Glendon, A. I. (1987) S. 106; Hansson, S. O. (1989) S. 108-111; Johnson, E. J./Tversky, A (1984) S. 65; Jungermann, H./Slovic, P. (1993a) S. 173-175; Kasperson, R, E. (1992); Kleinhesselink, R. R./Rosa, E. A. (1991); Pedroni, G./Zweifel, P. (1988) S. 33f; Renn, O. (1990); Renn, O (1992) S. 65; Slovic, P. (1987); Slovic, P. (1992); Swaton, E./Maderthaner, R./Pahner, P. D./Guttmann, G./Otway, H. J. (1976); Undeutsch, U. (1988); Winterfeldt, D. v./John, R. S./Borcherding, K. (1981); Vlek, C./Stallen, P. J. (1980) S. 285-292; Vlek, C./Stallen, P. J. (1981) S. 250-253. Zur Kritik am faktorenanalytischen Vorgehen vgl. Arabie, P./Maschmeyer, C. (1988).

Anmerkungen

Die 18 erwähnten Literaturverweise sind identisch. Man beachte außerdem, dass Mh genau dort präzise Seitenangaben macht, wo diese auch bei Unser (1999) erfolgen. Die wesentliche geistige Leistung, die hier aus der Quelle übernommen wurde, ist demnach die Literaturübersicht in ihrer Gesamtheit. Unser (1999) selbst wird weiter oben in der FN 273 genannt, aber nicht im Zusammenhang mit dem hier dokumentierten Text.

Sichter
Hindemith

[21.] Mh/Fragment 046 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:32:56 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 13-17, 110-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 56-57, Zeilen: S.56, 18-24.112-113 und S.57, 9-10.101-106
In empirischen Untersuchungen zur Risikowahrnehmung, die unabhängig von einem bestimmten Risikomodell sind, stellte man fest, dass[FN 273]

• für eine vorgegebene Alternativenmenge diejenige Lotterie als riskanteste eingeschätzt wird, die bei niedrigen oder mittleren Verlustwahrscheinlichkeiten den höchsten möglichen Verlust aufweist,

[FN 273] Vgl. Hoyos (1987), S. 63; Keller et al. (1986), S. 121-129; Nygren (1977); Schoemaker (1980), S. 69; Shapira (1995), S. 93; Unser (1999), S. 56 sowie Weber und Hsee (1997), S. 13. Zur Risikowahrnehmung in der psychologischen Literatur und den dort verwendeten experimentellen Designs vgl. etwa Jackson, Houdnay und Vidmar (1972); Schwenkmezger (1977), S. 208 und S. 242-248; von Klebelsberg (1969), S. 54ff.; Slovic (1962); Slovic (1968); Schwenkmezger (1983) sowie Kogan und Wallach (1964), S. 256-261.[...]

[Seite 56]

Empirische Untersuchungen zur Risikowahrnehmung bei Lotterien testen in der Regel ein bestimmtes Risikomodell und werden daher jeweils im Zusammenhang mit diesem in Abschnitt 2.3.3.4 näher erläutert. In allgemeiner orientierten Studien stellte man fest, daß[FN 5]

• für eine vorgegebene Alternativenmenge die Lotterie als riskanteste eingeschätzt wird, die bei niedrigen oder mittleren Verlustwahrscheinlichkeiten den höchsten möglichen Verlust aufweist,

[FN 5] Vgl. Hoyos, C. G. (1987) S. 63; Keller, L. R./Sarin, R. K./Weber, M. (1986) S. 121-129; Nygren, T.E. (1977); Schoemaker, P. J. H. (1980) S. 69; Shapira, Z. (1995) S. 93; Weber, E. U./Hsee, C. K.

[Seite 57] [...]

Das Risikoverhalten in diesen Situationen wurde dabei mit sehr unterschiedlichen experimentellen Designs erfaßt wie:[FN 2]

(1997) s. 13.

[FN 1] Vgl. Jackson, D. N./Hourany, L./Vidmar, N. J. (1972) S. 486; Schwenkmezger, P. (1977) S. 208.

[FN 2] Vgl. Klebelsberg, D. v. (1969) S. 54; Slovic, P. (1962); Slovic, P. (1968); Schwenkmezger, P. (1983) S. 227-229.

[FN 3] Zu Beispielen für derartige Fragen vgl. Schwenkmezger, P. (1977) S. 242-248 und insbesondere Kogan, N./Wallach, M. A, (1964) S. 256-261, [...]

Anmerkungen

Der Haupttext wurde etwas zusammengekürzt, bleibt aber unverkennbar. Unser (1999) findet sich wieder mittendrin. Alles wie gewohnt.

Sichter
Lukaluka

[22.] Mh/Fragment 047 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:32:58 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 1-6
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 57, Zeilen: 1-6
• sich die Aufmerksamkeit der Entscheider bei hohen Verlustwahrscheinlichkeiten auf diese konzentriert und das Ausmaß potenzieller Verluste vernachlässigt wird,

• mit zunehmender Linksschiefe einer Verteilung, verglichen mit einer symmetrischen Verteilung, das wahrgenommene Risiko steigt und

• Alternativen mit ausschließlich positiven Ergebnissen nicht als riskant betrachtet werden.

• sich die Aufmerksamkeit der Entscheider bei hohen Verlustwahrscheinlichkeiten auf diese konzentriert und das Ausmaß potentieller Verluste vernachlässigt wird,

• mit zunehmender Linksschiefe einer Verteilung verglichen mit einer symmetrischen Verteilung das wahrgenommene Risiko steigt und

• Alternativen mit ausschließlich positiven Ergebnissen nicht als riskant betrachtet werden.

Anmerkungen

Setzt die ungekennzeichnete Übernahme von der vorangegangenen Seite fort. Dort wird die Quelle genannt, allerdings in einer Art und Weise, die nicht auf eine wörtliche Übernahme schließen lässt (siehe Mh/Fragment_046_13)

Sichter
WiseWoman

[23.] Mh/Fragment 047 104 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:33:00 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 104-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 73, Zeilen: 19-20, 103-108
[FN 276] Vgl. etwa Bell (1988), S. 1419 sowie Maurer (1997), S. 8. Eine Ausnahme bildet der den Modus verwendende Ansatz von Lange (1943), der jedoch aufgrund seiner Schwächen keinen Eingang in die Literatur fand. Auch Albrecht (1994b), S. 13f. kritisiert die Verwendung des Erwartungswertes und schlägt alternativ die Exzeßerwartung vor. Zur Verwendung des arithmetischen Mittels vgl. Pitz et al. (1976), S. 9. Ferner wird das arithmetische Mittel von Personen intuitiv als Zentralmaß einer Häufigkeitsverteilung verwendet.[FN 4]

[FN 3] Vgl. z. B. Bell D. E. (1988) S. 1419; Maurer, R. (1997) S. 8. Zu einer Ausnahme vgl Lange, D. (1943). Dieser den Modus verwendende Vorschlag hat aber aufgrund seiner Schwächen keinen Eingang in die entscheidungstheoretische Literatur gefunden. Auch Albrecht, P. (1994b) S. 13f kritisiert die Verwendung des Erwartungswertes vor dem Hintergrund einer referenzpunktorientierten Bewertung und schlägt mit der Exzeßerwartung eine alternative Formulierung vor.

[FN 4] Vgl. Pitz, G. F./Leung, L. S./Hamilos, C./Terpening, W. (1976) S. 9.

Anmerkungen

--

Sichter
WiseWoman

[24.] Mh/Fragment 051 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:33:02 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 1-13, 102
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 83;84, Zeilen: 27-28;1-12.101
Die momentorientierten Verfahren verwenden bestimmte Momente einer Verteilung für eine Entscheidung.[FN 289] Dies ist aus normativer Sicht dann gerechtfertigt, wenn eine Verteilung mittels weniger Momente eindeutig bestimmt werden kann, so dass die Scharparameter genügen, beliebige Präferenzen für diese Verteilung abzubilden. Weitere Voraussetzungen für die momentorientierten Verfahren sind, dass[FN 290]

• die Alternativen als Wahrscheinlichkeitsverteilungen über die Ergebnisse repräsentierbar sind,

• die Momente von den Entscheidern aus den vorliegenden Ergebnissen und Wahrscheinlichkeiten gebildet werden können,

• die Präferenzen der Entscheidungsträger als reellwertige Funktionen auf einer Intervall- oder Verhältnisskala abbildbar sind und

• die Entscheidungsregel für die Auswahl einer Alternative auf einem Vergleich der Momente der zu beurteilenden Alternative beruht.

[FN 289] Vgl. Unser (1999), S. 83.

[FN 290] Vgl. Aschenbrenner (1980), S. 15f.

[Seite 83]

Die hier als „momentorientiert“ bezeichneten Verfahren verwenden für eine Entscheidung bestimmte Momente der zu beurteilenden Verteilung. Diese Vorgehens-

[Seite 84]

weise ist aus normativer Perspektive für den Fall gerechtfertigt, daß eine Verteilung mit wenigen Momenten eineindeutig charakterisiert werden kann. Dann reichen diese Scharparameter aus, beliebige Präferenzen für diese Verteilung abzubilden. Daneben setzen diese Verfahren weiterhin voraus, daß[FN 1]

• die Alternativen als Wahrscheinlichkeitsverteilungen über die Ergebnisse repräsentierbar sind,

• die Momente von den Entscheidern aus den vorliegenden Ergebnissen und Wahrscheinlichkeiten gebildet werden können,

• die Präferenzen der Entscheider als reellwertige Funktionen auf einer Intervall- oder Verhältnisskala abbildbar sind und

• die Entscheidungsregel für die Auswahl einer Alternative auf einem Vergleich der Momente der zu beurteilenden Alternativen beruht.

[FN 1] Vgl. Aschenbrenner, K. M. (1980) S. 15f.

Anmerkungen

Zum Teil wortwörtlich übereinstimmend, aber was Zitat ist und von wem welche Anteile übernommen werden, bleibt völlig unklar.

Sichter
WiseWoman

[25.] Mh/Fragment 054 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:33:04 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 6-11, 105-106
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 87, Zeilen: 1-5, 102-103
Diese quadratische Nutzenfunktion impliziert jedoch ein Risikoverhalten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass absolute und relative Risikoaversion mit der Vermögenszunahme steigen und damit das Sicherheitsäquivalent der risikobehafteten Alternative sinkt. Dies ist zum einen ökonomisch nicht plausibel und widerspricht zum anderen empirischen Ergebnissen.[FN 307]

[FN 307] Vgl. Bitz (1981), S. 199; Drukarczyk (1980), S. 132-135; Eeckhoudt und Gollier (1995), S. 47; Hanoch und Levy (1969), S. 342; Sinn (1980), S. 108 sowie Weber (1990), S. 37.

Problematisch ist dabei aber das durch die Nutzenfunktion implizierte Risikoverhalten, da absolute und relative Risikoaversion mit einer Vermögenszunahme steigen und damit das Sicherheitsäquivalent der riskanten Alternative abnimmt, was einerseits ökonomisch nicht plausibel ist und andererseits empirischen Ergebnissen widerspricht.[FN 2]

[FN 2] Vgl. Bitz, M. (1981) S. 199; Drukarczyk, J. (1980) S. 132-135; Eeckhoudt, L./Gollier, C. (1995) S. 47; Hanoch, G./Levy, H. (1969) S. 342; Sinn, H.-W. (1980) S. 108; Weber, M. (1990) S. 37.

Anmerkungen

Nicht nur, dass der Haupttext inhaltlich und in maßgeblichen Formulierungen übereinstimmt - hier finden sich auch exakt dieselben Literaturangaben wie im von Mh hier nicht als Quelle genannten Text von Unser (1999).

Sichter
Hindemith

[26.] Mh/Fragment 083 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:23:56 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 8-22
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 41, 42, Zeilen: 29-30; 1-16
Die Prospect Theory gehört zu den am meisten untersuchten Theorien, für die zahlreiche Studien sowohl im Vergleich zur Erwartungsnutzentheorie als auch bezüglich der einzelnen Annahmen durchgeführt wurden. Neben den Untersuchungen von Kahneman und Tversky selbst wurde eine Vielzahl von Studien durchgeführt, die zu relativ homogenen Ergebnissen kommen:[FN 476]
  • Die Eigenschaften der Wertfunktion, wie sie von der Prospect Theory postuliert werden, insbesondere das risikoaverse Verhalten oberhalb und das risikofreudige Verhalten unterhalb des Referenzpunktes, werden empirisch bestätigt.[FN 477]
  • Die Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion findet empirische Bestätigung in der Form, dass Unterschiede im Gewinn- und Verlustbereich Berücksichtigung finden.[FN 478]
  • Die Integration rangplatzabhängiger Wahrscheinlichkeiten trägt nicht notwendigerweise zu einer verbesserten Erklärung risikobehafteter Entscheidungen bei.[FN 479]
  • Ein Teil der Annahmen ist nicht nur durch die von Kahneman und Tversky formulierten und unterstellten kognitiven Prozesse erklärbar, sondern ist durch psychologische Prozesse auf einer tieferen Ebene verstehbar.[FN 480]

[FN 476] Vgl. Currim und Sarin (1989), S. 39; Unser (1999), S. 42 sowie Eisenführ und Weber (2003), S. 388.

[FN 477] Vgl. Bernstein, Chapman, Christensen und Elstein (1997), S. 105; Budescu und Weiss (1987); Currim und Sarin (1989), S. 31; Sebora und Cornwall (1995) sowie Sullivan und Kida (1995). In Experimenten mit nicht-statischer Struktur beobachten Hollenbeck, Ilgen, Phillips und Hedlund (1994) sowie Johnson und Thaler (1990) dieser Hypothese entgegenstehendes Verhalten.

[FN 478] Vgl. Kilka und Weber (2001); Currim und Sarin (1989), S. 32; Camerer und Ho (1994) sowie Wu und Gonzales (1996).

[FN 479] Vgl. Bernstein et al. (1997), S. 104.

[FN 480] Vgl. Grossberg und Gutowski (1987).

[S. 41]

Die Prospect Theory dürfte zu den bisher wohl am häufigsten untersuchten Model­len zählen. Neben den bereits von KAHNEMAN und TVERSKY selbst durchgeführten

[S. 42]

Experimenten ergab die Überprüfung einzelner Annahmen durch andere Entschei­dungsforscher:

  • Das risikoaverse Verhalten oberhalb des Referenzpunktes sowie das risikofreu­dige unterhalb und damit der Verlauf der Wertfunktion konnte in einer Vielzahl von Studien belegt werden[FN 1] Die "reflection hypothesis" gilt allerdings nicht un­eingeschränkt.[FN 2]
  • Empirische Bestätigung findet auch die Gewichtungsfunktion für die Wahr­scheinlichkeiten in der neueren Fassung, die Unterschiede im Gewinn- und Ver­lustbereich zuläßt.[FN 3]
  • Die Berücksichtigung rangplatzabhängiger Wahrscheinlichkeiten trägt aber nicht notwendigerweise zur einer besseren Erklärung von Risikoentscheidungen bei.[FN 4]
  • Einige der Annahmen sind nicht nur durch die von KAHNEMAN und TVERSKY un­terstellten kognitiven, sondern auch auf einer tieferen Ebene durch psychophysi­sche Prozesse verstehbar.[FN 5]

[FN 1] Vgl. Bernstein, L. M /Chapman, G./Christensen, C./Elstein, A S. (1997) S. 105, Budescu, D. V./Weiss, W. (1987); Currim, I. S./Sarin, R K. (1989) S. 31; Sebora, T C./Cornwall, J R. (1995); Sullivan, K./Kida, T. (1995) S. 81. Ein dieser Hypothese entgegenstehendes Verhalten beobachten Hol­lenbeck, J R./Ilgen, D. R./Phillips, J M./Hedlund, J (1994) und Johnson, E. J./Thaler, R H (1990) in Experimenten mit nicht-statischer Struktur.

[FN 2] Vgl. Cohen, M./Jarrfay, J. Y./Said, T. (1985) S. 214f. und Hershey, J. C./Schoemaker, P J. H. (1980), die diese Hypothese in drei von fünf Experimente ablehnen.

[FN 3] Vgl. Currim, I. S./Sarin, R. K. (1989) S. 32.

[FN 4] Vgl. Bernstein, L. M./Chapman, G./Christensen, C./Elstein, A. S. (1997) S. 104.

[FN 5] Vgl. Grossberg, S./Gutowski, W. E. (1987).

Anmerkungen

[FN 476] verweist unter anderem auf Unser, der Umfang der Übernahme wird aber nicht klar gemacht.

Sichter
WiseWoman

[27.] Mh/Fragment 084 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:33:54 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Graf Isolan, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 1-2, 101-103
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 42, Zeilen: 15-16, 111-113
• Die Prospect Theory kann einen Beitrag dazu leisten, reale ökonomische Phänomene zu erklären. [FN 481]

[FN 481] Vgl. Fiegenbaum (1990); Fiegenbaum und Thomas (1988); Herrmann und Bauer (1996); Herrmann, Bauer und Huber (1997); Jegers (1991); Johnson, Hershey, Meszaros und Kunreuther (1993); Lehner (1996), S. 148-151 sowie Theil (1997).

• Der deskriptive Anspruch der Prospect Theory wird schließlich dadurch erhärtet, daß reale ökonomische Phänomene mit Hilfe dieses Ansatzes erklärbar sind. [FN 6]

[FN 6] Vgl. Fiegenbaum, A. (1990); Fiegenbaum, A./Thomas, H. (1988); Herrmann, A./Bauer, H. H. (1996), Herrmann, A./Bauer, H. H./Huber, F. (1997); Jegers, M. (1991); Johnson, E. J./Hershey, J./Meszaros, J./Kunreuther, H. (1993); Lehner, J. M. (1996) S. 148-151; Theil, M. (1997) S. 29-31.

Anmerkungen

Der Abschluss der in Mh/Fragment 083 08 dokumentierten Übernahme.

Sichter
WiseWoman

[28.] Mh/Fragment 084 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:33:56 Kybot
Fragment, Mh, SMWFragment, Schutzlevel, Unser 1999, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 8-10, 12-13, 104-107, 109
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 42;43, Zeilen: 22-23,24;1,3-4,101-103
Es zeigt sich, dass einzelne Theorien zwar bestimmte Phänomene erklären können, jedoch keine Theorie in der Lage ist, alle Phänomene zu integrieren, so dass keine Theorie eindeutig vorzuziehen wäre:[FN 482] [...] Je nach Struktur der präsentierten Lotterien kann jeweils eine andere Theorie das beobachtete Verhalten am besten erklären. [FN 484]

[FN 482] Vgl. Camerer (1989); Carbone (1997); Carbone und Hey (1994); Carbone und Hey (1995); Harrison (1994); Hey und Orme (1994); Hey und Carbone (1995); Hey und Di Cagno (1990); Harless und Camerer (1994); Heath und Tversky (1991); Keppe und Weber (1995) sowie Loomes und Sugden (1995).

[FN 484] Vgl. empirisch Abdellaoui und Munier (1994) sowie theoretisch Szpiro (1991).

[Seite 42]

Übereinstimmendes Ergebnis der auch methodisch vielfältigen Studien [...] ist, daß kein Modell identifiziert werden kann, das

[Seite 43]

eindeutig vorzuziehen wäre. [...] So kann je nach Struktur der präsentierten Lotterien eine andere Theorie das Verhalten am besten erklären. [FN 2]

[FN 1] Vgl Camerer, C. F. (1989); Carbone, E. (1997); Carbone, E./Hey, J. D. (1994); Carbone, E./Hey, J. D. (1995); Harrison, G. W. (1994); Hey, J. D./Orme, C. (1994); Harless, D. W./Camerer, C. F. (1994); Loomes, G./Sugden, R. (1995).

[FN 2] Vgl, Abdellaoui, M/Munier, B. (1994) Zum selben Ergebnis gelangt aufgrund theoretischer Überlegungen auch Szpiro, G. G. (1991) S. 361.

Anmerkungen

Teil eines größeren Patchworks mit Passagen auch aus einem anderen Werk. Siehe auch Mh/Fragment_084_10.

Sichter
WiseWoman Hindemith (ergänzt noch einmal sichten bitte)

[29.] Mh/Fragment 085 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:00 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 12-18, 101-103
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 102-103, Zeilen: S. 102, 19-26 und 103, 105-107
[...][FN 1]

Während zu Beginn der finanzierungstheoretischen Forschung der Fokus hauptsächlich auf deskriptiven Beschreibungen von Finanzinstitutionen, dem Aufstellen von Verhaltensregeln sowie der Integration von Erkenntnissen der Unternehmensforschung (Operations Research) in die Finanzierungstheorie lag, hielt ab Ende der 1950er Jahre die neoklassische, gleichgewichtsorientierte Sichtweise Einzug. Dabei ist ein wesentlicher Aspekt die Entwicklung von Bewertungsmodellen für auf vollkommenen Märkten gehandelte Finanzierungstitel, die die empirisch orientierte Finanzwirtschaft bis heute stark beeinflusst.

[FN 1] Vgl. zu den Ausführungen in diesem Abschnitt Unser (1999), S. 102ff.; Schmidt (1983); Schmidt und Terberger (1997); Krahnen (1993); Steiner und Kölsch (1989), S. 413-425; Brennan (1995) sowie Loistl (1990).

Nach einer rein deskriptiven Phase der Beschreibung von Finanzinstitutionen und dem Aufstellen von Verhaltensregeln sowie der sich anschließenden Berücksichtigung von Erkenntnissen der Unternehmensforschung (Operations Research) zur Lösung finanzwirtschaftlicher Probleme wendete sich das Interesse der finanzwirtschaftlichen Forschung seit Ende der fünfziger Jahre verstärkt einer gleichgewichtsorientierten (neoklassischen) Betrachtungsweise zu. Die Entwicklung von Bewertungsmodellen für Finanzierungstitel, die auf vollkommenen Märkten gehandelt werden, bestimmt die empirische Forschung in der Finanzwirtschaft bis heute.

[FN 2] Vgl. zu den vorstehenden Ausführungen Schmidt, R. H. (1983); Schmidt, R. H./Terberger, E. (1996); Krahnen, J. P. (1993); Steiner, M./Kölsch, K. (1989) S. 413-425; Brennan, M. J. (1995); Loistl, 0. (1990).

Anmerkungen

Die Fußnote wird vorgezogen, die eigentliche Quelle wird nur kursorisch genannt, der Umfang der Übernahme bleibt vollständig im Dunkeln, die Übernahme wird durch Benutzung von Synonymen und grammatische Umstellungen kaschiert.

Sichter
Hindemith

[30.] Mh/Fragment 086 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:06 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 1-11, 101-105
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 103, Zeilen: 1-12, 101-104, 107-108
Erst die neoinstitutionalistische Finanzierungstheorie bezweifelte Anfang der 1980er Jahre die Omnipotenz der unsichtbaren Hand des Marktes. Kernpunkt dabei ist die Tatsache der Erklärung der Existenz finanzieller Institutionen, die durch die Neoklassik nicht geleistet werden kann. Einhergehend mit dieser Entwicklung wurden informationsökonomische Erkenntnisse in weitere Gebiete der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere die Organisationslehre, das Rechnungswesen und die Unternehmensführung integriert.[FN 2] In den letzten Jahren wurden Marktmikrostrukturmodelle entwickelt, die die Effizienzwirkung der institutionellen Eigenschaften von Finanzmärkten, insbesondere von Wertpapierbörsen, analysieren und dabei einen wesentlich höheren Detaillierungsgrad aufweisen. Insofern sind diese Modelle zwischen den neoklassischen und den neoinstitutionalistischen Ansätzen einzuordnen.[FN 3]

[FN 2] Vgl. Hax (1991), S. 63. Informationsökonomische Erkenntnisse hielten ins Marketing dagegen erst Anfang der 1990er Jahre Einzug; vgl. dazu die Arbeiten von Kaas (1990); Kaas (1992); Kaas (1995); Adler (1994); Fischer, Hüser, Mühlenkamp, Schade und Schott (1993); Kleinaltenkamp (1992); Weiber und Adler (1995a); Weiber und Adler (1995b) sowie Weiber und Adler (1995c).

[FN 3] Die dargestellten Phasen sind nicht disjunkt, sondern weisen naturgemäß Überschneidungen auf.

Erst mit Beginn der 80er Jahre wurde im Rahmen der neoinstitutionalistischen Finanzierungstheorie die Omnipotenz der „unsichtbaren Hand“ (des Marktes) in Zweifel gezogen. Im Mittelpunkt dieser Forschungsrichtung steht die Erklärung der Existenz finanzieller Institutionen, für die in der Neoklassik kein Raum war.

Diese Entwicklung ging einher mit der Adaption informationsökonomischen Gedankengutes in anderen Gebieten der Betriebswirtschaftslehre, vor allem der Organisationslehre, dem Rechnungswesen und der Unternehmensführung.[FN 1] Einen noch höheren Detaillierungsgrad weisen die verstärkt in den letzten Jahren entwickelten Mikrostrukturmodelle auf, die die Effizienzwirkungen der institutionellen Charakteristika von Finanzmärkten, insbesondere von Wertpapierbörsen analysieren und damit letztlich zwischen der neoklassischen und der neoinstitutionalistischen Betrachtungsweise anzusiedeln sind (vgl. Abschnitt 2.4.3.3).[FN 2]

[FN 1] Vgl. Hax, H. (1991) S. 63. Im Marketing ist eine informationsökonomische Betrachtungsweise dagegen erst seit Beginn der 90er Jahre festzustellen; vgl. dazu Kaas, K. P. (1990); Kaas, K. P (1992); Kaas, K. P. (1995); Adler, J. (1994); Fischer, M./Hüser, A./Mühlenkamp, C./Schade, C./Schott, E. (1993); Kleinaltenkamp, M. (1992); Weiber, R./Adler, J. (1995Typol); Weiber, R./Adler, J. (1995a).

[FN 2] Vgl. zu den vorstehenden Ausführungen Schmidt, R. H. (1983); Schmidt, R. H./Terberger, E. (1996); Krahnen, J. P. (1993); Steiner, M./Kölsch, K. (1989) S. 413-425; Brennan, M. J. (1995); Loistl, 0. (1990). Die gewählte Phaseneinteilung ist nicht überschneidungsfrei, da bestimmte Elemente früherer Entwicklungsrichtungen auch in späteren Ansätzen enthalten sind.

Anmerkungen

Die Quelle wurde kursorisch auf der Vorderseite in einer Fußnote mit aufgelistet ("Vgl. zu den Ausführungen in diesem Abschnitt Unser (1999), S. 102ff.; Schmidt (1983); Schmidt und Terberger (1997); Krahnen (1993); Steiner und Kölsch (1989), S. 413-425; Brennan (1995) sowie Loistl (1990)."). Vgl. dazu die oben dokumentierte FN 2 bei Unser: "Vgl. zu den vorstehenden Ausführungen Schmidt, R. H. (1983); Schmidt, R. H./Terberger, E. (1996); Krahnen, J. P. (1993); Steiner, M./Kölsch, K. (1989) S. 413-425; Brennan, M. J. (1995); Loistl, 0. (1990). [...]" Der Umfang der Übernahme wurde allerdings nirgends angegeben. Auch die auf dieses Textfragment folgende Abbildung 3.1. stammt aus Unser. Allerdings gibt der Autor für die Abbildung an "Quelle: In Anlehnung an Klug (1985), S. 13 sowie Unser (1999), S. 104". Die Abbildung ist allerdings (bis auf marginale Textumstellungen und Formattierungen) identisch zu der Abbildung bei Unser, der selbst Klug (1985), S. 13 als Quelle angibt.

Sichter
Hindemith

[31.] Mh/Fragment 090 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:05 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 7-10
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 106, Zeilen: 7, 9-11, 13-15
Die wesentlichen Leistungen der Portfolio Selection Theory bestehen darin, dass die bis dahin vorherrschende heuristische Vorgehensweise zur Auswahl von Anlagealternativen durch ein mathematisch-statistisch fundiertes Modell abgelöst wurde und somit das naive Diversifikationsprinzip 'not to put all eggs in one basket' formalisiert und theoretisch [begründet wird.[FN 13]] Eine der Hauptleistungen von MARKOWITZ ist wohl dann zu sehen, daß er [...] der bis dahin vorherrschenden heuristischen Vorgehensweise bei der Auswahl von Wertpapieren ein fundiertes Kalkül entgegenstellte. [...] Das naive

Diversifikationsprinzip, „not to put all eggs in one basket“, wird damit auf eine mathematisch-statistisch fundierte Basis gestellt.[FN 2]

Anmerkungen

Etwas umgeschnitten und umformuliert, aber inhaltlich übereinstimmend. Eine Quellenangabe fehlt. Die jeweils anschließenden Fußnoten stimmen dann noch deutlicher überein. (siehe Dokumentation hier: Mh/Fragment_091_101)

Sichter
Hindemith

[32.] Mh/Fragment 090 107 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:07:50 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 107-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 107-108, Zeilen: S. 107, 19.22-24.105-110 und S. 108, 1-3.104
[FN 12] [...] vgl. etwa den frühen Uberblick bei Cootner (Hrsg.) (1964) sowie

für 30 Einzelwerte des Dow-Jones-Index Fama (1965a); für Deutschland mit Tagesrenditen von 37 Aktien vgl. Hecker (1974), S. 158f.; für neuere weltweite Untersuchungen vgl. Chunhachinda, Dandapani, Hamid und Prakash (1997); Geyer (1992), S. 12; Krämer und Runde (1997); Kritzman (1994), S. 15f.; Lux (1996); Markowitz und Usmen (1997) sowie Peiro (1994). Als generelles Ergebnis kann festgehalten werden, dass die empirische Verteilung einer stabilen Paretoverteilung, insbesondere der leptokurtotischen Verteilung entspricht. Da diese jedoch keine endliche Varianz besitzt, wäre dies nicht mehr mit der Erwartungsnutzentheorie vereinbar; vgl. etwa Fama (1965a), S. 95-97 sowie Mühlbradt (1980), S. 141.

[Seite 107]

Er stellt für die Verteilungen der 30 Einzelwerte des Dow-Jones-Index fest, [...]

Diese Form der Verteilung entspricht der von MANDELBROT angenommenen stabilen Paretoverteilung, insbesondere der leptokurtischen Verteilung.[...] Da die letztgenannte

[FN 5] Vgl. dazu den Überblick bei Cootner, P. H. (1964).

[FN 6] Vgl. Fama, E. F. (1965). Dasselbe Ergebnis erzielt Hecker, G. (1974) S. 158f. für Deutschland mit Tagesrenditen von 37 Aktien.

[FN 7] Auch aktuelle Untersuchungen stellen weltweit diese Verteilung fest; vgl. Chunhachinda, P./Dandapani, K./Hamid, S./Prakash, A. J. (1997); Geyer, A. (1992) S. 12; Krämer, W./Runde, R. (1997); Kritzman, M. P. (1994) S. 15f.; Lux, T. (1996); Markowitz, H. M./Usmen, N. (1997); Peiro, A. (1994).

[Seite 108]

Verteilung aber keine endliche Varianz aufweist, ist das \mu-\sigma-Prinzip, welches eine Normalverteilung und damit eine endliche Varianz erfordert, nicht mehr mit der Erwartungsnutzentheorie vereinbar.[FN 1]

[FN 1] Vgl. Fama, E. F. (1965) S. 95-97; Mühlbradt, F. W. (1980) S. 141.

Anmerkungen

Etwas umgeschnitten und umgestellt, aber alles da (insbesondere die Literaturverweise). Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Hindemith

[33.] Mh/Fragment 091 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:09 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 1-2, 109-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 106, Zeilen: 11-13, 101-107
Weiter stellt Markowitz einen Optimierungsalgorithmus vor, der für eine gegebene erwartete Rendite das varianzminimale Portfolio bestimmt.[FN 14]

[FN 14] Die Lösungsalgorithmen des quadratischen Optimierungsproblems können je nach Spezifikation der Nebenbedingungen von unterschiedlicher Komplexität sein; vgl. Markowitz (1959), Ch. 8; Markowitz (1987), Part III; Dziedzina (1987); Gügi (1995), S. 76-81; Hielscher (1969), S. 174-217; Huang und Litzenberger (1988), S. 59-80; Kühn (1979) sowie Schmidt-von Rhein (1996), S. 244-250. Bei Verwendung der mittleren absoluten Abweichung als Risikomaß anstelle der Varianz vereinfacht das dann lineare Optimierungsproblem erheblich bei annähernd gleichen Ergebnissen; vgl. Konno und Yamazaki (1991); wobei sich allerdings das Schätzrisiko erhöht; vgl. Simaan (1997).

Das Hauptergebnis seiner Analyse ist die Bereitstellung eines Optimierungsalgorithmus, der die Zusammenstellung von Portefeuilles ermöglicht, die für eine vorgegebene erwartete Rendite das geringstmögliche Risiko aufweisen.[FN 1]

[FN 1] Zu den Lösungsalgorithmen für das quadratische Optimierungsproblem, die je nach Spezifikation der Nebenbedingungen unterschiedlich komplex ausfallen, vgl. Markowitz, H M. (1959) Ch. 8; Markowitz, H M. (1987) Part III; Dziedzina, M. (1987); Gügi, P (1995) S. 76-81; Hielscher, U. (1969) S. 174-217; Huang, C.-F./Litzenberger, R. H. (1988) S. 59-80; Kühn, R. (1979); Schmidt-von Rhein, A. (1996) S. 244-250. Die Verwendung der mittleren absoluten Abweichung als Risikomaß vereinfacht bei annähernd gleichen Ergebnisse das Optimierungsproblem, welches jetzt linear ist, erheblich; vgl. Konno, H./Yamazaki, H. (1991). Allerdings erhöht sich gleichzeitig das Schätzrisiko; vgl. Simaan, Y. (1997).

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
Hindemith

[34.] Mh/Fragment 091 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:55:04 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 101-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 106, Zeilen: 108-115
[FN 13] Empirische Untersuchungen zeigen jedoch, dass bereits mit einer naiven Mischung von 8 bis 14 Aktien etwa 75% des insgesamt möglichen Diversifikationseffektes erzielt werden kann; vgl. Francis und Archer (1979), S. 197ff.; Hellevik und Herrmann (1996), S. 136; Hielscher (1988), S. 26; Solnik (1988), S. 46f.; Uhlir und Steiner (1991), S. 164-168; kontrovers dazu Statman (1987), der unter Berücksichtigung von Transaktionskosten eine Anzahl von 30 bis 40 Aktien für eine entsprechende naive Diversifikation ermittelt. Internationale Effekte der Diversifikation werden nicht voll genutzt; vgl. dazu French und Poterba (1991); Baxter und Jermann (1997); Fischer und Keber (1997) sowie das Experiment von Rötheli (1996). [FN 2] Allerdings zeigen empirische Untersuchungen, daß bereits mit einer naiven Mischung von 8 bis 14 Aktien ca. 75% des insgesamt erreichbaren Diversifikationseffektes erzielt werden kann; vgl. Francis, J. C./Archer, S. H. (1979) S. 197f.; Hellevik, J. S./Herrmann, R. (1996) S. 136; Hielscher, U. (1988) S. 26; Solnik, B. (1988) S. 46f.; Uhlir, H./Steiner, P (1991) S. 164-168; kontrovers aber Statman, H. M. (1987), der bei Berücksichtigung von Transaktionskosten auf 30-40 Aktien für eine effiziente naive Diversifikation kommt. Internationale Diversifikationseffekte werden dagegen nicht in vollem Umfang genutzt; vgl. French, K. R./Poterba, J. M. (1991); Baxter, M./Jermann, U. J. (1997); Fischer, E. O./Keber, C. (1997) sowie das zum selben Ergebnis gelangende Experiment von Rötheli, T. F. (1996).
Anmerkungen

Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

[35.] Mh/Fragment 092 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:12 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 1-5, 105-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 110, Zeilen: 10-15, 18-21, 103-107
Analog zu den Ergebnissen der empirischen Studien lassen sich hier in der Regel weder effiziente Portfolios noch ein der Portfolio Selection Theory entsprechendes Diversifikationsverhalten beobachten.[FN 18] Als mögliche Ursachen werden zum einen eine durch relativ kurze Entscheidungszeiten verursachte Informationsüberlastung und zum anderen die Überforderung der Anleger durch die notwendigen komplexen Berechnungen, die nicht dem intuitiven Vorgehen zu entsprechen scheinen, diskutiert.[FN 19]

[FN 18] Teilweise sind die Erwartungswerte der beobachteten Portfolios sogar negativ; vgl. dazu etwa Anderson und Settle (1996); Borcherding (1978); Kroll et al. (1988a); Oehler (1995), S. 250-258; Rapoport, Zwick und Funk (1988) sowie Weber und Camerer (1992).

[FN 19] Vgl. Maital, Filer und Simon (1986), S. 287; Borcherding (1978) sowie Weber und Camerer (1992).

Analog zu den empirischen Studien werden in der Regel keine effizienten Portefeuilles beobachtet, teilweise sind die Erwartungswerte der Portefeuillerenditen sogar negativ.[FN 2] Ferner kann auch hier das Phänomen einer zu geringen Diversifikation beobachtet werden. Hierfür könnte aber auch eine durch die üblicherweise relative kurze Entscheidungszeit verursachte Informationsüberlastung ursächlich sein.[FN 3]

[...] Damit können diese Untersuchungen aber nur belegen, daß Personen nicht intuitiv in der Lage sind, den Verhaltensanforderungen - insbesondere hinsichtlich der Verwendung der Varianz als Risikomaß und der Nutzung von Korrelationsinformationen - nachzukommen. [...] [FN 4]

[FN 2] Vgl. Anderson, B. F./Settle, J. W. (1997); Borcherding, K. (1978); Kroll, Y./Levy, H./Rapoport, A. (1988); Oehler, A. (1995) S. 250-258; Rapoport, A./Zwick, R./Funck, S. G. (1988); Weber, M./Camerer, C. F. (1992).

[FN 3] Vgl. Maital, S./Filer, R./Simon, J. (1986) S. 287.

[FN 4] Vgl. Borcherding, K. (1978); Weber, M./Camerer, C. F. (1992).

Anmerkungen

Ein Absatz (zum Ende hin) wird von Mh in wenigen Stichworten zusammengefasst. Ansonsten finden sich die meisten Formulierungen der Quelle nur wenig abgeändert wieder. Die in den Fußnoten genannten Literaturangaben werden vollständig übernommen. Kein Hinweis auf die ursprüngliche Quelle Unser (1999) oder Art und Umfang der Übernahme. [FN 18] ist ein Cut & Slide.

Sichter
WiseWoman

[36.] Mh/Fragment 098 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:33 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 1-2, 101-103
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 112-113, Zeilen: S.112, 26-28 - S.113, 1.101-103
[Auch wenn die zugrunde gelegten Annahmen noch restriktiver sind als] in der Portfoliotheorie, könnte das CAPM dennoch die Realität im Sinne der 'positive economics' hinreichend gut beschreiben.[FN 51]

[FN 51] Zur positivistischen Wissenschaftsauffassung vgl. Friedman (1953). Einige Annahmen des CAPM können jedoch aufgehoben werden; vgl. etwa den Überblick bei Alexander und Francis (1986), S. 118-141; Levy und Sarnat (1984), S. 460-483 sowie Rudolph (1979), S. 1049-1053.

[Seite 112]

Obwohl die zusätzlichen Annahmen über den Finanzmarkt in diesem Modell noch weniger haltbar sind als die bereits im letzten Abschnitt hinsichtlich des Anlegerverhaltens kritisierten, könnte das CAPM trotzdem im Sinne der „positive economics"

[Seite 113]

die Realität hinreichend gut beschreiben.[FN 1]

[FN 1] Vgl zur positivistischen Wissenschaftsauffassung Friedman, M. (1953). Einige der Annahmen der CAPM können allerdings aufgehoben werden; vgl. den Überblick bei Alexander, G. J./Francis, J. C. (1986) S. 118-141; Levy, H./Samat, M. (1984) S. 460-483; Rudolph, B. (1979) S 1049-1053.

Anmerkungen

Insbesondere die Fußnote ist identisch übernommen. Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

[37.] Mh/Fragment 098 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:29 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 6-8, 106-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 113, Zeilen: 9-11, 106-114
Weiterhin kann in der Regel nur ein Anteil von weniger als 40% der Varianz der Renditen durch das beschriebene lineare Modell erklärt werden.[FN 53]

[FN 53] Für den amerikanischen Markt vgl. Black (1993); Cragg und Malkiel (1982), S. 163; Daniel und Titman (1997); Fama und French (1992); Fama und French (1996); Chan und Lakonishok (1993); Campbell (1996); Kothari und Shanken (1995); Roll (1988) sowie Roll und Ross (1994). Zu Untersuchungen für den deutschen Aktienmarkt vgl. Bauer (1992); Frantzmann (1990); Hielscher und Heintzelmann (1975); Kosfeld (1996); Möller (1988); Reichling (1995); Ulschmid (1994); Wallmeier (1997); Warfsmann (1993) sowie Zimmermann (1997). Durch die Verwendung von aus aktuellen Optionspreisen geschätzten impliziten Volatilitäten können die Renditeprognosen tendenziell verbessert werden; vgl. Chiras und Manaster (1978).

Außerdem kann regelmäßig nur ein Anteil von weniger als 40% der gesamten Varianz der Renditen durch das lineare Modell erklärt werden.[FN 3]

[FN 3] Vgl, für den US-amerikanischen Markt Black, F (1993); Cragg, J. G./Malkiel, B G (1982) S. 163: Daniel, K./Titman, S. (1997); Fama, E. F./French, K. R (1992); Fama, E. F./French, K. R (1996); Chan, L. K. C./Lakonishok, J. (1993); Campbell, J. Y. (1996); Kothari, S. P./Shanken, J. (1995); Roll, R. (1988); Roll, R./Ross, S. A. (1994). Untersuchungen für den deutschen Aktienmarkt wurden durchgeführt von Bauer, C. (1992); Frantzmann, H.-J. (1990); Hielscher, U,/Heintzelmann, H (1975); Kosfeld, R, (1996); Möller, H.-P (1988); Reichling, P (1995); Ulschmid, C. (1994); Wallmeier, M. (1997); Warfsmann, J. (1993); Zimmermann, P. (1997). Die Renditeprognosen können tendenziell durch die Verwendung der aus aktuellen Optionspreisen geschätzten impliziten Volatilitäten verbessert werden; vgl. Chiras, D. P./Manaster, S. (1978).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

[38.] Mh/Fragment 099 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:31 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 3-4, 6-8, 9-12, 109-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 122, Zeilen: 16-24, 101-106
3.1.1.1.4 Arbitrage Pricing Theory

Die von Ross (1976) entwickelte Arbitrage Pricing Theory (APT) [...] Beiden Theorien gemeinsam ist die Grundidee, dass ausschließlich das systematische Risiko bewertungsrelevant ist, während das unsystematische Risiko mittels Diversifikation eliminiert werden kann. [...] Das erste Hauptprinzip ist die bereits erwähnte Arbitragefreiheit, d.h. durch eine Umschichtung von Vermögen kann ein Anleger sein Vermögen nicht erhöhen. Damit kann die APT als Spezialfall des allgemeinen Bewertungsprinzips der Arbitragefreiheit interpretiert werden.[FN 59]

Vgl. Wilhelm (1981) und allgemein zur Arbitragebewertung Franke und Hax (1994), S. 361-363; Kruschwitz (1995), S. 157-173; Spremann (1986); Spremann (1996), S. 557-565; Uhlir und Steiner (1991), S. 33-37 sowie Wilhelm (1985a). Auf real existierenden Finanzmärkten stehen einer Arbitrage jedoch erhebliche Hindernisse entgegen; vgl. etwa Shleifer und Summers (1990), S. 20-23 sowie Shleifer und Vishny (1997).

2.4.2.3 Arbitrage Pricing Theory

Die von STEPHEN A. ROSS[FN 1] entwickelte Arbitrage Pricing Theory (APT) hat mit dem CAPM die Grundidee gemeinsam, daß lediglich das systematische Risiko eines Finanztitels bewertungsrelevant ist, während das unsystematische Risiko durch Diversifikation eliminiert wird. Die Bezeichnung dieses Ansatzes weist bereits auf dessen erstes Hauptprinzip hin, die Abwesenheit risikoloser Arbitragemöglichkeiten. Durch eine reine Umschichtung von Finanzmitteln kann ein Investor also sein Vermögen nicht erhöhen. Die APT kann damit auch als Spezialfall des sehr allgemeinen Bewertungsprinzips der Arbitragefreiheit aufgefaßt werden.[FN 2]

[FN 1] Vgl. Ross, S. A. (1976).

[FN 2] Vgl. Wilhelm, J. (1981) und allgemein zur Arbitragebewertung Franke, G./Hax, H. (1994) S. 361-363; Kruschwitz, L. (1995) S. 157-173; Spremann, K. (1986), Spremann, K. (1996) S. 557-565; Uhlir, H./Steiner, P. (1991) S. 33-37; Wilhelm, J. (1985). Auf realen Finanzmärkten stehen der Arbitrage allerdings erhebliche Hindernisse entgegen, vgl. Shleifer, A./Summers, L. H. (1990) S 20-23; Shleifer, A./Vishny, R. W. (1997).

Anmerkungen

das Übliche ...

Sichter
Lukaluka

[39.] Mh/Fragment 100 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:08:16 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 8-23, 101-105
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 122-123, Zeilen: S. 122, 25-27 - S.123,1-18.101-104
Aufbauend auf diesen Annahmen ergibt sich die Rendite eines Wertpapiers als Linearkombination eines faktorunabhängigen Renditebestandteils und einer quantitativ und inhaltlich nicht näher spezifizierten Anzahl von Risikofaktoren, die in der Summe das systematische Risiko widerspiegeln. Die Grundgleichung des Mehrfaktormodells lautet:[FN 62]

\mathcal{} r_i= \alpha_i + \sum_{j=1}^n \beta_{i,j}\cdot F_j + \epsilon_i \ \ (3.1)

wobei \mathcal{}r_i die (stochastische) Rendite des Wertpapiers \mathcal{}i, \mathcal{}\alpha_i den faktorunabhängigen Renditebestandteil, \mathcal{}F_j den \mathcal{}j-ten Faktor, \mathcal{}\beta_{i,j} die Sensitivität bzw. Faktorladung zwischen Wertpapier \mathcal{}i und Faktor \mathcal{}j sowie \mathcal{}\epsilon_i die stochastische Störvariable des Wertpapiers \mathcal{}i, angibt. Dabei wird für die Störvariablen unterstellt, dass sie sowohl mit den verschiedenen Wertpapieren unkorreliert sind (und damit keine systematischen Bewertungskomponenten existieren außer den Faktoren), dass sie keinen Zusammenhang mit den Faktoren aufweisen, dass die Störvariablen untereinander unkorreliert sind und dass diese einen Erwartungswert von Null und eine homoskedastische Varianz von Eins aufweisen.[FN 63] Die Störvariable ist damit ein Ausdruck für das unsystematische Risiko, das analog zu den Ausführungen beim CAPM vom Markt aufgrund der Diversifikationsmöglichkeiten nicht bewertet wird.

[FN 62] Vgl. exemplarisch Steiner und Bruns (2002), S. 31.

[FN 63] Vgl. Alexander, Sharpe und Bailey (1993), S. 259-266; Elton und Gruber (1991), S. 369; Franke (1994), S. 131-133; Haugen (1990), S. 257-263; Huberman (1982), S. 184-189; Ingersoll (1984), S. 1023-1025; Steiner und Novak (2001); Uhlir und Steiner (1991), S. 196f. sowie Ulschmid (1994), S. 66f.

[Seite 122]

Die Renditen der Wertpapiere ergeben sich danach als Linearkombination einer quantitativ und inhaltlich nicht weiter spezifizierten Zahl von Risikofaktoren, die in ihrer

[Seite 123]

Summe das systematische Risiko wiedergeben. Das Mehrfaktorenmodell beschreibt folgende Grundgleichung:

(2.42) \mathcal{} R_i= \alpha_i + \sum_{j=1}^n \beta_{ij} I_j + \epsilon_i \ \

mit \mathcal{}R_i = stochastische Rendite des i-ten Wertpapiers

\mathcal{}\alpha_i = erwartete Rendite des i-ten Wertpapiers

\mathcal{}\beta_{ij} = Koeffizienten für die erwartete Änderung der Rendite des i-ten Wertpapiers bei einer Änderung des j-ten Faktors (Faktorladung)

\mathcal{}I_j = Faktoren j=1,\dots,n

\mathcal{}\epsilon_i = Störvariable des i-ten Wertpapiers mit einem Erwartungswert von null und einer endlichen Varianz.

Weiterhin sind die Störvariablen verschiedener Wertpapiere unkorreliert, so daß außer den Faktoren keine weiteren systematischen Bewertungskomponenten existieren können. Auch zu den Faktoren selbst weisen die Störvariablen keinen Zusammenhang auf. Schließlich sind die Faktoren untereinander unkorreliert, weisen einen Erwartungswert von null und eine homoskedastische Varianz vom Wert 1 auf.[FN 1] Die Störvariable ist Ausdruck des unsystematischen Risikos, das wie beim CAPM vom Markt aufgrund des Diversifikationseffektes nicht bewertet wird.

[FN 1] Vgl Alexander, G. J./Sharpe, W. F./Bailey, J. V. (1993) S. 259-266; Elton, E. J./Gruber, M. J. (1991) S. 369; Franke, G. (1994) S. 131-133; Haugen, R. A. (1990) S. 257-263; Huberman, G. (1982) S. 184-189; Ingersoll, J. E. (1984) S. 1023-1025; Steiner, M./Nowak, T. (1995) Sp. 1439f.; Uhlir, H./Steiner, P. (1991) S. 196f.; Ulschmid, C. (1994) S. 66f.

Anmerkungen

--

Sichter
Lukaluka

[40.] Mh/Fragment 101 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:41 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Graf Isolan, Bummelchen, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 4-10, 102-112
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 125, Zeilen: 44, 8-18, 102-110
Empirische Überprüfungen der APT werden in der Regel auf der Basis einer Faktorenanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse scheinen zwar nicht auf eine Falsifizierung der APT hinzuweisen,[FN 65] stehen jedoch unter dem Verdacht, dass die Freiheit bei der Faktorextraktion Scheinergebnisse sehr wahrscheinlich machen.[FN 66] Neuere Untersuchungen zeigen etwa, dass ein einziger Faktor, der approximativ das Marktportfolio darstellt, bereits einen Großteil der Varianz der Renditen erklärt und eine Hinzunahme weiterer Faktoren nur noch zu geringen Verbesserungen führen.[FN 67] Dies gilt nicht für mikroökonomische Größen.[FN 68]

[FN 65] Vgl. für die USA Chen und Jordan (1993); Dhrymes, Friend und Gultekin (1984); Elton, Gruber und Blake (1995) sowie Roll und Ross (1980) und für Deutschland Lockert (1996); Nowak (1994); Peters (1987); Sauer (1994); Ulschmid (1994) sowie Winkelmann (1984).

[FN 66] So könnten etwa genau so viele Faktoren gewählt werden, dass sich für den vorliegenden Datensatz gerade die höchste Erklärungskraft ergibt; vgl. Unser (1999), S. 125.

[FN 67] Vgl. Chaudhury und Lee (1997), S. 177; Lockert (1996), S. 263; Loistl (1994), S. 296f. sowie Ulschmid (1994), S. 369. Dieses Ergebnis kann auch theoretisch hergeleitet werden; vgl. Kruschwitz und Löffler (1997), S. 649.

[FN 68] Wie etwa Marktkapitalisierung, Verhältnis von Buchwert zu Marktwert, Dividendenrendite etc.; vgl. dazu etwa Chan, Karceski und Lakonishok (1998); Nielsen (1992) sowie Rosenberg und Guy (1976).

In empirischen Untersuchungen werden in der Regel mit Hilfe einer Faktorenanalyse [...] Die vorliegenden Ergebnisse weisen zwar eher auf eine Bestätigung der APT hin,[FN 2] diese stehen aber unter dem Vorbehalt des Verdachts auf „data mining“, d. h. daß die Freiheiten bei der Faktorextraktion Scheinergebnisse sehr wahrscheinlich machen. So könnte man genau soviele Faktoren festlegen, daß für den jeweils vorliegenden Datensatz sich gerade die höchste Erklärungskraft ergibt. In neueren Untersuchungen konnte außerdem gezeigt werden, daß bereits ein Faktor, der approximativ das Marktportefeuille widerspiegelt, eine großen Anteil der Gesamtvarianz der Renditen erklärt und die Aufnahme weiterer Faktoren nur eine geringfügige Verbesserung verspricht.[FN 3] Dies gilt allerdings nicht für mikroökonomische Größen wie die Marktkapitalisierung eines Unternehmens, das Verhältnis von Buch- zu Marktwert, die Dividendenrendite etc., [...] [FN 4]

[FN 2] Vgl. die empirischen Resultate von Chen, S.-J./Jordan, B. D. (1993); Dhrymes, P. J./Friend, I./Gultekin, N. B. (1984); Elton, E. J./Gniber, M. J./Blake, C. R. (1995); Roll, R./Ross, S. A. (1980); Roll, R /Ross, S. A. (1984) für die USA bzw. Lockert, G. (1996); Nowak, T. (1994); Peters, H.-W. (1987); Sauer, A. (1994); Ulschmid, C. (1994); Winkelmann, M. (1984) für Deutschland.

[FN 3] Vgl. Chaudhuri, M. M./Lee, C. F. (1997) S. 177; Lockert, G. (1996) S. 263; Loistl, 0. (1994) S. 296f.; Ulschmid, C. (1994) S. 369. Dieses Resultat kann auch theoretisch abgeleitet werden; vgl. Kruschwitz, L /Löffler, A. (1997) S. 649.

[FN 4] Vgl. Chan, L. K. C/Karceski, J./Lakonishok, J. (1998); Nielsen, L. (1992); Rosenberg, B./Guy, J. (1976)

Anmerkungen

Für ein Bruchstück wird der Verweis auf den Urheber des gesamten Abschnitts, Unser (1999), in einer Fußnote erwähnt. Ansonsten ohne weiteren Verweis sowohl die leicht verschleierte Originaltexte als auch sämtliche Referenzen der Quelle. Interessant: Um "Die vorliegenden Ergebnisse weisen zwar eher auf eine Bestätigung der APT hin" umzuschreiben, ändert Mh auf eine doppelte Verneinung: "Die Ergebnisse scheinen zwar nicht auf eine Falsifizierung der APT hinzuweisen,". Darüber hinaus gibt es zumeist aber nur einfache Ersetzungen: aus "aber" (Z. 9) wird "jedoch" (Z. 6), aus einem "großen Anteil" (Z. 14) wird ein "Großteil" (Z. 9), aus "Resultat" (Z. 107) "Ergebnis" (Z. 108).

Sichter
Bummelchen(Text) WiseWoman

[41.] Mh/Fragment 101 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:37 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 17-21, 116-118
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 125-126, Zeilen: S. 125, 21-25.111 und S. 126, 101-104
3.1.1.1.5 State Preference Theory

Die State Preference Theory (SPT) basiert auf der Gleichgewichtstheorie unter Risiko.[FN 71] Sie stellt einen allgemeineren Ansatz dar als das CAPM oder die APT, da keine vollständigen Wertpapiere analysiert werden, sondern auf die Bewertung reiner Finanztitel, die zeit-zustandsabhängig zukünftige Zahlungsansprüche repräsentieren, abgestellt [wird.[FN 72]]

[FN 71] Vgl. im Original Arrow (1964) sowie Debreu (1976). Zu den folgenden Ausführungen vgl. etwa Hirshleifer (1966); Hax und Neus (1995), Sp. 1168f.; Franke und Hax (1994), S. 376ff.; Schmidt (2003), S. 20; Unser (1999), S. 125f. sowie Wosnitza (1995).

[Seite 125]

2.4.2.4 State Preference Theory

Die State Preference Theory (SPT) ist ein allgemeinerer, auf der Gleichgewichtstheorie unter Risiko[FN 5] basierender Ansatz. Die Bewertung richtet sich hier nicht mehr auf vollständige Wertpapiere, sondern auf sogenannte zeit-zustandsabhängige Zahlungsansprüche oder reine Finanztitel, [...]

[FN 5] Vgl. Arrow, K. J. (1964); Debreu, G. (1976).

[Seite 126]

[FN 1] Vgl. Hirshleifer, J. (1966) S. 252; Wosnitza, M. (1995) S. 594.

[FN 2] Vgl. Hirshleifer, J. (1966) S. 255; Hax, H./Neus, W. (1995) Sp. 1168; Franke, G./Hax, H. (1994) S. 376f.; Kruschwitz, L. (1995) S. 178f.; Wosnitza, M. (1995) S. 594-596.

[FN 3] Vgl. Franke, G./Hax, H. (1994) S. 378-381.

Anmerkungen
Sichter
Lukaluka

[42.] Mh/Fragment 102 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:45 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 1-19, 101-104
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 125-126, Zeilen: S. 125, 23-25 - S. 126, 1-9.11-22
[Sie stellt einen allgemeineren Ansatz dar als das CAPM oder die APT, da keine vollständigen Wertpapiere analysiert werden, sondern auf die Bewertung reiner Finanztitel, die zeit-zustandsabhängig zukünftige Zahlungsansprüche repräsentieren, abgestellt] wird.[FN72] Die SPT unterstellt weniger restriktive Annahmen als die bisher besprochenen Ansätze und betrachtet mehrere Zeitpunkte. Diese Annahmen sind im Einzelnen:

• Positiver Grenznutzen des Geldes.

• Homogene Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der zukünftigen Umweltzustände, jedoch nicht hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten.

• Vollkommener (s.o.) und vollständiger [FN 73] Finanzmarkt.

• Ein risikoloser Zins wird nicht explizit angenommen, dieser kann jedoch konstruiert werden.

Ausgehend von der Homogenitätsannahme kann ein repräsentativer Anleger konstruiert werden. Da sich alle Marktteilnehmer gleich verhalten und keine Arbitragemöglichkeiten existieren, führt auch dieser Ansatz zu einem Gleichgewichtspreis. Dieser Preis für einen (möglichen) zukünftigen Zahlungsanspruch ist umso höher, je geringer das gesamte Vermögen der Volkswirtschaft ist, je höher die Eintrittswahrscheinlichkeit des zum Zahlungsanspruch führenden Umweltzustandes ist und je geringer der risikolose Zins ist.

Die SPT kann als Verallgemeinerung des CAPM interpretiert werden, da das CAPM aus der SPT hervorgeht, wenn man zusätzlich annimmt, dass die Anleger dem \mu-\sigma-Prinzip folgen, d.h. eine quadratische Nutzenfunktion aufweisen, oder dass die Wahrscheinlichkeitsverteilung der auf dem Markt gehandelten reinen Finanztitel vollständig durch die beiden Parameter Erwartungswert und Varianz beschrieben werden kann.

[FN 72] D.h. abhängig von dem Eintritt eines bestimmten Umweltzustandes findet eine Auszahlung statt und anderenfalls nicht.

[FN 73] Die Annahme eines vollständigen Finanzmarktes bedeutet im Kern, dass für jede mögliche Umweltsituation ein reiner Finanztitel existiert.

[Seite 125]

Die Bewertung richtet sich hier nicht mehr auf vollständige Wertpapiere, sondern auf sogenannte zeit-zustandsabhängige Zahlungsansprüche oder reine Finanztitel, die zu einer Zahlung von einem

[Seite 126]

bestimmten Geldbetrag bei Eintritt eines festgelegten Umweltzustands fuhren und keine Auszahlung in allen anderen Situationen nach sich ziehen.[FN 1] Die SPT verzichtet auf restriktive Präferenzannahmen (mit Ausnahme der unkritischen Annahme eines positiven Grenznutzen des Geldes), umfaßt mehrere Zeitpunkte und erfordert homo­gene Erwartungen lediglich hinsichtlich der zukünftigen Umweltzustände, nicht je­doch hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten. Ferner wird ein vollkommener (s. o.) und vollständiger Finanzmarkt vorausgesetzt, d. h. daß für jede mögliche Umweltsituation ein reiner Finanztitel existiert. Ein risikoloser Zins wird nicht direkt unterstellt, kann aber dadurch konstruiert werden, [...]

Die Homogenitätsannahme hinsichtlich der schwachen Präferenzanforderungen und der Erwartungen erlaubt die Betrachtung eines repräsentativen Individuums. Da sich alle Marktteilnehmer identisch zu diesem verhalten und Arbitragemöglichkeiten nicht existieren, ergibt sich auch hier ein Gleichgewichtspreissystem. Der Preis ei­nes Anspruchs in einem zukünftigen Zustand ist umso höher, je geringer das Ge­samtvermögen der betrachteten Volkswirtschaft ist, je höher die Eintrittswahrscheinlichkeit des Umweltzustands ist und je niedriger der risikolose Zinssatz ist.[FN 2]

Das CAPM kann aus der SPT als Spezialfall abgeleitet werden, wenn man unter­stellt, daß der repräsentative Investor dem \mu-\sigma-Prinzip folgt (also eine quadratische Risikonutzenfunktion aufweist) oder daß die Wahrscheinlichkeitsverteilung der ge­handelten Zahlungsansprüche durch die Parameter Erwartungswert und Varianz vollständig beschrieben werden kann. [FN 3]

Anmerkungen

Typisch für die gesamte Seite: aus "Das CAPM kann aus der SPT als Spezialfall abgeleitet werden" wird bei Mh "Die SPT kann als Verallgemeinerung des CAPM interpretiert werden". Inhalt, und viele Formulierungen sind aus der Quelle übernommen. Einige Erklärungen werden bei Mh in Fußnoten ausgelagert. Die Quelle wird auf der Vorseite als eine von vielen Quellen in einer Fußnote genannt: "Zu den folgenden Ausführungen vgl. etwa Hirshleifer (1966); Hax und Neus (1995), Sp. 1168f.; Franke und Hax (1994), S. 376ff.; Schmidt (2003), S. 20; Unser (1999), S. 125f. sowie Wosnitza (1995)."

Sichter
Hindemith

[43.] Mh/Fragment 104 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:47 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, 213.102.93.173, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 19-23, 111-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 130, Zeilen: 3-11, 101-103
3.1.1.2.2 Noise Trader-Modelle

Eine sehr heterogene Gruppe von Ansätzen bildet die Klasse der so genannten Noise-Trader-Modelle.[FN 86] Charakteristisch für diese Modelle ist die Aufgabe der Annahme rationalen Verhaltens und die Homogenitätsannahme nur noch für Gruppen von Marktteilnehmern, deren Verhalten zwischen den Gruppen jedoch unterschiedlich ist. Weiterhin wird [von einer symmetrischen Informationsverteilung ausgegangen,[FN 87] aufgrund der erwähnten Aufteilung von Anlegern wird jedoch nur noch einzelnen Gruppen rationales Verhalten unterstellt.]

[FN 86] Der Begriff Noise-Trader für den Handel auf der Basis von aus rationaler Sicht bewertungsirrelevanten Informationen wurde von Black (1986) auf der Jahrestagung der American Finance Association geprägt.

[FN 87] Übersichten über Modelle, die die Heterogenität der Investoren durch asymmetrische Informationsverteilung erzeugen, finden sich etwa bei Rapp (1995), S. 29-32 sowie Röckemann (1995), S. 60-62.

2.4.3.2 Noise Trader-Modelle

Tatsächliche Neuerungen hinsichtlich der Verhaltensannahmen enthalten erst einige Ansätze der sehr heterogenen Gruppe der Noise Trader-Modelle, in denen die An­nahme homogenen Verhaltens aller Anleger aufgehoben wird und nur noch für Gruppen von Anlegern die Homogenität unterstellt wird, während sich das Verhal­ten zwischen den Gruppen unterscheidet.[FN 1] Ferner wird bei grundsätzlich symmetri­scher Informationsverteilung[FN 2] nur noch für einen Teil der Investoren von einem ra­tionalen Verhalten entsprechend der bereits skizzierten finanzierungstheoretischen Modelle ausgegangen.

[FN 1] Dieser Begriff für einen Handel auf Basis bewertungsirrelevanter Informationen hat sich nach der An­sprache von Black, F. (1986) auf der Jahrestagung der American Finance Association in der Literatur durchgesetzt.

[FN 2] Eine Übersicht über Modelle, bei denen die Heterogenität der Anleger durch asymmetrische Informatio­nen erzeugt wird, findet sich bei Rapp, H.-W. (1995) S. 29-32; Röckemann, C. (1995) S. 60-62.

Anmerkungen
  • Dies ist der Anfang einer mehrseitigen Übernahme aus Unser (1999), die sich über das ganze Kapitel erstreckt. * Übernahme der Literatur aus den Fußnoten. * Die Quelle wird erst in FN 88 auf der nächsten Seite genannt, und der Umfang der Übernahmen ist nicht ersichtlich. * Hervorhebungen in den Originalen
Sichter
Graf Isolan

[44.] Mh/Fragment 105 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:55 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 1-26
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 130; 131, Zeilen: 8-21; 5-16
[Weiterhin wird] von einer symmetrischen Informationsverteilung ausgegangen,[FN 87] aufgrund der erwähnten Aufteilung von Anlegern wird jedoch nur noch einzelnen Gruppen rationales Verhalten unterstellt. Die Gruppe der Noise-Trader zeigt dagegen lediglich begrenzt (quasi-)rationales Verhalten. Dieses ist aus Sicht der klassischen Entscheidungstheorie als irrational zu bezeichnen und führt zu verzerrten Erwartungen über die Marktpreise.[FN 88]

Für eine Gültigkeit der Noise-Trader-Modelle werden die Marktpreise als Signal interpretiert, die den Informationen über den fundamentalen Wert einer Aktie insofern vorziehenswürdig sind, als dass die Anleger für die Dauer des Anlagehorizontes nicht mit einer Korrektur der Fehlbewertung rechnen. Dies führt zu einer weiteren Destabilisierung der Preise und vergrößert die entsprechenden Fehlbewertung weiter, so dass eine Preisspirale entstehen kann, was letztlich in einer Preisblase (Bubble) mündet.[FN 89] Weiter erfordern die Annahmen wiederum die Homogenitätsannahme innerhalb einer Gruppe. Das nicht zwangsläufig zur Neoklassik konforme Verhalten führt jedoch nicht zwingend zu einer Eliminierung dieser Gruppen vom Markt. Es ist sogar möglich, dass die Gruppe der Noise-Trader ein höheres Durchschnittsvermögen erzielen als die rational agierenden Anleger.[FN 90]

Im Folgenden werden ausschließlich diejenigen Ansätze analysiert, die eine formale Modellierung des Preisbildungsprozesses mittels Interaktion der Investorengruppen vorweisen.[FN 91] Die unterschiedlichen Modelle differenzieren in der Regel zwischen zwei oder drei Anlegergruppen. Dabei werden für die Noise-Trader verschiedene mögliche Verhaltensweisen oder Handelsstrategien unterstellt, die von dem fundamental orientierten, bernoulli-rationalen Verhalten abweichen und die geprägt sind von einer Loslösung der Handelsaktivitäten von fundamentalen Änderungen der objektiven Informationen über den Unternehmenswert:[FN 92]

  • Die Orientierung an Preisen der Vergangenheit (Positive Feedback Trading; Trend Chasing). Dabei werden Käufe ausschließlich bei steigenden und Verkäufe lediglich [bei fallenden Kursen getätigt.[FN 93] ]

[FN 87] Übersichten über Modelle, die die Heterogenität der Investoren durch asymmetrische Informationsverteilung erzeugen, finden sich etwa bei Rapp (1995), S. 29-32 sowie Röckemann (1995), S. 60-62.

[FN 88] Vgl. Unser (1999), S. 130

[FN 89] Vgl. zu einem Überblick über die Bubbles-Literatur Aschinger (1995); Bruns (1994); Flood und Garber (1994) sowie Gruber (1988). Die Zusammenhänge zwischen Noise-Trader- und Preisblasen-Modellen zeigen etwa Bienert (1994), S. 196f. sowie Röckemann (1995), S. 56-60.

[FN 90] Vgl. De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1990a); De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1991); Palomino (1996) sowie Shefrin und Statman (1994), S. 333-335.

[FN 91] In der Literatur werden als Noise-Trader-Modelle teilweise auch psychologische Erklärungen empirischer Kursanomalien verstanden, für die jedoch keine geschlossenen Modellierungen vorliegen; vgl. etwa Menkhoff und Röckemann (1994), S. 281.

[FN 92] Vgl. Unser (1999), S. 131f.

[FN 93] Vgl. die Ansätze von Cutler, Poterba und Summers (1990); Clarkson (1996); De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1990b); Shleifer und Summers (1990), S. 28f. sowie Köddermann (1993), S. 47-50. Dieses Verhaltensmuster lässt sich auch in Finanzmarktexperimenten beobachten; vgl. Andreassen (1987); Andreassen (1988); Andreassen (1990); Oehler (1994) sowie Schachter, Ouellette, Whittle und Gerin (1987).

Ferner wird bei grundsätzlich symmetri­scher Informationsverteilung[FN 2a] nur noch für einen Teil der Investoren von einem ra­tionalen Verhalten entsprechend der bereits skizzierten finanzierungstheoretischen Modelle ausgegangen. Die Gruppe der Noise Trader zeigt dagegen nur noch ein be­grenzt (quasi-)rationales Verhalten, das im Vergleich zur traditionellen Theorie als irrational zu bezeichnen ist und zu verzerrten Erwartungen über die Marktpreise führt.

Die Verhaltensannahmen bedingen eine Interpretation der Marktpreise als Signale, die den eigenen Informationen über den Fundamentalwert von Aktiengesellschaften insofern überlegen sind, als für die Dauer des geplanten Anlagehorizonts nicht mit der Korrektur der Fehlbewertung zu rechnen ist. Letztlich führt das dazu, daß die Spekulanten zu einer weiteren Destabilisierung der Preise beitragen und Fehlbe­wertungen noch vergrößern, anstatt durch Handelstransaktionen zu einer Rückkehr der Preise zum Fundamentalwert beizutragen.[FN 3a]

[...]

[S. 131]

In diesem Abschnitt sollen nur Ansätze betrachtet werden, die eine formale Model­lierung des Preisbildungsprozesses mit Interaktion der Investorengruppen beinhal­ten.[FN 2b] Die verschiedenen Modelle differenzieren in der Regel zwischen zwei oder drei Investorengruppen, wobei das Verhalten der Noise Trader Gruppe nicht mehr dem des fundamental orientierten, bernoullirationalen Diversifizierers entspricht. Für die Noise Trader werden folgende mögliche Verhaltensweisen oder Handelsstrate­gien angenommen, die letztlich durch eine Loslösung der Handelsaktivitäten von fundamentalen Änderungen der objektiven Informationslage über den Unternehmenswert geprägt sind:

  • Ausschließliche Orientierung an Preisen der Vergangenheit (Positive Feedback Trading; Trend Chasing) indem Käufe nur bei steigenden, Verkäufe ausschließ­lich bei fallenden Kursen getätigt werden. [FN 3b]

[FN 2a] Eine Übersicht über Modelle, bei denen die Heterogenität der Anleger durch asymmetrische Informatio­nen erzeugt wird, findet sich bei Rapp, H.-W. (1995) S. 29-32; Röckemann, C. (1995) S. 60-62.

[FN 3a] Dieses Kursverhalten zeigt sich auch bei der Entstehung von Preisblasen (Bubbles), die aber auch bei rationalem Verhalten möglich sind; vgl. für einen Überblick über die Bubbles-Literatur Aschinger, G (1995); Bruns, C. (1994); Flood, R. P./Garber, P. M. (1994); Grober, A. (1988). Zu den Zusammen­ hängen zwischen Noise Trader- und Preisblasen-Modellen vgl. Bienert, H. (1994) S. 196f.; Röckemann, C. (1995) S. 56-60.


[FN 2b] In der Literatur werden unter dem Begriff Noise Trader-Modelle teilweise auch psychologische Erklä­rungen empirischer Kursanomalien (z. B. "overreaction", "disposition effect") subsumiert, fur die aber keine geschlossene Modellierung vorliegt; vgl. Menkhoff, L./Röckemann, C. (1994) S. 281.

[FN 3b] Vgl. die Ansätze von Cutler, D. M./Poterba, J. M./Summers, L. H. (1990); Clarkson, R. S. (1996) S. 295f.; De Long, J. B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1990b); Shleifer, A./Summers, L. H. (1990) S. 28f.; Köddermann, R. (1993) S. 47-50. Dieses Verhalten entspricht einem auch in Finanzmarktexperimenten häufig festgestellten Verhaltensmuster; vgl. Andreassen, P. (1987); Andreassen, P. (1988); Andreassen, P. (1990); Oehler, A. (1994); Schächter, S./Ouellette, R./Whittle, B./Gerin, W. (1987).

Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment 104 19

Sichter
WiseWoman

[45.] Mh/Fragment 106 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:24:59 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 1-17, 101-121
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 131;132, Zeilen: 15-23.107-113;1-11.101-117
[Dabei werden Käufe ausschließlich bei steigenden und Verkäufe lediglich]

bei fallenden Kursen getätigt.[FN 93] Auch in der Realität ist dieses Verhalten zu beobachten; es basiert auf der Verwendung von Stop Loss-Orders, der Portfolio Insurance, Nachschusspflichten für Termingeschäfte ('Margin Calls') nach Kursverlusten, abnehmender absoluten Risikoaversion bzw. adaptiver Erwartungen.[FN 94]

• Es treten Verzerrungen in der Erwartungsbildung bzw. der Schätzung von subjektiven Wahrscheinlichkeiten über zukünftige Fundamentalwerte bzw. Preise der gehandelten Wertpapiere auf (z. B. durch die Phänomene 'Overreaction' oder 'Gambler's Fallacy'; vgl. die Ausführungen in Abschnitt 2.3.1.2).[FN 95]

• Die Beeinflussung der Handelstransaktionen durch Emotionen und Stimmungen (sog. 'Fads and Fashions').[FN 96]

• Die Orientierung an Anlageempfehlungen von Experten bzw. Meinungsführern oder Imitation von beobachteten Anlagestrategien.[FN 97] Dies führt innerhalb einer Investorengruppe, die sowohl private als auch institutionelle Anleger enthalten kann, zu gleichgerichtetem Verhalten ('Herding').[FN 98] Aus soziologischer Sicht kann dieses Verhalten damit begründet werden, dass die eigene Reputation bei Misserfolgen, die sich auf die gesamte Bezugsgruppe beziehen, kaum vermindert wird, wohingegen von der Gruppe abweichendes Verhalten negative Konsequenzen zur Folge hat.[FN 99]

[FN 93] Vgl. die Ansätze von Cutler, Poterba und Summers (1990); Clarkson (1996); De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1990b); Shleifer und Summers (1990), S. 28f. sowie Köddermann (1993), S. 47-50. Dieses Verhaltensmuster lässt sich auch in Finanzmarktexperimenten beobachten; vgl. Andreassen (1987); Andreassen (1988); Andreassen (1990); Oehler (1994) sowie Schachter, Ouellette, Whittle und Gerin (1987).

[FN 94] Vgl. Jüttner (1989), S. 475-484 sowie Teh und De Bondt (1997), S. 306.

[FN 95] Vgl. De Long et al. (1991); Levy und Levy (1996) sowie Shefrin und Statman (1994).

[FN 96] Vgl. Shiller (1984); Shiller und Pound (1989); Klausner (1984) sowie Schachter, Hood, Gerin, Andreassen und Rennert (1985).

[FN 97] Zum Einfluss von Anlageempfehlungen vgl. etwa Cenci, Cerquetti und Peccati (1996); Oehler (1990); Vata (1990) sowie Zeckhauser, Patel und Hendricks (1991), S. 266. Zu empirischen Studien hierzu vgl. Röckemann (1995); Pieper, Schiereck und Weber (1993); Alexander et al. (1993), S. 361-363; Hirst, Koonce und Simko (1995); Schachter et al. (1986), S. 267-269 sowie Stickel (1995).

[FN 98] Zum Herdenverhalten insbesondere bei institutionellen Anlegern vgl. Braasch (1997), S. 340f.; Christie und Huang (1995); Grinblatt, Titman und Wermers (1994); Lakonishok, Shleifer und Vishny (1992); Lux (1995); Oehler (1998c); Patel, Zeckhauser und Hendricks (1991); Scharfstein und Stein (1990) sowie Sias und Starks (1997). Auch Analysten unterliegen dem Herdentrieb; vgl. Trueman (1994).

[FN 99] Vgl. Abolafia (1996), S. 179-181; Adler und Adler (1984), S. 87; Badrinath, Gay und Kaie (1989), S. 609f.; Brennan (1995), S. 70f.; Dreman (1977), S. 110; Frey und Stahlberg (1990), S. 107 sowie bereits Keynes (1936), S. 158.

[Seite 131]

[...] indem Käufe nur bei steigenden, Verkäufe ausschließlich bei fallenden Kursen getätigt werden.[FN 3] Dieses Verhalten ist auch in der Realität zu beobachten und hat seine Ursachen in der Anwendung von Verfahren der technischen Analyse, der Verwendung von Stop Loss-Orders, der Portfolio Insurance, Nachschußpflichten für Termingeschäfte („margin calls“) nach Kursverlusten, einer abnehmenden absoluten Risikoaversion und/oder adaptiven Erwartungen.[FN 4]

• Verzerrungen in der Erwartungsbildung bzw. der Schätzung subjektiver Wahrscheinlichkeiten (z. B. durch „overreaction“ oder die „gambler’s fallacy“; vgl.

[FN 3] Vgl. die Ansätze von Cutler, D. M./Poterba, J. M./Summers, L. H. (1990); Clarkson, R. S. (1996) S. 295f.; De Long, J. B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1990b); Shleifer, A./Summers, L. H. (1990) S. 28f.; Köddermann, R. (1993) S. 47-50. Dieses Verhalten entspricht einem auch in Finanzmarktexperimenten häufig festgestellten Verhaltensmuster; vgl. Andreassen, P. (1987); Andreassen, P. (1988); Andreassen, P. (1990); Oehler, A. (1994); Schachter, S./Ouellette, R./Whittle, B./Gerin, W. (1987).

[FN 4] Vgl. Jüttner, D. J. (1989) S. 475-484; Teh, L./De Bondt, W. F. M. (1997) S. 306.

[Seite 132]

dazu ausführlich Abschnitt 3.2.4) über zukünftige Fundamentalwerte der gehandelten Wertpapiere.[FN 1]

• Beeinflussung der Wertpapiertransaktionen durch Emotionen und Stimmungen („fads and fashions“).[FN 2]

• Orientierung an den Anlageempfehlungen von Experten oder Meinungsführern oder Imitation von beobachtbaren Anlagestrategien. Dies führt zu einem gleichgerichteten Verhalten („herding“) innerhalb dieser Anlegergruppe, die sowohl private als auch institutionelle Anleger enthalten kann.[FN 3] Eine soziologische Begründung dieses Verhaltens beruht darauf, daß die eigene Reputation bei Mißerfolgen, die die gesamte soziale Bezugsgruppe betreffen, kaum vermindert wird, während ein abweichendes Verhalten negative Konsequenzen nach sich zieht.[FN 4]

[FN 1] Vgl. De Long, J. B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1991); Levy, M./Levy, H. (1996); Shefrin, H./Statman, H. M. (1994).

[FN 2] Vgl. Shiller, R. J. (1984); Shiller, R. J./Pound, J. (1989); Klausner, M. (1984) S. 67-69; Schächter, S./Hood, D. C./Gerin, W./Andreassen, P./Rennert, M. (1985).

[FN 3] Vgl. zum Einfluß von Anlageempfehlungen Cenci, M./Cerquetti, A./Peccati, L. (1996); Oehler, A. (1990); Vaga, T. (1990); Zeckhauser, R./Patel, J./Hendricks, D. (1991) S. 266 sowie die empirischen Untersuchungen von Röckemann, C. (1995); Pieper, U./Schiereck, D./Weber, M. (1993); Alexander, G. J./Sharpe, W. F./Bailey, J. V. (1993) S. 361-363; Hirst, D E./Koonce, L./Simko, P. J. (1995); Schächter, S./Hood, D. C./Andreassen, P./Gerin, W. (1986) S. 267-269; Stickel, S. E. (1995). Zum Herdenverhalten insbesondere bei institutioneilen Anlegern vgl. Braasch, B. (1997) S. 340f.; Christie, W. G /Huang, R. D. (1995); Grinblat, M./Titman, S./Wermers, R. (1994); Lakonishok, J./Shleifer, A./Vishny, R. W. (1992); Lux, T. (1995); Oehler, A. (1998c); Patel, J./Zeckhauser, R./Hendricks, D. (1991) S. 234f.; Schärfstem, D. S./Stein, J. C. (1990); Sias, R. W./Starks, L. T. (1997). Schließlich unterliegen auch Analysten dem Herdentrieb; vgl. Trueman, B. (1994).

[FN 4] Vgl. Abolafia, M. (1996) S. 179-181; Adler, P. A./Adler, P. (1984) S. 87; Badrinath, S. G./Gay, G. D./Kale, J. R. (1989) S. 609f.; Brennan, M. J. (1995) S. 70f.; Dreman, D. N. (1977) S. 110; Frey, D./Stahlberg, D. (1990) S. 107; Keynes, J. M. (1936) S. 158.

Anmerkungen

Übernahme ohne Nennung der Quelle Unser (1999) fast bis ins kleinste Detail, inklusive der falschen Bindestrich beim Begriff "Stop-loss order".

Sichter
WiseWoman

[46.] Mh/Fragment 107 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:55 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Graf Isolan, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 1-21
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 132;133, Zeilen: 12-21; 1-15,101-111
[In den Noise Trader Modellen existiert in der Regel mindestens eine Gruppe rationaler Marktteilnehmer und mindestens eine Gruppe von Noise Tradern. Dadurch kann es für] die rationalen Akteure vorteilhaft und damit wieder rational sein, alternative Handelsstrategien als die fundamental orientierten in Betracht zu ziehen. In der Literatur werden in der Regel zwei unter der Nebenbedingung der Existenz von Noise Tradern als rational anzusehende Verhaltensweisen identifiziert:[FN 100]
  • Kurzfristig orientierte Handelsstrategien i.S. eines 'Front Running'. Dabei wird das irrationale Verhalten der Noise Trader von den rationalen Akteuren antizipiert und zur Erzielung von Gewinnen genutzt. Die rationalen Anleger haben somit an langfristiger Arbitrage durch das Erkennen von Fehlbewertungen, die eventuelle erst sehr langfristig korrigiert werden würden, kein primäres Interesse. Insbesondere verhindert die Existenz der Noise Trader eine risikolose Arbitrage.[FN 101]
  • Der Ansatz der Diversifikation wird ersetzt durch Stock Picking.[FN 102]

Im Gegensatz zu den Modellen der Neoklassik sind die beschriebenen Noise Trader Modelle in der Lage, einige der bereits betrachteten Phänomene realer Marktbeobachtungen zu erklären; dazu gehören insbesondere die Mean Reversion, die positive Autokorrelation von Aktienkursen, die Closed Fund-Prämie, Bubbles sowie die Overreaction auf neu auftretende Informationen.[FN 103] Weiterhin werden hier kurzfristige Zeiträume in den Fokus gerückt, so dass die in diesen Modellen vertretene Auffassung der Vorstellung vom Finanzmarkt als Schönheitswettbewerb nahe kommt.[FN 104] Auch wenn die Noise Trader Modelle zur Erklärung einiger Anomalien beitragen können und der Keynes'schen Auffassung damit zu einer theoretischen Fundierung verhelfen, bleibt kritisch zu bemerken, dass dennoch keine konsequente Integration verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse zu beobachten ist [und die Erklärungskraft methodisch lediglich ex post und ad hoc entwickelt wurde.]

[FN 100] Vgl. Unser (1999), S. 132f.

[FN 101] Vgl. Arrow (1982), S. 7; De Bond (1995), S. 9; De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1989); Heyl (1995), S. 180-183; Shleifer und Vishny (1990) sowie Trueman (1988). Kritisch zur Eindeutigkeit der Gleichgewichtslösung in diesen Modellen etwa Bhushan, Brown und Mello (1997). Die Grundidee, dass kurzfristige Orientierung bei der Anwesenheit irrationaler Akteure durchaus rational sein kann, findet sich schon bei Keynes (1936), S. 154.

[FN 102] Vgl. Shleifer und Summers (1990), S. 26.

[FN 103] Vgl. De Long et al. (1990b); Lee, Shleifer und Thaler (1990), S. 161-163; Lee, Shleifer und Thaler (1991); Chen, Kan und Miller (1993); Chopra, Lee, Miller, Shleifer und Thaler (1993); Lux (1995); Levy, Levy und Solomon (1994). Allerdings wird die Erklärungskraft für reale Phänomene häufig überschätzt; vgl. Shiller (1990), S. 60f.

[FN 104] Zur Interpretation von Marktprozessen als 'beauty contest' vgl. Keynes (1936), S. 156. Beispielsweise kann es für einen einzelnen Anleger rational sein, nicht in eine Aktie zu investieren, die er selbst für kaufwürdig hält, von der er gleichzeitig jedoch weiß, dass ein Großteil der anderen Marktteilnehmer diese Meinung nicht teilt. Zu experimentellen Untersuchungen vgl. etwa Camerer (1997); Nagel (1994), Part I sowie Nagel (1995). Ähnlich zum Finanzmarktverständnis von Keynes vgl. Schumpeter (1961), S. 700-710. Zur Anwendung spieltheoretischer Konzepte auf die Erklärung von Preisbildungsprozessen auf Finanzmärkten vgl. Rieck (1998) sowie Wendel (1996). Zur Verbindung von Schönheitswettbewerb und Noise Trader Modellen vgl. Piron (1991) sowie Bernstein (1985).

[S. 132]

Selbst bei Aufrechterhaltung der Annahme nutzenmaximierenden und damit rationalen Verhaltens ist es durch die Existenz von Noise Tradern für die Gruppe der rationalen Investoren vorteilhaft, andere als fundamentale Faktoren als Leitlinien für Handelsstrategien heranzuziehen. Als unter diesen Bedingungen rationale Strategien lassen sich neben der weiterhin angenommenen rationalen Bewertung jetzt auch folgende Verhaltensweisen identifizieren:

  • Kurzfristig orientierte Handelsstrategien im Sinne eines „front running“, d. h. daß irrationales Verhalten der Noise Trader antizipiert und zur Erzielung von Handelsgewinnen genutzt wird. Die rationalen Investoren sind damit an langfristiger Arbitrage durch Erkennen von Fehlbewertungen, die aber möglicherweise erst in [S. 133] relativ langer Frist korrigiert werden, nicht interessiert. Außerdem verhindern die Noise Trader eine risikolose Arbitrage.[FN 1]
  • Stock Picking an Stelle von Diversifikation.[FN 2]

Noise Trader-Modelle sind im Gegensatz zu den neoklassischen Modellen in der Lage, einige der in der Realität beobachteten Phänomene wie z. B. Mean Reversion und positive Autokorrellation der Aktienkurse, Closed-Fund-Prämie, Bubbles oder Überreaktion auf neue Informationen zu erklären. [FN 3] Ferner richten sie den Blick auf kurzfristige Zeiträume und rücken somit in die Nähe der Vorstellung des Finanzmarktgeschehens als Schönheitswettbewerb. Keynes’ Auffassung erhält so eine theoretische Fundierung, die zukünftig weiter zur Erklärung der Phänomene beitra­gen kann, die aus Sicht der traditionellen Theorie als Anomalien bezeichnet werden müssen. Insgesamt muß aber festgehalten werden, daß auch in dieser Modellgruppe bis auf spärliche Ausnahmen keine konsequente Integration verhaltenswissenschaft­licher Erkenntnisse stattgefunden hat und einige Erklärungen lediglich ex post und ad hoc entwickelt wurden.

[FN 1] Vgl. Arrow, K. J. (1982) S. 7; De Bondt, W. F. M. (1995) S. 9; De Long, J B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1989); Heyl, D. C. v. (1995) S. 180-183; Shleifer, A./Vishny, R. W. (1990); Trueman, B. (1988). Siehe aber auch die Kritik von Bhushan, R./Brown, D. P./Mello, A. S. (1997) an der Eindeutigkeit der Gleichgewichtslösung in diesen Modellen. Der Grundgedanke der rationalen Kurzfristorientierung bei Existenz irrationaler Investoren findet sich bereits bei Keynes, J. M. (1936) S. 154

[FN 2] Vgl. Shleifer, A./Summers, L. H. (1990) S. 26

[FN 3] Vgl. De Long, J. B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1990b); Lee, C. M. C./Shleifer, A./Thaler, R. H. (1990) S. 161-163; Lee, C. M. C./Shleifer, A./Thaler, R. H. (1991); Chen, N.-F./Kan, R./Miller, M. H. (1993); Chopra, N./Lee, C. M. C./Miller, M. H./Shleifer, A./Thaler, R. H. (1993); Lux, T. (1995); Levy, M./Levy, H./Solomon, S. (1994). Die Erklärungskraft der Modelle für reale Marktphänomene wird aber häufig überschätzt; vgl. Shiller, R. J. (1990b) S. 60f.

Anmerkungen

Komplette Seite mit Fußnotenapparat, leicht verschleiert. [FN 100] weist auf die Quelle hin, aber macht den Umfang nicht klar, bzw. suggeriert eine weniger umfangreiche Übernahme. Die FN 104 findet sich im Wesentlichen auch bei Unser 1999, siehe dazu Seite 117 bei Unser, insbesondere FN 2, 3 und 5. Die Übernahme setzt sich mit Mh/Fragment_108_01 fort.

Sichter
WiseWoman (aber viele Änderungen bitte noch mal sichten) Hindemith

[47.] Mh/Fragment 108 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:34:56 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 1-4
Quelle: Unser 1999
Seite(n): , Zeilen:
[Auch wenn die Noise Trader Modelle zur Erklärung einiger Anomalien beitragen können und der Keynes'schen Auffassung damit zu einer theoretischen Fundierung verhelfen, bleibt kritisch zu bemerken, dass dennoch keine konsequente Integration verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse zu beobachten ist] und die Erklärungskraft methodisch lediglich ex post und ad hoc entwickelt wurde. Trotz der Betrachtung von Verzerrungen in der Erwartungsbildung wird den Investorengruppen weiterhin Maximierung des erwarteten Nutzens im Sinne der Erwartungsnutzentheorie unterstellt. Keynes’ Auffassung erhält so eine theoretische Fundierung, die zukünftig weiter zur Erklärung der Phänomene beitra­gen kann, die aus Sicht der traditionellen Theorie als Anomalien bezeichnet werden müssen. Insgesamt muß aber festgehalten werden, daß auch in dieser Modellgruppe bis auf spärliche Ausnahmen keine konsequente Integration verhaltenswissenschaft­licher Erkenntnisse stattgefunden hat und einige Erklärungen lediglich ex post und ad hoc entwickelt wurden. Trotz der Verzerrungen in den Erwartungen wird ferner grundsätzlich davon ausgegangen, daß die Anleger ihren erwarteten Nutzen maxi­mieren.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment_107_01

Sichter
Hindemith

[48.] Mh/Fragment 131 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:49 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 10-19, 106-110
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 146, Zeilen: 1-9, 12-14, 101-104, 105-107
Aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht können zwei Klassen von Faktoren identifiziert werden, die das Verhalten in Entscheidungssituationen wesentlich beeinflussen. Diese sind zum einen Merkmale der Entscheidungssituation und zum anderen Merkmale, die die Persönlichkeit des Entscheiders konstituieren.[FN 218] In der psychologischen Literatur wurde die Diskussion über die Gewichtung der jeweiligen Einflüsse dieser Klassen unter den Schlagworten 'Personalismus' und 'Situationismus' geführt, die schließlich in der Idee des 'Interaktionismus' mündete, die besagt, dass nur die gleichzeitige Berücksichtigung beider Klassen zu einer Erklärung des Verhaltens beitragen kann.[FN 219] Grundsätzlich scheint dem spezifischen Entscheidungskontext tendenziell eine etwas höhere Gewichtung zur Determination von Verhaltensweisen zuzukommen.[FN 220]

[FN 218] Vgl. Strauß (1993), S. 31.

[FN 219] Vgl. Mischel (1968); Mischel und Shoda (1995); Endler und Magnusson (1976); Amlenag und Bartussek (2001), S. 531-545; Krampen (1987), S. 80-84; Lantermann (1980); Weiss und Adler (1990), S. 34-37; Kozielecki (1974), S. 10 sowie Wright und Phillips (1984), S. 298.

[FN 220] Vgl. Branke (1993), S. 139 sowie Schaub (1990).

Wie in der Grafik wiedergegeben, können aus verhaltenswissenschaftlicher Perspektive zwei wesentliche Gruppen von Faktoren identifiziert werden, die das Verhalten bestimmen. Dies sind einerseits Merkmale der Entscheidungssituation und andererseits Merkmale, die die Persönlichkeit des Entscheiders konstituieren.[FN 1] Die von Psychologen unter den Schlagworten „Personalismus“ und „Situationismus" geführte Diskussion über das jeweilige Gewicht des Einflusses der beiden Faktorengruppen mündete in die Entwicklung der naheliegenden Idee, daß beide interagieren und nur ihre gemeinsame Berücksichtigung das Verhalten erklären kann („Interaktionismus“).[FN 2] [...] so daß letztlich dem spezifischen Entscheidungskontext ein stärkeres Gewicht bei der Determination der in diesem Kontext vorzufindenden Verhaltensweisen zukommt.[FN 3]

[FN 1] Vgl. Strauß, B. (1993) S. 31.

[FN 2] Vgl. Mischel, W. (1968); Mischel, W./Shoda, Y. (1995); Endler, N. S./Magnusson, D. (1976); Amelang, M./Bartussek, D. (1990) S. 531-545; Krampen, G. (1987) S. 80-84; Lanteimann, E. D. (1980); Weiss, H. M./Adler, S. (1990) S. 34-37. [...] Kozielecki, J. (1974) S . 10; Wright, G. N ./Phillips, L. D. (1984) S. 298.

[FN 3] Vgl. zur Situationsspezifität des Verhaltens Branke, S. (1993) S. 139; Schaub, H. (1990).

Anmerkungen

Trotz Kürzungen bleibt die ungekennzeichnete Übernahme aus Unger (1999) unverkennbar. Insbesondere die Literaturangaben der Fußnoten findet man alle wieder.

Sichter
Hindemith

[49.] Mh/Fragment 134 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:35:49 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 8-10, 104-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 150, Zeilen: 3-4, 101-106, 107
Es werden somit nicht nur die skizzierten Phasen iterativ durchlaufen, sondern es finden auch ständig Rückkopplungen zwischen den Phasen und den korrespondierenden Elementen statt.[FN 229]

[FN 229] Vgl. Witte (1968); Witte (1983); Witte (1995), S. 25; Hauschildt (1977), S. 245-247; Hauschildt und Petersen (1987); Adelman, Gualtieri und Stanford (1995), S. 64; Bronner (1993), S. 735f.; Einhorn und Hogarth (1981), S. 9; Fürstenau (1994), S. 56-63; Gemünden (1993), S. 847-850; Jungermann (1995); Isenberg (1988); Lipshitz und Bar-Ilan (1996); Müller (1992a), S. 62f.; Pfohl und Braun (1981), S. 102-111; Silberer (1981), S. 27f. sowie Keeney (1996).

Die skizzierten Phasen werden also nicht nacheinander durchlaufen, sondern es finden ständig Rückkopplungen statt.[FN 1]

[FN 1] Vgl. Witte, E. (1968); Witte, E. (1983) S. 237-239; Witte, E. (1994) S. 25; Hauschildt, J. (1977) S.245-247; Hauschildt, J./Petersen, K. (1987); Adelman, L./Gualtieri, J./Stanford, S. (1995) S. 64; Bronner, R. (1993) S. 735f.; Einhorn, H. J./Hogarth, R. M. (1981) S. 9; Fürstenau, B. (1994) S. 56-63; Gemünden, H. G. (1993) S. 847-850; Jungermann, H. (1995); Isenberg, D. J. (1988); Lipshitz, R./Bar-Ilan, O. (1996); Müller, A. (1992) S. 62f.; Pfohl, H.-C./Braun, G. E. (1981) S. 102-111; Silberer, G. (1981) S. 27f. [...] vgl. Keeney, R. L. (1996).

Anmerkungen

Der eigentliche Text ist relativ kurz, aber alle 17 Literaturangaben aus der siebenzeiligen Fußnote finden sich eins zu eins inkl. der Seitenzahlen wieder. Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
Hindemith

[50.] Mh/Fragment 134 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:35:51 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 20-26, 109-110
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 148;149, Zeilen: 29-31;1-7, 101-104
Diese Sichtweise wurde sowohl in der Ökonomie durch die Arbeiten von Simon als auch in der kognitiven Psychologie durch den Informationsverarbeitungsansatz aufgegeben. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei die Grenzen der menschlichen Kapazität bei der Verarbeitung von Informationen sowie der Kontext, in den eine Entscheidung eingebettet ist. Diese prozessual orientierten Ansätze scheinen eine stärkere Erklärungskraft hinsichtlich der Beschreibung realen Verhaltens zu besitzen als strukturelle Theorien wie die klassische Erwartungsnutzentheorie und darauf basierende Ansätze.[FN 230]

[FN 230] Vgl. Hageböck, May und Jungermann (1986), S. 95; Hofacker (1985), S. 10-15; Payne, Bettman und Johnson (1992), S. 122; Pitz (1975), S. 164; Pitz (1980), S. 78 sowie Simon (1991).

[Seite 148]

Diese Betrachtungsweise wurde von ökonomischer Seite durch HERBERT A. SIMON und innerhalb der kognitiven Psychologie durch Vertreter des Informationsverarbeitungsansatzes zugunsten der Explikation der Interaktionen zwischen dem Ent-

[Seite 149]

scheider, seinem Informationsverarbeitungssystem und der Aufgabenstruktur aufgegeben.[FN 1] Wesentlich sind dabei die Berücksichtigung der Grenzen menschlicher Informationsverarbeitungskapazitäten sowie des Kontexts, innerhalb dessen Entscheidungen getroffen werden. Dieser prozeßorientierte Weg der Erklärung von Entscheidungen läßt eine zutreffendere Beschreibung des realen Verhaltens erwarten als strukturelle Theorien wie beispielsweise die Erwartungsnutzentheorie bzw. auf diesen aufbauende deskriptive Ansätze.[FN 2]

[FN 1] Persönlichkeitsmerkmale werden dabei aber nicht berücksichtigt.

[FN 2] Vgl. Hageböck, J./May, R. S./Jungermann, H. (1986) S. 95; Hofacker. T. (1985) S. 10-15; Payne, J. W./Bettman, J. R./Johnson, E. J. (1992) S. 122; Pitz, G. F. (1975) S. 164; Pitz, G. F. (1980) S. 78; Simon, H. A. (1991).

Anmerkungen

Übernahme inklusive Fußnoten

Sichter
WiseWoman

[51.] Mh/Fragment 135 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:35:53 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 11-15, 17-22, 105-107
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 149, Zeilen: 8-16, 105-107
Innerhalb der Kognitionspsychologie werden verschiedene Aspekte der menschlichen Informationsverarbeitung untersucht. Dazu gehören im Einzelnen die Bereiche 'Wahrnehmung und Aufmerksamkeit', 'Gedächtnis, Erinnern und Vergessen', 'Wissen und Repräsentation', 'Denken und Problemlösen' sowie 'Lernen'. Diese Trennung ist im Kern künstlich und dient lediglich der Systematisierung. [...] In der Literatur findet sich eine Vielzahl von Informationsverarbeitungsmodellen,[FN 232] die je nach Anzahl der Verarbeitungsstufen sowie deren Inhalt und Organisation variieren.[FN 233] Auf diese soll in dieser Arbeit nicht im Detail eingegangen werden, eine Darstellung der jeweiligen Grundelemente sowie der empirischen Ergebnisse erscheint für ein Verständnis der nachfolgenden Ausführungen jedoch sinnvoll.

[FN 232] Vgl. zum Begriff der Informationsverarbeitung insbesondere in der Kognitionspsychologie Fußnote 227 auf Seite 133 dieser Arbeit.

[FN 233] Vgl. Anderson (1983); Banyard, Cassells, Green, Hartland, Hayes und Reddy (1995); Frey und Irle (1985); Gerstenmaier (1995); Kirsch (1971); Klix (1971); Newell und Simon (1972); Prinz (1983); Rumelhart (1977); Sanders (1971); Sanford (1985) sowie Wessels (1984).

In der Kognitionspsychologie beschäftigt man sich unter den Begriffen „Wahrnehmung und Aufmerksamkeit“, „Gedächtnis, Erinnern und Vergessen“, „Wissen und Repräsentation“, „Denken und Problemlösen“ sowie „Lernen“ mit der menschlichen Informationsverarbeitung, wobei diese Trennung künstlich ist und lediglich der Systematisierung dient. Die sich nach der Anzahl der Verarbeitungsstufen, deren Organisation und Inhalt unterscheidenden Informationsverarbeitungsmodelle werden in dieser Arbeit nicht näher betrachtet.[FN 3] Eine kurze Darstellung ihrer Grundelemente sowie der empirischen Ergebnisse ist jedoch für das Verständnis der weiteren Ausführungen erforderlich.

[FN 3] Vgl. dazu Anderson, J. R. (1983); Banyard, P. et al. (1995); Frey, D./Irle, M. (1985); Gerstenmaier, J. (1991); Kirsch, W. (1971); Klix, F. (1971); Newell, A./Simon, H. A. (1972); Prinz, W. (1983); Rumelhart, D.E. (1977); Sanders, A. F. (1971); Sanford, A. J. (1985); Wessels, M. G. (1984).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

[52.] Mh/Fragment 145 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:13 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 3-11, 104-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 156, Zeilen: 2, 4-5, 8-20, 101-106, 107113
Wie bereits erläutert, hängt der Entscheidungsprozess nicht nur von der objektiven Entscheidungssituation ab, sondern insbesondere davon, wie Personen Entscheidungssituationen kognitiv dauerhaft abbilden.[FN 293] Ein solches hypothetisches Abbild einer Situation besteht aus den die Situation beschreibenden Elementen, deren Relationen (deklaratives Wissen) sowie der potenziell anzuwendenden Operatormenge (prozedurales Wissen).[FN 294] Eine wichtige Rolle im Rahmen der Informationsrepräsentation spielen die dynamischen Konstrukte der Schemata und der mentalen Modelle, die durch Erfahrungen entstehen, das Wissen strukturieren sowie die Prozesse der Informationsinterpretation und Problemlösung steuern.

Als Schemata[FN 295] werden größere Wissenseinheiten bezeichnet, die einzelne Informationen vernetzen und in einen Bedeutungszusammenhang stellen.


[FN 293] Vgl. Unser (1999), S. 156ff.

[FN 294] Vgl. Dörner (1990), S. 267; Dörner (1986), S. 26-28; Forkel (1995), S. 212; Hastie und Pennington (1995), S. 19; Kluwe (1990), S. 124; Kluwe (1995), S. 219; Kirsch (1988), S. 12-15; Newell und Simon (1972), S. 809-811; Seel (1991), S. 52; Schwarz (1982), S. 344 sowie Sternberg (1996a), S. 197.

[FN 295] In der psychologischen Literatur wird oftmals der Begriff des (deklarativen) Schemas mit dem Begriff des (prozeduralen) Skripts gleichgesetzt. Dieser Auffassung wird auch in dieser Arbeit gefolgt. Zu einer möglichen Differenzierung vgl. etwa Banyard et al. (1995), S. 135-137; Simon (1979a), S. 377; Slovic et al. (1977a), S. 8f.; Tergan (1986), S. 110-113 sowie Zimbardo (1992), S. 312f. Bei der Einordnung von Personen in Kategorien spricht man eher von Prototypen; vgl. etwa Pervin (1987), S. 488. Generell lässt sich zur Definition von kognitiven Strukturen eine Begriffsvielfalt feststellen, die letztlich zu Ubiquität und damit zu Bedeutungslosigkeit führt; vgl. zu dieser Kritik auch Oldenbürger (1981), S. 10-15.

Der Entscheidungsprozeß, [...] hängt in nicht unerheblichem Ausmaß davon ab,

wie eine Person die Entscheidungssituation dauerhaft kognitiv abbildet, [...][FN 1] Dieses hypothetische, innere Abbild einer Situation besteht aus[FN 2]

  • den Elementen, die die Situation beschreiben und den zwischen diesen bestehenden Relationen (deklaratives Wissen, welches epistemisches und semantisches Wissen umfaßt) sowie
  • der Operatorenmenge, die auf die Alternativen angewendet werden kann, um das angestrebte Ziel zu erreichen (prozedurales Wissen).

In engem Zusammenhang mit der Abbildung einer Situation stehen Schemata und mentale Modelle. Diese als dynamisch zu betrachtenden Konstrukte entstehen aufgrund von Erfahrungen, strukturieren das Wissen und steuern die Prozesse der Interpretation und Problemlösung. Schemata[FN 3] sind größere Wissenseinheiten, die einzelne episodische und semantische Informationen vernetzen und in einen Bedeutungszusammenhang stellen.

[FN 1] Vgl. Dörner, D. (1990) S. 267; Forkel, M. (1995) S. 212; Hastie, R./Pennington, N. (1995) S. 19; Kirsch, W. (1988) S. 12-15; Schwarz, N. (1982) S. 344.

[FN 2] Vgl Dörner, D. (1986) S. 26-28; Kluwe, R. H. (1990) S. 124; Kluwe, R. H. (1995) S. 219; Newell, A./Simon, H. A. (1972) S. 809-811; Seel, N. M. (1991) S. 52; Sternberg, R. J. (1996a) S. 197.

[FN 3] Der in der psychologischen Literatur zum komplexen Problemlösen häufig zu findende Begriff des (deklarativen) Schemas wird teilweise synonym zu dem des (prozeduralen) Skripts betrachtet, [...]. Hier soll die erste Sichtweise vertreten werden. Eine Differenzierung findet sich u. a. bei Banyard, P. (1995) S. 135-137; Simon, H. A. (1979a) S. 377; Slovic, P./Fischhoff, B./Lichtenstein, S. (1977) S. 8 f.; Tergan, S.-O. (1986) S. 110-113; Zimbardo, P. G. (1992) S. 312f. Werden Personen in bestimmte Kategorien eingeordnet, spricht man dagegen eher von Prototypen; vgl. z. B. Pervin, L. A. (1987) S. 488. Allgemein ist für die Definition kognitiver Strukturen eine Begriffsvielfalt festzustellen, die letztendlich zu Ubiquität und Bedeutungslosigkeit führt; vgl. zu dieser Kritik Oldenbürger, H.-A. (1981) S. 10-15.

Anmerkungen

Der gestaltende Eingriff Mhs besteht hier im Wesentlichen im Herauskürzen von Satzelementen und zum Schluss des Abschnitts im Permutieren derselben. Nach der Quellenangabe, von der nicht klar wird, auf welchen Anteil des Textes sie sich bezieht, geht die Übernahme munter weiter. Die Literaturangaben der Fußnoten [FN 1] und [FN 2] finden sich (alphabetisch geordnet) komplett wieder. [FN 3] wird etwas gekürzt, aber sonst fast identisch übernommen.

Sichter
Lukaluka

[53.] Mh/Fragment 145 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:15 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 13-17, 116
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 156-157, Zeilen: S. 156, 23-24 - S.157, 1-2.102
Schemata beziehen sich dabei auf Klassen von Situationen oder Vorgängen, die in ihrer Struktur ähnlich sind, im Detail jedoch vielschichtig sein können, und die damit eine gewisse Generalisierungsfähigkeit aufweisen, so dass ihr Hauptzweck in der Abstraktion und der damit verbundenen einheitlichen Repräsentation dieser Klassen besteht.[FN 296]

[FN 296] Vgl. Fürstenau (1994), S. 40f.; Richter (1996), S. 40-43 sowie Tergan (1986), S. 104-107.

[Seite 156]

Schemata dienen der Abstraktion und der einheitlichen Repräsentation von strukturähnlichen, gleichzeitig aber im Detail viel-

[Seite 157]

schichtigen Sachverhalten. Sie weisen damit eine gewisse Generalisierungsfähigkeit auf, die sich auf Klassen von Situationen oder Vorgängen bezieht.[FN 1]

[FN 1] Vgl. Fürstenau, B. (1994) S. 40f; Richter, A. (1996) S. 40-43; Tergan, S.-O. (1986) S. 104-107.

Anmerkungen

Die ungekennzeichnete Übernahme aus Unser (1999) setzt sich fort (siehe Mh/Fragment_145_03) - die Satzbestandteile werden lediglich umgestellt. Deutlich erkennbar ist die eigentliche Quelle erneut an den identischen Literaturverweisen.

Sichter
Bummelchen

[54.] Mh/Fragment 145 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:17 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 17-19, 117-118
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 156--157, Zeilen: S. 156, 20-23-114 und S. 157, 101
Schemata von Ereignisklassen umfassen typischerweise auftretende Handlungen und liefern damit Informationen, was in einer Situation zu tun ist, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.[FN 297]

[FN 297] Vgl. Wessels (1984), S. 326-330; Dörner (1987), S. 240; Dörner (1988), S. 270-272; Kluwe (1979), S. 22-26 sowie Zimbardo (1992), S. 292f.

[Seite 156]

Ein Schema eines bestimmten Ereignisses umfaßt die Handlungen, die typischerweise im Rahmen dieses Ereignisses auftreten. Es liefert somit Informationen darüber, was in der vorliegenden Situation zu tun ist, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.[FN 4]

[FN 4] Vgl. Wessels, M. G. (1984) S. 326-330; Dömer, D. (1987) S. 240; Dörner, D. (1988) S. 270-272;

[Seite 157]

Kluwe, R. (1979) S. 22-26; Zimbardo, P. G. (1992) S. 292f.

Anmerkungen

Diese kurze Passage setzt die ungekennzeichnete Übernahme aus Unser (1999) fort (siehe Mh/Fragment 145 03 und Mh/Fragment 145 13). Besonders deutlich wird dies an den identisch wiedergegebenen Literaturangaben.

Sichter
Hindemith

[55.] Mh/Fragment 146 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:19 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 8-15, 103-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 157, Zeilen: S. 157, 11-13.15-20.22-23.108-109.111-113 und S. 158, 101
Ein mentales Modell enthält sowohl deklaratives als auch prozedurales Wissen und ermöglicht das Verstehen eines Problems sowie die Erklärung komplexer Zusammenhänge.[FN 299] Insbesondere zur Beurteilung und Klassifikation von Ereignissen bzw. Entscheidungsalternativen stellt ein mentales Modell Prototypen bereit, anhand derer eine Bewertung der zur Verfügung stehenden Informationen erfolgen kann.[FN 300] Mit der Aktivierung eines mentalen Modells werden gleichzeitig auch mögliche Lösungsstrategien festgelegt, so dass unterschiedliche Modelle verschiedene Verhaltensweisen nach sich ziehen.[FN 301]

[FN 299] Vgl. Anderson (1986), S. 65; Fürstenau (1994), S. 36-39 sowie Svenson (1988), S. 199.

[FN 300] Vgl. Pitz et al. (1976), S. 4 sowie Schneider (1992b), S. 1055.

[FN 301] Vgl. Dörner (1986), S. 53; Harte, Westenberg und Someren (1994), S. 117; Hogarth (1981), S. 213; Kirsch (1971), S. 139-141; Kozielecki (1975), S. 116; Payne (1980), S. 96; Pitz und Sachs (1984), S. 148; van Raaij (1988), S. 100; Shafir, Simonson und Tversky (1993), S. 30 sowie Svenson (1988), S. 199.

[Seite 157]

Mentale Modelle enthalten deklaratives sowie prozedurales Wissen.[FN 3] Sie ermöglichen damit das Verstehen eines Problems, die Erklärung komplexer Zusammenhänge und die Erstellung von Prognosen.

[...] Für die Definition von Zielen und Anspruchsniveaus sowie die Klassifikation und Beurteilung von Ereignissen oder Entscheidungsalternativen stellen diese Modelle Prototypen bereit, anhand derer eine Einordnung bzw. Bewertung der zur Verfügung gestellten Informationen erfolgen kann.[FN 4] Mit der Auswahl bzw. dem Abruf eines bestimmten Modells sind aber zunächst auch die Lösungsstrategien festgelegt, [...] Unterschiedliche Modelle ziehen so unterschiedliche Verhaltensweisen nach sich.[FN 6]

[FN 3] Vgl. Anderson, N. H. (1986) S. 65; Fürstenau, B. (1994) S. 36-39; Svenson, O. (1988) S. 199.

[FN 4] Vgl. Pitz, G. F./Leung, L. S./Hamilos, C./Terpening, W. (1976) S. 4; Schneider, S. L. (1992) S. 1055.

[FN 6] Vgl. Dörner, D. (1986) S. 53; Harte, J. M./Westenberg, M. R. M./Someren, M. v. (1994) S. 117; Hogarth, R. M. (1981) S. 213; Kirsch, W. (1971) S. 139-141; Kozielecki, J. (1975) S. 116; Payne, J. W. (1980) S. 96; Pitz, G. F./Sachs, N. J. (1984) S. 148; Raaij, W. F. v. (1988) S. 100; Shafir,

[Seite 158]

E./Simonson, I./Tversky, A. (1993) S. 30; Svenson, O. (1988) S. 199.

Anmerkungen

Übernahme von Haupttext und Fußnoten (letztere fast vollständig) ohne Kennzeichnung der Quelle.

Sichter
Lukaluka

[56.] Mh/Fragment 147 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:21 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 5-17, 103-109
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 158-159, Zeilen: S. 158, 17-24.110-113 und S. 159, 1-3.18-21.101-102.106
Dabei ist die Tendenz zur Uminterpretation diskrepanter Informationen deutlich stärker ausgeprägt als die Tendenz zur Anpassung des aktivierten mentalen Modells bzw. zur Anwendung eines anderen mentalen Modells, das die Situation möglicherweise besser abbilden würde.[FN 306] Insbesondere am Finanzmarkt ist dieses Verhalten zu beobachten und kann zur Erklärung von Crashes und Bubbles herangezogen werden.[FN 307] Auch als Ursache der besseren Performance von Experten insbesondere in experimentellen Anlagesituationen kann die Verwendung mentaler Modelle identifiziert werden, da die Erfahrung von Experten, die sich in mentalen Modellen manifestiert, eine effizientere Informationsauswertung verglichen mit unerfahrenen Versuchsteilnehmern erlaubt.[FN 308] Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse über die Anwendung mentaler Modelle sind empirisch feststellbare Abweichungen von normativ als rational definiertem Verhalten nicht mehr als 'Irrationalitäten', 'Anomalien' oder 'Biases' zu klassifizieren sind, sondern als individuell vernünftiges Verhalten.[FN 309]

[FN 306] Vgl. dazu die empirischen Ergebnisse von Tversky und Kahneman (1980), S. 59-61.

[FN 307] Vgl. zu diesen Erklärungsansätzen, die auf der Massenpsychologie nach Le Bon (1982) basieren, auch Dinauer (1976), S. 26-29; Frey und Stahlberg (1990); Kindleberger (1978), S. 28-41; Shiller (1984); Shiller (1990); Shiller (1992), S. 54-58 sowie Tvede (1991), S. 217-317.

[FN 308] Vgl. Bouwman, Frishkoff und Frishkoff (1987), S. 26 sowie Jacoby, Kuss, Mazursky und Troutman (1985), S. 103.

[FN 309] Vgl. Einhorn und Hogarth (1981), S. 8f.

[Seite 158]

Die Tendenz zur Uminterpretation von Informationen, die mit dem aufgerufenen Modell nicht in Übereinstimmung zu bringen sind, ist bei weitem stärker als die einer Anpassung des Modells bzw. der Anwendung eines anderen, die Situation möglicherweise besser abbildenden Modells.[FN 5] Dieses Verhalten ist auch an Finanzmärkten häufig zu beobachten und kann unter anderem zur Erklärung von Bubbles und Crashes herangezogen werden.[FN 6] Mentale Modelle werden auch als Ursache der besseren Performance von Experten in experimentellen Anlagesituationen identifiziert. Mit Hilfe verbaler Protokolle konnte festgestellt werden, daß sich die Erfah-

[FN 5] Vgl. dazu auch die empirischen Ergebnisse von Tversky, A./Kahneman, D. (1980) S. 59-61.

[FN 6] Vgl. zu diesen auf der Massenpsychologie nach Le Bon, G. (1973) basierenden Erklärungsansätzen Dinauer, J. (1976) S. 26-29; Frey, D./Stahlberg, D. (1990); Kindleberger, C. R. (1978) S. 28-41; Shiller, R. J. (1984); Shiller, R. J. (1990b); Shiller, R. J. (1992) S. 54-58; Tvede, L. (1991) S. 217-317.

[Seite 159]

rung von Analysten in bestimmten mentalen Modellen manifestiert und diese eine effizientere Informationsauswertung im Vergleich zu unerfahreneren Versuchsteilnehmern erlauben.[FN 1]

[...] Aus dieser Perspektive sind die experimentell in fast unüberschaubarer Zahl festgestellten Abweichungen von gewissen Rationalitätsnormen nicht mehr als „Irrationalitäten“, „Anomalien“ oder „Biases“ zu klassifizieren, sondern als individuell vernünftiges Verhalten.[FN 4]

[FN 1] Vgl. Bouwman, M. J./Frishkoff, P. A./Frishkoff, P. (1987) S. 26; Jacoby, J./Kuss, A./Mazursky, D./Troutman, T. (1985) S. 103.

[FN 4] Vgl. Einhorn, H. J./Hogarth, R. M. (1981) S. 8f. [...]

Anmerkungen

Ein Verweis auf Unser 1999 findet sich auf der Vorseite, ohne sich auf dieses Textfragment zu beziehen.

Sichter
Hindemith

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