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Quelle:Mhe/Bertram 1981

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Hans Bertram
Titel    Sozialstruktur und Sozialisation – Zur mikrosoziologischen Analyse von Chancenungleichheit
Herausgeber    Johannes Berger / Günter Büschges / Joachim Matthes / Reinhard Wippler
Ort    Darmstadt / Neuwied
Verlag    Luchterhand
Jahr    1981
Reihe    Soziologische Texte ; Bd. 121

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Mhe/Fragment 012 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-28 12:30:02 SleepyHollow02
Bertram 1981, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 22-24
Quelle: Bertram 1981
Seite(n): 33, Zeilen: 18 ff.
Vermutlich war er [Kohn] der erste Soziologe, der die Bedeutung von beruflichen Einstellungen für die elterlichen Erziehungsvorstellungen analysiert und damit einen wesentlichen Aspekt in der schichtspezifischen Sozialisationsforschung angesprochen hat. * [...] Kohn ist vermutlich der erste Soziologe, der die Bedeutung der beruflichen Einstellungen für Erziehungsvorstellungen analysiert und damit einen der wesentlichen Aspekte der Kausalstruktur des Modells schichtspezifischer Sozialisation thematisiert hat.
Anmerkungen

Aufgrund der Kürze und der wohl eher geringen Schöpfungshöhe kW.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Mhe/Fragment 043 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-30 05:32:56 SleepyHollow02
BauernOpfer, Bertram 1981, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 6-15
Quelle: Bertram 1981
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 10: 14 ff., 32 ff., 37 ff.; 11: 6 ff.
Der Focus in der Beantwortung der Frage nach der Reproduktion sozialer Ungleichheit wird in der schichtspezifischen Sozialisationsforschung auf die Stellung des Einzelnen in der Erwerbsstruktur gerichtet. So werden sozialstrukturelle Einflüsse auf das Erziehungshandeln der Eltern nur im Zusammenhang mit beruflichen Erfahrungen angenommen. Es entsteht der Eindruck, daß Eltern und Kinder durch die Umwelt geprägt werden und sie dieser mehr oder weniger passiv gegenüberstehen. In der Konsequenz bedeutet dies, daß zwar der Beruf die Eltern prägt, sie aber nicht ihre berufliche Situation beeinflussen. Die These, daß die in der Familie entwickelten Verhaltensweisen dazu führen, daß die Kinder die gleichen Berufspositionen wie ihre Eltern erreichen, setzt eine relative Stabilität in den beruflichen Anforderungen voraus. • [...] Die Konzentration der Sozialisationsforschung auf die Auswirkungen der Schichtzugehörigkeit auf den Sozialisationsprozeß leitet sich aus Thesen über die Sozialstruktur moderner Industriegesellschaften ab. Danach entscheiden nicht mehr Besitz oder Stand über die ungleiche Verteilung gesellschaftlich knapper Güter, sondern vor allem die Stellung des Einzelnen in der Erwerbsstruktur. [...]

• Die Dominanz, die der Erwerbsstruktur als Basis des gesamtgesellschaftlichen Systems sozialer Ungleichheit zugemessen wird, kommt auf der kommunikativen (Gruppen-) Ebene auch darin zum Ausdruck, daß sozialstrukturelle Einflüsse auf das erzieherische Handeln der Eltern und auf die Eltern-Kind-Interaktion nur in Zusammenhang mit den beruflichen Erfahrungen vermutet werden.

• Die Vorstellung von der Einflußrichtung von der Sozialstruktur auf die Interaktionsbeziehungen und das individuelle Handeln legt die Annahme nahe, daß die Umwelt Eltern und Kinder prägt und diese den Umwelteffekten mehr oder weniger passiv ausgesetzt sind. Nicht die Eltern als Handelnde beeinflussen die berufliche Situation, sondern der Beruf prägt die Eltern. [...]

[Seite 11]

• Die These, daß vor allem die im Elternhaus entwickelten Verhaltenszüge späteres berufliches Verhalten so beeinflussen, daß die Kinder ähnliche Berufspositionen wie die Eltern erreichen, impliziert die Vorstellung relativ stabiler Anforderungen an berufliches Handeln.

Anmerkungen

Die Quelle wird im nächsten Absatz (für ein wörtliches Zitat) genannt.

Der Inhalt des Fragments ist zwar erheblich umformuliert, aber strukturell und auch inhaltlich identisch aus einer von Bertram zusammengestellten Liste von Gemeinsamkeiten verschiedener Modelle kompiliert, die den Zusammenhang zwischen dem Schichtungssystem und dem individuellen Handeln erklären wollen.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[3.] Mhe/Fragment 053 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-10-30 18:31:33 Schumann
Bertram 1981, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 13-19
Quelle: Bertram 1981
Seite(n): 34, 35, 36, Zeilen: 34: 34 ff.; 35: Abb. 5; 36: 12 ff.
In dem Ausgangsmodell von Kohn werden außer der Schichtzugehörigkeit, [sic] die regionale Zugehörigkeit, die ethnische Herkunft, städtische und ländliche Wohngegend und die Religion als Indikatoren der Sozialstruktur erfaßt.

Melvin Kohns Ausgangsmodell:

Mhe 053 diss.png

Den von Kohn nachgewiesenen Zusammenhang von Schichtzugehörigkeit und Werten führt er darauf zurück, daß die Kinder in den oberen Schichten in der Regel eine bessere Ausbildung erhalten und sie dadurch Berufspositionen, [sic] mit einem hohen Maß an [Arbeitskomplexität und wenig Routine sowie geringer Kontrolle erlangen.]

[Seite 34]

Kohn hat aber nicht nur die Schichtungszugehörigkeit als Indikator der Sozialstruktur erfaßt, sondern darüberhinaus die regionale Zugehörigkeit, die ethnische Herkunft, städtische oder ländliche Wohngegend und die Religion.

[Seite 35]

Abbildung 5: Das Modell von Melvin Kohn

Mhe 053 source.png

[Seite 36]

Den hier nachgewiesenen Zusammenhang von Schichtzugehörigkeit und Werten führt Kohn (1977:132) auf einen kumulativen Effekt der Ausbildung und der beruflichen Erfahrung zurück, so daß am Ende die bekannte Zirkelthese wie bei Rolff oder Hurrelmann (1975) steht:

Weil Kinder und Jugendliche der oberen Schicht im allgemeinen eine bessere Ausbildung erhalten, erreichen sie auch Berufspositionen, die bei einem hohen Maß an Arbeitskomplexitat geringer Routine und geringer Kontrolle unterliegen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die erst auf S. 55 für ein auf S. 54 f. befindliches wörtliches Zitat genannt wird.

Die grafische Darstellung des Kohn-Modells wird mit leichten Veränderungen übernommen.

Das fehlerhafte Komma hinter "Berufspositionen" diente in der Quelle noch zur Abtrennung eines Relativsatzes.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[4.] Mhe/Fragment 054 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-22 13:19:37 Schumann
BauernOpfer, Bertram 1981, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 1-9, 15-23
Quelle: Bertram 1981
Seite(n): 36, 38, Zeilen: 36: 12 ff., 30 ff.; 38: 17 ff., 29 ff.
[Den von Kohn nachgewiesenen Zusammenhang von Schichtzugehörigkeit und Werten führt er darauf zurück, daß die Kinder in den oberen Schichten in der Regel eine bessere Ausbildung erhalten und sie dadurch Berufspositionen, mit einem hohen Maß an] Arbeitskomplexität und wenig Routine sowie geringer Kontrolle erlangen. Ausbildung und Berufsposition verstärken somit die in der häuslichen Erziehung entwickelte Fähigkeit zur Selbststeuerung und Autonomie. In den unteren Schichten erhalten Kinder dementsprechend eine allgemein schlechtere Ausbildung, erlangen dann Berufe mit einem geringen Maß an Autonomie und geringeren Handlungsspielräumen und die in der Erziehung angelegte Tendenz zur Konformität mit Autoritäten wird verstärkt.

So erklärt er auch den Autoritarismus der unteren Schichten als Folge mangelnder schulischer Ausbildung und eingeschränkter bzw. fehlender beruflicher Autonomie. Dieses Modell ist nun wesentlich vereinfacht in bezug auf sein Ausgangsmodell.

[...]

Das komplexe Ausgangsmodell der Sozialstruktur wird nun auf soziale Schichtung reduziert. Er [Kohn] begründet die Reduzierung damit, daß die Schichtzugehörigkeit die größte Bedeutung für die Einstellungen hat und daß der von Kohn nachgewiesene Einfluß auch weitgehend unabhängig von den anderen sozialstrukturellen Faktoren ist. Zu diesem Ergebnis kommt er durch einen Vergleich der Korrelationen der sozialstrukturellen Dimension mit den elterlichen Wertvorstellungen unter Kontrolle der Schichtzugehörigkeit. Obwohl die durch Schicht kontrollierte Korrelation mit den sozialstrukturellen Variabeln auf dem 1%-Niveau signifikant ist, werden die Variabeln nicht mehr in die weitere Analyse mit einbezogen (siehe Kohn 1977, S.71).

[Seite 36]

Den hier nachgewiesenen Zusammenhang von Schichtzugehörigkeit und Werten führt Kohn (1977:132) auf einen kumulativen Effekt der Ausbildung und der beruflichen Erfahrung zurück, so daß am Ende die bekannte Zirkelthese wie bei Rolff oder Hurrelmann (1975) steht:

Weil Kinder und Jugendliche der oberen Schicht im allgemeinen eine bessere Ausbildung erhalten, erreichen sie auch Berufspositionen, die bei einem hohen Maß an Arbeitskomplexitat geringer Routine und geringer Kontrolle unterliegen. Ausbildung und Berufsposition verstärken die bereits in der Erziehung im Elternhaus entwickelte Tendenz zur Autonomie oder Selbststeuerung. Weil Kinder und Jugendliche der unteren Schicht im allgemeinen eine schlechtere Ausbildung erhalten, ihr Beruf ihnen wenig Handlungsspielräume eröffnet, wird die bereits in der familiären Sozialisation angelegte Tendenz zur Konformität mit Autoritäten verstärkt.

Damit glaubt Kohn gleichzeitig auch den „working class-Autoritarismus“ (1977:202) erklärt zu haben. Für ihn ist dieser Autoritarismus [...] Ausdruck konformistischer Werte und Orientierungen als Folge der mangelnden schulischen Ausbildung und fehlenden beruflichen Autonomie. Das von Kohn für gültig gehaltene Kausalmodell ist nun wesentlich einfacher als sein Ausgangsmodell.

[Seite 38]

Prüft man die Strategie, mit der Kohn sein zunächst sehr komplexes Modell der Sozialstruktur mit den Dimensionen Region, Religion, „Rasse” und Wohnort auf ein eindimensionales Modell sozialer Schichten (class) reduziert, zeigt sich, daß die Reduktion aus dem Vergleich der Korrelationen der sozialstrukturellen Dimensionen mit den elterlichen Werten bei Partialisierung der Schichtungsvariablen erfolgt.

[...] Ohne Zweifel zeigt diese Analyse, daß die Schichtzugehörigkeit die größte Bedeutung für die Einstellungen hat und daß der hier nachgewiesene Einfluß auch weitgehend unabhängig von den demographischen Variablen ist. In der nun folgenden Analyse werden die demographischen Faktoren aber gar nicht mehr berücksichtigt, obwohl die nachgewiesene partialisierte Korrelation auf dem 1%-Niveau signifikant ist. Allein der Nachweis, daß die Schichtzugehörigkeit auch unabhängig von den anderen Faktoren Varianz erklären kann und erklärungskräftiger ist als die anderen Variablen, genügt Kohn, um diese anderen Variablen nicht mehr zu diskutieren.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 053 13.

Der Vergleich zeigt, dass der Text zwar einerseits stärker umformuliert wurde, als Textvorlage aber erkennbar Bertram diente, der freilich erst im anschließenden Absatz und dort für ein ausgewiesenes wörtliches Zitat als Quelle genannt wird.

Dass die Verf. auf den Seiten 53 und 54 Kohns Modell nicht eigenständig referiert, sondern ihre Ausführungen dazu wesentlich aus Bertrams Kohn-Rezeption kompiliert, wird nicht deutlich.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[5.] Mhe/Fragment 071 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-09-01 16:06:31 Schumann
BauernOpfer, Bertram 1981, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
222.122.9.46
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 13-23
Quelle: Bertram 1981
Seite(n): 36, Zeilen: 12 ff.
Den Zusammenhang von Schichtzugehörigkeit und Werten führt Kohn ebenso wie Rolff in seiner Zirkelthese auf einen „kumulativen Effekt“ (Bertram 1981, S.36) von Ausbildung und Berufserfahrung zurück. Da Kinder in der oberen Schicht in der Regel eine bessere Ausbildung erhalten, gelangen sie dadurch auch in Berufspositionen, die durch ein hohes Maß an Arbeitskomplexität, geringe Routine und wenig Kontrolle gekennzeichnet sind. Dabei werden die in der familialen Erziehung angelegten Fähigkeiten zu Selbststeuerung und Autonomie verstärkt. In den unteren Schichten erhalten Kinder dementsprechend eine allgemein schlechtere Ausbildung, erlangen dann Berufe mit einem geringen Maß an Autonomie und geringeren Handlungsspielräumen und die in der Erziehung angelegte Tendenz zur Konformität mit Autoritäten wird verstärkt. Den hier nachgewiesenen Zusammenhang von Schichtzugehörigkeit und Werten führt Kohn (1977:132) auf einen kumulativen Effekt der Ausbildung und der beruflichen Erfahrung zurück, so daß am Ende die bekannte Zirkelthese wie bei Rolff oder Hurrelmann (1975) steht:

Weil Kinder und Jugendliche der oberen Schicht im allgemeinen eine bessere Ausbildung erhalten, erreichen sie auch Berufspositionen, die bei einem hohen Maß an Arbeitskomplexität geringer Routine und geringer Kontrolle unterliegen. Ausbildung und Berufsposition verstärken die bereits in der Erziehung im Elternhaus entwickelte Tendenz zur Autonomie oder Selbststeuerung. Weil Kinder und Jugendliche der unteren Schicht im allgemeinen eine schlechtere Ausbildung erhalten, ihr Beruf ihnen wenig Handlungsspielräume eröffnet, wird die bereits in der familiären Sozialisation angelegte Tendenz zur Konformität mit Autoritäten verstärkt.

Anmerkungen

Die Verf.in verweist lediglich für das Zwei-Wörter-Zitat auf Bertram (1981), macht jedoch die wortlautnahe Übertragung der übrigen Ausführungen nicht kenntlich.

Diese Übernahme findet sich an dieser Stelle der untersuchten Arbeit in einer Zusammenfassung und ist bereits – bei leichten Abweichungen – in Fragment 054 01 dokumentiert.

Sichter
(222.122.9.46), SleepyHollow02

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