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Quelle:Mhe/Hurrelmann 1995

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Klaus Hurrelmann
Titel    Einführung in die Sozialisationstheorie. Über den Zusammenhang von Sozialstruktur und Persönlichkeit
Ort    Weinheim / Basel
Verlag    Beltz
Ausgabe    5., überarb. u. erg. Auflage
Jahr    1995
Reihe    Beltz grüne Reihe

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Mhe/Fragment 042 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-26 16:29:40 Schumann
Fragment, Hurrelmann 1995, KeineWertung, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 19-35 (43: 1-5, 16-17)
Quelle: Hurrelmann 1995
Seite(n): 108, 109, (110), Zeilen: 108: 14 ff.; 109: 1 ff.; (110: 6 ff.)
Der Kernannahme der schichtspezifischen Sozialisationsforschung unterstellt, daß „zwischen dem Sozialcharakter, also einer milieutypischen Kombination von Persönlichkeitsmerkmalen der Eltern, und der Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit ein direkter Zusammenhang bestehe. Die Prägung der Persönlichkeit des Kindes führt nach dieser Vorstellung zur Ausbildung eines mit dem der Eltern identischen Sozialcharakters, der in der frühen Kindheit ausgeprägt wird und über den weiteren Lebensverlauf hinweg stabil bleibt und auch das Verhalten in späteren Lebensphasen noch steuert.“ (Hurrelmann 1995, S.109).

Die Familie wird dabei „als zentrale Vermittlungsinstanz für die ‘Reproduktion gesellschaftlich erwünschter Sozialcharaktere’ dargestellt“, indem sie „die Grundwerte der Gesellschaft gewissermaßen ungebrochen an die nachwachsende Generation weitervermittelt“ (Hurrelmann 1995, S.108).

Rolff kennzeichnete den Sozialisationsprozess im Rahmen der schichtspezifischen Sozialisationsforschung als einen „zirkulären Verlauf“ (Rolff 1980, S.43).

„Die Sozialisation durch den Beruf prägt in der Regel bei den Mitgliedern der sozialen Unterschicht andere Züge des Sozialcharakters als bei den Mitgliedern der Mittel- und Oberschicht. Während der Sozialisation durch die Familie werden normalerweise die jeweils typischen Charakterzüge der Eltern an die Kinder weitervermittelt. Die Sozialisation durch die Freundschaftsgruppen der Heranwachsenden vermag die schichtspezifischen Unterschiede nicht aufzuheben. Da die Sozialisation durch die Schule auf die [Ausprägungen des Sozialcharakters der Mittel- und Oberschicht besser eingestellt ist als auf die der Unterschicht, haben es die Kinder der Unterschicht besonders schwer, einen guten Schulerfolg zu erreichen. Sie erlangen häufig nur Qualifikationen für die gleichen niederen Berufspositionen, die ihre Eltern bereits ausüben. Wenn sie in diese Berufspositionen eintreten, dann ist der Zirkel geschlossen“ (Rolff 1980, S.43).

[...]

Bertram kritisiert die mangelnde empirische Basis der Ergebnisse der schichtspezifischen Sozialisationsforschung.]

[Seite 109]

Die von Rolff formulierte These läßt sich auch schematisch darstellen (siehe Abbildung 3). Die These bezeichnet in überspitzter Form die Kernannahme der schichtspezifischen Sozialisationsforschung. Es wird unterstellt, zwischen dem Sozialcharakter, also einer milieutypischen Kombination von Persönlichkeitsmerkmalen der Eltern, und der Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit bestehe ein direkter Zusammenhang. Die Prägung der Persönlichkeit des Kindes fuhrt nach dieser Vorstellung zur Ausbildung eines mit dem der Eltern identischen Sozialcharakters, der in der frühen Kindheit ausgeprägt wird und über den weiteren Lebenslauf hinweg stabil bleibt und auch das Verhalten in späteren Lebensphasen noch steuert.

[Seite 108]

Wie er [Rolff (1980)] betont, wird vor allem die Familie als die zentrale Vermittlungsinstanz für die „Reproduktion gesellschaftlich erwünschter Sozialcharaktere“ dargestellt. Dabei wird unterstellt, die Familie sei ein sozialer Mikrokosmos der Gesellschaft, der die Grundwerte der Gesellschaft gewissermaßen ungebrochen an die nachwachsende Generation weitervermittele. Soziale Ungleichheit zwischen den Menschen werde in diesem Sinn durch die Weitergabe eines Sozialcharakters von einer Generation zur anderen gewissermaßen sozial „vererbt“; ein „zirkelförmiger“ Verlauf des Sozialisationsprozesses herrsche vor:

„Die Sozialisation durch den Beruf prägt in der Regel bei den Mitgliedern der sozialen Unterschicht andere Züge des Sozialcharakters als bei den Mitgliedern der Mittel- und Oberschicht; während der Sozialisation durch die Familie werden normalerweise die jeweils typischen Charakterzüge der Eltern an die Kinder weitervermittelt; die Sozialisation durch die Freundschaftsgruppen der Heranwachsenden vermag die schichtspezifischen Unterschiede nicht aufzuheben. Da die Sozialisation durch die Schule auf die Ausprägung des Sozialcharakters der Mittel- und Oberschicht besser eingestellt ist als auf die der Unterschicht, haben es die Kinder der Unterschicht besonders schwer, einen guten Schulerfolg zu erreichen. Sie erlangen häufig nur Qualifikationen für die gleichen niederen Berufspositionen, die ihre Eltern bereits ausübten. Wenn sie in diese Berufspositionen eintreten, dann ist der Zirkel geschlossen“ (Rolff 1980, S. 43).

[Seite 110]

Wie Bertram (1981) in seiner kritischen Kommentierung der Ergebnisse der schichtspezifischen Sozialisationsforschung zu Recht betont, ist die empirische Basis dieser These unzureichend, [...] ln der Zusammenstellung der Untersuchungsergebnisse entstand oft der Eindruck, die gesamte Kette der Zusammenhänge, wie sie durch die These vom zirkulären Verlauf des Sozialisationsprozesses durch Rolff zusammengefaßt wurde, sei bereits empirisch belegt.

Anmerkungen

Die Parallelen (Anmoderation des ersten Zitats, Zitatauswahl und -abgrenzung bzgl. Rolff (1980), Satz zu Bertram am Ende) lassen stark vermuten, dass Hurrelmann (1995) hier als eigentliche Quelle für alle Inhalte des Fragments diente.

Jedoch konservativ Einstufung unter "keine Wertung", obwohl man diese Vorgehensweise - die sich ebenso auf anderen Seiten in der Arbeit beobachten lässt - auch kritischer sehen und das Fragment einer Plagiatskategorie zuordnen könnte (sollte?).

Bei den als wörtliche Zitate gekennzeichneten Übernahmen zeigen sich Differenzen zur Quelle.

(Zwecks besserer Demonstration wurden in diesem Fragment auch größere Teile von S. 43 mitdokumentiert. In der Auslassung (S. 43, Z. 6-15) findet sich eine Übernahme aus Bertram (1981), siehe Fragment 043 06.)

Sichter
(Schumann)

[2.] Mhe/Fragment 049 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-28 14:14:36 Schumann
Fragment, Gesichtet, Hurrelmann 1995, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 1-9
Quelle: Hurrelmann 1995
Seite(n): 114, Zeilen: 23 ff.
2.2.2. Die Bedeutung von Arbeits- und Berufserfahrungen

Um die sozialen und materiellen Lebenslagen von Familien besser zu beschreiben und die theoretische und methodische Kritik an der schichtspezifischen Sozialisationsforschung zu berücksichtigen, wurde mit einer präziseren Vorgehensweise versucht, die Bedingungen verschiedener Lebenslagen auf die Persönlichkeitsentwicklung zu analysieren. Dabei konzentrierten sich einige Untersuchungen auf die Auswirkungen der Arbeitsbedingungen von Eltern auf deren Persönlichkeitsentwicklung und ihre Vorstellungen über die Erziehung ihrer Kinder. Dazu gehörten vor allem die Studien von Melvin Kohn (1969, 1981).

Die Bedeutung von Arbeits- und Berufserfahrungen

Um die soziale und materielle Lebenslage einer Familie genauer beschreiben und erklären zu können, sind seit Mitte der 70er Jahre Untersuchungen vorgenommen worden, die der theoretischen und methodischen Kritik an der schichtspezifischen Sozialisationsforschung Rechnung zu tragen und mit präzisierten Vorgehensweisen lebenslagenspezifische Bedingungen für die Persönlichkeitsbildung zu analysieren versuchen. Eine erste Gruppe von Studien konzentriert sich auf Analysen der Auswirkungen der Arbeitsbedingungen der erwachsenen Familienmitglieder auf deren Persönlichkeilsentwicklung. Hier sind vor allem die Untersuchungen von M.L. Kohn (1981) zu nennen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[3.] Mhe/Fragment 071 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-26 19:04:13 Schumann
Fragment, Gesichtet, Hurrelmann 1995, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 4-9, 26-32.33-36
Quelle: Hurrelmann 1995
Seite(n): 115, Zeilen: 12 ff.
Nach den Untersuchungen von Kohn zu den Auswirkungen der Arbeitsbedingungen von Eltern auf deren Persönlichkeitsentwicklung und ihre Vorstellung über die Erziehung ihrer Kinder tragen Eltern diejenigen Wertvorstellungen, die sie an ihren Arbeitsplätzen entwickelt haben, auch in den familialen Erziehungsprozess hinein. Dabei orientieren sich ihre Erziehungsvorstellungen an den Erfahrungen, die sie an ihren Arbeitsplätzen gemacht haben.

[...]

Den Zusammenhang zwischen beruflichen Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmalen, insbesondere den Wertvorstellungen der berufstätigen Familienmitglieder, kann Kohn überzeugend nachweisen. Nicht überzeugend ist die direkte Rückkopplung von berufsbezogenen Wertvorstellungen der Eltern und ihren Erziehungsvorstellungen. Die Argumentation von Kohn, daß die Eltern diejenigen Einstellungen und Verhaltenserwartungen an die Kinder vermitteln, die ihnen aus ihrem eigenen Erfahrungshintergrund als besonders wichtig erscheinen, ist zwar nachvollziehbar und deckt sich mit den Überlegungen von Fromm in der Theorie zum Autoritarismus, aber wie diese Vermittlung funktioniert, kann Kohn in seinen Untersuchungen nicht nachweisen. Er unterstellt ebenso wie Fromm eine direkte Übertragung von Wertvorstellungen der Eltern an die Kinder.

Nach den Untersuchungen von Kohn tragen Eltern diejenigen Wertvorstellungen auch in den familialen Erziehungsprozeß hinein, die sie an ihren Arbeitsplätzen entwickelt haben. Eltern erziehen ihre Kinder für die Welt so, wie sie von ihnen selbst am Arbeitsplatz erfahren wird. [...]

Die Untersuchungen von Kohn sind insoweit überzeugend, als sie Zusammenhänge zwischen beruflichen Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmalen, insbesondere Wertvorstellungen, der berufstätigen Familienmitglieder nachweisen (vgl. auch Kohn/Schooler 1983). Nicht überzeugend ist der direkte Rückschluß zwischen berufsbezogenen Wertvorstellungen der Eltern und ihren Erziehungsvorstellungen. Zwar ist die Annahme plausibel, daß Eltern über ihr Erziehungsverhalten diejenigen Einstellungen und Verhaltenserwartungen an die Kinder weitergeben, die ihnen in ihrem eigenen Erfahrungshorizont besonders wichtig sind. Doch wie die Mechanismen der Vermittlung aussehen, kann Kohn in seinen Untersuchungen nicht nachweisen. Er unterstellt eine direkte, gewissermaßen mechanische Übertragung von Wertvorstellungen von Eltern an Kinder.


Kohn, M. L. & Schooler, C. (Eds.) (1983): Work and personality. Norwood: Ablex.

Anmerkungen

Der letzte Hinweis auf Hurrelmann findet sich auf S. 48. Womöglich handelt es sich hier um fachliches Allgemeinwissen. Dagegen spricht aber, dass die Verfasserin diese Passage unter der Überschrift "3. Zusammenfassende Darstellung der Untersuchungsgesichtspunkte" präsentiert.

Lediglich eine kurze Passage ("und deckt sich mit den Überlegungen von Fromm in der Theorie zum Autoritarismus") kann als inhaltliche Zutat der Verfasserin gelten.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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