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Quelle:Mhe/Jaide 1988

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Walter Jaide
Titel    Generationen eines Jahrhunderts. Wechsel der Jugendgenerationen im Jahrhunderttrend. Zur Sozialgeschichte der Jugend in Deutschland 1871-1985
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Jahr    1988

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    12


Fragmente der Quelle:
[1.] Mhe/Fragment 018 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-12 13:37:41 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: (1-2),3-23
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 309-310, Zeilen: 309: 2, 4-8, 10-12, 23-32; 310: 10-13, 18-20, 22-24
1.1. Die 18jährigen der Geburtsjahrgänge 1917-1926

Die Altersgruppe der heutigen Großeltern oder Urgroßeltern1

Diese Generation wurde von der NS-Zeit und dem zweiten [sic] Weltkrieg geprägt. Die anfänglichen wirtschaftlichen Erfolge sowie ausgefeilte Darstellungen und gelungene Täuschungen durch die Propaganda dienten der Kriegsvorbereitung und führten zu Krieg. Es folgten Grausamkeiten und Vernichtung für Millionen. Sofort nach der Machtergreifung etablierten sich neue Massenorganisationen. Die Bewußtseinsbildung der Bevölkerung vollzog sich ambivalent zwischen ”Begeisterung”, Respekt, Konformismus, Skepsis und Widerstand.

Einkommen und Erwerbsmöglichkeiten florierten zunächst in Folge von Wirtschaftswachstum und vielerlei Bauvorhaben, durch Aufrüstung und Kriegsvorbereitung, um später bzw. im Kriege in eine inflationäre Wirtschaftssituation zu geraten - bei entsprechend gedrosseltem Konsum.

Freizeit war weithin reglementiert und absorbiert durch die Verbände oder in der ”Volksgemeinschaft” organisiert. Das betraf die Jugend wie die Erwachsenen. Nur innerhalb der technisch-naturwissenschaftlichen Intelligenz gab es geringen Spielraum.

Viele Familien waren Schutz, Zuflucht und Notgemeinschaft vor den Repressionen des Systems. In anderen gab es Gleichschaltung oder Divergenz aufgrund der NS-Ideologie bis hin zu Denunziationen.

Im bzw. quer zum Gesellschaftssystem wurden hochquotierte Kader für die Wehrmacht, Polizei (Sondereinheiten), Arbeitsdienst usw. gebildet bzw. ausgeweitet:

Schätzungsweise umfaßten diese Kader ca. 20% der erwerbsfähigen Männer bis zur Mobilmachung - und im Kriege sogar 60%.


1 Bei der Beschreibung des geschichtlichen Hintergrundes für die Altersgruppen, habe ich mich stark an der Generationenbeschreibung von Walter Jaide, "Generationen eines Jahrhunderts, 1989, Leske + Budrich" orientiert.

[Seite 309]

1933 bis 1945

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg. [...] Anfängliche Erfolge, raffinierte Präsentationen und gelungene Täuschungen dienten der Kriegsvorbereitung und führten zu Krieg, Grausamkeit und Vernichtung für Millionen. Etablierung von neuen Massenorganisationen. [...] Die Bewußtseinsbildung der Bevölkerung vollzog sich ambivalent zwischen „Begeisterung”, Respekt, Konformismus, Skepsis und Widerstand. [...]

[...]

Einkommen und Erwerbsmöglichkeiten florierten zunächst relativ im Zuge von Wirtschaftswachstum und vielerlei Bauvorhaben, Aufrüstung und Kriegsvorbereitung, um später bzw. im Kriege in eine Assignatenwirtschaft ohnegleichen zu geraten -- bei entsprechend gedrosseltem Konsum („Kanonen statt Butter”).

Freizeit war weithin reglementiert und absorbiert durch die Verbände oder in der „Volksgemeinschaft” organisiert (Kraft durch Freude). Das betraf die Jugend wie die Erwachsenen. Nur innerhalb der technisch-naturwissenschaftlichen Intelligenz gab es geringen Spielraum. [...]

[Seite 310]

Viele Familien waren Schutz, Zuflucht und Notgemeinschaft vor den Pressionen des Systems. [...] In anderen gab es Gleichschaltung oder Divergenzen wegen der NS-Ideologie bis zu Denunziationen. [...]

[...]

Im bzw. quer zum Gesellschaftssystem wurden hochquotierte neue Kader gebildet bzw. ausgeweitet: Wehrmacht, Polizei (Sondereinheiten), Arbeitsdienst, Diensstellen der Partei und ihrer Organisationen (Arbeitsfront u.a.m.), Kommandostellen der Wehrverbände und der HJ. Schätzungsweise umfaßten diese Kader ca. 20% der erwerbsfähigen Männer bis zur Mobilmachung - und im Kriege sogar 60%.

Anmerkungen

Das also ist "stark orientiert". Art und Umfang der umfangreichen und kaum veränderten Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Mhe/Fragment 019 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-06-24 10:57:25 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 13-17
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 310, Zeilen: 15-17, 25-28
Im Bildungssystem gab es keine strukturellen Veränderungen, nur andere Lehrpläne und zusätzliche Schulreformen. Es erfolgte eine allmähliche Gleichschaltung der Lehrer und es breitete sich eine Schulungsmanie für alle Teile der Bevölkerung aus.

Auch die Jugendbevölkerung unterlag vielerlei Einbindungen, Beeinflussungen und Repressionen, so daß nur Minderheiten zur Einsicht und Opposition gelangten.

Im Bildungssystem keine strukturellen Änderungen, nur andere Lehrpläne und zusätzliche Schulformen. Allmähliche Gleichschaltung der Lehrer. Schulungsmanie für alle Teile der Bevölkerung.

[...] Auch die Jugendbevölkerung unterlag so vielerlei Einbindungen, Beeinflussungen und Repressionen, daß nur Minderheiten zur Einsicht und Opposition gelangten.

Anmerkungen

Art und Umfang der umfangreichen und kaum veränderten Übernahmen bleiben ungekennzeichnet. Dass diese Art der Übernahme durch den Hinweis in der Fußnote auf der vorangegangenen Seite ausreichend beschrieben ist, bleibt zweifelhaft.

Aus "Schulformen" wird "Schulreformen".

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Mhe/Fragment 020 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-06-24 11:08:46 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 21-25, (25-26)
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 310-311, Zeilen: 310: 37-41 - 311: 1-2.(5-6)
Die Jugend lebte unter bzw. zwischen Widersprüchen: Hochleistung wurde gefordert, aber Unruhe, Umtriebigkeit und Übermüdung brachten Leistungsminderung. Ein moralischer Neo-Rigorismus der ”Erneuerung” stand der Hinnahme einer Sündenbock-Hysterie und entsetzlichem Unrecht gegenüber. Unter der viel gepriesenen öffentlichen Sauberkeit, Ruhe und Ordnung existierte eine hohe, vielseitige Kriminalität. "Der Herrschaftswahn basierte auf Vorurteilen und Gefühlskitsch" (Jaide, 1988 S. 311). [Seite 310]

Die Jugend lebte unter bzw. zwischen Widersprüchen: Hochleistungen wurden gefordert, aber Unruhe, Umtriebigkeit und Übermüdung erbrachten Leistungsminderung. Ein moralischer Neo-Rigorismus der „Erneuerung“ gegenüber der Hinnahme einer Sündenbock-Hysterie und entsetzlichen

[Seite 311]

Unrechtes. Unter der viel gepriesenen öffentlichen Sauberkeit, Ruhe und Ordnung existierte eine hohe, vielseitige Kriminalität. [...] Der Herrschaftswahn basierte auf Vorurteilen und Gefühlskitsch.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Mhe/Fragment 021 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-22 13:12:02 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 3-12
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 314, Zeilen: 13 ff.
1.2. Die 18jährigen der Geburtsjahrgänge 1937-1946.

Die Altersgruppe der heutigen Eltern oder Großeltern

Es ist die Zeit des westdeutschen "Wirtschaftswunders." Ein Anstieg bei den Arbeitsplätzen, Einkommen, Vermögen, Eigenheimen, Schulen, Universitäten, Theater usw. ist zu verzeichnen. Die Baubranche boomt und es gibt erste Exporte. Vollbeschäftigung dominiert und es werden Gastarbeiter ins Land geholt. Die europäische Integration schreitet mit der Bildung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (1958) voran. Die Bundeswehr wird aufgebaut, es gilt allgemeine Wehrpflicht. Die Bundeswehr wird in die NATO integriert.

Es gibt Krisen um Berlin (Mauerbau 1961) und Kuba, Kriege in Vietnam und Algerien.

Die soziale Marktwirtschaft wird eingeführt. Sie ist verbunden mit einem starken Anstieg der Einkommen, Eigenheimbau, grünen Vorstädten und sozialem Wohnungsbau.

1955 bis 1965

Das Erlebnisrepertoire dieser Dekade betrifft die zwischen 1930 und 1950 Geborenen bzw. die 18-Jährigen der Geburtsjahrgänge 1937 bis 1947. Es ist die Periode des westdeutschen "Wirtschaftswunders“. Steigende Meßwerte auf fast allen Dimensionen: Arbeitsplätze, Einkommen, Vermögen, Eigenheime, Schulen, Universitäten, Theater etc. Von Adenauer zu Erhard. Bauboom, Export, Vollbeschäftigung bis zur Hereinholung von Gastarbeitern. [...]

Die europäische Integration schreitet fort: Bildung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (1958); Aufbau und Eingliederung der Bundeswehr in die NATO; Weltausstellung in Brüssel (1958).

Krisen um Berlin und Kuba, Kriege in Vietnam und Algerien. Sputnik-Schock (1956). [...]

Soziale Marktwirtschaft mit starken Anstiegen der Einkommen und Ersparnisse, Eigenheimbau, grüne Vorstädte, Sozialer Wohnungsbau. [...]

Anmerkungen

An dieser Stelle gänzlich ungekennzeichnete Übernahme. Dass die Fußnote auf Seite 18 von Mhe diese Übernahmen noch "abdeckt", dürfte (auch wenn der übernommene Inhalt hier stärker als bei den anderen Fragmenten umformuliert wurde) zweifelhaft sein.

Sichter
(Schumann), (Graf Isolan), SleepyHollow02

[5.] Mhe/Fragment 021 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-22 13:13:14 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 22-29, 35-36
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 314, 315, Zeilen: 314: 36 ff.; 315: 1, 3 ff.
Die Jugendlichen können über mehr Geld frei verfügen und beanspruchen es auch, im Sinne einer Wohlstandsgesellschaft. Das Angebot und die Einkommen stimulieren den Konsum.

Die Bundesrepublik unternimmt weitere Fortschritte in der Entwicklung zur Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Damit einher gehen eine fortgesetzte Professionalisierung der Berufswege, ein Bedarf an Höherqualifizierung, Weiterbildung und eine Flexibilität in bezug auf sich rasch wandelnde Technologien und Arbeitsplatzstrukturen. [...]

[...] Zum Ende dieser Dekade beginnen Veränderungen in der Produktion (Automatisierung).

[Seite 314]

Jugendliche verfügen über mehr frei disponibles Geld und beanspruchen es auch im Sinne einer Wohlstandsgesellschaft. Konsum durch Einkommen und Angebot stark

[Seite 315]

stimuliert und diversifiziert. [...]

Weitere Fortschritte in der Entwicklung zur Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft: fortgesetzte Professionalisierung der Berufswege, Bedarf an Höherqualifizierung, Weiterbildung und Berufswechselflexibilität, [...] Gegen Ende der Dekade beginnende Veränderungen in der Produktion (Automation), in ihrem qualitativen und quantitativen Arbeitskräftebedarf.

Anmerkungen

An dieser Stelle gänzlich ungekennzeichnete Übernahme. Dass die Fußnote auf Seite 18 von Mhe diese Übernahmen noch "abdeckt", dürfte absolut zweifelhaft sein.

Sichter
(Schumann), (Graf Isolan), SleepyHollow02

[6.] Mhe/Fragment 023 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-12 13:29:09 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 3-5
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 315, 316, Zeilen: 315: letzte Zeile; 316: 1 ff.
Freizeit wird zur zweiten Lebenswelt mit neuen Möglichkeiten. Dazu gehören gesteigerte Angebote der Institutionen und Organisationen (Sportplätze, Freibäder, Jugendhäuser etc.), der Familie und Medien . Freizeit wird — im Anschluß an die westlichen Industrieländer —

[Seite 316]

zur zweiten Lebenswelt mit vorher unerreichbaren Möglichkeiten: gesteigerte Angebote der Institutionen und Organisationen (Sportplätze, Freibäder, Jugendhäuser etc.), der Familien und der Medien.

Anmerkungen

An dieser Stelle gänzlich ungekennzeichnete Übernahme. Dass die Fußnote auf Seite 18 von Mhe diese Übernahmen noch "abdeckt", dürfte absolut zweifelhaft sein.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[7.] Mhe/Fragment 028 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-06-24 11:25:08 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 3-15
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 320, 321, Zeilen: 320: 13-16, 20-25, 30-35, 38-29; 321:3-7
1.3. Die 18jährigen der Geburtsjahrgänge 1957-1966.

Die Altersgruppe der heutigen Kinder bzw. Enkel

Diese Dekade umspannt Krisen, Kriege, Besetzungen, Katastrophen in aller Welt sowie Beunruhigungen, Polarisierungen und Wechsel in der Bundesrepublik Deutschland.

Der zweite Oelschock dramatisiert die Weltwirtschaftsschwierigkeiten und löst eine zweite große Welle von Arbeitslosigkeit in allen Ländern aus. Dürrekatastrophen in Afrika signalisieren die Brisanz der Dritte-Welt-Problematik. Im Inland verschärfen sich die Gegensätze um Umwelt, Kernkraft, Abrüstung, Arbeitslosigkeit, Frauenemanzipation, Abtreibung. Erst gegen Ende der Dekade kündigen sich weltweit und in der Bundesrepublik unter Mißerfolgen dennoch positive Entwicklungen in Ökonomie, Abrüstung, internationaler Kooperation und Ökologie an.

Die deutsche Bevölkerung schrumpft und geht mit Zwischenstufen auf einen stärkeren Rückgang zu. Die deutschen Jugendjahrgänge haben zwischen 1970 und 1980 um 20% zugenommen: sie überfüllen alle Institutionen. Sie treten in ihre generative Phase ein. Das verlängerte Bildungsmoratorium erfaßt immer weitere Kreise.

[Seite 320]

1975 bis 1985

Diese Dekade betrifft die zwischen 1950 und 1970 geborenen Adoleszenten bzw. die 18-Jährigen der Geburtsjahrgänge von 1957 bis 1967. Sie umspannt Krisen, Kriege, Besetzungen, Katastrophen und Morde in aller Welt sowie Beunruhigungen, Polarisierungen und Wechsel in der Bundesrepublik Deutschland.

[...]

Der Zweite Oelschock dramatisiert die Weltwirtschaftsschwierigkeiten und löst eine zweite große Welle von Arbeitslosigkeit in allen Ländern aus. Dürrekatastrophen in Afrika signalisieren die Brisanz der Dritte-Welt-Problematik. Im Inland verschärfen sich die Gegensätze um Umwelt, Kernkraft, Abrüstung, Arbeitslosigkeit, Frauenemanzipation, Abtreibung.

[...] Erst gegen Ende dieser Dekade kündigen sich weltweit und in der Bundesrepublik unter Mißerfolgen dennoch positive Entwicklungen in Ökonomie, Abrüstung, übernationaler Kooperation und Ökologie an, wobei die Lösungskompetenzen für strukturelle Fragen (Arbeitswelt, Internationale Beziehungen, Welthandel und Entwicklungsländer) fraglich bleiben.

Die deutsche Bevölkerung schrumpft und geht mit Zwischenstufen auf einen stärkeren Rückgang zu.

[Seite 321]

Die deutschen Jugendjahrgänge haben zwischen 1970 und 1980 um 20 % zugenommen: sie überfüllen (und überfordern) alle Institutionen. Sie treten in ihre generative Phase ein. Das verlängerte Bildungsmoratorium erfaßt immer weitere Kreise — aufgrund der Bildungsexpansion wie auch von Warteschleifen und überdehnten Ausbildungs- und Studienfristen.

Anmerkungen

An dieser Stelle gänzlich ungekennzeichnete Übernahme. Dass die Fußnote auf Seite 18 von Mhe diese Übernahmen noch "abdeckt", dürfte absolut zweifelhaft sein.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[8.] Mhe/Fragment 028 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-06-24 11:25:47 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 17-35
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 321-322, Zeilen: 321: 14-23, 25-31, 37-41; 322: 1-8
Trotz Stabilität und Einfluß der Elternfamilie zeigen sich generell spezielle Erosionen: weitere Geburtenbeschränkung, hohe Scheidungsraten, zahlreiche Scheidungswaisen, Alleinerzieher, Ehen ohne Trauschein, Kommunen, Problemfamilien. Dagegen steht eine neue Besinnung auf den Stellenwert und die Aufgabe der Familie. Auch von seiten der Jugendlichen wird mehrheitlich eine Familiengründung - eventuell nach längerer Vorphase - angestrebt. Die erneute Problematisierung der Kombination von Ehe und Beruf (speziell von Frauen) wird von den Jüngeren nicht angenommen.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt vollzieht sich konjunkturell, strukturell, regional, spartenbezogen sehr unterschiedlich. Freisetzungen stehen Neueinstellungen und Bewerbermangel gegenüber. Die Kapazitäten der mittelqualifizierten Berufe werden unterschätzt und die der höherqualifizierten überschätzt. Arbeitslosigkeit erfaßt allmählich auch die Hochqualifizierten. Und den Minderqualifizierten droht der Ausschluß aus dem Arbeitsmarkt. Die Entwicklung der Einkommen und Vermögen bleibt generell günstig - jedoch in scharfem Kontrast zu den Arbeitslosen. Die Sozialhilfekosten steigen beachtlich. Der Konsumgütermarkt fließt über von Angeboten aller Arten und Preislagen, denen erst gegen Ende der Dekade eine höhere Nachfrage entspricht (Binnenkonjunktur). Die Arbeitslosigkeit - ab 1974 mit einem deutlichen Abfall und einem neuen, beachtlichen Anstieg nach 1980 und geringem, zögernden Rückgang bis 1984 - macht als allgemein beunruhigender Prozeß die Konsumenten eher zurückhaltend und preisbewußt.

[Seite 321]

Trotz Stabilität und Einfluß der Elternfamilie generell zeigen sich spezielle Erosionen: weitere Geburtenbeschränkung, hohe Scheidungsraten, zahlreiche Scheidungswaisen, Alleinerzieher, Ehen ohne Trauschein, Kommunen, Problemfamilien. Dagegen stellt sich neue Besinnung auf Stellenwert und Aufgabe der Familie. Auch vonseiten der Jugendlichen wird mehrheitlich eine Familiengründung — eventuell nach längerer Vorphase — angestrebt. Die erneute Problematisierung der Kombination von Ehe und Beruf (speziell für die Frauen — auch aufgrund der Arbeitsmarktprobleme) wird von den Jüngeren nicht angenommen. [...]

Die Entwicklung der Kapazitäten auf dem Arbeitsmarkt vollzieht sich konjunkturell, strukturell, regional, spartenbezogen sehr unterschiedlich. Freisetzungen stehen Neueinstellungen und Bewerbermangel gegenüber. Die Kapazitäten der mittelqualifizierten Berufe werden unterschätzt und die der höherqualifizierten überschätzt. Arbeitslosigkeit erfaßt allmählich auch die Hochqualifizierten. Und den Minderqualifizierten droht der Ausschluß. [...]

Die Entwicklung der Einkommen und Vermögen (und des Eigenheimerwerbs) bleibt generell günstig (günstiger als in den anderen Industrieländern) — jedoch in scharfem Kontrast zu den (in allmählich größerer Zahl langfristig) Arbeitslosen. Die Sozialhilfekosten steigen beachtlich. [...]

[Seite 322]

[...] Der Konsumgütermarkt fließt von Angeboten aller Arten und Preislagen über, denen erst gegen Ende der Dekade eine höhere Nachfrage (Binnenkonjunktur) entspricht. Die Arbeitslosigkeit ab 1974 mit einem deutlichen Abfall um 1979 und einem neuen, beachtlich höheren Anstieg nach 1980 und geringem, zögerndem Rückgang ab 1984 — macht als allgemein beunruhigender Prozeß die Konsumenten eher zurückhaltend und preisbewußt.

Anmerkungen

An dieser Stelle gänzlich ungekennzeichnete Übernahme. Dass die Fußnote auf Seite 18 von Mhe diese Übernahmen noch "abdeckt", dürfte absolut zweifelhaft sein.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[9.] Mhe/Fragment 029 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-10-30 18:21:01 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-3
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 322, Zeilen: 11-14
Analog zur Konsumentwicklung weitet sich der Freizeitmarkt stetig aus. Freizeit gerät in Konkurrenz zur Arbeit aufgrund ihrer unterschiedlichen Inhalte, Effekte und Zwänge und der Verknappung der Arbeit bzw. Verkürzung der Arbeitszeit. Zur Konsumentwicklung analog weitet sich der Freizeit„markt“ stetig aus. Freizeit gerät in Konkurrenz zur Arbeit aufgrund ihrer unterschiedlichen Inhalte, Effekte und Zwänge und der Verknappung der Arbeit bzw. Verkürzung der Arbeitszeit.
Anmerkungen

An dieser Stelle gänzlich ungekennzeichnete Übernahme.

Ob die Fußnote auf Seite 18 diese Übernahmen noch "abdeckt", dürfte absolut zweifelhaft sein.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[10.] Mhe/Fragment 029 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-12 13:29:17 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 24-29
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 323, Zeilen: 8 ff.
Eine partielle Veränderung der Werte - weg von zu starker Aufgabenbindung und Pflichtbeanspruchung und hin zu stärkerer Selbstbestimmung und befriedigenden Individualfreiheiten - vollzieht sich nicht gleichermaßen und gleichzeitig in allen Sozialschichten, sondern zunächst in der höheren Bildungsschicht, die anfänglich weniger von Schwierigkeiten betroffen ist und die vor allem andere Realitätserfahrungen macht als die werktätige Jugend. Partieller Wertewandel — weg von zu starker Aufgabenbindung und Pflichtbeanspruchung und hin zu stärkerer Selbstbestimmung und befriedigenden Individualfreiheiten — vollzieht sich nicht gleichermaßen und gleichzeitig in allen Sozialschichten, sondern zunächst in der höheren Bildungsschicht, die zuerst weniger von Schwierigkeiten betroffen war und die vor allem andere Realitätserfahrungen macht als die werktätige Jugend.
Anmerkungen

An dieser Stelle gänzlich ungekennzeichnete Übernahme. Dass die Fußnote auf Seite 18 von Mhe diese Übernahmen noch "abdeckt", dürfte absolut zweifelhaft sein.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[11.] Mhe/Fragment 030 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-06-24 11:17:45 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 1-9
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 322, Zeilen: 27-38
Die weitergeführte Bildungsexpansion verändert die soziokulturelle Struktur der Jugendbevölkerung tiefgehend. Sie eröffnet einerseits vielerlei Chancen und begegnet - im Rahmen eines neuen Realismus und einer praktikablen Selbstverwirklichung - der Bereitschaft zu schulischer und beruflicher Leistung und dem Wunsch nach konkreten, verwertbaren Bildungsresultaten. Andererseits verschärft sie Streit und Konkurrenzen sowie Frustrationen bei Einmündungen und Übergängen durch die zeitweilige Überfüllung aller Bildungsinstitutionen und verfehlte Wahlentscheidungen. Und sie trägt zu einer Polarisierung und Entmischung zwischen einfacher und höherer Bildung bei, was sich in unterschiedlichen Meinungen und Verhaltensweisen niederschlägt. Die weitergeführte Bildungsexpansion verändert die soziokulturelle Struktur der Jugendbevölkerung tiefgehend. Sie eröffnet einerseits vielerlei Chancen und begegnet — im Rahmen eines neuen Realismus und einer praktikablen Selbstverwirklichung — der Bereitschaft zu schulischer und beruflicher Leistung und dem Wunsch nach konkreten, verwertbaren Bildungsresultaten. Andererseits verschärft sie Friktionen und Konkurrenzen und Frustrationen bei Einmündungen und Übergängen durch die zeitweilige Überfüllung aller Bildungsinstitutionen und verfehlte Wahlentscheidungen. Und sie trägt bei zur Polarisierung und Entmischung zwischen einfacher und höherer Bildung, was sich in unterschiedlichen Meinungen und Verhaltensweisen niederschlägt.
Anmerkungen

An dieser Stelle gänzlich ungekennzeichnete Übernahme. Dass die Fußnote auf Seite 18 von Mhe diese Übernahmen noch "abdeckt", dürfte absolut zweifelhaft sein.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[12.] Mhe/Fragment 066 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-07 17:08:09 Schumann
Fragment, Gesichtet, Jaide 1988, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 7-11
Quelle: Jaide 1988
Seite(n): 310, 311, Zeilen: 310: letzte fünf Zeilen; 311: 1-2
Diese Jugend lebte unter bzw. zwischen Widersprüchen: Hochleistung wurde gefordert, aber Unruhe, Umtriebigkeit und Übermüdung brachten Leistungsminderung. Ein moralischer Neo-Rigorismus der ”Erneuerung” stand der Hinnahme einer Sündenbock-Hysterie und entsetzlichem Unrecht gegenüber. Unter der vielgepriesenen öffentlichen Sauberkeit, Ruhe und Ordnung existierte eine hohe, vielseitige Kriminalität. Die Jugend lebte unter bzw. zwischen Widersprüchen: Hochleistungen wurden gefordert, aber Unruhe, Umtriebigkeit und Übermüdung erbrachten Leistungsminderung. Ein moralischer Neo-Rigorismus der „Erneuerung“ gegenüber der Hinnahme einer Sündenbock-Hysterie und entsetzlichen

[Seite 311]

Unrechtes. Unter der viel gepriesenen öffentlichen Sauberkeit, Ruhe und Ordnung existierte eine hohe, vielseitige Kriminalität.

Anmerkungen

Ungekennzeichnete Wiederholung von S. 20 (dort ist die Quelle noch nach Art eines Bauernopfers ausgewiesen; siehe Fragment 020 21).

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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