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Quelle:Mhe/Oesterreich 1996

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Detlef Oesterreich
Titel    Flucht in die Sicherheit. Zur Theorie des Autoritarismus und der autoritären Reaktion
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Jahr    1996

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Mhe/Fragment 011 29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-21 12:56:27 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, Oesterreich 1996, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 29-36
Quelle: Oesterreich 1996
Seite(n): 105, 108, Zeilen: 105: 23 ff.; 108: 13 ff.
Die Theorie des Autoritarismus, die von Reich und Fromm wesentlich beeinflußt wurde, beschreibt Menschen, die zur Unterwerfung unter Autorität bereit sind. Sie versucht damit Mechanismen zu erfassen, mit deren Hilfe gesellschaftliche Herrschaft sichergestellt wird. Im Autoritätsverhältnis wird im Gegensatz zu den Herrschaftsverhältnissen, welche durch das Machtpotential der Herrschenden definiert sind, ein Bedürfnis der Beherrschten an zentraler Stelle mitgedacht. Mit dem Autoritätsbegriff wird die Beziehung zwischen Herrschenden und Beherrschten thematisiert. Ein zweiter Grund ist im gesellschaftskritischen Potential der Autoritarismustheorie zu sehen. Sie beschreibt Menschen, die zur Unterwerfung unter Autorität bereit sind. Damit versucht sie, einen der Mechanismen zu erfassen, mit Hilfe dessen gesellschaftliche Herrschaft sichergestellt wird.

[Seite 108]

Sie [= die Herrschaftsverhältnisse] sind allein durch das Machtpotential der Herrschenden definiert. Im Autoritätsverhältnis ist dagegen an zentraler Stelle ein Bedürfnis der Beherrschten mitzudenken. Die Beherrschten benötigen etwas, was ihnen Autoritäten zu geben in der Lage sind. Der Autoritätsbegriff thematisiert also die Beziehung zwischen Herrschenden und Beherrschten.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Mhe/Fragment 033 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-28 12:30:40 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Mhe, Oesterreich 1996, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 11-13, 16-23
Quelle: Oesterreich 1996
Seite(n): 28, Zeilen: 19 ff.
Die in dieser Zeit entstandenen theoretischen Ansätze zum Verständnis von Autorität favorisierten einen sozialisationstheoretischen Ansatz. Dabei gehen diese Arbeiten von einem für diese Haltung typischen Persönlichkeitsbild aus. [...] Reich und Fromm waren beide marxistisch orientierte Psychoanalytiker. Sie versuchten in ihren Ansätzen eine Verknüpfung von Marxismus und Psychoanalyse, indem sie der Psychoanalyse von Freud eine sozioökonomische Grundlage gaben. Der Ausgangspunkt ihrer Ansätze findet sich einerseits in der Marxschen These, daß die Ideologie der herrschenden Klasse immer die herrschende Ideologie gewesen sei und andererseits in der psychoanalytischen These, daß Beschränkung und Unterdrückung im Sozialisationsprozeß zur Orientierung an Autoritäten führt. (vgl. Österreich, 1996) Reich und Fromm, beide marxistisch orientierte Psychoanalytiker, versuchten eine Verknüpfung von Marxismus und Psychoanalyse, indem sie der spezifisch psychologischen Argumentation Freuds eine sozioökonomische Grundlage unterlegen. Ausgangspunkt beider Theorien einer autoritären Persönlichkeit sind zum einen die Marxsche These, daß die Gedanken der herrschenden Klasse immer die herrschenden Gedanken seien, und zum anderen die psychoanalytische These, daß Restriktion und Unterdrückung im Sozialisationsprozeß zur Orientierung an Autoritäten führten.

Die entscheidende Veränderung bei den Anfang der dreißiger Jahre entstandenen Theorien gegenüber älteren Ansätzen zum Verständnis der Funktionsweise von Autorität ist jedoch, daß sie einen sozialisationstheoretischen Ansatz favorisieren. Während die älteren Arbeiten psychologische Mechanismen der Autoritätsunterwerfung beschreiben, gehen die neueren Arbeiten von einem für diese Haltung typischen Persönlichkeitsbild aus.

Anmerkungen

Wie ist das zu bewerten? Am Ende steht unspezifisch "(vgl. Österreich, 1996)", doch der Vergleich, zu dem aufgefordert wird, ergibt nur, dass Inhalt und Struktur (und tlw. auch der Wortlaut) der Passage mit einer anderen Passage in der Quelle übereinstimmen.

kW, weil dieser Abschnitt zur Ideengeschichte vermutlich als fachliches Allgemeinwissen gelten kann.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[3.] Mhe/Fragment 034 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-10-30 18:22:53 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, Oesterreich 1996, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1-3, 15-21
Quelle: Oesterreich 1996
Seite(n): 31, 64, Zeilen: 31: 7 ff.; 64: 6 ff.
Er [Reich] geht davon aus, daß die bestehende Ordnung die psychischen Strukturen sämtlicher Gesellschaftsmitglieder formt und somit auch in den Menschen reproduziert wird, um sich so in ihnen affektiv zu verankern.

[...] „[...] Die charakterliche Struktur ist erstarrter soziologischer Prozeß einer bestimmten Epoche.“ (Reich 1971, S.18).

[...]

Die Sozialisation in der kleinbürgerlichen Familie, nach Reich das Spiegelbild gesellschaftlicher Autoritätsverhältnisse, unterdrückt die Bedürfnisse des Kindes und erzeugt somit ängstliche Menschen, die sich in Unterordnung und Anpassung flüchten. Im Zentrum des autoritären Verhaltens steht die Unterwerfungsbereitschaft. Sie ist als Produkt des Sozialisationsprozesses in jedem Individuum mehr oder weniger vorhanden, je nach Art der Sozialisation. Für Reich ist diese Unterwerfungsbereitschaft ein allgemein menschliches Bedürfnis.

[Seite 64]

Er [Reich] geht davon aus, ".. daß bestimmten gesellschaftlichen Ordnungen bestimmte durchschnittliche Strukturen der Menschen zugeordnet sind, oder anders ausgedrückt, daß jede Gesellschaftsordnung sich diejenigen Charaktere schafft, die sie zu ihrem Bestände benötigt" (Reich 1933b, 12). Oder: "Indem aber diese Ordnung die psychischen Strukturen sämtlicher Gesellschaftsmitglieder zu formen beginnt, reproduziert sie sich in den Menschen. " (Reich 1933b, 13) Und schließlich: "Die charakterliche Struktur ist erstarrter soziologischer Prozeß einer bestimmten Epoche. " (Reich 1933b, 16)

[Seite 31]

Die Sozialisation in der kleinbürgerlichen Familie, die nach Reich ein Spiegelbild gesellschaftlicher Autoritätsverhältnisse ist, unterdrückt die Bedürfnisse des Kindes massiv und erzeugt dadurch ängstliche Menschen, die sich zur Abwehr dieser Angst in Anpassung und Unterordnung flüchten. Das Vorhandensein eines starken Führers erleichtert diesen Unterordnungsprozeß sicherlich, im Zentrum des autoritären Verhaltens steht jedoch die Unterwerfungsbereitschaft. Diese ist als Produkt des Sozialisationsprozesses in jedem Individuum vorhanden, allerdings je nach Art des Sozialisationsprozesses mehr oder minder stark ausgeprägt. Unterwerfungsbereitschaft entsteht von daher nicht nur in einer Massensituation, sondern sie ist ein allgemeines menschliches Bedürfnis.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Zu Beginn des Fragments wird auch eine Aussage vereinnahmt, die bei Oesterreich noch klar als wörtliches Zitat aus Reich (1933) ausgewiesen ist.

Im darauf folgenden Absatz findet sich auch ein ausgewiesenes wörtliches Reich-Zitat (das hier bei der Zeilenzählung unberücksichtigt bleibt), das in der Quelle direkt an die obigen Ausführungen anschließt. Die Änderung von Jahr und Seitenzahl nährt die Hoffnung, dass hier kein Blindzitat vorliegt, sondern das Zitat in einer anderen Ausgabe (1971) noch einmal nachgeschlagen wurde. (Zu dieser Vermutung passt auch der – in der Arbeit sehr seltene – Umstand, dass der Inhalt wortlautkorrekt übernommen wurde.)

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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