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Quelle:Mhe/Pawlowsky 1985

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Peter Pawlowsky
Titel    Arbeitsorientierungen zwischen neuen Ansprüchen und alten Strukturen
Sammlung    Gewandelte Werte - Erstarrte Strukturen. Wie die Bürger Wirtschaft und Arbeit erleben
Herausgeber    Michael von Klipstein / Burkhard Strümpel
Ort    Bonn
Verlag    Verlag Neue Gesellschaft
Jahr    1985
Seiten    155-178
Anmerkung    Im Literaturverzeichnis mit Falschschreibung "Pawloswsky"

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Mhe/Fragment 055 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-06-24 11:31:26 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mhe, Pawlowsky 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 24-34
Quelle: Pawlowsky 1985
Seite(n): 159 f., Zeilen: 159: 7 ff.; 160: 1 ff.
Eine Möglichkeit wäre, sich an den Gruppenprofilen, wie sie von Peter Pawlowsky (1985) analysiert wurden, zu orientieren. In seinem Artikel "Arbeitsorientierungen zwischen neuen Ansprüchen und alten Strukturen" stellt er fest, daß das Verhältnis zur Berufsarbeit seit Mitte der sechziger Jahre distanzierter geworden ist. Es gibt einen signifikanten Anstieg der Unzufriedenheit mit der Arbeit, zunehmende Freizeitpräferenzen und eine häufigere Bewertung der Arbeit als notwendiges Übel zwischen Mitte der sechziger und Ende der siebziger Jahre.

Diese Distanzierung von der Berufsarbeit hat am stärksten bei den Arbeitern stattgefunden.

Seit Mitte der sechziger Jahre findet sich parallel zu diesem Trend ein Wandel der Lebenswerte und Erziehungsprinzipien in der BRD.

Obwohl eine Einstellungsänderung zur Arbeit auf der Grundlage dieser Daten nicht vollständig konkretisierbar ist, weil hierzu den Zeitreihenitems der Meinungsumfragen die methodologische Grundlage fehlt, kann dennoch im Sinne gleichgerichteter Antworttrends gesagt werden, daß seit Mitte der sechziger Jahre das Verhältnis zur Berufsarbeit distanzierter geworden ist (Abbildung 1). Die Entwicklung der Indikatoren zeigt einen signifikanten Anstieg der Unzufriedenheit mit der Arbeit, zunehmende Freizeitpräferenzen und eine häufigere Bewertung der Arbeit als „notwendiges Übel“ zwischen Mitte der 60er Jahre und Ende der 70er Jahre. [...] Ein Blick auf die Untergliederung dieser Trends nach Berufsgruppen läßt erkennen, daß diese Distanzierung von der Berufsarbeit am stärksten bei Arbeitern

[Seite 160]

stattgefunden hat (Abbildung 2). [...]

[...]

Seit Mitte der sechziger Jahre ist parallel zu diesem Trend ein Wandel der Lebenswerte und Erziehungsprinzipien in der Bundesrepublik zu verzeichnen (Abbildung A 1).

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt; die Nähe der Übernahme zu deren Wortlaut wird nicht ersichtlich.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Mhe/Fragment 056 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-06-24 19:18:05 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mhe, Pawlowsky 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 56, Zeilen: (1-4)5-31, 101-103
Quelle: Pawlowsky 1985
Seite(n): 160, 165, 167, 170, 172, Zeilen: 160: 9 ff.; 165: 12 ff.; 167: 14 ff.; 170: 5 ff.; 172: 33 ff.
"Vereinfacht ausgedrückt, ist dieser Wandel zum einen durch eine Bedeutungszunahme von kommunikativen Leitlinien wie Toleranz und Menschenkenntnis sowie von Selbstbestimmung und Lebensgenuß gekennzeichnet, zum anderen durch einen Bedeutungsverlust von Leistungsorientierung und autoritätsbetonten Prinzipien der Anpassung und Unterordnung." (Pawlowsky, 1985 S.160).

Die Erwerbsarbeit ist generell nicht schlechter geworden, aber die Freizeit ist besser geworden. Der Werte - und Anspruchswandel konnte sich nach Feierabend, am Wochenende und im Urlaub für die Menschen besser verwirklichen als in den starren Strukturen der Arbeitswelt. Dadurch hat relativ zur Freizeit die Erwerbsarbeit an Attraktivität verloren und wird heute belastender und entfremdeter empfunden als noch Anfang der siebziger Jahre. Dabei hat die Wichtigkeit von hohem Einkommen und guten Verdienstmöglichkeiten im Zeitverlauf abgenommen. Die demoskopischen Trends sprechen dagegen eher für eine Bedeutungszunahme arbeitsinhaltlicher und kommunikativer Ansprüche.

In seinen Untersuchungen in bezug auf die Arbeitsorientierungen9 (Pawlowsky 1985) haben sich folgende idealtypische Gruppenprofile herauskristallisiert:

an- und ungelernte Arbeiter

Sie betrachten die Arbeit als reine Lebensnotwendigkeit und als Geschäft nach dem Motto: Je schlechter ich bezahlt werde, desto weniger tue ich auch. Seine Arbeitszufriedenheit ist weit unterdurchschnittlich, es gibt eine geringe Verbundenheit mit der Arbeit und der Firma. Seine Einstellung zur Leistung in der Erwerbsarbeit wird überwiegend durch die Anschauung geprägt, sich nicht über das Notwendigste hinaus anzustrengen. Seine Interessenschwerpunkte liegen eindeutig außerhalb der Erwerbsarbeit. Ursache für die Arbeitsunzufriedenheit ist der empfundene Mangel an Mitbestimmung, man wünscht sich weniger Hetze und Streß, eine größere Sicherheit des Arbeitsplatzes und es wird beklagt, bei der Arbeit als Person nicht genügend anerkannt zu werden.

Facharbeiter

Auch für ihn ist die Arbeit vorwiegend Lebensnotwendigkeit. Er ist mit der Arbeit nur eingeschränkt zufrieden und entscheidet sich, zwischen Arbeit und Freizeit vor die Wahl gestellt, eher als Berufstätige generell für die Stunden außerhalb der Arbeit. Die Arbeits- und Firmenverbundenheit ist enger als bei den Un- und Angelernten. Er macht aber auch [nur das, was von ihm verlangt wird.]


9 Der Begriff Arbeitsorientierungen umfaßt einen Ausschnitt derjenigen Bewußtseinsinhalte, welche die arbeitsbezogenen Normen und Werte von Individuen und Gruppen widerspiegeln. Dabei handelt es sich um auf die Erwerbsarbeit bezogene Bewertungen und Haltungen.

[Seite 160]

Vereinfacht ausgedrückt, ist dieser Wandel zum einen durch eine Bedeutungszunahme von kommunikativen Leitlinien wie Toleranz und Menschenkenntnis, sowie von Selbstbestimmung und Lebensgenuß gekennzeichnet, zum anderen durch einen Bedeutungsverlust von Leistungsorientierung und autoritätsbetonten Prinzipien der Anpassung und Unterordnung.

Die Erwerbsarbeit ist zwar generell nicht schlechter geworden, aber die Freizeit ist besser geworden, der Werte- und Anspruchswandel konnte sich nach Feierabend, am Wochenende und im Urlaub für die Menschen bisher besser verwirklichen als in den starreren Strukturen der Arbeitswelt. Dadurch hat relativ zur Freizeit die Erwerbsarbeit an Attraktivität verloren, und wird heute belastender und entfremdeter empfunden als noch Anfang der siebziger Jahre.

[Seite 165]

Wir können abschließend zur Zeitreihenbetrachtung der Arbeitshaltungen festhalten, daß die eingangs erwähnte These einer Zunahme der instrumentellen Arbeitsorientierungen nicht bestätigt werden kann - die Wichtigkeit von hohem Einkommen und guten Verdienstmöglichkeiten hat im Zeitverlauf abgenommen. Die demoskopischen Trends sprechen dagegen eher für eine Bedeutungszunahme arbeitsinhaltlicher und kommunikativer Ansprüche, und dies unterstützt die Postmaterialismus-These.

[Seite 170]

Der idealtypische an- und ungelernte Arbeiter betrachtet weitaus häufiger als Angehörige anderer Berufsgruppen die Arbeit als reine Lebensnotwendigkeit und als Geschäft nach dem Motto: Je schlechter ich bezahlt werde, desto weniger tue ich. Seine Arbeitszufriedenheit ist weit unterdurchschnittlich, und er zeigt eine geringe Verbundenheit mit der Arbeit und der Firma. Seine Einstellung zur Leistung in der Erwerbsarbeit ist überwiegend durch die Anschauung geprägt, sich nicht über das Notwendigste hinaus anzustrengen, während seine Interessenschwerpunkte eindeutig außerhalb der Erwerbsarbeit liegen. Der Facharbeiter sieht die Arbeit vorwiegend als Lebensnotwendigkeit. Auch er ist mit seiner Arbeit nur eingeschränkt zufrieden und entscheidet sich, zwischen Arbeit und Freizeit vor die Wahl gestellt, eher als Beruftstätige generell für die Stunden außerhalb der Arbeit. Während die Arbeits- und Firmenverbundenheit bei Facharbeitern enger ist als die bei an- und ungelernten Arbeitern, ist auch beim Facharbeiter die idealtypische Haltung, nur das zu tun, was verlangt wird.

[Seite 172]

Während bei Facharbeitern materielle Aspekte wie Einkommen, geregelter Aufstieg und Sicherheit vor Entlassung im Vordergrund stehen, zeigt sich bei an- und ungelernten Arbeitern vor allem anderen der empfundene Mangel an Mitbestimmung, daneben arbeitsinhaltliche Klagen wie die Forderung nach weniger Hetze und Streß sowie das Bedürfnis nach größerer Sicherheit des Arbeitsplatzes und die Klage, bei der Arbeit als Person nicht genügend anerkannt zu werden.

[Seite 167]

Wir verstehen unter „Arbeitsorientierung“ einen Ausschnitt derjenigen Bewußtseinsinhalte, die arbeitsbezogene Normen und Werte von Individuen und Gruppen widerspiegeln. Wenn wir hier von Arbeitsorientierungen sprechen, meinen wir auf die Erwerbsarbeit bezogene Bewertungen und Haltungen.

Anmerkungen

Hier wechseln sich ausgewiesen wörtliche und nicht ausgewiesen wörtliche Zitate ab.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Mhe/Fragment 057 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-06-24 11:42:32 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Mhe, Pawlowsky 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 1-18
Quelle: Pawlowsky 1985
Seite(n): 170, 172, Zeilen: 170: 19 ff.; 172: 33 ff.
Hier stehen vor allem materielle Aspekte wie Einkommen, geregelter Aufstieg und Sicherheit vor Entlassung im Vordergrund.

nichtleitende Angestellte und Beamte

Jeder vierte von ihnen gibt Selbstverwirklichung als Motiv der Beschäftigung an. Freizeitorientierung steht hier ähnlich wie bei den Facharbeitern im Vordergrund. Auch sie sind mit der Arbeit nur teilweise zufrieden und noch weniger als die Facharbeiter bereit, sich über das notwendige Maß hinaus einzusetzen. Diese Gruppe entspricht in Hinblick auf die Arbeitszufriedenheit, die Arbeit-Freizeitpräsenz und die Leistungsbereitschaft weitestgehend dem Profil der Arbeiter. Sie wünschen sich mehr Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitszeit, höhere Einkommen und gerechtere Aufstiegschancen.

leitende Angestellte und Beamte

Hier ist Leistungsbereitschaft wesentlich ausgeprägter, die Verbundenheit mit der Arbeit und der Firma enger, der Stellenwert der Arbeit im Leben und vor allem die Arbeitszufriedenheit höher als beim durchschnittlichen Arbeitnehmer. Viele arbeiten mit dem Ziel, sich als Persönlichkeit zu verwirklichen. Von den leitenden Angestellten und unter den Selbständigen werden vor allem Klagen über den Umfang der Arbeitszeit und zuviel Streß geäußert.

[Seite 172]

Während bei Facharbeitern materielle Aspekte wie Einkommen, geregelter Aufstieg und Sicherheit vor Entlassung im Vordergrund stehen, zeigt sich bei an- und ungelernten Arbeitern vor allem anderen der empfundene Mangel an Mitbestimmung, daneben arbeitsinhaltliche Klagen wie die Forderung nach weniger Hetze und Streß sowie das Bedürfnis nach größerer Sicherheit des Arbeitsplatzes und die Klage, bei der Arbeit als Person nicht genügend anerkannt zu werden. Nichtleitende Angestellte und Beamte wünschen sich insbesondere mehr Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitszeit, höheres Einkommen und gerechtere Aufstiegschancen. Demgegenüber werden in leitenden Positionen und unter Selbständigen vor allem Klagen über den Umfang der Arbeitszeit und zuviel Streß geäußert.

[Seite 170]

Bei nichtleitenden Angestellten und Beamten haben wir es mit einer Berufsgruppe zu tun, bei der bereits jeder vierte Selbstverwirklichung als Motiv der Beschäftigung angibt. In ihrer Grundhaltung zur Arbeit ähneln die nichtleitenden Angestellten/Beamten den Facharbeitern: Die Freizeitorientierung steht im Vordergrund. Der typische nichtleitende Angestellte oder Beamte ist mit seiner Arbeit nur teilweise zufrieden und weniger noch als der Facharbeiter bereit, sich über das Notwendige hinaus einzusetzen. Vergleicht man die nichtleitenden Angestellten/Beamten in ihrer Haltung zur Arbeit mit Arbeitern einerseits und leitenden Angestellten/Beamten andererseits, so wird deutlich, daß diese Gruppe im Hinblick auf die Arbeitszufriedenheit, die Arbeit-Freizeitpräferenz und die Leistungsbereitschaft weitgehendst dem Profil der Arbeiter entspricht und das eine deutliche Distanz zur Haltung der leitenden Angestellten/Beamten besteht.

Bei den leitenden Angestellten und Beamten ist nicht nur die Leistungsbereitschaft wesentlich ausgeprägter, die Verbundenheit mit der Arbeit und der Firma enger, sondern auch der Stellenwert der Arbeit im Leben und vor allem die Arbeitszufriedenheit höher als beim durchschnittlichen Arbeitnehmer. Ein rein instrumenteiles Verhältnis zur Arbeit existiert kaum bei leitenden Angestellten und Beamten, viele arbeiten dagegen mit dem Ziel, sich als Person zu verwirklichen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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