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Quelle:Mhe/Wolf 1995

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Christof Wolf
Titel    Sozio-ökonomischer Status und berufliches Prestige
Zeitschrift    ZUMA-Nachrichten
Ausgabe    19
Datum    19. November 1995
Seiten    102-136
URL    http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/20892/ssoar-zuma-1995-37-wolf-sozio-okonomischer_status_und_berufliches_prestige.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Mhe/Fragment 109 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-18 13:14:11 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wolf 1995

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Dimpfelmoser
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 24-30
Quelle: Wolf 1995
Seite(n): 104, 105, Zeilen: 104: 27-33; 105:1-7
Bei der Ermittlung von Skalen für die Messung des sozio-ökonomischen Status wird unterschieden nach Skalen auf der Basis beruflicher Tätigkeit und auf der Basis der beruflichen Stellung26. Eine der bekanntesten Skalen, die ISCO Skala (International Standard Classification of Occupations), wurde unter der Schirmherrschaft des Internationalen Arbeitsamtes (International Labour Organisation: ILO) von einer multinational zusammengesetzten Expertenkommission entwickelt. Es werden 283 Berufsgattungen unterschieden. Eine Berufsgattung nach ISCO „ist eine [Gruppe von Berufstätigkeiten, die untereinander durch die Ähnlichkeit der Merkmale der zu ihnen gehörenden Arbeitsverrichtungen verwandt sind“ (Wolf 1995, S.105).]

26 Eine Übersicht über Skalen auf der Basis von beruflicher Tätigkeit und beruflicher Stellung gibt der Artikel von Christof Wolf in den ZUMA-Nachrichten Heft 37 unter dem Titel „Sozio-ökonomischer Status und berufliches Prestige“.

2.1 Skalen auf der Basis beruflicher Tätigkeiten

Die Erfassung beruflicher Tätigkeiten kann unter Verwendung verschiedener Klassifikationen erfolgen. Soll sie dazu dienen, irgendeine Form des sozialen Status zu erfassen, eignet sich zur Zeit immer noch die 'Internationale Klassifikation der Berufe' (International Standard Classification of Occupations: ISCO) in der Fassung von 1968 am besten. Diese Klassifikation wurde unter der Schirmherrschaft des Internationalen Arbeitsamtes (International Labour Organisation: ILO) von einer multinational zusammengesetzten

[Seite 105]

Expertenkommission entwickelt. Die Klassifikation von 1968 ist zwar in der Zwischen- zeit durch ISCO-88 (ILO 1990) ersetzt worden, die hier vorgestellten Skalen basieren allerdings alle auf der älteren Version (StaBu 1971; vergleiche auch ILO 1986). ISCO-68 führtin seiner 5-stelligen Version über 1.500 verschiedene Berufe auf (ILO 1986: 5).6)Im Rahmen der hier vorgestellten Skalen wird jedoch nur auf die ersten drei Stellen dieser Klassifikation zurückgegriffen, durch welche 283 Berufsgattungen unterschieden werden (vergleiche Tabelle A1 im Anhang).7) "Eine Berufsgattung in der ISCO ist eine Gruppe von Berufstätigkeiten, die untereinander durch die Ähnlichkeit der Merkmale der zu ihnen gehörenden Arbeitsverrichtungen verwandt sind." (StaBu 197 1 : 10)


6) [...]

7) [...]

Anmerkungen

Die Quelle ist in der Fußnote genannt, Art um Umfang der Übernahmen bleiben allerdings unklar.

Das Wolf zugeschriebene wörtliche Zitat ist bei Wolf als wörtliches Zitat aus StaBu 1971 ausgewiesen.

Sichter
(Dimpfelmoser), SleepyHollow02

[2.] Mhe/Fragment 110 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-10-30 18:38:07 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wolf 1995

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Dimpfelmoser
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 7-23(24-25)26(26-27)28-32, 101-104(-111: 101-102)
Quelle: Wolf 1995
Seite(n): 106-108, Zeilen: 106: 6-11, 107: 1-9, 108: 14-30, 2-5, 11-15, 21-23
Sie verwenden als Ordnungskriterium für die Ordnung von Berufen das soziale Ansehen bzw. die mit dem Beruf verknüpfte Ehre. Bei Treimann erfolgt die Zahl und Art der jeweils bewerteten Berufe sowie die Erfassung der Bewertung beispielsweise als Rangreihe oder durch Mittelwertbildung. Wegner verwendet ein aufwendiges Größenschätzungsverfahren, das der Psychophysik (magnitude-scaling) entstammt. Ausgangspunkt bei ihm waren die Angaben von 4015 Personen hinsichtlich des gesellschaftlichen Ansehens 50 verschiedener Berufe. Der erste Schritt seiner Skalenkonstruktion bestand in der Bestimmung der Prestigewerte der 50 vorgegebenen Berufe auf der Basis der Magnitude-Skalierung. Die Werte der anderen Berufsgruppen bestimmte er unter Rückgriff auf die Berufsprestigeskala von Treiman (1977,1979) und Sørensens (1977, 1979) Statuserwerbsskala.

Eine andere, die ISEI-Skala (Internationale Skala des sozio-ökonomischen Status) mißt nicht das Prestige, sondern den sozio-ökonomischen Status der beruflichen Tätigkeit. Ausgangspunkt für die von Ganzeboom, de Graaf, Treiman und de Leeuw (1992) entwickelte Skala ist die Überlegung, daß jede berufliche Tätigkeit einen bestimmten Bildungsgrad erfordert und durch eine bestimmte Höhe des Arbeitseinkommens entlohnt wird. Sozio-ökonomischen Status definieren sie

„as the intervening variable between education on income that maximizes the indirect effect of education on income and minimizes the direct effect“ (zit. nach Wolf 1995, S.107).

Mit einem iterativen „optimal scaling“ Verfahren werden „die Berufsgruppen der ISCO-Klassifikation so skaliert, daß sie die erwähnten Bedingungen erfüllen“ (Wolf 1995, S.107).

Verfahren zur Bestimmung des sozio-ökonomischen Status auf der Basis der beruflichen Stellung finden sich bei Heinrich Tegtmeyer (1976a und 1976b) und Johann Handl (1977). Als Datengrundlage für ihre Skalenkonstruktion verwenden die Genannten die Mikrozensus-Zusatzerhebung von 1971, in der die grobe Klassifikation der „Stellung im Beruf“27 verfeinert28 abgefragt wurde.


27 Bei der groben Klassifikation wird unterschieden nach Landwirte, freie Berufe, Selbständige, mithelfende Familienangehörige, Beamte, Angestellte und Arbeiter.

28 Die feinere Klassifikation unterscheidet bei den Landwirten, den Angehörigen freier Berufe und den Selbständigen nach der Betriebsgröße bzw. nach der Zahl der Beschäftigten, bei den Beamten nach dem [Laufbahntypus, bei den Angestellten nach dem Autonimiegrad ihrer Tätigkeit und bei den Arbeitern nach dem Grad der Ausbildung.]

Gemeinsam ist diesen Studien, daß sie Informationen über die Ordnung von Berufen enthalten und daß als Ordnungskriterium meist das soziale Ansehen bzw. die mit dem Beruf verknüpfte Ehre verwendet wurde. Die Zahl und Art der jeweils bewerteten Berufe sowie die Erfassung der Bewertungen - z.B. als Rangreihe oder durch Mittelwertbildung - variiert allerdings von Studie zu Studie.

[Seite 107]

[Aus-]gangspunkt der Skalierung waren die Angaben von 4015 Personen hinsichtlich des gesellschaftlichen Ansehens 50 verschiedener Berufe.11) Es scheint, daß als Antwortstimuli einerseits kategoriale Antwortskalen, andererseits Verfahren der Magnitude-Skalierung verwendet wurden (Wegener 1988: 230); genau konnte ich dies anhand der Publikation von 1988 allerdings nicht erschließen. Der erste Schritt der Skalenkonstruktion bestand in der Bestimmung der Prestigewerte der 50 vorgegebenen Berufe auf der Basis der Magnitude-Skalierung durch die Befragten. Die MPS-Werte der anderen Berufsgruppen bestimmte Wegener (1988: 236ff.) unter Rückgriff auf Treimans Prestige- und Sorensens (1977, 1979) Statuserwerbsskala 12) [...]

[...]

Ein weiteres international vergleichbares Meßinstrument ist der kürzlich von Ganzeboom, De Graaf, Treiman und de Leeuw (1 992) vorgestellte 'standardisierte internationale sozio-ökonomische Index des beruflichen Status' (standard International Socio-Economic Index of occupational status), kurz ISEI. Diese Skala mißt also nicht das Prestige, sondern den sozio-ökonomischen Status der beruflichen Tätigkeiten. [...] Die Autoren gehen von der Überlegung aus, daß jede berufliche Tätigkeit einen bestimmten Bildungsgrad erfordert und durch eine bestimmte Höhe des Arbeitseinkommens belohnt wird. Folglich definieren sie den sozio-ökonomischen Status "as the intervening variable between education and income that maximizes the indirect effect of education on income and minimizes the direct effect" (Ganzeboom et al. 1992: lOf., Herv. im Orig.). Technisch erfolgte die Erstellung von ISEI, indem in einem iterativen 'optimal scaling' Verfahren die Berufsgruppen der ISCO-Klassifikation so skaliert wurden, daß sie die erwähnten Bedingungen erfüllten. 13)

[Seite 108]

Bei der groben Klassifikation wird zwischen den sozialrechtlichen Kategorien Landwirte, freie Berufe, Selbständige, mithelfende Familienangehörige, Beamte, Angestellte und Arbeiter unterschieden. [...] Die hier verwendete feine Klassifikation unterscheidet bei den Landwirten, den Angehörigen freier Berufe und den Selbständigen nach der Betriebsgröße bzw. nach der Zahl der Beschäftigten, bei den Beamten nach dem Laufbahntypus, bei den Angestellten nach dem Autonomiegrad ihrer Tätigkeit und bei den Arbeitern nach dem Grad ihrer Ausbildung. [...]

Verfahren zur Bestimmung des sozio-ökonomischen Status bzw. des Berufsprestiges auf Basis der beruflichen Stellung finden sich in Deutschland bei Heinrich Tegtmeyer (1976a,b), Johann Handl (1977) sowie bei Karl Ulrich Mayer (1977).

Anmerkungen

Dass der in Fn. 26 auf der Vorseite getätigte allgemeine Verweis auf Wolf (1995) die kollageartige Übernahme rechtfertigt, ist fraglich.

Sichter
(Dimpfelmoser), SleepyHollow02

[3.] Mhe/Fragment 111 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-10-30 18:38:57 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wolf 1995

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Dimpfelmoser
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 3-7, 10-12, 17-25, 101-105
Quelle: Wolf 1995
Seite(n): 108-110, Zeilen: 108: 34-36; 109: 3-5; 13-35; 110: 15-29
Bei der TSES-Skala ist seine Grundüberlegung, nach dem er die Beziehung zwischen den Merkmalen Geschlecht, Alter, Einkommen, Schulabschluß und Stellung im Beruf betrachtet hat, daß jede berufliche Stellung durch das mit ihr verbundene Qualifikations- und Vergütungsmerkmal gekennzeichnet ist. Sozialprestige ist für Tegtmeyer die subjektive Wahrnehmung sozialer Schichtung. Daher verwendet er für seine (TBP) Skalenkonstruktion

„keine Urteile über das soziale Ansehen einzelner Berufe, sondern das Urteil über die subjektive Einschätzung der intergenerationalen beruflichen Mobilität“ (Wolf 1995, S.109).

Für die Erstellung der Skala verwendet er drei Indikatoren29. Als Ausgangspunkt für die Skalenbildung nimmt Tegtmeyer eine Kreuztabelle zwischen der eigenen beruflichen Stellung und der des Vaters. „Dabei betrachtet Tegtmeyer einerseits die durchschnittlichen Einschätzungen der eigenen Position im Vergleich zu der des Vaters, andererseits die Differenz zwischen dem Prozentsatz von Personen in jeder Zelle, der die eigene Stellung im Vergleich zur Stellung des Vaters höher einschätzt und dem Prozentsatz von Personen, der die eigene Stellung niedriger einschätzt“ (Wolf 1995, S.109).

Bei Handls Skala (HSES) wird das Merkmal der beruflichen Stellung erweitert. So berücksichtigt er die Bildung und den Wirtschaftszweig, um die Angehörigen freier Berufe von den Selbständigen zu trennen. Weiterhin differenziert er die Angestellten nach solchen im öffentlichen Dienst beschäftigten und solchen in der Privatwirtschaft. Arbeiter unterscheidet er nach Branchen. Es entstehen 34 Kategorien. Zur Konstruktion verwendet er die von Guttman verwendete Methode der kanonischen Skalierung. Diese setzt lediglich nominalskalierte Merkmale voraus. Jede einzelne Kategorie all jener Variablen, die bei einem bestimmten Skalierungslauf berücksichtigt werden, wird so gewichtet, daß die Korrelation zwischen den gewichteten Variablen maximiert wird.


29 1. Sind sie gegenwärtig erwerbstätig? War Ihr Vater erwerbstätig als Sie 15 Jahre alt waren? Wenn Sie ihre heutige berufliche Stellung mit der Ihres Vaters vergleichen, wie schätzen Sie sich ein? Niedriger, ungefähr gleich, etwas höher, viel höher.

Für diese Teilstichprobe betrachtet Tegtmeyer zunächst die Beziehungen zwischen den Merkmalen Geschlecht, Alter, Einkommen, Schulabschluß und Stellung im Beruf.17)

[Seite 109]

[...] "Dieser Konzeption entsprechend wird jede berufliche Stellung durch das mit ihr verbundene Qualifikations- und Gratifikationsniveau ... gekennzeichnet."18) (Tegtmeyer 1976a: 58)

[...]

TEGTMEYERS SKALA DES BERUFSPRESTIGES

(TBP) Tegtmeyer (1976b: 71) versteht unter Sozialprestige den subjektiv wahrgenommenen Ausdruck der sozialen Schichtung. Demzufolge verwendet er bei seiner Skalenkonstruktion im Gegensatz zu Treiman und Wegener keine Urteile über das soziale Ansehen einzelner Berufe, sondern Urteile über die subjektive Einschätzung der intergenerationalen beruflichen Mobilität. [...] Bei diesen Indikatoren handelt es sich um folgende Fragen (Tegtmeyer 1976b: 76): 1) Sind Sie gegenwärtig erwerbstätig (StiB, 22 Kategorien)?; 2) War Ihr Vater erwerbstätig, als Sie 15 Jahre alt waren (StiB, wie I)?; 3) Wenn Sie Ihre heutige berufliche Stellung mit der Ihres Vaters vergleichen, wie schätzen Sie sich ein? (0) niedriger, (1) ungefähr gleich, (2) etwas höher, (3) viel höher? Ausgangspunkt der Skalenkonstruktion bildet nun die Kreuztabellierung der eigenen beruflichen Stellung mit derjenigen des Vaters. Dabei betrachtet Tegtmeyer einerseits die durchschnittlichen Einschätzungen der eigenen Position im Vergleich zu der des Vaters, andererseits die Differenz zwischen dem Prozentsatz von Personen in jeder Zelle, der die eigene Stellung im Vergleich zur Stellung des Vaters höher einschätzt und dem Prozentsatz von Personen, der die eigene Stellung niedriger einschätzt (vgl. Tegtmeyer 1976b: 92/93).

[Seite 110]

Das zentrale Merkmal der beruflichen Stellung wird von Handl allerdings gegenüber der ursprünglichen Version, die auch Tegtmeyers Skalen zugrunde liegt, erweitert. Zum einen versucht er, unter Berücksichtigung der Bildung und des Wirtschaftszweiges, die Angehörigen freier Berufe von den anderen Selbständigen zu trennen. Darüber hinaus findet eine Differenzierung der Angestellten nach solchen im öffentlichen Dienst und solchen in der Privatwirtschaft sowie eine Unterscheidung der Arbeiter nach verschiedenen Branchen statt. [...]

Zur Konstruktion der Skala verwendet Handl die von Guttman entwickelte Methode der kanonischen Skalierung (multivariate analysis of contingencies), da diese lediglich nominalskalierte Merkmale voraussetzt. Ähnlich wie die modernen Verfahren zur Homogenitätsanalyse (Gifi 1990), wird "jede einzelne Kategorie all jener Variablen, die bei einem bestimmten Skalierungslauf berücksichtigt werden, so gewichtet, daß die Korrelation zwischen den gewichteten Variablen maximiert wird" (Handl 1977: 105).

Anmerkungen

Dass der in Fn. 26 auf Seite 109 getätigte allgemeine Verweis auf Wolf (1995) die kollageartige Übernahme rechtfertigt, ist fraglich.

Der letzte Satz des Fragments ist in der Quelle noch als wörtliches Zitat aus Handl ausgewiesen, bei Mhe fällt diese Kennzeichnung weg.

Sichter
(Dimpfelmoser), SleepyHollow02

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