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Quelle:Mkl/Dauderstädt 2002

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Michael Dauderstädt
Titel    Osterweiterung und Entwicklungspolitik
Sammlung    EU-Osterweiterung und Entwicklungspolitik : die "neuen" Geberländer Polen, Tschechien, Ungarn
Herausgeber    Michael Dauderstädt
Ort    Bonn
Verlag    Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politik-Analyse
Jahr    2002
Nummer    107
Reihe    Politikinformation Osteuropa
ISBN    3-89892-127-1
URL    http://library.fes.de/fulltext/id/01427001.htm#LOCE9E1

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Mkl/Fragment 208 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-16 19:59:36 WiseWoman
BauernOpfer, Dauderstädt 2002, Fragment, Gesichtet, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 208, Zeilen: 18-31, 101
Quelle: Dauderstädt 2002
Seite(n): 5 (Internetversion), Zeilen: -
Die raschen Industrialisierungserfolge der Ostblockländer in den 1950er und 1960er Jahren waren für viele Entwicklungsländer ein Vorbild und führten zur Übernahme planwirtschaftlicher Ansätze in vielen Staaten der Dritten Welt. Umgekehrt konzentrierte sich die Hilfe des Ostblocks auf Länder, die ein sozialistisches Entwicklungsmodell verfolgten und auch außenpolitisch einen mit dem Ostblock sympathisierenden Kurs verfolgten.169 Das Volumen der Hilfe belief sich bei den osteuropäischen Staaten 1980 auf 0,06% des BSP, was deutlich unter dem OECD-Niveau lag (vgl. Machowski/Schultz 1981: 13ff.).

Dem Zusammenbruch des Kommunismus folgten eine Neuordnung der Staatenstruktur in Mittel- und Osteuropa, ein massiver wirtschaftlicher Umbruch und eine ebenso drastische Veränderung der Außenbeziehungen. Während Polen und Ungarn ihre staatliche Identität behielten, zerfielen die Tschechoslowakei, Jugoslawien und die Sowjetunion. Die Beitrittsländer Tschechien, Slowakei, Slowenien, Lettland, Litauen und Estland entstanden als neue, unabhängige Staaten mit eigener Außen-, Entwicklungs- und Handelspolitik.


169 Eine Ausnahme bildete die Türkei, die eines der wichtigsten Empfängerländer von Krediten war. Vgl. Dauderstädt 2002: 5.

Die raschen Industrialisierungserfolge der Ostblockländer in den 50er und 60er Jahren waren für viele Entwicklungsländer ein Vorbild und führten zur Übernahme planwirtschaftlicher Ansätze in vielen Staaten der Dritten Welt. Umgekehrt konzentrierte sich die Hilfe des Ostblocks auf Länder die ein sozialistisches Entwicklungsmodell verfolgten und auch außenpolitisch einen zumindest neutralen oder mit dem Ostblock sympathisierenden Kurs verfolgten (Ausnahme: Türkei, die eines der wichtigsten Empfängerländer von Krediten war). Das Volumen der Hilfe lag 1980 mit 0,06% des BSP bei den osteuropäischen Ländern (0,14% bei der Sowjetunion) unter dem OECD Niveau. [...] [Siehe Heinrich Machowski/Siegfried Schultz (Hg.) "RGW-Staaten und Dritte Welt. Wirtschaftsbeziehungen und Entwicklungshilfe" Bonn 1981, S.13 ff.]

Dem Zusammenbruch des Kommunismus folgten eine Neuordnung der Staatenstruktur in Mittel- und Osteuropa, ein massiver wirtschaftlicher Umbruch und eine ebenso drastische Veränderung der Außenbeziehungen. Während Polen und Ungarn (sowie Rumänien und Bulgarien) ihre staatliche Identität behielten, zerfielen die Tschechoslowakei, Jugoslawien und die Sowjetunion und die Beitrittsländer Tschechien, Slowakei, Slowenien, Lettland, Litauen und Estland entstanden als neue, unabhängige Staaten mit eigener Außen-, Entwicklungs- und Handelspolitik.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

[2.] Mkl/Fragment 209 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-16 20:04:34 WiseWoman
BauernOpfer, Dauderstädt 2002, Fragment, Gesichtet, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 209, Zeilen: 1-18
Quelle: Dauderstädt 2002
Seite(n): 5-6, Zeilen: -
[Alle Länder] traten in den folgenden Jahren der Weltbank, dem IWF und ab 1995 der WTO bei. Mitte der 90er Jahre wurden Tschechien, Ungarn, Polen und etwas später auch die Slowakei Mitglieder der OECD, womit sie formell in die Gruppe der Geberländer einzogen (vgl. Dauderstädt 2002: 6). Tatsächlich überwog und überwiegt bis heute die empfangene Hilfe, vor allem von der EU, bei weitem die gegebene.

Angesichts des schweren Rückgangs des Volkseinkommens in der ersten Phase des Systemwechsels konnte es auch nicht überraschen, dass die betroffenen Länder ihre Hilfe weitgehend einstellten, zumal auch ihre politischen Ziele aus der Zeit der Systemkonkurrenz weggefallen waren. Auch der Außenhandel mit Entwicklungsländern veränderte sich im Zuge der Transformation, die von einer massiven Umorientierung des Außenhandels Ostmitteleuropas vom Ostblock auf den Westen und insbesondere die EU begleitet war. So hat das Gewicht der Entwicklungsländer im Handel mit den Staaten Mittel- und Osteuropas zunächst deutlich abgenommen, um sich anschließend auf einem relativ geringen Niveau wieder zu stabilisieren.

Mit der Überwindung der Transformationskrise und der Vorbereitung auf den EU-Beitritt begannen die Beitrittsländer wieder mit eigenen entwicklungspolitischen Aktivitäten. Das Volumen der eingesetzten Mittel hielt sich dabei in einem bescheidenen Rahmen. So wendeten die Länder im Durchschnitt nicht mehr als 0,03 % des BIP für Entwicklungszusammenarbeit auf (vgl. Dauderstädt 2002: 7f.).170


170 Zum Vergleich: Der OECD-Durchschnitt liegt fast zehnmal höher.

[Seite der Druckausg.: 5]

Alle Länder traten alsbald der Weltbank, dem IWF und – ab 1995 – der WTO bei (vgl. Tabelle 1). Mitte der 90er Jahre wurden Tschechien, Ungarn, Polen und etwas später

[Seite der Druckausg.: 6]

(2000) auch die Slowakei Mitglieder der OECD, womit sie formell in die Gruppe der Geberländer einzogen. Tatsächlich überwog und überwiegt bis heute die empfangene Hilfe, vor allem von der EU, bei weitem die gegebene.

Angesichts des schweren Rückgangs des Volkseinkommens in der ersten Phase des Systemwechsels konnte es auch nicht überraschen, dass die betroffenen Länder ihre Hilfe weitgehend einstellten, zumal auch ihre politischen Ziele aus der Zeit der Systemkonkurrenz weggefallen waren. Auch der Außenhandel mit Entwicklungsländern veränderte sich im Zuge der Transformation, die von einer massiven Umorientierung des Außenhandels Ostmitteleuropas vom Ostblock auf den Westen und insbesondere die EU begleitet war. Sieht man von statistischen Differenzen ab (Die Kategorisierung von Entwicklungsländern stimmte in den 90er Jahren in Ostmitteleuropa meistens nicht mit dem in der OECD üblichen System überein), so hat das Gewicht der Entwicklungsländer im Handel der Beitrittskandidaten zunächst deutlich abgenommen, um sich anschließend wieder zu stabilisieren. [...]

Die Hilfepolitik Ostmitteleuropas

Mit der Überwindung der Transformationskrise und der Vorbereitung auf den EU-Beitritt begannen die Kandidaten auch (wieder) mit eigenen entwicklungspolitischen Aktivitäten. Das Volumen der eingesetzten Mittel hielt sich aber noch in einem bescheidenen Rahmen. Wie die folgende Tabelle 2 zeigt, wendeten die Länder im Durchschnitt nicht mehr als 0,03 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Entwicklungszusammenarbeit - zum Vergleich: der OECD-Durchschnitt liegt fast zehnmal höher.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

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