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Quelle:Mkl/Kappel 1996

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Robert Kappel
Titel    Europäische Entwicklungspolitik im Wandel. Perspektiven der Kooperation zwischen der Europäischen Union und den AKP-Ländern
Herausgeber    Institut für Entwicklung und Frieden der Gerhard-Mercator-Universität GH Duisburg zur wissenschaftlichen Begleitung der Stiftung Entwicklung und Frieden
Ort    Duisburg
Jahr    1996
Nummer    17
Seiten    84
Reihe    INEF Report
URL    http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DocumentServlet?id=27209

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    14


Fragmente der Quelle:
[1.] Mkl/Fragment 066 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-17 09:56:54 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 6-24
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 4, 5, Zeilen: 4:10-26; 5:3-7
Dabei lassen sich die EU-Interessen im Wesentlichen auf folgende Aspekte reduzieren:

- Sicherung der Zufuhr mineralischer und fossiler Rohstoffe, die deshalb ohne Probleme in die EU eingeführt werden können.

- Sicherung der Einfuhr tropischer Früchte und Gemüse, die in der EG nicht oder in nicht ausreichendem Maße wachsen.

- Absicherung der strategischen Interessen der europäischen Nationalstaaten, insbesondere Frankreichs. Die AKP-Staaten fungierten somit als Verbündete der EU bei der Durchsetzung ihrer Interessen auf UN-Ebene und bei der Reduzierung hegemonialer Interessen der Sowjetunion (bis 1989).

Als Absatzmarkt für Fertigwaren, Investitions- und Luxusgüter sowie für subventionierte Nahrungsmittel (bspw. Fleisch, Milch, Getreide) waren die AKP-Staaten hingegen von geringem Interesse. Für die AKP-Staatengruppe bestanden die Interessen im Zugang zum europäischen Markt durch präferentielle Zugeständnisse, im Zugang zu günstigen Krediten und zur Entwicklungshilfe der EG.

Im Verhältnis zu allen anderen Kooperationsformen, sei es das nordamerikanische Kooperationsabkommen NAFTA oder die Kooperation der EU mit Lateinamerika, weist die Lomé-Konvention die weitgehendsten wirtschaftlichen Präferenzen und die höchsten Entwicklungshilfeleistungen auf.

[Seite 4]

Die EU-Interessen an einer Kooperation mit den Partnerländern lassen sich auf folgende wesentliche Aspekte reduzieren:

1. Zufuhr mineralischer und fossiler Rohstoffe, die deshalb ohne Probleme in die EU eingeführt werden können.

2. Relativ uneingeschränkte Einfuhr tropischer Früchte und Gemüse, die in der EG nicht oder nicht in ausreichendem Maße wachsen.

3. Absicherung der strategischen Interessen der europäischen Nationalstaaten - insb. auch Frankreichs. Die AKP-Staaten als "natürlicher" Verbündeter der EU bei der Durchsetzung ihrer Interessen auf UNO-Ebene und bei der Reduzierung hegemonialer Interessen der Sowjetunion (bis 1989).

Als Absatzmarkt für Investitionsgüter, Fertigwaren und Luxusgüter und für subventionierte Nahrungsmittel (wie bspw. Fleisch, Milch, Getreide) sind die AKP-Staaten hingegen nur von marginaler Bedeutung.

Die Interessen der AKP-Staatengruppe bestehen bzw. bestanden in folgendem: Exportmärkte in der EG durch präferentielle Zugeständnisse, Zugang zu günstigen Krediten und Entwicklungshilfe der EG, Bezahlung der strategischen Zuordnung zum natürlichen Partner EG und Modernisierung und Industrialisierung mit Hilfe Europas.

[Seite 5]

Die Lomé-Konvention steht im Verhältnis zu allen anderen Kooperationsformen, sei es das nordamerikanische Kooperationsabkommen NAFTA oder die Kooperation der EU mit Lateinamerika, ganz oben an der Spitze der „Pyramide der Privilegien“. D.h. es werden weitergehende wirtschaftliche Präferenzen und höhere Entwicklungshilfeleistungen gewährt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Kappel 2004 ist auf der Seite unten refenziert.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[2.] Mkl/Fragment 066 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-17 09:58:35 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 26-33
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 5, 10, Zeilen: 5:8-11; 10:15-19
Durch das post-koloniale Lomé-Kooperationsmodell sahen die europäischen Staaten unterdessen ihre wirtschaftlichen und strategischen Interessen gewahrt. Im Gegenzug gestanden sie der AKP-Staatengruppe Privilegien zu. Es handelt sich somit um eine vertikale Kooperation, d.h. eine Kooperation von wirtschaftlich schwachen Staaten mit starken, die die Form einer klientelistischen Beziehung annimmt. Die schwächere Partei sucht aus der Dialektik der Abhängigkeit Vorteile zu ziehen, indem sie die historisch gewachsenen Beziehungen nutzt, um Ressourcen zur Milderung der Abhängigkeit zu erhalten (vgl. Kappel 2004: 114). [Seite 5]

Dieses post-koloniale Kooperationsmodell hat sich in der Folge der Unabhängigkeit der Mitgliedsländer herausgebildet. Ein Interessensausgleich kommt zustande, weil die EU ihre wirtschaftlichen und strategischen Interessen gewahrt sieht und die AKP-Staatengruppe Privilegien erhält.

[Seite 10]

Es ist eine vertikale Kooperation, d.h. Kooperation von wirtschaftlich schwachen Staaten mit starken Staaten. Diese Kooperation nimmt die Form der klientelistischen Beziehung25 an. Die schwächere Partei sucht Vorteile aus der Dialektik der Abhängigkeit zu ziehen: Nutzung der gegenwärtigen Abhängigkeit und der besonderen - historisch gewachsenen - Beziehungen, um Ressourcen zur Milderung der Abhängigkeit zu erhalten.


25 Eine Klientelbeziehung zeichnet sich dadurch aus, daß der Klient (abhängiger Akteur oder Gruppe von abhängigen Akteuren) in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Patron steht (dominierender Akteuer, Gruppe von dominierenden Akteuren).

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Kappel wird als Bezugsnahme genannt, allerdings nicht in der Version von 1996. Von daher erfolgt die Einstufung als Bauernopfer.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[3.] Mkl/Fragment 067 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-17 15:38:13 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: (2-11), 12-18
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 6, Zeilen: (5-13), 14-16, 21-26
Einen ersten deutlichen Hinweis für die Kursänderung in der europäischen Entwicklungspolitik lieferten die Maastrichter Verträge 1992. Dort heißt es in Art. 130u:

„Die Politik der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit, die eine Ergänzung der entsprechenden Politik der Mitgliedsstaaten darstellt, fördert

- die nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Entwicklungsländer, insbesondere der am meisten benachteiligten Länder;

- die harmonische, schrittweise Eingliederung der Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft;

- die Bekämpfung der Armut in den Entwicklungsländern“ (Europäische Gemeinschaft/Europäische Union 1993: 116).

Demzufolge werden künftig alle Entwicklungsländer gleich behandelt. Der Vertrag fordert Kohärenz in der Entwicklungspolitik der Gemeinschaft und den Mitgliedsstaaten, was, wie sich zeigen wird, Konsequenzen für die Kooperationsbeziehungen mit den AKP-Staaten nach sich zieht. Nicht zuletzt wirkten sich die GATT-Beschlüsse und die Gründung der WTO, aber auch die neuen Konstellationen im pazifischen (Gründung der APEC) und nordamerikanischen Raum (Gründung der NAFTA) auf das Kooperationsverhältnis zwischen der EU und den AKP-Staaten aus.

Die Grundlagen der europäischen Entwicklungspolitik sind durch die Artikel 130 u bis 130 y der Maastrichter Verträge festgelegt.7 Dort heißt es:

„Die Politik der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit, die eine Ergänzung der entsprechenden Politik der Mitgliedstaaten darstellt, fördert

- die nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Entwicklungsländer, insbesondere der am meisten benachteiligten Länder;

- die harmonische, schrittweise Eingliederung der Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft;

- die Bekämpfung der Armut in den Entwicklungsländern“.8

Im Maastricht-Vertrag werden alle Entwicklungsländer gleich behandelt. Der Vertrag gebietet Kohärenz in der Entwicklungspolitik der Gemeinschaft und den Mitgliedsländern. Dies hat, wie sich zeigen wird, Konsequenzen auch für die Kooperationsbeziehungen mit den AKP-Staaten. [...] Vor allem der Maastricht-Vertrag zur europäischen Einigung, die neuen Beschlüsse des GATT und die Gründung der World Trade Organization (WTO)11, aber auch die neuen Konstellationen im Pazifik-Raum (vgl. bspw. die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftskooperation APEC)12 und die regionale Kooperation in Nordamerika mit der Gründung der NAFTA (North American Free Trade Area) haben die Kooperation zwischen Europa und den AKP-Ländern in ein neue weltwirtschaftliche und strategische Konstellationen gestellt.


8 Europäische Gemeinschaft. Europäische Union. Der Vertragstext von Masstricht, Art. 130 u.

9 Vgl. Frisch 1990; Repnik 1990; Simons 1990.

10 Vgl. Kommission 1992.

11 Vgl. Stevens/Kennan 1994; Page/Davenport 1994; Davenport/Hewitt/Koning 1995; Kappel 1996b.

12 Im März 1994 haben die der APEC angehörenden Staaten USA, Japan, Südkorea, Mexiko, Kanada, China, Taiwan, Hongkong, die Philippinen, Brunei, Indonesien, Singapur, Malaysia, Thailand, Australien, Neuseeland und Papua-Neuguinea die Grundlinien für ein stabiles Wirtschaftswachstum bis zum Jahr 2000 vereinbart. Fünf Prinzipien wurden verabschiedet: Kontrolle der Inflation, Verstärkung des grenzüberschreitenden Austauschs von Waren, Dienstleistungen [und Investitionen, die Stärkung des privaten Unternehmertums, Ausbau der Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur und die Entwicklung der Kapitalmärkte]

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[4.] Mkl/Fragment 067 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-23 16:59:02 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 20-35
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 6, 7, 8, Zeilen: 6:26-27 - 7:1-12.15-21; 8:4-8
Durch den Zusammenbruch des sozialistischen Ostblocks ergab sich eine veränderte geostrategische Landschaft. Osteuropa, die Mittelmeerländer und des Weiteren auch lateinamerikanische und asiatische Schwellenländer rückten verstärkt in den Fokus der EU. Die Rolle der AKP-Staaten als Hinterland und Bollwerk gegen den Kommunismus entfiel, so dass sie aufgrund ihrer strategischen Bedeutungslosigkeit und wirtschaftlichen Schwäche gegenüber anderen Regionen der Dritten Welt ins Hintertreffen gerieten. Diesen Bedeutungsverlust der AKP-Staatengruppe in Hinblick auf die europäische Außenpolitik möchte eine Vielzahl der Kooperationskritiker auch in Form von Kürzungen der finanziellen Mittel übertragen sehen.

Es mehren sich die Stimmen, die auf eine Beendigung der präferentiellen Kooperation drängen. Allgemein wird eine Revision des Lomé-Modells gefordert: Während einige Autoren grundlegend gegen eine Fortführung der Kooperation argumentieren, sehen andere wiederum Perspektiven für eine Reform des Lomé-Modells (vgl. Lingnau 1991; Brigaldino 1994: 26-37; Brigaldino 1995). Von Seiten der AKP-Staatengemeinschaft wird unterdessen die Beibehaltung des Präferenzstatus’ eingefordert. Eine innovative, dynamische und langfristig orientierte Zusammenarbeit zeichnet sich aus ihrer Perspektive nicht ab, was nicht zuletzt auch eine Folge lang gehegter Klientelstrukturen zur EU ist.

[Seite 6]

Für Europa haben sich neue Bedingungen nach dem Zusammenbruch des real-sozialistischen Ost-

[Seite 7]

blocks ergeben. Osteuropa wird zukünftig eine weitaus größere Rolle spielen. Entwicklungshilfe fließt nun auch in den Ostblock.13 Die Kommission der EG beschreibt diese Lage folgendermaßen: "Die Auflösung des Ostblocks und das Ende des Kalten Krieges markierten zugleich das Ende der geostrategischen Position der Entwicklungsländer im Spannungsfeld zwischen gegnerischen Blöcken".14 Und die Mittelmeerdrittländer sollen aufgrund ihrer Nähe zur EU zukünftig eine größere Aufmerksamkeit als die AKP-Länder genießen.15 Die veränderte geostrategische Landschaft vermindert den Einfluß der AKP-Länder außerdem zugunsten wichtiger asiatischer Länder (vor allem den Schwellenländern Asiens, Indiens und Chinas) und Lateinamerikas. Die Rolle der AKP-Länder als "Hinterland" und Bollwerk gegen den Kommunismus entfällt. Die Karten der internationalen Politik werden neu gemischt, die AKP-Länder geraten aufgrund ihrer wirtschaftlichen Schwäche und ihrer strategischen Bedeutungslosigkeit gegenüber den anderen Regionen der 3. Welt ins Hintertreffen.

[...] Die EU hat den Abschied vom post-kolonialen Kooperationsmodell mit den Mid-term Review-Verhandlungen von 1993 für das zweite Finanzprotokoll von Lomé IV (1995-2000) eingeleitet, und in Brüssel mehren sich die Stimmen, die auf eine Beendigung der präferentiellen Kooperation drängen. Inzwischen fordern zahlreiche Experten eine Revision des Lomé-Modells: Einige Autoren argumentieren grundlegend gegen eine Fortführung der Kooperation, andere wiederum sehen Perspektiven für eine Reform des Lomé-Modells.16

[Seite 8]

Die AKP-Staatengemeinschaft besteht m.E. nur noch als Partner gegenüber der EU, von der sie die Beibehaltung des Präferenzstatus einfordert. Diese passive Haltung versucht Bestehendes zu bewahren, ohne den Blick auf die Zukunft zu öffnen. Die AKP-Gemeinschaft ist wenig innovativ, dynamisch und vorausschauend, eine Folge lang gehegter Klientelstrukturen zur EU.


13 Vgl. Nuscheler 1992a: 47ff.

14 Kommission 1992: 8.

15 Vgl. Kommission 1990b zur Kooperation mit Lateinamerika und Asien; vgl. Eßer 1994; Hugon 1993; zu den Umrissen einer neuen Weltordnung siehe Hein 1994; vgl. zum Mittelmeer Bensidou/Chevallier 1993; Wiemann 1992; Falk 1995; Ait-Chalaal 1995 und Hoekman 1995.

16 Vgl. bspw. Wissenschaftlicher Beirat des BMZ 1993 als Gegner und als Reformbefürworter bspw. Lingnau 1991; Brigaldino 1994 und 1995..

Anmerkungen

Anfangs noch stärker paraphrasierend, später mit vielen ungekennzeichneten wörtlichen Übernahmen. Inhaltlich identisch, ohne dass auf die Quelle hingewiesen würde.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[5.] Mkl/Fragment 068 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-23 16:57:26 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 1-6
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 8, Zeilen: 8-12, 13-14
Nichtsdestotrotz gewann die Diskussion zur Neuordnung der europäischen Entwicklungspolitik seit Anfang der 1990er Jahre zunehmend an Intensität (vgl. Nuscheler/Schmuck 1992; Grilli 1993; Reithinger 1995: 387-394; Lingnau 1996: 355-366; Medhanie 1996: 397-408). Die weltweiten Veränderungen mit dem Verlust der Hegemonieposition der USA, der Bildung der Triaden im Globalisierungsprozess und die Veränderungen innerhalb der EU lassen grundlegende Reformbestrebungen unausweichlich erscheinen. Die großen Veränderungen in der Weltgesellschaft mit dem Verlust der Hegemonieposition der USA, die Bildung der Triaden im Globalisierungsprozeß und die Veränderungen innerhalb der EU weisen auf die Notwendigkeit einer veränderten Entwicklungspolitik und auch der Neubestimmung der EU-AKP-Kooperation.17 [...] Die Diskussion um die Neuordnung der europäischen Entwicklungspolitik fängt langsam an, Intensität zu gewinnen.18

17 Eine umfassende Darlegung dieser Wandlungsprozesse in den Europa-Afrika-Beziehungen liegt vom Verfasser vor, siehe Kappel 1996a.

18 Vgl. Nuscheler/Schmuck 1992a; Grilli 1993; Zartman 1993; Reithinger 1995; Lingnau 1996; Brigaldino 1995; Medhanie 1996; Menck 1996.

Anmerkungen

Übernahme ohne Hinweis. Die Liste der Referenzen im Text stimmt bis auf zwei Kürzungen überein.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[6.] Mkl/Fragment 071 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-17 09:54:51 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 4-17
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 13, Zeilen: 26:19-27.29 - 27:1-2.7-11
Die EU unterscheidet in Hinblick auf ihre Entwicklungshilfe grundsätzlich zwischen Programmhilfe und nicht-programmierbarer Hilfe. Die Mittel der Programmhilfe wurden zu Beginn der Lomé-Abkommen zwischen den Vertragsparteien ausgehandelt und umfassen im Wesentlichen Entwicklungshilfeprojekte, die Förderung der regionalen Zusammenarbeit für sieben Regionen in den AKP-Staaten, Programme in den Bereichen Gesundheit und Aids-Bekämpfung, Hilfe für Mikroprojekte, industrielle Zusammenarbeit, Entwicklung des Handels und des Fremdenverkehrs, kulturelle Zusammenarbeit, Bildung und Ausbildung und Strukturanpassungsprogramme. Hinzu kommen sektorale Entwicklungs- und Einfuhrprogramme. Hierbei handelt es sich zumeist um indirekte Budgethilfen, die den Ländern Deviseneinsparungen bei notwendigen Importen ermöglichen. Die nicht-programmierbare Hilfe beinhaltet unterdessen Mittel für Sonderdarlehen, Risikokapital, STABEX und SYSMIN und beinhaltet alle Ausgaben, die zu Beginn der Kooperation nicht geplant werden.

Der EEF wird nicht aus dem Haushaltsbudget der EU finanziert, sondern aus den Beiträgen der EU-Mitgliedsstaaten.

[Seite 26]

Die EU unterscheidet in ihrer Entwicklungshilfe grundsätzlich zwischen Programmhilfe und nicht-programmierbarer Hilfe. Die Mittel der Programmhilfe werden zu Beginn des Lomé-Abkommens zwischen den EU-Mitgliedsstaaten, dem entsprechenden AKP-Staat und der EU ausgehandelt und im sog. nationalen Richtprogramm (bzw. Nationales Indikativprogramm, NIP) festgehalten. Die Programmhilfe umfaßt Entwicklungshilfeprojekte, die Förderung der regionalen Zusammenarbeit für sieben Regionen in den AKP-Staaten, Programme in den Bereichen Gesundheit und Aids-Bekämpfung, Hilfe für Kleinstprojekte, industrielle Zusammenarbeit, Entwicklung des Handels und des Fremdenverkehrs, kulturelle Zusammenarbeit, Bildung und Ausbildung und Strukturanpassungsprogramme (siehe Tabelle 11). [...] Dazu kommen ferner sektorale Entwick-

[Seite 27]

lungs- und Einfuhrprogramme. Hierbei handelt es zumeist um indirekte Budgethilfen, die den Ländern Deviseneinsparungen bei notwendigen Importen ermöglicht. [...] Die nicht-programmierbare Hilfe beinhaltet die Mittel für Sonderdarlehen, Risikokapital, STABEX und SYSMIN. Sie betrifft alle Ausgaben, die zu Beginn der Kooperation nicht geplant werden können.

[Tabelle 9]

Der EEF wird nicht aus dem Haushaltsbudget der EU finanziert sondern aus den Beiträgen der EU-Mitgliedsstaaten.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[7.] Mkl/Fragment 076 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-17 15:36:29 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 9-24
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 30, 31, Zeilen: 30:1-9; 31:1-9
2.2.3 Die Subventionssysteme STABEX und SYSMIN

Die beiden Stabilisierungsfonds für landwirtschaftliche Exportprodukte und für Bergbauerzeugnisse sind wesentliche Bestandteile des Kooperationsabkommens zwischen der EU und den AKP-Staaten. Ziel des in Lomé-I ausgehandelten Systems der Exporterlös-Stabilisierung (STABEX) sollte es sein, die Mindereinnahmen bei den Exporterlösen (z.B. infolge von Preissenkungen) in gewissem Umfang auszugleichen, um auf diese Weise die nachteiligen Auswirkungen von Einnahmeverlusten in Grenzen zu halten.

Anwendungen von STABEX:

1. Die Stabex-Regelung kann für Waren in Anspruch genommen werden, auf die im Jahr vor der Inanspruchnahme des Systems 5% der vom jeweiligen Land im Exportgeschäft mit sämtlichen Bestimmungsländern insgesamt erwirtschafteten Ausfuhrerlöse fallen.

2. Jedes Land kann die Stabex-Regelung in Anspruch nehmen, in dem – gemessen am Durchschnitt der sechs dem Jahr der Inanspruchnahme des Systems vorausgegangenen Jahre – ein Rückgang der Ausfuhrerlöse um mindestens 4,5% festgestellt wird, wobei weder der niedrigste noch der höchste Jahreswert berücksichtigt wird. Für die am wenigsten entwickelten AKP-Staaten sowie die AKP-Binnen- und Inselstaaten ist der Anteil in beiden Fällen auf 1% festgelegt (vgl. Europäische Kommission 1995: 87; Herrmann 1991: 99-143).


Herrmann, Roland (1991): Financial stabilization schemes in the Lomé Convention, in: Manfred Schulz (Hrsg.): ACP-EEC: Partners in cooperation, Saarbrücken, S. 99-143.

Europäische Kommission (1995): Die finanzielle Zusammenarbeit im Rahmen der Abkommen von Lomé, Luxemburg 1995.

[Seite 30]

4.3 Die Subventionssysteme STABEX und SYSMIN

Der Stabilisierungsfonds für landwirtschaftliche Exportprodukte (STABEX-System, Stabilization of Export Earnings) und der Sonderfonds für Bergbauerzeugnisse (SYSMIN) sind wesentliche Bausteine des Kooperationsabkommens zwischen der EG und den AKP-Ländern.

Das STABEX-System wurde bereits im Lomé I-Abkommen vertraglich verankert. Es umfaßt im Lomé IV-Abkommen 51 landwirtschaftliche Rohstoffe (Lomé I: 29 Produkte; Lomé III: 48 Produkte) und soll Mindereinnahmen bei den Exporterlösen (z.B. infolge von Preissenkungen) in gewissen Umfang ausgleichen. Ziel ist es, die nachteiligen Auswirkungen von Einnahmeverlusten in Grenzen zu halten.

[Seite 31]

Kasten 1: Anwendung von STABEX61

1. Die Stabex-Regelung kann für Waren in Anspruch genommen werden, auf die im Jahr vor der Inanspruchnahme des Systems 5% der vom jeweiligen Land im Exportgeschäft mit sämtlichen Bestimmungsländern insgesamt erwirtschafteten Ausfuhrerlöse fallen (4% im Falle von Sisal).

2. Jedes Land kann die Stabex-Regelung in Anspruch nehmen, in dem gemessen am Durchschnitt der sechs dem Jahr der Inanspruchnahme des Systems vorausgegangenen Jahre ein Rückgang der Ausfuhrerlöse um mindestens von 4,5% festgestellt wird, wobei weder der niedrigste noch der höchste Jahreswert berücksichtigt wird (für die am wenigsten entwickelten AKP-Staaten sowie die AKP-Binnen-und AKP-Inselstaaten ist der Anteil in beiden Fällen auf 1% festgelegt).


61 Kommission 1995: 87; vgl. Hermann 1991.


Herrmann, Roland (1991) Financial stabilization schemes in the Lomé Convention, in M. Schulz (ed.), ACP-EEC: Partners in cooperation, Saarbrücken, S. 99-143.

Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1995) Die finanzielle Zusammenarbeit im Rahmen der Abkommen von Lomé, Brüssel, Luxemburg.

Anmerkungen

Ein Hinweis auf die eigentliche Quelle unterbleibt.

Der Verweis auf Hermann (1991) für den Kasten Anwendungen von STABEX ist völlig überflüssig, da der Wortlaut bereits identisch im Bericht der EU-Kommission zu finden ist. Offensichtlich hat Mkl sich nicht der Mühe unterzogen, dort einmal nachzuschlagen, und hat kurzerhand den bei Kappel (1996) zu findenden Verweis kopiert. In diesem Sinne ist auch der Kasten als ungekennzeichnete Übernahme aufzufassen.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[8.] Mkl/Fragment 077 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-17 15:35:11 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 6-13, 101-104
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 34, Zeilen: 1-2, 5-8, 10-12, 16-20, 21-22, 22-24
Im Rahmen des Lomé-II-Abkommens kam es zur Aufnahme eines weiteren Systems, das die Sicherung der Exporterlöse einiger Bergbau-Erzeugnisse48 zur Aufgabe hatte: der Sonderfonds SYSMIN. Im Unterschied zu STABEX ist SYSMIN kein System zur Erlösstabilisierung, obwohl Erlösminderungen ausgeglichen werden. Vielmehr verfolgt SYSMIN den Zweck, die Zufuhr von Rohstoffen für die rohstoffarme EU zu sichern.49 Demzufolge werden SYSMIN-Gelder zur Verfügung gestellt, um der Gefahr von Stilllegungen der Bergbauproduktion durch sinkende Rohstofferlöse zu entgehen. SYSMIN stellt somit ein Anreizsystem für eine höhere Produktion von entsprechenden Rohstoffen dar.50

48 Hierzu zählten Kupfer, Kobalt, Phosphate, Mangan, Bauxit, Aluminiumoxyd, Zinn, Schwefelkiesabbrände, Eisenerz, Gold und Uran.

49 So erhielten beispielsweise die vier Länder Sambia, Zaire, Guinea und Guyana von 1980-1990 zwei Drittel aller zur Verfügung stehenden Mittel. Vgl. Kappel 1996: 32.

50 Ausführlich zu diesen beiden Subventionssystemen: Kappel 1999: 34-40.

Erstmals kam es im Rahmen von Lomé II zur Errichtung eines Sonderfonds für Bergbauerzeugnisse (SYSMIN). [...] Der Mineralienfonds stellt im Lomé IV-Abkommen bei Erlösausfällen für neun mineralische Rohstoffe (Kupfer, Kobalt, Phosphat, Mangan, Bauxit, Zinn und Eisenerz, Gold und Uran) 480 Mio. ECU zur Verfügung (575 Mio ECU für die Jahre 1995-2000). [...] SYSMIN-Mittel wurden bis 1990 als langfristiges, zinsgünstiges Darlehen nur zweckgebunden für Projekte zur Sicherung der Produktions- und Ausfuhrkapazität dieser Mineralien vergeben. [...] SYSMIN ist im Unterschied zu STABEX kein System zur Erlösstabilisierung, obwohl Erlösminderungen ausgeglichen werden. SYSMIN verfolgt den Zweck, die Zufuhr von Rohstoffen für die rohstoffarme EG zu sichern. SYSMIN-Gelder werden zur Verfügung gestellt, um der Gefahr von Stillegungen der Bergbauproduktion durch sinkende Rohstofferlöse zu entgehen. [...] Die SYSMIN-Mittel stellen ein Anreizsystem für höhere Produktion von SYSMIN-Produkten dar. [...] Vier Länder, Sambia, Zaire, Guinea und Guyana, erhielten von 1980-1990 mehr als 2/3 aller zur Verfügung stehenden Mittel (siehe Tabelle 15).
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[9.] Mkl/Fragment 078 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-05 10:27:04 Guckar
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 078, Zeilen: 1-14
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 31; 34-35, Zeilen: 31: 11-12; 34: 16-24; 35: 1-8
Anwendung von SYSMIN:

Die Fazilität dient dazu, die nachteiligen Auswirkungen vorübergehender schwerer Störungen des Bergbausektors auf die Einnahmen dieser Länder abzufangen. Ein Land kann einen Antrag auf Inanspruchnahme von SYSMIN stellen, wenn der Anteil der fraglichen Erzeugnisse an den Gesamtausfuhren vier Jahre in Folge im Schnitt mehr als 15% (10% im Falle der am wenigsten entwickelten Länder) oder der Anteil der Ausfuhrerlöse für sämtliche Bergbauerzeugnisse 20% oder mehr ausmacht (12% im Falle der am wenigsten entwickelten Länder sowie der Binnen- und Inselstaaten). Seit Lomé-IV werden nicht rückzahlbare [sic] Zuschüsse vergeben (vgl. Europäische Kommission 1995: 93).

Den formulierten Ansprüchen konnte jedoch keines der beiden Subventionssysteme gerecht werden: Als System zur Ausgleichung von Mindereinnahmen bei Exporterlösen sollten die entsprechenden STABEX-Mittel der Diversifizierung dienen. Tatsächlich wurden die ausgezahlten Mittel teilweise für andere Zwecke als die vorgegebenen ausgegeben. Demzufolge kamen Ausgleichszahlungen des STABEX-Fonds keineswegs den entscheidenden Akteuren, den Bauern, zugute.

[Seite 35]

Kasten 2: Anwendung von SYSMIN71

Die Fazilität dient dazu, die nachteiligen Auswirkungen vorübergehender schwerer Störungen des Bergbausektors auf die Einnahmen dieser Länder abzufangen. Ein Land kann einen Antrag auf Inanspruchnahme von SYSMIN stellen, wenn der Anteil der fraglichen Erzeugnisse an den Gesamtausfuhren vier Jahre in Folge im Schnitt mehr als 15% (10% im Falle der am wenigsten entwickelten Länder) oder der Anteil der Ausfuhrerlöse für sämtliche Bergbauerzeugnisse 20% oder mehr ausmacht (12% im Falle der am wenigsten entwickelten Länder sowie der Binnen- und Inselstaaten). Seit Lomé-IV werden nicht-rückzahlbare Zuschüsse vergeben.

[Seite 34]

SYSMIN ist im Unterschied zu STABEX kein System zur Erlösstabilisierung, obwohl Erlösminderungen ausgeglichen werden. SYSMIN verfolgt den Zweck, die Zufuhr von Rohstoffen für die rohstoffarme EG zu sichern. SYSMIN-Gelder werden zur Verfügung gestellt, um der Gefahr von Stillegungen der Bergbauproduktion durch sinkende Rohstofferlöse zu entgehen. Diversifizierungsmaßnahmen sind nicht vorgesehen. [...] Vier Länder, Sambia, Zaire, Guinea und Guyana, erhielten von 1980-1990 mehr als zwei Drittel aller zur Verfügung stehenden Mittel (siehe Tabelle 15 ). [...]

[Seite 31]

Bis 1990 wurden die ausgezahlten Mittel teilweise für andere Zwecke als die vorgesehenen ausgegeben.

Anmerkungen

Trotz eines Hinweises auf die Quelle am Ende der Aufzählung bleiben Art und Umfang der Übernahme ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[10.] Mkl/Fragment 078 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-17 15:33:44 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 14-27
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 32, Zeilen: 5-18
Ebenso lassen sich weitere „Schwachstellen“ des STABEX-Systems ausmachen:

- Die Gesamtzahlungen sind auf bestimmte Plafonds begrenzt, so dass extreme Preissenkungen nicht aufgefangen werden können. Der Ausgleich eines langfristigen Verfalls der Rohstoffpreise erscheint daher nicht möglich.

- Die Zahl der einbezogenen Produkte ist begrenzt. Es fehlen die Agrarprodukte, die durch die EG-Marktordnungen gestützt werden (z.B. Zucker und Tabak).

- Durch die Festlegung einer Abhängigkeitsgrenze von fünf Prozent besteht kaum ein Anreiz zur Diversifizierung. Vielmehr konzentrieren sich die von STABEX begünstigten Länder noch stärker auf die Produktion entsprechender Güter und verfestigen somit die vorhandenen monokulturellen Strukturen.

- Die Auszahlung der Mittel verläuft zum Teil sehr schleppend, da zwischen den AKPLändern und der EU zunächst eine Rahmenvereinbarung der gegenseitigen Verpflichtung geschlossen werden muss.

- STABEX-Zahlungen stellen einen Einkommenstransfer an die jeweilige Regierung dar. Es handelt sich folglich um Entwicklungshilfe ohne Lieferbindung (vgl. Kappel 1999: 37).

Wenngleich das System nach Auffassung der meisten Wissenschaftler funktioniert hat, gab es

doch einige wesentliche immanente Probleme:

- Die Gesamtzahlungen sind auf bestimmte Plafonds begrenzt, so daß extreme Preissenkungen nicht aufgefangen werden konnten. 1993 betrugen die Transferansprüche bspw. 473 Mio. ECU bei 285 Mio. ECU verfügbaren Mitteln. Ein langfristiger Verfall der Rohstoffpreise kann nicht ausgeglichen werden.

- Die Zahl der einbezogenen Produkte ist begrenzt, es fehlen die Agrarprodukte, die durch die EG-Marktordnungen gestützt werden (wie Zucker und Tabak). Außerdem sind verarbeitete Agrarprodukte nicht einbezogen.

- Durch die Festlegung einer Abhängigkeitsgrenze (5%) besteht kaum ein Anreiz zur Diversifizierung.

- Die Auszahlung der Mittel ist zum Teil sehr schleppend, weil zwischen den AKP-Ländern und der EU zunächst eine Rahmenvereinbarung der gegenseitigen Verpflichtung geschlossen werden muß.

Anmerkungen

Bemerkenswert: Mkl nutzt aus, dass Kappel alte Texte mehrmals verwendet. So gibt Mkl Quelle:Mkl/Kappel 1999 als Quelle an, nutzt aber weitgehend den Wortlaut der älteren Quelle:Mkl/Kappel 1996 und ergänzt nur an einigen Stellen durch Material aus der jüngeren. Der Unterschied zur vermeintlichen Vorlage scheint größer (vgl. Mkl/Fragment_078_14b), Art und Umfang der Übernahme bleiben somit völlig im Dunkeln.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[11.] Mkl/Fragment 079 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-26 07:06:49 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 1-13
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 32, 33, 34, 36, Zeilen: 32:25-26.27-28 - 33:1-2; 34:21-22; 36:7-12
[Daran änderte auch der Reformversuch im] Rahmen von Lomé-IV, das Zuschusselement auf 100 Prozent festzulegen, nichts Entscheidendes. Schließlich korrelieren die Einkommenstransfers beispielsweise nicht mit dem Pro-Kopf-Einkommen. Da STABEX sich an Waren ausrichtet und nicht an Kriterien für Unterentwicklung, stellt dieser Reformversuch eher einen Beitrag zur Verbesserung der Lage in Ländern mit mittlerem Einkommen dar (vgl. Badiane 1993: 75-94). Ähnliche Tendenzen sind auch in Bezug auf SYSMIN zu beobachten: Da SYSMIN-Mittel mit dem Ziel vergeben werden, Anreize für eine höhere Produktion von SYSMIN-Produkten zu schaffen, wirken sie einer Diversifizierung entgegen. Beide Subventionssysteme bedürfen einer grundlegenden Reform, da sie ein klassisches Mittel zur Verfestigung von veralteten Außenhandelsstrukturen und zur Erhaltung einer Staatsklasse darstellen, die gute Beziehungen zur EU pflegt. STABEX und SYSMIN erweisen sich vor diesem Hintergrund als monetäre Instrumente zur Absicherung eines kollektiven Klientelismus, die in erster Linie den afrikanischen Middle-Income-Ländern und den jeweiligen Staatseliten zugute kommt.51

51 So machte zwischen 1986 und 1998 der STABEX-Anteil beispielsweise 54 Prozent der gesamten EU-Hilfsgelder für die Elfenbeinküste aus, für Kamerun betrug der entsprechende Anteil 49 Prozent. Vgl. Cox/Chapman 1999: 63.

[Seite 32]

Die im Lomé-IV-Abkommen durchgeführte Veränderung des STABEX-Artikels bedeutet, daß das Zuschußelement für alle Unterzeichner der Lomé-Konvention seit 1990 100% beträgt. [...] Die Einkommenstransfers korrelieren nicht mit der Höhe der Pro-Kopf-Einkommen. Da STABEX sich an Waren ausrichtet und nicht an den Kriterien für Unterent-

[Seite 33]

wicklung, bspw. Pro-Kopf-Einkommen, ist die Lomé-IV-Reform ein Beitrag eher zur Verbesserung der Lage der Länder mit mittleren Einkommen.

[Seite 34]

Die SYSMIN-Mittel stellen ein Anreizsystem für höhere Produktion von SYSMIN-Produkten dar. Sie wirken somit nicht in Richtung Diversifizierung.

[Seite 36]

STABEX aber auch SYSMIN sind somit die klassischen Mittel zur Verfestigung von Außenhandelsstrukturen und zur Erhaltung einer Staatsklasse, die gute Beziehungen zur EU pflegt, um den Fluß der Gelder zu organisieren. STABEX, aber auch SYSMIN sind monetäre Instrumente zur Absicherung des kollektiven Klientelismus. Besonders deutlich werden die reicheren afrikanischen Länder bevorzugt. Die Verwendung der Mittel obliegt der Staatsbürokratie.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[12.] Mkl/Fragment 080 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-22 12:14:27 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 11-24, 101-102
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 40-41, Zeilen: 40:29-30 - 41:1-2.5-15
Art. 17 des Lomé-IV-Abkommens formuliert als Ziel der Industrialisierung ein sich selbst tragendes Wachstum und eine ausgewogene und vielfältige Entwicklung. Insbesondere unterstützt werden soll die vertikale und horizontale Diversifizierung der Volkswirtschaften. Vergleicht man die Industrieförderungsmaßnahmen von Lomé-I mit Lomé-IV, so zeigt sich, dass zur Entwicklung der verarbeitenden Industrie und somit zur Umsetzung dieser Ziele immer weniger Mittel aufgewendet werden.52 Diese Tendenz zur De-Industrialisierung Afrikas reflektieren nicht zuletzt auch die abnehmende Förderung der verarbeitenden Industrie und die zunehmende Förderung des Bergbaus und der Landwirtschaft. Mittel für den informellen Sektor stehen kaum zur Verfügung, da sich die Kooperation konzeptionell auf den modernen Sektor konzentriert. An dieser Entwicklung ändern auch die Mittel für Mikroprojekte, die der Förderung von Klein- und Mittelindustrie dienen, wenig (vgl. Babarinde 1994: 163 ff.). Dies zeigt sich auch an der Tätigkeit der beiden Institutionen, die im Rahmen der Lomé-Konvention für den Sektor der industriellen Entwicklung verantwortlich sind: die Europäische Investitionsbank und das Centre for the Development of Industry (CDI).53

52 Während in Lomé-I noch 25 Prozent der Mittel des EEF der Industrieförderung zukamen, waren es in Lomé-II-IV nur noch ca. 10 Prozent. Vgl. Parfitt 1992: 383.

53 Seit 2000 heißt das CDI nun Centre for the Development of Entreprise (CDE). Vgl. Hinzen 1995: 416-423.

[Seite 40]

In Artikel 17 des Lomé-IV-Vertrages wird als Ziel der Industrialisierung ein sich selbst-tragendes Wachstum und eine ausgewogene und vielfälti-

[Seite 41]

ge Entwicklung genannt. Insbesondere unterstützt werden soll die vertikale und horizontale Diversifizierung der Volkswirtschaften.

Tabelle 16: Industrieförderung im EEF

[Tabelle 16]

Quelle: Parfitt 1992: 383.


[...] Vergleicht man die Industrieförderungsmaßnahmen von Lomé I mit Lomé IV so zeigt sich, daß zur Entwicklung der verarbeitenden Industrie weniger Mittel aufgewendet werden (Lomé I noch 25%, Lomé II-IV ca. 10%). Die sinkenden Anteile für die Förderung der verarbeitenden Industrie und die stärkere Förderung des Bergbaus und der Landwirtschaft reflektieren auch den De-Industrialisierungsprozeß Afrikas seit den 80-er Jahren. Mittel für den informellen Sektor stehen kaum zur Verfügung, die Kooperation konzentriert sich konzeptionell auf den modernen Sektor. Daran ändern auch die - im übrigen sehr geringen - Mittel für Kleinstprojekte, die z.T. in die Förderung der Klein- und Mittelindustrie gehen, nur wenig.

Dies zeigt sich auch an der Tätigkeit der beiden Institutionen - Europäische Investitionsbank (EIB) und Centre for the Development of Industry (CDI) -, die im Rahmen der Lomé-Konvention mit der industriellen Entwicklung befaßt sind.82


82 Vgl. Babarinde 1994: 163ff; Hinzen 1995.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Die übernommenen Aussagen wurden bereits 1996 formuliert - mit Fußnote 53 unternimmt Mkl den einzigen Versuch einer Aktualisierung.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[13.] Mkl/Fragment 081 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-26 07:08:44 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 19-33
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 44, 45, 46, Zeilen: 44:25.27-28 - 45:1.6-7.9-19; 46:5-6.14-17
2.2.5 Regionale Kooperation

[...]

Im Einzelnen versprach man sich von einer solchen Zusammenarbeit eine Intensivierung des internen Handels und Wachstums, eine Effizienz- und Produktivitätssteigerung durch zunehmenden Wettbewerbsdruck, einen höheren Selbstversorgungsgrad bei Agrar- und Industrieprodukten, einen Ausbau der gemeinsamen Infrastruktur sowie eine Stärkung der ökonomischen und politischen Verhandlungsmacht. In Lomé-IV wurden 1,25 Mrd. € für regionale Kooperation zur Verfügung gestellt, die der Begleichung von Übergangskosten, Kompensationszahlungen für die Verlierer der Kooperation, der Finanzierung von technischer Hilfe, Ausbildung und Forschung sowie der Begünstigung grenzüberschreitender Maßnahmen dienen sollten. In Hinblick auf die konkreten Ergebnisse der regionalen Kooperation erscheinen die bisherigen Integrationsbemühungen jedoch eher bescheiden. Folgende Überlegungen zeichnen sich hierfür mitverantwortlich:

1. Es besteht die Notwendigkeit, Primärgüter, deren Preise tendenziell nicht steigen, in erster Linie auf europäischen Märkten zu verkaufen.

2. Die Volkswirtschaften der Lomé-Partnerstaaten sind allesamt stark außenhandelsorientiert, so dass ihre Integration in den Weltmarkt sie leicht verwundbar macht.

[Seite 44]

4.6. Regionale Kooperation

[...] Die Vorteile der regionalen Kooperation können mit Jörn Altmann folgendermaßen beschrieben werden:90

[Seite 45]

- Interne Handelsschaffung und Wachstum

[...]

- Produktivitätssteigerungen durch zunehmenden Wettbewerbsdruck, wodurch auch die infant-industries sich entwickeln können, um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu werden

[...]

- Höherer Selbstversorgungsgrad bei Agrar- und Industrieprodukten

- Ausbau einer gemeinsamen Infrastruktur

- Stärkung der ökonomischen und politischen Verhandlungsmacht

- Kritische Aspekte der regionalen Integration bestehen in der Verteilung von Vor- und Nachteilen und den unterschiedlichen ökonomisch-politischen Konzepten. Für die AKP-Staaten treten vier ungünstige Konstellationen auf:

1. Es besteht die Notwendigkeit auf - vor allem - europäischen Märkten Primärgüter verkaufen zu müssen, deren Preise tendenziell nicht steigen.

2. Ihre Ökonomien sind zugleich stark außenhandels-orientiert, der Anteil der Exporte/Importe am Bruttosozialprodukt ist zumeist sehr hoch. Die Integration in den Weltmarkt vor allem mit Rohstoffen und landwirtschaftlichen Gütern macht die Ökonomien leicht verwundbar.

[Seite 46]

In Lomé-IV wurden 1,25 Mrd. ECU für regionale Kooperation zur Verfügung gestellt. [...]

[...] Die Unterstützungsmaßnahmen konzentrieren sich auf folgende Bereiche: Beitrag zu den Übergangskosten, Kompensationszahlungen für die Verlierer der Kooperation, technische Hilfe, Ausbildung und Forschung und Begünstigung von grenzüberschreitenden Maßnahmen.


90 Altmann 1992.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[14.] Mkl/Fragment 082 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-26 07:09:57 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kappel 1996, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 1-8
Quelle: Kappel 1996
Seite(n): 45, Zeilen: 20-26
3. Durch die schwache Entwicklung einer regionalen Integration sind die Ausgangsbedingungen für eine konkurrenzfähige Integration in den Weltmarkt ungünstig. Dieser Mangel behindert einen aktiven Integrationsprozess in den Weltmarkt und fördert stattdessen die nationale Binnenmarktorientierung.

4. Angesichts der Verschuldungskrise und der wirtschaftlichen Misere in vielen afrikanischen Staaten ist ein regionaler Integrationsprozess nur schwer zu realisieren, da sich fast alle Exportaktivitäten auf die Produktion von Primärgütern konzentrieren (vgl. Kappel 1996: 43).

3. Die regionale Integration ist schwach entwickelt, so daß die Ausgangsbedingungen für eine konkurrenzfähige Integration in den Weltmarkt ungünstig sind. Dieser Mangel an regionalerb Integration behindert einen aktiven Integrationsprozeß in den Weltmarkt, d.h. er fördert die existierende nationale Binnenmarktorientierung.

4. Angesichts der Verschuldungskrise und der Strukturanpassungsprogramme ist ein regionaler Integrationsprozeß schwer zu realisieren, da fast alle Exportaktivitäten auf die Produktion von Primärgütern gelegt werden.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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